Archive for September 2015

Linke scheitert mit Antrag zu Mütterrente für Adoptiveltern

Posted on September 30, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Die Linke ist mit ihrem Vorstoß gescheitert, die Erziehungsleistung für Adoptiveltern bei der Mütterrente besser anzuerkennen. Einen entsprechenden Antrag (18/6043) hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales am Mittwochvormittag mit der Stimmenmehrheit von CDU/CSU und SPD abgelehnt. Neben der Linken stimmte nur Bündnis 90/Die Grünen für den Antrag.

In diesem geht es konkret darum, Adoptiveltern für das zweite Lebensjahr des Kindes Kindererziehungszeiten für die Rente zuzuordnen, sofern sie sich ab dem 13. Lebensmonat des Kindes um dieses kümmern. Die bisherige Regelung sieht vor, dass derjenige Elternteil Rentenentgeldpunkte für das zweite Lebensjahr des Kindes gutgeschrieben bekommt, der im 12. Lebensmonat als erziehungsberechtigt galt. Dies hat zur Folge, dass zum Beispiel die Mutter, die das Kind anschließend zur Adoption freigibt, dennoch Rentenpunkte für das zweite Lebensjahr des Kindes bekommt, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits bei den Adoptiveltern lebt.

Die Linke führte an, dass es sich dabei keinesfalls um Einzelfälle handele, sondern, dass rund 40.000 Menschen davon betroffen seien. Diese hätten bei dem derzeit praktizierten pauschalen Verfahren zur Berechnung der Mütterrente das Nachsehen. Die Grünen plädierten dafür, einen „bürokratiearmen“ Weg zu finden, um den Ansprüchen der Adoptiveltern entgegen zu kommen.

Union und SPD verteidigten dagegen das pauschale Verfahren. Mit dem Rentenpaket habe man wirklich eine großartige Regelung geschaffen, von der mehr als neun Millionen Mütter direkt und schnell profitierten. Dies sei nur über eine Pauschallösung möglich gewesen, hieß es aus der Union. Die SPD-Fraktion betonte, es liege in der Natur der Sache, dass pauschalen Verfahren nicht bis ins letzte Detail gerecht sein könnten, eben weil es kein Einzelfall-Verfahren sei. Bezogen auf die Mütterrente sei dies aber das richtige Verfahren, hieß so die Fraktion.

Quelle: Heute im Bundestag vom 30.09.2015

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Gelsenkirchen: Kampagne für mehr Pflegefamilien mit Migrationshintergrund

Posted on September 30, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Lokalkompass.de berichtet am 15.09.2015 im Artikel „Öffnen Sie Ihr Herz und Ihr Zuhause!“ von einer gut besuchten Informationsveranstaltung im Rahmen der neuen Kampagne der Stadt Gelsenkirchen, die mehr Pflegeeltern mit Zuwanderungsgeschichte gewinnen möchte.

So könnten mehr Kinder in Pflegefamilien mit ähnlicher kultureller Herkunft vermittelt werden. Grundsätzlich sollten die Bewerber sich jedoch nicht auf  Kinder einer bestimmten Herkunft beschränken.

Unterstützt wird die Aktion auch durch die türkische Generalkonsulin Pinar Gülün Kayseri, Prof. Dr. Hasan Alacacioglu von der Universität Istanbul, der zurzeit an der Universität Siegen über das Zusammenspiel von muslimischen Familien und Jugendämtern forscht, und die örtliche Pflegeelterninitiative.

Sehr anschaulich war der extra produzierte Werbefilm „Kinder brauchen Eltern“ mit Äußerungen echter Pflegeeltern und -kinder. Er kann auf YouTube angesehen werden:

Als weitere Materialien hat das Jugendamt Gelsenkirchen Flyer und Broschüren mit seinem Slogan „Jedes Kind verdient ein Lächeln“ auch in türkischer, arabischer, russischer und polnischer Sprache produziert.

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EREV-Fortbildungsreihe für Fachkräfte: „Besondere Bedarfe von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe“

Posted on September 30, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Evang. Erziehungsverband e.V. (EREV) bietet in 2016/17 eine Fortbildungsreihe für Fachkräfte in der Jugendhilfe zum Thema „Besondere Bedarfe von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe“ an.

Sie findet in Hofgeismar/Kreis Kassel statt und erstreckt sich über drei Module:

  • Modul 1 | 09. – 11.05.2016
    Einführung in die Grundlagen des Asylrechts, Länderkunde mit kulturellem Hintergrund zu den klassischen Herkunftsländern, Sicht des Jugendamtes, Hilfeplanung, Erwartungen und Auftragsklärung, Inobhutnahme, Clearingverfahren
  • Modul 2 | 13. – 15.09.2016
    Gesundheit/Krankheit von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Erkennen von Traumata und besondere Anforderungen an die Pädagogen, Haltung, Standards, Infrastruktur und Ausstattung der Wohngruppe, effektive Gesprächsführung unter Einbeziehung von Sprachmittler
  • Modul 3 | 16. – 18.01.2017
    Bildungschancen und Bildungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Netzwerke

    nähere Informationen

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Artikel: „Pflegefamilien für junge Flüchtlinge: Eine gute Art, in der Gesellschaft anzukommen“

Posted on September 29, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Anlässlich der Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter zum Thema „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ am 29.09. in Münster, interviewte WDR.de Helga Siemens-Weibring von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe über die momentane Situation in Nordrhein-Westfalen.

⇒ zum Artikel: „Pflegefamilien für junge Flüchtlinge: Eine gute Art, in der Gesellschaft anzukommen“

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Rückgang der Adoptionen in Thüringen im Jahr 2014

Posted on September 29, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2014 wurden in Thüringen 83 Mädchen und Jungen adoptiert. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 25 Adoptionen bzw. 23,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
47 der adoptierten Kinder und Jugendlichen waren Jungen (56,6 Prozent).

Von den adoptierten Kindern waren 36 unter drei Jahre alt (43,4 Prozent), 13 Kinder waren im Alter zwischen drei und fünf Jahren (15,7 Prozent), 22 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren (26,5 Prozent) und 12 Kinder bzw. Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren (14,5 Prozent).

Bei den durchgeführten Adoptionen waren die neuen Eltern in 43 Fällen nicht mit den Kindern verwandt (51,8 Prozent). Von diesen Kindern waren 38 jünger als sechs Jahre (88,4 Prozent). Bei den von einem Stiefelternteil oder von Verwandten adoptierten Kindern war der Großteil älter als 6 Jahre (72,5 Prozent). Die im Jahr 2014 in Thüringen adoptierten Kinder hatten alle die deutsche Staatsangehörigkeit.

Am Jahresende 2014 waren 69 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Ein Jahr zuvor waren es 64 Kinder und Jugendliche. Demgegenüber lagen den Jugendämtern 135 Adoptionsbewerbungen vor (Ende 2013: 136 Bewerbungen). Rechnerisch standen damit am Jahresende 2014 wie bereits im Vorjahr einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zwei mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik vom 28.09.2015

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PFAD unterstützt Appell für eine inklusive Lösung

Posted on September 29, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Politik, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Die Vorsitzende des PFAD Bundesverbandes Dagmar Trautner schloss sich dem Appell „Hilfen aus einer Hand – auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen“ als eine der ErstunterzeichnerInnen an, ebenso die Fachreferentin des PFAD Bundesverbandes, Dr. Carmen Thiele, in ihrer Eigenschaft als Vertreterin des Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände.

Gefordert wird, im Rahmen des geplanten Bundesteilhabegesetzes für Menschen mit Behinderungen und einer entsprechenden Reform des SGB VIII, eine Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendlichen zu schaffen, ob sie behindert sind oder nicht.

⇒ zum Appell für eine inklusive Lösung nebst Liste aller ErstunterzeichnerInnen

⇒ Hier können Sie selbst die Petition mit Ihrer Unterschrift unterstützen: http://tinyurl.com/q4pgdj2

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Hessen: 13 500 junge Menschen in einer Einrichtung oder Pflegefamilie untergebracht

Posted on September 26, 2015. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2014 wurden in Hessen 13 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4700 bzw. 35 Prozent in Form von Vollzeitpflege und knapp 8800 bzw. 65 Prozent in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes nahm die Zahl der betroffenen jungen Menschen gegenüber 2013 um 4,5 Prozent zu (Betreute in Vollzeitpflege: plus 0,6 Prozent; Betreute in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform: plus 6,7 Prozent). Ein Grund für die Steigerung der außerhalb des Elternhauses untergebrachten jungen Menschen war die Zunahme der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland. Am Jahresende 2014 dauerten noch 10 060 Hilfen an, rund 3450 Hilfen wurden im Jahr 2014 beendet. Knapp 3850 Hilfen wurden 2014 neu begonnen.

Mit 63 Prozent waren die meisten jungen Menschen, bei Beginn der Unterbringung außerhalb des Elternhauses, zwischen zwölf bis unter 18 Jahre alt, gefolgt von den Sechs- bis unter Zwölfjährigen und den unter Sechsjährigen mit jeweils 14 Prozent. Neun Prozent waren bereits volljährig. Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege wichtigste Rolle, während mit steigendem Alter eine Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen an Bedeutung gewann. Von den unter Sechsjährigen waren 85 Prozent in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Sechs- bis unter Zwölfjährigen lag dieser Anteil bei 28 Prozent. Bei den Zwölf- bis unter 18-jährigen waren sieben Prozent und bei den Volljährigen knapp drei Prozent in Vollzeitpflege.

Bei der Vollzeitpflege standen folgende Gründe bei Beginn der Hilfe im Vordergrund: Die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten und die unzureichende Förderung bzw. Betreuung/Versorgung des jungen Menschen in der Familie (jeweils 19 Prozent) sowie die Gefährdung des Kindeswohles (17 Prozent). Bei den jungen Menschen, die in Heimen/sonstiger betreuter Wohnform untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit mit 22 Prozent, der eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern mit 15 Prozent, Auffälligkeiten im sozialen Verhalten mit zehn Prozent sowie die unzureichende Förderung mit neun Prozent von Bedeutung. 81 Prozent (Heimerziehung: 41 Prozent) der jungen Menschen/der Herkunftsfamilien bezogen bei Beginn der Hilfe Transferleistungen.

Hinweis: Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wird eine Hilfe beendet und im laufenden Jahr erneut begonnen, so wird dies als zwei Hilfeleistungen gezählt.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 25.09.2015

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Gesetz zum besseren Schutz von Flüchtlingskindern

Posted on September 25, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Bundestag und Bundesrat haben am 25. September den von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher beraten.

Ziel des Gesetzes ist es, die Situation von jungen Flüchtlingen deutschlandweit zu verbessern und ihre Rechte zu stärken sowie eine dem Kindeswohl entsprechende, bedarfsgerechte Unterbringung, Versorgung und Betreuung zu garantieren.

Bund und Länder sind sich einig, dass das Gesetz angesichts der aktuellen Entwicklungen dringlicher ist denn je. Es soll in einem beschleunigten Gesetzgebungsverfahren verabschiedet werden und bereits am 1. November 2015 in Kraft treten. Die Länder haben bis zum 1. Januar 2016 eine Übergangszeit, um die Regelungen umzusetzen.

Besonderer Schutz für Kinder
„Kinder und Jugendliche, die alleine aus ihren Heimatländern nach Deutschland fliehen und ihre Familien verlassen müssen, sind besonders schutzbedürftig. Es ist unsere Aufgabe und Verantwortung, diese Kinder und Jugendlichen zu schützen und ihnen ein neues Zuhause zu bieten“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Wir müssen angesichts der hohen Einreisezahlen schnell und wirkungsvoll handeln.“

Das Gesetz regelt eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder, die sich am Kindeswohl und dem besonderen Schutzbedürfnis von unbegleiteten Minderjährigen ausrichtet. Es gewährleistet, dass Kinder und Jugendliche dort untergebracht werden, wo es Kapazitäten gibt, wo sie eine angemessene Betreuung, eine angemessen Unterkunft und eine angemessene Versorgung erhalten.

Darüber hinaus stellt das Gesetz klar, dass ausländische Kinder und Jugendliche Zugang zu Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben. Das bedeutet, sie können beispielsweise eine Kita oder einen Hort besuchen oder an Sportangeboten der Jugendarbeit teilnehmen. Im Gesetz wird auch das Mindestalter zur Begründung der Handlungsfähigkeit im Asylverfahren von 16 auf 18 angehoben. Dadurch werden auch 16- und 17-Jährige in dem komplexen Asylverfahren von einem gesetzlichen Vertreter begleitet und nicht länger wie Erwachsene behandelt. Die Bundesregierung setzt damit eine jahrelange Forderung zur Umsetzung der VN-Kinderrechtskonvention um.

350 Millionen Euro für Länder und Kommunen
Der Bund stellt den Ländern und Kommunen 350 Millionen Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Verfügung. „Unser Gesetz ist ein Gesetz der Solidarität zwischen den Ländern, Kommunen und Regionen in diesem Land“, so Manuela Schwesig. „Vor allem aber mit der großen Hilfsbereitschaft der Menschen schaffen wir eine Kultur des Willkommens für Flüchtlinge in Deutschland. Dieses Engagement stärken wir mit unserem Bundesprogramm ‚Willkommen bei Freunden‘.“

Willkommen bei Freunden
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begleitet die Umsetzung des Gesetzes durch das am 1. Juni 2015 gestartete Modellprojekt „Willkommen bei Freunden“. Das mit 12 Millionen Euro ausgestattete Bundesprogramm, das bis 2018 durchgeführt wird, trägt ganz konkret dazu bei, die Lebenssituation von jungen Flüchtlingen in Deutschland zu verbessern. Es wird nicht nur eine Willkommenskultur in Deutschland befördern, sondern es unterstützt auch die Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben, indem unter anderem folgende Angebote gemacht werden:

  • Beratungsangebote für Jugendämter und ggf. weitere Ämter der Kommunalverwaltung
  • Unterstützung beim Aufbau lokaler Akteursnetzwerke
  • Qualifizierungsangebote
  • Überregionale Informations-, Dialog- und Kommunikationsangebote

Zudem wird das Programm erfolgreiche Integrationsprojekte, Initiativen und Ideen bundesweit bekannt machen und zeigen, dass es in Deutschland viel gesellschaftliches Engagement gibt und dass Flüchtlinge mit Unterstützungsbedarf vor Ort auch die passende Unterstützung bekommen können.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 25.09.2015

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„Kinderschutz in Pflegefamilien – Handlungssicherheit für die Fachkräfte der Pflegekinderhilfe“ am 01./02.12. in Münster

Posted on September 25, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Die Fachhochschule Münster bietet für Fachkräfte aus der Pflegkinderhilfe am 01./02.12. eine Fortbildung zum Thema „Kinderschutz in Pflegefamilien – Handlungssicherheit für die Fachkräfte der Pflegekinderhilfe“ an. Referentin wird Imke Büttner sein, Fachreferentin beim LWL-Landesjugendamt.

Pflegefamilien bieten Pflegekindern einen sicheren Lebensort, um ihnen ein geschütztes Aufwachsen, vorübergehend oder auf Dauer, zu ermöglichen. Die Besonderheit, dass öffentliche Erziehung in einem privaten Rahmen stattfindet, erfordert eine besondere Beratung seitens der Fachkräfte des PKD. Der Alltag konfrontiert die Pflegefamilien und die Fachkräfte oftmals mit Situationen, in denen das Thema Kinderschutz in den Vordergrund tritt. Fachkräfte müssen sowohl bei Anzeichen von innerfamiliärer Kindeswohlgefährdung als auch bei physischen oder psychischen Auffälligkeiten nach Umgangskontakten die Situationen wahrnehmen und beurteilen können.

Die Fachkraft muss in all diesen Fällen eine fachliche und persönliche Einschätzung treffen, insbesondere mit Blick auf den § 8a SGB VIII.

Ziel dieser Veranstaltung ist die Stärkung der Handlungssicherheit der Fachkräfte, die im Rahmen ihrer Beratung und Begleitung für das gesunde sichere Aufwachsen des Kindes in der Pflegefamilie verantwortlich sind.

Neben der Vorstellung von Ergebnissen aus aktuellen Untersuchungen und Projekten erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Praxisbeispiele vorzustellen sowie eigene Indikatoren zur Risikoeinschätzung zu erarbeiten.

Anmeldeschluss ist der 10.11.

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„Perspektivenklärung für das Pflegekind – Verbleib in der Pflegefamilie oder Rückführung in die Herkunftsfamilie“ am 24.10. in Herrieden

Posted on September 24, 2015. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 24.10. lädt der PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. zur Fachtagung nach Herrieden im Landkreis Ansbach.

In zwei Fachvorträgen wird die Thematik „Perspektivenklärung für das Pflegekind – Verbleib in der Pflegefamilie oder Rückführung in die Herkunftsfamilie“ aus juristischer und aus psychologischer Sicht beleuchtet. Am Nachmittag bieten Arbeitskreise die Gelegenheit, das Thema zu vertiefen und die Anliegen der TeilnehmerInnen zu diskutieren.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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Linke fordert Mütter-Rente für Adoptiveltern

Posted on September 24, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Die Linke fordert, die Erziehungsleistung von Adoptiveltern bei der Mütterrente anzuerkennen. Dazu hat sie einen Antrag (18/6043) vorgelegt, der am Donnerstag, 24. September 2015, im Bundestag beraten wird. Die Linke fordert konkret, dass Adoptiveltern für den 13. bis 24. Kalendermonat nach dem Geburtsmonat des Kindes Kindererziehungszeiten zugeordnet werden können. Dies soll auch dann möglich sein, wenn den leiblichen Eltern im Rahmen des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes die sogenannte Mütter-Rente für vor 1992 geborene Kinder gewährt wurde. Bezieht der so anspruchsberechtigte Adoptivelternteil bereits eine Rente, soll diese zusätzliche Kindererziehungszeit rückwirkend ab Rentenbeginn, frühestens jedoch ab 1. Juli 2014 gewährt werden, schlägt Die Linke vor.

Quelle: Heute im Bundestag vom 23.09.2015

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Buch-Tipp: „Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder“

Posted on September 23, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Juni 2015 erschien im Verlag des Deutschen Vereins „Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder“ von Mériem Diouani-Streek.

Aktuelle Forschungsbefunde zeigen Pflegekinder als Hochrisikogruppe für Entwicklungsbeeinträchtigungen. Die Studie analysiert konzeptionelle und rechtliche Grundlagen sowie methodische und strukturelle Problemfelder einer kontinuitätssichernden Perspektivplanung für Pflegekinder und bereitet diesbezügliche Reformen in den USA auf. Ihre Ergebnisse bieten wichtige Impulse für eine auf Stabilität und Kontinuität ausgerichtete Kindesunterbringung sowie für den Reformdiskurs zum Pflegekinderrecht.

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Offener Treff für Pflege- und Adoptivfamilien am 21.10. in Halle/Saale

Posted on September 21, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, PFAD Verband, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen |

Am 21.10. von 16 bis 19 Uhr findet bei PFAD Pflege- und Adoptivfamilien Sachsen-Anhalt e.V. in Halle wieder ein Offener Treff statt, bei dem sich  Pflege- und Adoptiveltern austauschen können, während ihre Kinder betreut werden.

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Symposium „Kindeswohl als Wissenschaft“ am 16./17.10. in Wildau

Posted on September 21, 2015. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Zum Auftakt des Institutes für Familienrechtliche Sozialpädiatrie (IFS) wird am 16./17.10. das Symposium „Kindeswohl als Wissenschaft“ an der Technischen Hochschule Wildau veranstaltet.

Familienrechtliche Sozialpädiatrie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die die medizinischen Auswirkungen sozialer – familienrechtlich eingebetteter – Umweltveränderungen für Kinder zum Gegenstand hat.

Der Wechsel des sozialen Klimas für ein Kind – durch Trennung der Eltern und/oder den familienrechtlich begründeten Ausschluss eines oder beider Elternteile aus der Umwelt des Kindes – tritt in Deutschland jährlich über 145.000 mal flächendeckend auf (destatis, 2010: 145.146 betroffene minderjährige Kinder allein durch Ehescheidung).

Das getrennte Kind ist zu einer regelmäßigen Nebenwirkung der modernen Gesellschaft geworden, die ihren anderen, volljährigen Bürgern umfangreiche individuelle Freiheiten und Rechte einräumt – u.a. das uneingeschränkte Recht auf einseitige und fristlose Kündigung einer Partnerschaft oder Ehe, das als hohes Rechts-Gut angesehen wird.

Die gesellschaftsweite Akzeptanz der trennungsinduzierten sozialen Umweltbelastung für das Kind ist an der immensen gesellschaftlichen Investition in Form von gesetzlichen Regelungen, Jugendämtern, kirchlichen Einrichtungen und anderen Helferorganisationen zu erkennen.

Allerdings fehlt durch Mangel an naturwissenschaftlichem Wissen über die akute und chronische, physiologische Reaktion des zerbrechlichen kindlichen Körpers auf derartige Umweltbrüche – sowohl im Einzelfall, als auch im Generellen – in unserer Gesellschaft die Möglichkeit, den sozialpädiatrischen Gesundheitszustand des Kindes präzise und unabhängig von äußeren Interessen zu diagnostizieren und zu therapieren.

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Neuausrichtung des Sachverständigenrechts

Posted on September 20, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Die Bundesregierung hat am 16.09.2015 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Sachverständigenrechts und zur weiteren Änderung des FamFG beschlossen.

Hierzu erklärt Bundesminister Heiko Maas:
Mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Sachverständigenrechts werden wir die Neutralität gerichtlich beauftragter Sachverständiger gewährleisten und Voraussetzungen für die Verbesserung der Qualität von Gutachten insbesondere im familiengerichtlichen Bereich neu bestimmen. Das Vertrauen in die gerichtlichen Sachverständigen, die in vielen Gerichtsverfahren eine bedeutende Rolle spielen, wird dadurch gestärkt werden. Wir setzen damit einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um.

Durch den Gesetzentwurf wird zudem die Erhebung des Sachverständigenbeweises beschleunigt. Die lange Zeit, die das Erstellen eines Sachverständigengutachtens erfordert, ist eine Hauptursache für Verzögerungen in Gerichtsverfahren.

Hintergrund:
Der Entwurf enthält zum einen Änderungen der Zivilprozessordnung (ZPO), die über Verweisungsvorschriften auch in den Verfahren der Fachgerichtsbarkeiten (Arbeitsgerichte, Verwaltungsgerichte, Finanzgerichte, Sozialgerichte), in Insolvenzverfahren sowie in Familiensachen und Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) grundsätzlich entsprechende Anwendung finden. Darüber hinaus enthält der Entwurf Einzeländerungen des FamFG selbst.

Der Entwurf sieht im Kern vor, die Beteiligungsrechte der Parteien bei der Auswahl des Sachverständigen zu stärken. Das Gericht soll die Parteien zur Person des Sachverständigen vor dessen Bestellung anhören und ihre Einwände bei der Auswahlentscheidung berücksichtigen.

Zudem hat der Sachverständige unverzüglich zu prüfen, ob Gründe vorliegen, die gegen seine Unparteilichkeit sprechen, und diese dem Gericht unverzüglich mitzuteilen.

Zur effektiven Verfahrensbeschleunigung hat das Gericht dem Sachverständigen eine Frist zur Übermittlung des Gutachtens zu setzen. Das Gericht soll im Falle einer unentschuldigten Fristüberschreitung ein Ordnungsgeld von bis zu 5.000 EUR festzusetzen. Der Sachverständige hat bereits bei seiner Beauftragung zu prüfen, ob er das Gutachten voraussichtlich fristgerecht erstellen kann, und dem Gericht anzuzeigen, falls er die Frist nicht einhalten kann. Das Gericht kann dann frühzeitig einen anderen Sachverständigen bestellen.

In Kindschaftssachen sollen zur Verbesserung der Qualität der Gutachten Qualifikationsanforderungen für Sachverständige gesetzlich vorgegeben werden.

Ergänzend zu dem Gesetzentwurf erarbeiten die Berufsverbände der einschlägigen Sachverständigen gemeinsam mit Vertretern der juristischen Berufsverbände Mindestanforderungen an die Qualität von Gutachten im Kindschaftsrecht, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden sollen. Diese Standards, die auch in die Qualifikation der Gutachter einfließen werden, sollen es den Familiengerichten ermöglichen, den für den Einzelfall geeigneten Sachverständigen zu finden und zu beauftragen.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz vom 16.09.2015

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Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche

Posted on September 19, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Jede Stunde nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben; alle sechs Minuten versucht es jemand. In Deutschland sterben jährlich rund 10.000 Menschen durch Suizid. 600 von ihnen sind Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren. Suizid ist nach Verkehrsunfällen die häufigste Todesursache bei der Altersgruppe „U25“.

Weil junge Menschen klassische Beratungsangebote kaum annehmen und meist online nach Unterstützung suchen, bietet die Caritas Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche an. Auf www.u25-deutschland.de können Betroffene mit einer verschlüsselten Mail anonym um Hilfe bitten. Das Besondere an der Beratung ist, dass die Ratsuchenden von speziell ausgebildeten Jugendlichen unterstützt werden. Bundesweit engagieren sich ca. 130 Jugendliche ehrenamtlich in der Beratung. Die jugendlichen Peerberater werden dabei von erfahrenen hauptamtlichen Sozialpädagogen an fünf Standorten (Freiburg, Berlin, Dresden, Gelsenkirchen, Hamburg) begleitet und unterstützt.

Die steigende Zahl der Anfragen in der Online-Beratung macht deutlich, dass die Jugendlichen das Angebot der Online-Beratung annehmen. Im Jahr 2014 hatten die Peerberater in der U 25-Beratung Kontakt mit 864 Jugendlichen. Die Anfragen nach Beratung sind  jedoch viel höher, doch nicht alle können wegen der Überlastung der Online-Beratung beantwortet werden. Um der hohen Nachfrage besser gerecht werden zu können bieten ab dem kommenden Jahr drei weitere Caritas-Verbände diese Online-Beratung an.

Obwohl die Online-Beratung Jugendliche in größten Notsituationen erreicht ist deren Finanzierung nicht langfristig gesichert. So ist die U 25 Beratung weiterhin auf Spenden angewiesen. Um weiterhin möglichst vielen Jugendlichen verlässlich helfen zu können fordert der Deutsche Caritasverband eine bundesweite und langfristige Förderung des Hilfsangebots.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. vom 09.09.2015

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Buch-Tipp: „Das Kindeswohl schützen – Eine Aufgabe für Ärzte, Angehörige der Medizinalfachberufe und Lehrer“

Posted on September 18, 2015. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Schulz-Kirchner Verlag ist der Titel „Das Kindeswohl schützen – Eine Aufgabe für Ärzte, Angehörige der Medizinalfachberufe und Lehrer“ von Martin Menzel-Bösing erschienen.

Mit dem Inkrafttreten des „Bundeskinderschutzgesetzes“ im Jahr 2012 verpflichtet der Gesetzgeber Medizinalfachkräfte, Ärzte und Lehrer, das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder zu schützen. Der Autor informiert über Formen und Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung und veranschaulicht an Beispielen, wann gehandelt werden muss und wie man sich verhalten soll.

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Buch-Tipp: „Suchtgefährdete Erwachsene mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen“

Posted on September 17, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im August 2015 erschien im De Gruyter VerlagSuchtgefährdete Erwachsene mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen – Diagnostik, Screening-Ansätze und Interventionsmöglichkeiten„. Herausgeber sind Gela Becker, Klaus Hennicke und Michael Klein.

Fast jeder zweite Erwachsene mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) entwickelt zusätzlich zur bestehenden Beeinträchtigung eine Suchtstörung. Dieses Buch gibt eine Einführung in die Diagnostik bei Erwachsenen mit FASD, zeigt Screening- und Interventionsansätze auf und ermöglicht so einen umfassenden Einblick in diese komplexe, schwer zu behandelnde Beeinträchtigung. Individualisierte, (prä)therapeutische Bausteine für ein ambulantes Beratungs- und Unterstützungsangebot werden dargestellt, die sowohl für Menschen mit FASD als auch für Menschen mit vergleichbaren Beeinträchtigungen konzipiert wurden. Die in komprimierter Form beschriebenen Module sollen dazu beitragen, vorhandene Betreuungskonzepte um die besonderen Bedürfnisse dieser Personengruppe zu erweitern und tragen damit zur Verbesserung der gesellschaftlichen Eingliederung und Teilhabe dieser Menschen bei. Die Module basieren auf verschiedenen Vorlagen aus der Suchtkrankenhilfe und aus der Behindertenhilfe. Sie bieten umfassende Anregungen für den diagnostischen, therapeutischen und pädagogischen Umgang mit dieser Klientel.

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„Gelingende Elternarbeit – was ist das?“ am 16./17.11. in Hannover

Posted on September 16, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Für Mitarbeitende in Erziehungsstellen, Fachberater und Interessierte veranstaltet der Evangelische Erziehungsverband e.V. (EREV) am 16./17.11. in Hannover einen Fachtag zum Thema „Gelingende Elternarbeit – was ist das? Zwischen Theorie und Praxis – ein Spannungsbogen von Fakten, Konzepten, Haltungen und Visionen„.

Dieser Fachtag wird sich damit befassen, welche unterschiedlichen Facetten (Dimensionen) in der Arbeit mit den Herkunftssystemen entwickelt werden können, was Umsetzungs- beziehungsweise Übersetzungsprozesse sein könnten und wann von einem „Gelingen“ der Elternarbeit gesprochen werden kann.

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Unbegleitete Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland lassen Inobhutnahmen 2014 stark ansteigen

Posted on September 16, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

WIESBADEN –  Im Jahr 2014 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, stark zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2014 rund 11 600 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren 5 000 Minderjährige oder 77 % mehr als im Jahr 2013 und sechsmal mehr als im Jahr 2009. Rund 10 500 dieser jungen Menschen (90 %) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 1 100 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein. Von den 11 600 eingereisten unbegleiteten Minderjährigen haben im Jahr 2014 laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 4 400 (38 %) einen Asylantrag gestellt.

Insgesamt haben im Jahr 2014 die Jugendämter in Deutschland knapp 48 100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 5 900 Minderjährige (+ 14 %) mehr als 2013. Der Zuwachs bei den Inobhutnahmen im Jahr 2014 resultierte mit einem Anteil von 85 % ganz überwiegend aus den unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland.

Weitere Informationen finden Sie in der Publikation des BAMF „Das Bundesamt in Zahlen 2014: Asyl, Migration und Integration“ und unter
Thematische Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes im Bereich Soziales.

Quelle: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 16.09.2015

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2014: Jugendämter führten rund 124 000 Gefährdungs­einschätzungen für Kinder durch

Posted on September 16, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Rechtliches | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2014 rund 124 000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 7,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 18 600 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Dies ist gegenüber 2013 ein Anstieg um 8,2 %. Bei 22 400 Verfahren (+ 4,7 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Der stärkste Anstieg (+ 9,8 %) betrifft 41 500 Fälle, in denen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis kamen, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (41 600) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt, allerdings mit einem geringeren Anstieg gegenüber 2013 von 6,1 %.

63,6 % der Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 27,2 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas weniger häufig (23,6 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,6 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (24,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren von einem Fünftel (20,0 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,2 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,3 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 15,3 %.

Am häufigsten, nämlich bei 20,4 % der Verfahren, machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam. Bei 13,1 % der Verfahren gingen Jugendämter Hinweisen durch Bekannte oder Nachbarn nach, bei 12,5 % der Verfahren kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen. Gut jeden zehnten Hinweis (11,5 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Hinweise:
Eine Gefährdungseinschätzung gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht. Diese Abschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt in den Jugendämtern in Zusammenwirkung mehrerer Fachkräfte. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von den Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11.09.2015

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Fachtag „Umgang“ am 31.10. in Düsseldorf

Posted on September 15, 2015. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

PAN e.V. veranstaltet am 31.10. in Düsseldorf einen Fachtag, der sich mit der Vielschichtigkeit des Themas „Umgang“ auseinandersetzt, damit Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Herkunftsfamilien mit mehr Rücksicht auf das Kindeswohl geplant und ausgestaltet werden können.

Geplant sind folgende Vorträge:

  • Christoph Malter: Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren leiblichen Eltern und Angehörigen. Ziel, Nutzen und Risiko – ein Ausblick
  • Dr. Alheidis von Studnitz: Begleiteter Umgangskontakt- Fragen und Probleme im Hinblick auf begleitete Umgangskontakte
  • Andreas Hornung: Der Umgang mit dem Umgang“ Materielle Grundlagen, Gerichtsverfahren und Kooperationsnetzwerke beim Umgang von leiblichen Eltern mit Pflegekindern unter Wahrung des Kinderschutzes

nähere Informationen

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Pflegeeltern gesucht für Studie „Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen in Jugendhilfemaßnahmen“

Posted on September 14, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Die Universität Bremen, Zentrum für klinische Psychologie und Rehabilitation, führt unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Petermann eine Untersuchung zum Thema „Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen in Jugendhilfemaßnahmen“ durch und sucht hierzu Vollzeit-Pflegeeltern von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren für eine anonyme, ca. 40-minütige Befragung.

Das Projekt richtet seine Aufmerksamkeit auf die Gesundheit der jüngsten Kinder in Pflegeverhältnissen. Die Forscher möchten herausarbeiten, was eine gute Pflegefamilie ausmacht. Außerdem setzen sie sich das Ziel, die Häufigkeit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) einzuschätzen.

Eine PTBS entsteht als Folge eines Traumas wie beispielweise eines Unfalls oder körperlicher Misshandlung. Sie kann sich äußern, indem sich das Kind an das Ereignis erinnert und darunter leidet, besondere Situationen vermeidet oder vermehrt Schuld, Angst oder Traurigkeit empfindet.

Auch wenn den Pflegeeltern keine traumatischen Erfahrungen des Kindes bekannt sind und Sie keine der beschriebenen Verhaltensweisen bei Ihrem Kind bemerken, sind sie aufgefordert an der Studie teilzunehmen.

zum Informationsblatt

Bei Interesse kann die Umfrage unter ww2.unipark.de/uc/pflegekinderstudie online durchgeführt werden oder ein Fragebogen ausgefüllt werden, der per Post zurückgeschickt werden muss.

Für weitere Informationen steht das Forscherteam unter der Telefonnummer 0421/218 686 34 (Mo. – Do. von 8:30 bis 16:30) oder jederzeit unter der E-Mail-Adresse pflegekinderstudie@uni-bremen.de zur
Verfügung.

 

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Frankfurt: Grosses Interesse an Aufnahme von jungen Flüchtlingen in Pflegefamilien

Posted on September 11, 2015. Filed under: Bewerber, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

„Flüchtlinge in Frankfurt – Pflegeeltern stehen Schlange“ ist ein Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 10.09.2015 betitelt. Er berichtet vom großen Interesse Frankfurter Bürger an einer Informationsveranstaltung, bei der Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamtes über Schicksale alleinstehender Flüchtlingskinder berichteten und für ihre Aufnahme in Pflegefamilien warben.

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PFAD Ländergremium II am 10./11.10. in Berlin

Posted on September 10, 2015. Filed under: PFAD Verband, Veranstaltungen |

Am 10./11. Oktober 2015 wird sich das Ländergremium II des PFAD Verbandes in Berlin mit dem Thema „Gut vernetzt? Pflege- und Adoptiveltern im Online-Zeitalter“ beschäftigen.

Die sogenannten neuen Medien sind inzwischen etabliert. Soziale Netzwerke, Online Foren, Internetsuchmaschinen, all dies wird von Pflege- und Adoptivfamilien genutzt.

Wie können der Bundesverband und seine Mitgliedorganisationen diese Medien effektiv nutzen, um Adoptiv- und Pflegefamilien zu erreichen und die lokalen Gruppen und Vereine vor Ort besser zu unterstützen? Welche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten eröffnet das Internet?

Die Delegierten der Landesverbände erörtern die daraus resultierenden Verbandsaufgaben auf allen Verbandsebenen.

Veranstaltungsflyer

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Gesetzentwurf zum Schutz unbegleiteter Flüchtlingskinder

Posted on September 10, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/AW) Die Bundesländer sollen gesetzlich verpflichtet werden, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen und eine angemessene Betreuung, Unterkunft und Versorgung zu gewährleisten. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/5921) vor, mit dem die Verteilung von Flüchtlingskindern im Bundesgebiet verbessert und somit die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention sichergestellt werden sollen. Zudem soll die Altersgrenze für Aufenthalts- und Asylverfahren von 16 auf 18 Jahre angehoben werden.

Nach Angaben der Bundesregierung befanden sich Ende 2014 bundesweit 17.955 unbegleitete ausländische Minderjährige in vorläufigen Schutzmaßnahmen oder Anschlussmaßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Von 2010 bis 2013 sei die Zahl unbegleiteter Flüchtlingskinder, die nach Deutschland kamen, um 133 Prozent gestiegen. Für die Inobhutnahme unbegleiteter ausländischer Kinder sind Jugendämter beziehungsweise die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig. Einige kommunale Gebietskörperschaften seien gegenwärtig überlastet und eine dem Kindeswohl entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung erheblich erschwert oder nicht mehr möglich.

Quelle: Heute im Bundestag vom 10.09.2015

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Fachtag „Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe im Land Brandenburg – Erfahrungen und Perspektiven“ am 16.10. in Potsdam

Posted on September 10, 2015. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Boje e.V. lädt am 16.10. zum Fachtag „Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe im Land Brandenburg – Erfahrungen und Perspektiven“ in die Fachhochschule Potsdam ein.

Die Beratungs- und Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe Brandenburg  nimmt ihr 3-jährige Bestehen zum Anlass, das Thema Ombudschaft mit interessierten Fachkräften im Land Brandenburg zu diskutieren und über ihre bisher geleistete Arbeit und darin gemachte Erfahrungen zu berichten.

  • Vortrag: „Ombudsstellen als Gehör für die Stimme der AdressatInnen“
    Norbert Struck, Referent Jugendhilfe, DPWV
  • Vortrag: „3 Jahre Ombudschaft im Land Brandenburg – Bilanz und Perspektiven“
    Hella Tripp, BOJE e.V.

In drei Arbeitsgruppen möchte man zu ausgewählten Problemkonstellationen in den fachlichen Austausch treten sowie Schlussfolgerungen für die weitere Fachdiskussion im Land Brandenburg ziehen:

  • AG 1: Ombudschaft für Pflegefamilien und/oder Pflegekinder – (k) ein Thema?
    Moderation: Dr. Carmen Thiele, Fachreferentin des PFAD Bundesverbandes e.V.
  • AG 2: Hilfen für seelisch behinderte Kinder- und Jugendliche – Probleme mit der Realisierung von Rechtsansprüchen aus § 35a SGB VIII
    Moderation: Benjamin Raabe, Rechtsanwalt
  • AG 3: Ombudschaft für Heimkinder – Stand der Diskussion im Land Brandenburg
    Moderation: Joachim Decker, Vors. UA HzE LKJA

Anmelde- und Zahlungsfrist: 10.10., Pflegeeltern erhalten einen Preisnachlass.

Veranstaltungsflyer

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Tagungsband der 16. FASD-Fachtagung 2014 erschienen

Posted on September 9, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Schulz-Kirchner Verlag ist das Buch „Leit(d)pfade durch das Leben“ von Gisela Michalowski, Katrin Lepke, FASD Deutschland e.V. (Hrsg.) neu erschienen.

Das Zusammenleben mit einem Kind mit fetalem Alkoholsyndrom verändert das Leben entscheidend. Der Tagungsband der 16. FASD-Fachtagung 2014 in Dresden will mit Vorträgen, neuesten Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten Betroffenen Hilfestellung geben, um Menschen von der Kindheit bis ins Erwachsenenleben auf den richtigen Weg zu bringen – gemäß dem Motto der Tagung „Leit(d)pfade durch das Leben“.

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Jugendämter suchen Vormünder für umF

Posted on September 8, 2015. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Süddeutsche Zeitung berichtet im Artikel „Vormund gesucht“ vom 08.09.2015 über die Suche mancher Jugendämter nach Ehrenamtlichen, die eine Einzelvormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Füchtling übernehmen können. Grund ist die Überlastung des Jugendhilfesystems:

Das Problem: Die Jugendämter, deren Mitarbeiter normalerweise die Vormundschaft für minderjährige Flüchtlinge übernehmen, sind längst überlastet. In Hamburg betreut ein Vormund zwischen 50 und 100 Jugendliche, auch in Berlin sind es längst mehr als die gesetzlich erlaubten 50.

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Kinder in Pflegefamilien: Jugendamt Marzahn-Hellersdorf startet Plakatkampagne

Posted on September 8, 2015. Filed under: Berlin, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf würdigt seine Pflegeeltern in besonderer Form: mit einem öffentlichen Dank auf Plakaten. „Mit dieser Aktion…“, so die Bezirksstadträtin für Jugend und Familie, Frau Juliane Witt, „ …möchten wir das Thema Pflegeeltern stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Sie leisten täglich Hervorragendes und verdienen unseren besonderen Respekt.“

Am 8. September um 12 Uhr stellt Bezirksbürgermeister Stefan Komoß das erste Plakat an der Marzahner Chaussee 191 vor. Zu diesem Termin laden wir Sie herzlich ein. Anwesend werden neben den Vertretern des Bezirksamtes auch Pflegefamilien, der Pflegekinderservice Marzahn-Hellersdorf und weitere Fachleute sein.

Aufgrund vielfältiger Umstände können nicht alle Kinder in ihrer Familie leben. Daher fällt Pflegefamilien in der modernen Gesellschaft eine bedeutende Rolle zu. Denn sie geben Kindern Halt und Geborgenheit, deren Eltern ihrer versorgenden und beschützenden Rolle nicht gerecht werden können. Wenn Eltern zeitweilig oder dauerhaft nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine gesunde Entwicklung zu garantieren, können Pflegefamilien eine wichtige Unterstützung sein. Die Erfahrung zeigt, dass die Pflegekinder das Leben ihrer Pflegefamilien spürbar bereichern.

Mit der Kampagne möchte das Jugendamt Marzahn-Hellersdorf das öffentliche Gespür für die Wichtigkeit von Pflegefamilien schärfen und zugleich ein großes Dankeschön an alle Familien aussenden, die Kindern in schwierigen Lebensabschnitten beistehen und diesen ein gesundes und förderndes Umfeld bieten. Der Bezirk ist stolz auf die wachsende Zahl an Pflegefamilien. Ein wichtiger Baustein dieses Erfolgs ist die partnerschaftliche Verständigung zwischen Jugendamt und Pflegeeltern.

Im Rahmen der gesamtstädtischen Informationskampagne „Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“ weckt das Plakat mit einem auffälligen und sympathischen Motiv Interesse. Ziel ist eine Sensibilisierung für das Thema, verbunden mit einer positiven emotionalen Aufwertung. Der Begriff Pflegefamilie wird durch das Plakat im öffentlichen Raum sichtbar und schafft ein Bewusstsein für die dahinter stehende soziale Relevanz. Das Plakat soll helfen, die Situation der Kinder und die Arbeit der Pflegeeltern in der öffentlichen Wahrnehmung besser bewerten zu können. Der zusätzliche Hinweis auf die Webseite www.pflegekinder-berlin.de gibt dem interessierten Betrachter dabei die Möglichkeit, sich umfassender über das Thema zu informieren.

Ungeachtet der steigenden Zahl engagierter Pflegefamilien in Berlin gibt es noch immer viele Kinder, die dauerhaft oder vorübergehend ein neues Zuhause suchen. Interessierte Eltern erhalten ausführliche Informationen auf den Seiten von www.pflegekinder-berlin.de. Regelmäßig werden zudem Informationsabende angeboten.

Quelle: Pressemitteilung der Familien für Kinder gGmbH vom 08.09.2015

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Gelsenkirchen: Kampagne für ausländische Pflegefamilien

Posted on September 8, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Stadt Gelsenkirchen sucht mit einer neuen Kampagne ausländische Familien, die sich als Pflegeeltern zur Verfügung stellen. Darüber berichtet Radio Emscher Lippe am 07.09.2015 im Artikel „Ausländische Pflegefamilien in Gelsenkirchen gesucht“.

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BZgA und Bundesdrogenbeauftragte appellieren: Eine alkoholfreie Schwangerschaft – dem Kind zuliebe

Posted on September 8, 2015. Filed under: Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , , |

Eine alkoholfreie Schwangerschaft – dem Kind zuliebe
BZgA unterstützt mit Praxismodulen die Beratung Schwangerer zum Alkoholverzicht

Berlin/Köln, 7. September 2015. Für viele Betroffene sind bereits Alltäglichkeiten eine große Herausforderung: Anziehen und Zähneputzen müssen jeden Tag aufs Neue gelernt werden. Oder es fehlt das angemessene Maß für Nähe und Distanz zu den Mitmenschen. Dies sind nur zwei Beispiele aus dem Leben der Kinder mit dem Vollbild einer fetalen alkoholbedingten Störung (FAS). Aber selbst die weniger auffälligen fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) führen dazu, dass Betroffene unter vielfältigen körperlichen, kognitiven und sozialen Einschränkungen leiden. Sie sind meist ein Leben lang auf Hilfe angewiesen. In Deutschland werden schätzungsweise mindestens 2.000 Kinder pro Jahr mit fetalem Alkoholsyndrom geboren, mindestens 10.000 Kinder weisen fetale Alkoholspektrum-Störungen auf.

Marlene Mortler: „Für die Betroffenen und ihre Familien sind diese Störungen eine große Belastung. Diese ist komplett vermeidbar, wenn während der Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet wird. Daher setzen die Angebote der Bundesregierung an zwei Stellen an: umfassende Unterstützung für die Betroffenen und ihre Familien und Vermeidung von fetalen Alkoholspektrum-Störungen durch Aufklärung.“

Umfassende Informationen und sensible Gesprächsangebote für Schwangere und ihre Partner zum Thema Alkoholverzicht in der Schwangerschaft sind notwendig. „Studien zeigen, dass mehr als ein Viertel der Schwangeren zumindest gelegentlich Alkohol trinkt“, beschreibt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Problemlage. „Wir gehen davon aus, dass oft Unwissenheit und Unkenntnis der schwerwiegenden Folgen zu diesem Verhalten führt. Es gilt, ein Bewusstsein für die Risiken von Alkoholkonsum, auch während der Schwangerschaft, zu schaffen.“

Deshalb hat die BZgA mit Unterstützung des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V., der Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. und des Deutschen Hebammenverbandes Praxismodule für die Schwangerenvorsorge entwickelt, um das Thema „alkoholfreie Schwangerschaft“ dauerhaft in der Beratung Schwangerer verankern zu können.

Denn Vorsorgeuntersuchungen und Schwangerschaftsbetreuung bieten einen vertraulichen Rahmen, in dem das sensible Thema „Alkoholkonsum während der Schwangerschaft“ angesprochen werden kann. Gynäkologinnen, Gynäkologen und Hebammen begleiten Schwangere und ihre Partner über eine lange Zeit und sind als Expertinnen und Experten für alle Themen rund um Schwangerschaft und Geburt primäre und vertraute Ansprechpartner.

Die neuen Praxismodule „Bewusst verzichten: Alkoholfrei in der Schwangerschaft“ bieten gynäkologischen Fachkräften und Hebammen neben konkreten Hilfestellungen für die Beratungssituation auch umfangreiche Hintergrundinformationen zu den medizinischen Grundlagen der alkoholbedingten fetalen Störungen. Der modular aufgebaute Leitfaden unterstützt dabei, genau die Antworten auf Fragen zu finden, die für die jeweilige Beratungssituation aktuell sind.

Praxisbeispiele und Gesprächsanregungen, wie beispielsweise das Thema Alkoholkonsum erstmalig während einer Sprechstunde offen und ohne Stigmatisierung angesprochen werden kann, sorgen dafür, dass die Informationen direkt in das eigene berufliche Handeln integriert werden können. So kann Alkoholverzicht zu einem festen Thema in der Schwangerenvorsorge werden, um die Zahl der Babys mit fetalen Alkoholspektrum-Störungen zu reduzieren.

Weitere Informationen zu den FASD-Projekten der Bundesdrogenbeauftragten, finden Sie unter: www.drogenbeauftragte.de/drogen-und-sucht/alkohol/alkohol-und-schwangerschaft.html

Die BZgA-Materialien für Schwangere bzw. Tätige in der Schwangerenvorsorge:

  • Für Multiplikatoren: „Bewusst verzichten: Alkoholfrei in der Schwangerschaft“ Praxismodule für die Beratung Schwangerer, Best.-Nr. 320 400 00
  • Flyer: „Informationen zum Thema Alkohol für Schwangere und ihre Partner“,Best-Nr. 320 410 01
  • „Andere Umstände – neue Verantwortung“ Informationen und Tipps zum Alkoholverzicht während der Schwangerschaft und Stillzeit, Best.-Nr. 320 410 00
  • Lecker & gesund hoch zwei – Alkoholfreie Drinks nicht nur für Schwangere, Best.-Nr. 320 410 02

Bestellung über: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln, Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien/alkoholpraevention, Fax: 0221/8992257, E-Mail: order@bzga.de

Weitere Informationen zum Thema Alkohol und Schwangerschaft: www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schwangerschaft-und-stillzeit

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 07.09.2015

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„Bedeutung der Herkunftsfamilie für die Identität des Pflege-/ Adoptivkindes“ am 07.11. in Wistedt

Posted on September 7, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Der Verein für Adoptiv- und Pflegeeltern PFEIL-Harburg e.V., Landesverband des PFAD Verbandes in Niedersachsen, veranstaltet am 07.11. unter der Überschrift „Bedeutung der Herkunftsfamilie für die Identität des Pflege-/ Adoptivkindes“ seine dritte Fachtagung. Sie findet von 9.30 bis 16.30 Uhr in der Elias-Schule in 21255 Wistedt statt. Referent wird der Diplom Psychologe Martin Janning sein.

Was ist Identität, wie bildet sie sich und was kann getan werden, um sie zu stärken? Pflege- und Adoptivkinder haben immer zwei Familien, unabhängig davon wie intensiv der Kontakt zur Herkunftsfamilie ist. Wann aber sind Kontakte förderlich, wann neutral oder auch schädlich für ein Kind?

Anhand von Kriterien sollen aus drei Perspektiven (Herkunftseltern, Pflegeeltern, Pflegekind) Möglichkeiten der Klärung aufgezeigt werden. Auch Rollen der Pflegeeltern, des Pflegekinderdienstes, der leiblichen Eltern und ggf. weiterer Personen werden scharf gestellt. In einem interaktiven Vortrag soll anhand von Fallbeispielen und Fragen der Teilnehmer die Bedeutung von Kontakten beleuchtet werden.

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Tagung von Adoptiv- und Pflegefamilien am 14./15.11. in Bad Boll

Posted on September 4, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Vom 14.-15.11. treffen sich wieder Adoptiv- und Pflegefamilien in der Evangelischen Akademie Bad Boll zu einer jährlichen Tagung. Das Motto in diesem Jahr heißt: „Herausforderungen in Adoptiv- und Pflegefamilien gemeinsam bewältigen„.

Jede Adoptiv- und Pflegefamilie ist einzigartig. Dennoch stehen alle vor ähnlichen Herausforderungen. Ziel der Tagung ist es, die Beziehungsqualität in den Familien zu verbessern und die erzieherische Kompetenz von Adoptiv- und Pflegeeltern zu erhöhen. Die Stärkung und Ermutigung der Eltern sind dabei zentral.

Anmeldeschluss ist der 04.11.

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Aktionswochen für Jugendämter 2015

Posted on September 4, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Auftakt: „Groß werden mit dem Jugendamt“ am 29.09.2015 in Münster
Im Oktober 2015 wird die BAG Landesjugendämter gemeinsam mit vielen Jugendämtern erneut die Aktionswochen „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“ veranstalten.
Dieses Jahr haben sich die Veranstalter zwei Schwerpunkte vorgenommen, weshalb sich der Auftakt in eine Fachveranstaltung und in eine Ideenbörse unterteilt:

a) Fachveranstaltung: „25 Jahre SGB VIII – Groß werden mit dem Jugendamt“
Dieser Schwerpunkt befasst sich mit der Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Das Motto richtet den Blick auf die Entwicklung des SGB VIII, auf die Entwicklung von Jugendämtern und auf den Werdegang von Erwachsenen, die als Kind oder Jugendliche erfolgreich in der Jugendhilfe betreut wurden.

b) Ideenbörse: „Junge Flüchtlinge – Gut ankommen mit dem Jugendamt“
Dieser Schwerpunkt wurde aus aktuellem Anlass und parallel zum Gesetzgebungsverfahren im Bereich der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ins Programm aufgenommen. Durch die Präsentation guter Integrationsbeispiele aus den Kommunen sowie mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit sollen die Medien auf die Leistungen der Jugendämter für junge Flüchtlinge aufmerksam und zur Berichterstattung angeregt werden. Hierbei soll es sowohl um die begleiteten als auch um die unbegleiteten Flüchtlinge gehen. Bei der Versorgung dieser jungen Menschen erbringen die Jugendämter fast geräuschlos beeindruckende Leistungen, die eine breite öffentliche Würdigung verdienen.

Zielgruppe des Auftakts sind die politisch Verantwortlichen, Leitungs- und Fachkräfte der kommunalen Jugendämter, von freien Trägern oder aus anderen Handlungsfeldern. Den Einladungsflyer finden Sie hier [81 KB] . Eine Anmeldung ist online möglich. Anmeldeschluss ist der 11. September.

Mehr zu den Aktionswochen 2015 erfahren Sie unter www.unterstuetzung-die-ankommt-de.

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Berlin sucht Pflegefamilien und ehrenamtliche Vormünder für junge Flüchtlinge

Posted on September 3, 2015. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

In Berlin werden aktuell sowohl Pflegeeltern, als auch ehrenamtliche Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gesucht:

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Hessen: Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag PAKT 2015 am 10.10. in Friedberg

Posted on September 1, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag PAKT 2015 des Landesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien in Hessen findet am 10.10. in Friedberg/Hessen zum Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen“ – Einstufung in Sonderpflegestellen und gemäß § 35a SGB VIII – Hilfen und Unterstützung statt.

Eine Anmeldung ist bis zum 01.10. möglich.

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