Wohnungslose Kinder und Jugendliche: Keine Schnittstellenprobleme zwischen SGB II und SGB VIII?

Posted on August 10, 2010. Filed under: Jugendhilfe | Schlagwörter: |

Die Altersstruktur der Wohnungslosen hat sich deutlich verändert. Der Anteil junger Erwachsener – insbesondere bis 24 Jahre – nimmt überproportional zu. Zunehmend mehr Minderjährige leben in Obdachloseneinrichtungen für Erwachsene. Als ein Grund für die „Verjüngung“ von Obdachlosigkeit sind die Schnittstellenprobleme zwischen dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) und dem SGB VIII zu sehen. So überschneiden sich beispielsweise Hilfen der Jugendsozialarbeit (§ 13 SGB VIII) mit den möglichen Hilfen durch SGB-II- und SGB-III-Träger.

Die Bundesregierung kann allerdings zwischen dem SGB II und SGB VIII keine Systembrüche erkennen, die Ursache für die Verjüngung von Obdachlosen sein soll, so ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/1829) zum Thema wohnungsloser Kinder und Jugendliche. Das SGB II diene zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt, während das SGB VIII die Jugendhilfe betreffe. Wenn beide Leistungssysteme parallel erbracht würden, müsse eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit ermöglicht werden. Dies sei in den Gesetzen formuliert.

Quelle: DBSH Newsletter 4/2010

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