EMMA titelt mit Geschichte über Diffamierung einer Pflegemutter
(pfad/schulz) Die Ausgabe 2/2009 der Zeitschrift EMMA bringt das ausführliche Dossier “Opfer als Täter”. Darin wird geschildert, wie stark Gutachter- und sogar Gerichtsentscheidungen unter dem Einfluss einzelner Medienvertreter stehen können.
Exemplarisch aufgezeigt wird dies am vor einem Jahr abgeschlossenen “Fall Pascal”, der erst durch die Aussage eines damals 8-jährigen Pflegekindes ins Rollen kam. Schon während des für den “Hauptbelastungszeugen” schwierigen Vernehmungs- und Gerichtsverfahrens, um den vermutlich ermorderten kleinen Pascal aus Saarbrücken, wurde seine Pflegemutter zur Hauptzielscheibe der Verteidiger der – letztlich sehr umstritten freigesprochenen – Angeklagten.
Nun erschien kürzlich auch noch ein Buch der von EMMA kritisierten, prominenten Gerichtsreporterin, das die engagierte und kompetente Pflegemutter diffamiert. In dem ausführlichen Artikel “Mama, ich bin jetzt tot” schildert die Pflegemutter ihre sehr besonnenen Bemühungen bei der Begleitung ihres Pflegesohnes durch den belastenden Prozess und die Auswirkungen auf das Kind und ihre ganze Familie. In einem weiteren Interview “Wie laut soll ich noch schreien?” mit Alice Schwarzer nimmt sie zu den Anschuldigungen Stellung, sie hätte ihren Pflegesohn zu falschen Behauptungen verleitet und sei selbst eine “traumatisierte Pflegemutter”.
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