Landkreis Fürth ehrt Pflegeeltern

Posted on September 27, 2010. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |

Für ihr langjähriges Engagement ehrte Landrat Matthias Dießl im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes für Pflege- und Adoptiveltern im Landkreis Fürth drei Pflegeelternpaare. „Es ist eine herausragende Leistung, die Pflegeeltern Tag für Tag erbringen“, betonte Landrat Dießl bei der Ehrung dreier langjähriger Pflegeelternpaare. „Sie bieten den Kindern ein geregeltes Leben, Sicherheit und Liebe. Sie bieten ihnen eine Familie. Hierfür herzlichen Dank.“ Die Ehrungen erhielten Martina und Ulrich Jakubek für 10-jähriges Engagement sowie Irene und Thomas Friedrich für 15 Jahre Engagement. Karola und Rainer Stöhr nahmen die Ehrung für ihre 25jährige Betreuung von Pflegekindern entgegen.

Das Sommerfest für Pflege- und Adoptiveltern ist für den Landkreis Fürth ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit mit Pflege- und Adoptiveltern. „Das Sommerfest gibt uns die Möglichkeit in lockerer Atmosphäre mit den Familien ins Gespräch zu kommen und dies findet auf beiden Seiten sehr positive Resonanz“, beschrieb Ute Hallenberger, Leiterin des Kreisjugendamtes, die wichtige Funktion dieses Festes.

Im Landkreis Fürth leben aktuell 99 Pflege- und 32 Adoptionsfamilien. Die Aufgabe der Familien besteht darin, den fremden Kindern die Herkunftsfamilie zu ersetzen. Die Pflegefamilien werden dazu vom Pflegekinderdienst nach den Vorgaben des Bayerischen Landesjugendamtes auf ihre Eignung geprüft und durch einen Vorbereitungskurs mit ihren künftigen Aufgaben vertraut gemacht. Pflegeeltern haben in der Regel eine fest gefügte Familie und bringen aus dieser Sicherheit die Kraft, das Engagement und die emotionale Wärme auf, um ein weiteres Kind familiär zu versorgen und zu fördern.

Landrat Matthias Dießl erklärte: „Die Tätigkeiten, die Pflegeeltern erbringen, sind mit dem finanziellen Erziehungsbeitrag, der im monatlichen Pflegegeld enthalten ist, nicht abgegolten. Ihr Einsatz kann als ganz besondere Art des Ehrenamtes gesehen werden.“ Pflegefamilie sind immer dann gefragt, wenn Kinder vorübergehend oder langfristig aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können und eine Heimerzeihung nicht angezeigt ist.

Adoptionseltern unterziehen sich einem ähnlichen Eignungsverfahren wie Pflegeeltern. Sie gehen unter der Voraussetzung an die Aufgaben heran, dass sie mit und durch das Adoptivkind zur Familie werden wollen. Sie nehmen längere Wartezeiten bis zur Vermittlung eines Kindes auf sich und tragen bei einer Auslandsadoption auch erhebliche Kosten. Nach der Adoptionspflegzeit werden sie mit Adoptionsbeschluss durch das Familiengericht gemeinsam zu Eltern dieses Kindes und erhalten die rechtliche Stellung von leiblichen Eltern.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Fürth vom 24.09.2010

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