FASD-Fachtag „Das Kind im Mittelpunkt: Verstehen – Übersetzen – Teilhabe fördern“ am 10.04. in Brauweiler

Posted on Februar 10, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoAm 10.04.2019 findet unter der Schirmherrschaft der Landesbehindertenbeauftragen von NRW Claudia Middendorf in Brauweiler bei Köln der FASD-Fachtag „Das Kind im Mittelpunkt: Verstehen – Übersetzen – Teilhabe fördern“ statt. Veranstalter ist das Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln.

Immer wieder beschäftigen sich Experten aus Medizin, Pädagogik, Neurowissenschaften und Sozialgesetzgebung mit dem Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit FASD. Wieso tritt unerwünschtes Verhalten auf, wie ist es zu verstehen und wie kann Teilhabe gefördert werden?

Kinder und Jugendliche mit FASD folgen in ihrem Handeln einer inneren Logik, die für Außenstehende nicht immer nachvollziehbar ist. Enge Bezugspersonen haben jedoch gelernt, die Gedanken- und Gefühlswelten ihrer Schützlinge zu verstehen und sogar in Teilen vorwegnehmen zu können. So obliegt es der Verantwortung der Bezugspersonen, in das jeweilige Lebensumfeld eine Brücke zu bauen, um Missverständnissen und Ausgrenzung vorzubeugen. FASD-spezifisches Verhalten für Außenstehende zu erklären und zu übersetzen – in der digitalen Welt heißt es „Synchronisieren“ – fördert aktiv die Teilhabe der Betroffenen: in Familie, Schule, im Sportverein, in der Arbeitswelt, bei Fachkräften der Jugendhilfe und überall dort, wo sie verkehren.

Im Themenspektrum des FASD-Fachtages werden medizinische Aspekte von FASD und komorbiden Störungen dargestellt. Ist es wichtig, FASD von ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen abzugrenzen, was bedeutet dies für mögliche Therapien und Förderung? Wie ist die Teilhabe von Pflegekindern mit Beinderung im bisher reformierten Bundesteilhabegesetzes geregelt? Wie kann die Teilhabe in einer fördernden Perspektivplanung der Jugendhilfe gelingen, damit die Hilfeplanung nicht in Halbjahreszielen zerfällt und häufig unbefriedigend bleibt?

Der Blick ins Innere der FASD-„Festplatte“ kann dabei helfen, Verhalten und Gefühle betroffener Menschen besser zu verstehen. Wie können Exekutivfunktionen und damit die Verhaltenssteuerung besser erkannt und gefördert werden? Ein spannender Exkurs in die Neurowissenschaften liefert dazu Ansätze und Erklärungen.
In praxisorientierten Workshops werden die Themen Wahrnehmung und Simultanübersetzen bei FASD, Hilfeplanung und sozialrechtlichen Fragen sowie berufliche Teilhabe am Beispiel einer WfbM und multidisziplinäres Arbeiten in einem SPZ vorgestellt.

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