Fast 62 000 junge Menschen erhielten in Bayern über den Jahreswechsel 2010 Hilfen/Beratungen der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on August 7, 2011. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2010 wurden in Bayern wieder eine Vielzahl von Hilfen im Rahmen des Sozialgesetzbuches (SGB) – Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren die Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2010 die häufigste Hilfeart.

Für 65 495 (+2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) junge Menschen wurden im Jahr 2010 Hilfen/Beratungen nach dem SGB VIII begonnen, für 63 901 (+ 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wurden Hilfen/Beratungen 2010 beendet und für 61 739 junge Menschen (+ 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr) dauerten die Hilfen/Beratungen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhielten von den 61 739 jungen Menschen, deren Hilfen/Beratungen über den Jahreswechsel andauerten, 18 521 Personen und somit die meisten (30 Prozent) Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Bei 8 551 jungen Menschen (46 Prozent) fand die Beratung mit der Familie, das heißt mit Eltern und Kind, statt. In 7 777 Fällen (42 Prozent) wurde die Beratung vorrangig mit den Eltern und in 2 193 Fällen (12 Prozent) vorrangig mit dem jungen Menschen durchgeführt. Von den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren 10 364 Buben beziehungsweise junge Männer (56 Prozent) und 8 157 Mädchen beziehungsweise junge Frauen (44 Prozent).

12 193 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (11 912) war hier eine Zunahme von knapp 2,4 Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 6 492 (53 Prozent) männlich und 5 701 (47 Prozent) weiblich.

7 843 seelisch behinderte junge Menschen bezogen Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (7 322) eine Zunahme von 7 Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen wurden 5 269 ambulant/teilstationär, 2 523 in einer Einrichtung und 51 bei einer Pflegeperson durchgeführt. 5 411 (69 Prozent) der Hilfeempfänger waren männlich und 2 432 (31 Prozent) weiblich.

7 187 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut, von diesen waren 3 657 (51 Prozent) Buben beziehungsweise junge Männer und 3 530 (49 Prozent) Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Jahresende 2009 mit 6 727 jungen Menschen war hier eine Zunahme von knapp 7 Prozent zu verzeichnen.

Über alle Hilfearten hinweg waren 35 829 Fälle (58 Prozent) und somit eindeutig mehr Buben beziehungsweise junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen. Bei den Mädchen beziehungsweise jungen Frauen nahmen 25 910 beziehungsweise 42 Prozent Hilfe in Anspruch.

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