Archiv für Oktober 2009
PFAD-Vereinsgründung Adoptiv- und Pflegeeltern Fürstenfeldbruck und Umgebung
Nachdem der Pflegeelternstammtisch seit 4 Jahren aktiv ist, wurde nun am Freitag, den 16.10.09 der Verein Adoptiv- und Pflegeeltern in Fürstenfeldbruck und Umgebung gegründet.
Frau Traudl Meister vom PFAD leitete die Gründungsversammlung und Herr Landrat Thomas Karmasin hielt als Schirmherr eine Ansprache, in der er nochmals betonte, wie wichtig es für die Kinder sei, in Familien untergebracht zu werden und eine Heimunterbringung sei nur die zweitbeste Lösung. Um zu zeigen, wie wichtig ihm der Verein ist, trat er zusätzlich als Fördermitglied bei. Es ist dem Verein wichtig, in Kooperation mit dem Jugendamt zu arbeiten, deshalb war auch das Jugendamt FFB eingeladen und durch zwei Mitarbeiterinnen vertreten.
Im Vordergrund des Vereins stehen die den Adoptiv- und Pflegefamilien anvertrauten Kinder. Diese Familien sind in vielen Lebensbereichen besonderen Belastungen ausgesetzt. Der Verein möchte u.a. in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Fürstenfeldbruck die Öffentlichkeit für die Belange von Adoptiv- und Pflegefamilien sensibilisieren. Durch gemeinsame Aktivitäten sollen die Familien ein Stück weit entlastet und die Gemeinschaft mit anderen Familien gefördert werden.
Frau Marion Herr wurde zur 1. Vorsitzenden und Frau Tanja Überall zur 2. Vorsitzenden gewählt. Die Adoptiv- und Pflegeeltern freuen sich über jeden, der bei den nächsten Aktivitäten dabei sein will oder dem Verein beitreten möchte.
Kontaktaufnahme per Email unter info@pflegeeltern-ffb.de
Quelle: Pressemeldung des Vereins Adoptiv- und Pflegeeltern in FFB und Umgebung vom 18.10.09

Foto (Verein Adoptiv- und Pflegeeltern in FFB und Umgebung)
Oben links:
Richard Hudec, Claudia Deuschl, Birgit Werner, Vrech Andrea, Siegi Hudec
Unten links:
Tanja Überall, Marion Herr
Saarland: Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe um über 10 Prozent angestiegen
Im Jahr 2008 betrugen im Saarland die Ausgaben für Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz 332,7 Mio. Euro. Dies waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes des Saarlandes 32,8 Mio. Euro oder 10,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen stiegen ebenfalls um knapp 10 Prozent auf 16,0 Mio. Euro, sodass sich Nettoausgaben in Höhe von 316,8 Mio. Euro (+ 11,0 %) ergaben.
Mit 167 Mio. Euro wurde die Hälfte der Bruttoausgaben für die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege ausgegeben. Die Zunahme von rund 23 Mio. Euro ist größtenteils auf einen Anstieg bei den Ausgaben für Kindetageseinrichtungen in Höhe von 20 Mio. Euro zurück zu führen. Dabei wurden rund 12 Mio. Euro als investive Ausgaben getätigt. Darüber hinaus gab es Ausgabensteigerungen bei der Kindertagespflege von über 3 Mio. Euro. Es wurde aber nicht nur in bauliche Maßnahmen investiert, sondern auch in zusätzliches Personal, um damit die Qualität der Erziehungsarbeit zu verbessern. Weitere Ausgabenschwerpunkte waren die Ausgaben für die Hilfe zur Erziehung mit 93,8 Mio. Euro sowie die Jugendarbeit bzw. die Jugendsozialarbeit mit insgesamt rund 17 Mio. Euro.
Im Rahmen der Hilfe zur Erziehung wurden insgesamt rund 60 Mio. Euro für stationäre Maßnahmen wie die Vollzeitpflege in einer anderen Familie und die Heimunterbringung aufgebracht. Bei den ambulanten Hilfen schlug die sozialpädagogische Familienhilfe mit 7,1 Mio. Euro zu Buche. Für Erziehungsbeistandschaften, Betreuungshelfer und soziale Gruppenarbeit wurden 6,4 Mio. Euro verausgabt. Knapp 9 Mio. Euro entfielen auf die Hilfe für junge Volljährige. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche verursachte Ausgaben in Höhe von 8,3 Mio. Euro.
Die Bruttoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe verteilen sich im Saarland auf die Jugendämter als örtliche Träger (200,8 Mio. Euro), die Städte und Gemeinden (79,4 Mio. Euro) und das Landesjugendamt bzw. die oberste Landesjugendbehörde (52,6 Mio. Euro). Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen im Saarland Netto 306 Euro.
Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amt Saarland vom 22.10.2009
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe weiter stark gefragt
WIESBADEN – Im Jahr 2008 hat für mehr als eine halbe Million Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine erzieherische Hilfe begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben damit rund 3% der jungen Menschen unter 21 Jahren eine erzieherische Hilfe durch das Jugendamt oder in einer Erziehungsberatungsstelle neu in Anspruch genommen. Eine Eingliederungshilfe bei (drohender) seelischer Behinderung haben 16 000 junge Menschen begonnen.
Unter den erzieherischen Hilfen wurde im Jahr 2008 am häufigsten Erziehungsberatung mit 307 000 begonnenen Hilfen in Anspruch genommen. Dies entspricht gut zwei Dritteln aller begonnenen erzieherischen Hilfen. Familienorientierte Hilfen, darunter die Sozialpädagogische Familienhilfe, haben in 51 000 Familien begonnen. Mit diesen Hilfen wurden 99 000 Kinder und Jugendliche und damit durchschnittlich zwei Kinder pro Familie erreicht.
An dritter Stelle folgen die stationären Hilfen mit 47 000 im Jahr 2008 begonnenen Hilfen. Somit war für etwa jeden zehnten jungen Menschen die erzieherische Hilfe mit einer Unterbringung außerhalb des Elternhauses verbunden. Zu den stationären Hilfen zählen Vollzeitpflege in einer anderen Familie, Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen.
Bei nahezu einem Viertel aller neu gewährten Hilfen zur Erziehung und damit als häufigster Hauptgrund für die Hilfegewährung wurde die Belastung des jungen Menschen durch familiäre Konflikte genannt. Bei 15% der begonnenen Hilfen wurde als Hauptgrund die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern beziehungsweise der Personensorgeberechtigten angegeben.
Quelle: Pressemitteilung Nr.401 von Destatis vom 22.10.09
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In der Pressemitteilung finden Sie auch eine Graphik über: Begonnene Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfen bei (drohender) seelischer Behinderung in Deutschland 2008 nach Hilfeart
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )3. Brandenburgische Elternuniversität “Unartig? Artig? Einzigartig! Unsere Kinder” am 21.11. in Potsdam
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„Unartig? Artig? Einzigartig!” ist das Motto der 3. Brandenburgischen Elternuniversität, die am 21. November 2009 von 9.30 bis 17.00 Uhr in der Fachhochschule Potsdam, Pappelallee 8-9, 14469 Potsdam, stattfindet.
Herzlich eingeladen sind Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schule, Kita und Hort.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Vorstand der AGJ beschließt Positionspapier zur Kinder- und Jugendpolitik
Auf seiner Sitzung am 30. September/1. Oktober d. J. beschloss der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ einstimmig das Positionspapier “Bildung – Integration – Teilhabe. Kinder- und Jugendpolitik gestalten“.
Ausgehend von zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Debatten um Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit Schulfähigkeit, Employability oder dem im Rahmen von Ressourcendiskussionen auftretenden Begriff des sogenannten “Humankapitals” hat sich die AGJ in ihrem Positionspapier mit den Anforderungen an eine zeitgemäße Kinder- und Jugendhilfepolitik befasst. Die AGJ stellt darin fest, dass es die grundlegende Aufgabe von Kinder- und Jugendpolitik ist, allen jungen Menschen ein Recht auf Kindheit und Jugend unabhängig von gesellschaftlichen Verwertungszusammenhängen zu garantieren.
Im Sinne einer tragfähigen Zukunftspolitik ist es, aus Sicht der AGJ, die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, Kindern und Jugendlichen für ihre gelingende Entwicklung notwendige Gestaltungsspielräume zur Verfügung zu stellen und sie an ihre Lebenswelt betreffenden Gestaltungsprozessen zu beteiligen.
zum Positionspapier der AGJ “Bildung – Integration – Teilhabe. Kinder- und Jugendpolitik gestalten”
Quelle: Presseinformation der AGJ vom 20.10.09
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )PFAD-Seminar “Auswirkungen früher Verluste bei Pflege- und Adoptivkindern” am 21.11. in Bad Windsheim
Zu seinem traditionellen Pflegeelternsamstag mit umfangreichem Kinderprogramm am 21.11.09 von 9.30 bis 16 Uhr konnte PFAD FÜR KINDER Neustadt/Aisch- Bad Windsheim die Diplom-Psychologin Frau Irmela Wiemann als Referentin gewinnen zum Thema “Die Auswirkungen früher Verluste bei Pflege- und Adoptivkindern auf die Bindung zu den annehmenden Eltern”.
Die Veranstaltung findet in Bad Windsheim, oberhalb des Cafè Bohne statt.
Nähere Informationen bei Christina Müller (Tel: 09842-1653) oder Lydia und Peter Able (Tel: 09339-1588).
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )PFAD-Seminar “Lügen und Stehlen” am 14.11. in Bamberg
PFAD FÜR KINDER Bamberg e.V. lädt alle interessierten Pflege- und Adoptiveltern aus der Region am 14.11.09 von 10 – 14 Uhr zum Tagesseminar “Lügen und Stehlen” mit Referentin Maraike Kümmelmann ein.
Die Fortbildung findet in den Räumlichkeiten von MoBaM in der Bamberger Str. 8 statt.
Um Anmeldung unter Tel.: 0951-30185670 wird gebeten.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Fachtagung “Wenn frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern” am 12.-13.11 in Berlin
“Was ist die am wenigsten schädigende Alternative?” Mit dieser Frage beschäftigen sich Fachkräfte aus der öffentlichen und freien Jugendhilfe bei der Fachtagung “Wenn frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern” am 12.-13.11 in Berlin. Veranstalter ist die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik GmbH.
Inhalte:
“Frühe Hilfen” sind sehr wichtig und gut, was aber ist zu tun, wenn diese nicht (mehr) ausreichen?
In vielen Jugendämtern ist “gefühlte Realität”, dass immer mehr Klein(st)kinder in Obhut genommen werden und die Fallzahlen in diesem Bereich angestiegen sind. Die Bundesstatistik bestätigt diesen Trend, Zeitungen berichten darüber, die Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe sind auf der Suche nach geeigneten Lösungen für dieses Problem. Denn schließlich können Klein(st)kinder nicht “irgendwo (stationär) zwischengeparkt” und damit ernsthafte Bindungsstörungen provoziert werden. Was also können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe tun, wenn Klein(st)kinder aus den unterschiedlichsten Gründen vorübergehend aus ihren Familien genommen werden müssen und nicht genügend Pflegefamilien vorhanden sind?
- Welche Unterbringungsformen und “Settings” sind geeignet, die gleichzeitig auch relativ stabile Beziehungen gewährleisten?
- Welche speziellen Lösungen bieten sich an, wenn die Unterbringung von “Geschwisterreihen” erforderlich ist?
- Was ist zu tun, wenn sich das Zusammenleben mit Klein(st)kindern als so schwierig erweist, dass es Herkunfts- bzw. Pflegefamilie nicht mehr “schaffen”?
- Wie sollten aus fachlicher Sicht “Übergänge” gestaltet werden?
- Welche Unterbringungsformen haben sich bereits in der Praxis bewährt, welche neuen innovativen Ansätze, Projekte und Überlegungen gibt es bundesweit hierzu?
Anliegen dieser Tagung ist es, mit Ihnen über diese Aspekte zu diskutieren. Zu Beginn der Tagung sollen aber zunächst empirisch verlässliche Zahlen zu dieser Problematik vorgestellt werden, damit nicht – ausgehend von Einzelfällen – zu schnell verallgemeinert wird. Wir wollen Ihnen aber auch aktuelle wissenschaftliche Befunde über die Entwicklung von Kleinstkindern in Pflegestellen vorstellen und uns darüber austauschen, wie man Trennungen von Mutter und Kind möglichst “verträglich gestalten” kann.
Ganz besonders wichtig ist uns, in Arbeitsgruppen verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten und Formen von Mutter-Kind-Einrichtungen vorzustellen und ergebnisorientiert im Sinne der oben formulierten Frage darüber zu diskutieren: Was ist die am wenigsten schädigende Alternative?
Anmeldeschluss ist der 30.10.09
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )PFAD-Seminar „Voll dabei und immer mittendrin – Pflege- und Adoptivkinder aus suchtbelasteten Herkunftsfamilien” in Bayern
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Für Pflege- und Adoptivfamilien von Kindern suchtkranker Eltern bietet der PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern eine Seminarreihe an unter dem Titel „Voll dabei und immer mittendrin – Pflege- und Adoptivkinder aus suchtbelasteten Herkunftsfamilien“.
Die Seminarreihe umfasst zwei Wochenenden am 20.-22.11.2009 und 05.-07.02.2010 und findet im idyllisch gelegenen Bruder-Klaus-Heim in Violau, Landkreis Augsburg statt.
Referent wird Herr Bernhard Weyer sein. Er ist Psychologe, Diplom-Sozialpädagoge, Gestalt- und Suchttherapeut.
Anmeldeschluss ist der 22.10.2009.
Informationsflyer mit Anmeldung
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Informationen für BewerberInnen zum Thema Auslandsadoption am 12.11. in Münster
Das Landesjugendamt Westfalen bietet am 12.11.09 von 16 bis 19 Uhr im LWL-Landesjugendamt Westfalen, Warendorfer Str. 27, 48145 Münster eine kostenlose Informationsveranstaltung zum Thema „Auslandsadoption“ an.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessenten an einer Auslandsadoption (Fremd-, Stiefkind- und Verwandtenadoptionen), insbesondere dann, wenn gewünscht wird, dass das Vermittlungsverfahren von der LWL-Zentralen Adoptionsstelle als Auslandsvermittlungsstelle begleitet wird.
Folgende Themenbereiche werden angesprochen:
- Rechtliche Grundlagen einer interstaatlichen Vermittlung
- Wer (anerkannte Auslandsvermittlungsstelle, örtliche Adoptionsvermittlungsstelle, LWL-Zentrale Adoptionsstelle) kann in welchem Umfang für Adoptionsbewerberinnen und -bewerber tätig werden?
- Ablauf eines Vermittlungsverfahrens bei der LWL-Zentralen Adoptionsstelle
- Informationen zu einzelnen Staaten, mit denen die LWL-Zentrale Adoptionsstelle bislang zusammengearbeitet hat.
Aus organisatorischen Gründen wird um vorherige Anmeldung bei Frau Fischer gebeten: 0251 591-3645 oder angelika.fischer@lwl.org.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Seminar „Traumatische Erfahrungen und die Chancen von Kindern in Pflege- und Adoptivfamilien“ am 09.11. in Erfurt
Zum Seminar „Traumatische Erfahrungen und die Chancen von Kindern in Pflege- und Adoptivfamilien“ lädt die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit dem Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Thüringen e.V. am Montag, den 09.11. von 10 – 17 Uhr nach Erfurt ein.
Die Referenten Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann, Dipl.-Psychologen aus Münster, beschreiben die Anforderungen und Rahmenbedingungen an Pflegeeltern, die die kindliche Bewältigung traumatischer Erlebnisse durch Spielen unterstützen können.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )AGJ: Aktualisierung zum SGB VIII
Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat die am 1. September 2009 in Kraft getretene FGG-Reform zum Anlass genommen ihr Standardwerk zum SGB VIII in überarbeiteter Fassung herauszugeben.
Sozialgesetzbuch VIII auf dem Stand des Kinderförderungsgesetzes mit Berücksichtigung der FGG-Reform
- Gesamttext und Begründungen –
Am 16. Dezember 2008 trat das Gesetz zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (Kinderförderungsgesetz – KiföG) in Kraft. Die Änderungen des SGB VIII durch das KiföG nahm die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ zum Anlass, ihre erstmals 2005 erschienene Arbeitshilfe zum SGB VIII grundlegend zu überarbeiten. Die nunmehr vorliegende 13. Auflage enthält zudem die Novellierungen des SGB VIII infolge des am 1. September 2009 in Kraft getretenen Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG). Wie die Vorauflagen enthält auch die aktuelle Bearbeitung den Gesamttext des neuen SGB VIII, um die gesetzlichen Änderungen in ihrem Kontext lesbar zu machen. Mit dieser Neuauflage möchte die AGJ die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe kompakt über die in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen informieren.
Quelle: Presseinformation der AGJ vom 12.10.09
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Gerichte stützen diabeteskranke Kinder
Das Kindernetzwerk berichtet über aktuelle Urteile wonach Kinder, deren Krankheit zu behinderungsgleichen Beeinträchtigungen führt, Anspruch auf eine persönliche Assistenz im Kindergarten haben können.
Das Oberverwaltungsgericht Bremen (Az: OVG S3 B 10/09) verpflichtete die Hansestadt, die entsprechenden Kosten für ein diabeteskrankes vierjähriges Mädchen im Wege der Eingliederungshilfe zu übernehmen.
Die von der überörtlichen Sozialhilfe gezahlte Eingliederungshilfe soll Behinderten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Dass der bei dem Mädchen diagnostizierte Diabetes Mellitus Typ I eine Krankheit sei, „schließt die Annahme einer Behinderung nicht aus“, heißt es in dem inzwischen schriftlich veröffentlichten Beschluss. Die Vierjährige müsse ständig beobachtet, ihre Nahrungsaufnahme überwacht und die Blutzuckerwerte regelmäßig gemessen werden. Dies könnten die Erzieherinnen nicht leisten. Ohne zusätzliche Hilfe sei dem Mädchen daher der Kindergartenbesuch nicht möglich.
Erreichen ältere Kinder oder Erwachsene durch intensiven täglichen Sport, dass ihr insulinpflichtiger Diabetes optimal eingestellt werden kann, sollen sie nach Überzeugung des Landessozialgerichts (LSG) Berlin-Brandenburg (LSG Potsdam, Az: L 13 SB 294/07) für ihre Anstrengungen nicht bestraft werden. Mit Urteil vom 28. August werteten die Potsdamer Richter den konsequenten Sport als „medizinisch notwendigen Therapieaufwand“, der zu einer Anerkennung als Schwerbehinderter führe. Die Anerkennung führt zu steuerlichen Freibeträgen und weiteren Vorteilen. Den Freibetrag für Kinder ohne eigenes Einkommen können die Eltern auf sich übertragen lassen. (mwo)
Quelle: Kindernetzwerk-Newsletter Nr. 5 vom 29.09.09
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )PFAD-Vortrag “Verhaltensgestörte Kinder in Pflegefamilien” am 12.11. in Straubing
Der PFAD FÜR KINDER Ortsverein Straubing veranstaltet am 12.11. einen Vortrag mit der Psychologin Rosemarie Runge zum Thema “Verhaltensgestörte Kinder in Pflegefamilien”.
Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und findet statt im Hotel Gäubodenhof in Straubing.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Seminar „Geschwisterkinder in Adoptivfamilien“ am 05.11. in Frankfurt/Main
Am Donnerstag, den 05.11.2009 von 20-22 Uhr veranstaltet das Zentrum Familie in Frankfurt/Main im Haus der Volksarbeit e.V. Raum B.112 unter der Leitung von Silke Ude-Schäufele ein Seminar zum Thema „Geschwisterkinder in Adoptivfamilien“. Der Unkostenbeitrag beträgt 6 €.
Die Stellung in der Geschwisterreihe prägt die Identität eines jeden Menschen entscheidend mit. Geschwisterrivalitäten und -liebe gehören zum Alltag in allen Familien mit mehreren Kindern. Was ist gleich und was ist anders in Adoptivfamilien? Wie kann ich mein Kind auf die (mögliche) Ankunft eines Geschwisterkindes vorbereiten? Wie kann ich den Kindern ihre unterschiedlichen Herkunftsgeschichten vermitteln? Können sich die Geschwisterkinder bei der Verarbeitung ihrer Lebensgeschichte gegenseitig unterstützen?
An diesem Tag wird ein kurzer theoretischer Input gegeben und aktuelle Literatur vorgestellt, um dann auf die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden einzugehen. Adoptiveltern, die eine weitere Bewerbung überlegen, sind ebenfalls eingeladen.
Kontakt:
Tel. 069 1501-138, Mail: zentrum.familie@hdv-ffm.de oder adoption@hdv-ffm.de
Veranstalter:
Zentrum Familie, Haus der Volksarbeit e.V. Eschenheimer Anlage 21 60319 Frankfurt
Seminar für lesbische und schwule Eltern und Paare mit Kinderwunsch am 13.-15.11. in Berlin
Unter dem Titel “Regenbogenfamilien: Vom anderen Ufer oder vom anderen Stern?” findet vom 13.-15.11. im Wannsee-Forum, Hohenzollernstraße 14, 14109 Berlin ein Seminar für lesbische und schwule Eltern und Paare mit Kinderwunsch statt.
Es werden auch Workshops angeboten zu den Themen:
- Stiefkindadoption in Theorie und Praxis
- Ein Leben mit Kindern – der Weg zum Pflegekind
Programmflyer und Anmeldeformular
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( 2 so far )Abschlussbericht 2009 der Arbeitsgruppe “Familiengerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls – § 1666 BGB”
Im September 2009 hat die Arbeitsgruppe “Familiengerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls – § 1666 BGB” (AG) ihren Abschlussbericht veröffentlicht.
Die im Jahre 2006 Arbeitsgruppe hatte bereits Vorschläge, welche den Gerichten ein frühzeitiges Tätigwerden im Fall der Kindeswohlgefährdung ermöglichen und Eltern zur Wahrnehmung elterlicher Verantwortung anhalten sollte, erarbeitet. Diese finden sich in dem Mitte 2008 in Kraft getretenen Gesetz zur Erleichterung familiengerichtlicher Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls wieder.
Insgesamt würdigt und begrüßt die Arbeitsgruppe im nun vorgelegten Abschlussbericht die eingetretenen Verbesserungen im Bereich des Kinderschutzes. Sie sieht aber gleichwohl weiteren Handlungsbedarf in den genannten Bereichen, um eine fortschreitende Stärkung und Verbesserung des Kinderschutzes zu verwirklichen.
Im Rahmen der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Familiengerichten und den Jugendämtern sollte nach ihrer Auffassung der Fokus bei der Erweiterung des interdisziplinären Wissens auf beiden Seiten sowie einer engeren Zusammenarbeit liegen. Eine Verbesserung der Zusammenarbeit könne beispielsweise durch die Erhöhung der Teilnehmerzahlen bei Fortbildungen und interdisziplinären Arbeitkreisen erreicht werden.
Weiterer Gegenstand der Beratungen der Arbeitsgruppe war der Schutz des Wohls des ungeborenen Kindes. Die hier bestehende Gefährdungslage sei von § 1666 BGB nicht erfasst. Im Abschlussbericht wird eine Erweiterung der Hilfsangebote im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Regelungen vorgeschlagen. Es solle ein Hilfsangebot ins SGB VIII aufgenommen werden, welches sich explizit an schwangere Frauen und werdende Eltern richtet.
Im Rahmen der Qualitätssicherung in Vormundschafts- und Pflegschaftssachen wird insbesondere auf die Überlastung der Fachkräfte hingewiesen, die häufig zwischen 60 und 120 Kinder und Jugendliche vertreten würden. Die AG empfiehlt eine Obergrenze von 50 Kindern und Jugendlichen, um eine konzentrierte Ausführung der Aufgaben zu ermöglichen. Zudem bedürfe es der Konkretisierung der Personensorgepflicht, der gesetzlichen Verpflichtung zu regelmäßigem persönlichen Kontakt, einer verstärkten Beteiligung des Kindes und der Stärkung des Einzelvormunds.
Um bei Pflegekindern das Auftreten von Kindeswohlgefährdungen zu verringern, hält die AG die Stärkung der Stabilität des Pflegeverhältnisses für erforderlich.
Der komplette Abschlussbericht der AG ist auf der Webseite des Bundesjustizministeriums unter http://www.bmj.de/ag-kindeswohl abrufbar.
Quelle: LVR Newsletter “Rechtsfragen der Jugendhilfe” vom 29.09.09
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Diskussion und Buchpräsentation “Wunschkind. Geschichte einer Adoption” am 23.10. in München
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Der Verlag Hoffmann und Campe lädt alle Interessierten zur Vorstellung des neuen Buches “Wunschkind. Geschichte einer Adoption” von Marion Gaedicke am Freitag, den 23.10.2009 um 20 Uhr in den Saal des Literaturhauses München ein.
Neben der Buchpräsentation mit Marion Gaedicke ist auch eine von Maybrit Illner moderierte Diskussionsrunde mit Miriam Gruß (angefr.), Wolfgang Oelsner und Jörg Reinhardt geplant. Der Eintritt beträgt 8.- bzw. 6.- Euro.
Sie wollen eine Familie sein und stellen sich der größten Herausforderung ihres Lebens: Getragen von der Sehnsucht nach einem Kind, entscheiden sich viele Paare für eine Adoption im Ausland. Marion Gaedicke, Jahrgang 1964, war viele Jahre für die ARD tätig, heute arbeitet sie als freie Autorin und Fernsehproduzentin. In ihrem Buch erzählt sie die dramatische Geschichte der Adoption ihrer beiden aus Russland stammenden Kinder.
Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Miriam Gruß, der analytische Kinder- und Jugendtherapeut Wolfgang Oelsner (Leiter der Schule der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität Köln) und der Jurist und frühere Leiter der Zentralen Adoptionsstelle im ZBFS – Bayerisches Landesjugendamt. Jörg Reinhardt diskutieren mit der Autorin darüber, was die Entscheidung für ein Adoptionsverfahren mit sich bringt: einen jahrelang währenden Prozess, der Entschlossenheit und Durchhaltevermögen erfordert, sowie Klarheit darüber, dass das Leben mit einem adoptierten Kind von einer besonderen Verantwortung getragen ist. Das Gespräch leitet die bekannte Fernsehmoderatorin Maybrit Illner.
Mit dem Kauf dieses Buches über den PFAD-AMAZON-Partnershop unterstützen Sie die Arbeit von PFAD. Sie finden den Artikel unter “Neueste Einträge”. Vielen Dank!
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( 1 so far )Fortbildung für Allgemeinen Sozialen Dienst und Hilfen zur Erziehung: “Welches Kind ist noch “normal”?” am 30.10. in Schwerte
Für Fachkräfte der Adoptions- und Pflegekinderdienste, der Allgemeinen Sozialen Dienste und der Heimerziehung bietet das Landesjugendamt Westfalen am 30.10.09 in der Katholischen Akademie Schwerte die zusätzliche Fortbildung Welches Kind ist noch “normal”? an. Referentinnen sind Mechtild Sckell aus Hanau und Christine Nößner aus Heidelberg.
Ziele / Inhalt:
Kinder werden heute zunehmend als defizitär und überfordert beschrieben. Entwicklungsstörungen und psychische Erkrankungen haben zugenommen. Diagnosen, wie ADHS, LRS, Dyskalkulie etc. sind in aller Munde.
Vernachlässigte und misshandelte Kinder rücken vermehrt in den Blick der öffentlichen und fachlichen Auseinandersetzung. Kindeswohlgefährdung beschäftigen Jugendämter und soziale Einrichtungen.
Doch was heißt „normale Entwicklung“? Woran erkennt man, dass sich ein Kind körperlich uns seelisch gesund entwickelt? Welche Stolpersteine können im Leben auftreten? Woran erkennt man Bindungsstörungen? Welche Konsequenzen für das spätere Leben können sie haben? Wie kann der frühkindliche Bindungsaufbau unterstützt werden? Welche Hinweise gibt es auf Gefährdung der kindlichen Entwick-lung? Was sind passende individuelle und familiäre Behandlungs- und Beratungsansätze?
Auf dem Fachtag werden Antworten auf solche Fragen gesucht und Definitionen von „normaler“ Entwicklung in ihrer Bandbreite diskutiert. Vor dem Hintergrund neuer Forschungsergebnisse werden Resilienzfaktoren und Risiken in der kindlichen Entwicklung dargestellt. Fachkräfte aus dem psychologischen Bereich zeigen aktuelle Förder- und Beratungskonzepte auf. Ziel ist es mit einer ganzheitlichen Betrachtung Kriterien für eine sichere und realistische Einschätzung des Entwicklungsstands, der Gefährdung und des Unterstützungsbedarfs zu gewinnen.
Anmeldeschluss ist der 15.10.09.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Gefühle von Schuld und Minderwertigkeit – Anonym geborene Kinder leiden oft ihr Leben lang
Frankfurt a.M. (epd). Bundesweit gibt es inzwischen rund 80 Babyklappen, wo verzweifelte Mütter unerkannt ihre Säuglinge in eine sichere Obhut geben können. Die Erwartung allerdings, auf diesem Wege zu verhindern, dass Säuglinge ausgesetzt oder gar getötet werden, hat sich nicht erfüllt. Dagegen, so Kritikerinnen, stieg die Zahl der jährlich anonym geborenen oder in Babyklappen abgelegten Findelkinder.
Über den Sinn von Babyklappen und anonymer Geburt wird seit langem heftig diskutiert. Seit einem Jahr ist auch der Deutsche Ethikrat damit befasst, eine Stellungnahme abzugeben. Offenbar ein schwieriges Unterfangen, wie zu hören ist. Folge: Die für den Oktober angekündigte Stellungnahme wurde nochmals um einen Monat verschoben.
Selbst Betreiber räumen inzwischen ein, dass “Kindstötungen durch Babyklappen nicht vermieden werden können”, wie Maria Elisabeth Thoma, Vorsitzendes des Sozialdienstes katholischer Frauen bei einer Anhörung des Deutschen Ethikrats erklärte.
Die Frage, warum sie weggegeben wurden, plagt anonym geborene Kinder oft ihr Leben lang, so die Psychotherapeutin Irmela Wiemann. Schuldgefühle oder Minderwertigkeitskomplexe könnten bis zum Selbstmord führen.
Quelle: Evangelischer Pressedienst – epd sozial Nr. 41 vom 09.10.09
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