Erster Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken veröffentlicht

Posted on November 6, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. hat im Auftrag des Landkreistages Saarland gemeinsam mit den saarländischen Jugendämtern die Entwicklung der verschiedenen Hilfearten im Bereich der Hilfen zur Erziehung erhoben. Der Erste Landesbericht zu den Hilfen zur Erziehung liegt jetzt für das Berichtsjahr 2010 vor.

Der Vorsitzende des Landkreistages Saarland, Landrat Udo Recktenwald und der Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Andreas Storm zeigten sich zufrieden, dass mit der Integrierten Berichterstattung und dem Ersten Landesbericht verlässliche Informationen vorliegen, die sowohl die Landkreise als auch das Land bei der Erfüllung der jeweiligen Aufgaben im Bereich der Jugendhilfe unterstützen. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt in Kooperation mit dem Land durchgeführt.

„Die saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken bewegen sich seit Jahren in einem Spannungsverhältnis zwischen zusätzlichen gesetzlichen Aufgaben und den zunehmend knapper werdenden finanziellen Ressourcen. Gleichzeitig sind die Familienverhältnisse schwieriger geworden, was zu einem steigenden Hilfebedarf führt. Wie der Erste Landesbericht nun zeigt, ist trotz der demographischen Entwicklung offensichtlich keine Änderung der Tendenz zu steigenden Hilfebedarfen zu erkennen“, so Udo Recktenwald.

Um eine aussagekräftige Datenbasis zu erhalten, hat der Landkreistag Saarland im Jahr 2009 beschlossen, gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) das Integrierte Berichtswesen in den Jugendämtern der Landkreise und des Regionalverbandes einzuführen. „Entsprechend der unterschiedlichen Begebenheiten vor Ort setzen die Jugendämter in ihrer Planungshoheit für die Jugendhilfeplanung zum Teil unterschiedliche Akzente und gehen unterschiedliche Wege. Diese Vielfalt ist gewollt. Die Integrierte Berichterstattung und der Landesbericht zeigen nicht nur diese gewollte Vielfalt. Sie ermöglichen darüber hinaus auch eine konstruktive Bewertung unterschiedlicher Herangehensweisen und Konzepte, ihre Fortschreibung und dort, wo es Sinn macht, eine bedarfsorientierte Korrektur im Interesse der betroffenen jungen Menschen“, fügte der Vorsitzende des Landkreistages Saarland hinzu.

Auch Minister Storm zeigte sich zufrieden, dass es gelungen ist, die Bandbreite der Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken nicht nur abzubilden, sondern auch die Entwicklung der Hilfearten im Zusammenhang mit den jeweiligen soziostrukturellen Rahmenbedingungen bewerten zu können. „Auch das Land kann von der Integrierten Berichterstattung in der Jugendhilfe profitieren, da es unter anderem zu den Aufgaben des Landes als überörtlichem Jugendhilfeträger gehört, die Weiterentwicklung der Jugendhilfe zu unterstützen und zu begleiten. Die Planungen des Landes können nunmehr auf der Basis einer detaillierten und fundierten Aufbereitung von Kerndaten erfolgen, die wir in dieser Breite durch die amtliche Jugendhilfestatistik nicht erhalten können“, so der Minister.

Das Projekt der Integrierten Berichterstattung wird mindestens bis 2015 fortgeführt. „Zum Nutzen des Projektes gehört, dass die vorliegenden Daten zudem einen Vergleich mit anderen Bundesländern, die vergleichbare Wege des integrierten Berichtswesens gehen, erlauben. Es ist für die Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken enorm wichtig, Informationen darüber zu erhalten, wo sie im Vergleich zu anderen stehen, welche Weichen gestellt werden können und auf welche gesellschaftlichen Entwicklungen Sie keinen Einfluss haben“, führt der Vorsitzende des Landkreistages aus.

zum Bericht:  Integrierte Berichterstattung über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken- 1. Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Saarland vom 05.11.2012

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