Film-Tipp: „Mama braucht eine Wohnung: Elf Kinder und ihre obdachlose Mutter“

Posted on April 21, 2014. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

In der Reihe Menschen hautnah lief am 27.03. die ca. 44-minütige Dokumentation „Mama braucht eine Wohnung: Elf Kinder und ihre obdachlose Mutter„. Der Beitrag kann auf den Internetseiten des WDR online angeschaut werden.

Sendungsinfo:

Die Kleinen würden am liebsten wieder mit ihrer Mutter zusammen wohnen. Doch ohne Wohnung geht das nicht. Doris ist obdachlos – und hat 11 Kinder. Sie lebt in einer Notunterkunft für Frauen – noch. Denn auch dort muss sie bald raus, länger als sechs Monate darf sie hier nicht wohnen. Wohin dann? Ihre Kinder, die zum Teil in Heimen untergebracht sind, haben Angst, dass sie auf der Straße landet. Besonders die elfjährige Mareike sorgt sich sehr um ihre Mama. Doris hat nur ein Ziel. Sie muss eine Wohnung finden. Und dann will sie die Kinder zurück.

Auch die Kinder wollen wieder zu ihrer Mutter ziehen. Doch so einfach ist das nicht, denn Doris hatte vor vier Jahren ein Burn-out, wie sie es nennt. Komplettausfall. Sie lag nur noch im Bett. Die Kinder waren sich selbst überlassen, gingen oft nicht zur Schule. Die Wohnung war eine Müllhalde. Doris musste für sechs Monate in Haft wegen Verletzung der Aufsichtspflicht. Als sie raus kam, war die Wohnung weg. Ihre Sachen auch.

Doris müsste beweisen, dass sie es alleine schaffen wird. Dann würde sie auch die Kinder wieder bekommen. Dazu bräuchte sie erstens eine Wohnung, die sie sauber hält. Zweitens einen vernünftigen Umgang mit Geld. Und drittens müsste sicher sein, dass sie ihre Kinder ordentlich versorgt. Kann Doris das schaffen – und die Auflagen des Jugendamts erfüllen?

Die Jugendhilfe versucht, sie darin zu unterstützen, ihre Kinder wieder zu bekommen. Sie darf Schritt für Schritt eigenständige Dinge mit den Kindern im Heim erledigen. Sie geht mit ihnen zum Arzt, macht mit ihnen Hausaufgaben. Sie liebt ihre Kinder. Doch das Jugendamt und ihren Exmann empfindet Doris als Bedrohung. Denn die Jüngste, Marlene, lebt schon bei ihm und auch die 14-jährige Mareike überlegt, ob sie zu ihm zieht – 300 km weit entfernt von der Mutter. Doris fällt die Einsicht in ihr Fehlverhalten schwer. Sie will das Beste für die Kinder – wie auch das Jugendamt und der leibliche Vater.

Ein Jahr lang begleitet Menschen hautnah Doris und ihre Kinder bei dem Versuch, wieder als Familie zusammen zu kommen. In einer richtigen Wohnung. Wo sind die Kinder am besten aufgehoben: bei ihr, beim Vater oder im Heim?

Quelle: WDR

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