Hessen

Hessen: Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag PAKT 2015 am 10.10. in Friedberg

Posted on September 1, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag PAKT 2015 des Landesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien in Hessen findet am 10.10. in Friedberg/Hessen zum Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen“ – Einstufung in Sonderpflegestellen und gemäß § 35a SGB VIII – Hilfen und Unterstützung statt.

Eine Anmeldung ist bis zum 01.10. möglich.

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275 Adoptionen in Hessen 2014

Posted on August 4, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2014 wurden in Hessen 275 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren 59 (27 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, entfiel dieser Anstieg hauptsächlich auf Adoptionen mit deutscher Staatsangehörigkeit (56 Kinder). Insgesamt hatten acht von zehn der adoptierten Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Hälfte der adoptierten Kinder wurden vom Stiefvater oder von der Stiefmutter und rund 40 Prozent von familienfremden Personen angenommen. Zehn Prozent der Adoptiveltern waren mit dem Kind bzw. Jugendlichen verwandt.

2014 waren gut 37 Prozent der adoptierten Kinder jünger als drei Jahre, 15 Prozent waren zwischen drei und fünf Jahre und 29 Prozent zwischen sechs und elf Jahre alt. Zwölf Jahre oder älter waren weitere 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen.

Bei 64 Prozent der adoptierten Kinder war der abgebende Elternteil ledig. In jeweils vier Prozent der Fälle war der Familienstand der abgebenden Eltern verheiratet bzw. lebten die Eltern in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Weitere elf Prozent waren geschieden. Bei den übrigen 17 Prozent der Adoptionen war der Familienstand der abgebenden Eltern u. a. unbekannt oder verwitwet.

Am Jahresende 2014 waren 53 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Demgegenüber lagen den Trägern von Adoptionen 541 Adoptionsbewerbungen vor. Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zehn mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 04.08.2015

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„Kinderrechte in die Verfassung!? – Auswirkungen auf Jugendhilfe und Kinderschutz“ am 09.11. in Frankfurt/Main

Posted on Juni 19, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 09.11. findet die Fachtagung „Kinderrechte in die Verfassung!? – Auswirkungen auf Jugendhilfe und Kinderschutz“ von 10 bis 17 Uhr im Tagungszentrum Dominikanerkloster in Frankfurt am Main statt.

Die gemeinsame Fachtagung der Diakonie Hessen mit den Erziehungsverbänden EREV und BvkE und dem Kinderschutzbund Frankfurt/Main möchte die bisherige Diskussion aufgreifen, sich den derzeit erkennbaren Problemstellungen annähern und die öffentliche Debatte fachlich bereichern und voran bringen.

„Kinderrechte in die Verfassung “ – diese Forderung ist zwar schon länger zu hören, wird aber zunehmend lauter und immer prominenter unterstützt. Was bedeutet das für junge Menschen tatsächlich? Was für Eltern? Welche Auswirkungen hat das auf die Jugendhilfe und andere Hilfesysteme? Welche Konsequenzen für Vormundschaften und Pflegekinder sind zu erwarten? Werden die Rücksicht auf das Kindeswohl und der Kinderschutz durch eine Verankerung in Grundgesetz bzw. Landesverfassung wirklich verbessert?

Dazu werden nach einer Einführung zur Genese der Debatte Fachleute unterschiedlicher Professionen ihre Statements vortragen, sich einer Podiumsdiskussion stellen und auf Fragen des Plenums eingehen. Eingeladen werden: Herr Prof. Dr. Jörg Fegert (Ärztlicher Direktor, Uni Ulm, Kinder- und Jugendpsychiatrie), Herr Prof. Dr. Stefan Heilmann (Richter OLG Frankfurt, FU Frankfurt – Familienrecht, Kindschaftsrecht), Herr Heinz Hilgers (Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes), Herr Prof. Dr. Ludwig Salgo (Goethe-Universität Frankfurt – Rechtswissenschaft, FU Frankfurt – Soziale Arbeit und Gesundheit), Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner (em. Ministerialrat a. D. im BMFSFJ, FU Berlin) und Frau Prof. Dr. Maud Zitelmann (FU Frankfurt – Pädagogik der Frühen Kindheit).

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Fachkongress „Fremdunterbringung qualifizieren – Praxiswende einleiten – Professioneller Kontext, Elternarbeit, Rückführung“ vom 21.–23.09. in Wiesbaden

Posted on Juni 17, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Im Zuge der Diskussion um die Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung geht es auch um eine neue Einordnung der Rolle von Herkunftseltern/ – familien und der Arbeit mit ihnen. Hierfür sind neue Entwürfe für konzeptionelle Entwicklungslinien, fachliche Standards und für die strukturellen Rahmenbedingungen der erzieherischen Hilfen erforderlich. Es gilt deshalb, mit neuen und bewährten Konzepten und qualifizierter fachlicher Ausstattung die Praxis vor Ort in diesen Bemühungen zu unterstützen und neue Orientierungen und Handlungsstrategien aufzuzeigen.

Auf dem Fachkongress, einer Kooperationsveranstaltung des Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Berlin und dem Institut ISAPP am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain Wiesbaden, sollen die theoretischen Begründungen für eine neue Austarierung der erzieherischen Hilfen zusammengefasst werden, wirksame Konzepte von  Elternarbeit und Restabilisierung vorgestellt und die Bedingungen und Arbeitsansätze für die Rückkehr von Kindern in ihre Herkunftsfamilien ausgelotet werden. Wie  kann künftig die Fremdunterbringung erfolgreich ausgestaltet werden – von der Vorbereitung über die Vermittlung und Beendigung/ Nachbereitung? Und was können die sozialen Dienste öffentlicher und freier Träger für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft tun, in die Eltern aktiv mit einbezogen werden?

Die Veranstaltung wendet sich sowohl an Leitungskräfte und Fachkräfte von öffentlichen und freien Trägern, insbesondere aus den Allgemeinen Sozialen Diensten, den erzieherischen Hilfen, aus dem Pflegekinderwesen und der Heimerziehung, aber auch an Pflegeeltern und an alle, die sich mit der Thematik der erzieherischen Hilfen und der Eltern- und Familienarbeit befassen.

Anmeldung sind möglich bis 17.08.2015

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Bericht zur Fachtagung „Pflegekinder und Pflegeeltern mit Migrationshintergrund – Arbeit mit Herkunftsfamilien“

Posted on Juni 14, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Fachtagung „Pflegekinder und Pflegeeltern mit Migrationshintergrund – Arbeit mit Herkunftsfamilien“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland am 27./28. April 2015

70 teilnehmende Fachkräfte gingen am ersten Tag gemeinsam mit der Referentin Sabine Kriechhammer-Yağmur vom Paritätischen Wohlfahrtsverband der Frage nach, welche Herausforderungen und Chancen Familien mit Migrationshintergrund in ihrer täglichen Arbeit darstellen. Die Referentin präsentierte in ihrem Vortrag zunächst einige Zahlen und Definitionen, die bei der Beleuchtung der Thematik für die Pflegekinderhilfe von zentraler Bedeutung sind: 9.105 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund unter 27 Jahren waren 2008 als Vollzeitpflegekinder gemäß § 33 SGB VIII untergebracht. Dem gegenüber stand eine Zahl von 40.568 Pflegekindern in dieser Altersspanne ohne Migrationshintergrund. Angebote zur Förderung der Erziehungsfähigkeit und Rückkehr des Kindes in die Herkunftsfamilie werden für 22 Prozent der Familien ohne, aber nur für 5 Prozent der Familien mit Migrationshintergrund angeboten. Zahlen darüber, wie viele Pflegefamilien mit Migrationshintergrund bundesweit tätig sind, gibt es keine. Diese und andere Erläuterungen der Referentin machten deutlich, welche Aufgaben hier für die Pflegekinderhilfe noch zu leisten sind.

Als Definition des Begriffes „Menschen mit Migrationshintergrund“ wählte Sabine Kriechhammer-Yağmur den im Mikrozensus von 2003 verankerten Begriff: „Alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.“ Auf dieser Grundlage sind die beiden stärksten Migrationsgruppen die Aussiedler bzw. Spätaussiedler vorwiegend aus der Russischen Föderation (3,1 Millionen) sowie 2,5 Millionen Menschen aus der Türkei.

Um zu verdeutlichen, welche Menschen sich hinter dem Begriff verbergen und welche Familien oder Einzelpersonen nach Deutschland kommen und kamen, stellte die Referentin folgende Gruppen vor:

  • Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • Angehörige von Pflegeberufen
  • Saisonarbeiterinnen und -arbeiter
  • Manager
  • nachkommende Familienangehörige der gleichen oder anderer Nationalitäten,
  • augenblicklich sehr relevant: Flüchtlinge mit und ohne Anerkennung, mit Duldung oder mit Bleiberecht,
  • Studentinnen und Studenten
  • und nicht zuletzt auch illegal hier lebende Menschen.

Sabine Kriechhammer-Yağmur wies darauf hin, dass diese Menschen, die aus allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten kommen, ihre Weltanschauungen, Religionen, Kulturen, ethnische, nationale Herkunft und Sprachen mitbringen. Diese Personengruppe, so die Referentin, unterscheide sich wie deutsche Familien durch ihre Lebensentwürfe. Auch der Grad ihrer Verwurzelung in die deutsche Gesellschaft reiche von „Ich fühle mich noch immer als Fremde“ bis hin zu der Aussage „Ich bin hier Zuhause.“ Als Dilemma im Kontext der Betrachtung führte sie aus: „Durch den Prozess der Benennung als bestimmte Gruppe (Flüchtlinge, Frauen mit Migrationshintergrund) werden die Menschen erst zu „Anderen“ gemacht. Es werden also Gruppen konstruiert, die ggf. den notwendigen Blick auf das Individuum verstellen. Durch diese horizontale Differenzierung (das Nebeneinander verschiedener ethnischer Gruppen) wird die genauso notwendige vertikale Differenzierung (strukturelle Ungleichheit, Machtgefälle, etc.) vernachlässigt.“

Im Anschluss an diese eher grundsätzlichen Einführungen in die Thematik beschäftigte sich die Referentin mit den Themen Kultur, interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz. Sie legte Wert darauf, den Kulturbegriff als Beschreibung einer gemeinsamen Lebensweise oder als Deutungsmuster einer Gruppe zu beschreiben. Kulturen seien daher weder statisch noch einheitlich, sondern immer mehrdeutig und widersprüchlich. Die Schlussfolgerung ihrer Ausführungen zum Kulturbegriff lautete: in jeder Gesellschaft gibt es verschiedene Kulturen, die nichts mit dem Migrationshintergrund der Menschen zu tun haben. Jeder Mensch werde in bestimmte Kulturen geboren, andere suche er sich freiwillig. Menschen würden durch kulturelle Einflüsse geprägt, seien aber durchaus in der Lage sich von diesen zu verabschieden und andere Kulturen zu wählen. Ihr wichtigstes Fazit lautete: „Es begegnen sich nie Kulturen, sondern immer Menschen“.

Nach Ausführungen zu den interkulturellen Kompetenzen, die in der Pflegekinderhilfe notwendig wären, übermittelte Sabine Kriechhammer-Yağmur zum Abschluss ihrer Betrachtungen einen Ideenkatalog, der hilfreich ist für die Arbeit der Pflegekinderdienste mit Herkunftsfamilien mit Migrationshintergrund. Nützlich ist dieser auch in der Ausbildung und Schulung von Pflegefamilien mit Migrationshintergrund und beim sensiblen Umgang mit den Kindern in diesem Spannungsfeld. In den Rückmeldungen der Teilnehmenden wurde deutlich, dass die sehr umfangreichen und differenzierten Überlegungen der Referentin vor Ort Anregungen dafür sein können, Einzelfälle unter anderen Blickwinkeln zu gestalten oder Konzepte für eine migrationssensible Pflegekinderhilfe zu entwickeln.

Drei Referentinnen gestalteten den zweiten Tag der Fachtagung. Helga Heugel, Bereichsleiterin des Pflegekinderdienstes im Jugendamt Stuttgart, schloss mit ihren Ausführungen direkt an die Überlegungen der Referentin vom Vortag an. Sie stellte unter anderem gelungene Beispiele der Vermittlung von Pflegekindern mit Migrationshintergrund in Familien mit und ohne Migrationshintergrund vor, und beleuchtete unter den Stichworten „Was wir verändern wollen“, „Was wir versucht haben“, „Was wir erreicht haben“, „Was wir gelernt haben“ und „Was wir tun“ die konkrete Arbeit der Pflegekinderhilfe der Landeshauptstadt Stuttgart. Zum Erreichten gehörten unter anderem ein bewussterer Blick bei der Werbung, Schulung und Überprüfung von Pflegeeltern auf die Ressource Migrationshintergrund. Unter der Rubrik des Gelernten wies sie darauf hin, dass sie erfahren konnten, dass mehr interkulturelle Familien tätig sind, als von den Fachkräften eingeschätzt wurde, und dass die Arbeit mit Pflegefamilien unbedingt interkulturelle Kompetenz voraussetze. Unter der Rubrik „Was wir tun“ stellte sie dar, dass die Netzwerke der Pflegefamilien mit Migrationshintergrund und die daraus entstehenden Ressourcen aktiv genutzt werden. Außerdem, dass Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund zum Beispiel aus den ambulanten Hilfen in den Beratungskontext von Pflegefamilien einbezogen werden, und dass regelmäßig Fortbildungen zum Thema interkulturelle Kompetenz für die Fachkräfte aber auch für die Pflegepersonen durchgeführt werden. Die sehr anschaulichen und praxisnahen Ausführungen der Referentin stießen beim Fachpublikum auf große Resonanz.

Aus juristischer Sicht beleuchtete Diana Eschelbach, Doktorandin am Max-Planck Institut München und freie Mitarbeiterin des DIJuF Heidelberg, in ihrem Vortrag „Elternrechte – Was bleibt, was wechselt und warum?“ die Situation von Herkunftsfamilien, während und nach der Vermittlung des Kindes in die Pflegefamilie. Zwar ging auch Frau Eschelbach unter anderem unter dem Stichwort Religion des Kindes und Staatsangehörigkeit des Kindes auf möglicherweise mit dem Migrationshintergrund verbundene Aspekte ein. Andererseits schlug ihr Beitrag jedoch einen großen Bogen über alle relevanten rechtlichen Themen von Sorgerechtsentscheidungen bis zu Umgangsregelungen mit Herkunftseltern in der Pflegekinderhilfe.

Besonders hilfreich für die tägliche Arbeit in der Pflegekinderhilfe waren die sehr differenzierten Ausführungen der Referentin unter der Rubrik Beteiligung von sorgeberechtigten bzw. nichtsorgeberechtigten Eltern an der Hilfeplanung oder die Auflistung, welche Angelegenheiten des täglichen Lebens unter dem Begriff Alltagssorge zu subsumieren sind und daher von den Pflegeeltern für ihr Pflegekind getroffen werden können. In Abgrenzung hierzu ging sie auf die Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung ein, für die immer nur der Inhaber des Sorgerechts entscheidungsbefugt ist.

Auch mit der Frage, wer zum Vormund für ein Pflegekind bestellt werden kann, beschäftigte sich die Referentin grundlegend. Obwohl das Gesetz einen ehrenamtlichen Einzelvormund bevorzugt, werden 70-80 Prozent aller Vormundschaften für Pflegekinder im Jugendamt geführt. Entscheidend für die Bestellung von Pflegeeltern zum Vormund sei:

  • Dauer des Pflegeverhältnisses und weitere Perspektive,
  • Bindung an die Pflegeeltern,
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt,
  • Klärung des Umgangs mit den leiblichen Eltern,
  • Umgang mit Geschwisterkindern,
  • hinreichende Informationen für Pflegeeltern über vormundschaftliche Aufgaben,
  • akute Probleme sind gelöst bzw. abschließend bearbeitet.

Als Ausschlusskriterium nannte die Referentin: „Pflegeeltern stehen einem dem Kindeswohl dienlichen Kontakt zum Herkunftssystem ablehnend gegenüber.“

An die Ausführungen von Diana Eschelbach schloss sich inhaltlich, aber auch unter der Beachtung der Perspektive der Elternrechte in der Pflegekinderhilfe, der Vortrag von Sabina Langenohl, Diplom-Pädagogin und freie Mitarbeiterin der GEBIT in Münster, nahtlos an. Sie stellte das Modellprojekt zur Rückführung von Kindern aus der Jugendhilfe, welches sie mit neun Kommunen durchgeführt hat, vor. Langenohl ging neben den organisatorischen Vorgaben des Projektes zunächst auf die Frage ein, warum das Thema Rückführung von Kindern so bedeutsam ist, warum aber andererseits nur wenige geplante Rückführungen stattfinden. Die Teilnehmenden des Modellprojektes hatten sich mit Thesen beschäftigt, die auch während des Vortrages von Sabina Langenohl spannende und kontroverse Diskussionen auslösten. Unter der Überschrift „Ist das so?“ stellte die Referentin vier Thesen vor, die während des Projektes bearbeitet wurden.

  • „Man soll immer so lange wie möglich versuchen mit ambulanten Hilfen zu arbeiten.“
  • „Kinder brauchen Verlässlichkeit und Klarheit, müssen eindeutig wissen, wo sie in Zukunft leben werden.“
  • „Eltern, die Umgangskontakt unregelmäßig wahrnehmen, sind schlechte Eltern und zu unzuverlässig, um ein Kind großzuziehen.“
  • „Nach zwei Jahren in der Pflegefamilie hat das Kind Bindungen aufgebaut und es ist keine Rückführung mehr möglich.“

Schnell wurde klar, dass diese Thesen nicht uneingeschränkt so stehen bleiben können, sondern dass es am Einzelfall orientierte und differenzierte Betrachtungen geben muss.

Das Projekt, das Frau Langenohl vorstellte, führte übrigens nicht zur Entwicklung eines einheitlichen Konzeptes, sondern hatte unter anderem das Ergebnis, dass vor einer Rückführung eine sorgfältige Diagnostik zu erstellen ist und Kriterien gefunden werden müssen, um die Entwicklung des Einzelfalles einzuschätzen. Die Pflegekinderhilfe braucht Konzepte, die auf Rückführung ausgerichtet sind. Der gesetzliche Auftrag des § 37 SGB VIII muss von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher und freier Träger in der Jugendhilfe intensiv wahrgenommen werden.

Nach zwei Tagen, die eine Fülle von Basiswissen, aber auch neue Ideen und überlegenswerte Ansätze für die Pflegekinderhilfe vor Ort boten, bleibt zu hoffen, dass einige Anregungen konstruktiv umgesetzt werden.

Beate Fischer-Glembek

Quelle: LJA Info Ausgabe Juni 2015

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Herausforderung und Chance für die Pflegekinderhilfe

Posted on Mai 6, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Anlässlich der Jahrestagung für Fachkräfte der Pflegekinderdienste der Jugendämter und freien Träger fand am 27. und 28. April 2015 in Neustadt an der Weinstraße die diesjährige Fachtagung zum Thema „Pflegeeltern und Pflegekinder mit Migrationshintergrund, Arbeit mit Herkunftsfamilien“ mit über 70 Teilnehmenden aus den drei Bundesländern Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz statt.

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Quelle: Newsletter LSJV Aktuell vom 06.05.2015

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BbP-Familientreffen 2015 in Herbstein

Posted on April 14, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Über Pfingsten 2015 (22.-25.05.) lädt der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. seine Mitglieder wieder zum jährlichen Familientreffen ins Kolping-Feriendorf Herbstein ein.

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„Familien mit psychisch kranken Elternteilen – Schwerpunkt Borderline-Persönlichkeitsstörung“ vom 20.– 21.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 8, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Dipl.-Psych. Dr. Bernd Abendschein wird vom 20.– 21.04. in Frankfurt/Main zum Thema „Familien mit psychisch kranken Elternteilen – Schwerpunkt Borderline-Persönlichkeitsstörung“ referieren. Eingeladen sind dazu Multiplikator/-innen aus SPFH, Pflegekinderwesen, Heimen, Kinderdörfern und Jugendämtern. Veranstalter ist das Paritätische Bildungswerk.

Die typische Symptomatik der betroffenen Elternteile, in den Bereichen Emotionsregulation, Impulsivität und Beziehungsverhalten, wird herausgearbeitet und vor dem Hintergrund der Störung verständlich gemacht. Das häufig beeinträchtigte und auffällige Interaktionsverhalten des betroffenen Elternteils mit den eigenen Kindern kann zu Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder in verschiedenen Altersstufen und sogar zu Kindeswohlgefährdungen mit notwendigen jugendamtlichen Maßnahmen führen. Im Seminar werden praxisnah und ausführlich mögliche Hilfe- und Beratungsansätze für die betroffenen Familien dargestellt. Ebenso werden den Teilnehmern ausführliche Hilfestellungen gegeben und Interventionsmöglichkeiten besprochen, um den spezifischen Herausforderungen, wie „Fallen“ in der Kommunikation und „Einladungen“ der betroffenen Klientengruppe zum „Mitagieren“,  zu begegnen.
Es können eigene Fallanliegen eingebracht werden.

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„Der gute Start für unser Kind“ am 26.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 6, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen |

Der gute Start für unser Kind“ heißt ein Kursangebot für Adoptiveltern am 26.04. im Haus der Volksarbeit in Frankfurt/Main. Dozentin ist Sabine Willmann-Ilgner.

Elternwerden ist das große Glück und die erste Zeit mit dem Baby oder Kleinkind beseelt alle. Das Kind steht im Mittelpunkt und Adoptiveltern sind ganz besonders motiviert ihrem Kind eine gesunde Entwicklung durch sichere Bindung zu ermöglichen.
Vielleicht wissen Sie als Eltern von belastenden Erfahrungen in der Schwangerschaft, von Vernachlässigungen und negativen Bindungserfahrungen in den ersten Lebensmonaten und Sie wollen von Anfang an feinfühlig positive Bindungserfahrungen aufbauen.
Dieser Familien-Tag ist angelehnt an „SAFE -Elternkurse“, vom Bindungsforscher Dr. Brisch entwickelt, um Elternkompetenz zu stärken. Sie erhalten Tipps, was Sie tun können, damit Ihr Kind offen und sicher die Welt erkundet. Es gibt Zeit für fachliche Inputs und Reflektion des Alltags.

Am Vormittag wird bei Bedarf eine Kinderbetreuung für die Krabbel – und Laufkinder angeboten, der Nachmittag ist gemeinsam mit den Kindern gestaltet. Für das Mittags-Buffet wird pro Familie ein kulinarischer Beitrag erbeten.

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„Die psychologische Begutachtung bei Pflegekindern – ein Seminar für psychologische Sachverständige, Richter, Anwälte, Verfahrensbeistände und Sozialarbeiter“ am 20.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 5, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die psychologische Begutachtung bei Pflegekindern – ein Seminar für psychologische Sachverständige, Richter, Anwälte, Verfahrensbeistände und Sozialarbeiter“ findet am 20.04. in Frankfurt/Main im Namen der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes statt. Referieren werden Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann.

Die Referenten untersuchen und diskutieren auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrung als psychologische Sachverständige in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren methodische und inhaltliche Fragen einer Begutachtung, die der besonderen Problematik von Pflegekindern Rechnung trägt.

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„Forum Bereitschaftspflege I“ am 09.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 4, 2015. Filed under: Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für Bereitschaftspflegepersonen bietet das IVA Institut am 09.05. in Frankfurt/Main ein Tagesseminar zur fachlichen Begleitung an. Themen des „Forum Bereitschaftspflege I“ werden sein:

  • Begleitende Beratung
  • Stärken der beruflichen Qualifikation
  • Erfahrungsaustausch in Gruppen

Die Seminarleitung liegt bei Lilo Drabent und Isabel-Theres Spanke.

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„Wirklichkeiten der Heimerziehung und der Pflegefamilien zwischen gestern und heute“ – Filmvorführung mit Podiumsgespräch am 14.03. in Wiesbaden

Posted on Februar 24, 2015. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

KOPF HERZ TISCH – Kindheit ohne Eltern“ lautet der Titel des Dokumentarfilms der Filmemacherin Sonja Töpfer über Kindheiten in Erziehungsheimen und Pflegefamilien in den 1950er- und 60er Jahren.

Die Regisseurin hat 10 Protagonist_innen mit einem roten Tisch und zwei Klappstühlen aufgesucht und dazu eingeladen, über ihre diesbezüglichen Erfahrungen und über ihre Bewältigungsstrategien zu sprechen – auf Augenhöhe, denn Töpfer hat selber einen Teil ihres Lebens im Kinderheim verbracht.

Sowohl der Runde Tisch Heimerziehung als auch der Runde Tisch Kindesmissbrauch in Institutionen haben verdeutlicht, dass Machtmissbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen in Institutionen der Erziehung, Bildung, psychosozialen und gesundheitlichen Versorgung nicht nur ein Thema der Vergangenheit ist, sondern auch aktuell vorkommt. Der Runde Tisch Heimerziehung war letztendlich in Folge der Petition, die 2006 an den Deutschen Bundestag gerichtet wurde, gebildet worden. Diese bezog sich auf die wissenschaftliche Aufarbeitung der Missstände in Einrichtungen der Jugendhilfe in der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre. Eine solche Aufarbeitung hat inzwischen auf verschiedene Weise stattgefunden und auch neue Ergebnisse werden immer wieder veröffentlicht. Es gilt jedoch zu fragen, ob die bisher gewonnenen Erkenntnisse ins Bewusstsein der entsprechenden Institutionen gerückt sind.

Dies wird am 14.03. im Murnau Filmtheater in Wiesbaden nach der Filmvorführung von „KOPF HERZ TISCH“ im Podiumsgespräch diskutiert. An dem Podiumsgespräch nehmen folgende Personen teil:

  • Marlene Rupprecht, ehemalige Bundestagsabgeordnete, die die Anhörung der Petition im Bundestag 2006 ermöglicht hat,
  • Prof. Dr. Christian Schrapper, Professor am Institut für Pädagogik der Universität Koblenz-Landau, der u.a. zur Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren, Heimkampagne und Heimreform geforscht hat,
  • Klaus Behnis (angefragt), Abteilungsleiter im Jugendamt Darmstadt-Dieburg und zuständig für Adoptionen und Inobhutnahmen,
  • Michael-Peter Schiltsky, bildender Künstler, der die Petition zur Heimerziehung an den Bundestag formuliert hat und Honorardozent an der Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn zum Thema Heimerziehung der 50er bis 70er Jahre ist und
  • Sonja Toepfer, Filmemacherin.

Weitere Informationen zum Projekt Kopf-Herz-Tisch finden Sie hier.

Trailer:

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Familien-Wochenendseminar am 22.-25.05. im Westerwald

Posted on Februar 23, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am Wochenende des 22.-25.05. werden Pflege- und Adoptivfamilien vom IVA-Institut zu einem Familienseminar im Familienferiendorf Hübingen eingeladen. Im Referentenworkshop am Samstag behandelt Referent Reinhold Schäfer mit den TeilnhmerInnen das Thema „Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Gefühls- und Konfliktmanagement in Pflege- und Adoptivfamilien„. Währenddessen werden die Kinder in unterschiedlichen Gruppen betreut.

Anmeldeschluss ist der 02.04.

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Gruppenangebot für Herkunftseltern in Frankfurt/Main

Posted on Februar 18, 2015. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Kinder-, Jugend-, Elternberatungsstelle Gallus in Frankfurt/Main bietet 2015 wieder vier kostenlose Seminartage an für Eltern, deren Kind(er) in einer Adoptiv- oder Pflegefamilie leben.

Im Zentrum der Arbeit des erfahrenen Referententeams Eva Ris und Sabine Kiy-Kania mit den Eltern steht die Frage, was sie als Eltern, die nicht mehr mit ihren Kindern zusammenleben, dennoch für deren positive Entwicklung tun können. Es ist erwünscht, aber nicht erforderlich, dass die Mütter und Väter an allen Terminen teilnehmen.

Termine jeweils Samstag von 10.30 bis 16 Uhr:

  • 21.03.2015
  • 18.07.2015
  • 19.09.2015
  • 05.12.2015

Info für soziale Dienste

Einladung für Eltern

Anmeldung für Eltern

 

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„Trauma, das „Stimmige“ oder das „Richtige“ am 14.03. in Fulda

Posted on Februar 17, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 14.03. referiert Familientherapeutin Claudia König in Fulda zum Thema „Trauma, das „Stimmige“ oder das „Richtige“ – Umgang mit Kindern, die Traumatisches erlebt haben„.

Veranstalter sind der Verein der Pflege- und Adoptivfamilien Fulda e.V. sowie der Landesverband Hessen.

Kinderbetreuung wird angeboten. Anmeldeschluss ist der 05.03.

Veranstaltungsflyer

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„Vollzeit-Pflegefamilie – Was spricht dafür, was sollte man wissen?” am 26.02. in Frankfurt/Main

Posted on Februar 3, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

In einem Kurs des Haus der Volksarbeit e.V. in Frankfurt/Main in Kooperation mit dem Fachteam Adoption des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt klärt Sabine Willmann-Ilgner am 26.02. über die Frage auf: “Vollzeit-Pflegefamilie – was spricht dafür, was sollte man wissen?

Ungewollt kinderlose Paare, die eine Familie gründen möchten, haben neben der Adoption die Möglichkeit, als Pflegefamilie einem Kind dauerhaft ein Zuhause zu geben. Wie sind die Rahmenbedingungen für Pflegefamilien und wie unterscheidet sich der rechtliche Status zur Adoption? Wie ist der Kontakt zu den leiblichen Eltern und wie ist die Begleitung durch das Jugendamt? Verschaffen Sie sich einen Überblick, der Ihren persönlichen Entscheidungsprozess erleichtern kann.

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Für Adoptiveltern: “Bindungssensibler Übergang zur Kinderbetreuung” am 03.03. in Frankfurt/Main

Posted on Februar 3, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Mit dem bindungssensiblen Übergang von Adoptivkindern in die Kinderbetreuung beschäftigt sich ein Kurs des Haus der Volksarbeit e.V. mit Referentin Maria Tepper am 03.03. in Frankfurt/Main.

Adoptivkinder reagieren oft heftig auf Veränderungen und neue Herausforderungen; frühe Trennungserfahrungen kommen so zum Ausdruck. Adoptiveltern wägen deshalb in der Betreuungsfrage sehr bewusst ab, wann welche Kinderbetreuung angezeigt ist. Allgemeingültige Altersempfehlungen bzw. der Ausbau früher Kinderbetreuungsangebote sind bei der Betrachtung der eigenen individuellen Familiensituation nicht unbedingt hilfreich. An diesem Abend geht es um passende Entscheidungskriterien für außerfamiliäre Kinderbetreuung Ihres Kindes, aber vor allen Dingen auch um die feinfühlige Gestaltung gut gelingender Übergänge.

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„Übergänge für junge Volljährige gestalten – Care Leaver in den Hilfen zur Erziehung“ am 27./28.04. in Frankfurt/Main

Posted on Januar 30, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die IGfH bietet in Kooperation mit dem Careleaver-Netzwerk & Care Leaver-Projekt (IGfH/Uni Hildesheim) eine Fortbildung zum Thema „Übergänge für junge Volljährige gestalten – Care Leaver in den Hilfen zur Erziehung“ am 27.-28.04. in Frankfurt am Main an.

Junge Menschen aus Wohngruppen, Pflegefamilien und Heimerziehung stehen vor besonderen Herausforderungen: Oft werden mit dem Eintritt der Volljährigkeit alle Hilfen beendet, ohne dass sie angemessen auf den Eintritt in die Selbstständigkeit vorbereitet wurden. In dieser Fortbildung sollen erstmalig gemeinsam mit jungen Care Leavern Ideen dafür entwickelt werden, wie Übergänge aus stationären Hilfen in das Erwachsenenleben gut gestaltet werden können.

Inhalte der Fortbildung sind:

  • Rechtsansprüche im SGB VIII und Möglichkeiten der Durchsetzung
  • Beispiele guter Praxis der Übergangsbegleitung (national/international)
  • Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben des Jugendalters, spezifisch in Hinblick auf die Lebenssituation in stationären Hilfen
  • Übergang in andere Sozialleistungssysteme bei Hilfeende
  • Vorstellung des Careleaver-Netzwerkes Deutschland
  • Austausch über Handlungsansätze, Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Bedarfe der Fachkräfte in der Arbeit mit Care Leavern
  • Erarbeitung von Ideen und Ansätzen für die eigene Praxis.

Anmeldeschluss ist der 30.03.

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„Unsicherheiten und Belastungen im Umgang mit Herkunftseltern“ am 28.02. in Frankfurt/Main

Posted on Januar 29, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 28.02. referiert Prof. Dr. Annelinde Eggert-Schmid Noerr in Frankfurt/Main über „Unsicherheiten und Belastungen im Umgang mit Herkunftseltern„. Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung des Zentrum Familie/Haus der Volksarbeit e. V., der Kath. Familienbildungsstätte Frankfurt und des Fachteam Adoption des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main.

Das Verständnis von Erziehung und Elternschaft ist geschlechtersensibler geworden. Mädchen und Jungen, Männer und Frauen sollten gleichberechtigt sein und doch auch verschieden sein dürfen. Väter und Mütter haben unterschiedliche Rollen und sind doch beide wichtig für die Entwicklung eines Kindes.
Geschlechterfragen spielen für heutige Lebensverhältnisse eine große Rolle. Adoptivverhältnisse werden jedoch immer noch eher geschlechterneutral betrachtet. In Adoptionsfamilien fallen biologische und soziale Elternschaft auseinander. Eltern-Kind-Verhältnisse und Geschlechterverhältnisse müssen hier mehr als sonst ausgehandelt werden.
Adoptierte Jungen reagieren auf ihre besondere Situation zumeist anders als adoptierte Mädchen. Jungen streben eher nach Abgrenzung, Mädchen suchen öfter nach ihrer Herkunftsfamilie. Adoptivmütter verhalten sich oft nachsichtiger als Mütter leiblicher Kinder. Adoptivväter gelten als aktiver. Bei pubertierenden Kindern werden die Geschlechterfragen noch bedeutsamer.
Das Seminar will für eltern- und kindbezogene Geschlechterfragen sensibilisieren. Es werden neue Forschungsergebnisse zum geschlechterdifferenten Umgang und zur Verarbeitung von Adoption dargestellt und themenbezogene pädagogische Fragen erörtert.

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Öffent­liche Hand gab 2013 rund 35,5 Milli­arden Euro für Kin­der- und Jugend­hilfe aus

Posted on Januar 23, 2015. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , , , , |

WIESBADEN – Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2013 insgesamt rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2012 um 10,2 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 32,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2012 entsprach das einer Steigerung um 10,2 %.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (65 %) entfiel mit rund 23,0 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, das waren 13,0 % mehr als 2012. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro wurden netto 21,4 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 13,2 % mehr als im Vorjahr.

Rund ein Viertel der Bruttoausgaben (25 %) – insgesamt mehr als 8,7 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,7 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 785 Millionen Euro.

Knapp 5 % der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,7 Milliarden Euro auf.

Quelle: Destatis vom 23.01.2015

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„Abenteuer Erziehung – Wege zwischen Intuition und Professionalität“ am 03.02. in Frankfurt/Main

Posted on Januar 11, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Am 03.02. findet an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main der Fachtag „Abenteuer Erziehung
– Wege zwischen Intuition und Professionalität“ statt.

Eingeladen sind Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Kindertagespflege, Familienbildung, Kinder- und Familienzentren; in der Beratung sowie in der Plegekinderhilfe, Adoption und in Einrichtungen der Jugendhilfe Tätige; Tagespflegepersonen und Pflegeeltern; ebenso Lehrende, Studierende und weitere an dem Thema Interessierte.

Veranstalter sind das Institut für familiale und öffentliche Erziehung, Bildung, Betreuung e.V.
sowie der Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität.

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„Möglichkeiten der Alltagspädagogik im Pflege- und Adoptivfamilienalltag“ am 31.01. in Seligenstadt

Posted on Januar 2, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Prof. August Huber wird am 31.01. in Seligenstadt über „Möglichkeiten der Alltagspädagogik im Pflege- und Adoptivfamilienalltag“ referieren.

Veranstalter ist Wundertüte e.V., der Verein der Pflege- und Adoptivfamilien im Kreis Offenbach.

Veranstaltungsflyer

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Wochenende für Adoptiv- und Pflegefamilien vom 12.-14.06.2015 in Ilbenstadt

Posted on Dezember 10, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Bistum Mainz lädt am Wochenende vom 12.-14.06.2015 Adoptiv – und Pflegefamilien zu einer Freizeit nach Ilbenstadt/Wetterau unter dem Thema „Familienkonflikte und ihre Lösungen – märchenhaft“ ein.

„Vater-Sohn-Konflikte, Mutter-Tochter-Konflikte, Wie lebt es sich in einer Familie mit Ziehmutter oder – Vater?“, und viele andere Themen sind in Märchen verdichtet und in der Volkstradition immer wieder erzählt worden. In diesen Märchen können wir gut unsere eigenen Wünsche und Sorgen, Fragen und auch Antworten auf klassische Familienthemen finden, wenn wir uns mit den Symbolen und deren Bedeutung beschäftigen.

An dem Wochenende soll unser Familiengeschehen auf dem oben genannten Hintergrund reflektiert und schwierige Erziehungssituationen besprochen werden.

Referent: Reinhold Schäfer, Dipl.- Päd. zusammen mit einem Team von Adoptiveltern. Die Kinder und Jugendlichen gestalten ihr Programm in eigenen betreuten Gruppen. Ein gemeinsamer Abend und die Feier eines Gottesdienstes am Sonntagmorgen runden das Programm ab.

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Materialien zum Fachtag „Fachkräfte zwischen Unterstützung und Kontrolle der Pflegefamilie“

Posted on November 14, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) stellt die Materialien zum Hessischen Fachtag für Fachkräfte der Pflegekinderhilfe zur Verfügung. Er fand am 10.10. in Darmstadt unter dem Titel „Fachkräfte zwischen Unterstützung und Kontrolle der Pflegefamilie“ statt.

Vorträge

Arbeitsgruppen

  • 1. „Schwierige Pflegeeltern” – „schwieriges” Jugendamt – was tun im Konflikt?
    Dr. Thomas Meysen, DJuF, Heidelberg
    Protokoll
  • 2. Starke Spannungen zwischen Pflegefamilie und Herkunftsfamilie – was tun?
    Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Siegen
    Protokoll
  • 4. Der seltene Fall: Kindeswohlgefährdung in der Pflegefamilie
    Lydia Schönecker, DJuF, Heidelberg
    Protokoll
  • 6. Umgang mit der Umgangsregelung – wer hat was zu sagen?
    Lydia Schönecker, DJuF, Heidelberg
    Powerpointpräsentation
  • 7. Pflegekinderdienst – Vormundschaft: Kontakt halten – wer wann mit welchem Ziel?
    Henriette Katzenstein, DJuF, Heidelberg
    Protokoll
  • 10. Gerichtsbeschluss Sorgerechtsentzug: Kooperation bei der Herausnahme
    Dr. Thomas Meysen, DJuF, Heidelberg
    Protokoll
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„Familien mit psychisch auffälligen Eltern(teilen)“ vom 26./27.01. in Frankfurt/Main

Posted on Oktober 25, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für MultiplikatorInnen der Familienbildung und Fachkräfte aus Familienbildungsstätten, SPFH, Pflegekinderwesen, Heimen, Kinderdörfern und Jugendämtern ist ein Seminar des Paritätischen Bildungswerkes mit Dr. Bernd Abendschein konzipiert das am 26./27.01. in Frankfurt/Main stattfinden wird: „Familien mit psychisch auffälligen Eltern(teilen) – Sensibilisierung für die Störungsbilder der Eltern und Problemlagen der Kinder„.

Ziel ist es, sicherer in der Beurteilung der Indikatoren zu werden, die auf eine psychische Störung bei Eltern(teilen) hinweisen. Anhand von Fallbeispielen werden Zusammenhänge zwischen elterlicher psychischer Störung und der erforderlichen „Hilfe zur Erziehung“ für das Kind erarbeitet. Konsequenzen aus den Problemlagen der Eltern und Kinder sollen gemeinsam entwickelt und erörtert werden. Wege der Kooperation mit den entsprechenden Fachdisziplinen werden aufgezeigt.

Anmeldeschluss: 22.11.2014

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Statistisches Bundesamt zu Familien 2013: Ehepaare noch dominierend, aber rückläufig

Posted on Oktober 22, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im Jahr 2013 waren in Deutschland 70 Prozent der insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Ehepaare. Der Anteil der alleinerziehenden Mütter und Väter an allen Familien betrug 20 Prozent. Die restlichen 10 Prozent entfielen auf nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, zeigt sich ein Wandel der Familienformen: Im Jahr 1996 lag der Anteil der Ehepaare mit 81 Prozent noch deutlich höher. Dagegen gab es damals wesentlich weniger Familien mit Alleinerziehenden (14 Prozent) oder Lebensgemeinschaften (5 Prozent).

Basis dieser Ergebnisse ist der Mikrozensus, die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Als Familien gelten in der vorliegenden Analyse alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt. Zu den Kindern zählen dabei – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

Im Ländervergleich gibt es bei der Verteilung der Familienformen im Jahr 2013 erhebliche Unterschiede: In Baden-Württemberg war der Anteil der Ehepaare an allen Familien mit minderjährigen Kindern mit 78 Prozent am höchsten; in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen lag der Anteil der Ehepaare am niedrigsten (jeweils 51 Prozent).

Lebensgemeinschaften traten am häufigsten in Sachsen-Anhalt und Sachsen auf (jeweils 23 Prozent aller Familien), in Rheinland-Pfalz dagegen am seltensten (6 Prozent aller Familien). Die meisten Ein-Eltern-Familien lebten in Berlin: Dort waren knapp ein Drittel (32 Prozent) der Familien Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern. In Baden-Württemberg traf dies nur auf rund jede sechste Familie (16 Prozent) zu.

Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und aktuelle Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die Ergebnisse des Mikrozensus 2013 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 (Stichtag 09.05.2011) basieren. Die Mikrozensus-Hochrechnung für das hier dargestellte Vergleichsjahr 1996 beruht hingegen auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der Volkszählung 1987.

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 20.10.2014

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Hessen: 12 900 junge Menschen wurden 2013 außerhalb des Elternhauses untergebracht

Posted on Oktober 3, 2014. Filed under: Hessen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2013 wurden in Hessen 12 900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4700 bzw. gut 36 Prozent in Form von Vollzeitpflege und 8200 bzw. knapp 64 Prozent in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform.

Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes nahm die Zahl der betroffenen jungen Menschen gegenüber 2012 um 4,7 Prozent zu (Betreute in Vollzeitpflege: plus 4,8 Prozent; Betreute in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform: plus knapp 4,6 Prozent). Ein Grund für die Steigerung der außerhalb des Elternhauses untergebrachten jungen Menschen war die Zunahme der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland. Am Jahresende 2013 dauerten noch 9600 Hilfen an, rund 3300 Hilfen wurden im Jahr 2013 beendet. Knapp 3550 Hilfen wurden 2013 neu begonnen.

Mit knapp 48 Prozent waren die meisten jungen Menschen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht wurden, zwölf bis unter 18 Jahre alt, gefolgt von den Sechs- bis unter Zwölfjährigen sowie den Volljährigen mit jeweils rund 21 Prozent. Elf Prozent hatten das sechste Lebensjahr noch nicht erreicht.

Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege die wichtigste Rolle, während mit steigendem Alter eine Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen an Bedeutung gewann. Von den unter Sechsjährigen waren 85 Prozent in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Sechs- bis unter Zwölfjährigen lag dieser Anteil bei 58 Prozent, bei den Zwölf- bis unter 18-Jährigen waren 25 Prozent und bei den Volljährigen knapp 16 Prozent in Vollzeitpflege.

Bei der Vollzeitpflege standen folgende Gründe im Vordergrund: Die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (20 Prozent), die Gefährdung des Kindeswohles (18 Prozent) und die unzureichende Förderung bzw. Betreuung/Versorgung des jungen Menschen in der Familie (16 Prozent). Bei den jungen Menschen, die in Heimen/sonstiger betreuter Wohnform untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit des jungen Menschen mit 19 Prozent, der eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern mit 16 Prozent, Auffälligkeiten des jungen Menschen im sozialen Verhalten mit elf Prozent sowie die unzureichende Förderung des jungen Menschen mit zehn Prozent von Bedeutung.

Bei der Vollzeitpflege bezogen 82 Prozent (Heimerziehung: 42 Prozent) der jungen Menschen/der Herkunftsfamilien bei Beginn der Hilfe Transferleistungen.

Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wird eine Hilfe beendet und im laufenden Jahr erneut begonnen, so wird dies als zwei Hilfen gezählt.

Quelle:  Hessisches Statistisches Landesamt vom 30.09.2014

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Frankfurt/Main: Zahl der Inobhutnahmen von UMF hat sich seit 2007 fast versiebenfacht

Posted on September 16, 2014. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Artikel „Jugendamt Frankfurt – Stadt rettet mehr Kinder aus Familien“ in der Frankfurter Neuen Presse vom 16.09.2014 wird der starke Anstieg der Inobhutnahmen darauf zurückgeführt, dass immer mehr minderjährige Flüchtlinge aus Krisengebieten nach Frankfurt kommen und die Bürger beim Verdacht auf Vernachlässigung und Missbrauch schneller zum Telefon greifen als früher.

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„Die psychologische Begutachtung bei Pflegekindern“ am 13.10. in Frankfurt/Main

Posted on September 1, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes lädt am 13.10. zu einem Seminar mit Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann ein. Sie werden über „Die psychologische Begutachtung bei Pflegekindern“ referieren. Das Seminar für psychologische Sachverständige, Richter, Anwälte, Verfahrensbeistände und Sozialarbeiter“  wird in Frankfurt/Main stattfinden.

Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann untersuchen und diskutieren auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrung als psychologische Sachverständige in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren methodische und inhaltliche Fragen einer Begutachtung, die der besonderen Problematik von Pflegekindern Rechnung trägt.

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„Eltern bleiben – trotz alledem. Zusammenarbeit mit Familien, deren Kinder in Pflegefamilien leben“ vom 10.-12.11. in Germerode

Posted on August 27, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Unter dem Titel „Eltern bleiben – trotz alledem“ widmet sich eine Fortbildung der IGfH für MitarbeiterInnen von Pflegekinderdiensten und andere interessierte interessierte Fachkräfte der „Zusammenarbeit mit Familien, deren Kinder in Pflegefamilien leben„. Das Seminar findet vom 10.-12.11. in Germerode unter der Leitung von Sabine Simon und Judith Pöckler-von Lingen statt.

Wenn Pflegeverhältnisse gelingen, liegt das oft daran, dass Pflege- und Herkunftsfamilie gut miteinander kooperieren. Eine wechselseitige Akzeptanz macht es leichter, die Klippen im Alltag der komplexen Familiensysteme erfolgreich zu umschiffen. Für die Kinder ist es sehr entlastend, wenn sie erleben, dass die Erwachsenen „an einem Strang“ ziehen. Um sich diesem Ziel zu nähern, brauchen abgebende Eltern Beratungsangebote und aktive Unterstützung.

An einem BestPraktice-Beispiel wird die Professionalisierung der Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem vorgestellt. Gemeinsam werden im Workshop Ideen zur qualitativen Weiterentwicklung erarbeitet. Dabei wird es um folgende Themen gehen:

  • Auseinandersetzung mit den Interessen, Anforderungen und Bedürfnissen der Beteiligten und die Reflexion der eigenen Rolle und Aufgaben
  • Eltern für die Zusammenarbeit gewinnen
  • Entwicklung eines Einzel- und Gruppenberatungsangebotes für Eltern
  • Vor- und Nachbereitung von Besuchskontakten
  • „Familiencafés“ für kindgerechte Besuchskontakte
  • Einbeziehung in die Hilfeplanung
  • Entwicklung von Akzeptanz für das Pflegeverhältnis
  • Kooperation im Helfersystem.

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„Hilfeplanung mit der Bereitschaftspflege“ am 11.10. in Frankfurt/Main

Posted on August 22, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Bereitschaftspflegefamilien und Fachkräfte behandelt ein Seminar des IVA Instituts am 11.10. das Thema „Hilfeplanung in der Bereitschaftspflege„.  Die Veranstaltung will die Möglichkeit bieten zum Gespräch von Fachkräften der Pflegekinderhilfe und Bereitschaftspflegeeltern über das Thema Hilfeplanung. Neben einem Impulsreferat von Corinna Petri zu den rechtlichen Grundlagen sind Austausch über die jeweilige Praxis vor Ort und gemeinsame Reflexion über die Möglichkeiten von Hilfeplanung Inhalt des Seminars.

Folgende Themen sollen u.a. angesprochen werden:

  • Auftrag der Bereitschaftspflegestelle
  • Umwandlung der rechtlichen Zuordnung nach § 42 SGB VIII zu § 27 fff bzw. § 33 SGB VIII
  • Zeitpunkt der Einleitung des Hilfeplanprozesses nach § 36 SGB VIII
  • Bereitschaftspflegeeltern als Beteiligte
  • Form der Dokumentation für eine nachfolgende Vollzeitpflegefamilie (oder Einrichtung)
  • Einbeziehung der nachfolgenden Pflegefamilie (oder Einrichtung)

Veranstaltungsflyer

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PAKT 2014: „Kinder mit besonderen Bedürfnissen“ am 13.09. in Hessisch-Lichtenau

Posted on August 7, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag (PAKT 2014) des Pflege- und Adoptivfamilien – Landesverband Hessen e.V. widmet sich dem Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen – Einstufung in Sonderpflegestellen und gemäß § 35a SGB VII – Hilfen und Unterstützung„. Er findet am 13.09. in Hessisch-Lichtenau statt.

Referieren werden A. Fischer-Stier und S. Chebila zum Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen: Wie gelingt eine einvernehmliche Regelung bezüglich der Einstufung in Sonderpflegeformen“ sowie Antje Nau über „Mehrbedarf aufgrund besonderer Bedürfnisse“.

Veranstaltungsflyer

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„Amtsvormundschaft endet, Einzelvormundschaft beginnt“ am 20.09. in Frankfurt/Main

Posted on August 1, 2014. Filed under: Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Das Forum Einzelvormundschaft des IVA Instituts will Einzelvormünder/-pfleger für Pflege- oder Heimkinder oder solche, die dies werden wollen, ansprechen. Es bietet Raum zum Austausch über ihre besonderen Themen und Fragestellungen und Möglichkeiten zur Qualifizierung und Fortbildung.

Bei einer Veranstaltung am 20.09. wird Henriette Katzenstein vom Deutschen Institut für Jugendhilfe- und Familienrecht(DIJuF) zum Thema „Amtsvormundschaft endet, Einzelvormundschaft beginnt“ referieren. Sie wird folgende Gesichtspunkte behandeln:

  • Für und Wider der Einzelvormundschaft
  • Übergang von der Amtsvormundschaft zur Einzelvormundschaft
  • Rechte des Mündels?
  • Pflichten und Rechte des ehrenamtlichen Vormunds?
  • Beratung durch das Jugendamt?

Veranstaltungsflyer

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5.548 UMF im Jahr 2013 in Obhut genommen

Posted on Juli 25, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Nach einer Erhebung des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. im Jahr 2013 mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als im Vorjahr nach Deutschland gekommen.

zur Übersicht über die Inobhutnahmezahlen aus den Bundesländern für 2013

Quelle: Bundesverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 24.07.2014

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3700 Kinder von hessischen Jugendämtern 2013 in Obhut genommen

Posted on Juli 9, 2014. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die hessischen Jugendämter meldeten im Jahr 2013 insgesamt 3700 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Das waren 23 Prozent mehr als 2012. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, handelte es sich um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie bzw. einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen. Die Zunahme um 700 Kinder und Jugendliche ist vor allem auf das Anwachsen der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland um rund 400 Personen zurückzuführen.

Die Schutzmaßnahmen betrafen vor allem Jugendliche, d. h. über die Hälfte (62 Prozent) waren älter als 14 Jahre, 38 Prozent waren Kinder unter 14 Jahren. Der Anteil der Jugendlichen im Alter von über 14 Jahren stieg gegenüber 2012 um vier Prozentpunkte.

Die am häufigsten genannten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (36 Prozent), unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (26 Prozent) und Vernachlässigung (zwölf Prozent). Beziehungsprobleme und Misshandlungen waren in elf Prozent der Fälle Anlass für Interventionen. Die anderen Gründe spielten mit jeweils weniger als fünf Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Schutzmaßnahmen betrafen 56 Prozent deutsche und 44 Prozent ausländische Kinder und Jugendliche. Ein relativ hoher Anteil der Nichtdeutschen (58 Prozent) entfiel auf unbegleitete Einreisen aus dem Ausland. Die Zahl dieser Fälle stieg im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 400 Personen oder 73 Prozent auf 945. Damit setzte sich die Entwicklung aus dem Jahr 2012 beschleunigt fort. Sieben von zehn unbegleiteten Einreisenden waren männliche Jugendliche im Alter von 16 bis unter 18 Jahren. Eine große Rolle bei den Schutzmaßnahmen spielte die Familienkonstellation. Kinder und Jugendliche, die in Familien Alleinerziehender oder in Patchworkfamilien lebten, waren deutlich häufiger von Inobhutnahmen betroffen.

Die Inobhutnahmen erfolgten zu rund einem Viertel auf eigenen Wunsch des Kindes bzw. Jugendlichen und bei drei Vierteln lag eine Gefährdung vor. Vor allem Mädchen im Alter zwischen 16 bis 18 Jahren wurden in vier von zehn Fällen auf eigenen Wunsch in Obhut genommen.

Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (79 Prozent). 18 Prozent wurden in einer geeigneten Familie untergebracht und drei Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 36 Prozent der Inobhutnahmen kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zu dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim zurück. 34 Prozent wurden außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; gut zehn Prozent erhielten eine sonstige stationäre Hilfe und sieben Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. Bei gut 15 Prozent erfolgte keine anschließende Hilfe und drei Prozent wurden von einem anderen Jugendamt übernommen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 08.07.2014

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7900 Gefährdungseinschätzungen bei Kindeswohlgefährdung in Hessen durchgeführt

Posted on Juli 2, 2014. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

In 2013 wurden in Hessen gut 7900 Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII durchgeführt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies zehn Prozent mehr als im Jahr 2012, in dem die Erhebung erstmalig stattfand.

Als Ergebnis der durchgeführten Gefährdungseinschätzungen wurde bei 14 Prozent eine akute und bei zwölf Prozent eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 74 Prozent der Fälle lag keine Kindeswohlgefährdung vor — in mehr als der Hälfte dieser Fälle bestand trotzdem ein Hilfebedarf. Über die Hälfte aller Gefährdungseinschätzungen betraf Kinder unter sieben Jahre.

Bezogen auf die Bevölkerung in der jeweiligen Altersgruppe wurde für 79 von 10 000 Einwohnern unter 18 Jahre eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen. Jüngere Kinder waren mehr betroffen als ältere. Für die unter Dreijährigen lag diese Quote bei 133, bei den Drei- bis unter Sechsjährigen bei 104, bei den Sechs- bis unter Zehnjährigen bei 76 und bei den Zehn- bis unter 18-Jährigen bei 54.

Von den 2030 Fällen, in denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, war mit sechs von zehn Fällen die Vernachlässigung die am häufigsten genannte Art. Körperliche Misshandlungen waren bei der akuten Kindeswohlgefährdung mit 35 Prozent die zweithäufigste Art. Bei der latenten Kindeswohlgefährdung standen die psychischen Misshandlungen mit 30 Prozent an zweiter Stelle. Anzeichen von sexueller Gewalt wurden bei sieben Prozent der Fälle akuter und bei vier Prozent latenter Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Von den 1075 Fällen der akuten Kindeswohlgefährdungen waren in etwa gleich viele Mädchen und Jungen betroffen. Unterschiede bei den Geschlechtern gab es allerdings bei der Art der Kindeswohlgefährdung: Bei den Vernachlässigungen und körperlichen Misshandlungen waren die Jungen stärker betroffen, bei den psychischen Misshandlungen und bei sexueller Gewalt häufiger die Mädchen. Insbesondere in Fällen der sexuellen Gewalt waren bei den akuten Kindeswohlgefährdungen in drei Viertel der Fälle Mädchen die Leidtragenden.

Als Folge der akuten Kindeswohlgefährdung wurde der junge Mensch in 47 Prozent in Obhut, d. h. aus der Familie, genommen. In 35 Prozent wurde das Familiengericht eingeschaltet, in 28 Prozent erfolgte erstmals eine Hilfe zur Erziehung und in zwölf Prozent eine zusätzliche Hilfe. In knapp 23 Prozent wurde keine Hilfe neu eingerichtet bzw. keine der vorangegangenen Hilfen gewährt. Es konnte aber in diesem Fall die bereits bestehende Hilfe fortgeführt werden. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Konstellation der Familienverhältnisse spielte eine große Rolle. Bei mehr als der Hälfte der Einschätzungen lebte der junge Mensch bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit neuem/-r Partner/-in.

Häufig erfolgte die Initiative zur Gefährdungseinschätzung durch Polizei/Gericht/Staatsanwalt (19 Prozent), Nachbarn (14 Prozent), Ärzten (elf Prozent) und durch die Schule bzw. anonym mit je neun Prozent. In acht Prozent der Fälle wurden die Eltern bzw. Personenberechtigten tätig. Andere Institutionen oder Personen, auf deren Initiative die Gefährdungseinschätzung erfolgte, spielten mit je unter sechs Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Hinweis:
Nach § 8a SGB VIII ist eine Gefährdungseinschätzung vom zuständigen Jugendamt vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohles eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.
Nach der Einschätzung der Gefährdungssituation im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte kann im Ergebnis eine Gefährdung vorliegen, eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden (latente Kindeswohlgefährdung) oder es liegt keine Kindeswohlgefährdung vor.
Bei Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung ist eine anschließende geeignete Hilfe in Absprache mit den Personensorgeberechtigten anzubieten. Gegebenenfalls kann auch das Tätigwerden des Familiengerichts notwendig werden. Bei dringender Gefahr kann das Jugendamt auch ohne die Entscheidung des Familiengerichts das Kind oder den Jugendlichen in Obhut nehmen.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 02.07.2014

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Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge 2013

Posted on Juni 24, 2014. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2013 erfolgten in Hessen 1330 Maßnahmen des Familiengerichts, davon 713 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, gab es im Vorjahr eine Untererfassung bei den Maßnahmen. Ein Vergleich der aktuellen Werte mit dem Jahr 2012 ist daher nur eingeschränkt möglich.

Zum Jahresende 2013 lebten 2432 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter, rund ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei 287 Kindern lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2145 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2421 (2012: 2413). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für knapp 33 500 Kinder gab es im Jahr 2013 Beistandschaften, gut acht Prozent weniger als 2012. Die Beistandschaft hilft Personensorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2013 für 328 Kinder und Jugendliche erteilt. Fast alle waren in Vollzeitpflege untergebracht.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 24.06.2014

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Landesjugendamt RLP: Fachtagung der Pflegekinderdienste 2014

Posted on Mai 29, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 07. und 08. Mai 2014 hatten 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen in öffentlicher und freier Trägerschaft die Gelegenheit, sich mit dem Thema „Eigene Kinder – Fremde Kinder- Geschwisterkinder, Passungen suchen und finden“ auseinander zu setzen.

Nach der Begrüßung durch Birgit Zeller, Abteilungsleitung des Landesjugendamtes, und Iris Egger-Otholt, Leitung des Referates 33, eröffnete Prof. Dr. Christine Köckeritz den fachlichen Diskurs mit einem Vortrag zur Frage: „Welche Eltern braucht das Pflegekind?“ Anhand von grundlegenden Betrachtungen bei der Auswahl von Pflegeeltern zeigte die Referentin, wie notwendig es ist, die besonderen Bedürfnisse des Pflegekindes im Einzelfall zu betrachten. Anschaulich wurde das mögliche Bindungsverhalten des Kindes im Zusammenhang mit den dadurch an die Pflegeeltern gerichteten Anforderungen thematisiert. Ein wichtiger Faktor ist hier, nach Einschätzung von Prof. Köckeritz, die professionelle Betreuung und Begleitung durch die Fachkräfte. Der Vortrag hinterließ bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele für die Praxis nützliche Überlegungsansätze.

Im Rahmen einer offenen Runde stellten Birgit Zeller, Iris Egger-Otholt und zwei Mitarbeiterinnen des Referates 33 Themen des Pflegekinderwesens aus dem Landesjugendamt vor. Iris Egger-Otholt berichtete vom aktuellen Stand der Empfehlungen für die Pflegekinderdienste und bat die Fachkräfte um deren Einschätzungen. Die Fachkräfte nutzten dieses Angebot zu einem regen Austausch. Beate Fischer-Glembek erläuterte die Arbeit der bundesweiten Arbeitsgruppe des DIJuF (Deutsches Institut für Jugend und Familie). Diese Gruppe von Experten des Pflegekinderwesens aller Bundesländer erarbeitet zurzeit ein Grundsatzthesenpapier zu den wünschenswerten Standards des Pflegekinderwesens bundesweit. Zuletzt wurde das aktuelle Thema der migrationssensiblen Pflegeverhältnisse angesprochen. Es wurden auf Einladung des DITIB (Türkisch islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) von Julia Mückusch-Radwer Vorträge vor Mitgliedern von muslimischen Gemeinden gehalten.

Den Nachmittag gestaltete Michaela Herbertz-Floßdorf, die einen Einblick in den Alltag von Regenbogenfamilien gab. Unter der Überschrift „Familie ist da, wo Kinder sind“ zeigte die Referentin anhand von Studien die möglichen Entwicklungs-tendenzen von Kindern und Pflegekindern bei Eltern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf. In einer lebhaften Diskussion tauschten sich die Fachkräfte über mögliche Ressourcen bzw. Fallstricke eines solchen Pflegeverhältnisses aus.

Am zweiten Tag erläuterte Dr. Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut in München die Bedeutung von Geschwistern aller Art für das Aufwachsen von Pflegekindern. Aus langjähriger Berufspraxis heraus präsentierte Dr. Kindler verschiedene Ansätze der Geschwisterunterbringung. Wieder wurde deutlich, dass es keine allgemeingültige Lösung bei einer Unterbringung gibt. Auch bei der Platzierung von Geschwisterkindern muss die Bedürfnislage der betroffenen Kinder im Einzelfall betrachtet werden. Mit viel Humor und aus reichhaltiger Erfahrung beantwortete Dr. Kindler noch weit über seinen Vortrag hinaus die Fragen der Fachkräfte.

Corinna Petri, Dipl. Sozialpädagogin an der Universität Siegen, rundete den zweiten Tag mit Einblicken aus der Forschung über die Erlebnisperspektive der Kinder ab. Anhand von Interviewsequenzen zeigte die Referentin sehr anschaulich, wie weit das Erleben der Kinder und die Intention der beteiligten Erwachsenen auseinander gehen können.
Zum Abschluss diskutierten die Fachkräfte grundsätzliche Haltungen zur Unterbringung von Geschwistern und sammelten konkrete Handlungsansätze für die tägliche berufliche Praxis.

Zusammenfassend wurde durch die vier Referenten ein großer Bogen über verschiedene Lebenswelten und Lebenskonstellationen von Kindern und Geschwisterkindern in der Pflegekinderhilfe geschlagen. Die Tagung gab viele Anregungen und die Fachkräfte zeigten durch ihre engagierte Mitarbeit und intensive Nachfragen, wie aktuell und facettenreich das Thema der Geschwisterbeziehung in die tägliche Arbeit einfließt.

Quelle: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 27.05.2014

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Oberlandesgericht Frankfurt am Main weist Klage von Adoptiveltern gegen die Stadt Frankfurt am Main ab

Posted on Mai 23, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Mit Urteil vom 21.05.2014 hat der Amtshaftungssenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (OLG) eine Klage von Adoptiveltern abgewiesen, welche Schadensersatz wegen unzureichender Aufklärung durch das Jugendamt über gesundheitliche Risiken bei zwei Adoptivkindern gefordert haben.

Die Kläger – die Adoptivmutter ist inzwischen verstorben – haben 1998 zwei Kleinkinder derselben Kindesmutter adoptiert. Beide Kinder entwickelten sich physisch und psychisch problematisch. Im Jahre 2011 wurde festgestellt, dass beide Kinder am sog. „Fetalen-Alkohol-Syndrom“ (FAS), leiden, einer vorgeburtlich entstandenen Schädigung durch von der schwangeren Mutter aufgenommenen Alkohol. Sie sind heute zu 100 % schwerbehindert und leben in betreuenden Einrichtungen.

Die Adoptiveltern haben – gestützt auf spätere Angaben der Kindesmutter und des leiblichen Vaters – behauptet, die Kindesmutter habe ein Alkoholproblem gehabt und während beider Schwangerschaften Alkohol konsumiert. Dies hätten die beiden beteiligten Jugendamtsmitarbeiterinnen von Anfang an gewusst. Jedenfalls seien so deutliche Anzeichen hierfür vorhanden gewesen, dass das Jugendamt diesem Gesichtspunkt hätte nachgehen müssen. Die Kläger machen geltend, sie hätten sich wegen der schon damals bestehenden chronischen Erkrankung der Adoptivmutter eine Adoption der Kinder mit Blick auf die bei diesen bestehenden gesundheitlichen Risiken nicht zugetraut, wenn sie von dem Alkoholkonsum der Kindesmutter in der Schwangerschaft gewusst hätten. Dass die Jugendamtsmitarbeiterinnen das Alkoholproblem nicht offenbart hätten, stelle eine Verletzung der Amtspflichten des Jugendamts – und damit der Stadt – in einem Adoptionsverfahren dar. Die Kläger verlangen Ersatz des für die beiden Kinder aufgewendeten Unterhalts und die Feststellung, dass die Stadt für alle künftigen Schäden einzustehen habe.

Das Landgericht hat die Klage abgewiesen. Hiergegen richtete sich die Berufung der Kläger. Das OLG hat nochmals die Kindesmutter und die beiden Jugendamtsmitarbeiterinnen sowie nunmehr den leiblichen Vater als Zeugen vernommen. Mit der Entscheidung vom 21.5.2014 wies das OLG nunmehr die Berufung der Kläger zurück und bestätigte damit das erstinstanzliche Urteil. Zur Begründung führte es aus:

Nach der Beweisaufnahme spreche zwar alles dafür, dass die Kindesmutter während der beiden Schwangerschaften Alkohol zu sich genommen habe. Das Gericht könne aber durch die Beweisaufnahme nicht die Überzeugung gewinnen, dass die beiden Jugendamtsmitarbeiterinnen dies wussten oder hinreichend sichere Anzeichen hierfür hatten. Die Kindesmutter habe nicht bestätigt, dass sie den Jugendamtsmitarbeiterinnen den Alkoholkonsum mitgeteilt habe. Ihre gegenteilige frühere schriftliche Angabe sei falsch, sie habe plausibel geschildert, wie es dazu gekommen war. Auch in Zusammenhang mit der Aussage des leiblichen Vaters könne das Gericht keine hinreichend sichere Feststellung treffen, dass den Jugendamtsmitarbeiterinnen der Alkoholkonsum bekannt war. Denn es komme auch in Betracht, dass der für die Jugendamtsmitarbeiterinnen erkennbar schlechte gesundheitliche Zustand der Kindesmutter auf andere gravierende, ihnen bekannte und den Klägern auch offen gelegte Erkrankungen zurückzuführen war. Andere Beweismittel kämen nicht in Betracht, insbesondere sei die von den Klägern beantragte Beiziehung der Jugendamtsakte betreffend ein weiteres, älteres Kind der Kindesmutter aus rechtlichen Gründen nicht zulässig. Da die Kläger die Beweislast für ihre Behauptung trügen, die Jugendamtsmitarbeiterinnen hätten den Alkoholkonsum gekannt, diesen Beweis aber nicht hätten führen können, sei ein Schadensersatzanspruch gegen die beklagte Stadt nicht gegeben.

Das Oberlandesgericht hat die Revision nicht zugelassen. Hiergegen kann Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eingelegt werden.

Urteil vom 21.5.2014, Aktenzeichen 1 U 305/12
(vorausgehend LG Frankfurt am Main, Urteil vom 10.10.2012, Aktenzeichen 2-04 O 240/11)

Quelle: Pressemitteilung des OLG Frankfurt am Main vom 22.05.2014

 

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„Trauma erkennen und verstehen“ vom 15.–17.09. in Frankfurt/Main

Posted on Mai 20, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Fachkräfte aus Jugendämtern, Schulen und Beratungsstellen, Kitas und Horten und alle am Thema Interessierten informiert Referentin Lydia Weyerhäuser in einem Seminar des Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V. am 15.–17.09. in Frankfurt/Main über das Thema „Trauma erkennen und verstehen„.

Ziel ist die Sensibilisierung für und Vermittlung von Basiswissen zu psychischen Traumata. Wie entstehen sie, wie kann man sie erkennen, was sind die Folgen für die Lebensplanung?

In der Sozialen Arbeit werden wir manchmal mit Menschen – Kindern, Jugendlichen wie auch Erwachsenen – konfrontiert, die tief greifende traumatische Erfahrungen in ihrem Leben machen mussten. Seien es Vernachlässigung oder Verlassenwerden in der Kindheit, körperliche oder sexuelle Gewalt, Vertreibungs-, Kriegs- oder Fluchterfahrungen. Einmalige Erlebnisse oder lang andauernde, als Betroffene oder als Zeug/-innen. Das, was alle empfinden, ist immer gleich: Mein Leben ist jetzt unmittelbar bedroht. Nichts wird mehr so sein, wie es war.
Das Ausmaß dieser Erfahrung(en) und die nachhaltigen Folgen für die weitere Lebensplanung werden dabei häufig unterschätzt.
Die Symptomvielfalt und unterschiedliche Art und Weise der Ausprägung posttraumatischer Folgeerkrankungen erschweren häufig die Diagnose und damit die Behandlung.

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Kreis Offenbach startet Pflegeeltern Kampagne

Posted on Mai 14, 2014. Filed under: Bewerber, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Foto: Kreis Offenbach

Kinder sind die schwächsten und schutzwürdigsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Immer wieder entsteht die Situation, dass Kinder nicht in ihren Familien leben können. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von Vernachlässigung über Suchtprobleme der Eltern bis hin zur Gewalt in der Familie. Schon seit langem setzt die moderne Jugendhilfe darauf, Heimaufenthalte weitestgehend zu vermeiden und stattdessen für die betroffenen Kinder ein vorübergehendes oder dauerhaftes Zuhause zu finden.

„Pflegeeltern sind daher zu einem unverzichtbaren Baustein in der Jugendhilfe geworden“, erklärt dazu die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach Claudia Jäger, „denn sie bieten Kindern die Möglichkeit in einem familiären Umfeld aufzuwachsen. Die Entscheidung zur Pflegelternschaft ist allerdings nicht leicht und darum wollen wir in den kommenden Wochen mit einer Informationskampagne verstärkt auf das Thema aufmerksam machen. Mit Informationskarten und Plakaten sowie im Internet und über die Medien wollen wir interessierte Menschen für das komplexe Thema sensibilisieren. Besonders freut es mich, dass sich auch die Kirchen bereitgefunden haben, das Informationsmaterial auszulegen, das auf unseren Informationstag am 26 Juni im Kreishaus hinweist.“

108 Mädchen und Jungen werden im Kreis Offenbach zurzeit als Pflegekinder in 87 Familien in Vollzeitpflege betreut. Hier verbleiben die Kinder meist in einer Familie, bis sie junge Erwachsene sind. Grundsätzlich gibt es zwei ganz unterschiedliche Modelle einer Pflegeelternschaft, zum einen die Bereitschafts- und zum anderen die Vollzeitpflege. In die Bereitschaftspflege werden Kinder vom Säuglings- bis zum Alter von maximal drei Jahren auf Zeit betreut. Sie verbleiben manchmal nur wenige Tage, höchstens allerdings ein Jahr, in den verschiedenen Betreuungsfamilien. Zielsetzung ist es, in dieser Zeit eine Entscheidung zu treffen, wie sich die Zukunft der Kinder dauerhaft gestalten soll. Im Fokus steht dabei immer das Kindeswohl, das die absolut oberste Priorität hat. Aktuell sind elf Kinder im Kreis in Bereitschaftspflege.

Gerade in diesem Bereich werden dringend noch Pflegefamilien gesucht. Lediglich acht Familien stehen aktuell im Kreis bereit, um solche Kinder im Notfall aufzunehmen und zu betreuen. „Auch hier hoffen wir, weitere Familien zu finden“, so Claudia Jäger.

Potentielle Pflegeltern erhalten zudem professionelle Unterstützung. „Unser Pflegekinderdienst“, erklärt Claudia Jäger, „bietet eine intensive Vorbereitung, eine regelmäßige Beratung durch persönliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Fachdienst Jugend, Familie und Soziales. Außerdem ist der Austausch mit anderen Pflegeeltern möglich.“ Natürlich wird auch der finanzielle Aufwand mit einem Pflegegeld erstattet.

Ganz wichtig ist für Pflegeeltern, dass sie Spaß und Freude am Umgang mit Kindern haben, über ausreichend Zeit und Platz für das Zusammenleben mit einem Kind verfügen und bereit sind, mit dem Fachdienst Jugend, Familie und Soziales und den leiblichen Eltern immer im Interesse des Kindes zusammen zu arbeiten. Darüber hinaus sollten sie bereits Erfahrungen gemacht haben, dass Krisen zum Leben gehören und ihre eigene Persönlichkeit als stabil und belastbar einschätzen.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass das ‚Ja‘ zur Pflegeelternschaft sehr wohl überlegt sein will, denn es bedeutet immer gravierende Veränderungen in der aufnehmenden Familie. „Aber“, hofft Claudia Jäger, „vielleicht trägt die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in den kommenden sechs Wochen dazu bei, dass sich interessierte Menschen mit dem Gedanken auseinandersetzen, doch einem Kind ein vorübergehenden Zuhause zu schaffen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Pflegeeltern zeigen immer wieder, dass diese Beziehung von Geben und Nehmen auf Dauer für alle Beteiligten das Beste sei.

Jäger machte abschließend nochmals klar, dass der Kreis Offenbach die Eltern auch nach der Aufnahme eines Kindes „keineswegs alleine lässt“. Denn oft müssen die Kinder eine schwierige familiäre Vergangenheit verarbeiten. Sie müssen den Wechsel von Bezugspersonen verkraften. Und sie spüren sicher oft auch einen Teil der Verunsicherungen, die durch die Konfrontation der aktuellen Eltern mit schwierigen leiblichen Eltern, mit Behörden, Vormündern, Familiengerichten und Gutachtern entstehen.

„Wer das alles weiß, hat sicher Verständnis für die ein oder andere schwierige Reaktion oder spezielle Verhaltensweisen seines Pflegekindes, die mit viel Liebe, Verständnis und Professionalität ausgeglichen werden müssen“, so Jäger abschließend. „Pflegeeltern im Kreis Offenbach bekommen vor diesem Hintergrund jede nur erdenkliche Unterstützung, die sie benötigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Offenbach haben deshalb auch immer ein offenes Ohr für die Pflegefamilie, wenn es um Probleme, Ängste und Sorgen, aber auch um Ideen und Verbesserungsvorschläge, geht.“

Wer Interesse daran hat, als Pflegefamilie vorübergehend oder auf Dauer ein Kind aufzunehmen, kann sich an den Kreis Offenbach, Fachdienst Jugend, Familie und Soziales, Pflegekinderdienst, Werner-Hilpert-Straße 1 in 63128 Dietzenbach wenden. Ansprechpartnerin ist Ingrid Kraus, Telefon 06074/8180-3304, E-Mail: i.kraus@kreis-offenbach.de.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Offenbach vom 13.05.2014

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“Vollzeit-Pflegefamilie – Was spricht dafür, was sollte man wissen?” am 08.05. in Frankfurt/Main

Posted on April 7, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

In einem Kurs des Zentrum Familie in Frankfurt/Main klärt Sabine Willmann-Ilgner am 08.05. über die Frage auf “Vollzeit-Pflegefamilie – was spricht dafür, was sollte man wissen?

Ungewollt kinderlose Paare, die eine Familie gründen möchten, haben neben der Adoption die Möglichkeit, als Pflegefamilie einem Kind dauerhaft ein Zuhause zu geben. Wie sind die Rahmenbedingungen für Pflegefamilien und wie unterscheidet sich der rechtliche Status zur Adoption? Wie ist der Kontakt zu den leiblichen Eltern und wie ist die Begleitung durch das Jugendamt? Verschaffen Sie sich einen Überblick, der Ihren persönlichen Entscheidungsprozess erleichtern kann.

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Bilanz und Pläne der Adoptionsvermittlungsstelle Stadt Fulda und Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg

Posted on April 1, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen |

Die Osthessen News berichten im Artikel „Erfolgreiche Adoptionsvermittlung: 32 Kinder aus In- und Ausland fanden neue Eltern“ vom 01.04.2014 von der Arbeit der gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Stadt Fulda sowie der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg.

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“Familien mit psychisch kranken Elternteilen – Schwerpunkt Borderline-Persönlichkeitsstörung” am 19./20.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 18, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. bietet am 19./20.05. u.a. für Fachkräfte aus dem Pflegekinderwesen den Kurs “Familien mit psychisch kranken Elternteilen – Schwerpunkt Borderline-Persönlichkeitsstörung” mit Dipl. Psychologe Bernd Abendschein in Frankfurt/Main an.

Das Seminar will informieren und sensibilisieren für das Störungsbild der Persönlichkeitsstörungen, insbesondere der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (Borderline-Persönlichkeitsstörung)

Es werden die typische Symptomatik der betroffenen Menschen herausgearbeitet, welche vor allem verschiedene Bereiche der Emotionsregulierung, der Impulsivität und des Beziehungsverhaltens betreffen.

Das häufig spezifisch beeinträchtigte und auffällige Interaktionsverhalten des betroffenen Elternteils gegenüber den eigenen Kindern, mögliche Gefährdungen und sich häufig daraus ergebende Verhaltensauffälligkeiten der Kinder in den verschiedenen Altersstufen werden ebenso Thema sein. Es werden bezogen auf die Jugendhilfe praxisnah und ausführlich mögliche Hilfe- und Beratungsansätze für die betroffenen Familien dargestellt. Dabei werden den spezifischen Herausforderungen wie „Fallen“ in der Kommunikation und „Einladungen“ der betroffenen Klientengruppe zum „Mitagieren“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Methoden:
Impulsvorträge, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, Falldarstellungen, Supervision

Es können eigene Fallanliegen eingebracht werden.

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„Systemische Beratungsansätze in der Kinder- und Jugendhilfe“ am 05./06.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 16, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen |

Das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. bietet am 05./06.05.2014 u.a. für Fachkräfte aus dem Pflegekinderwesen den Kurs „Systemische Beratungsansätze in der Kinder- und Jugendhilfe“ mit Dipl. Psychologe Bernd Abendschein in Frankfurt/Main an.

Systemische Beratung findet immer mehr Einzug in die soziale Arbeit von Jugendämtern, freien Trägern von Jugendhilfe und Beratungsstellen.
Das Seminar soll – ohne erweiterte Vorkenntnisse vorauszusetzen – in systemisch orientierte Beratungsansätze einführen und praxisnah verschiedene Anwendungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vermitteln. Es werden sowohl systemische Gesprächsführungen als auch verschiedene Interventionsmethoden bezogen auf den spezifischen Arbeitskontext der Kinder- und Jugendhilfe vermittelt und eingeübt. Auch die Prozessgestaltung im Sinne von Auftrags- und Zielklärung, Beginn und Ende der Hilfen wird Thema des Seminars sein.

Inhalt:

  • Aneignung systemischer Denk- und Verhaltensweisen im Umgang mit einzelnen, Gruppen und Familien
  • Erlernen und Anwenden systemischer Methodik im praktischen Tun der professionellen Arbeit
  • Beziehungen und Beziehungsgestaltung
  • Systemische Gesprächsführung: Joining, Reframing, zirkuläre Fragetechniken, lösungs- und ressourcenorientiertes Fragen
  • Methoden: Reflektierendes Team, Genogramm, Skulpturarbeit

Methoden:
Methodenpräsentation, Impulsvorträge, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, Falldarstellungen, Supervision

Es können eigene Fallanliegen eingebracht werden.

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„Irgendetwas geht immer – Stabilisierungsarbeit in der Inobhutnahme“ am 14.-16.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 15, 2014. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Vom 14.-16.05. können Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Erziehungshilfe aus dem Bereich der (stationären) Inobhutnahme und Bereitschaftspflegeeltern in Frankfurt/Main an der IGfH-Fortbildung „Irgendetwas geht immer – Stabilisierungsarbeit in der Inobhutnahme“ unter der Leitung von Lutz Bohnstengel und Graham Lewis teilnehmen.

Kinder und Jugendliche sind in der krisenhaft zugespitzten Ausnahmesituation der Inobhutnahme in großem Maße darauf angewiesen, von den Fachkräften Hilfe in Form von Halt und Orientierung zu bekommen. Für eine Akutstabilisierung sind verschiedene Aspekte der Alltagsplanung, der Partizipation, der Erklärung und Einordnung von kindlichen und jugendlichen Symptomen sowie die Erläuterung von relevanten Zusammenhängen erforderlich. Für eine Stabilisierungsarbeit, die über die akute Phase hinaus geht, müssen aber noch andere Interventionen der Fachkräfte hinzutreten, die die Stress-Coping-Strategien und Selbstberuhigungsfähigkeiten der Kinder und Jugendlichen aktiv entwickeln und ausbauen.

Im Workshop werden wesentliche Stabilisierungstechniken vermittelt und erprobt. Klarheit, Ruhe, sichere Entschlossenheit und Transparenz werden als Haltung angestrebt. Themen sind: Psychoedukation der Betroffenen und Angehörigen, psychodynamische Deutung und Einordnung von Symptomen, Erarbeitung des Notfall-Koffers, Dissoziations-Stopp und Ressourcen-Arbeit in Form von Positive-Life-Event-Arbeit, Imaginationen und Selbstfürsorge.

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„Vorbereitung auf eine Auslandsadoption“ ab 05.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 5, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vorbereitung auf eine Auslandsadoption“ heißt ein dreiteiliger Kurs des Zentrums Familie mit Maria Tepper im Zeitraum 05.- 19.05. in Frankfurt/Main.

Paare, die ein Kind aus dem Ausland adoptieren wollen, haben neben den generellen Fragen zur Adoption auch noch spezielle Aspekte zu bedenken. Mit diesem Angebot erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit , sich einen Überblick zu verschaffen über das Verfahren und die Arbeit der verschiedenen Vermittlungsagenturen. Darüber hinaus können sie gemeinsam mit anderen Paaren persönliche Unsicherheiten und Fragen bearbeiten, die im Laufe des Entscheidungsprozesses aufgetaucht sind:

  • Traue ich mir zu, ein zumeist älteres Kind in Deutschland zu integrieren?
  • Wie gehen wir mit der Kultur des Heimatlandes um, wie mit der Sprache?
  • Wie mache ich mein Kind und mich selbst stark gegen diskriminierende Reaktionen im sozialen Umfeld?

An drei Abenden wird diskutiert, werden kreative Methoden eingesetzt und erfahrene Adoptiveltern einladen.

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Gruppenangebot in Frankfurt/Main für Eltern, deren Kind in einer Adoptiv- oder Pflegefamilie lebt

Posted on März 1, 2014. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Bereits seit 2001 bietet die Kinder-, Jugend-, Elternberatung Beratungsstelle Gallus jährlich kostenlose Seminartage für Eltern an, deren Kind in einer Adoptiv- oder Pflegefamilie lebt. Die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen ermutigt die Leiterinnen Eva Ris und Sabine Kiy-Kania diese Arbeit fortzusetzen. Im Zentrum ihrer Arbeit mit den Eltern steht die Frage, was sie als Eltern, die nicht mehr mit ihren Kindern zusammenleben, dennoch für deren positive Entwicklung tun können.

Wichtige Aspekte sind:

  • die Verantwortungsübernahme für die Gründe, die zur Trennung von den Kindern geführt haben,
  • die Kinder von dem strukturell angelegten Loyalitätskonflikt zu entbinden, indem sie Ihnen die innere Erlaubnis geben, sich in der neuen Familie „niederzulassen“,
  • die eigene Rolle zu finden im komplizierten Gefüge zweier Familien und verschiedener beteiligter Fachdienste.

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Forum Bereitschaftspflege I am 05.04. in Frankfurt/Main

Posted on Februar 17, 2014. Filed under: Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 05.04.2014 bietet das Forum Bereitschaftspflege für Bereitschaftspflegepersonen in Frankfurt/Main die Fortbildung „Vernarbte Seelen – Traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit und deren Folgen“ mit den Referentinnen Astrid Hollmann und Isabel-Theres Spanke an.

Die Anmeldefrist läuft bis zum 17.03.

Veranstaltungsflyer

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Artikel über Erfolg nach 17-jähriger Wurzelsuche

Posted on Februar 15, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der Artikel „17 Jahre gesucht: Adoptivkind aus Rotenburg fand leibliche Mutter“ von HNA.de vom 15.02.2014 berichtet vom Erfolg der langen Suche einer 41-jährigen Adoptierten nach ihrer Herkunftsfamilie. Sie erfuhr den Aufenthaltsort ihrer leiblichen Mutter über den Suchdienst des Roten Kreuzes.

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