Meckl.-Vorpommern

Verlegung!: „Pflegekinder Alkohol – und / oder drogenabhängige Eltern, FAS-Syndrom“ am 05.05. in Rostock

Posted on März 4, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Am 05.05. hält die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit der Rostocker Pflege- /Adoptivelterninitiative das Tagesseminar „Pflegekinder Alkohol – und / oder drogenabhängige Eltern, FAS-Syndrom“ in Rostock ab. Prof. Dr. med. Hans-Ludwig Spohr, Kinderarzt und Leiter des FASD-Beratungszentrum im Virchow-Klinikum an der Charite Berlin wird referieren.

Kinder, deren körperliches und seelisches Wohl durch den Konsum von Alkohol und / oder Drogen der Kindesmutter in der Schwangerschaft erheblich eingeschränkt ist, benötigen besondere Hilfestellungen und Förderung in der Pflegefamilie. In diesem Seminar werden die Ursachen und Auswirkungen für diese Kinder erörtert und spezifische Hilfen und Perspektiven erarbeitet.

nähere Informationen

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Portal „Deutschlandfamilienkarte.de“ gestartet

Posted on Februar 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes |

Der „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“ (KRFD) hat das neue Onlineportal „Deutschlandfamilienkarte.de“ freigeschaltet. Damit wird erstmals ein umfassender Überblick über die diversen Familienangebote auf Landes- und kommunaler Ebene ermöglicht. Jeder Interessierte kann nun sehr komfortabel überprüfen, ob für die jeweilige Region Angebote vorhanden sind.

Das Portal verdeutlicht, wie unterschiedlich Kommunen und Länder mit Familien umgehen. So bieten von den 16 Bundesländern lediglich sieben überhaupt eine Familienkarte an. Dort, wo es keine Regelung auf Länderebene gibt, haben die Kommunen teilweise selbst die Initiative ergriffen.

Die Regelungen sind entsprechend heterogen. Meist gelten Familienkarten schon ab dem ersten Kind. Die Bundesländer Sachsen und Baden-Württemberg bieten ihre Familienpässe jedoch für Familien mit mindestens drei Kindern an – ebenso die Familienkarte in Wiesbaden. In Stuttgart gilt eine grundsätzliche Höchstgrenze des Familieneinkommens von 60.000 Euro für die Erteilung der Karte. Hier ist mit der Karte auch eine finanzielle Zuwendung für jedes Kind verknüpft.

Das Informationsangebot und die Intensität, mit der sich die Gemeinden und Länder um die Karte kümmern, klaffen weit auseinander. Während Berlin mit einem umfangreichen Informationsangebot aufwarten kann, ist der Onlineauftritt von Bremen und Bremerhaven seit 2006 nicht mehr überarbeitet worden. Hamburg hat seine Familienkarte seit 2010 gleich ganz eingestellt.

Auch sind die bestehenden Angebote teilweise mit Vorsicht zu genießen. Thomas Franke, Sprecher des KRFD: „Eine Familienkarte soll nicht einfach nur zum Mehrkonsum verleiten, sondern eine Hilfe im Alltag von Familien sein. Die Angebote einer amerikanischen Fastfood-Kette haben auf solchen Karten nichts zu suchen. Es kann auch nicht darum gehen, dass Unternehmen mit den Karten ihre üblichen Rabatte bewerben, die ohnehin jeder Kunde bekommt. Die Länder und Kommunen sollten hier ein wenig sorgsamer mit der Weitergabe von Rabatten sein.“ Ebenso sollten die unterschiedlichen Familiengrößen bei der Konzeption der Karten eine Rolle spielen. Thomas Franke: „Eine Kleinfamilie mit einem Kind hat ganz andere Bedürfnisse und Möglichkeiten, als eine Großfamilie mit drei und mehr Kindern. Eine Staffelung von Rabatten und Angeboten mit steigender Kinderzahl ist sinnvoller, als die pauschale Herausgabe, unabhängig von der Familiengröße.“

Das Portal ist mit seiner Freischaltung erst in der Startphase. Die Recherche nach den diversen Familienkarten ist naturgemäß schwierig. Der KRFD ist daher auf Hinweise angewiesen und wird das Informationsangebot stetig aktualisieren.

Quelle: Pressemitteilung des KRFD

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Ferienprogramme für Pflege- und Adoptivkinder in Landedo, Portugal

Posted on Januar 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Reiseveranstalter Kinderleben bietet Feriencamps in Portugal speziell für Pflege- und Adoptivkinder bzw. Kinder mit Handicaps an.

Für 2012 plant das erfahrene Team um den Diplom-Sozialpädagogen Ivo Stephan und den Künstler Gert-Hein de Visser fünf Durchgänge mit jeweils 6 Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die für gut zwei Wochen Abenteuerurlaub in der Natur der Berge Nordportugals machen.

Termine:
31.03. bis 14.04.2012
30.06. bis 14.07.2012
16.07. bis 30.07.2012
02.08. bis 16.08.2012
29.09. bis 13.10.2012

weitere Informationen und Anmeldung auf www.kinderleben.com oder www.landedo.info

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iCanDo Ferienangebote für Pflege- und Adoptivkinder 2012

Posted on Januar 18, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet wieder verschiedene iCanDo-Ferienangebote speziell für Kinder aus Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an:

Wochenendfahrten in Grünheide/Brandenburg:

  • 16.-18.03.2012
    Wunschwochenende
  • 16.-20.05.2012
    Survival vor der Haustür
  • 07.-09.09.2012
    Das Hammer-Wochenende
  • 23.-25.11.2012
    Grusel, Spuk & Co.

Freizeiten:

  • 31.03–07.04.2012
    iCanDo-Osternasencamp (Klietz/Sachsen-Anhalt/Brandenburg)
  • 23.-30.06.2012
    iCanDo-Sportcamp für Teens (Beetzseeheide/Brandenburg)
  • 23.06.-07.07.2012
    iCanDo-Sommercamp (Klietz/Sachsen-Anhalt)
  • 07.-14.07.2012 und 14.-21.07.2012
    iCanDo-Reitcamp (Schloss Altenhausen/Sachsen-Anhalt)
  • 14.-28.07.2012 und 28.07.-11.08.2012
    Zockerfahrt (Ruppichteroth/Bergisches Land/NRW)
  • 28.07.-04.08.2012
    Fest im Sattel (Werl/NRW)
  • 04.-16.08.2012
    In 12 Tagen um die Welt (Bielefeldt/NRW)
  • 06.-13.10.2012
    Lustiges Saure-Gurken-Camp (Schlepzig/Spreewald/Brandenburg)
  • Oktober 2012
    iCanDo – Next Generation (Jessenitz/Meckl. Vorpommern) in Planung
  • Oktober 2012
    iCanDo-Herbstcamp (NRW) in Planung

Anmeldungen sind möglich unter 030-62739764 oder per Mail an knuth.gruender@wildfang-ev.de

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Artikel „Es ist keine Schande Rat zu suchen“

Posted on September 22, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen |

Der Artikel „Es ist keine Schande, Rat zu suchen“ des Nordkurier vom 21.09.2011 beschäftigt sich mit den Ursachen der Erhöhung der Inobhutnahmen in Mecklenburg-Vorpommern (wir berichteten).

„Während viele Kinder nach einigen Tagen zurück zu ihren Familien kommen, landen etwa 40 Prozent in einem Kinderheim oder in einer Pflegefamilie. In Mecklenburg-Vorpommern leben inzwischen 3000 Kinder und Jugendliche von ihren Eltern getrennt. Es werde allerdings immer schwerer, Pflegefamilien zu finden, sagte Schwesig. Schließlich würde von ihnen ein emotionaler Spagat verlangt. Einerseits sollen sie sich dem Pflegekind „voll und ganz“ widmen. Andererseits müssen sie Distanz wahren, da – die leiblichen Eltern ihre Kinder durchaus zurückbekommen können.“

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iCanDo-Herbstbetreuung für Pflege- und Adoptivkinder

Posted on September 21, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Brandenburg, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet wieder verschiedene iCanDo-Herbstferienangebote speziell für Kinder aus Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an:

  • iCanDo-Next Generation Sa. 01.10. – Sa. 08.10.2011 Jessenitz/Meckl. Vorpommern
    In diesem Camp kannst du deine Zukunft planen! Sport (z.B. Bogenschießen, Rugby), Kreativität (z.B. Landart, Flieger bauen) und Spaß (z. B. GPS-Schnitzeljagd, Comedy) kommen nicht zu kurz. Doch vor allem hast du die Chance, in einem richtigen Ausbildungsbetrieb unterschiedliche Berufe kennenzulernen: Tischler, Maler, Maurer oder Koch. Weißt du, was du kannst … ? Ab 12 Jahren.
    Mehr Infos
  • Lustiges Saure-Gurken-Camp Sa. 01.10. – So. 09.10.2011 Spreewald/Brandenburg
    Unsere Fahrt in den Spreewald wird alles andere als eine „Saure-Gurken-Zeit“. Gemeinsam mit einem Dutzend Hasen und Meerschweinen sowie frechen Wellensittichen werden wir durch die Tage gurken. Waldrallyes, Bogen bauen, wildes Kahnfahren, Keschern, Backen und Einkochen stehen dabei auf dem Programm.
    Mehr Infos
  • iCanDo-Kastanienmännchencamp Sa. 08.10. – Sa. 15.10.2011 Rehe/Rheinland Pfalz
    Hier wird’s richtig bunt! Täglich gibt es andere aktive, herbstliche und sportliche Dinge auszuprobieren: Fußball, Frisby, Schwimmen in der Halle oder Täuschen & Tarnen. Natürlich werden wir auch durch die Wälder spuken, herbstlich Werkeln und Kastanienmännchenstunts erleben.
    Mehr Infos

Anmeldungen sind möglich unter 030-62739764 oder per Mail an knuth.gruender@wildfang-ev.de

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Mecklenburg-Vorpommern: Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen um 10 Prozent im Jahr 2010 angestiegen

Posted on September 1, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern | Schlagwörter: , |

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1 002 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, zu ihrem Schutz von den Jugendämtern in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes waren das 91 Fälle oder 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Rein rechnerisch wurden täglich drei Minderjährige von den Behörden aufgenommen und vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht.

Jede zweite Schutzmaßnahme (503 Fälle) wurde wegen dringender Gefahr von Kindern und Jugendlichen durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 206 Minderjährigen (21 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 212 Fällen (21 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen waren überwiegend jünger als 14 Jahre (57 Prozent). In dieser Altersgruppe wurden 2010 deutlich mehr Schutzmaßnahmen eingeleitet als im Jahr zuvor (+ 88 Fälle). Besonders deutlich stieg die Zahl der Inobhutnahmen bei den 3- bis unter 9-Jährigen (+ 36 Fälle). Demgegenüber erhöhte sich bei den 14- bis unter 18-Jährigen die Zahl der eingeleiteten Schutzmaßnahmen gegenüber 2009 nur um 3.

Eine Hauptursache für das Auslösen von akuten Krisen- und Gefährdungssituationen, die zur Inobhutnahme von Minderjährigen führte, war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. Das betraf Kinder oder Jugendliche aller Altersgruppen, besonders aber Kleinkinder unter 3 Jahren und 14- bis unter 16-jährige Teenager. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme der Minderjährigen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld bzw. der Eltern untereinander. Diese Schwierigkeiten traten bei Mädchen, insbesondere in der Pubertät, häufiger als bei Jungen auf. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptgrund für die Einleitung von vorübergehenden Schutzmaßnahmen. Vor allem jüngere Kinder bis 6 Jahre wurden aufgrund von Vernachlässigung in Obhut genommen.

Jeder dritte Minderjährige (33 Prozent) lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil und weitere 27 Prozent in einer „Patchworkfamilie“. 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen wohnten zum Zeitpunkt der Einleitung der Schutzmaßnahme mit den Eltern zusammen.

Nahezu die Hälfte der Inobhutnahmen (48 Prozent) endete mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten. In 40 Prozent der Fälle wurden im Ergebnis der Schutzmaßnahme erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses oder eine stationäre Hilfe eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 76/2011 des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 23.08.2011

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14. DJHT Stuttgart: Auftakt zur PFAD Pflegeelternkampagne

Posted on Juni 1, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Reges Medieninteresse erwartet der PFAD Bundesverband für seine Pressekonferenz beim Stuttgarter Kinder- und Jugendhilfetag am 8. Juni 2011, um 10.00 Uhr in Halle 1, Stand 681.

PFAD lädt alle deutschen Kommunen und Ballungsräume ein, sich an einer gemeinsamen bundesweiten Kampagne zur Werbung dringend benötigter Pflegeeltern zu beteiligen. Mit einer Roadshow durch alle Bundesländer wird PFAD das wichtige gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien und die Suche der Jugendhilfe nach geeigneten Bewerbern ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Jede Kommune, die sich als Partner der Kampagne anschließt, wird von PFAD mit einer individuell auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnittenen Veranstaltung vor Ort unterstützt. Dass ein erfahrener Verband wie PFAD im Schulterschluss mit den kommunalen Jugendhilfestrukturen die Initiative ergreift, verleiht der konzertierten bundesweiten Aktion Glaubwürdigkeit und Praxisnähe. Denn zufriedene und erfahrene Pflegeeltern sind die besten Botschafter für die Sache!

Wachsender Bedarf
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in ihren Familien nicht ausreichend versorgt werden, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Allein 2009 begann laut Statistischem Bundesamt für mehr als 49.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie (+ 4,3 %) oder eine Heimerziehung bzw. Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform (+ 6 %).

Ein unwiderstehliches Angebot
In enger Kooperation mit den örtlichen Jugendhilfestrukturen wird im Rahmen der PFAD-Pflegeelternkampagne jeweils vor Ort für vier Wochen intensiv die Öffentlichkeit über die Möglichkeit informiert, Pflegekinder aufzunehmen. Hierfür stellt PFAD sein ehrenamtliches Engagement, seine Kontakte, jahrzehntelange Erfahrung, eine Projektleitung und geeignete Materialien zur Verfügung.

Das erzeugt mediale Aufmerksamkeit für das wertvolle gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien und erreicht auch neue potenzielle Bewerber, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. Vor allem entstehen Synergieeffekte, von denen die örtlichen Jugendämter noch lange Zeit profitieren können.
Trotz der vielen positiven Rückmeldungen von Seiten der Jugendhilfe konnten die Städte und Landkreise sich jedoch bisher noch nicht entschließen, Geld für diese nachhaltige Investition bereitzustellen, obwohl die Werbung neuer Pflegefamilien in ihren Aufgabenbereich fällt.

Die Chance nicht verschlafen!
Um die PFAD-Pflegeelternkampagne vorwärts zu bringen, werden nun konkrete Zusagen von Kooperationspartnern gebraucht. PFAD will politisch Verantwortliche aufrütteln, denn benachteiligte Kinder sollen nicht unter den ungünstigen kommunalen Finanzlagen leiden müssen. Engagierte und fachlich gut betreute Familien können ihnen neue Chancen fürs Leben eröffnen.

Nähere Informationen über das Angebot

Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 01.06.2011 (pdf)

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„Welche Probleme haben Pflegekinder zu bewältigen – Wie können Pflegeeltern sie dabei unterstützen“ am 21.05. in Rostock

Posted on Mai 2, 2011. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Prof. Dr. Klaus Wolf von der Universität Siegen wird am 21.05. auf Einladung des Vereins Rolive e. V. in Rostock ein überregionales Seminar zum Thema „Welche Probleme haben Pflegekinder zu bewältigen – Wie können Pflegeeltern sie dabei unterstützen“ abhalten. Die Veranstaltung findet in der Küstenmühle statt.

Nähere Informationen

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Artikel „Misshandelte Neunjährige verklagt Jugendamt“

Posted on März 18, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Im Artikel „Misshandelte Neunjährige verklagt Jugendamt“ in Der Westen vom 17.03.2011 wird von einem neunjähriges Mädchen berichtet, das das Jugendamt Güstrow auf Schadenersatz verklagt.

Über Jahre wurde das Kind von seiner Mutter schwer misshandelt. Der Vorwurf gegen das Jugendamt besagt, dass eine Mitarbeiterin ärztliche Hinweise nicht weitergeleitet habe.

Fast 30 Mal wurde das Mädchen wegen Verätzungen und Verbrühung von Notärzten und in Krankenhäusern behandelt, bevor die Misshandlung entdeckt wurde. Seit einigen Jahren lebt das Mädchen in einer Pflegefamilie.

Das Landgericht Rostock verhandelt den Fall seit dem 17.03., ein Urteil wird zum 29.04. erwartet.

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Pflegegeld für in Pflegefamilien fremd untergebrachte Kinder in Mecklenburg-Vorpommern

Posted on März 8, 2011. Filed under: Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern beantwortet in der Drucksache 05-4003 vom 04.01.2011 die Kleine Anfrage des Abgeordneten Matthias Mantei zum Thema „Pflegegeld für in Pflegefamilien fremd untergebrachte Kinder in Mecklenburg-Vorpommern„.

Darin erkundigt sich der CDU-Abgeordnete nach den unterschiedlichen Höhen des monatlichen Pflegegeldes in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städte des Bundeslandes, sowie die Entwicklungen der letzten 10 Jahre in Vollzeitpflege und Heimerziehung.

Die beträchtlichen Unterschiede sowohl beim Sachaufwand wie auch bei den Kosten der Pflege und Erziehung begründet die Landesregierung mit der Zuständigkeit der einzelnen kommunalen Jugendhilfeausschüsse.

Bereits seit 2004 liegt eine Empfehlung des Landesjugendhilfeausschusses für eine einheitliche Anwendungsgrundlage zur Finanzierung der Vollzeitpflege vor. Doch scheiterte auch eine 2010 durch das Ministerium für Soziales und Gesundheit angeregte landesweite Vereinheitlichung der Grundbeträge für die Vollzeitpflege auf der Grundlage einer freiwilligen einheitlichen Selbstbindung der Landkreise und kreisfreien Städte.

Die Landesregierung sieht im Rahmen ihrer Aufgaben gemäß § 82 SGB VIII weiteren Handlungsbedarf bei der Umsetzung der Landesempfehlungen zur fachlichen und finanziellen Weiterentwicklung der Leistungen im Bereich der Hilfe zur Erziehung.

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Erfolgreich ins vierte Jahr: Kinderschutz-Hotline in Mecklenburg-Vorpommern zieht Bilanz

Posted on Februar 2, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern |

Am 01.02.2008 wurde die Kinderschutz-Hotline Mecklenburg-Vorpommern freigeschaltet. In den vergangenen drei Jahren haben Anrufer in 1.050 Fällen auf mögliche Kindeswohlgefährdungen aufmerksam gemacht. Diese Meldungen werden an das jeweils zuständige kommunale Jugendamt weitergeleitet. Etwa die Hälfte dieser Fälle waren Akutmeldungen, die ein sofortiges Handeln der zuständigen Behörden erforderten.

„Die Hotline ist ein nicht mehr wegzudenkender Baustein im Kinderschutz“, sagt Sozialministerin Manuela Schwesig. „Dieses Angebot wird nach wie vor gut angenommen. Mit ihr haben die Menschen eine zusätzliche Möglichkeit, die Behörden zu informieren, wenn es einem Kind nicht gut zu gehen scheint. Wir wollen früh helfen, bevor es zu spät ist“, so die Ministerin. Mit dem neuen Kindertagesförderungsgesetz, dem Programm für Familienhebammen, der Begleitung der Vorsorge-Untersuchungen für Kinder sowie dem erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufenen Bündnis Kinderschutz habe die Landesregierung in dieser Legislaturperiode wichtige Meilensteine für den Schutz des Kindeswohls in Mecklenburg-Vorpommern gesetzt.

Die Anrufer an der Kinderschutz-Hotline machten auf die Situation von 1.880 Kinder und Jugendlichen aufmerksam. 613 von ihnen waren höchsten drei Jahre alt. Nachbarn, Bekannte und Verwandte waren die häufigsten Anrufer. In 848 Fällen wurde die Nummer der Kinderschutz-Hotline gewählt, um Informationen zu erhalten, zum Beispiel über mögliche Hilfemaßnahmen bzw. die Erreichbarkeiten von Beratungsstellen. Die Fachkräfte an der Kinderschutz-Hotline sind rund um die Uhr und kostenfrei unter der Rufnummer 0800 / 14 14 007 erreichbar. Zu den üblichen Bürozeiten sind die Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales am Telefon, abends, nachts und am Wochenende übernimmt der Kinder- und Jugendnotdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes in Rostock den Dienst.

Quelle: Pressemitteiling des Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern vom 31.01.2011

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Seminar für AdoptionsbewerberInnen in Mecklenburg- Vorpommern

Posted on Januar 20, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

In der Bildungsstätte des Schabernack e.V. in Güstrow findet ein Seminar für AdoptionsbewerberInnen in drei Modulen statt. Die Termine sind am 20.04.-21.04.2012, 11.05.-12.05.2012 und 08.06.-09.06.2012.

Kursdozentinnen werden Marlene Hensel (langjährige Mitarbeiterin der Adoptionsvermittlungsstelle eines Jugendamtes) und Maren Gäde (Erziehungswissenschaftlerin, Supervisorin, Bildungsreferentin, Schabernack e.V.) sein.

nähere Informationen

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PFAD Pflegeelternkampagne findet Gehör

Posted on Januar 18, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

23 Städte und Landkreise von Pinneberg bis München und von Lörrach bis Frankfurt/Oder haben innerhalb von nur einem Monat einen Leistungskatalog der geplanten Pflegeelternkampagne 2011-2012 des PFAD Bundesverbandes angefordert.

Allen Anfragen ist zu entnehmen, dass der Druck der Kommunen neue Pflegeeltern zu akquirieren, enorm ist. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass es notwendig ist das große bürgerschaftliche Engagement von Pflegefamilien für benachteiligte Kinder stärker zu würdigen und die Öffentlichkeit über diese Familienform authentisch zu informieren.

Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. fordert alle Kommunen auf, ihre Pflegekinderhilfe weiter zu qualifizieren und auszubauen. Schließen Sie sich der PFAD Pflegeelternkampagne an, um zusammen mit PFAD über die Arbeit von Pflegefamilien zu informieren und potentielle Bewerber anzusprechen!

„Weil ALLE Kinder unsere Zukunft sind!“ setzt PFAD sich Hand in Hand mit den Jugendämtern dafür ein, dass mehr Kinder, die zeitweise oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, in Familien untergebracht werden.

Genaueres finden Sie auf www.pfad-bv.de unter dem Menüpunkt KAMPAGNE.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 18.01.2011

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Ferienprogramme für Pflege- und Adoptivkinder in Landedo, Portugal

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Reiseveranstalter Kinderleben bietet Feriencamps in Portugal speziell für Pflege- und Adoptivkinder bzw. Kinder mit Handicaps an.

Für 2011 plant das erfahrene Team um den Diplom-Sozialpädagogen Ivo Stephan und den Künstler Gert-Hein de Visser fünf Durchgänge mit jeweils 6 Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die für gut zwei Wochen Abenteuerurlaub in der Natur der Berge Nordportugals machen.

Termine:
15. bis 29.04.2011
25. bis 08.07.2011
10. bis 23.07.2011
25. bis 07.08.2011
09. bis 22.08.2011

weitere Informationen und Anmeldung auf www.kinderleben.com oder www.landedo.info

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Freizeit für Kinder und Jugendliche aus Erziehungsstellen und Pflegestellen

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Erziehungsstellenverein Hessen e.V. organisiert wieder eine Freizeit für Kinder und Jugendliche aus Pflegefamilien.

Über Christi Himmelfahrt von Donnerstag, dem 02.06. bis Sonntag, den 05.06.2011 quartiert sich die Gruppe aus Kindern und Jugendlichen aus Erziehungsstellen und Pflegestellen wieder im Turner- und Jugendheim auf der Loreley in St. Goarshausen für 4 Tage Spiel, Spaß, Natur ein.

Auch die  leiblichen Kinder dieser Familien sind ausdrücklich mit eingeladen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich

nähere Informationen

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iCanDo-Reisen 2011 für Adoptiv- und Pflegekinder

Posted on Januar 6, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet für 2011 wieder verschiedenste Wochenend- und Ferienaufenthalte speziell für Kinder von Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an. Alle Reiseangebote gelten auch für Kinder mit Behinderungen. Weitere Reisen sind in Vorbereitung.

Wochenendfahrten 2011:

04.03. – 06.03.2011…..Baseball & Co………………….Grünheide / Brandenburg
03.06. – 05.06.2011…..Survival vor der Haustür………Grünheide / Brandenburg
16.09. – 18.09.2011……Das Hammer-Wochenende……Grünheide / Brandenburg
25.11. – 27.11.2011……Grusel, Spuk & Co…………….Grünheide / Brandenburg

Ferienfahrten 2011:

16.04. – 23.04.2011….Osternasencamp……………………..Klietz / Sachsen-Anhalt
02.07. – 09.07.2011….Haus am See…………………………..Beetzseeheide / Brandenburg
06.07. – 17.07.2011….Fit durch den Sommer……………..Klietz / Sachsen-Anhalt
23.07. – 06.08.2011….Zockerfahrt Ruppichteroth………..Ruppichteroth / Nordrhein-Westfalen
30.07. – 06.08.2011….Reiten auf Schloss Altenhausen……Altenhausen / Sachsen-Anhalt
01.10. – 09.10.2011…..Lustiges-Saure-Gurken-Camp……..Schlepzig  /Brandenburg
01.10. – 08.10.2011…..Next Generation………………………Jessenitz / Mecklenburg-Vorpommern
08.10. – 15.10.2011…..Kastaniemännchencamp……………Rehe / Rheinland-Pfalz

Nähere Informationen für Frühplaner

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PFAD Pflegeelternkampagne 2011-2012: Kampagne erfolgreich gestartet!

Posted on Dezember 13, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen |

Bereits zehn Städte bzw. Landkreise haben schon in der ersten Woche nach Ankündigung einer deutschlandweiten Kampagne für Pflegeeltern Kontakt zum PFAD Bundesverband e.V. aufgenommen. Mit dem Gedanken, eine der Kampagnenstädte zu werden, informieren sie sich über die genauen Konditionen einer Beteiligung an der von Mitte 2011 bis Ende 2012 geplanten Roadshow durch Deutschland.

„Über einen so schnellen und aussichtsreichen Start sind wir natürlich sehr erfreut“, sagt Frau Dagmar Trautner, die Vorstandsvorsitzende. „Wir wünschen uns, dass noch weitere Jugendämter wegen einer Kooperation auf uns zukommen. Unsere Kampagne soll in insgesamt 18 Städten und in allen Bundesländern stattfinden.“

Der Verband hat nun einen Leistungskatalog erstellt, der von den Jugendämtern bei der Projektleitung angefordert werden kann. Daraus geht hervor, wie die Kosten einer Beteiligung in die Kampagne investiert werden.

„Wir suchen auch weiterhin Sponsoren und Spender, denen die Zukunft ALLER Kinder am Herzen liegt und die es uns ermöglichen über das wichtige gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien zu informieren. Wir wollen mehr Menschen dafür gewinnen. Denn Kinder brauchen eine Familie, die für sie da ist, wenn ihre eigenen Eltern nicht in der Lage sind, angemessen für sie zu sorgen“, sagt die Vorsitzende.

PFAD Pressemitteilung vom 13.12.2010 (pdf)

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PFAD Pflegeelternkampagne 2011-2012: Unterstützung durch BARMER GEK!

Posted on Dezember 7, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen |

Die Barmer GEK hat sich entschlossen, die Pflegeelternkampagne 2011-2012 des PFAD Bundesverbandes e.V. bundesweit zu unterstützen.

Der Hauptabteilungsleiter Marketing der Barmer GEK Hauptverwaltung, Herr Heiner Beckmann, sagte zu, dass seine Abteilung mit Ihren rund 80 Regionalgeschäftsstellen die Kampagne des Verbandes durch die Zurverfügungstellung von kostenfreien Barmer GEK-Veranstaltungsräumen in den teilnehmenden Kommunen unterstützen wird.

Für diese Unterstützung bedankt sich der PFAD Bundesverband ganz herzlich bei der Barmer GEK. „Das entspannt unser Roadshow-Budget immerhin um einige Tausend Euro“, sagte dazu Thomas Schwan, der PFAD Projektleiter der Kampagne. Und weiter: „Es ist schön, auf dem schwierigen Weg zu mehr Pflegefamilien in Deutschland eine solche Hilfe zu erhalten!“

PFAD Pressemitteilung vom 07.12.2010 (pdf)

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PFAD Pflegeelternkampagne 2011-2012: Der PFAD Bundesverband hat sich entschlossen zu handeln!

Posted on November 30, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

In den letzten Jahren kam es zu einer besorgniserregenden Entwicklung in Deutschland. Immer mehr Kinder können in ihren Familien nicht mehr ausreichend versorgt und erzogen werden. Immer mehr vernachlässigte, Gewalt erfahrende und emotional zurückgewiesene Kinder leben in sehr belastenden Familiensituationen.

Auch mit vielen Unterstützungsmöglichkeiten der Jugendhilfe können ihre Lebensbedingungen in der Familie oftmals nicht wesentlich verbessert werden. Eine Fremdunterbringung ist dann die letzte Chance, diesen Kindern einen beschützenden und fördernden Lebensraum zu ermöglichen. Damit für jedes Kind die passende Form der Hilfe zur Verfügung steht, brauchen wir viele Pflegefamilien mit unterschiedlichen Leistungsangeboten. Leider stehen diese Pflegeeltern vielerorts nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Die Zahl der Bewerber sinkt.

„Dabei ist es für jeden sofort einsichtig, dass gerade in einem familiären Umfeld die persönliche, soziale und emotionale Entwicklung eines Kindes positiv verändert wird!“, sagt Frau Dagmar Trautner, die Bundesvorsitzende von PFAD e.V., dem Fach- und Interessenverband der Pflege- und Adoptivfamilien.

Aus diesem Grunde hat sich PFAD entschlossen zu handeln und zu helfen.

„PFAD will gemeinsam mit Landesjugendämtern, Jugendämtern und Kommunen eine Pflegeelternkampagne starten, die sich durch die ganze Republik ziehen soll. Wir bei PFAD, die wir alle Pflegekinder betreut haben und betreuen, möchten den Menschen in Deutschland mitteilen, was es bedeutet, Pflegefamilie zu werden. Wir sehen es als unsere Aufgabe an zu informieren, zu beraten und zu helfen! Beim Kinder- und Jugendhilfetag 2011 in Stuttgart werden wir unser Vorhaben mit einer Pressekonferenz starten und dann durch 18 Städte in Deutschland ziehen. Jeden Monat wollen wir eine andere Stadt mit unserer Informationskampagne besuchen. Letzte Station und Abschluss der Kampagne soll in Berlin sein.“

Nähere Informationen zur PFAD Pflegeelternkampagne finden Sie auf der Homepage des Verbandes: www.pfad-bv.de.

PFAD Pressemitteilung vom 30.11.2010 (pdf)

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Artikel „Kinder sind keine Unkosten“: Plädoyer für Investitionen in Kinder

Posted on November 17, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

(pfad/schulz) In der Schweriner Volkszeitung von 16.11.2010 äußert sich Herr Frank-Holger Blümel, Geschäftsführer der Sozius Pflege- und Betreuungsdienste Schwerin gGmbH, im Interview „Kinder sind keine Unkosten“ über Fördermöglichkeiten, Bildungschancen und politische Verantwortung für durch die Jugendhilfe begleitete Kinder und Jugendliche:

„…Jugendhilfe als einen Kostenfaktor zu betrachten, ist die falsche Herangehensweise. Was in der Kinder- und Jugendhilfe gemacht wird, ist vielmehr eine Investition in die Zukunft. Denn diese Kinder brauchen unsere Hilfe. Die Gemeinschaft ist gefordert, damit sie eine Chance habe, ihre eigene persönliche Entwicklung zu machen. Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung brauchen wir diese Kinder. Noch mal: Investitionen in Kinder sind eine Investition in die Zukunft, keine Unkosten.“

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Fachtagung „Vollzeitpflege in Mecklenburg-Vorpommern“ am 29.10. in Güstrow

Posted on September 30, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Am 29.10. veranstaltet die Bildungsstätte Schabernack e.V. in Güstrow in Kooperation mit dem Landesjugendamt und dem Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern eine Fachtagung unter dem Titel „Vollzeitpflege in Mecklenburg-Vorpommern„.

Der Bereich des Pflegekindwesens ist vielseitig und einzigartig als Hilfeform in der Kinder- und Jugendhilfe. Vielschichtige Aspekte um rechtliche Rahmenbedingungen, Pflegekinder, Pflegefamilien, Herkunftsfamilien und Partner stehen im Fokus der fachlichen Diskussion. Es sollen Anregungen zur öffentlichen Diskussion und auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erneut ein Einblick in das vielen vertraute, doch sehr spezielle Arbeitsfeld der Vollzeitpflege gegeben werden.

Es soll hier um eine kritisch-konstruktive Fachdiskussion gehen, die Struktur und Organisation ebenso im Fokus hat wie Standards und Verbindlichkeiten, um positive Arbeitsvoraussetzungen zu bieten, die den hohen Anforderungen der Arbeit im Bereich der Vollzeitpflege angemessen sind.

U.a. sind folgende Fachvorträge geplant:

  • Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Siegen:
    Was macht eine leistungsfähige Pflegekinderhilfe heute aus?
  • Prof. Dr. Werner Freigang, Hochschule Neubrandenburg:
    Anforderungen an die qualitative Weiterentwicklung der Vollzeitpflege

Nähere Informationen

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Bewerberseminare für Pflegeeltern im Landkreis Ludwigslust

Posted on September 12, 2010. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Die Gründe sind vielfältig, warum Kinder nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Vollzeitpflege gemäß § 33 SGB VIII ist eine Form der Hilfen zur Erziehung für Eltern, die im Kinder- und Jugendhilferecht festgeschrieben sind. Pflegeeltern bieten Kindern zeitlich begrenzt oder dauerhaft ein Zuhause. Um dem Anspruch gerecht werden zu können, ein zu vermittelndes Kind entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen in einer Pflegefamilie zu integrieren, bedarf es eines möglichst großen Pools an vorbereiteten Bewerbern.

  • Was bedeutet es im Alltag, eine Pflegefamilie zu sein?
  • Welche Aufgaben nimmt der Fachdienst Jugend im Bereich der Vollzeitpflege wahr?
  • Wie kann die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie gestaltet werden, ebenso der Kontakt zu Kindereinrichtungen, Schulen, Ärzten, Therapeuten und anderen Beteiligten?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzen sich Pflegeelternbewerber im Rahmen einer intensiven Vorbereitung auf die Aufnahme eines Pflegekindes auseinander.

In der Zeit vom 12.10.2010 bis 23.11.2010 werden an insgesamt 5 Abenden Bewerberseminare angeboten, die allen Interessenten zum Wissenserwerb und Austausch in der Gruppe Gelegenheit geben. Ebenfalls werden langjährige Pflegeeltern über Ihre Erfahrungen im Zusammenleben mit ihren Pflegekindern berichten und Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Der Fachdienst Jugend sucht fortlaufend interessierte Menschen für die vielfältigen Aufgaben als Pflegepersonen. Zuständige Ansprechpartner im Bereich Pflegekinderwesen sind:

  • Frau Dierkes, Tel. Nr.: 03874 / 624 246 7,
  • Frau Haugg, Tel. Nr.: 03874 / 624 246 6
  • Herr Zawadzki, Tel. Nr.: 03883 / 624 131 8

Wer sich angesprochen fühlt und mehr über die Aufgaben als Pflegeperson erfahren möchte, ist zu einem ersten Informationsgespräch herzlich eingeladen. Terminvereinbarungen sind im Rahmen der Sprechzeiten des Landkreises Ludwigslust möglich.

Quelle: Meldung des Landkreis Ludwigslust vom 16.08.2010

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Mecklenburg-Vorpommern: Weniger Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen im Jahr 2009 erforderlich

Posted on August 2, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 911 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- oder Gefährdungssituation Hilfe benötigten, von den Jugendämtern in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes waren das 61 Fälle oder 6 Prozent weniger als 2008.

Jede zweite Schutzmaßnahme (459 Fälle) wurde wegen dringender Gefahr von Kindern und Jugendlichen durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 208 Minderjährigen (23 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 186 Fällen (20 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Mädchen und Jungen waren überwiegend jünger als 14 Jahre (53 Prozent). Kinder und Jugendliche dieses Alters wurden 2009 weniger unter Schutz des Jugendamtes gestellt als im Jahr zuvor (- 13 Prozent). Besonders deutlich ging die Zahl der Inobhutnahmen bei den 3- bis unter 9-Jährigen zurück (- 23 Prozent). Demgegenüber sind mehr 14- bis 18-Jährige (+ 3 Prozent) als 2008 in Obhut genommen worden.

Eine Hauptursache für das Auslösen von akuten Notsituationen, die zur Inobhutnahme führten, war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. Davon waren Mädchen und Jungen aller Altersgruppen betroffen, besonders aber die 14- bis unter 16-Jährigen. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme der Minderjährigen. Diese Schwierigkeiten traten bei Mädchen (62 Prozent), insbesondere in der Pubertät, häufiger als bei Jungen auf. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptgrund für die Einleitung von vorübergehenden Schutzmaßnahmen. Vor allem jüngere Kinder bis 6 Jahre wurden aufgrund von Vernachlässigung in Obhut genommen.

Gut jeder dritte Minderjährige (35 Prozent) lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil und weitere 24 Prozent bei einem Elternteil mit neuem Ehe-/Partner. Ebenfalls 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen wohnten zum Zeitpunkt der Einleitung der Schutzmaßnahme mit den Eltern zusammen.

Nahezu die Hälfte der Inobhutnahmen (47 Prozent) endete mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten. In 29 Prozent der Fälle wurden im Ergebnis der Schutzmaßnahme durch das Jugendamt erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 30.07.2010

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Mecklenburg-Vorpommern: Familiengerichte entzogen 2009 Eltern seltener das Sorgerecht für ihre Kinder

Posted on Juli 27, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Die Familiengerichte Mecklenburg-Vorpommerns haben 2009 in 162 Fällen Eltern das Sorgerecht für ihr/e Kind/er vollständig oder teilweise entzogen. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes 66 Fälle oder 25 Prozent weniger als 2008.

Eine Einschränkung oder ein Entzug des Personensorgerechts kann nur durch ein Familiengericht erfolgen, wenn das körperliche, geistige oder seelische Wohl eines Kindes oder sein Vermögen gefährdet ist und die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden.

Von den insgesamt 162 Fällen des gerichtlich angeordneten Entzugs des Sorgerechts waren im vergangenen Jahr 78 Mädchen und 84 Jungen betroffen. In 138 Fällen wurde die elterliche Sorge ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen, darunter in 23 Fällen nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Bei den übrigen Fällen ist das Sorgerecht auf Einzelpersonen oder Vereine übertragen worden.

Bezogen auf die gleichaltrige Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern kamen 2009 auf 10 000 Kinder und Jugendliche 8 Sorgerechtsentziehungen. Im vorangegangenen Jahr waren es dagegen noch 11 je 10 000 Minderjährige gewesen.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 27.07.2010

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Elterntelefon berät und hilft jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern

Posted on Juli 1, 2010. Filed under: Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das bundesweite Elterntelefon kann jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern angerufen werden. Sozialministerin Manuela Schwesig nahm heute in Greifswald das Elterntelefon des Vereins „Nummer gegen Kummer“ in Betrieb. „Unter der Rufnummer 0800 111 0550 können Eltern hier kostenlos und anonym Rat und Hilfe in Erziehungsfragen erhalten“, sagte die Ministerin in Greifswald. Das regionale Elterntelefon-Angebot wird vom Deutschen Kinderschutzbund betrieben.

Am Elterntelefon können Väter und Mütter über ihre alltäglichen Sorgen, Ängste oder Unsicherheiten im Umgang mit Kindern sprechen und Unterstützung bei der Lösung von Problemen erhalten.

Elterntelefone seien Hilfe zur Selbsthilfe, so Schwesig weiter. Wichtig sei der Hinweis, dass ein Anruf bei der Hotline nichts mit möglichem Versagen bei Erziehungsaufgaben zu tun habe. Es gehe um Hilfe und Unterstützung.

Quelle: Meldung des Ministerium für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 28.06.2010

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Mecklenburg-Vorpommern: Bundesweit erstes Modellprojekt der „Psychosozialen Prozessbegleitung“

Posted on Juni 23, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Rechtliches |

Justizministerin Uta-Maria Kuder: „Mit dem Modellprojekt „Psychosoziale Prozessbegleitung“ setze ich mich dafür ein, dass kindlichen, jugendlichen und heranwachsenden Opfern von Gewalttaten fachliche Unterstützung vor, während und nach einer Gerichtsverhandlung kostenfrei gewährt wird. Die Ausübung sexueller und körperlicher Gewalt gegen Mädchen und Jungen gehört zu den schlimmsten Straftaten.“

„Nicht nur die Kinder und Jugendlichen selbst,“ so Ministerin Kuder weiter, „sondern auch ihre Familienmitglieder und ihnen nahestehende Personen geraten in schwere seelische und soziale Konflikte und Unsicherheiten. Vor allem dann, wenn die Gewalt innerhalb der Familie oder des vertrauten Umfeldes stattgefunden hat. Das soziale Gefüge gerät ins Wanken!“

Die Betroffenen, die Kinder selbst oder ihre Angehörigen sind nicht sicher, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. Mit der Anzeigeerstattung sind meist unangenehme Gefühle verbunden, aber auch der Wunsch nach Gerechtigkeit.

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) verdeutlicht: „Viele Kinder und Jugendliche wissen nicht, was auf sie zukommt oder haben falsche Vorstellungen von einem Gerichtsverfahren. Diese Unsicherheit macht Angst – und kann die Aussagefähigkeit beeinträchtigen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind oft die einzigen Zeuginnen und Zeugen. Daher ist der Ausgang des Verfahrens in hohem Ausmaß von ihrer Aussage abhängig. Diesen Druck möchte nehmen. Ich will den Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sich im Gerichtsverfahren zurecht zu finden“

Das Modellprojekt der Justiz wird ausschließlich von Prozessbegleiterinnen durchgeführt, die durch das Institut für Opferschutz im Strafverfahren e.V. „RECHT WÜRDE HELFEN“ unter Schirmherrschaft der Bundesjustizministerin ausgebildet wurden.

Justizministerin Uta-Maria Kuder: „Das Anforderungsprofil, die Standards und der Qualitätsanspruch dieses Instituts an die Aus- und Fortbildung der Prozessbegleiterinnen haben mich überzeugt. Ich kann die Opfer und die sie unterstützenden Angehörigen nur ermutigen, von dem kostenlosen Angebot der Psychosozialen Prozessbegleitung Gebrauch zu machen – für die Kinder und Jugendlichen und auch für sie selber!“

nähere Informationen und Kontaktadressen

Quelle: Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern vom 22.06.2010

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Mecklenburg-Vorpommern: Kinder- und Jugendpsychiatrisches Angebot im Land weiter ausgebaut

Posted on März 5, 2010. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern | Schlagwörter: |

Das Kinder- und Jugendpsychiatrische Angebot in Mecklenburg-Vorpommern wird weiter ausgebaut. In Greifswald hat Sozialstaatssekretär Nikolaus Voss am 03.03. eine um fünf auf zehn Plätze erweiterte Tagesklinik in Betrieb genommen. „Mit der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Greifswald entsteht ein notwendiges, neues Angebot für Kinder und Jugendliche aus der Region“, sagte der Staatssekretär.

Der Vorteil der Tageskliniken liegt, so Voss, darin, dass ein Kind oder Jugendlicher hier maximal gefördert oder behandelt werden kann, ohne dass der Patient aus seiner gewohnten Umgebung genommen werden muss.

Die Nachfrage nach psychiatrischen Angeboten für Kinder und Jugendliche ist groß. Nach Studien benötigen zwischen 7 und 20 Prozent in diesem Alterssegment entsprechende Angebote. Die Zahl der tagesklinischen Plätze ist landesweit in den vergangenen fünf Jahren auf 128 gestiegen und hat sich seit dem Jahr 2005 mehr als verdoppelt.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 25 des Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern vom 03.03.10

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Mecklenburg-Vorpommern: Fast 3.000 Kinder und Jugendliche in Heimen oder Pflegefamilien betreut

Posted on Februar 5, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Stationäre Hilfen zur Erziehung in einem Heim oder in einer Pflegefamilie kommen in Betracht, wenn ambulante Hilfen keinen Erfolg (mehr) versprechen. Wie das Statistische Amt mitteilt, erhielten Ende 2008 insgesamt 2 850 junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses in Form von Heimerziehung – einschließlich anderer betreuter Wohnformen – sowie Betreuung in einer Pflegefamilie. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl dieser Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe um 59 Fälle verringert. Mit Blick auf die vergangenen 15 Jahre fällt auf, dass Heimerziehung als erzieherische Maßnahme deutlich zurückgegangen ist, während die Unterbringung in Pflegefamilien geringfügig zugenommen hat.

1 568 junge Menschen waren Ende 2008 in einem Heim oder einer sonstigen betreuten Wohnform untergebracht. Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 18 Jahren  beanspruchten diese familienersetzende/-ergänzende Hilfe mit 71 Prozent am häufigsten. 17 Prozent der in einem Heim betreuten Kinder waren unter 10 Jahre alt. Die jungen Volljährigen hatten einen Anteil von 12 Prozent.

Fast jeder zweite junge Mensch (49 Prozent) lebte vor der Heimunterbringung bei einem alleinerziehenden Elternteil, ein weiteres Drittel (34 Prozent) bei einem Elternteil mit neuem (Ehe-)Partner. In 80 Prozent der Fälle bezogen die Herkunftsfamilie oder die jungen Menschen selbst staatliche Transferleistungen, wie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Grundsicherung bei dauerhafter Erwerbsminderung oder Sozialhilfe.
Die drei häufigsten Ursachen für die Heimunterbringung entfielen der Reihenfolge nach auf eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern, deutliche Auffälligkeiten im sozialen Verhalten der jungen Menschen sowie unzureichende Versorgung des Kindes oder Jugendlichen in der Herkunftsfamilie.

Weitere 1 282 junge Menschen wurden Ende 2008 in Pflegefamilien (Vollzeitpflege) betreut. Diese Form der erzieherischen Hilfe erhalten eher jüngere Kinder. So war gut die Hälfte (51 Prozent) der Kinder in Pflegefamilien jünger als 10 Jahre. Weitere 46 Prozent waren im Alter von 10 bis unter 18 Jahren. Hinsichtlich der Situation in der Herkunftsfamilie lebte der überwiegende Teil der jungen Menschen vor der Aufnahme in einer Pflegefamilie bei einem alleinerziehenden Elternteil ohne neuen Partner (55 Prozent) bzw. bei einem Elternteil mit neuem (Ehe-)Partner (24 Prozent). Die jungen Menschen selbst oder deren Eltern erhielten in 86 Prozent der Fälle Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bzw. Grundsicherung bei dauerhafter Erwerbsminderung oder Sozialhilfe.

Gründe für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien waren wiederum hauptsächlich unzureichende Betreuung oder Versorgung der jungen Menschen in der Herkunftsfamilie und eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern sowie Gefährdung des Kindeswohls.

Quelle: Pressemeldung Nr. 10/2010 des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 04.02.10

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Neueste Statistiken zu den Erzieherischen Hilfen

Posted on Januar 8, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

60% der Eltern von Heimkindern erhalten Transferleistungen

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, begann für 32 000 junge Menschen im Jahr 2008 eine Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform. In 60% der Fälle bezogen deren Familien oder sie selbst Transferleistungen. Dazu gehören finanzielle Hilfen des Staates wie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch beziehungsweise Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung entsprechend dem Zwölften Sozialgesetzbuch. Von den 14 500 jungen Menschen, die in Pflegefamilien neu aufgenommen wurden, erhielten die jungen Menschen selbst oder deren Eltern in 75% der Fälle Transferleistungen.

Insgesamt begann im Jahr 2008 für 502 000 junge Menschen eine erzieherische Hilfe. Neben Heimerziehung, sonstiger betreuter Wohnform oder der Unterbringung in einer Pflegefamilie (Vollzeitpflege) gehören dazu auch Leistungen wie Erziehungsberatung und sozialpädagogische Familienhilfe. Von allen jungen Menschen, für die eine erzieherische Hilfe begonnen hat, bezogen 35% zusätzlich auch Transferleistungen.

Unter den Kindern, für die eine Vollzeitpflege begonnen hat, waren die unter einjährigen mit 14% am häufigsten vertreten. In diesen Fällen war die Gefährdung des Kindeswohls der meistgenannte Hauptgrund. Knapp die Hälfte der Kinder, die in einer Pflegefamilie aufgenommen wurden, war noch nicht im schulpflichtigen Alter. Insgesamt ging mit zunehmendem Alter der Kinder die Inanspruchnahme der Vollzeitpflege zurück. Im Gegensatz dazu nahm die Unterbringung von jungen Menschen in Heimen oder sonstigen betreuten Wohnformen mit dem Alter der Hilfeempfänger zu. Nahezu zwei Drittel (62%) dieser Kinder und Jugendlichen waren zwischen 12 und 17 Jahren alt. Hauptgrund für den Beginn einer Heimunterbringung war im Jahr 2008 die unzureichende Erziehungskompetenz der Eltern beziehungsweise Personensorgeberechtigten.

Gut jeder fünfte junge Mensch (21%), dem eine Vollzeitpflege neu gewährt wurde, verfügte über einen Migrationshintergrund. Dieser liegt vor, sofern mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Bei den durch Heimerziehung betreuten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verfügten 24% der Eltern über eigene Zuwanderungserfahrungen. Von allen unter 21-jährigen jungen Menschen in Deutschland wies im Jahr 2008 ein Viertel einen Migrationshintergrund auf.

Download der detaillierten Ergebnisse zu Vollzeitpflegen und Heimerziehungen:
Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Erzieherische Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige, Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform (pdf, 354 kb)

Quelle: Pressemitteilung Nr.005 von Destatis vom 07.01.2010

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Gesundheitsministerin Schwesig setzt sich für gute psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ein

Posted on Dezember 19, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: , |

„Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen darf man nicht allein lassen. Wir müssen dafür sorgen, dass ihnen möglichst schnell und in der Nähe geholfen wird“, sagte Gesundheitsministerin Manuela Schwesig heute anlässlich der feierlichen Eröffnung einer psychiatrischen Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Ludwigslust.

Der Vorteil einer solchen Tagesklinik bestehe vor allem darin, dass sie einem Kind oder Jugendlichen optimale Förderung und Behandlung ermögliche, ohne dass die jungen Patienten gleichzeitig ihre sozialen Beziehungen komplett aufgeben müssen, so die Ministerin. Der Einschnitt in die normale Lebensgestaltung sei geringer als bei einer stationären Therapie. Das habe sich auch in Ludwigslust gezeigt.

Mecklenburg-Vorpommern steht im bundesweiten Vergleich in Sachen psychiatrischer Versorgung gut da, machte Schwesig deutlich. „Wir liegen an dritter Stelle, wenn es um die Anzahl tagesklinischer Plätze für Kinder und Jugendliche pro Einwohner geht. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 2005 verdoppelt. Und wir liegen an zweiter Stelle, was die Anzahl stationärer psychiatrischer Plätze pro Einwohner betrifft.“ Das alles dürfe aber nicht dazu beitragen, sich auf dem Erreichten auszuruhen. „Deshalb wird in Kürze eine weitere Tagesklinik in Wismar die Arbeit aufnehmen, damit wir auch den Kindern und Jugendlichen dort eine wohnortnahe Behandlung ermöglichen“, sagte die Ministerin.

Träger der Tagesklinik mit 12 Plätzen ist die Carl Friedrich Flemming Klinik in Schwerin, die ihrerseits Teil der Helios Kliniken ist.

Quelle: Pressemeldung des Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern vom 09.12.09

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FDP: Pflegekinderwesen in Mecklenburg-Vorpommern verbesserungswürdig

Posted on November 27, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Ralf Grabow, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion M-V, erklärt zur gestrigen Beratung des FDP-Antrages „Kontinuitätssicherndes Lebens- und Familienumfeld für misshandelte und/ oder vernachlässigte Kinder schaffen“:

„Noch immer leben zu viele Kleinkinder in Heimen. Das Pflegekinderwesen in Mecklenburg-Vorpommern muss daher verbessert werden. Wir brauchen mehr Pflegeeltern, die zudem größere Unterstützung bekommen müssen.

Die Jugendämter sind enger zu vernetzen und sollten nach einheitlichen Standards arbeiten. 2008 lebten 1568 Kinder in einem Heim und nur 1282 Kinder bei Pflegeeltern. Dabei ist eine intakte Pflegefamilie das beste Umfeld für die Entwicklung von Kindern.

Gerade Misshandelte Kinder brauchen schnell ein sicheres und auf Dauer angelegtes Familienumfeld. Die einzelnen Fraktionen und das Sozialministerium haben unser Anliegen grundsätzlich begrüßt.

Umso verwunderlicher ist die Tatsache, dass der FDP-Antrag im Landtag keine Mehrheit gefunden hat. Gerade die Regierungsfraktionen setzen mit ihrer Ablehnung ein falsches Signal.

Offenbar scheuen sie die Auseinandersetzung in den Ausschüssen, obwohl Pflegeeltern, Jugendämtern und Wissenschaftlern unsere Forderungen unterstützen.

Die FDP-Fraktion wird sich auch in Zukunft für die Interessen misshandelter Kinder, deren Pflegeeltern und die Fachkräfte in der staatlichen und freien Jugendhilfe stark machen.“

Quelle: Pressemitteilung 130/2009 der FDP-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern vom 19.11.09

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Grundlage des Antrags war der am 13.10.09 veröffentlichte Zwischenbericht der Projektgruppe „Strukturanalyse Fremdunterbringung“ über die Situation von Pflegekindern in Mecklenburg-Vorpommern.

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24,6 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2008

Posted on November 26, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Finanzielles, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2008 insgesamt 24,6 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Das waren 7,9% mehr als im Vorjahr. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen, wurden netto rund 22,3 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aufgewendet (+ 8,3% gegenüber 2007).

Mit 14,5 Milliarden Euro wurde deutlich mehr als die Hälfte der Bruttoausgaben (59%) für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verblieben für die öffentliche Hand netto 13 Milliarden Euro an reinen Ausgaben für Kindertagesbetreuung.

Mit insgesamt 6,4 Milliarden Euro wendeten die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe 2008 gut ein Viertel der Bruttoausgaben (26%) für Hilfen zur Erziehung auf. 3,7 Milliarden Euro dieser Ausgaben entfielen auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Für sozialpädagogische Familienhilfe erhöhten sich die Ausgaben um 21,3% auf rund 542 Millionen Euro.

Für Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit, zum Beispiel außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren, wurden 1,5 Milliarden Euro oder 6,3% der Gesamtausgaben aufgewendet. Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, zu denen insbesondere die Inobhutnahme bei Gefährdung des Kindeswohls gehört, stiegen bundesweit von 96 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 118 Millionen Euro 2008 (+ 23,1%).

Detaillierte Ergebnisse sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 25.11.09

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Mecklenburg-Vorpommern: Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen in 972 Fällen eingeleitet

Posted on August 10, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2008 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 972 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden damit rein rechnerisch fast täglich drei Minderjährige zu ihrem eigenen Schutz von den Jugendämtern aufgenommen und vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht.

In 549 Fällen (56 Prozent) wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen wegen dringender Gefahr durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 178 Kindern und Jugendlichen (18 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 173 Fällen (18 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen waren überwiegend zwischen 12 bis unter 18 Jahre alt (57 Prozent). Allerdings fällt auf, dass 2008 deutlich mehr jüngere Kinder in Obhut genommen wurden als in den Jahren zuvor. Daher ist der Anteil der unter 3-jährigen Kinder (13 Prozent) sowie der 3 bis unter 9-Jährigen (20 Prozent) so hoch wie noch nie.

Der Hauptgrund für die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme des Kindes oder Jugendlichen. Dieses Problem trat bei Mädchen (64 Prozent) häufiger als bei Jungen auf. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptanlass für die Einleitung von vorläufigen Schutzmaßnahmen.

Die überwiegende Zahl der betroffenen Kinder bzw. Jugendlichen lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil (41 Prozent) oder bei einem Elternteil mit neuem Ehe-/Partner (23 Prozent). Jeder fünfte Minderjährige, der in Obhut genommen wurde, lebte mit seinen Eltern zusammen.

Die als kurzfristige Hilfe vorgesehenen Maßnahmen dauerten für 35 Prozent der jungen Menschen nicht länger als drei Tage. Für jedes fünfte Kind bzw. Jugendlichen war die Inobhutnahme nach 7 bis 14 Tagen zu Ende, für 27 Prozent betrug sie aber 15 und mehr Tage. In den meisten Fällen endete die vorläufige Schutzmaßnahme mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten.

Die Zahl der Inobhutnahmen in Mecklenburg-Vorpommern ist in den zurückliegenden Jahren wieder angestiegen, nachdem 2004 mit 841 die bisher niedrigste Fallzahl verzeichnet wurde. Aber dennoch sind 2008 deutlich weniger junge Menschen in Obhut genommen worden als vor zehn Jahren. 1998 waren es noch über 1 200 Kinder und Jugendliche. Dieses an sich erfreuliche Ergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Anteil der Inobhutnahmen an der altersgleichen Bevölkerung aufgrund der geburtenschwachen Nachwende-Jahrgänge zugenommen hat. Vor zehn Jahren wurden 34 von 10 000 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre in Obhut genommen, während es im Jahr 2008 bereits 45 von 10 000 waren. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, der 2008 bei 23 von 10 000 Minderjährigen lag, ist der Anteil der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen an der gleichaltrigen Bevölkerung hierzulande nahezu doppelt so hoch.

Quelle: Presseinformation Nr. 48/2009 des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 07.08.09

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Jugendämter mussten durchschnittlich 23 Minderjährige in ihre Obhut nehmen

Posted on August 6, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Politik, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/BOB/AS) Die Jugendämter in Deutschland mussten im Jahre 2008 durchschnittlich 23 Kinder und Jugendliche pro 10.000 Einwohner in ihre Obhut nehmen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (16/13803) auf eine Kleine Anfrage der FDP (16/13715) hervor.

Die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen schwanke in den Bundesländern zwischen unter 15 pro 10.000 Einwohnern der unter 18-Jährigen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern auf der einen und über 40 Interventionen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen auf der anderen Seite.

Von den Liberalen nach den Gründen für die Zunahme von 14,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2007 gefragt, erklärt die Regierung, die gesellschaftliche und nicht zuletzt auch staatliche Aufgabe, Kinder vor Vernachlässigung und Misshandlungen zu schützen, habe in den letzten Jahren im öffentlichen Bewusstsein zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies liege zum einen an der ausführlichen Berichterstattung in den Medien über Einzelschicksale von zu Tode gekommenen Kleinkindern, zum anderen aber auch an der Verschärfung der gesetzlichen Grundlagen. Beide Faktoren hätten die Sensibilität der „öffentlichen Wahrnehmung“ gegenüber der Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern erhöht.

Quelle: heute im bundestag Nr. 230 vom 06.08.09

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Jugendamt Ostvorpommern: „Zuhause auf Zeit“ bietet Ruhe und Hilfe

Posted on Juli 20, 2009. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Ostvorpommern. „Es ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, Pflegekinder aufzunehmen und zu betreuen,“ macht Irene Paul, die Leiterin des Jugendamtes Ostvorpommern klar, dass es um mehr als nur ein „Dach über dem Kopf“ geht, wenn Kinder zu Pflegeeltern kommen. Die Gründe für einen solchen Schritt, der vorübergehend, tageweise oder dauerhaft sein kann, sind sehr unterschiedlich. „Nicht in jedem Fall sind es Kinder, die es schlecht in ihren Familien haben.“ Aktiv werde das Jugendamt zum Beispiel auch, wenn ein allein erziehender Elternteil ins Krankenhaus muss und während dieser Zeit Hilfe zur Betreuung seiner Kinder braucht, weil sonst niemand da ist, der einspringen könnte.

Allerdings seien solche Fälle die Ausnahme, weiß die Jugendamtsleiterin. Immerhin hat es über die Kinderschutz-Hotline im Jahr 2008 zwölf Meldungen gegeben, bei denen eine Kindeswohlgefährdung angezeigt wurde. Betroffen waren dabei 17 Kinder. „Nach eingehender Prüfung stellten sich zwei Fälle als ,echte‘ heraus, bei denen acht Kinder involviert waren.“ Insgesamt sei ein Anstieg der „Notruf-Zahlen“ zu verzeichnen. Allein in diesem Jahr seien bisher bereits 16 Meldungen eingegangen.

Im Durchschnitt gibt es in Ostvorpommern jährlich 80 bis 100 Inobhutnahmen. Die Gründe sind vielfältig – sie reichen von Misshandlung, Vernachlässigung über Suchtprobleme der Eltern oder den Tod eines Elternteils bis zum Aufgreifen von „herum stromernden“ Kindern. Viele seien dadurch traumatisiert oder hätten Beziehungsstörungen. Auch darum sei es wichtig, dass nach der Inobhutnahme sehr genau geprüft werde, wie mit den Kindern weiter umgegangen wird. „Jeder einzelne Fall ist anders – wir orientieren zwar darauf, dass nach spätestens zehn Tagen entschieden sein sollte, was mit den Kindern geschieht, wohin sie kommen, doch ein Dogma ist es nicht“, so Paul weiter. Nicht wenige der Betroffenen könnten nach einer kurzfristigen Maßnahme durchaus wieder in ihre Familie zurückkehren oder bei Verwandten untergebracht werden – andere brauchen für längere Zeit Pflegeeltern.

Und diese sollten liebevoll sowie konsequent erziehen und fördern können. „Außerdem sollten sie zur Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern der Kinder bereit sein“, teilte Thomas Gleißner vom Caritasverband Berlin mit, der in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Pflegeeltern betreut. Denn neben der finanziellen Unterstützung, die je nach Alter gestaffelt ist, brauchen die „Eltern auf Zeit“ fachkundige Beratung, Schulungen sowie Hilfe und Ansprechpartner, die ihnen jederzeit zur Seite stehen. „Wir sind sehr daran interessiert, dass sich Bürger melden, die diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen möchten. Denn viele der betroffenen Kinder brauchen einen Ort, wo sie zur Ruhe kommen, familiäre Wärme und Zuwendung finden – ein gutes Zuhause eben.“

Quelle: Artikel von Veronika Müller im Usedom Kurier vom 20.07.09

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Destatis: 12 250 Sorgerechtsentzüge in 2008

Posted on Juli 17, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

WIESBADEN – Weil eine Gefährdung des Kindeswohls anders nicht abzuwenden war, haben die Gerichte in Deutschland im Jahr 2008 in 12 250 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Rechtsgrundlage für diese Maßnahme ist § 1666 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). In 9 100 Fällen übertrugen die Gerichte das Sorgerecht ganz oder teilweise auf die Jugendämter, in den übrigen Fällen einer Einzelperson oder einem Verein.

Bei einem teilweisen Entzug der elterlichen Sorge wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen. Bei der Übertragung des teilweisen Sorgerechts an ein Jugendamt wurde in 2 350 Fällen (26%) nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen. Mit dem Aufenthaltsbestimmungs­recht ist die Befugnis verbunden, Entscheidungen des alltäglichen Lebens zu treffen.

Die Zahl der gerichtlichen Maßnahmen zum Sorgerechtsentzug hat sich deutschlandweit (ohne Berlin, wo für 2007 eine deutliche Untererfassung festgestellt wurde) gegenüber 2007 um circa 8% erhöht.

Weitere Informationen werden voraussichtlich ab Montag, den 20. Juli 2009 im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes kostenlos zur Verfügung stehen.

Siehe auch die Graphik:

Gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge in Deutschland
2007 und 2008 aufgeschlüsselt nach Bundesländern

in der Pressemitteilung Nr.269 von Destatis vom 17.07.2009

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PFAD-Seminar „Soziale Elternschaft – auch das Glück genießen können und dürfen“ am 05.09. in Ludwigslust

Posted on Juli 14, 2009. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 05. September 2009 hält der PFAD Bundesverband e.V. in Kooperation mit der PFAD Landesgruppe für  Mecklenburg-Vorpommern, Mittenmang e.V., im Landratsamt Ludwigslust das Seminar ab

„Auch das Glück genießen können und dürfen:
Soziale Elternschaft im Spannungsfeld pädagogischer Herausforderung und gefühlter Elternschaft“
.

Die Referentin, Dipl. Soz.Päd. Frau Barbara Beckmann, hat langjährige Berufserfahrung im Fachdienst für Dauer-, Bereitschaftspflege und Adoption.

Pflegeeltern leben in einem besonderen Spannungsverhältnis von öffentlichem Auftrag und familiärer Privatheit. Erkenntnisse aus der Forschung zeigen, dass „erfolgreiche“ Pflegefamilien sich als Familie fühlen, in der neben der Integration der Biografie des Pflegekindes und seiner Familie auch elterliche Liebe ihren Platz hat.

Informationsflyer mit Anmeldung

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Artikel: Kind darf bei Pflegefamilie bleiben

Posted on Juni 2, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Rostocker Oberlandesgericht beschied, dass ein von seinen leiblichen Eltern misshandeltes Kind aus dem Kreis Ludwigslust bei den Pflegeeltern bleiben darf. Aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen dem Jugendamt und den Pflegeeltern war das Kind in ein Heim eingewiesen worden.

Artikel in Ostseezeitung vom 27.05.09

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Landkreis Güstrow: Anstieg der Zahl der Kinder in Pflegefamilien

Posted on März 17, 2009. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen |

Immer mehr Familien im Landkreis Güstrow nehmen ein Pflegekind auf. Das bedeutet auch: Die Zahl der Eltern, die ihr Kind auf bestimmte Zeit abgeben, wächst an. Das Jugendamt beobachtet mehr soziale Härtefälle. Oft geben Eltern ihr Kind freiwillig ab.

Artikel „Meine neue Mami hat mich lieb“ von Frank Pubantz in Norddeutsche Neueste Nachrichten vom 17.03.09

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Bericht zum Stand des Ausbaus der Kinderbetreuung

Posted on März 17, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: |

Der jährlich vorzulegende Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) enthält die aktuellen Zahlen zur Kinderbetreuung, spezifiziert nach Bundesländern und Alter der Kinder. Er zeigt, dass es mehr Angebote für unter Dreijährige gibt, allerdings immer noch nicht genug. Nach wie vor ist der Unterschied groß zwischen den alten und neuen Bundesländern: die alten Bundesländer (ohne Berlin) erreichen eine Versorgungsquote von 12,2 Prozent, die neuen Bundesländer von 42,2 Prozent.

Kindertagesbetreuung – Stand des Ausbaus für das Berichtsjahr 2008 (Stand: März 2009)

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Destatis: 30% der betreuten Kinder von 3 bis 5 Jahren in Ganztagsbetreuung

Posted on Januar 9, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Die Eltern von rund 580 000 Kindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren haben nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2008 Angebote der ganztägigen Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten oder in Kindertagespflege in Anspruch genommen. Damit wird in Deutschland fast jedes dritte (30%) der insgesamt fast zwei Millionen Kinder dieser Altersgruppe in Tagesbetreuung ganztags betreut.

vollständige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 09.01.09

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AGJ-Positionspapier zum Personalabbau in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Dezember 19, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Stellungnahmen, Thüringen | Schlagwörter: |

Ein erster Blick auf die aktuellen Personaldaten der Kinder- und Jugendhilfe lässt vermuten, dass es bezogen auf die Personalsituation in den letzten Jahren zu keinen wesentlichen Veränderungen gekommen ist: Ende 2006 gab es fast 80.000 Einrichtungen, in denen 618.500 Personen beschäftigt waren.

Erst ein tiefer gehender Blick macht auf erhebliche Veränderungen aufmerksam. In der Kinder- und Jugendhilfe hat sich bei einer insgesamt wachsenden Personenzahl seit 2002 ein faktischer Personalabbau von insgesamt ca. 10.000 Stellen (- 2,3 %) ergeben. Ohne die Kindertagesstätten betrüge der Rückgang sogar über 10 %.

Zu den damit verbundenen Herausforderungen und Perspektiven hat der Vorstand der AGJ auf seiner Sitzung Ende November ein Positionpapier verabschiedet. Es informiert auch über die landesspezifischen Kennziffern.

AGJ-Positionspapier „Personal in der Kinder- und Jugendhilfe – Herausforderungen und Perspektiven“

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Im März 2008 förderten Jugendämter 86 000 Kinder in Tagespflege

Posted on November 26, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im März 2008 haben in Deutschland die Eltern von rund 86 000 Kindern das Angebot der öffentlich geförderten Kindertagespflege als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch genommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg somit die Zahl der betreuten Kinder gegenüber dem Vorjahr um 13 000 beziehungsweise 18% an.

51 000 der rund 86 000 in Kindertagespflege betreuten Kinder (59%) waren jünger als drei Jahre. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8 300 beziehungsweise 20% erhöht. In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertagespflege beinahe verdoppelt (+ 91%), auch Niedersachsen (+ 72%) und Rheinland-Pfalz (+ 65%) verzeichnen hohe Zuwachsraten.

Betreut wurden die 86 000 Kinder im März 2008 von rund 36 400 Tagesmüttern oder Tagesvätern, 3 250 mehr als im Jahr zuvor (+ 10%). In Westdeutschland (ohne Berlin) stieg die Zahl der Tagespflegepersonen um 11% an. In vier Ländern (Baden-Württem­berg, Bremen, Hamburg, Hessen) waren weniger Tagesmütter und Tagesväter aktiv als ein Jahr zuvor, obwohl die Zahl der Kinder in Tagespflege auch dort anstieg. In Ostdeutschland (ohne Berlin) betreuten 6% mehr Tagesmütter oder Tagesväter Kinder in Kindertagespflege, wobei auch hier zwei Länder (Mecklenburg-Vorpommern,  Sachsen-Anhalt) einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr aufweisen.

Die Ausgaben der öffentlichen Hand für die Förderung von Kindern in Tagespflege stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 39 Millionen Euro auf nun 199 Millionen Euro; dies entspricht einem Anstieg von 24%.

Die Statistik zählt nur die Tagespflegeverhältnisse, die mit öffentlichen Mitteln durch die Jugendämter gefördert werden. Darüber hinaus bestehende Tagespflegeverhältnisse auf rein privater Basis, bei denen kein Jugendamt in die Vermittlung oder Förderung eingeschaltet war, werden nicht erfasst.

Umfassende Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in Deutschland, insbesondere zur Statistik über die Kinder in Kindertageseinrichtungen, werden voraussichtlich Ende Dezember 2008 vorliegen.

Detaillierte Daten finden Sie im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 445 des Statistischen Bundesamtes vom 25.11.2008

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Artikel: Rostocks traurige Kinder

Posted on Oktober 22, 2008. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Zeitung „Norddeutsche Neueste Nachrichten“ berichtet über den dramatischen Anstieg der Fallzahlen im Jugendamt Rostock und mit welchen Maßnahmen darauf reagiert wird.

So wurde z.B. die dringend nötige Anwerbung von neuen Pflegefamilien zum 1. September an einen freien Träger übergeben und ein neues Pflegefamilienzentrum eingerichtet.  Eine Kampagne „Kinder suchen Eltern“ wurde gestartet.

Artikel vom 21.10.08

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Kindesmisshandlung und -vernachlässigung – Das Ziel: Ein flächendeckendes Netz früher Hilfsangebote

Posted on September 29, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Das Aufsehen in den Medien um die besonders tragischen Fälle von Kindesmisshandlung hat einiges bewirkt. Verbindliche Früherkennungsuntersuchungen wurden eingeführt, Frühwarnsysteme und bessere Vernetzung auf den Weg gebracht.

Die Online-Version des Artikels aus dem Deutschen Ärzteblatt (Ausgabe Juni 2008, Seite 257) gibt einen Überblick über die verschiedenen Strategien der Länder beim Kinderschutz .

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Schwerin: Bedarf an Pflegeeltern wächst

Posted on September 14, 2008. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen |

Nach einem achtwöchigen Kurs des vom städtischen Jugendamt beauftragten Vereins „Pro Kind“ erhielten 38 SchwerinerInnen jetzt die Erlaubnis vom Jugendamt, Kinder kurzzeitig oder dauerhaft aufnehmen zu dürfen.

Artikel der Schweriner Volkszeitung vom 12.09.08

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Pflegereform ermöglicht Kurzzeitpflege für behinderte Kinder

Posted on August 18, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Finanzielles, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Folgende Pressemitteilung des Bundesministerium für Gesundheit vom 28. Juli 2008 gilt auch für behinderte Kinder, die in Pflegefamilien leben:

Die üblichen Pflegeheime und Kurzzeitpflegeeinrichtungen sind für die Pflege und Betreuung von behinderten Kindern in der Regel leider nicht geeignet. Deshalb konnte der Anspruch auf Kurzzeitpflege bisher von pflegebedürftigen behinderten Kindern kaum genutzt werden.

Mit der Pflegereform wurde zum 1. Juli 2008, im Interesse pflegebedürftiger behinderter Kinder und ihrer Familien, ein neuer Anspruch auf Kurzzeitpflege eingeführt. Pflegebedürftige behinderte Kinder unter 18 Jahren können jetzt die Kurzzeitpflege auch in von den Pflegekassen nicht zugelassenen, aber dennoch geeigneten Einrichtungen nutzen. Beispielsweise in Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen.

Familien hatten bisher zur Entlastung im häuslichen Bereich den Anspruch auf Verhinderungspflege. Jetzt besteht zusätzlich der Anspruch auf Kurzzeitpflege. Den pflegebedürftigen behinderten Kindern und ihren Familien wird damit eine neue Finanzierungsmöglichkeit eröffnet, damit sie z. B. Betreuungsplätze, die von Behindertenwohnheimen in den Ferien angeboten werden, nutzen können. Die Pflegeversicherung übernimmt zur Finanzierung der Kurzzeitpflege in geeigneten Einrichtungen von bis zu vier Wochen 1.470 Euro jährlich. Darüber hinaus kann für pflegebedürftige Kinder weiterhin der Anspruch auf Verhinderungspflege in Höhe von bis zu 1.470 Euro jährlich genutzt werden.

In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Arbeiten für einen möglichen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ein neues Begutachtungsinstrument zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern in 8 Modellregionen (Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein, Sachsen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Thüringen) durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung praktisch erprobt wird.

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DBSH fordert Berufsgesetz für Sozialarbeiter

Posted on August 5, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

In einer Pressemitteilung unter dem Titel „Helfen, wo Hilfebedarf sichtbar wird“ vom 14.7.2008 äußert sich Gabriele Stark-Angermeier, 2. Vorsitzende des Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) in einer ersten Reaktion auf das Urteil des Schweriner Landgerichts gegen die Eltern der nur fünf Jahre alt gewordenen Lea-Sophie.
Der DBSH erneuerte vor diesem Hintergrund seine Forderung nach einem Berufsgesetz, dass klare fachliche Standards für alle Fachkräfte setze. Der DBSH vertritt als Berufsverband die Fachlichkeit und die Interessen der Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in Deutschland.

Pressemitteilung des DBSH vom 14.07.2008

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Zahl der Sorgerechtsentzüge 2007 um 13% gestiegen

Posted on Juli 18, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2007 haben die Gerichte in Deutschland in rund 10 800 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilt, bedeutet dies gegenüber 2006 eine Steigerung um 12,5% oder 1 200 Fälle. Gegenüber 2005 betrug der Anstieg der Sorge­rechtsentzüge sogar knapp 23%.

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Sorgerechtsentzüge in Bremen, von 56 Fällen im Jahr 2006 auf 126 Fälle im Jahr 2007. Es folgen Niedersachsen mit + 31% und Thüringen mit + 30%. Dagegen sank die Zahl der Sorgerechtsentzüge in Schleswig-Holstein um 18%, in Berlin um 15% und in Sachsen-Anhalt um 14%.
Die Jugendämter haben im Jahr 2007 knapp 12 800 Anzeigen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an die Gerichte gestellt. Dies bedeutet eine Steigerung um 18,5% oder 2 000 Fälle gegenüber 2006 und um 30% gegenüber 2005.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 261 des Statistischen Bundesamtes vom 18.07.2008

Im untenstehenden Bericht finden Sie auch weitere detaillierte Angaben zu Pflegeschaften, Vormundschaften, Beistandschaften, Pflegeerlaubnis, Vaterschaftsfeststellungen und Sorgerechtsentzug 2007 in Form von Bundes-, Länderergebnisse und Zeitreihen.

zum Download: Kinder- und Jugendhilfestatistiken – Pfleg-, Vormund-, Beistandschaften, Pflegeerlaubnis 2007 (pdf, 111KB)

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