Ortenaukreis: Weitere Kurzzeit-Familien gesucht

Posted on Dezember 29, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Ortenau (lev). Seit 2008 gibt es Bereitschaftspflegefamilien im Ortenaukreis. Sie springen ein, wenn Kinder aus ihren Familien geholt werden müssen, um sie vor Gefahren durch ihr familiäres Umfeld zu schützen
Zwei Drittel der Fälle werden mit Einverständnis der Eltern in Obhut gegeben, bei einem Drittel hat das Jugendamt die Unterbringung entschieden. Damit die Kinder in familiärem Umfeld wieder zur Ruhe kommen können, werden sie in die vorübergehenden Pflegefamilien gebracht. Während ihres Aufenthalts, der maximal drei Monate umfassen soll, entscheidet sich, ob sie wieder in ihr altes Umfeld zurückkehren können oder ob sie in Heimen untergebracht oder zur Adoption freigegeben werden.
Eine wichtige Voraussetzung, um vom Kommunalen Sozialen Dienst als Bereitschaftspflegefamilie verpflichtet zu werden, ist die pädagogische Ausbildung mindestens eines Elternteils. Der Kreis sucht stabile Familien, deren eigene Kinder mit dem Familienzuwachs auf Zeit keine Probleme haben. Außerdem sollten die Eltern Zeit haben und auch genügend Wohnraum, um dem Pflegekind ein eigenes Zimmer zu bieten.
Feste Bereitschaftszeiten
Eine Bereitschaftspflege­familie erhält für die Aufnahme eines Pflegekinds je nach Alter des Kindes zwischen 1233 Euro und 1390 Euro im Monat. Für die Bereitschaft, kurzfristig Kinder aufzunehmen, bekommt die Bereitschaftspflegefamilie für jeden Tag ohne Pflegekind neun Euro. »Es ist mehr, als wir normalen Pflegekräften zahlen, weil es zum einen Fachkräfte sind und sie in ihren Familien mit einem häufigen Wechsel sehr verunsicherter Kinder und Jugendlicher zurechtkommen müssen«, sagt Markus Gertis, beim Jugendamt für die Bereitschaftspflege zuständig.

Die Familien stehen montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr bereit, am Wochenende und nachts springen die beiden Heimeinrichtungen im Kreis, Haus des Lebens in Rammersweier (Zentrum für Frauen und Kinder) und das Wunder-Fitz in Offenburg, ein. Im Urlaub melden sich die Bereitschaftspflegefamilien zuvor von ihrem Dienst ab. Manchmal kann im Voraus der Kontakt hergestellt werden, wenn beispielsweise ein Elternteil der Herkunftsfamilie einen Klinikaufenthalt vor sich hat.
»Wir sind immer froh, wenn wir geeignete Bereitschaftspflegefamilien haben«, erklärt Gertis. Die Bedingungen, zum Beispiel die Eingrenzung auf bestimmte Altersgruppen, werden vertraglich festgelegt. Außerdem werden zuvor mehrere Bewerbergespräche geführt. Anwärter müssen ein Vorbereitungsseminar besuchen und erhalten anschließend monatliche Supervision.
Interessenten können sich an Markus Gertis, Pflegestellen­koordination beim Jugendamt, 0781/805-13 73, oder per Mail an pflegestellenkoordination@ortenaukreis.de wenden.

Quelle: Baden online vom 28.12.2011

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