Bericht von der Qualifizierung der Pflegekinderdienste in Rheinland-Pfalz

Posted on November 13, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Von September 2009 bis August 2010 haben sich 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Pflegekinderdiensten (PKD) verschiedener Jugendämter in Rheinland-Pfalz mit den sie betreffenden zentralen Fragen beschäftigt. Diese Qualifizierung scheint in ihrer Form einzigartig zu sein – die vielen Nachfragen aus anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland belegen einen hohen Bedarf und ein enormes Interesse.

Entstanden ist die Qualifizierung als Konsequenz aus einer Studie des Instituts für sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism), die vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (MASGFF) in Auftrag gegeben wurde. An sechs Seminartagen im Laufe eines Jahres arbeiten die Teilnehmenden an Themen in den Bereichen

  • Sicherheit bei der Auswahl der Pflegefamilien
  • Übergänge gestalten – „matching“
  • Arbeit mit allen Beteiligten.

Die Qualifizierung wird gerahmt von einer Einführungs- und einer Abschlussveranstaltung, zu der auch Vertreterinnen und Vertreter der Leitungsebene der beteiligten Ämter bzw. Träger eingeladen sind. Der Abschluss des ersten Qualifizierungsdurchgangs, der am 16. August in Mainz beendet wurde, macht viel Mut für die weitere Arbeit. Nicht nur bei den Teilnehmenden selbst sind neue Ideen und konzeptionelle sowie strukturelle Vorstellungen entstanden, auch die Leitungsebene war mit den Ergebnissen und Erkenntnissen der Qualifizierung sehr zufrieden. In einigen Ämtern wurden bereits Veränderungen, die aus der Weiterbildung kamen, umgesetzt.

Nun hat mit der Einführungsveranstaltung am 1. September 2010 der zweite Durchgang begonnen, dieses Mal in Ludwigshafen. Ein knappes Jahr wird nun wieder inhaltlich gearbeitet, bis sich die Beteiligten im August 2011 zum Abschluss treffen werden.

Anlässlich der Eröffnung des zweiten Durchgangs konnten schon einige Erfahrungen und Erkenntnisse der ersten Veranstaltung in die Einführungspräsentation aufgenommen werden, die sicherlich eine Bereicherung und Weiterentwicklung des Konzeptes bedeuten. Dies waren unter anderem die positive Bewertung der Teilnahme der Leitungskräfte zu Beginn und zum Ende der Maßnahme, die Sicherstellung des Transfers der Inhalte in die einzelnen Institutionen, die Möglichkeit der Teilnahme „kompletter Pflegekinderdienste“, aber auch die Erfahrung, dass die Themenschwerpunkte nicht vollständig bearbeitet und auf keinen Fall um weitere umfassende Aufgabenbereiche, wie z.B. die Verwandtenpflege, erweitert werden können.

In den Auftaktveranstaltungen beider Durchgänge wurde bei der Auswertung deutlich, dass die Erwartungen der teilnehmenden und der Leitungskräfte trotz ihrer jeweils unterschiedlichen Perspektiven einen hohe Deckungsgleichheit aufweisen.

Spannend wird nun zu beobachten sein, ob im zweiten Durchgang ähnliche Erkenntnisse, Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus dem gemeinsamen Arbeitsprozess entstehen und dokumentiert werden. Nach und nach ergibt sich damit eine Einschätzung, wie das Pflegekinderwesen in Rheinland-Pfalz weiter optimiert werden kann und welche weiteren Angebote hierfür notwendig sind.

Quelle: Newsletter des Landesjugendamts Rheinland-Pfalz „Landesjugendamt info“ Ausgabe 5/2010

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