Mehr als 2 500 Kinder wurden im Jahr 2009 in Bayern in Obhut genommen
Im Jahr 2009 wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Bayern 2 562 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren in Obhut genommen. Davon waren 1 436 Mädchen und 1 126 Buben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren 2 003 der Kinder und Jugendlichen Deutsche und 559 Nichtdeutsche. Bei fast der Hälfte der Inobhutnahmen war eine Überforderung der Eltern oder eines Elternteils Anlass für diese Maßnahme.
Als Inobhutnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Die Inobhutnahme ist eine Maßnahme zur schnellen Intervention zugunsten des Kindes. Sie dient als Klärungshilfe für Betroffene in Krisensituationen, sowie dem unmittelbaren Kindesschutz. Von den 2 562 Kindern und Jugendlichen, die in Obhut genommen wurden, waren 1 436 weiblich und 1 126 männlich. 2 003 der Kinder und Jugendlichen waren Deutsche, 559 waren keine Deutschen.In 514 Fällen fand die Inobhutnahme auf eignen Wunsch des Kindes bzw. Jugendlichen statt.
Die häufigsten Anlässe für eine Inobhutnahme durch das Jugendamt waren die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (1 249 Fälle), Beziehungsprobleme (434 Fälle), Vernachlässigung des Kindes bzw. Jugendlichen (354 Fälle) und Anzeichen für Misshandlungen (343 Fälle). In 66 Fällen waren Hinweise für einen sexuellen Missbrauch der Anlass.
Nähere Informationen und Tabellen
Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung vom 29.06.2010



