Archive for Juli 2010

Seminar für Jugendliche aus Pflege- und Adoptivfamilien am 10.-12.09. in Mainz

Posted on Juli 7, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

„Mit Leib und Seele“ heißt das Seminar für Jugendliche ab 14 Jahren aus Pflege- und Adoptivfamilien, das der PFAD FÜR KINDER Landesverband Hessen in Kooperation mit dem PFAD Bundesverband vom 10–12.09. in Mainz veranstaltet.

Frühkindliche Belastungen hinterlassen Spuren in Seele und Körper. Im Seminar sollen Impulse und Hilfen vermittelt werden, auf sich zu achten und für sich zu sorgen: Körper und Seele – wann geht es ihnen gut? Wie kann ich ihre Signale wahrnehmen und deuten? Wie lässt sich Selbstachtsamkeit erlernen? Welche Techniken gibt es, um in Stresssituationen gelassen zu bleiben? Wie kann ich „Inseln der Erholung“ in meinen Tages- und Wochenablauf integrieren?

Das Gelernte wird dann auch direkt in die Praxis, durch gemeinschaftliches Kochen und Entspannungsübungen, umgesetzt.

Anmeldeschluss ist der 27.08.2010

Informationsflyer mit Anmeldung

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Buch-Tipp „Kribbelverse für Krabbelkinder“

Posted on Juli 7, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Für Kleinkinder bis zu 3 Jahren hat der Verlag an der Ruhr das Buch „Kribbelverse für Krabbelkinder – Spiel- und Bewegungsreime zum Wickeln, Essen, Trösten, Lachen“ von Tina Weiler herausgebracht.

Fröhliche Verse machen Spaß und klingen gut. Doch die kleinen Reime können mehr: Sie begleiten und strukturieren den Tagesablauf der Kleinsten. Das heißt nicht nur da sein, füttern, wickeln und all die anderen alltäglichen Dinge. Begleiten heißt auch anregen, fordern und fördern, sensibilisieren, Horizonte öffnen sowie selbst offen sein für Neues.
Die neuen „Kribbelverse für Krabbelkinder“ vom Verlag an der Ruhr verbinden deshalb das Angenehme mit dem Nützlichen: Dreißig fröhliche Spiel- und Bewegungsreime machen aus oftmals anstrengenden Alltagssituationen liebevolle Rituale.

Vom Aufstehen bis zum Anziehen und vom Essen bis zum Einschlafen, gibt es zu jeder Situation kleine Verse, bei denen gekribbelt, gestreichelt, massiert und bewegt wird. Auch „Trösterchen“ und verschiedene Verse für die Wickelzeit bietet das Buch – ebenso eine Reihe lustiger Reime, die das Spielen noch schöner gestalten. So können alle, die mit Kindern unter 3 Jahren leben und lernen, gemeinsames Sprechen und Bewegen als wichtigen Bestandteil in den Tagesablauf integrieren. Singen, spielen, reimen und albern finden auf diese Weise nicht mehr nur zu festgelegten Zeiten statt, sondern auch und vor allem in andernfalls oft kritischen Momenten.

Neben dem spielerischen Miteinander geht es vor allem um die Sensibilisierung für den eigenen Körper; die Kribbelverse fördern die Sprachentwicklung, Fein- und Grobmotorik sowie das rhythmische Gefühl und sprechen auch Koordination und Konzentration an.
Um die Auswahl eines Verses zu erleichtern, gibt es ein Verzeichnis, das den Lernschwerpunkten entsprechend in Bewegungsanregung, Sensibilisierung, Fingerspiele und Sprachentwicklung gegliedert ist. Dabei „wachsen“ viele Verse mit: Je nach körperlicher Entwicklung der Kleinen gibt es verschiedene Bewegungen, anfangs im Liegen, dann im Sitzen und schließlich im Stehen. Die einfachen Reime können die Kinder später auch selbst mitsprechen. Bewegungsvorschläge und Tipps zu Variationen runden die kleinen Texte ab und geben konkrete Anregungen für die gemeinsame Kuschel- und Nähezeit.

Liebevolle Illustrationen der bekannten Kinderbuchillustratorin Petra Lefin unterstützen die einprägsamen Lieblingsreime für die Kleinen zusätzlich mit einfühlsamen Bildern.

Quelle: Presseinformation des Verlags an der Ruhr vom 06.07.2010

Mit dem Kauf dieses Buches über den PFAD-AMAZON-Partnershop unterstützen Sie die Arbeit von PFAD.
Sie finden den Artikel unter “Neueste Einträge”. Vielen Dank!

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Wahlen im PFAD FÜR KINDER Landesverband Baden-Württemberg

Posted on Juli 7, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, PFAD Verband |

Am 19.06. fand die diesjährige Mitgliederversammlung des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Baden-Württemberg statt. Innerhalb dieser standen auch Wahlen an. Der komplette Vorstand, einschließlich der Prüfer, Schlichter und deren Stellvertreter, stellte sich wieder zur Wahl und wurde einstimmig von den Mitgliedern wiedergewählt.

Der PFAD Bundesverband gratuliert der Vorsitzenden Jasmin Heier-Müller und ihrem Team sehr herzlich!

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Hamburg: Wochenende für Adoptivfamilien vom 27.-29.08.

Posted on Juli 7, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Hamburg, PFAD Verband, Veranstaltungen |

Vom 27. – 29.08. bietet Freunde der Kinder e.V., der PFAD Landesverband Hamburg, ein Wochenende für die Adoptivfamilien der Gruppe II  unter der Leitung von Norbert Carstensen und Claudia Riff an.

Die Teilnehmer können sich als Familien begegnen und an einem gemeinsamen Thema arbeiten. Dazu gibt es Erlebnis- und Spielmöglichkeiten für Eltern und Kinder. Die Kinder werden durch erfahrene Erzieherinnen betreut, während die Eltern arbeiten.

Ort und Preis auf Anfrage: Telefon: 040 / 59 49 00, E-mail: Info@Freunde-der-Kinder.de

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TV-Tipp: „Nicht Fisch – Nicht Fleisch“ am 12.07.

Posted on Juli 6, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, International, Publikationen | Schlagwörter: |

Am Montag, den 13.07. von 00:25 – 01:55 Uhr läuft im ZDF im Rahmen der Reihe „Das kleine Fernsehspiel“ das Drama „Nicht Fisch – Nicht Fleisch“ von Matthias Keilich.

Senderinformation:
Der 22-jährige Michael ist koreanischer Abstammung. Als Zweijähriger wurde er von einem deutschen Ehepaar adoptiert. Seitdem ist nicht mehr Seoul, sondern das kleine Schwarzwaldnest Münstertal seine Heimat und seine Eltern heißen Fred und Renate.

Dass es zwischen denen seit langem kriselt, ist Michaels größte Sorge. Immer wieder versucht er zu vermitteln und die Streitigkeiten zu schlichten. Umso entsetzter ist er, als sie sich schließlich doch trennen. Verbittert will Michael alles hinter sich lassen und fährt überstürzt nach Berlin. Dort kommt er bei seinem Freund Linus unter und entdeckt – mitten in der deutschen Hauptstadt – plötzlich Korea.

Ganz Berlin, so scheint es, ist voll koreanischer Restaurants, Änderungsschneidereien und Sportschulen. Michaels Faszination für die ihm völlig fremde Kultur findet ihren Höhepunkt, als er sich in die 18-jährige Jin Hi verliebt. Mit einer Tochter strenger exil-koreanischer Eltern auszugehen, scheint jedoch unmöglich.

Nie hat Jin Hi Zeit, nie ist sie allein. Entweder sie arbeitet im Restaurant ihres Vaters Dal Bong oder in der Software-Firma ihres Bruders Won, der wie sie einem Tae-Kwon-Do-Team angehört. Erst als Michael zum Anfängertraining der Kampfsportschule geht und dort Kontakt zu Koreanern seines Alters bekommt, lernt er die bunte Welt der Karaoke-Bars und Korea-Parties kennen. Hier kommen Michael und Jin Hi sich näher, und sie beginnt seine Gefühle zu erwidern.

Mittlerweile versucht Michaels Adoptivmutter Renate verzweifelt, den Kontakt mit ihrem Sohn wieder herzustellen. Doch Michael ist noch immer verletzt und weist sie zurück. Die Situation eskaliert, als Renate nach Berlin reist und unwillentlich die erste Liebesnacht zwischen Michael und Jin Hi vereitelt.

Im Zuge der Konfrontation erfährt Michael, dass er kein Waisenkind ist, wie Fred und Renate ihm immer erzählt hatten, sondern von seinen leiblichen Eltern ausgesetzt wurde. Voller Schmerz wendet sich Michael nun nicht nur gegen Renate, er stößt auch Jin Hi zurück und verschließt sich völlig.

Einige Tage später erscheint er überraschend bei Jin Hi zu Hause. Beim förmlichen Familienessen wird Michael klar, dass er als Adoptierter nie einen Platz in der koreanischen Welt finden wird. Dennoch bekennt er vor Jin His Familie seine Liebe zu ihr. Aber Jin Hi reagiert nicht und lässt Michael gehen. Zutiefst enttäuscht streift Michael ziellos durch die Stadt und kehrt erst nachts in seine Wohnung zurück. Dort wartet Jin Hi auf ihn. Zärtlich schlafen sie zum ersten Mal miteinander.

Den beiden bleiben nur wenige glückliche Tage, bis Dal Bong sie findet und Jin Hi zu Michaels Entsetzen ihrem Vater nach Hause folgt. Als Michael am nächsten Tag klar wird, dass Jin Hi mit ihrer Familie nach Korea geflogen ist, entschließt er sich, sie in Seoul zu suchen.

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CDU/CSU: Kindeswohl hat bei Adoption immer Vorrang

Posted on Juli 5, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Anlässlich der Forderung von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, homosexuelle Partnerschaften bei Adoptionen gleichzustellen, erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär MdB:

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht zustimmen. Dieses Thema wurde bewusst nicht in den Koalitionsvertrag mit aufgenommen. Den Vorstoß von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger weisen wir entschieden zurück. Die FDP soll sich auch an Absprachen halten.

Für die CDU/CSU steht ausschließlich das Wohl des Kindes im Vordergrund. Es kann nicht sein, dass unerfüllte Wünsche einzelner dem Recht des Kindes auf Vater und Mutter vorgezogen werden. Kinder brauchen beide Elternteile – Vater und Mutter in ihrer unterschiedlichen Ausprägung.

Quelle: Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 05.07.2010

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Neue Ausgabe KomDat Jugendhilfe erschienen

Posted on Juli 5, 2010. Filed under: Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Die neueste Ausgabe von KomDat Jugendhilfe, der Kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe des Informationsdienstes der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat), arbeitet Schwerpunkte der Fachtagung „20 Jahre Kinder- und Jugendhilfe im Spiegel ihrer Statistik “ von Anfang Mai 2010 auf.

Nach einem kurzen Rückblick auf die letzten 20 Jahre Kinder- und Jugendhilfestatistik bilanziert die Ausgabe den Wissensstand über Methoden und Inhalte zum Thema „Prognose“. In den Fokus genommen wird die Jugendhilfe auf dem Weg zur Inklusion und zur „Großen Lösung“. Gefragt wird schließlich nach dem Auftrag der Erziehungsberatung zwischen Dienstleistungsorientierung und staatlichem Wächteramt.

KomDat Jugendhilfe Heft Nr. 1/10 vom Juni 2010

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Zahl der Adoptionen in Bayern 2009 weiter rückläufig

Posted on Juli 2, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: |

Erstmals weniger als 600 Adoptionen von Kindern und Jugendlichen

Im Jahr 2009 ist die Zahl der Adoptionen in Bayern im Vergleich zum Vorjahr (613 Adoptionen) um fast 5 Prozent auf 583 zurück gegangen. Von den 583 adoptierten Kindern und Jugendlichen waren 305 männlich und 278 weiblich. Damit erreichte die Zahl der Adoptionen im Land den niedrigsten Stand seit 1991, dem Jahr der Einführung dieser Statistik in der jetzigen Form. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden fast zwei Drittel der Minderjährigen von Verwandten adoptiert.

In Bayern wurden im Jahr 2009 insgesamt 583 Kinder und Jugendliche adoptiert. Dies waren fast 5 Prozent weniger als im Vorjahr (613 Adoptionen). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden 62,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen von einem Stiefelternteil (345 Adoptierte) oder von anderen Verwandten (19 Adoptierte) an Kindes statt angenommen. Somit fiel ein Großteil der Adoptionen in das den Kindern bzw. Jugendlichen bereits bekannte Umfeld und bedeutete keine Veränderung der Lebensumstände und Bezugspersonen. Bei 37,6 Prozent der Fälle lag kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Adoptiveltern und dem adoptieren Minderjährigen vor.

44,2 Prozent (258) der adoptierten Kinder und Jugendlichen in Bayern waren unter 6 Jahre, 30,9 Prozent (180) zwischen 6 bis unter 12 Jahre und 24,9 Prozent (145) zwischen 12 bis unter 18 Jahre alt. Die deutsche Staatsbürgerschaft hatten 423 der adoptierten Kinder und Jugendlichen inne, eine ausländische Staatsbürgerschaft 160 Kinder.

Die Zahl der am Jahresende 2009 zur Adoption vorgemerkten Kinder und Jugendlichen lag bei 135 und somit um 16 Prozent höher als im Vorjahr. Gleichzeitig lagen den Adoptionsvermittlungsstellen 1 130 Bewerbungen adoptionswilliger Eltern vor. Damit ergaben sich für jeden zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen acht mögliche Adoptiveltern.

Wird ein Kind von einem Ehepaar aufgenommen, erfolgt die Adoption in der Regel gemeinschaftlich. Ein Ehepartner kann das Kind seines Ehegatten adoptieren (Adoption durch die Stiefeltern), ebenso können Alleinstehende adoptieren. Bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften kann laut § 1741 Abs.2 BGB nur einer der Lebenspartner den Minderjährigen annehmen. Das Mindestalter, um adoptieren zu dürfen beträgt 25 Jahre, bei Paar-Adoptionen muss der zweite Elternteil mindestens 21 Jahre alt sein.

Weitere Informationen zu den Adoptionen finden Sie in unserer online Datenbank Genesis unter folgendem Link:
Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – GENESIS-Online Bayern: Tabellen

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung vom 02.07.2010

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Grüne fordern Unterzeichnung des Europäischen Abkommens über die Adoption von Kindern

Posted on Juli 2, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/BOB/) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Bundesregierung aufgefordert, das revidierte europäische Übereinkommen über die Adoption von Kindern zu unterzeichnen. In einem Antrag (17/2329) schreibt die Fraktion, die Ende November 2008 geänderte Übereinkunft spreche neben der Ehe, verpartnerten Paaren verschiedenen Geschlechts sowie Alleinstehenden ein Adoptionsrecht zu. Darüber hinaus bleibe es den Mitgliedsstaaten frei überlassen, ob sie diese Möglichkeit auch auf gleichgeschlechtliche Paare ausweiten. Die Lösung gewährleiste, dass es weiterhin in der Kompetenz der Mitgliedstaaten liegt, welche Paare sie von der gemeinsamen Adoption ausschließen. Zudem dürften die Staaten verschieden- wie gleichgeschlechtlichen informell lebenden Paaren das gemeinschaftliche Adoptionsrecht einräumen, solange sie in einer stabilen Beziehung leben. Deutschland habe sich in der Vergangenheit ”aktiv“ für die nun verabschiedete Revision des Abkommens eingesetzt. Die Bundesregierung sollte dafür Sorge tragen, dass Deutschland bei der Unterzeichnung nicht länger abseits steht, begründen die Grünen ihre Initiative.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 227 vom 01.07.2010

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Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Hamburg und Schleswig-Holstein 2009

Posted on Juli 1, 2010. Filed under: Forschung, Hamburg, Jugendhilfe, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , |

Weiterhin Zunahme bei Hilfen in Eil- und Notfällen

Von den Behörden in Hamburg sind 2009 vorläufige Schutzmaßnahmen für 1 325 Kinder und Jugendliche ergriffen worden. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr und 31 Prozent mehr als vor fünf Jahren, so das Statistikamt Nord. Die Schutzmaßnahmen erfolgten hauptsächlich im Wege der vorübergehenden Unterbringung in einer Betreuungseinrichtung.

Der Anstieg gegenüber 2008 geht darauf zurück, dass die Zahl unbegleitet aus dem Ausland eingereister Jugendlicher stark gestiegen ist: Sie betrug 329 und hat sich fast vervierfacht. Die Inschutznahmen anderer junger Menschen gingen dagegen um 14 Prozent auf 996 zurück.

Die Hilfsmaßnahmen galten hauptsächlich Jugendlichen: 72 Prozent der Unterstützten (954 Personen) waren 2009 zwischen 14 und 17 Jahren alt, 28 Prozent (371 Kinder) waren jünger als 14 Jahre. Während sich die Zahl der durch Schutzmaßnahmen unterstützten Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren um 18 Prozent erhöht hat, gab es bei Kindern unter 14 Jahren einen Rückgang von 15 Prozent.

2009 sind in Schleswig-Holstein 1 898 vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen worden, 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat sich die in den vergangenen Jahren zu beobachtende Zunahme beschleunigt fortgesetzt. Im Vergleich zu 2004 betrug die Steigerung sogar 112 Prozent.

Der Anstieg zwischen 2008 und 2009 resultiert überwiegend aus Zuwächsen bei Hilfsmaßnahmen für unbegleitet aus dem Ausland eingereiste Jugendliche. Ihre Zahl hat sich auf 385 vervierfacht. Bei den Schutzmaßnahmen für andere junge Menschen war die Zunahme mit 15 Prozent deutlich geringer. Ihre Zahl belief sich im Jahr 2009 auf 1 513.

Von allen im Jahr 2009 unterstützten Minderjährigen waren zwei Drittel (1 251 Personen) zwischen 14 und 17 Jahre alt, ein Drittel (647 Personen) war jünger als 14 Jahre. Während sich die Hilfsmaßnahmen für Jugendliche um 58 Prozent erhöht haben, gab es bei Kindern unter 14 Jahren nur ein Plus von fünf Prozent.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amts für Hamburg und Schleswig-Holstein vom 14.06.2010

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Baden-Württemberg: Auch 2009 nahmen die Jugendämter mehr Kinder und Jugendliche in Obhut

Posted on Juli 1, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Politik | Schlagwörter: , |

2 736 junge Menschen in Baden-Württemberg betroffen

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2009 in Baden-Württemberg 2 736 Kinder und Jugendliche von den Jugendämtern in Obhut genommen. Das bedeutet gegenüber 2008 eine erneute Zunahme um knapp 2 Prozent. Damit erreicht die Zahl der Inobhutnahmen den höchsten Stand seit Einführung dieser Statistik im Jahr 1995.

In akuten Krisensituationen nehmen Jugendämter Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz – auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer wie z.B. Polizei oder Erzieher – vorübergehend in Obhut und bringen sie vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person unter. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Für 1 448 Mädchen und junge Frauen und 1 288 Jungen und junge Männer war 2009 ein behördliches Eingreifen aufgrund einer akuten Gefährdung nötig. Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (1 573) war zwischen 14 und 18 Jahre alt, knapp ein Fünftel (466) hatte das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei Viertel (2 025) der jungen Menschen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein Viertel (687) war aus der eigenen Familie, Heim oder Pflegefamilie ausgerissen.

Von den insgesamt 2 736 betroffenen jungen Menschen wurde ein Viertel (695) auf eigenen Wunsch unter den Schutz des Jugendamts gestellt. 29 Prozent der Maßnahmen (783) waren durch soziale Dienste oder das Jugendamt, 24 Prozent (651) durch die Polizei veranlasst. Fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen lebte vor der Inobhutnahme bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Partner, und knapp ein Drittel wuchs bei einem allein erziehenden Elternteil auf.

Die Hauptursache lag bei 44 Prozent aller Maßnahmen in einer Überforderung der Eltern oder des Elternteils, und bei einem Fünftel traten Beziehungsprobleme auf. Anzeichen von Misshandlung und Vernachlässigung lagen bei jeweils 12 Prozent aller Fälle vor. Drei Viertel der Kinder und Jugendlichen wurden vorübergehend in einer Einrichtung untergebracht, ein Viertel fand Schutz bei einer geeigneten Person.

In Zusammenarbeit mit den Betroffenen und gegebenenfalls auch mit ihren Angehörigen werden Zukunftsperspektiven entwickelt, zu denen auch eine anschließende Hilfeleistung in Form eines weiteren Aufenthalts in einer Einrichtung oder ambulante erzieherische Hilfen gehören können. Nur 8 Prozent der jungen Menschen benötigten im Anschluss keine Hilfe mehr.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg von 23.06.2010

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Elterntelefon berät und hilft jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern

Posted on Juli 1, 2010. Filed under: Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das bundesweite Elterntelefon kann jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern angerufen werden. Sozialministerin Manuela Schwesig nahm heute in Greifswald das Elterntelefon des Vereins „Nummer gegen Kummer“ in Betrieb. „Unter der Rufnummer 0800 111 0550 können Eltern hier kostenlos und anonym Rat und Hilfe in Erziehungsfragen erhalten“, sagte die Ministerin in Greifswald. Das regionale Elterntelefon-Angebot wird vom Deutschen Kinderschutzbund betrieben.

Am Elterntelefon können Väter und Mütter über ihre alltäglichen Sorgen, Ängste oder Unsicherheiten im Umgang mit Kindern sprechen und Unterstützung bei der Lösung von Problemen erhalten.

Elterntelefone seien Hilfe zur Selbsthilfe, so Schwesig weiter. Wichtig sei der Hinweis, dass ein Anruf bei der Hotline nichts mit möglichem Versagen bei Erziehungsaufgaben zu tun habe. Es gehe um Hilfe und Unterstützung.

Quelle: Meldung des Ministerium für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 28.06.2010

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Umfrageergebnis: Deutsche befürworten Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare

Posted on Juli 1, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Ergebnisse der mingle-Trend-Umfrage zum Thema Adoption in gleichgeschlechtlichen Beziehungen

Köln. Auch deutschen, gleichgeschlechtlichen Paaren sollte es möglich sein gemeinsam fremde Kinder zu adoptieren, was zum Beispiel in den USA schon weit verbreitet ist. Zwei von drei Bundesbürgern zeigen großes Verständnis für den Kinderwunsch von lesbischen und schwulen Paaren und befürworten die Einführung eines neuen Adoptionsgesetzes, welches homosexuellen Paaren eine gemeinsame Adoption erlaubt. Das ergab die aktuelle, repräsentative mingle-Trend-Umfrage.

Vor allem die junge Generation zeigt sich offen und begrüßt ein solches Gesetz. Auch Frauen und Eltern zeigen sich verständnisvoll, während Männer und Kinderlose sich eher reservierter verhalten und der Gründung von Regenbogenfamilien skeptisch gegenüberstehen.

Insgesamt nahmen 1.000 nach Alter und Geschlecht repräsentativ ausgewählte Personen an der mingle-Trend-Umfrage teil.

Weitere Ergebnisse und Grafiken sind unter folgendem Link zu finden: http://mingle-trend.respondi.com/de/?p=618

Quelle: Meldung von „respondi mingle – die Meinungsplattform“ vom 28.06.2010

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