Saarland

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2018

Posted on September 16, 2017. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Finanzielles, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Am 12.09.2017 verabschiedete das Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge die Empfehlungen zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2018.

1. Einleitung
Der Deutsche Verein überprüft regelmäßig die Höhe der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege für die Kosten für den Sachaufwand sowie für die Kosten für die Pflege und Erziehung des Kindes oder Jugendlichen und passt sie einer eventuellen Steigerung der Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte an. Zudem prüft er, ob Änderungen der Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung bzw. der Rentenversicherung erfolgt sind, die zu einer Anpassung seiner Empfehlungen führen.

2. Hinweise zur Bemessung der Pauschalbeträge in Bezug auf die Kosten für den Sachaufwand
In den „Weiterentwickelten Empfehlungen des Deutschen Vereins für die Bemessung der monatlichen Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII)“ aus dem Jahr 2007 hat der Deutsche Verein die grundlegenden Prinzipien der Berechnung dargestellt. Datengrundlage ist eine Sonderauswertung der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) durch eine Expertengruppe des Statistischen Bundesamts zu Konsumausgaben für Kinder.

Vollständige Empfehlung/Stellungnahme vom 12.09.2017 [PDF, 110 KB]

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Wie steht es mit der Alterssicherung von Pflegeeltern? Zwischenergebnis der PFAD-Umfrage

Posted on Juli 2, 2017. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Finanzielles, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Versicherungen | Schlagwörter: |

logoDer PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. hat die ersten Fragebögen seiner Umfrage zur Alterssicherung von Pflegeeltern ausgewertet. Sie kamen von 86 % Pflegemüttern und 14 % Pflegevätern im Alter von 37 bis 64 Jahren, die zwischen einem und 35 Jahren als Pflegeeltern tätig sind.

Das Zwischenergebnis ergab, dass 65 % der Pflegeeltern über den Zuschuss zur Altersvorsorge von ihrem Jugendamt informiert wurden. Den Zuschuss in Anspruch nehmen 66 % der Pflegeeltern. Nur bei 34 % der Pflegeeltern entspricht der Zuschuss den Empfehlungen des Deutschen Vereins in Höhe von 42,53 Euro. 32 % berichten, dass er niedriger liegt. 24 % erhalten den Zuschuss pro Pflegefamilie und nicht wie empfohlen pro Pflegekind. Die Riesterzulage für Pflegekinder wird nur von der Hälfte der Pflegeeltern in Anspruch genommen.

Für die Betreuung eines Pflegekindes ganz oder teilweise für einen gewissen Zeitraum zuhause zu bleiben, sehen 89 % der Pflegeeltern als erforderlich an. In 59 % der bisher ausgewerteten Fälle war dies auch der Wunsch des Jugendamtes. 70 % der Pflegeeltern – überwiegend Pflegemütter – haben ihre Berufstätigkeit teilweise oder ganz unterbrochen. Ihr erwartbarer Rentenbetrag ist verringert. Geringfügige Beschäftigungen und Teilzeittätigkeiten fangen diesen Nachteil nur sehr begrenzt auf.

Bitte nehmen auch Sie teil an unserer Umfrage! Umso fundierter wird das Endergebnis!

zum Fragebogen

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„Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ am 28.09. in Saarbrücken

Posted on Juni 28, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Schule, Veranstaltungen |

logoÜber die „Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ referiert Irmela Wiemann am 28.09. in Saarbrücken für das Landesjugendamt Saarland.

Schwerpunkte dieser Tagung sind die Vermittlung von

  • Hintergründen zu der Lebenssituation betroffener Kinder,
  • Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder nach seelischen Verletzungen,
  • Interventionsstrategien und die Diskussion der Fragen:
    • Welche Hilfen benötigen diese Kinder, damit sie gestärkt und stabilisiert werden können?
    • Können pädagogische Fachkräfte in Gruppen und Schulklassen im Alltag auf die gezeigten Probleme der Kinder konkret reagieren?

nähere Informationen (S. 41)

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PFAD: Umfrage zur Alterssicherung von Pflegeeltern

Posted on Februar 7, 2017. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Finanzielles, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Durch Anklicken kommen Sie zum Fragebogen

PFAD möchte durch eine schriftliche Umfrage unter Vollzeitpflegeeltern einen deutschlandweiten Überblick gewinnen, z. B. über

  • den Grad der Information von Pflegeeltern über die möglichen Zuschüsse zu ihrer Rente,
  • die Höhe der von den Kommunen tatsächlich gewährten Zuschüsse,
  • deren Inanspruchnahme
  • sowie berufliche Nachteile (und damit Rentennachteile) von Pflegeeltern durch ihr Engagement.

Bitte helfen Sie uns durch Ihre zahlreiche Beteiligung, eine aussagekräftige Datenbasis zu schaffen, um besser für Ihre Interessen eintreten zu können. Bitte senden Sie uns Ihren beantworteten Fragebogen zurück.

zum Fragebogen „Alterssicherung von Pflegeeltern“

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Jahrestagung der GZA für Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstellen

Posted on November 23, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 15. und 16. November 2016 kamen 82 Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter und freier Träger aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland zusammen, um an der Jahrestagung der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen (GZA) mit dem Titel „Das Adoptionsviereck – Rechte der Beteiligten – Haltungen der Vermittlungsstellen“ teilzunehmen.

Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, hieß die Fachkräfte willkommen und betonte in seinem Grußwort, dass sich die Adoptionsvermittlung ausschließlich am Kindeswohl zu orientieren habe. Er wisse, dass die Adoptionsvermittlungsstellen in den letzten Monaten häufig mit Wünschen von Bürgerinnen und Bürgern befasst waren, die ein geflüchtetes Kind oder einen unbegleiteten, ausländischen Jugendlichen adoptieren wollten.

„Insbesondere der Wunsch, vielen Flüchtlingskindern eine langfristige Perspektive in Deutschland über eine Adoption zu ermöglichen, ist verständlich, aber häufig der falsche Ansatz. Vielmehr geht es darum, Perspektiven aufzuzeigen, die auch unter Umständen eine Rückkehr ins Heimatland oder eine Familienzusammenführung ermöglichen. Hier hat die Jugendhilfe eine besondere Aufgabe“, erläuterte Placzek.

Den ersten Fachvortrag hielt Dr. Rainer Kemper, Dozent für Familienrecht und Mitautor des Rechtskommentars „Adoptionsrecht“. Er gab einen Überblick über die Interessen der einzelnen Beteiligten im Adoptionsverfahren und zeigte auf, wo die Rechte der abgebenden Eltern, des Kindes und der Adoptiveltern im Gesetz zu finden sind und wie diese im Adoptionsprozess beachtet werden müssen. Zudem referierte er über die Ansprüche adoptierter Menschen bei der Suche nach ihrer Herkunft.

Anschließend nahm die Sozialarbeiterin und systemische Therapeutin Eva Ris Situationen der abgebenden Eltern in den Blick. Ihr Vortrag mit dem Titel „Abgebende Eltern – Rabeneltern? Über die Herausforderung die Entscheidung zu achten und zu respektieren“ zeigte sie auf, welche Gefühle die abgebenden Eltern nach der Freigabe ihres Kindes zur Adoption oft lebenslang begleiten und wie man mit den Herkunftseltern auch nach der Adoption arbeiten kann.

Karin Dymale-Eckert, pädagogische Fachkraft in der GZA, berichtete am Ende des ersten Tages über Arbeitsschwerpunkte der GZA und ging auf Entwicklungen in verschiedenen Herkunftsländern von Adoptivkindern ein.

Den zweiten Tag begann Frau Birgit Zeller, Leiterin des Landesjugendamts und Abteilungsleiterin im LSJV. Sie stellte die aktuellen Entwicklungen bei der SGB VIII-Reform vor. Iris Egger-Otholt, die Leiterin der GZA, schloss sich mit ihrem Vortrag über aktuelle Entwicklungen im Bereich des Adoptionswesens und über den Reformbedarf im Adoptionsrecht an. In diesem Zusammenhang stellte sie die Arbeit der GZA in bundesweiten Gremien vor und präsentierte den Fachkräften einen Ausblick darauf, was sich bei der angestrebten Reform des Adoptionsvermittlungsrechtes alles ändern könnte.

GZA-Kollegin Victoria Felsberg brachte den Fachkräften anhand von best-practice-Beispielen die Aktenführung, Aktenaufbewahrung und den adoptionsspezifischen Datenschutz näher.

Diplom-Psychologe Volker Büch stellte die Aufgabe der Eignungsprüfung von zukünftigen Adoptiveltern in den Mittelpunkt seines Beitrages. Er vermittelte den Teilnehmenden, welche Fähigkeiten und Ressourcen künftige Adoptiveltern benötigen, um der Erziehung von Adoptivkindern gerecht zu werden und deren Entwicklung angemessen zu begleiten. Er ging auf unterschiedliche Bewerbergruppen wie Stiefeltern, Verwandte als Adoptiveltern, Alleinerziehende oder Adoptiveltern mit leiblichen Kindern ein.

Am Ende der Tagung präsentierten die beiden Sozialarbeiterinnen des Jugendamtes Berlin-Mitte Kerstin Kubisch-Piesk und Heike Schlizio-Jahnke das Modell des Familienrates. Hierbei geht darum, dass Familien gemeinsam mit Verwandten, Freunden und weiteren Personen aus der Lebenswelt zusammen kommen und Ideen für die Lösungen ihrer Probleme entwickeln. Die Beteiligten entwickeln gemeinsam einen Plan, für den alle Verantwortung übernehmen. Bei diesem Prozess werden sie von fachkundigen Koordinatoren oder Koordinatorinnen unterstützt. Bevor die Veranstaltung endete entspannen sich intensive Diskussionen unter den Fachkräften, wie dieses Modell auch für Adoptivfamilien genutzt werden kann.

Cornelia Lange, Abteilungsleiterin im hessischen Sozialministerium verabschiedete die Teilnehmenden und fasste zusammen, dass die Tagung vieles angeboten hat, was die Fachkräfte mit in ihren Arbeitsalltag nehmen können und von dem sie hoffentlich noch lange profitieren.

Quelle: Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz vom 21.11.2016

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Beim Kauf von Spielzeug auf Nummer sicher gehen – Neuer Flyer gibt nützliche Hinweise

Posted on September 20, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland, Verschiedenes |

Allein in Deutschland ereignen sich rund 800.000 Unfälle jährlich, bei denen Kinder durch gefährliche Mängel an Spielzeug und anderen Produkten verletzt werden.

Der neue Flyer des Saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz möchte Verbrauchern wichtige Informationen für den Einkauf von sicherem Spielzeug an die Hand geben. Neben einer Checkliste mit nützlichen Hinweisen klärt die Broschüre auch über Symbole und Siegel auf, die den Einkauf von gutem Spielzeug erleichtern.

Der Flyer kann bestellt oder downgeloadet werden.

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„Kinder stark machen“ – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt ihre Mitmach-Initiative zur frühen Suchtvorbeugung auf bundesweiter Tour vor

Posted on April 30, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Veranstaltungen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Köln, 29. April 2016. Was kann ich tun, damit mein Kind gesund aufwächst? Wie schütze ich mein Kind vor den Risiken von Tabak, Alkohol oder Drogen? Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Eltern. Patentrezepte als Antworten gibt es nicht. Aber Erwachsene können viel dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen ein gesundes und suchtfreies Leben zu ermöglichen. Mit ihrer Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weitere Partner für die frühe Prävention gewinnen und beteiligt sich im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe 2016 an 20 Sport- und Familienveranstaltungen.

„Wenn Kinder frühzeitig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden, können sie sich zu selbstbewussten Jugendlichen entwickeln, die ihr Leben ohne Suchtmittel genießen wollen“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Erwachsene haben die Aufgabe, Kinder bestmöglich zu unterstützen, ihnen Vertrauen zu schenken, sie zu loben und ihnen Freiräume zu bieten, in denen sie sich als stark erleben können.“

Was Kinder alles können, wenn man ihnen diese Freiräume gibt, wird den Eltern im „Kinder stark machen“-Erlebnisland zum Tourstart am 01. Mai beim Kulturvolksfest in Recklinghausen eindrucksvoll vermittelt. An Mitmachstationen wie dem Niedrigseilgarten und dem Vertrauensparcours sowie auf der Spielbühne dreht sich alles um Mut, Anerkennung und Teamgeist. Viele der Herausforderungen können Erwachsene und Kinder gemeinsam meistern und erfahren so, was „stark sein“ alles bedeuten kann.

Das Informationsangebot der BZgA beschränkt sich dabei nicht nur auf das Thema Suchtprävention. Das BZgA-Beratungszelt im Erlebnisland bietet Müttern und Vätern auch Informationen rund um das gesunde Aufwachsen ihrer Kinder. Hierzu zählen die Untersuchungen zur Vorsorge und Früherkennung, U1 bis U9, ein ausreichender Impfschutz für die ganze Familie sowie gesunde Ernährung oder Medienkonsum.

Nach dem Tour-Auftakt in Recklinghausen ist „Kinder stark machen“ in diesem Jahr an 19 weiteren Stationen vor Ort. Das Finale der BZgA-Tour findet am 25. September beim Weltkindertag in Wettringen statt.

  • 01.05.2016  Recklinghausen, Kulturvolksfest
  • 21.05.2016  Markranstädt, Sächsischer Familientag
  • 22.05.2016  Eisenach, Gesundheitstag
  • 29.05.2016  Pforzheim, Großer Kindertag
  • 05.06.2016  Erfurt, Kinderspielfest
  • 11.06.2016  Merseburg, Merseburger Schlossfest
  • 12.06.2016  Regensburg, KinderBürgerFest
  • 18.06.2016  Altenburg, Familien Spiel- und Sportfest
  • 26.06.2016  Coburg, FamilienTag beim YouCo-Festival
  • 03.07.2016  Bonn, Familienspielefest
  • 09.07.2016  Frankfurt a.M., FamilienSportFest
  • 10.07.2016  Mainz, Kinderfestival
  • 16.07.2016  Neumarkt i.d.OPf., KinderTurnOlympiade
  • 07.08.2016  Bremen, Bremer Kindertag
  • 14.08.2016  Seelze, Tag des Sports
  • 27. & 28.08.2016 Berlin, Tag der offenen Tür der Bundesregierung
  • 04.09.2016  Hannover, Entdeckertag der Region Hannover
  • 18.09.2016  Hamburg, Weltkinderfest
  • 18.09.2016  Köln, Weltkindertag-Fest
  • 25.09.2016  Wettringen, Weltkindertag

Informationen zur „Kinder stark machen“-Tour und weiteren Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Mitmach-Initiative der BZgA finden Sie unter www.kinderstarkmachen.de

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 29.04.2016

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Neue Machbarkeitsstudie zum Themenbereich „Adoptionen“ auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik

Posted on April 21, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

Vor dem Hintergrund der seit Jahren sinkenden Adoptionszahlen sowie des bestehenden (fach-)öffentlichen Interesses an der Thematik hat die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Form einer Machbarkeitsstudie analysiert, welche Möglichkeiten der raumbezogenen Auswertung der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik zu Adoptionen in Deutschland bestehen.

zur Machbarkeitsstudie zu bundesweiten raumbezogenen Datenauswertungen zum Themenbereich „Adoptionen“ auf der Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik – „Adoptionsatlas Deutschland“

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Sozialministerium und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) starten neues saarlandweites Gastfamilienprogramm für unbegleitete minderjährige Ausländer

Posted on Februar 23, 2016. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Das saarländische Sozialministerium sucht Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Ausländer und hat dazu gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen ein Gastfamilienprogramm ins Leben gerufen.

Ab sofort wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) das neue Programm saarlandweit koordinieren und betreuen. „Mit diesem Programm wollen wir den unbegleiteten minderjährigen Ausländern (umA) die Chance eröffnen, in einer saarländischen Familie aufzuwachsen  und sich in ihrer neuen Heimat wohlzufühlen“, sagte Sozialministerin  Monika Bachmann.

Die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, Gaby Schäfer, ergänzt: „Der SKF bringt als anerkannter Trägerverein seit Jahrzehnten Pflegekinder und Pflegeeltern zusammen und betreut diese auch. Diese langjährige Erfahrung wollen wir in dieses neue Projekt einbringen, um den Jugendlichen in einer Familie Geborgenheit und entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.“

Der SkF hat zur Durchführung des Programms eine Gastfamilienberatungsstelle eingerichtet. Interessierte Familien aber auch Einzelpersonen werden durch den betreuenden Fachdienst des SkF überprüft und beraten. In diesem Verfahren lernt die zuständige Fachkraft die Familien persönlich kennen und informiert sie über alle relevanten Themen und Fragen. Die Standards für Pflegefamilien müssen selbstverständlich erfüllt werden, das heißt die potentiellen Pflegepersonen müssen gesicherte finanzielle Verhältnisse vorweisen, über ausreichend Wohnraum verfügen und außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis sowie ein medizinisches Attest vorlegen.
Ziel soll es sein, den jungen Flüchtlingen innerhalb einer Familie ein sicheres Zuhause zu bieten und den Integrationsprozess zu fördern. „Durch das miteinander Leben und Wohnen werden die Jugendlichen Teil einer Familie und lernen sowohl unsere Kultur als auch unsere hiesigen Werte und Normen kennen“, erklärte Bachmann. „Dies erleichtert zum Beispiel auch den Spracherwerb enorm.“

Für die optimale Umsetzung des Programms ist eine zuverlässige und auf Vertrauen basierende Kooperation zwischen der zuständigen Fachkraft des SkF und der Familie auf der einen, als auch dem Jugendlichen auf der anderen Seite, während der gesamten Unterbringungszeit von zentraler Bedeutung. Das erste Seminar mit Familien, die sich bereits im Bewerberverfahren befinden, findet voraussichtlich am 5. März 2016 statt. Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie mit rd. 42.000 Euro finanziell gefördert.

Interessierte Familien und Einzelpersonen, die sich vorstellen können, einen jungen Flüchtling bei sich aufzunehmen, wenden sich bitte an den SkF Saarbrücken.

Sozialdienst kath. Frauen e.V.
Richard-Wagner-Straße 17
66111 Saarbrücken
Tel. 0681/936259-0
E-Mail: sekretariat@skf-saarbruecken.de

Ansprechpartnerin:
Frau Amary Becker, Sozialarbeiterin B.A.
Telefon: 0681-936259-28
E-Mail: a.baecker@skf-saarbruecken.de

Quelle: Medien-Info des Saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 22.02.2016

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B-umF veröffentlicht Zahlen zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Bestand, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug

Posted on Februar 3, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fortbildung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) in Deutschland ist Ende Januar auf über 60.000 gewachsen. Hauptherkunftsländer im Jahr 2015 waren Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea und Somalia.

Mit dem Asylpaket II droht vielen UMF, dass Sie dauerhaft von ihren Eltern getrennt bleiben, da eine Einschränkung des Elternnachzugs zu befürchten ist.

Der Bundesfachverband umF hat aktuelle Zahlen zum Bestand, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug bei unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen ausgewertet. Die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst:

  • Während der Nachzug von Eltern zu UMF oft als Massenphänomen dargestellt, zeigen aktuelle Zahlen das faktisch kaum Eltern nach Deutschland kommen. Von Januar bis Dezember 2015 zogen lediglich 442 Eltern zu ihren minderjährigen Kindern nach.
  • Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist Ende Januar auf 60.162 gewachsen. Zusätzlich befinden sich 7.721 ehemalige UMF im Rahmen der Hilfen für junge Volljährige in der Zuständigkeit der Jugendhilfe. Am stärksten hat die Zahl der UMF in NRW zugenommen.
  • Quotenerfüllung: Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein können neueinreisende UMF an anderen Länder weiterverteilen. Aufnehmen müssen vor allem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Weitere Details zu Bestandszahlen, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug bei UMF finden Sie in der kompletten Pressemitteilung des B-umF vom 29.01.2016

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„Spiel mit dem Pflegekind – Bedeutung für die Bewältigung traumatischer Erfahrungen und als beziehungsstärkendes Element in der Pflegefamilie“ am 12.03. in Merzig

Posted on Januar 30, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Doris Buitinck wird am 12.03. in Merzig zum Thema „Spiel mit dem Pflegekind – Bedeutung für die Bewältigung traumatischer Erfahrungen und als beziehungsstärkendes Element in der Pflegefamilie“ referieren. Veranstalter ist die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit dem Kreisjugendamt des Landkreises Merzig-Wadern.

In dem Seminar erörtert die Referentin die Chance für ein Pflegekind, über das Spiel traumatische Erfahrungen zu bewältigen und die Sozialisation in die Pflegefamilie zu fördern.

nähere Informationen

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Bericht zur Fachtagung „Pflegekinder und Pflegeeltern mit Migrationshintergrund – Arbeit mit Herkunftsfamilien“

Posted on Juni 14, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Fachtagung „Pflegekinder und Pflegeeltern mit Migrationshintergrund – Arbeit mit Herkunftsfamilien“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland am 27./28. April 2015

70 teilnehmende Fachkräfte gingen am ersten Tag gemeinsam mit der Referentin Sabine Kriechhammer-Yağmur vom Paritätischen Wohlfahrtsverband der Frage nach, welche Herausforderungen und Chancen Familien mit Migrationshintergrund in ihrer täglichen Arbeit darstellen. Die Referentin präsentierte in ihrem Vortrag zunächst einige Zahlen und Definitionen, die bei der Beleuchtung der Thematik für die Pflegekinderhilfe von zentraler Bedeutung sind: 9.105 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund unter 27 Jahren waren 2008 als Vollzeitpflegekinder gemäß § 33 SGB VIII untergebracht. Dem gegenüber stand eine Zahl von 40.568 Pflegekindern in dieser Altersspanne ohne Migrationshintergrund. Angebote zur Förderung der Erziehungsfähigkeit und Rückkehr des Kindes in die Herkunftsfamilie werden für 22 Prozent der Familien ohne, aber nur für 5 Prozent der Familien mit Migrationshintergrund angeboten. Zahlen darüber, wie viele Pflegefamilien mit Migrationshintergrund bundesweit tätig sind, gibt es keine. Diese und andere Erläuterungen der Referentin machten deutlich, welche Aufgaben hier für die Pflegekinderhilfe noch zu leisten sind.

Als Definition des Begriffes „Menschen mit Migrationshintergrund“ wählte Sabine Kriechhammer-Yağmur den im Mikrozensus von 2003 verankerten Begriff: „Alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.“ Auf dieser Grundlage sind die beiden stärksten Migrationsgruppen die Aussiedler bzw. Spätaussiedler vorwiegend aus der Russischen Föderation (3,1 Millionen) sowie 2,5 Millionen Menschen aus der Türkei.

Um zu verdeutlichen, welche Menschen sich hinter dem Begriff verbergen und welche Familien oder Einzelpersonen nach Deutschland kommen und kamen, stellte die Referentin folgende Gruppen vor:

  • Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • Angehörige von Pflegeberufen
  • Saisonarbeiterinnen und -arbeiter
  • Manager
  • nachkommende Familienangehörige der gleichen oder anderer Nationalitäten,
  • augenblicklich sehr relevant: Flüchtlinge mit und ohne Anerkennung, mit Duldung oder mit Bleiberecht,
  • Studentinnen und Studenten
  • und nicht zuletzt auch illegal hier lebende Menschen.

Sabine Kriechhammer-Yağmur wies darauf hin, dass diese Menschen, die aus allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten kommen, ihre Weltanschauungen, Religionen, Kulturen, ethnische, nationale Herkunft und Sprachen mitbringen. Diese Personengruppe, so die Referentin, unterscheide sich wie deutsche Familien durch ihre Lebensentwürfe. Auch der Grad ihrer Verwurzelung in die deutsche Gesellschaft reiche von „Ich fühle mich noch immer als Fremde“ bis hin zu der Aussage „Ich bin hier Zuhause.“ Als Dilemma im Kontext der Betrachtung führte sie aus: „Durch den Prozess der Benennung als bestimmte Gruppe (Flüchtlinge, Frauen mit Migrationshintergrund) werden die Menschen erst zu „Anderen“ gemacht. Es werden also Gruppen konstruiert, die ggf. den notwendigen Blick auf das Individuum verstellen. Durch diese horizontale Differenzierung (das Nebeneinander verschiedener ethnischer Gruppen) wird die genauso notwendige vertikale Differenzierung (strukturelle Ungleichheit, Machtgefälle, etc.) vernachlässigt.“

Im Anschluss an diese eher grundsätzlichen Einführungen in die Thematik beschäftigte sich die Referentin mit den Themen Kultur, interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz. Sie legte Wert darauf, den Kulturbegriff als Beschreibung einer gemeinsamen Lebensweise oder als Deutungsmuster einer Gruppe zu beschreiben. Kulturen seien daher weder statisch noch einheitlich, sondern immer mehrdeutig und widersprüchlich. Die Schlussfolgerung ihrer Ausführungen zum Kulturbegriff lautete: in jeder Gesellschaft gibt es verschiedene Kulturen, die nichts mit dem Migrationshintergrund der Menschen zu tun haben. Jeder Mensch werde in bestimmte Kulturen geboren, andere suche er sich freiwillig. Menschen würden durch kulturelle Einflüsse geprägt, seien aber durchaus in der Lage sich von diesen zu verabschieden und andere Kulturen zu wählen. Ihr wichtigstes Fazit lautete: „Es begegnen sich nie Kulturen, sondern immer Menschen“.

Nach Ausführungen zu den interkulturellen Kompetenzen, die in der Pflegekinderhilfe notwendig wären, übermittelte Sabine Kriechhammer-Yağmur zum Abschluss ihrer Betrachtungen einen Ideenkatalog, der hilfreich ist für die Arbeit der Pflegekinderdienste mit Herkunftsfamilien mit Migrationshintergrund. Nützlich ist dieser auch in der Ausbildung und Schulung von Pflegefamilien mit Migrationshintergrund und beim sensiblen Umgang mit den Kindern in diesem Spannungsfeld. In den Rückmeldungen der Teilnehmenden wurde deutlich, dass die sehr umfangreichen und differenzierten Überlegungen der Referentin vor Ort Anregungen dafür sein können, Einzelfälle unter anderen Blickwinkeln zu gestalten oder Konzepte für eine migrationssensible Pflegekinderhilfe zu entwickeln.

Drei Referentinnen gestalteten den zweiten Tag der Fachtagung. Helga Heugel, Bereichsleiterin des Pflegekinderdienstes im Jugendamt Stuttgart, schloss mit ihren Ausführungen direkt an die Überlegungen der Referentin vom Vortag an. Sie stellte unter anderem gelungene Beispiele der Vermittlung von Pflegekindern mit Migrationshintergrund in Familien mit und ohne Migrationshintergrund vor, und beleuchtete unter den Stichworten „Was wir verändern wollen“, „Was wir versucht haben“, „Was wir erreicht haben“, „Was wir gelernt haben“ und „Was wir tun“ die konkrete Arbeit der Pflegekinderhilfe der Landeshauptstadt Stuttgart. Zum Erreichten gehörten unter anderem ein bewussterer Blick bei der Werbung, Schulung und Überprüfung von Pflegeeltern auf die Ressource Migrationshintergrund. Unter der Rubrik des Gelernten wies sie darauf hin, dass sie erfahren konnten, dass mehr interkulturelle Familien tätig sind, als von den Fachkräften eingeschätzt wurde, und dass die Arbeit mit Pflegefamilien unbedingt interkulturelle Kompetenz voraussetze. Unter der Rubrik „Was wir tun“ stellte sie dar, dass die Netzwerke der Pflegefamilien mit Migrationshintergrund und die daraus entstehenden Ressourcen aktiv genutzt werden. Außerdem, dass Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund zum Beispiel aus den ambulanten Hilfen in den Beratungskontext von Pflegefamilien einbezogen werden, und dass regelmäßig Fortbildungen zum Thema interkulturelle Kompetenz für die Fachkräfte aber auch für die Pflegepersonen durchgeführt werden. Die sehr anschaulichen und praxisnahen Ausführungen der Referentin stießen beim Fachpublikum auf große Resonanz.

Aus juristischer Sicht beleuchtete Diana Eschelbach, Doktorandin am Max-Planck Institut München und freie Mitarbeiterin des DIJuF Heidelberg, in ihrem Vortrag „Elternrechte – Was bleibt, was wechselt und warum?“ die Situation von Herkunftsfamilien, während und nach der Vermittlung des Kindes in die Pflegefamilie. Zwar ging auch Frau Eschelbach unter anderem unter dem Stichwort Religion des Kindes und Staatsangehörigkeit des Kindes auf möglicherweise mit dem Migrationshintergrund verbundene Aspekte ein. Andererseits schlug ihr Beitrag jedoch einen großen Bogen über alle relevanten rechtlichen Themen von Sorgerechtsentscheidungen bis zu Umgangsregelungen mit Herkunftseltern in der Pflegekinderhilfe.

Besonders hilfreich für die tägliche Arbeit in der Pflegekinderhilfe waren die sehr differenzierten Ausführungen der Referentin unter der Rubrik Beteiligung von sorgeberechtigten bzw. nichtsorgeberechtigten Eltern an der Hilfeplanung oder die Auflistung, welche Angelegenheiten des täglichen Lebens unter dem Begriff Alltagssorge zu subsumieren sind und daher von den Pflegeeltern für ihr Pflegekind getroffen werden können. In Abgrenzung hierzu ging sie auf die Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung ein, für die immer nur der Inhaber des Sorgerechts entscheidungsbefugt ist.

Auch mit der Frage, wer zum Vormund für ein Pflegekind bestellt werden kann, beschäftigte sich die Referentin grundlegend. Obwohl das Gesetz einen ehrenamtlichen Einzelvormund bevorzugt, werden 70-80 Prozent aller Vormundschaften für Pflegekinder im Jugendamt geführt. Entscheidend für die Bestellung von Pflegeeltern zum Vormund sei:

  • Dauer des Pflegeverhältnisses und weitere Perspektive,
  • Bindung an die Pflegeeltern,
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt,
  • Klärung des Umgangs mit den leiblichen Eltern,
  • Umgang mit Geschwisterkindern,
  • hinreichende Informationen für Pflegeeltern über vormundschaftliche Aufgaben,
  • akute Probleme sind gelöst bzw. abschließend bearbeitet.

Als Ausschlusskriterium nannte die Referentin: „Pflegeeltern stehen einem dem Kindeswohl dienlichen Kontakt zum Herkunftssystem ablehnend gegenüber.“

An die Ausführungen von Diana Eschelbach schloss sich inhaltlich, aber auch unter der Beachtung der Perspektive der Elternrechte in der Pflegekinderhilfe, der Vortrag von Sabina Langenohl, Diplom-Pädagogin und freie Mitarbeiterin der GEBIT in Münster, nahtlos an. Sie stellte das Modellprojekt zur Rückführung von Kindern aus der Jugendhilfe, welches sie mit neun Kommunen durchgeführt hat, vor. Langenohl ging neben den organisatorischen Vorgaben des Projektes zunächst auf die Frage ein, warum das Thema Rückführung von Kindern so bedeutsam ist, warum aber andererseits nur wenige geplante Rückführungen stattfinden. Die Teilnehmenden des Modellprojektes hatten sich mit Thesen beschäftigt, die auch während des Vortrages von Sabina Langenohl spannende und kontroverse Diskussionen auslösten. Unter der Überschrift „Ist das so?“ stellte die Referentin vier Thesen vor, die während des Projektes bearbeitet wurden.

  • „Man soll immer so lange wie möglich versuchen mit ambulanten Hilfen zu arbeiten.“
  • „Kinder brauchen Verlässlichkeit und Klarheit, müssen eindeutig wissen, wo sie in Zukunft leben werden.“
  • „Eltern, die Umgangskontakt unregelmäßig wahrnehmen, sind schlechte Eltern und zu unzuverlässig, um ein Kind großzuziehen.“
  • „Nach zwei Jahren in der Pflegefamilie hat das Kind Bindungen aufgebaut und es ist keine Rückführung mehr möglich.“

Schnell wurde klar, dass diese Thesen nicht uneingeschränkt so stehen bleiben können, sondern dass es am Einzelfall orientierte und differenzierte Betrachtungen geben muss.

Das Projekt, das Frau Langenohl vorstellte, führte übrigens nicht zur Entwicklung eines einheitlichen Konzeptes, sondern hatte unter anderem das Ergebnis, dass vor einer Rückführung eine sorgfältige Diagnostik zu erstellen ist und Kriterien gefunden werden müssen, um die Entwicklung des Einzelfalles einzuschätzen. Die Pflegekinderhilfe braucht Konzepte, die auf Rückführung ausgerichtet sind. Der gesetzliche Auftrag des § 37 SGB VIII muss von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher und freier Träger in der Jugendhilfe intensiv wahrgenommen werden.

Nach zwei Tagen, die eine Fülle von Basiswissen, aber auch neue Ideen und überlegenswerte Ansätze für die Pflegekinderhilfe vor Ort boten, bleibt zu hoffen, dass einige Anregungen konstruktiv umgesetzt werden.

Beate Fischer-Glembek

Quelle: LJA Info Ausgabe Juni 2015

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Herausforderung und Chance für die Pflegekinderhilfe

Posted on Mai 6, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Anlässlich der Jahrestagung für Fachkräfte der Pflegekinderdienste der Jugendämter und freien Träger fand am 27. und 28. April 2015 in Neustadt an der Weinstraße die diesjährige Fachtagung zum Thema „Pflegeeltern und Pflegekinder mit Migrationshintergrund, Arbeit mit Herkunftsfamilien“ mit über 70 Teilnehmenden aus den drei Bundesländern Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz statt.

nähere Informationen

Quelle: Newsletter LSJV Aktuell vom 06.05.2015

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Öffent­liche Hand gab 2013 rund 35,5 Milli­arden Euro für Kin­der- und Jugend­hilfe aus

Posted on Januar 23, 2015. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , , , , |

WIESBADEN – Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2013 insgesamt rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2012 um 10,2 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 32,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2012 entsprach das einer Steigerung um 10,2 %.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (65 %) entfiel mit rund 23,0 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, das waren 13,0 % mehr als 2012. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro wurden netto 21,4 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 13,2 % mehr als im Vorjahr.

Rund ein Viertel der Bruttoausgaben (25 %) – insgesamt mehr als 8,7 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,7 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 785 Millionen Euro.

Knapp 5 % der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,7 Milliarden Euro auf.

Quelle: Destatis vom 23.01.2015

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Statistisches Bundesamt zu Familien 2013: Ehepaare noch dominierend, aber rückläufig

Posted on Oktober 22, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im Jahr 2013 waren in Deutschland 70 Prozent der insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Ehepaare. Der Anteil der alleinerziehenden Mütter und Väter an allen Familien betrug 20 Prozent. Die restlichen 10 Prozent entfielen auf nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, zeigt sich ein Wandel der Familienformen: Im Jahr 1996 lag der Anteil der Ehepaare mit 81 Prozent noch deutlich höher. Dagegen gab es damals wesentlich weniger Familien mit Alleinerziehenden (14 Prozent) oder Lebensgemeinschaften (5 Prozent).

Basis dieser Ergebnisse ist der Mikrozensus, die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Als Familien gelten in der vorliegenden Analyse alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt. Zu den Kindern zählen dabei – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

Im Ländervergleich gibt es bei der Verteilung der Familienformen im Jahr 2013 erhebliche Unterschiede: In Baden-Württemberg war der Anteil der Ehepaare an allen Familien mit minderjährigen Kindern mit 78 Prozent am höchsten; in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen lag der Anteil der Ehepaare am niedrigsten (jeweils 51 Prozent).

Lebensgemeinschaften traten am häufigsten in Sachsen-Anhalt und Sachsen auf (jeweils 23 Prozent aller Familien), in Rheinland-Pfalz dagegen am seltensten (6 Prozent aller Familien). Die meisten Ein-Eltern-Familien lebten in Berlin: Dort waren knapp ein Drittel (32 Prozent) der Familien Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern. In Baden-Württemberg traf dies nur auf rund jede sechste Familie (16 Prozent) zu.

Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und aktuelle Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die Ergebnisse des Mikrozensus 2013 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 (Stichtag 09.05.2011) basieren. Die Mikrozensus-Hochrechnung für das hier dargestellte Vergleichsjahr 1996 beruht hingegen auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der Volkszählung 1987.

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 20.10.2014

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Jugendämter führten 2013 im Saarland 1 607 Gefährdungseinschätzungen für Kinder durch

Posted on August 20, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Die saarländischen Jugendämter führten im Jahr 2013 im Saarland 1 607 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Amt Saarland weiter mitteilt, waren das 171 Fälle bzw. 11,9 Prozent mehr als bei der im Jahr 2012 erstmals durchgeführten Erhebung über Verfahren gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung).

Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 117 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Bei 162 Verfahren konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Beide Werte liegen deutlich unter den Vergleichswerten von 2012 (161 bzw. 243). In 1 328 Fällen (2012: 1 032) kamen die Fachkräfte zu dem Ergebnis, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Dabei wurde in 613 Fällen aber ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf durch das Jugendamt festgestellt.

Fast zwei von drei Kindern (64 %), bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 12 Prozent der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas häufiger, nämlich mit einem Anteil von 20 Prozent, wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4 Prozent der Verfahren festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Saarland vom 20.08.2014

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Saarland: Zahl der Adoptionen im Jahr 2013 leicht angestiegen

Posted on August 7, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: |

Die Zahl der Adoptionen im Saarland ist im Jahr 2013 auf 53 Adoptionen angestiegen. Wie das Statistische Amt Saarland weiter mitteilt, waren dies 5 Fälle mehr als im Jahr 2012.

Gut zwei Fünftel der Fälle (23 bzw. 43 %) erfolgten durch Stiefeltern, also den neuen Partner oder die neue Partnerin des leiblichen Elternteils. 12 Kinder wurden durch Verwandte angenommen, 18 Kinder durch nicht verwandte Personen.

Fast 30 Prozent der im Jahr 2013 adoptierten Kinder waren unter drei Jahre alt. Hier zeigten sich Unterschiede beim Verwandtschaftsverhältnis der Kinder zu den Adoptiveltern: Bei Adoptionen von nicht verwandten Kindern lag der Anteil der unter Dreijährigen bei 73 Prozent.

Für eine Adoption vorgemerkt waren am Jahresende 2013 insgesamt 12 Kinder und Jugendliche. Das waren 19 junge Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen hat sich gegenüber 2012 leicht erhöht. In den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 96 Adoptionsbewerbungen (+ 9 %) vor. Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen acht mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Saarland vom 07.08.2014

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594 Inobhutnahmen im Jahr 2013 im Saarland

Posted on August 1, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2013 haben die saarländischen Jugendämter 594 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren 126 Minderjährige (- 17,5 %) weniger als 2012. Wie das Statistische Amt Saarland weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren insgesamt jedoch stark zugenommen. Gegenüber 2008 (345 Inobhutnahmen) stieg sie um fast 74 Prozent. Die bisher höchste Anzahl (720) wurde 2012 registriert.

Der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen war mit einem Anteil von 38 Prozent die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils. Weitere wichtige Anlässe sind die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (26 %) und die Vernachlässigung
(8 %).

Im Laufe des Jahres 2013 kamen 157 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze ins Saarland, deutlich mehr als im Jahr 2008 (4 Minderjährige), aber rund 30 Prozent weniger als 2012. Fast alle waren männlich.

Quelle: Statistisches Amt Saarland – Presse- und Informationsdienst vom 01.08.2014

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5.548 UMF im Jahr 2013 in Obhut genommen

Posted on Juli 25, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Nach einer Erhebung des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. im Jahr 2013 mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als im Vorjahr nach Deutschland gekommen.

zur Übersicht über die Inobhutnahmezahlen aus den Bundesländern für 2013

Quelle: Bundesverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 24.07.2014

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Landesjugendamt RLP: Fachtagung der Pflegekinderdienste 2014

Posted on Mai 29, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 07. und 08. Mai 2014 hatten 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen in öffentlicher und freier Trägerschaft die Gelegenheit, sich mit dem Thema „Eigene Kinder – Fremde Kinder- Geschwisterkinder, Passungen suchen und finden“ auseinander zu setzen.

Nach der Begrüßung durch Birgit Zeller, Abteilungsleitung des Landesjugendamtes, und Iris Egger-Otholt, Leitung des Referates 33, eröffnete Prof. Dr. Christine Köckeritz den fachlichen Diskurs mit einem Vortrag zur Frage: „Welche Eltern braucht das Pflegekind?“ Anhand von grundlegenden Betrachtungen bei der Auswahl von Pflegeeltern zeigte die Referentin, wie notwendig es ist, die besonderen Bedürfnisse des Pflegekindes im Einzelfall zu betrachten. Anschaulich wurde das mögliche Bindungsverhalten des Kindes im Zusammenhang mit den dadurch an die Pflegeeltern gerichteten Anforderungen thematisiert. Ein wichtiger Faktor ist hier, nach Einschätzung von Prof. Köckeritz, die professionelle Betreuung und Begleitung durch die Fachkräfte. Der Vortrag hinterließ bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele für die Praxis nützliche Überlegungsansätze.

Im Rahmen einer offenen Runde stellten Birgit Zeller, Iris Egger-Otholt und zwei Mitarbeiterinnen des Referates 33 Themen des Pflegekinderwesens aus dem Landesjugendamt vor. Iris Egger-Otholt berichtete vom aktuellen Stand der Empfehlungen für die Pflegekinderdienste und bat die Fachkräfte um deren Einschätzungen. Die Fachkräfte nutzten dieses Angebot zu einem regen Austausch. Beate Fischer-Glembek erläuterte die Arbeit der bundesweiten Arbeitsgruppe des DIJuF (Deutsches Institut für Jugend und Familie). Diese Gruppe von Experten des Pflegekinderwesens aller Bundesländer erarbeitet zurzeit ein Grundsatzthesenpapier zu den wünschenswerten Standards des Pflegekinderwesens bundesweit. Zuletzt wurde das aktuelle Thema der migrationssensiblen Pflegeverhältnisse angesprochen. Es wurden auf Einladung des DITIB (Türkisch islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) von Julia Mückusch-Radwer Vorträge vor Mitgliedern von muslimischen Gemeinden gehalten.

Den Nachmittag gestaltete Michaela Herbertz-Floßdorf, die einen Einblick in den Alltag von Regenbogenfamilien gab. Unter der Überschrift „Familie ist da, wo Kinder sind“ zeigte die Referentin anhand von Studien die möglichen Entwicklungs-tendenzen von Kindern und Pflegekindern bei Eltern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf. In einer lebhaften Diskussion tauschten sich die Fachkräfte über mögliche Ressourcen bzw. Fallstricke eines solchen Pflegeverhältnisses aus.

Am zweiten Tag erläuterte Dr. Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut in München die Bedeutung von Geschwistern aller Art für das Aufwachsen von Pflegekindern. Aus langjähriger Berufspraxis heraus präsentierte Dr. Kindler verschiedene Ansätze der Geschwisterunterbringung. Wieder wurde deutlich, dass es keine allgemeingültige Lösung bei einer Unterbringung gibt. Auch bei der Platzierung von Geschwisterkindern muss die Bedürfnislage der betroffenen Kinder im Einzelfall betrachtet werden. Mit viel Humor und aus reichhaltiger Erfahrung beantwortete Dr. Kindler noch weit über seinen Vortrag hinaus die Fragen der Fachkräfte.

Corinna Petri, Dipl. Sozialpädagogin an der Universität Siegen, rundete den zweiten Tag mit Einblicken aus der Forschung über die Erlebnisperspektive der Kinder ab. Anhand von Interviewsequenzen zeigte die Referentin sehr anschaulich, wie weit das Erleben der Kinder und die Intention der beteiligten Erwachsenen auseinander gehen können.
Zum Abschluss diskutierten die Fachkräfte grundsätzliche Haltungen zur Unterbringung von Geschwistern und sammelten konkrete Handlungsansätze für die tägliche berufliche Praxis.

Zusammenfassend wurde durch die vier Referenten ein großer Bogen über verschiedene Lebenswelten und Lebenskonstellationen von Kindern und Geschwisterkindern in der Pflegekinderhilfe geschlagen. Die Tagung gab viele Anregungen und die Fachkräfte zeigten durch ihre engagierte Mitarbeit und intensive Nachfragen, wie aktuell und facettenreich das Thema der Geschwisterbeziehung in die tägliche Arbeit einfließt.

Quelle: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 27.05.2014

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Brücken bauen zwischen Jugendämtern und der Türkisch-Islamischen Union

Posted on April 9, 2014. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland | Schlagwörter: , |

Das Projekt „Jugendämter: Von Problemzentrierung zur Chancenorientierung“ wird von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) bundesweit durchgeführt. Zentrales Ziel ist es, vorhandene Ängste und Vorurteile in den türkischen Gemeinden gegenüber den Jugendämtern abzubauen.

Eingeladen zum Seminar in Eisenberg waren die Imame und die Religionsbeauftragten der Moscheen sowie die Vorsitzenden von Frauen- und Jugendverbänden in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Mehr als 200 Personen waren der Einladung gefolgt. Der Schwerpunkt lag gemäß dem Wunsch des DITIB auf den Themen Inobhutnahme und Pflegekinderwesen. Da die Teilnehmenden nur wenig deutsch sprachen, wurde der gesamte Vortrag übersetzt.

Der Einstieg erfolgte mit den Begrüßungen der Vorsitzenden der beiden DITIB Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland, Rasim Akkaya und Yilmaz Yildiz. Der Religionsattache Ahat Tasci bezog sich in seiner Begrüßungsrede auf den Koran, wonach Kinder ihren Wurzeln nicht entzogen werden dürfen. Daher würden Kinder immer nach der Religion ihrer Herkunftsfamilie erzogen werden, so auch Kinder christlichen Glaubens, wenn diese in einer muslimischen Pflegefamilie betreut würden.

Nach einem Gebet stellte Ülkü Yildirim, Diplom-Pädagogin und Leiterin des Bundesprojekts, die Inhalte und Ziele vor. In Deutschland gebe es nur sehr wenige muslimische Pflegefamilien. DITIB möchte die Mitglieder der türkischen Gemeinden über die Aufgaben von Pflegefamilien informieren, mit dem Ziel, weitere muslimische Familien als Pflegefamilien gewinnen zu können.

Julia Mückusch-Radwer vom Landesjugendamt erläuterte zunächst ganz allgemein die Aufgaben eines Jugendamtes, erklärte die Inobhutnahme als Instrument des Kinderschutzes in akuten Krisen und beschrieb ausführlich die Aufgaben von Pflegefamilien und die Anforderungen, die an sie gestellt werden. Besonders wichtig war darauf hinzuweisen, dass das Beherrschen der deutschen Sprache von enormer Bedeutung für die Kooperation mit dem Jugendamt ist. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viele Fragen:

  • Bedarf es eines Gerichtsurteils für eine Inobhutnahme?
  • Wie lange dauert eine Inobhutnahme?
  • Wie lange wird eine professionelle Beratung während der Inobhutnahme gewährt?
  • Wie reagieren Eltern, wenn ihr Kind in Obhut genommen wird?
  • Wie neutral ist das Jugendamt?
  • Wie sind die Erfahrungen zu den psychischen Belastungen von Kindern bei Inobhutnahmen?
  • Gibt es eine Altershöchstgrenze?
  • Gibt es Kinder, die aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht in Obhut genommen werden dürfen?
  • Welche Kriterien gibt es für die Überprüfung als Pflegefamilie?
  • Was passiert, wenn die Pflegeeltern feststellen, dass das Kind nicht in die Familie passt? Gibt es bei Problemen Unterstützung?

Auch nach Beendigung des Vortrags gab es zahlreiche weitere Fragen von Einzelpersonen an Julia Mückusch-Radwer. Zum Abschluss berichtete ein muslimischer Pflegevater über seine positiven Erfahrungen als Pflegefamilie und in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt. Es wurde noch einmal gemeinsam gebetet, unter anderem dafür, dass es mehr Pflegefamilien geben soll.

Interessant war auch, dass Ülkü Yildirim die während der Veranstaltung gemachten Fotos sofort auf facebook einstellte. Die türkischen Gemeinden sind sehr gut vernetzt. Mit den Informationsveranstaltungen werden weitaus mehr Personen erreicht als nur die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Imame und die Religionsbeauftragten tragen die Informationen in ihre Moscheen und Familien hinein. Uns wurde mitgeteilt, dass der DITIB Landesverband Rheinland-Pfalz etwa 6.800 Mitglieder zählt, man aber von 28.000 Familienmitgliedern ausgehen kann.

Eine gute Ergänzung zum Vortrag waren die Broschüren „Was Jugendämter leisten“ und „Kinderschutz: Was Jugendämter leisten“, die den Teilnehmenden in türkischer Sprache ausgeteilt wurden.

Es war eine sehr interessante und lehrreiche Veranstaltung. Das Landesjugendamt hat sich offen für die Anliegen des DITIB gezeigt. Dies wurde von Seiten des Vereins auch gewürdigt. Die Organisatoren und die Teilnehmenden zeigten sich gastfreundlich. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit geschaffen, eine Zielgruppe zu erreichen, zu der der Zugang im Alltag oft nicht ganz so leicht ist. Die Botschaft, die wir den Jugendämtern mit auf den Weg geben können, ist mit den Ortsverbänden des DITIB zu kooperieren. Die Jugendämter können als Multiplikatoren dienen. Die Zusammenarbeit ist ein Gewinn auf beiden Seiten.

Quelle: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 07.04.2014

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„Hilfen im Umgang mit traumatisierten Kindern in Pflegefamilien“ am 17.05. in Merzig

Posted on April 4, 2014. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes lädt am 17.05. in Kooperation mit dem Kreisjugendamt des Landkreises Merzig-Wadern zu einem Seminar mit Hildegard Niestroj ein. Sie wird zum Thema „Hilfen im Umgang mit traumatisierten Kindern in Pflegefamilien“ referieren.

Traumatische Erfahrungen des Kindes in seiner Herkunftsfamilie erschweren den Integrationsprozess in seine Pflegefamilie. Die lang anhaltenden Auswirkungen der frühkindlichen Traumatisierung und die daraus resultierenden Belastungen für die Pflegefamilie werden besprochen, im Mittelpunkt des Seminares stehen jedoch viele Beispiele aus der Praxis und dem Alltag in der Pflegefamilie. Unter Berücksichtigung der Sicht des Kindes werden unterstützende Hilfen erläutert und diskutiert.

nähere Informationen

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„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ am 22.03. in Neustadt/Weinstrasse

Posted on Februar 24, 2014. Filed under: Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 22.03. lädt der PfAd für Kinder Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. ab 10 Uhr ins Mehrgenerationenhaus in der von-Hartmann-Strasse 11 in 67433 Neustadt/Weinstrasse ein. Dort findet eine Fortbildung über die „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ mit Prof. Ludwig Salgo statt.

Hinweis:
Herzlich eingeladen sind auch Interessierte aus dem Saarland. Neustadt ist z.B. über die S-Bahn Neunkirchen/Homburg sehr gut zu erreichen. Zum Mehrgenerationenhaus sind es nur fünf Gehminuten.

Im Anschluss findet ab 16.30 Uhr die Mitgliederversammlung des Landesverbandes statt.
Kinderbetreuung wird während der gesamten Veranstaltung angeboten.

Kontakt: Johannes Rupp, Vorsitzender – Tel: 06349 1020 – Mail: johannes.rupp@t-online.de

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iCanDo-Kinderreisen 2014

Posted on Januar 23, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Hamburg, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Wildfang e.V. bietet auch 2014 wieder ein vielfältiges Programm an iCanDo-Kinderreisen für Kinder und Jugendliche aus Adoptiv- und Pflegefamilien sowie Erziehungsstellen aus ganz Deutschland an:

Wochenendfahrten 2014

  • 14.03.-16.03.2014 – iCanDo-Wunschwochenende – Grünheide/Brandenburg
  • 28.05.-01.06.2014 – iCanDo-Survival vor der Haustür – Grünheide/Brandenburg
  • 19.09.-21.09.2014 – iCanDo-Hammerwochenende – Grünheide/Brandenburg
  • 28.11.-30.11.2014 – iCanDo-Grusel, Spuk und Co. – Grünheide/Brandenburg

Winter 2014

  • 01.02.-08.02.2014 – iCanDo-Rutschen und Rodeln – Prichovice/Tschechien

Ostern 2014

  • 12.04.-19.04.2014 – iCanDo-Osternasencamp – Klietz/Sachsen Anhalt
  • 12.04.-19.04.2014 – iCanDo-Hasengaudy – Brilon/Sauerland, NRW

Sommer 2014

  • 06.07.-20.07.2014 – iCanDo-Klugschwätzercamp – Rüthen/Sauerland, NRW
  • 11.07.-18.07.2014 – iCanDo-Cool Runnings – Jessenitz, Mecklenburg-Vorpommern
  • 12.07.-26.07.2014 – iCanDo-Zockerfahrt – Ruppichteroth/NRW
  • 18.07.-01.08.2014 – iCanDo-Powercamp – Sundern/Sportschule, NRW
  • 19.07.-26.07.2014 – iCanDo-Reiten auf dem Schloss – Altenhausen/Sachsen-Anhalt
  • 26.07.-02.08.2014 – iCanDo-Reiten auf dem Schloss – Altenhausen/Sachsen-Anhalt
  • 02.08.-16.08.2014 – iCanDo-Fit durch den Sommer – Klietz/Sachsen-Anhalt
  • 03.08.-17.08.2014 – iCanDo-Agentencamp – Brilon/Sauerland, NRW
  • 09.08.-23.08.2014 – iCanDo-Fishermens Friends – Rerik/Ostsee, Mecklenburg Vorpommern

Herbst 2014

  • 18.10.-25.10.2014 – iCanDo-Lustiges-Saure-Gurken-Camp – Schlepzig/Spreewald, Brandenburg
  • 25.10.-01.11.2014 – iCanDo-Lustiges-Saure-Gurken-Camp – Schlepzig/Spreewald, Brandenburg
  • 03.10.-17.10.2014 – iCanDo-Kastanienmännchencamp – Brilon/Sauerland, NRW

Silvester 2014

  • 27.12.2014-03.01.2015 – iCanDo-Silvester in Jessenitz – Jessenitz, Mecklenburg-Vorpommern
  • 29.12.2014-03.01.2015 – iCanDo-Silvester im Sauerland – Brilon/Sauerland, NRW

nähere Informationen

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Landesberichte zu den Hilfen zur Erziehung

Posted on November 14, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e. V. hat die bisher bekannten Berichte zu den Hilfen zur Erziehung auf Landesebene bis zum Jahr 2013 zusammengestellt und auf seiner Homepage veröffentlicht.

zur Übersicht

Quelle: AFET-Newsletter zur aktuellen jugendhilfepolitischen Situation vom 14.11.2013

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Saarland: Pflegeeltern leisten wertvolle Arbeit – Bedarf an Pflegeeltern im Saarland steigt weiter an

Posted on September 19, 2013. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Saarland | Schlagwörter: |

Auf Einladung von Staatssekretärin Gaby Schäfer haben sich in dieser Woche Pflegeeltern aus dem Saarland, die Jugendämter der Kreise und des Regionalverbandes und der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF), als einzigem freien Träger im Bereich der Pflegekindervermittlung im Saarland, zu einem Erfahrungsaustausch getroffen, um die aktuelle Situation aber auch Sorgen und Nöte von Pflegefamilien im Saarland zu diskutieren. „Die Zahl der Pflegekinder im Saarland hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht“, erläuterte Staatssekretärin Gaby Schäfer anlässlich der Veranstaltung. „Derzeit werden im Saarland in enger Abstimmung mit den örtlichen Jugendämtern und dem SKF weitere Familien gesucht, die bereit und geeignet sind, ein Kind vorübergehend oder auf Dauer bei sich aufzunehmen.“

Die Pflegeeltern erläuterten, dass insbesondere sichere Bezugspersonen beim Jugendamt oder beim SKF, das Vertrauen in diese Personen aber auch ein gesicherter Rahmen für das Kind, wichtige Voraussetzungen seien, um die Aufgabe als Pflegefamilie zu bewältigen. Probleme sehen die Pflegeeltern derzeit noch bei der fehlenden Rentenabsicherung. Häufig müsste einer der beiden Pflegeeltern den Beruf aufgeben, um sich intensiv um das Pflegekind kümmern zu können. Unterstützung wünschen sie sich auch bei Problemen in Kindergarten und Schule.

„Wichtig ist“, so die Staatssekretärin, „dass die zukünftigen Pflegeeltern sehr genau wissen, was auf sie zukommen wird. Dazu ist es auch notwendig, dass die wichtige Arbeit, die die Pflegeeltern leisten, im sozialen Umfeld, aber auch von der Gesellschaft insgesamt wertgeschätzt wird“, betonte Schäfer. Die Ergebnisse werden sollen nun in Kooperation mit den Jugendämtern, dem SKF und dem Wissen der Pflegeeltern in die Weiterqualifizierung des Pflegekinderwesens im Saarland einfließen. Staatssekretärin Schäfer kündigte an, dass weitere Treffen in dieser Runde geplant seien, um die Entwicklung in diesem Bereich zu begleiten.

Hintergrund
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte vor zwei Monaten die saarländischen Pflegeeltern eingeladen, um sich für deren Engagement für Kinder und Jugendliche, die auf Zeit oder auf Dauer in der Pflegefamilie leben ausdrücklich und persönlich zu bedanken und ihre Arbeit wertzuschätzen. Damals wurde vereinbart, dass sich alle Akteure künftig zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch treffen sollten. Derzeit gibt es im Saarland rund 600 Pflegefamilien.

Quelle: Pressemitteilung des Saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 19.09.2013

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Landesjugendamt Rheinland-Pfalz: Fachdienste und Gerichte im Einsatz für Pflegekinder

Posted on Mai 15, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 29. und 30.04.2013 fand in Neustadt an der Weinstraße die jährliche Tagung für die Fachkräfte der Pflegekinderdienste und freien Träger der Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt. Zum zweiten Mal wurde die Veranstaltung auch für Fachkräfte aus Hessen geöffnet und es fanden sich über hundert Fachkräfte aus den drei Bundesländern ein.

Nach den einleitenden Worten von Iris Egger-Otholt, der Leiterin des Referats 33 im Landesjugendamt, hielt Dr. Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) den Eröffnungsvortrag zum Thema: „Pflegekind und Pflegefamilie zwischen Vormund, PKD und Sozialen Diensten“.

Dr. Meysen differenzierte anhand der Rechte der verschiedenen Beteiligten deren Rollen und kam zu dem Schluss, dass der Amtsvormund als „Manager des Kindeswohls“ agiere.

Den weiteren Tag gestaltete Henriette Katzenstein, die ebenfalls für das DIJuF tätig ist. Frau Katzenstein legte Schwerpunkte auf drei unterschiedliche Betrachtungsweisen und beleuchtete die Thematik aus Sicht des Vormundes, des Fachdienstes und des Kindes. Die Referentin begann jeweils mit einem kurzen Input und ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppenarbeit die verschiedenen Perspektiven einnehmen und die Ergebnisse zusammenfassen.

Den Abschluss des Tages gestalteten Iris Egger-Otholt und Julia Mückusch-Radwer unter der Rubrik „Neues aus dem Landesjugendamt“.

Der zweite Tag wurde von Monika Thiesmeier, Supervisorin und ausgewiesene Expertin für die Allgemeinen Sozialen Dienste der Jugendämter, eröffnet. In ihrem Vortrag ging Frau Thiesmeier der Frage „ Wer hat den Hut auf? Aufgaben und Rolle des ASD in der Kooperation“ nach. Bewusst nutzte die Referentin hier provokant formulierte Thesen, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den fachlichen Diskurs zu bringen.

Am Nachmittag referierte Norbert Kreten, Direktor des Amtsgerichts Daun. Er gab einen Überblick aus der juristischen Sicht über die „Pflegefamilien im gerichtlichen Netzwerk“. Herr Kreten definierte klare Rechte und Pflichten der Beteiligten und war offen für spezifische Zwischenfragen. Diese Möglichkeit wurde von den Fachkräften gerne und ausgiebig genutzt.

Die zusammenfassenden Worte von Frau Egger-Otholt bündelten die unterschiedlichen Sichtweisen der Referenten und stellten die Notwendigkeit der internen Auseinandersetzung der einzelnen Fachdienste mit der Schnittstellenarbeit heraus. Insgesamt war dies eine gelungene Tagung, deren Inhalte sicherlich noch lange Diskussions- und Arbeitsgrundlage in den einzelnen Jugendämtern bieten wird.

Quelle: LSJV Aktuell vom 15.05.2013

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Projekteatlas zu „Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern“ in ganz Deutschland

Posted on April 14, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat im Februar 2013 einen Projekteatlas zu „Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern“ in ganz Deutschland veröffentlicht. Die interaktive Landkarte umfasst aktuell 300 Angebote.

Der Projekteatlas war Teil des geförderten Projektes „Prävention und Gesundheitsförderung in der Gemeindepsychiatrie“. In 2 jähriger Arbeit wurde eine umfangreiche Adressdatei über alle bestehenden Projekte eingeholt und zusammengefasst. Betroffene, deren Angehörige, Profis und Interessierte können sich hiermit einen Überblick verschaffen, welche Projekte es in ihrer Region gibt. Hinweise auf weitere Projekte sind willkommen.

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Artikel „Zu wenig Pflegeeltern im Saarland“

Posted on März 4, 2013. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland |

Eine Umfrage der Saarbrücker Zeitung in der fünf Landkreisen des Bundeslandes sowie beim Regionalverband ergab, dass auch die Jugendämter im Saarland Schwierigkeiten haben, genügend Paare zu finden, die ein Pflegekind bei sich aufnehmen wollen.

zum Artikel „Zu wenig Pflegeeltern im Saarland“ aus der Saarbrücker Zeitung vom 04.03.2013

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„Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ am 14.05. in Saarbrücken

Posted on Februar 16, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Für Fachkräfte des Pflegekinderdienstes der Jugendämter, Fachkräfte ambulanter Hilfen, des begleitenden Umgangs und der Beratungsstellen, Richter/innen und Jurist/innen bietet das Landesjugendamt Saarland am 14.05. in Saarbrücken die Fortbildung „Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ an.

Referent wird Prof. Dr. med. Roland Schleiffer, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Psychotherapeutische Medizin, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie in der Heilpädagogik der Universität Köln sein.

Anmeldeschluss ist der 16.04.

nähere Informationen (Seite 120)

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Erster Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken veröffentlicht

Posted on November 6, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. hat im Auftrag des Landkreistages Saarland gemeinsam mit den saarländischen Jugendämtern die Entwicklung der verschiedenen Hilfearten im Bereich der Hilfen zur Erziehung erhoben. Der Erste Landesbericht zu den Hilfen zur Erziehung liegt jetzt für das Berichtsjahr 2010 vor.

Der Vorsitzende des Landkreistages Saarland, Landrat Udo Recktenwald und der Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Andreas Storm zeigten sich zufrieden, dass mit der Integrierten Berichterstattung und dem Ersten Landesbericht verlässliche Informationen vorliegen, die sowohl die Landkreise als auch das Land bei der Erfüllung der jeweiligen Aufgaben im Bereich der Jugendhilfe unterstützen. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt in Kooperation mit dem Land durchgeführt.

„Die saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken bewegen sich seit Jahren in einem Spannungsverhältnis zwischen zusätzlichen gesetzlichen Aufgaben und den zunehmend knapper werdenden finanziellen Ressourcen. Gleichzeitig sind die Familienverhältnisse schwieriger geworden, was zu einem steigenden Hilfebedarf führt. Wie der Erste Landesbericht nun zeigt, ist trotz der demographischen Entwicklung offensichtlich keine Änderung der Tendenz zu steigenden Hilfebedarfen zu erkennen“, so Udo Recktenwald.

Um eine aussagekräftige Datenbasis zu erhalten, hat der Landkreistag Saarland im Jahr 2009 beschlossen, gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) das Integrierte Berichtswesen in den Jugendämtern der Landkreise und des Regionalverbandes einzuführen. „Entsprechend der unterschiedlichen Begebenheiten vor Ort setzen die Jugendämter in ihrer Planungshoheit für die Jugendhilfeplanung zum Teil unterschiedliche Akzente und gehen unterschiedliche Wege. Diese Vielfalt ist gewollt. Die Integrierte Berichterstattung und der Landesbericht zeigen nicht nur diese gewollte Vielfalt. Sie ermöglichen darüber hinaus auch eine konstruktive Bewertung unterschiedlicher Herangehensweisen und Konzepte, ihre Fortschreibung und dort, wo es Sinn macht, eine bedarfsorientierte Korrektur im Interesse der betroffenen jungen Menschen“, fügte der Vorsitzende des Landkreistages Saarland hinzu.

Auch Minister Storm zeigte sich zufrieden, dass es gelungen ist, die Bandbreite der Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken nicht nur abzubilden, sondern auch die Entwicklung der Hilfearten im Zusammenhang mit den jeweiligen soziostrukturellen Rahmenbedingungen bewerten zu können. „Auch das Land kann von der Integrierten Berichterstattung in der Jugendhilfe profitieren, da es unter anderem zu den Aufgaben des Landes als überörtlichem Jugendhilfeträger gehört, die Weiterentwicklung der Jugendhilfe zu unterstützen und zu begleiten. Die Planungen des Landes können nunmehr auf der Basis einer detaillierten und fundierten Aufbereitung von Kerndaten erfolgen, die wir in dieser Breite durch die amtliche Jugendhilfestatistik nicht erhalten können“, so der Minister.

Das Projekt der Integrierten Berichterstattung wird mindestens bis 2015 fortgeführt. „Zum Nutzen des Projektes gehört, dass die vorliegenden Daten zudem einen Vergleich mit anderen Bundesländern, die vergleichbare Wege des integrierten Berichtswesens gehen, erlauben. Es ist für die Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken enorm wichtig, Informationen darüber zu erhalten, wo sie im Vergleich zu anderen stehen, welche Weichen gestellt werden können und auf welche gesellschaftlichen Entwicklungen Sie keinen Einfluss haben“, führt der Vorsitzende des Landkreistages aus.

zum Bericht:  Integrierte Berichterstattung über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken- 1. Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Saarland vom 05.11.2012

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Saarland: Pflegeeltern-Verein lädt zum Treffen am 24.08. nach Reiskirchen

Posted on August 14, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen |

Das nächste Pflegeeltern-Treffen des Vereins der Pflege- und Adoptivfamilien Saarland findet am Freitag, 24. August, ab 20 Uhr in der Sportgaststätte SV Reiskirchen (Reiskircher Sportplatz 1) statt.

Das Treffen bietet allen Interessierten, natürlich auch Nichtmitgliedern, die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu erörtern.

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Inohutnahmen und Sorgerechtsentzüge im Saarland 2011

Posted on Juli 19, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches, Saarland | Schlagwörter: , , |

Die aktuellen Statistiken der Inobhutnahmen und Sorgerechtsentzüge im Saarland für das Jahr 2011 wurden am 07.07.2012 in der Saarbrücker Zeitung veröffentlicht: „Gerichte entziehen mehr Eltern das Sorgerecht“.

Im Vergleich zu den bundesweiten Zahlen sind die Anstiege überproportional hoch.

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Saarbrücken: Zahl der Pflegefamilien sinkt

Posted on April 29, 2012. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: |

Die Zahl der Saarbrücker Pflegefamilien sank von 2000 bis Oktober 2011 von 322 auf 251, die der Bereitschaftsfamilien dagegen stieg von 3 in 1997 auf heute 18.

Von den mutmaßlichen Gründen und neuen Plänen des Regionalverbandes berichtet der Artikel „Zahl der Pflegefamilien sinkt“ vom 28.04.2012 in der Saarbrücker Zeitung.

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DJI-Interview mit Dr. Jens Pothmann: Regionale Unterschiede bei der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien

Posted on März 24, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Die Hilfen zur Erziehung (HzE) gehören zu den zentralen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu zählen Beratung, kurzzeitige Unterstützung für Familien wie längerfristige Unterbringung von Kindern außerhalb der Familie. Nicht zuletzt wegen der rasant steigenden Fallzahlen und Ausgaben gerieten die HzE zuletzt in die Schlagzeilen. Eine Untersuchung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) zeigt eklatante regionale Unterschiede bei den Fremdunterbringungsquoten. Dazu hat DJI Online Dr. Jens Pothmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik einige Fragen gestellt.

zur Datenanalysen Regionale Unterschiede bei der „Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen“ in Heimen und Pflegefamilien

zum DJI Interview mit Dr. Jens Pothmann

Quelle: DJI Februar 2012

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Portal „Deutschlandfamilienkarte.de“ gestartet

Posted on Februar 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes |

Der „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“ (KRFD) hat das neue Onlineportal „Deutschlandfamilienkarte.de“ freigeschaltet. Damit wird erstmals ein umfassender Überblick über die diversen Familienangebote auf Landes- und kommunaler Ebene ermöglicht. Jeder Interessierte kann nun sehr komfortabel überprüfen, ob für die jeweilige Region Angebote vorhanden sind.

Das Portal verdeutlicht, wie unterschiedlich Kommunen und Länder mit Familien umgehen. So bieten von den 16 Bundesländern lediglich sieben überhaupt eine Familienkarte an. Dort, wo es keine Regelung auf Länderebene gibt, haben die Kommunen teilweise selbst die Initiative ergriffen.

Die Regelungen sind entsprechend heterogen. Meist gelten Familienkarten schon ab dem ersten Kind. Die Bundesländer Sachsen und Baden-Württemberg bieten ihre Familienpässe jedoch für Familien mit mindestens drei Kindern an – ebenso die Familienkarte in Wiesbaden. In Stuttgart gilt eine grundsätzliche Höchstgrenze des Familieneinkommens von 60.000 Euro für die Erteilung der Karte. Hier ist mit der Karte auch eine finanzielle Zuwendung für jedes Kind verknüpft.

Das Informationsangebot und die Intensität, mit der sich die Gemeinden und Länder um die Karte kümmern, klaffen weit auseinander. Während Berlin mit einem umfangreichen Informationsangebot aufwarten kann, ist der Onlineauftritt von Bremen und Bremerhaven seit 2006 nicht mehr überarbeitet worden. Hamburg hat seine Familienkarte seit 2010 gleich ganz eingestellt.

Auch sind die bestehenden Angebote teilweise mit Vorsicht zu genießen. Thomas Franke, Sprecher des KRFD: „Eine Familienkarte soll nicht einfach nur zum Mehrkonsum verleiten, sondern eine Hilfe im Alltag von Familien sein. Die Angebote einer amerikanischen Fastfood-Kette haben auf solchen Karten nichts zu suchen. Es kann auch nicht darum gehen, dass Unternehmen mit den Karten ihre üblichen Rabatte bewerben, die ohnehin jeder Kunde bekommt. Die Länder und Kommunen sollten hier ein wenig sorgsamer mit der Weitergabe von Rabatten sein.“ Ebenso sollten die unterschiedlichen Familiengrößen bei der Konzeption der Karten eine Rolle spielen. Thomas Franke: „Eine Kleinfamilie mit einem Kind hat ganz andere Bedürfnisse und Möglichkeiten, als eine Großfamilie mit drei und mehr Kindern. Eine Staffelung von Rabatten und Angeboten mit steigender Kinderzahl ist sinnvoller, als die pauschale Herausgabe, unabhängig von der Familiengröße.“

Das Portal ist mit seiner Freischaltung erst in der Startphase. Die Recherche nach den diversen Familienkarten ist naturgemäß schwierig. Der KRFD ist daher auf Hinweise angewiesen und wird das Informationsangebot stetig aktualisieren.

Quelle: Pressemitteilung des KRFD

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„Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ am 09.05. in Saarbrücken

Posted on Februar 18, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Saarland, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

In Saarbrücken findet am 09.05. auf Einladung des Landesjugendamtes Saarland eine Fortbildung mit Irmela Wiemann zum Thema „Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ statt. Angesprochen sind Lehrer/innen und Fachkräfte stationärer Einrichtungen, sowie Fachkräfte der Jugendämter.

Schwerpunkte dieser Tagung sind die Vermittlung von:

  • Hintergründen zu der Lebenssituation betroffener Kinder,
  • Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder nach seelischen Verletzungen,
  • Interventionsstrategien und die Diskussion der Fragen:
    • Hilfen benötigen diese Kinder, damit sie gestärkt und stabilisiert werden können? und
    • Können pädagogische Fachkräfte in Gruppen und Schulklassen im Alltag auf die gezeigten Probleme der Kinder konkret reagieren?

Anmeldeschluss ist der 11.04.

nähere Informationen (Seite 89)

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Tagung „Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ am 27.03. in Saarbrücken

Posted on Januar 29, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen |

Das Landesjugendamt Saarland bietet für Fachkräfte des Pflegekinderdienstes der Jugendämter, Fachkräfte ambulanter Hilfen, des begleitenden Umgangs und der Beratungsstellen, Richter/innen und  Jurist/innen am 27.03. in Saarbrücken die Fachtagung „Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ an.

Bindungsbeziehungen, die dem Kind eine sichere Basis bieten, gehören als bedeutsame Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung unbestritten zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine positive Persönlichkeitsentwicklung. Der Aufbau stabiler Bindungsbeziehungen benötigt je nach Alter des Kindes und seiner Vorerfahrungen eine gewisse Zeit.
Bei der Unterbringung eines Kindes in eine Pflegefamilie stellen sich aus bindungstheoretischer Perspektive eine Reihe von Fragen:

  • Sind Pflegeeltern in der Lage, Bedingungen zu schaffen, die den Aufbau stabiler Bindungsbeziehungen ermöglichen?
  • Ist es überhaupt sinnvoll, dass Pflegeeltern sich intensiv um den Aufbau von Bindungsbeziehungen bemühen, wenn eine Rückkehroption von Beginn der Unterbringung an zur Diskussion steht?
  • Wie wirken sich Umgangsregelungen auf die Entwicklung der Bindungsbeziehung aus?
  • Inwieweit stehen die kindlichen Interessen tatsächlich im Vordergrund der Entscheidungen und inwieweit begrenzen juristische Vorgaben wie Elternrechte oder auch subjektive Einschätzungen von Fachkräften die angestrebte Entwicklung sicherer Bindungsbeziehungen des Pflegekindes?
  • Wie ist hierzu der Stand der aktuellen Forschung?

Die Diskussion dieser und weiterer Fragen wird Inhalt der Tagung mit Herrn Prof. Dr. Schleiffer sein, der ein Forschungsprojekt zur „Bindungsentwicklung junger Pflegekinder“ durchführt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, die Faktoren zu ermitteln, die es einem Pflegekind ermöglichen, trotz seiner häufig belastenden Vorerfahrungen eine sichere Bindung aufzubauen.

Anmeldeschluss ist der 27.02.2012

nähere Informationen im Fortbildungsprogramm des Landesjugendamtes (Seite 84)

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Ferienprogramme für Pflege- und Adoptivkinder in Landedo, Portugal

Posted on Januar 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Reiseveranstalter Kinderleben bietet Feriencamps in Portugal speziell für Pflege- und Adoptivkinder bzw. Kinder mit Handicaps an.

Für 2012 plant das erfahrene Team um den Diplom-Sozialpädagogen Ivo Stephan und den Künstler Gert-Hein de Visser fünf Durchgänge mit jeweils 6 Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die für gut zwei Wochen Abenteuerurlaub in der Natur der Berge Nordportugals machen.

Termine:
31.03. bis 14.04.2012
30.06. bis 14.07.2012
16.07. bis 30.07.2012
02.08. bis 16.08.2012
29.09. bis 13.10.2012

weitere Informationen und Anmeldung auf www.kinderleben.com oder www.landedo.info

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Bund, Länder und Kirchen starten Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“

Posted on Januar 2, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Finanzielles, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , , |

Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 an stehen Betroffenen Mittel aus dem Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ (Fonds „Heimerziehung West“) zur Verfügung. Der Fonds wurde durch den Bund, die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Bayern, Berlin, Bremen und Hamburg, die Evangelische Kirche in Deutschland, die (Erz-) Bistümer der katholischen Kirche im Bundesgebiet, den Deutschen Caritasverband, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Ordensobernkonferenz errichtet. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung, die jeweils zu einem Drittel von Bund, Ländern und Kommunen sowie katholischer und evangelischer Kirche und deren Wohlfahrtsverbänden und den Orden erbracht werden. Damit ist der Startschuss zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren gegeben.

„Das Leid der Betroffenen hat mich zutiefst berührt, deshalb ist es mir wichtig gewesen, dass die Vorschläge des Runden Tisches Heimerziehung West schnell umgesetzt werden. Ab 1. Januar können endlich die Anträge auf Unterstützung gestellt werden. Das ist eine wichtige Nachricht für alle Betroffenen“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Mir ist bewusst, dass der Fonds nichts ungeschehen machen kann. Der Fonds kann aber Betroffenen helfen, heute noch nachweisbare Folgen aus der Zeit ihrer Heimunterbringung in den Jahren 1949 bis 1975 zu überwinden.“

Betroffenen, denen während ihrer Heimunterbringung in den Jahren 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland Unrecht und Leid zugefügt wurde, kann durch den Fonds eine Hilfe zur Bewältigung dieses Leids gewährt werden, soweit durch die Heimerziehung heute noch Traumatisierungen oder andere Beeinträchtigungen und Folgeschäden bestehen und dieser besondere Hilfebedarf nicht über die bestehenden Hilfe- und Versicherungssysteme abgedeckt wird. Darüber hinaus sollen Betroffene dabei unterstützt werden, ihre Zeit der Heimunterbringung zwischen 1949 und 1975 aufzuarbeiten. In Fällen, in denen es aufgrund seinerzeit nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge zu einer Minderung von Rentenansprüchen gekommen ist, soll mit Hilfe des Fonds ein finanzieller Ausgleich gewährt werden.

Anträge können bis zum 31. Dezember 2014 gestellt werden. Anlauf- und Beratungsstellen in den westdeutschen Bundesländern und Berlin beraten Betroffene und ermitteln den konkreten Hilfebedarf. Für Betroffene aus Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen sowie Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR ist geplant, bis zum Sommer 2012 entsprechende Regelungen und Grundlagen zu schaffen.

Auf der Website zum Fonds sind ausführliche Informationen zum Fonds, zur Antragstellung und zu den Zuständigkeiten der Beratungsstellen zu finden: www.fonds-heimerziehung.de.

Ein kostenloses Infotelefon gibt Auskunft über die zuständige Beratungseinrichtung: 0800 / 10 04 900 (montags: 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr, dienstags, mittwochs, freitags: 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr und sonntags: 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr)

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.bmfsfj.de.

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 02.01.2012

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Pflegemedaille des Saarlandes für Pflegeelternpaar Weich aus Friedrichsthal

Posted on Dezember 25, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Saarland |

Foto: Stadt Fiedrichsthal

Im Rahmen einer Feierstunde wurden unter anderem die Eheleute Claudia und Werner Weich aus Friedrichsthal, mit der Pflegemedaille des Saarlandes im Festsaal des Wirtschaftsministeriums von Sozialstaatssekretär Martin Karren ausgezeichnet.

Claudia und Werner Weich haben seit 1984 als Pflegeeltern insgesamt vier schwerbehinderte Kinder in ihre Familie aufgenommen und sie hingebungsvoll betreut. Die eigene Wohnung haben sie auf eigene Kosten so umgebaut, dass eine den besonderen gesundheitlichen Einschränkungen der Kinder angemessene Pflege erst möglich wurde. Darüber hinaus hat Frau Weich ihren Beruf aufgegeben, um sich mit voller Kraft ihren Pflegekindern widmen zu können. Drei der Kinder leben noch immer in ihrer Familie. Claudia und Werner Weich haben sich in den letzten 26 Jahren mit unbeschränkter Hingabe und großer Umsicht dem Leben, Wachsen und Gedeihen der Kinder verschrieben.

Bürgermeister Schultheis zollte den Eheleuten Weich für diese großartige Leistung seine Anerkennung und seinen Dank. Beide haben, so Schultheis, mit ihrem Einsatz eine Vorbildfunktion in unserer Gesellschaft übernommen.  Auch wenn das Leben harte Schicksale bereithält,  die es vielen auch erschweren, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, so mache das Beispiel von Mitbürgern wie den Eheleuten Claudia und Werner doch Hoffnung auf das Zusammenleben.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Friedrichsthal vom 16.12.2011

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Saarland: Wissenschaftler sehen wenig Möglichkeiten für Einsparungen bei Jugendhilfe

Posted on November 14, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Saarland |

Ein Artikel in der Saarbrücker Zeitung vom 11.11.2011 schildert erste Ergebnisse einer Studie des Instituts für Sozialpädagogische Forschung aus Mainz wonach auf absehbare Zeit keine Einsparungen in der Kinder- und Jugendhilfe des Saarlandes möglich sind.

Die für den Landkreistag erstellte Expertise  progrostiziert, dass die Fallzahlen mittelfristig kaum sinken dürften und Stellenkürzungen kontraproduktiv wären.

zum Artikel „Wissenschaftler sehen wenig Möglichkeiten für Einsparungen bei Jugendhilfe“

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14. DJHT Stuttgart: Auftakt zur PFAD Pflegeelternkampagne

Posted on Juni 1, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Reges Medieninteresse erwartet der PFAD Bundesverband für seine Pressekonferenz beim Stuttgarter Kinder- und Jugendhilfetag am 8. Juni 2011, um 10.00 Uhr in Halle 1, Stand 681.

PFAD lädt alle deutschen Kommunen und Ballungsräume ein, sich an einer gemeinsamen bundesweiten Kampagne zur Werbung dringend benötigter Pflegeeltern zu beteiligen. Mit einer Roadshow durch alle Bundesländer wird PFAD das wichtige gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien und die Suche der Jugendhilfe nach geeigneten Bewerbern ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Jede Kommune, die sich als Partner der Kampagne anschließt, wird von PFAD mit einer individuell auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnittenen Veranstaltung vor Ort unterstützt. Dass ein erfahrener Verband wie PFAD im Schulterschluss mit den kommunalen Jugendhilfestrukturen die Initiative ergreift, verleiht der konzertierten bundesweiten Aktion Glaubwürdigkeit und Praxisnähe. Denn zufriedene und erfahrene Pflegeeltern sind die besten Botschafter für die Sache!

Wachsender Bedarf
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in ihren Familien nicht ausreichend versorgt werden, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Allein 2009 begann laut Statistischem Bundesamt für mehr als 49.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie (+ 4,3 %) oder eine Heimerziehung bzw. Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform (+ 6 %).

Ein unwiderstehliches Angebot
In enger Kooperation mit den örtlichen Jugendhilfestrukturen wird im Rahmen der PFAD-Pflegeelternkampagne jeweils vor Ort für vier Wochen intensiv die Öffentlichkeit über die Möglichkeit informiert, Pflegekinder aufzunehmen. Hierfür stellt PFAD sein ehrenamtliches Engagement, seine Kontakte, jahrzehntelange Erfahrung, eine Projektleitung und geeignete Materialien zur Verfügung.

Das erzeugt mediale Aufmerksamkeit für das wertvolle gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien und erreicht auch neue potenzielle Bewerber, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. Vor allem entstehen Synergieeffekte, von denen die örtlichen Jugendämter noch lange Zeit profitieren können.
Trotz der vielen positiven Rückmeldungen von Seiten der Jugendhilfe konnten die Städte und Landkreise sich jedoch bisher noch nicht entschließen, Geld für diese nachhaltige Investition bereitzustellen, obwohl die Werbung neuer Pflegefamilien in ihren Aufgabenbereich fällt.

Die Chance nicht verschlafen!
Um die PFAD-Pflegeelternkampagne vorwärts zu bringen, werden nun konkrete Zusagen von Kooperationspartnern gebraucht. PFAD will politisch Verantwortliche aufrütteln, denn benachteiligte Kinder sollen nicht unter den ungünstigen kommunalen Finanzlagen leiden müssen. Engagierte und fachlich gut betreute Familien können ihnen neue Chancen fürs Leben eröffnen.

Nähere Informationen über das Angebot

Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 01.06.2011 (pdf)

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Bericht von der gemeinsamen Fachtagung für die Pflegekinderdienste in Rheinland-Pfalz und Saarland

Posted on Mai 23, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Wie alljährlich hatte das Landesjugendamt die Fachkräfte der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland wieder zu einer zweitägigen Fortbildung nach Neustadt an der Weinstraße eingeladen.

Am 9. und 10.05.2011 hatten mehr als 70 Mitarbeiter/innen der Pflegekinderdienste in öffentlicher und freier Trägerschaft die Gelegenheit, gleich von vier ausgewiesenen Experten der Vollzeitpflege aus unterschiedlichen Fachbereichen grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Partizipation von Pflegekindern zu erfahren und zu diskutieren.

Selten gab es ein Thema, bei dem so viel Einigkeit hinsichtlich der fachlichen Standards und Umsetzung der von den Referenten vertretenen Thesen bestand, wie bei dem Thema Beteiligung.

Prof. Dr. Jörg Maywald von der Universität Potsdam äußerte sich sehr positiv über die in Rheinland-Pfalz praktizierte Stärkung der Kinderrechte. Er betonte, dass aus ethischer und moralischer Sicht kaum eine Fachkraft, die mit Pflegekindern arbeite, deren Recht bestreite, sie intensiv in die Planung ihrer Zukunft einzubeziehen. Die gleiche Haltung wurde auch von Prof. Dr. Klaus Wolf von der Universität Siegen vertreten. Wesentlich schwieriger war die Frage, wie die Sozialarbeiter/innen insbesondere bei kleinen Kindern erkennen und dokumentieren können, was dem Wohl des Kindes dient und was sein Wille ist.

Prof. Dr. Christine Köckeritz beleuchtete aus entwicklungspsychologischer Sicht die Situation von Kindern und Jugendlichen ab dem Schulalter. Ab dieser Altersstufe erweitern sich aufgrund kognitiver Fähigkeiten der Kinder ihre Einschätzungen über sich selbst und ihre Bezugspersonen. Die Kinder sehen die Welt nun nicht mehr vorwiegend aus der Handlungsperspektive („da hat Mama ein Pflaster auf mein Knie gemacht“) sondern können ihre eigenen und die Empfindungen ihrer Bezugspersonen erkennen und beschreiben („da war ich traurig, da hat Mama mich getröstet“).

Daher ist es von Beginn dieser Phase an von zentraler Bedeutung, die Kinder immer wieder im Rahmen ihrer Unterbringung in Vollzeitpflege in weitere Entscheidungen einzubeziehen und ihre Wünsche zu beachten. Genauso wichtig ist es, altersgerecht zu erklären, warum die Erwachsenen eventuell zu ihrem Schutz eine andere Entscheidung treffen müssen.
Diese Ausführungen waren die „Steilvorlage“ für Prof. Dr. Klaus Wolf, der am zweiten Tag mit Interviewsequenzen besonders einprägsam darstellte, wie bedeutsam es für die positive Entwicklung von Pflegekindern ist, dass mit ihnen gesprochen wird und sie in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
„Es war auf einmal, als ich im Sportunterricht war und zwei erwachsene Menschen vor mir standen mit meiner Lehrerin und mit mir sprechen wollten. Und dann haben sie mir erklärt, dass ich jetzt von meiner Familie getrennt werde, und warum das so ist und dass ich eine neue Familie bekomme und erst hab ich das gar nicht so schlimm empfunden. Dann hab ich mir natürlich schon immer wieder Fragen gestellt und hatte auch Heimweh, bis ich das alles ganz begriffen habe und mich bei meinen jetzigen Eltern eingelebt hatte. Aber die Frau vom Pflegekinderdienst ist regelmäßig gekommen und hat mir immer wieder alles erklärt, sodass ich es irgendwann auch verstanden habe.“ (Prof. Dr. Klaus Wolf, Partizipation an zentralen biografischen Stationen im Leben eines Pflegekindes, Mai 2011)

Rüdiger Arendt, Mitarbeiter des Landesjugendamtes Baden-Württemberg, stellte eine in seiner Institution erarbeitete Checkliste für die Beteiligung von Pflegekindern vor. Außerdem hatte er eine Fülle von Materialien von Broschüren bis Kaffeebechern mitgebracht, die den Fachkräften die Möglichkeit bieten, mit (Pflege)-Kindern über ihre Rechte zu sprechen und diese so angemessen zu beteiligen.

In ihren Schlussworten ging Frau Zeller neben den Ausführungen zum Thema Partizipation auch auf weitere Aufgaben und Entwicklungen in der Jugendhilfe ein, wie z.B. das geplante Bundeskinderschutzgesetz. Dieses hat ebenso wie die Neuregelungen im Vormundschaftsrecht auch Auswirkungen auf die Arbeit der Pflegekinderhilfe. Bevor Teilnehmer/innen und Veranstalter/innen zufrieden und mit vielen neuen Ideen nach Hause fuhren, gab es den Hinweis auf die nächste Jahrestagung, die am 21. und 22. Mai 2012 wieder im sonnigen Neustadt an der Weinstraße stattfinden wird.

Quele: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 23.05.2011

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„Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ am 11.05. in Saarbrücken

Posted on März 17, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Saarland, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen des Fortbildungsprogramms des Landesjugendamtes wird für Lehrer/innen und Fachkräfte stationärer Einrichtungen, sowie Fachkräfte der Jugendämter am 11.05. in der Kath. Familienbildungsstätte in Saarbrücken die Fortbildung „Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ mit Referentin Irmela Wiemann angeboten.

Anmeldeschluss ist der 13.04.

nähere Informationen (Seite 72)

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Treffen für Pflegeeltern in Neunkirchen/Saarland

Posted on März 11, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das nächste Pflegeelterntreffen des Vereins der Pflege- und Adoptivfamilien Saarland findet am Freitag, dem 18. März ab 20 Uhr, im Brauhaus Neunkirchen, Saarbrücker Str. 16 (Wasserturm), 66538 Neunkirchen,

statt. Interessierte Pflegeltern, auch Nichtmitglieder, sind hierzu herzlich eingeladen. Das Treffen bietet interessierten Pflegeeltern die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu erörtern.

Weitere Informationen erteilen Heribert Giebels, 1. Vorsitzender, Tel. (06842) 3292 und Herr Heiko Rauch, 2. Vorsitzender, Tel. (06826) 51297).

Quelle: Wochenspiegelonline vom 06.03.2011

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PFAD Pflegeelternkampagne findet Gehör

Posted on Januar 18, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

23 Städte und Landkreise von Pinneberg bis München und von Lörrach bis Frankfurt/Oder haben innerhalb von nur einem Monat einen Leistungskatalog der geplanten Pflegeelternkampagne 2011-2012 des PFAD Bundesverbandes angefordert.

Allen Anfragen ist zu entnehmen, dass der Druck der Kommunen neue Pflegeeltern zu akquirieren, enorm ist. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass es notwendig ist das große bürgerschaftliche Engagement von Pflegefamilien für benachteiligte Kinder stärker zu würdigen und die Öffentlichkeit über diese Familienform authentisch zu informieren.

Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. fordert alle Kommunen auf, ihre Pflegekinderhilfe weiter zu qualifizieren und auszubauen. Schließen Sie sich der PFAD Pflegeelternkampagne an, um zusammen mit PFAD über die Arbeit von Pflegefamilien zu informieren und potentielle Bewerber anzusprechen!

„Weil ALLE Kinder unsere Zukunft sind!“ setzt PFAD sich Hand in Hand mit den Jugendämtern dafür ein, dass mehr Kinder, die zeitweise oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, in Familien untergebracht werden.

Genaueres finden Sie auf www.pfad-bv.de unter dem Menüpunkt KAMPAGNE.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 18.01.2011

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Ferienprogramme für Pflege- und Adoptivkinder in Landedo, Portugal

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Reiseveranstalter Kinderleben bietet Feriencamps in Portugal speziell für Pflege- und Adoptivkinder bzw. Kinder mit Handicaps an.

Für 2011 plant das erfahrene Team um den Diplom-Sozialpädagogen Ivo Stephan und den Künstler Gert-Hein de Visser fünf Durchgänge mit jeweils 6 Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die für gut zwei Wochen Abenteuerurlaub in der Natur der Berge Nordportugals machen.

Termine:
15. bis 29.04.2011
25. bis 08.07.2011
10. bis 23.07.2011
25. bis 07.08.2011
09. bis 22.08.2011

weitere Informationen und Anmeldung auf www.kinderleben.com oder www.landedo.info

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Freizeit für Kinder und Jugendliche aus Erziehungsstellen und Pflegestellen

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Erziehungsstellenverein Hessen e.V. organisiert wieder eine Freizeit für Kinder und Jugendliche aus Pflegefamilien.

Über Christi Himmelfahrt von Donnerstag, dem 02.06. bis Sonntag, den 05.06.2011 quartiert sich die Gruppe aus Kindern und Jugendlichen aus Erziehungsstellen und Pflegestellen wieder im Turner- und Jugendheim auf der Loreley in St. Goarshausen für 4 Tage Spiel, Spaß, Natur ein.

Auch die  leiblichen Kinder dieser Familien sind ausdrücklich mit eingeladen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich

nähere Informationen

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iCanDo-Reisen 2011 für Adoptiv- und Pflegekinder

Posted on Januar 6, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet für 2011 wieder verschiedenste Wochenend- und Ferienaufenthalte speziell für Kinder von Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an. Alle Reiseangebote gelten auch für Kinder mit Behinderungen. Weitere Reisen sind in Vorbereitung.

Wochenendfahrten 2011:

04.03. – 06.03.2011…..Baseball & Co………………….Grünheide / Brandenburg
03.06. – 05.06.2011…..Survival vor der Haustür………Grünheide / Brandenburg
16.09. – 18.09.2011……Das Hammer-Wochenende……Grünheide / Brandenburg
25.11. – 27.11.2011……Grusel, Spuk & Co…………….Grünheide / Brandenburg

Ferienfahrten 2011:

16.04. – 23.04.2011….Osternasencamp……………………..Klietz / Sachsen-Anhalt
02.07. – 09.07.2011….Haus am See…………………………..Beetzseeheide / Brandenburg
06.07. – 17.07.2011….Fit durch den Sommer……………..Klietz / Sachsen-Anhalt
23.07. – 06.08.2011….Zockerfahrt Ruppichteroth………..Ruppichteroth / Nordrhein-Westfalen
30.07. – 06.08.2011….Reiten auf Schloss Altenhausen……Altenhausen / Sachsen-Anhalt
01.10. – 09.10.2011…..Lustiges-Saure-Gurken-Camp……..Schlepzig  /Brandenburg
01.10. – 08.10.2011…..Next Generation………………………Jessenitz / Mecklenburg-Vorpommern
08.10. – 15.10.2011…..Kastaniemännchencamp……………Rehe / Rheinland-Pfalz

Nähere Informationen für Frühplaner

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