Niedersachsen
Pflegeeltern verlieren den Kampf um Dennis
Die Welt berichtet im Artikel “Pflegeeltern verlieren den Kampf um Dennis” vom 16.05.2013 vom Beschluss, den das Oberlandesgericht Celle diese Woche fällte: Der sechsjährige Junge darf nicht zu seinen Pflegeeltern zurückkehren, er soll im Heim bleiben.
Die Pflegeeltern sind entsetzt, dass Dennis vor Gericht geäußertem Wunsch zu ihnen zurückzukehren wieder nicht entsprochen wurde. Auch ihr Anwalt Peter Hoffmann äußert sich über das Verfahren.
Auch der NDR berichtete im Beitrag “Gericht: Pflegekind Dennis bleibt im Heim” vom 14.05.2013.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Stadt Laatzen: Infoabend zum Thema Pflegekinder am 30.05.
Manche Kinder und Jugendliche können aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben. Daher werden Familien gesucht, die bereit sind, einen jungen Menschen bei sich aufzunehmen.
In Kooperation mit der Region Hannover finden regelmäßige Infoabende in Hannover und im Umland Hannovers statt.
Die Stadt Laatzen bietet am 30.05.2013 ab 18 Uhr einen Infoabend hierzu im Cafe Marie des Stadthauses (Marktplatz 2) an. Interessierte Eltern können sich hier über die Bedingungen und das Anforderungsprofil informieren.
Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Stadt Laatzen unter 0511/8205-5056.
Quelle: Stadt Laatzen vom 10.05.2013
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )“Biografiearbeit mit Mädchen und Jungen” vom 10.-12.06. in Hannover
Zum Thema “Biografiearbeit mit Mädchen und Jungen” veranstaltet die IGfH vom 10.-12.06. ein Seminar für sozialpädagogische Fachkräfte der Erziehungshilfe in Hannover. Referentin ist Maria Krautkrämer-Oberhoff.
Biografien von Mädchen und Jungen in der Erziehungshilfe sind oft durch Vernachlässigung, Beziehungsabbrüche, Missbrauchs- oder Gewalterfahrungen belastet, was gravierende Folgen für die Identitätsentwicklung mit sich bringt. Es besteht eine Unsicherheit über das eigene Gewordensein und oftmals fehlen die primären Bezugspersonen, die helfen könnten, die Erinnerungslücken zu füllen. In der Biografiearbeit geht es seitens der PädagogInnen darum, sich auf die Neugier der Heranwachsenden bei der Erkundung ihrer Lebensgeschichte einzulassen und einen verlässlichen Rahmen zur Verfügung zu stellen, der diesen Forschungsprozess fördert.
Die Fortbildung vermittelt:
- theoretisches Hintergrundwissen hinsichtlich der Bedeutung der Biografiearbeit für die Identitatsentwicklung
- biografisches Verstehen, Sensibilitat und Empathie durch Selbsterfahrung
- Methoden der Biografiearbeit in Rollenspielen und Kleingruppenarbeit wie z. B. die Arbeit mit dem Lebensbuch “Meine Geschichte” und Formen der Biografiearbeit mit belasteten Jugendlichen.
“Vertretung von Pflegekindern” am 26.06. in Hannover und am 16.07. in Potsdam
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Die BAG Verfahrensbeistandschaft/ Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e.V. veranstaltet für Verfahrenbeistände, Vormünder, Ergänzungspfleger sowie Personen, die zu dieser Arbeit professionell Bezug haben (z. B. RichterInnen/ JugendamtsmitarbeiterInnen) zwei Tagesfortbildungen zum Thema: Vertretung von Pflegekindern.
Dr. Martina Cappenberg und Prof. Dr. Ludwig Salgo werden dafür am 26.06. in Hannover und am 16.07. in Potsdam referieren.
In den Gerichtsverfahren, in denen Verfahrensbeistände bestellt sind, geht es um die Fragestellungen: Elterliche Sorge, Rückführung oder Umgang. Dabei vertreten Verfahrensbeistände Kinder, die in Bereitschaftspflege oder Dauerpflege sind. Ergänzungspfleger oder Vormünder sind eingesetzt, wenn die elterliche Sorge oder Teile davon vorläufig oder in der Hauptsache entzogen sind, und die weitere Perspektive für die Kinder geklärt bzw. gesichert werden muss.
Es geht um bisherige Biografien, Besonderheiten, Bedarf an Beziehungen und Bindungen sowie die notwendigen Entwicklungsbelange dieser Kinder, deren Bedürfnisse sich gegenüber Kindern in Trennungs- und Scheidungsverfahren unterscheiden. Besonderes Augenmerk soll auch auf die Folgen langer Aufenthalte der Kinder in der Bereitschaftspflege gelegt werden. Auch soll auf die Relevanz der Herkunftsfamilien für die Kinder eingegangen werden.
Die Veranstaltung soll Workshop-Charakter haben, d.h. es werden Erkenntnisse und Fakten vermittelt, es besteht aber auch Gelegenheit zum Austausch und Diskussion in Kleingruppen.
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Werkstattgespräch zum Projekt “Careleaver” am 20./21.06. in Hildesheim
Ein Werkstattgespräch für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe in Heimerziehung und Pflegekinderwesen organisiert die IGfH vom 20.-21.06. in Hildesheim. Thema ist die Frage “Was kommt nach der stationären Erziehungshilfe? – Gelungene Unterstützungsmodelle für „Care Leaver“.
Die IGfH e.V. und die Universität Hildesheim führen das zweijährige Projekt „Nach der stationären Erziehungshilfe – Care Leaver in Deutschland“ durch. Das Projekt widmet sich der Frage, wie Jugendliche und junge Erwachsene, die in stationären Erziehungshilfen betreut werden, bei ihrem Übergang in die Selbständigkeit bestmöglich unterstützt werden können.
Im Rahmen des Projekts findet ein Werkstattgespräch statt, in dem einige bewährte Modelle und Handlungsansätze aus dem In- und Ausland vorgestellt werden. PraktikerInnen aus der Kinder- und Jugendhilfe, die Jugendliche beim Übergang aus stationären Hilfen (Heimerziehung oder Vollzeitpflege) begleiten, sind eingeladen, gemeinsam diese Konzepte zu diskutieren und auch im Hinblick auf einen möglichen Transfer in die Erziehungshilfen zu prüfen. Es besteht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und methodische Ansätze der Übergangsbegleitung vorzustellen.
Nähere Informationen zu dem Projekt sind auf der Projektwebsite zu finden.
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Projekteatlas zu “Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern” in ganz Deutschland
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Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat im Februar 2013 einen Projekteatlas zu “Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern” in ganz Deutschland veröffentlicht. Die interaktive Landkarte umfasst aktuell 300 Angebote.
Der Projekteatlas war Teil des geförderten Projektes “Prävention und Gesundheitsförderung in der Gemeindepsychiatrie”. In 2 jähriger Arbeit wurde eine umfangreiche Adressdatei über alle bestehenden Projekte eingeholt und zusammengefasst. Betroffene, deren Angehörige, Profis und Interessierte können sich hiermit einen Überblick verschaffen, welche Projekte es in ihrer Region gibt. Hinweise auf weitere Projekte sind willkommen.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )“Verunsicherte Kinder brauchen sichere Eltern – Angst und Angstbewältigung in Adoptivfamilien” am 08.06. in Hamburg
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“Verunsicherte Kinder brauchen sichere Eltern” lautet das Statement des PFAD Adoptionstags mit Norbert Carstensen zum Thema “Angst und Angstbewältigung in Adoptivfamilien“, das der PFAD Bundesverband in Kooperation mit seinem Hamburger Landesverband Freunde der Kinder e.V. am 08.06. in Hamburg anbieten wird. Ängste können in jeder Familie auftreten. Sie betreffen die Entwicklungsaufgaben der Eltern wie auch die der Kinder. Im Seminar beschäftigen sich die teilnehmenden Adoptiveltern und -bewerber zuerst mit dem Phänomen der Angst. Anschaulich wird dargestellt, wie Trauma und Verunsicherungen im Autonomen Nervensystem verarbeitet werden und welche Herausforderung das für die Beziehungsgestaltung mit dem Adoptivkind darstellt. Wenn man die Abläufe von Eskalation und Deeskalation genauer versteht, kann man lernen, was hilft, dass Kinder mit Stress und Emotionen besser umgehen können und auch die Eltern als Vorbild sich selber gut regulieren können.
Seminar für Adoptivfamilien: „Über den Horizont – Vielfalt und Verschiedenheit” vom 09.-12.05. in Bad Bederkesa
Vom 09.-12.05. veranstaltet der Adoptivfamilien mit Kindern aus aller Welt e.V. in Bad Bederkesa das Seminar für Adoptivfamilien „Über den Horizont – Vielfalt und Verschiedenheit” mit Referentin Jetti Hahn.
„Verdeckte Grundbedürfnisse bei Pflege- und Adoptivkindern“ am 20.04. in Hannover
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Am 20.04. hält die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit dem Landesverband Niedersachsen das Tagesseminar„Verdeckte Grundbedürfnisse bei Pflege- und Adoptivkindern“ in Hannover ab. Als Referenten sind Martin Janning und Hildegard Pieper-Greiwe eingeladen.
Inhalte des Seminars sind: Erläuterungen von psychologischen Erkenntnissen aus Diagnostik und Therapie in Bezug auf den Alltag der Pflegefamilie. Kennzeichnende Auffälligkeiten und Verhaltensmuster, Linderungen und Förderungen.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )“Verunsicherte Kinder brauchen sichere Eltern – Angst und Angstbewältigung in Adoptivfamilien” am 08.06. in Hamburg
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“Verunsicherte Kinder brauchen sichere Eltern” lautet das Statement des PFAD Adoptionstags mit Norbert Carstensen zum Thema “Angst und Angstbewältigung in Adoptivfamilien“, das der PFAD Bundesverband in Kooperation mit seinem Hamburger Landesverband Freunde der Kinder e.V. am 08.06. in Hamburg anbieten wird. Ängste können in jeder Familie auftreten. Sie betreffen die Entwicklungsaufgaben der Eltern wie auch die der Kinder. Im Seminar beschäftigen sich die teilnehmenden Adoptiveltern und -bewerber zuerst mit dem Phänomen der Angst. Anschaulich wird dargestellt, wie Trauma und Verunsicherungen im Autonomen Nervensystem verarbeitet werden und welche Herausforderung das für die Beziehungsgestaltung mit dem Adoptivkind darstellt. Wenn man die Abläufe von Eskalation und Deeskalation genauer versteht, kann man lernen, was hilft, dass Kinder mit Stress und Emotionen besser umgehen können und auch die Eltern als Vorbild sich selber gut regulieren können.
“Pflegeeltern werden” – Informationsveranstaltung für Pflegeelternbewerber am 07.03. in Burgdorf
Der Pflegekinderdienst der Stadt Burgdorf informiert über die Möglichkeiten, ein Kind oder einen Jugendlichen aufzunehmen. Interessierte Familien, Paare oder Einzelpersonen aus Burgdorf, die überlegen, ein Kind oder einen Jugendlichen bei sich aufzunehmen sind zu der Informationsveranstaltung am Donnerstag, 7. März um 20 Uhr im Rathaus I, Zimmer 21, herzlich eingeladen.
Frau Schaller vom Pflegekinderdienst der Stadt Burgdorf informiert unverbindlich über Kinder, die für einen kurzen oder längeren Zeitraum eine Ersatzfamilie benötigen. Außerdem wird erläutert, wie man sich als Pflegeeltern bewirbt und wie viel Pflegegeld zur Verfügung gestellt wird. Die Inhalte des Vorbereitungsseminares werden vorgestellt. Bei diesem Seminar werden alle Bewerber ausführlich auf ihre Tätigkeit als Pflegeeltern vorbereitet. Außerdem berichtet Frau Schaller über die vielfältigen Möglichkeiten der Unterstützung und Begleitung der Familien durch den Pflegekinderdienst.
An diesem Abend werden auch gerne mitgebrachte Fragen beantwortet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ansprechpartner/in:
Frau Waltraud Schaller
Rathaus I, Zimmer 25 – Büro
Marktstraße 55
31303 Burgdorf
Telefon: 05136 898-332
Fax: 05136 898-312
E-Mail: schaller@burgdorf.de
Quelle: Meldung der Stadt Burgdorf vom 19.02.2013
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Pflegeeltern gesucht – Infoveranstaltung am 05.02. in Hannover
Der Pflegekinderdienst des Kommunalen Sozialdienstes (KSD) der Landeshauptstadt Hannover sucht (Ersatz-)Familien, die Kindern für einen begrenzten Zeitraum oder auf Dauer ein neues Zuhause geben können.
Für Interessierte bietet der KSD am Dienstag (5. Februar), 17 bis 19 Uhr, eine Informationsveranstaltung an im Fachbereich Jugend und Familie, Pflegekinderdienst, Nikolaistraße 14, 30159 Hannover (Eingang Karolinenstraße 2).
Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 168-41550 und im Internet unter www.Pflegekinder-Hannover.de.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hannover vom 31.01.2013
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ am 22.02. in Holzminden
Über „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ informiert Prof. Dr. Ludwig Salgo am 22.02. in Holzminden.
Das Seminar der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes bietet den Teilnehmern einen weitreichenden Überblick über familienrechtliche Grundlagen (Elterliche Sorge, Umgang, u. a.), aktuelle Rechtsprechungen sowie politische Entwicklungen. Möglichkeiten und Risiken in Pflegekindschaftsrechtsverfahren werden erörtert und aus Sicht des Kindes Lösungen erarbeitet.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Die Jugendämter im Landkreis Stade suchen Pflegeeltern – Qualifizierungskursus beginnt im April
Die Jugendämter des Landkreises Stade und der Stadt Buxtehude suchen Personen, die als Pflegeeltern Kinder oder Jugendliche bei sich zu Hause aufnehmen möchten, die vorübergehend oder auf Dauer nicht bei ihren Eltern leben können.
Die Evangelische Familienbildungsstätte Stade/Kehdingen (Fabi) bietet ab April einen Qualifizierungskursus für Pflegeeltern an.
Näheres dazu beim Infoabend am Dienstag, 15. Januar, um 20 Uhr im Gemeindehaus der Johanniskirche, Sanders Weg 69, in Stade.
Anmeldung bei der Fabi, Tel. 04143 – 921731, E-Mail info@fabi-stade.de.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )„Rechtsansprüche erwachsener Pflegekinder“ am 19.11. in Holzminden
Das Seminar „Rechtsansprüche erwachsener Pflegekinder“ der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes mit Rechtsanwalt Peter Hoffmann aus Hamburg findet am 19.11. in Holzminden statt.
Viele Pflegefamilien stehen vor dem Problem, dass sich die Rechtsgrundlage mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ihres Pflegekindes nicht nur verändert, sondern die notwendigen Hilfen und Perspektiven in Frage stehen. Herr Hoffmann berichtet aus der Praxis, in der offenbar bei nahezu allen Beteiligten (Pflegeeltern, Pflegekinderdienst, ASD) große Unklarheiten bestehen, wie benötigte Hilfen über die Volljährigkeit hinaus in Anspruch genommen werden können.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )“Fall Dennis”: Gutachten liegt vor
NDR Regional berichtet am 09.10.2012 in der Meldung “Gutachten: Heim ist das Beste für Dennis” über aktuelle Entwicklungen im “Fall Dennis”. Der jetzt Sechsjährige wurde im Mai diesen Jahres nach jahrelangem Rechtsstreit über die Besuchsregelung vom Jugendamt aus seiner Pflegefamilie in ein Heim verbracht (wir berichteten).
Im Fall des Pflegekindes Dennis aus dem Landkreis Harburg liegt nun ein Gutachten vor, in dem die Gutachterin die schädliche Wirkung der umstrittenen unbegleiteten Besuche des Jungen bei seinem leiblichem Vater bestätigt, aber gleichzeitig den Pflegeeltern die Erziehungsfähigkeit abspricht.
Die Grünen im Harburger Kreistag planen für Ende Oktober eine Anhörung mit Prof. Ludwig Salgo. Sie vermuten in diesem Fall ein Versagen des Kreis-Jugendamtes in Winsen.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Öffentliche Ringvorlesung zum Thema “Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege” in Niedersachsen
Im Wintersemester 2012/2013 bietet das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Familie und Jugend erstmals in Kooperation mit der Universität Hildesheim eine Ringvorlesung zum Thema “Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege” an.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich und können von Lehrenden, Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendämter, Pflegeeltern und anderen Interessierten besucht werden. Es besteht auch die Möglichkeit zum anschließenden Austausch.
Termine und Themen:
- 18.10.2012, Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel
Prof. Dr. Faltermeier: Zusammenarbeit Herkunftseltern — Pflegeeltern — Jugendamt - 14.11.2012, Hochschule Emden/Leer
Dr. Christian Erzberger: Die Niedersächsischen Empfehlungen zur Vollzeitpflege—Kernpunkte und aktuelle Entwicklungen - 12.12.2012, Hochschule Holzminden
Dr. Yvonne Gassmann: Aufwachsen in einer Pflegefamilie - 15.01.2013, Universität Vechta
Elisabeth Helming: Pflegekinder und ihre Geschwister: Risiko und Ressource - 29.01.2013, Universität Hildesheim
Prof. Dr. Klaus Wolf: Sind Pflegefamilien Familien oder Organisationen?
Warum diese Ringvorlesung?
6248 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Niedersachsen lebten am Stichtag 31.12.2010 in Pflegefamilien. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Diese Entwicklung in der Fachpraxis der Kinder- und Jugendhilfe verdient eine besondere Aufmerksamkeit an den niedersächsischen Hochschulen. Das Land Niedersachsen begleitet die Fachpraxis in den Jugendämtern schon seit über zehn Jahren intensiv und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung für die Vollzeitpflege. An die bundesweit beachteten Ergebnisse der Untersuchung „Strukturen der Vollzeitpflege in Niedersachsen“ (GISS Bremen, 2003) schlossen die 2008 veröffentlichten „Anregungen und Empfehlungen für die niedersächsischen Jugendämter“ (wir berichteten) an, die gemeinsam mit den Akteuren aus den Jugendämtern entwickelt wurden. Die Empfehlungen werden derzeit überarbeitet und aktualisiert. Mit der erstmals geplanten Ringvorlesung im Wintersemester 2012/2013 möchte das Niedersächsische Landesjugendamt die Diskussion und den Austausch zwischen Wissenschaft und Fachpraxis fördern und die Aufmerksamkeit für die Vollzeitpflege in Niedersachsen intensivieren.
EREV-Fachtag Erziehungsstellen 2012 am 19./20.11. in Hannover
” Mit Eltern in Kontakt…” – Elternarbeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit heißt das Thema es diesjährigen Fachtages Erziehungsstellen des Evangelischen Erziehungsverbandes vom 19. – 20.11. in Hannover.
Quelle: EREV vom 05.09.2012
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )1.131 Sorgerechtsentzüge im Jahr 2011 in Niedersachsen
Hannover. Um eine Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden, haben die Gerichte im Jahr 2011 in Niedersachsen 1 131 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug des elterlichen Sorgerechts angeordnet. Das waren nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) 89 Fälle bzw. 9 % mehr als 2010.
In 821 Fällen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen, darunter in 127 Fällen nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Ein Jahr zuvor hatte es 800 Übertragungen auf das Jugendamt gegeben, mit 144 Fällen, die sich ausschließlich auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht beschränkten. Mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht ist die Befugnis verbunden, Entscheidungen des alltäglichen Lebens zu treffen.
Insgesamt lebten zum Jahresende 2011 4 036 Kinder und Jugendliche unter gesetzlicher oder bestellter Vormundschaft der Jugendämter, was einem Rückgang von 2 % gegenüber dem Jahr 2010 (4 106) entspricht. Für 579 Fälle (2010: 761) lag eine gesetzliche Vormundschaft vor, die dann eintritt, wenn ein Kind von einer minderjährigen ledigen Mutter geboren wird. 3 457 Kinder und Jugendliche standen unter einer bestellten Amtsvormundschaft (2010: 3 345), die durch den Entzug der elterlichen Sorge eintritt. Die Amtsvormundschaft erstreckt sich über die gesamte elterliche Sorge.
Eine vom Jugendamt ausgeübte bestellte Amtspflegschaft, die nur die Wahrnehmung bestimmter Angelegenheiten der elterlichen Sorge umfasst, lag für 3 394 Kinder und Jugendliche vor (2010: 3 602). 70 460 Minderjährige lebten außerdem im Jahr 2011 (2010: 72 336) mit Beistandschaften. Die Beistandschaft unterstützt einen alleinsorgeberechtigten Elternteil auf dessen Antrag beim Jugendamt bei der Ausübung der elterlichen Sorge.
Für 1 754 Kinder und Jugendliche bestand am Jahresende 2011 eine Pflegeerlaubnis für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege in einer Pflegestelle. Die Betreuung erfolgte fast ausschließlich in Vollzeitpflege.
Während des Jahres 2011 wurden insgesamt 12 823 Sorgeerklärungen von den Jugendämtern in Niedersachsen bearbeitet. Das waren gegenüber dem Vorjahr 607 Sorgeerklärungen bzw. 5 % mehr. Eine Sorgeerklärung ist eine Willenserklärung nicht miteinander verheirateter Eltern eines Kindes, die elterliche Sorge gemeinsam ausüben zu wollen.
Weitere ausführliche Angaben zu den Themen„Pflegeerlaubnis, Pflegschaften, Vormundschaften, Beistandschaften und Sorgerecht 2011″ enthält der Statistische Bericht K I 3 „Jugendhilfe 2011″, der kostenfrei am Ende des Jahres 2012 im Internet zur Verfügung stehen wird.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )2011 wurden in Niedersachsen 406 Kinder und Jugendliche adoptiert
Hannover. Im Jahr 2011 wurden in Niedersachsen 406 Kinder und Jugendliche (220 Mädchen und 186 Jungen) adoptiert. Das waren nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen 6 Adoptionen weniger als ein Jahr zuvor.
Zum Zeitpunkt der Adoption waren 34 % der Kinder jünger als 3 Jahre und 13 % zwischen 3 und 6 Jahren. Im schulpflichtigen Alter von 6 bis unter 12 Jahren befanden sich 29 % der Adoptierten. Weitere 24 % waren älter als 12 Jahre.
64 % der adoptierten Kinder wurden von ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter angenommen, 2 % von Verwandten und gut ein Drittel der adoptierten Kinder (34 %) von Personen, zu denen kein Verwandtschaftsverhältnis bestand.
Bei etwas mehr als der Hälfte der adoptierten Kinder war der abgebende Elternteil ledig und nur in 14 Fällen (3 %) waren die abgebenden Eltern verheiratet und lebten zusammen. Bei weiteren 6 Kindern (1 %) lebten die abgebenden Eltern bereits in Trennung. In 122 Fällen (30 %) waren die Eltern geschieden und bei 9 Kindern (2 %) war das sorgeberechtigte Elternteil verwitwet.
Eine weiterhin rückläufige Tendenz lässt sich bei Adoptionen von Kindern aus dem Ausland feststellen. Der Anteil, der aus dem Ausland angenommenen Kinder an den adoptierten Kindern insgesamt verminderte sich im Vergleich zu 2008 um 6 Prozentpunkte. Im Jahr 2008 waren es 68 Kinder (18 %), 2009 58 Kinder (17 %), 2010 56 Kinder (14 %) und 2011 nur noch 48 Kinder (12 %).
Am Jahresende 2011 waren 71 Kinder und Jugendliche für eine Adoption vorgemerkt, was einem Rückgang von 7 % gegenüber dem Jahr 2010 entspricht. Ihnen gegenüber standen zum gleichen Zeitpunkt 787 bei den Jugendämtern gemeldete Bewerber (4 % mehr als im Vorjahr), die gern ein Kind adoptieren wollten. Somit standen einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen elf mögliche Adoptiveltern gegenüber.
In Adoptionspflege befanden sich Ende letzten Jahres 202 Kinder. Die Adoptionspflege ist eine Probezeit für Kinder und potentielle Eltern und soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose darüber ermöglichen, ob sich ein Eltern-Kind-Verhältnis einstellen wird. Abgebrochen wurden während des Jahres 2011 26 Adoptionspflegen.
Weitere ausführliche Angaben zu „Adoptierte Kinder und Jugendliche 2011″ enthält der Statistische Bericht K I 3 „Jugendhilfe 2011″, der kostenfrei am Ende des Jahres 2012 im Internet zur Verfügung stehen wird.
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