Archive for Mai 2018

Adoptivmütter dürfen bei Mütterrente nicht wieder leer ausgehen!

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoRentnerinnen, die Kinder adoptiert haben, dürfen bei der Mütterrente II nicht schon wieder leer ausgehen. Daher sollte bei der Einführung eines dritten Rentenpunktes für Mütter mit drei oder mehr Kindern, die vor 1992 geboren wurden, kein die Adoptivmütter benachteiligendes pauschalisiertes Anerkennungsverfahren genutzt werden. Diese Forderung erhebt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) mit Verweis auf die Erfahrungen, die in der zurückliegenden Legislaturperiode bei der Gewährung des zweiten Rentenpunktes für vor 1992 geborene Kinder gemacht wurden.

Um die Verbesserung für die Mütter schnell umzusetzen, erhielten damals aus Gründen der „Verwaltungsvereinfachung und Verwaltungspraktikabilität“ nur jene Rentnerinnen den zweiten Rentenpunkt, die bereits Anspruch auf ein Jahr Kindererziehungszeiten hatten. So regelt es der Paragraf 307d des Sozialgesetzbuches VI. Danach muss bereits eine Kindererziehungszeit für den zwölften Kalendermonat nach Ablauf der Geburt bestanden haben.

Verwaltungsvereinfachung führt zu Kuriosum

Viele Adoptionen erfolgen aber nach dem ersten Lebensjahr. Daher waren von der Rentenerhöhung rund 40.000 Adoptivmütter und -väter ausgenommen. „So kommt es zu folgendem Kuriosum. Bei einem Kind, das wenige Tage nach dem ersten Geburtstag adoptiert wurde, hat die leibliche Mutter Anspruch auf die erhöhte Kindererziehungszeit. Das Kind war im zweiten Lebensjahr aber gar nicht mehr bei ihr“, schildert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern die Folgen.

Das DIA verweist auf Kompromissvorschläge des Bundesverbandes der Pflege- und Adoptiveltern (PFAD). Danach sollten Mütter, also auch Adoptiv- und Pflegemütter, für alle Kinder bis zwölf Jahre mindestens einen Entgeltpunkt erhalten. Das wäre ebenfalls eine pauschale verwaltungsarme Lösung. Alternativ könnten Adoptivmütter auf Antrag die zusätzlichen Entgeltpunkte verlangen. Sie müssten dann die Erziehungszeiten im zweiten und dritten Lebensjahr des Kindes zusammen mit dem Antrag nachweisen.

Weitere Informationen zum Thema enthält ein umfangreicher Beitrag auf den Internetseiten des DIA.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge vom 24.05.2018

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Webseite der Initiative „Dialogforum Pflegekinderhilfe“ ist online

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

logoDie frisch ans Netz gegangene Website www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de macht der Öffentlichkeit und der Fachwelt die Debatten und Ergebnisse des Dialogforums Pflegekinderhilfe zugänglich! Das Dialogforum Pflegekinderhilfe hat zur Aufgabe, im Dialog mit unterschiedlichen Akteur_innen im Feld, der Fachpraxis und der Politik, fachliche Handlungs- und gesetzliche Änderungsbedarfe herauszuarbeiten. Diese Erkenntnisse werden auf der nun veröffentlichten Web-Seite in Form von Dokumentationen themenspezifischer Veranstaltungen, Expertisen und Diskussionspapieren der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Vertiefend wurden Fragen im Feld behinderter Pflegekinder und der Inklusion, des Übergangs ins Erwachsenenlebens (Care-Leaving), der Migration und der Vormundschaft behandelt.

Zum Hintergrund: Im Zuge der Neubestimmung des SGB VIII wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingesetzt, deren Aufgabe es unter anderem war, Eckpunkte für eine Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe zu definieren und Vorschläge zu unterbreiten. Parallel dazu hat das BMFSFJ ab Juni 2015 die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) mit der Organisation und Gestaltung des Dialogforums Pflegekinderhilfe beauftragt.

Unter der Internetadresse www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de können alle Texte abgerufen und der Verlauf der Diskussion nachvollzogen werden. Gerne steht die IGfH für Rückfragen unter igfh@igfh.de (www.igfh.de) oder unter der Telefonnummer 069/633986 0 zur Verfügung.

Quelle: IGFH

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Dokumentation der Tagung der Erziehungshilfefachverbände „Alles neu und anders?

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoAlle Präsentationen der sehr gut besuchten  gemeinsamen Veranstaltung der Fachverbände für Erziehungshilfe „Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und die Kinder- und Jugendhilfe“ am 16. Mai 2018 in Frankfurt stehen ab sofort auf den Seiten der IGfH und der anderen Verbände zur Verfügung. Mit Beiträgen von Angela Smessaert, Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen, Tilmann Fuchs, Prof. Dr. Wolfgang Schröer.

Zum Hintergrund: Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde eine der großen sozialpolitischen Reformen der letzten Legislaturperiode umgesetzt. Das BTHG hat ab dem 1.01.2018 schon Auswirkungen auf die Arbeit der Jugendämter. Ist die Kinder- und Jugendhilfe mit Hilfebedarfen aufgrund von Behinderungen konfrontiert, agiert sie nun zwingend als Rehabilitationsträger (vgl. § 6 Abs. 1 Nr. 6 SGB IX) mit der Konsequenz der Anwendung eigener Verfahrensregelungen (fristgebundene Bedarfsfeststellung, Einsatz von spezifischen Instrumenten zur Bedarfsfeststellung und Dokumentationsverfahren etc.). Dabei scheinen etliche Fragen noch ungeklärt zu sein, z.B. welche Folgen hat es, wenn die Kinder- und Jugendhilfe von einer Familie mit einem behinderten Kind nicht ausschließlich wegen des behinderungsbedingten Hilfebedarfs nachgefragt wird?

Zum anderen weisen die Behindertenverbände darauf hin, dass zukünftig im Zuge einer inklusionsorientierten SGB VIII-Reform, das im BTHG vorgesehene Teilhabeverfahren (nach SGB IX, Teil 1) auch anschlussfähig und kompatibel sein muss mit dem Hilfeplanverfahren des SGB VIII. Hier werden deutliche Veränderungen im SGB VIII gefordert. Wie ist dies zu bewerten? Welche Folgen und (unbeabsichtigten) Nebenfolgen sind zu bedenken? Welche neuen und alten Fragen stellen sich bei der Festlegung von Altersgrenzen und für die Übergangsplanung aus der Jugendhilfe in ein anderes Sozialleistungssystem (z.B. die Eingliederungshilfe nach SGB IX)? Wie gehen die Kommunen, die freien Träger und Fachverbände damit um, dass sich – genereller gesprochen – die Fachdebatten stark auf die Neugestaltung der rechtsanspruchsgesicherten Individualleistungen konzentrieren und weniger auf die Weiterentwicklung einer teilhabegerechteren Infrastruktur?

Solche und andere Fragen wurden auf der ersten großen bundesweiten Tagung zu diesen Themenkreisen diskutiert. Die Präsentationen finden Sie hier.

Quelle: IGfH

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Schweiz: Adoptionsurlaub ist umstritten

Posted on Mai 23, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie Luzerner Zeitung berichtet am 23.05.2018 im Artikel „Den Einen zu viel, den Andern zu wenig: Der Adoptionsurlaub ist umstritten“ über eine Kontroverse in der Schweizer Politik:

„Wer ein Kind unter vier Jahren adoptiert, soll zwei Wochen Adoptionsurlaub beziehen können. Während sich das bürgerliche Lager gegen einen solchen Ausbau der Sozialleistungen stellt, will die linke Seite die Altersgrenze erhöhen und die Dauer des Urlaubs verlängern.“

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Dokumentation der Bundestagung „Bereitschaftspflege – Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ online gestellt

Posted on Mai 22, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie Präsentationen der Hauptvorträge und der 20 Workshops auf der IGfH-Fachtagung in Kooperation mit DIJuF, Forschungsgruppe Pflegekinder und Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V. für Fachkräfte in der Pflegefamilie, Vormünder, Bereitschaftspflegeeltern und Interessierte sind nun auf der Webseite http://bereitschaftspflege2018.de/ zu finden.

Die dokumentierte Tagung wirft einen Blick auf die familiären Krisen, die Möglichkeiten und Begrenzungen der biografischen Weichenstellungen und auf notwendige Kooperationen während und nach der Bereitschaftspflege. Die Prozesse der Perspektivklärung und der Übergangsgestaltung stehen dabei im Fokus.
Die zwei zentralen Botschaften der Fachtagung lauten: Auf die Fachkräfte und Kooperationspartner_innen kommt es an: Sie müssen aktiv in die Kommunikation mit Eltern und Bereitschaftspflegeeltern gehen! Das Kind muss jenseits aller Krisen im Mittelpunkt stehen. Der junge Mensch muss informiert sein, seine Signale müssen ernstgenommen werden und gleichzeitig dürfen die Bereitschaftspflegeeltern nicht allein gelassen werden.

Ein Großteil der in den Workshops erzielten Ergebnisse sowie die vorgetragenen Präsentationen stehen unter dem Menüpunkt „Nachlese“ auf der Homepage der Tagung zu Ihrer Information bereit.

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„Vom Störfaktor zur Ressource – Die leiblichen Eltern gehören dazu!“ am 23.08. in Hannover

Posted on Mai 21, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

logoAndrea Dittmann und Dirk Schäfer referieren am 23.08.2018 im Landesjugendamt Hannover zum Thema „Vom Störfaktor zur Ressource – Die leiblichen Eltern gehören dazu!„.

Wenn die Zusammenarbeit mit der leiblichen Familie gelingt und beide Eltern zum Wohle des Kindes zusammenwirken, so ist dies von unschätzbarem Wert für das Gelingen eines Pflegeverhältnisses. Zwei Familien zu haben muss für die Kinder nicht Belastung, sondern kann auch Bereicherung bedeuten. Doch wie kann die Beteiligung der Eltern in unterschiedlichen Settings aussehen? Eine Ermunterung, sich der Herausforderung anzunehmen.

nähere Informationen

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App „Mathildr“- Kopfrechnen für alle

Posted on Mai 20, 2018. Filed under: Jugendhilfe |

logoDie App mathildr (Aussprache: Matilda) wurde im Rahmen einer Studie der Universität Hamburg gemeinsam mit Menschen mit Trisomie 21 entwickelt. Die Studie zeigt, dass diese Lernenden auf abstrakte Unterrichtsmaterialien angewiesen sind, die ihren Besonderheiten in der Aufmerksamkeit gerecht werden.

mathildr unterstützt Kinder mit und ohne Lernschwierigkeiten bei der Entwicklung flexibler Zahlvorstellungen. Das sind gedankliche Bilder von Mengen, die im Kopf verändert werden können. Sie sind eine Voraussetzung für das Kopfrechnen.

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Landkreis Unterallgäu: Pflegefamilien erhalten bei Bedarf mehr Unterstützung

Posted on Mai 19, 2018. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie |

logoDerzeit leben 62 Kinder und Jugendliche im Unterallgäu bei einer Pflegefamilie, weil sie – für einen gewissen Zeitraum oder auch dauerhaft – nicht bei ihren eigenen Eltern leben können. Damit das Jugendamt diese „Familien auf Zeit“ bei ihrer wichtigen Aufgabe noch besser unterstützen kann, hat der Jugendhilfeausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt einstimmig mehrere Unterstützungsangebote für Pflegefamilien beschlossen.

Denn, so machte Jugendamtsleiterin Christine Keller unmissverständlich klar: Pflegeeltern zu sein ist eine Aufgabe, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr vollen Einsatz erfordert – und das für Kinder, die möglicherweise traumatisiert sind, sich sehr schwer damit tun, Bindungen zuzulassen oder vielleicht auch psychisch krank sind. Die Aufnahme eines Pflegekindes sei eine große Herausforderung, die bestehende Familiensysteme schnell an eine Belastungsgrenze bringen könne, so Keller. Das Jugendamt wolle die Pflegefamilien künftig auf ganz verschiedene Weise noch besser begleiten können.

Und so sollen die neuen Angebote aussehen: Erklärt sich ein Paar bereit, als Pflegeeltern ein fremdes Kind für einen gewissen Zeitraum bei sich aufzunehmen, dann kann die Pflegefamilie künftig im ersten halben Jahr intensiv von einer Fachkraft begleitet werden, wie Keller erklärte. In welchem Umfang diese „Startbegleitung“ nötig ist, werde im Einzelfall vereinbart. Dabei könne es darum gehen, die neue Familie beim Aufbau einer Bindung zu unterstützen, aber auch um Hilfe bei organisatorischen Dingen oder bei der Vermittlung von therapeutischen Hilfen.

Aber auch, wenn während des Pflegeverhältnisses schwierige Situationen eintreten – wenn es vielleicht zu Spannungen zwischen der Pflegefamilie und der Herkunftsfamilie kommt, das Kind in die Pubertät kommt oder sonstige Probleme auftauchen – kann eine Fachkraft intensiv beratend zur Seite stehen, so Keller.

„Ich kann nur den Hut ziehen vor jeder Familie, die sich als Pflegefamilie zur Verfügung stellt“, betonte Landrat Hans-Joachim Weirather. Er sah das neue Angebot – wie alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses – auch als „Zeichen der Wertschätzung“ für die wertvolle Arbeit der Pflegefamilien. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die Unterstützungsleistungen aus.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Unterallgäu vom 16. Mai 2018

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Schweiz: Illegal aus Sri-Lanka Adoptierte fordern Gerechtigkeit

Posted on Mai 19, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, International, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoIn den 80er-Jahren fand ein illegaler Babyschmuggel aus Sri Lanka u.a. in die Schweiz statt. Die ca. 700 betroffenen, heute erwachsenen Adoptierten haben den Verein Back to the Roots – IG für Adoptierte aus Sri Lanka in der Schweiz gegründet. Sie fordern von den Schweizer Behörden Aufklärung über die damalige Praxis und verlangen Unterstützung bei ihrer Herkunftssuche.

Der Beitrag „Illegaler Babyschmuggel aus Sri Lanka in die Schweiz“ des SRF vom 16.05.2018 beleuchtet Hintergründe und zeigt Interviews.

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Bereitschaftspflege: Eine Familie auf Zeit

Posted on Mai 18, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoWie können Pflegekinder in Krisensituationen gut begleitet und Pflegeeltern wirksam unterstützt werden? Das diskutierten Experten der Sozialen Arbeit auf der Fachtagung „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“.

Fremdheit. Das Gefühl erleben viele Kinder, die nach schwierigen Familienerfahrungen aus einer Notsituation heraus in eine Bereitschaftspflegefamilie kommen. Fremde Menschen, fremde Gewohnheiten, eine unbekannte Familienkultur. Bereitschaftspflegeeltern nehmen Kinder, die oft durch Turbulenzen sehr irritiert sind, in ihrem privaten Lebensfeld auf. Sie begleiten sie eine Zeit lang, bis die Kinder in eine andere Familie kommen. Auf der von der Uni Siegen mitorganisierten Fachtagung „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn Bad Godesberg berieten über 270 Fachleute aus unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit in Deutschland, wie Pflegefamilien wirksam unterstützt und Kinder in Krisensituationen gut begleitet werden können. Die Pflegekinderhilfe in Deutschland möchte Krisen von Familien und Kinder in Not künftig noch besser begleiten und öffentlich ihre Möglichkeiten vorstellen.

„Bereitschaftspflege ist wichtig und wertvoll – aber sie stellt für die betroffenen Kinder häufig eine Zumutung dar“, erklärte Dr. Daniela Reimer, Expertin für Sozialpädagogik und Sozialarbeit von der Universität Siegen. Die Kinder müssten sich einerseits auf die fremde, neue Familie einlassen, um in und mit ihr leben zu können. Andererseits wüssten die Kinder, dass es sich nur um einen vorübergehenden Lebensort handelt. „Aus dieser brisanten Mischung ergeben sich Belastungen und Spannungsfelder für das Kind und die Bereitschaftspflegefamilie“, sagte Reimer. „Aufgabe der Fachkräfte im Pflegekinderdienst ist es, diese wahrzunehmen und allen Beteiligten hilfreiche Ressourcen zur Bewältigung zur Verfügung zu stellen.“

Dass Pflegefamilien gut begleitet und unterstützt werden, sei dabei entscheidend, sagte Professor Dr. Klaus Wolf von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen. „Wenn die Familien diese Unterstützung nicht erhalten, geben sie ihre Tätigkeit auf“, erklärte er. „Für die Bereitschaftspflege gilt: Wer es billig haben will, kriegt es richtig teuer. Menschen, die sich diese komplizierte Aufgabe zutrauen, zögern, wenn sie nicht durch einen guten Pflegekinderdienst begleitet werden. Dann fehlen Bereitschaftspflegefamilien und die Inobhutnahme von Kindern kann nur über Heime erfolgen, was erheblich höhere Kosten verursacht.“

Was würde uns fehlen, wenn wir die Bereitschaftspflegefamilien nicht hätten? „Wir hätten eine der besten Antworten auf akute Notsituationen von Kindern nicht: eine Familie, die sie jederzeit aufnehmen kann, in der sie zur Ruhe kommen können und die den Jugendämtern die Zeit für eine gute Perspektivklärung gibt“, sagte Wolf.

Familie Spiekermann aus Hamburg ist eine solche Bereitschaftspflegefamilie – seit 22 Jahren. Sie haben schon viele ältere Pflegekinder spontan und auf Zeit aufgenommen. Oft wird Familie Spiekermann gefragt, ob das Leben mit den Pflegekindern nicht auch Probleme bereitet. „Ältere Kinder und Bereitschaftspflege – das funktioniert“, erzählten sie auf der Fachtagung aus erster Hand. „Oft sogar sehr gut.“

Nicole de Vries von der PFIFF (Pflegekinder und ihre Familie) gGmbH Hamburg beschäftigte sich auf der Fachtagung vor allem mit dem Thema, wie die Kinder wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren können. „Es gibt einen Weg zurück zu den Eltern – aber der muss sensibel begleitet werden“, sagte er. Der Rückführungsprozess lebe von ständiger transparenter Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Die Bereitschaftspflegefamilien hätten dabei eine Schlüsselfunktion: „Sie übernehmen die Aufgabe, den Prozess stetig für das Kind zu ‚übersetzen‘ und einzuordnen. Eine riesige aber lohnende Herausforderung für alle.“

Veranstalter der Fachtagung war die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen und dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V.; Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF).

nähere Informationen

Quelle: Universität Siegen vom 17.05.2018

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Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder fordert bessere Rahmenbedingungen für Pflegekinder und deren Familien

Posted on Mai 17, 2018. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoMehrheitlich hat die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder am 04.05.2018 einen Antrag Baden-Württembergs unterstützt, der die Bundesregierung auffordert, die Rahmenbedingungen für Pflegekinder und deren Familien zu verbessern.

„Für Kinder, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können, sind Stabilität und Kontinuität elementar wichtig, damit Hilfs- und Unterstützungsangebote wirken können. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Pflegekinder die für ihre Entwicklung so wichtige Stabilität erhalten“, sagte Minister Manne Lucha am Rande der Sitzung in Kiel.

Mehr Stabilität und Kontinuität schaffen

Ein erheblicher Anteil von Pflegekindern lebe länger als drei Jahre in Pflegefamilien. Es sei dringend notwendig, diesen Beziehungen mehr Kontinuität und Stabilität zu verleihen. Dies sei gesetzlich bislang nicht ausreichend gewährleistet. Sowohl in Fällen, in denen die Eltern freiwillig der Unterbringung ihres Kindes in einer Pflegefamilie zugestimmt haben, als auch in Fällen, in denen sorgerechtsbeschränkende Maßnahmen des Familiengerichts verhängt wurden, kann bisher jederzeit die Rückführung des Kindes gefordert werden.

Kindeswohl muss Richtschnur für alle Entscheidungen sein

Minister Lucha: „Die erforderlichen Gesetzesänderungen sollten schnell erfolgen; die Empfehlungen der Experten und Expertinnen hierzu liegen bereits vor. Selbstverständlich muss dabei sorgfältig geprüft werden, wie die Stärkung der Rechte der Pflegekinder mit dem Recht der Herkunftseltern in Einklang zu bringen ist. Auch die Herkunftsfamilien müssen noch besser gefördert und begleitet werden, damit Kinder eine Rückkehrperspektive haben. Fest steht aber: Das Kindeswohl muss die Richtschnur für alle Entscheidungen sein.“

Auch die zunehmend als rückläufig beklagte Bereitschaft von Familien, sich als Pflegefamilie für Kinder und Jugendliche zu engagieren, könne durch die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen neue Attraktivität erhalten, sagte Lucha abschließend.

Ergänzende Informationen

Die Kontinuität von Pflegeverhältnissen ist gesetzlich bislang nicht ausreichend gewährleistet. Die im SGB VIII verankerte „auf Dauer angelegte Lebensform“ hat keine familienrechtliche Entsprechung unterhalb der Adoption.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg vom 04.05.2018

 

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Zwangsadoptionen in der DDR – öffentliche Sachverständigenanhörung am 25.06.

Posted on Mai 16, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoBerlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, zu einer von der „Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR“ Anfang April eingereichten Petition eine öffentliche Sachverständigenanhörung am 25. Juni 2018 durchzuführen. Die Petition fordert eine Aufarbeitung des Themas Zwangsadoptionen in der DDR. Hintergrund ist, dass seinerzeit Kinder – vielfach auch Säuglinge – von staatlichen Stellen für tot erklärt wurden (plötzlicher Kindstod), tatsächlich aber zur Adoption freigegeben wurden. In anderen Fällen wurden die Eltern durch den Druck staatlicher Stellen der DDR zur Adoption gezwungen.

Nach Ansicht der Petenten ist die Aufarbeitung von Zwangsadoption und ungeklärtem Säuglingstod in der ehemaligen DDR „bis heute nicht umfassend und vollständig erfolgt“. Die betroffenen leiblichen Eltern würden noch immer nach Antworten suchen, schreiben die Petenten. Sie fordern unter anderem die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, eine „neutralen und rechtsstaatlichen Grundsätzen folgende Aufklärung“ zu betreiben. Dazu bedürfe es der Einrichtung einer unabhängigen Clearingstelle mit umfassenden Ermittlungsrechten.

Außerdem müssten die Aufbewahrungsfristen aller relevanten Informationen auf mindestens einhundert Jahre verlängert werden. Die Digitalisierung sowie die zentrale Aufbewahrung dieser Dokumente müsse bei einer zentralen noch festzulegenden Stelle erfolgen, fordern die Petenten. Sie plädieren außerdem für die Einrichtung und Ausstattung eines Fonds „Aufklärung Säuglingstod und Zwangsadoption DDR“ zur Sicherstellung der Finanzierung aller im Zusammenhang mit der vollständigen Aufklärung entstehenden Aufwendungen und Kosten. In der Petition wird des Weiteren die Einrichtung und Finanzierung von regional zuständigen hauptamtlichen Familienbetreuungscentern zur umfassenden Betreuung Betroffener insbesondere zur Unterstützung und Begleitung beim Wiederherstellen familiärer Beziehungen zwischen adoptierten Kindern und leiblichen Eltern sowie den Adoptions-Eltern gefordert.

Wie die Abgeordneten während der Sitzung ebenfalls einstimmig beschlossen, sollen zu der Anhörung auch Betroffene eingeladen werden. Außerdem sollen Historiker und Rechtsexperten gehört werden.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 321 vom 16.05.2018

Ergänzung:

zur Petition (Vollversion vom 05.04.2018 incl. Begründungstext)

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PFAD Kinderfreizeit „Auf den Spuren von Mogli“ vom 29.07.-03.08. in Rheinland-Pfalz

Posted on Mai 16, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDer PFAD für Kinder Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. bietet in Kooperation mit dem PFAD Bundesverband e.V. vom 29.07 bis 03.08.2018 für Kinder von 7 bis 11 Jahren in Trippstadt eine Kids-Freizeit an: „Auf den Spuren von Mogli“.

Zum Start am Sonntagabend treffen sich die Familien um 18 Uhr zum Grillen. Nach einem interessanten Spiel dürfen die Eltern nach Hause fahren und für die Kinder beginnt das Überlebenstraining im Dschungel. „Auf den Spuren von Mogli“, dem jungen Helden des Dschungelbuchs von Rudyard Kipling, wollen wir unsere Teamfähigkeit bei der Spurensuche beweisen. Erlebnispädagogische Möglichkeiten werden bei Spaß und Spiel gefördert.

Die Kinder brauchen: Kleidung und Schuhe für jedes Wetter, Waschzeug, Schwimmsachen, Rucksack und Taschenlampe. Da elektronische Geräte im Dschungel keinen Empfang haben, sollen diese bitte zu Hause gelassen werden. Auch Taschengeld ist nicht erforderlich. Wir bitten sie die Dschungelkids am Freitag, den 3.08.18, nach dem Mittagessen, ca. 13:30 Uhr abzuholen.

Der Kostenbeitrag für Mitglieder liegt bei 60 Euro, Nichtmitglieder zahlen 180 Euro für Unterkunft, Vollverpflegung, Abenteuer und Betreuung. Nach Überweisung des Beitrags ist ihre Anmeldung verbindlich. Nähere Informationen erhalten Sie nach der Anmeldung die noch bis zum 16.06.2018 möglich ist.

PFAD für Kinder, Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien Rheinland-Pfalz
IBAN: DE27 5519 0000 0490 1700 16

Kontakt: Tel: +49 6349 1020, e-mail: johannes.rupp@t-online.de

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Praxishilfen zur beruflichen Integration junger Geflüchteter

Posted on Mai 15, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoJunge Geflüchtete benötigen Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und Integration, denn der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist kein Selbstläufer. Das Buch „Berufliche Integration junger Flüchtlinge. Praxishilfe für die Soziale Arbeit“ von Reinhold Gravelmann (Reinhardt-Verlag, März 2018) bietet Fachkräften wie ehrenamtlich Aktiven Hintergrundinformationen, was bei der beruflichen Orientierung zu beachten ist und wie der Zugang zum und der Verbleib im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gelingen kann; darüber hinaus wird auf Förderprogramme und die Leistungen verschiedener Akteure, etwa der Jobcenter/Arbeitsagenturen eingegangen. Wichtig für die Praxis: das Buch beinhaltet viele Beispiele und sehr konkrete Tipps und Anregungen für den pädagogischen Alltag, damit die Aufgaben der beruflichen Integration junger Geflüchteter zielführend und erfolgreich angegangen werden können.

Inhaltsangabe sowie Leseprobe

Eine grundlegende Orientierung für Fachkräfte insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe bietet das ebenfalls von Reinhold Gravelmann verfasste Buch: „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe. Orientierung für die praktische Arbeit“ (2. Aufl. 2017). Es ist ebenfalls im Reinhardt-Verlag erschienen. Das Buch beinhaltet sehr praxisnah alle relevanten Themen im Kontext der Betreuung und Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Leseprobe, Inhaltsverzeichnis, Rezension

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Zur Situation des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) im Jugendamt: Neue Studie deckt strukturelle Defizite und Missstände auf

Posted on Mai 14, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie Deutsche Kinderhilfe hat am 14.05.2018 gemeinsam mit Kathinka Beckmann, Professorin für klassische und neue Arbeitsfelder der Pädagogik der Frühen Kindheit an der Hochschule Koblenz, Monika Goral, Leiterin des Jugendamtes Mitte von Berlin, und Kerstin Kubisch-Piesk, Leiterin des Regionalen Sozialpädagogischen Dienstes, Region Gesundbrunnen, die Ergebnisse der bundesweiten Studie „Zur Situation des ASD im Jugendamt: Soziale Arbeit in strukturellen Zwängen“ vorgestellt.

Diese Studie ist die erste Bottom-Up-Studie in Deutschland, welche den Status quo in deutschen Jugendämtern aus der Sicht der Fachkräfte aufzeigt und mit Vermutungen und Unterstellungen aufräumt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die derzeitigen strukturellen Rahmenbedingungen im System der Kinder- und Jugendhilfe eine professionelle sozialpädagogische Arbeit behindern.

Finanzielle Engpässe aufgrund knapper Haushaltslagen in vielen Kommunen und der steigende Fachkräftemangel machen es dem Fachpersonal oft schwer, die für die Familie bestmögliche Entscheidung zu treffen. Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, mahnt angesichts dieser Problematik, dass „Kinderschutz nicht auf Kosten von Spardiktaten vernachlässigt werden darf“.

Mit Blick auf die hohe Fallzahlbelastung mangelt es an ausreichend Zeit für die Arbeit mit den Kindern und ihren Familien. „Die Zusammenarbeit mit den Familien ist Kernaufgabe im Kinderschutz, denn wer in Krisen keinen Kontakt zu Familien und deren Kinder herstellen kann, ist als Kinderschützer*in vom Scheitern bedroht“, stellt Kerstin Kubisch-Piesk fest, die jahrelange Erfahrung im Tätigkeitsbereich des ASD hat.

Kinder zu schützen und Eltern zu unterstützen ist die Aufgabe des Jugendamtes. „Damit diese anspruchsvolle Aufgabe gut bewältigt werden kann, muss der ASD allerdings personell ausreichend und fachlich gut qualifiziert und organisatorisch praktikabel und strukturell zuverlässig ausgestattet sein. Und genau daran mangelt es!“, merkt Monika Goral an, die als berufserfahrene Jugendamtsleiterin in Berlin-Mitte ein großes Wissen und Gespür dafür hat, was ein Jugendamt für einen guten Schutz von Kindern leisten (können) muss.

Die Intention der Studie ist es, den Sozialarbeiter*innen in den ASD’s deutschlandweit eine Stimme zu geben. Fachkräfte äußerten sich zu den Rahmenbedingungen und strukturellen Hindernissen ihrer Arbeit.

Um dem Mangel an Gehör in bundespolitischen Debatten entgegenzutreten, richtet sich Prof. Dr. Kathinka Beckmann, wissenschaftliche Leiterin der Studie, an die Fachkräfte: „Die vorliegenden Ergebnisse der Studie sind als Anstoß zu sehen, sich politisch in die derzeit laufende Debatte um die Novellierung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes einzumischen und damit Einfluss auf die Situation der ASD`s zu nehmen“.

Einen Downloadlink zur elektronischen Pressemappe finden Sie unter.

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Neue gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in Trier

Posted on Mai 13, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Rheinland-Pfalz |

logo(us) Ab dem 01.07.2018 werden die Landkreise Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, der Vulkaneifelkreis und die Stadt Trier eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in Trier betreiben.

Statt bisher zusammen 3,6 Stellen, werden durch die Bündelung künftig nur noch 2,5 MitarbeiterInnen in der neuen Vermittlungsstelle ausschließlich mit Adoptionsarbeit beschäftigt sein.

Quelle: Artikel „Die Region will Adoptionen erleichtern – und sparen“ in Volksfreund vom 11.05.2018

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Griechenland: Gesetzänderung bei Adoptionen und für Pflegefamilien

Posted on Mai 12, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, International, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |

logo(us) Am 09.05.2018 verabschiedete das Athener Parlament einige Neuregelungen:

  • offizielle Registrierung von Heimkindern
  • Vereinfachung der Adoption von Kindern aus Heimen
  • Verkürzung der Bearbeitungszeit von Adoptionsanträgen
  • Akzeptanz homosexueller Paare in anerkannter Lebenspartnerschaft als Pflegeelternbewerber, jedoch weiterhin nicht als Adoptivbewerber.

Quelle: Griechenland Zeitung vom 10.05.2018

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Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter wählt Lorenz Bahr zum Vorsitzenden

Posted on Mai 11, 2018. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen |

logo Lorenz Bahr ist neuer Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (BAGLJAE). Die Mitgliederversammlung hat den Jugenddezernenten des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) am 03.05.2018 in Hamburg einstimmig für vier Jahre in das Amt gewählt. In dem Gremium sind die Leitungen aller Landesjugendämter in Deutschland vertreten. Den stellvertretenden Vorsitz übernehmen Birgit Westers (Landesjugendamt Westfalen-Lippe) und Hans Reinfelder (Bayern). Zum 1. Juli 2018 zieht die Geschäftsstelle der BAGLJAE von Mainz nach Köln und der Vorsitz wird von Birgit Zeller, Leiterin des rheinland-pfälzischen Landesjugendamtes, an den rheinischen Landesteil von Nordrhein-Westfalen übergeben.

Bei der Arbeitstagung der BAGLJAE in Hamburg (v.l.): Lorenz Bahr (Vorsitzender ab 1.7.2018), Birgit Zeller (Vorsitzende bis 1.7.2018), Birgit Westers und Hans Reinfelder (stellv. Vorsitzende). Foto: LVR

„Ich freue mich auf meine Amtszeit als Vorsitzender der BAGLJAE und auf die fachliche Arbeit. Es stehen wichtige Themen auf unserer Agenda – dazu zählen der pädagogische Umgang mit Radikalisierungstendenzen bei Kindern und Jugendlichen, die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes auf die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Herausforderungen einer erfolgreichen Personalgewinnung“, so Lorenz Bahr.

Die Zusammenarbeit der Landesjugendämter in der Bundesarbeitsgemeinschaft hat zum Ziel, den fachlichen Standard in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zu sichern und weiterzuentwickeln, zu einer bundesweit einheitlichen Ausgestaltung der Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe beizutragen und sich für die Belange junger Menschen und ihrer Familien einzusetzen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Erarbeitung von gemeinsamen Empfehlungen zu einzelnen Arbeitsfeldern. Die BAGLJAE äußert sich zu jugendhilferelevanten Gesetzentwürfen auf Bundesebene, ist Mitglied in zentralen Fachgremien und arbeitet mit Institutionen und Organisationen der öffentlichen und der freien Jugendhilfe zusammen. Zudem veranstaltet sie eigene Fachveranstaltungen zu aktuellen Themenbereichen. Bei all ihren Aktivitäten nimmt sie insbesondere die Interessen der öffentlichen Jugendhilfe wahr.

Das Recht eines jeden jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ist Leitmotiv der Arbeit der BAGLJAE. Mit ihren Stellungnahmen, Empfehlungen und Arbeitshilfen wendet sie sich an die Öffentlichkeit und insbesondere an die Fachpraxis.

Quelle: LVR vom 03.05.2018

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„Biographiearbeit mit Pflegekindern“ am 04./05.06. in Hannover

Posted on Mai 10, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoHeidrun Sauer vom Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. wird am 04./05.06.2018 im Landesjugendamt Hannover über „Biographiearbeit mit Pflegekindern“ referieren.

Biografiearbeit bietet Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien die Chance, Brücken zwischen den verschiedenen Bezugspunkten – Herkunftsfamilie, Pflegefamilie, weitere Wege – zu bauen und komplexe Zusammenhänge in ihrem Leben besser zu verstehen. Sie stärkt ihr Selbstvertrauen und unterstützt ihre Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung.

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Film-Tipp: „Schicksal eines Pflegekindes“

Posted on Mai 9, 2018. Filed under: International, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoNoch bis zum 26.05.2018 ist in der ARTE-Mediathek der französische Film von 2017 „Schicksal eines Pflegekindes“ abrufbar. Er gibt Einblick in das Pflegekinderhilfe-System von Frankreich, das sich in vielem vom deutschen unterscheidet.

Inhalt: Der Film begleitet den 14-jährigen Yanie, der seit frühester Kindheit in einer Pflegefamilie lebt. In der schwierigen Phase der Pubertät wird er mit einer einschneidenden Veränderung konfrontiert, die sein Leben noch komplizierter macht, als es ohnehin schon ist: Seine Pflegeltern Myriam und Jacques gehen in Rente, und Yanie muss sie verlassen – sie und ihr gemütliches Einfamilienhaus, den Garten, in dem er laufen gelernt hat, und das Zimmer, das er ganz für sich allein hatte.
Im Sprechzimmer des Pflegeelterndienstes „Montjoie“ in einem Gewerbegebiet nördlich von Le Mans findet die Übergabe statt. Mit großer Beklemmung begegnet Yanie hier zum ersten Mal seinen neuen Pflegeeltern. Yanies Mutter Virginie, die nach einer langen Gefängnisstrafe eine Wiedereingliederungsmaßnahme durchläuft, kann nicht akzeptieren, dass ihr das Sorgerecht für den Sohn erneut verweigert wurde. Sie will alles daran setzen, die elterliche Sorge zurückzubekommen und ihren Sohn schnell zu sich zu holen.

zum Film in der Mediathek (56 min)

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Bayern: Neue Empfehlungen für Pflegegeld-Pauschalen

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Bayern, Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen |

logoSeit 01.05.2018 gelten für Bayern aktualisierte Empfehlungen des Bayerischen Landkreistags und des Bayerischen Städtetags für die Vollzeitpflege nach dem SGB VIII. Mit diesen erhöhen sich die Pflegepauschalen folgendermaßen:

zu den kompletten Empfehlungen (Stand: 01.05.2018)

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Adoptionstag in Bayern: „Unterschiedliche Familienkulturen, unterschiedliche Entwicklung des Adoptivkindes“ am 16.06. in Ingolstadt

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Veranstaltungen |

logoDer PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. veranstaltet am Samstag, den 16.06.2018 in Ingolstadt den Adoptionstag 2018 zum Thema „Unterschiedliche Familienkulturen, unterschiedliche Entwicklung des Adoptivkindes„.

Als Referentinnen werden Susanne Fuchs und Judith Marz von Eltern für Afrika e.V. sprechen.

Weitere Informationen über info@pfad-bayern.de oder Tel. 08251 / 1050 (Mo-Fr von  8-11.30 Uhr)

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Anti-Mobbing-Kampagne „DU DOOF?!“ erfolgreich gestartet

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDas Thema Mobbing betrifft leider schon die Jüngsten. Comedian und Kinderliedermacher Tom Lehel engagiert sich nun mit einer Stiftung gegen dieses große Problem.

Am 04.05. startete das bundesweite Präventions- und Interventionsprogramm „DU DOOF?!“ der Stiftung „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“ mit starker Unterstützung u. a. von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die Tom Lehel per Twitter und Facebook persönlich zu seinem Engagement gegen Mobbing gratulierte.

Parallel erschien mit „DU DOOF?!“ das offizielle Musikvideo gegen Mobbing, an dem zahlreiche Stars mitwirkten: die YouTube-Stars Die Lochis, Mike Singer und Julien Bam, die Comedy-Stars Martina Hill, Mirja Boes, Chris Tall, Kaya Yanar, Dr. Eckart von Hirschhausen und Bülent Ceylan, die Moderatoren Oliver Welke, Guido Cantz und Wolfram Kons, Dr. Auma Obama, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, DJ Bobo u. v. m.

Auf der Homepage des Programms www.du-doof.org sind neben dem Musikvideo zahlreiche Begleitvideos sowie Infos und Hilfsangebote zum Thema Mobbing zu finden. Die Stiftung und das Programm finanzieren sich ausschließlich über Spenden.

Der Anti-Mobbing-Song von Tom Lehel ist auch hier zu hören: https://open.spotify.com/track/32pxH3PVJzUhvaLaMX2Vm1?si=ZtPoEM6eRbKC7Ok45yP0Zg

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Fachtag „Einmal von der Perspektivklärung zum Perspektivwechsel hin zur Partizipation und wieder zurück…“ am 25.06. in Berlin

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoEine rasche Perspektivklärung ist wichtig für Kinder. Neben der Sicherheit und der Dauerhaftigkeit in der Versorgung steht das Wohlbefinden der betroffenen Kinder im Fokus des Kinder- und Jugendhilfesystems. Erwachsene Adoptierte und sog. Careleaver geben an, dass die eigene Identitätssuche und erlebte Loyalitätskonflikte zentrale Bestandteile in der eigenen Biografie darstellen. Pflegefamilien oder eine Adoption bieten Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, eine Chance, in stabilen und entwicklungsfördernden Familienverhältnissen (vorübergehend) aufzuwachsen.

Auf der Tagung „Einmal von der Perspektivklärung zum Perspektivwechsel hin zur Partizipation und wieder zurück…“ am 25.06.2018 in Berlin des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Hilfe hilft am besten und nachhaltig? Inwiefern unterstützen sich die Fachkräfte im Hilfesystem? Wie arbeiten die Professionellen mit den (Herkunfts-)Familien zusammen bzw. wie werden die Dynamiken und Loyalitäten berücksichtigt?

Flyer mit Programm und Anmeldeformular

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„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ am 07.07. in Stuttgart

Posted on Mai 7, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoDie Pflegeelternschule Baden-Württemberg veranstaltet am 07.07.2018 ein Tagesseminar in Stuttgart. Claudia Kobus und Dr. Ulrike Bischof werden zum Thema „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ referieren.

Es zeigt sich immer wieder, dass Pflegeeltern unzureichend über ihre Rechte, Pflichten und die Stolpersteine informiert sind. Dieses Seminar soll dazu dienen, dass Pflegeeltern Sicherheit im Alltag finden und somit ihre Aufgabe, den Kindern eine gute Zukunft zu geben, besser verwirklichen können.

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Vorlesung „Verletzbarkeit durch erworbene Elternschaft“ am 07.06. an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel

Posted on Mai 6, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoIm Rahmen der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen wird Yvonne Gassmann ( Pflegekind Aktion Schweiz) am 07.06.2018 an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel zum Thema „Verletzbarkeit durch erworbene Elternschaft“ referieren.

Wie Kinder durch ihre Eltern leiden, ist bekannt und erforscht. Im Zusammenleben von Kindern und Eltern können aber auch die Eltern emotional verletzt werden. Das ist ein wenig thematisiertes, eher tabuisiertes Thema. Pflegeeltern und Adoptiveltern sind in engen, emotionalen und deshalb normalen Eltern-Kind-Beziehungen spezifisch oder zusätzlich verletzbar. In einer breit angelegten Untersuchung kamen sie zu Wort. Die Analysen und Rekonstruktionen ihrer Erzählungen und Berichte erlauben, 7 Modalitäten und 7 Entwicklungsräume erworbener Elternschaft darzulegen. Im Vortrag werden diese 2 x 7 Perspektiven als Diskussionsgrundlage vorgestellt. Jede Perspektive kann zur Orientierung, zur Reflexion und für ein Normalisieren aufgegriffen werden. Auch können so die Entwicklung eines Elternselbst und eines sowohl visionären als auch im Alltag tragenden Elternselbst-Leitbildes veranschaulicht werden.

Einen weiteren Beitrag bietet Prof.ín Nina Heinrichs (TU Braunschweig) zum Thema „Wie beeinflussen Traumatisierungen im Kindesalter die Gesundheit von Pflegekindern? – Ergebnisse der Pflegekinderstudie „Grow and Treat“.

Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

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„Diagnostik psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen“ am 05.06. in Augsburg

Posted on Mai 5, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoPfad für Kinder Augsburg e.V. lädt am 05.06.2018 ein zur Fortbildung „Diagnostik psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen“ mit Traumatherapeutin Birgit Hildebrandt.

Aktuelle psychische Auffälligkeiten, Kompetenzen, Entwicklungsstand und schulische Leitungen des Kindes/Jugendlichen, aber auch das familiäre Umfeld spielen fließend in die Diagnose ein. Die notwendige Toleranz der Umwelt und die speziellen Hilfen bekommt man besser mit Diagnose als mit nur einem Verdacht!

Frau Hildebrandt hat durch ihre Arbeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin einen hohen Erfahrungsschatz und wird anhand von Beispielen das Seminar praxisnah gestalten. Zuerst werden die Unterschiede zwischen Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater veranschaulicht um die jeweilige Vorgehensweise besser verstehen zu können.

Was bedeutet eine Diagnose und welche Behandlungsmöglichkeiten resultieren daraus?

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Schwerpunktkuren für Adoptiv- und Pflegefamilien

Posted on Mai 2, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoFolgende Kliniken bieten 2018 wieder spezielle Schwerpunktkuren für Familien mit Pflege-/Adoptivkindern an:

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Happy Hübi Pflegekinderfreizeiten im Westerwald

Posted on Mai 1, 2018. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDas Familienferiendorf Hübingen bietet Erlebnisfreizeiten an, die auf die speziellen Bedürfnisse von Pflegekindern abgestimmt sind. Auch Kinder mit Defiziten, Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Störungen und Behinderungen werden adäquat betreut.

Die Kosten können ggf. direkt mit der jeweiligen Pflegekasse abgerechnet werden.

Die Termine für 2018 sind:

  • 25.–29. Juli
  • 19.–21. Oktober
  • 16.–18. November
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PFAD Fachzeitschrift 2/2018: „Vorgeburtliche Beeinträchtigungen“

Posted on Mai 1, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

logoAusgabe 2/2018 der PFAD Fachzeitschrift beschäftigt sich mit dem Thema „Vorgeburtliche Beeinträchtigungen„.

PFAD Vorsitzende Dagmar Trautner (im Editorial): „Ein kleines Neugeborenes kommt auf diese Welt und hat schon die Erlebnisse der Schwangerschaft im Gepäck. Es können schöne Erinnerungen sein, z.B. an die Musik von Mozart, die Babys im Mutterleib schon ab der vierten Woche gut tut. Ein Großteil unserer Pflege- und Adoptivkinder macht ganz andere Erfahrungen in der Schwangerschaft. Schädigende Stoffe wie Alkohol, Nikotin oder harte Drogen beeinträchtigen ihre Entwicklung massiv. Belastende Lebensumstände der Mutter prägen die Schwangerschaft und lassen Mutter und Kind nicht zur Ruhe kommen. Erschreckend ist auch, dass traumatischer Stress das Erbgut verändern kann und sogar an nachfolgende Generationen weiter gegeben wird.
Die Auswirkungen zeigen sich in Verhaltensstörungen unterschiedlicher Ausprägung. So früh schon belastete Kinder benötigen aufgrund ihrer chaotischen Vorerfahrungen besonders viel Stabilität und Sicherheit. Die Beiträge im Heft geben nützliche Tipps zur Gestaltung des erzieherischen Alltags. Die eigene Haltung im Umgang mit Betroffenen ist bedeutsam. Eine optimistische und zugleich realistische Perspektive auf die Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes sollte stets erhalten bleiben, auch wenn Rückschläge und Enttäuschungen zwischenzeitlich entmutigen. Daneben bilden liebevolle Konsequenz und absolute Verlässlichkeit günstige Voraussetzungen für eine gute Entwicklung. “

Einige Inhalte:

  • Carmen Thiele: Vorgeburtliche Belastungserfahrungen von Adoptiv- und Pflegekindern und ihre Auswirkungen
  • Janina Dyba, Diana Moesgen & Michael Klein: Crystal Meth in der Schwangerschaft – Auswirkungen auf die Kindesentwicklung und die Bedeutung für Pflege- und Betreuungspersonen
  • Katrin Boger: Umgang mit frühen Traumata bei Pflege- und Adoptivkindern
  • Gela Becker: Kinder und Jugendliche mit FASD – Herausforderungen für die Schulen
  • Zum Mitmachen! Die Bedeutung fachlicher Begleitung von Pflegeeltern innerhalb der Betreuung von Pflegekindern
  • Ein PFAD-Wochenende in Berlin
  • Vorstandswahl
  • Treffen mit MdB Marcus Weinberg
  • PFAD Ländergremium 1/2018
  • Gut vernetzt

Darüber hinaus bietet das Heft wieder Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Rechtsthemen, Rezensionen und Leseranfragen.

nähere Informationen zur PFAD Fachzeitschrift

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