14. Internationale Bindungskonferenz vom 09.-11.10. in München

Posted on Mai 10, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, International, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

PD Dr. med. Karl Heinz Brisch lädt zur 14. Internationalen Bindungskonferenz München vom 09. bis 11. Oktober 2015 ein. Der diesjährige Titel lautet „Bindungstraumatisierungen – Wenn Bindungspersonen zu Tätern werden„.

Es ist eine traurige Wahrheit, aber Menschen werden manchmal gerade durch ihre Bindungspersonen traumatisiert. Ihre Traumata können bereits während der Schwangerschaft, aber auch in allen späteren Altersphasen – vom Säuglingsalter bis zum hohen Alter – erfahren werden. Wir sprechen dann von Bindungstraumatisierungen. Diese Traumatisierungen erfolgen – oftmals über viele Jahre – durch die Bindungspersonen selbst, von denen die Opfer eigentlich Schutz und Sicherheit erwartet hätten. So können etwa Kinder durch ihre Eltern, Schüler durch LehrerInnen, Patienten durch ÄrztInnen und TherapeutInnen, alte Menschen durch Pflegepersonen oder ihre eigenen Kinder traumatisiert werden. Dies hat langfristige und gravierende Auswirkungen auf alle psychischen, körperlichen und sozialen Bereiche der Betroffenen. Hieraus entstehen u. a. pathologische Bindungen des Opfers an die Täter, Erkrankungen mit dissoziativer Symptomatik und vielfältige Muster von Bindungsstörungen.

  • Welche Faktoren schützen, welche Rolle spielen neue wichtige Bindungspersonen, wie können neue Beziehungen aufgebaut werden?
  • Was müssen aufnehmende Pflege- und Adoptivfamilien wissen, damit aus dem Schicksal früher Bindungstraumatisierungen eine neue Ressource für Entwicklung und Bindungssicherheit erwachsen könnte?
  • Welche Formen der Begleitung, Beratung, Therapie und Prävention sind für diese Menschen hilfreich?

Führende international renommierte Fachleute und Forscher werden aus ihren Erfahrungen und Studien berichten und uns für die Problematik sensibilisieren, sowie Wege für neue Entwicklungen aufzeigen.

Zielgruppe:
Die Konferenz richtet sich an Ärzte aller Fachrichtungen sowie an PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen, PädagogInnen, Jugendhilfe-MitarbeiterInnen, ebenso an alle, die sich mit der Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen nach Traumatisierungen durch Bindungspersonen bei Erwachsenen sowie bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Ebenso sind alle Berufsgruppen eingeladen, die kranke Menschen nach Bindungstraumatisierungen in allen Altersgruppen betreuen und begleiten, wie etwa Hebammen, LehrerInnen, ErzieherInnen, KrankenpflegerInnen, HeilpädagogenInnen, UmgangspflegerInnen, ErgotherapeutenInnen, LogopädenInnen, PhysiotherpeutInnen, SeelsorgerInnen, JuristInnen, PolitikerInnen und Adoptiv-/Pflegeeltern.

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