Archive for März 2015

Neue IGfH-Publikation „Jugendhilfe – und dann? Zur Gestaltung der Übergänge junger Erwachsener aus stationären Erziehungshilfen“

Posted on März 28, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung verbringen und von dort aus ein eigenständiges Leben als junge Erwachsene beginnen, sog. Care Leaver, stehen vor besonderen Herausforderungen: In der Regel verfügen sie über kaum ausreichende materielle Ressourcen und soziale Netzwerke. Dennoch wird in der gängigen Hilfepraxis von ihnen erwartet, mit Eintritt der Volljährigkeit eigenverantwortlich zu leben – deutlich früher als Gleichaltrige, die in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen. Die Gewährung von nachgehenden Hilfen oder eine informelle Unterstützung durch Vertrauenspersonen ist in dieser Phase ungewiss. Das System der Kinder- und Jugendhilfe bringt somit strukturelle Hürden im Übergang mit sich.

Das im IGfH-Eigenverlag aktuell erschienene Arbeitsbuch „Jugendhilfe – und dann? Zur Gestaltung der Übergänge junger Erwachsener aus stationären Erziehungshilfen“ der Autorinnen Britta Sievers, Severine Thomas und Maren Zeller basiert auf Erkenntnissen aus dem Praxisforschungsprojekt „Was kommt nach der stationären Erziehungshilfe? Gelungene Unterstützungsmodelle für Care Leaver“, welches die IGfH in Kooperation mit der Universität Hildesheim durchgeführt hat. In dem Buch wird die Situation von jungen Menschen im Übergang aus stationären Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben dargestellt und nationale wie internationale Praxisbeispiele guter Übergangsbegleitung vorgestellt und diskutiert. Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, das Buch zu erwerben.

Quelle: IGfH

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Aktionsbündnis für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. gegründet

Posted on März 27, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Am 26. Februar 2015 hat sich der Verein „Aktionsbündnis für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V.“ gegründet. In der diesbezüglichen Presseerklärung werden die Hintergründe und die Ziele des Vereins ausführlich erläutert. Ziel des Vereins sei es, die Interessen von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien und die Interessen ihrer Pflegefamilien zu vertreten und eine entsprechende Lobby zu bilden, da auch annähernd 6 Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland das hierdurch verankerte Recht von Kindern mit Behinderungen auf ein Aufwachsen in Familie nur unzureichend verwirklicht sei.

Die Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Form der Familienpflege bedürfe einer umfassenden gesetzlichen Qualifizierung. Dahingehend sei das Ziel der sogenannten „Großen Lösung“ erstrebenswert – hiermit würden alle Kinder und Jugendlichen in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe fallen und die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen wären in diesem Leistungsgesetz festzuschreiben.
Aber unabhängig davon, ob die entsprechenden Reglungen im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) oder im Recht der Sozialhilfe (SGB XII) oder einem neuen Leistungsrecht festgeschrieben werden, hält der neu gegründete Verein verlässliche gesetzliche oder anderweitige Regelungen bzw. Standards in insbesondere folgenden Punkten für unerlässlich: Dies betrifft die Finanzierung der Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien, die Ausstattung und die unterstützenden Leistungen für Pflegefamilien mit behinderten Kindern, die Beratung und Begleitung von Pflegefamilien mit behinderten Kindern sowie die Qualität und Ausstattung von Fachdiensten für Pflegekinder mit Behinderung.

Auf der Homepage des Vereins Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V.  finden sich weitergehende Informationen zum Thema.

Quelle: IGfH

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Artikel: ,Westfälische Pflegefamilie’ auf dem Vormarsch

Posted on März 26, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |

Die WAZ berichtet in Artikel „,Westfälische Pflegefamilie’ auf dem Vormarsch“ vom 25.03.2015 von einer Ausschusssitzung des Landschaftsverband Westfalen Lippe, die sich dem Thema „Pflegefamilien“ widmete. Dabei wurde auch das Modell der „Westfälischen Pflegefamilien“ erörtert.

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Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergelds und des Kinderzuschlags

Posted on März 26, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Pflegefamilie, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das Bundeskabinett hat am 25. März 2015 beschlossen, den steuerlichen Grundfreibetrag, den Kinderfreibetrag und das Kindergeld rückwirkend ab 1. Januar 2015 sowie den Kinderzuschlag ab
1. Juli 2016 anzuheben. Damit setzt die Bundesregierung die verfassungsrechtlich gebotene Anhebung der steuerlichen Freibeträge um und setzt ihre familienfreundliche Politik der letzten Jahre auf hohem Niveau fort. Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung Familien und Kinder mit rund 66 Mrd. Euro unterstützt.

Der steuerliche Grundfreibetrag soll im Jahr 2015 um 118 Euro und im Jahr 2016 um weitere 180 Euro erhöht werden. Der Kinderfreibetrag soll um 144 Euro im Jahr 2015 und um weitere 96 Euro im Jahr 2016 steigen. Grundlage dafür ist der 10. Existenzminimumbericht der Bundesregierung vom 30. Januar 2015.

Gleichzeitig soll das Kindergeld für 2015 und 2016 angehoben werden. Ab dem 1. Januar 2015 ist eine Erhöhung des Kindergeldes um monatlich 4 Euro je Kind und ab dem 1. Januar 2016 um weitere 2 Euro je Kind vorgesehen.

Die Bundesregierung hat außerdem beschlossen, den Kinderzuschlag ab dem 1. Juli 2016 um monatlich 20 Euro auf 160 Euro zu erhöhen. Der Kinderzuschlag kommt Eltern zugute, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen grundsätzlich bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken.

Im Einzelnen sieht der Gesetzentwurf die folgenden Anpassungen vor:

Grundfreibetrag (aktuell 8.354 Euro):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 118 Euro auf 8.472 Euro
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 180 Euro auf 8.652 Euro

Kinderfreibetrag (aktuell 7.008 Euro einschl. Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 144 Euro auf 7.152 Euro
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 96 Euro auf 7.248 Euro

Kindergeld (aktuell 184 Euro für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro für das vierte Kind und weitere Kinder):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 4 Euro monatlich je Kind
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 2 Euro monatlich je Kind

Kinderzuschlag (aktuell max. 140 Euro monatlich):

  • Anhebung ab 1. Juli 2016 um 20 Euro monatlich.

Die aktuellen Beschlüsse fügen sich in die familienfreundliche Politik der Bundesregierung ein. Mit der erheblichen finanziellen Unterstützung des Bundes zum Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur, der Einführung eines Rechtsanspruchs für unterdreijährige Kinder auf einen Betreuungsplatz, dem Elterngeld und dem Betreuungsgeld hat die Bundesregierung in den letzten Jahren eine umfassende Förderung von Familien und Kindern etabliert.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums vom 25.03.2015

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16. Jahrestagung der BAG ADOPTION und INPFLEGE

Posted on März 26, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die 16. Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft ADOPTION und INPFLEGE widmet sich dem spannenden Thema „Was bedeutet religiöse Identität für Pflege- und Adoptivkinder?„. Sie findet am 25./26.04.2015 in Frankfurt/Main statt.

In diesem Gremium vernetzen sich – unter der Federführung des PFAD Bundesverbandes – auf Bundesebene tätige Interessenvertretungen von Pflege-, Adoptiv- und Herkunftseltern und (ehemalige) Kinder aus Pflege- und Adoptivfamilien. Sie pflegen dort jährlich den Erfahrungs- und Informationsaustausch, bilden sich fachlich weiter und entwickeln gemeinsame Positionen.

Programmflyer

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Internationales Adoptionstreffen am 25.-27.09. in Hamminkeln

Posted on März 25, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Anna Graf, Johanna Graf, Melanie Kleintz und Ramon Daamen, erwachsene Adoptierte aus Peru, laden andere erwachsene Auslandsadoptierte (und ihre PartnerInnen) vom 25.-27.09.2015 zu einem Treffen nach Hamminkeln ein. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen sind verschiedene Workshops geplant.

nähere Informationen zu Programm und Konditionen

www.auslandsadoptierte.de

Anmeldungen und Anfragen unter adoptiertentreffen@yahoo.de

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Neues Konzept für Pflegeeltern im Landkreis Eichsfeld

Posted on März 25, 2015. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Die Thüringer Allgemeine berichtet im Artikel „Neues Konzept für Pflegeeltern im Landkreis Eichsfeld“ vom 23.03.2015 von Plänen im Rahmen einer Neukonzeptionierung des Fachdienstes auch die finanziellen Leistungen für Pflegefamilien transparenter zu machen.

Der örtliche Pflegeelternverein wünscht sich eine Anhebung der finanziellen Leistungen. So sollten beispielsweise die Rentenzuschüsse des Jugendamtes für jedes Pflegekind gezahlt werden ansatt nur einmal pro Familie.

Weiterer Kritikpunkt – auch einzelner Politiker – ist das allgemein niedrige Niveau der finanziellen Leistungen für Pflegefamilien in ganz Thüringen.

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BbP fordert Berücksichtigung behinderter Pflegekinder im neuen Bundesteilhabegesetz

Posted on März 23, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Auch der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. setzt sich mit einer eigenen Stellungnahme für die Berücksichtigung behinderter Pflegekinder im neuen Bundesteilhabegesetz ein.

⇒ Stellungnahme vom 13.02.2015

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Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien – Berücksichtigung im Bundesteilhabegesetz

Posted on März 23, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Das 2014 gegründete Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien wendete sich am 16.02. mit folgender Stellungnahme an die Mitglieder der Arbeitsgruppe Bundesteilhabegesetz:

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien setzt sich für die Belange von Kindern mit Behinderungen ein, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Wir verfolgen mit unserem Engagement die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, demnach auch Kinder mit Behinderungen die Chance erhalten sollen in einer Familie aufzuwachsen.

Mit dem Anspruch auf Familienpflege nach § 54 Abs. 3 SGB XII wurde in Deutschland dieses Recht zwar gesetzlich abgesichert. Unsere Erfahrungen mit der Praxis der Sozialhilfeträger zeigen jedoch, dass sich die Umsetzung des Rechts häufig erheblichen Hürden gegenüber sieht:

Es fehlen Standards für die Sicherstellung des notwendigen Unterhalts behinderter Kinder in Pflegefamilien. Eine analoge Anwendung der Vorgaben der Kinder- und Jugendhilfe greift häufig zu kurz, da weder der behinderungsbedingte Mehrbedarf der Kinder noch die Kosten der Teilhabeleistungen der Pflegeeltern dort beschrieben werden. Die Ausstattung der Pflegestelle ist nicht sichergestellt und muss immer wieder von Fall zu Fall entschieden werden. Die Fortsetzung des Pflegeverhältnisses über die Volljährigkeit hinaus ist nicht geregelt und damit nicht abgesichert. Die Begleitung der Pflegefamilien durch professionelle Fachdienste, die die Arbeit der Pflegeeltern qualifizieren, supervidieren und mit Rahmenleistungen unterstützen, findet keine ausdrückliche gesetzliche Grundlage.

Dieser Mangel an Standards in der Eingliederungshilfe in Form der Familienpflege für behinderte Kinder lässt Pflegepersonen von der Aufgabe Abstand nehmen, weil ihnen hier die erforderliche Verlässlichkeit der zuständigen Behörden fehlt. So machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Kinder trotz interessierter Pflegefamilien nicht vermittelt werden können, weil die Rahmenbedingungen für die Familie zu unsicher sind und Familien zu Recht die Gefahr der Überforderung sehen. Trotz möglicher Alternativen werden Kinder mit Behinderungen in solchen Situationen in einem Heim untergebracht und ihr Anspruch auf ein familiäres Aufwachsen ist vereitelt.

Zur Umsetzung des Anspruchs von Kindern mit Behinderungen auf ein familiäres Aufwachsen sind aus unserer Sicht daher weitere bundesweite Regelungen notwendig, mit denen die notwendigen Standards gesetzt werden. Vorrangig wäre dabei das Ziel der sogenannte „Großen Lösung“ zu verfolgen, mit der alle Kinder und Jugendlichen in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe fallen und in diesem Leistungsgesetz die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen festzuschreiben wären.

Ob aber nun im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) oder im Recht der Sozialhilfe (SGB XII) oder einem neuen Leistungsrecht hält das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien die Berücksichtigung folgender Punkte im Rahmen der Erarbeitung eines Bundesteilhabegesetzes für absolut notwendig:

  • Normierung von Standards zur Finanzierung der Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien
  • Normierung von Standards zur Ausstattung und der unterstützenden Leistungen für Pflegefamilien mit behinderten Kindern
  • Normierung von Standards zur Beratung und Begleitung von Pflegefamilien mit behinderten Kindern
  • Normierung von Qualitätsstandards und Ausstattung von Fachdiensten für Pflegekinder mit Behinderungen
    (nähere Ausführungen zu den einzelnen Punkten)

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien steht zur Beratung gerne bereit.

Gila Schindler, Frauke Zottmann-Neumeister und Peter Kreuels für das
Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien

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„Abgrenzung von Jugendhilfe zur Sozialhilfe bei fremdplatzierten Kindern“ am 23.04. in Wuppertal

Posted on März 20, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Fachanwältin Gila Schindler wird am 23.04. in Wuppertal über die „Abgrenzung von Jugendhilfe zur Sozialhilfe bei fremdplatzierten Kindern“ sprechen. Die Fortbildung wird veranstaltet von der Praxis Coaching und Beratung für Familien Simone Kabus. Sie wendet sich an Sozialarbeiter,  Pädagogen, Vormünder, Mitarbeiter aus Beratungsstellen, sowie Betreuungs- und Vormundschaftsvereinen, (Pflege-)Eltern, Juristen und am Thema Interessierte.

nähere Informationen

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Stellungnahme „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Posted on März 20, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Die Kinderkommission hat sich in ihrem öffentlichen Expertengespräch am 04.02. mit der Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge befasst.

Vor dem Hintergrund des anstehenden Gesetzgebungsverfahrens zur „Aufnahmeverpflichtung der Länder zur Ermöglichung eines am Kindeswohl ausgerichteten landesinternen und bundesweiten Verteilungsverfahrens“ hat die Kinderkommission einige Anregungen und Forderungen, die sie zum Schutz der genannten Personengruppe als dringend notwendig berücksichtigt sehen möchte.

Die in diesem Zusammenhang erarbeitete Stellungnahme der Kinderkommission kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.bundestag.de/blob/365844/7370a2e04a7cd8ff25a71f5765babcb2/stellungnahme-umf-data.pdf

Quelle: Pressemitteilung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages vom 19.03.2015

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„Vertane oder genutzte Chancen?“ am 04.05. in Düsseldorf

Posted on März 19, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vertane oder genutzte Chancen?“ ist der Titel eines Seminars der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes am 04.05. in Düsseldorf in Kooperation mit PAN NRW e.V. Referenten sind die Dipl. Psychologen Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann.

Das Seminar gibt Aufschluss darüber, welche Bedingungen und Möglichkeiten für ein Pflegekind notwendig sind, so dass es sich in der Pflegefamilie sozialisieren kann. Gezeigt wird, wie ein Pflege- und Adoptivkind über korrigierende Erfahrungen und das szenische Inszenieren traumatischer Erfahrungen Ängste bewältigen und die Integration in die Ersatzfamilie gelingt.

nähere Informationen

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FAS-Beratungsstelle in Niedersachsen eröffnet

Posted on März 18, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , |

Das Beraterteam (von links): Ralf Neier, Klaus ter Horst, Raphael Hartmann

Das Eylarduswerk hat ab Februar 2015 eine Beratungsstelle mit dem Schwerpunkt Fetales Alkoholsyndrom eröffnet. Die in Bad Bentheim-Gildehaus angesiedelte Einrichtung ist die erste FAS-Beratungsstelle für Niedersachsen.

Beraten und unterstützt werden Menschen, die mit Kindern mit FAS zusammenleben und arbeiten (Familien, Partner, Pflegefamilien, Heimgruppen etc.).

Angebote:

  • Beratung und Information für Menschen, die von FAS betroffen sind
  • Erst-Diagnostik von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit FAS
  • Informationen über Hilfen im Alltag, in der Schule und der beruflichen Entwicklung
  • Informationen zu sozialrechtlichen Fragen
  • Weiterentwicklung von pädagogischen und therapeutischen Hilfen für Kinder und Jugendliche mit FAS

Weitere Aktivitäten sind in Planung. Eine Erstberatung ist kostenfrei.

Nähere Informationen zur Erreichbarkeit bietet die Homepage der FAS-Beratungsstelle.

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„Fetales Alkoholsyndrom-FAS“ am 22.04. in Wuppertal

Posted on März 17, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Die Coaching und Beratung für Familien Simone Kabus lädt Sozialarbeiter, Pädagogen, Vormünder, Mitarbeiter aus Beratungsstellen sowie Betreuungs- und Vormundschaftsvereinen, (Pflege-)Eltern, Kinderschutzfachkräfte nach § 8a SGB VIII und weitere am Thema Interessierte am 22.04. nach Wuppertal ein zu einer Fortbildung über das Fetale Alkoholsyndrom-FAS. Referieren wird Gisela Michalowski, die seit 2005 Vorsitzende von FASD Deutschland e.V. ist.

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Beantragung der Aufwandsentschädigung für Vormünder muss bis 31.03. erfolgen

Posted on März 11, 2015. Filed under: Finanzielles, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Pflegeeltern, die ehrenamtlich die Vormundschaft für ihr Pflegekind übernommen haben, können nach § 1835a BGB beim zuständigen Amtsgericht eine jährliche Aufwandspauschale von 399 € beantragen. Dies ist jedoch nur binnen 3 Monaten nach Ablauf eines Jahres möglich, danach erlischt der Anspruch.

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Familienwochenende des PFAD FÜR KINDER LV Berlin-Brandenburg

Posted on März 10, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der PFAD FÜR KINDER – Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. lädt zum Pflege-/Adoptiv-Familienwochenende vom 12.-14.06. ins Kinder- und Jugenderholungszentrum KiEZ Frauensee nach Gräbendorf ein. Viele Freizeitmöglichkeiten erwarten die Familien auf der großen und wunderschönen Naturanlage mit eigenem Badesee.

Am Samstagabend feiert der Landesverbandes zusammen mit den Familien sein 15-jähriges Jubiläum und am Sonntagvormittag findet die Mitgliederversammlung statt.

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Artikel „Pflegeeltern nehmen junge Flüchtlinge auf“

Posted on März 9, 2015. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Mittelbayerische berichtet im Artikel „Pflegeeltern nehmen junge Flüchtlinge auf“ vom 09.03.2015 von unterschiedlichen Konzepten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Bayern.

Manche Kommunen werben auch Pflegeeltern für diese anspruchsvolle Aufgabe an, bei der es „mehr um eine Partnerschaft oder eine Art Coaching“ geht.

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„Familien mit psychisch kranken Elternteilen – Schwerpunkt Borderline-Persönlichkeitsstörung“ vom 20.– 21.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 8, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Dipl.-Psych. Dr. Bernd Abendschein wird vom 20.– 21.04. in Frankfurt/Main zum Thema „Familien mit psychisch kranken Elternteilen – Schwerpunkt Borderline-Persönlichkeitsstörung“ referieren. Eingeladen sind dazu Multiplikator/-innen aus SPFH, Pflegekinderwesen, Heimen, Kinderdörfern und Jugendämtern. Veranstalter ist das Paritätische Bildungswerk.

Die typische Symptomatik der betroffenen Elternteile, in den Bereichen Emotionsregulation, Impulsivität und Beziehungsverhalten, wird herausgearbeitet und vor dem Hintergrund der Störung verständlich gemacht. Das häufig beeinträchtigte und auffällige Interaktionsverhalten des betroffenen Elternteils mit den eigenen Kindern kann zu Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder in verschiedenen Altersstufen und sogar zu Kindeswohlgefährdungen mit notwendigen jugendamtlichen Maßnahmen führen. Im Seminar werden praxisnah und ausführlich mögliche Hilfe- und Beratungsansätze für die betroffenen Familien dargestellt. Ebenso werden den Teilnehmern ausführliche Hilfestellungen gegeben und Interventionsmöglichkeiten besprochen, um den spezifischen Herausforderungen, wie „Fallen“ in der Kommunikation und „Einladungen“ der betroffenen Klientengruppe zum „Mitagieren“,  zu begegnen.
Es können eigene Fallanliegen eingebracht werden.

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“Biografiearbeit mit Mädchen und Jungen” am 01./03.06. in Hannover

Posted on März 7, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Veranstaltungen |

Für sozialpädagogische Fachkräfte der Erziehungshilfe veranstaltet die IGfH in Kooperation mit dem Stephansstift – Zentrum für Erwachsenenbildung am 01./03.06. in Hannover die Fortbildung “Biografiearbeit mit Mädchen und Jungen“. Die Leitung hat Maria Krautkrämer-Oberhoff.

Biografien von Mädchen und Jungen in der Erziehungshilfe sind oft durch Vernachlässigung, Beziehungsabbrüche, Missbrauchs- oder Gewalterfahrungen belastet, was gravierende Folgen für die Identitätsentwicklung mit sich bringt. Es besteht eine Unsicherheit über das eigene Gewordensein und oftmals fehlen die primären Bezugspersonen, die helfen könnten, die Erinnerungslücken zu füllen. In der Biografiearbeit geht es seitens der Pädagog_innen darum, sich auf die Neugier der Heranwachsenden bei der Erkundung ihrer Lebensgeschichte einzulassen und einen verlässlichen Rahmen zur Verfügung zu stellen, der diesen Forschungsprozess fördert.

Die Fortbildung vermittelt:

  • theoretisches Hintergrundwissen hinsichtlich der Bedeutung der Biografiearbeit für die Identitätsentwicklung
  • biografisches Verstehen, Sensibilität und Empathie durch Selbsterfahrung
  • Methoden der Biografiearbeit in Rollenspielen und Kleingruppenarbeit wie z. B. die Arbeit mit dem Lebensbuch „Meine Geschichte“ und Formen der Biografiearbeit mit belasteten Jugendlichen.

Anmeldeschluss ist der 27.04.

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„Der gute Start für unser Kind“ am 26.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 6, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen |

Der gute Start für unser Kind“ heißt ein Kursangebot für Adoptiveltern am 26.04. im Haus der Volksarbeit in Frankfurt/Main. Dozentin ist Sabine Willmann-Ilgner.

Elternwerden ist das große Glück und die erste Zeit mit dem Baby oder Kleinkind beseelt alle. Das Kind steht im Mittelpunkt und Adoptiveltern sind ganz besonders motiviert ihrem Kind eine gesunde Entwicklung durch sichere Bindung zu ermöglichen.
Vielleicht wissen Sie als Eltern von belastenden Erfahrungen in der Schwangerschaft, von Vernachlässigungen und negativen Bindungserfahrungen in den ersten Lebensmonaten und Sie wollen von Anfang an feinfühlig positive Bindungserfahrungen aufbauen.
Dieser Familien-Tag ist angelehnt an „SAFE -Elternkurse“, vom Bindungsforscher Dr. Brisch entwickelt, um Elternkompetenz zu stärken. Sie erhalten Tipps, was Sie tun können, damit Ihr Kind offen und sicher die Welt erkundet. Es gibt Zeit für fachliche Inputs und Reflektion des Alltags.

Am Vormittag wird bei Bedarf eine Kinderbetreuung für die Krabbel – und Laufkinder angeboten, der Nachmittag ist gemeinsam mit den Kindern gestaltet. Für das Mittags-Buffet wird pro Familie ein kulinarischer Beitrag erbeten.

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„Die psychologische Begutachtung bei Pflegekindern – ein Seminar für psychologische Sachverständige, Richter, Anwälte, Verfahrensbeistände und Sozialarbeiter“ am 20.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 5, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die psychologische Begutachtung bei Pflegekindern – ein Seminar für psychologische Sachverständige, Richter, Anwälte, Verfahrensbeistände und Sozialarbeiter“ findet am 20.04. in Frankfurt/Main im Namen der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes statt. Referieren werden Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann.

Die Referenten untersuchen und diskutieren auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrung als psychologische Sachverständige in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren methodische und inhaltliche Fragen einer Begutachtung, die der besonderen Problematik von Pflegekindern Rechnung trägt.

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Umfrage der PFAD Fachzeitschrift zum Thema “Geschlechterrollen in Pflege- und Adoptivfamilien”

Posted on März 4, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes |

Die nächste Ausgabe der PFAD Fachzeitschrift wird sich mit dem Thema „Geschlechterrollen in Pflege- und Adoptivfamilien“ beschäftigen. Wir gehen der Frage nach, wie Mädchen und Jungen, Männer und Frauen in Pflege- und Adoptivfamilien wahrgenommen werden.

Wir bitten daher um E-Mail-Zuschriften an redaktion@pfad-bv.de auf folgende drei Fragen:

  • Wie werden Sie als Vater oder Mutter von den betreuenden Fachkräften und von der Umwelt gesehen?
  • Halten Sie es für bedeutsam, ob Sie von einer männlichen oder weiblichen Fachkraft betreut werden?
  • Erlaubt die Terminvergabe des Fachdienstes, dass Sie beide am Beratungsgespräch teilnehmen können?

Die anonymisierten Beiträge werden in einem Artikel zusammengestellt. Herzlichen Dank!

Ihr PFAD Redaktion

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„Forum Bereitschaftspflege I“ am 09.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 4, 2015. Filed under: Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für Bereitschaftspflegepersonen bietet das IVA Institut am 09.05. in Frankfurt/Main ein Tagesseminar zur fachlichen Begleitung an. Themen des „Forum Bereitschaftspflege I“ werden sein:

  • Begleitende Beratung
  • Stärken der beruflichen Qualifikation
  • Erfahrungsaustausch in Gruppen

Die Seminarleitung liegt bei Lilo Drabent und Isabel-Theres Spanke.

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Gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen – Techniker Krankenkasse und Ministerium stellen neuen Leitfaden für Ärzte und Zahnärzte vor

Posted on März 2, 2015. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Mit dem Titel „Stoppt Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ haben die Techniker Krankenkasse und das Ministerium für Arbeit und Soziales am Mittwoch in Magdeburg einen neuen Leitfaden zur Früherkennung von Vernachlässigung und Misshandlung vorgestellt. Die dritte Auflage des erstmals im Jahr 1999 erschienenen und jetzt komplett überarbeiteten Ratgebers wendet sich nicht nur an Ärztinnen und Ärzte, sondern zusätzlich jetzt auch an Zahnärztinnen und Zahnärzte.

Der in Zusammenarbeit mit der Allianz für Kinder des Landes Sachsen-Anhalt und mit Unterstützung des Ministeriums für Inneres und Sport, der Ärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung sowie des Gesundheitsamtes Magdeburg erstellte Leitfaden soll Medizinerinnen und Mediziner dabei unterstützen, Symptome von Gewalt und Vernachlässigung schnell zweifelsfrei zu identifizieren. Zugleich enthält die Broschüre rechtliche Hinweise und Tipps, was und vor allem mit welchen Kooperationspartnern zu tun ist, wenn es einen begründeten Verdacht der Kindesmisshandlung gibt.

Sozialminister Norbert Bischoff dankte der Techniker Krankenkasse für die Kooperation beim Thema Kinderschutz. Zugleich hob er das Landesengagement in diesem Themenfeld hervor. So hat das Land seit 2005 gut 1.500 Kinderschutzfachkräfte qualifiziert, die in den Jugendämtern sowie bei Trägern der Jugendhilfe wie etwa in Kindertagesstätten tätig werden. Zugleich hat das Sozialministerium den Aufbau Lokaler Netzwerke für Kinderschutz forciert und fachlich unterstützt. Bischoff erinnerte zugleich daran, dass Sachsen-Anhalt mit dem Aufbau eines Netzes von Familienhebammen 2006 bundesweit zu den Vorreitern gehört habe. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz 2012 war die Steuerung in kommunale Hände zu geben. Aktuell sind 41 Fachkräfte tätig. Bischoff sagte: „Der Staat und die gesamte Gesellschaft – also jeder Bürger und jede Bürgerin von Sachsen-Anhalt  – sind gefordert, Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung zu schützen. Niemand darf wegsehen oder weghören, wenn Kindern und Jugendlichen Unrecht geschieht.“

Wie Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt anlässlich der Vorstellung des Leitfadens unterstrich, ist dieser ein wesentlicher Bestandteil des Engagements der Kasse zum Thema Kinder- und Jugendgesundheit in Sachsen-Anhalt. „Rund jeder siebente TK-Versicherte im Bundesland ist noch keine 15 Jahre alt. Daher liegt uns die Gesundheit von Heranwachsenden besonders am Herzen. Aus diesem Grund haben wir beispielsweise in Kooperation mit dem Kultusministerium im Schuljahr 2011/2012 die Initiative ‚Mobbingfreie Schule-Gemeinsam Klasse sein!‘ auf den Weg gebracht und unterstützen bereits seit mehreren Jahren gesundheitsfördernde Projekte an Kindergärten und Schulen. Der jetzt aktualisierte Leitfaden soll dazu beitragen, die auch bei Fachleuten bestehenden Informationsdefizite abzubauen, um dann im Bedarfsfall sachgerecht reagieren zu können“, so Hennicke der eine „große Diskrepanz“ zwischen Gesetzeslage, die ein gewaltfreies Aufwachsen von Kindern garantiert, und der Lebenswirklichkeit sieht. Beispiele aus den letzten Tagen und Wochen belegen erneut, dass Ohrfeigen und Schläge nur eine Form der Gewalt sind. Nicht selten müssen Jungen und Mädchen auch seelische Verletzungen in Form von beleidigenden Beschimpfungen, Demütigungen, Missachtung und Vernachlässigung erdulden.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Sachsen-Anhalt weist für das Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Fallzahlen bei Misshandlungen sowie dem sexuellen Missbrauch von Kindern und bei der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht auf. Demnach wurden 533 Fälle von sexuellem Missbrauch sowie 171 Misshandlungsdelikte registriert. Im Jahr 2013 waren es 450 Fälle von sexuellem Missbrauch sowie 155 Fälle von Misshandlung. Die Aufklärungsquote ist in beiden Kriminalitätsbereichen hoch. Sie liegt bei knapp 90 Prozent im Bereich sexueller Missbrauch sowie gut 97 Prozent bei Kindesmisshandlung. Wegen verletzter Fürsorge- und Erziehungspflicht wurde 2014 in 103 Fällen ermittelt, lediglich zwei Vorwürfe konnten letztlich nicht zweifelsfrei aufgeklärt werden.

Mit den Folgen von körperlicher und sexueller Misshandlung sowie psychischer Gewalt und Vernachlässigung sieht sich Professor Doktor Rüdiger Lessig, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Halle, in seiner täglichen Arbeit konfrontiert. Der Mediziner, der die Erstellung des Leitfadens fachlich unterstützt hat, verwies darauf, dass rechtsmedizinische Untersuchungen in Fällen von Kindeswohlgefährdung dazu beitragen können, dass erforderliche Dokumentationen für anschließende Strafverfahren zur Verfügung stehen. Lessig: „Dies kann im Einzelfall nicht nur zur Überführung eines Tatverdächtigen, sondern auch zur Entlastung von Beschuldigten beitragen, die diesem Vorwurf ausgesetzt sind. Die Informationen über die zulässigen und notwendigen Abläufe sind für die klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten, aber auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, sehr wichtig und hilfreich. Daher begrüße ich die Aktualisierung des Leitfadens ausdrücklich!“

Der Leitfaden wird mit einer Startauflage von zunächst 4.500  Exemplaren erscheinen. Er ist zugleich im Internet auf den Seiten der TK unter www.tk.de/lv-sachsenanhalt sowie auf der Startseite des Sozialministeriums unter www.ms.sachsen-anhalt.de zu finden.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt vom 25.02.2015

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Was tun bei Cyber-Mobbing? – neuer Ratgeber von klicksafe

Posted on März 2, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Beleidigende Kommentare, Verleumdungen, „Dislikes“ – jeder dritte Schüler war schon einmal von Mobbing im Internet betroffen. Anlässlich der Bildungsmesse didacta veröffentlicht klicksafe nun einen umfassenden Ratgeber zum Thema Cyber-Mobbing.

Neben zahlreichen Hinweisen zur Vorbeugung von Cyber-Mobbing gibt klicksafe insbesondere auch Ratschläge für Betroffene und Angehörige. Der „Ratgeber Cyber-Mobbing“ steht ab heute zum Download und zur Bestellung bereit.

Die Internet-Plattform YouNow ist das aktuellste Beispiel dafür, wie einfach es mittlerweile ist, im Internet beleidigende Kommentare zu veröffentlichen. Ganz anonym kann man sich auf YouNow über Personen auslassen, die sich live für eine unbekannte Zuschauerschaft im Internet filmen. Aber auch Plattformen wie Facebook oder WhatsApp sind Schauplätze für Cyber-Mobbing. Für die Betroffenen – meist Jugendliche – kann dies zu einer ernst zu nehmenden Belastung werden. Um sie und ihre Angehörige hier zu unterstützen, veröffentlicht klicksafe anlässlich der Bildungsmesse didacta nun den „Ratgeber Cyber-Mobbing“. Woran erkennt man Cyber-Mobbing? Was tun bei Cyber-Mobbing? Wie kann ich Cyber-Mobbing vorbeugen? Anhand von Praxisbeispielen, Experteninterviews und weiterführenden Linktipps gibt klicksafe hierauf umfassende Antworten.

klicksafe stellt den „Ratgeber Cyber-Mobbing“ auf der weltgrößten Bildungsmesse didacta in Hannover vor. Hier ist klicksafe wieder mit einem breiten Informationsangebot vertreten. Am Gemeinschaftsstand der Medienanstalten (Halle 15, Stand: E64) bietet klicksafe einen Einblick in die umfassenden Materialien rund um das Thema „Sicherheit im Netz für Kinder und Jugendliche“. Neben dem neuen Ratgeber ist zum Beispiel auch das neue Unterrichtsmodul „Ethik macht klick – Werte-Navi fürs digitale Leben“ erhältlich. Alle Materialien stehen zudem online zur Verfügung oder können bestellt werden.

Quelle: klicksafe.de vom 24.02.2015

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“Entspannungsmethoden für Groß und Klein” am 01.04. in Halle/Saale

Posted on März 1, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 01.04. zeigt Solveig KönigEntspannungsmethoden für Groß und Klein”:

  • Welche Entspannungsmethode ist in welcher Situation hilfreich?
  • Praktische Anwendungsbeispiele verschiedener Methoden.

Die Fortbildung des PFAD Pflege- und Adoptivfamilien Sachsen-Anhalt e.V. findet von 19 bis 21 Uhr in der Geschäftsstelle des Lebenstraum e.V., Marktplatz 10a, in Halle/Saale statt.

Um eine vorherige Anmeldung unter Tel.: (0345) 1 31 94 73 oder per E-Mail an post@pfad-sachsen-anhalt.de wird gebeten.

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