„Leuchtturmprojekt PflegeKinderDienst“ will einheitliche Standards für die Betreuung von Pflegekindern schaffen

Posted on Juli 17, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: , , , , |

Landschaftsverband Rheinland (LVR), Uni Siegen und Jugendamt Düsseldorf möchten die Arbeit von Pflegekinderdiensten verbessern / Modellprojekt in Bornheim, Duisburg, Düsseldorf und Kamp-Lintfort gestartet / Einsatz für einheitliche Rahmenbedingungen im Pflegekinderwesen

Köln. 7. Juli 2009. Immer mehr Kinder haben nicht das Glück, von ihren biologischen Eltern umsorgt und erzogen zu werden. Gründe dafür können Krankheiten, Todesfälle oder ungünstige soziale Umstände im Elternhaus sein. Viele dieser Kinder werden in Pflegefamilien vermittelt. Eine Pflegefamilie ermöglicht es Kindern, Vertrauen zu fassen, Geborgenheit und die Zuneigung von Eltern zu erfahren. So lernen sie, was es heißt, verlässliche Bindungen einzugehen. Doch bei den Kriterien, nach denen Pflegefamilien vorbereitet, begleitet und unterstützt werden, bestehen je nach Kommune wesentliche Unterschiede. Dies führt mitunter sowohl für die Kinder und Pflegefamilien als auch für die Vermittlungsdienste zu schwierigen Situationen.

Deshalb haben der LVR (Landschaftsverband Rheinland), die Universität Siegen und das Jugendamt der Stadt Düsseldorf das „Leuchtturmprojekt PflegeKinderDienst“ aufgelegt. Ziel ist es, im ganzen Rheinland verbindliche Standards bei der Betreuung von Pflegefamilien einzuführen und die Professionalität im Pflegekinderwesen zu steigern.

„Nur durch verbindliche Standards und Rahmenbedingungen bei der Vermittlung von Pflegeverhältnissen sind überall im Rheinland gleichwertige Voraussetzungen für die Versorgung für Pflegekinder sicher zu stellen“, sagt Michael Mertens, LVR-Schul- und Jugenddezernent, zur Intention des Projektes. „Deshalb unterstützt der LVR als Träger des Landesjugendamtes dieses Projekt aktiv“, so Mertens weiter.

Prof. Klaus Wolf von der Universität Siegen leitet die Forschungsgruppe: „Im Mittelpunkt steht das Anliegen, den Kindern, die einen schwierigen Start ins Leben hatten, eine gute Entwicklung zu ermöglichen und dazu auch die Pflege- und Herkunftsfamilien wirksam zu unterstützen. Umso wichtiger ist die Entwicklung von gut begründeten Qualitätskriterien, die als Orientierungshilfe für die Fachkräfte dienen können.“

Das zweijährige Projekt untersucht exemplarisch die Pflegekinderdienste der Städte Bornheim, Duisburg, Düsseldorf und Kamp-Lintfort. Zunächst werden biografische Interviews mit über 50 (ehemaligen) Pflegekindern aus diesen Regionen geführt. Dabei werden auch geschlechtsspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Aus der Analyse und Aufbereitung der Interviews leitet die Forschungsgruppe gemeinsam mit den Mitarbeitern der Pflegekinderdienste der vier Städte fachliche Standards ab, um die Arbeit der Vermittlungsdienste zu professionalisieren. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Pflegekindern, der Universität Siegen und den Fachkräften in den Pflegekinderdiensten ist unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen des Projektes.

Erste konzeptionelle Leitlinien für die Arbeit der Pflegekinderdienste hat der LVR in einer Rahmenkonzeption zur Verfügung gestellt. (wir berichteten)

Quelle: Meldung auf INFO SOZIAL vom 09.07.09

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