Landkreis Friesland bereitet in Seminaren Familien auf die Übernahme eines Pflegekindes vor – „Ein großes Herz allein reicht nicht“

Posted on Februar 11, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie |

SCHORTENS – Ein Kind adoptieren? Ein Kind als Pflegekind in die Familie aufnehmen? Das ist ein großer Schritt für eine junge Familie, der sorgfältig vorbereitet werden muss, damit diese Entscheidung sich auch langfristig als richtig erweist. Neun Ehepaare stellten sich am Wochenende dieser Frage bei einem Vorbereitungsseminar des Landkreises in der Volkshochschule Schortens.

„Wir möchten einem Kind eine Chance geben.“ „Unsere eigenen Kinder sind aus dem Gröbsten heraus.“ „Wir haben schon zwei Adoptivkinder.“ „Wir kennen das Leben mit Pflegekindern von den eigenen Eltern“. „Der Wunsch nach eigenen Kindern ist uns versagt geblieben“. „Wir möchten nach dem Tod des eigenen Kindes ein Kind aufnehmen.“ So lauten die ganz unterschiedlichen Beweggründe der Bewerber um ein Pflege- oder Adoptivkind.

„Ein großes Herz allein reicht nicht aus, um dieser komplexen Aufgabe gerecht zu werden“, weiß die Referentin des Seminars, Diplompädagogin Irmtraud Roscher aus Aurich. „Pflegeeltern müssen sich intensiv mit der speziellen Lebenssituation des Kindes auseinander setzen und beachten, dass es da immer auch die Herkunftsfamilie mit eigenen Bindungen gibt.“

Auch mit Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Traumata, die Kinder aufweisen können, müssen Eltern umzugehen lernen ohne das gleich als Scheitern zu empfinden. Hier kann eine gute Vorbereitung und Betreuung der Familien dazu beitragen, dass beide Seiten die Situation erfolgreich meistern können.

Ähnlich wie bei der Geburt eines eigenen Kindes erfordert auch dieser Schritt intensive Vorbereitung. Davon übernimmt in diesem Fall der Pflegedienst des Landkreises Friesland einen Teil und steht den Eltern auch künftig beratend zur Seite.

In drei Tagesseminaren bereiten die Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Jugend und Familie Silvia Cordes, Corinna Boldt und Christiane Ratzke Eltern auf diese Aufgabe vor.

Quelle: Artikel von Atto Ide aus nzwonline vom 09.02.09

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