Kreis-Jugendamt Groß-Gerau sucht mit Plakaten und Flyern Pflegeeltern

Posted on August 5, 2013. Filed under: Bewerber, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Pflegefamilien gesucht! Unser Bild zeigt Ute Rödner, die Leiterin des Pflegekinderdienstes des Kreis-Jugendamtes mit dem Plakat, mit dem der Kreis seit kurzem für die Betreuung von Pflegekindern durch „Ersatzfamilien“ wirbt.

Kinder brauchen eine Familie! Was sich im Grunde wie eine Selbstverständlichkeit anhört, ist längst nicht überall selbstverständlich. Kinder, deren Eltern verstorben sind, deren leibliche Eltern sich nicht kümmern können oder wollen oder denen behördlicherseits aus gutem Grund das Sorgerecht entzogen wurde – alleine im Kreis Groß-Gerau hat das Jugendamt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe derzeit 95 Kinder in „Ersatzfamilien“ auf Zeit, sprich bei Pflegeeltern untergebracht. Und weil immer wieder für Kinder in Notsituationen, vor allem im Lebensalter zwischen einem und zehn Jahren, Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden müssen und weil immer weniger Menschen bereit sind, die Mühe einer Pflegeelternschaft auf sich zu nehmen, hat der Kinderpflegedienst des Kreis-Jugendamtes jetzt eine Kampagne gestartet. Ihr Ziel: Familien zu finden, die ihren Lebensalltag mit einem zunächst fremden Kind teilen wollen.

Mit einem ansprechend gestalteten Flyer, der in den Rathäusern, in Kinderarztpraxen und Kindergärten ausgelegt wird, mit großformatigen Plakaten sowie über das neue Internetportal www.pflegeeltern-werden.de werden Familien angesprochen, die sich vorstellen können, ein Pflegekind zu betreuen. Gesucht werden Familien oder Paare, die sich ein Kind wünschen, das zu ihrem Lebensalter und zu ihrer Familie passt, und die offen sind für die besondere Situation des aufzunehmenden Pflegekindes, dessen Geschichte und Herkunftsfamilie.

Die zukünftigen Pflegeeltern müssen dabei bereit sein, für ihr Pflegekind einiges einzubringen – bekommen aber auch viel zurück. Sie sollten akzeptieren, dass Pflegekinder weiterhin noch Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie haben und sollten diese Beziehung bewusst fördern. Und sie sollten es aushalten, dass es keine Garantie gibt, dass die Kinder dauerhaft in der Pflegefamilie bleiben – auch wenn das in der Realität meistens der Fall ist.

Bei der Vermittlung von Pflegekindern wird weiterhin Wert darauf gelegt, dass alle Familienmitglieder für die Aufnahme eines Pflegekindes offen sein müssen und Verständnis haben für die Lebensgeschichte des neuen Familienmitglieds. Es sollte genügend Wohnraum und ein geeignetes soziales Umfeld vorhanden sein. Die Familie sollte in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben.

Für Ute Rödner, Leiterin des Pflegekinderdienstes des Kreis-Jugendamtes, ist die Unterbringung eines vom Amt in Obhut genommenen Kindes in einer Pflegefamilie allemal die bessere Alternative zu einer Heimunterbringung, vor allem dann, wenn die Kinder zuvor in der eigenen Familie vernachlässigt oder misshandelt wurden. „Die Pflegefamilie bietet gerade ihnen oft erstmals im Leben ein Zuhause, Entwicklungschancen und Zukunftsperspektiven“, weiß sie aus ihrem Berufsalltag zu berichten.

Wer die Aufnahme eines Pflegekindes erwägt, kann sich darauf verlassen, dass er auf die neue Aufgabe vom Jugendamt bestens vorbereitet und während der Dauer der Pflegschaft gut beraten, begleitet und unterstützt wird. Weiterhin werden Informations- und Fortbildungsveranstaltungen sowie Supervision angeboten. Dazu gibt es als finanzielle Entlastung ein angemessenes Pflegegeld.

Wer sich vorstellen kann, ein Pflegekind in seine Familie aufzunehmen, wende sich an den Pflegekinderdienst des Kreises Groß-Gerau, Tel. 06152 989-487, -486 oder -360 oder per Mail an pflegekinderdienst@kreisgg.de.

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