Archive for Oktober 2012

Kurzfilme: „Berliner Pflegefamilien erzählen aus ihrem Leben“

Posted on Oktober 31, 2012. Filed under: Berlin, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online | Schlagwörter: , |

Der freie Träger Familien für Kinder gGmbH produzierte mit Unterstützung durch die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zwei Kurzfilme, in denen Pflegefamilien über ihr Zusammenleben mit Pflegekindern berichten. Die Filme vermitteln sehr eindrücklich das Besondere dieses Familienmodells und zeigen, dass die Aufnahme eines Pflegekindes – in der Kurzpflege oder Dauerpflege – facettenreich ist und das Leben aller Beteiligten durch schöne und auch herausfordernde Momente bereichert.

Die Kurzfilme können Sie auf YouTube ansehen:

  1. Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie
    Eine kleine Reise durch den Alltag von Pflegefamilie
  2. Kurzzeit-Pflegekinder
    Zu Besuch bei Kurzzeit-Pflegekindern, die für bis zu 6 Monate familiäre Unterstützung brauchen und richtig viel Schwung ins Leben bringen
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„Kindern mit traumatischen Erfahrungen angemessen begegnen“ am 29.-30.11.2012 und 10.-11.12.2013 in Flehingen

Posted on Oktober 29, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vom 29.-30.11. findet im Bildungszentrum Schloss Flehingen ein Seminar zum Thema „Kindern mit traumatischen Erfahrungen angemessen begegnen“ für Sozialpädagogische Fachkräfte der Sozialen Dienste, der Pflegekinderdienste und der Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter sowie der Fachdienste von freien Trägern der Hilfen zur Erziehung statt.

Veranstalter ist der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS).

Die Veranstaltung besteht aus mehreren Abschnitten. Die nächste Einheit der Fortbildung ist am 10.-11.12.2013.

nähere Informationen (pdf)

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„Pflegeeltern professionell begleiten“ am 28.-30.11. in Vlotho

Posted on Oktober 28, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen |

Vom 28.11.-30.11. findet das Seminar „Pflegeeltern professionell begleiten“ des LWL-Landesjugendamt Westfalen im LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho statt.

Eingeladen sind Mitarbeiter/innen in Jugendämtern, Pflegekinderdiensten u.ä., die Pflegeeltern begleiten.

Als Referenten sind Sabine Haupt-Scherer und Uwe Scherer vorgesehen.

nähere Informationen

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Grüne für Ombudschaften und Beschwerdemanagement in der Jugendhilfe

Posted on Oktober 27, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Fraktionsbeschluss zu Ombudschaften und Beschwerdemanagement in der Jugendhilfe gefasst. Sie möchte die Betroffenenrechte und Beteiligung in der Jugendhilfe stärken und die Einrichtung von Ombudschaften unterstützen und fördern.

Beschluss Jugendhilfe vom 23.10.2012

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Verband alleinerziehender Mütter und Väter startet Online-Kampagne zum Sorgerecht

Posted on Oktober 26, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) startet gemeinsam mit weiteren Fachverbänden und Alleinerziehendenvertretungen die Online-Kampagne „Schriftliches Schnellverfahren – nein danke! Kindeswohlprüfung – in jedem Fall!

Das Bündnis ruft dazu auf, den Aufruf im Internet zu unterzeichnen und damit ein starkes Votum in die Politik zu geben. Die zentrale Forderung der Verbände ist, im aktuellen Gesetzesentwurf das geplante schriftliche Verfahren ohne Anhörung der Eltern und des Jugendamtes fallen zu lassen. Gerade Konfliktkonstellationen, um die es in der Praxis geht, wird diese Regelung nicht gerecht. Wenn das Gericht entscheidet, ohne die Eltern zu Gesicht zu bekommen, schürt das eher einen Streit, als dass er geschlichtet wird.

Um das Kindeswohl sicherzustellen, muss es bei einer gerichtlichen Entscheidung über das Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern weiterhin eine echte Einzelfallprüfung vor Gericht geben, statt nach Aktenlage zu entscheiden. „Der Gesetzgeber muss hier nachbessern, sonst werden gerade die Kinder, die in eine konflikthafte Elternbeziehung hineingeboren werden, Verlierer der Reform werden“, fordert Edith Schwab, Bundesvorsitzende des VAMV.

Der Großteil der nicht miteinander verheiraten Eltern gibt derzeit einvernehmlich eine gemeinsame Sorgeerklärung ab: Das ist eine positive Entwicklung. Müssen Eltern jedoch vor Gericht klären, wer das Sorgerecht bekommt, sind Konflikte im Spiel. Ein gemeinsames Sorgerecht funktioniert jedoch nur dann gut, wenn die Eltern fähig sind, gemeinsam tragfähige Entscheidungen für das Kind zu treffen. Gerade bei Streitfällen um das Sorgerecht ist deshalb zu prüfen, ob ein gemeinsam ausgeübtes Sorgerecht zum Wohle des Kindes wäre oder ob es besser ist, wenn es die Mutter oder der Vater allein ausübt. Hier muss das Gericht den Einzelfall beleuchten und die Eltern persönlich anhören. Das neue Verfahren muss in der Praxis besonders strittigen Konstellationen gerecht werden.

Können nicht miteinander verheiratete Eltern sich nicht auf das gemeinsame Sorgerecht verständigen, kann der Vater bei Gericht beantragen, am Sorgerecht beteiligt zu werden. Der Gesetzgeber beabsichtigt, für diese Anträge ein neues schriftliches Schnellverfahren einzuführen: Innerhalb von sechs Wochen muss die Mutter schriftlich darlegen, wieso die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl widerspricht. Bringt die Mutter keine überzeugende Begründung zu Papier oder verpasst sie die Frist, muss das Gericht ohne Kindeswohlprüfung nach Aktenlage auf gemeinsame Sorge entscheiden. Es ist nicht ersichtlich, warum das bewährte beschleunigte Verfahren inklusive mündlicher Verhandlung keine Anwendung finden soll.

Auch der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme Ende September das geplante vereinfachte Verfahren massiv kritisiert. Die Online-Unterschriftenaktion läuft bis zum 25. November 2012.

Weitere Informationen und Mitmachen

Quelle: Pressemitteilung des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vom 23.10.2012

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Ergebnisse der PAN-Leserumfrage 2012

Posted on Oktober 25, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Anfang 2012 startete PAN – Pflege- und Adoptivfamilien NRW e.V. eine anonyme Umfrage unter Pflegeeltern, deren Auswertung nun vorliegt. Im Umfragezeitraum wurden insgesamt 95 Fragebögen beantwortet.

Die Befragung umfasste neben allgemeinen Kennwerten u.a. Fragen nach Beeinträchtigungen der Kinder, Kontakten zur Herkunftsfamilie und die Zufriedenheit mit dem Pflegekinderdienst / der Adoptionsstelle, der Politik und dem Landesverband PAN.

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Bundesregierung zieht erste positive Bilanz aus dem Fonds „Heimerziehung West“

Posted on Oktober 25, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/AW) Die Bundesregierung zieht eine erste positive Bilanz aus der Umsetzung des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“. Die Entscheidung des Bundestages über die Einsetzung des Fonds aufgrund der Empfehlungen des „Runden Tischs Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ habe sich „sehr bewährt“, sagte Staatssekretär Lutz Stroppe vom Familienministerium am Mittwoch vor dem Familienausschuss. Das Modell habe sich „zum Vorbild“ entwickelt, nach dem auch anderen Opfergruppen geholfen werden könnte. Stroppe informierte die Mitglieder des Ausschusses über die Umsetzung des Fonds, der zum Jahresbeginn eingesetzt worden war. Der Staatssekretär räumte ein, dass es „Anlaufschwierigkeiten“ bei der Umsetzung gegeben habe. Diese seien inzwischen jedoch beseitigt worden, auch wenn die „hohe Erwartungshaltung“, die viele Opfer gegenüber dem Fonds hätten, nicht immer erfüllt hätten werden können.

Der Fonds stellt ein Hilfesystem für Menschen dar, die als Kinder und Jugendliche in Erziehungsheimen der alten Bundesrepublik psychisch, physisch und sexuell missbraucht wurden, und die bis heute unter diesem Missbrauch leiden. Der Fonds ist mit einem Finanzvolumen von 120 Millionen Euro ausgestattet, die vom Bund, den elf westlichen Bundesländern einschließlich Berlin sowie der Evangelischen und katholischen Kirche jeweils zu einem Drittel bereitgestellt wurden.

Nach Angaben Stroppes haben inzwischen alle elf West-Länder regionale Anlauf- und Beratungsstellen eingerichtet, die gemeinsam mit dem Opfern deren jeweiligen Hilfsbedarf ermitteln. Diese würden auch eine „Lotsenfunktion“ für die Opfer bei der Aufarbeitung ihres Leids darstellen. Stroppe betonte, dass die Opfer ihre Schädigung aufgrund eines Missbrauchs nicht nachweisen müssten, sondern diese nur „glaubhaft machen“ müssten. Bis heute seien 2.086 Vereinbarungen mit Opfern über Rentenersatzleistungen und materielle Hilfen getroffen worden. Ende September seien es noch 1.118 Vereinbarungen gewesen. Dies zeige, welche Dynamik der Fonds in den vergangenen drei bis vier Wochen erreicht habe, sagte Stroppe. Insgesamt seien bislang 12,1 Millionen Euro an finanziellen und materiellen Leistungen gewährt worden. Der Staatssekretär führte zugleich aus, dass für viele Opfer die Anerkennung ihres Leids wichtiger sei, als die Hilfeleistung über den Fonds.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 469 vom 24.10.2012

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Hamburg: Mehr junge Menschen in Pflegefamilien

Posted on Oktober 24, 2012. Filed under: Forschung, Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Im Jahr 2011 ist die Zahl der in einer Pflegefamilie untergebrachten jungen Menschen in Hamburg um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. 1 439 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene befanden sich am Ende des Jahres bei Pflegeeltern in Vollzeitpflege, so das Statistikamt Nord.

Rund zwei Drittel der in einer Pflegefamilie Untergebrachten waren zwischen sechs und 17 Jahren alt, gut ein Viertel waren kleine Kinder unter sechs Jahren und sieben Prozent waren bereits volljährig. Zum Zeitpunkt der Erhebung lebten die jungen Menschen im Durchschnitt bereits seit 45 Monaten in einer Pflegefamilie.

79 Prozent der Betroffenen beziehungsweise deren Herkunftsfamilie bezogen Transferleistungen (zum Beispiel „Hartz IV“, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Sozialhilfe). Bei einem Drittel stammte mindestens ein Elternteil aus dem Ausland.

Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein vom 24.10.2012

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Schleswig-Holstein: Zahl der jungen Menschen in Pflegefamilien erneut gestiegen

Posted on Oktober 24, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: |

In Schleswig-Holstein ist die Zahl der in einer Pflegefamilie untergebrachten jungen Menschen erneut gestiegen. 3 248 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene waren Ende 2011 im Rahmen der Jugendhilfe bei Pflegeeltern in Vollzeitbetreuung untergebracht, das sind knapp fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor, so das Statistikamt Nord.

Fast drei Viertel der Pflegekinder waren zwischen sechs und 17 Jahren alt. Unter sechs Jahre alt waren 23 Prozent und bereits volljährig waren vier Prozent der Betroffenen. Im Durchschnitt waren die jungen Menschen bereits seit 56 Monaten in einer Pflegefamilie untergebracht.

Von Transferleistungen (zum Beispiel „Hartz IV“, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Sozialhilfe) lebten 84 Prozent der Betroffenen beziehungsweise deren Herkunftsfamilie; 15 Prozent hatten mindestens ein aus dem Ausland stammendes Elternteil.

Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein vom 24.10.2012

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„Die Integration von Pflegekindern – Erklärungen der Verhaltensauffälligkeiten“ am 24.11. in Trier

Posted on Oktober 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Seminar „Die Integration von Pflegekindern – Erklärungen der Verhaltensauffälligkeiten“ der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes findet am 24.11. in Kooperation mit dem Jugendamt Stadt Trier in Trier statt.

Als Referenten wurde Dipl.-Psychologe Oliver Hardenberg verpflichtet.

Das praxisnahe Seminar zielt darauf ab, zu erörtern, wie die Integration von Pflegekindern gelingen kann und welche Auffälligkeiten im Alltag deutlich werden. Es werden sowohl die Ursachen beleuchtet, als auch helfende Interventionen vermittelt.

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Drittes Fakultativprogramm über die Rechte des Kindes soll ratifiziert werden

Posted on Oktober 24, 2012. Filed under: Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/AW) Deutschland soll das dritte Fakultativprogramm über die Rechte des Kindes vom 19. Dezember 2011 ratifizieren. Die Bundesregierung legte dem Bundestag einen entsprechenden Gesetzentwurf (17/10916) vor Mit dem dritten Fakultativprotokoll wird ein Individualbeschwerdeverfahren eingerichtet.

So erhält der Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte des Kindes die Zuständigkeit, Klagen von Einzelpersonen oder Personengruppen entgegen zu nehmen, die ihre Rechte aus dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes durch einen Vertragsstaat verletzt sehen , und diese zu prüfen. Die aufgrund dieser Prüfung ausgesprochene Empfehlung des Ausschusses ist für die Vertragsstaaten jedoch nicht bindend. Sie sind jedoch verpflichtet, die Empfehlung des Ausschusses „gebührend in Erwägung“ zu ziehen und diesem innerhalb von sechs Monaten eine schriftliche Antwort zu unterbreiten.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 466 vom 24.10.2012

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Radio-Tipp: „Liebhaben reicht nicht – Warum scheitern Pflegefamilien?“ am 24.10.

Posted on Oktober 23, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes |

Am 24.10. um 17.05 Uhr sendet das SWR2 Forum den Beitrag „Liebhaben reicht nicht – Warum scheitern Pflegefamilien?“. Es diskutieren unter der Gesprächsleitung von Susanne Kaufmann:

  • Henrike Hopp, Sozialarbeiterin und Betreiberin des Internetportals Moses-Online
  • Sibylle Schotten-Stehle, Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Mainz
  • Prof. Dr. Klaus Wolf, Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Siegen

Familien, die Pflegekinder aufnehmen, stoßen oft an ihre Grenzen. Viele dieser Kinder sind schwer geschädigt – durch Vernachlässigung und Gewalterfahrungen. Schwierig ist auch der Kontakt mit den leiblichen Eltern, die meist das Sorgerecht behalten und bei allen wichtigen Entscheidungen zustimmen müssen. Pflegeeltern sind nur Eltern auf Zeit mit vielen Pflichten und wenigen Rechten. Viele, die mit den besten Absichten ein Kind zu sich genommen haben, scheitern. Werden Pflegeeltern genügend unterstützt? Unter welchen Bedingungen können sich Pflegekinder gut entwickeln?

nach der Sendung gibt es einen Podcast zum Nachhören

Quelle: SWR

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Neue Broschüre: „Ressourcen, Belastungen und pädagogisches Handeln in der stationären Betreuung von Geschwisterkindern“

Posted on Oktober 23, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Geschwister in der stationären Erziehungshilfe“ des SOS-Kinderdorf e.V. haben Corinna Petri, Kristina Radix und Klaus Wolf von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen die Sicht auf das Innenleben von Geschwisterbeziehungen in der Fremdunterbringung freigelegt.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus fünf Geschwistergruppen in drei deutschen SOS-Kinderdörfern wurden dafür befragt. Sie alle haben von ihren Erfahrungen in ihren Herkunftsfamilien und von ihren Erlebnissen beim Übergang in die stationäre Unterbringung berichtet. Ausführlich haben sie über das Leben im SOS-Kinderdorf gesprochen. Geschwister, von denen sie getrennt leben müssen, spielen in ihren Erzählungen eine wesentliche Rolle. So ist ein facettenreiches Bild der Situationen und Bedürfnisse von Geschwistern in den stationären Erziehungshilfen entstanden. Die Perspektiven der SOS-Kinderdorfmütter runden dieses Bild ab.

In Band 14 der SPI-Materialien kommen die jungen Menschen selbst zu Wort. Dabei wird deutlich, wie vielfältig ihre Beziehungen sind und wie sehr Geschwister sich gegenseitig eine Stütze sein können, wenn sie von ihrer Familie getrennt leben müssen.

Die beiden Autorinnen und der Autor geben zahlreiche Hinweise für eine förderliche pädagogische Praxis bei der Begleitung von Geschwistern und ordnen die Forschungsergebnisse in die Kontexte von Wissenschaft und Praxis ein.

zur Bestellung

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Werra-Meißner-Kreis: Wohlfühlwochenende statt Krisengespräche

Posted on Oktober 22, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen |

Pflege- und Adoptivfamilien trafen sich unter dem Motte „Spaß, Spiel, Stil“ im Jugenddorf „Hoher Meißner“

Trommeln war eines der Angebote für die kleinen Gäste des Wohlfühlwochenendes.
Wandern, Yoga, Trommeln, Farbberatung, Kommunikationstraining und Geocaching sowie ein spezielles Kinderprogramm bestimmten das Wohlfühlwochenende für die Pflege- und Adoptiveltern im Werra-Meißner-Kreis.

Jutta Schneider aus Eschwege und Karin Meissner-Erdt aus Witzenhausen hatten als zuständige Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes bzw. der Adoptionsvermittlungsstelle des Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales die Pflege- und Adoptivfamilien aus dem Werra-Meißner-Kreis zu dem Wohlfühlwochenende eingeladen.

Keine Krisengespräche oder Hilfepläne, keine Gerichtsverhandlung oder Antragsformulare trübten die Stimmung im Jugenddorf Hoher Meißner, denn an diesem Wochenende stand das miteinander reden, spielen und Spaß haben in lockerer Runde im Vordergrund.

Für die Erwachsenen lag der Schwerpunkt auf Entspannung, Bewegung, Musik, Ausdruck und Kommunikation. Die Kinder hatten auf dem Gelände des Jugenddorfes ausreichend Platz und Gelegenheit im Indianercamp, beim Fußball und professioneller Kinderbetreuung für die ganz Kleinen, zwei spannende und abwechslungsreiche Tage zu erleben.

Den besonderen Dank des Werra-Meißner-Kreises überbrachte die Fachbereichsleiterin Frau Ilona Friedrich im Namen von Landrat Stefan Reuß, beim sonntäglichen Mittagessen, in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Speisesaal des Jugenddorfes.

Da die Anzahl der zu vermittelnden Kinder in Pflegefamilien ständig steigt, werden immer neue, engagierte Familien/Personen gesucht, die einem fremden Kind, zeitlich befristet oder auf Dauer, ein zu Hause geben können. Informationen dazu gibt es bei Frau Meissner-Erdt in Witzenhausen (05542 958-155) oder bei Frau Schneider in Eschwege (05651 302-1468).

Quelle: Pressemitteilung des Werra-Meißner-Kreises vom 19.10.2012

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Dortmund: Pflegefamilien brauchen mehr Hilfe

Posted on Oktober 21, 2012. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Die WAZ berichtete am 14.10.2012 im Artikel „Pflegefamilien brauchen mehr Hilfe“ von Plänen des Dortmunder Jugendhilfeausschusses, den steigenden Anforderungen in der Pflegekinderhilfe mit einem Konzept zum Aufbau sozialpädagogischer Pflegestellen zu begegnen.

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Pflegeeltern gesucht – Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich bildet interessierte Paare aus

Posted on Oktober 21, 2012. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Es kann viele Gründe geben, weshalb ein Kind oder ein Jugendlicher vorübergehend oder auch dauerhaft nicht in seiner Familie leben kann. Die meisten Kinder und Jugendlichen, die aus ihren Familien herausgenommen werden, haben ein bewegtes Leben hinter sich. Eine Pflegefamilie, die sich bereit erklärt, ein solches Kind aufzunehmen, kann zu einem rettenden Anker werden, wo die Kinder Verständnis und Fürsorge erfahren.

Die Aufnahme eines Pflegekindes ist eine große Herausforderung für die ganze Familie. Denn es geht darum, einem Kind mit schwerer Vorgeschichte, das sich von seinen Eltern trennen musste, aufzufangen und zu stabilisieren. Dafür braucht es Menschen, die viel Verständnis aufbringen, geduldig sind und Belastungen im Alltag aushalten können und die offen und tolerant sind. Pflegefamilien leisten mit ihrem Engagement einen großen Dienst für die Gesellschaft, denn sie können Kindern Geborgenheit und einen sicheren Rahmen bieten und damit häufig auch eine bessere Zukunft.

Der Deutsche Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich e. V. sucht laufend neue Paare, die bereit sind, sich auf das Thema Pflegekind einzulassen. Wer kann sich vorstellen, sich für ein Kind einzusetzen, ihm Liebe und Wertschätzung zu schenken, gleichzeitig aber auch Grenzen und Respekt?

Damit Pflegeeltern optimal für ihre Aufgabe gerüstet sind, ist die Schulung und intensive Vorbereitung von zukünftigen Pflegeeltern von zentraler Bedeutung. Dafür werden Vorbereitungsseminare angeboten, mit dem Ziel, umfassendes Hintergrundwissen zu erwerben als Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die neue Rolle als Pflegeeltern.

Trauen Sie sich diese große Aufgabe zu? Der Deutsche Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich e. V. informiert und schult alle angehenden Pflegefamilien. Dipl. Päd. Julia Antweiler beantwortet gerne alle Fragen bezüglich der Aufnahme eines Pflegekindes und gibt Auskunft über den genauen Ablauf des Bewerberverfahrens. Interessierte Paare erreichen Julia Antweiler im Kinderschutzbund unter Tel.: 06571/969262 oder per E-Mail: pflegekinderdienst@kinderschutzbund-bernkastel-wittlich.de.

Das nächste Vorbereitungsseminar findet am 10. und 24. November 2012 statt. Eine Voranmeldung ist dringend erforderlich.

Quelle: Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich vom 15.10.2012

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Dokumentation der 6. Internationalen Netzwerkkonferenz „Foster Care Research“

Posted on Oktober 20, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Publikationen, Veranstaltungen |

Prof. Dr. Klaus Wolf, Daniela Reimer und Dirk Schäfer haben am 25.09.2012 in Kroatien an der „6th International Foster Care Network Conference“ teilgenommen, die dieses Jahr von der University of Zagreb ausgerichtet wurde.

Neben der Beschreibung des Pflegekinderwesens in anderen europäischen Ländern lag der Schwerpunkt der Präsentationen auf aktuellen forschungsmethodischen Zugängen, Auswertungsschritten und Ergebnissen von Untersuchungen, die zum Thema Pflegekinder durchgeführt wurden und werden. Daniela Reimer und Dirk Schäfer haben in Zagreb einen Vortrag mit dem Titel: „Biographies of foster children“ gehalten.

Eine Dokumentation der Tagung, die die jeweiligen Präsentationen enthält, finden Sie unter: www.uni-siegen.de/foster-care-research.

Quelle: Newsletter 02/2012 der Forschungsgruppe Pflegekinder vom 17.10.2012

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“Herausgerissen” – Was stärkt fremduntergebrachte Kinder? am 22.- 23.11. in Salzburg

Posted on Oktober 19, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, International, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen |

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs veranstalten in Kooperation mit dem österreichischen Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Fachgruppe österreichischer FamilienrichterInnen am 22.- 23.11. eine Fachtagung zum Thema “Herausgerissen” – Was stärkt fremduntergebrachte Kinder?.

Diese setzt sich mit der Thematik von Kindern auseinander, die nicht bei ihren Familien aufwachsen. Derzeit sind ungefähr 11.000 Minderjährige in Österreich aufgrund von Kindeswohlgefährdung davon betroffen, Kinder die aus unterschiedlichen Gründen, von familiären Schicksalsschlägen bis hin zu massiver Gewalt nicht bei den Eltern/teilen leben. Laut UN- Kinderrechtskonvention haben besonders diese Kinder ein Recht auf bestmögliche Rahmenbedingungen, besonderen Schutz und Beistand um gefestigt aufwachsen zu können. Es ist nicht nur eine gesellschaftliche Verpflichtung dafür zu sorgen, darüberhinaus bedarf es einer höchstprofessionellen Kooperation aller Betreuungseinrichtungen und Entscheidungsträger, um dies zu gewährleisten. Schwerpunkt der Tagung ist es, gemeinsam neue Wege zu finden und derzeitige Strukturen zu hinterfragen, damit Fremdunterbringung nicht zu einem weiteren Risikofaktor für Kinder wird.

zu Programmflyer und Anmeldeformular (bis 25.10.)

Die Veranstaltung findet in Salzburg statt, die Teilnahme ist kostenlos.

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„Rechtsansprüche erwachsener Pflegekinder“ am 19.11. in Holzminden

Posted on Oktober 19, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Seminar „Rechtsansprüche erwachsener Pflegekinder“ der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes mit Rechtsanwalt Peter Hoffmann aus Hamburg findet am 19.11. in Holzminden statt.

Viele Pflegefamilien stehen vor dem Problem, dass sich die Rechtsgrundlage mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ihres Pflegekindes nicht nur verändert, sondern die notwendigen Hilfen und Perspektiven in Frage stehen. Herr Hoffmann berichtet aus der Praxis, in der offenbar bei nahezu allen Beteiligten (Pflegeeltern, Pflegekinderdienst, ASD) große Unklarheiten bestehen, wie benötigte Hilfen über die Volljährigkeit hinaus in Anspruch genommen werden können.

nähere Informationen

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TV-Beitrag „Als Jugendlicher in eine Pflegefamilie“

Posted on Oktober 19, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im WDR-Magazin Lokalzeit Münsterland vom 17.10.2012 wurde ein Beitrag ausgestrahlt, der sich mit der Vermittlung älterer Kinder in Pflegefamilien beschäftigt:

Als Jugendlicher in eine Pflegefamilie
Wenn Jugendliche oder ältere Kinder in eine Pflegefamilie kommen, ist das eine besondere Herausforderung für beide Seiten. Ältere Kinder können häufig nicht mehr so gut eine Bindung aufbauen, und das schreckt mögliche Pflegeeltern ab. Bei Natascha und ihren Pflegeeltern hat das aber vorbildlich geklappt.

zum Film in der WDR-Mediathek

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2011 wurden erstmals in Bayern mehr als 4 Milliarden Euro im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt

Posted on Oktober 18, 2012. Filed under: Bayern, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2011 wurden in Bayern insgesamt über 4,1 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Bei Einnahmen in Höhe von 319 Millionen Euro verblieben rund 3,8 Milliarden Euro an Nettoausgaben. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung entfielen gut zwei Drittel (2,8 Milliarden Euro) allein auf die Kindertagesbetreuung. Die Ausgaben für Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen beliefen sich auf 888 Millionen Euro.

In Bayern wurden im Jahr 2011 für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe 4 119 Millionen Euro (gut 4,1 Milliarden Euro) ausgegeben, was gegenüber dem Vorjahr mit 3 834 Millionen Euro einer Steigerung von 7,4 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 319 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 3 800 Millionen Euro 7,7 Prozent über denen des Vorjahres (3 530 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 2 076 Millionen Euro (55 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 1 724 Millionen Euro (45 Prozent) für Zuschüsse an freie Träger verausgabt. Von den Bruttoausgaben war die größte Position mit fast 2 804 Millionen Euro die Kindertagesbetreuung (+ 9,8 Prozent gegenüber 2010). Hiervon flossen 2 767 Millionen Euro in die Tageseinrichtungen für Kinder (+ 9,8 Prozent im Vergleich zu 2010) und mehr als 36 Millionen Euro dienten der Unterstützung der Kindertagespflege (+ 9,7 Prozent gegenüber 2010).

Mit rund 888 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Dabei wurden mehr als 25 Millionen Euro für Einrichtungen und gut 862 Millionen Euro für Einzel- und Gruppenhilfen dieser Hilfeart verausgabt. Von den Einzel- und Gruppenhilfen wurden fast 590 Millionen Euro für Hilfe zur Erziehung ausgegeben, gut 178 Millionen Euro als Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, rund 74 Millionen Euro für Hilfen für junge Volljährige sowie knapp 21 Millionen Euro für vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern- und Jugendlichen.

zur Tabelle Ausgaben/Auszahlungen und Einnahmen/Einzahlungen für die Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2011 nach Regierungsbezirken

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung vom 18.10.2012

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Umgangsrecht – Mehr Rechte für leibliche Väter

Posted on Oktober 18, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das Bundeskabinett beschloss am 17.10.2012 den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters:

Der Gesetzentwurf stärkt die Rechte leiblicher Väter, die bei nachhaltigem Interesse den Umgang mit ihren Kindern wünschen. Künftig kommt es für das Umgangsrecht des leiblichen Vaters nicht mehr darauf an, dass bereits eine enge Beziehung zu dem Kind besteht. Entscheidend soll künftig sein, ob der leibliche Vater nachhaltiges Interesse an seinem Kind gezeigt hat und ob der Umgang mit dem leiblichen Vater dem Kindeswohl dient. Leibliche Väter erhalten künftig auch das Recht, Auskunft über die persönlichen Verhältnisses des Kindes zu verlangen, soweit das dem Wohl des Kindes nicht widerspricht. In diesem Zusammenhang kann in strittigen Fällen die Vaterschaft eindeutig geklärt werden.

Leibliche Väter haben künftig eingeschränkt Rechte, wenn sie nicht mit der Mutter verheiratet sind und somit auch rechtlich nicht als Vater gelten. Im Mittelpunkt steht dabei stets das Kindeswohl.

Das Familienrecht orientiert sich bislang stark an einer intakten Ehe mit Kindern. Der Ehemann gilt als Vater, auch wenn in der Ehe geborene Kinder nicht von ihm stammen. Diese soziale Familie, in der die Kinder aufwachsen, soll möglichst nicht durch den biologischen Vater gefährdet werden. Nach geltendem Recht kann dem leiblichen Vater eines Kindes ein Umgangsrecht nur zustehen, wenn er eine enge Bezugsperson des Kindes ist, d.h. wenn ihn mit seinem Kind bereits eine enge persönliche Beziehung verbindet. Das ist aber nicht immer der Fall, z.B. wenn die rechtlichen Eltern einen Kontakt mit dem leiblichen Vater nicht zulassen.

Zum Hintergrund:

Dem leiblichen Vater eines Kindes, der mit der Mutter des Kindes nicht verheiratet ist und auch nicht die Vaterschaft anerkannt hat, steht nach der geltenden Regelung ein Umgangsrecht gemäß § 1685 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) nur zu, wenn er eine enge Bezugsperson des Kindes ist, für das Kind tatsächlich Verantwortung trägt oder getragen hat (sozial-familiäre Beziehung) und der Umgang dem Kindeswohl dient. Konnte der leibliche Vater zu seinem Kind keine Beziehung aufbauen, so bleibt ihm der Kontakt zum Kind bisher verwehrt.

Dies gilt unabhängig davon, aus welchen Gründen keine Beziehung zum Kind aufgebaut wurde, also auch dann, wenn der leibliche Vater bereit war, für das Kind Verantwortung zu übernehmen, und ihm dies allein aufgrund der Weigerung der rechtlichen Eltern nicht möglich war. Zudem bleibt der Kontakt zum Kind ohne Rücksicht darauf verwehrt, ob der Umgang mit dem leiblichen Vater dem Wohl des Kindes dient.

Ein leiblicher, nicht rechtlicher Vater hat darüber hinaus derzeit auch kein Recht, Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes zu verlangen. Nach § 1686 Satz 1 BGB kann jeder Elternteil vom anderen Elternteil bei berechtigtem Interesse Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlangen, soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht. Der Auskunftsanspruch nach § 1686 BGB steht jedoch nur den Eltern im rechtlichen Sinne zu, nicht aber dem nur leiblichen Vater.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in zwei Entscheidungen beanstandet, dass dem leiblichen Vater eines Kindes ein Umgangs- und Auskunftsrecht ohne Prüfung des Kindeswohlinteresses im Einzelfall vorenthalten wird. Die Rechtsposition der leiblichen, nicht rechtlichen Väter soll daher gestärkt werden. Der Entwurf sieht zu diesem Zweck Folgendes vor:

Hat der leibliche Vater nachhaltiges Interesse an dem Kind gezeigt, erhält er ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn der Umgang dem Kindeswohl dient. Das gilt unabhängig davon, ob zum Kind bereits eine sozial-familiäre Beziehung besteht.

Zudem wird dem leiblichen Vater bei berechtigtem Interesse ein Recht auf Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes eingeräumt, soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.
Voraussetzung des Umgangs- und Auskunftsrechts ist, dass der Anspruchsteller auch wirklich der leibliche Vater ist. Die leibliche Vaterschaft des Antragstellers ist dabei im Rahmen des Umgangs- oder Auskunftsverfahrens zu prüfen und gegebenenfalls im Rahmen einer Beweiserhebung zu klären. Um die Feststellung der biologischen Vaterschaft in streitigen Fällen zu ermöglichen, stellt der Gesetzentwurf eine verfahrensrechtliche Flankierung zur Verfügung. Nach dieser müssen unter bestimmten Voraussetzungen Untersuchungen zur Klärung der Vorfrage nach der biologischen Abstammung geduldet werden. Dies soll verhindern, dass die Mutter des Kindes oder eine sonstige Person den Anspruch des biologischen Vaters vereiteln kann, indem sie die erforderliche Untersuchung verweigert.

Quelle: Pressemitteilung des BMJ vom 17.10.2012

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Leibliche und aufgenommene Kinder in Pflegefamilien am 17.11. in Düsseldorf

Posted on Oktober 18, 2012. Filed under: Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Claudia Vannahme wird die Referentin des Seminars „Leibliche und aufgenommene Kinder in Pflegefamilien“ sein, das PAN e.V. am 17.11. in den Räumen seiner Geschäftsstelle anbieten wird.

Die Leitfrage des Seminars wird sein: Was sind aus Ihrer Sicht hilfreiche und gute Voraussetzungen, damit die leiblichen und die aufgenommenen Kinder einen „guten Platz“ in Ihrem Lebenskontext finden?

nähere Informationen

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Kulturelle Unterschiedlichkeit: Zusammen-Wachsen in Adoptivfamilien am 17.11. in Nürnberg

Posted on Oktober 17, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Foto: © pixelio/459162-Dieter-Schütz

Kulturelle Unterschiedlichkeit: Zusammen-Wachsen in Adoptivfamilien ist der zweite diesjährige Adoptionstag in Bayern überschrieben. Er findet am 17.11.2012 in Nürnberg statt. Veranstalter ist der PFAD Bundesverband in Kooperation mit dem PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern.

Dieser Adoptionstag richtet sich an alle Adoptiveltern, unabhängig von der Herkunft der Kinder, und an Bewerber. Die Aufnahme eines Kindes in eine Adoptionsfamilie kommt immer dem Wechsel von einer bekannten in eine neue „Kultur” gleich. Gleichzeitig mag die aufnehmende Familie erkennen, dass für sie wichtige Normen und Werte dem Kind keineswegs vertraut sein müssen. So wird „Integration” zum alltäglichen innerfamiliären Prozess, in dem es allen Familienangehörigen obliegt, einander kennenzulernen und anzuerkennen.

Für Kinder, die jenseits mitteleuropäischer Grenzen nach Deutschland adoptiert werden, kommt neben der Integration in eine neue Familienkultur noch der Umstand hinzu, dass sie in der Bundesrepublik als nicht deutsch wahrgenommen und schlimmstenfalls mit Rassismus konfrontiert werden. Mit einem Kind, das augenscheinlich anders aussieht als Mutter, Vater und/oder eventuelle Geschwister, erfahren auch weiße Deutsche den bundesdeutschen Alltagsrassismus. Auch den Fragen, die Sie selbst mitbringen, wird Raum gegeben.

Veranstaltungsflyer

Auskünfte und Anmeldung über den Landesverband Bayern:
info@pfad-bayern.de, Telefon: 08251/1050

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„Partizipation im Hilfeplanverfahren“ am 16.11. in Berlin

Posted on Oktober 17, 2012. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am Freitag, den 16.11.2012 von 10 bis 15 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. eine Fortbildung zum Thema „Partizipation im Hilfeplanverfahren„.

Die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern im Hilfeplanverfahren ist eine wichtige Voraussetzung für einen gelingenden Hilfeprozess. Anhand von Fallbeispielen werden die rechtlichen Grundlagen der Hilfeplanung und die Partizipationsmöglichkeiten dargestellt und diskutiert.

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, die sich zu dieser speziellen Thematik kompakt weiterbilden wollen.

TeilnehmerInnen können sich per Mail, Brief oder Fax bis zum 09.11.2012 beim Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. anmelden.

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Interessante Autorenlesung am 06.11. in Bremen

Posted on Oktober 16, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bremen, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen |

Wenn ich auch nicht besser bin, bin ich doch anders“ – so heißt ein neues Buch, in dem es um das Leben von Pflegekindern geht (wir berichteten). Darin haben sich 15 bekannte Schriftsteller autobiografisch oder fiktiv mit dem Verlust der leiblichen Eltern und mit dem Leben in der neuen Familie beschäftigt …

Mirjam Pressler, Paula Fox und Lew Tolstoi beispielsweise haben ihre Kindheit in einer Pflege- oder Adoptivfamilie erlebt. Und aus der Feder von Jean-Jacques Rousseau stammt der Satz, „Wenn ich auch nicht besser bin, bin ich doch anders“. Bis heute trifft er damit ein Lebensgefühl, das viele Pflege- und Adoptivkinder kennen. Das hat die Herausgeber der Sammlung, Vera Kissel und Charly Kowalczyk, beschäftigt. Auch wollen sie der Annahme, dass Pflege- und Adoptivkinder häufig „Problemkinder“ seien, etwas entgegen setzen. Denn auch wenn man nicht bei den leiblichen Eltern groß wird – oder manchmal vielleicht sogar deshalb? – kann man seinem Leben Flügel verleihen, sagen sie.

Am 6. November um 19 Uhr lesen sie in der Zentralbibliothek, Am Wall 201 in Bremen aus ihrem Buch.

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung von der Stadtbibliothek Bremen und Pflegekinder in Bremen – PiB.

Quelle: Pflegekinder in Bremen gGmbH – PiB vom 01.10.2012

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„Kinder mit Belastungen – was Pflegekinder alles im Rucksack haben können“ am 10.11. in Köngen

Posted on Oktober 16, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Kinder mit Belastungen – was Pflegekinder alles im Rucksack haben können“ heißt die Fortbildungsveranstaltung der Pflegekinderdienste Tübingen, Reutlingen und Esslingen, die am Samstag, den 10.11.2012 ab 14.30 Uhr im Gemeindehaus Köngen stattfinden wird. Als Referent konnte der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut Mario Biel aus Neuffen gewonnen werden.

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„Das neue Vormundschaftsgesetz“ am 27.10. in Gelsenkirchen

Posted on Oktober 15, 2012. Filed under: Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Fachanwältin für Pflegekinderrecht, Claudia Marquardt und der Dipl. Sozialarbeiter Heinzjürgen Ertmer werden u.a. am 27.10.2012 in Gelsenkirchen referieren zum Thema “ Das neue Vormundschaftsgesetz„.

Dieser Fachtag findet als Kooperation zwischen der „Initiative Gelsenkirchener Adoptiv und Pflegefamilinen e.V., dem Jugendamt Gelsenkirchen und PAN e.V. statt.

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„Neues Kinderschutzgesetz“ am 24.11. in Halberstadt

Posted on Oktober 14, 2012. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen |

Über das „Neue Kinderschutzgesetz“ informieren Thomas Krille (Amtsrichter) und Volker Henneicke (Jugendhilferecht) interessierte Pflegeeltern am 24.11. in Halberstadt. Veranstalter ist das Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt.

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Informationsabend für Adoptivbewerber am 12.11. in Hamburg

Posted on Oktober 13, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hamburg, PFAD Verband, Veranstaltungen |

Freunde der Kinder e.V., der PFAD Landesverband Hamburg, bietet regelmäßig Informationsabende für Adoptivbewerber an. Sie finden unter der Leitung von Lenore Wittig und Stephanie Themlitz in den Räumen der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Familien im Pflege- und Adoptivbereich in der Fuhlsbüttler Str. 769 in Hamburg statt. Die Referentinnen werden das Adoptionsverfahren erläutern und Fragen beantworten.

Nächster Termin ist der 12.11. von 19.30 – 21.30 Uhr.

Um vorherige telefonische Anmeldung unter Tel: 040-59 49 00 wird gebeten.

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„Fall Dennis“: Gutachten liegt vor

Posted on Oktober 12, 2012. Filed under: Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches |

NDR Regional berichtet am 09.10.2012 in der Meldung „Gutachten: Heim ist das Beste für Dennis“ über aktuelle Entwicklungen im „Fall Dennis“. Der jetzt Sechsjährige wurde im Mai diesen Jahres nach jahrelangem Rechtsstreit über die Besuchsregelung vom Jugendamt aus seiner Pflegefamilie in ein Heim verbracht (wir berichteten).

Im Fall des Pflegekindes Dennis aus dem Landkreis Harburg liegt nun ein Gutachten vor, in dem die Gutachterin die schädliche Wirkung der umstrittenen unbegleiteten Besuche des Jungen bei seinem leiblichem Vater bestätigt, aber gleichzeitig den Pflegeeltern die Erziehungsfähigkeit abspricht.

Die Grünen im Harburger Kreistag planen für Ende Oktober eine Anhörung mit Prof. Ludwig Salgo. Sie vermuten in diesem Fall ein Versagen des Kreis-Jugendamtes in Winsen.

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Deutscher Verein empfiehlt Erhöhung der monatlichen Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege für 2013

Posted on Oktober 12, 2012. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. legte am 25.09.2012 neue Empfehlungen zur Fortschreibung der monatlichen Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2013 vor.

Das Gremium empfiehlt, die Pauschalbeträge hinsichtlich der Kosten für den Sachaufwand und der Kosten für die Pflege und Erziehung für das Jahr 2013 um 1,8 % anzuheben. Auch die Empfehlung für Pauschalbeträge zur Unfallversicherung wurde geringfügig angehoben. Die erstattungsfähige Hälfte der nachgewiesenen Aufwendungen zu einer Alterssicherung bleibt gleich.

Die Empfehlungen zur Fortschreibung der monatlichen Pauschalbeträge richten sich vor allem an die Behörden, die nach dem jeweiligen Landesrecht für die Festsetzung der Pauschalbeträge zuständig sind, sowie an die öffentlichen Stellen, die mit der Umsetzung der Festsetzung und weiterer Regelungen des § 39 SGB VIII betraut sind.

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Schweizer Bundesrat will Pflegekinder besser schützen

Posted on Oktober 11, 2012. Filed under: International, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Bern. Die Vermittlung von Pflegekindern sowie die Begleitung der Pflegefamilien unterstehen künftig einer Melde- und Aufsichtspflicht. Mit dieser Neuerung will der Bundesrat Missbräuche bei der Platzierung und Betreuung von Minderjährigen verhindern. Er hat am Mittwoch eine entsprechende Revision der Pflegekinderverordnung (PAVO) verabschiedet. Auf die ursprünglich vorgesehene umfassende Bewilligungspflicht bei der so genannten Tagesbetreuung verzichtet der Bundesrat hingegen.

Die Vermittlung von Dienstleistungsangeboten in der Familienpflege ist heute nicht geregelt. Die Änderung der PAVO beseitigt diesen Mangel, indem sie eine Melde- und Aufsichtspflicht einführt. Davon erfasst werden die Vermittlung von Plätzen in Pflegefamilien im In- und Ausland sowie weitere Angebote wie die begleitende Unterstützung von Pflegefamilien, deren Aus- und Weiterbildung oder die Beratung und Therapie von Pflegekindern. Eine zentrale kantonale Behörde nimmt die Meldungen entgegen und beaufsichtigt die Anbieter dieser Dienstleistungen. Stellt die Behörde schwerwiegende Mängel fest, kann sie die Tätigkeit des Anbieters untersagen, bis er die Mängel beseitigt hat. Um den Kantonen genügend Zeit für die Einsetzung der neuen Behörde einzuräumen, wird diese Änderung per 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt.

Neu gelten zudem für ausländische Betreuungsangebote gewisse Grundvoraussetzungen. Pflegeplätze im Ausland müssen behördlich bewilligt und beaufsichtigt werden. Es muss weiter gewährleistet sein, dass im Ausland platzierte Minderjährige nicht sich selbst überlassen werden, sondern dass sie sich jederzeit an eine Kontakt- bzw. Vertrauensperson in der Schweiz wenden können.

Die Revision der PAVO dehnt ferner den Schutz von fremdplatzierten Kindern in der Familienpflege bis zu deren Mündigkeit aus. Nach geltendem Recht muss eine Bewilligung einholen, wer ein schulpflichtiges Kind oder ein Kind unter 15 Jahren in seine Familie aufnehmen will. Damit ist künftig die Platzierung in einer Pflegefamilie wie die Vollzeitbetreuung in Heimen bis zum Erreichen des 18. Altersjahres bewilligungspflichtig. Schliesslich sieht die Revision vor, dass für die entgeltliche Betreuung von Minderjährigen in einer Pflegefamilie neu bereits für eine Dauer von mehr als einem Monat (statt wie bisher erst nach drei Monaten) eine Bewilligung erforderlich ist. Die unentgeltliche Betreuung von weniger als drei Monaten bleibt wie heute bewilligungsfrei. Dieser Teil der Revision tritt am 1. Januar 2013 in Kraft.

Quelle: Medienmitteilungen des Schweizer Bundesrates vom 10.10.2012

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TV-Beitrag über Notfall-Pflegefamilie

Posted on Oktober 10, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Studio der SWR Landesschau Baden-Württemberg erzählte das Bereitschaftspflege-Elternpaar Monika und Martin Röse aus Rastatt von ihren Erfahrungen, Beweggründen und wie sie mit den leiblichen Eltern der Kinder Kontakt halten. Die Sendung wurde am 09.10. ausgestrahlt.

nähere Informationen und Filmbeitrag (8.24 min)

 

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Sexueller Missbrauch in der niederländischen Jugendfürsorge seit 1945

Posted on Oktober 10, 2012. Filed under: International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

NiederlandeNet berichtete am 08.10.2012 in der Meldung „Jugendfürsorge: „Sexueller Missbrauch ist ein zähes Problem“ von den Ergebnissen der Kommission Samson, die zwei Jahre lang Formen und Ausmaß von sexuellem Missbrauch an niederländischen Heim- und Pflegekindern seit 1945 untersuchte.

Der Endbericht der unabhängigen Kommission Samson, fasst zusammen, dass der niederländische Staat bei der Aufgabe, in staatliche Obhut genommenen Kindern eine sichere Umgebung zu bieten, versagt habe:

…Dem Aufruf der Kommission Samson, sexuellen Missbrauch an Kindern, die von der niederländischen Jugendfürsorge in Obhut genommen worden waren, zu melden, waren seit 2010 rund 800 Personen gefolgt. Bei rund zwei Dritteln der Anzeigen handelte es sich um sexuellen Missbrauch in Kinderheimen, bei circa einem Drittel um Missbrauch in Pflegefamilien, und in fünf Prozent der Fälle erfuhren die Betroffenen sowohl im Kinderheim als auch in der Pflegefamilie sexuelle Gewalt. In zwei von drei Fällen war das Missbrauchsopfer weiblich. Zwar meldeten sich Missbrauchsopfer aller Altersklassen, doch die meisten Betroffenen sind heute zwischen 40 und 65 Jahren alt. Täter waren in rund 70 Prozent der Fälle Altersgenossen – seltener Erzieher oder Pflegeeltern. 42 Fälle von sexuellem Missbrauch wurden nun an die niederländische Staatsanwaltschaft weitergeleitet….

 

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Empfehlungen des Deutschen Vereins zu Führungszeugnissen bei Neben- und Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Oktober 10, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Am 25.09.2012 verabschiedete das Präsidium des Deutschen Vereins „Empfehlungen zu Führungszeugnissen bei Neben- und Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendhilfe (§ 72 a Abs. 3 und Abs. 4 SGB VIII)„.

Mit dem Bundeskinderschutzgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist, wurde der Kinderschutz sowohl im Bereich der Prävention als auch der Intervention normativ ausdifferenziert und erweitert. Ein Ziel des Gesetzes ist es, mithilfe verschiedener gesetzlicher Neuerungen dem Schutzbedürfnis von Kindern und Jugendlichen Rechnung zu tragen, die außerhalb der Familie und des unmittelbaren Einflussbereichs der Eltern ein besonderes Vertrauensverhältnis zu Dritten eingehen und aufbauen. Mit § 72 a Abs. 3 und Abs. 4 SGB VIII wurde der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick genommen, in dem Kinder und Jugendliche von neben- oder ehrenamtlich tätigen Personen beaufsichtigt, betreut, erzogen oder ausgebildet werden oder einen vergleichbaren Kontakt zu ihnen haben. Damit wurde die Pflicht der Träger der Jugendhilfe, sich erweiterte Führungszeugnisse vorlegen zu lassen, die bislang nur gegenüber beschäftigen oder vermittelten Personen bestand, unter bestimmten Voraussetzungen auf neben- oder ehrenamtlich tätige Personen ausgeweitet.

Ziel der nachfolgenden Empfehlungen ist es, die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort bei der Umsetzung der Regelungen in § 72 a Abs. 3 und Abs. 4 SGB VIII zu unterstützen. Sie richten sich vor allem an die örtlichen und überörtlichen Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie an die Zusammenschlüsse auf Länder- und Bundesebene.

 

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Landkreis Märkisch-Oderland sucht Pflegeeltern – Infoabend am 16.10.

Posted on Oktober 9, 2012. Filed under: Bewerber, Brandenburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Der Pflegekinderdienst des Landkreises Märkisch-Oderland veranstaltet regelmäßig Informationsabende zum Thema Pflegeeltern. In den letzten Jahren konnten so immer wieder engagierte Pflegeeltern gewonnen werden, die Kindern und Jugendlichen Halt und Betreuung geben.

Es gibt in unserem Landkreis immer wieder Kinder, die nicht in ihrer Familie aufwachsen können. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes bemüht sich, Kindern eine Pflegefamilie zur Verfügung zu stellen, um ihnen ein kindgemäßes Aufwachsen in einer Familie zu ermöglichen. Pflegeeltern nehmen eine anspruchsvolle und wichtige Aufgabe wahr. Darüber informiert das Jugendamt des Landkreises regelmäßig auf Informationsveranstaltungen. Gefragt sind Pflegeeltern mit Sinn für kooperative Zusammenarbeit, Offenheit für Probleme des Kindes oder Jugendlichen, Geduld, Einfühlungsvermögen, Zeit und Belastbarkeit und die vor allem Freude am Zusammenleben mit Kindern haben. Wie sieht der Alltag von Pflegeeltern mit den ihnen anvertrauten Kindern aus, was ist der Unterschied zu Adoptionen, welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, wie werden Pflegeeltern unterstützt?

Diese und zahlreiche weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung für interessierte Frauen, Männer und Paare, die sich mit dem Thema Pflegeelternschaft vertraut machen möchten und sich vorstellen können, einem Kind vorübergehend oder dauerhaft Geborgenheit, Förderung und Erziehung geben zu können.

Der Informationsabend findet statt am 16.10.2012 von 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Oberstufenzentrum Strausberg, Wriezener Str. 28, (Raum siehe Aushang vor Ort)

Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 12.10.2012 an bei:

Volkshochschule MOL – Geschäftsstelle Strausberg,
Frau Sylvia Schumann,
Telefon: 03346-8506845
E-Mail: sylvia_schumann@landkreismol.de

Gern kann auch ein Termin mit Pflegekinderdienst unter 03346-8506451 vereinbart werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Märkisch-Oderland vom 02.10.2012

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Öffentliche Ringvorlesung zum Thema „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen

Posted on Oktober 7, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Im Wintersemester 2012/2013 bietet das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Familie und Jugend erstmals in Kooperation mit der Universität Hildesheim eine Ringvorlesung zum Thema „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ an.

Alle Veranstaltungen sind öffentlich und können von Lehrenden, Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendämter, Pflegeeltern und anderen Interessierten besucht werden. Es besteht auch die Möglichkeit zum anschließenden Austausch.

Termine und Themen:

  • 18.10.2012, Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel
    Prof. Dr. Faltermeier: Zusammenarbeit Herkunftseltern — Pflegeeltern — Jugendamt
  • 14.11.2012, Hochschule Emden/Leer
    Dr. Christian Erzberger: Die Niedersächsischen Empfehlungen zur Vollzeitpflege—Kernpunkte und aktuelle Entwicklungen
  • 12.12.2012, Hochschule Holzminden
    Dr. Yvonne Gassmann: Aufwachsen in einer Pflegefamilie
  • 15.01.2013, Universität Vechta
    Elisabeth Helming: Pflegekinder und ihre Geschwister: Risiko und Ressource
  • 29.01.2013, Universität Hildesheim
    Prof. Dr. Klaus Wolf: Sind Pflegefamilien Familien oder Organisationen?

nähere Informationen

Warum diese Ringvorlesung?
6248 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Niedersachsen lebten am Stichtag 31.12.2010 in Pflegefamilien. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Diese Entwicklung in der Fachpraxis der Kinder- und Jugendhilfe verdient eine besondere Aufmerksamkeit an den niedersächsischen Hochschulen. Das Land Niedersachsen begleitet die Fachpraxis in den Jugendämtern schon seit über zehn Jahren intensiv und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung für die Vollzeitpflege. An die bundesweit beachteten Ergebnisse der Untersuchung „Strukturen der Vollzeitpflege in Niedersachsen“ (GISS Bremen, 2003) schlossen die 2008 veröffentlichten „Anregungen und Empfehlungen für die niedersächsischen Jugendämter“ (wir berichteten) an, die gemeinsam mit den Akteuren aus den Jugendämtern entwickelt wurden. Die Empfehlungen werden derzeit überarbeitet und aktualisiert. Mit der erstmals geplanten Ringvorlesung im Wintersemester 2012/2013 möchte das Niedersächsische Landesjugendamt die Diskussion und den Austausch zwischen Wissenschaft und Fachpraxis fördern und die Aufmerksamkeit für die Vollzeitpflege in Niedersachsen intensivieren.

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Kinofilm zu Inklusion: „Berg Fidel – Eine Schule für alle“

Posted on Oktober 6, 2012. Filed under: Gesundheit, Publikationen, Schule, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Mit „Berg Fidel – Eine Schule für alle“ ist der jungen Regisseurin Hella Wenders laut dem Tagesspiegel ein „beeindruckendes Plädoyer für inklusives und integratives Lernen“ gelungen. Seit dem 13. Sepember ist der Film in den deutschen Kinos (Kinotermine).

Wenn Kinder nicht von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind, wann dann? An der inklusiven Grundschule „Berg Fidel“ gehören alle dazu: ob hochbegabt oder lernschwach, geistig oder körperlich beeinträchtigt. Im Film kommen die Kinder zu Wort. Vier kleine Protagonisten erzählen mit Witz und Charme aus ihrem Schulalltag und sagen in ihrer unvergleichlichen Weise mehr als so mancher Erwachsene.

Trailer:

zum Interview mit der Regisseurin

zur Website von „Berg Fidel“

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65 000 junge Menschen lebten Ende 2011 in einem Heim

Posted on Oktober 5, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Bundesweit lebten Ende 2011 mehr als 65 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einem Heim oder einer sonstigen betreuten Wohnform. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 11 % mehr als Ende 2008.

Als Hauptgrund für die Erziehung in einem Heim wurde mit 20 % am häufigsten die (mögliche) Gefährdung des Kindeswohls genannt. Danach folgte mit 16 % die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern beziehungsweise der Sorgeberechtigten. Die unzureichende Förderung, Betreuung oder Versorgung des jungen Menschen in der Familie war in 12 % der Fälle der Hauptgrund.

Quelle: Statistisches Bundesamt – Zahl der Woche vom 25. September 2012

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Literaturempfehlung: „Traumatisierte Kinder und Jugendliche“

Posted on Oktober 4, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Ein von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch angrenzender Berufsgruppen stark nachgefragtes Thema ist der Umgang mit traumatischen Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen und Möglichkeiten des Umgangs mit diesen Belastungen.

Der neu erschienene Band „Traumatisierte Kinder und Jugendliche. Hilfe und Stabilisierung durch die Jugendhilfe“ der  Kinderschutz-Zentren versammelt namhafte Vertreter(innen) aus Wissenschaft und Praxis, beleuchtet Hintergründe und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

zur Bestellung

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Gruppenangebot für Herkunftseltern in Frankfurt/Main

Posted on Oktober 3, 2012. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Wenn Mütter (und Väter) sich von ihren Kindern trennen mussten, so stehen sie oft sehr allein da. Deshalb bietet die Kinder-, Jugend-, Elternberatungsstelle Gallus in Frankfurt/Main 2012 wieder drei eintägige Gruppentermine für Herkunftseltern an.

Diese Tage sind ausschließlich für Herkunftseltern gedacht. Unter Leitung zweier mit der Thematik vertrauter Fachkräfte werden persönliche Fragen der TeilnehmerInnen beantwortet und die Erfahrungen der Gruppe genutzt, um gemeinsam konstruktive Wege im Umgang mit der schwierigen Situation zu entwickeln.Die Gruppe beschäftigt sich auch damit, wie Mütter und Väter, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben, ihre Kinder – trotz Trennung – positiv unterstützen können.

Darüber hinaus besteht reichlich Möglichkeit zum Austausch untereinander. Es ist möglich und erwünscht, aber nicht erforderlich, an allen Terminen
teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.

nächster Termin:

  • Samstag, 01.12.2012

Einladung und Anmeldung

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„Auf dem Weg in die Volljährigkeit“ am 20.10. in Berlin

Posted on Oktober 2, 2012. Filed under: Berlin, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Auf dem Weg in die Volljährigkeit“ heißt ein Seminar, das der Aktivverbund Berlin e.V. am 20.10. anbietet.

Wenn aus Pflegekindern Jugendliche und junge Erwachsene werden, fühlen sich meistens nicht nur die jungen Menschen selbst in einer für sie nicht überschaubaren Situation, auch die Pflegeeltern vermissen oft eine fachlich versierte und ämterübergreifende Beratung und Begleitung des Verselbständigungsprozesses.
Für die meisten Pflegekinder endet die Vollzeitpflege mit Erreichen der Volljährigkeit und ist mit dem Bezug einer eigenen Wohnung verbunden – während die Mehrheit aller jungen Menschen erst einige Jahre nach der Volljährigkeit aus ihrer Familie ausziehen.

Viele Pflegefamilien kennen aus eigenem Erleben die Folgen einer zu frühen oder abrupten Beendigung der Familienpflege ohne Berücksichtigung der emotionalen und sozialen Reife des jungen Volljährigen.

Der Weg in die Volljährigkeit beginnt schon einige Zeit vor dem 18. Geburtstag. Die Entwicklung des Jugendlichen, seine Möglichkeiten, Perspektiven und Fähigkeiten werden schon vorher in Hilfeplangesprächen besprochen und Ziele benannt.

Das Seminar soll helfen, einerseits die Bedürfnisse des Jugendlichen zu definieren und andererseits über Hilfen, die zur Verfügung stehen, zu informieren. Das gilt sowohl für die Hilfen durch die Jugendhilfe als auch für alle anderen Formen der Hilfe.

nähere Informationen

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25 Jahre Lobby für Pflege- und Adoptivkinder und ihre Eltern in Bayern

Posted on Oktober 2, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Foto (Schulz): Justizministerin Dr. Beate Merk (CSU) im Gespräch mit Peter Able (PFAD-Landesvorsitzender), Dagmar Trautner (PFAD-Bundesvorsitzende) und RA Andreas Woidich (nicht im Bild).

Mehr Anerkennung der Gesellschaft für ihr großes Engagement für benachteiligte Kinder wünschte Dr. Beate Merk den aus ganz Bayern angereisten Pflege- und Adoptivfamilien, die am Samstag in Augsburg das 25-jährige Bestehen des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. feierten. Im Augustanasaal des Annahofes würdigte Dr. Merk den hohen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen. Ihr Einsatz gerade in diesem Bereich gehe weit über das übliche Maß bürgerschaftlichen Engagements hinaus. Sie werden mit ihren nicht immer leichten Herausforderungen nicht allein gelassen, sondern finden in PFAD FÜR KINDER einen kompetenten Ansprechpartner. Über ihr Grußwort hinaus nahm sich die Justizministerin Zeit für Gespräche, um die Anliegen der Verbandsvertreter und Augsburger Pflege- und Adoptivfamilien aufzunehmen.

PFAD-Landesvorsitzender Peter Able bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Merk für diese Offenheit. Er machte deutlich, dass PFAD bei der in den nächsten Jahren anstehenden Reformierung der Pflegekinderhilfe konstruktiv mitarbeiten und die Interessen der aktuell in Bayern in Vollzeitpflege lebenden rund 7.500 Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien vertreten wird. Able hielt fest, dass der Verband an diesem Tage stolz seine bisherigen Erfolge feiert und sich auch weiterhin als Lobby für Pflege- und Adoptivfamilien stark machen wird. Das Beratungsnetz von PFAD FÜR KINDER soll dichter werden und die Zusammenarbeit zwischen den PFAD FÜR KINDER Ortsgruppen und der Jugendhilfe auf kommunaler Ebene ist noch ausbaufähig. Gerade Augsburg sei ein vorbildliches Beispiel gewachsener, partnerschaftlicher Kooperation zwischen Politik, Jugendamt und PFAD FÜR KINDER.

Anschließend veranschaulichte die Bundesvorsitzende des PFAD-Verbandes Dagmar Trautner die aktuellen Herausforderungen, vor denen Pflege- und Adoptivfamilien heute stehen und wie stark sich PFAD engagiert, damit möglichst viele Kinder, die zeitweise oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, ein sicheres, liebevolles und förderndes Zuhause bei engagierten und kompetenten Pflege- und Adoptiveltern finden.

Nach den anerkennenden Grußworten von Stadtrat Theo Gandenheimer und Gertrud Kreutmayr, der Vertreterin des Bezirks Schwaben, sprach auch Dr. Simone Strohmayr im Namen der Kinderkommission des Bayerischen Landtages ihre Anerkennung für die hohe Fachlichkeit und das außerordentliche Engagement des Verbandes für das Wohl benachteiligter Kinder aus und lud den Vorstand zu einem Gespräch in die Kinderkommission ein, um dort direkt seine Anliegen unterbreiten zu können.

Abgerundet wurde der Festakt durch einen vergnüglichen Rückblick der Ehrenvorsitzenden Luise Vogg und des Gründungsmitglieds Johann Munker über die Anfangsjahre und den nicht immer leichten Aufbau des heute größten PFAD-Landesverbandes.

Nach dem offiziellen Teil startete ein buntes Familienfest für Groß und Klein. Die zahlreichen Kinder hatten Spaß bei einem bunten Programm mit Spiel- und Bastelangeboten, Erlebnispädagogik in der St. Anna-Kirche, einem interaktiven Clown und der Aufführung „Der kleine Muck“ des Schwabacher Puppentheaters.

Parallel stellte Eric Breitinger, der diesjährige Träger des Deutschen Jugendhilfepreises und Autor des Buches „Vertraute Fremdheit – Adoptierte erzählen“ den Erwachsenen die Erfahrungen heute erwachsener ehemaliger Pflege- und Adoptivkinder mit ihrem Aufwachsen zwischen zwei Familien vor. Der selbst adoptierte Historiker und Journalist verdeutlichte durch seine Interviews mit Betroffenen, dass „das Verlassen werden und die Preisgabe eines Kindes an ein unbekanntes Schicksal“ durch seine leiblichen Eltern Ursache einer lebenslangen Verletzlichkeit und eines beeinträchtigten Selbstwertgefühles bei Adoptierten ist. Gleichwohl fänden Pflege- und Adoptivkinder bei ihren neuen Eltern oft bessere Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen, frühe Defizite zu bearbeiten. Doch letztendlich, meint Breitinger, können in der frühen Kindheit erlebte existentielle Beeinträchtigungen nicht wirklich bewältigt werden. Die Kinder müssen mit Hilfe ihrer Pflege- und Adoptiveltern lernen, damit zu leben.

Die in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof organisierte Podiumsdiskussion moderierte Dr. Nikolaus Hueck. Er interviewte neben Eric Breitinger die PFAD-Bundesvorsitzende Dagmar Trautner, die ihre langjährige Erfahrung in der Beratung von Pflege- und Adoptivfamilien einbrachte, und Margit Schiefelbein vom Jugendamt Augsburg und regte eine lebhafte Diskussion mit den ca. 80 interessierten TeilnehmerInnen an.

Sozialpädagogin Margit Schiefelbein berichtete, dass sich das Jugendamt Augsburg in vorbildlicher Weise auch nach erfolgter Adoption für Adoptivfamilien einsetzt und sie nicht alleine lässt. Angebote fachlicher Begleitung und Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Betroffenen werden durchgehend und speziell für die Bedürfnisse von Adoptivkindern und -eltern bereitgestellt und gut angenommen. Daneben werden permanent neue Pflegeelternbewerber gesucht, um den unterzubringenden Kindern die für sie passende Pflegefamilie vermitteln zu können.

Beim Thema „anonyme Kindesabgabe“ – ermöglicht durch ein auch in Augsburg eingerichtetes sog. „Babyfenster“ – waren sich alle Anwesenden einig: Diese Praxis muss ein Auslaufmodell sein, da Kindstötungen dadurch nachweislich nicht verhindert werden, den betroffenen Kindern jedoch jede Möglichkeit genommen wird, ihre Identität zu erkunden. Vielmehr wäre es wichtig, die Hilfsangebote für Schwangere und Mütter in Not- und Konfliktlagen zu verstärken und, bei der anstehenden Reformierung dieses Bereiches, das Recht der abgegebenen Kinder auf die Kenntnis ihrer Abstammung zu berücksichtigen.

Der 1987 in München gegründete PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern setzt sich landesweit und regional in 32 Ortsgruppen und -vereinen und mit zahlreichen ausgebildeten Multiplikatoren und Beiständen für Pflege- und Adoptivfamilien ein. In Seminaren und Fachtagungen und durch die Erstellung von Fachpublikationen bildet er Bewerber, Pflege- und Adoptiveltern, Multiplikatoren und Fachkräfte fort. Der Verband ist Ansprechpartner für Politik, Gesetzgeber, Behörden, Institutionen und alle Personen, die sich für Pflege- und Adoptivkinder einsetzen.

Pressemitteilung des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern e.V. vom 24.09.2012

(Text und Foto: Ulrike Schulz)

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„Erziehen oder Begleiten? – Haltung und Rollenverständnis in der pädagogischen Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen“ am 12.11. in Hofheim

Posted on Oktober 2, 2012. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Zum Pädagogischen Fachtag „Erziehen oder Begleiten? – Haltung und Rollenverständnis in der pädagogischen Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen“ laden der Main-Taunus-Kreis und der Bundesfachverband UMF am 12.11.2012 nach Hofheim ein.

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Artikel über Adoptionsgeschichte mit Happyend

Posted on Oktober 1, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, PFAD Verband, Publikationen |

In zwei Zeitschriften erzählt Carmen Marquis, die Vorsitzende des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Berlin-Brandenburg e.V., die Geschichte ihrer Adoptivtochter Toni:

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Workshop für (Adoptiv)Eltern schwarzer Kinder am 01./02.12. in Duisburg

Posted on Oktober 1, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der nächste Workshop “Wurzeln und Flügel” für (Adoptiv)Eltern Schwarzer Kinder von Diversity Works findet am 01./02.12. in Duisburg statt.

Das Workshopkonzept „Wurzeln und Flügel“ bietet Adoptiv-/Pflege-/Eltern Schwarzer Kinder die Möglichkeit, sich mit alltagsrassistischen Herausforderungen zu beschäftigen und Lösungsansätze für problematische Situationen zu erarbeiten. Im gemeinsamen Austausch machen sie die stärkende Erfahrung, dass sie nicht allein sind mit ihren Fragen und Problemen.

Durch die professionelle Begleitung eines erfahrenen Trainer/innen-Teams werden den Eltern Diskriminierungsstrukturen wie Adultismus (Machtungleichgewicht zwischen Erwachsenen und Kindern) und Rassismus nahe gebracht. Die Eltern erhalten im Workshop Raum und Zeit, ihre
eigenen Verortungen in all diesen Themen und Strukturen zu suchen und zu finden, und sich so mehr Sicherheit für herausfordernde Alltagssituationen zu erarbeiten.

nähere Informationen

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