Forschung
Artikel “Studenten ohne Eltern”
Im Artikel “Studenten ohne Eltern: Stell dir vor, es ist Uni, und du bist ganz allein” in Spiegel Online vom 08.05.2013 berichten vier StudentInnen, wie sie es als studierende Waisen bzw. Pflegekinder schwerer haben als andere Studierende, die auf die Unterstützung ihrer Eltern zurückgreifen können.
Die Universität Hildesheim untersucht in dem Forschungsprojekt “Higher Education without Familiy Support” den Übergang zwischen Schulzeit und Studium und soll Hindernisse identifizieren, die es an Hochschulen für “Care Leaver” gibt.
Aus dem Projekt ist ein Netzwerk entstanden, in dem sich die Studenten untereinander austauschen können.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )KomDat Ausgabe 1/2013 erschienen
Die aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) widmet sich neben den aktuellen Ausgabendaten den Themen Personalausstattung und den Eingliederungshilfen in Kindertageseinrichtungen.
Ferner werden die Fremdunterbringungen auf Grund von Sorgerechtsentzügen genauer unter die Lupe genommen. Neben der Analyse der aktuellen Datenlage wurde zu diesem Thema ein Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner geführt.
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Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Werkstattgespräch zum Projekt “Careleaver” am 20./21.06. in Hildesheim
Ein Werkstattgespräch für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe in Heimerziehung und Pflegekinderwesen organisiert die IGfH vom 20.-21.06. in Hildesheim. Thema ist die Frage “Was kommt nach der stationären Erziehungshilfe? – Gelungene Unterstützungsmodelle für „Care Leaver“.
Die IGfH e.V. und die Universität Hildesheim führen das zweijährige Projekt „Nach der stationären Erziehungshilfe – Care Leaver in Deutschland“ durch. Das Projekt widmet sich der Frage, wie Jugendliche und junge Erwachsene, die in stationären Erziehungshilfen betreut werden, bei ihrem Übergang in die Selbständigkeit bestmöglich unterstützt werden können.
Im Rahmen des Projekts findet ein Werkstattgespräch statt, in dem einige bewährte Modelle und Handlungsansätze aus dem In- und Ausland vorgestellt werden. PraktikerInnen aus der Kinder- und Jugendhilfe, die Jugendliche beim Übergang aus stationären Hilfen (Heimerziehung oder Vollzeitpflege) begleiten, sind eingeladen, gemeinsam diese Konzepte zu diskutieren und auch im Hinblick auf einen möglichen Transfer in die Erziehungshilfen zu prüfen. Es besteht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und methodische Ansätze der Übergangsbegleitung vorzustellen.
Nähere Informationen zu dem Projekt sind auf der Projektwebsite zu finden.
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Uni Erlangen sucht Pflegeeltern für Befragung
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Im Rahmen des Forschungsprojekts „Situation von Pflegeeltern“, das an der Universität Erlangen unter Prof. Dr. Gottfried Spangler (Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie & Pädagogische Psychologie) durchgeführt wird, werden noch Pflegeeltern gesucht, die bereit sind an einer Befragung mittels Telefoninterview und Fragebögen teilzunehmen.
Angesprochen sind Pflegeeltern, die mindestens ein Pflegekind unter 10 Jahren haben.
Ziel der Forschung ist es, bessere Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten für Pflegeeltern zu entwickeln.
Die Datenerhebung wurde mittlerweile beendet.
Vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben!
(Die Redaktion, 14.05.2013)
Neues Grundlagenforschungsprojekt der Forschungsgruppe Pflegekinder
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Unter dem Titel „Positive Entwicklungen von Mädchen und Jungen trotz ungünstigen Starts“ hat im April 2013 ein neues Grundlagenforschungsprojekt der Forschungsgruppe Pflegekinder begonnen.
Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, unter welchen Bedingungen sich biografische Verläufe von Mädchen und Jungen, die unter extrem ungünstigen Bedingungen begonnen hatten, trotz des ungünstigen ‘Starts ins Leben’ (“rough start”) im Jugend- und Erwachsenenalter positiv weiterentwickelt haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage, auf der sie regelmäßig aktuelle Informationen erhalten.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Sachsen-Anhalt: Daten der Jugendhilfe 2011
Im Januar 2013 veröffentlichte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt Angaben zur Jugendhilfe für das Jahr 2011. Sie umfassen Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfen für junge Volljährige sowie Auszahlungen und Einzahlungen und sind regional aufgeschlüsselt.
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Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Beschweren erlaubt! – Erste bundesweite Studie zur Implementierung von Beschwerdeverfahren in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
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Freie Universität Berlin und Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. stellen Ergebnisse der ersten bundesweiten Studie zur Implementierung von Beschwerdeverfahren in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe vor.
Berlin – Die am 4. März 2013 in Berlin von der Verfasserin, Prof. Dr. Ulrike Urban-Stahl vorgestellten Handreichung zeigt mit zehn Empfehlungen wie Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe erfolgreich implementiert werden können. Empfohlen wird beispielsweise eine Bestandsaufnahme der strukturellen und konzeptionellen Voraussetzungen in der Einrichtung durchzuführen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kinder und Jugendliche in den Entwicklungsprozess einzubinden sowie vielfältige Beschwerdewege für Kinder und Jugendliche zu entwickeln.
„Die Studie wie die daraus entwickelte Handreichung geben Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe einen praxisnahen Leitfaden an die Hand und erleichtern ihnen damit den ersten Schritt beim Aufbau von Beschwerdestrukturen“, sagte Prof. Dr. Ulrike Urban-Stahl. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführt. Hintergrund ist das zum 1.01.2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz, das die Existenz von Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen als Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis definiert. Diese gesetzliche Regelung wiederum resultiert insbesondere aus den Empfehlungen der Runden Tische zur „Heimerziehung in den 50er/60er Jahren“ und zu „Sexuellem Kindesmissbrauch“. Die Kinder- und Jugendhilfe ist damit aufgefordert, die Entwicklung interner Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren für Kinder und Jugendliche auf breiter Basis zu intensivieren.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat sich in seinen Empfehlungen zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen ebenfalls dafür ausgesprochen, die Beteiligungsverfahren weiterzuentwickeln und zu qualifizieren sowie Beschwerdemöglichkeiten verbindlich zu etablieren. Er schlägt vor Rechtekataloge partizipativ zu erarbeiten und notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kinder und Jugendliche sich mit ihren Ideen, Wünschen und Vorstellungen in Bezug auf ihr Leben in der Einrichtung einbringen können.
Download der Handreichung
Empfehlungen des Deutschen Vereins
Ulrike Urban-Stahl ist Professorin für Sozialpädagogik an der Freien Universität Berlin. In ihrer Forschung geht sie seit vielen Jahren der Frage nach, wie die Sicherung der Rechte junger Menschen und ihrer Familien in der Kinder- und Jugendhilfe gelingen kann.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Wissenschaftskongress „Trennung, Tod und Trauer in den ersten Lebensjahren“ am 25.-27.04. in Köln
Das Forum Frühe Kindheit veranstaltet vom 25.-27.04. in Köln einen Kongress zum Thema „Trennung, Tod und Trauer in den ersten Lebensjahren“. Neben zahlreichen weiteren Vorträgen werden unter dem Aspekt “Pflegefamilie in den ersten Lebensjahren” referieren:
- Prof. Dr. Klaus Wolf:
Pflegefamilie in den ersten Lebensjahren: Grundlagen, Forschungsstand, Konsequenzen - Dipl.-Psych. Irmela Wiemann:
Betreuungspraxis von Pflegefamilien mit Kindern in den ersten Lebensjahren
Das Forum Frühe Kindheit 2013 ist eine Veranstaltungsreihe, die an der Universität zu Köln gegründet wurde und nun in Kooperation der Universitäten Siegen und Köln im zwei- bis dreijährigen Turnus zu aktuellen Fragen und Problemkonstellationen der frühen Kindheit aus der interdisziplinären Perspektive fortgeführt wird.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Adoptiveltern und Adoptionsinteressenten für wissenschaftliche Interviews gesucht
Christian Tribowski, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln führt gegenwärtig eine vergleichende Studie über Auslandsadoptionen in Deutschland und den USA durch. In der Studie soll die Frage beantwortet werden, wie angehende Adoptiveltern mit Herausforderungen während einer Auslandsadoption umgehen und im Zusammenspiel mit Vermittlern, Behörden und ihrem sozialen Umfeld bewältigen. Im Vordergrund der Studie stehen dabei Fragen zur Bewältigung von emotionalen und moralischen Spannungen sowie Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Adoptivkindes.
Für die Studie sucht Herr Tribowski Adoptiveltern, die bereits eine Auslandsadoption erfolgreich abgeschlossen haben oder sich noch im Prozess der Adoption eines Kindes aus dem Ausland befinden. Mit ihnen möchte er wissenschaftliche Interviews über ihre positiven Erfahrungen als auch über die Schwierigkeiten, Unsicherheiten und Spannungen während der Auslandsadoption führen. Dadurch soll ein besseres Verständnis davon entwickelt werden, welche sozialen Rahmenbedingungen und Strategien dabei helfen, Probleme während einer Auslandsadoption zu bewältigen.
Die Dauer der Interviews beträgt etwa 60 Minuten. Alle Angaben werden streng vertraulich und absolut anonym behandelt. Das Interview kann an einem Ort Ihrer Wahl stattfinden.
Kontakt:
Christian Tribowski
Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Paulstr. 3, 50676 Köln
Tel.: +49 221 2767-242
Fax: +49 221 2767-555
E-Mail: tribowski@mpifg.de
Metastudie über Alternativen zu Ritalin
Der Deutschlandfunk berichtete am 19.02. von einer Metastudie, die verschiedene ADHS-Therapien miteinander vergleicht.
Interviewt wurde Prof. Tobias Banaschewski vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, der an der Meta-Studie mitwirkte. Er leitet die Gruppe, die gerade die Leitlinien für die ADHS-Behandlung in Deutschland überarbeitet. Die neuen Empfehlungen sollen bis zum Ende des Jahres vorgelegt werden.
zum Beitrag “Alternativen zu Ritalin” vom 19.02.2013 (schriftlich und audio)
In seiner Meldung “Aktuelle Untersuchungsergebnisse zu ADHS-Medikament Methylphenidat” vom 08.02.2013 berichtet das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit u. a. von dem interessanten Untersuchungsergebnis, dass bei 83% der Kinder und Jugendlichen mit ADHS eine psychiatrische Begleiterkrankung diagnostiziert wurde, jedoch nur bei 20% in der Kontrollgruppe.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Ausgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg 2011 bei 3,5 Milliarden Euro
Größter Ausgabenposten entfiel mit 64 Prozent auf Kindertageseinrichtungen – Ausgaben in den Stadt- und Landkreisen unterschiedlich
Die Ausgaben der öffentlichen Träger für die Kinder- und Jugendhilfe beliefen sich nach Feststellung des Statistischen Landesamtes in Baden-Württemberg im Jahr 2011 auf insgesamt 3,5 Mrd. Euro. Diese Summe umfasst die Jugendhilfe-Ausgaben der Städte und Gemeinden, der Stadt- und Landkreise sowie des Landes. Den Ausgaben standen Einnahmen aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen in Höhe von rund 0,3 Mrd. Euro gegenüber, so dass die Ausgaben rein netto 3,2 Mrd. Euro betrugen, das sind 3,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Den größten Anteil bei den Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe bilden die Kindertageseinrichtungen: 2,2 Mrd. Euro wurden im Jahr 2011 für Kindergärten, Horte, Kinderkrippen und altersgemischte Einrichtungen aufgewendet. Das sind rund 64 Prozent der Gesamtausgaben. Diese Summe umfasst nicht nur die Kosten der Einrichtungen öffentlicher Träger, sondern auch die Zuschüsse an die Kindertagesstätten der freien Träger. Den zweiten bedeutenden Ausgabenposten bilden mit einem Anteil von 24 Prozent die Hilfen zur Erziehung; hierbei dominieren die Kosten für Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen. Mit großem Abstand folgen die Ausgaben für Jugendarbeit (knapp 0,2 Mrd. Euro bzw. 5 Prozent der Gesamtausgaben).
Bezogen auf alle jungen Menschen unter 27 Jahren wurden 2011 pro Kopf 1 061 Euro im Rahmen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Im Vergleich zum Jahr 2010 ist dies eine Steigerung um 43 Euro oder 4,2 Prozent. Für Kindertageseinrichtungen werden die Kosten auf alle Kinder unter 13 Jahren bezogen. Dieser Wert stieg von 1 443 Euro im Jahr 2010 auf 1 534 Euro (+ 6,3 Prozent) im Jahr 2011.
In den einzelnen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs zeigt sich ein differenziertes Bild. Höhere Ausgaben für Kindertageseinrichtungen je Kind unter 13 Jahren haben vor allem die Stadtkreise, insbesondere die Großstädte Stuttgart, Heidelberg und Mannheim. Bei den Landkreisen weisen Tübingen, Böblingen, Heilbronn, Reutlingen und Ludwigsburg überdurchschnittlich hohe Jugendhilfe-Ausgaben für Kindertageseinrichtungen je Kind unter 13 Jahren auf. Geringere Ausgaben werden in ländlich geprägten Kreisen verzeichnet. Den niedrigsten Wert weisen hierbei der Neckar-Odenwald-Kreis und der Zollernalbkreis auf.
Die genauen Ausgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe in den einzelnen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2011 sind einer Tabelle der Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 13.02.2013 zu entnehmen.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )“Einrichtungsinterne Beschwerdestellen in der Jugendhilfe: Bedingungen für ihre Implementierung” am 04.03. in Berlin
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge organisiert für Leitende Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Vertreter/innen der Fachverbände sowie Multiplikator/innen am 04.03. in Berlin eine Fachveranstaltung zum Thema “Einrichtungsinterne Beschwerdestellen in der Jugendhilfe: Bedingungen für ihre Implementierung“.
Ziel der Tagung ist es, die Ergebnisse der von Frau Professorin Dr. Ulrike Urban-Stahl, FU Berlin, durchgeführten ersten bundesweiten Studie zu den Bedingungen der Implementierung von Beschwerdeverfahren in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und die daraus entwickelte Handreichung vorzustellen.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )14. Kinder- und Jugendbericht widmet sich ausführlich der Pflegekinderhilfe
(pfad/schulz) Bundesjugendministerin Schröder brachte am 30.01.2013 den 14. Kinder- und Jugendbericht und die Stellungnahme der Bundesregierung ins Bundeskabinett ein. Der Bericht wurde von einer unabhängigen Sachverständigenkommission erarbeitet. Er analysiert die Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und macht Vorschläge zur Gestaltung der Kinder- und Jugendpolitik sowie zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe.
Dem Bereich der Pflegekinderhilfe widmet der Bericht ein eigenes, ausführliches Kapitel auf den Seiten 490 – 495, denn:
“In der Pflegekinderhilfe als einer Form öffentlicher Erziehung in privaten Haushalten wird eine der zentralen Fragestellungen des vorliegenden Berichts, der Wandel des Aufwachsens in öffentlicher und privater Verantwortung, in spezifischer Weise gebündelt. Daher, und weil sich in ihr seit dem letzten Gesamtbericht viel entwickelt hat und besondere Herausforderungen für die Jugendämter absehbar sind, wird auf dieses Leistungsfeld gründlicher eingegangen.“
Fachbroschüre: “Weil wir Geschwister sind. Geschwisterbeziehungen in der Fremdunterbringung”
Ein europäisches Forschungsnetzwerk von SOS-Kinderdorf zu Geschwistern hat untersucht, wie aus belasteten geschwisterlichen Beziehungen eine Kraftquelle fürs Leben werden kann. Die gegenseitigen Herausforderungen wurden ebenso in den Blick genommen wie die Frage, welche Unterstützung Fachkräfte bei der Begleitung von Geschwistern geben können, aber auch selbst benötigen.
Die Broschüre bündelt die Ergebnisse der verschiedenen Projekte aus fünf Ländern. Gemeinsamer Nenner der Vorhaben war, zur Verwirklichung eines wichtigen Aspektes der UN-Kinderrechte im Bereich stationäre Erziehungshilfen beizutragen.
Ausgehend von den Grundlagen geschwisterlicher Beziehungen wird beschrieben, welche Belastungen Geschwisterbeziehungen innewohnen, aber auch wie viel Beistand und Halt in ihnen erfahren werden kann. Zur Sprache kommt, mit welchen Geschwisterdynamiken Erzieherinnen und Erzieher häufig umzugehen haben. Außerdem finden sich methodische Anregungen dazu, wie die Verbindungen zwischen Geschwistern in der Kinder- und Jugendhilfe besser verstanden werden können.
Vor dem Hintergrund des Erfahrungswissens von Praktiker(inne)n wurden förderliche Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Geschwistern benannt. Konkrete Empfehlungen regen die fachliche Umsetzung guter Praxis bei der Betreuung von Geschwistern an.
Die Broschüre umfasst 58 Seiten und ist zu einer Schutzgebühr von 7,50 Euro plus Versandkosten über das SPI zu beziehen.
Quelle: SOS-Kinderdorf e.V. Sozialpädagogisches Institut – SPI
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )NRW: Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe um 357 Millionen Euro gestiegen
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2011 wurden in Nordrhein‑Westfalen 6,8 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 357 Millionen Euro oder 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Abzug von Einnahmen (Gebühren, Teilnahmebeiträge u. Ä.) in Höhe von 754 Millionen Euro beliefen sich die Nettoausgaben auf 6,0 Milliarden Euro. Von den Gesamtausgaben in Höhe von 6,8 Milliarden Euro entfielen 4,0 Milliarden Euro auf die Einrichtungen der Jugendhilfe, das waren 5,0 Prozent mehr als 2010. Weitere 2,8 Milliarden Euro flossen in die Einzel- und Gruppenhilfe (+6,3 Prozent).
Der überwiegende Teil (52,9 Prozent) der Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe wurde für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder aufgewendet. Die Ausgaben waren hier im Jahr 2011 mit 3,6 Milliarden Euro um 5,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Den Schwerpunkt im Bereich der Einzel- und Gruppenhilfen bildeten die Hilfen zur Erziehung, die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, die Hilfen für junge Volljährige sowie die vorläufigen Schutzmaßnahmen. Im Jahr 2011 beliefen sich die Ausgaben in diesem Leistungsbereich auf 2,1 Milliarden Euro, das waren 5,1 Prozent mehr als 2010. (IT.NRW)
Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise
Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 24.01.2013
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Erster “Monitor Hilfen zur Erziehung” erscheinen
Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat den Monitor Hilfen zur Erziehung 2012 (pdf) vorgelegt. Mit dieser ersten Ausgabe soll ein Beitrag geleistet werden, das empirische Wissen zu den Hilfen zur Erziehung zu erhöhen. Durch Analysen zum aktuellen Stand sowie zu Entwicklungen zu den Hilfen zur Erziehung soll die notwendige Wissensbasis zum Arbeitsfeld für eine Bestandsaufnahme und eine Weiterentwicklung verbreitert werden. In diesem Sinne richtet sich der vorgelegte Monitor Hilfen zur Erziehung gleichermaßen an Praxis, Politik und Wissenschaft.
Der Monitor Hilfen zur Erziehung stellt einen zusätzlichen Verwendungszusammenhang der bei freien und öffentlichen Trägern erhobenen Daten der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik dar. Der damit initiierte Transfer der Ergebnisse zurück in die Praxis wird sich der Einschätzung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik nach nicht zuletzt auch positiv auf die Qualität der Daten zu den Hilfen zur Erziehung auswirken.
Ab Ende Januar werden auch gedruckte Exemplare kostenlos verschickt werden können. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei: ihaushalter@fk12.tu-dortmund.de
Quelle: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Familienreport 2012: Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen
“Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen für die Verwirklichung ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe. Deshalb nehmen wir die wirtschaftliche Stabilität und die soziale Teilhabe von Familien, die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Wohlergehen und die Förderung der Kinder sowie die Verwirklichung von Kinderwünschen mit sehr passgenau zugeschnittenen familienbezogenen Leistungen in den Blick. Der Schlüssel für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt ist eine Politik, die Familien als Verantwortungsgemeinschaften stärkt, die eine Entscheidung für Kinder erleichtert und die die Chancengleichheit von Müttern und Vätern zuverlässig verbessert”, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder anlässlich der Präsentation des Familienreports 2012.
Der jährlich erscheinende Report zeichnet ein umfassendes Bild der Lebenssituation von Familien in Deutschland und gibt einen Überblick über die Entwicklung der Familienleistungen.
Die wichtigsten Ergebnisse des Familienreports 2012:
- Verheiratete Paare mit gemeinsamen Kindern stellen nach wie vor die häufigste Familienform in Deutschland dar. Drei Viertel der Kinder wachsen bei verheirateten Eltern auf.
- Die Ehen in Deutschland sind stabil. Die Zahl der Eheschließungen liegen – mit leichten Schwankungen – seit einigen Jahren auf einem ähnlichen Niveau. Die Zahlen der Ehescheidungen sind seit fast fünfzehn Jahren nahezu konstant und die Ehepaare bleiben länger zusammen als noch vor zehn Jahren. Auch nach Trennungen halten die meisten Menschen an Ehe und Familie fest. Studien zeigen, dass Kinder in Stief- und Patchworkfamilien nicht unzufriedener sind als Kinder in anderen Familien.
- Deutschland ist keine Republik der Einzelkinder: Fast die Hälfte der Kinder hat eine Schwester oder einen Bruder, jedes fünfte Kind hat zwei Geschwister. Nur ein Viertel der Kinder sind (noch) Einzelkinder. Der Anteil der Mehrkindfamilien in Deutschland ist seit der Wiedervereinigung nahezu unverändert geblieben.
- Auch die Trends bei den Geburten machen zuversichtlich: Immer häufiger holen Frauen aufgeschobene Kinderwünsche im Alter von über 30 Jahren nach, der Anstieg der Kinderlosigkeit insbesondere bei Akademikerinnen ist gestoppt. Die Kinderwünsche sind hoch und die endgültigen Kinderzahlen haben mit den bis 1970 geborenen Frauen ihren Tiefpunkt erreicht. Sie scheinen für jüngere Frauenjahrgänge wieder anzusteigen – all diese Faktoren zeigen, dass sich die Geburtenrate mittelfristig positiv verändern kann.
- Seit der Einführung des Elterngeldes und dem verstärkten Ausbau der Kinderbetreuung steigt auch die Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kindern zwischen ein und drei Jahren an. Die Erwerbstätigenzahlen der Mütter mit Kindern unter einem Jahr sind hingegen konstant niedrig und Eltern nutzen den Schonraum, den ihnen das Elterngeld bietet. Hier spiegelt sich die Auffassung der meisten Deutschen wider, dass die Kleinsten zu ihren Eltern gehören.
- Die Förderung ihrer Kinder hat für Eltern oberste Priorität. Dort, wo die materiellen Ressourcen nicht reichen, leistet das Bildungs- und Teilhabepaket in den Familien, die SGB II oder den Kinderzuschlag beziehen, einen guten Beitrag. Untersuchungen des Bundesfamilienministeriums zeigen, dass der Anteil der Eltern, die aus finanziellen Gründen auf Förderangebote verzichten, zurückgeht. Insgesamt stärken die Familienleistungen die wirtschaftliche Stabilität von Familien.
Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 16.01.2013
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )KomDat Jugendhilfe 2012, Heft 3 erschienen
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Die aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe steht ganz im Zeichen der Themen, die in den kommenden Monaten die Debatte um die Kinder- und Jugendhilfe bestimmen werden. Dies ist selbstverständlich der „U3-Ausbau“ und die Erfüllung des Rechtsanspruchs. Vor diesem Hintergrund wurde im Heft 03/12 hier ein Schwerpunkt gesetzt.
Ferner werden im neuen Heft auf der Grundlage der Daten 2011 die Entwicklung der Hilfen zur Erziehung und die der Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen in den Blick genommen.
Das Heft steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
Quelle: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat)
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )In NRW wurden 2011 in über 200 000 Fällen Erziehungshilfen gewährt
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2011 wurden in Nordrhein‑Westfalen 205 654 erzieherische Hilfen von Jugendämtern oder von anderen (freien) Trägern der Jugendhilfe durchgeführt. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren Erziehungsberatungen mit insgesamt 120 557 Fällen die häufigste Hilfeart, gefolgt von Unterbringungen in Heimen (25 625) und Vollzeitpflege in einer anderen Familie (21 874).
56,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen, für die Erziehungshilfe gewährt wurde, waren männlich; knapp drei Viertel (73 Prozent) waren 6 bis unter 18 Jahre alt.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Erziehungshilfen 2011 nur geringfügig an (+338 Fälle). Neben den Erziehungshilfen wurden im vergangenen Jahr auch noch 35 767 familienorientierte Hilfen in Anspruch genommen, das waren 9,9 Prozent mehr als 2010. (IT.NRW)
zu den Ergebnissen für kreisfreie Städte und Kreise
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 03.01.2013
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )AFET diskutierte Problembereiche in der Pflegekinderhilfe
Auf seiner Fachbeiratssitzung im Oktober 2012 befasste sich der AFET Bundesverband für Erziehungshilfe e. V. mit der Thematik “Pflegekinderhilfe – das Ende der stiefmütterlichen Behandlung“. Als externer Fachmann war Prof. Dr. Wolf von der „Forschungsgruppe Pflegekinder“ der Universität Siegen eingeladen.
In einem ausführlichen Bericht wurden zahlreiche Facetten der aktuellen Debatten zusammengetragen und dabei Probleme konstatiert bei Pflegefamilien, Pflegekindern, Herkunftsfamilien, auf der Organisationsebene und der Ebene der fachlichen Qualitäts-Standards.
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