Kindeswohl: Stadt Schwelm hat ihr soziales Frühwarnsystem ausgebaut

Posted on Februar 9, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Auf- und Ausbau eines sozialen Frühwarnsystems in Schwelm ist weiter fortgeschritten. …

Das Jugendamt hat ein Elternbegleitbuch erstellt; zudem wird eine Checkliste zum Wohl gefährdeter Kinder verpflichtend per Dienstanweisung in den städtischen Einrichtungen eingeführt. Der aktuelle Sachstand wird dem Jugendhilfeausschuss am Montag, 9. Februar, ab 17 Uhr in seiner öffentlichen Sitzung im Rathaus vorgestellt.

Nicht allein Fälle wie in Bochum oder Wuppertal, wo verwahrloste oder misshandelte Kinder starben, sorgten dafür, dass das Land NRW den Ausbau sozialer Frühwarnsysteme fordert und fördert, um solche Tragödien zu vermeiden.

Unter Regie des Landesjugendamtes gründeten die Jugendämter Schwelm, Gevelsberg und Sprockhövel Anfang 2008 eine Projektgruppe, um die Bearbeitungsstandards für das Thema „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) zu verbessern.

Entwickelt und bereits erprobt wurde so ein einheitlicher Meldebogen mit genauen Verfahrensabläufen wie Checklisten für Hausbesuche und Gefährdungseinschätzung. Mit dem Ziel, den Verfahrensablauf ab der Meldung einer möglichen Kindeswohlgefährdung transparent zu gestalten und alle Entscheidungsebenen schnell einzubinden, damit keine zeitlichen oder fachlichen Lücken entstehen.

Dieses Verfahren wird nun kurzfristig in den städtischen Einrichtungen (KiTas, Hort, Jugendzentrum, Offene Ganztagsschulen) per Dienstanweisung eingeführt.

Da viele familiäre Situationen eskalieren, weil die Eltern mit ihren Kindern überfordert sind, hat das Schwelmer Jugendamt das Elternbegleitbuch „Klein sein – groß werden“ entwickelt. Aufgelistet sind dort Ansprechpartner von Hilfs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern. Das Buch könnte bei einem Hausbesuch (freier Träger), bei dem die neugeborenen Schwelmer begrüßt werden, überreicht werden.

Die Kosten pro Besuch lägen (je nach Qualifikation/ Leistung) bei 35 bis 70 Euro.

Quelle: Artikel aus Der Westen vom 06.02.2009

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