Saarland

Landesjugendamt Rheinland-Pfalz: Fachdienste und Gerichte im Einsatz für Pflegekinder

Posted on Mai 15, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 29. und 30.04.2013 fand in Neustadt an der Weinstraße die jährliche Tagung für die Fachkräfte der Pflegekinderdienste und freien Träger der Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt. Zum zweiten Mal wurde die Veranstaltung auch für Fachkräfte aus Hessen geöffnet und es fanden sich über hundert Fachkräfte aus den drei Bundesländern ein.

Nach den einleitenden Worten von Iris Egger-Otholt, der Leiterin des Referats 33 im Landesjugendamt, hielt Dr. Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) den Eröffnungsvortrag zum Thema: „Pflegekind und Pflegefamilie zwischen Vormund, PKD und Sozialen Diensten“.

Dr. Meysen differenzierte anhand der Rechte der verschiedenen Beteiligten deren Rollen und kam zu dem Schluss, dass der Amtsvormund als „Manager des Kindeswohls“ agiere.

Den weiteren Tag gestaltete Henriette Katzenstein, die ebenfalls für das DIJuF tätig ist. Frau Katzenstein legte Schwerpunkte auf drei unterschiedliche Betrachtungsweisen und beleuchtete die Thematik aus Sicht des Vormundes, des Fachdienstes und des Kindes. Die Referentin begann jeweils mit einem kurzen Input und ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppenarbeit die verschiedenen Perspektiven einnehmen und die Ergebnisse zusammenfassen.

Den Abschluss des Tages gestalteten Iris Egger-Otholt und Julia Mückusch-Radwer unter der Rubrik „Neues aus dem Landesjugendamt“.

Der zweite Tag wurde von Monika Thiesmeier, Supervisorin und ausgewiesene Expertin für die Allgemeinen Sozialen Dienste der Jugendämter, eröffnet. In ihrem Vortrag ging Frau Thiesmeier der Frage „ Wer hat den Hut auf? Aufgaben und Rolle des ASD in der Kooperation“ nach. Bewusst nutzte die Referentin hier provokant formulierte Thesen, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den fachlichen Diskurs zu bringen.

Am Nachmittag referierte Norbert Kreten, Direktor des Amtsgerichts Daun. Er gab einen Überblick aus der juristischen Sicht über die „Pflegefamilien im gerichtlichen Netzwerk“. Herr Kreten definierte klare Rechte und Pflichten der Beteiligten und war offen für spezifische Zwischenfragen. Diese Möglichkeit wurde von den Fachkräften gerne und ausgiebig genutzt.

Die zusammenfassenden Worte von Frau Egger-Otholt bündelten die unterschiedlichen Sichtweisen der Referenten und stellten die Notwendigkeit der internen Auseinandersetzung der einzelnen Fachdienste mit der Schnittstellenarbeit heraus. Insgesamt war dies eine gelungene Tagung, deren Inhalte sicherlich noch lange Diskussions- und Arbeitsgrundlage in den einzelnen Jugendämtern bieten wird.

Quelle: LSJV Aktuell vom 15.05.2013

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Projekteatlas zu „Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern“ in ganz Deutschland

Posted on April 14, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie hat im Februar 2013 einen Projekteatlas zu „Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern“ in ganz Deutschland veröffentlicht. Die interaktive Landkarte umfasst aktuell 300 Angebote.

Der Projekteatlas war Teil des geförderten Projektes „Prävention und Gesundheitsförderung in der Gemeindepsychiatrie“. In 2 jähriger Arbeit wurde eine umfangreiche Adressdatei über alle bestehenden Projekte eingeholt und zusammengefasst. Betroffene, deren Angehörige, Profis und Interessierte können sich hiermit einen Überblick verschaffen, welche Projekte es in ihrer Region gibt. Hinweise auf weitere Projekte sind willkommen.

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Artikel „Zu wenig Pflegeeltern im Saarland“

Posted on März 4, 2013. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland |

Eine Umfrage der Saarbrücker Zeitung in der fünf Landkreisen des Bundeslandes sowie beim Regionalverband ergab, dass auch die Jugendämter im Saarland Schwierigkeiten haben, genügend Paare zu finden, die ein Pflegekind bei sich aufnehmen wollen.

zum Artikel „Zu wenig Pflegeeltern im Saarland“ aus der Saarbrücker Zeitung vom 04.03.2013

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„Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ am 14.05. in Saarbrücken

Posted on Februar 16, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Für Fachkräfte des Pflegekinderdienstes der Jugendämter, Fachkräfte ambulanter Hilfen, des begleitenden Umgangs und der Beratungsstellen, Richter/innen und Jurist/innen bietet das Landesjugendamt Saarland am 14.05. in Saarbrücken die Fortbildung „Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ an.

Referent wird Prof. Dr. med. Roland Schleiffer, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Psychotherapeutische Medizin, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie in der Heilpädagogik der Universität Köln sein.

Anmeldeschluss ist der 16.04.

nähere Informationen (Seite 120)

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Erster Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken veröffentlicht

Posted on November 6, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. hat im Auftrag des Landkreistages Saarland gemeinsam mit den saarländischen Jugendämtern die Entwicklung der verschiedenen Hilfearten im Bereich der Hilfen zur Erziehung erhoben. Der Erste Landesbericht zu den Hilfen zur Erziehung liegt jetzt für das Berichtsjahr 2010 vor.

Der Vorsitzende des Landkreistages Saarland, Landrat Udo Recktenwald und der Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Andreas Storm zeigten sich zufrieden, dass mit der Integrierten Berichterstattung und dem Ersten Landesbericht verlässliche Informationen vorliegen, die sowohl die Landkreise als auch das Land bei der Erfüllung der jeweiligen Aufgaben im Bereich der Jugendhilfe unterstützen. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt in Kooperation mit dem Land durchgeführt.

„Die saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken bewegen sich seit Jahren in einem Spannungsverhältnis zwischen zusätzlichen gesetzlichen Aufgaben und den zunehmend knapper werdenden finanziellen Ressourcen. Gleichzeitig sind die Familienverhältnisse schwieriger geworden, was zu einem steigenden Hilfebedarf führt. Wie der Erste Landesbericht nun zeigt, ist trotz der demographischen Entwicklung offensichtlich keine Änderung der Tendenz zu steigenden Hilfebedarfen zu erkennen“, so Udo Recktenwald.

Um eine aussagekräftige Datenbasis zu erhalten, hat der Landkreistag Saarland im Jahr 2009 beschlossen, gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) das Integrierte Berichtswesen in den Jugendämtern der Landkreise und des Regionalverbandes einzuführen. „Entsprechend der unterschiedlichen Begebenheiten vor Ort setzen die Jugendämter in ihrer Planungshoheit für die Jugendhilfeplanung zum Teil unterschiedliche Akzente und gehen unterschiedliche Wege. Diese Vielfalt ist gewollt. Die Integrierte Berichterstattung und der Landesbericht zeigen nicht nur diese gewollte Vielfalt. Sie ermöglichen darüber hinaus auch eine konstruktive Bewertung unterschiedlicher Herangehensweisen und Konzepte, ihre Fortschreibung und dort, wo es Sinn macht, eine bedarfsorientierte Korrektur im Interesse der betroffenen jungen Menschen“, fügte der Vorsitzende des Landkreistages Saarland hinzu.

Auch Minister Storm zeigte sich zufrieden, dass es gelungen ist, die Bandbreite der Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken nicht nur abzubilden, sondern auch die Entwicklung der Hilfearten im Zusammenhang mit den jeweiligen soziostrukturellen Rahmenbedingungen bewerten zu können. „Auch das Land kann von der Integrierten Berichterstattung in der Jugendhilfe profitieren, da es unter anderem zu den Aufgaben des Landes als überörtlichem Jugendhilfeträger gehört, die Weiterentwicklung der Jugendhilfe zu unterstützen und zu begleiten. Die Planungen des Landes können nunmehr auf der Basis einer detaillierten und fundierten Aufbereitung von Kerndaten erfolgen, die wir in dieser Breite durch die amtliche Jugendhilfestatistik nicht erhalten können“, so der Minister.

Das Projekt der Integrierten Berichterstattung wird mindestens bis 2015 fortgeführt. „Zum Nutzen des Projektes gehört, dass die vorliegenden Daten zudem einen Vergleich mit anderen Bundesländern, die vergleichbare Wege des integrierten Berichtswesens gehen, erlauben. Es ist für die Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken enorm wichtig, Informationen darüber zu erhalten, wo sie im Vergleich zu anderen stehen, welche Weichen gestellt werden können und auf welche gesellschaftlichen Entwicklungen Sie keinen Einfluss haben“, führt der Vorsitzende des Landkreistages aus.

zum Bericht:  Integrierte Berichterstattung über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken- 1. Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Saarland vom 05.11.2012

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Saarland: Pflegeeltern-Verein lädt zum Treffen am 24.08. nach Reiskirchen

Posted on August 14, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen |

Das nächste Pflegeeltern-Treffen des Vereins der Pflege- und Adoptivfamilien Saarland findet am Freitag, 24. August, ab 20 Uhr in der Sportgaststätte SV Reiskirchen (Reiskircher Sportplatz 1) statt.

Das Treffen bietet allen Interessierten, natürlich auch Nichtmitgliedern, die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu erörtern.

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Inohutnahmen und Sorgerechtsentzüge im Saarland 2011

Posted on Juli 19, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches, Saarland | Schlagwörter: , , |

Die aktuellen Statistiken der Inobhutnahmen und Sorgerechtsentzüge im Saarland für das Jahr 2011 wurden am 07.07.2012 in der Saarbrücker Zeitung veröffentlicht: „Gerichte entziehen mehr Eltern das Sorgerecht“.

Im Vergleich zu den bundesweiten Zahlen sind die Anstiege überproportional hoch.

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Saarbrücken: Zahl der Pflegefamilien sinkt

Posted on April 29, 2012. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: |

Die Zahl der Saarbrücker Pflegefamilien sank von 2000 bis Oktober 2011 von 322 auf 251, die der Bereitschaftsfamilien dagegen stieg von 3 in 1997 auf heute 18.

Von den mutmaßlichen Gründen und neuen Plänen des Regionalverbandes berichtet der Artikel „Zahl der Pflegefamilien sinkt“ vom 28.04.2012 in der Saarbrücker Zeitung.

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DJI-Interview mit Dr. Jens Pothmann: Regionale Unterschiede bei der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien

Posted on März 24, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Die Hilfen zur Erziehung (HzE) gehören zu den zentralen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu zählen Beratung, kurzzeitige Unterstützung für Familien wie längerfristige Unterbringung von Kindern außerhalb der Familie. Nicht zuletzt wegen der rasant steigenden Fallzahlen und Ausgaben gerieten die HzE zuletzt in die Schlagzeilen. Eine Untersuchung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) zeigt eklatante regionale Unterschiede bei den Fremdunterbringungsquoten. Dazu hat DJI Online Dr. Jens Pothmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik einige Fragen gestellt.

zur Datenanalysen Regionale Unterschiede bei der „Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen“ in Heimen und Pflegefamilien

zum DJI Interview mit Dr. Jens Pothmann

Quelle: DJI Februar 2012

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Portal „Deutschlandfamilienkarte.de“ gestartet

Posted on Februar 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes |

Der „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“ (KRFD) hat das neue Onlineportal „Deutschlandfamilienkarte.de“ freigeschaltet. Damit wird erstmals ein umfassender Überblick über die diversen Familienangebote auf Landes- und kommunaler Ebene ermöglicht. Jeder Interessierte kann nun sehr komfortabel überprüfen, ob für die jeweilige Region Angebote vorhanden sind.

Das Portal verdeutlicht, wie unterschiedlich Kommunen und Länder mit Familien umgehen. So bieten von den 16 Bundesländern lediglich sieben überhaupt eine Familienkarte an. Dort, wo es keine Regelung auf Länderebene gibt, haben die Kommunen teilweise selbst die Initiative ergriffen.

Die Regelungen sind entsprechend heterogen. Meist gelten Familienkarten schon ab dem ersten Kind. Die Bundesländer Sachsen und Baden-Württemberg bieten ihre Familienpässe jedoch für Familien mit mindestens drei Kindern an – ebenso die Familienkarte in Wiesbaden. In Stuttgart gilt eine grundsätzliche Höchstgrenze des Familieneinkommens von 60.000 Euro für die Erteilung der Karte. Hier ist mit der Karte auch eine finanzielle Zuwendung für jedes Kind verknüpft.

Das Informationsangebot und die Intensität, mit der sich die Gemeinden und Länder um die Karte kümmern, klaffen weit auseinander. Während Berlin mit einem umfangreichen Informationsangebot aufwarten kann, ist der Onlineauftritt von Bremen und Bremerhaven seit 2006 nicht mehr überarbeitet worden. Hamburg hat seine Familienkarte seit 2010 gleich ganz eingestellt.

Auch sind die bestehenden Angebote teilweise mit Vorsicht zu genießen. Thomas Franke, Sprecher des KRFD: „Eine Familienkarte soll nicht einfach nur zum Mehrkonsum verleiten, sondern eine Hilfe im Alltag von Familien sein. Die Angebote einer amerikanischen Fastfood-Kette haben auf solchen Karten nichts zu suchen. Es kann auch nicht darum gehen, dass Unternehmen mit den Karten ihre üblichen Rabatte bewerben, die ohnehin jeder Kunde bekommt. Die Länder und Kommunen sollten hier ein wenig sorgsamer mit der Weitergabe von Rabatten sein.“ Ebenso sollten die unterschiedlichen Familiengrößen bei der Konzeption der Karten eine Rolle spielen. Thomas Franke: „Eine Kleinfamilie mit einem Kind hat ganz andere Bedürfnisse und Möglichkeiten, als eine Großfamilie mit drei und mehr Kindern. Eine Staffelung von Rabatten und Angeboten mit steigender Kinderzahl ist sinnvoller, als die pauschale Herausgabe, unabhängig von der Familiengröße.“

Das Portal ist mit seiner Freischaltung erst in der Startphase. Die Recherche nach den diversen Familienkarten ist naturgemäß schwierig. Der KRFD ist daher auf Hinweise angewiesen und wird das Informationsangebot stetig aktualisieren.

Quelle: Pressemitteilung des KRFD

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„Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ am 09.05. in Saarbrücken

Posted on Februar 18, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Saarland, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

In Saarbrücken findet am 09.05. auf Einladung des Landesjugendamtes Saarland eine Fortbildung mit Irmela Wiemann zum Thema „Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ statt. Angesprochen sind Lehrer/innen und Fachkräfte stationärer Einrichtungen, sowie Fachkräfte der Jugendämter.

Schwerpunkte dieser Tagung sind die Vermittlung von:

  • Hintergründen zu der Lebenssituation betroffener Kinder,
  • Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder nach seelischen Verletzungen,
  • Interventionsstrategien und die Diskussion der Fragen:
    • Hilfen benötigen diese Kinder, damit sie gestärkt und stabilisiert werden können? und
    • Können pädagogische Fachkräfte in Gruppen und Schulklassen im Alltag auf die gezeigten Probleme der Kinder konkret reagieren?

Anmeldeschluss ist der 11.04.

nähere Informationen (Seite 89)

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Tagung „Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ am 27.03. in Saarbrücken

Posted on Januar 29, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen |

Das Landesjugendamt Saarland bietet für Fachkräfte des Pflegekinderdienstes der Jugendämter, Fachkräfte ambulanter Hilfen, des begleitenden Umgangs und der Beratungsstellen, Richter/innen und  Jurist/innen am 27.03. in Saarbrücken die Fachtagung „Die Pflegefamilie: Wie kann sie eine sichere Basis sein? – Bindungsbeziehungen in Pflegefamilien“ an.

Bindungsbeziehungen, die dem Kind eine sichere Basis bieten, gehören als bedeutsame Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung unbestritten zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine positive Persönlichkeitsentwicklung. Der Aufbau stabiler Bindungsbeziehungen benötigt je nach Alter des Kindes und seiner Vorerfahrungen eine gewisse Zeit.
Bei der Unterbringung eines Kindes in eine Pflegefamilie stellen sich aus bindungstheoretischer Perspektive eine Reihe von Fragen:

  • Sind Pflegeeltern in der Lage, Bedingungen zu schaffen, die den Aufbau stabiler Bindungsbeziehungen ermöglichen?
  • Ist es überhaupt sinnvoll, dass Pflegeeltern sich intensiv um den Aufbau von Bindungsbeziehungen bemühen, wenn eine Rückkehroption von Beginn der Unterbringung an zur Diskussion steht?
  • Wie wirken sich Umgangsregelungen auf die Entwicklung der Bindungsbeziehung aus?
  • Inwieweit stehen die kindlichen Interessen tatsächlich im Vordergrund der Entscheidungen und inwieweit begrenzen juristische Vorgaben wie Elternrechte oder auch subjektive Einschätzungen von Fachkräften die angestrebte Entwicklung sicherer Bindungsbeziehungen des Pflegekindes?
  • Wie ist hierzu der Stand der aktuellen Forschung?

Die Diskussion dieser und weiterer Fragen wird Inhalt der Tagung mit Herrn Prof. Dr. Schleiffer sein, der ein Forschungsprojekt zur „Bindungsentwicklung junger Pflegekinder“ durchführt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, die Faktoren zu ermitteln, die es einem Pflegekind ermöglichen, trotz seiner häufig belastenden Vorerfahrungen eine sichere Bindung aufzubauen.

Anmeldeschluss ist der 27.02.2012

nähere Informationen im Fortbildungsprogramm des Landesjugendamtes (Seite 84)

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Ferienprogramme für Pflege- und Adoptivkinder in Landedo, Portugal

Posted on Januar 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Reiseveranstalter Kinderleben bietet Feriencamps in Portugal speziell für Pflege- und Adoptivkinder bzw. Kinder mit Handicaps an.

Für 2012 plant das erfahrene Team um den Diplom-Sozialpädagogen Ivo Stephan und den Künstler Gert-Hein de Visser fünf Durchgänge mit jeweils 6 Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die für gut zwei Wochen Abenteuerurlaub in der Natur der Berge Nordportugals machen.

Termine:
31.03. bis 14.04.2012
30.06. bis 14.07.2012
16.07. bis 30.07.2012
02.08. bis 16.08.2012
29.09. bis 13.10.2012

weitere Informationen und Anmeldung auf www.kinderleben.com oder www.landedo.info

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Bund, Länder und Kirchen starten Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“

Posted on Januar 2, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Finanzielles, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , , |

Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 an stehen Betroffenen Mittel aus dem Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ (Fonds „Heimerziehung West“) zur Verfügung. Der Fonds wurde durch den Bund, die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Bayern, Berlin, Bremen und Hamburg, die Evangelische Kirche in Deutschland, die (Erz-) Bistümer der katholischen Kirche im Bundesgebiet, den Deutschen Caritasverband, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Ordensobernkonferenz errichtet. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung, die jeweils zu einem Drittel von Bund, Ländern und Kommunen sowie katholischer und evangelischer Kirche und deren Wohlfahrtsverbänden und den Orden erbracht werden. Damit ist der Startschuss zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren gegeben.

„Das Leid der Betroffenen hat mich zutiefst berührt, deshalb ist es mir wichtig gewesen, dass die Vorschläge des Runden Tisches Heimerziehung West schnell umgesetzt werden. Ab 1. Januar können endlich die Anträge auf Unterstützung gestellt werden. Das ist eine wichtige Nachricht für alle Betroffenen“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Mir ist bewusst, dass der Fonds nichts ungeschehen machen kann. Der Fonds kann aber Betroffenen helfen, heute noch nachweisbare Folgen aus der Zeit ihrer Heimunterbringung in den Jahren 1949 bis 1975 zu überwinden.“

Betroffenen, denen während ihrer Heimunterbringung in den Jahren 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland Unrecht und Leid zugefügt wurde, kann durch den Fonds eine Hilfe zur Bewältigung dieses Leids gewährt werden, soweit durch die Heimerziehung heute noch Traumatisierungen oder andere Beeinträchtigungen und Folgeschäden bestehen und dieser besondere Hilfebedarf nicht über die bestehenden Hilfe- und Versicherungssysteme abgedeckt wird. Darüber hinaus sollen Betroffene dabei unterstützt werden, ihre Zeit der Heimunterbringung zwischen 1949 und 1975 aufzuarbeiten. In Fällen, in denen es aufgrund seinerzeit nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge zu einer Minderung von Rentenansprüchen gekommen ist, soll mit Hilfe des Fonds ein finanzieller Ausgleich gewährt werden.

Anträge können bis zum 31. Dezember 2014 gestellt werden. Anlauf- und Beratungsstellen in den westdeutschen Bundesländern und Berlin beraten Betroffene und ermitteln den konkreten Hilfebedarf. Für Betroffene aus Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen sowie Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR ist geplant, bis zum Sommer 2012 entsprechende Regelungen und Grundlagen zu schaffen.

Auf der Website zum Fonds sind ausführliche Informationen zum Fonds, zur Antragstellung und zu den Zuständigkeiten der Beratungsstellen zu finden: www.fonds-heimerziehung.de.

Ein kostenloses Infotelefon gibt Auskunft über die zuständige Beratungseinrichtung: 0800 / 10 04 900 (montags: 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr, dienstags, mittwochs, freitags: 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr und sonntags: 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr)

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.bmfsfj.de.

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 02.01.2012

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Pflegemedaille des Saarlandes für Pflegeelternpaar Weich aus Friedrichsthal

Posted on Dezember 25, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Saarland |

Foto: Stadt Fiedrichsthal

Im Rahmen einer Feierstunde wurden unter anderem die Eheleute Claudia und Werner Weich aus Friedrichsthal, mit der Pflegemedaille des Saarlandes im Festsaal des Wirtschaftsministeriums von Sozialstaatssekretär Martin Karren ausgezeichnet.

Claudia und Werner Weich haben seit 1984 als Pflegeeltern insgesamt vier schwerbehinderte Kinder in ihre Familie aufgenommen und sie hingebungsvoll betreut. Die eigene Wohnung haben sie auf eigene Kosten so umgebaut, dass eine den besonderen gesundheitlichen Einschränkungen der Kinder angemessene Pflege erst möglich wurde. Darüber hinaus hat Frau Weich ihren Beruf aufgegeben, um sich mit voller Kraft ihren Pflegekindern widmen zu können. Drei der Kinder leben noch immer in ihrer Familie. Claudia und Werner Weich haben sich in den letzten 26 Jahren mit unbeschränkter Hingabe und großer Umsicht dem Leben, Wachsen und Gedeihen der Kinder verschrieben.

Bürgermeister Schultheis zollte den Eheleuten Weich für diese großartige Leistung seine Anerkennung und seinen Dank. Beide haben, so Schultheis, mit ihrem Einsatz eine Vorbildfunktion in unserer Gesellschaft übernommen.  Auch wenn das Leben harte Schicksale bereithält,  die es vielen auch erschweren, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, so mache das Beispiel von Mitbürgern wie den Eheleuten Claudia und Werner doch Hoffnung auf das Zusammenleben.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Friedrichsthal vom 16.12.2011

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Saarland: Wissenschaftler sehen wenig Möglichkeiten für Einsparungen bei Jugendhilfe

Posted on November 14, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Saarland |

Ein Artikel in der Saarbrücker Zeitung vom 11.11.2011 schildert erste Ergebnisse einer Studie des Instituts für Sozialpädagogische Forschung aus Mainz wonach auf absehbare Zeit keine Einsparungen in der Kinder- und Jugendhilfe des Saarlandes möglich sind.

Die für den Landkreistag erstellte Expertise  progrostiziert, dass die Fallzahlen mittelfristig kaum sinken dürften und Stellenkürzungen kontraproduktiv wären.

zum Artikel „Wissenschaftler sehen wenig Möglichkeiten für Einsparungen bei Jugendhilfe“

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14. DJHT Stuttgart: Auftakt zur PFAD Pflegeelternkampagne

Posted on Juni 1, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Reges Medieninteresse erwartet der PFAD Bundesverband für seine Pressekonferenz beim Stuttgarter Kinder- und Jugendhilfetag am 8. Juni 2011, um 10.00 Uhr in Halle 1, Stand 681.

PFAD lädt alle deutschen Kommunen und Ballungsräume ein, sich an einer gemeinsamen bundesweiten Kampagne zur Werbung dringend benötigter Pflegeeltern zu beteiligen. Mit einer Roadshow durch alle Bundesländer wird PFAD das wichtige gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien und die Suche der Jugendhilfe nach geeigneten Bewerbern ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Jede Kommune, die sich als Partner der Kampagne anschließt, wird von PFAD mit einer individuell auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnittenen Veranstaltung vor Ort unterstützt. Dass ein erfahrener Verband wie PFAD im Schulterschluss mit den kommunalen Jugendhilfestrukturen die Initiative ergreift, verleiht der konzertierten bundesweiten Aktion Glaubwürdigkeit und Praxisnähe. Denn zufriedene und erfahrene Pflegeeltern sind die besten Botschafter für die Sache!

Wachsender Bedarf
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in ihren Familien nicht ausreichend versorgt werden, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Allein 2009 begann laut Statistischem Bundesamt für mehr als 49.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie (+ 4,3 %) oder eine Heimerziehung bzw. Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform (+ 6 %).

Ein unwiderstehliches Angebot
In enger Kooperation mit den örtlichen Jugendhilfestrukturen wird im Rahmen der PFAD-Pflegeelternkampagne jeweils vor Ort für vier Wochen intensiv die Öffentlichkeit über die Möglichkeit informiert, Pflegekinder aufzunehmen. Hierfür stellt PFAD sein ehrenamtliches Engagement, seine Kontakte, jahrzehntelange Erfahrung, eine Projektleitung und geeignete Materialien zur Verfügung.

Das erzeugt mediale Aufmerksamkeit für das wertvolle gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien und erreicht auch neue potenzielle Bewerber, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. Vor allem entstehen Synergieeffekte, von denen die örtlichen Jugendämter noch lange Zeit profitieren können.
Trotz der vielen positiven Rückmeldungen von Seiten der Jugendhilfe konnten die Städte und Landkreise sich jedoch bisher noch nicht entschließen, Geld für diese nachhaltige Investition bereitzustellen, obwohl die Werbung neuer Pflegefamilien in ihren Aufgabenbereich fällt.

Die Chance nicht verschlafen!
Um die PFAD-Pflegeelternkampagne vorwärts zu bringen, werden nun konkrete Zusagen von Kooperationspartnern gebraucht. PFAD will politisch Verantwortliche aufrütteln, denn benachteiligte Kinder sollen nicht unter den ungünstigen kommunalen Finanzlagen leiden müssen. Engagierte und fachlich gut betreute Familien können ihnen neue Chancen fürs Leben eröffnen.

Nähere Informationen über das Angebot

Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 01.06.2011 (pdf)

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Bericht von der gemeinsamen Fachtagung für die Pflegekinderdienste in Rheinland-Pfalz und Saarland

Posted on Mai 23, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Wie alljährlich hatte das Landesjugendamt die Fachkräfte der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland wieder zu einer zweitägigen Fortbildung nach Neustadt an der Weinstraße eingeladen.

Am 9. und 10.05.2011 hatten mehr als 70 Mitarbeiter/innen der Pflegekinderdienste in öffentlicher und freier Trägerschaft die Gelegenheit, gleich von vier ausgewiesenen Experten der Vollzeitpflege aus unterschiedlichen Fachbereichen grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Partizipation von Pflegekindern zu erfahren und zu diskutieren.

Selten gab es ein Thema, bei dem so viel Einigkeit hinsichtlich der fachlichen Standards und Umsetzung der von den Referenten vertretenen Thesen bestand, wie bei dem Thema Beteiligung.

Prof. Dr. Jörg Maywald von der Universität Potsdam äußerte sich sehr positiv über die in Rheinland-Pfalz praktizierte Stärkung der Kinderrechte. Er betonte, dass aus ethischer und moralischer Sicht kaum eine Fachkraft, die mit Pflegekindern arbeite, deren Recht bestreite, sie intensiv in die Planung ihrer Zukunft einzubeziehen. Die gleiche Haltung wurde auch von Prof. Dr. Klaus Wolf von der Universität Siegen vertreten. Wesentlich schwieriger war die Frage, wie die Sozialarbeiter/innen insbesondere bei kleinen Kindern erkennen und dokumentieren können, was dem Wohl des Kindes dient und was sein Wille ist.

Prof. Dr. Christine Köckeritz beleuchtete aus entwicklungspsychologischer Sicht die Situation von Kindern und Jugendlichen ab dem Schulalter. Ab dieser Altersstufe erweitern sich aufgrund kognitiver Fähigkeiten der Kinder ihre Einschätzungen über sich selbst und ihre Bezugspersonen. Die Kinder sehen die Welt nun nicht mehr vorwiegend aus der Handlungsperspektive („da hat Mama ein Pflaster auf mein Knie gemacht“) sondern können ihre eigenen und die Empfindungen ihrer Bezugspersonen erkennen und beschreiben („da war ich traurig, da hat Mama mich getröstet“).

Daher ist es von Beginn dieser Phase an von zentraler Bedeutung, die Kinder immer wieder im Rahmen ihrer Unterbringung in Vollzeitpflege in weitere Entscheidungen einzubeziehen und ihre Wünsche zu beachten. Genauso wichtig ist es, altersgerecht zu erklären, warum die Erwachsenen eventuell zu ihrem Schutz eine andere Entscheidung treffen müssen.
Diese Ausführungen waren die „Steilvorlage“ für Prof. Dr. Klaus Wolf, der am zweiten Tag mit Interviewsequenzen besonders einprägsam darstellte, wie bedeutsam es für die positive Entwicklung von Pflegekindern ist, dass mit ihnen gesprochen wird und sie in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
„Es war auf einmal, als ich im Sportunterricht war und zwei erwachsene Menschen vor mir standen mit meiner Lehrerin und mit mir sprechen wollten. Und dann haben sie mir erklärt, dass ich jetzt von meiner Familie getrennt werde, und warum das so ist und dass ich eine neue Familie bekomme und erst hab ich das gar nicht so schlimm empfunden. Dann hab ich mir natürlich schon immer wieder Fragen gestellt und hatte auch Heimweh, bis ich das alles ganz begriffen habe und mich bei meinen jetzigen Eltern eingelebt hatte. Aber die Frau vom Pflegekinderdienst ist regelmäßig gekommen und hat mir immer wieder alles erklärt, sodass ich es irgendwann auch verstanden habe.“ (Prof. Dr. Klaus Wolf, Partizipation an zentralen biografischen Stationen im Leben eines Pflegekindes, Mai 2011)

Rüdiger Arendt, Mitarbeiter des Landesjugendamtes Baden-Württemberg, stellte eine in seiner Institution erarbeitete Checkliste für die Beteiligung von Pflegekindern vor. Außerdem hatte er eine Fülle von Materialien von Broschüren bis Kaffeebechern mitgebracht, die den Fachkräften die Möglichkeit bieten, mit (Pflege)-Kindern über ihre Rechte zu sprechen und diese so angemessen zu beteiligen.

In ihren Schlussworten ging Frau Zeller neben den Ausführungen zum Thema Partizipation auch auf weitere Aufgaben und Entwicklungen in der Jugendhilfe ein, wie z.B. das geplante Bundeskinderschutzgesetz. Dieses hat ebenso wie die Neuregelungen im Vormundschaftsrecht auch Auswirkungen auf die Arbeit der Pflegekinderhilfe. Bevor Teilnehmer/innen und Veranstalter/innen zufrieden und mit vielen neuen Ideen nach Hause fuhren, gab es den Hinweis auf die nächste Jahrestagung, die am 21. und 22. Mai 2012 wieder im sonnigen Neustadt an der Weinstraße stattfinden wird.

Quele: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 23.05.2011

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„Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ am 11.05. in Saarbrücken

Posted on März 17, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Saarland, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen des Fortbildungsprogramms des Landesjugendamtes wird für Lehrer/innen und Fachkräfte stationärer Einrichtungen, sowie Fachkräfte der Jugendämter am 11.05. in der Kath. Familienbildungsstätte in Saarbrücken die Fortbildung „Pädagogische Arbeit mit seelisch verletzten Kindern“ mit Referentin Irmela Wiemann angeboten.

Anmeldeschluss ist der 13.04.

nähere Informationen (Seite 72)

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Treffen für Pflegeeltern in Neunkirchen/Saarland

Posted on März 11, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das nächste Pflegeelterntreffen des Vereins der Pflege- und Adoptivfamilien Saarland findet am Freitag, dem 18. März ab 20 Uhr, im Brauhaus Neunkirchen, Saarbrücker Str. 16 (Wasserturm), 66538 Neunkirchen,

statt. Interessierte Pflegeltern, auch Nichtmitglieder, sind hierzu herzlich eingeladen. Das Treffen bietet interessierten Pflegeeltern die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu erörtern.

Weitere Informationen erteilen Heribert Giebels, 1. Vorsitzender, Tel. (06842) 3292 und Herr Heiko Rauch, 2. Vorsitzender, Tel. (06826) 51297).

Quelle: Wochenspiegelonline vom 06.03.2011

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PFAD Pflegeelternkampagne findet Gehör

Posted on Januar 18, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

23 Städte und Landkreise von Pinneberg bis München und von Lörrach bis Frankfurt/Oder haben innerhalb von nur einem Monat einen Leistungskatalog der geplanten Pflegeelternkampagne 2011-2012 des PFAD Bundesverbandes angefordert.

Allen Anfragen ist zu entnehmen, dass der Druck der Kommunen neue Pflegeeltern zu akquirieren, enorm ist. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass es notwendig ist das große bürgerschaftliche Engagement von Pflegefamilien für benachteiligte Kinder stärker zu würdigen und die Öffentlichkeit über diese Familienform authentisch zu informieren.

Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. fordert alle Kommunen auf, ihre Pflegekinderhilfe weiter zu qualifizieren und auszubauen. Schließen Sie sich der PFAD Pflegeelternkampagne an, um zusammen mit PFAD über die Arbeit von Pflegefamilien zu informieren und potentielle Bewerber anzusprechen!

„Weil ALLE Kinder unsere Zukunft sind!“ setzt PFAD sich Hand in Hand mit den Jugendämtern dafür ein, dass mehr Kinder, die zeitweise oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, in Familien untergebracht werden.

Genaueres finden Sie auf www.pfad-bv.de unter dem Menüpunkt KAMPAGNE.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 18.01.2011

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Ferienprogramme für Pflege- und Adoptivkinder in Landedo, Portugal

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Reiseveranstalter Kinderleben bietet Feriencamps in Portugal speziell für Pflege- und Adoptivkinder bzw. Kinder mit Handicaps an.

Für 2011 plant das erfahrene Team um den Diplom-Sozialpädagogen Ivo Stephan und den Künstler Gert-Hein de Visser fünf Durchgänge mit jeweils 6 Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die für gut zwei Wochen Abenteuerurlaub in der Natur der Berge Nordportugals machen.

Termine:
15. bis 29.04.2011
25. bis 08.07.2011
10. bis 23.07.2011
25. bis 07.08.2011
09. bis 22.08.2011

weitere Informationen und Anmeldung auf www.kinderleben.com oder www.landedo.info

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Freizeit für Kinder und Jugendliche aus Erziehungsstellen und Pflegestellen

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Der Erziehungsstellenverein Hessen e.V. organisiert wieder eine Freizeit für Kinder und Jugendliche aus Pflegefamilien.

Über Christi Himmelfahrt von Donnerstag, dem 02.06. bis Sonntag, den 05.06.2011 quartiert sich die Gruppe aus Kindern und Jugendlichen aus Erziehungsstellen und Pflegestellen wieder im Turner- und Jugendheim auf der Loreley in St. Goarshausen für 4 Tage Spiel, Spaß, Natur ein.

Auch die  leiblichen Kinder dieser Familien sind ausdrücklich mit eingeladen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich

nähere Informationen

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iCanDo-Reisen 2011 für Adoptiv- und Pflegekinder

Posted on Januar 6, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet für 2011 wieder verschiedenste Wochenend- und Ferienaufenthalte speziell für Kinder von Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an. Alle Reiseangebote gelten auch für Kinder mit Behinderungen. Weitere Reisen sind in Vorbereitung.

Wochenendfahrten 2011:

04.03. – 06.03.2011…..Baseball & Co………………….Grünheide / Brandenburg
03.06. – 05.06.2011…..Survival vor der Haustür………Grünheide / Brandenburg
16.09. – 18.09.2011……Das Hammer-Wochenende……Grünheide / Brandenburg
25.11. – 27.11.2011……Grusel, Spuk & Co…………….Grünheide / Brandenburg

Ferienfahrten 2011:

16.04. – 23.04.2011….Osternasencamp……………………..Klietz / Sachsen-Anhalt
02.07. – 09.07.2011….Haus am See…………………………..Beetzseeheide / Brandenburg
06.07. – 17.07.2011….Fit durch den Sommer……………..Klietz / Sachsen-Anhalt
23.07. – 06.08.2011….Zockerfahrt Ruppichteroth………..Ruppichteroth / Nordrhein-Westfalen
30.07. – 06.08.2011….Reiten auf Schloss Altenhausen……Altenhausen / Sachsen-Anhalt
01.10. – 09.10.2011…..Lustiges-Saure-Gurken-Camp……..Schlepzig  /Brandenburg
01.10. – 08.10.2011…..Next Generation………………………Jessenitz / Mecklenburg-Vorpommern
08.10. – 15.10.2011…..Kastaniemännchencamp……………Rehe / Rheinland-Pfalz

Nähere Informationen für Frühplaner

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PFAD Pflegeelternkampagne 2011-2012: Kampagne erfolgreich gestartet!

Posted on Dezember 13, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen |

Bereits zehn Städte bzw. Landkreise haben schon in der ersten Woche nach Ankündigung einer deutschlandweiten Kampagne für Pflegeeltern Kontakt zum PFAD Bundesverband e.V. aufgenommen. Mit dem Gedanken, eine der Kampagnenstädte zu werden, informieren sie sich über die genauen Konditionen einer Beteiligung an der von Mitte 2011 bis Ende 2012 geplanten Roadshow durch Deutschland.

„Über einen so schnellen und aussichtsreichen Start sind wir natürlich sehr erfreut“, sagt Frau Dagmar Trautner, die Vorstandsvorsitzende. „Wir wünschen uns, dass noch weitere Jugendämter wegen einer Kooperation auf uns zukommen. Unsere Kampagne soll in insgesamt 18 Städten und in allen Bundesländern stattfinden.“

Der Verband hat nun einen Leistungskatalog erstellt, der von den Jugendämtern bei der Projektleitung angefordert werden kann. Daraus geht hervor, wie die Kosten einer Beteiligung in die Kampagne investiert werden.

„Wir suchen auch weiterhin Sponsoren und Spender, denen die Zukunft ALLER Kinder am Herzen liegt und die es uns ermöglichen über das wichtige gesellschaftliche Engagement von Pflegefamilien zu informieren. Wir wollen mehr Menschen dafür gewinnen. Denn Kinder brauchen eine Familie, die für sie da ist, wenn ihre eigenen Eltern nicht in der Lage sind, angemessen für sie zu sorgen“, sagt die Vorsitzende.

PFAD Pressemitteilung vom 13.12.2010 (pdf)

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PFAD Pflegeelternkampagne 2011-2012: Unterstützung durch BARMER GEK!

Posted on Dezember 7, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen |

Die Barmer GEK hat sich entschlossen, die Pflegeelternkampagne 2011-2012 des PFAD Bundesverbandes e.V. bundesweit zu unterstützen.

Der Hauptabteilungsleiter Marketing der Barmer GEK Hauptverwaltung, Herr Heiner Beckmann, sagte zu, dass seine Abteilung mit Ihren rund 80 Regionalgeschäftsstellen die Kampagne des Verbandes durch die Zurverfügungstellung von kostenfreien Barmer GEK-Veranstaltungsräumen in den teilnehmenden Kommunen unterstützen wird.

Für diese Unterstützung bedankt sich der PFAD Bundesverband ganz herzlich bei der Barmer GEK. „Das entspannt unser Roadshow-Budget immerhin um einige Tausend Euro“, sagte dazu Thomas Schwan, der PFAD Projektleiter der Kampagne. Und weiter: „Es ist schön, auf dem schwierigen Weg zu mehr Pflegefamilien in Deutschland eine solche Hilfe zu erhalten!“

PFAD Pressemitteilung vom 07.12.2010 (pdf)

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PFAD Pflegeelternkampagne 2011-2012: Der PFAD Bundesverband hat sich entschlossen zu handeln!

Posted on November 30, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bewerber, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

In den letzten Jahren kam es zu einer besorgniserregenden Entwicklung in Deutschland. Immer mehr Kinder können in ihren Familien nicht mehr ausreichend versorgt und erzogen werden. Immer mehr vernachlässigte, Gewalt erfahrende und emotional zurückgewiesene Kinder leben in sehr belastenden Familiensituationen.

Auch mit vielen Unterstützungsmöglichkeiten der Jugendhilfe können ihre Lebensbedingungen in der Familie oftmals nicht wesentlich verbessert werden. Eine Fremdunterbringung ist dann die letzte Chance, diesen Kindern einen beschützenden und fördernden Lebensraum zu ermöglichen. Damit für jedes Kind die passende Form der Hilfe zur Verfügung steht, brauchen wir viele Pflegefamilien mit unterschiedlichen Leistungsangeboten. Leider stehen diese Pflegeeltern vielerorts nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Die Zahl der Bewerber sinkt.

„Dabei ist es für jeden sofort einsichtig, dass gerade in einem familiären Umfeld die persönliche, soziale und emotionale Entwicklung eines Kindes positiv verändert wird!“, sagt Frau Dagmar Trautner, die Bundesvorsitzende von PFAD e.V., dem Fach- und Interessenverband der Pflege- und Adoptivfamilien.

Aus diesem Grunde hat sich PFAD entschlossen zu handeln und zu helfen.

„PFAD will gemeinsam mit Landesjugendämtern, Jugendämtern und Kommunen eine Pflegeelternkampagne starten, die sich durch die ganze Republik ziehen soll. Wir bei PFAD, die wir alle Pflegekinder betreut haben und betreuen, möchten den Menschen in Deutschland mitteilen, was es bedeutet, Pflegefamilie zu werden. Wir sehen es als unsere Aufgabe an zu informieren, zu beraten und zu helfen! Beim Kinder- und Jugendhilfetag 2011 in Stuttgart werden wir unser Vorhaben mit einer Pressekonferenz starten und dann durch 18 Städte in Deutschland ziehen. Jeden Monat wollen wir eine andere Stadt mit unserer Informationskampagne besuchen. Letzte Station und Abschluss der Kampagne soll in Berlin sein.“

Nähere Informationen zur PFAD Pflegeelternkampagne finden Sie auf der Homepage des Verbandes: www.pfad-bv.de.

PFAD Pressemitteilung vom 30.11.2010 (pdf)

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Jugendamt des Saarpfalz-Kreises sucht Pflegeeltern – Infoveranstaltung am 15.11. in Homburg

Posted on November 2, 2010. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen |

St. Ingbert/Bliestal. Alle Menschen aus dem Saarpfalz-Kreis, die ein Kind oder einen Jugendlichen in Pflege nehmen möchten, sind zu einer Informationsveranstaltung am Montag, den 15. 11. um 17 Uhr im Familienhilfezentrum, Virchowstraße 5 in Homburg, eingeladen.

Gesucht werden Familien, die Spaß am Zusammenleben mit Kindern haben und sich für benachteiligte Kinder engagieren wollen.

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 26.10.2010

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Jugendamt des Saarpfalz-Kreises sucht Pflegeeltern

Posted on Oktober 29, 2010. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Saarland, Veranstaltungen |

Alle Interessierten aus dem Saarpfalz-Kreis, die ein Kind oder Jugendlichen in Pflege nehmen möchten, sind zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 15. 11. um 17 Uhr im Familienhilfezentrum, Virchowstraße 5 in Homburg eingeladen.

Gesucht werden Familien, die Spaß am Zusammenleben mit Kindern haben und sich zugleich für benachteiligte Kinder engagieren wollen. Als Pflegeeltern muss man aber auch bereit sein, mit den leiblichen Familien der Kinder Kontakt zu halten. Pflegeelternschaft bedeutet manchmal eine Elternschaft auf Zeit, oder aber auch auf Dauer. Basis dieser wichtigen Aufgabe ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises.

Weitere Informationen erhalten interessierte Familien bei dem Info-Nachmittag am 15. November 2010. Das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises bittet um Anmeldung unter Telefon 0 68 41 / 1 04-72 24 oder per Mail an jugendamt@saarpfalz-kreis.de

Quelle: Pressemeldung des Saarland vom 22.10.2010

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Neueste Statistiken zu den Erzieherischen Hilfen

Posted on Januar 8, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

60% der Eltern von Heimkindern erhalten Transferleistungen

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, begann für 32 000 junge Menschen im Jahr 2008 eine Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform. In 60% der Fälle bezogen deren Familien oder sie selbst Transferleistungen. Dazu gehören finanzielle Hilfen des Staates wie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch beziehungsweise Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung entsprechend dem Zwölften Sozialgesetzbuch. Von den 14 500 jungen Menschen, die in Pflegefamilien neu aufgenommen wurden, erhielten die jungen Menschen selbst oder deren Eltern in 75% der Fälle Transferleistungen.

Insgesamt begann im Jahr 2008 für 502 000 junge Menschen eine erzieherische Hilfe. Neben Heimerziehung, sonstiger betreuter Wohnform oder der Unterbringung in einer Pflegefamilie (Vollzeitpflege) gehören dazu auch Leistungen wie Erziehungsberatung und sozialpädagogische Familienhilfe. Von allen jungen Menschen, für die eine erzieherische Hilfe begonnen hat, bezogen 35% zusätzlich auch Transferleistungen.

Unter den Kindern, für die eine Vollzeitpflege begonnen hat, waren die unter einjährigen mit 14% am häufigsten vertreten. In diesen Fällen war die Gefährdung des Kindeswohls der meistgenannte Hauptgrund. Knapp die Hälfte der Kinder, die in einer Pflegefamilie aufgenommen wurden, war noch nicht im schulpflichtigen Alter. Insgesamt ging mit zunehmendem Alter der Kinder die Inanspruchnahme der Vollzeitpflege zurück. Im Gegensatz dazu nahm die Unterbringung von jungen Menschen in Heimen oder sonstigen betreuten Wohnformen mit dem Alter der Hilfeempfänger zu. Nahezu zwei Drittel (62%) dieser Kinder und Jugendlichen waren zwischen 12 und 17 Jahren alt. Hauptgrund für den Beginn einer Heimunterbringung war im Jahr 2008 die unzureichende Erziehungskompetenz der Eltern beziehungsweise Personensorgeberechtigten.

Gut jeder fünfte junge Mensch (21%), dem eine Vollzeitpflege neu gewährt wurde, verfügte über einen Migrationshintergrund. Dieser liegt vor, sofern mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Bei den durch Heimerziehung betreuten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verfügten 24% der Eltern über eigene Zuwanderungserfahrungen. Von allen unter 21-jährigen jungen Menschen in Deutschland wies im Jahr 2008 ein Viertel einen Migrationshintergrund auf.

Download der detaillierten Ergebnisse zu Vollzeitpflegen und Heimerziehungen:
Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Erzieherische Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige, Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform (pdf, 354 kb)

Quelle: Pressemitteilung Nr.005 von Destatis vom 07.01.2010

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24,6 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2008

Posted on November 26, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Finanzielles, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2008 insgesamt 24,6 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Das waren 7,9% mehr als im Vorjahr. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen, wurden netto rund 22,3 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aufgewendet (+ 8,3% gegenüber 2007).

Mit 14,5 Milliarden Euro wurde deutlich mehr als die Hälfte der Bruttoausgaben (59%) für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verblieben für die öffentliche Hand netto 13 Milliarden Euro an reinen Ausgaben für Kindertagesbetreuung.

Mit insgesamt 6,4 Milliarden Euro wendeten die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe 2008 gut ein Viertel der Bruttoausgaben (26%) für Hilfen zur Erziehung auf. 3,7 Milliarden Euro dieser Ausgaben entfielen auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Für sozialpädagogische Familienhilfe erhöhten sich die Ausgaben um 21,3% auf rund 542 Millionen Euro.

Für Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit, zum Beispiel außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren, wurden 1,5 Milliarden Euro oder 6,3% der Gesamtausgaben aufgewendet. Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, zu denen insbesondere die Inobhutnahme bei Gefährdung des Kindeswohls gehört, stiegen bundesweit von 96 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 118 Millionen Euro 2008 (+ 23,1%).

Detaillierte Ergebnisse sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 25.11.09

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Saarland: Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe um über 10 Prozent angestiegen

Posted on Oktober 22, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Saarland | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2008 betrugen im Saarland die Ausgaben für Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz 332,7 Mio. Euro. Dies waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes des Saarlandes 32,8 Mio. Euro oder 10,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen stiegen ebenfalls um knapp 10 Prozent auf 16,0 Mio. Euro, sodass sich Nettoausgaben in Höhe von 316,8 Mio. Euro (+ 11,0 %) ergaben.

Mit 167 Mio. Euro wurde die Hälfte der Bruttoausgaben für die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege ausgegeben.  Die Zunahme von rund 23 Mio. Euro ist größtenteils auf einen Anstieg bei den Ausgaben für Kindetageseinrichtungen in Höhe von 20 Mio. Euro zurück zu führen. Dabei wurden rund 12 Mio. Euro als investive Ausgaben getätigt.  Darüber hinaus gab es Ausgabensteigerungen bei der Kindertagespflege von über 3 Mio. Euro. Es wurde aber nicht nur in bauliche Maßnahmen investiert, sondern auch in zusätzliches Personal, um damit die Qualität der Erziehungsarbeit zu verbessern. Weitere Ausgabenschwerpunkte waren die Ausgaben für die Hilfe zur Erziehung mit 93,8 Mio. Euro sowie die Jugendarbeit bzw. die Jugendsozialarbeit mit insgesamt rund 17 Mio. Euro.

Im Rahmen der Hilfe zur Erziehung wurden insgesamt rund 60 Mio. Euro für stationäre Maßnahmen wie die Vollzeitpflege in einer anderen Familie und die Heimunterbringung aufgebracht. Bei den ambulanten Hilfen schlug die sozialpädagogische Familienhilfe mit 7,1 Mio. Euro zu Buche. Für Erziehungsbeistandschaften, Betreuungshelfer und soziale Gruppenarbeit wurden  6,4 Mio. Euro verausgabt. Knapp 9 Mio. Euro entfielen auf die Hilfe für junge Volljährige. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche verursachte Ausgaben in Höhe von 8,3 Mio. Euro.

Die Bruttoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe verteilen sich im Saarland auf die Jugendämter als örtliche Träger (200,8 Mio. Euro), die Städte und Gemeinden (79,4 Mio. Euro) und das Landesjugendamt bzw. die oberste Landesjugendbehörde (52,6 Mio. Euro). Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen im Saarland Netto 306 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amt Saarland vom 22.10.2009

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53 Adoptionen im Jahr 2008 im Saarland

Posted on Juli 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Saarland | Schlagwörter: , |

Im Jahre 2008 wurden im Saarland insgesamt 53 Kinder adoptiert. Dies waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes des Saarlandes 9 Fälle bzw. 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei mehr als der Hälfte der Fälle (58 %) handelt es sich um so genannte Stiefelternadoptionen, bei denen das Kind vom neuen Lebenspartner des leiblichen Elternteils adoptiert wird.  In 20 Fällen waren es nicht verwandte Personen, die ein Kind angenommen haben. Die Mehrzahl der Kinder, nämlich 40 hatte eine deutsche Staatsangehörigkeit, 13 Minderjährige waren nichtdeutsch. Von ihnen kamen 8 aus Europa, der Rest aus Asien bzw. Afrika. Zum  Zwecke der Adoption wurden drei Kinder ins Inland geholt.

Knapp jedes fünfte Kind war unter drei Jahre alt, im Kindergartenalter von drei bis unter sechs Jahre befanden sich 15 Prozent der Kinder, fast 40 Prozent waren zwischen sechs und zwölf Jahre alt und 28 Prozent bereits älter als zwölf Jahre. Von den 20 nicht verwandten adoptierten Kindern war die Hälfte unter sechs Jahre alt.

Zum Jahresende 2008 waren bei den Adoptionsvermittlungsstellen 135 Adoptionsbewerber registriert, 14 weniger als vor Jahresfrist. 13 Minderjährige waren zur Adoption vorgemerkt und 29 Kinder waren bereits in Adoptionspflege untergebracht, d. h. für sie stand die Annahme an Kindesstatt bei den neuen Eltern unmittelbar bevor.

Quelle: Statistisches Amt Saarland vom 24.07.09

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Destatis: 12 250 Sorgerechtsentzüge in 2008

Posted on Juli 17, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

WIESBADEN – Weil eine Gefährdung des Kindeswohls anders nicht abzuwenden war, haben die Gerichte in Deutschland im Jahr 2008 in 12 250 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Rechtsgrundlage für diese Maßnahme ist § 1666 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). In 9 100 Fällen übertrugen die Gerichte das Sorgerecht ganz oder teilweise auf die Jugendämter, in den übrigen Fällen einer Einzelperson oder einem Verein.

Bei einem teilweisen Entzug der elterlichen Sorge wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen. Bei der Übertragung des teilweisen Sorgerechts an ein Jugendamt wurde in 2 350 Fällen (26%) nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen. Mit dem Aufenthaltsbestimmungs­recht ist die Befugnis verbunden, Entscheidungen des alltäglichen Lebens zu treffen.

Die Zahl der gerichtlichen Maßnahmen zum Sorgerechtsentzug hat sich deutschlandweit (ohne Berlin, wo für 2007 eine deutliche Untererfassung festgestellt wurde) gegenüber 2007 um circa 8% erhöht.

Weitere Informationen werden voraussichtlich ab Montag, den 20. Juli 2009 im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes kostenlos zur Verfügung stehen.

Siehe auch die Graphik:

Gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge in Deutschland
2007 und 2008 aufgeschlüsselt nach Bundesländern

in der Pressemitteilung Nr.269 von Destatis vom 17.07.2009

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Rekordanstieg im Saarland: Jugendämter trennen immer mehr Kinder von ihren Eltern

Posted on Juli 5, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Saarland | Schlagwörter: , |

Die Jugendämter müssen immer häufiger Kinder zu ihrem Schutz von den Eltern trennen. Die Zahl so genannter Inobhutnahmen ist im Saarland zuletzt so stark gestiegen wie in keinem anderen Bundesland.

Saarbrücken. Die Zahl der Kinder, die vom Jugendamt in dessen Obhut genommen werden, weil die Eltern mit ihrer Erziehung überfordert sind, ist im Saarland erneut drastisch gestiegen. 2008 wurden im Land 357 Inobhutnahmen von Minderjährigen gezählt, wie das Statistische Amt Saarland auf SZ-Anfrage mitteilte. Im Jahr 2007 hatte es 234 Inobhutnahmen gegeben, ein Jahr davor 160 und im Jahr 2005 144.

Das Saarland weist damit für die vergangenen Jahre die mit Abstand höchsten Steigerungsraten aller Bundesländer auf. Die Fallzahlen an der Saar stiegen gegenüber dem Vorjahr um 52,6 Prozent und im Vergleich zum Jahr 2005 um 147,9 Prozent. Bundesweit stieg die Zahl der Inobhutnahmen im Jahr 2008 um 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 25,7 Prozent gegenüber 2005.

Eine Inobhutnahme ist eine Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Sie werden meist für Stunden oder Tage, oftmals aber auch länger, auswärts untergebracht – etwa in einem Heim. Laut Statistischem Amt wurden im vorigen Jahr 255 Minderjährige (Vorjahr: 159) wegen Gefährdung des Kindeswohls in Obhut genommen, 90 weitere (Vorjahr: 75) auf eigenen Wunsch. In 117 Fällen (gegenüber 63 in 2007) regte der Soziale Dienst der Jugendämter die Hilfe an, in 50 Fällen die Eltern (gleiche Zahl wie im Vorjahr) und in 55 Fällen die Polizei oder die Ordnungsbehörde (Vorjahr: 35).

Anlass für die Inobhutnahmen waren im Jahr 2008 in 198 Fällen (gegenüber 139 in 2007, 68 in 2006 und 61 in 2005) die Überforderung der Eltern und in 80 Fällen (gegenüber 70 in 2007, 38 in 2006 und 16 in 2005) Beziehungsprobleme der Eltern. Mehr als versechsfacht hat sich seit 2005 die Zahl der Inobhutnahmen wegen Kindesvernachlässigung. Sie stieg von acht in 2005 auf elf in 2006, 33 in 2007 und 52 in 2008. Anzeichen von Kindesmisshandlung waren im vorigen Jahr in 39 Fällen (gegenüber 28 in 2007, 17 in 2006 und zehn in 2005) der Grund für Inobhutnahmen. 54 Jugendliche (gegenüber 40 in 2007, 23 in 2006 und elf in 2005) nahmen die Behörden in ihre Obhut, weil sie sich an einem „jugendgefährdenden Ort“ aufhielten.

Stefan Bohnenberger vom Jugendamt im Regionalverband Saarbrücken führte die erhöhten Zahlen auf eine größere Sensibilität der Öffentlichkeit, aber auch auf eine reale Zunahme von Armut zurück. Er gehe davon aus, dass infolge der ungünstigen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine weitere Verschärfung der Lage drohe. Andererseits stünden den verschuldeten Kommunen nur begrenzte Mittel für die Prävention zur Verfügung. „Auch bei Gemeinwesenprojekten, Tafeln und Schulspeisungen könnte man noch mehr tun“, sagte er. Die Problemlage nehme stärker zu als die Mittel und Projekte, die zu ihrer Entschärfung bereitstünden.

Quelle: Artikel von Norbert Freund in Saarbrücker Zeitung vom 25.06.09

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Saarland: Landesweites Präventionsprojekt ist wesentliche und fachlich anerkannte „Frühe Hilfe“

Posted on Mai 14, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Saarland | Schlagwörter: , , |

Das landesweite Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“ (KFDN) ist eine wesentliche und fachlich anerkannte frühe Hilfe, betonte Familienministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am 13.05.2009 auf der Jahresfeier.  „Die erste Jahresbilanz kann sich sehen lassen und bestätigt die Arbeit aller Akteure, so die Ministerin. „Keiner fällt durchs Netz“ ist Bestandteil der „Frühen Hilfen“ im Saarland.

Es umfasst die Netzwerkbildung („Netzwerk für Eltern“) für einen verbesserten Kinderschutz in allen saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband, ein Elternkursangebot („Das Baby verstehen“) zur gelingenden Kommunikation mit dem Säugling sowie, als Hilfe für besonders belastete Familien, die aufsuchende Arbeit durch Familienhebammen.

zur Pressemitteilung des saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur vom 13.05.2009

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Saarländische Landesregierung sagt finanzielle Unterstützung für Tagesmütter und Tagesväter zu

Posted on März 24, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Saarland, Tagespflege | Schlagwörter: |

Saarland – Das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur wird sich zukünftig finanziell an der Förderung von Tagesmüttern und –vätern beteiligen. Die Aufgaben, die Tagesmütter und –väter im Bereich der Betreuung und Bildung von Kindern, insbesondere im Alter von 0 bis 3 Jahren übernehmen, werden für die Eltern dieser Kinder immer wichtiger.

Die Landesregierung hat zur Gewährleistung von Qualitätsstandards in diesem Bereich bereits durch entsprechende Regelungen in das Saarländische Betreuungs- und Bildungsgesetz aufgenommen und wird hier in Kürze auch eine Konkretisierung durch den Erlass einer Ausführungsverordnung herbeiführen. Es ist daher nur folgerichtig und im erst kürzlich in Kraft getretenen Kinderfördergesetzes (KiföG) auch vorgesehen, dass dieser Personenkreis eine leistungsgerechte Vergütung erhält.

Laut KiföG ist für diese leistungsgerechte Vergütung der Träger der öffentlichen Jugendhilfe und damit das jeweilige Jugendamt zuständig. Die Landesregierung hat nun am 19.03.2009 in einer Besprechung mit den Jugendämtern die finanzielle Unterstützung durch das Land angekündigt.

„Das Land ist bereit, hier in die Finanzierung mit einzusteigen, um so die Anpassung des Tagespflegegeldes an die Bedürfnisse der Tagesmütter und –väter zu beschleunigen und deren Existenz zu sichern“, so Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend. Geplant ist ein Landeszuschuss pro ganztägig betreutem Kind (Alter 0 bis 3 Jahren) in Höhe von 100 € bzw. entsprechend gestaffelte Zuschüsse für eine Betreuung für 15, 20 und 30 Stunden pro Woche. Somit erhalten Tagesmütter und –väter beispielsweise im Regionalverband künftig statt 361 Euro durch eine Aufstockung von Land und Jugendamt monatlich 500 Euro für die Ganztagsbetreuung eines Kindes.

Pressemitteilung des Saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur vom 24.03.09

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Bericht zum Stand des Ausbaus der Kinderbetreuung

Posted on März 17, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: |

Der jährlich vorzulegende Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) enthält die aktuellen Zahlen zur Kinderbetreuung, spezifiziert nach Bundesländern und Alter der Kinder. Er zeigt, dass es mehr Angebote für unter Dreijährige gibt, allerdings immer noch nicht genug. Nach wie vor ist der Unterschied groß zwischen den alten und neuen Bundesländern: die alten Bundesländer (ohne Berlin) erreichen eine Versorgungsquote von 12,2 Prozent, die neuen Bundesländer von 42,2 Prozent.

Kindertagesbetreuung – Stand des Ausbaus für das Berichtsjahr 2008 (Stand: März 2009)

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Kassen verweigern Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher

Posted on Februar 19, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Brandenburg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Finanzielles, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Stellungnahmen, Versicherungen | Schlagwörter: , |

Der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) weist darauf hin, dass in einigen Regionen Deutschlands die eigentlich gesetzlich geforderte sozialpsychiatrische Versorgung von seelisch kranken Kindern und Jugendlichen weiterhin blockiert und verweigert wird. Aufgrund der fehlenden Sozialpsychiatrievereinbarung beginnen die Praxen in den betroffenen Regionen jetzt damit, ihre langjährigen hochqualifizierten therapeutischen Mitarbeiter zu kündigen. Die sozialpsychiatrischen Strukturen in den betroffenen Regionen werden damit langfristig beschädigt oder gar zerstört.

Die Handlungsunfähigkeit des Spitzenverbandes der Krankenkassen führt seinen Auftrag zur Versorgungsgerechtigkeit ad absurdum und droht etwa 50.000 seelisch kranke Kinder zukünftig unbehandelt zu lassen! Dies betrifft derzeit Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zum Teil werden gar keine sozialpsychiatrischen Leistungen bezahlt, zum Teil nur die Diagnostik und keine Therapie. Das ist ein umso skandalöserer Zustand, als die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds gerade für Patienten mit psychischen Störungen wie z. B. Psychosen, ADHS oder Anorexie erhebliche Zusatzsummen erhalten.

„Kassieren und keine Leistung bieten – soll das der neue Wettbewerb der Krankenkassen sein?“, fragt Dr. Maik Herberhold, Vorsitzender des BKJPP. „Sozialpsychiatrie ist keine Wettbewerbsmedizin, sondern Basisversorgung und muss allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von der Krankenkasse ihrer Eltern zur Verfügung stehen!“

Quelle: Pressemitteilung der Geschäftsstelle des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP) e. V. vom 16.2.2009

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Saarland – Neuauflage „Der Familienhelfer“

Posted on Februar 6, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Saarland, Verschiedenes |

Damit sich Familien im Gewirr der Zuständigkeiten besser zurechtfinden, hat das saarländische Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur die Broschüre „Der Familienhelfer – Ratgeber für Familien im Saarland“ aktualisiert und zum dritten Mal neu aufgelegt. Die Broschüre gibt einen Überblick über alle wichtigen gesetzlichen Leistungen, Hilfsangebote, Informationen und Beratungseinrichtungen für Familien im Saarland, mit jeweils kurz zusammengefassten Informationen.

Broschüre bestellen oder downloaden (pdf, 0,55 MB)

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Destatis: 30% der betreuten Kinder von 3 bis 5 Jahren in Ganztagsbetreuung

Posted on Januar 9, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Die Eltern von rund 580 000 Kindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren haben nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2008 Angebote der ganztägigen Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertagesstätten oder in Kindertagespflege in Anspruch genommen. Damit wird in Deutschland fast jedes dritte (30%) der insgesamt fast zwei Millionen Kinder dieser Altersgruppe in Tagesbetreuung ganztags betreut.

vollständige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 09.01.09

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AGJ-Positionspapier zum Personalabbau in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Dezember 19, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Stellungnahmen, Thüringen | Schlagwörter: |

Ein erster Blick auf die aktuellen Personaldaten der Kinder- und Jugendhilfe lässt vermuten, dass es bezogen auf die Personalsituation in den letzten Jahren zu keinen wesentlichen Veränderungen gekommen ist: Ende 2006 gab es fast 80.000 Einrichtungen, in denen 618.500 Personen beschäftigt waren.

Erst ein tiefer gehender Blick macht auf erhebliche Veränderungen aufmerksam. In der Kinder- und Jugendhilfe hat sich bei einer insgesamt wachsenden Personenzahl seit 2002 ein faktischer Personalabbau von insgesamt ca. 10.000 Stellen (- 2,3 %) ergeben. Ohne die Kindertagesstätten betrüge der Rückgang sogar über 10 %.

Zu den damit verbundenen Herausforderungen und Perspektiven hat der Vorstand der AGJ auf seiner Sitzung Ende November ein Positionpapier verabschiedet. Es informiert auch über die landesspezifischen Kennziffern.

AGJ-Positionspapier „Personal in der Kinder- und Jugendhilfe – Herausforderungen und Perspektiven“

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Im März 2008 förderten Jugendämter 86 000 Kinder in Tagespflege

Posted on November 26, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im März 2008 haben in Deutschland die Eltern von rund 86 000 Kindern das Angebot der öffentlich geförderten Kindertagespflege als Ergänzung zur eigenen Kindererziehung und Betreuung in Anspruch genommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg somit die Zahl der betreuten Kinder gegenüber dem Vorjahr um 13 000 beziehungsweise 18% an.

51 000 der rund 86 000 in Kindertagespflege betreuten Kinder (59%) waren jünger als drei Jahre. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8 300 beziehungsweise 20% erhöht. In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertagespflege beinahe verdoppelt (+ 91%), auch Niedersachsen (+ 72%) und Rheinland-Pfalz (+ 65%) verzeichnen hohe Zuwachsraten.

Betreut wurden die 86 000 Kinder im März 2008 von rund 36 400 Tagesmüttern oder Tagesvätern, 3 250 mehr als im Jahr zuvor (+ 10%). In Westdeutschland (ohne Berlin) stieg die Zahl der Tagespflegepersonen um 11% an. In vier Ländern (Baden-Württem­berg, Bremen, Hamburg, Hessen) waren weniger Tagesmütter und Tagesväter aktiv als ein Jahr zuvor, obwohl die Zahl der Kinder in Tagespflege auch dort anstieg. In Ostdeutschland (ohne Berlin) betreuten 6% mehr Tagesmütter oder Tagesväter Kinder in Kindertagespflege, wobei auch hier zwei Länder (Mecklenburg-Vorpommern,  Sachsen-Anhalt) einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr aufweisen.

Die Ausgaben der öffentlichen Hand für die Förderung von Kindern in Tagespflege stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 39 Millionen Euro auf nun 199 Millionen Euro; dies entspricht einem Anstieg von 24%.

Die Statistik zählt nur die Tagespflegeverhältnisse, die mit öffentlichen Mitteln durch die Jugendämter gefördert werden. Darüber hinaus bestehende Tagespflegeverhältnisse auf rein privater Basis, bei denen kein Jugendamt in die Vermittlung oder Förderung eingeschaltet war, werden nicht erfasst.

Umfassende Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in Deutschland, insbesondere zur Statistik über die Kinder in Kindertageseinrichtungen, werden voraussichtlich Ende Dezember 2008 vorliegen.

Detaillierte Daten finden Sie im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 445 des Statistischen Bundesamtes vom 25.11.2008

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Kindesmisshandlung und -vernachlässigung – Das Ziel: Ein flächendeckendes Netz früher Hilfsangebote

Posted on September 29, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Das Aufsehen in den Medien um die besonders tragischen Fälle von Kindesmisshandlung hat einiges bewirkt. Verbindliche Früherkennungsuntersuchungen wurden eingeführt, Frühwarnsysteme und bessere Vernetzung auf den Weg gebracht.

Die Online-Version des Artikels aus dem Deutschen Ärzteblatt (Ausgabe Juni 2008, Seite 257) gibt einen Überblick über die verschiedenen Strategien der Länder beim Kinderschutz .

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Zahl der Sorgerechtsentzüge 2007 um 13% gestiegen

Posted on Juli 18, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2007 haben die Gerichte in Deutschland in rund 10 800 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilt, bedeutet dies gegenüber 2006 eine Steigerung um 12,5% oder 1 200 Fälle. Gegenüber 2005 betrug der Anstieg der Sorge­rechtsentzüge sogar knapp 23%.

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Sorgerechtsentzüge in Bremen, von 56 Fällen im Jahr 2006 auf 126 Fälle im Jahr 2007. Es folgen Niedersachsen mit + 31% und Thüringen mit + 30%. Dagegen sank die Zahl der Sorgerechtsentzüge in Schleswig-Holstein um 18%, in Berlin um 15% und in Sachsen-Anhalt um 14%.
Die Jugendämter haben im Jahr 2007 knapp 12 800 Anzeigen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an die Gerichte gestellt. Dies bedeutet eine Steigerung um 18,5% oder 2 000 Fälle gegenüber 2006 und um 30% gegenüber 2005.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 261 des Statistischen Bundesamtes vom 18.07.2008

Im untenstehenden Bericht finden Sie auch weitere detaillierte Angaben zu Pflegeschaften, Vormundschaften, Beistandschaften, Pflegeerlaubnis, Vaterschaftsfeststellungen und Sorgerechtsentzug 2007 in Form von Bundes-, Länderergebnisse und Zeitreihen.

zum Download: Kinder- und Jugendhilfestatistiken – Pfleg-, Vormund-, Beistandschaften, Pflegeerlaubnis 2007 (pdf, 111KB)

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