Buch-Tipp „Das neue Bundeskinderschutzgesetz“

Posted on Februar 28, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Heute erscheint im Nomos-VerlagDas neue Bundeskinderschutzgesetz“ von Dr. Thomas Meysen und Diana Eschelbach:

2012, ca. 223 S., brosch., 27,50 €,
Vorzugspreis für Mitglieder des DIJuF 22,- €
ISBN 978-3-8329-7319-3

Nach jahrelangen Diskussionen und als Reaktion auf skandalträchtige Misshandlungs- und Vernachlässigungsfälle initiiert, gehen die neuen Regelungen, die zum 1.1.2012 in Kraft getreten sind, weit über den Kinderschutz hinaus.

Die juristischen Fragestellungen,
die auf alle mit dem Kinderschutz Befassten zukommen, sind umfänglich:

  • Wie können Jugendämter, freie Träger und alle anderen Akteure die geforderten neuen Angebote der Frühen Hilfen für (werdende) Eltern gestalten und wer soll dabei die eingeführte „Bundesinitiative“ Familienhebammen umsetzen?
  • Alle Akteure und Institutionen sollen fallübergreifend kooperieren und ihre Zusammenarbeit in Vereinbarungen festhalten. Wie muss die Kooperation organisiert sein, wer sollte mit wem in welchen Arbeitskreisen zusammengeführt werden?
  • Das Gesetz definiert eine Datenschutzvorschrift zur Schwelle für die Informationsweitergabe ohne Einverständnis der Beteiligten aus der Familie. Wann greift die Schwelle. Wer kann wie Rechtsschutz erlangen?
  • Ärzte, Hebammen und Schulen bekommen, wenn sie eine Kindeswohlgefährdung vermuten, einen Anspruch auf Fachberatung durch spezialisierte Fachkräfte der Jugendhilfe. Wer genau kann sich beraten lassen? Wie lässt sich der Anspruch auf „erfahrene Fachkräfte“ einlösen und gestalten?
  • Das SGB VIII fordert jetzt von Jugendämtern und freien Trägern Qualitätsentwicklung. Wie stellt sich der Gesetzgeber Qualitätsentwicklung vor und welche Rolle spielen hierbei fachliche Standards?
  • Die Rechte von Kindern in Einrichtungen werden gestärkt, Beteiligungskonzepte und Beschwerdemanagement eingeführt. Was bedeutet das für die Kinder, Jugendlichen und die Einrichtungen?
  • Vor Ort sollen Jugendämter festlegen und vorher mit den Vereinen und freien Trägern klären, welche Ehrenamtlichen und Nebenberuflichen ein Führungszeugnis vorlegen müssen. Welche Hinweise gibt der Runde Tisch Sexueller Kindesmissbrauch zur Umsetzung?
  • Die Leistungskontinuität in der Pflegekinderhilfe soll verbessert werden. Was erwartet der Gesetzgeber von der Praxis und wie kann das funktionieren im Zusammenspiel zwischen Pflege- und Herkunftsfamilie, Jugendamt und freien Trägern?

Der Band „Das neue Bundeskinderschutzgesetz“

informiert Jugendämter, freie Träger, Landesjugendämter, Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und andere Heilberufe, Gesundheitsämter, Schulen sowie Anwaltschaft und Gerichte zu einem frühest möglichen Zeitpunkt über die Auswirkungen des Gesetzes. Allen Akteuren wird ein Kompendium an die Hand gegeben, das erste wichtige Hinweise zur Interpretation der neuen Vorschriften und zu ihrer Umsetzung in der Praxis bietet.

Besonders hilfreich

ist die thematisch gegliederte Darstellung und systematische Zusammenstellung der neuen Regelungen mit Gesetzesbegründung und Erläuterungen. Der Band eignet sich so hervorragend als Ergänzung zu den bestehenden und noch nicht aktualisierten SGB VIII-Kommentierungen.

Die Autoren

Thomas Meysen und Diana Eschelbach sind führende Expert/inn/en des Kinder- und Jugendhilferechts und waren eng eingebunden in den Gesetzgebungsprozess. Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V. ist juristisches Fachinstitut mit ausgewiesener Expertise im Kinderschutz und Jugendhilferecht.

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