Archiv für Juli 2011

Mehrheit der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt unter 14 Jahre alt

Geschrieben am Juli 31, 2011. Einsortiert unter: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagworte: , |

Im Jahr 2010 wurden in Sachsen-Anhalt 1 099 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen, das waren 5,1 Prozent (53) mehr als im Jahr 2009. Mehr als die Hälfte (57,5 %) der in Obhut Genommenen war unter 14 Jahre alt,  zwischen 14 und 18 Jahren waren 467 Personen (42,5 %). Die Mehrzahl der jungen Menschen waren Mädchen (563).

Mehr als die Hälfte der Maßnahmen (55,1 %) wurden durch soziale Dienste/Jugendamt sowie Polizei und Ordnungsbehörde angeregt. Ein Fünftel (20,2 %) der Inobhutnahmen erfolgten auf eigenen Wunsch der Betroffenen, ein Jahr zuvor waren es 22,3 Prozent. Die meisten jungen Menschen gaben Überforderung der Eltern/eines Elternteils (39,0 %), Beziehungsprobleme (29,5 %) und Vernachlässigung (15,5 %) als Anlass an.

In 23,4 Prozent der Fälle dauerte die Inobhutnahme nur einen Tag an, in 21,8 Prozent länger als 15 Tage.
An einem jugendgefährdenden Ort wurden 9,4 Prozent der Jugendlichen aufgegriffen.

Über die Hälfte (53,0 %) der Kinder und Jugendlichen kehrten nach der Maßnahme in ihr gewohntes Lebensumfeld zurück (Personensorgeberechtigte, Pflegefamilie oder Heim). Für 9,8 Prozent der jungen Menschen endete die Maßnahme ohne anschließende Hilfe.

Kinder und Jugendliche werden von Jugendämtern in Obhut genommen, wenn eine Gefahr für ihr Wohlbefinden besteht. Dies kann auf eigenen Wunsch geschehen oder auf Initiative Anderer (z. B. der Polizei oder Erzieher), weil die Lebensumstände als gefährdend eingestuft werden.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 27.07.2011

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Seminar für Pflegeeltern am 17.08. in Wittlich

Geschrieben am Juli 31, 2011. Einsortiert unter: Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen |

Zu einer Fortbildung für Pflegeeltern lädt der Pflegekinderdienst am Mittwoch, 17. August, um 20 Uhr ins Mehrgenerationenhaus Wittlich ein. An diesem Abend mit Diplom-Psychologin Martina Schmitz wird es um das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, Anstrengung und Entspannung sowie um die eigenen Kraftquellen gehen, die man nutzen kann, um der Arbeit als Pflegeeltern nervlich, körperlich und emotional gut gewachsen zu sein.

Im Einzelnen geht es auch um folgende Themen: Rolle und Auftrag, Erwartungen und ihre Tücken, Enttäuschungen verkraften, genug Abstand behalten, die eigenen Kinder, Hilfe in Anspruch nehmen.

Eine Anmeldung für diesen Abend ist erforderlich bei: Deutscher Kinderschutzbund unter der Telefonnummer 06571/2110.

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Kurs “Pflegefamilien – Pflegekinder” für Familienhebammen am 26.09. in Moritzburg

Geschrieben am Juli 30, 2011. Einsortiert unter: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Für anerkannte Familienhebammen aus Sachsen, Brandenburg und Berlin bietet die Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. in Moritzburg am 26.09. den Kurs “Pflegefamilien – Pflegekinder” an.

Bei ihrer Arbeit begegnen Familienhebammen Frauen, die Kinder haben, die in Pflegefamilien leben. Das benötigt eine besondere Begleitung der Familien in der Schwangerschaft und den ersten Lebensmonaten des Kindes. Die Kenntnis der Dynamik in Herkunfts- und Pflegefamilien einerseits und der rechtlichen Grundlagen andererseits ist Voraussetzung für eine sachgerechte Begleitung der Familie und für die Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten.

Schwerpunkte:

  • Pflegekinder, Pflegefamilien – Definitionen
  • Dynamik in Herkunfts- und Pflegefamilie
  • Rechtliche Grundlagen für die Betreuung eines Pflegekindes
  • Aufgaben des Jugendamtes bei der Vermittlung eines Pflegekindes
  • Arbeit an Fallbeispielen aus der Praxis

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Wochenendseminar des PFAD Ortsvereins Nürnberg/Fürth 23.–25.09. in Sulzbürg

Geschrieben am Juli 29, 2011. Einsortiert unter: Adoptivfamilie, Bayern, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Der PFAD für Kinder Ortsverein Nürnberg/Fürth e.V. veranstaltet vom 23.–25.09. in Sulzbürg in der Oberpfalz ein Herbstseminar für Pflege- und Adoptivfamilien zum Thema “Alltags- und Beziehungskonflikte mit Pflege- und Adoptivkindern” mit der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Anne Herzog aus Schweinfurt.

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Steigende Zahl von Pflegekindern stellt Landkreis Meißen vor Probleme

Geschrieben am Juli 29, 2011. Einsortiert unter: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen |

Über die Zunahme der Unterbringungen von Kindern in Pflegefamilien im Landkreis Meißen berichtet der Artikel “Wenn Familien Kinder fallen lassen” aus sz-online vom 25.07.2011:

“Die Vermittlung in Dauerpflegefamilien und in die vorübergehende Pflege hat 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent zugenommen, sagt Thomas Bätz, Sachgebietsleiter im Kreisjugendamt Meißen. Insgesamt mussten 185 Kinder kurzzeitig oder dauerhaft aus ihren Familien genommen werden. Damit liegt der Landkreis weit über dem Landesdurchschnitt. Sachsenweit stieg die Zahl nur um knapp acht Prozent an.”

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Freizeittreffen für Pflege- und Adoptivfamilien am 24.09. in Hamburg

Geschrieben am Juli 28, 2011. Einsortiert unter: Adoptivfamilie, Hamburg, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Zu einem Freizeittreffen für Pflege- und Adoptivfamilien im Wildpark Eekholt lädt  Familien für Kinder, der PFAD Landesverband in Hamburg, am 24.09. ein. Dieses Treffen bietet Entlastung durch Kontakt-, Spiel und Gesprächsmöglichkeiten. Ein gemeinsames Ggrillen und Kinderbetreuung sind geplant.

Weitere Informationen auf Anfrage.

Kontakt:
Freunde der Kinder e.V.
Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Familien im Pflege- und Adoptivbereich
Fuhlsbüttler Str. 769, 22337 Hamburg
Telefon: 040 / 59 49 00; Mo. bis Do. 10 bis 13 Uhr.
Telefax: 040 / 59 82 87
E-Mail: info@freunde-der-kinder.de
Web: www.freunde-der-kinder.de

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Wer macht noch mit bei Online-Umfrage zur Lebensqualität von Pflegekindern?

Geschrieben am Juli 28, 2011. Einsortiert unter: Forschung, Jugendhilfe, Kinderinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagworte: |

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Aufwachsen in Pflegefamilien“ der Universität Siegen sucht Herr Dipl.-Psych. Stefan Wiesch weiterhin Pflegeeltern und Pflegekinder, die an einer Online Befragung zum Thema “Die Lebensqualität von Pflegekindern in Deutschland und mögliche Einflussfaktoren” teilnehmen.

Dazu wurde eine anonyme Befragung für Pflegeeltern und Pflegekindern zwischen acht und sechzehn Jahren unter folgendem Link eingerichtet:  http://ww2.unipark.de/uc/pflegekinder.

“Bisher haben ungefähr 140 Pflegeltern und Pflegekinder teilgenommen, aber für die Aussagekraft der Daten wäre es wünschenswert, wenn noch mehr Personen an der Befragung teilnehmen.” meint Dipl.-Psych. Wiesch.

Fragen zur Umfrage oder Anmerkungen können per Mail an pflegekindersiegen@gmx.de gerichtet werden.

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Wie Elternschaft gelingt – trotz schwieriger Ausgangsbedingungen – Nationales Zentrum Frühe Hilfen legt Forschungsergebnisse vor

Geschrieben am Juli 27, 2011. Einsortiert unter: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagworte: |

Können junge Mütter in schwierigen sozialen Situationen, beispielsweise bei einer Suchterkrankung, nach traumatischen Kindheitserlebnissen, in sozialer Isolation oder in finanzieller Not, eine enge und liebevolle Beziehung zu ihren Kindern aufbauen? Dieser Frage ist das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) erstmals für Deutschland in dem Forschungsprojekt “Wie Elternschaft gelingt” nachgegangen. Die Studie wurde im Rahmen des Aktionsprogramms “Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine verlässliche Elternschaft auch unter schwierigsten Lebensbedingungen gelingen kann, wenn Mütter und ihre Kinder eine frühzeitige und intensive Unterstützung erhalten. Nach einem Jahr intensiver Mutter-Kind-Betreuung im Rahmen des Forschungsprojektes konnten fast drei Viertel der Babys eine sichere Bindung zu ihrer Hauptbezugsperson, in aller Regel der Mutter, entwickeln. In einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Betreuung waren es nur 45 Prozent. Bei 40 Prozent der Kontrollgruppenkinder im Alter von 24 Monaten schienen jegliche Formen organisierten Bindungsverhaltens zusammenzubrechen, in der Interventionsgruppe zeigten nur 13 Prozent dieses alarmierende Verhalten. Hier konnten wichtige Weichen für eine gelingende Elternschaft gestellt werden.

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: “Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Frühe Hilfen wirken. Eine sichere Eltern-Kind-Bindung ist der Schlüssel für eine gesunde Entwicklung. Diese Bindung muss von Anfang an aufgebaut werden; sie stärkt Menschen ein Leben lang und setzt sich auch in der nächsten Generation fort. Frühe Hilfen sind also eine Investition in unsere Zukunft.”

“Für die Fachkräfte in den Frühen Hilfen in Deutschland ist es eine tägliche Herausforderung, hoch belastete Familien möglichst frühzeitig zu erreichen und sie für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Schon allein deshalb sind die vorliegenden Ergebnisse bemerkenswert. Nun geht es darum, solche erfolgreichen Modellansätze in die Regelversorgung zu überführen”, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Jugendinstituts (DJI).

Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Hamburger Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Suess auf der Grundlage des Projektes “Wie Elternschaft gelingt – WiEge”. Das Projekt basiert auf Erkenntnissen einer bedeutenden US-amerikanischen Längsschnittstudie zur Bindungsentwicklung von Eltern und Kindern, aus der das Frühinterventionsprogramm STEEPTM (Steps towards effective and enjoyable parenting) entwickelt wurde. Junge Mütter erwerben in einem wöchentlichen videogestützten Training mit einer ausgebildeten STEEPTM-Beraterin erzieherische Basiskompetenzen, insbesondere Feinfühligkeit bei der Wahrnehmung der Bedürfnisse ihres Kindes und Angemessenheit der Reaktion auf die kindlichen Signale. Im Projekt WiEge in Hamburg wurde das Programm erstmals ausschließlich mit mehrfach belasteten Müttern erprobt.

Nähere Details zu den Evaluationsergebnissen des Projekts “Wie Elternschaft gelingt” (WiEge) sowie weitere Informationen zu den insgesamt zehn vom NZFH koordinierten Modellprojekten Frühe Hilfen sind unter http://www.fruehehilfen.de verfügbar.

Quelle: Pressemitteilung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 25.07.2011

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Seminar “Die Geschwistergemeinschaft erzieht mit” am 27.08. in Braunschweig

Geschrieben am Juli 27, 2011. Einsortiert unter: Adoptivfamilie, Fortbildung, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Die Beratungspraxis für Pflegeeltern von Dipl.-Psych. Susanne Reiher in Braunschweig veranstaltet am 27.08. von 10-17 Uhr in Braunschweig, Landhaus Seela, Messeweg 41 ein Seminar mit Prof. Dr. August Huber zum Thema “Die Geschwistergemeinschaft erzieht mit“.

Inhalt:
In keiner anderen Institution gibt es so viele Gemeinschaftsformen wie in der Geschwisterfamilie. Die Existenzgemeinschaft der Familie erfordert das Erfüllen ernsthafter Aufgaben in gegenseitiger Verantwortung. Über den Altersunterschied der Kinder können Entwicklungsschritte leichter erprobt werden. Soziale Rollen ergeben sich fast selbstverständlich. Abenteuer, Spiel und Spaß in der Gemeinschaft eröffnen aber auch die Erfahrung von Freundschaft und Geborgenheit. Eine innige gemeinsame Kindheit verbindet ein Leben lang.

Das Zusammenleben mit älteren und jüngeren Geschwistern in einer Familie birgt gerade für Pflege-und Adoptivkinder vielfältige Lernmöglichkeiten. Aber zugleich ist die Gefahr groß, dass Missgunst und Rivalitätskämpfe den Alltag belasten, kommen doch die Kinder aus der Erfahrung des Überlebenskampfes in die neue Familie.

Besonders schwierig gestalten sich die Beziehungen, wenn Geschwisterkinder gemeinsam in eine Pflegefamilie vermittelt wurden. Um festgefahrene Rollen und Konflikte zu überwinden, brauchen die Kinder die Mithilfe der Erwachsenen. Andernfalls besteht die Gefahr der Überforderung, gerade auch für die leiblichen Kinder.

Den Eltern kommt deshalb die bedeutsame Aufgabe zu, die Kindergemeinschaft achtsam zu begleiten und bewusst zu gestalten und gleichzeitig die Beziehung zu jedem einzelnen Kind zu pflegen. Je mehr Lebensfreude im Familienleben erfahrbar wird, umso eher können unsere Kinder aus dem Nehmen und Fordern in das Geben und Mitempfinden hineinwachsen und eine positive Identität entwickeln.

Im zweiten Teil des Seminars wird eine offene pädagogische Fragestunde angeboten:
Was tun, wenn Kinder lügen und / oder stehlen?“ und andere Themen.

Die Teilnehmergebühr beträgt 50 Euro pro Person (incl. Mittagessen).
Die Anmeldung soll unter sr@susanne-reiher.de oder unter 05336-8548 erfolgen.

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IGfH Jahrestagung 2011 vom 26.-28.09. in Frankfurt/Main

Geschrieben am Juli 26, 2011. Einsortiert unter: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Vom 26.-28.09. findet in Frankfurt/Main die IGfH Jahrestagung 2011 statt unter dem Titel “Kompetenz, Offenheit, Streitbarkeit – Entwicklungen in den Erziehungshilfen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“.

Seit sich Globalisierung, Weltfinanz und -wirtschaftskrise in ihren sozialen Auswirkungen zeigen und Politik offenbar nur unzureichende Antworten auf die daraus folgenden Herausforderungen findet, ist klar geworden, dass auch Soziale Arbeit nicht mehr so weitermachen kann, wie das bis in die 90er Jahre noch möglich war. Insbesondere die Lebenssituation von Familien, Kindern und Jugendlichen, die uneingeschränkte Solidarität brauchen, weil sie sonst in Armut und sozialer Isolierung scheitern werden, verschärft sich. Die sozialen Bindekräfte und Netzwerke und die damit einhergehende Zuversicht in individuelle und gesamtgesellschaftliche Zukunft scheinen aus den Fugen zu geraten. Fachleute wie Michael Winkler verweisen z.B. darauf, dass in den Einrichtungen und Angeboten der Jugendhilfe selbst ein steigendes Gewaltpotenzial zu erwarten ist. Gleichzeitig steigen die Leistungsanforderungen des Bildungssystems und daher leider häufig die Überforderung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere wenn sie nicht auf Familien zurückgreifen können. Damit entsteht ein neuer Bedarf für Jugendhilfe, aber es bleibt unsicher, ob dieser und ob die Leistung der Jugendhilfe anerkannt werden.

Der Jahreskongress der IGfH 2011 stellt vor dem Hintergrund auch des 50-jährigen Bestehens des Netzwerkverbandes für Erziehungshilfen somit die Frage, wie die Soziale Arbeit insgesamt und die Erziehungshilfen den anstehenden Aufgaben gewachsen sein können, wo neue, innovative Kräfte erzeugt werden und wo Zurückweisungen von Aufgaben notwendig sind. Unter den Schlagworten „Kompetenz, Offenheit und Streitbarkeit“ fragt der Kongress mit Vorträgen, vor allem aber Arbeitsgruppen, Workshops und öffentlichen Aktionen nach dem notwendigen fachlichen Können der Fachkräfte und Organisationen, den Rahmenbedingungen und neuen Entwicklungen und will streitbar sein für die Rechte von Kindern und Jugendlichen (nicht nur) in öffentlicher Erziehung.

Neben Fachvorträgen, Foren und Arbeitsgruppen wird die Tagung durch ein eher ungewöhnliches „Rahmenprogramm“ begleitet. So werden in drei Ausstellungsräumen historische Entwicklungsetappen der Hilfen zur Erziehung mit Filmmaterial, Fotos und interessanten Dokumenten Thema sein. Außerdem ist eine öffentliche Aktion PUPPEN SPIELEN MIT FRANKFURT geplant, die zusammen von Kindern und Jugendlichen der Hilfen zur Erziehung, Pädagoginnen und Pädagogen der Stadt Frankfurt/Main sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des IGfH-Kongresses gestaltet wird.

Die Tagung richtet sich an PraktikerInnen öffentlicher und freier Träger des gesamten Arbeitsfeldes Hilfen zur Erziehung und angrenzender Professionen sowie WissenschaftlerInnen und die interessierte Öffentlichkeit.

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Pflegekinder mit Behinderung stehen im Mittelpunkt des neuen Programms der Pflegeelternschule von PFIFF, Hamburg

Geschrieben am Juli 26, 2011. Einsortiert unter: Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Verstehen und stärken. Pflegekinder mit Behinderung”. Unter dieses Motto hat die Pflegeelternschule der PFIFF gGmbH Hamburg ihr Programm 2011/2012 zusammengestellt.

Mit 12 Veranstaltungen rund um das Thema Behinderung sollen angehende Pflege- und Pateneltern ermuntert werden, sich der lohnenden Aufgabe zu stellen, ein behindertes Kind zu begleiten. Und dabei unterstützen werden, im Alltag mit den Kindern Sicherheit zu gewinnen.

Neben dem Schwerpunkt „Pflegekinder mit Behinderung“ soll natürlich die „Grundversorgung“ nicht zu kurz kommen. Auch Themen wie „Kommunikation“, „Umgang mit leiblichen Eltern“ oder „Hilfeplangespräche“ stehen auf dem Programm.

PFIFF Fortbildungsprogramm für Pflegefamilien für Pflegekinder mit Behinderung (pdf)

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Radiotipp: “Ungewollt und ungeliebt – Pflegekinder brauchen eine Chance” am 29.07.

Geschrieben am Juli 25, 2011. Einsortiert unter: Pflegefamilie, Podcast, Publikationen |

Der Radiosender WDR 5 strahlt am Freitag, den 29.07. von 15.05 – 16.00 Uhr in der Sendung “Thema NRW” und am 30.07. ab 2.05 Uhr den Beitrag “Ungewollt und ungeliebt – Pflegekinder brauchen eine Chance” von Birgit Becker aus. Anschließend steht er auch als Podcast zum Nachhören zur Verfügung.

Beschreibung:
Für manche Kinder ist das Großwerden ein steiniger Weg: Ihre Eltern können sie nicht bei sich aufziehen. Sie wachsen dann in Kinderheimen oder bei Pflegefamilien auf.

Wenn schon bei der Geburt feststeht, dass Kinder nicht von ihren leiblichen Eltern großgezogen werden können, bleiben die Säuglinge drei Monate in der sogenannten “Kurzzeitpflege”. Erst danach suchen die Jugendämter eine Dauerpflegefamilie für die Kinder. Dadurch können diese Babys in den wichtigen ersten Monaten nur selten Urvertrauen aufbauen. Wenn sie Glück haben, finden sie anschließend in einer Dauerpflegefamilie ein liebevolles und förderndes Umfeld.

Der Fall der kleinen Anna aus Königswinter, die von ihren überforderten Pflegeeltern in der Badewanne ertränkt wurde, warf erneut ein Licht auf die Welt der Pflegefamilien. Nicht jeder, der ein fremdes Kind bei sich aufnimmt, ist dazu auch in der Lage. Thema NRW beleuchtet beispielhafte Fälle glücklicher Pflegekinder – und schrecklich gescheiterter Lebenswege.

Quelle: WDR

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“Übergänge” – Wissenschaftliche Jahrestagung der bke vom 15.-17.09. in Düsseldorf

Geschrieben am Juli 25, 2011. Einsortiert unter: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Übergänge können sowohl bei der Entwicklung von Individuen als auch bei sozialen Systemen unterschiedlicher Komplexität beobachtet werden. Übergänge können mehr oder weniger gelingen, sie können aber auch scheitern. Wie lassen sich Übergänge gestalten? Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten müssen von Beraterinnen und Beratern aufgebracht werden? Mit welchen Methoden können Übergänge im Familienzyklus fachlich begleitet werden?  Wie werden Übergänge innerhalb der Institution Erziehungsberatung und in der Kooperation mit anderen Einrichtungen und Professionen bewältigt?

Die Wissenschaftliche Jahrestagung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) 2011 wird sich mit diesen Fragen zum Thema „Übergänge” in verschiedenen Schwerpunkten intensiv befassen. Sie findet statt vom 15.-17. 09. in Düsseldorf.

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Kritik an Babyklappen in Rheinland-Pfalz

Geschrieben am Juli 25, 2011. Einsortiert unter: Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagworte: , |

Der Artikel “Babyklappen sollen nur ein letzter Ausweg sein” von Marion Ziegler in der Nassauischen Neuen Presse vom 24.07.2011 befasst sich mit den sieben Babyklappen in Rheinland-Pfalz.

Eine dpa-Umfrage zeigt die Kritik an dieser Praxis auf: “Die Trägervereine wollen Frauen viel früher erreichen und beraten – lange bevor ein Kind anonym in einer Klappe liegt und vermutlich niemals erfahren wird, wer seine Eltern sind.”

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Frankfurt/Oder: Pflegeeltern dringend gesucht

Geschrieben am Juli 25, 2011. Einsortiert unter: Bewerber, Brandenburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie |

Frankfurt (moz) Beim Pflegekinderdienst im Amt für Jugend und Soziales der Stadt herrscht großer Mangel an Pflegeeltern. „Zurzeit haben wir nur zwei freie Pflegestellen, müssten aber dringend zwölf Mädchen und Jungen, darunter drei Geschwister, in liebevolle Betreuung geben“, erklärt Elvira Noffke, die gemeinsam mit Jutta Knaust im Pflegekinderdienst tätig ist.

Wenn die leiblichen Eltern ihre Kinder aus den unterschiedlichen Gründen nicht so betreuen können, wie es notwendig wäre, und das Kindeswohl gefährdet ist, muss der Allgemeine So-
zialdienst handeln. Gemeinsam mit dem Pflegekinderdienst müssen die Kinder dann aus der häuslichen Situation, die nicht selten durch Alkohol, Vernachlässigung oder auch Gewalt geprägt ist, herausgenommen werden. Oft muss innerhalb weniger Stunden reagiert werden. Den beiden Frauen im Pflegekinderdienst bleibt dann nur die Möglichkeit, die Kinder ins Heim oder in die Bereitschaftspflegestelle zu geben.

Familie und Kind müssen zueinander passen. Nicht selten seien die Kinder durch das Erlebte traumatisiert, erzählt Jutta Knaust. Mitunter müssten zudem auch kranke Kinder vermittelt werden. Deshalb würden auch bundesweit Pflegeeltern gesucht. Doch auch, weil der Kontakt zu den leiblichen Eltern erhalten bleiben soll, wären mehr Pflegefamilien in der Stadt oder der Umgebung wünschenswert.

Es kämen zwar immer mal wieder Interessenten, dieses Jahr waren wohl schon um die zehn da, erzählen die beiden Frauen, doch keiner davon habe sich wieder gemeldet. „Wir beraten sehr intensiv, nehmen kein Blatt vor den Mund und machen auch die Risiken deutlich“, sagt Elvira Noffke. Zum Beispiel müssten Pflegeeltern auch schaffen, Verständnis für die leiblichen Eltern aufzubringen. Und sie sollten sich darauf einstellen, dass es keine Garantie für langfristige Pflegeverhältnisse gebe, was natürlich die persönliche Lebensplanung schwierig gestalte. Das könnte Menschen davon abhalten, sich wirklich als Pflegeeltern zur Verfügung zu stellen, meinen die beiden. Das Geld sei es nicht, spätestens seit Frankfurt seine Pflegegeldrichtlinie den auch anderswo im Land üblichen Regelungen angepasst habe.

Internet: www.frankfurt-oder.de/data/Pflegekinder

Quelle: Märkische Oderzeitung vom 21.07.2011

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Neues Angebot für Pflegeeltern im Landkreis Harz

Geschrieben am Juli 24, 2011. Einsortiert unter: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagworte: , |

Birgit-Patricia Eilenberger ( 3 v.r.) führte erfolgreich die erste Beratung für Pflegeeltern im Landkreis Harz durch.

“Pflegeeltern, die Kinder bei sich aufnehmen, die zeitweilig nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, haben unseren Respekt und unsere volle Unterstützung”, betonten die Sozialarbeiterinnen Christine Rütting und Elke Zschocke vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes des Landkreises Harz nach erfolgreichem Abschluss der ersten psychologisch-pädagogischen Beratung für Pflegeeltern im Landkreis Harz.

Um den Pflegeeltern bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit Hilfe und Unterstützung zu geben, hat das Jugendamt Angebote zur Beratung und Unterstützung dieser Familien entwickelt. Dazu gehört auch die Supervision, die in Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt durchgeführt wird. Die Teilnahme daran ist kostenlos und freiwillig.

Unter der Leitung von Birgit-Patricia Eilenberger vom Fachzentrum fand jetzt die erste psychologisch- pädagogische Beratung für Pflegeeltern aus dem Landkreis im Sozialpädagogischen Beratungszentrum “Windbreaker” des DPWV in Halberstadt im laufenden Jahr statt. Im Kontakt mit der Diakonin mit der Ausrichtung Religions- und Heilpädagogik, die selbst auch Pflegemutter ist, ging es für die teilnehmenden Pflegeeltern weniger darum, mehr Wissen zu erwerben, sondern vielmehr um konkrete Konflikte und Probleme im Zusammenleben mit Pflegekindern mit der Supervisorin anzusprechen.

“Wie bei allen anderen Eltern gibt es auch bei uns Phasen, in denen wir keine Probleme mit unserem Kind haben”, sagte eine Pflegemutter zu Beginn der Veranstaltung. “Aber jetzt ist unser Pflegekind in der Pubertät und jeder der Kinder hat, weiß, wie kompliziert gerade jetzt das Zusammenleben ist. Deshalb habe ich das Angebot des Jugendamtes gern genutzt, um gemeinsam in vertraulichem Rahmen im Gespräch mit anderen Pflegeltern die Probleme zu erkennen und die Ursachen für unsere Konflikte zu erforschen”. Und hier genau setzt Birgit-Patricia Eilenberger in der ca. 90-minütigen Veranstaltung an. “Unser Ziel ist es, eine Lösung für ein Problem zu finden und zwar eine Lösung, die von den Teilnehmern selbst in Übereinstimmung mit ihrer individuellen Situation gefunden wird. Denn nur bei einer selbst erarbeiteten Lösung ist die Chance groß, dass die Lösung durchgesetzt wird”, weiß die Supervisorin aus langjähriger Erfahrung.

Weitere Supervisionen sollen folgen, und zwar am 31. August, am 21. September und am 26. Oktober 2011. Diese Veranstaltungen finden alle in Halberstadt statt. Weiterbildungsveranstaltungen für Pflegeeltern des Landkreises Harz gibt es aber auch in Quedlinburg und Wernigerode. Im zweiten Halbjahr wird ein zum Beispiel ein Bewerberseminar in Wernigerode stattfinden, an dem interessierte Paare und auch nicht verheiratete Einzelpersonen teilnehmen werden. In Quedlinburg wird ab August eine Seminarreihe für Bereitschaftspflegestellen durchgeführt. Ebenfalls wird für das zweite Halbjahr 2011 ein Abendseminar vorbereitet, in dem die Teilnehmer darüber Bilanz ziehen können, wie ihr erstes Jahr mit einem Pflegekind verlaufen ist.

Interessante Angebote, auch zur Fortbildung, haben auch die Pflegeelternvereine in Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode nicht nur für ihre Mitglieder. Die entsprechenden Kontakte vermittelt das Jugendamt des Landkreises, der Bereich Pflegekinderwesen, an den Standorten Halberstadt, Wernigerode und Quedlinburg. Weiterführende Informationen gibt es unter den Telefonnummern:
Halberstadt,Tel.:03941/5970-5903, Wernigerode,Tel.:03941/5970-2161, Quedlinburg, Tel.: 03941/5970-6429

Quelle: Pressemeldung des Landkreises Harz

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Jugendamt Oberallgäu sucht Pflegeeltern – Infoabend am 19.09.

Geschrieben am Juli 24, 2011. Einsortiert unter: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie |

Verständnis, Geduld und viel Platz im Herzen!

Auch im Landkreis Oberallgäu gibt es Kinder, die vorübergehend oder auch für einen längeren Zeitraum nicht bei Ihren Eltern leben können und deshalb einen guten Platz brauchen. Um dies ermöglichen zu können, ist das Jugendamt Oberallgäu auf die Unterstützung von sozial engagierten und in der Erziehung erfahrenen Familien angewiesen, die sich die Aufnahme eines Pflegekindes bis ins Jugendalter hinein vorstellen können.

Das Jugendamt setzt grundsätzlich auf eine partnerschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den Pflegefamilien. Die Aufnahme eines Pflegekindes stellt für alle Beteiligte eine große Herausforderung dar, unbedingt notwendig ist deshalb eine umfassende und gute Vorbereitung.

Das Jugendamt möchte allen Interessierten die Möglichkeit bieten, sich unverbindlich über den Bereich der Vollzeitpflege zu informieren und beantwortet gerne

am 19. September 2011, um 19:30 Uhr
im Evang. – Luth. Pfarrzentrum in Waltenhofen, Dietrich – Bonhoeffer – Str. 2,

im Rahmen eines Informationsabends alle Fragen, die Sie in diesem Zusammenhang interessieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Fachdienst „Pflegekinderwesen und Adoption“ des Jugendamtes betreut derzeit im Landkreis Oberallgäu 108 Kinder in 71 Pflegefamilien. Die Zahl der Kinder, für die ein Platz in einer Pflegefamilie benötigt wird, ist seit langem auf einem hohen Niveau. Das Jugendamt Oberallgäu würde sich daher freuen, wenn viele weitere Familien über die Möglichkeit nachdenken würden, Pflegekinder aufzunehmen. Besonders gesucht werden dabei auch Pflegeeltern für ältere Kinder und für Geschwister.

Mit den interessierten Paaren möchten die Mitarbeiter des Fachdienstes in einen Vorbereitungskurs starten. Dabei werden längjährige Pflegeeltern mit einbezogen, deren lebendige Erfahrungsberichte einen konkreten Einblick in Chancen und Risiken dieser Aufgabe ermöglichen.

Für evtl. Rückfragen stehen Frau Katrin Högner, Tel. 08321 / 612-303, Frau Doris Böck, Tel. 08321 / 612-389 oder Frau Christa Seizinger, 08321 / 612-289, zur Verfügung.

Quelle: Landkreis Oberallgäu vom 20.07.2011

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Adoptivfamilienausflug der Landratsämter Ebersberg, Rosenheim und Mühldorf zum Schloss Hohenaschau kam gut an

Geschrieben am Juli 23, 2011. Einsortiert unter: Adoptivfamilie, Bayern, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagworte: |

Wilde Ritter und freche Feen - Foto: Landratsamt Mühldorf

Ins mittelalterliche Burgleben eingetaucht sind am Sonntag, 17. Juli, Kinder und Eltern, die im Rahmen eines Adoptivfamilienausfluges die Burg Hohenaschau besucht haben. Die Kinder erfuhren in einer eigenen Führung, wie schwer eine Ritterrüstung ist, wie die Menschen auf der Burg früher gelebt haben oder was es mit den Symbolen auf den Wappen auf sich hat. Sie durften auch Ritterspiele ausprobieren und sich ein eigenes Wappen ausdenken und gestalten, während die Eltern sich in der Erwachsenenführung in die Welt des Mittelalters entführen ließen.

Ein Höhepunkt dieses gelungenen Ausflugs war außerdem die Falknervorführung am steilen Hang der Burg. Der Falkner ließ seine Falken, Bussarde und Adler vor der traumhaften Bergkulisse Sturzflüge vollführen und sich in die Lüfte schrauben – ein für Kinder und Erwachsene faszinierendes Erlebnis.

Organisiert wurde dieser Ausflug von den Adoptionsfachkräften der Landratsämter Ebersberg, Rosenheim und Mühldorf. Neben der Planung solcher Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch oder zur Fortbildung von Adoptiveltern sind die Adoptionsfachkräfte für die Überprüfung von Adoptivbewerbern, Vermittlung von Adoptivkindern und Begleitung von Adoptivfamilien zuständig.

Aufgrund der positiven Resonanz ist auch für nächstes Jahr wieder ein Adoptivfamilienausflug geplant. Nächster Programmpunkt in diesem Jahr ist jedoch ein Fortbildungstag für Adoptiveltern im Oktober zum Thema „Grenzen setzen”.

Quelle: Landratsamt Mühldorf vom 22.07.2011

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Infoabend für Pflegeelternbewerber am 23.08. in Zweibrücken

Geschrieben am Juli 23, 2011. Einsortiert unter: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen |

Das Jugendamt und die Volkshochschule der Stadt Zweibrücken laden interessierte Familien am 23.08. zu einem Informationsabend ein. Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes informieren interessierte Familien über die Tätigkeiten als Pflegefamilie als Hilfe zur Erziehung.

Inhalte der Veranstaltung werden sein:

  • Eignungsvoraussetzungen zur Anerkennung als Pflegefamilie/Pflegeperson
  • Ablauf der Vermittlung eines Pflegekindes
  • finanzielle und rechtliche Grundlagen in der Vollzeitpflege

Durchführende des Infoabends und Ansprechpartner zum Thema Pflegeeltern beim Stadtjugendamt Zweibrücken sind Frau Schulz (Tel. 06332 / 871-558) und Frau Haupenthal (06332 / 871-594).

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“Traumatisierte Mädchen und Jungen – Hilfe und Stabilisierung durch die Jugendhilfe” am 19./20.09. in Leipzig

Geschrieben am Juli 22, 2011. Einsortiert unter: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagworte: , |

Zum Fachkongress 2011 “Traumatisierte Mädchen und Jungen – Hilfe und Stabilisierung durch die Jugendhilfe” bitten Die Kinderschutz-Zentren am 19./20.09. nach Leipzig.

Der Kongress richtet sich an Pädagog(inn)en, Sozialarbeiter(innen) und Psycholog(inn)en aus den verschiedenen Einrichtungen der Jugendhilfe, an Kinder und Jugendpsychotherapeut(inn)en und an Erzieher(innen), die mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern arbeiten.

Mitarbeiter(innen) der Jugendhilfe begegnen in ihrer Arbeit täglich traumatisierten Kindern und Jugendlichen und fühlen sich – wie auch die Eltern – oft unsicher im Umgang mit den Betroffenen.

Traumatisierte Kinder und Jugendliche zeigen besondere Verhaltensweisen, die im familiären Alltag und im Rahmen von ambulanten und stationären Hilfen immer wieder zu Überforderung und daraus resultierend zu unangemessenen Reaktionsketten und Hilfeabbrüchen führen. So gelten sie z.B. häufig als nicht tragbar für eine Einrichtung und werden in die nächste (therapeutische) Maßnahme weitergeleitet. Dabei brauchen gerade diese Kinder auf Seiten der professionellen Helfer(innen) und ihres Bezugssystems Sicherheit und ein Gefühl der Zuverlässigkeit von Beziehungen.

Der Fachkongress will für die besondere Problematik von traumatisierten Kindern und Jugendlichen sensibilisieren und Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung aufzeigen. Unter anderem werden folgende Fragen thematisiert:

  • Was müssen Eltern und Pädagog(inn)en wissen, um die Verhaltensweisen von traumatisierten Kindern und Jugendlichen im Alltag besser zu verstehen?
  • Welche Auswirkungen haben traumatische Erlebnisse auf die Entwicklung und das Verhalten von betroffenen Kindern und Jugendlichen?
  • Was bedeuten diese Erkenntnisse für das pädagogische Handeln? Wie kann der Alltag der Kinder sicher und vorhersehbar gestaltet werden?

Zentrale Fragestellungen des Kongresses sind:

  • Wie können traumatisierte Kinder und ihr Bezugssystem im Kontext Pflegefamilie unterstützt und begleitet werden?
  • Wie können Eltern, Pädagog(inn)en und Therapeut(inn)en mit den eigenen Belastungen im Kontakt mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen umgehen?

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