Fachkräfte

„FASD und Recht“ am 22.01. in Wistedt

Posted on November 22, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

PFEIL-Harburg e.V. veranstaltet am 22.01.2021 einen Vortrag zum Thema „FASD und Recht“ in Wistedt .

Früher oder später geraten Menschen mit FASD in Konflikt mit dem Gesetz. Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter haben meist keine Kenntnis über die Behinderung FASD und das kann für FASD betroffene Menschen zu einem großen Nachteil sein.

Rechtsanwältin Susanne Weidling ist Strafverteidigerin und vertritt viele Menschen mit FASD, denn sie ist auch FASD Fachkraft (FH Münster) und Mutter eines erwachsenen Adoptivsohnes, der von FASD betroffen ist. In Ihrem Vortrag geht sie darauf ein, welche Begleitung ein Jugendlicher oder Erwachsener mit FASD braucht, wenn er straffällig geworden ist und wie man gemeinsam diesen Rechtsweg beschreitet. Susanne Weidling will Angehörigen die Angst vor dem Kontakt mit der Justiz nehmen. Was ist zu tun, wenn der Betroffene volljährig ist oder nicht mehr in der Pflegefamilie wohnt, die Pflegeeltern also offiziell nicht mehr “zuständig” sind, aber sich zuständig fühlen? Was ist eine rechtliche Betreuung und welche Hilfen stehen Menschen mit FASD zu.

Weitere Information zu Susanne Weidling unter http://www.fasd-empowerment.de.

Dieser Vortrag findet in Kooperation und mit freundlicher Unterstützung des PFAD Landesverbandes Niedersachsen statt.

Aufgrund der Corona-Vorschriften ist die Teilnahme wegen der Abstandsregelungen begrenzt. Anmeldung unter seminar@pfeil-harburg.de.

Veranstaltungsort:
Aldag-Saal der Eliasschule Wistedt, Schulweg 1, 21255 Wistedt

Eintritt: 10,00 Euro (Mitglieder Pfeil e.V. und Pfad Niedersachsen freier Eintritt).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „FASD und Recht“ am 22.01. in Wistedt )

Jugendamtsmonitor: Zahlen und Fakten über Jugendämter

Posted on November 5, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

Im 146 Seiten starken Jugendamtsmonitor der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter werden die Leistungen und Aufgaben der 559 Jugendämter, der europaweit größten instititutionalisierten Kinderschutzorganisationen, vorgestellt.

Anhand aktueller Forschungsergebnisse werden Entwicklungstrends für die Jugendämter in Deutschland in verständlicher Form beschrieben. Mit den neuesten Zahlen und anschaulichen Illustrationen werden die Inhalte veranschaulicht.

Der Monitor ist ein „Logbuch der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland“ er spiegelt das gesamte Spektrum der Arbeit der Jugendämter wider: von A – wie Adoption bis Z – wie Zuwanderung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Er kann hier kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

Gedruckte Exemplare können über den Webshop bestellt werden (Stückelung 10, 50 und 100 Exemplaren).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Jugendamtsmonitor: Zahlen und Fakten über Jugendämter )

SkF: Adoptionshilfe-Gesetz muss endlich kommen

Posted on November 3, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) kritisiert in seiner Pressemitteilung vom 02.11.2020, dass das von den Fachkräften grundsätzlich begrüßte Adoptionshilfe-Gesetz noch immer nicht in Kraft getreten ist. „Es muss nun endlich eine Lösung für den strittigen Einzelpunkt der Beratungspflicht für lesbische Paare, in deren Ehe ein Kind geboren wird, vereinbart werden“, fordert SkF Bundesvorsitzende Hildegard Eckert.

Der Bundesrat hatte im Juli seine Zustimmung zum vom Bundestag beschlossenen „Gesetz zur Verbesserung der Hilfen für Familien bei der Adoption („Adoptionshilfe-Gesetz“) versagt und auch darauf verzichtet, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Kernpunkt der Nichtzustimmung war die vorgesehene verpflichtende Beratung bei Stiefkindadoption für alle Familien, worunter auch miteinander verheiratete Frauen fallen, in deren Ehe ein Kind geboren wird.

„Das Adoptionshilfe-Gesetz ist ein gutes und wichtiges Gesetz, das die Rechte und Interessen des Kindes, der abgebenden Elternteile/Mütter sowie der Adoptiveltern durch umfängliche Beratung und Begleitung vor, während und nach einer Adoption stärken kann. Auch untersagt es klar die unbegleitete Auslandsadoption“, erläutert Eckert und betont sodann: „Es ist außerordentlich bedauerlich, dass sich die politische Debatte auf die Situation einer Familienform verengt hat, wenngleich die Perspektiven von lesbischen Ehepaaren im Einzelfall auch gleichstellungspolitisch nachvollziehbar ist.“

Eckert stellt abschließend unmissverständlich fest: „Zwar fehlen für die freien Träger angesichts des erheblichen Mehraufwandes, den das Gesetz mit sich bringen wird, nach wie vor finanzielle Förderungsoptionen, aber wir fordern, dass dieses Gesetz endlich in Kraft tritt. Die Fachkräfte in den Adoptionsvermittlungsstellen brauchen Planungssicherheit für die konzeptionelle Verfestigung und Erweiterung ihrer fachlichen Arbeit, um alle an einer Adoption Beteiligten weiterhin qualitativ gut begleiten und beraten zu können.“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für SkF: Adoptionshilfe-Gesetz muss endlich kommen )

PFAD Fachzeitschrift 4/2020: „Schutzraum Pflege- und Adoptivfamilie“

Posted on November 2, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

PFAD Heft 4/2020 „Schutzraum Pflege- und Adoptivfamilie“ ist online erschienen und wird ab Mitte des Monats in den Briefkästen unserer Mitglieder und Abonnent*innen liegen.

PFAD Vorsitzende Dagmar Trautner im Editorial:

Gerne würde ich meine einleitenden Worte ohne einen Hinweis auf Corona und die Pandemie beginnen. Während ich das schreibe, verkündigt die Bundesregierung gerade starke Einschränkungen für den November 2020. Wiederum ist die Begegnung mit Menschen stark reduziert. Sport und Freizeitmöglichkeiten entfallen. Zu Hause bleiben im Kreis der Familie wird die nächste Zeit bestimmen – verbunden mit allen Belastungen, die auf Familien einwirken, wie wir es aus dem ersten Lockdown kennen. Auch Kindergärten und Schulen können krankheitsbedingt und wegen Quarantänezeiten von Kindern und Pädagog*innen keine beständige Betreuungssituation bieten.
Die Familie bleibt der Mittelpunkt. Einen sicheren Ort des Aufwachsens in einer Pflege- und Adoptivfamilie wünschen wir allen uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen. Dafür setzt sich der PFAD Verband seit seiner Gründung ein.

Inhaltsangabe und Editorial dieser Ausgabe
Näheres zur PFAD Fachzeitschrift

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Fachzeitschrift 4/2020: „Schutzraum Pflege- und Adoptivfamilie“ )

Broschüre „Sozialdatenschutz und Schweigepflicht in der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on Oktober 28, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Die Broschüre „Sozialdatenschutz und Schweigepflicht in der Kinder- und Jugendhilfe“ des LVR-Landesjugendamts Rheinland wurde vollständig überarbeitet und an die Vorgaben der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung angepasst.

Praxisrelevante Bestimmungen aus dem Sozialdatenschutzrecht werden auf knapp 100 Seiten anschaulich dargestellt. Neben den Grundlagen werden beispielsweise auch die Besonderheiten im Bereich der Beistandschaft, Amtspflegschaft und Amtsvormundschaft sowie im Zusammenhang mit jungen Ausländerinnen und Ausländern behandelt. Weitere Themen sind auch die Erlaubnis zur Übermittlung von Daten innerhalb des Jugendamtes und an andere Behörden sowie das Akteneinsichtsrecht.

zum Download der Broschüre „Sozialdatenschutz und Schweigepflicht in der Kinder- und Jugendhilfe“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Broschüre „Sozialdatenschutz und Schweigepflicht in der Kinder- und Jugendhilfe“ )

Steuerliche Behindertenpauschbeträge werden verdoppelt

Posted on Oktober 28, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Finanzielles, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches |

Berlin: (hib/HLE) Die seit 1975 nicht mehr geänderten steuerlichen Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung werden verdoppelt. Auch der Pflegepauschbetrag wird erhöht. Der Finanzausschuss stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch unter Leitung der Vorsitzenden Katja Hessel (FDP) dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung der Behindertenpauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (19/21985, 19/22816) zu. Dem Gesetzentwurf, in den die Koalitionsfraktionen zuvor noch einige Änderungen eingefügt hatten, stimmten alle Fraktionen zu. Ein Entschließungsantrag der FDP-Fraktion, mit dem diese ein Vorziehen der Freibetragserhöhungen von 2021 auf das laufende Steuerjahr 2020 erreichen wollte, scheiterte. Auch ein weiterer Antrag der FDP-Fraktion (19/18947) auf steuerliche Entlastung von Menschen mit Behinderung fand keine Mehrheit.

Der Gesetzentwurf sieht eine „Verdoppelung der Behinderten-Pauschbeträge inklusive Aktualisierung der Systematik“ vor. So soll der Betrag bei einem Grad der Behinderung von 50 Prozent auf 1.140 Euro steigen, bei 100 Prozent auf 2.840 Euro. Die Erhöhung vermeide in vielen Fällen den aufwändigen Einzelnachweis von Aufwendungen, schreibt die Bundesregierung zur Begründung. Damit könnten die Pauschbeträge ihre Vereinfachungsfunktion auch zukünftig erfüllen, heißt es weiter. Zudem soll ein behinderungsbedingter Fahrtkosten-Pauschbetrag eingeführt werden. Bei einem Grad der Behinderung kleiner als 50 soll künftig auf die zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung des Pauschbetrags verzichtet werden. Die vom Finanzausschuss vorgenommen Änderungen betreffen unter anderem die Fahrtkostenpauschale. Außerdem werden Taubblinde in die Regelung aufgenommen.

Der Pflege-Pauschbetrag bei der Pflege von Personen mit den Pflegegraden 4 und 5 soll erhöht und für die Pflege von Personen mit den Pflegegraden 2 und 3 neu eingeführt werden. Der Pflege-Pauschbetrag soll künftig „auch unabhängig vom Vorliegen des Kriteriums ‚hilflos‘ bei der zu pflegenden Person“ geltend gemacht werden können, führt die Bundesregierung aus.

Die CDU/CSU-Fraktion sprach von einem guten Entwurf. Nach langem Anlauf sei es gelungen, die Verdoppelung der Freibeträge für Menschen mit Behinderung auf den Weg zu bringen. Auch die Anhebung der Pflegepauschbeträge bringe eine spürbare Verbesserung. Die SPD-Fraktion wies drauf hin, dass es 18 Millionen Menschen mit Behinderung und 1,2 Millionen Pflegebedürftige gebe, die von Angehörigen zu Hause betreut würden. Sie alle würden von der Neuregelung profitieren. Die SPD-Fraktion sprach sich für eine regelmäßige Überprüfung der Pauschbeträge aus, damit es bis zur nächsten Erhöhung „nicht wieder so lange dauert“. Diese Auffassung hatte auch die CDU/CSU vertreten.

Die AfD-Fraktion begrüßte die Anhebung, bezeichnete es aber als „unglaublich“, dass seit 1975 nichts mehr passiert sei, während die Abgeordneten-Diäten jährlich angehoben worden seien. Auch die FDP-Fraktion begrüßte die Verdoppelung. Sie erwartet zudem eine Vereinfachungswirkung.

Die Fraktion Die Linke sprach von einer längst überfälligen Anpassung und begrüßte, dass jetzt auch Taubblinde in das Gesetz einbezogen worden seien. Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen lobte die großen Verbesserungen für die Betroffenen.

Quelle: Heute im Bundestag vom 28.10.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Steuerliche Behindertenpauschbeträge werden verdoppelt )

Bayern: Mehr junge Menschen waren 2019 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Posted on Oktober 26, 2020. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Statistik | Schlagwörter: , , , , , , , |

Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe wurden im Jahr 2019 wieder eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII) als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2019 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg waren mehr Buben bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (58,5 Prozent).

Für 73 069 junge Menschen (-0,2 Prozent gegenüber 2018) wurden im Jahr 2019 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 70 580 (-1,1 Prozent) wurden Hilfen 2019 beendet und für 81 179 junge Menschen (+0,1 Prozent) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erhielten von den 81 179 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 23 748 Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Dabei fand bei 8 917 jungen Menschen die Beratung gemeinsam mit der Familie statt, in 12 302 Fällen vorrangig mit den Eltern oder einem Elternteil und in 2 529 Fällen vorrangig mit dem jungen Menschen selbst. Betroffen waren 12 838 Buben bzw. junge Männer (54,1 Prozent) und 10 910 Mädchen bzw. junge Frauen.

16 796 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (16 075) war hier eine Zunahme von gut vier Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 9 190 (54,7 Prozent) männlich und 7 606 weiblich.

14 246 seelisch behinderte junge Menschen erhielten Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (13 782) eine Zunahme von drei Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen erfolgten 10 813 ambulant/teilstationär, 3 284 in einer Einrichtung und 149 bei einer Pflegeperson. 9 893 der betroffenen jungen Menschen waren männlich (69,4 Prozent) und 4 353 weiblich.

Zudem wurden am Jahresende 2019 insgesamt 7 329 junge Menschen in einem Heim oder einer betreuten Wohnform erzogen (§ 34 SGB VIII). Gegenüber 2018 mit 8 493 Jugendlichen bedeutet dies einen Rückgang von 13,7 Prozent. Von den 7 329 jungen Menschen waren 62 Prozent Buben bzw. junge Männer.

7 875 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut, 2018 waren dies 8 292 (-5,0 Prozent). Von diesen waren 3 942 Buben bzw. junge Männer und 3 933 Mädchen beziehungsweise junge Frauen.

Über alle Hilfearten hinweg waren 47 493 (58,5 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer als Mädchen beziehungsweise junge Frauen (33 686) auf Hilfen und Beratungen angewiesen.

Darüber hinaus wurden 617 junge Menschen im Rahmen von sozialer Gruppenarbeit (§ 29) und 2 092 durch Erziehung in einer Tagesgruppe (§ 32) unterstützt. 5 749 er-hielten Einzelbetreuung nach § 30 und 163 junge Menschen intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35). 2 564 junge Menschen erhielten Hilfe zur Erziehung nach § 27 (ohne Verbindung zu den Hilfen gemäß §§ 28 – 35) SGB VIII.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik vom 26.10.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Bayern: Mehr junge Menschen waren 2019 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen )

Tagungsband „FASD – Träumen erlaubt?!“ erschienen

Posted on Oktober 25, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schule | Schlagwörter: , , , , |

Das Motto der 21. FASD-Fachtagung 2019 lautete „FASD – Träumen erlaubt?!„.

Nicht nur die Bezugspersonen träumen von einer sicheren Perspektive und einem individuellen Unterstützungssystem für Menschen mit FASD – die Menschen mit FASD selbst haben Träume! Auch sie erhoffen sich eine gute Zukunft, in der ihre Wünsche und Bedürfnisse entsprechend beachtet und respektiert werden!

Nun erschien der Tagungsband im Schulz-Kirchner Verlag.

Themen der Fachtagung waren: Erwachsenen-Diagnostik, Trauma, Therapien (u.a. Video-Training, Frühe Hilfen, Sexualität), Leben mit FASD (u.a. Schule, Exekutivfunktionen, Elternschaft mit FASD, Transition), Justiz (u.a. Kinderschutz, Strafrecht).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Tagungsband „FASD – Träumen erlaubt?!“ erschienen )

Radio-Tipp: „Lust auf Leben – Angelika und die Schatten ihrer Kindheit“

Posted on Oktober 17, 2020. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Vor zehn Jahren berichtete Angelika, wie sie als Kind hungerte und von ihrem Vater, Onkel und Bruder sexuell missbraucht wurde. Mit neun wurde sie vom Jugendamt aus der Familie genommen und in eine Pflegefamilie vermittelt. Nun trifft Autor Charly Kowalczyk die mittlerweile 30-Jährige wieder. Angelika lebt inkognito in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Kraft, ihren Vater und Onkel anzuzeigen hat sie (noch) nicht.

Würde es ihr helfen, wenn sexuelle Gewalt juristisch nicht verjährte? Und: Wie geht die Gesellschaft mit Tätern um, die von ihren Opfern nicht angezeigt werden und deshalb eine Gefahr für andere Kinder sein können?

Eine wertvolle und rare Langzeitbeobachtung!

Am 20.10 um 22.03 Uhr wiederholt Deutschlandfunk Kultur die preisgekrönte Sendung von 2010 „Angelika. Annäherung an ein Kinderleben„.

Die Fortsetzung „Lust auf Leben. Angelika und die Schatten ihrer Kindheit“ wird gesendet:

  • am 27.10 um 22.03 Uhr – Deutschlandfunk Kultur
  • am 30.10. um 20.05 Uhr – Deutschlandfunk

Sendungsseite: https://www.deutschlandfunkkultur.de/leben-nach-dem-missbrauch-eine-langzeitbeobachtung-lust-auf.3682.de.html?dram:article_id=482175

Charly Kowalczyk, 1957 in Singen (Baden-Württemberg) geboren, ist Mitgründer der Veranstaltungsreihe „bremer hörkino“. Sein Feature „Halts Maul, du lügst – Verdingkinder in der Schweiz“ (DLF/HR/SWR/WDR 2013) wurde mit dem Featurepreis ´13 der Stiftung Radio Basel ausgezeichnet, „Angelika – Annäherung an ein Kinderleben“ (DKultur/NDR 2010) mit dem Deutschen Sozialpreis, dem Robert Geisendörfer Preis und dem Medienpreis der Kinder- und Jugendärzte.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Radio-Tipp: „Lust auf Leben – Angelika und die Schatten ihrer Kindheit“ )

Bis zum Jahresende werden alle PFAD Broschüren zu reduzierten Staffelpreisen angeboten

Posted on Oktober 15, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Ab sofort bis zum Jahresende sind unsere PFAD Broschüren wieder zu Sonderkonditionen erhältlich. Damit können Jugendämter, Freie Träger sowie Pflege- und Adoptivfamilien-Gruppen ihre Pflege- und Adoptiveltern sowie Bewerber*innen günstig mit praxisnahen Informationsschriften ausstatten.

Zu vergünstigten Staffelpreisen sind folgende Broschüren erhältlich:

Thema ADOPTION:

  • Informationen für Adoptiveltern und Adoptionsbewerber
  • Adoption, ein lebenslanger Prozess – Kinderrechte in Adoptivfamilien
  • Offene Adoption – Eine Ermutigung
  • Adoption von Kindern aus anderen Kulturen – Informationsbroschüre für Adoptionsbewerber und Adoptiveltern

Thema VOLLZEITPFLEGE:

  • Informationen für Pflegeeltern und Pflegeelternbewerber (Neuauflage)
  • Hilfeplangespräche für Pflegekinder – Informationsbroschüre für Pflegeeltern
  • Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Herkunftsfamilien
  • Übergänge – Informationsbroschüre für Pflegeeltern
  • Pflegekinder werden erwachsen
  • Was brauchen Pflegeeltern – Qualität in der Pflegekinderhilfe
  • Die Rechte von Pflegekindern – Informationen für Pflegeeltern und Fachdienste
  • Ehrenamtliche Vormundschaft und Pflegschaft insbesondere für Pflegekinder
  • Und dann blieb Leon bei uns – Verwandtenpflege

GRUNDSÄTZLICHES:

  • Kindliche Sicherheit als Leitlinie fachlichen Handelns – Fremdplatzierung und Bindung von Kindern in Pflegefamilien
  • Pubertät – Pflege- und Adoptivkinder im Umbruch
  • PFAD Positionen zum Wohl des Kindes

Ab 10 Stück kosten alle diese Broschüren 0,50 € weniger,
ab 50 Stück sind alle Broschüren um 1,00 € reduziert.

Ihr Vorteil: Sie können unterschiedliche Titel mischen!
Alle Preise verstehen sich zuzüglich Versandkosten.

Bitte nutzen Sie unser Bestellformular und richten Sie Ihre Bestellung an: info@pfad-bv.de. Unsere Verwaltung wird ihren Rabatt bei der Rechnungstellung berücksichtigen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Bis zum Jahresende werden alle PFAD Broschüren zu reduzierten Staffelpreisen angeboten )

Online-Tagung „Vormund und Kind/Jugendliche*r: Beziehung und Beteiligung“ am 09.12.

Posted on Oktober 9, 2020. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts Vormundschaft im Wandel findet in Form einer Online-Tagung unter dem Titel „Vormund und Kind/Jugendliche*r: Beziehung und Beteiligung“ am 09.12.2020 von 11-16.15 Uhr statt.

Veranstalter sind Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft, Sozialdienst katholischer Frauen sowie Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht.

Programmflyer

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Online-Tagung „Vormund und Kind/Jugendliche*r: Beziehung und Beteiligung“ am 09.12. )

Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts beschlossen

Posted on September 25, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Bundeskabinett hat am 23.09.2020 den von der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts beschlossen.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, erklärt:

„Stärkung der Personensorge und selbstbestimmtes Handeln – das sind die Leitlinien der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts.

Wir stärken die Stellung der Kinder dadurch, dass die Erziehungsverantwortung des Vormunds und die Pflichten zur Personensorge hervorgehoben werden. Auch die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, werden gestärkt.

Im Betreuungsrecht gewährleisten wir ein hohes Maß an Selbstbestimmung und eine bestmögliche Qualität der rechtlichen Betreuung. Wir stellen klar, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes und selbstbestimmtes Handeln darstellt. Eine Vertretung des Betreuten soll nur stattfinden, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Wir stellen die Wünsche der Betreuten in das Zentrum des Betreuungsrechts. Um eine hohe Betreuungsqualität sicherzustellen, müssen sich berufliche Betreuerinnen und Betreuer künftig registrieren lassen und ihre persönliche und fachliche Eignung nachweisen.

Darüber hinaus wird ein zeitlich begrenztes Notvertretungsrecht für Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge eingeführt, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder Krankheit seine Angelegenheiten nicht wahrnehmen kann. Damit bauen wir bürokratische Hürden ab.“

Das vom BMJV vorgelegte Gesetzespaket sieht einschließlich aller Folgeanpassungen eine Änderung von 46 Gesetzen vor.

Das Reformpaket umfasst u. a. folgende Vorschläge:

  • Das Vormundschafts- und das Betreuungsrecht werden insgesamt modernisiert und neu strukturiert. Die Vorschriften des geltenden Vormundschaftsrechts zur Vermögenssorge, zu Aufsicht des Gerichts sowie zum Aufwendungsersatz und zur Vergütung werden ins Betreuungsrecht eingeordnet und – soweit erforderlich – an das Betreuungsrecht angepasst.
  • Im Vormundschaftsrecht soll der Mündel mit seinen Rechten als Subjekt im Zentrum stehen und die Personensorge gestärkt werden.
  • Die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
  • Die verschiedenen Vormundschaftstypen werden zu einem Gesamtsystem zusammengefügt, in dem die beruflichen Vormünder einschließlich des Jugendamts als Amtsvormund gleichrangig sind, nur ehrenamtliche Vormünder sind vorrangig zu bestellen.
  • Im Betreuungsrecht sind die Änderungen zentral darauf ausgerichtet, die Selbstbestimmung und die Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen im Vorfeld und innerhalb einer rechtlichen Betreuung im Sinne von Artikel 12 UN-Behindertenrechtskonvention zu stärken.
  • Es wird klarer geregelt, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes selbstbestimmtes Handeln gewährleistet und der Betreuer das Mittel der Stellvertretung nur einsetzen darf, soweit es erforderlich ist.
  • Der Vorrang der Wünsche des Betreuten wird als zentraler Maßstab des Betreuungsrechts normiert, der gleichermaßen für das Betreuerhandeln, die Eignung des Betreuers und die Wahrnehmung der gerichtlichen Aufsicht gilt.
  • Die betroffene Person soll zudem in sämtlichen Stadien des Betreuungsverfahrens besser informiert und stärker eingebunden werden, insbesondere in die gerichtliche Entscheidung über das Ob und das Wie der Betreuerbestellung, in die Auswahl des konkreten Betreuers, aber auch in dessen Kontrolle durch das Betreuungsgericht.
  • Zur Verbesserung des Informations- und Kenntnisniveaus bei ehrenamtlichen Betreuern wird die Möglichkeit einer engen Anbindung an einen anerkannten Betreuungsverein im Wege einer Vereinbarung über eine Begleitung und Unterstützung neu eingeführt.
  • Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität der beruflichen Betreuung soll ein formales Registrierungsverfahren mit persönlichen und fachlichen Mindesteignungsvoraussetzungen für berufliche Betreuer eingeführt werden.
  • Der Entwurf sieht verschiedene Maßnahmen zur effektiveren Umsetzung des Erforderlichkeitsgrundsatzes im Vorfeld der Betreuung, insbesondere an der Schnittstelle zum Sozialrecht, vor.
  • Die Verwaltung des Vermögens durch Betreuer und Vormünder soll modernisiert werden und künftig grundsätzlich bargeldlos erfolgen.
  • Schließlich sollen sich Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge kraft Gesetzes für die Dauer von drei Monaten gegenseitig vertreten können, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder Krankheit seine Angelegenheiten der Gesundheitssorge vorübergehend rechtlich nicht besorgen kann.

Der Regierungsentwurf wird nun dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat zugeleitet.

Quelle: Pressemitteilung des BMJV vom 23.09.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts beschlossen )

Expertise „Qualifizierung in der Pflegekinderhilfe“

Posted on September 17, 2020. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

Christian Erzberger und Alexandra Szylowicki erstellten für das Dialogforum Pflegekinderhilfe eine Expertise zum Thema „Qualifizierung in der Pflegekinderhilfe“ (pdf).

Anders als in anderen Formen der Hilfen zur Erziehung, bezieht sich das Thema Qualifizierung nicht nur auf die Fachkräfte in den Pflegekinderdiensten, sondern auch auf die Pflegeeltern, Eltern, den Allgemeinen Sozialdienst, die Familiengerichte, Vormundschaft und weitere an der Durchführung der Hilfe beteiligte Personen und Institutionen. Schon dadurch wird deutlich, dass Qualifizierung für die Beteiligten eine sehr unterschiedliche Bedeutung besitzt und einer individuellen Ausformung bedarf.

Je nach Zielgruppe haben daher die Qualitätsdimensionen „Theorie“ (Wissen), „Alltagshandeln und Methodik“ (Können) und „Reflexionsfähigkeit“ (Haltungen) einen unterschiedlichen Stellenwert. Das Papier greift diese Differenzierung auf und zeigt, welche Qualifizierungsarten bzw. Qualifizierungs-Ausformungen für die einzelnen Zielgruppen in der Pflegekinderhilfe von Bedeutung sind.

Insgesamt macht die Expertise auch deutlich, dass in dem Vorgang der Qualifizierung ein Schlüsselprozess für die Qualität der Pflegekinderhilfe insgesamt gesehen werden muss und dass dies eine Daueraufgabe im Bereich der Weiterentwicklung dieses Bereichs ist.

zum Artikel

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Expertise „Qualifizierung in der Pflegekinderhilfe“ )

Bitte unterstützen Sie die Einführung eines nationalen Aktionstages für Pflege-und Adoptivfamilien

Posted on September 1, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Liebe Leserinnen und Leser,

vermutlich ist ihnen die hochrelevante Aufgabe, welche Pflege-und Adoptivfamilien erfüllen, bereit bekannt. Vielleicht gehören Sie selbst zu den 81.400 Pflegefamilien in Deutschland, vielleicht haben Sie Bekannte, welche einem Pflegekind ein sicheres zu Hause bieten, vielleicht interessieren Sie sich aber auch aus anderen Gründen für den Bereich des Pflegekinderwesens.
Sicher ist, nicht alle sind sich der gesamtgesellschaftlichen Relevanz einer Pflegefamilie bewusst. Dies gilt es zu ändern!

Deshalb fordert der Forschungsverbund EMPOWERYOU die Einführung eines nationalen Aktionstages für Pflege-und Adoptivfamilien!
Dieser Aktionstag soll bundesweit auf die immense Bedeutung von Pflege-und Adoptivfamilien aufmerksam machen und ihnen endlich ihre verdiente Anerkennung schenken!

Helfen Sie, die Einführung des nationalen Aktionstages durchzusetzen, indem Sie die Petition des Forschungsverbundes EMPOWERYOU unterzeichnen.
Nur mit zahlreichen Stimmen kann der Petition ausreichend Nachdruck verliehen werden, sodass sie mehr Gehör findet und ihre Erfolgswahrscheinlichkeit steigt.

Unter diesem Link finden Sie unsere Petition: https://www.change.org/p/aktionstag-f%C3%BCr-pflege-und-adoptivfamilien

Vielen Dank!

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Bitte unterstützen Sie die Einführung eines nationalen Aktionstages für Pflege-und Adoptivfamilien )

Kinderschutz: Jugendämter melden erneut 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen

Posted on August 27, 2020. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2019 bei rund 55 500 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 10 % oder rund 5 100 Fälle mehr als 2018. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist damit das zweite Jahr in Folge um 10 % auf einen neuen Höchststand angestiegen. Ein Grund für den Anstieg könnte die umfangreiche Berichterstattung über Missbrauchsfälle in den vergangenen beiden Jahren sein, die zu einer weiteren generellen Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie der Behörden geführt haben dürfte. Gleichzeitig können auch die tatsächlichen Fallzahlen gestiegen sein. Bundesweit hatten die Jugendämter 2019 über 173 000 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung geprüft, das waren rund 15 800 mehr als im Vorjahr.

Den neuen Ergebnissen zufolge war jedes zweite gefährdete Kind jünger als 8 Jahre. Während Jungen bis zum Alter von 13 Jahren etwas häufiger betroffen waren, galt dies ab dem 14. Lebensjahr für Mädchen. Die meisten Minderjährigen wuchsen bei Alleinerziehenden (42 %), bei beiden Eltern gemeinsam (38 %) oder einem Elternteil in neuer Partnerschaft auf (11 %). Etwa die Hälfte der gefährdeten Kinder und Jugendlichen nahm zum Zeitpunkt der Gefährdungseinschätzung bereits eine Leistung der Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch. Nur 4 % von ihnen suchten selbst Hilfe beim Jugendamt, am häufigsten kam aber ein Hinweis von Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft (22 %), Schulen und Kitas (17 %) oder aus dem privaten Umfeld beziehungsweise anonym (15 %).

Vernachlässigung ist am häufigsten, sexuelle Gewalt steigt am stärksten

Die meisten der rund 55 500 Kinder mit einer Kindeswohlgefährdung wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (58 %). Bei rund einem Drittel aller Fälle (32 %) wurden Hinweise auf psychische Misshandlungen – dazu zählen beispielsweise Einschüchterungen, Demütigungen, Isolierung und emotionale Kälte – gefunden. In weiteren 27 % der Fälle gab es Indizien für körperliche Misshandlungen und bei 5 % Anzeichen für sexuelle Gewalt. Mehrfachnennungen waren hierbei möglich.

Auch wenn Kindeswohlgefährdungen durch sexuelle Gewalt mit rund 3 000 Fällen am seltensten festgestellt wurden, war hier prozentual ein besonders starker Anstieg zu beobachten: Von 2018 auf 2019 nahmen die Fälle durch sexuelle Gewalt um 22 % zu (+536 Fälle). Damit setzt sich der Trend aus dem Jahr 2018 fort. Damals hatte es im Vergleich zu 2017 einen ähnlich deutlichen Anstieg gegeben (+20 % bzw. +409 Fälle).

2019 registrierten die Jugendämter auch mehr betroffene Jungen: Bei ihnen betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahr sogar 30 % (+238 Fälle). Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass inzwischen auch Jungen häufiger als potenzielle Opfer sexueller Gewalt wahrgenommen werden. Trotz dieser Entwicklung sind Mädchen weiterhin am häufigsten betroffen: Etwa zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen, bei denen 2019 eine Kindeswohlgefährdung durch sexuelle Gewalt festgestellt wurde, waren weiblich.

Erstmals mehr akute als latente Kindeswohlgefährdungen

In rund 28 000 Fällen wurde die Kindeswohlgefährdung 2019 von den Jugendämtern als eindeutig (akut) eingestuft, das waren 12 % mehr als im Vorjahr. In gut 27 500 weiteren Fällen gab es zwar ernstzunehmende Hinweise auf eine Gefährdung, der Verdacht konnte aber nicht endgültig bestätigt werden. Diese „latenten“ Kindeswohlgefährdungen sind 2019 ebenfalls angestiegen, allerdings etwas schwächer als die akuten Fälle (+8 %). Infolge dieser Entwicklungen hat erstmals seit Einführung der Statistik im Jahr 2012 die Zahl der akuten die der latenten Kindeswohlgefährdungen überschritten. Die Jugendämter sind in beiden Fällen verpflichtet, der Gefährdung entgegenzuwirken: So schaltete das Jugendamt in 20 % aller Fälle von Kindeswohlgefährdung das Familiengericht ein, in 16 % der Fälle nahm es die gefährdeten Kinder zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut.

Bei weiteren rund 59 100 Kindern und Jugendlichen hatte die Prüfung durch das Jugendamt zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber weiteren Hilfe- und Unterstützungsbedarf ergeben (+12 %). Nicht bestätigen konnten die Jugendämter dagegen den Verdacht auf eine Gefährdung in rund 58 400 Fällen (+8 %), hier folgten auch keine weiteren Hilfen.

Hinweis:
Grundlage der Statistik ist das Bundeskinderschutzgesetz von 2012. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes droht oder bereits eingetreten ist. In Verdachtsfällen sind die Jugendämter verpflichtet, im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung (nach § 8a SGB VIII) das Gefährdungsrisiko und den Hilfebedarf abzuschätzen und der Gefährdung entgegenzuwirken. Dazu zählen in der Regel auch ein Hausbesuch und die Erörterung der Problemsituation mit dem Kind und – sofern dies dem Kinderschutz nicht entgegensteht – den Sorgeberechtigten. Im Zweifel kann der Kinderschutz auch durch ein Familiengericht gegen den Willen der Sorgeberechtigten durchgesetzt werden.

Weitere Informationen stehen im Tabellenband und in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 22518) zur Verfügung.

Quelle: Destatis vom 27.08.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Kinderschutz: Jugendämter melden erneut 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen )

PFAD Stellungnahme zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Posted on August 15, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Für das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) habt der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vom 23.06.2020 Stellung genommen.

PFAD begrüßt diese Reform und befürwortet vor allem die stärkere Einbeziehung des Mündels, das Kooperationsgebot mit den Pflegeeltern und anderen Erziehungspersonen und die Vorrangstellung ehrenamtlicher Einzelvormünder.

Die im Gesetz angedachte Legitimierung eigener Erziehungsentscheidungen des Vormundes bzw. Ergänzungspflegers möchte der Verband jedoch von Alltagsentscheidungen, die den Pflegeeltern zustehen, klar abgegrenzt wissen.

Regelmäßige Kontakte des Vormundes zu seinem Mündel hält PFAD für sinnvoll. Diese müssten jedoch nicht immer am Lebensort des Kindes erfolgen, sondern können auch online oder im Freien stattfinden.

zur ausführlichen PFAD Stellungnahme

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Stellungnahme zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts )

PFAD Fachzeitschrift 3/2020: „Kinder wahrnehmen und verstehen“

Posted on August 13, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , , , |

PFAD Vorsitzende Dagmar Trautner im Editorial:
„Ein halbes Jahr bestimmt Corona nun unser Leben. Nach wie vor sind Pflege- und Adoptivfamilien mit den veränderten Bedingungen konfrontiert. (…) Im entschleunigten Alltag konnten Familien (..) die Gelegenheit nutzen, besonders achtsam miteinander umzugehen. Wie viel Einfühlungsvermögen in die Gefühlswelt von Kindern und Jugendlichen erforderlich ist, zeigen die Artikel zu unserem Thema „Kinder wahrnehmen und verstehen“. Die Beiträge der Expert*innen stimmen darin überein, dass wir eine Menge für unsere Pflege- und Adoptivkinder erreichen können, wenn es uns gelingt, ihre Signale richtig einzuordnen, ihre Hilferufe zu verstehen und angemessen auf sie einzugehen.“

Inhaltsangabe und Editorial
Näheres zur PFAD Fachzeitschrift

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Fachzeitschrift 3/2020: „Kinder wahrnehmen und verstehen“ )

Thüringen: Rückgang der Adoptionen im Jahr 2019

Posted on August 6, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Statistik, Thüringen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2019 wurden in Thüringen 47 Mädchen und 48 Jungen adoptiert. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entsprachen die insgesamt 95 Adoptionen einem Rückgang um 5 Verfahren (5,0 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2018. Damit lag der Wert knapp unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre von 98,5 Verfahren.

Rund die Hälfte (46 bzw. 48,4 Prozent) der adoptierten Kinder war unter 3 Jahren alt, 12 Kinder (12,6 Prozent) waren im Alter zwischen 3 und 5 Jahren, 18 Kinder (18,9 Prozent) zwischen 6 und 11 Jahren und 19 Kinder bzw. Jugendliche (20,0 Prozent) im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Bei 45,3 Prozent (2018: 53,0 Prozent) der durchgeführten Adoptionen waren die neuen Eltern nicht mit den Kindern verwandt (43 Verfahren). Damit wurden erstmals seit 2006 wieder mehr Kinder von Verwandten bzw. Stiefvater oder Stiefmutter adoptiert (54,7 Prozent) als von Nicht-Verwandten. Von den Kindern ohne Verwandtschaftsverhältnis zu den Adoptiveltern waren 38 (88,4 Prozent) jünger als 6 Jahre. Kinder über 6 Jahre wurden überwiegend von Verwandten bzw. dem Stiefvater oder der Stiefmutter adoptiert (86,5 Prozent bzw. 32 Kinder in dieser Altersgruppe).

Am Jahresende 2019 waren 51 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Ein Jahr zuvor waren es 52 Kinder und Jugendliche. Demgegenüber lagen den Jugendämtern 135 Adoptionsbewerbungen vor (Ende 2018: 148 Bewerbungen). Rechnerisch standen damit am Jahresende 2019 einem/einer zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen 3 mögliche Adoptiveltern gegenüber (Ende 2018: 3 Adoptiveltern).

Weitere Informationen zum Thema Adoptionsvermittlung finden Sie im Internetangebot des Thüringer Landesamtes für Statistik unter www.statistik.thueringen.de.

Quelle: Thüringer Landesamtes für Statistik vom 05.08.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Thüringen: Rückgang der Adoptionen im Jahr 2019 )

Baden-Württemberg: Anzahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise ist 2019 stark gesunken

Posted on August 5, 2020. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Statistik | Schlagwörter: , |

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden vorläufig in einer geeigneten Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht.

Ein solches Eingreifen der Jugendämter war nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg im Jahr 2019 in Baden-Württemberg in 4 752 Fällen notwendig (−4 % im Vergleich zum Vorjahr). In 641 Fällen handelte es sich um vorläufige und in 4 111 Fällen um reguläre Inobhutnahmen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere die Anzahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland gesunken (−29 %). In 788 Fällen wurden 2019 unbegleitete Minderjährige in Obhut genommen. In 3 097 Fällen erfolgte die Inobhutnahme aufgrund einer dringenden Kindeswohlgefährdung und in weiteren 867 Fällen haben die Minderjährigen selbst um Obhut gebeten.

Betrachtet man die Inobhutnahmen ohne die Fälle unbegleiteter Einreise als Anlass der Maßnahme ist eine leichte Zunahme der Inobhutnahmen erkennbar (+3 %). In insgesamt 3 964 Fällen (83 %) lagen andere Gründe als die unbegleitete Einreise für das Eingreifen der Jugendämter vor, wie etwa Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (41 %), Anzeichen von Misshandlung (20 %), Beziehungsprobleme (14 %) oder Anzeichen von Vernachlässigung (14 %).

Von den Kindern und Jugendlichen, die 2019 in Obhut genommen wurden, hatten 43 % das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht, 57 % waren im Alter von 14 bis unter 18 Jahren. In mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich um Jungen (53 %).

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 04.08.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Baden-Württemberg: Anzahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise ist 2019 stark gesunken )

Baden-Württemberg: Weiter sinkender Trend bei Adoptionen

Posted on August 5, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden im Jahr 2019 von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Baden-Württemberg 475 Adoptionen vorgenommen (237 Jungen und 238 Mädchen), damit wurde ein neues Rekordtief erreicht (-2 % im Vergleich zum Vorjahr).

Rund 42 % der adoptierten Minderjährigen hatten das 3. Lebensjahr noch nicht erreicht. 23 % waren zum Zeitpunkt der Adoption zwischen 3 und unter 9 Jahren und weitere 35 % waren im Alter von 9 bis unter 18 Jahren. Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 391 (82 %) der adoptierten Minderjährigen. Von den 84 Adoptivkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten die meisten aus europäischen (56 %) oder asiatischen (32 %) Ländern.

70 % der Adoptionen von den Adoptionsvermittlungsstellen in Baden-Württemberg erfolgten 2019 durch die Partnerin oder den Partner des leiblichen Elternteils (312) oder durch eine, mit dem Adoptivkind verwandte Person (20).

Ende 2019 waren 596 Bewerbungen bei den Adoptionsvermittlungsstellen vorgemerkt, die ein Kinder adoptieren wollten. Dem gegenüber standen 46 zur Adoption vorgemerkte Minderjährige.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 04.08.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Baden-Württemberg: Weiter sinkender Trend bei Adoptionen )

Interaktiver „Mutmacher-Kalender 2021“ für Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe und in Pflegefamilien ab sofort erhältlich

Posted on August 1, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

Titelbild

Der Mutmacher-Kalender 2021 des Sozialunternehmens „Klückskinder“ aus Frankfurt a.M. ist ab sofort erhältlich. Der Kalender zeigt wieder zwölf bewegende Lebensgeschichten, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen MUT machen. Er erscheint nun schon zum siebten Mal und porträtiert wieder tolle Mutmacher wie zum Beispiel den Autor Christian Baron und Redner und Autor Janis McDavid. Liebevoll bebildert wird der Kalender von bekannten Illustratoren, unter anderem der Labor Ateliergemeinschaft in Frankfurt

Mutmacher-Kalender 2021 mit prominenter Unterstützung
Erstmals wird der Kalender von mehreren großen Verbänden wie der Diakonie, dem SOS Kinderdorf, dem Bundesverband kath. Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE), dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) empfohlen. Diese stellen auch das Vorwort im neuen Kalender.

Jeder Monat des kommenden Kalenders wurde individuell gestaltet und illustriert. Dafür hat Klückskinder u.a. die bekannte Frankfurter Labor Ateliergemeinschaft gewonnen. Das Grußwort stammt in diesem Jahr vom ehemaligen Fußballnationalspieler Gerald Asamoah. Die teils sehr bewegenden Mutmacher-Geschichten kommen unter anderem von Journalist und Bestseller-Autor Christian Baron sowie Redner und Autor Janis McDavid. Darüber hinaus stehen alle Mutmacher-Geschichten auch in diesem Jahr wieder als vertonte Version zur Verfügung und sind über die Klückskinder App via QR Code abrufbar Diese werden gesprochen von Moderatorin Bärbel Schäfer und Oliver Rohrbeck, der Stimme von Justus Jonas von den „Drei Fragezeichen“.

„Wir sind sehr stolz darauf, was wir als gemeinnützige Organisation in den letzten Jahren aufgebaut haben. Dass unser Mutmacher-Kalender dieses Jahr von so vielen Verbänden empfohlen wird, zeigt uns, dass wir mit unserer Arbeit auffallen und etwas bewegen können“, sagt Diana Klückmann, Gründerin von Klückskinder. „Wir möchten uns auf diesem Wege auch bei unseren aktuellen und ehemaligen Mutmachern bedanken, die uns jedes Jahr aufs Neue mit ihren bewegenden Geschichten faszinieren.“

Verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten
Der Kalender kann ab sofort über die Website www.klueckskinder.de oder im Buchhandel über die ISBN-Nummern 978-3-9821-084 -2-1 (DIN A4) und 978-3-9821-084-3-8 (DIN A3) erworben werden.
Wer das Projekt darüber hinaus unterstützen möchte, kann ebenfalls über die Website eine beliebige Anzahl an Kalendern gegen eine Rechnung einzelnen Einrichtungen sponsern. Natürlich ist auch eine Spende verbunden mit einer Spendenbescheinigung jederzeit möglich.

Über Klückskinder
Die gemeinnützige Organisation Klückskinder engagiert sich bereits seit 2014 für Heim- und Pflegekinder. Unter dem Motto „Mut machen. Perspektiven eröffnen. Unterstützung bieten.“ setzt Klückskinder sein innovatives Unterstützungskonzept für Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe und in Pflegefamilien um. Die Motivation ist sehr persönlicher Natur – die Gründerin ist ein ehemaliges Heimkind. Daher kennt das Team die besonderen Herausforderungen, die Heim- und Pflegekindern im Leben begegnen. Was 2014 als Projektidee startete, ist mittlerweile eine gemeinnützige UG und mit einem innovativen Konzept deutschlandweit aktiv. Klückskinder erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, z.B. von der Robert-Bosch-Stiftung und der KfW Stiftung sowie den dm-Preis für Engagement und den Deichmann-Förderpreis für Integration den Deichmann Förderpreis 2018.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Interaktiver „Mutmacher-Kalender 2021“ für Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe und in Pflegefamilien ab sofort erhältlich )

„FASD – Früherkennung, Auswirkungen und Umgang“ am 26.09. in Berlin

Posted on Juli 31, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der Wissenschaftler und Arzt Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr wird am 26.09.2020 in Berlin zum Thema „FASD – Früherkennung, Auswirkungen und Umgang“ referieren.

Prof. Spohr widmet sich in seiner Sprechstunde der Diagnostik und Versorgung von betroffenen Kindern und Erwachsenen. Für sein Engagement erhielt er 2015 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Veranstalter des Weiterbildungstages für Pflege- und Adoptiveltern sowie interessierte Fachkräfte ist der PFAD Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Veranstaltungsflyer

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „FASD – Früherkennung, Auswirkungen und Umgang“ am 26.09. in Berlin )

Situation von Mehrelternfamilien

Posted on Juli 30, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/MWO) Auskunft über die rechtliche Situation von Mehrelternfamilien in Deutschland gibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/21152) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/20844). Danach wuchsen laut Mikrozensus 2018 fast drei Viertel der minderjährigen Kinder bei verheirateten Eltern auf, 16 Prozent bei Alleinerziehenden und 10 Prozent in Lebensgemeinschaften. 2018 seien 15.000 minderjährige Kinder bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufgewachsen (Regenbogenfamilien). Andere Konstellationen können der Antwort zufolge mit der amtlichen Statistik nicht erfasst werden. Eine von den Fragestellern angeführte „faktisch elternschaftliche Verantwortung“ sei keine eigenständige statistische Kategorie.

Wie das Bundesjustizministerium namens der Bundesregierung in der Antwort weiter schreibt, seien für eine Reform des Abstammungsrechts sowie eine Reform der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts Arbeitskreise eingesetzt worden. In beiden Bereichen gehe es auch darum, wie der erforderliche rechtliche sachgerechte Rahmen für die gewachsene Vielfalt der heutigen Familienformen bereitgestellt werden könne. Die Frage der sozialen Mehrelternschaft und die Möglichkeit einer abstammungs- oder sorgerechtlichen Regelung dieser Frage würden in diese Prüfung einbezogen. Mittlerweile arbeite das Bundesjustizministerium an einem Gesamtkonzept, dessen Umsetzung die Neustrukturierung wesentlicher Teile der familienrechtlichen Vorschriften erfordere. Eine derart aufwändige Reform sei kurzfristig nicht zu realisieren. Deshalb bereite das Bundesjustizministerium parallel einen Gesetzentwurf für eine Teilreform vor, der zeitnah vorgelegt werde solle.

Quelle: Heute im Bundestag vom 29.07.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Situation von Mehrelternfamilien )

„Inobhutnahmeverfahren im (machtkritischen) Diskurs – Beteiligung und Beschwerde in Krisensituationen“ am 16.11. in Berlin

Posted on Juli 23, 2020. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe veranstaltet am 16.11.2020 in Berlin einen Fachtag zum Thema: „Inobhutnahmeverfahren im (machtkritischen) Diskurs – Beteiligung und Beschwerde in Krisensituationen“.

Inobhutnahmen haben in der letzten Zeit zugenommen und betroffene Eltern und Jugendliche haben sich des Öfteren an den BRJ und andere Ombudsstellen im Bundesgebiet gewandt.
Inobhutnahmen stellen für die betroffenen jungen Menschen und ihre Familien in der Regel einen massiven, prägenden Einschnitt dar. Für Fachkräfte sind Inobhutnahmen häufig mit herausfordernden Entscheidungen in akuten Krisensituationen verbunden. In der Kinder- und Jugendhilfe bestehende strukturelle Machtasymmetrien treten in Inobhutnahmeverfahren oft besonders deutlich zu Tage. In der ombudschaftlichen Beratung zeigen sich in diesem Zusammenhang Unsicherheiten bzgl. Rechts- und Verfahrensfragen sowie die Erfahrung, dass es besondere Handlungs- und Kommunikationsstrategien in den hochemotionalen Inobhutnahme- Situationen braucht. Nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie Beteiligungs- und Beschwerderechte von jungen Menschen und ihren Familien in dem kurzen, aber intensiven Zeitraum der Inobhutnahme umgesetzt werden können.

Anmeldungen sind bis zum 1.10.2020 möglich unter verwaltung@ombudschaft-jugendhilfe.de

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „Inobhutnahmeverfahren im (machtkritischen) Diskurs – Beteiligung und Beschwerde in Krisensituationen“ am 16.11. in Berlin )

Website „Vormundschaft erklärt für Kinder und Jugendliche“ wurde aktualisiert

Posted on Juli 21, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Im Bereich der Website Vormundschaft erklärt finden sich viele hilfreiche Informationen zur Vormundschaft für verschiedene Zielgruppen, etwa Fachkräfte der Erziehungshilfen und (Pflege-)Eltern, Familienrichterinnen und Rechtspflegerinnen.

Das Unterkapitel für Kinder und Jugendliche informiert sie über die Vormundschaft und ihre Rechte. Es wurde kürzlich aktualisiert. Kinder und Jugendliche finden hier Informationen zur ombudschaftlichen Beratung und zu landesweiten Interessenvertretungen, in denen sie sich engagieren können.

Über die Website gelangen sie auch zu neuen Videos und Apps (z. B. FosterCare und Miniila App) und Unterstützungsangebote für Jugendliche ab 16 Jahren (z. B. Careleaver-Notfallfonds).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Website „Vormundschaft erklärt für Kinder und Jugendliche“ wurde aktualisiert )

Warum Alkohol in der Schwangerschaft so gefährlich ist

Posted on Juli 17, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online | Schlagwörter: , , , |

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. hat ein Erklärvideo speziell für junge Frauen, Schwangere und ihre Partner*innen produzieren lassen.

Das Video steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Es erklärt, warum schon geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit gefährlich sind und welche Konsequenzen das mit sich zieht. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hat die Filmentwicklung im Rahmen der Selbsthilfeförderung unterstützt.

Alle Organisationen im Bereich der Suchtprävention, Suchthilfe und Selbsthilfe wie auch medizinische Einrichtungen und Arztpraxen, sind eingeladen, sich die Videos herunterzuladen, in ihrem Bereich zu verbreiten und in ihrer täglichen Arbeit (bspw. auf Monitoren in Wartebereichen) einzusetzen.

https://www.hls-online.org/mediathek/erklaervideo/alkohol-1/90-sekunden-erklaervideo-warum-ist-alkohol-in-der-schwangerschaft-gefaehrlich/

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Warum Alkohol in der Schwangerschaft so gefährlich ist )

Neuer Rechte-Flyer für Careleaver

Posted on Juli 3, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Die folgenden neun Rechte, die Care Leaver betreffen, werden in dem neuen Rechte-Flyer für Care Leaver (herausgegeben von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen und der Stiftung Universität Hildesheim) verständlich und prägnant erklärt:

  • Grundrechte
  • Recht auf umfassende Beratung und Hilfe
  • Recht auf Beteiligung
  • Recht auf Unterstützung und Begleitung – auch nach dem 18. Geburtstag
  • Recht auf finanzielle Absicherung
  • Recht auf Bildung und Unterstützung während der Ausbildung
  • Recht auf transparente Verwaltungsverfahren in Behörden
  • Recht auf Beschwerde und Beratung in Rechtsfragen
  • Recht auf Befreiung von Ansprüchen anderer dir gegenüber

Der Flyer ist entstanden im Rahmen des Projektes „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“ der IGfH und der Uni Hildesheim und knüpft an die „Handreichung Leaving Care“ (Benjamin Raabe/Severine Thomas) an, in der rechtliche Grundlagen rund um das Thema Leaving Care ausführlich erläutert werden.

Weitere Infos und Download

Siehe auch www.forschungsnetzwerk-erziehungshilfen.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Neuer Rechte-Flyer für Careleaver )

BMJV legt Gesetzesentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vor

Posted on Juni 30, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Am 23.06.2020 hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz den Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vorgelegt. Im Entwurf ist eine vollumfängliche Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vorgesehen.

Dabei wird grundsätzlich an der Struktur des Rechts mit den verschiedenen Formen der Vormundschaft, der unabhängigen Stellung der Vormund*innen sowie an deren Rolle und Aufgaben festgehalten.

Das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft, ein multiprofessionelles Netzwerk zur Qualitätsentwicklung und Stärkung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Vormundschaft, dessen Träger zurzeit noch die IGfH ist, hat den neuen Gesetzesentwurf ausgewertet.

Neu sei, so das Bundesforum Vormundschaft,
• dass Kindern und Jugendlichen unter Vormundschaft explizite Rechte gegenüber ihrem Vormund/ihrer Vormundin zuerkannt werden (§ 1788 BGB-E);
• dass die Aufgaben des Familiengerichts bei der Auswahl der Vormundinnen und der Aufsicht über die Vormundschaft deutlicher auf die Interessen und Rechte der Kinder/Jugendlichen ausgerichtet werden sollen (§§ 1778ff, 1793, 1802f BGB-E); • dass die Pflichten und Rechte des Vormunds gegenüber dem Kind/Jugendlichen, die schon bisher in den §§ 1793 Abs. 1a und 1800 BGB verankert sind, etwas deutlicher herausgearbeitet werden (§§ 1790, 1791, 1795 BGB-E); • dass der Entwurf das Verhältnis der Vormundinnen zu den Erziehungspersonen in den Blick nimmt und die Notwendigkeit der Kooperation betont (§§ 1795ff BGB-E);
• dass die Gegenvormundschaft sowie Mitvormundschaft außer bei Ehegatten abgeschafft werden, jedoch neue Möglichkeiten geschaffen werden, Pflegeeltern oder Dritten einen Teil der Sorgepflichten zu übertragen (§§ 1775-1777 BGB-E);
• dass die vermögensrechtlichen Regelungen in das Betreuungsrecht integriert werden und aus dem Vormundschaftsrecht hierauf verwiesen wird (§ 1798 iVm § 1835 Abs. 1 bis 5 sowie §§ 1836, 1837, 1839 bis 1847 BGB-E).
Der Referentenentwurf entspricht im Bereich des Vormundschaftsrechts in seinen Inhalten weitgehend dem schon lange vorliegenden zweiten Diskussionsteilentwurf des BMJV.

Weitere Informationen finden sich in der Pressemitteilung des Justizministeriums (BMJV) vom 23.06.2020

Quelle: IGfH / Bundesforum Vormundschaft

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für BMJV legt Gesetzesentwurf zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vor )

AFET: Diskussionspapier zu den aktuellen Herausforderungen bei der Unterbringung von jungen Kindern unter 6 Jahren

Posted on Juni 17, 2020. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |

Der AFET Bundesverband für Erziehungshilfe sieht bei der Unterbringung von jungen Kindern im Alter von unter 6 Jahren in den stationären Hilfen aktuelle Herausforderungen und damit verbundenen Handlungsbedarfe. In dem Diskussionspapier des AFET Vorstands vom 09.06.2020 wird zum einen die Situation skizziert und zum anderen werden vielfältige Fragestellungen benannt, die aus Sicht des Verbandes der Klärung bedürfen. Öffentliche und freie Träger sowie die Wissenschaft werden zu einem konstruktiven Dialog eingeladen, um die Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für AFET: Diskussionspapier zu den aktuellen Herausforderungen bei der Unterbringung von jungen Kindern unter 6 Jahren )

Fachkräftefortbildung „Pflegekinder mit Migrationshintergrund“ am 21./22.09. in Frankfurt am Main oder als Webinar

Posted on Mai 24, 2020. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) bietet am 21./22.09.2020 ein Fortbildungsseminar zum Thema „Pflegekinder mit Migrationshintergrund“ an, in dem Grundkenntnisse des Migrationsrechts vermittelt und Raum für die Entwicklung von Lösungsansätzen für die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie gegeben werden. Die Referentinnen werden Susanne Achterfeld und Vanessa Brackmann sein.

Sofern Präsenzveranstaltungen nicht möglich sein sollten, wird die Fortbildung als Webinar durchgeführt. Die Teilnehmer*innen werden hierüber rechtzeitig informiert und haben ggf. die Möglichkeit am Webinar teilzunehmen oder kostenfrei zu stornieren.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Fachkräftefortbildung „Pflegekinder mit Migrationshintergrund“ am 21./22.09. in Frankfurt am Main oder als Webinar )

Artikel: „Medizinischer Kinderschutz: Abklärung unter einem Dach“

Posted on Mai 23, 2020. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Eine Studie über fünf regionale Medizinische Kinderschutzambulanzen in Berlin von 2016-18 plädiert für die Sicherung der Finanzierung und den flächendeckenden Ausbau von interdisziplinären Kinderschutzambulanzen als Bindeglied zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Medizin. Sie wird vorgestellt im Artikel „Medizinischer Kinderschutz: Abklärung unter einem Dach“ im Deutschen Ärzteblatt.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Artikel: „Medizinischer Kinderschutz: Abklärung unter einem Dach“ )

PFAD gibt Empfehlungen zum Umgang von Pflegekindern und ihren Familien in Corona-Zeiten

Posted on Mai 20, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Corona-Krise hat großen Einfluss auf die Pflegekinderhilfe. Je nach aktueller Rechtslage im Bund und in den Ländern müssen Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Eltern an die jeweilige Situation angepasst werden.

Der PFAD Bundesverband hat deshalb Empfehlungen zum Umgang mit Pflegekindern und ihren Familien (pdf) zusammengestellt.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD gibt Empfehlungen zum Umgang von Pflegekindern und ihren Familien in Corona-Zeiten )

Interview mit Dr. Carmen Thiele vom Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.

Posted on Mai 15, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Publikationen |

In der aktuellen Episode seines wöchentlichen Podcasts spricht Bertram Kasper vom St. Elisabeth Verein in Hessen mit Dr. Carmen Thiele vom PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. Sie ist dort seit 2006 Fachreferentin und leistet mit dem Verband wertvolle Lobbyarbeit für Pflege- und Adoptivfamilien.

Dr. Thiele stellt sich und den Bundesverband vor und appelliert an alle Pflegefamilien Mitglied zu werden, da es ihr und ihren Mitstreiter*innen ein wichtiges Anliegen ist, den Bereich der Pflege- und Adoptivfamilien zu stärken. So engagiert sich der Verband aktuell z.B. bei den Themen Alterssicherung und Gesetzgebungsverfahren, um die Situation von Pflegefamilien grundsätzlich zu verbessern.

zum Podcast (ca. 34 min)

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Interview mit Dr. Carmen Thiele vom Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. )

PFAD Fachzeitschrift 1/2020: „Unter eingeschränkten Bedingungen“ + „Bindung vor Bildung!“

Posted on Mai 12, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

PFAD Vorsitzende Dagmar Trautner:

„Unser Appell „Bindung vor Bildung!“ erhält in diesen Zeiten eine besondere Bedeutung. Mit der Nähe und dem Zusammenhalt in der Kernfamilie lässt sich die Verbundenheit spüren.“

Aus aktuellem Anlass enthält Ausgabe 2/2020 der PFAD Fachzeitschrift neben dem Heftthema „Bindung vor Bildung!“ auch zwei Artikel, mit denen wir Pflegefamilien Hilfestellung und Orientierung während der Corona-Krise geben wollen.

Inhaltsangabe und Editorial
Näheres zur PFAD Fachzeitschrift

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Fachzeitschrift 1/2020: „Unter eingeschränkten Bedingungen“ + „Bindung vor Bildung!“ )

9. Mai ist Birth Mother`s Day

Posted on Mai 8, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der Birth Mother`s Day ist an jedem Samstag vor Muttertag den leiblichen Müttern adoptierter Kinder gewidmet.

Mit einer Pressemitteilung möchte der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. diesen 1990 in den USA eingeführten Gedenktag aufgreifen und alle Mütter würdigen, deren Kind bei Adoptiveltern aufwachsen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für 9. Mai ist Birth Mother`s Day )

Hilfe gegen rechtswidrige Bescheide im Rahmen der Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII

Posted on April 29, 2020. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Broschürencove

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe e.V. hat ein umfangreiches Paket an Informations- und Praxismaterialien zum Thema Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII veröffentlicht.

Junge Menschen, die vollstationäre Jugendhilfeleistungen erhalten, müssen einen Teil ihres Einkommens als Kostenbeitrag an das Jugendamt abgeben. Bei der Berechnung des Kostenbeitrags ist gemäß § 93 Abs. 4 Satz 1 SGB VIII das durchschnittliche Monatseinkommen des Vorjahres ausschlaggebend. Dies haben verschiedene Verwaltungsgerichte und das Oberverwaltungsgericht Sachsen bestätigt. Gemäß § 94 Abs. 6 haben die jungen Menschen 75 Prozent ihres Einkommens als Kostenbeitrag einzusetzen. Wenn das Einkommen aus einer Tätigkeit stammt, die „dem Zweck der Leistung“ dient, kann jedoch ein geringerer Kostenbeitrag erhoben oder gänzlich von einer Heranziehung abgesehen werden. Dies ist in Satz 2 geregelt.

Bei den unabhängigen Ombudsstellen des Bundesnetzwerks brandeten wiederholt Beschwerdefälle an, die rechtswidrige Kostenbescheide zum Inhalt hatten.

Die Infobroschüre „Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe – FAQ“ sowie die dazugehörigen Praxismaterialien (Brief-Vorlagen, Ausfüllhilfen, Kostenbeitragsrechner) stellen eine leicht verständliche Handreichung für junge Menschen und Fachkräfte dar, um rechtswidrige Kostenbescheide zu erkennen und – ggf. auch nach Ablauf der Widerspruchs- und Klagefrist – dagegen vorzugehen. Die Informationen basieren auf dem Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ (Autor: RA Benjamin Raabe).

Das Rechtsgutachten, die Infobroschüre und alle weiteren Materialien sind hier kostenlos per Download erhältlich oder können gegen Portokosten bestellt werden bei info@ombudschaft-jugendhilfe.de.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Hilfe gegen rechtswidrige Bescheide im Rahmen der Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII )

Radio-Tipp: „Pflegekinder zwischen den Fronten – Kind sucht Obhut“

Posted on April 20, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

Pflegekinder zwischen den Fronten – Kind sucht Obhut“ ist ein umfassend recherchierter Radio-Beitrag, der über Problembereiche im deutschen Pflegekinderwesen berichtet. Neben einer Pflegefamilie kommen dabei auch der Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Wolf, die Psychologin Ina Bovenschen sowie der Rechtswissenschaftlers Prof. Ludwig Salgo zu Wort.

Der Audio-Beitrag des Deutschlandfunks vom 12.04.2020 kann nachgelesen und in der ARD-Audiothek auch nachgehört werden (29 min).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Radio-Tipp: „Pflegekinder zwischen den Fronten – Kind sucht Obhut“ )

Hessen: Kleine Anfrage der SPD zu Adoptionen in Hessen

Posted on April 14, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Politik, Publikationen |

Der hessische Landtag beantwortete am 10.03.2020 eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der Vorgehensweisen der jeweiligen Jugendämter der Städte und Kreise bei Bewerbungen um ein Adoptivkind:

Antwort des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Hessen: Kleine Anfrage der SPD zu Adoptionen in Hessen )

National Coalition: COVID-19 aus kinderrechtlicher Perspektive

Posted on April 12, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen |

Auf ihrem Corona-Newsblog stellt die National Coalition, das Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, wichtige Informationen rund um das Coronavirus insbesondere aus kinderrechtlicher Perspektve zusammen. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert und auf dem Laufenden gehalten.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für National Coalition: COVID-19 aus kinderrechtlicher Perspektive )

www.forum-transfer.de für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe jetzt online! Gemeinsam Kinder- und Jugendhilfe in der Corona-Krise gestalten!

Posted on April 8, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen |

Neue Kommunikations- und Transferplattform für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe: www.forum-transfer.de kann ab sofort genutzt werden!

„Diese Plattform soll die Kinder- und Jugendhilfe unterstützen, gute Modelle möglichst schnell in die Breite zu bringen.“ (Matthias Röder, Jugendamtsleiter)

Ein zentrales Kennzeichen der Kinder- und Jugendhilfe ist, dass sie in all ihren Handlungsfeldern auf sozialen Kontakten und Interaktionen aufbaut. Von den Frühen Hilfen über die Kindertagesbetreuung, die Hilfen zur Erziehung, die Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit bis hin zum Kinderschutz erfolgt Erziehung, Beziehung, Beratung, Bildung, Hilfe und Schutz zumeist in unmittelbarem Kontakt mit Menschen. In der aktuellen Situation ist allerdings die Veränderung der Sozialkontakte der einzige wirksame Weg zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

„Überall in der Republik suchen öffentliche und freie Träger nach neuen Möglichkeiten, um Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien bestmöglich weiter zu unterstützen. Trotz der massiven Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben muss die Kinder- und Jugendhilfe arbeits- und handlungsfähig bleiben“, betont Wolfgang Schröer (Universität Hildesheim und Vorsitzender des Bundesjugendkuratoriums).

Die Kinder- und Jugendhilfe erfindet sich gerade neu. Sie eröffnet viele Wege, um junge Menschen und Familien weiter – gerade jetzt in der „Corona-Zeit“ zu unterstützen und in Krisen zu intervenieren. Dabei entstehen an vielen Orten neue Ansätze und wertvolle Methoden, Verfahren und auch Richtlinien – vielfach digital, aber nicht nur. Darum bedarf es des Austausches und einer Plattform, in der die Fachkräfte ihre Ansätze vorstellen und präsentieren können. Nicht an jedem Ort muss alles neu erfunden werden.

Die Plattform http://www.forum-transfer.de enthält aktuelle Hinweise und Empfehlungen sowie fachlich systematisierte Beispiele „guter Praxis“, wie die Arbeitsfähigkeit der Kinder- und Jugendhilfe in der Situation der Corona-Pandemie aufrechterhalten und auch für die Zeit danach weiterentwickelt werden kann.

„Gemeinsam können wir die aktuelle Situation besser meistern“, so Heinz Müller vom Institut für Sozialpädagogische Forschung (ism) in Mainz. Er hat die Plattform zusammen mit seinen Kolleginnen und weiteren Expertinnen der Kinder- und Jugendhilfe von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH), dem Deutschen Institut für Jugendhilfe- und Familienrecht (DIJuF) und der Universität Hildesheim aufgebaut. Müller stellt heraus: „Wir müssen jetzt miteinander nach Wegen suchen, wie die Kinder- und Jugendhilfe nicht nur in Kontakt mit jungen Menschen und Familien bleibt, sondern ihnen gerade jetzt reelle Unterstützung anbieten kann.“

Es ist den Initiatorinnen wichtig, dass unkompliziert Praxistipps für öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht, ausgetauscht und erprobt werden können. „Dabei kommt es nicht darauf an, wer die beste Idee hat, sondern wie gute Ideen schnell dazu führen, dass den Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien geholfen wird“, ergänzt Matthias Röder, Jugendamtsleiter in Hessen, der die Plattform ebenfalls mitentwickelt hat. „Dafür braucht es vor allem Information, Austausch und Vernetzung. Recht sollte für gute Ideen keine Hürde, sondern eine Stütze sein“, hebt Katharina Lohse, fachliche Leiterin des DIJuF hervor. „Letztlich wird die Plattform nur dann ihren Dienst erfüllen, wenn sie von Fachkräften angenommen und mitgestaltet wird. Darum sind ihre Hinweise und Tipps so wichtig!“, so Tanja Rusack von der Universität Hildesheim weiter. „Wir wollen zeigen, dass junge Menschen, die z.B. in Wohngruppen oder Pflegefamilien leben, weiterhin in der Kinder- und Jugendhilfe sehr gut begleitet werden und auch junge Menschen in sehr kritischen Situationen, wie junge Menschen auf der Flucht oder im Wohnungsnotstand, Angebote finden können“, unterstreicht Josef Koch von der IGfH. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt und fördert die Plattform. Alle Initiatiorinnen und beteiligten Organisationen sind seit Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe praktisch, beratend oder wissenschaftlich tätig. Ihnen ist es wichtig, dass die Menschen gerade jetzt merken, dass die Kinder- und Jugendhilfe für die jungen Menschen und Familien da ist.

Bitte nutzen Sie die Plattform und gestalten Sie diese mit, um gemeinsam für die jungen Menschen und Familien eine krisenfeste Kinder- und Jugendhilfe zu schaffen!

Projektträger (V.i.S.d.P.):

Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ism);
Kontaktpersonen: Eva Dittmann, Heinz Müller, Elisabeth Schmutz
Flachsmarktstraße 9, D-55116 Mainz, 06131-24041-0
info@ism-mz.de
http://www.ism-mz.de

in Kooperation mit:

 Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH);
Kontaktpersonen: Josef Koch, Stefan Wedermann
Web: http://www.igfh.de

Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim;
Kontaktpersonen: Tanja Rusack, Wolfgang Schröer, Severine Thomas
http://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/

Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF);
Kontaktpersonen: Katharina Lohse, Matthias Röder
http://www.dijuf.de

Quelle: Pressemitteilung vom 07.04.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für www.forum-transfer.de für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe jetzt online! Gemeinsam Kinder- und Jugendhilfe in der Corona-Krise gestalten! )

Vormundschaft in Zeiten der Corona-Krise: Hinweise aus der Praxis für die Praxis

Posted on April 7, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft pflegt eine ständig aktualisierte FAQ-Seite zum Thema: Vormundschaft in Zeiten der Corona-Krise.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Vormundschaft in Zeiten der Corona-Krise: Hinweise aus der Praxis für die Praxis )

Forschungsverbund EMPOWERYOU äußert sich zu den Auswirkung der Corona-Epidemie auf Pflegefamilien

Posted on April 6, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen |

Die Corona-Epidemie ist aktuell das vorherrschende Thema in allen Medien. Täglich erreichen uns hunderte Schlagzeilen mit den verschiedensten Informationen. Mit der Flut an Neuigkeiten sind sogar wir Erwachsenen überfordert. Unser Alltag hat sich massiv verändert und gewohnte Strukturen brechen auseinander. Besonders Familien sind durch die aktuelle Situation außergewöhnlich belastet. Die Schließung von Kindergärten, Schulen und jeglichen Freizeitangeboten für Kinder stellen die Familien vor große Herausforderungen. Hinzu kommen für die Eltern zusätzliche Aufgaben, wie z.B. im Home-Schooling. Die Kinder müssen in dieser unsicheren Situation ihren Alltag umstellen und auf gewohnte Dinge verzichten. In dieser Ausnahmesituation sind Überforderung und Stress in Familien gewissermaßen normal.

Dem Team des Forschungsprojektes EMPOWERYOU, in dessen Fokus die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Fremdunterbringung steht, ist es in der aktuellen Situation ein wichtiges Anliegen, noch einmal gesondert auf die spezifischen Schwierigkeiten hinzuweisen, mit denen sich Pflegefamilien im Augenblick konfrontiert sehen.

Die aktuelle Lage trifft Pflegefamilien im Allgemeinen und vor allem die, die Kinder betreuen, die auf Grund ihrer belastenden Biografien besonderer Fürsorge bedürfen, noch einmal in besonderem Ausmaß. Nicht nur, dass die Unterstützung durch externe Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Sportvereine, Musikschulen oder ähnliches wegfällt, die Pflegefamilien müssen noch weitere Herausforderungen meistern. Der Kontakt zu den leiblichen Eltern ist nicht ohne Weiteres möglich, auch Besuche der Vormundin/des Vormundes können nicht stattfinden. Jugendämter mussten ihre Kapazitäten reduzieren, Hilfeplangespräche wurden auf ungewisse Zeit verschoben und auch therapeutische Maßnahmen können nicht mehr oder nur noch in reduziertem Umfang stattfinden. Klare Regelungen oder Vorgaben, wie mit der veränderten Situation umzugehen ist, gibt es jedoch noch nicht, was eine große Unsicherheit für die Pflegeeltern bedeutet. Der Wegfall dieser gewohnten, alltäglichen Strukturen ist für die Pflegekinder in höchstem Maße verunsichernd und kann Gefühle von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein hervorrufen. In ihren Biografien wurden viele Pflegekinder mit Situationen konfrontiert, die möglicherweise zu einem ähnlichen emotionalen Erleben geführt haben. Dazu können unter anderem Viktimisierungserfahrungen gehören, das heißt zum Beispiel Erfahrungen von Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung. Kinder, die in ihrer Biografie solche Erfahrungen gemacht haben, werden auch in ihrem späteren Leben häufiger erneut reviktimisiert als Kinder, die diese frühen Erfahrungen nicht gemacht haben. Das bedeutet, dass im Augenblick Pflegekinder, die in ihrem Leben solche Viktimisierungserfahrungen gemacht haben, besonders unterstützt werden müssen.

Es ist unbedingt notwendig, dass der Kinderschutz auch in Zeiten der Corona-Epidemie nicht in den Hintergrund gerät. Pflegefamilien dürfen in der aktuellen Situation nicht allein gelassen werden. Das Team des Forschungsprojektes EMPOWERYOU begrüßt es daher ausdrücklich, dass die Kinder- und Jugendhilfe nun vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Meldung vom 31.03.2020 als „systemrelevant“ eingeschätzt wurde (wir berichteten). Nun ist es wichtig, dass die entsprechenden Maßnahmen möglichst zeitnah umgesetzt werden und Kinder und Eltern in dieser Ausnahmesituation bestmöglich betreut und unterstützt werden.

www.instagram.com/empoweryou.info/
www.twitter.com/EMPOWER__YOU
www.facebook.com/EMPOWERYOU.eu/

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Forschungsverbund EMPOWERYOU äußert sich zu den Auswirkung der Corona-Epidemie auf Pflegefamilien )

BMFSJ: Kinder- und Jugendhilfe ist systemrelevant!

Posted on März 31, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen |

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor häuslicher Gewalt
Ministerin Giffey stimmt sich mit Ländern über Maßnahmen in der Corona-Krise ab

Kontaktbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Ausbreitung sind für viele Familien eine enorme Herausforderung. Druck, Existenzängste und Konflikte können insbesondere in bereits belasteten Familien in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden. Wir im Bundesfamilienministerium nehmen bereits wahr, dass die Beratungsangebote stärker nachgefragt werden. Beim Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ unter der Rufnummer 0800 111 0550 gibt es aktuell einen Anstieg von 21 Prozent gegenüber den Vormonaten. Bei der Chat-Beratung für Kinder und Jugendliche liegt der Anstieg bei 26 Prozent. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey steht im intensiven Austausch mit den Jugend- und Familienministerinnen und -ministern der Länder, um Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise abzustimmen.

Bundesjugendministerin Giffey: „Bund, Länder und Kommunen müssen jetzt alles tun, damit Kinder und Jugendliche auch während der Corona-Krise vor Missbrauch und Gewalt geschützt sind. Deshalb ist eine funktionsfähige Kinder- und Jugendhilfe in der derzeitigen Lage von ganz erheblicher Bedeutung. Denn Kinder- und Jugendschutz ist Gesundheits- und Lebensschutz. Gemeinsam mit meinen Länderkolleginnen und -kollegen berate ich über flexible Lösungen für einen funktionierenden Kinderschutz, etwa konkrete Maßnahmen zur Durchführung ambulanter Hilfen und die Stärkung der Online- und Telefonberatungsangebote. Wir brauchen dafür dringend die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe. Sie sind systemrelevant, weshalb es für ihre Kinder eine Notbetreuung in Kitas und Schulen geben sollte. Wir als Bundesjugendministerium unterstützen Länder und Kommunen bei ihren Anstrengungen vor Ort, um Leid zu verhindern. Wo die Belastung zu groß wird, muss geholfen werden. Wo Gefahr droht, muss konsequent gehandelt werden.“

Kindeswohlsichernde Hilfen fortsetzen, jeden Einzelfall prüfen

Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe, die Kindeswohl sichern, müssen ihre Arbeit weiterführen. Das gilt auch für ambulante Hilfen, sofern es um die Abwehr von Kindeswohlgefährdungen geht. In jedem Einzelfall muss geprüft werden, in welchem Rahmen die Hilfe fortgesetzt werden kann. Hier sind flexible Lösungen gefragt: Die Fachkräfte können beispielsweise durch telefonischen Kontakt oder Video-Gespräche mit den Familien wichtige Unterstützungsarbeit leisten.

Hilfe über das Sozialschutz-Paket

Dabei ist von zentraler Bedeutung, dass auch die freien Träger weiterhin ihre für den Kinderschutz relevanten Leistungen erbringen und den Betrieb ihrer Einrichtungen aufrechterhalten. Sie erhalten Sicherheit mit dem gerade beschlossenen Sozialschutz-Paket. Der Bund hat darin einen Sicherstellungsauftrag geregelt, durch den soziale Dienstleister und Einrichtungen weiterhin Zahlungen vom öffentlichen Träger erhalten, unabhängig davon, ob diese ihre ursprünglich vereinbarte Leistung tatsächlich ausführen oder nicht. Die freien Träger sind zugleich angehalten, ihre Ressourcen dort einzusetzen, wo es im Moment dringend nötig ist. Dazu gehört alles, was für einen funktionierenden Kinderschutz notwendig ist.

Beschäftigte der Kinder- und Jugendhilfe sollten Notbetreuung nutzen

Die Kinder- und Jugendhilfe ist nach Auffassung des Bundesfamilienministeriums systemrelevant. Deshalb sollte es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich sein, ihre Kinder in eine Notbetreuung in Kitas und Schulen zu geben. Zu dem Kreis der Berechtigten sollte die stationäre Kinder- und Jugendhilfe, die Notbetreuung und die sonst kindeswohlsichernde Kinder- und Jugendhilfe gehören.

Online-Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern

„Wir verstärken die Beratungsangebote, die wir bereits fördern und bauen sie aus, wo es geht,“ so Ministerin Giffey weiter. „Viele Jugendliche sind im Netz unterwegs, deswegen eignen sich Online-Angebote zur Beratung in Krisensituationen besonders gut. Hier konnten wir eine Reihe von Projekten ausbauen.“

  • Geplant ist der Ausbau der JugendNotmail (jugendnotmail.de), bei der Kinder und Jugendliche von 10 bis 19 Jahren per E-Mail, im Gruppenchat oder in offenen Foren Unterstützung, Rat und Austausch finden.
  • Die Beratungsangebote der „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche (Rufnummer: 116 111) sowie für Eltern (Rufnummer 0800 111 0550) und von jmd4you (Beratung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund) werden erweitert.
  • Der BMFSFJ-Projektpartner Off Road Kids baut sein Angebot Sofahopper.de, Hilfe für junge Menschen auf der Straße weiter aus:Off Road Kids bietet jetzt Live-Chat- und Telefonberatung bis in die Abendstunden hinein an. Zudem sind dann alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Streetwork-Stationen als Online-Berater bei „sofahopper.de“ im Einsatz.
  • Das BMFSFJ hat ad hoc die Online-Jugend- und Elternberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (www.bke.de) ausgebaut. Das erweiterte Angebot steht seit Anfang letzter Woche zur Verfügung.
  • Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat auf der Seite elternsein.info bundesweit verfügbare Beratungsangebote für Eltern zusammengestellt und stellt Fachkräften in den Frühen Hilfen in Kürze FAQ zur Bewältigung der besonderen Situation zur Verfügung.
  • Bei der Bundesstiftung Mutter und Kind wird schwangeren Frauen in einer Notlage jetzt vorübergehend eine formlose Antragstellung per Post nach telefonischer Beratung ermöglicht. Zudem stellen die Schwangerschaftsberatungsstellen vielfach auf Videoberatung um.

Unterstützung für die Fachkräfte in Kitas, Jugendämtern und freien Trägern

  • Das BMFSFJ wird durch das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz, die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen und die Universität Hildesheim Online-Angebote bereitstellen, die Jugendämter und freie Träger darin unterstützen, flexible Lösungen zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben in der gegenwärtigen Situation zu finden. Dafür wird eine Kommunikations- und Transferplattform eingerichtet, die Informationen zum Umgang mit den aktuellen Herausforderungen bündelt und Best-Practice-Beispiele sammelt.
  • Im Bundesprogramm Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher wird Im April die Online-Lernplattform „Praxisanleitung digital“ freigeschaltet. Damit können Fachkräfte aus Kitas die Zeit der Schließungen für ihre Weiterbildung nutzen.

Quelle: BMFSFJ vom 31.03.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für BMFSJ: Kinder- und Jugendhilfe ist systemrelevant! )

Appell aus der Wissenschaft: Mehr Kinderschutz in der Corona-Pandemie

Posted on März 30, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

Wissenschaftler*innen aus ganz Deutschland, die im Kontext Kinderschutz forschen, haben einen Zwischenruf veröffentlicht.

Er richtet sich an Politiker*innen im Bund und in den Ländern und will auf die derzeit bedenkliche Entwicklung der Jugendhilfe aufmerksam machen. Gefordert wird, dass der Schutzauftrag der Jugendhilfe auch in der Krise weiter ausgeführt wird.

Appell aus der Wissenschaft: Mehr Kinderschutz in der Corona-Pandemie

Interview mit Initiatorin Prof. Dr. Maud Zitelmann: „Kinderschutz in der Corona-Krise – Große Sorge über die Situation gefährdeter Kinder“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Appell aus der Wissenschaft: Mehr Kinderschutz in der Corona-Pandemie )

Hilfen für Care Leaver in Zeiten von Corona: Online-Beratung und Notfallfond

Posted on März 23, 2020. Filed under: Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Der Careleaver e.V. und die Uni Hildesheim (Projekt CareHOPe) haben zusammen eine Notfallhilfe für Care Leaver eingerichtet, die zur Zeit in Schwierigkeiten stecken.

Gemeinsame Mitteilung der Universität Hildesheim und des Careleaver e.V. vom 23.03.2020

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Hilfen für Care Leaver in Zeiten von Corona: Online-Beratung und Notfallfond )

Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Pflegekinderhilfe

Posted on März 19, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen |

Die Regelungen aufgrund des Corona-Virus haben weitreichende Auswirkungen auf die Bevölkerung. Neben Hygienemaßnahmen ist die Einschränkung der sozialen Kontakte das wichtigste Instrument in der Bekämpfung der Pandemie.

Der PFAD Bundesverband gibt auf seiner Website Antworten auf einige Fragen, die Auswirkungen auf Kontakte im Rahmen der Pflegekinderhilfe betreffen.

Link

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Pflegekinderhilfe )

Neue PFAD Broschüre: „Und dann blieb Leon bei uns“

Posted on März 18, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Viele Kinder sind ab und an bei ihren Großeltern oder anderen Verwandten zu Besuch. Manche Kinder wachsen sogar bei ihnen auf. Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn ein Kind nicht bei seinen Eltern, sondern anderen Personen aus seinem unmittelbaren verwandtschaftlichen Umfeld lebt.

In unserer neuen Broschüre „Und dann blieb Leon bei uns“ werden typische Konstellationen dargestellt, wie es zu Verwandtenpflege kommt.

Wir beantworten u.a. Fragen zur Unterhaltssicherung und dazu, ob Verwandtenpflege auch eine Hilfe zur Erziehung sein kann. Wir erklären, welche Erwartungen ein Jugendamt hat und wer welche Anträge stellen darf.

Die Broschüre kann zum Preis von 3 Euro plus Versandkosten bestellt werden beim PFAD Bundesverband: info@pfad-bv.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Neue PFAD Broschüre: „Und dann blieb Leon bei uns“ )

16. Internationale Konferenz der EUSARF „The Perspective of the Child“ am 01.-04.09. in Zürich

Posted on März 15, 2020. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke |

Vom 01.-04.09.2020 findet in Zürich die 16. Internationale Konferenz der EUSARF statt.

Im Zentrum der Vorträge, Symposien und Workshops wird die Perspektive der Kinder und ihre Relevanz für die Kinder- und Jugendhilfe stehen. Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen der Kinder- und Jugendhilfe.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für 16. Internationale Konferenz der EUSARF „The Perspective of the Child“ am 01.-04.09. in Zürich )

20 Jahre Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt

Posted on März 10, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen |

Am 11. März 2020 feiert das Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt in Trägerschaft der Stiftung Ev. Jugendhilfe in Bernburg (Saale) mit einer festlichen Auftaktveranstaltung sein 20-jähriges Jubiläum.

Festreden halten Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, die Leiterin des Fachzentrums Birgit Patricia Eilenberger und Kathrin Kube, die Vorsitzende des Landesverbandes für Pflege- und Adoptiveltern Sachsen-Anhalt.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für 20 Jahre Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt )

Das Asylverfahren bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Eine Arbeitshilfe für Jugendämter, Vormund*innen und Betreuer*innen

Posted on März 8, 2020. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Asylantrag: ja oder nein? Welche alternativen aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten gibt es? Was können Argumente für eine (schnellst mögliche) Asylantragstellung sein? Was gilt es bei einem Asylantrag für unbegleitete Minderjährige aus sogenannten “sicheren Herkunftsländern” zu beachten? Welche Auswirkungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht gibt es bei einer Vormundschaftsbestellung über das 18. Lebensjahr hinaus? Wie gestaltete sich das Anhörungssetting.

Diese und viele weitere Fragen beantwortet die vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. publizierte Arbeitshilfe für Jugendämter, Vormundinnen und Betreuerinnen. Die 35-seitige Arbeitshilfe kann kostenfrei beim BumF heruntergeladen und bestellt werden.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Das Asylverfahren bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Eine Arbeitshilfe für Jugendämter, Vormund*innen und Betreuer*innen )

« Vorherige Beiträge

Liked it here?
Why not try sites on the blogroll...