Seminar für Erziehungsberater mit Irmela Wiemann vom 25.-29.10. in Bad Bevensen

Posted on Juli 7, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

In der Europäischen Akademie in Bad Bevensen wird die Diplom-Psychologin Irmela Wiemann von Montag, den 25.10. bis Freitag, den 29.10. eine Fortbildung für die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) unter dem Titel „Kinder mit zwei Familien“ anhalten.

Einelternfamilie, Stieffamilie, Patchworkfamilie, Pflegefamilie, Adoptivfamilie: 50 % aller Kinder leben, bis sie 18 sind, nicht mehr mit beiden leiblichen Elternteilen zusammen oder haben nie mit beiden zugleich zusammengelebt. Dennoch wird jede Lebensform, in der nicht Vater, Mutter und Kinder als Familie zusammenleben, als Ausnahme empfunden. Und sie stellt die beteiligten Menschen vor eine besondere Herausforderung. Für die meisten Kinder und Jugendlichen bleibt ein biologischer Elternteil kontinuierlich präsent. Neue seelisch-soziale Elternteile (neue Partner, Stiefväter, Stiefmütter), weitere Halbgeschwister kommen hinzu. Manche Kinder und Jugendliche mussten ihre leiblichen Angehörigen ganz verlassen und leben in einer Pflege-  oder Adoptivfamilie. Ihre besondere Lebens-  und Familiensituation kostet die Kinder und Jugendlichen viel seelische Energie.
Leibliche Mütter und/oder Väter, mit denen Kinder oder Jugendliche nicht jeden Tag zusammenleben, beeinflussen dennoch nachhaltig ihre psychische Befindlichkeit. Da gibt es bewusst oder unbewusst Trauer um den Verlust, Gefühle des Zurückgewiesen- und des Verlassenseins. Es gibt unbewusste oder offene Loyalitätskonflikte. Selbstwert und Identitätsentwicklung werden von abwesenden Müttern oder Vätern erheblich beeinflusst.

Ziel:
Die Teilnehmer/innen sind sensibilisiert für die Lebenssituation von Kindern in besonderen Familienkonstellationen. Sie können zukünftig innere Konzepte und Haltungen entwickeln, die ihnen bei den Gesprächen mit Kindern, Jugendlichen, Elternteilen oder Familien hilfreich sind.

Inhalt:
In diesem Kurs werden u. a. spezifische Interventionen vorgestellt, die den betroffenen Eltern, Kindern und Jugendlichen helfen, Klarheit über ihre Familiensituation zu gewinnen und damit entlastet zu werden.
Bei der Beratung all dieser Familien steht im Fokus, sie zu befähigen, den oftmals verborgenen seelischen Schmerz der Kinder wahrzunehmen, den abwesenden leiblichen Vätern oder Müttern einen für das Kind angemessenen Platz einzuräumen sowie den Stellenwert und den Einfluss von leiblicher und seelisch-sozialer Elternschaft für jeden in der Familie zu klären.
Das Einbringen eigener Erfahrungen und die Arbeit an konkreten Beispielen aus der beruflichen Praxis der Teilnehmenden ist vorgesehen und erwünscht.

Methoden:

  • Vermittlung von fachlichem Hintergrundwissen
  • Rollenspiele und Skulpturarbeit
  • Arbeit in Kleingruppen
  • Bearbeitung von Beispielen aus der Praxis der Teilnehmenden

Anmeldeschluss ist der 16.08.

nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit

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