Dortmund: Lesben und Schwule als Pflegeeltern willkommen

Posted on August 27, 2013. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen der Christopher Street Day Woche fand am 20.08. in Dortmund erstmals eine Infoveranstaltung statt, die sich speziell an Lesben und Schwule richtete, die sich vorstellen können, ein Pflegekind aufzunehmen.

Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit von SLADO (Dachverband schwuler, lesbischer und transidenter Vereine und Initiativen in Dortmund) und der Stadt Dortmund statt.

Alexander Ewers, Gruppenleiter des Kinderpflegedienstes, erläuterte die Besonderheiten, auf die es ankommt, wenn man sich dafür interessiert, ein Stück des Weges mit einem Pflegekind zu gehen.

Aktuell können in Dortmund circa 1.750 Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Gründen vorübergehend oder langfristig nicht bei ihren Eltern leben. Von diesen Kindern leben derzeit etwa 900 in Pflegefamilien, die durch den Pflegekinderdienst des Jugendamtes betreut werden. Ewers: „Um diesen Kindern optimale Entwicklungschancen zu ermöglichen, suchen wir Pflegeeltern, die sich ein Zusammenleben – vielleicht auch nur auf Zeit – mit ihnen vorstellen können.“

Dass das Dortmunder Jugendamt ganz explizit erklärt, dass lesbische und schwule Paare und auch Einzelpersonen ausdrücklich genauso willkommen sind wie Heterosexuelle, findet Susanne Hildebrandt von der städtischen Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente sehr positiv.

Es habe in der Vergangenheit auch schon ein paar Kinder gegeben, die bei schwulen und lesbischen Pflegeeltern ein Zuhause gefunden haben. Magnus L. (Name von der Redaktion geändert) beispielsweise ist seit vier Jahren gemeinsam mit seinem Partner Pflegevater für einen mittlerweile 8-jährigen Jungen. Seine Erfahrungen mit Ämtern und Behörden seien in Zusammenhang mit seinem Pflegesohn bisher hauptsächlich positiv und unterstützend gewesen. Da man vielfach aber nicht genau weiß, welche Erfahrungen die Kinder aus ihren Herkunftsfamilien mitbringen und welche Förderung sie brauchen, ist die Entscheidung, ein Pflegekind zu nehmen eine, die genau überlegt sein will. Hierbei unterstützt das Jugendamt mit dem Angebot von kostenlosen Vorbereitungs- und Weiterbildungsangeboten, die auf die Aufnahme und die Besonderheit eines Pflegekindes vorbereiten.

Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie bei Alexander Ewers, Kinderpflegedienst des Jugendamtes, Tel: 0231 50-24509, E-Mail: aewers@stadtdo.de oder Susanne Hildebrandt, Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente, Tel: 0231 50-27559, E-Mail: shildebrandt@stadtdo.de.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Dortmund vom 26.08.2013

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