Fachkräfte

12. Kinderschutzforum 2018: „Kindheit – vergessen und vermessen“ am 19./21.09. in Münster

Posted on Juni 19, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen |

logoBeim diesjährigen Fachkongress der Kinderschutz-Zentren am 19./21.09.2018 in Münster wird das Thema „Kindheit – vergessen und vermessen?“ in vielen Facetten behandelt.

Folgende Fragen sollen diskutiert werden:

  • Wie können wir Kinder sehen, um sie zu verstehen?
  • Wie müssen sich Hilfen bewegen, um Kinder zu erreichen?
  • Wie sollen Hilfesysteme gestaltet sein, um Kinder zu schützen?

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PFAD kritisiert Empfehlungen der BAG LJÄ zur Kostenheranziehung junger Menschen

Posted on Juni 19, 2018. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoDie Empfehlung der BAG LJÄ zur Kostenheranziehung junger Menschen widerspricht teilweise geltendem Recht.

Die Empfehlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter von 04.05.2018 widerspricht in Punkt 8.9.1 Einkommenszeitraum (S. 34) geltendem Recht. Seit 03.12.2013 gilt mit dem KJVVG eine eindeutige Klarstellung zum anzusetzenden Einkommenszeitraum. In mehreren Urteilen, wie

  • Urteil des OVG Cottbus VG K 568/16 vom 03.02.2017
  • Urteil des VG Berlin VG 18 K 443.14 vom 05.03.2015

sowie im Rechtsgutachten (DIJuF SN_2017_0557 Kr vom 22.08.2017) und Rechtskommentar Hauck, Erich Schmidt Verlag (Stähr zu § 94 III Nr.8 RN 29) wird eindeutig klargestellt, dass der zu Grunde zu legende Einkommenszeitraum sich aus § 93 Absatz 4 SGB VIII ergibt. Demzufolge ist diese Vorschrift auch bei der Kostenheranziehung für junge Menschen und Leistungsberechtigte (§ 94 Absatz 6, SGB VIII) anzuwenden.

Die genannten Urteile sowie Rechtsgutachten und Rechtskommentar beziehen sich auf die Begründung des Gesetzesentwurfes (BT-Drs. 17/13023, S. 10 f., 14f.) Aus diesem geht hervor, dass um den Unsicherheiten der Praxis – also der Jugendämter – bei der Einkommensberechnung zu begegnen, dem § 93 der neue Absatz 4 hinzugefügt wurde. Dieser dient der Klarstellung, welcher Zeitraum für die Berechnung des Einkommens zu betrachten ist (VG K 568/16 ; VG 18 K 443.14, Stähr):
„Aus einem Jahreseinkommen ist das durchschnittliche Monatseinkommen zu ermitteln. … Grundsätzlich wird das durchschnittliche Monatseinkommen des Kalenderjahres berechnet, das dem jeweiligen Kalenderjahr der Leistung oder Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe vorangeht.“ (BT-Dr. 17/13023 S. 14/15)

Die Auffassung der BAG LJÄ, dass „§ 94 Absatz 6 SGB VIII eine eigenständige Vorschrift zur Berechnung des Kostenbeitrags des untergebrachten Personenkreises“ sei, gibt keine Basis, rechtswidrig das aktuelle monatliche Nettoeinkommen als Berechnungsgrundlage anzusetzen. Denn: „§ 94 Abs. 6 SGB VIII bestimmt keine ausdrückliche Ausnahme von dem allgemein gesetzlich bestimmten Einkommensbegriff in § 93 Abs. 4 SGB VIII.“ (VG 18 K 443.14)

Wir wissen, dass viele Kommunen finanzielle Probleme haben. Dass aber ausgerechnet junge Menschen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe oder Pflegefamilien leben, die Kassen der Kommunen füllen sollen, ist nicht nachvollziehbar. Auf Bundesebene wird aktuell intensiv diskutiert, wie Kinderarmut zu verhindern ist (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/19/19038.pdf#P.3700 S.3700-3717). Eine berufliche Ausbildung bildet eine wesentliche Grundlage, um später auf eigenen Füßen stehen zu können. Junge Menschen, die nicht die Unterstützung ihrer biologischen Familien haben, brauchen umso mehr die Hilfe und Anerkennung durch die Behörden, um nicht das Armutsrisiko ihrer biologischen Familien fortzuführen.

Stellungnahme als pdf

Quelle: PFAD Bundesverband vom 18.06.2018

 

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Neuauflage: „Recht auf Teilhabe“

Posted on Juni 18, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Wegweiser der LebenshilfeRecht auf Teilhabe“ zu allen wichtigen sozialen Leistungen für Menschen mit Behinderung wurde völlig neu überarbeitet.

Das Buch liefert einen Überblick über alle Rechte und Sozialleistungen, die Menschen mit Behinderung aktuell zustehen. Es berücksichtigt damit unter anderem die ersten Stufen der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes sowie die Rechtsänderungen durch die vergangenen Pflegestärkungsgesetze 1 bis 3. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die noch kommenden wesentlichen Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz.

Um den Leserinnen und Lesern den Einstieg in den „Dschungel“ des Sozial-Rechts zu erleichtern, werden eingangs die Rechtsansprüche von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Lebensphasen und Lebenslagen anhand von Schaubildern dargestellt. Die einzelnen Kapitel enthalten zusätzlich Tipps und (Rechen-)Beispiele. Ein Schlagwort- und Abkürzungsverzeichnis rundet das Buch ab.

Der 330 Seiten umfassende Lebenshilfe-Ratgeber (ISB-Nummer: 978-3-88617-560-4) kann für 19,50 Euro plus Versand über hauke.strack@Lebenshilfe.de oder Telefon 06421/491-123 bestellt werden.

Inhalt, Vorwort und Leseprobe

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Untersuchung zur Stabilität von Pflegeverhältnissen veröffentlicht

Posted on Juni 12, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

logoDas Caritas Kinder- und Jugendheim in Rheine veröffentlichte in Kooperation mit dem IKJ (Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH) eine Untersuchung zur Stabilität von Pflegeverhältnissen.

In den Jahren 2009 bis 2014 wurde im Caritas Kinder- und Jugendheim Rheine die Effektivität der Ambulanten Familienarbeit und der Therapeutischen Übergangshilfe (TÜ) untersucht. Ein Kennzeichen der TÜ stellt die Weitervermittlung der jungen Menschen in passende Anschlussperspektiven dar.

Von besonderem Interesse war in der Folge, wie stabil die nach der TÜ initiierten Pflegeverhältnisse sind. Dazu wurden nach einem, drei und fünf Jahren katamnestische Befragungen durchgeführt. Dabei lag die Stabilität dieser Anschlusshilfen deutlich über vergleichbaren Zahlen der Bundesstatistik.

Außerdem konnten fünf Wirkfaktoren identifiziert werden, die einen Einfluss auf die Stabilität ausüben. Die Forschungsergebnisse liegen nun in gedruckter Form vor und können kostenlos in Rheine beim Caritas Kinder- und Jugendheim (kinderheim@caritas-rheine.de) oder im IKJ bei Timo Herrmann (herrmann@ikj-mainz.de) angefordert werden.

Quelle: IKJ Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH vom 08.06.2018

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1. ZKJ-Tag am 11.09. in Köln

Posted on Juni 11, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 11.09.2018 findet in Köln der 1. ZKJ-Tag statt (ZKJ – Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe).

Diese Fachtagung für Kindschaftsrecht, Jugendhilfe und Erziehungsberatung bietet ein vielschichtiges und informatives Programm, bei dem Experten aus Recht, Pädagogik, Sozialarbeit und Familienpsychologie mit Praktikern aktuelle Praxis- und Anwendungsfragen sowie neue Entwicklungen im Bereich des Kindschafts- und Familienrecht, der Erziehungsberatung und Jugendhilfe diskutieren werden.

nähere Informationen

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„Anerkennung von Vielfalt – Reflexion des fachlichen Blicks auf Bewerbergruppen“ am 23.08. in Mainz

Posted on Juni 10, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen |

logoFür Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Pflegekinderdiensten öffentlicher und freier Träger bietet das Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz die Fortbildung „Anerkennung von Vielfalt – Reflexion des fachlichen Blicks auf Bewerbergruppen“ mit Dipl. Psych. Volker Büch an.

Der gesellschaftliche Wandel bringt vielfältige Familienmodelle in den Fokus der Fachdienste, stellt für diese oftmals eine Herausforderung dar und führt so manchmal zu Verunsicherung.

Ziel der Veranstaltung ist, dieser Vielfalt mit hilfreichen Perspektiven und konkreten Handlungsüberlegungen gerecht zu werden: Mit dem Ansatz, das Handlungsfeld Vermittlung von Kindern in Adoptiv- und Pflegefamilien als Viereck zu verstehen, tritt ein Perspektivwechsel im Verständnis der Fachkräfte hin zu einer hierarchiefreien Handlungsebene ein. Davon ausgehend soll der professionelle Blick und das daraus resultierende Handeln in Bezug auf Herkunftseltern, die Bewerberinnen und Bewerber und die zu vermittelnden Kinder gleichermaßen reflektiert werden. Ausgangspunkt wird das Handlungswissen, die Erfahrungen der Fachkräfte sowie deren Einschätzungen und Haltungen sein.

Im Einzelnen sollen die Themen: Alleinerziehende Bewerberinnen und Bewerber, gleichgeschlechtliche Paare‚ Verwandtenpflege und erwandtenadoption, Stiefkindadoption und die Bewerbergruppe mit leiblichen Kindern im Mittelpunkt stehen. Zur Konkretisierung ist vorgesehen, in parallelen Arbeitsgruppen exemplarisch Fälle zu Fragestellungen nach dem „Multipel-P-Programm“ zu bearbeiten.

nähere Informationen (S. 59)

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Artikel „Strafen, Sanktionen oder pädagogische Konsequenzen – Grundlegende Überlegungen zu Sanktionierungen in Schule und Jugendhilfe“

Posted on Juni 2, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Schule |

logoDie Landeskooperationsstelle Schule – Jugendhilfe Brandenburg starte die Reihe Fachbeiträge zur Kooperation mit dem Thema „Strafen, Sanktionen oder pädagogische Konsequenzen – Grundlegende Überlegungen zu Sanktionierungen in Schule und Jugendhilfe“ von Julian von Oppen.

Der interessante Fachartikel wendet sich Fragen von Zwang und Sanktionen im Alltag der öffentlichen Erziehung zu. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Aufträgen von Schule und Jugendhilfe, die von Fachkräften der Jugendhilfe und Lehrer/innen häufig als Kooperationsherausforderung wahrgenommen werden.

zum Artikel

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Arbeitshilfe: Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung

Posted on Mai 31, 2018. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDie Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung ist für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung immer wieder ein Problem.

Welche Leistungsansprüche bestehen? Wer kann Kindergeld, Wohngeld, BAB, BAföG und Sprachförderung erhalten?

Diese Fragen beantwortet eine aktuelle Arbeitshilfe des Paritätischen Gesamtverbandes.

zur Arbeitshilfe

Quelle: BumF Newsletter Mai 2018

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Fachtag „Die schwierige Seite des Lebens in Pflegefamilien“ am 29.06. in Siegen

Posted on Mai 29, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 29.06.2018 findet von 12.30–15.00 Uhr in der Universität Siegen ein Fachtag zum Thema „Die schwierige Seite des Lebens in Pflegefamilien“ statt. Geplant sind Vorträge von

  • Prof.ín Dr. Yvonne Gassmann: „Verletzbar durch Pflege- und Adoptivelternschaft“ und
  • Prof. Dr. Klaus Wolf: „Zusammenbruch von Pflegeverhältnissen – Ergebnisse einer internationalen Studie“

Eine Anmeldung ist nicht nötig, Kosten entstehen nicht.

Der Fachtag findet im Senatssaal (NA 016) statt. Dieser befindet sich im neuen Gebäude auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße, links des Haupteinganges. Gute Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus Adolf-Reichwein-Straße.

Quelle: Universität Siegen

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Multimedia-Reportage „Gewalt gegen Kinder – Misshandlung und ihre Folgen“

Posted on Mai 26, 2018. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: |

logoZum Thema Kindesmisshandlung erstellte der hr-iNFO eine umfassende Recherche. Die Multimedia-Reportage „Gewalt gegen Kinder – Misshandlung und ihre Folgen“ zeigt Schwachstellen beim Kinderschutz in Deutschland auf.

zum Dossier „Wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen Opfer ohne Stimme“

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Webseite der Initiative „Dialogforum Pflegekinderhilfe“ ist online

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

logoDie frisch ans Netz gegangene Website www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de macht der Öffentlichkeit und der Fachwelt die Debatten und Ergebnisse des Dialogforums Pflegekinderhilfe zugänglich! Das Dialogforum Pflegekinderhilfe hat zur Aufgabe, im Dialog mit unterschiedlichen Akteur_innen im Feld, der Fachpraxis und der Politik, fachliche Handlungs- und gesetzliche Änderungsbedarfe herauszuarbeiten. Diese Erkenntnisse werden auf der nun veröffentlichten Web-Seite in Form von Dokumentationen themenspezifischer Veranstaltungen, Expertisen und Diskussionspapieren der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Vertiefend wurden Fragen im Feld behinderter Pflegekinder und der Inklusion, des Übergangs ins Erwachsenenlebens (Care-Leaving), der Migration und der Vormundschaft behandelt.

Zum Hintergrund: Im Zuge der Neubestimmung des SGB VIII wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingesetzt, deren Aufgabe es unter anderem war, Eckpunkte für eine Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe zu definieren und Vorschläge zu unterbreiten. Parallel dazu hat das BMFSFJ ab Juni 2015 die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) mit der Organisation und Gestaltung des Dialogforums Pflegekinderhilfe beauftragt.

Unter der Internetadresse www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de können alle Texte abgerufen und der Verlauf der Diskussion nachvollzogen werden. Gerne steht die IGfH für Rückfragen unter igfh@igfh.de (www.igfh.de) oder unter der Telefonnummer 069/633986 0 zur Verfügung.

Quelle: IGFH

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Dokumentation der Tagung der Erziehungshilfefachverbände „Alles neu und anders?

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoAlle Präsentationen der sehr gut besuchten  gemeinsamen Veranstaltung der Fachverbände für Erziehungshilfe „Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und die Kinder- und Jugendhilfe“ am 16. Mai 2018 in Frankfurt stehen ab sofort auf den Seiten der IGfH und der anderen Verbände zur Verfügung. Mit Beiträgen von Angela Smessaert, Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen, Tilmann Fuchs, Prof. Dr. Wolfgang Schröer.

Zum Hintergrund: Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde eine der großen sozialpolitischen Reformen der letzten Legislaturperiode umgesetzt. Das BTHG hat ab dem 1.01.2018 schon Auswirkungen auf die Arbeit der Jugendämter. Ist die Kinder- und Jugendhilfe mit Hilfebedarfen aufgrund von Behinderungen konfrontiert, agiert sie nun zwingend als Rehabilitationsträger (vgl. § 6 Abs. 1 Nr. 6 SGB IX) mit der Konsequenz der Anwendung eigener Verfahrensregelungen (fristgebundene Bedarfsfeststellung, Einsatz von spezifischen Instrumenten zur Bedarfsfeststellung und Dokumentationsverfahren etc.). Dabei scheinen etliche Fragen noch ungeklärt zu sein, z.B. welche Folgen hat es, wenn die Kinder- und Jugendhilfe von einer Familie mit einem behinderten Kind nicht ausschließlich wegen des behinderungsbedingten Hilfebedarfs nachgefragt wird?

Zum anderen weisen die Behindertenverbände darauf hin, dass zukünftig im Zuge einer inklusionsorientierten SGB VIII-Reform, das im BTHG vorgesehene Teilhabeverfahren (nach SGB IX, Teil 1) auch anschlussfähig und kompatibel sein muss mit dem Hilfeplanverfahren des SGB VIII. Hier werden deutliche Veränderungen im SGB VIII gefordert. Wie ist dies zu bewerten? Welche Folgen und (unbeabsichtigten) Nebenfolgen sind zu bedenken? Welche neuen und alten Fragen stellen sich bei der Festlegung von Altersgrenzen und für die Übergangsplanung aus der Jugendhilfe in ein anderes Sozialleistungssystem (z.B. die Eingliederungshilfe nach SGB IX)? Wie gehen die Kommunen, die freien Träger und Fachverbände damit um, dass sich – genereller gesprochen – die Fachdebatten stark auf die Neugestaltung der rechtsanspruchsgesicherten Individualleistungen konzentrieren und weniger auf die Weiterentwicklung einer teilhabegerechteren Infrastruktur?

Solche und andere Fragen wurden auf der ersten großen bundesweiten Tagung zu diesen Themenkreisen diskutiert. Die Präsentationen finden Sie hier.

Quelle: IGfH

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Schweiz: Adoptionsurlaub ist umstritten

Posted on Mai 23, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie Luzerner Zeitung berichtet am 23.05.2018 im Artikel „Den Einen zu viel, den Andern zu wenig: Der Adoptionsurlaub ist umstritten“ über eine Kontroverse in der Schweizer Politik:

„Wer ein Kind unter vier Jahren adoptiert, soll zwei Wochen Adoptionsurlaub beziehen können. Während sich das bürgerliche Lager gegen einen solchen Ausbau der Sozialleistungen stellt, will die linke Seite die Altersgrenze erhöhen und die Dauer des Urlaubs verlängern.“

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Dokumentation der Bundestagung „Bereitschaftspflege – Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ online gestellt

Posted on Mai 22, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie Präsentationen der Hauptvorträge und der 20 Workshops auf der IGfH-Fachtagung in Kooperation mit DIJuF, Forschungsgruppe Pflegekinder und Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V. für Fachkräfte in der Pflegefamilie, Vormünder, Bereitschaftspflegeeltern und Interessierte sind nun auf der Webseite http://bereitschaftspflege2018.de/ zu finden.

Die dokumentierte Tagung wirft einen Blick auf die familiären Krisen, die Möglichkeiten und Begrenzungen der biografischen Weichenstellungen und auf notwendige Kooperationen während und nach der Bereitschaftspflege. Die Prozesse der Perspektivklärung und der Übergangsgestaltung stehen dabei im Fokus.
Die zwei zentralen Botschaften der Fachtagung lauten: Auf die Fachkräfte und Kooperationspartner_innen kommt es an: Sie müssen aktiv in die Kommunikation mit Eltern und Bereitschaftspflegeeltern gehen! Das Kind muss jenseits aller Krisen im Mittelpunkt stehen. Der junge Mensch muss informiert sein, seine Signale müssen ernstgenommen werden und gleichzeitig dürfen die Bereitschaftspflegeeltern nicht allein gelassen werden.

Ein Großteil der in den Workshops erzielten Ergebnisse sowie die vorgetragenen Präsentationen stehen unter dem Menüpunkt „Nachlese“ auf der Homepage der Tagung zu Ihrer Information bereit.

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„Vom Störfaktor zur Ressource – Die leiblichen Eltern gehören dazu!“ am 23.08. in Hannover

Posted on Mai 21, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

logoAndrea Dittmann und Dirk Schäfer referieren am 23.08.2018 im Landesjugendamt Hannover zum Thema „Vom Störfaktor zur Ressource – Die leiblichen Eltern gehören dazu!„.

Wenn die Zusammenarbeit mit der leiblichen Familie gelingt und beide Eltern zum Wohle des Kindes zusammenwirken, so ist dies von unschätzbarem Wert für das Gelingen eines Pflegeverhältnisses. Zwei Familien zu haben muss für die Kinder nicht Belastung, sondern kann auch Bereicherung bedeuten. Doch wie kann die Beteiligung der Eltern in unterschiedlichen Settings aussehen? Eine Ermunterung, sich der Herausforderung anzunehmen.

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Bereitschaftspflege: Eine Familie auf Zeit

Posted on Mai 18, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoWie können Pflegekinder in Krisensituationen gut begleitet und Pflegeeltern wirksam unterstützt werden? Das diskutierten Experten der Sozialen Arbeit auf der Fachtagung „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“.

Fremdheit. Das Gefühl erleben viele Kinder, die nach schwierigen Familienerfahrungen aus einer Notsituation heraus in eine Bereitschaftspflegefamilie kommen. Fremde Menschen, fremde Gewohnheiten, eine unbekannte Familienkultur. Bereitschaftspflegeeltern nehmen Kinder, die oft durch Turbulenzen sehr irritiert sind, in ihrem privaten Lebensfeld auf. Sie begleiten sie eine Zeit lang, bis die Kinder in eine andere Familie kommen. Auf der von der Uni Siegen mitorganisierten Fachtagung „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn Bad Godesberg berieten über 270 Fachleute aus unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit in Deutschland, wie Pflegefamilien wirksam unterstützt und Kinder in Krisensituationen gut begleitet werden können. Die Pflegekinderhilfe in Deutschland möchte Krisen von Familien und Kinder in Not künftig noch besser begleiten und öffentlich ihre Möglichkeiten vorstellen.

„Bereitschaftspflege ist wichtig und wertvoll – aber sie stellt für die betroffenen Kinder häufig eine Zumutung dar“, erklärte Dr. Daniela Reimer, Expertin für Sozialpädagogik und Sozialarbeit von der Universität Siegen. Die Kinder müssten sich einerseits auf die fremde, neue Familie einlassen, um in und mit ihr leben zu können. Andererseits wüssten die Kinder, dass es sich nur um einen vorübergehenden Lebensort handelt. „Aus dieser brisanten Mischung ergeben sich Belastungen und Spannungsfelder für das Kind und die Bereitschaftspflegefamilie“, sagte Reimer. „Aufgabe der Fachkräfte im Pflegekinderdienst ist es, diese wahrzunehmen und allen Beteiligten hilfreiche Ressourcen zur Bewältigung zur Verfügung zu stellen.“

Dass Pflegefamilien gut begleitet und unterstützt werden, sei dabei entscheidend, sagte Professor Dr. Klaus Wolf von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen. „Wenn die Familien diese Unterstützung nicht erhalten, geben sie ihre Tätigkeit auf“, erklärte er. „Für die Bereitschaftspflege gilt: Wer es billig haben will, kriegt es richtig teuer. Menschen, die sich diese komplizierte Aufgabe zutrauen, zögern, wenn sie nicht durch einen guten Pflegekinderdienst begleitet werden. Dann fehlen Bereitschaftspflegefamilien und die Inobhutnahme von Kindern kann nur über Heime erfolgen, was erheblich höhere Kosten verursacht.“

Was würde uns fehlen, wenn wir die Bereitschaftspflegefamilien nicht hätten? „Wir hätten eine der besten Antworten auf akute Notsituationen von Kindern nicht: eine Familie, die sie jederzeit aufnehmen kann, in der sie zur Ruhe kommen können und die den Jugendämtern die Zeit für eine gute Perspektivklärung gibt“, sagte Wolf.

Familie Spiekermann aus Hamburg ist eine solche Bereitschaftspflegefamilie – seit 22 Jahren. Sie haben schon viele ältere Pflegekinder spontan und auf Zeit aufgenommen. Oft wird Familie Spiekermann gefragt, ob das Leben mit den Pflegekindern nicht auch Probleme bereitet. „Ältere Kinder und Bereitschaftspflege – das funktioniert“, erzählten sie auf der Fachtagung aus erster Hand. „Oft sogar sehr gut.“

Nicole de Vries von der PFIFF (Pflegekinder und ihre Familie) gGmbH Hamburg beschäftigte sich auf der Fachtagung vor allem mit dem Thema, wie die Kinder wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren können. „Es gibt einen Weg zurück zu den Eltern – aber der muss sensibel begleitet werden“, sagte er. Der Rückführungsprozess lebe von ständiger transparenter Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Die Bereitschaftspflegefamilien hätten dabei eine Schlüsselfunktion: „Sie übernehmen die Aufgabe, den Prozess stetig für das Kind zu ‚übersetzen‘ und einzuordnen. Eine riesige aber lohnende Herausforderung für alle.“

Veranstalter der Fachtagung war die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen und dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V.; Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF).

nähere Informationen

Quelle: Universität Siegen vom 17.05.2018

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Praxishilfen zur beruflichen Integration junger Geflüchteter

Posted on Mai 15, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoJunge Geflüchtete benötigen Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und Integration, denn der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist kein Selbstläufer. Das Buch „Berufliche Integration junger Flüchtlinge. Praxishilfe für die Soziale Arbeit“ von Reinhold Gravelmann (Reinhardt-Verlag, März 2018) bietet Fachkräften wie ehrenamtlich Aktiven Hintergrundinformationen, was bei der beruflichen Orientierung zu beachten ist und wie der Zugang zum und der Verbleib im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gelingen kann; darüber hinaus wird auf Förderprogramme und die Leistungen verschiedener Akteure, etwa der Jobcenter/Arbeitsagenturen eingegangen. Wichtig für die Praxis: das Buch beinhaltet viele Beispiele und sehr konkrete Tipps und Anregungen für den pädagogischen Alltag, damit die Aufgaben der beruflichen Integration junger Geflüchteter zielführend und erfolgreich angegangen werden können.

Inhaltsangabe sowie Leseprobe

Eine grundlegende Orientierung für Fachkräfte insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe bietet das ebenfalls von Reinhold Gravelmann verfasste Buch: „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe. Orientierung für die praktische Arbeit“ (2. Aufl. 2017). Es ist ebenfalls im Reinhardt-Verlag erschienen. Das Buch beinhaltet sehr praxisnah alle relevanten Themen im Kontext der Betreuung und Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Leseprobe, Inhaltsverzeichnis, Rezension

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Neue gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in Trier

Posted on Mai 13, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Rheinland-Pfalz |

logo(us) Ab dem 01.07.2018 werden die Landkreise Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, der Vulkaneifelkreis und die Stadt Trier eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in Trier betreiben.

Statt bisher zusammen 3,6 Stellen, werden durch die Bündelung künftig nur noch 2,5 MitarbeiterInnen in der neuen Vermittlungsstelle ausschließlich mit Adoptionsarbeit beschäftigt sein.

Quelle: Artikel „Die Region will Adoptionen erleichtern – und sparen“ in Volksfreund vom 11.05.2018

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„Biographiearbeit mit Pflegekindern“ am 04./05.06. in Hannover

Posted on Mai 10, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoHeidrun Sauer vom Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. wird am 04./05.06.2018 im Landesjugendamt Hannover über „Biographiearbeit mit Pflegekindern“ referieren.

Biografiearbeit bietet Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien die Chance, Brücken zwischen den verschiedenen Bezugspunkten – Herkunftsfamilie, Pflegefamilie, weitere Wege – zu bauen und komplexe Zusammenhänge in ihrem Leben besser zu verstehen. Sie stärkt ihr Selbstvertrauen und unterstützt ihre Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung.

nähere Informationen

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Adoptionstag in Bayern: „Unterschiedliche Familienkulturen, unterschiedliche Entwicklung des Adoptivkindes“ am 16.06. in Ingolstadt

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Veranstaltungen |

logoDer PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. veranstaltet am Samstag, den 16.06.2018 in Ingolstadt den Adoptionstag 2018 zum Thema „Unterschiedliche Familienkulturen, unterschiedliche Entwicklung des Adoptivkindes„.

Als Referentinnen werden Susanne Fuchs und Judith Marz von Eltern für Afrika e.V. sprechen.

Weitere Informationen über info@pfad-bayern.de oder Tel. 08251 / 1050 (Mo-Fr von  8-11.30 Uhr)

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Anti-Mobbing-Kampagne „DU DOOF?!“ erfolgreich gestartet

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDas Thema Mobbing betrifft leider schon die Jüngsten. Comedian und Kinderliedermacher Tom Lehel engagiert sich nun mit einer Stiftung gegen dieses große Problem.

Am 04.05. startete das bundesweite Präventions- und Interventionsprogramm „DU DOOF?!“ der Stiftung „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“ mit starker Unterstützung u. a. von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die Tom Lehel per Twitter und Facebook persönlich zu seinem Engagement gegen Mobbing gratulierte.

Parallel erschien mit „DU DOOF?!“ das offizielle Musikvideo gegen Mobbing, an dem zahlreiche Stars mitwirkten: die YouTube-Stars Die Lochis, Mike Singer und Julien Bam, die Comedy-Stars Martina Hill, Mirja Boes, Chris Tall, Kaya Yanar, Dr. Eckart von Hirschhausen und Bülent Ceylan, die Moderatoren Oliver Welke, Guido Cantz und Wolfram Kons, Dr. Auma Obama, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, DJ Bobo u. v. m.

Auf der Homepage des Programms www.du-doof.org sind neben dem Musikvideo zahlreiche Begleitvideos sowie Infos und Hilfsangebote zum Thema Mobbing zu finden. Die Stiftung und das Programm finanzieren sich ausschließlich über Spenden.

Der Anti-Mobbing-Song von Tom Lehel ist auch hier zu hören: https://open.spotify.com/track/32pxH3PVJzUhvaLaMX2Vm1?si=ZtPoEM6eRbKC7Ok45yP0Zg

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Fachtag „Einmal von der Perspektivklärung zum Perspektivwechsel hin zur Partizipation und wieder zurück…“ am 25.06. in Berlin

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoEine rasche Perspektivklärung ist wichtig für Kinder. Neben der Sicherheit und der Dauerhaftigkeit in der Versorgung steht das Wohlbefinden der betroffenen Kinder im Fokus des Kinder- und Jugendhilfesystems. Erwachsene Adoptierte und sog. Careleaver geben an, dass die eigene Identitätssuche und erlebte Loyalitätskonflikte zentrale Bestandteile in der eigenen Biografie darstellen. Pflegefamilien oder eine Adoption bieten Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, eine Chance, in stabilen und entwicklungsfördernden Familienverhältnissen (vorübergehend) aufzuwachsen.

Auf der Tagung „Einmal von der Perspektivklärung zum Perspektivwechsel hin zur Partizipation und wieder zurück…“ am 25.06.2018 in Berlin des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Hilfe hilft am besten und nachhaltig? Inwiefern unterstützen sich die Fachkräfte im Hilfesystem? Wie arbeiten die Professionellen mit den (Herkunfts-)Familien zusammen bzw. wie werden die Dynamiken und Loyalitäten berücksichtigt?

Flyer mit Programm und Anmeldeformular

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Vorlesung „Verletzbarkeit durch erworbene Elternschaft“ am 07.06. an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel

Posted on Mai 6, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoIm Rahmen der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen wird Yvonne Gassmann ( Pflegekind Aktion Schweiz) am 07.06.2018 an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel zum Thema „Verletzbarkeit durch erworbene Elternschaft“ referieren.

Wie Kinder durch ihre Eltern leiden, ist bekannt und erforscht. Im Zusammenleben von Kindern und Eltern können aber auch die Eltern emotional verletzt werden. Das ist ein wenig thematisiertes, eher tabuisiertes Thema. Pflegeeltern und Adoptiveltern sind in engen, emotionalen und deshalb normalen Eltern-Kind-Beziehungen spezifisch oder zusätzlich verletzbar. In einer breit angelegten Untersuchung kamen sie zu Wort. Die Analysen und Rekonstruktionen ihrer Erzählungen und Berichte erlauben, 7 Modalitäten und 7 Entwicklungsräume erworbener Elternschaft darzulegen. Im Vortrag werden diese 2 x 7 Perspektiven als Diskussionsgrundlage vorgestellt. Jede Perspektive kann zur Orientierung, zur Reflexion und für ein Normalisieren aufgegriffen werden. Auch können so die Entwicklung eines Elternselbst und eines sowohl visionären als auch im Alltag tragenden Elternselbst-Leitbildes veranschaulicht werden.

Einen weiteren Beitrag bietet Prof.ín Nina Heinrichs (TU Braunschweig) zum Thema „Wie beeinflussen Traumatisierungen im Kindesalter die Gesundheit von Pflegekindern? – Ergebnisse der Pflegekinderstudie „Grow and Treat“.

Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

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„Diagnostik psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen“ am 05.06. in Augsburg

Posted on Mai 5, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoPfad für Kinder Augsburg e.V. lädt am 05.06.2018 ein zur Fortbildung „Diagnostik psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen“ mit Traumatherapeutin Birgit Hildebrandt.

Aktuelle psychische Auffälligkeiten, Kompetenzen, Entwicklungsstand und schulische Leitungen des Kindes/Jugendlichen, aber auch das familiäre Umfeld spielen fließend in die Diagnose ein. Die notwendige Toleranz der Umwelt und die speziellen Hilfen bekommt man besser mit Diagnose als mit nur einem Verdacht!

Frau Hildebrandt hat durch ihre Arbeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin einen hohen Erfahrungsschatz und wird anhand von Beispielen das Seminar praxisnah gestalten. Zuerst werden die Unterschiede zwischen Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater veranschaulicht um die jeweilige Vorgehensweise besser verstehen zu können.

Was bedeutet eine Diagnose und welche Behandlungsmöglichkeiten resultieren daraus?

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Schwerpunktkuren für Adoptiv- und Pflegefamilien

Posted on Mai 2, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoFolgende Kliniken bieten 2018 wieder spezielle Schwerpunktkuren für Familien mit Pflege-/Adoptivkindern an:

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Happy Hübi Pflegekinderfreizeiten im Westerwald

Posted on Mai 1, 2018. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDas Familienferiendorf Hübingen bietet Erlebnisfreizeiten an, die auf die speziellen Bedürfnisse von Pflegekindern abgestimmt sind. Auch Kinder mit Defiziten, Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Störungen und Behinderungen werden adäquat betreut.

Die Kosten können ggf. direkt mit der jeweiligen Pflegekasse abgerechnet werden.

Die Termine für 2018 sind:

  • 25.–29. Juli
  • 19.–21. Oktober
  • 16.–18. November
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PFAD Fachzeitschrift 2/2018: „Vorgeburtliche Beeinträchtigungen“

Posted on Mai 1, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

logoAusgabe 2/2018 der PFAD Fachzeitschrift beschäftigt sich mit dem Thema „Vorgeburtliche Beeinträchtigungen„.

PFAD Vorsitzende Dagmar Trautner (im Editorial): „Ein kleines Neugeborenes kommt auf diese Welt und hat schon die Erlebnisse der Schwangerschaft im Gepäck. Es können schöne Erinnerungen sein, z.B. an die Musik von Mozart, die Babys im Mutterleib schon ab der vierten Woche gut tut. Ein Großteil unserer Pflege- und Adoptivkinder macht ganz andere Erfahrungen in der Schwangerschaft. Schädigende Stoffe wie Alkohol, Nikotin oder harte Drogen beeinträchtigen ihre Entwicklung massiv. Belastende Lebensumstände der Mutter prägen die Schwangerschaft und lassen Mutter und Kind nicht zur Ruhe kommen. Erschreckend ist auch, dass traumatischer Stress das Erbgut verändern kann und sogar an nachfolgende Generationen weiter gegeben wird.
Die Auswirkungen zeigen sich in Verhaltensstörungen unterschiedlicher Ausprägung. So früh schon belastete Kinder benötigen aufgrund ihrer chaotischen Vorerfahrungen besonders viel Stabilität und Sicherheit. Die Beiträge im Heft geben nützliche Tipps zur Gestaltung des erzieherischen Alltags. Die eigene Haltung im Umgang mit Betroffenen ist bedeutsam. Eine optimistische und zugleich realistische Perspektive auf die Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes sollte stets erhalten bleiben, auch wenn Rückschläge und Enttäuschungen zwischenzeitlich entmutigen. Daneben bilden liebevolle Konsequenz und absolute Verlässlichkeit günstige Voraussetzungen für eine gute Entwicklung. “

Einige Inhalte:

  • Carmen Thiele: Vorgeburtliche Belastungserfahrungen von Adoptiv- und Pflegekindern und ihre Auswirkungen
  • Janina Dyba, Diana Moesgen & Michael Klein: Crystal Meth in der Schwangerschaft – Auswirkungen auf die Kindesentwicklung und die Bedeutung für Pflege- und Betreuungspersonen
  • Katrin Boger: Umgang mit frühen Traumata bei Pflege- und Adoptivkindern
  • Gela Becker: Kinder und Jugendliche mit FASD – Herausforderungen für die Schulen
  • Zum Mitmachen! Die Bedeutung fachlicher Begleitung von Pflegeeltern innerhalb der Betreuung von Pflegekindern
  • Ein PFAD-Wochenende in Berlin
  • Vorstandswahl
  • Treffen mit MdB Marcus Weinberg
  • PFAD Ländergremium 1/2018
  • Gut vernetzt

Darüber hinaus bietet das Heft wieder Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Rechtsthemen, Rezensionen und Leseranfragen.

nähere Informationen zur PFAD Fachzeitschrift

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iCanDo Kinderreisen 2018

Posted on April 29, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoWildfang e.V. bietet seit 2000 Ferienbetreuungen für Kinder aus Erziehungsstellen und Pflege- bzw. Adoptivfamilien in verschiedenen Bundesländern an schönen Orten mit tollen Aktionen und professioneller Betreuung an.

Bei allen Kinderreisen wird jedes Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen betreut, gleich welche Auffälligkeit oder Behinderung es hat.

Für Berlin und Umgebung organisiert der Verein zudem iCanDo-Friends (stundenweise, individuelle Betreuung in einer Kleingruppe) und iCanDo-Heimspiele (Hausbetreuungen) für Kinder in besonderen Lebenssituationen.

Wildfang e.V. ist als niedrigschwelliges Betreuungsangebot nach § 45 SGB XI anerkannt.

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Kindesmissbrauch in der Familie hat schwerwiegende Folgen – auch für Geschwister

Posted on April 25, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoWird ein Kind in der Familie misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt, ist das Risiko für Geschwister, ebenfalls Opfer zu werden, vier Mal so groß wie in anderen Familien. Das zeigt eine Studie von DJI-Wissenschaftlerin Susanne Witte, die erstmals in Deutschland die Situation von Geschwistern bei Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung in der Familie untersucht hat. Trotz der erhöhten Missbrauchsgefahr und psychischer Beeinträchtigungen bis ins Erwachsenenalter berücksichtigen Kinderschutzverfahren die Belange von Schwestern und Brüdern derzeit nur unzureichend.

„Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in einer Familie auch die Situation der Geschwister abgeklärt werden muss“, sagt Susanne Witte. Dies sei zeitintensiv und passiere je nach personellen Ressourcen aktuell nur teilweise im Rahmen einer familienbasierten Fallbearbeitung im Jugendamt. Stattdessen wäre es sinnvoll, diese Prüfung in den Leitlinien und Handlungsanweisungen für Kinderschutzverfahren zu verankern. Geschwister seien auch dann einem erhöhten Risiko ausgesetzt, wenn sie nicht im selben Haushalt leben.

Vor allem sexueller Missbrauch sowie emotionale Vernachlässigung, beispielsweise durch Beschimpfungen und Herabwürdigungen, beeinträchtigen die psychische Gesundheit der betroffenen Kinder und deren Geschwister bis ins Erwachsenenalter. Hinzu kommt, dass die Heranwachsenden zusätzlich durch schlechtere Geschwisterbeziehungen belastet sind: In Familien, in denen Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung vorkommen, streiten Geschwister häufiger und haben ein weniger vertrauensvolles Verhältnis zueinander.

Für die Studie wurden mehr als 4.500 Erwachsene anhand des vielfach erprobten „Childhood Trauma Questionnaire“ online zu möglichen Misshandlungs- und Missbrauchserfahrungen befragt sowie zu ihrer Geschwisterbeziehung, zum Verhalten der Eltern und zur aktuellen psychischen Belastung. Bei 870 Teilnehmenden war es möglich, zusätzlich einen Bruder oder eine Schwester zu interviewen. Dadurch konnten erstmals verschiedene Erfahrungen in einer Familie berücksichtigt werden. Da mehr Frauen, mehr Personen jüngeren Alters und mit einem höheren Schulabschluss an der Studie teilgenommen haben, ist sie nicht repräsentativ.

Susanne Witte hat die Forschungsarbeit für ihre Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München durchgeführt. Sie wurde betreut von Sabine Walper, Forschungsdirektorin des DJI und Professorin an der LMU, sowie von Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm.

Die Ergebnisse der Studie sind 2018 unter dem Titel „Geschwister im Kontext von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung“ im Verlag Beltz Juventa erschienen.

Quelle: DJI vom 24.04.2018

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BMFSFJ Broschüre „Gutes Aufwachsen mit Medien“

Posted on April 22, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie neue Broschüre „Gutes Aufwachsen mit Medien“ hat den Schwerpunkt Digitales Kinderzimmer. Experten und Eltern geben Tipps für den sicheren Umgang mit Smart-Toys und Online-Risiken. Für Kinder liegt ein buntes Papierhandy mit sieben Kreativ-Karten bei. Damit lernen sie gute Kinderangebote kennen und können selbst etwas gestalten.

Der Info-Laptop „Fit fürs Netz!“ enthält wichtige Online-Regeln. Außerdem gibt es einen Sticker mit individuellem Passwort-Schlüssel zum Erstellen sicherer Passwörter.

Die Broschüre kann kostenlos bestellt oder direkt heruntergeladen werden.

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Expertise zu sexualisierter Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen vorgestellt

Posted on April 20, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

logoSeit 2016 koordinieren die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT und dem BMFSFJ einen Fachkreis zu dem hochemotionalen und tabuisierten Themenfeld der sexualisierten Gewalt in organisierten und rituellen Strukturen. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft, die nun im Zuge eines Fachtages in Berlin vorgestellt wurde.

Sexualisierte Gewalt hat viele Formen und Facetten. Spätestens mit der Aufdeckung des unvorstellbaren Ausmaßes von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Jahr 2010 wurde deutlich, welche enormen gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen ihre Bekämpfung voraussetzt. Politik und Gesellschaft in Deutschland haben in den vergangenen Jahren viele Aspekte diskutiert und Initiativen auf den Weg gebracht. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun!

Tabuthema mit Praxisrelevanz

So ist sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen nach wie vor ein tabuisiertes und kontrovers diskutiertes Thema. Repräsentative wissenschaftliche Studien zur Häufigkeit und den Folgen liegen nicht vor. Demgegenüber stehen jedoch eine Vielzahl an Berichten, Befragungen und Fachliteratur, die eine hohe Relevanz in der Praxis aufzeigen. Diese Diskrepanz führt in der Öffentlichkeit sowie im fachlichen Diskurs oftmals zu Verständigungsproblemen und Uneinigkeiten. Berichte Betroffener und professioneller Unterstützer*innen, aber auch eine nicht unerhebliche Zahl beim Fonds sexueller Missbrauch gestellter Anträge beschreiben eindringlich die Notlage: Für Menschen mit diesen Erfahrungen ist es oft besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten und gehört zu werden.

Um das Thema voranzubringen, wurde 2016 ein Fachkreis beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit etwa 20 Expert*innen unterschiedlicher Professionen und Arbeitsfelder eingerichtet und durch die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT koordiniert. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft, die am 12. und 13. April 2018 Zuge eines thematischen Fachtages im BMFSFJ in Berlin vorgestellt wurde.

Sensibilisierung und interdisplinäre Zusammenarbeit

Das Ziel des Fachtages war es, das Thema sichtbar zu machen, es ernst zu nehmen und die Fachöffentlichkeit zu sensibilisieren. Dies gelang Dank der eingeladenen Expert*innen, die eine sachlich fundierte und unaufgeregte Auseinandersetzung vermittelten. Und auch die Teilnehmer*innen des Fachtages aus Politik, Justiz, Polizei, Verwaltung, Pädagogik, Fachberatungsstellen und dem Gesundheitswesen diskutierten entschlossen mit und machten die Veranstaltung zu einem wirklichen Austausch der Professionen.

So konnte mit dem Fachtag und den veröffentlichten Empfehlungen ein wichtiger Schritt gegangen werden. Denn nur durch eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit lassen sich komplexe Gewaltstrukturen aufbrechen, Unterstützung und Hilfe für Betroffene gewährleisten und das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Schutz in Zukunft sicherstellen!

zu den Empfehlungen

Quelle: Die Kinderschutzzentren vom 17.04.2018

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„Besondere Kinder mit besonderen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten brauchen auch besondere Pädagogik“ am 16.06. in Freudenstadt

Posted on April 16, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 16.06.2018 referiert Luise Hepp für die Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V. in Freudenstadt zum Thema „Besondere Kinder mit besonderen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten brauchen auch besondere Pädagogik„.

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„Rechtliche und soziale Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens“ am 14.06. in Berlin

Posted on April 14, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 14.06.2018 veranstalten das Zukunftsforum Familie e.V. (ZFF) und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in Berlin die Fachtagung „Rechtliche und soziale Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens„.

Familienformen wandeln sich: Neben verheirateten heterosexuellen Paaren mit Kind(ern) nimmt der Anteil an nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Mehreltern- und Patchwork-Konstellationen sowie Regenbogenfamilien, Ein-Elternfamilien und Pflegefamilien zu. Kinder, Mütter und Väter erleben somit Brüche und Übergänge zwischen verschiedenen Familienformen und biologische, rechtliche und soziale Elternschaft fallen dabei zunehmend auseinander. Diesen Sorge- und Verantwortungsgemeinschaften steht allerdings ein Rechtssystem gegenüber, dass Vielfalt nicht angemessen berücksichtigt. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare hat die Anerkennung der gesellschaftlichen Realität und die rechtliche Gleichstellung vollzogen. Eine in die Zukunft gerichtete Familienpolitik muss aber über die Öffnung der Ehe hinausdenken.

Mit dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft sollen auf unserer Fachtagung „Rechtliche und soziale Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens“ Konzepte zur Förderung dieser vielfältigen Sorge- und Verantwortungsgemeinschaften diskutiert und weiter gedacht werden. Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Ilona Ostner, wird in Workshops zu unterschiedlichen rechtlichen und sozialen Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens diskutiert.

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Innere Mission ehrt Radiosendung“Nah dran“ über Pflegefamilien

Posted on April 12, 2018. Filed under: Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen |

logoDie Bayern-2-Autorin Katharina Hübel erhält für ihre Sendung „Eltern ohne Rechte – Das Extreme Leben als Pflegefamilie“ den diesjährigen Karl-Buchrucker-Preis der Inneren Mission in München. Der Preis geht jedes Jahr an Journalisten, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen.

Für dieses Radiointerview zum Alltag von Pflegefamilien in Bayern stellten sich Alwine Höckmair und Alexander Merz vom Vorstand des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern e.V. zur Verfügung.

nähere Informationen zur Preisvergabe und Möglichkeit zum Anhören der Sendung

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Vorlesung „Normalitätskonstruktionen in Biografien ehemaliger Pflegekinder“ am 16.05. an der HAWK Holzminden

Posted on April 12, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoIm Rahmen der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen wird Dr. Daniela Reimer (Forschungsgruppe Pflegekinder, Uni Siegen) am 16.05.2018 an der HAWK Holzminden zum Thema „Normalitätskonstruktionen in Biografien ehemaliger Pflegekinder“ referieren.

Pflegekinder erleben oft, dass sie sich aufgrund ihrer Herkunftsfamiliengeschichte und ihres Pflegekindseins von anderen Menschen unterscheiden. Sie sind herausgefordert, in dieser Situation für sich selbst Normalität zu konstruieren und diese Konstruktionen aufrechtzuerhalten. Im Vortrag soll vorgestellt werden, wie ihnen das auf unterschiedliche Weise gelingt. Daran anknüpfend wird diskutiert, wie Pflegekinderdienstmitarbeiterinnen und Pflegeeltern Ressourcen für hilfreiche Normalitätskonstruktionen zur Verfügung stellen können.

Einen weiteren Beitrag bieten Gisela Michalowski (Vorsitzende FASD e.V.) und Anette Kleine-Gödde (Landkreis Hameln-Pyrmont) über das Thema „Das fetale Alkoholsyndrom FASD„.

Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

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„Selbstverletzendes und selbstschädigendes Verhalten“ am 17.05. in Augsburg

Posted on April 11, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoPfad für Kinder Augsburg e.V. lädt am 17.05.2018 ein zur Fortbildung „Selbstverletzendes und selbstschädigendes Verhalten“ mit Igor Djukic, Facharzt für Psychatrie und Psychotherapie.

Es werden Filmausschnitte gezeigt, in denen junge Frauen beschreiben, wie sie immer weiter die Kontrolle über ihr selbstverletzendes Verhalten verloren haben und wie es zu einer zwanghaften Handlung wurde. Aus einem scheinbaren Pubertätsritus wird ein Suchtverhalten. Sie erzählen von fehlender Wärme, von Einsamkeit, von Leere, unerträglicher Verzweiflung und Anspannung, sie sich mit dem Akt der Selbstverletzung entlädt. Aber sie beschreiben auch ihre Hoffnungen, Wünsche und ihren täglichen Kampf. Die persönlichen Erzählungen der jungen Frauen lassen ein Gesamtbild der Krankheit entstehen, da sie sich in unterschiedlichen Phasen ihrer Erkrankung befinden und auch sehr unterschiedliche Wege beschreiten, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Es kommt auch ein Elternpaar ausführlich zu Wort. Sie beschreiben, wie sie zunächst das Problem als eigenes Versagen interpretiert haben, von ihrer großen Hilfslosigkeit, aber auch, wie sie nach einiger Zeit einen gemeinsamen Weg gefunden haben, die Krise zu bewältigen. Ergänzt werden diese sehr persönlichen Aussagen durch Erläuterungen vom Referenten.

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Fall Chris in Hamburg

Posted on April 9, 2018. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

logoAnläßlich der eskalierenden Auseinandersetzung zwischen Pflegeeltern und einem Amtsvormund bezüglich der Auswahl der Einrichtung für die Unterbringung eines 17-jährigen behinderten Pflegekindes aus Hamburg, meldet sich Edda Jacobs, Vorsitzende des Hamburger PFAD Landesverbandes Freunde der Kinder e.V. im Artikel „Fall „Chris“: Strafanzeige gegen Amtsvormund“ im Hamburger Abendblatt vom 09.04.2018 zu Wort:

„Es ist für uns völlig unverständlich, dass der Amtsvormund eine so lebenswichtige Entscheidung über den zukünftigen Lebensort seines Mündels gegen den eindeutig geäußerten Wunsch des jungen Menschen treffen kann.“ Auch in der Wahl der Einrichtung sollte der Wunsch des Jugendlichen unbedingt Gehör finden. „Schließlich muss der junge Mann einen großen Teil seines Lebens dort zukünftig verbringen.“

Aus Besuchen bei Familie Krusch wisse sie, dass die Pflegeeltern alle Fördermöglichkeiten für Chris umgesetzt haben und stets das Wohl des Kindes vor Augen hatten. „Es ist fatal, dass auch in diesem Fall die Pflegeeltern offensichtlich wieder einmal nicht als Experten für ,ihr Kind‘ gelten“, sagt Edda Jacobs. Und dass durch den Wechsel des Amtsvormunds bisherige Entscheidungen und die Zusammenarbeit mit den Pflegeeltern überhaupt infrage gestellt würden. „Wie kann es sein, dass man glaubt, jemand, der Chris einmal im Monat für eine Stunde besucht, könne ihn besser kennen als das Ehepaar Krusch, das ihn schon viele Jahre rund um die Uhr begleitet hat?“

Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass zwischen Pflegeeltern und Amtsvormund eine vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit erfolgt. „Oder noch besser, dass Pflegeeltern bei langjährigen Pflegeverhältnissen, wie auch vom Gesetzgeber vorgesehen, die Vormundschaft übertragen wird.“

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„Kinder psychisch kranker Eltern erzählen“ am 14.05. in Augsburg

Posted on April 8, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoPfad für Kinder Augsburg e.V. lädt am 14.05.2018 zur Fortbildung „Kinder psychisch kranker Eltern erzählen“ ein.

„Wenn man psychisch krank ist, dann tut die Seele weh“ (Lena, 8 Jahre)

Wie geht es eigentlich den Kindern, wenn die Mama oder der Papa psychisch erkranken, in eine Krise geraten oder in die psychiatrische Klinik eingewiesen werden?

Wie erleben die Kinder die für sie schwer verständlichen Verhaltensweisen, die oft verwirrenden Stimmungsschwankungen oder Wahnwelten der psychisch kranken Eltern? Und wie erklären Kinder mit ihren eigenen Worten die psychiatrischen Krankheitsbilder?

Livia Koller hat in ihrer Arbeit in der Kindersprechstunde am Bezirkskrankenhaus Augsburg zahlreiche Gespräche mit betroffenen Kindern geführt und stellt an diesem Abend die Sichtweisen, Erlebenswelten und Erfahrungen der Kinder mit psychisch kranken Eltern vor.

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Apps für Kinder: Datenbank mit mehr als 500 Spielen und Lernprogrammen und konkreten pädagogischen Empfehlungen

Posted on April 7, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoSpiele auf Handys und Tablets sind bei Kindern sehr beliebt. Doch viele Apps sind für sie nicht geeignet, zum Beispiel weil die jungen Nutzerinnen und Nutzer die Vermarktungsmodelle kaum durchschauen können. Einen Überblick über pädagogisch wertvolle Apps gibt eine Datenbank des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Sie wurde am 5. April 2018 in der Tagesschau vorgestellt.

Die Datenbank umfasst mehr als 500 Apps, die sich an Kinder vom Kindergarten- bis zum Jugendalter, aber auch an Eltern und Fachkräfte richten. Das Projekt „Apps für Kinder“ am DJI analysiert die Software und hat dafür einen Bewertungskatalog entwickelt. Anhand von diesem wird beispielsweise untersucht, ob die App einem pädagogischen Konzept folgt, ob sie wichtige Bezüge zur Lebenswelt der Kinder herstellt und Anreize bietet, sich Inhalte gemeinsam mit Freundinnen, Freunden oder Eltern zu erschließen. Darüber hinaus werden auch die Aspekte Spielspaß, Sicherheit und Kosten sowie Bedienung und Technik geprüft.

Mithilfe einer Suchmaske lassen sich Apps für unterschiedliche Altersgruppen und verschiedene Themen finden. Zudem ist es möglich, die Titel anhand der pädagogischen Bewertung zu sortieren oder nur Apps anzeigen zu lassen, zu denen ein Erfahrungsbericht aus der pädagogischen Praxis vorliegt.

Die Berichte enthalten Hinweise für Erzieherinnen und Erzieher, wie sich der Einsatz der Apps am besten planen und durchführen lässt, welche technische Ausstattung erforderlich ist und inwiefern die Software für den medienpädagogischen Gebrauch geeignet ist.

Auf Basis der App-Bewertungen und weiterer Recherchen verfasst das DJI vierteljährlich Trendanalysen, die unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte haben:

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V. vom 06.04.2018

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Doku „Wenn Pflegekinder erwachsen werden“ online

Posted on April 6, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDie empfehlenswerte Dokumentation „Wenn Pflegekinder erwachsen werden“ (43.54 min) von Liz Wieskerstrauch wurde wieder in der Reihe Menschen hautnah ausgestrahlt und kann in der ARD Mediathek online angesehen werden.

Die Doku zeigt, wie drei ehemalige Pflegekinder einer Pflegefamilie als junge Erwachsene um Schule, Jobs, Wohnungen kämpfen und darum, ein glückliches Leben führen zu können. Dabei bleibt ihre ehemalige Pflegefamilie eine wichtige Anlaufstation.

Der Film stellt die Fragen: Können aus den Kindern, die hungern mussten und geschlagen wurden, glückliche Erwachsene werden, die ihr Leben im Griff haben? Kann eine Pflegefamilie die ersten schlimmen Jahre vergessen machen? Wie stark ist der Drang, die Fehler der Herkunftseltern zu wiederholen?

zum Film in der ARD Mediathek

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Kritik an Hilfen für Betroffene sexuellen Missbrauchs

Posted on April 5, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoMissbrauchsbeauftragter Rörig: „In Deutschland fehlen Therapieangebote für Betroffene sexuellen Missbrauchs. Gesundheitspolitik und die Selbstverwaltungsorgane im Gesundheitswesen müssen die Versorgungsangebote verbessern, damit sexuelle Gewalt früher erkannt und Minderjährige und Erwachsene, die Missbrauch in ihrer Kindheit und Jugend erlitten haben, zeitnahe und passgenaue Hilfen erhalten.“

Neuere Untersuchungen von 2016 zeigen: Von über 300 Kindern mit Gefährdungserfahrungen wie sexuellen Kindesmissbrauch wiesen 2/3 eine klinisch relevante Belastung nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems; weltweit anerkanntes Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen) auf, aber nur 36 % der Kinder hatten eine psychotherapeutische Versorgung erhalten.

Berlin, 05.04.2018. Anlässlich des Weltgesundheitstages mahnt der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, dass es bei der Versorgung von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs noch immer viele Defizite gebe. „Wir benötigen in Deutschland dringend zusätzliche Kassensitze für spezialisierte Therapeutinnen und Therapeuten und spezifische Angebote für komplex traumatisierte Betroffene“, so Rörig. Die Kosten für alternative Therapieformen wie Kreativtherapien würden von der Krankenversicherung bis heute nicht übernommen. Zudem müsse die wertvolle Arbeit der auf sexuelle Gewalt spezialisierten Fachberatungsstellen bundesweit von Ländern und Kommunen finanziell gestärkt werden.

Rörig: „Je früher Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlitten haben, Hilfe erhalten, desto besser können sie das Erlebte in ihr Leben integrieren und sich gute Lebensperspektiven aufbauen. Viele Betroffene, die keine angemessene Hilfe bekommen, kämpfen nicht nur mit den psychischen und physischen Folgen des Missbrauchs, sondern leiden auch unter schulischen Misserfolgen und Bildungsabbrüchen, häufig auch unter Beziehungsabbrüchen. Sie sind dadurch im späteren Leben oft von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.“

Zur therapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen erklärt Prof. Jörg M. Fegert, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –therapie am Universitätsklinikum Ulm: „Über 60 % der psychisch auffälligen und behandlungsbedürftigen Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland sexuellen Missbrauch erleiden mussten, nehmen keine missbrauchsbezogene therapeutische Hilfe in Anspruch bzw. haben keinen Zugang zu adäquater Therapie. Diese Unterversorgung entspricht nicht dem Anspruch einer umfassenden Gesundheitsversorgung. Sie ist besonders erschreckend, wenn man berücksichtigt, dass die WHO in ihrem Report zu Misshandlung in Europa feststellt, dass 90 % der Fälle von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch in den Institutionen, auch im Gesundheitswesen, nicht wahrgenommen werden. Wir reden also nur über die Spitze des Eisbergs der schon erkannten Missbrauchsfälle – und selbst da gelingt es uns nicht, eine hinreichende Versorgung sicher zu stellen.“

Alex Stern, Mitglied im Betroffenenrat, einem politischen Fachgremium beim UBSKM, erklärt zur Versorgung Erwachsener, die in der Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlitten haben: „Aufgrund der fehlenden Flexibilität in den Systemen der Gesundheits- und Sozialleistungen kann es für Menschen mit Gewalterfahrung enorm schwer sein, die für sie passende Unterstützung zu erhalten. Wo Leistungen unter den Maximen von Gewinnorientierung oder Wirtschaftlichkeit angeboten werden, ist eine Flexibilität von Leistungen kaum möglich. Inadäquate Leistungen können für Betroffene einen vermeidbaren, massiven Verlust an Lebensqualität bedeuten. Lebensqualität – und manchmal auch das Leben. Betroffene, die Unterstützung brauchen, müssen sie individuell und selbstbestimmt wählen können. Fehlende oder unpassende Unterstützung im Umgang mit Gewaltfolgen kann zum Verlust gesellschaftlicher Teilhabe und Fremdbestimmung führen. Im Zusammenhang mit der Chance zur Teilhabe ist es auch notwendig, dass die Versorgungsämter schnellstmöglich die Versorgungsmedizin-Verordnung anpassen: Viele Betroffene sind sozial angepasst. Versorgungsämter müssen künftig berücksichtigen, dass Traumafolgestörungen auch andere Aspekte des Lebens beeinträchtigen können.“

Rörig fordert von der neuen Bundesregierung noch im Jahr 2018 die schnelle Umsetzung der seit Jahren überfälligen Reform des Opferentschädigungsgesetzes (OEG). Die Große Koalition müsse jetzt mit einer umfassenden OEG-Reform unter Beweis stellen, dass sie die Belange von Missbrauchsopfern ernst nehme. Darüber hinaus müssten die Missstände beim sog. Ergänzenden Hilfesystem (EHS), für das das Bundesfamilienministerium Verantwortung trägt, umgehend beseitigt werden. Die Bearbeitungszeit für diese wichtigen Hilfen, die nach Ende des Runden Tisches „Sexueller Missbrauch“ in 2011 Betroffenen schnell und unbürokratisch gewährt werden sollten, dauere aktuell bis zu zwei Jahre. Viele Betroffene seien deshalb enttäuscht und verzweifelt.

Hilfe und Informationen für Betroffene, Angehörige, Ärzte- und Therapeutenschaft und weitere Interessierte zum Thema sexueller Kindesmissbrauch:
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenfrei und anonym)
Hilfeportal Sexueller Missbrauch: www.hilfeportal-missbrauch.de

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 05.04.2018

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Kinder mit vermehrtem Unterstützungsbedarf: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Posted on April 3, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

logoZu dem Themenschwerpunkt „Kinder mit vermehrtem Unterstützungsbedarf“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen.

Das Heft enthält Beiträge u. a. von

  • Karl Ernst von Mühlendahl und Heike Drogies („Autismus-Spektrum-Störungen“),
  • Hubertus von Voss („Unklare mentale Entwicklungsstörungen“),
  • Petra Kleinz („Vorgeburtliche Bindungsförderung“),
  • Dietmar Jäkel und Benjamin Harney („Kita-Kinder systematisch beobachten“),
  • Gerhard Friedrich („Vorschulische Mathematikförderung mit Flüchtlingskindern“),
  • Thomas Gesterkamp („Kinder von Geflüchteten: Früh Deutsch lernen“) und
  • ein Interview mit Georg Romer („Lebensunzufriedenheit und Krankheitsrisiko steigen immens an, wenn die Schere zwischen Arm und Reich in einer Gesellschaft größer wird“).

Außerdem erhält das Heft folgende Praxisartikel:

  • „Frühförderung – zentral für die Lebenshilfe seit mehr als 40 Jahren“,
  • „Kindernetzwerk e.V., Der Dachverband der Eltern-Selbsthilfe feiert 25-jähriges Jubiläum“,
  • „Parents as Teachers (PAT) – Mit Eltern Lernen. Eine wirkungsvolle Systemlösung für Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf“,
  • „Smarte Dinge für Menschen mit Autismus“.

Das Heft kann zum Preis von 6,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden unter: www.fruehe-kindheit-online.de oder über die Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de

Quelle: Information der Deutschen Liga für das Kind vom 27.03.2018

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Dortmunder Erklärung: Eine partizipative Hilfekultur entwickeln!

Posted on März 28, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoWie können erzieherische Hilfen so ausgestaltet werden, dass eine tatsächliche Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, der Eltern und der Fachkräfte stattfinden kann? Wie kann eine umfassende und im Alltag verankerte Hilfekultur in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe geschaffen werden, die Selbstbestimmung fördert und ein gemeinsames Gestalten der Unterstützungsangebote von allen Beteiligten ermöglicht? Welche Voraussetzungen und Bedingungen sind hierfür erforderlich und einzufordern?

Antworten auf diese Fragen hat die Mitgliederversammlung der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in der „Dortmunder Erklärung – Eine partizipative Hilfekultur entwickeln!“ gesammelt. Die Erklärung entstand im Rahmen der Tagung „Partizipative Hilfekulturen gestalten und fordern – eine Werkstatt-Tagung“, die von der IGfH und der FH Dortmund in Kooperation mit der Stadt Dortmund vom 13.-15. September 2017 veranstaltet wurde. Drei Tage lang hatten Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, Studierende sowie Kinder, Jugendliche, Mütter und Väter aus Erziehungshilfen gemeinsam zu den genannten Themen gearbeitet, wobei die Tagungsformate selbst partizipativ ausgerichtet waren. Mehr zu der Tagung unter www.igfh-jahrestagung.de

Der Vorstand und die Delegiertenversammlung der IGfH haben die zentralen Forderungen in ihr Arbeitsprogramm aufgenommen und die Erklärung im Februar verabschiedet.

 

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„Traumatisierte Kinder in Pflegefamilien und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ am 25./26.06. in Köln

Posted on März 27, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoFür Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere aus den Pflegekinderdiensten, dem Allgemeinem Sozialdienst sowie stationären Einrichtungen veranstalten die Kinderschutz-Zentren am 25./26.06.2018 in
Köln die Weiterbildung „Traumatisierte Kinder in Pflegefamilien und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ mit Referentin Irmela Wiemann.

nähere Informationen

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Niedersachsen: Neuer Arbeitskreis „NETZWERK ERZIEHUNGS- UND PROJEKTSTELLEN“ – Erstes Treffen am 28.04. in Celle

Posted on März 26, 2018. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoDer Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Niedersachsen e. V. erweitert sein Angebot um den Arbeitskreis NETZWERK ERZIEHUNGS- UND
PROJEKTSTELLEN.

In dem neuen Arbeitskreis für trägergebundene oder selbstständige Erziehungs-/bzw. Projektstellen in Niedersachsen will man sich trägerübergreifend austauschen z.B. über die Themen:

  • Spannungsfeld Professionalität und Emotionalität
  • Zusammenarbeit mit Trägern und Ämtern
  • Übergänge gestalten
  • Fortbildungen
  • Arbeiten mit den Herkunftsfamilien

Das erste Treffen findet am 28.04.2018 im caritasPOINT, Fuhrberger Landstraße 10, 29225 Celle um 11.00 Uhr statt.

Bitte melden Sie sich bis zum 13.04.2018 an bei einem dieser Ansprechpartner:

Caritas Erziehungsstelle Brigitte Palm-Trautmann
05054-1794
0160-5132295
palm.trautmann@gmx.de

Projektstelle „Mühlenhof“ Christiane und Holger Löning
04941-9803322
0171-1976483
h.u.c.loening@googlemail.com

Einladung als PDF-Datei

 

 

 

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Berlin: Paten für Pflegekinder gesucht

Posted on März 25, 2018. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes |

logoDas Projekt Patenkinder Berlin – ein Projekt der Familien für Kinder gGmbH – vermittelt ehrenamtliche Paten in Berliner Pflegefamilien.

Meist haben Pflegekinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, aufgrund ihrer Vorgeschichte einen hohen Bedarf an Zuwendung und Betreuung. Oft haben sie zum Beispiel schon mehrere schwierige Lebensstationen durchmachen müssen, entsprechend viel Geduld, Aufmerksamkeit und Feingefühl benötigen diese Kinder.

Eine Patenschaft bietet einem Pflegekind eine zusätzliche Bezugsperson und entlastet die Pflegeeltern. Für das Pflegekind wird der gemeinsame Tag mit dem Paten oft zu einem besonderen Tag, an dem gemeinsam Zeit verbracht wird und das Selbstwertgefühl des Patenkindes wachsen kann.

Wer Lust hat, eine wichtige Bezugsperson im Leben eines Kindes zu werden, kann sich auf www.patenkinder-berlin.de, unter Telefon 21 00 21 28 oder mit einer Mail an info@patenkinder-berlin.de informieren.

Am 12. 04.2018 von 18 bis 19.30 Uhr findet in der Stresemannstraße 78, Kreuzberg der nächste Informationsabend statt..

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Artikel: „Jugendliche Flüchtlinge: Oft wohnungslos mit 18 Jahren“

Posted on März 23, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoMinderjährige Flüchtlinge ohne Angehörige in Deutschland stehen unter besonderem Schutz. Sie werden in Wohnungen untergebracht und von Sozialpädagogen betreut. Doch mit dem 18. Geburtstag – oder sehr bald danach – endet diese Jugendhilfe. Dann stehen die jungen Leute oft ohne Wohnung da.

Der Artikel „Jugendliche Flüchtlinge: Oft wohnungslos mit 18 Jahren“ auf deutschlandfunk.de beschreibt die schwierige Situation.

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Verbände lehnen Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Alterseinschätzungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab

Posted on März 22, 2018. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoEin breites Bündnis von 23 Verbänden und Organisationen lehnt Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Methoden zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab. In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen sich die Unterzeichnenden zudem gegen die Einführung von Vorprüfverfahren in AnkER-Zentren für Erwachsene aus, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden. Stattdessen müssten die derzeitigen Regelungen nachgebessert werden, um den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen in den Verfahren zur Alterseinschätzung zu stärken.

Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk, dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen haben u.a. die Arbeiterwohlfahrt, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, die Diakonie Deutschland, PRO ASYL, Save the Children und terre des hommes die Stellungnahme unterzeichnet.
Hauptziel von Alterseinschätzungsverfahren muss der Schutz von Minderjährigen sein

„Mit dem Koalitionsvertrag drohen die AnkER-Zentren für Erwachsene zu Türstehern des Kinderschutzes zu werden. Auch wenn der Wortlaut noch vieles offen lässt, ist die Richtung eindeutig: Mehr Härte bei der Alterseinschätzung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dies birgt die Gefahr, dass Minderjährige häufiger als jetzt älter gemacht werden und dann ungeschützt in den Erwachsenensystemen verbleiben. Das Hauptziel von Alterseinschätzungsverfahren muss jedoch der Schutz von Minderjährigen sein. Ihre Rechte in den Verfahren müssen gestärkt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Frage der Alterseinschätzung ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz geregelt

„Seit mehreren Monaten werden verschiedene Forderungen zum Verfahren zur medizinischen Alterseinschätzung diskutiert, die der Öffentlichkeit suggerieren, dass eine gesetzliche Grundlage hier fehlt und die zuständigen Jugendämter in einem weitgehend ungeregelten Raum nach eigenem Gutdünken agieren. Dabei ist die Frage der Alterseinschätzung bereits im Kinder- und Jugendhilfegesetz verbindlich geregelt. Hier gibt es umfangreiche, gute Verfahren, bei denen das Jugendamt auch, bei nicht anders ausräumbaren Zweifeln, eine medizinische Untersuchung zu veranlassen hat. Und wir haben Fachkräfte, die jahrelange Erfahrung mit dieser Aufgabe haben und gute Arbeit leisten. Sie gilt es zu unterstützen und ihre Arbeit anzuerkennen“, sagt Nerea González Méndez de Vigo, Juristische Referentin des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Aus Sicht der unterzeichnenden Verbände und Organisationen verkennen die derzeitigen Forderungen nach Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Methoden bei der Alterseinschätzung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zudem die verfassungsrechtlichen Anforderungen an ärztliche Eingriffe, die keinen Heilzweck verfolgen und sind als nicht zielführende Grundrechtseingriffe abzulehnen. Im Übrigen ist es im Regelfall auch mit bildgebenden Verfahren unmöglich, das Alter so präzise einzuschätzen, dass eine Minderjährigkeit ausgeschlossen werden kann.
Zuständigkeiten und Verfahren der Alterseinschätzung sollten bei der Jugendhilfe zusammengeführt werden

Die unterzeichnenden Verbände würden es dahingegen begrüßen, wenn die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Verfahren im Kontext der Alterseinschätzung bei der Jugendhilfe zusammengeführt würden. Denn momentan setzen unterschiedliche Behörden unabhängig voneinander Geburtsdaten fest. Dies führt dazu, dass zum Teil für eine Person unterschiedliche Alter geführt werden. Deshalb sollte die bisherige Regelung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes mit Bindungswirkung gegenüber anderen Behörden ausgestattet, sowie das Rechtsmittelverfahren effektiv ausgestaltet werden.

zur ausführlichen Stellungnahme mit allen Unterzeichnenden

Quelle: BumF e.V. – Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 13.03.2018

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So finden Eltern gute Mediengeschenke für das Osternest

Posted on März 21, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoZu Ostern gehören Ostereier und Schokohasen. Bei vielen Familien kommen inzwischen aber auch andere Geschenke ins Osternest. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, erklärt, welche sinnvoll sind – und wie die Zeit an Ostern auch mit Medien sinnvoll genutzt werden kann.
„Brettspiele, Bücher, Hörspiele oder altersgerechte Filme und Games sind für Kinder die richtige Geschenkidee fürs Osternest. Wichtig ist, dass sie zum Kind passen. Am besten informieren sich Eltern dazu und schauen den Film gemeinsam an oder testen das Spiel zusammen“, rät Kristin Langer, Mediencoach bei SCHAU HIN!, dem Medienratgeber für Familien. Dann sehen Eltern auch sofort, wie ihr Kind darauf reagiert, was ihm Spaß macht und können über Lieblingsfiguren, Interessen oder Erlebnisse in der Medienwelt sprechen.

Pädagogische Empfehlungen wichtiger als Alterskennzeichen
Alterskennzeichen bieten eine erste Orientierung, stellen aber keine pädagogische Empfehlung dar. Am besten informieren Eltern sich auch durch andere Quellen darüber, welche Inhalte für ihr Kind geeignet sind. Pädagogische Einschätzungen finden Eltern auf Plattformen wie zum Beispiel flimmo (www.flimmo.de), Kinderfilmwelt (www.kinderfilmwelt.de) sowie dem Spieleratgeber NRW (www.spieleratgeber-nrw.de). Weitere inhaltliche Empfehlungen bietet diese Broschüre zu Spiel- und Lernsoftware im Rahmen der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“, Klick-Tipps (www.klick-tipps.net) und die Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts (www.dji.de). Über Risiken in bekannten Spiele-Apps informiert das Projekt „app-geprüft“ (app-geprüft.net).

In manchen Familien ist das Osterfest inzwischen auch Anlass für größere Geschenke, wie ein Tablet oder Smartphone. „Kinder bis etwa sechs Jahren benötigen noch keine eigenen Mediengeräte, sondern können die Geräte der Eltern oder Geschwister nutzen“, empfiehlt Kristin Langer. „Eltern mit älteren Kindern können anhand von Familiengeräten oder einem Besuch im Fachgeschäft die Funktionen von Tablet, Smartphone & Co. vor einem Neukauf testen. So können sie besser einschätzen, ob das Gerät bereits zu den Fähigkeiten des Kindes passt und wie sie es altersgerecht einrichten können.“

Medien kreativ nutzen
Egal ob neu geschenkt oder schon lange in der Familie: Medien eignen sich besonders auch dazu, in der Familie gemeinsam kreativ zu wirken, weil über die Ostertage mehr Zeit für die Familie bleibt. Beschäftigen sich Kinder kreativ, interaktiv und selbstständig mit Medien, fördert dies Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Hören, trainiert die Motorik sowie die Anwendung von Techniken und erweitert die Medienkompetenz. Kinder erfahren, wie Medien gestaltet werden, und wechseln von der Rolle des Konsumenten in die des Produzenten. „Am besten erstellen Eltern mit ihrem Kind eigene Inhalte. Zum Beispiel können zu Hause oder auf einem Ausflug interessante Bilder, Töne und kurze Videoclips aufgenommen und daraus eine Bildergeschichte, Spiele (beispielsweise ein Hörmemory) oder ein Film produziert werden.“ Anregungen hierzu bietet das Extrathema „Kreativ mit Medien“ auf schau-hin.info.

3 Tipps für die Geschenkewahl

  1. Altersgerecht schenken: Altersfreigaben beachten, hinterfragen und Beurteilungen lesen, auch andere Schenkende wie Verwandte und Freunde vorab informieren, welches Geschenk zum Alter und den Fähigkeiten des Kindes passt.
  2. Mediengeschenke gemeinsam ausprobieren, beispielsweise Filme zusammen ansehen und darüber sprechen.
  3. Medien kreativ nutzen und eigene Inhalte produzieren.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ vom 21.03.2018

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Broschüre „Junge Geflüchtete auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben begleiten – ein Leitfaden für Fachkräfte“

Posted on März 20, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. brachte 2017 die Broschüre „Junge Geflüchtete auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben begleiten – ein Leitfaden für Fachkräfte“ heraus. In diesem Leitfaden finden sich viele Tipps für den Übergang, der Fachkräften weiterhilft.

Gleichzeitig appelliert der Verband an die Politik: Statt kurzfristig Kosten zu sparen, müssen langfristige Perspektiven geschaffen werden. Wer will, dass junge Flüchtlinge schnell auf eigenen Füßen stehen, Ausbildungen abschließen und als selbständige Menschen teilhaben, darf Hilfen nicht kürzen, sondern muss diese ausbauen.

zum Leitfaden als PDF-Datei

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