Bremen: „Pflegekinder sind bei PiB in guter Hand“

Posted on Januar 9, 2012. Filed under: Bremen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Bei der Vertragsunterzeichnung: PiB-Geschäftsführerin Monika Krumbholz (li.), Dr. Peter Marquard (Leiter des Amtes für soziale Dienste) und Dr. Heide Rose (Abteilungsleiterin bei der Sozialsenatorin, Junge Menschen und Familie) Foto: Die Pressestelle des Senats/PiB

Sozialressort verlängert Kooperationsvertrag mit PiB (Pflegekinder in Bremen) um weitere zehn Jahre.

Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Stadt Bremen am Freitag, 16. Dezember 2011 ihren Kooperationsvertrag mit der PiB – Pflegekinder in Bremen gGmbH verlängert. Der Folgevertrag tritt am 01. Januar 2012 in Kraft und „besiegelt die Fortsetzung der guten und qualitativ hochwertigen Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der gemeinnützigen Gesellschaft PiB – Pflegekinder in Bremen“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. Die Gesellschaft vermittelt Tagesmütter und Tagesväter sowie Pflegefamilien für Kinder, die vorübergehend oder dauerhaft nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben können. Daneben werden auch Patenschaften für Bremer Kinder und deren Familien angebahnt. PiB vermittelt nicht nur, sondern qualifiziert auch.

Mit der Vertragsunterzeichnung wächst auch der Kreis der Gesellschafter der PiB gGmbH. Neue Partner sind das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Bremen e.V., und der Caritasverband Bremen e.V. Bislang wurde PiB allein von der Diakonischen Jugendhilfe Bremen (jub) und dem Verein Bremer Säuglingsheime – Hermann Hildebrand-Haus getragen. „Damit tragen jetzt die vier großen Wohlfahrtsverbände in Bremen das System der Familienpflege“, sagte PiB-Geschäftsführerin Monika Krumbholz. „So sind unterschiedliche Konfessionen und Weltanschauungen vertreten. Das ist in Deutschland einzigartig.“

Bis 2001 waren der Pflegekinderdienst und die Kindertagespflege im Amt für Soziale Dienste angesiedelt.
Der neue Kooperationsvertrag sieht vor, den Ausbau der Kindertagespflege (Tagesmütter und Tagesväter) in Umfang und Qualität voranzutreiben. Gleiches gilt für den Bereich Pflegefamilien und -kinder (Vollzeitpflege) und die präventive Stärkung von Kindern in Patenfamilien.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Folgevertrages zielt auf die Eltern in Übergangspflegestellen im Rahmen der Notaufnahme von Kindern. Sie sollen in höherem Maße systematisch qualifiziert und fachlich begleitet werden als bisher. Darüber hinaus soll ein präventiver Schwerpunkt in den nächsten Jahren der Ausbau der Tagesbetreuung für Schulkinder von 6 bis 13 Jahre sein. So sollen Familien gestärkt und Fremdunterbringung der Kinder vermieden werden.

„Wir haben für Kinder in Bremen viel erreicht“, sagte Anja Stahmann. „Die Zahl der Pflegefamilien, die sich für Kinder engagieren, konnte deutlich erhöht werden.“ Vor zehn Jahren lebten 374 Pflegekinder in weniger als 300 Familien. Jetzt sind es 585 Kinder in 447 Familien. „Die Familien bieten den Kindern einen neuen Lebensmittelpunkt und wichtige neue, positive Familienerfahrungen“, sagte Anja Stahmann.

Zudem werden Bremer Pflegefamilien kontinuierlich begleitet. „Der Umfang und die fachliche Qualität der Vorbereitung und Qualifizierung von Pflegefamilien, wie sie in Bremen heute umgesetzt wird, sind hier im Bundesvergleich vorbildhaft geregelt“, betonte PiB-Geschäftsführerin Monika Krumbholz.

Quelle: Pressemeldung der Bremer Senatspressestelle vom 22.12.2011

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