Berlin: Neue Empfehlungen zur Kooperation von Schule und Jugendamt.

Posted on Dezember 20, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schule | Schlagwörter: , |

Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten in der emotionalen und sozialen Entwicklung in gemeinsamen Hilfekonferenzen – Neue Empfehlungen zur Kooperation von Schule und Jugendamt –

Um Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten in der emotionalen und sozialen Entwicklung besser zu unterstützen, empfiehlt die Bildungs- und Jugendverwaltung den Schulen und Jugendämtern, frühzeitig gemeinsame Hilfekonferenzen mit Lehrkräften, Erziehern, Sozialarbeitern, Psychologen und den Eltern einzuberufen. Diese und andere Handlungsempfehlungen enthält die neue Broschüre zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe. Sie informiert über die jeweiligen Rahmenbedingungen der Fördermöglichkeiten und Hilfen und weist auf die gemeinsame Verantwortung von Bildung und Erziehung hin.

Hinweise auf individuellen Förderbedarf oder auf einen Bedarf auf Jugendhilfe zeigen sich meist früh indem die betroffenen Kinder im Schulalltag Schwierigkeiten machen. Das macht auch das folgende Fallbeispiel deutlich:

Patrick ist 8 Jahre alt. Seit Schulbeginn ist er ein schwieriges Kind. Er fällt durch Unruhe und Unkonzentriertheit im Unterricht auf. Häufig klagt er über starke Bauchschmerzen und fehlt immer wieder einige Tage unentschuldigt. In der letzten Zeit nehmen die Fehlzeiten zu und es häufen sich die Auffälligkeiten: Er stiehlt Geld und Süßigkeiten von seinen Klassenkameraden. Mit einem Messer zersticht er den Fußball, mit dem die Kinder der Klasse auf dem Schulhof spielen.

Im schulischen Alltag werden Lehrerinnen und Lehrer immer wieder mit den beschriebenen Verhaltensschwierigkeiten im Kindes- und Jugendalter konfrontiert, die zu Lernschwierigkeiten bis hin zur Schuldistanz und zu schulischem Scheitern führen können. Um problematischen Entwicklungsverläufen rechtzeitig entgegenzuwirken, ist es notwendig rechtzeitig geeignete Hilfen zu organisieren.

In Fällen wie Patrick empfiehlt die Broschüre, dass Schule und Jugendhilfe in gemeinsamen Hilfekonferenzen Hand in Hand die für eine positive Entwicklung des Kindes notwendigen Maßnahmen vereinbaren. Denn eine abgestimmte Hilfeplanung ist oberstes Prinzip für gemeinsames Handeln. Ziel ist eine effiziente, erfolgreiche Förderung und Unterstützung der betroffenen Kinder und ihrer Eltern. Nicht nur bei Schuldistanz, die in mehreren Stufen und Schwierigkeitsgraden auftreten kann, müssen Jugendhilfe und Schule noch enger zusammenwirken.

Bildungs- und Jugendsenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: „Hier darf es keinen falschen Stolz und keine Scheu geben: Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten in der emotionalen und sozialen Entwicklung kann nur gelingen, wenn Schule und Jugendhilfe von Beginn an vertrauensvoll zusammenarbeiten. Es gilt, gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche erfolgreich lernen kann und damit eine möglichst positive Berufs- und Lebensperspektive erhält.

Broschüre zum Download

Quelle: Pressemeldung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 19.12.2008

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