Fachkräfte

„Fetales Alkoholsyndrom im Kindes- und Erwachsenenalter“ am 25.06. in Berlin

Posted on Mai 12, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der PFAD Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. veranstaltet am 25.06.2022 ab 10 Uhr im Hotel Estrel Berlin eine Fachtagung mit Prof. Spohr zum Thema „Fetales Alkoholsyndrom im Kindes- und Erwachsenenalter„.
Anmeldungen bitte an info@pfad-bb.de.

Flyer Seite 1

Flyer Seite 2

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „Fetales Alkoholsyndrom im Kindes- und Erwachsenenalter“ am 25.06. in Berlin )

Live-Online-Seminare des DIJuF für Fachkräfte Pflegekinderhilfe

Posted on April 4, 2022. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Podcast / Online, Veranstaltungen |

NUR NOCH WENIGE RESTPLÄTZE:
Umsetzung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) in der Pflegekinderhilfe – Was ist zu tun? am 03.05.2022
Das KJSG hat mit seinem Inkrafttreten am 10.6.2021 zahlreiche Gesetzesänderungen gebracht, die auch Pflegekinder und ihre Familien betreffen. Die Abläufe im Jugendamt müssen entsprechend angepasst werden und auch in der Arbeitsorganisation der Begleitung müssen die neuen Regelungen umgesetzt werden – nicht zuletzt in der abgestimmten Wahrnehmung der Aufgaben der Beratung und Unterstützung der Eltern und der Pflegeeltern sowie der Sicherung der Rechte von Pflegekindern. Fachkräfte in der Pflegekinderhilfe beraten auch zu rechtlichen Fragen, sodass sichergestellt werden muss, dass die Mitarbeiter*innen auf dem aktuellen Stand sind.

weitere Informationen und Anmeldung

NUR NOCH WENIGE RESTPLÄTZE:
Pflegegeld nach § 39 SGB VIII bei Vollzeitpflege am 31.05.2022
In dem Live-Online-Seminar, das sich vorwiegend an Mitarbeiter*innen der Wirtschaftlichen Jugendhilfe richtet, geht es um das Pflegegeld nach § 39 SGB VIII bei Vollzeitpflege. Es werden sowohl die Gewährung und die Bemessung des Pflegegelds als auch die Anrechnungsregelungen, zB beim Kindergeld, erläutert.

weitere Informationen und Anmeldung

Rechtliche Grundlagen der Pflegekinderhilfe am 14. bis 15.11.2022
Fachkräfte in der Pflegekinderhilfe, die bei öffentlichen oder freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, müssen die rechtlichen Grundlagen ihrer Arbeit kennen, verstehen und dazu beraten können. Die rechtlichen Grundlagen der Pflegekinderhilfe finden sich insbesondere im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII), im Familienrecht (BGB) und ergänzend im Familienverfahrensrecht (FamFG). Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) sind zum 10.06.2021 einige Neuerungen erfolgt, die in der Praxis umgesetzt werden müssen.
In der Fortbildung soll ein Überblick zu den wichtigsten Regelungen und den jeweiligen Vorgaben für die Aufgaben der Fachkräfte gegeben werden.

weitere Informationen und Anmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Live-Online-Seminare des DIJuF für Fachkräfte Pflegekinderhilfe )

IGfH Tagung „Vielfalt und ihre struktuelle Rahmung“

Posted on März 25, 2022. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Mit der Vielfalt in der Pflegekinderhilfe und ihren Rahmenbedingungen wird sich die sehr interessante IGfH Fachtagung am 13.-14.09.2022 in Bonn befassen, bei der PFAD einer der Mitveranstalter sein wird.

Ziel der Tagung ist es, getrennte Fachdiskussionen, Konzepte und Forschungen zusammenzuführen.

Auf der Tagungswebseite finden Sie nähere Informationen zu den Vorträgen und Workshops sowie ein Anmeldeformular: https://igfh.de/vielfalt-ihre-strukturelle-rahmung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für IGfH Tagung „Vielfalt und ihre struktuelle Rahmung“ )

PFAD: Hilfsbereitschaft für geflüchtete Kinder aus der Ukraine – aber wirksam

Posted on März 16, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Über 150.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sind bis jetzt in Deutschland angekommen. Sie dürfen ohne Visum nach Deutschland einreisen – und auch bleiben. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist groß. Ein Teil der Geflüchteten sind unbegleitete Kinder und Jugendliche.

Als unbegleitet gelten dabei alle Minderjährigen, deren Einreise nicht in Begleitung eines*einer Personensorgeberechtigten oder Erziehungs-berechtigten erfolgt. Entscheidet man sich für die Aufnahme eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings ist hier zwingend das Jugendamt einzubeziehen. Das Jugendamt ist zur vorläufigen Inobhutnahme von ausländischen Kindern, die unbegleitet nach Deutschland einreisen, verpflichtet. Begleitete und unbegleitete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine haben Anspruch auf Leistungen und Hilfen aus der öffentlichen Jugendhilfe. Das gilt auch für Verwandte, die sie aufnehmen.

Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII bietet sich insbesondere an, wenn nahe Verwandte, Bekannte oder Freund*innen bereit und geeignet sind, die jungen Menschen aufzunehmen. Dabei kann es sich sowohl um Pflegepersonen handeln, die bereits in Deutschland leben und den jungen Menschen aufnehmen können, als auch um Personen, die gemeinsam mit dem jungen Menschen geflüchtet sind.

Viele der Kinder und Jugendlichen haben lebensbedrohliche Erfahrungen gemacht und brauchen neben dem liebevollen Familienanschluss möglicherweise auch psychologische Hilfe. Pflegeeltern haben für diese herausfordernde Aufgabe Anspruch auf die fachliche Begleitung des Jugendamtes oder eines freien Trägers der Jugendhilfe.

Regionale Pflegeelternverbände können bei der Aufnahme und Alltagsgestaltung eines fremden Kindes in die eigene Familie unterstützen. Klären sie vor der Aufnahme wichtige Punkte ab: Ausländerstatus, Sorgerechtsinhaber, Krankenversicherung, finanzieller Rahmen, Kontakte zur leiblichen Familie.

Weitere wichtige Informationen gibt es über folgende Links:

Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF):

  • Erste Hinweise zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Flucht von ukrainischen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien nach Deutschland (11.03.2022) Link

Bundesverband unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (b-umf):

  • Bestehende jugendhilferechtliche Strukturen gelten auch für ukrainische Jugendliche! Link
  • Aufnahme und Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine – Berücksichtigung der besonderen Bedarfe junger Menschen Link
  • Kostenlose E-Learning Kurse bei der Augeo Foundation zur traumasensiblen Unterstützung für geflüchtete Kinder und Jugendliche Link

    PFAD Pressemitteilung als pdf



Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD: Hilfsbereitschaft für geflüchtete Kinder aus der Ukraine – aber wirksam )

Schönheitsideale und Selbstdarstellung – Was Kindern in Medien begegnet

Posted on März 10, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online | Schlagwörter: |

Die perfekte Pose bei GNTM, durchtrainierte Körper auf Instagram oder sexy Kandidat*innen in Dating-Shows: Durch Medien bekommen Kinder schon früh mit, was in der Gesellschaft vermeintlich als schön gilt und wie sich das Äußere bestmöglich präsentieren lässt. FLIMMO hat deshalb einmal genauer hingesehen: Welche Körperbilder und Schönheitsideale begegnen Kindern in Medien? Welchen Einfluss hat das auf Heranwachsende und was können Eltern tun?

Aller Diversität zum Trotz sind viele Körperbilder, die Kinder und Jugendliche in Medien vorfinden, noch immer sehr einseitig und stereotyp: schlank, durchtrainiert und perfekt in Szene gesetzt. Zwar darf es mittlerweile auch mal curvy oder kleiner sein – aber immer nur im Rahmen einer gewissen ästhetischen Norm.

Kindern und Jugendlichen wird dadurch ein Idealbild vorgesetzt, das kaum zu erreichen ist. Gerade bei Heranwachsenden kann dies zu Verunsicherung und Unzufriedenheit führen. Eltern sollten deshalb genau hinsehen und einen kritischen Blick auf mediale Vorbilder vermitteln.
Mehr zu problematischen Schönheitsidealen und wie Eltern damit umgehen können, sowie eine Auswahl an Videos, die kindgerecht Schönheit, Filter und Fake aber auch Bodypositivity thematisieren, gibt es auf https://www.flimmo.de/redtext/101382/Schoenheitsideale-und-Selbstdarstellung

Quelle: Pressemitteilung von FLIMMO vom 10.03.2022

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Schönheitsideale und Selbstdarstellung – Was Kindern in Medien begegnet )

PFAD Fachzeitschrift 1/2022: „Sorgerecht und geteilte Verantwortung“

Posted on Februar 15, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Schule | Schlagwörter: , , , , |

Das erste Heft dieses Jahrgangs informiert Sie unter dem Titel „Sorgerecht und geteilte Verantwortung“ über wichtige Aspekte rund um Vormundschaft bei Pflegekindern.

Wir gehen den Fragen nach, wie Fachkräfte zur Übernahme einer Vormundschaft durch Pflegeeltern stehen, wie die jungen Menschen besser in Vormundschaften beteiligt werden können und welche Erfahrungen Pflegeeltern mit der Übernahme der ehrenamtlichen Vormundschaft über ihr Pflegekind machen.

Darüber hinaus veröffentlichen wir die Ergebnisse unserer Umfrage: Wie geht es den Schulkindern?

Inhaltsangabe und Editorial dieser Ausgabe
Näheres zur PFAD Fachzeitschrift

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Fachzeitschrift 1/2022: „Sorgerecht und geteilte Verantwortung“ )

Materialienband zur Vormundschaftsrechtsreform erschienen

Posted on Februar 8, 2022. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Rechtzeitig vor Inkrafttreten der Vormundschaftsreform am 1.1.2023 hat das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. einen Materialienband zur Vormundschaftsrechtsreform veröffentlicht.

Der Band richtet sich an Leitungs- und Fachkräfte in den Jugendämtern, Vormundschaftsvereine, ehrenamtliche und berufliche Vormund*innen, aber auch an Verbände und Einrichtungen der Erziehungshilfe, Zusammenschlüsse von Pflegeeltern, kurz an alle, die sich mit der Reform vertraut machen und auf Veränderungen vorbereiten wollen.

Die Reform des Vormundschaftsrechts deckt sich in mehreren Punkten mit den Anliegen des neuen SGB VIII. Kinder und Jugendliche werden nun auch in der Vormundschaft in den Mittelpunkt gerückt und erhalten explizite Rechte gegenüber ihren Vormund*innen. Es wird aber auch die Kooperation zwischen Erziehungspersonen und Sorgeberechtigten gestärkt. Und die ehrenamtliche Wahrnehmung der Vormundschaft soll durch die Jugendämter gefördert und gut begleitet werden.

Der Materialienband enthält:

  • eine Übersicht zu den Kernpunkten der Reform
  • einen Aufsatz über die gemeinsame Umsetzung von SGB VIII und Vormundschaftsreform in Magdeburg
  • ausführliche Hinweise zu Schwerpunkten der Reform: Kinderrechte / Vorrang der ehrenamtlichen Vormundschaft / Kooperation und Sorgeteilung mit Erziehungspersonen / § 55 Abs. 5 SGB VIII)
  • zwei Auffassungen zur geforderten Aufgabentrennung im Jugendamt (§ 55 SGB VIII n. F.)
  • Aufsätze zu Veränderungen für Jugendämter, Vormundschaftsvereine und in der Kooperation mit Familiengerichten (Nachdruck aus der Zeitschrift DAS JUGENDAMT)
  • eine Synopse des Bundesforums zu den Änderungen des Vormundschaftsrechts im BGB n.F. sowie die Synopse des DIJuF zu den Änderungen SGB VIII n. F.

Herausgeber*innen des Materialbands sind das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft und das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF). Das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft e. V. ist ein interdisziplinäres Netzwerk, das durch Fachveranstaltungen, die Begleitung von Reformen und unterschiedliche Praxismaterialien und Publikationen zur Qualitätsentwicklung in der Vormundschaft und Pflegschaft beiträgt. Hierbei berücksichtigen wir nicht nur die unterschiedlichen Formen von Vormundschaften und Pflegschaften, sondern auch die Zusammenarbeit, Kooperation mit und Beteiligung von Hilfen zur Erziehung, Sozialen Diensten, (Pflege-)Eltern und jungen Menschen.

Der Materialienband steht zum Download auf der Website kostenlos zur Verfügung und kann als Printversion für 10 Euro pro Exemplar über info@vormundschaft.net bestellt werden.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Materialienband zur Vormundschaftsrechtsreform erschienen )

EMPOWERYOU-Onlineprogramm für Pflege- bzw. Adoptiveltern

Posted on Februar 2, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online | Schlagwörter: , , |

Das EMPOWERYOU-Onlineprogramm für Pflege- bzw. Adoptiveltern mit Kindern im Alter zwischen 8 und 13 Jahren steht nach seiner Pilotphase nun allen für ca. ein Jahr zur Verfügung! Es soll Pflege- und Adoptivfamilien stärken und Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, frühere belastende Erfahrungen zu bewältigen und möglichst keine (erneuten) Mobbing- und Gewalterfahrungen zu machen.

Wenn Sie sich registrieren, können Sie die Module mit interessanten Informationen zu verschiedenen Themenbereichen, Videos und Hörspielen ganz einfach in Ihrem Tempo auf dem Computer, Handy oder Tablet durchlaufen. Es sind auch praktische Anregungen und Übungen dabei, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind/Ihren Kindern im Alltag ausprobieren können.

Nähere Informationen auf www.empoweryou-programm.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für EMPOWERYOU-Onlineprogramm für Pflege- bzw. Adoptiveltern )

EMPOWER-YOUTH-Coach werden!

Posted on Januar 30, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online | Schlagwörter: , , |

Das EMPOWER-YOUTH-Programm wurde für junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren konzipiert, die in Pflegefamilien oder Wohngruppen aufgewachsen sind. Es hilft Ihnen dabei, sich für andere stark zu machen und zu lernen, wie man sie in problematischen Situationen unterstützen kann.

Das Online-Programm läuft über 6 Wochen und beinhaltet die Bearbeitung von 6 kurze Modulen, die sich z.B. Risikosituationen im Internet oder im realen Leben oder Mobbing-Situationen drehen.

Am Ende erhält jeder Teilnehmende ein Zertifikat als EMPOWER-YOUTH-Coach und eine Aufwandsentschädigung.

nähere Informationen auf www.empower-youth.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für EMPOWER-YOUTH-Coach werden! )

(Online)-Seminare mit Irmela Wiemann 2022 in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Posted on Januar 27, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , , |

Folgende für Fachkräfte, Pflege-, Adoptiveltern und Interessierte frei zugängliche Veranstaltungen/Kurse mit der Diplom-Psychologin, Psychologischen Psychotherapeutin, Familientherapeutin und Autorin Irmela Wiemann finden 2022 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ggf. online statt.

Nähere Informationen finden sich unter den Links zu den jeweiligen Veranstaltern bzw. sind unter den angegebenen Kontaktadressen zu erfragen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für (Online)-Seminare mit Irmela Wiemann 2022 in Deutschland, Österreich und der Schweiz )

Irmela Wiemann referiert zum Thema „Für Kinder Worte finden – Kleine und große Briefe über Lebensthemen von Pflegekindern“

Posted on Januar 16, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online | Schlagwörter: , |

Pflegefamilien Hessen und Pflegefamilien Akademie, St. Elisabeth-Verein hat drei Onlinevorträge von Irmela Wiemann zum Thema „Für Kinder Worte finden – Kleine und große Briefe über Lebensthemen von Pflegekindern“ produziert und dankenswerterweise auf dem Youtube Kanal „Pflegefamilien Hessen“ veröffentlicht.

Irmela Wiemann ist Diplom-Psychologin, Psychologischen Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Autorin und ausgewiesene Expertin in der Pflege- und Adoptivkinderhilfe.

Teil 1: Voraussetzungen, Lebensbilderbücher verfassen, Lebensgeschichten in Tiergeschichten formulieren

Teil 2: Leitfaden mit vielen Anregungen und Textbeispielen

Teil 3: schwierige Lebensthemen in Worte fassen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Irmela Wiemann referiert zum Thema „Für Kinder Worte finden – Kleine und große Briefe über Lebensthemen von Pflegekindern“ )

Neuerungen im Jugendschutz

Posted on Januar 14, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen verändert sich durch die Digitalisierung ständig. Der Kinder- und Jugendschutz in Deutschland musste sich daran anpassen, um Kinder und Jugendliche weiterhin vor Gefahren, die ihre Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten beeinträchtigen oder gefährden, zu schützen. Daher wurde im Mai vergangenen Jahres das Jugendschutzgesetz reformiert, mit der Zielsetzung, regulatorische Antworten für einen Kinder- und Jugendmedienschutz im 21. Jahrhundert zu geben.

In der vorliegenden 84-seitigen Broschüre „Was gibt´s neues im Jugendschutzgesetz“ hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und
Jugendschutz e.V. (BAJ)
die wichtigsten Änderungen in verständlicher Form zusammengestellt und erläutert. Die neuen Schutzziele Schutz, Teilhabe und Förderung sowie die Regelungen zu Alterskennzeichnungen werden dargestellt. So erhalten Filme und Games bspw. zukünftig die gleiche Alterseinstufung, egal auf welchem Weg sie vertrieben werden. Damit wird Eltern, Fachkräften und Kindern und Jugendlichen eine einheitliche Orientierung geboten.

Der Schutz vor Interaktionsrisiken wie Mobbing, Grooming und auch Kostenfallen im Netz ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Darüber hinaus werden die Aufgaben der neuen Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) dargestellt.

Weitere Änderungen, die den Erziehungsauftrag und das Elternprivileg betreffen werden anhand von Beispielen erläutert. Zudem enthält die Broschüre Übersichten zu den neu im Gesetz berücksichtigten Interaktionsrisiken, den verschiedenen Institutionen im Jugendmedienschutz und abschließend das gesamte Jugendschutzgesetz (JuSchG) im Wortlaut.

Elterninfo Jugendschutz (aktualisierte Neuauflage)

Vor dem Hintergrund der Novellierung des Jugendschutzgesetzes wurde das Faltblatt „Elterninfo Jugendschutz“ aktualisiert.
In dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz für Eltern erstellten Faltblatt werden seit dem 01. Mai 2021 geltende ausgewählte Regelungen in verständlicher Form vorgestellt und es wird beispielhaft erläutert, in welchen Fällen Eltern einen Erziehungsauftrag erteilen können. Gleichzeitig werden Eltern aber auch auf ihre Verantwortung hingewiesen, die mit der Übertragung des Erziehungsauftrags verbunden ist.

zur Bestellung

Quelle: Pressemeldungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) vom12.01.2022

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Neuerungen im Jugendschutz )

Hamburg: Angebote für Pflege- und Adoptivfamilien in 2022

Posted on Januar 12, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Freunde der Kinder e.V., der PFAD Landesverband in Hamburg, hat sein Jahresprogramm für 2022 vorgelegt.

Neben den bewährten Angeboten der Adoptionsbewerber*innen-Seminare bietet die Beratungsstelle von Freunde der Kinder auch wieder Veranstaltungen zu anderen interessanten Themen an. So beschäftigt sich der Zyklus mit dem Thema „Deeskalation bei Konflikten in den Familien„. Ebenso wird wieder zu verschiedenen Freizeiten für Kinder, Jugendliche, Pflege- und Adoptivfamilien sowie regelmäßigen Gruppenangebote für Pflege- und Adoptionseltern eingeladen.

Neu im Team von Freunde der Kinder sind Dipl. Psych. Stefanie Krüger und Dipl. Sozialpäd. Sascha Weger als hauptamtliche Mitarbeiter*ìnnen.

zum Jahresprogramm

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Hamburg: Angebote für Pflege- und Adoptivfamilien in 2022 )

iCanDo für Pflegekinder – Freizeiten für Mädchen und Jungen aus Adoptiv- und Pflegefamilien sowie Erziehungsstellen

Posted on Januar 6, 2022. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Wildfang e.V. bietet mit iCanDo für Pflegekinder ein umfangreiches Betreuungangebot für anspruchsvolle Kinder und Jugendliche zu Hause und anderswo. Hier finden Mädchen und Jungen aus Adoptiv- und Pflegefamilien sowie Erziehungsstellen geeignete Ferienfahrten mit geschulten und erfahrenen Betreuer*innen.

In und um Berlin gibt es zusätzlich mit iCanDo-Heimspiel zur Entlastung der Familien auch die Möglichkeit einer tage- und stundenweise Betreuung in den eigenen vier Wänden sowie mit den iCanDo-Friends-Gruppen 1-2 Mal monatlich in Berlin-Mitte Treffen mit verschiedensten Aktivitäten.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für iCanDo für Pflegekinder – Freizeiten für Mädchen und Jungen aus Adoptiv- und Pflegefamilien sowie Erziehungsstellen )

Digitaler Queerer Erst-Beratungs-Koffer für die Hilfen zur Erziehung

Posted on Dezember 19, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Podcast / Online, Publikationen |

Mit der digitalen Plattform „Queerer Erst-Beratungs-Koffer“ wurde ein Unterstützungstool für Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe in den Hilfen zur Erziehung geschaffen, um queere Kinder, Jugendliche und ihre Angehörigen bestmöglich unterstützen zu können.

Die Website bietet niedrigschwellig und strukturiert Basisinformationen zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Initiiert wurde das Projekt vom Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB), der Brandenburger Fachstelle für geschlechtliche & sexuelle Vielfalt des Landesverbands AndersARTiG e.V. und QUEERFORMAT, der Fachstelle Queere Bildung des Landes Berlin.

Infofilm:

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Digitaler Queerer Erst-Beratungs-Koffer für die Hilfen zur Erziehung )

BR-Dokumentation „Pflegeeltern dringend gesucht“

Posted on Dezember 15, 2021. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Bayerische Rundfunkzeigte am 15.12.2021 erstmals die sehr gelungene Dokumentation „Pflegeeltern dringend gesucht“. Der 44 min lange Beitrag kann in der BR-Mediathek angesehen werden: https://www.br.de/mediathek/video/dokthema-politische-dokumentation-pflegeeltern-dringend-gesucht-av:61b353e97d36cd0007793bc0.

Senderinfo: Überforderung, Missbrauch, Vernachlässigung. Die Ursachen für Inobhutnahmen von Kindern durch das Jugendamt sind vielfältig. Seit Jahren steigt die Zahl der Kinder, die ein neues Zuhause brauchen. Doch in Deutschland gibt es viel zu wenig Pflegefamilien. Warum ist das so? Und wie können mehr Familien für diese wichtige Aufgabe gewonnen werden?

Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Kinder nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können oder wollen: Pflegeeltern. Sie bieten den Kindern ein neues Zuhause, Geborgenheit und die Zuneigung, die sie von ihren leiblichen Eltern oft nicht bekommen haben. Gisela und Alexander sind solche Pflegeeltern. Seit vielen Jahren nehmen sie immer wieder Pflegekinder auf, derzeit sind es drei Mädchen und zwei Jungen, die bei ihnen in einem kleinen Ort im Allgäu leben. Gleichzeitig kämpft die Familie dafür, dass sich mehr Paare aktiv für Pflegekinder entscheiden und die Rahmenbedingungen für Pflegeeltern besser werden. Denn die Zahl der Pflegekinder, die eine neues Zuhause bräuchten, steigt seit Jahren. Vera Mayer vom Regensburger Jugendamt kennt das Problem. Die erfahrende Sozialarbeiterin sucht händeringend Pflegefamilien für Kinder, die wegen Kindeswohlgefährdung in Obhut genommen werden. Vera Mayer sieht sich als Anwältin der Kinder, geht sogar noch in ihrer Freizeit Plakate kleben, um auf die Misere aufmerksam zu machen. Ein Filmteam begleitet Vera Mayer bei ihrem Einsatz für die Kinder und die Pflegefamilie durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags. Gezeigt wird, dass Pflegekinder ein Gewinn für die ganze Familie sein können, wie es bei Gisela und Alexander der Fall ist. Klar wird aber auch, dass längst nicht jede und jeder diese Aufgabe meistern kann.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für BR-Dokumentation „Pflegeeltern dringend gesucht“ )

Sachsen-Anhalt: Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege 2020 auf neuem Höchststand

Posted on Dezember 8, 2021. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen-Anhalt, Statistik | Schlagwörter: , , |

2020 waren in Sachsen-Anhalt 2 923 junge Menschen in Vollzeitpflege untergebracht.

Der kontinuierliche Anstieg seit 2011 setzte sich weiter fort. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, hat sich die Anzahl der Unterbringungen in Pflegefamilien seit 2011 um 89 % (2011: 1 544) und zum Vorjahr um 2 % (2019: 2 875) erhöht. Insgesamt lebten 2 699 junge Menschen in einer allgemeinen Vollzeitpflege (92 %). Davon wurden 2/3 in einer fremden Pflegefamilie aufgenommen, bei jedem 3. Fall übernahmen Verwandte die Pflegschaft. 8 % der jungen Menschen befanden sich aufgrund von Entwicklungsbeeinträchtigungen in einer Sonderpflege. Diese wurde in 7 % der Fälle von Verwandten übernommen und zu 93 % von fremden Pflegefamilien getragen.

Die meisten Kinder in Pflegefamilien waren im Alter von 9 bis unter 12 Jahren (18 %), gefolgt von den Altersgruppen 6 bis unter 9 Jahre und 12 bis unter 15 Jahre mit jeweils 17 %. Damit war jedes 2. Kind in Vollzeitpflege 6 bis unter 15 Jahre alt. 52 % waren männlich und 48 % weiblich. Der Anteil an jungen Menschen mit einer ausländischen Herkunft mindestens eines Elternteils lag bei 7 %.

Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen lebten in Familien mit einem Elternteil. Bei jedem 5. Vermittlungsfall lebte ein Elternteil in neuer Partnerschaft und jede bzw. jeder 6. Heranwachsende stammte aus einem Haushalt, in der beide Elternteile zusammenlebten. 7 % der Kinder und Jugendlichen hatten eine unbekannte Herkunftsfamilie, bei 2 % waren die Eltern bereits verstorben. Transferleistungen bezogen 86 % der Herkunftsfamilien, darunter war der Anteil der Alleinerziehenden mit 60 % am höchsten.

Als Hauptgrund für die Aufnahme in eine Vollzeitpflege wurde in rund 1/4 der Fälle die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Sorgeberechtigten angegeben. Weitere häufig genannte Gründe waren unzureichende Förderung, Betreuung oder Versorgung des jungen Menschen in der Herkunftsfamilie (18 %) sowie die Gefährdung des Kindeswohls (18 %).

Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII bietet jungen Menschen unter 27 Jahren, die nicht bei ihren Eltern verbleiben können, die Möglichkeit in einer Pflegefamilie zu leben. Der Aufenthalt kann zeitlich befristet sein – bis beispielsweise eine Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie geschaffen wurde – oder auf Dauer ausgelegt sein.

Zudem wird in allgemeine Vollzeitpflege und Sonderpflege (bei entwicklungsbeeinträchtigten Kindern) unterschieden. Die Pflege kann jeweils durch Fremde oder Verwandte geleistet werden. Einbezogen wurden alle Hilfen zur Erziehung in Vollzeitpflege, die 2020 beendet wurden und jene, die am 31.12.2020 noch bestanden.

Weitere Informationen zum Thema Öffentliche Sozialleistungen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt sind im Statistischen Bericht „Jugendhilfe: Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige, Auszahlungen und Einzahlungen Jahr 2020“ verfügbar.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 06.12.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Sachsen-Anhalt: Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege 2020 auf neuem Höchststand )

PFAD Fachzeitschrift 4/2021: „Gute Begleitung für junge Erwachsene“

Posted on November 14, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

PFAD Vorsitzende Dagmar Trautner im Editorial:
Bei der Arbeit am vorliegenden Heft haben wir uns damit befasst, was eine „gute“ Begleitung in die Verselbstständigung für junge Menschen ausmacht, die in Pflege- und Adoptivfamilien oder in Heimerziehung aufgewachsen sind.

Wie muss diese aussehen, damit sie von ihnen selbst als hilfreich und angemessen empfunden wird?

Inhaltsangabe und Editorial dieser Ausgabe
Näheres zur PFAD Fachzeitschrift

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Fachzeitschrift 4/2021: „Gute Begleitung für junge Erwachsene“ )

Destatis: 5 % weniger erzieherische Hilfen im Corona-Jahr 2020

Posted on Oktober 30, 2021. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Statistik | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im Corona-Jahr 2020 haben die Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland rund 963 000 erzieherische Hilfen für junge Menschen unter 27 Jahren gewährt. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge waren das rund 53 600 Fälle oder 5 % weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl erzieherischer Hilfen nach einem kontinuierlichen Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008 und ihrem Höchststand im Jahr 2019 erstmals zurückgegangen. Gleichzeitig fiel sie auch wieder unter die Millionengrenze, die sie bereits 2018 überschritten hatte. Von 2008 bis 2019 hatten sich die Erziehungshilfen um insgesamt 218 900 Fälle erhöht (+27 %). Hintergrund der Entwicklung im Jahr 2020 sind vermutlich die allgemeinen Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie. Insbesondere der Rückgang der Erziehungsberatungen vor Ort kann dadurch erklärt werden. In den Beratungsstellen wurden aber teils verstärkt telefonische Beratungen angeboten, die nicht in die Statistik eingehen.

Erzieherische Hilfen sind Beratungs-, Betreuungs- oder Hilfeangebote der Kinder- und Jugendhilfe, auf die Eltern minderjähriger Kinder einen gesetzlichen Anspruch haben. Das Spektrum reicht von Erziehungsberatungen über sozialpädagogische Familienhilfen bis hin zu Heimerziehungen. Auch junge Volljährige bis zum 27. Lebensjahr haben unter gewissen Voraussetzungen Anspruch auf entsprechende Hilfen.

Im Jahr 2020 waren die erzieherischen Hilfen zu 71 % an Minderjährige, zu 11 % an junge Volljährige und zu 18 % an ganze Familien gerichtet, zum Beispiel als sozialpädagogische Familienhilfe. Dabei dauerte eine abgeschlossene Erziehungshilfe im Schnitt 11 Monate.

Erziehungsberatungen vor Ort fallen von ihrem Höchst- auf ihren Tiefststand

Am häufigsten wurden von ratsuchenden Eltern, Familien oder jungen Menschen Erziehungsberatungen vor Ort in Anspruch genommen – im Jahr 2020 allerdings deutlich seltener als in den Vorjahren: Insgesamt rund 438 500 solcher Beratungen haben Jugendämter, Caritas, Diakonie und andere Träger der Kinder- und Jugendhilfe 2020 bei persönlichen oder familiären Problemen und zur Lösung von Erziehungsfragen oder bei Trennung und Scheidung durchgeführt. In 59 % aller Fälle hatten vorrangig die Eltern, in 30 % die gesamte Familie und in weiteren 12 % der Fälle vorrangig die jungen Menschen Hilfe gesucht. Im Schnitt dauerte eine abgeschlossene Beratung 6 Monate.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Erziehungsberatungen vor Ort um 38 400 Fälle (‑8 %) – und damit von ihrem Höchst- auf ihren Tiefststand – gesunken. Besonders auffällig war der Rückgang bei den Beratungen, die im Corona-Jahr 2020 neu begonnen hatten: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2020 rund 44 900 weniger Beratungen neu eingeleitet (-14 %). Hintergrund dieser Entwicklung dürften die im Jahresverlauf 2020 beschlossenen coronabedingten Einschränkungen sein, die persönliche Kontakte in den Beratungsstellen und an anderen Orten zeitweise erschwerten oder ganz verhinderten. Verschiedene Beratungsstellen weisen aber darauf hin, dass 2020 verstärkt Unterstützung per Telefon geleistet wurde. Rein telefonische Beratungen werden in der Statistik nicht erfasst.

Trends der Vorjahre setzen sich fort: Mehr Familienhilfen, weniger Heimerziehungen

Die Entwicklung der anderen Erziehungshilfen verlief dagegen unterschiedlich: Während die familienorientierten Hilfen 2020 das vierte Jahr in Folge zunahmen (+3 200 Fälle bzw. +2 %), gingen die anderen Einzelhilfen durchgängig zurück (-18 400 Fälle bzw. -5 %). Dies ist aber nur zum Teil durch die allgemeinen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie zu erklären. Auch der Rückgang der unbegleitet eingereisten Minderjährigen spielt eine Rolle. Diese verlassen nun schrittweise wieder das System der Kinder- und Jugendhilfe, nachdem sie nach ihrer Einreise verstärkt dort betreut worden waren. So war zum Beispiel die Zahl der Heimerziehungen nach ihrem Höchststand von 148 100 Fällen im Jahr 2017 wie in den beiden Vorjahren auch 2020 weiterhin rückläufig (-9 200 Fälle bzw. -7%). Im Jahr 2020 wurden insgesamt noch rund 126 900 Heimerziehungen durchgeführt.

Hohe Inanspruchnahme durch Alleinerziehende, vor allem bei Transferleistungsbezug

427 900 oder 44 % aller erzieherischen Hilfen wurden 2020 von alleinerziehenden Müttern oder Vätern in Anspruch genommen. Damit erhielten Alleinerziehende deutlich häufiger erzieherische Hilfen als zusammenlebende Elternpaare (33 %) oder Elternteile in einer neuen Partnerschaft (16 %).

Noch weiter öffnet sich die Schere bei der Gruppe derer, die staatliche Transferleistungen bezogen. Bei 381 700 beziehungsweise 40 % aller gewährten Hilfen lebte die Herkunftsfamilie oder der junge Mensch ganz oder teilweise von Transferleistungen – also von Arbeitslosengeld II (SGB II), von Sozialhilfe, von bedarfsorientierter Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder einem Kinderzuschlag. In dieser Gruppe waren sogar 57 % alleinerziehend, 22 % lebten als Elternpaar zusammen und 16 % als Elternteil in einer neuen Partnerschaft.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 29.10.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Destatis: 5 % weniger erzieherische Hilfen im Corona-Jahr 2020 )

Careleaver-Song „Potential ist da“

Posted on Oktober 14, 2021. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Workshop-Reihe “deine Story dein Song” im Sommer 2021 war ein Musikprojekt für zehn Jugendliche und junge Erwachsene aus Hamburger und Bremer Pflegefamilien. Dabei entstand der großartige und tiefsinnige Song „Potential ist da„, bei dem Sound, Texte und Vocals von den jungen Menschen selbst gestaltet wurden.

Der Refrain „Lass die Negativität das Positive nicht zerstören!“ sendet eine wichtige Botschaft!

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Careleaver-Song „Potential ist da“ )

Kurzexpertise „Care Leaver – Übergang in die Volljährigkeit. Änderungen durch das KJSG“

Posted on Oktober 4, 2021. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Mit der Verabschiedung des Kinder- und Jugendhilfestärkungsgesetz (KJSG) werden grundlegende rechtliche Änderungen im Achten Sozialgesetzbuch vorgenommen, die auch die Rechte von Care Leaver:innen und die Übergangsbegleitung von jungen Menschen aus stationären Erziehungshilfen und der Vollzeitpflege ins Erwachsenenleben betreffen.

Die „Fachstelle Leaving Care“ unterstützt und berät Kommunen beim Aufbau und der Weiterentwicklung örtlicher Infrastrukturen des Leaving Care. In ihrem Auftrag wurde die Kurzexpertise „Care Leaver – Übergang in die Volljährigkeit. Änderungen durch das KJSG“ erstellt. Die Expertise leistet einen Beitrag dazu, die konkreten Rechtsfolgen der Kinder- und Jugendhilferechtsreform im Jahr 2021 zu formulieren und abzuschätzen.

zur Expertise (pdf)

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Kurzexpertise „Care Leaver – Übergang in die Volljährigkeit. Änderungen durch das KJSG“ )

Online-Seminar „Bindung und Bindungsförderung“ am 29.10.

Posted on Oktober 2, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Wie können positive Bindungsbeziehungen gefördert werden? Diesem wichtigen Thema wird sich das PFAD Onlineseminar „Bindung und Bindungsförderung“ am Freitag, den 29.10.2021 widmen.

Als Referentin konnte Prof. Dr. Kerstin Konrad von der Uniklinik Aachen gewonnen werden.

Der Anmeldeschluss wurde verlängert auf den 25.10.2021.

Einladung + Mailanmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Online-Seminar „Bindung und Bindungsförderung“ am 29.10. )

Chance auf Deutschen Engagementpreis: Jetzt für FASD Deutschland e.V. abstimmen!

Posted on September 29, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

FASD Deutschland e.V. ist im Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2021. Vom 9. September bis 20. Oktober kann unter www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis für FASD Deutschland e.V. abgestimmt werden (einfach im Suchfeld FASD Deutschland eingeben.)
Für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen wurde FASD Deutschland e.V. aus Lingen von startsocial. Im Juni 2021 war FASD Deutschland e.V. einer der Bundespreisträger des Wettbewerbs bei startsocial.

In Deutschland sind mindestens 715.000 Menschen durch Alkohol in der Schwangerschaft ihr Leben lang beeinträchtigt. Diese Schädigungen können den Körper, den Geist und die Psyche betreffen und sind absolut vermeidbar. Daher setzt sich FASD Deutschland e. V. ehrenamtlich für die Prävention der Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD), aber auch für die Menschen mit FASD ein.
Ziel ist es, die Prävalenzrate langfristig zu senken. Neben der Präventionsarbeit ist die Aktivierung der Vereinsmitglieder zur ehrenamtlichen Mitarbeit fester Bestandteil des Konzepts. Verschiedene Veranstaltungen (z. B. Fachforen) machen es möglich, auch Fachleute als Mitglieder und Multiplikatoren zu gewinnen. Seit mehr als 20 Jahren hat der Verein bundesweit eine Vorreiterrolle in der Hilfe und Selbsthilfe für Menschen mit FASD und deren Bezugspersonen und leistet so wertvolle Lobbyarbeit für die Menschen mit FASD als Patientenvertretung.

Weitere Informationen unter: www.fasd-deutschland.de

Chance auf bis zu 10.000 Euro Preisgeld
Der Publikumspreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die 50 Erstplatzierten der Abstimmung gewinnen außerdem die Teilnahme an einem gemeinsamen Weiterbildungsseminar zu Öffentlichkeitsarbeit und gutem Projektmanagement. Im Falle eines Gewinns würde FASD Deutschland e.V. das Preisgeld für eine bundesweite Präventionkampagne verwenden.
Der Einsatz für die Menschen mit FASD erfährt durch die Nominierung eine weitere hochrangige Anerkennung. Für den Deutschen Engagementpreis können ausschließlich die Preisträgerinnen und Preisträger anderer Preise, die freiwilliges Engagement in Deutschland auszeichnen, nominiert werden. In diesem Jahr wurden die bundesweit 403 Nominierten von 141 Ausrichtern von Preisen für bürgerschaftliches Engagement vorgeschlagen. Neben dem Votum der Bürger*innen über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis entscheidet eine hochkarätige Fachjury über die Preisträgerinnen und Preisträger in den mit 5.000 Euro dotierten fünf Kategorien „Chancen schaffen“, „Leben bewahren“, „Generationen verbinden“, „Grenzen überwinden“ und „Demokratie stärken“. Bekannt gegeben werden die Gewinnerinnen und Gewinner aller sechs Preise bei einer Preisverleihung am 2. Dezember in Berlin, die mittels Live-Stream übertragen wird.

Hintergrund: Der Deutsche Engagementpreis
Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Nominiert werden können alljährlich Preisträgerinnen und Preisträger anderer Engagementpreise in Deutschland. Der Deutsche Engagementpreis würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.
Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Expert:innen und Wissenschaftler:innen. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung.

Quelle: FASD Deutschland vom 29.09.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Chance auf Deutschen Engagementpreis: Jetzt für FASD Deutschland e.V. abstimmen! )

Online-Seminar „Gemeinsame Verantwortung – Pflegeeltern und Vormund“ am 15.10.

Posted on September 25, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Henriette Katzenstein, Vorsitzende des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft, wird am 15.10.2021 für das PFAD Online-Seminar „Gemeinsame Verantwortung – Pflegeeltern und Vormund“ referieren.

Dabei wird sie interessante Ergebnisse aus einem Kooperations-Workshop von Bundesforum und PFAD vorstellen, die von Pflegeeltern, Vormündern und Careleavern gemeinsam erarbeitet wurden.

Anmeldungen sind möglich bis zum 10.10.2021.

Einladung + Mailanmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Online-Seminar „Gemeinsame Verantwortung – Pflegeeltern und Vormund“ am 15.10. )

PFAD Wahlprüfsteine – Antworten der Parteien

Posted on September 20, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen |

Am 26. September ist Bundestagswahl. Aus diesem Anlass hatte der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. Wahlprüfsteine unter dem Titel „Pflegefamilien – eine unverzichtbare Ressource für die Jugendhilfe“ bereits an die Bundestags-Kandidatinnen und -Kandidaten gerichtet (wir berichteten).

In verkürzter Form (aufgrund technischer Vorgaben der Parteien) hat der Verband sieben konkrete Fragen zu notwendigen Verbesserungen auch die Parteien mit der Bitte um Stellungnahme vorgelegt.

Auf Homepage www.pfad-bv.de finden Sie eine Zusammenstellung der Antworten.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Wahlprüfsteine – Antworten der Parteien )

„Beteiligung von jungen Menschen bei Vormundschaften in Pflegefamilien und Erziehungsstellen“ am 18.11. in Tübingen

Posted on September 18, 2021. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft bietet am 18.11.2021 von 9.00-16.30 Uhr in Tübingen für Erziehungsstellen, Pflegeeltern und Vormund*innen das Seminar „Beteiligung von jungen Menschen bei Vormundschaften in Pflegefamilien und Erziehungsstellen“ an.

Mit der Vormundschaftsreform gewinnt das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung an Bedeutung. Doch wie sieht Beteiligung im Alltag aus? Mit viel Interaktion und nach einem kurzen Input junger Menschen setzen sich die teilnehmenden mit diesem Thema anhand von Beispielen auseinandersetzen und können dabei Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen einbeziehen.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „Beteiligung von jungen Menschen bei Vormundschaften in Pflegefamilien und Erziehungsstellen“ am 18.11. in Tübingen )

„Die Vormundschaftsreform und ihre Bedeutung für Erziehungsstellen und Pflegefamilien“ am 13.11. in Tübingen

Posted on September 13, 2021. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft lädt Erziehungsstellen, Pflegeeltern und Vormund*innen am 13.11.2021 von 9:00-13:00 Uhr nach Tübingen ein zum Seminar „Die Vormundschaftsreform und ihre Bedeutung für Erziehungsstellen und Pflegefamilien„.

Referentin Henriette Katzenstein gibt einen Einblick in die neue Gesetzgebung und ihren Einfluss auf die Praxis:

  • Was hat es mit dem Kooperationsgebot auf sich?
  • Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit, wenn Pflegeeltern Sorgerechtsanteile übernehmen?
  • Können Erziehungsstellen nach § 33 S. 2 SGB VIII Sorgerechtsanteile übernehmen?
  • Können Pflegeeltern weiterhin Vormund*innen werden?

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „Die Vormundschaftsreform und ihre Bedeutung für Erziehungsstellen und Pflegefamilien“ am 13.11. in Tübingen )

Neues Rechtsgutachten zum Thema Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII

Posted on September 8, 2021. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat im Rahmen seiner Kampagne zur #Kostenheranziehung ein neues Rechtsgutachten veröffentlicht:

„Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – ein Rechtsgutachten zum Thema Wiederaufnahme des Verfahrens und Rücknahme eines bestandskräftigen rechtswidrigen Kostenbescheids“

Die Kampagne hat zum Ziel, alle Beteiligten über das Verfahren nach § 44 SGB X zu informieren: Bestandkräftig gewordene rechtswidrige Kostenbescheide können auch im Nachhinein korrigiert und zu Unrecht geleistete Kostenbeiträge zurückverlangt werden. Dies gilt auch für abgeschlossene Fälle.

Der Fokus des Rechtsgutachtens liegt auf der Beantwortung praxisrelevanter Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von Überprüfungsanträgen nach § 44 SGB X:

  • Hat ein gestellter Überprüfungsantrag unmittelbare Auswirkungen auf aktuelle Zahlungen von Kostenbeiträgen?
  • Sind gezahlte Kostenbeiträge, die auf fehlerhafter Berechnung beruhen, vom Jugendamt zurückzuzahlen?
  • Für welchen Zeitraum können etwaige Rückzahlungen geltend gemacht werden?
  • Gilt ein Anspruch auf Verzinsung für die Erstattung von zu Unrecht erhobenen Beiträgen?

Die Inhalte des Rechtsgutachtens sollen betroffenen junge Menschen, Ombudspersonen sowie Fachkräften der öffentlichen Träger der Jugendhilfe Orientierung bei der Antragstellung bzw. Bearbeitung solcher Überprüfungsanträge geben.

Das aktuelle Rechtsgutachten wurde von RA Benjamin Raabe erstellt und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Es baut auf dem Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ aus Dezember 2019 auf.

Beide Rechtsgutachten können auch gegen Portokosten bestellt werden. Bestellung und Informationen unter: info@ombudschaft-jugendhilfe.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Neues Rechtsgutachten zum Thema Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII )

Umfrage zum Verständnis von Ombudschaft aus der Perspektive von Adressatinnen

Posted on September 7, 2021. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Jamie Uffelmann vom Landesheimrat Hessen und Robin Loh vom Careleaver e. V. möchten für ein Buch einen Beitrag schreiben zum Verständnis von Ombudschaft aus der Perspektive von Adressat*innen.

Zur Vorbereitung führen sie eine kurze Umfrage durch, die sich insbesondere an junge Menschen und ihre Familien bzw. Pflegefamilien (Adressat*innen), aber auch an Fachkräfte richtet, die an Ombudsstellen vermitteln.

Bei Fragen kann man sich bei robin.loh@careleaver.de melden.

zur Umfrage

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Umfrage zum Verständnis von Ombudschaft aus der Perspektive von Adressatinnen )

Bundesweite Kommunikationsplattform für Fachkräfte zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien gestartet

Posted on September 7, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

Fachkräfte aus ganz Deutschland können sich ab sofort auf der Kommunikationsplattform COA.KOM interdisziplinär miteinander vernetzen und austauschen. Die Plattform wurde von NACOA Deutschland e. V., einer Paritätischen Mitgliedsorganisation, im Rahmen eines Bundesprojektes entwickelt. Auf der Plattform können sich Fachkräfte rund um die Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien praxisnah austauschen und gegenseitig unterstützen.

Eigene Veranstaltungen, Gruppenangebote oder Projekte können auf der Plattform veröffentlicht und Fachinformationen abgerufen werden. Ziel ist es, dass sich Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Suchthilfe, dem Gesundheitswesen, der Selbsthilfe vernetzen oder Netzwerke koordinieren. Fachkräfte und interessierte Akteur*innen können sich kostenlos registrieren unter: https://coakom.de.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Bundesweite Kommunikationsplattform für Fachkräfte zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien gestartet )

PFAD Online-Seminar „Selbst-Sicher-Sein – Besuchskontakte als Entwicklungsaufgabe für (Pflege)Kinder und Erwachsene“ am 25.09.

Posted on September 6, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Beim PFAD Online-Seminar „Selbst-Sicher-Sein – Besuchskontakte als Entwicklungsaufgabe für (Pflege)Kinder und Erwachsene“ am 25.09.2021 werden Dr. Christina Rothdeutsch-Granzer und Dr. Carmen Hofer-Temmel aus Graz referieren. Sie haben gemeinsam zu Besuchskontakten in Pflegefamilien geforscht und werden Anregungen für eine prozessorientierte Besuchsgestaltung geben.

Die Teilnahme an diesem Online-Seminar, das im Rahmen des Fachteils des PFAD Ländergremiums II/2021 stattfinden wird, steht auch Gästen offen. Anmeldungen sind noch möglich bis zum 10.09.2021.

Einladung + Mailanmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD Online-Seminar „Selbst-Sicher-Sein – Besuchskontakte als Entwicklungsaufgabe für (Pflege)Kinder und Erwachsene“ am 25.09. )

Online-Fortbildung für Fachkräfte in Jugendämtern oder bei freien Trägern: „Careleaving in der Pflegekinderhilfe“

Posted on September 5, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Kompetenzzentrum Pflegekinderhilfe die Online-Fortbildung „Careleaving in der Pflegekinderhilfe“ mit 4 erfahrenen Referent*innen ein drittes Mal an – nach Köln und Hamburg nun überregional!

Das Angebot richtet sich an Fachkräfte aus der Pflegekinderhilfe und fokussiert explizit die spezifischen Bedarfe von Pflegekindern (und Pflegeeltern) beim Übergang in die Selbstständigkeit, gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und soll Anreize und Impuls in der fachlichen Begleitung setzen.

Die Plätze sind begrenzt, wir empfehlen eine schnelle Anmeldung.

Termin 20. – 21.9.2021, jew. 10.00-16.30 Uhr (mit Pausen)

zur Anmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Online-Fortbildung für Fachkräfte in Jugendämtern oder bei freien Trägern: „Careleaving in der Pflegekinderhilfe“ )

Online Fachtag: Ehrenamtliche Einzelvormundschaft und Pflegekinderhilfe am 22.11.

Posted on September 4, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Mit seinem Fachtag „Ehrenamtliche Einzelvormundschaft und Pflegekinderhilfe“am 22.22.2021 will das Kompetenzzentrum Pflegekinder das Augenmerk auf die Bedeutung der Vormundschaft lenken, den Blick weiten, die Fachkräfte mit Informationen unterstützen und unklare Bereiche und Entscheidungsräume ausleuchten.

Vom „(vor)schnellen Urteil“, zur „begründbaren Haltung“ zur „guten Lösung“? Welche fachlichen Standards, Strukturen und Voraussetzungen müssen geschaffen werden, welche Haltung in den Diensten und auch auf kommunaler Ebene?

Der Fachtag findet statt im Rahmen des Projekts „Ehrenamtliche Einzelvormundschaft und Pflegekinderhilfe“, durchgeführt vom Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V. und gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Die Teilnahme ist im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Projekts kostenfrei.

Das Programm wird im September 2021 unter www.kompetenzzentrum-pflegekinder.de mitgeteilt.

Weitere Infos


Anmeldung: elke.meyer@kompetenzzentrum-pflegekinder.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Online Fachtag: Ehrenamtliche Einzelvormundschaft und Pflegekinderhilfe am 22.11. )

Online-Infoabende für Careleaver und Carereceiver „Wie läuft das mit dem Geld?“ am 24./25.08.

Posted on August 19, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Careleaver e.V. und das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe e.V. laden Careleaver und Carereceiver zu zwei Online-Infoveranstaltungen ein zu den Themen Kostenheranziehung, Steuererklärung, Notfallfonds und Stipendien.

Es gibt noch wenige freie Plätze und die Online-Veranstaltungen sind kostenlos.
Nähere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Online-Infoabende für Careleaver und Carereceiver „Wie läuft das mit dem Geld?“ am 24./25.08. )

Broschüre „Trauma bei Kindern und Jugendlichen“

Posted on Juli 27, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schule | Schlagwörter: |

Wollen Sie Betreuer*innen Ihres Kindes fundierte Informationen zum Thema Traumatisierung an die Hand geben?

Die Broschüre „Trauma bei Kindern und Jugendlichen“ wurde für Erzieher*innen und Lehrer*innen entwickelt. Sie soll im Schul- und Kita-Alltag helfen, traumatisierte Kinder besser zu verstehen und zu unterstützen. Neben Hintergrundinformationen beinhaltet die Broschüre fundierte Handlungsempfehlungen zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen sowie Angaben zu Unterstützungsangeboten.

Die Broschüre des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kann kostenlos heruntergeladen oder als gedrucktes Exemplar bestellt werden.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Broschüre „Trauma bei Kindern und Jugendlichen“ )

9 % mehr Fälle: Jugendämter melden 2020 Höchststand an Kindeswohlgefährdungen

Posted on Juli 22, 2021. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Statistik | Schlagwörter: , , , |

WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2020 bei fast 60 600 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das waren rund 5 000 Fälle oder 9 % mehr als 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben die Kindeswohlgefährdungen damit im Corona-Jahr 2020 den höchsten Stand seit Einführung der Statistik im Jahr 2012 erreicht. Bereits in den beiden Vorjahren war die Zahl der Kindeswohlgefährdungen deutlich – und zwar um jeweils 10 % – gestiegen.

Neben einer zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung für den Kinderschutz, können im Corona-Jahr 2020 auch die Belastungen von Familien infolge der Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen ein Grund für die Zunahme gewesen sein. Gleichzeitig ist nicht auszuschließen, dass ein Teil der Fälle, etwa aufgrund von vorübergehenden Schulschließungen, unentdeckt geblieben ist. Die Behörden können nur solche Fälle zur Statistik melden, die ihnen bekannt gemacht wurden, wobei auch diese Zahl gewachsen ist: Bundesweit prüften die Jugendämter im Jahr 2020 knapp 194 500 Verdachtsmeldungen im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung, das waren 12 % mehr als 2019 (+21 400 Fälle).

Jedes zweite Kind war jünger als 8 Jahre, jedes dritte jünger als 5 Jahre

Den neuen Ergebnissen zufolge war etwa jedes zweite gefährdete Kind jünger als acht Jahre (51 %) und jedes dritte sogar jünger als fünf Jahre (33 %). Während Jungen bis zum Alter von 13 Jahren etwas häufiger betroffen waren, galt dies ab dem 14. Lebensjahr für die Mädchen. Die meisten Minderjährigen wuchsen bei alleinerziehenden Elternteilen (43 %), bei beiden Eltern gemeinsam (38 %) oder einem Elternteil in neuer Partnerschaft auf (11 %). Etwa die Hälfte (49 %) der betroffenen Jungen und Mädchen hatte zum Zeitpunkt der Gefährdungseinschätzung bereits eine Leistung der Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch genommen und stand somit schon in Kontakt zum Hilfesystem.

Vernachlässigung ist am häufigsten, psychische Misshandlungen steigen am stärksten

Die meisten der rund 60 600 Kinder mit einer Kindeswohlgefährdung wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (58 %). Bei rund einem Drittel aller Fälle (34 %) wurden Hinweise auf psychische Misshandlungen – beispielsweise in Form von Demütigungen, Einschüchterungen, Isolierung und emotionale Kälte – gefunden. In etwas mehr als einem Viertel (26 %) der Fälle gab es Indizien für körperliche Misshandlungen und in 5 % Anzeichen für sexuelle Gewalt. Mehrfachnennungen waren hierbei möglich.

Im Vergleich zum Vorjahr haben alle Arten der Kindeswohlgefährdung an Bedeutung gewonnen. Besonders stark war die Zunahme im Corona-Jahr 2020 aber bei psychischen Misshandlungen. Hier stieg die Zahl der Nennungen um 17 % (+3 100 Fälle).

Weniger Hinweise von Schulen, aber deutlich mehr aus der Bevölkerung

Die meisten der rund 194 500 Gefährdungseinschätzungen wurden im Jahr 2020 von der Bevölkerung – also Verwandten, Bekannten, Nachbarn oder anonym – angeregt (27 %). Fast ebenso häufig kamen die Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung von Polizei oder Justizbehörden (27 %). Mit Abstand folgten Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe oder Erziehungshilfe (13 %) sowie Schulen (10 %). In rund jedem zehnten Fall hatten die Familien selbst, also die betroffenen Minderjährigen oder deren Eltern, auf die Gefährdungssituation aufmerksam gemacht (9 %).

Knapp jeder dritte Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung wurde später durch die Jugendämter bestätigt (31 %). In etwa einem weiteren Drittel (34 %) der Fälle stellten die Behörden zwar keine Gefährdung, wohl aber weiteren Hilfebedarf fest und ebenso in rund einem Drittel (35 %) der Fälle erwies sich der Verdacht als unbegründet.

Fachleute hatten im Vorfeld der Corona-bedingten Lockdowns davor gewarnt, dass insbesondere durch die Schul- und Kita-Schließungen Kinderschutzfälle unentdeckt geblieben sein könnten. Die neuen Ergebnisse scheinen diese Annahme, zumindest für den Sektor Schule, zu stützen: So sind die Verdachtsmeldungen von Schulen im Jahr 2020 – erstmals in der Statistik und entgegen dem allgemeinen Trend (insgesamt 12 % mehr Verdachtsmeldungen gegenüber 2019) – um 1,5 % zurückgegangen (-300 Fälle). Dies steht im Gegensatz zu den Entwicklungen der beiden Vorjahre: Im Jahr 2018 hatten die Verdachtsmeldungen von Schulen um 15 % (+2 100 Fälle) und im Jahr 2019 sogar um 17 % zugenommen (+2 800 Fälle).

Dagegen scheint die Bevölkerung im Corona-Jahr 2020 erheblich wachsamer geworden zu sein: Gegenüber 2019 sind die Hinweise von Verwandten, Bekannten, Nachbarn und anonymen Melderinnen und Meldern um insgesamt 9 100 Fälle angestiegen, das entspricht einer weit überdurchschnittlichen Zunahme um 21 %.

Hinweis:
Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes droht oder bereits eingetreten ist. In Verdachtsfällen sind die Jugendämter verpflichtet, durch eine Gefährdungseinschätzung (nach § 8a SGB VIII) das Gefährdungsrisiko und den Hilfebedarf abzuschätzen und einer Gefährdung entgegenzuwirken. Dazu zählen in der Regel auch ein Hausbesuch und die Erörterung der Problemsituation mit dem Kind und – sofern dies dem Kinderschutz nicht entgegensteht – den Sorgeberechtigten. Im Zweifel kann der Kinderschutz auch durch ein Familiengericht gegen den Willen der Sorgeberechtigten durchgesetzt werden.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 21.07.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für 9 % mehr Fälle: Jugendämter melden 2020 Höchststand an Kindeswohlgefährdungen )

Berlin und Brandenburg: Mehr Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung im Jahr 2020

Posted on Juli 20, 2021. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Statistik | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2020 führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg 26 546 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Davon waren 18 471 Berliner und 8 075 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

In Berlin stieg die Anzahl der Verfahren gegenüber 2019 um 8 Prozent und in Brandenburg um 18 Prozent.

Ergebnis der Gefährdungseinschätzung in Berlin

Akut gefährdet waren in Berlin 19 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. In 26 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine solche konnte nicht ausgeschlossen werden. In 56 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, bei der Hälfte dieser Fälle bestand jedoch Unterstützungsbedarf.

53 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 17 Prozent körperliche und 27 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Ergebnis der Gefährdungseinschätzung in Brandenburg

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, führte im Land Brandenburg jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei je 19 Prozent der betroffenen Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute bzw. eine latente Gefährdung vor und in je 31 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf bzw. es wurden weder Kindeswohlgefährdung noch Hilfebedarf festgestellt.

In weit über der Hälfte (2 143) der Brandenburger Fälle mit akuter oder latenter Kindeswohlgefährdung wurden die Kinder und Jugendlichen vernachlässigt. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 595 (15 Prozent) bzw. 1 027 (26 Prozent) Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 161 Fälle (4 Prozent).

Alter der Kinder und Jugendlichen

80 Prozent der betroffenen Kinder in Berlin und 85 Prozent der Kinder in Brandenburg waren jünger als 14 Jahre. Rund jedes fünfte Kind sogar jünger als 3 Jahre. Dabei waren Jungen etwas häufiger betroffen (Berlin: 55 Prozent, Brandenburg: 52 Prozent), lediglich in der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren war das Geschlechterverhältnis umgekehrt.

Inanspruchnahme von Leistungen

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes achte und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16–18 SGB VIII wurde für 1 543 Fälle in Berlin und 648 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts.
686 Berliner und 350 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 1 254 Fällen in Berlin und 487 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 20.07.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Berlin und Brandenburg: Mehr Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung im Jahr 2020 )

Dokumentation „Gefangen im Netz“ – ein Film über sexuellen Missbrauch an Kindern im Internet

Posted on Juli 12, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Schule, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Um Cybergrooming von Kindern nachhaltig zu bekämpfen, setzt die Doku „Gefangen im Netz“ des Vereins Innocence in Danger e.V. und VISION KINO auf die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen.

Neben der Dokumentation (ab 16 Jahren) gibt es auch eine verkürzte Version, die Schulklassen kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

nähere Informationen

Trailer (Schulversion):


Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Dokumentation „Gefangen im Netz“ – ein Film über sexuellen Missbrauch an Kindern im Internet )

„FASD verstehen“ am 03.09. in Wistedt

Posted on Juli 12, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der PFAD Ortsverein PFEIL-Harburg e.V. lädt zu einem Vortrag zum Thema „FASD verstehen“ ein. Referentin Susanne Weidling hat über 20 Jahre Erfahrung mit dem Thema FASD, ist Mutter eines Adoptivsohnes mit FASD, Rechtsanwältin für Strafrecht und FASD Fachkraft (FH Münster).

In diesem Vortrag gibt Susanne Weidling einen Überblick zu den wichtigsten Themen der Behinderung FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder). Dieser Vortrag ist interessant für jeden, der mit Menschen mit FASD zu tun hat. Ob das in der eigenen Familie, Verwandschaft, Freundeskreis oder im Beruf ist – das Wissen über FASD hilft uns den Blick auf die Verhaltensweisen und Einschränkungen der betroffenen Kinder und Erwachsenen zu verändern. Wir lernen zu verstehen, was Menschen mit FASD wirklich brauchen.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „FASD verstehen“ am 03.09. in Wistedt )

Video „Dein Vormund ist an deiner Seite!“

Posted on Juli 11, 2021. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Gemeinsam mit Vormund*innen und jungen Menschen hat das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft ein Video erstellt, um Jugendlichen die Bedeutung einer Vormundschaft näher zu bringen.

In dem Video Dein Vormund ist an deiner Seite! zeigen die beteiligten jungen Menschen und Fachkräfte, welche besonderen Erlebnisse sie mit ihren Vormundschaften verbinden und wie diese gestaltet sein sollten. Deutlich wird, dass insbesondere für die jungen Menschen Zeit mit demder eigenen Vormund*in wichtig ist und Beziehung Voraussetzung für Vertrauen ist.

Das Video kann nicht alle Erfahrungen und Bedeutsamkeiten einer Vormundschaft darstellen, bietet aber einen beispielhaften Einblick, was junge Menschen und Fachkräfte sich unter einer gelingenden Vormundschaft vorstellen. Es kann beispielsweise beim ersten Kontakt mit dem jungen Menschen gezeigt werden, um ins Gespräch zu kommen oder aber auch anderen Fachkräften gezeigt werden, um die Kontaktgestaltung mit den jungen Menschen neu zu denken.

Quelle: Infobrief des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft vom 10.07.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Video „Dein Vormund ist an deiner Seite!“ )

PFAD: Einrichtung oder Pflegefamilie? –Was bedeutet der Einrichtungsbegriff im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)

Posted on Juli 5, 2021. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches |

Mit dem KJSG wurde mit dem § 45a der Versuch unternommen, zu bestimmen was eine Einrichtung ist. Dieser Einrichtungsbegriff greift nicht nur für die Hilfen zur Erziehung, sondern bezieht sich auf alle Angebote der Jugendhilfe.

Welche Auswirkungen kann dies für die Erziehungsstellen nach § 34 SGB VIII bedeuten?
Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass familienähnliche Betreuungsformen (bei denen die Zuordnung bestimmter Kinder und Jugendlicher zu bestimmten, dort tätigen Personen gegeben ist) keine Einrichtungen sind. Damit wären alle Erziehungsstellen nach § 34 keine Einrichtung mehr, sondern Pflegefamilien (§ 33 SGB VIII). Diese vereinfachte Unterscheidung wurde im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens stark kritisiert, sodass in § 45 a die Ausnahmen benannt sind, wann familiale Erziehung doch unter den Einrichtungsbegriff fällt und damit die Zuordnung zu § 34 bleibt. Die Kriterien sind:

  • Fachlich und organisatorisch eingebunden in eine erlaubnispflichtige Einrichtung
  • Sonderregelungen nach Landesrecht

Wann ist nun eine Erziehungsstelle nach § 34 SGB VIII eingebunden in eine erlaubnispflichtige Einrichtung? Dafür nennt der Gesetzgeber mehrerer Merkmale, die vom Träger vorgegeben werden und für die Erziehungsstelle (sozialpädagogische Lebensgemeinschaft, Profifamilie, …) gelten:

  • Konzept
  • Fachliche Steuerung der Hilfen
  • Qualitätssicherung
  • Auswahl, Weiterbildung, Überwachung des Personals und Außenvertretung

Schaut man sich diese Merkmale an, kann man feststellen, dass für familiale Erziehungsarrangements, die über einen Arbeitsvertrag an ihren Träger gebunden sind, alle diese Merkmale zutreffen. Erziehungsstellen, sozialpädagogische Lebensgemeinschaften, Profifamilie oder wie sie sonst noch heißen, die über ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis an ihren Träger gebunden sind, sollten somit auch weiterhin Einrichtungen sein und Hilfe zur Erziehung nach § 34 SGB VIII leisten.

Problematischer ist das bei Honorarverträgen. Honorare bekommt man für selbstständige Tätigkeiten. Inwieweit für diese (Schein-)Selbständigkeiten die Merkmale aus dem Einrichtungsbegriff Anwendung finden können, ist fraglich. Für selbständige Tätigkeiten gibt es eigentlich kein Weisungsrecht. Wie soll der Träger seine Verantwortung für Konzept, fachliche Steuerung, Qualitätssicherung oder Überwachung des Personals sicherstellen?

Für all die unklaren Konstellationen gibt der Gesetzgeber in Satz 4 des neuen § 45a den Ländern die Möglichkeit, landestypische Regelungen zu erlassen, die familialen Erziehungssettings weiterhin als Einrichtung bestimmen. Das können die Formen sein, die über Honorarverträge arbeiten, aber auch die vielen Kleinstheime, die aus dem Einrichtungsbegriff rausfallen.

it dem KJSG sollten die an Träger angebundenen Erziehungsstellen, die oft nach sehr hohen fachlich Standards betreut werden, erhalten und gestärkt werden. Gleichzeitig sollte über den Einrichtungsbegriff die Möglichkeit gegeben werden, Kleinstheime in ihrer Darstellung als Träger zu hinterfragen und dem kommunalen öffentlichen Träger der Jugendhilfe stärker die Verantwortung für den Kinderschutz zu übertragen.

Diese ambivalente Anforderung an den Gesetzgeber spiegelt sich in den Formulierungen wider. Es wird also vor Ort an manchen Stellen auf die Aushandlungspraxis ankommen, ob 34-er Erziehungsstellen Einrichtungen bleiben. Für die öffentliche Jugendhilfe sind Erziehungsstellen oftmals viel kostenintensiver und mit einer besseren Lobby versehen, als Pflegefamilien. Die öffentliche Jugendhilfe braucht auch diese Angebote, und es wäre schade, wenn gut begleitete Erziehungshilfen verschwinden.

PFAD Fachinfo vom 05.07.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD: Einrichtung oder Pflegefamilie? –Was bedeutet der Einrichtungsbegriff im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) )

Kinderschutz: Jugendämter nahmen 2020 rund 45 400 Kinder in Obhut

Posted on Juni 26, 2021. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Statistik | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2020 rund 45 400 Kinder und Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erfolgten zwei Drittel (67 %) dieser Inobhutnahmen wegen einer dringenden Kindeswohlgefährdung, 17 % aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland und weitere 17 % auf Bitte der betroffenen Minderjährigen. Ein Drittel (33 %) aller 2020 in Obhut genommenen Jungen und Mädchen war jünger als 12 Jahre, jedes zehnte Kind (11 %) sogar jünger als 3 Jahre.

Im Vergleich zu 2019 sind die Inobhutnahmen um 8 % oder rund 4 100 Fälle zurückgegangen. Anders als in den beiden Vorjahren war dafür im Corona-Jahr 2020 jedoch nicht allein die sinkende Zahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise verantwortlich (‑1 100 Fälle). Noch deutlicher war der Rückgang in Fällen von dringender Kindeswohlgefährdung (-2 100 Fälle). Auch die Zahl der Selbstmeldungen von Jungen und Mädchen hat 2020 -im Unterschied zu den beiden Jahren zuvor -abgenommen (-800 Fälle). Inwieweit diese Entwicklungen in Zusammenhang mit den Lockdowns und den Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie stehen, lässt sich anhand der vorliegenden Ergebnisse nicht beantworten. Fachleute und Studien weisen jedoch darauf hin, dass ein Teil der Kinderschutzfälle Corona-bedingt unentdeckt geblieben und das Dunkelfeld somit gewachsen sein könnte. In die offizielle Statistik fließen nur solche Fälle ein, die den Jugendämtern bekannt gemacht wurden und daher dem sogenannten Hellfeld zuzurechnen sind.

Bedeutung von Überforderung, Misshandlungen und Vernachlässigung wächst

Am häufigsten wurden Kinder und Jugendliche 2020 wegen der Überforderung eines oder beider Elternteile in Obhut genommen (41 %). Mit Abstand folgte an zweiter Stelle die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (17 %). Anzeichen für Vernachlässigungen waren der dritthäufigste (15 %) und Hinweise auf körperliche Misshandlungen der vierthäufigste Grund für eine Inobhutnahme (13 %). An fünfter Stelle standen Beziehungsprobleme (ebenfalls 13 %) und auf Rang 6 psychische Misshandlungen (8 %). Mehrfachnennungen waren hierbei möglich.

Trotz des allgemeinen Rückgangs der Zahl der Inobhutnahmen haben im Vergleich zu 2019 fast alle Anlässe anteilig an Bedeutung gewonnen – die einzigen Ausnahmen waren unbegleitete Einreisen sowie Schul- und Ausbildungsprobleme. Besonders deutlich war dies bei den Anlässen Überforderung der Eltern (+2,3 Prozentpunkte), psychische Misshandlungen (+2,1 Prozentpunkte), Vernachlässigungen (+1,7 Prozentpunkte) und körperliche Misshandlungen (+1,0 Prozentpunkt). Dadurch sind körperliche Misshandlungen in der Liste der häufigsten Anlässe für eine Inobhutnahme im Vergleich zu 2019 von Rang 5 auf Rang 4 und psychische Misshandlungen sogar um zwei Ränge von Rang 8 auf Rang 6 vorgerückt.

Etwa jede zweite Inobhutnahme wurde nach spätestens zwei Wochen beendet

Die meisten Minderjährigen waren vor der Inobhutnahme bei einem allein erziehenden Elternteil (25 %), bei beiden Eltern gemeinsam (25 %) oder bei einem Elternteil in neuer Partnerschaft untergebracht (14 %). Aber auch eine vorherige Heimunterbringung war nicht selten (13 %). Etwa jede zweite Schutzmaßnahme konnte nach spätestens zwei Wochen beendet werden (52 %). In etwa jedem achten Fall dauerte die Inobhutnahme mit drei Monaten oder mehr jedoch vergleichsweise lang.

Während der Inobhutnahme wurde die Mehrheit der betroffenen Kinder und Jugendlichen in einer geeigneten Einrichtung, zum Beispiel einem Heim, untergebracht (80 %). Danach kehrte ein Großteil der Jungen und Mädchen an den bisherigen Lebensmittelpunkt zu den Sorgeberechtigten, der Pflegefamilie oder in das Heim zurück (37 %). Knapp ein Drittel der Jungen und Mädchen bekam dagegen ein neues Zuhause in einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer betreuten Wohnform (33 %).

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 24.06.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Kinderschutz: Jugendämter nahmen 2020 rund 45 400 Kinder in Obhut )

bip-Workshop: Pflegefamilien „all Inklusiv“ online

Posted on Juni 19, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Rechtliches, Schule, Stellungnahmen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Workshop der Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (bip) vom Jugendhilfetag 2021 steht nun auf Youtube zum Nachsehen zur Verfügung.

Thema des Workshops der drei beteiligten Verbände (BbP, AGENDA Pflegefamilien und PFAD) war: Pflegefamilien „all Inklusiv„.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für bip-Workshop: Pflegefamilien „all Inklusiv“ online )

KJSG in Kraft getreten – neue Regelung zur Kostenheranziehung ab 10.06.2021

Posted on Juni 9, 2021. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) wurde am 09.06.2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt damit offiziell am 10.06.2021 in Kraft.

Ab diesem Zeitpunkt gelten also die neuen Bestimmungen zur Kostenheranziehung nach § 94 Abs. 6:
Die Kostenbeteiligung von jungen Menschen bei vollstationären Leistungen wird auf höchstens 25 Prozent ihres Einkommens reduziert. Maßgeblich ist das Einkommen des Monats, in dem die Leistung oder die Maßnahme erbracht wird.

Folgendes Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit innerhalb eines Monats bleibt für den Kostenbeitrag unberücksichtigt:

  1. Einkommen aus Schülerjobs oder Praktika mit einer Vergütung bis zur Höhe von 150 Euro monatlich,
  2. Einkommen aus Ferienjobs,
  3. Einkommen aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder
  4. 150 Euro monatlich als Teil einer Ausbildungsvergütung.
Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für KJSG in Kraft getreten – neue Regelung zur Kostenheranziehung ab 10.06.2021 )

bip: „Pflegefamilien werden in der Pandemie alleingelassen“

Posted on Mai 18, 2021. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen |

Umfrage unter Pflegeeltern offenbart fehlende Unterstützung und vereinzelte Leistungskürzungen in der Coronazeit

In der Corona-Pandemie stehen gerade Pflegefamilien besonderen Herausforderungen gegenüber. An Unterstützung mangelt es allerdings – trotz des staatlichen Auftrags – ganz erheblich, offenbart jetzt eine Umfrage unter Pflegeeltern.

Während 37 Prozent die Begleitung durch den zuständigen Pflegekinderdienst in der Pandemie als „hilfreich“ empfanden, bezeichneten 64 Prozent diese als „wirkungslos“. Die Erreichbarkeit ihrer Sachbearbeiter stuften die Teilnehmer im Mittelfeld ein. An der Online-Umfrage der Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (bip) beteiligten sich von Mitte März bis Mitte April 2021 insgesamt 784 Pflegeeltern aus dem gesamten Bundesgebiet.

„Insgesamt sind die Pflegefamilien in der Pandemie alleingelassen worden“, lautet das Fazit von Kerstin Held, Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. und Initiatorin der Umfrage. „Obwohl jede einzelne Familie Dienstleister mit einem Auftrag der öffentlichen Hand ist, werden sie weder ausreichend gesehen noch nennenswert aktiv unterstützt.“ Bundesweit leben weit über 90.000 Kinder in der Obhut von Pflegefamilien.

„Dass die Kinder durch das installierte System ‚Pflegefamilie’ eine ausreichende Betreuung und Versorgung erfahren, ist ein Trugschluss“, sagt Kerstin Held weiter. Sicherlich könnten sich Pflegefamilien bis zu einem gewissen Punkt selbst organisieren, doch bräuchten sie auch die Mittel dafür. „Bis auf das Kindergeld konnten Pflegefamilien keine Eltern- oder Betreuungsgelder abrufen, die vom Staat zur Verfügung gestellt wurden“, so Held. „In einigen Fällen wurden die Kindergeld-Sonderzahlungen bei der Grundleistung für das entsprechende Kind sogar wieder abgezogen.“

Weitere Ergebnisse der Auswertung:

In 96 Prozent aller Fälle erhielten die Familien keine Information zu Teststrategie und Beschaffung von Schnelltests. Sie erhielten keinerlei Coronabeihilfe, Kostenerstattung oder Hilfe zur Beschaffung von Hygieneartikeln und Masken.
17 Prozent der Familien beklagten bedrohliche Versorgungsengpässe bei Medikamenten, Hygienemitteln oder Hilfsmitteln (etwa bei Antiepilepsie-Medikamenten, Desinfektionsmitteln oder Magensonden).
Lediglich 25 Prozent aller befragten Pflegepersonen sind für die Priorisierung der Corona-Impfung erfasst worden. Fast alle Familien bemühten sich um die Erfassung eigenständig. Jede von ihnen musste für die Erfassung argumentieren. Nur eine Familie erhielt eine Bescheinigung des zuständigen Trägers für eine Impfung.
Der Anteil der Kinder in der Notbetreuung liegt bei 30 Prozent. Einigen Familien wurde die Notbetreuung verwehrt, da sie laut Aussagen der Träger selbst als Betreuungssystem mit öffentlichem Auftrag angesehen würden.
In eigenen Pflegefamilien kam es zu Leistungskürzungen durch die Verrechnung von Kindergeld-Sonderzahlungen oder zu massivem Ausfall von Betreuungszeiten. Nur selten konnte z.B. der Schulbegleiter zur Entlastung zuhause umgewidmet werden.

Die gesamten Ergebnisse der Umfrage lassen sich hier nachlesen:
https://bit.ly/3on8KRI

Über die BiP
Die Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) ist das gemeinsame Sprachrohr von PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., dem Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und der AGENDA Pflegefamilien. Sie setzt sich bundesweit für die Belange von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien ein.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für bip: „Pflegefamilien werden in der Pandemie alleingelassen“ )

PFAD: Kinder- und Jugendstärkungsgesetz modernisiert Jugendhilfe

Posted on Mai 12, 2021. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Wir freuen uns, dass das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz endlich die letzte Hürde genommen hat und der Bundesrat am 07.05.21 zugestimmt hat.
An dieser lange erwarteten und notwendigen Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe wurde insgesamt acht Jahre lang gearbeitet. Die Belange der Pflegekinder waren von Anfang an ein wichtiger, aber auch umstrittener Teil dieser Reform.
PFAD setzte sich die gesamte Zeit über intensiv für notwendige Verbesserungen in der Pflegekinderhilfe ein. Wir brachten uns engagiert ein im Dialogprozess „Mitreden-Mitgestalten“ und maßgeblichen Fachgremien. Wir führten zahlreiche Gespräche mit Fachpolitiker*innen der verschiedenen Fraktionen und sehen, dass wir – zusammen mit anderen Fachorganisationen – viel Gutes erreicht haben.

Drei wichtige Neuerungen für Pflegekinder:

  • Reduzierung der Kostenheranziehung von 75 % auf 25 %
    Künftig dürfen Pflege- und Heimkinder einen Freibetrag von 150 € ihres Einkommens behalten. Von dem Betrag der darüber hinausgeht, müssen sie höchstens 25 % an die Jugendhilfe abgeben. Das selbstverdiente Einkommen verbleibt zum großen Teil bei den Jugendlichen. Wie andere Jugendliche können sie sich von ihrem Verdienst Wünsche erfüllen und für größere Anschaffungen sparen. Wir freuen uns über diese deutliche Verbesserung, setzen uns aber weiter für die komplette Abschaffung der Kostenheranziehung ein.
  • Verankerung einer, die Kontinuität sichernden Möglichkeit im BGB
    Das Familiengericht kann im Einzelfall den Verbleib eines Kindes in seiner Pflegefamilie dauerhaft anordnen, wenn dies zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Dies war uns wichtig, damit Kinder, die schon lange in ihrer Pflegefamilie leben, nicht dauerhaft befürchten müssen, ihren Lebensort wechseln zu müssen. Im Rahmen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) werden die Beziehungen der Pflegekinder nun stärker berücksichtigt.
  • Rechtsanspruch der Eltern auf Beratung
    Eltern haben einen Rechtsanspruch auf Beratung, Unterstützung und Förderung ihrer Beziehung zum Kind, auch ohne dass es ein Rückführungsbestreben gibt. Eltern, denen die Personensorge entzogen wurde, müssen nun besser begleitet und einbezogen werden. Wir halten dies für wichtig zum Wohle des Pflegekindes und zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen leiblicher und Pflegefamilie.

Der Bundesrat weist in einer begleitenden Entschließung darauf hin, dass die Länder mit erheblichen Folgekosten durch das Gesetz rechnen müssen, die sie nicht tragen können. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, dauerhaft einen vollständigen Kostenausgleich für Länder und Kommunen zu schaffen – beispielsweise durch Änderung des Finanzausgleichsgesetzes.

Für die Umsetzung des Reformgedankens brauchen Pflegekinder und ihre Familien angemessen finanziell und personell ausgestattete Jugendämter. Ein Kosten-ausgleich auf Bundesebene wäre eine wünschenswerte Absicherung.

PFAD Pressemitteilung vom 12.05.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für PFAD: Kinder- und Jugendstärkungsgesetz modernisiert Jugendhilfe )

Film-Tipp: Dreiteilige NDR-Doku „Kurzzeitschwester“

Posted on April 27, 2021. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Vor 17 Jahren verschwand die kleine Schwester des Dokumentarfilmers Philipp Lippert von einem Tag auf den anderen. Seit dem wurde nie wieder über sie gesprochen. Jetzt, als junger Erwachsener, macht sich der Autor in einer dreiteiligen Dokumentation auf die Suche nach Erklärungen – und nach seiner Schwester.

Die Filme können hier online angesehen werden: https://www.ndr.de/fernsehen/Kurzzeitschwester-Der-Wunsch,sendung1156252.html?fbclid=IwAR3qHVMGz_NqH7kin5CQHn1jClz8rivAUjqpRwR5PfiOpf6JLfLQUOZU1V4

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Film-Tipp: Dreiteilige NDR-Doku „Kurzzeitschwester“ )

Empfehlungen des Deutschen Vereins zu Anpassungen im Adoptionsverfahren vor dem Hintergrund der Reform des Adoptionsrechts

Posted on April 26, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat am 24.04.2021 vor dem Hintergrund der Anfang April in Kraft getretenen Reform des Adoptionsrechts (wir berichteten) Empfehlungen für notwendige Anpassungen im Adoptionsverfahren herausgegeben:

Vorbemerkung: Ziel einer Adoption ist es, Eltern für ein adoptionsbedürftiges Kind zu finden. Zentrale Leitschnur ist dabei das Wohl des Kindes, denn die Adoption verändert die familiäre Zugehörigkeit eines Kindes durch Gerichtsbeschluss und stellt so einen tiefgreifenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht eines Kindes dar. Seit der letzten umfassenden Reform des Adoptionsrechts im Jahr 1976 haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stark gewandelt, und neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Adoptionsforschung wurden erarbeitet. Damit eine Adoption dem Wohl des Kindes gerecht wird, muss das Adoptionsrecht die Lebensbedingungen von Familien heute und die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Adoptionsforschung berücksichtigen. Die Absicht des Gesetzgebers, das Adoptionsrecht zu reformieren, wurde deshalb in den letzten Jahren mit wissenschaftlichen Studien und unter enger Anbindung an die Fachpraxis begleitet. An diese Ergebnisse knüpft das Adoptionshilfe-Gesetz an, das am 1. April 2021 in Kraft treten soll. Das Gesetz wird den Aufgabenkatalog für die Adoptionsvermittlungsstellen (AVS) erheblich erweitern. Das sind zum einen Aufgaben, die mit der Umstellung auf neue Verfahrensweisen verbunden sind, zum anderen wird die dauerhafte Übernahme neuer Aufgaben im Rahmen des gesetzlichen Auftrags erforderlich.

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins nehmen die rechtlichen Neuregelungen in den Blick und loten die Umsetzungsschritte und Bedarfe aus, die für die Fachpraxis der Adoptionsvermittlungsstellen in Deutschland daraus folgen.

Darüber hinaus sollen die Empfehlungen einen Beitrag dazu leisten, die Fachöffentlichkeit für das Thema Adoption zu sensibilisieren. Fachdienste außerhalb der Adoptionsvermittlung sind mit diesem Thema eher wenig vertraut. Es besteht ein Bedarf an Information und Aufklärung, zum Beispiel über die positiven Effekte einer Adoption im Hinblick auf die Entwicklungschancen eines besonders fürsorgebedürftigen Kindes.

Zielgruppe dieses Papiers sind neben Führungs- und Fachkräften der Adoptionsvermittlung Multiplikator/innen aus Fachverbänden, die Familiengerichte, gerichtlich bestellte Betreuer/innen und andere soziale Dienstleister der Kinder- und Jugendhilfe.

Vollständige Empfehlung/Stellungnahme vom 24.03.2021 [PDF, 450 KB]

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Empfehlungen des Deutschen Vereins zu Anpassungen im Adoptionsverfahren vor dem Hintergrund der Reform des Adoptionsrechts )

Neue Online-Plattform für Fortbildungen zu sexualisierter Gewalt

Posted on April 20, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Auf der Online-Plattform „Fortbildungsnetz sG“ können Fachkräfte ihre Kompetenzen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierte Gewalt stärken© BMFSFJ

Um Kinder und Jugendliche wirksam vor sexualisierter Gewalt zu schützen, brauchen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit entsprechendes Wissen. Eine neue Online-Plattform bündelt ab sofort Informationen zu aktuellen Fortbildungsangeboten.

Damit pädagogische Fachkräfte künftig einfacher und schneller passende Fortbildungsangebote zu sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen finden und buchen können, ist am 12. April die Online-Plattform „Fortbildungsnetz sG“ gestartet. Das Bundesjugendministerium fördert das Projekt im Rahmen der „Trau dich!“-Initiative gegen sexuellen Kindesmissbrauch.

Online-Plattform erleichtert den Zugang

Als erste bundesweite Online-Datenbank bietet das Fortbildungsnetz pädagogischen Fachkräften eine Übersicht über Fortbildungen zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und die Möglichkeit, diese zu buchen. So können Erwachsene, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, ihre Kompetenzen für den Kinder- und Jugendschutz stärken. Die Plattform erhöht Reichweite und Sichtbarkeit von Angeboten und bietet eine nachhaltige Struktur für die Qualifizierung von Fachkräften.

Fachlich gesicherte Fortbildungen anbieten

Die Datenbank wurde von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) aufgebaut. Seit September 2020 konnten Anbieterinnen und Anbieter ihre Fortbildungen für die Datenbank anmelden. Alle Fortbildungsangebote erfüllen die Qualitätskriterien der DGfPI, denn nur qualitativ hochwertige Fortbildungen sind wirksam für den Kinderschutz. Die Datenbank umfasst bereits Angebote von 80 Anbieterinnen und Anbietern und wird stetig erweitert. Das neue „Fortbildungsnetz sG“ ist ein wichtiger Baustein, um pädagogische Fachkräfte zu qualifizieren und Kinder wirksam zu schützen.

Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt schützen

Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor sexualisierter Gewalt. Erwachsene sind dafür verantwortlich, dass dieses Recht umgesetzt wird. Im Jahr 2019 verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik rund 15.000 gemeldete Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Das bedeutet, dass jeden Tag etwa 40 Kinder von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Um sexualisierte Gewalt zu verhindern, müssen Erwachsene sensibilisiert sein und wissen, wie sie Kindern helfen können. Gerade Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sollten sich weiterbilden können, um qualifizierte Ansprechpersonen zu werden. Fortbildungen sind dabei ein zentraler Bestandteil – auch um Schutzkonzepte in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu entwickeln.

Quelle: BMFSFJ vom 12.04.2021

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Neue Online-Plattform für Fortbildungen zu sexualisierter Gewalt )

„Wo steht die Pflegekinderhilfe in Deutschland?“ – Digitale Transfertagung des Dialogforum Pflegekinderhilfe am 08.06.

Posted on April 19, 2021. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen |

Seit Mitte 2015 erarbeitete das Dialogforum Pflegekinderhilfe fachliche Handlungs- und gesetzliche Änderungsbedarfe in der Pflegekinderhilfe diskutierte sie öffentlich mit Fachpraxis und Politik.

Die von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH) organisierte Abschlusstagung „Wo steht die Pflegekinderhilfe in Deutschland?“ am 08.05.2021 richtet sich an Fachkräfte öffentlicher und freier Träger in der Pflegekinderhilfe und den angrenzenden Arbeitsfeldern sowie an Wissenschaftler*innen und die interessierte Öffentlichkeit.

nähere Informationen


Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für „Wo steht die Pflegekinderhilfe in Deutschland?“ – Digitale Transfertagung des Dialogforum Pflegekinderhilfe am 08.06. )

« Vorherige Beiträge

Liked it here?
Why not try sites on the blogroll...