Archive for September 2011

Pflegeeltern im Landkreis Gifhorn gesucht – Infoveranstaltung am 14.10.

Posted on September 29, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Im Landkreis Gifhorn leben derzeit etwa 130 Pflegekinder in 90 Pflegefamilien. Laut Statistik müssen pro Jahr ungefähr 50 Kinder im Landkreis ihre Familien verlassen, weil sie dort wegen Vernachlässigung, Überforderung, Suchterkrankung oder ähnlicher Probleme ihrer Eltern in eine Notlage geraten sind.

Die Anforderungen an Pflegeeltern sind hoch. Um als Pflegefamilie anerkannt zu werden, müssen die Bewerber gesund und ohne Vorstrafen sein und in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben. Erfahrungen in der Erziehung von Kindern wäre wünschenswert. Unabdingbar sind Belastbarkeit, Toleranz, Flexibilität, viel Gelassenheit und Humor.

Neben den formalen Voraussetzungen müssen Pflegeeltern auch in der Lage sein, regelmäßige Besuche zur Herkunftsfamilie ihres Pflegekindes zu begleiten, denn die Herkunftsfamilie ist und bleibt für die Kinder ein wichtiger Bestandteil ihres Leben. Im Unterschied zu einer Adoption haben die leiblichen Eltern ein Recht darauf mit ihren Kindern Kontakt zu halten, dessen Ausgestaltung von den Mitarbeitern des Pflegekinderdienstes im Vorfeld besprochen worden ist.  In vielen Fällen behalten die leiblichen Eltern auch das Sorgerecht für die Kinder, so dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Pflegeeltern, leiblichen Eltern und dem Jugendamt notwendig ist. Die Familien werden vom Jugendamt in allen Angelegenheiten umfassend beraten und begleitet. Sie stehen nicht alleine da.

Wenn sich über die Aufnahme eines Pflegekindes informieren möchten, nehmen Sie an der Informationsveranstaltung am Freitag, den 14.10.11 um 16 Uhr im Kreishaus II des Landkreises Gifhorn, Zimmer 227, teil. Unter der Telefonnummer (05371) 82-577 oder per Mail: pflegekinderdienst@gifhorn.de können Sie sich zu der Informationsveranstaltung anmelden.

Für Fragen und Informationen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Pflegekinder- und Adoptionsdienst, Schlossplatz 1, 38518 Gifhorn, pflegekinderdienst@gifhorn.de, Telefon: 05371/82-511

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Fachtag „Behinderte Pflege- und Adoptivkinder- was tun?“ am 19.10. in Düsseldorf

Posted on September 29, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Am 19.10. veranstaltet PAN e.V. NRW den Fachtag „Behinderte Pflege- und Adoptivkinder- was tun?“ in Düsseldorf. Referenten werden Prof. Dr. med. Roland Schleiffer, Kai Krähling, Dr. Heike Hoff-Emden und Dirk Schäfer sein.

Veranstaltungsflyer mit Anmeldung  

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PFAD Seminar „Vernachlässigte und traumatisierte Kinder in Pflegefamilien“ am 19.11. in Mainz

Posted on September 28, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Der PFAD Bundesverband veranstaltet in Kooperation mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) am 19.11. im Erbacher Hof in Mainz ein Seminar zum Thema „Vernachlässigte und traumatisierte Kinder in Pflegefamilien„.

Als Referent wurde Herr Andreas Weick gewonnen.

Um Anmeldung bis zum 01.11. wird gebeten.

Veranstaltungsflyer mit Anmeldung

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Landkreis Ludwigsburg gewährt mehr Hilfen für Pflegeeltern durch ergänzende einmalige Zuschüsse

Posted on September 28, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |

So viele Kinder, die in Pflegefamilien untergebracht sind, hat es in den vergangenen drei Jahrzehnten noch nie im Kreis Ludwigsburg gegeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2010 lebten 262 Schützlinge bei Ersatzeltern. Mit den Fallzahlen steigt allerdings auch der Bedarf an Beratung und Unterstützung – zumal diese Form der Hilfe von Familien geleistet wird, die nicht professionell dafür ausgebildet sind. Deshalb will der Landkreis die Unterstützung dieser Familien ausbauen. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde gestern einstimmig beschlossen, mehr einmalige Zuschüsse zu ausgesuchten Anlässen zu übernehmen. Insgesamt soll die Arbeit der Pflegefamilien verstärkt unterstützt und anerkannt werden. Die bisherigen Beihilfen basierten auf Empfehlungen des einstigen Landeswohlfahrtsverbandes – heute der Kommunalverband Jugend und Soziales – aus dem Jahr 1995.

Besonders begrüßt wurden von den Ausschussmitgliedern die Starthilfen für junge Menschen, die ihre Pflegefamilien verlassen. Dazu gehören unter anderem 650 Euro, die zur Überbrückung der Zeit bis zum ersten Gehalt gezahlt werden. Auch die Kosten für Inserate bei der Wohnungssuche oder für die Einrichtung der neuen Bleibe können teilweise übernommen werden. Außerdem sollen die Zuschüsse für Bekleidung sowie für Studien- und Klassenfahrten aufgestockt werden. Für die Fortbildung der Pflegeeltern soll es ebenfalls mehr Geld geben. Erstmals gibt es eine Beihilfe von 100 Euro für die Einschulung eines Pflegekindes. Lediglich die Übernahme von zwei Dritteln der Kosten für einen Führerschein (maximal 1000 Euro) stieß auf Kritik: „Ich kenne etliche Jugendliche, die das Geld für ihren Führerschein selbst erarbeiten müssen“, sagte die FDP-Kreisrätin Erika Schellmann. Ihre Fraktion sehe diesen Punkt skeptisch.

Die Neuregelungen gelten vom 1. Januar 2012 an. Insgesamt wird mit rund 85 000 Euro Mehrkosten pro Jahr gerechnet. Karl Thumberger, der Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe, hofft, damit auch mehr Pflegefamilien gewinnen zu können.

Quelle: Artikel von Melanie Braun in Stuttgarter Nachrichten vom 24.09.2011

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Kabinett beschließt Aktionsplan 2011 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung

Posted on September 28, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Das Bundeskabinett hat am 27.09. den von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, vorgelegten Aktionsplan 2011 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung beschlossen.

„Die schrecklichen Missbrauchsfälle in Institutionen und in Familien zeigen: Wir müssen unsere Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen noch weiter steigern“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. „Der Aktionsplan 2011 bringt uns ein wichtiges Stück näher an das Ziel, Kindern eine sichere, von Vertrauen und Schutz geprägte Umgebung zu schaffen, in der sie unbeschwert aufwachsen können.“

In diesem Sinne soll mit dem Aktionsplan 2011 der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung das Engagement nochmals intensiviert werden. Der Aktionsplan 2011 entwickelt wichtige Ansätze zum Schutz von Mädchen und Jungen weiter und führt bereits erprobte Ansätze in einem Gesamtkonzept zusammen. Dabei werden unter anderem Empfehlungen umgesetzt, die in den vergangenen Jahren auf internationaler wie auf nationaler Ebene erarbeitet wurden – insbesondere durch den „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“ und die „Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Bundesministerin a. D. Christine Bergmann.

Der Aktionsplan nimmt auf sieben Handlungsfelder Bezug:

  • Prävention
  • Intervention
  • Digitale Kommunikationsnetze
  • Handel mit Kindern zum Zweck sexueller Ausbeutung
  • Tourismus
  • Wissen und Forschung
  • Internationale Zusammenarbeit

Ein wichtiger Schwerpunkt sind die Vorhaben zur Vorbeugung und Verhinderung sexueller Gewalt. Hierbei sollen Fachkräfte durch eine bundesweite Fortbildungsoffensive umfassend informiert, Eltern noch weiter sensibilisiert sowie Kinder und Jugendliche gezielt gegen Gefahren gestärkt werden.

Darüber hinaus gilt ein besonderes Augenmerk der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Hier nimmt das im März vom Bundeskabinett beschlossene Bundeskinderschutzgesetz entscheidende Weichenstellungen vor, indem es Standards zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen setzt. Dazu gehört das erweiterte Führungszeugnis für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Jugendhilfe. Das Bundeskinderschutzgesetz soll im Januar 2012 in Kraft treten.

Die Inhalte und Maßnahmen des Aktionsplans 2011 wurden in enger Zusammenarbeit mit Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und unter aktiver Einbindung von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll im Rahmen eines Monitoring-Verfahrens kontinuierlich prüfen, inwieweit die gesetzten Ziele realisiert werden. Für Bundesfamilienministerin Schröder betont deshalb: „Die praktische Umsetzung des Aktionsplans ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Nur wenn alle Bevölkerungsgruppen – Eltern, Experten, Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – mithelfen, können Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt wirksam geschützt werden und Betroffene die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmfsfj.de.

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 27.09.2011

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PFAD Pflegeelternsamstag „Pflegekinder rasten aus – Pflegeeltern auch???“ am 15.10. in Kaubenheim

Posted on September 27, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Der Verein PFAD FÜR KINDER Neustadt/Aisch – Bad Windsheim e.V. lädt alle interessierten Pflege- und Adoptiveltern ein zum Pflegeelternsamstag am 15.10. ab 9.30 Uhr in die Tankstelle für Leib und Seele, Kaubenheim 39 f.

Prof. August Huber, Diplom Sozialpädagoge, langjähriger Pflege- und Adoptivvater, Mitglied im Kuratorium der Stiftung zum Wohl des Kindes sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied der Pflegeelternschule Baden Württemberg referiert zum Thema „Pflegekinder rasten aus – Pflegeeltern auch???“.

Für die Mitglieder von PFAD NEA wird eine Kinderbetreuung angeboten.

Für Nicht-Mitglieder bei PFAD NEA beträgt der Unkostenbeitrag 10 €.
Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular bis 03.10.11 an.

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PFAD setzt sich ein für die ortsnahe Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien

Posted on September 27, 2011. Filed under: Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände sprach sich in ihrer Stellungnahme zum Bundeskinderschutzgesetz vom 14.09.2011 gegen die Neufassung des § 37 Absatz 2 und 2a im Entwurf des neuen Gesetzes zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG) aus.

Deshalb wandte sich der PFAD Bundesverband am 23.09.2011 noch einmal gezielt mit einer eigenen Stellungnahme an den Ausschuss für Familie, Senioren und Jugend, um für die Sicherstellung der ortsnahen Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien einzutreten:

Der PFAD Bundesverband ist mit weit über 2000 Mitgliedern in sechs Landesverbänden und -gruppen sowie zahlreichen Einzelmitgliedern bundesweit vertreten.
Wir verweisen auf unsere Stellungnahme vom 07.02.2011.

Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien begrüßt die guten Ansätze des Gesetzgebers, die eine Sicherung von Kontinuität der Rahmenbedingungen in der Vollzeitpflege ermöglichen. Im Einzelnen nehmen wir dazu wie folgt Stellung:

Artikel 2 Nr. 9 Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie (§ 37 SGB VIII)
Besonders positiv in der Neufassung des § 37 SGB VIII ist der Anspruch von Pflegepersonen auf ortsnahe Beratung und Begleitung. Hier wird mit der Formulierung „ortsnah“ dem fachlichen Ermessen Spielraum gegeben, die Betreuung von Pflegefamilien auch über Kommunalgrenzen hinweg zu realisieren oder einen anderen Fachdienst, auch in freier Trägerschaft, zu beauftragen. Die Verpflichtung zur Hilfekontinuität, die sich aus § 37 Absatz 2a in Verbindung mit § 86c ergibt, befürworten wir.

In der Stellungnahme der Kommunalen Spitzenverbände vom 14.09.2011 wird davon ausgegangen, dass die Sicherstellung der ortsnahen Beratung und Unterstützung „einen enormen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand“ (S.4) bedeuten würde. Für die Kommunen, die gegenwärtig „ihre“ Kinder überwiegend in anderen Kommunen unterbringen, kann dies sein. Denn mit der Neufassung des § 37 Absatz 2 Satz 3 wird erstmals in diesem Bereich festgelegt, dass die Beratung und Begleitung der Pflegefamilie, die der öffentliche Träger am Wohnort der Pflegefamilie leistet, nicht kostenlos ist. Öffentliche Träger der Jugendhilfe, die bisher Pflegekinder aus anderen Kommunen in Pflegefamilien in ihrem Zuständigkeitsbereich betreuten, können nun ihre personellen Leistungen (z.B. der Beratung und Betreuung) in Rechnung stellen, so dass für diese die Kosten sinken.

Bisher ist es so, dass mit dem § 86 Absatz 6 die örtliche Zuständigkeit nach 2 Jahren generell an den Wohnort der Pflegefamilie wechselt und der öffentliche Träger der Jugendhilfe am Wohnort der Eltern (Sorgeberechtigten) zur Kostenerstattung nach § 89a der an die Pflegefamilie gezahlten finanziellen Leistungen verpflichtet ist.  Unabhängig von dem hohen Verwaltungsaufwand der Kostenerstattung besteht bei der gegenwärtigen gesetzlichen Regelung das Problem, dass bei einem Zuständigkeitswechsel die neu zuständigen Jugendämter rechtlich in der Lage sind, den Hilfebedarf entsprechend der bei ihnen ortsüblichen Leistungen neu festzulegen. Damit ändern sich die Rahmenbedingungen, unter denen Pflegefamilien ein Kind aufnehmen und sowohl für das Kind wie auch deren Familien ist keine Kontinuitätssicherung gewährleistet. Mit der Neuregelung im § 37 Absatz 2 und 2a in Verbindung mit § 86c ist die Möglichkeit gegeben, eine Kontinuitätssicherung bei gleichzeitiger Einbeziehung der Herkunftsfamilie zu ermöglichen. Diese Regelung aus dem Regierungsentwurf halten wir für unverzichtbar, wenn sowohl die fachliche Qualität in der Vollzeitpflege wie auch ein quantitativer Ausbau dieses (für Kinder besonders wichtigen) Hilfesegments gesichert werden soll.

Für den Kinderschutz und die fachliche Entwicklung in der Vollzeitpflege sind noch weitere Themen zu bearbeiten. Dazu gehört der Ort für die Durchführung des Hilfeplangespräches bzw. für die gerichtliche Überprüfung und die Kontinuität des betreuenden Fachdienstes.
Bei großer räumlicher Distanz von gewöhnlichem Aufenthalt der leiblichen Eltern und Lebensort des Kindes/Jugendlichen in der vollstationären Einrichtung „Pflegefamilie“ fehlen Konkretisierungen, wie die Fachinformation am Lebensort des Kindes/Jugendlichen Eingang in die Hilfeplanfortschreibung findet. Auch in den Kommentierungen von Grube zum bisherigen § 86 Absatz 1 wird auf dieses Problem hingewiesen: „Ist das Kind oder der Jugendliche indes in großer Entfernung von den Eltern stationär oder in einer Pflegestelle untergebracht, kann das nach dieser Vorschrift örtlich zuständige Jugendamt nur unter Schwierigkeiten und unter Einschaltung des Jugendamtes am Ort des Kindes oder Jugendlichen seine Aufgaben wahrnehmen.“ (Grube zu 86 Absatz 1 in Hauck, Hrsg. SGB VIII Erich Schmidt Verlag).
Für die Pflegeperson bleiben folgende Fragen offen:

  • Wo findet das Hilfeplangespräch statt? Wer muss fahren? Wer trägt die Reisekosten?
  • Welche Rolle hat der die Pflegeperson betreuende Fachdienst bei der Hilfeplanfortschreibung?
  • Wenn es Differenzen in der Einschätzung zum Hilfebedarf gibt, wo ist dieses gerichtlich zu überprüfen, am Lebensort des Kindes oder am Ort der Behörde?
  • Wer hat in diesen Verfahren Beteiligtenrechte (§ 13 SGB X)?

In die Regelung des § 37 Absatz 2a sollte in die Aufzählung auch die Kontinuität des Betreuungsdienstes aufgenommen werden. Der Wechsel eines Fachdienstes, der nach § 37 Absatz 2 Satz 2 die Beratungsleistung erbringt, darf nicht ohne Mitwirkung der Pflegeperson erfolgen.
Die zusätzlichen Leistungen an das Kind/den Jugendlichen, die bisher gewährt wurden, sowie Entlastungsmöglichkeiten für Pflegepersonen gehören ebenfalls in die Aufzählung des § 37 Absatz 2a.

Die Verpflichtung zur Weitergewährung bis Fallübergabe (§ 86c) halten wir für eine wichtige und richtige Weichenstellung.

Die guten Ansätze des Gesetzgebers für Verbesserungen im Bereich der Vollzeitpflege halten wir für besonders wichtig und möchten Sie um Unterstützung für die neuen Regelungen im § 37 SGB VIII ersuchen.

PFAD Stellungnahme zum Bundeskinderschutzgesetz vom 23.09.2011 (pdf)

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Stellungnahmen der Experten zum Bundeskinderschutzgesetz

Posted on September 27, 2011. Filed under: Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages fand am 26.09. eine öffentliche Anhörung zum Bundeskinderschutzgesetz statt (wir berichteten).

Es ist geplant das Gesetz im November im Bundestag in zweiter und dritter Lesung zu verabschieden, der Bundesrat wird im Dezember darüber beschließen. In Kraft treten soll das neue Bundeskinderschutzgesetz bereits ab 2012.

Hier die Links zu den ausführlichen Stellungnahmen der Experten:

Stellungnahmen der Experten zum Bundeskinderschutzgesetz

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Experten: Bundeskinderschutzgesetz ist gut, aber unterfinanziert

Posted on September 27, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/AW) Das geplante Bundeskinderschutzgesetz der Bundesregierung wird von Experten überwiegend positiv bewertet, zugleich jedoch als unterfinanziert angesehen. Dies war der einhellige Tenor der öffentlichen Anhörung des Familienausschusses am Montag Nachmittag zu dem von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf (17/6256). Mit dem Gesetz sollen Kinder und Jugendliche besser vor Missbrauch und Verwahrlosung geschützt werden.

Besonders harsche Kritik von Seiten der Experten richtete sich gegen das Gesundheitswesen und gegen das Bundesgesundheitsministerium. Auf der einen Seite werde von der Regierung die Vernetzung aller für den Kinder- und Jugendschutz relevanten Gruppierungen eingefordert, aber auf der Regierungsebene scheitere diese Vernetzung zwischen den Ressorts, bemängelte Jutta Decarli vom Bundesverband für Erziehungshilfe (AFET). „Das Gesundheitsressort muss mit ins Boot“, forderte auch der Rechtswissenschaftler Ludwig Salgo von der Universität Frankfurt. Ein Kinderschutzgesetz ohne die Beteiligung des Gesundheitswesen bleibe ein Torso. Diese Kritik wurde auch von den anderen Experten geteilt. Zugleich bescheinigten die Sachverständigen Familienministerin Kristina Schröder (CDU), alle Akteure im Kinder- und Jugendschutz in die Ausarbeitung des Gesetzentwurfes einbezogen zu haben. Insgesamt sei der Gesetzentwurf eine deutliche Verbesserung zu dem in der vergangenen Legislaturperiode eingebrachten und gescheiterten Entwurf. Übereinstimmend sprachen sich die Experten dafür aus, dass Gesetz und seine Wirkung nach einem Inkrafttreten zu evaluieren.

Der Erfolg des Gesetzes werde mit seiner Finanzierung stehen und fallen, prophezeite Birgit Zeller von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter. In vielen Kommunen fehlen nach ihren Angaben die personellen und finanziellen Ressourcen, „um die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen“. Die im Gesetzentwurf veranschlagten Kosten für die Landes- und Kommunalhaushalte von jährlich zunächst 90 und später 64 Millionen Euro seien „nicht transparent und nachvollziehbar gerechnet“, kritisierte Zeller. Auch Jörg Freese mahnte im Namen der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, dass das Gesetz ohne hinreichende finanzielle Kostenregelung zwischen Bund, Ländern und Kommunen „keinen durchschlagenden Erfolg“ haben werde.

Konkret forderten die Experten eine Verankerung von Leistungen der Familienhebammen, die der Gesunderhaltung dienen, im Sozialgesetzbuch V, sprich im System der gesetzlichen Krankenkassen. Der Kinder- und Jugendpsychiater Jörg M. Fegert vom Universitätsklinikum Ulm und die Kinder- und Jugendärztin Ute Thyen von der Universität Lübeck warnten zugleich davor, die Familienhebammen als eine Art „Wunderwaffe“ anzusehen. Diese stellten zwar eine Berufsgruppe dar, die besonders geeignete Angebote in der frühen Hilfe für Familien machen können, aber sie seien auch nicht die einzigen. Die beiden Ärzte verwiesen auf die ebenso wichtige Rolle von Kinderkrankenschwestern und -pflegern. Zudem sei der Auftrag der Familienhebammen im Gesetzentwurf „nebulös und gleichzeitig mit riesigen Erwartungen verbunden“, bemängelte Fegert. Wenn der Bund in den Jahren 2012 bis 2015 jährlich 30 Millionen Euro für das System der Familienhebammen ausgeben wolle, dann verdiene dieser Bereich „dringend eine Präzisierung“. Die Pädagogin Barbara Staschek verwies auf die guten Erfahrungen in Deutschland mit Familienhebammen seit den 1980er Jahren. Sie warnte allerdings davor zu glauben, „dass auch die Betreuung von Hochrisiko-Familien auf der Basis der Regelversorgung geleistet werden kann“.

Unterschiedlich wurde von den Sachverständigen bewertet, ob für bestimmte Leistungen und Hilfsangebote an Familien und Kinder ein Rechtsanspruch formuliert werden soll. Dies forderten Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, und
Sabine Skutta vom Deutschen Roten Kreuz. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Situation von Migranten, die nicht oder nur schlecht der deutschen Sprache mächtig seien. Für diese Fälle müsste ein Rechtsanspruch auf einen Dolmetscher gewährt werden. Prävention dürfe „nicht an Sprachschranken scheitern“.

Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht forderte eine kontinuierliche Beratung und Unterstützung von Pflegefamilien. Zusammen mit dem zuständigen Jugendamt könne das sichere Aufwachsen von Kindern so am besten gewährleistet werden. Maria Kurz-Adam vom Stadtjugendamt München sprach sich für eine starke Stellung der Jugendämter aus. Diese stünden schließlich am „Ende einer Verantwortungskette“.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 369 vom 26.09.2011

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Kindergesundheitszentrum „Haus Walstedde“ im Münsterland mit neuer Diagnostik von Kindern mit FAS und opiat- und opioidbedingten Schädigungen

Posted on September 26, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen | Schlagwörter: , , |

Kindergesundheitszentrum "Haus Walstedde"

Seit dem 15. August 2011 besteht im Kindergesundheitszentrum „Haus Walstedde“ die Möglichkeit zur Diagnostik von Kindern mit  FAS und opiat- und opioidbedingten Schädigungen, damit auch zur Beratung von Patienten und ihren Familien, zu kurz- und langfristigen Hilfen im Alltag, in der Schule, in der Ausbildungswahl. Die FAS-Ambulanz unter der Leitung von Dr. Feldmann wechselte in der Folge einer Kooperation der Universitäts-Kinderklinik Münster mit dem Kinder-Gesundheitszentrum in die neuen Räume nach 48317 Drensteinfurt – Walstedde bei Münster

Zur Ambulanz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Fetalem Alkohol-Syndrom und für Kinder opiat- und opioidabhängiger Mütter unter der Leitung von Dr. Reinhold Feldmann ist eine Einrichtung für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, nicht nur für privatversicherte. Es entstehen keinerlei „Extrakosten“.

Für eine Vorstellung in der Ambulanz ist eine Anmeldung bei Frau Rittmeier erforderlich: rittmeier@haus-walstedde.de oder 02387 – 9194-0. Nach Ausfüllen eines Fragebogens zum Kind, der vorab per Post zugesandt wird, bekommt man einen Termin, zu dem – wenn vorhanden – Vorbefunde und frühe Fotos vom Kind/Jugendlichen/jungen Erwachsenen mitzubringen sind.

weitere Informationen

Quelle: http://www.fetales-alkoholsyndrom.de/

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Mehr Inobhutnahmen durch Niedersachsens Jugendämter im Jahr 2010

Posted on September 25, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen | Schlagwörter: , |

HANNOVER. Im Jahr 2010 wurden in Niedersachsen nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) 3 109 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Obhut genommen. Damit stieg die Zahl der Inobhutnahmen gegenüber dem Vorjahr (3 016) um 3 %, gegenüber dem Jahr 2005 sogar um 51 % (2 060).

Bundesweit lag die Steigerung gegenüber dem Vorjahr bei 8 %, gegenüber 2005 bei 42 %.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten Krisensituation oder Gefahr befinden. Sie werden dann, auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer, in die Obhut von Jugendämtern genommen und vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht.

Die behördliche Maßnahme erfolgte dabei zum größten Teil auf Grund von Hinweisen Anderer (73 %), wie z.B. Jugendamt/Sozialer Dienst (1 071), Eltern/Elternteil (533), Polizei/Ordnungsbehörde (425), Lehrer/Erzieher (60). Gut ein Viertel aller betroffenen jungen Menschen (27 %) wurden auf eigenen Wunsch unter den Schutz des Jugendamtes gestellt.

Die Mehrzahl der in Obhut Genommenen (30 %) war zwischen 16 bis unter 18 Jahre alt; gefolgt von der Altergruppe 14 bis unter 16 Jahren mit (28 %). 13 % der Kinder und Jugendlichen befanden sich im Alter von 12 bis unter 14 Jahren. Mit 52 % überwog der Anteil der Mädchen.

Vor der Inobhutnahme lebten 32 % der Betroffenen bei einem allein erziehenden Elternteil, 27 % bei ihren Eltern und 18 % bei einem Elternteil mit neuem Partner.

Für jeden Fall können bis zu zwei Gründe für die Maßnahme angegeben werden. Demnach war die häufigste Ursache für die Schutzmaßnahme die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (34 %), Beziehungsprobleme (13 %), Vernachlässigung (8 %) oder Anzeichen für Misshandlung (6 %). Von Misshandlungen waren mit 60 % überwiegend Mädchen betroffen.

Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen wurde mehr als eine Woche in Obhut genommen (64 %). Bei 48 % der Betroffenen dauerte die Maßnahme 15 und mehr Tage und bei 16 % 7 bis 14 Tage.

In 44 % der Fälle kehrten die Kinder und Jugendlichen nach der Inobhutnahme wieder zu ihren Eltern bzw. den Personensorgeberechtigten zurück. Für knapp ein Drittel der Betroffenen wurde nach Beendigung der Maßnahme eine erzieherische Hilfe außerhalb des Elternhauses eingeleitet und 12 % nahmen eine sonstige stationäre Hilfe an. Nur 10 % der jungen Menschen benötigten im Anschluss keine weitere Hilfe.

Quelle: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen vom 13.09.2011

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AWO: „Frühe und angemessene Hilfe für Kinder und Jugendliche zahlt sich aus“

Posted on September 24, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

„Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die in schwierigen Lebensverhältnissen groß werden, wächst leider stetig“, kommentiert Wolfgang Stadler die Zahl der am 19.09. vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten 519.000 erzieherischen Unterstützungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im vergangenen Jahr neu begannen (wir berichteten). Anlässlich des Weltkindertages am 20. September betont Stadler „die enorme Bedeutung der Hilfen zur Erziehung für die soziale Entwicklung der Kinder. Jeder Euro, der rechtzeitig und qualitativ ausreichend in Kinder und Jugendliche investiert wird, kann später vielfach eingespart werden.“

Die Gründe für den, in den letzten Jahren stetig steigenden Bedarf an Erziehungshilfen sind vielseitig. Ganze Stadtviertel drohen zu verrohen, die Kinder und Jugendlichen werden mit Drogen, Gewalt und Alkohol konfrontiert. Die Hilfen zur Erziehung, wie zum Beispiel Erziehungsberatung, soziale Gruppenarbeit, aber auch Vollzeitpflege, Heimerziehung und Sozialpädagogische Familienhilfe sind in Deutschland eine staatliche bzw. kommunale Leistung, auf die im Bedarfsfall ein individueller Rechtsanspruch besteht. In der Praxis wird es für die Betroffenen zusehends problematischer, die angemessen Hilfe zu erhalten, da die Kommunen einem enormen Spardruck unterworfen sind. Deshalb wird ihnen häufig nicht die hilfreichste, sondern die kostengünstigste Unterstützung bewilligt. „De facto entscheidet damit die Haushaltssituation der Kommune über die gewährte Erziehungshilfe“, bemängelt Stadler. „Dabei ist den Fachleuten klar, dass man zum Beispiel kostenintensivere stationäre Hilfen, wie Heimerziehung nicht einfach durch eine preiswertere ambulante sozialpädagogische Familienhilfe, austauschen kann“, erklärt Stadler.

Besonders wichtig sei es, eine inhaltliche Debatte über die Gründe des steigenden Bedarfes an Erziehungshilfen zu führen. Stattdessen aber macht Stadler einen gefährlichen Trend aus: „Leistungen werden stark in Frage gestellt und vielfach sogar trotz dringenden Hilfebedarfs reduziert.“ In den Kommunen muss vielerorts mit einer unverantwortlichen Personalknappheit in den Jugendämtern umgegangen werden, die nicht selten  zu einer Überforderung der Mitarbeiter führt. Entscheidungen über Hilfen würden zum Teil nach Aktenlage und nicht nach individuellen Gesprächen mit den Eltern gefällt. Die AWO, deren Mitarbeiter sich Tag für Tag in mehr als 3.500 Einrichtungen um Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien bemühen, fordert deshalb, dass die Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe entsprechend den gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Gewalt, Jugendarbeitslosigkeit und Armut der Eltern angemessen zur Verfügung gestellt werden muss. „Hilfen dürfen nicht allein nach Kostengesichtspunkten ausgewählt und angeboten werden. Das Wohl der Kinder muss im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen“, betont Stadler.

Quelle: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband vom 19.09.2011

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Fachtagung „Haben HIV-positive Kinder (k)eine Chance auf Adoption in Deutschland?“ am 19.10. in Düsseldorf

Posted on September 24, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Haben HIV-positive Kinder (k)eine Chance auf Adoption in Deutschland?“ fragt die Fachtagung des Evangelischen Vereins für Adoptions- und Pflegekindervermittlung Rheinland e.V. am 19.10. in Düsseldorf.

nähere Informationen

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2010: Hilfen zur Erziehung überwiegend für Kinder

Posted on September 23, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2010 haben rund 367 000 Kinder bis 13 Jahre in Deutschland eine erzieherische Hilfe durch das Jugendamt oder in einer Erziehungsberatungsstelle neu begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltkindertags am 20. September 2011 weiter mitteilt, entspricht dies einem Anteil von knapp 71 % an allen Hilfen zur Erziehung. Insgesamt begannen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im vergangenen Jahr rund 519 000 erzieherische Unterstützungen.

Den größten Anteil unter allen neu gewährten erzieherischen Hilfen hatte mit gut 66 % die Erziehungsberatung – insgesamt 314 000 junge Menschen nahmen sie im Jahr 2010 neu in Anspruch. Dabei wurden knapp drei Viertel (74 %) dieser Beratungen von Kindern begonnen (rund 231 000 Fälle). 61 000 Erziehungsberatungen (19 %) gewährten die Beratungsstellen Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Junge Erwachsene unter 27 Jahren nahmen rund 22 000 beziehungsweise 7 % der Beratungen neu in Anspruch.

An der familienergänzenden Hilfe in Form einer Tagesgruppenerziehung waren Kinder anteilsmäßig am häufigsten beteiligt. Von insgesamt knapp 9 000 erzieherischen Unterstützungen, die ausschließlich an Minderjährige gerichtet sind, begannen gut 8 000 Kinder (93 %) die Förderung in einer Tagesgruppe. Jugendlichen wurde diese Hilfe 600-mal neu gewährt. Ziel der Erziehung in einer Tagesgruppe ist im Wesentlichen die Förderung der schulischen Entwicklung sowie des sozial-emotionalen Verhaltens.

Auch familienorientierte Hilfen, wie zum Beispiel die sozialpädagogische Familienhilfe, begannen Kinder weit häufiger als Jugendliche: Insgesamt nahmen knapp 98 000 junge Menschen – zusammen mit ihren Eltern – eine familienorientierte Hilfe neu in Anspruch. Davon waren rund 80 000 bis 13 Jahre alt (82 %).

Ähnlich hoch war der Anteil von Kindern, denen eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie neu gewährt wurde. An über 12 000 von den insgesamt gut 15 000 Vollzeitpflegen waren Kinder beteiligt (81 %). Darunter hatten knapp 5 000 Kinder das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet.

Quelle: Pressemitteilung Nr.341 des Statistischen Bundesamtes vom 19.09.2011

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Anfragen zum Pflegekinderwesen in Dresden

Posted on September 23, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Sachsen |

Die SPD-Fraktion im Stadtrat Dresden stellte an die Oberbürgermeisterin verschiedene Fragen, das regionale Pflegekinderwesen betreffend:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
bundesweit steigt der Bedarf an qualifizierten Pflegeeltern. Die Zunahme von psychischen Erkrankungen und Armutsfolgen sowie die steigende Überforderung von Eltern lassen den Bedarf kontinuierlich steigen. Bei der Suche nach Pflegeeltern gelten bestimmte Kriterien, wie z. B. soziale Stabilität der Familien und eine sichere finanzielle Situation der potentiellen Eltern. Dies vorausgesetzt, bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie beurteilen Sie den Einsatz von Pflegeeltern in Dresden?
  2. Wie viele Pflegeeltern fehlen aktuell in Dresden?
  3. Wie hoch waren die Zahlen vermittelter und nicht vermittelter Kinder in den Jahren 2005 bis 2010 in Dresden?
  4. Wie viele Kinder und Jugendliche befinden sich aktuell (Stichtag 1. Juni 2011) in Obhut einer Pflegefamilie? Wie viele befinden sich davon in Bereitschaftspflege, Kurzzeitpflege und Vollzeitpflege?
  5. Wie stellt sich die Situation in Dresden im Vergleich zu anderen vergleichbaren Städten dar?
  6. Wieviele verschiedene „Pflegestationen“ erfährt ein in Obhut genommenes Dresdner Kind im Durchschnitt bis eine auf Dauer angelegte Lösung gefunden ist? In welcher Größenordnung werden Kinder in mehr als drei „Pflegearrangements“ hintereinander betreut?
  7. Welche Bedingungen müssen Eltern in vergleichbaren anderen Städten erfüllen, wenn Sie ein Pflegekind in Langzeitpflege nehmen möchten?
  8. Inwieweit gibt es Möglichkeiten, die Kriterien für potentielle Pflegeeltern so anzupassen, dass mehr Pflegekinder in Langzeitpflege vermittelt werden könnten?
  9. Unterscheidet sich die Sozialstruktur der Pflegeeltern von der durchschnittlichen Sozialstruktur der Familien in der Stadt Dresden?
  10. Wie viele Pflegekinder werden im Durchschnitt und Median von einer Pflegefamilie betreut?
  11. Wie hoch ist der Anteil der Berufstätigen bei den Pflegefamilien (bitte aufgeschlüsselt nach Frau und Mann und in Voll- und Teilzeit)?
  12. Wie hoch sind das Nettodurchschnittseinkommen und das Nettomedianeinkommen ohne Berücksichtigung des Pflegegeldes und des Kindergeldes in den Pflegefamilien?
  13. Gibt es ein Gefälle zwischen dem Bedarf an Pflegefamilien und dem Angebot an Pflegefamilien in den einzelnen Ortsamtsbereichen in Dresden?
  14. Wie lange dauert im Durchschnitt die Vermittlung eines Pflegekindes in eine Pflegefamilie?
  15. Nach welchem anerkannten Kriterium der Stellenbemessung ergibt sich die Stellenausstattung des Sachgebietes Pflegekinderdienst?
  16. Wie ist die Personalausstattung des Sachgebietes Pflegekinderdienst im Vergleich zu anderen Städten mit 500.000 Einwohnern?

Die Anfrage wurde mit einem ausführlichen Antwortschreiben vom 22.08.2011 beantwortet.

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Kreis Olpe: Pflegefamilien gesucht

Posted on September 22, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Veranstaltungen |

Nicht alle Kinder können zu jedem Zeit­punkt in ihrer eigenen Familie leben. Deshalb sucht der Pfle­ge­kin­der­dienst Viento Pfle­ge­fa­mi­lien im Kreis Olpe und lädt zu einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am Dienstag, 27. September, um 19.30 Uhr bei AufWind Lenne­stadt, Ufer­straße 2 in Alten­hundem ein.

Wenn Kinder von ihren Eltern nicht nach ihren Bedürfnissen versorgt werden, bieten Pflegefamilien eine wichtige Alternative. Die Infoveranstaltung bietet einen ersten Überblick zum Thema Pflegekinder, beispielsweise Informationen über den Bewerbungs- und Vermittlungsweg. Pflegekinder kommen meist aus Familien, in denen die Eltern ihrer Rolle als versorgende, schützende Eltern nicht gerecht werden. Oft sind sie aus unterschiedlichsten Gründen – vorübergehend oder dauerhaft – nicht in der Lage, ihren Kindern das zu geben, was sie für eine gesunde Entwicklung benötigen. Die Kinder brauchen in dieser Lebenssituation Unterstützung.

Pflegekinder leben mit zwei Familien. Das Pflegekind ist und bleibt leibliches Kind seiner Eltern, faktisch lebt es mit und in einer anderen Familie, der Pflegefamilie. Eine Familie bietet einen überschaubaren Alltagsrahmen: einen vertrauten Personenkreis, einen regelmäßigen Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten, Trost bei Kummer, kindgerechte Freizeitgestaltung und beruhigendes Zubettbringen. Außer diesen grundlegenden Bedingungen für eine Stabilisierung können Pflegeeltern auf die ganz speziellen Bedürfnisse eines Kindes eingehen. Pflegekinder sind keine Adoptivkinder. Auch wenn sie dauerhaft in einer anderen Familie leben, bleiben die verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen.

Quelle: Kreis Olpe vom 21.09.2011

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Artikel „Es ist keine Schande Rat zu suchen“

Posted on September 22, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen |

Der Artikel „Es ist keine Schande, Rat zu suchen“ des Nordkurier vom 21.09.2011 beschäftigt sich mit den Ursachen der Erhöhung der Inobhutnahmen in Mecklenburg-Vorpommern (wir berichteten).

„Während viele Kinder nach einigen Tagen zurück zu ihren Familien kommen, landen etwa 40 Prozent in einem Kinderheim oder in einer Pflegefamilie. In Mecklenburg-Vorpommern leben inzwischen 3000 Kinder und Jugendliche von ihren Eltern getrennt. Es werde allerdings immer schwerer, Pflegefamilien zu finden, sagte Schwesig. Schließlich würde von ihnen ein emotionaler Spagat verlangt. Einerseits sollen sie sich dem Pflegekind „voll und ganz“ widmen. Andererseits müssen sie Distanz wahren, da – die leiblichen Eltern ihre Kinder durchaus zurückbekommen können.“

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MDR stellt Pflegefamilie Klapetz vor

Posted on September 22, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: |

Ute und Gerd Klapetz aus Reinstädt im Saale-Holzland-Kreis betreuen seit 20 Jahren Pflegekinder. Die beiden Thüringer haben darin ihre Berufung gefunden. 20 Kinder fanden bei ihnen bereits ein Zuhause.

In der Sendung hier ab vier des MDR vom 19.09.2011 wurden sie in einem kurzen Filmbeitrag (3.26 min) vorgestellt.

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Altersgrenze für Adoptionsbewerber soll erhöht werden

Posted on September 21, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung nach einer Heraufsetzung der Höchstaltersgrenze für Adoptionsbewerber. Während seiner Sitzung am Mittwochmorgen beschloss der Ausschuss daher einstimmig, den darauf abzielenden Teil einer öffentlichen Petition der interministeriellen Arbeitsgemeinschaft Adoption bei der Bundesregierung als Material zu überweisen sowie den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben und den Landesvolksvertretungen zuzuleiten.

Der Petent fordert in seiner Eingabe unter anderem, die Höchstaltersgrenze des älteren Ehegatten der Adoptionsbewerber auf 45 bis 50 Jahre heraufzusetzen, um auch älteren Ehepaaren die Adoption zu ermöglichen. Zur Begründung führt der Petent an, dass dadurch ungewollt kinderlose Paare leichter zu einem Kind kommen und Abtreibungen besser vermieden werden könnten.

In der Begründung zu seiner Beschlussempfehlung verweist der Ausschuss darauf, dass die Adoption und die ihr zugrunde liegenden Regelungen davon geprägt seien, dass sie dem Wohl des Kindes entsprechen müssten. Dies gelte auch für die Alterserfordernisse für adoptionswillige Personen. Hierbei habe der Gesetzgeber nur ein Mindestalter festgelegt, heißt es weiter. Für das Höchstalter seien hingegen keine starren Altersgrenzen geregelt worden, um besser auf die Umstände des Einzelfalls abstellen zu können, schreibt der Ausschuss unter Bezugnahme auf eine Stellungnahme des Bundesministeriums der Justiz (BMJ). Die „Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung“, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAGLJÄ) erarbeitet wurden und in der Adoptionsvermittlung beachtet werden, gingen bislang davon aus, dass es in der Regel nicht dem Kindeswohl diene, wenn der Altersabstand größer als 40 Jahre ist, schreibt der Ausschuss. Als Grund dafür habe die Überlegung im Vordergrund gestanden, dass Adoptiveltern gesund und belastbar sein sollten, um den häufig über ein Normalmaß hinausgehenden elterlichen Anforderungen zur Betreuung eines Adoptivkindes genügen zu können.

Die Diskussion um die Altershöchstgrenze, so räumt das BMJ ein, habe jedoch in jüngster Zeit an Bedeutung zugenommen, nicht zuletzt ausgehend vom steigenden Lebensalter und der verlängerten Schaffenskraft älterer Menschen. Auch habe sich die Tendenz verstärkt, dass viele Paare erst im fortgeschrittenen Alter Eltern werden. Die BAGLJÄ sei daher nach Auskunft des BMJ darauf hingewiesen worden, die Jugendämter anzuhalten, auch älteren Adoptionsbewerbern bei der Adoption eine Chance zu geben. Derzeit würden diese sich pauschal weigern, für ältere Adoptionsbewerber einen für die Adoption unerlässlichen Elterneignungsbericht zu erstellen.

Der Petitionsausschuss, so heißt es in der Begründung zur Beschlussempfehlung, hält die vorliegende Eingabe für geeignet, bei der weiteren Entwicklung beachtet zu werden. Die von dem Petenten außerdem noch erhobenen Forderungen nach einer Freigabe zur Adoption schon während der Schwangerschaft sowie eine erleichterte Freigabe zur Adoption im Hinblick auf wirtschaftliche Not finden hingegen nicht die Unterstützung der Abgeordneten.

Quelle: Heute im Bundestag vom 21.09.2011

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TV-Tipp: ZDF-Komödie „Familie macht glücklich“ am 22.09.

Posted on September 21, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

In der turbulenten Komödie „Familie macht glücklich“ am Donnerstag, 22. September 2011, 20.25 Uhr, spielt Bettina Zimmermann eine chaotische, alleinerziehende Mutter, die ihre Berufung als Familiendetektivin entdeckt. In weiteren Rollen sind Leslie-Vanessa Lill, Paul F. Gatz, Gustav Peter Wöhler, Cleo Maria Kretschmer, David Rott, Tonia Maria Zindel, Heinrich Schafmeister und viele andere zu sehen. Regie führte Reinhard Münster nach dem Drehbuch von Rodica Döhnert.

Die sprunghafte Julie Berg (Bettina Zimmermann) zieht mit ihren beiden Kindern Freya (Leslie-Vanessa Lill) und Heinrich (Paul F. Gatz) von Berlin nach Augsburg, um wieder einmal ganz von vorne zu beginnen. Die drei finden ein neues Zuhause bei Onkel Theo (Gustav Peter Wöhler) und seiner Lebensgefährtin Trudi (Cleo Maria Kretschmer). Der nicht sonderlich geschäftstüchtige Privatdetektiv hatte Julie eigentlich einen aufregenden Detektiv-Job versprochen, stattdessen soll sie im Kaufhaus Ladendiebe verfolgen. Julie will schon wieder hinschmeißen, da freundet sie sich mit der Kleptomanin Bettina (Tonia Maria Zindel) an, die sie im Kaufhaus aus Mitleid laufen lässt. Rasch findet Julie heraus, dass die junge Frau ein Problem hat. Bettina ist als Adoptivkind aufgewachsen und hat ihre leibliche Mutter nie kennen gelernt. Damit hat Julie ihren ersten Fall, der sie wirklich fasziniert: Mit der tatkräftigen Unterstützung von Freya, Heinrich, Theo und Trudi will sie die vor Jahren verschwundene Mutter unbedingt ausfindig machen und mit Bettina zusammenbringen.

Quelle: Pressemitteilung des ZDF vom 19.09.2011

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iCanDo-Herbstbetreuung für Pflege- und Adoptivkinder

Posted on September 21, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Brandenburg, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet wieder verschiedene iCanDo-Herbstferienangebote speziell für Kinder aus Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an:

  • iCanDo-Next Generation Sa. 01.10. – Sa. 08.10.2011 Jessenitz/Meckl. Vorpommern
    In diesem Camp kannst du deine Zukunft planen! Sport (z.B. Bogenschießen, Rugby), Kreativität (z.B. Landart, Flieger bauen) und Spaß (z. B. GPS-Schnitzeljagd, Comedy) kommen nicht zu kurz. Doch vor allem hast du die Chance, in einem richtigen Ausbildungsbetrieb unterschiedliche Berufe kennenzulernen: Tischler, Maler, Maurer oder Koch. Weißt du, was du kannst … ? Ab 12 Jahren.
    Mehr Infos
  • Lustiges Saure-Gurken-Camp Sa. 01.10. – So. 09.10.2011 Spreewald/Brandenburg
    Unsere Fahrt in den Spreewald wird alles andere als eine „Saure-Gurken-Zeit“. Gemeinsam mit einem Dutzend Hasen und Meerschweinen sowie frechen Wellensittichen werden wir durch die Tage gurken. Waldrallyes, Bogen bauen, wildes Kahnfahren, Keschern, Backen und Einkochen stehen dabei auf dem Programm.
    Mehr Infos
  • iCanDo-Kastanienmännchencamp Sa. 08.10. – Sa. 15.10.2011 Rehe/Rheinland Pfalz
    Hier wird’s richtig bunt! Täglich gibt es andere aktive, herbstliche und sportliche Dinge auszuprobieren: Fußball, Frisby, Schwimmen in der Halle oder Täuschen & Tarnen. Natürlich werden wir auch durch die Wälder spuken, herbstlich Werkeln und Kastanienmännchenstunts erleben.
    Mehr Infos

Anmeldungen sind möglich unter 030-62739764 oder per Mail an knuth.gruender@wildfang-ev.de

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Bayern: Knapp 4 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe 2010 – Zwei Drittel der Ausgaben für die Kindertagesbetreuung

Posted on September 21, 2011. Filed under: Bayern, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2010 wurden in Bayern insgesamt 3 834 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben, gut 10 Prozent mehr als im Jahr davor. Bei Einnahmen in Höhe von 304 Millionen Euro verblieben 3 530 Millionen Euro an Nettoausgaben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren von den Bruttoausgaben rund zwei Drittel (2 553 Millionen Euro) Ausgaben für die Kindertagesbetreuung. Die Ausgaben für die Bereiche „Hilfe zur Erziehung“, „Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche“, „Hilfe für junge Volljährige“ sowie „vorläufige Schutzmaßnahmen“ betrugen gut ein Fünftel (855 Millionen Euro).

Für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe wurden in Bayern im Jahr 2010 rund 3 834 Millionen Euro ausgegeben, was gegenüber dem Vorjahr mit 3 483 Millionen Euro einer Steigerung von gut 10 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 304 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 3 530 Millionen Euro um 11 Prozent über denen des Vorjahres (3 178 Millionen Euro). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 1 968 Millionen Euro (56 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 1 562 Millionen Euro (44 Prozent) für Zuschüsse an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben war die größte Position mit gut 2 553 Millionen Euro die Kindertagesbetreuung (+ 13,5 Prozent ggü. 2009). Hiervon flossen mehr als 2 520 Millionen Euro in die Tageseinrichtungen für Kinder (+ 13,4 Prozent ggü. 2009) und knapp 33 Millionen Euro dienten der Unterstützung der Kindertagespflege (+ 26,6 Prozent ggü. 2009). Mit rund 855 Millionen Euro wurden die Bereiche „Hilfe zur Erziehung“, „Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche“, „Hilfe für junge Volljährige“ sowie „vorläufige Schutzmaßnahmen“ gefördert, was einem Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2009 entspricht.

Dabei wurden mehr als 24 Millionen Euro für Einrichtungen und gut 830 Millionen Euro für Einzel- und Gruppenhilfen dieser Hilfeart verausgabt. Von den Einzel- und Gruppenhilfen wurden mehr als 569 Millionen Euro für „Hilfe zur Erziehung“, fast 171 Millionen Euro als „Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche“, 73 Millionen Euro „Hilfen für junge Volljährige“ sowie gut 17 Millionen Euro für „vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen“, ausgegeben.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung  vom 20.09.2011

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„Forum Erziehungshilfen“ Heft 4/11 zum Thema „Pflegekinderhilfe“ erschienen

Posted on September 20, 2011. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen |

Das aktuelle Heft „Forum Erziehungshilfen“ der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) beschäftigt sich in folgenden Beiträgen ausführlich mit dem Thema „Pflegekinderhilfe“:

  • Was tut sich im Pflegekinderwesen und in der Pflegekinderhilfe? Anmerkungen zu Entwicklungen, Trends und offene Fragen
    Klaus Wolf, Thomas Meysen
  • Professionalisierung des Umfelds, nicht der Pflegefamilie
    Bruno Hildenbrand
  • Freie (und private) Träger der Jugendhilfe im Pflegekinderbereich
    Jürgen Blandow
  • Zur Entwicklung von Qualitätsstandards für die Pflegekinderhilfe
    Dirk Schäfer, Judith Pierlings
  • Rückführungen aus Pflegeverhältnissen
    Alexandra Szylowicki
  • Pflegekinder mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen – Einblicke in einen begleitenden Fachdienst
    Frauke Zottmann-Neumeister

nähere Informationen und Editorial

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„Praxisbuch Pflegekind“ erscheint in überarbeiteter Neuauflage

Posted on September 20, 2011. Filed under: Fachkräfte, Pflegefamilie, Publikationen |

Das „Praxisbuch Pflegekind“ wurde in 2. Auflage komplett überarbeitet und aktualisiert.

Die Autorin, Alice Ebel, lässt den Leser auf unterhaltsame Weise an ihrem Wissens- und Erfahrungsschatz teilhaben. Die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin ist selbst Mutter von zwei leiblichen und acht Pflegekindern.

Ihr Buch bietet auf 288 Seiten lebensnahe und fundierte „Informationen und Tipps für Pflegeeltern und Fachkräfte“.

nähere Informationen und Leseprobe

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SPD-Fraktion will Kinderrechte im Grundgesetz verankern

Posted on September 19, 2011. Filed under: Politik, Rechtliches | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/AW) Die SPD-Fraktion will die Rechte von Kindern im Grundgesetz verankern. Sie fordert die Bundesregierung auf, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen und der Grundrechtecharta der Europäischen Union im Grundgesetz Rechnung getragen wird. In ihrem Antrag (17/6920) verlangt sie von der Regierung außerdem, die Gesetzgebung umfassend und kontinuierlich daraufhin zu überprüfen, inwieweit sie mit der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in Einklang steht. Nachdem Deutschland seinen ursprünglichen Vorbehalt gegen die Konvention zurückgezogen habe, müsse jetzt auch das Aufenthalts- und Asylrecht geändert werden.
Die Bundesrepublik hatte die Kinderrechtskonvention nur unter Abgabe einer ausländerrechtlichen Vorbehaltserklärung unterzeichnet, nach der es beispielsweise möglich war, Minderjährige in Abschiebehaft zu nehmen. Am 15. Juli 2010 wurde die Vorbehaltserklärung von Deutschland rechtsverbindlich zurückgezogen.
Die Sozialdemokraten sprechen sich zudem für die Verankerung von Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe aus, um die Rechte von Kindern zu stärken. Außerdem müsse der Nationale Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 – 2010“ unter Einbeziehung von Kindern, Jugendlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren fortgeschrieben werden. Auf der EU-Ebene soll sich die Bundesregierung nach dem Willen der Fraktion für die Etablierung eines Monitoring-Systems zur Überwachung der Kinderrechte sowie einen turnusmäßigen EU-Staatenbericht, der an den UN-Ausschuss für die Rechte der Kinder zu übermitteln ist, einsetzen.

Quelle: Heute im Bundestag vom 16.09.2011

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Ein Pflegekind aufnehmen – Informationsveranstaltung im Landratsamt Esslingen am 28.09.

Posted on September 18, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Für Kinder, die nicht in ihrer eigenen Familie leben können, sucht der Soziale Dienst beim Landratsamt Esslingen Pflegefamilien. Dort werden Kinder sowohl zeitlich begrenzt als auch auf Dauer betreut.

Alle, die sich für diese anspruchsvolle Aufgabe interessieren, sind zu einer Informationsveranstaltung des Pflegekinderdienstes am Mittwoch, dem 28. September 2011, um 16 Uhr im Landratsamt Esslingen, Pulverwiesen 11, Raum 118, eingeladen. Es werden Themen erörtert, die im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Pflegekindes stehen. Wer sich für Adoption interessiert, kann etwas früher kommen und zuerst um 14:30 Uhr am gleichen Ort an einer Infoveranstaltung über Adoption teilnehmen.

Weitere Informationen: Pflegekinderdienst des Landkreises Esslingen, Ursula Österle,
Telefon 0711 3902-2679, E-Mail: Oesterle.Ursula@LRA-ES.de, www.Landkreis-Esslingen.de.

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Velbert: Kinder suchen Pflegeeltern – Informationsveranstaltung am 03.10.

Posted on September 17, 2011. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Adoptions- und Pflegekinderdienstes der Stadt Velbert lädt das Ev. Familienzentrum Dalbecksbaum am Donnerstag, 06. Oktober um 10.30 Uhr in die Kita am Wordenbecker Weg 55 ein.

Alle Eltern, die sich über die Arbeit des Pflegekinderdienstes informieren wollen oder die mit Selbstbewusstsein bereit sind sich Veränderungen zu stellen sind herzlich eingeladen an diesem Abend zu kommen.

Als Gäste auf der „Couch“ werden Frau Martina Lueg und Herrn Ludwig Bürger vom Pflegekinderdienst begrüßt.

Um Anmeldung unter folgenden Rufnummern wird gebeten:

  • Frau Polscheit, Leiterin Kita Wordenbeck 02051-64428
  • Frau Schneider, Leiterin Kita Sonnenblume 02051-64423
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Rhein-Sieg-Kreis: Austausch und Information für Pflegeeltern am 26.09. in Meckenheim

Posted on September 14, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Die Kooperationsgemeinschaft der Pflegekinderdienste des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises lädt noch einmal zu ihrer nächsten offenen Informationsveranstaltung ein. Diese findet am 26.09.2011 um 19.30 Uhr in der Nebenstelle des Jugendhilfezentrums Meckenheim, Hauptstraße 10 in Meckenheim, statt.

Die Informationsveranstaltung dient insbesondere dazu, alle Interessierten unverbindlich über das Wichtigste zu informieren und grundlegende Fragen zu klären:

  • Was sind überhaupt Pflegeeltern und Pflegekinder?
  • Was bedeutet es, Pflegeeltern zu werden?
  • Was kommt, auch aus finanzieller Sicht, auf uns als Pflegeeltern zu?
  • Welche Rolle spielen die leiblichen Eltern des Pflegekindes?
  • Was für Rechte und Pflichten gibt es?

Paare, die sich im Anschluss an die Informationsveranstaltung dazu entschließen, Pflegeeltern werden zu wollen, können sich direkt für eines der Bewerberseminare anmelden.

In der Kooperationsgemeinschaft der Pflegekinderdienste arbeiten das Jugendhilfezentrum des Rhein-Sieg-Kreises in Meckenheim (zuständig für die Kommunen Alfter, Swisttal und Wachtberg), die Städte Bornheim, Meckenheim und Rheinbach sowie der Kreis Ahrweiler eng zusammen.
Pflegeeltern und alle Paare, die sich für die Übernahme einer Pflegschaft interessieren, erhalten hier die Unterstützung und Hilfe die sie benötigen.

Die Informationsveranstaltung für Pflegeeltern wird 2-mal im Jahr und dabei wechselweise von den einzelnen Kooperationsmitgliedern durchgeführt und ist kostenlos.

Die Veranstaltung richtet sich nicht ausschließlich an Paare, sondern auch an alle interessierten Einzelpersonen.

Quelle: Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises vom 14.09.2011

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PFIFF hat eine Neue! … Eine neue Webseite!

Posted on September 13, 2011. Filed under: Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die PFIFF gGmbH Hamburg hat ihren Internetauftritt komplett überarbeitet:

Auf www.pfiff-hamburg.de sind nicht nur die wichtigsten Grundinformationen zur Dauerpflege, den befristeten Pflegeformen und den Patenschaften bereit gestellt. Die neue Seite gibt u. a. auch einen Überblick über die zahlreichen Projekte von PFIFF, stellt eine Reihe Publikationen als PDF zum Download zur Verfügung und bietet im Vergleich zur früheren Internetpräsenz ein vereinfachtes Anmeldeverfahren zu Veranstaltungen.

Im nächsten Bauabschnitt soll ein eigener Bereich für Fachkräfte entstehen, in dem Konzepte, Entgeltvereinbarungen und Profile freier Familien aufrufbar sind.

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„Besuchskontakte von Kindern und Jugendlichen in Erziehungsstellen … im Spannungsfeld der Interessen und Professionen“ am 13.10. in Köln

Posted on September 13, 2011. Filed under: Jugendhilfe |

Mit „Besuchskontakte von Kindern und Jugendlichen in Erziehungsstellen … im Spannungsfeld der Interessen und Professionen“ beschäftigt sich eine Fortbildung des Landesjugendamt Landschaftsverband Rheinland in Kooperation mit dem Erziehungsbüro Rheinland am 13.10. in Köln.

Referenten sind Daniela Reimer, Klaus-Peter Vollmecke, Margarethe Bergmann, Mériem Diouani-Streek, Roland Schleiffer und Susanne Wieseler (Moderation).

Ziel des Fachtags ist es, verschiedene Professionen zu dem Spannungsfeld „Besuchskontakte in Herkunftsfamilien“ miteinander ins Gespräch zu bringen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an Frau Ulsperger: info@erziehungsbuero.de

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Stadt Köln dankt Pflegeeltern für ihren engagierter Einsatz für Kinder und Jugendliche am 17.09. mit einer Feier im Bürgerhaus Kalk

Posted on September 12, 2011. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen |

Für alle Pflegefamilien aus den Kölner Stadtbezirken Innenstadt und Kalk veranstaltet das Amt für Kinder, Jugend und Familie am 17. September 2011 eine Feier im Bürgerhaus Kalk. Derzeit werden in beiden Stadtbezirken zusammen 118 Kinder von 90 Pflegefamilien in Vollzeitpflege betreut.

Mit der Feier wird den Familien für ihren teilweise schon jahrzehntelangen Einsatz und die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt gedankt. Besondere Ehrungen in Form von Urkunden, Geldgeschenken und Blumen erhalten in diesem Jahr zwölf Pflegefamilien: Vier Familien betreuen seit fünf Jahren, sechs Familien seit zehn Jahren und zwei Familien seit 20 Jahren Kinder in Vollzeitpflege in ihrem Haushalt.

Nach der Begrüßung um 15 Uhr erfolgt zunächst die Ehrung der langjährig tätigen Pflegeeltern. Anschließend führt die Theatergruppe „Schnurzepiepe“ das Kindertheaterstück „Wohnzimmerpiraten“ auf. Außerdem gibt es Bastelangebote für Kinder und bei Speisen und Getränken ausgiebig Gelegenheit zum Kennenlernen und zum Erfahrungsaustausch.

Obwohl in Köln bereits viele engagierte Familien diese verantwortungsvolle und oft schwierige Aufgabe übernommen haben, gibt es noch viele Kinder, die aus vielfältigen Gründen nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Für sie sucht der Pflegekinderdienst der Stadt Köln immer wieder geeignete Familien.

Quelle: Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vom 09.09.2011

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Stadt Sankt Augustin: Pflegeelternvorbereitungskurs im Herbst 2011

Posted on September 11, 2011. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen |

Sankt Augustin – Der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Sankt Augustin, Bezirkssozialdienst, führt im Herbst diesen Jahres einen Pflegeelternvorbereitungskurs durch.

Teilnehmen können alle Paare und auch einzelne Personen, die sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, ein Pflegekind aufzunehmen.

Pflegekinder kommen in aller Regel aus sehr unsicheren und belasteten Lebenssituationen. Sie sind häufig nicht genügend versorgt worden, haben zu wenig emotionale Zuwendung erhalten und haben unter Umständen auch psychische oder physische Gewalt erfahren. Die Integration dieser Kinder in eine für sie fremde Familie erfordert sehr viel Engagement, Einfühlungsvermögen, Geduld und Zeit der aufnehmenden Pflegefamilie.

Die Stadt Sankt Augustin versucht insbesondere mit dem Vorbereitungskurs werdende Pflegeeltern möglichst gut auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten.

In dem Kurs erhalten die Teilnehmer unter anderem sehr viele Informationen über typische Lebenssituationen von Pflegekindern, über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Vermittlungspraxis und die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie. Gleichzeitig haben die Teilnehmer in dem Kurs die Möglichkeit für sich zu prüfen, ob sie und auch ihre Familie sich der Aufgabe, ein Pflegekind zu betreuen, gewachsen fühlen.

Wer an dem Vorbereitungskurs teilnehmen möchte, kann gerne einen Termin zum Vorgespräch mit Edelgard Esser, Bezirkssozialdienst, Tel.:02241/243-456, E-Mail: edelgard.esser@sankt-augustin.de vereinbaren.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Sankt Augustin vom 08.09.2011

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Pflegemutter aus Sachsen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Posted on September 10, 2011. Filed under: Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen, Verschiedenes |

Am 09.09. berichtete sachsen-online.de in dem Artikel „Mutter mit Leib und Seele“ über die 57-jährige Magdalena Tröger aus Bad Schlema, die kürzlich u. a. für ihr Engagement als Pflegemutter mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde.

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Kommunen setzen beim Kinderschutz verstärkt auf „Frühe Hilfen“

Posted on September 10, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Nationales Zentrum Frühe Hilfen legt Ergebnisse der „Bestandsaufnahme Kommunale Praxis Früher Hilfen“ vor

Die Mehrheit der Kommunen in Deutschland hat ihre Anstrengungen im Bereich „Frühe Hilfen“ deutlich verstärkt. Wie aus einer Bestandsaufnahme des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) hervorgeht, haben zwei Drittel der Kommunen in den vergangenen Jahren durch politischen Beschluss frühzeitige Hilfsangebote für Familien ausgebaut. Viele Kommunen haben hierfür dauerhaft zusätzliche Mittel bereitgestellt. Für die Bestandsaufnahme des NZFH wurden deutschlandweit die Jugend- und Gesundheitsämter befragt.

Nach Aussage fast aller Ämter tragen „Frühe Hilfen“ zur frühzeitigeren Erkennung von familiären Problemlagen bei. Insgesamt halten die Kommunen eine breite Palette von frühen Hilfsangeboten für werdende und junge Eltern bereit. Sie reichen von Präventionsangeboten, die alle Familien erreichen – beispielsweise Begrüßungspakete und -besuche -, über Maßnahmen für spezifische Situationen wie die Frühförderung von behinderten Kindern, bis zu stationären Hilfen für jugendliche Mütter – dazu gehören etwa Mutter-Kind-Einrichtungen.

„Frühe Hilfen sind unverzichtbar, um Fälle von Kindeswohlgefährdung möglichst von Anfang an zu vermeiden“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die Mehrheit der Kommunen hat das erkannt. Für besonders wichtig und erfolgreich halten Kommunen den Einsatz von Familienhebammen und Beratungsangeboten für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern wie etwa `Schreibaby-Sprechstunden`. Von diesen Hilfen profitieren vor allem Familien mit hohen Belastungen. Ziel sollte daher sein, diese Angebote flächendeckend auszubauen.“

„Die zunehmende Bedeutung, die ‚Frühe Hilfen’ erfahren, ist auch ablesbar an einer besseren personellen Ausstattung. Fast die Hälfte der Jugendämter hat im Bereich Früher Hilfen bei sich oder bei den freien Trägern zusätzliche Stellen geschaffen. Die Notwendigkeit, Ressourcen auszubauen statt umzuverteilen, scheint erkannt worden zu sein“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor und Vorstand des Deutschen Jugendinstituts.

Die Bestandsaufnahme des NZFH, die vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) durchgeführt wurde, hat zudem gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Kommunen Koordinierungsstellen eingerichtet hat, um die verschiedenen Anbieter Früher Hilfen miteinander zu vernetzen und dadurch deren Effektivität zu erhöhen. Dennoch werden seitens der Jugend- und Gesundheitsämter weitere Entwicklungsbedarfe gesehen. Zum einen fehlen ihnen bessere Instrumente zur Einschätzung von familiären Belastungen, um noch passgenauere Hilfen anbieten zu können. Zum anderen werden mehr interdisziplinäre Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Fachkräfte benötigt.

Das NZFH hat begonnen, die Ergebnisse der Bestandsaufnahme in konkrete Maßnahmen umzusetzen: So werden inzwischen Materialien zur Unterstützung von Fachkräften in der Arbeit mit Eltern sowie Instrumente zur Einschätzung familiärer Belastungen entwickelt. Außerdem erarbeitet das NZFH Arbeitshilfen für die sektorenübergreifende Fort- und Weiterbildung.

Der Kurzbericht „Bestandsaufnahme zur Entwicklung der kommunalen Praxis im Bereich Früher Hilfen“ (zweite Teiluntersuchung) ist beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) als Download zu beziehen. Durchgeführt wurde die Befragung vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin im Auftrag des NZFH.

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) / Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) vom 09.09.2011

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Informationen für Pflegeeltern in spe am 23.09. im Kreis Waldshut

Posted on September 9, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Der Pflegekinderdienst des Landratsamtes Waldshut sucht Pflegeeltern, die ein Kind bei sich aufnehmen. Zur Information findet am Freitag, 23. September, 18 Uhr, im Landratsamt Waldshut, Zimmer 267, eine Veranstaltung zum Thema Vollzeitpflege statt.

Dabei besteht auch die Möglichkeit, mit erfahrenen Pflegeeltern ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen gibt es von Kathrin Bergmann (Pflegekinderdienst), Telefon 07751/86-4323, oder unter www.pflegekinder-waldshut.de

Voraussetzungen: Grundsätzlich können verheiratete und nicht verheiratete Paare, aber auch Einzelpersonen, mit oder ohne Kindern Pflegepersonen werden. Wichtig sind die Freude am Zusammenleben mit Kindern, die Fähigkeit und der Wunsch, Liebe entgegenzubringen, erzieherische Erfahrungen und Fähigkeiten sowie Geduld, Zeit und Belastbarkeit. Erwartet werden von den Pflegeeltern auch Offenheit und Toleranz gegenüber ungewöhnlichen und fremden Verhaltensweisen. Die Pflegefamilien sollten gesicherte wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.

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Bodenseekreis: Jugendamt sucht neue Pflegeeltern

Posted on September 9, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Veranstaltungen |

Das Jugendamt des Landkreises Bodenseekreis sucht engagierte Vollzeit-Pflegeeltern für Kinder und Jugendliche in Not. Bei einer Vollzeitpflege werden Kinder und Jugendliche in eine andere Familie vermittelt und dort durchgängig betreut.

Die Gründe, die eine Vollzeitpflege in einer fremden Familie notwendig machen können, sind vielfältig: Überforderung, psychische Erkrankung oder Erziehungsunfähigkeiten der Eltern kommen ebenso vor wie sexueller Missbrauch oder Misshandlung. In solch einem Fall leitet das Jugendamt diese Hilfsmaßnahme ein. Die Experten der Behörde begleiten und beraten das Pflegekind, die Pflegefamilie und die leiblichen Eltern während des gesamten Pflegeverhältnisses. Die Pflegeeltern übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe für die Jugendhilfe und erhalten dafür ein Pflegegeld. Um die Pflegeeltern auf diese Aufgabe vorzubereiten, bietet das Jugendamt Qualifizierungskurse an, in denen sich die Bewerber auch mit erfahrenen Pflegeeltern austauschen können.

Für Interessenten gibt es am Donnerstag, 22. September, einen Informationsabend des Jugendamts. Im Friedrichshafener Landratsamt, Albrechtstraße 77, werden die diversen Formen der Pflege und der Bewerbungsablauf vorgestellt. Treffpunkt ist um 18 Uhr im Eingangsbereich. Informationen gibt Barbara Heinzelmann vom Kreisjungendamt, Telefon 0 75 41/2 04 56 46.

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Seminar „Bindung und Trauma“ am 08.10. in Braunschweig

Posted on September 8, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Beratungspraxis für Pflegeeltern von Dipl.-Psych. Susanne Reiher in Braunschweig veranstaltet am 08.10. von 10-17 Uhr in Braunschweig, Landhaus Seela, Messeweg 41 ein Seminar mit Dr. Martina Cappenberg zum Thema „Bindung und Trauma„.

Inhalt:
„Die lebenslange Bedeutsamkeit der frühen Erfahrungen in der Eltern-Kind-Beziehung und damit der frühen kindlichen Bindungserfahrungen ist empirisch belegt und somit wissenschaftlich unumstritten. Das Seminar wird sich ausgehend von den Grundlagen der Bindungstheorie mit den typischen Vorerfahrungen von Pflegekindern beschäftigen: innerfamiliäre Traumatisierung und Misshandlung und deren tiefgreifende Konsequenzen im Erleben und Verhalten der betroffenen Kinder.  Hieraus resultiert eine Vielzahl von Anforderungen an Pflegekinder und Pflegeeltern. Im Seminar sollen Wege aufgezeigt werden, wie diesen Anforderungen begegnet werden kann. Im praktischen Teil des Seminars wird der Schwerpunkt darauf gelegt, wie Pflegeeltern ihr Kind darin unterstützen können, zu verarbeiten was es erlebt hat und korrigierende Elternerfahrungen zu verinnerlichen.“

Die Teilnehmergebühr beträgt 50 Euro pro Person (incl. Mittagessen).
Die Anmeldung soll unter sr@susanne-reiher.de oder unter 05336-8548 erfolgen.

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Landkreis Dahme-Spreewald sucht Pflegeeltern – Infoveranstaltungen am 15. und 22.09.

Posted on September 7, 2011. Filed under: Bewerber, Brandenburg, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Spreewald. Seit nunmehr 2,5 Jahren wird der Pflegekinderdienst für den Landkreis Dahme Spreewald mit drei Sozialarbeitern durch die GFB (Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH) realisiert. Zu deren Aufgaben gehört es unter anderem auch, für Kinder Pflegefamilien zu suchen und diese mit dem notwendigen Rüstzeug für die Aufnahme eines Pflegekindes auszustatten.

Häufig gibt es jedoch noch falsche Vorstellungen über den Weg zur Pflegefamilie. Welche rechtlichen und persönlichen Voraussetzungen man mitbringen muss, um eine Pflegeperson oder Pflegefamilie zu werden, kann man in zwei Informationsveranstaltungen erfahren.

Diese finden am 15.09.2011, um 17 Uhr im Jugendamt Lübben, Beethovenweg 14, sowie am 22.09.2011, um 17 Uhr im Büro des Pflegekinderdienstes in Königs Wusterhausen, Bahnhofstraße 20 (Büro bei Ostkreuz) statt.

Zur Pflegeperson eignet sich in der Regel fast jeder, der motiviert ist ein Kind aufzunehmen, grundlegende pädagogische Kompetenz besitzt, sowie über entsprechende Wohnverhältnisse und genügend Zeit verfügt.

Quelle: Pressemeldung des Landkreis Dahme-Spreewald vom 06.09.2011

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PFAD FÜR KINDER Multiplikatorenschulung 2011/2012 – noch wenige Plätze frei!

Posted on September 6, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Foto: © pixelio/Rolf van Melis

Im bereits dritten und vorerst letzten Schulungsdurchgang des erfolgreichen Projekts „Schulung von Multiplikatoren und Beiständen zur Stärkung der Selbsthilfe von Pflege- und Adoptivfamilien vor Ort“ des PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. sind noch wenige Plätze für Interessierte frei. Vorrangig will der Verband Pflege- und Adoptiveltern zur Teilnahme ansprechen, in deren Regionen es noch keine Pflege- und Adoptivelterngruppe gibt.

Mit dem Multiplikatorenprojekt fördert der PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. den Aufbau und die Arbeit von Pflege- und Adoptivelterngruppen in Bayern. Er bietet Pflege- und Adoptiveltern die Möglichkeit, sich – ergänzend zu ihren praktischen Erfahrungen – fachliches Hintergrundwissen zu Themen und Problemstellungen aus der Pflege- und Adoptivkinderpraxis und Kenntnisse über Gruppenarbeit anzueignen, um im gegenseitigen Austausch, bei Fortbildungen und gemeinsamen Unternehmungen Unterstützung und Entlastung für die Familien zu ermöglichen.

Die Erfahrung der bestehenden Gruppen zeigt, dass eine konstruktive und sich gegenseitig unterstützende Zusammenarbeit mit den Fachkräften der öffentlichen Träger der Jugendhilfe und den regional vertretenen freien Trägern dazu beiträgt, das notwendige Hilfenetz für die Pflege- und Adoptivkinder und ihren Familien zu stärken. Berichte über die Aktivitäten von Pflege- und Adoptivelterngruppen in der örtlichen Presse zeigen ein realistisches Bild der Arbeit von Pflege- und Adoptivfamilien und sprechen zugleich weitere Familien an, sich für die Aufnahme von Pflege- und Adoptivkindern zu interessieren.

Im Oktober 2010 endete für 14 Multiplikatoren der erste Kurs des über drei Jahre angelegten Projekts. Derzeit läuft der zweite Schulungsdurchgang mit weiteren 16 Multiplikatoren.

Die Termine  für den dritten Durchgang 2011/2012 sind
21.-23.10.2011        Wochenendseminar I
09.-11.03.2012        Wochenendseminar II
13.-15.07.2012        Wochenendseminar III
19.-21.10.2012         Wochenendseminar IV

nähere Informationen und Erfahrungsberichte auf www.pfad-bayern.de

Ansprechpartnerin ist Projektleiterin Traudl Meister: traudl.meister@pfad-bayern.de

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Schwarzwald-Baar-Kreis: Informationsveranstaltungen am 21.09. und 19.10.

Posted on September 6, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Fortbildung, Veranstaltungen |

Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes Schwarzwald-Baar-Kreis bietet am 21.09. und 19.10.  im Landratsamt, Außenstelle Donaueschingen, Humboldtstraße 11, im Jugendamt Raum 318 eine Infoveranstaltung an, bei der folgende Fragen rund um Pflegekinder und Pflegeeltern beantwortet werden:

  • Erste Informationen – wozu werden Pflegeeltern benötigt
  • Pflegeverhältnisse – welche verschiedenen Betreuungsformen gibt es
  • Pflegekinder – was erwartet Sie
  • Pflegeeltern werden – welche Voraussetzungen sollten Sie mitbringen

Ansprechpartnerin ist Frau Kromer Tel.: 07721/913-5119, Mail: I.Kromer@Lrasbk.de

Zu den Veranstaltungen sind interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis eingeladen, die sich rund um das Thema Pflegekinder informieren möchten. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

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Seminar für Adoptiveltern Schwarzer Kinder – „Wurzeln und Flügel“ am 05./06.11. in Berlin

Posted on September 5, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 05. und 06.11. bietet Diversity Works ihr Elterntraining „Wurzeln und Flügel“ für Adoptiveltern Schwarzer Kinder in Berlin an.

Das Zusammenleben mit Kindern in Familien ist ebenso von wertvollen, schönen, lebensbereichernden und -bejahenden Glücksmomenten geprägt, wie von jenen kräftezehrenden Momenten, in denen das Kommunizieren, das in Kontakt bleiben und das Zueinanderstehen zu Kraft- und Geduldsproben werden können. Dies gilt für alle Familienkonstellationen.

Adoptivfamilien finden sich darüber hinaus mit der Situation konfrontiert, ein neues Familienmitglied in ihrer Mitte zu haben, das bereits eigene, andere Lebenserfahrungen und Prägungen in sich trägt. Wie findet man gemeinsame Wege und Werte des Zusammenlebens?

Weiße Adoptiveltern Schwarzer Kinder machen nicht selten Erfahrungen, die über all das hinausgehen. Sie werden unter Umständen mit rassistischen und/oder sozialer Zuschreibungen und Diskriminierungen konfrontiert. Darüber hinaus mögen sich Fragen ergeben, wie mit der Traurigkeit, der Wut oder der Nichtthematisierung des Adoptivkindes umzugehen ist, das von den leiblichen Eltern verlassen oder „frei gegeben“ wurde und sich in einer neuen Heimat zurechtfinden muss.

Das Workshopkonzept „Wurzeln und Flügel“ bietet Adoptiveltern Schwarzer Kinder die Möglichkeit, sich mit all diesen Herausforderungen zu beschäftigen und Lösungsansätze für problematische Situationen zu erarbeiten. Im gemeinsamen Austausch machen sie die stärkende Erfahrung, dass sie nicht allein sind mit ihren Fragen und Problemen.

nähere Informationen

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„Bindung und Bindungsentwicklung in Adoptiv- und Pflegefamilien“ am 05.10. in Freiburg

Posted on September 4, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bewerber, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Ortsverein PFAD Freiburg – Freiburger Pflege- und Adoptivelternkreis Nestwärme e.V. lädt am Mittwoch, den 05.10. um 20 Uhr zu einem offenen Treffen und Vortrag mit der Soziologin Sandra Basset M.A. zum Thema „Bindung und Bindungsentwicklung in Adoptiv- und Pflegefamilien“ ein.

Veranstaltungsort ist der Heilpädagogischer Hort in der Leisnerstr. 2 in Freiburg.

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Leibliche Kinder in Pflegefamilien: „Und wer kümmert sich um mich?“ am 22.10. in Berlin

Posted on September 4, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband  Berlin-Brandenburg lädt am 22.10. ein zu einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema Leibliche Kinder in Pflegefamilien: „Und wer kümmert sich um mich?“ ins Familienzentrum Nestwärme in Berlin, Kreuzberg. Referentin wird Isabel-Theres Spanke vom Institut für Vollzeitpflege und Adoption e.V. sein.

Kinderbetreuung wird angeboten. Anmeldeschluss ist der 30.09.

Veranstaltungsflyer

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Uniklinik Ulm möchte die psychiatrische Versorgung von Pflegekindern verbessern

Posted on September 3, 2011. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Ulmer Kinder- und Jugendpsychiatrie entwickelt Praxismanual für Jugendhilfeeinrichtungen
Gefördert von der World Childhood Foundation

Jährlich bringen Jugendämter in Deutschland über 10.000 Kinder in Pflegefamilien unter. 2009 lebten 57.452 Kinder in Deutschland Vollzeit in Pflegefamilien (Quelle: Statistisches Bundesamt). Diese Kinder haben in ihrer Herkunftsfamilie oft Vernachlässigung, körperliche Misshandlung oder sexuellen Missbrauch erlebt und sind in Folge solch traumatischer Erfahrungen häufiger als andere Kinder von Entwicklungsstörungen und psychischen Störungen betroffen. „Jugendämter sind häufig nicht genügend für die spezifischen Probleme traumatisierter Kinder sensibilisiert“, erklärt Sylvia Oswald, Psychologin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie und Koordination des Projekts „Traumafolgen bei Pflegekindern“, das von der World Childhood Foundation mit 65.000 Euro gefördert wurde. Mit dem Ziel, die Vernetzung von Jugendhilfe und Therapieeinrichtungen voranzutreiben und damit die psychiatrische Versorgung traumatisierter Pflegekinder zu verbessern, unterstützte das zweijährige Projekt Jugendhilfeeinrichtungen in ihrer Arbeit mit Pflegekindern und -familien. Dabei ist ein Praxismanual mit wichtigem Hintergrundwissen zu Traumafolgestörungen sowie mit hilfreichen Materialien zum Umgang mit traumatisierten Pflegekindern entstanden. Das Handbuch ist kostenlos zum Download auf der Homepage der Klinik erhältlich.

„Pflegekinder erhalten häufig sehr spät eine psychologische bzw. psychiatrische Behandlung. Kinder werden oft erst dann in unserer Pflegekinderambulanz vorgestellt, wenn die Pflegefamilien bereits an ihrer Belastbarkeitsgrenze angekommen sind. Oft stehen wir dann zusätzlich vor dem Problem, dass die Vorgeschichte des Kindes weder dem zuständigen Jugendamt noch der Pflegefamilie ausreichend bekannt ist. Die Vorgeschichte ist aber der Schlüssel zu einer zuverlässigen Traumadiagnostik und einer fachgerechten Behandlung von Traumafolgen“, erläutert Dr. Sylvia Oswald. Eine typische psychische Traumafolgestörung ist zum Beispiel die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Häufig weisen Pflegekinder als Folge verschiedener Risikofaktoren auch Entwicklungsverzögerungen auf, z.B. im motorischen oder sprachlichen Bereich.

„Mitarbeiter in Jugendhilfeeinrichtungen sollten in der Lage sein, diese Zeichen zu deuten. Denn nur dann können Pflegekinder rechtzeitig in psychologische oder psychiatrische Behandlung gegeben werden, die auch Aussicht auf Erfolg hat. Dies wirkt sich wiederum positiv auf das Zusammenleben in der Pflegefamilie aus. Jugendämter brauchen unsere Unterstützung, damit sie die richtige Vorarbeit leisten können“, sagt Prof. Dr. Lutz Goldbeck, Leiter der Sektion Psychotherapieforschung und Verhaltensmedizin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie und Leiter des Projekts.

Hier setzte die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit ihrem Projekt „Traumafolgen bei Pflegekindern“ und der Ausarbeitung des Praxismanuals an. Dieses klärt zum einen über typische Probleme von Pflegekindern auf. Dazu Dr. Sylvia Oswald: „Mitarbeiter in Jugendämtern brauchen hier das nötige Hintergrundwissen, um Hinweise auf Traumafolgestörungen erkennen zu können.“ Zudem enthält das Handbuch nützliche Werkzeuge in Form von Fragebögen und Gesprächsleitfäden, die dabei helfen sollen, mögliche Anzeichen für Traumafolgestörungen feststellen zu können. Außerdem klärt das Manual darüber auf, welche Schritte jeweils einzuleiten sind und wo die Jugendämter Hilfe bekommen können, z.B. mit Listen wichtiger Internetadressen oder einer Übersicht über Behandlungs- und Förderprogramme für traumatisierte Kinder. Insgesamt 24 Jugendämter aus ganz Deutschland, davon acht aus Baden-Württemberg und 13 aus Bayern, sowie fünf Pflegeelternorganisationen aus Baden-Württemberg nahmen an den hierzu angebotenen Fortbildungsveranstaltungen teil.

Das Feedback der teilnehmenden Jugendhilfeeinrichtungen war laut Oswald durchweg positiv: „Uns ist aufgefallen, dass es einen großen Bedarf an Hilfestellung und Unterstützung im Umgang mit Pflegekindern und -familien gibt. Das Praxismanual wurde als hilfreich empfunden. Die Fragebögen gaben Orientierung, mit Hilfe der Leitfäden fiel es den Teilnehmern z.B. leichter, mit den Kindern eine gute Gesprächsbasis herzustellen“, schließt Dr. Sylvia Oswald. „Wir hoffen nun, dass die Inhalte des Projektes, speziell das von uns entwickelte Praxismanual, weiter Verbreitung finden und einen positiven Einfluss auf die Arbeit von Jugendämtern haben.“

zum Download des Praxismanuals „Traumafolgen bei Pflegekindern“

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Ulm vom 23.08.2011

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Informationsabende zur Patenschaft in Hamburg

Posted on September 2, 2011. Filed under: Fortbildung, Hamburg, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die PFIFF gGmbH Hamburg informiert Interessenten zum Thema Patenschaften. Sie erfahren, was Sie als Patenfamilie mitbringen müssen, wie die Situation der Kinder aussieht, wie die Zusammenarbeit mit den zum Teil noch jungen, zum Teil psychisch kranken Müttern geregelt ist und welche Unterstützung Sie erwarten können.

Die nächsten Termine sind jeweils von 19.30 – 22 Uhr am

  • Dienstag, 27. September 2011
  • Montag, 17. Oktober 2011
  • Dienstag, 8. November 2011
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Erlebnispädagogischer Tag für Pflegefamilien am 24.09. in Stuttgart

Posted on September 1, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der PFAD-Ortsverein Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart e.V. lädt am 24.09. für Pflegeeltern und Pflegekinder ab 12 zu einem erlebnispädagogischen Tag im Hochseilgarten Forest Jump in Walldürn ein. Das Motto des Tages lautet „Vertrauen erlebbar machen – Beziehung stärken„.

Anmeldeschluss ist der 15.09. Ein Unkostenbeitrag von 15 € wird eingesammelt.

Anmeldung über Tel. 0711/61 27 91 oder info@pflegeeltern-stuttgart.de

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Sachsen-Anhalt: Zahl der Adoptionen gestiegen

Posted on September 1, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Im Laufe des Jahres 2010 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 110 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ein neues Zuhause, davon 46 Jungen und 64 Mädchen. Insgesamt waren es 38 Adoptierte mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Zahl der Adoptionen in Sachsen-Anhalt seit dem Jahr 2006 wieder an.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren 51 Prozent der Kinder jünger als 3 Jahre. Alle diese adoptierten Jungen und Mädchen waren deutsche Staatsbürger.

72 Prozent der Adoptionsfälle standen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Adoptiveltern. Bei 28 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren die Adoptierenden Verwandte bzw. Stiefmutter oder Stiefvater.

Am Jahresende 2010 waren 26 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt, wobei auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind 3 Adoptionsbewerber kamen.

80 Kinder und Jugendliche waren am Jahresende 2010 bereits in Adoptionspflege untergebracht. Die Adoptionspflege ist eine Art Probezeit für Kinder und potentielle Eltern und soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose darüber ermöglichen, ob sich ein Eltern-Kind-Verhältnis einstellen wird. Während des Jahres 2010 wurden 6 Adoptionspflegen abgebrochen.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 23.08.2011

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Mecklenburg-Vorpommern: Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen um 10 Prozent im Jahr 2010 angestiegen

Posted on September 1, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern | Schlagwörter: , |

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1 002 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, zu ihrem Schutz von den Jugendämtern in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes waren das 91 Fälle oder 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Rein rechnerisch wurden täglich drei Minderjährige von den Behörden aufgenommen und vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht.

Jede zweite Schutzmaßnahme (503 Fälle) wurde wegen dringender Gefahr von Kindern und Jugendlichen durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 206 Minderjährigen (21 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 212 Fällen (21 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen waren überwiegend jünger als 14 Jahre (57 Prozent). In dieser Altersgruppe wurden 2010 deutlich mehr Schutzmaßnahmen eingeleitet als im Jahr zuvor (+ 88 Fälle). Besonders deutlich stieg die Zahl der Inobhutnahmen bei den 3- bis unter 9-Jährigen (+ 36 Fälle). Demgegenüber erhöhte sich bei den 14- bis unter 18-Jährigen die Zahl der eingeleiteten Schutzmaßnahmen gegenüber 2009 nur um 3.

Eine Hauptursache für das Auslösen von akuten Krisen- und Gefährdungssituationen, die zur Inobhutnahme von Minderjährigen führte, war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. Das betraf Kinder oder Jugendliche aller Altersgruppen, besonders aber Kleinkinder unter 3 Jahren und 14- bis unter 16-jährige Teenager. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme der Minderjährigen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld bzw. der Eltern untereinander. Diese Schwierigkeiten traten bei Mädchen, insbesondere in der Pubertät, häufiger als bei Jungen auf. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptgrund für die Einleitung von vorübergehenden Schutzmaßnahmen. Vor allem jüngere Kinder bis 6 Jahre wurden aufgrund von Vernachlässigung in Obhut genommen.

Jeder dritte Minderjährige (33 Prozent) lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil und weitere 27 Prozent in einer „Patchworkfamilie“. 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen wohnten zum Zeitpunkt der Einleitung der Schutzmaßnahme mit den Eltern zusammen.

Nahezu die Hälfte der Inobhutnahmen (48 Prozent) endete mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten. In 40 Prozent der Fälle wurden im Ergebnis der Schutzmaßnahme erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses oder eine stationäre Hilfe eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 76/2011 des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 23.08.2011

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