Hessen: Über 3100 junge Menschen erhielten Hilfen bei Entwicklungsproblemen – Jungen stärker betroffen als Mädchen

Posted on Februar 11, 2009. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2007 wurde in Hessen 3143 Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen durch Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer oder in Form von sozialer Gruppenarbeit bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsprobleme geholfen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies etwa genauso viele wie im Jahr zuvor. Während bei 1300 Kindern und Heranwachsenden im Verlauf des Jahres die Hilfe beendet wurde, dauerte sie bei gut 1800 jungen Menschen am Jahresende 2007 noch an.

Den Kindern und Jugendlichen wurden in gut 38 Prozent (1210) der Fälle ein Betreuungshelfer zur Seite gestellt; ein Drittel erhielt Erziehungsbeistand (1027) und rund 29 Prozent (906) nahmen an der sozialen Gruppenarbeit teil.

Mit gut zwei Drittel hatten mehr männliche als weibliche junge Menschen einen Betreuungshelfer. In der sozialen Gruppenarbeit lag dieser Anteil mit 77 Prozent noch höher, beim Erziehungsbeistand mit 61 Prozent etwas niedriger.

Oft lebten die jungen Menschen nur bei einem Elternteil oder in „Patchworkfamilien“. Bei den jungen Menschen, die an einer sozialen Gruppenarbeit teilnahmen, war dies über die Hälfte, bei der Hilfe durch einen Erziehungsbeistand oder Betreuungshelfer lag dieser Anteil sogar bei rund sieben Zehntel.

Ein Drittel der jungen Menschen hatte mindestens ein im Ausland geborenes Elternteil und bei gut 22 Prozent war die in der Familie gesprochene Sprache nicht deutsch.

Hauptzielgruppe der Hilfen für Entwicklungsprobleme sind die 12- bis unter 18-Jährigen. Bei der Hilfe in Form des Betreuungshelfers waren in dieser Altersgruppe 58 Prozent, beim Erziehungsbeistand 63 Prozent und in der sozialen Gruppenarbeit 42 Prozent.

Gegenüber 2006 zeigt sich eine Verschiebung beim Alter. Während die Hilfeempfänger mit einem Erziehungsbeistand oder einem Betreuungshelfer bei Beginn der Hilfe im Durchschnitt älter waren als 2006, wurde bei der sozialen Gruppenarbeit eine gegenläufige Entwicklung beobachtet. Hier gab es eine deutliche Verschiebung zu den Jüngeren, insbesondere zu den unter zwölf Jährigen. Waren 2006 nur zwei Zehntel unter zwölf Jahre; stieg ihr Anteil 2007 bei dieser Hilfe auf fast 45 Prozent.

Pressemitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes vom 02.02.09

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