Forschung

JIM-Studie 2017 veröffentlicht

Posted on November 30, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

logo94 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren in Deutschland tauschen sich regelmäßig über WhatsApp aus. Auf Platz zwei der mindestens mehrmals pro Woche genutzten Kommunikationsanwendungen steht Instagram (57 %), knapp dahinterliegt Snapchat mit 49 Prozent regelmäßigen Nutzern. Facebook (25 %) wird nur noch von einem Viertel der Jugendlichen regelmäßig genutzt.

Dies sind erste Ergebnisse der JIM-Studie 2017, die am 30.11.2017 veröffentlicht wurde.

JIM steht für Jugend, Information, (Multi-)Media und ist eine Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland, die seit 20 Jahren vom Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) herausgegeben wird.

zu den Ergebnissen der JIM-Studie 2017

 

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KomDat 2017 Nr. 2 & 3 erschienen

Posted on November 29, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDie zweite KomDat Ausgabe 2017 der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik wurde als Doppelheft Nr. 2 & 3 veröffentlicht. Mit 28 Seiten ist das aktuelle Heft umfangreicher als gewöhnlich und behandelt unterschiedliche Themen, u.a.

  • Knapp 45.800 Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2016 – jedes dritte 8a-Verfahren durch Jugendämter bestätigt Gefährdungsverdacht
  • Ab 18 nicht mehr zuständig? Volljährigkeit als folgenreiche Schwelle bei den erzieherischen Hilfen

Das Heft steht hier kostenlos zur Verfügung.

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HzE-Bericht Nordrhein-Westfalen 2017 (Datenbasis 2015) veröffentlicht

Posted on November 29, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDie Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund) hat in Kooperation mit dem LWL-Landesjugendamt Westfalen und dem LVR-Landesjugendamt Rheinland auf Datenbasis des Jahres 2015 den aktuellen HzE Bericht veröffentlicht.

Der Bericht stellt eine fachwissenschaftliche Analyse über Stand und Entwicklung des Arbeitsfeldes Hilfen zur Erziehung (HzE) in Nordrhein-Westfalen dar. Er besteht aus Auswertungen, Analysen sowie aufbereiteten Ergebnisse der KJH-Statistik. Im Vordergrund stehen die Darstellung der empirischen Befunde sowie deren fachliche Kommentierung. Zudem werden auf der Grundlage der empirischen Befunde systematisch Fragen an Wissenschaft, Politik und Fachpraxis formuliert.

Kapitel 1 und 2 geben einen Überblick zu den Entwicklungen der Inanspruchnahme und den Ausgaben der HzE in Nordrhein-Westfalen. Dabei werden u.a. die verschiedenen Hilfesettings, die Alters- und Geschlechterverteilung und der Migrationshintergrund der jungen Menschen und deren Familien betrachtet. In Kapitel 3 werden Analysen zu den diesjährigen thematischen Schwerpunkten vorgelegt: Personal in den HzE und im ASD, Eingliederungshilfen und Unbegleitet geflüchtete Minderjährige. Mit einem umfassenden Anhang ermöglicht Kapitel 4 einen detaillierten Blick auf ausgewählte Aspekte des Leistungsspektrums der Hilfen zur Erziehung in den Jugendämtern in Nordrhein-Westfalen.

Den HzE-Bericht können Sie hier einsehen und herunterladen.

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Hessen: Unterbringung der jungen Menschen außerhalb des Elternhauses nimmt 2016 weiter zu

Posted on November 25, 2017. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoIm Jahr 2016 wurden in Hessen 16 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4900 (30 Prozent) in Form von Vollzeitpflege und knapp 11 600 (70 Prozent) in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform.

Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts nahm die Zahl der betroffenen jungen Menschen gegenüber 2015 um 2,5 Prozent zu (Betreute in Vollzeitpflege: plus 4,6 Prozent, Betreute in Heimerziehung oder sonstiger betreuter Wohnform: plus 1,7 Prozent). Am Jahresende 2016 dauerten noch knapp 12 600 Hilfen an, rund 3900 Hilfen wurden im Jahr 2016 beendet. Gut 4500 Hilfen wurden 2016 neu begonnen.

Mit 55 Prozent waren die meisten jungen Menschen bei Beginn der Unterbringung außerhalb des Elternhauses zwischen 14 bis unter 18 Jahre alt. 13 Prozent waren bereits volljährig. Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege die wichtigste Rolle. Die Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen gewann mit steigendem Alter an Bedeutung. Von den unter 3-jährigen waren 84 Prozent und von den 3- bis unter 6-jährigen 81 Prozent in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Volljährigen waren die meisten (90 Prozent) in Heimen oder betreuten Wohnformen untergebracht und 10 Prozent in Vollzeitpflege.

Bei der Vollzeitpflege standen bei Beginn der Hilfe die Unversorgtheit des jungen Menschen (43 Prozent), die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (31 Prozent), die Gefährdung des Kindeswohls (27 Prozent) sowie die unzureichende Förderung des jungen Menschen in der Familie (27 Prozent) im Vordergrund. Bei den jungen Menschen, die in Heimen oder in sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit mit 54 Prozent, die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (21 Prozent) und unzureichende Förderung mit 16 Prozent von Bedeutung. Bei der Beantwortung der Frage nach den vorwiegenden Gründen bei Beratungsbeginn waren Mehrfachnennungen (bis zu 3 Gründe) möglich.

Bei 65 Prozent der jungen Menschen, die in Vollzeitpflege untergebracht wurden, bezogen die Herkunftsfamilien bei Beginn der Hilfe Transferleistungen. Bei der Heimerziehung lag dieser Anteil bei 34 Prozent. Auch die Familienverhältnisse spielten eine große Rolle. So lebten knapp 6 von 10 der Kinder und Jugendlichen, die in Vollzeitpflege mit Transferleistungen untergebracht wurden, bei Beginn der Hilfe bei nur einem Elternteil. Bei der Heimerziehung lag dieser Anteil bei 49 Prozent.

Hinweis

Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wurde im Jahr 2016 eine Hilfe beendet und erneut begonnen, wurden daher zwei Hilfeleistungen gezählt.

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes vom 22.11.2017

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2016 in Baden‑Württemberg über 125.000 Hilfen zur Erziehung

Posted on November 18, 2017. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoKaum Veränderung bei ambulanten und teilstationären Hilfen – 24 % mehr Hilfen außerhalb des Elternhauses

Im Jahr 2016 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 125 327 erzieherische Hilfen ambulant, teilstationär oder außerhalb des Elternhauses durchgeführt (beendete und am Jahresende andauernde Hilfen). Damit stieg die Zahl der Hilfen zur Erziehung gegenüber 2015 um 5 872 oder 5 %. Die Kinder- und Jugendhilfe bietet ein breites Spektrum erzieherischer Hilfen an, wenn junge Menschen unter 27 Jahren ihre Probleme nicht alleine oder mit Hilfe ihrer Familie bewältigen können.

87 815 Hilfen wurden in ambulanter und teilstationärer Form, also unter Verbleib des jungen Menschen in der Familie, in Anspruch genommen. Das waren 142 Hilfen mehr als 2015, was einem Anstieg von 0,2 % entspricht.

Erziehungsberatung haben im vergangenen Jahr 56 134 junge Menschen entweder allein, mit ihren Eltern oder mit ihrer Familie in Anspruch genommen. Erziehungs-, Familien- und Jugendberatungsstellen spielen eine wichtige Rolle als erste Anlaufstelle.

Von Sozialer Gruppenarbeit profitierten 4 505 Heranwachsende. Sie erhielten in Übungs- oder Erfahrungskursen Hilfestellungen, um Entwicklungsauffälligkeiten und Verhaltensprobleme durch soziales Lernen in der Gruppe zu überwinden.

Erziehungsbeistände greifen Heranwachsenden beim Bewältigen von Entwicklungsproblemen unter die Arme und fördern ihre Selbständigkeit. 2016 erhielten 4 557 junge Menschen Unterstützung durch einen Erziehungsbeistand.

Betreuungshelfer werden im Gegensatz zum Erziehungsbeistand in der Regel aufgrund richterlicher Weisung tätig. 1 514 junge Menschen wurden 2016 durch Betreuungshelfer unterstützt.

Im Rahmen der sozialpädagogischen Familienhilfe suchen Fachkräfte Familien in ihrer häuslichen Umgebung auf und begleiten sie intensiv bei der Erziehung ihrer minderjährigen Kinder, beim Bewältigen von Alltagsproblemen, Konflikten und Krisen sowie beim Kontakt mit Ämtern und Institutionen. 2016 wurden 13 163 Familien mit 26 951 Kindern betreut.

Bei der Erziehung in einer Tagesgruppe werden Kinder und Jugendliche schulisch gefördert und in ihrem sozialen Lernen unterstützt. Familie, Schule und Tagesgruppe arbeiten dabei zusammen, so dass keine Trennung von der Familie erforderlich ist. Die Heranwachsenden sind am Wochenende und in den Ferien zu Hause. 2016 wurden 2 713 Jungen und 805 Mädchen unter 18 Jahren in einer Tagesgruppe unterstützt.

Flexible Hilfen in vorrangig ambulanter oder teilstationärer Form (sonstige erzieherische Hilfen) wurden 4 424 mal gewährt. Sie richteten sich an 2 829 junge Menschen oder erreichten als familienorientierte Maßnahme 1 595 Familien.

Deutlich mehr Hilfen außerhalb des Elternhauses

Maßnahmen außerhalb des Elternhauses werden von der Kinder- und Jugendhilfe angeboten, wenn sich Entwicklungs- oder Beziehungsprobleme nicht durch ambulante oder teilstationäre Hilfeformen bewältigen lassen und die räumliche Trennung von Eltern und Kindern notwendig wird. 2016 wurden 25 109 Hilfen außerhalb der Familie gewährt. Damit stieg die Zahl dieser Hilfen gegenüber dem Vorjahr um 24 %.

In einer Vollzeitpflegestelle befanden sich 9 326 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige. 76 % wurden von einer fremden Familie betreut, 24 % von Großeltern oder sonstigen Verwandten.

In Heimerziehung oder in einer anderen betreuten Wohnform lebten 13 556 junge Menschen. 71 % davon waren Jungen und junge Männer. Bei 60 % aller Betroffenen stammte mindestens ein Elternteil aus dem Ausland.

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung erhalten junge Menschen in besonderen Problemlagen ab 10 Jahren, die durch andere Angebote der Jugendhilfe nicht erreicht werden konnten. 2016 war dies bei 1 250 Heranwachsenden der Fall.

Flexible Hilfen in vorrangig stationärer Form, wie z.B. Kurzzeitpflege, wurden 977 mal gewährt.

Komplettiert wird die Jahresbilanz zu den 2016 in Baden‑Württemberg gewährten Hilfen zur Erziehung durch 10 093 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen und 2 310 ergänzende bzw. sonstige (flexible) erzieherische Hilfen.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 16.11.2017

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Schleswig-Holstein: 84 Prozent der Pflegekinder stammen aus Familien mit Transferleistungen

Posted on November 14, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: |

logoIn Schleswig-Holstein waren Ende 2016 im Rahmen der Jugendhilfe 3.226 junge Menschen bei Pflegeeltern in Vollzeitbetreuung untergebracht. Bei 84 Prozent der Unterstützten lebte deren Herkunftsfamilie bzw. der junge Volljährige selbst von Transferleistungen („Hartz IV“, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe), so das Statistikamt Nord.

Von den Pflegekindern waren 22 Prozent jünger als sechs Jahre. Der Anteil der Sechs- bis unter Zwölfjährigen belief sich auf 36 Prozent, der der Zwölf- bis unter 18-jährigen auf 38 Prozent. Volljährig waren vier Prozent.

Bei 17 Prozent der Vollzeit in Pflegefamilien betreuten jungen Menschen stammte mindestens ein Elternteil aus dem Ausland.

Im Durchschnitt waren die Betroffenen am Jahresende 2016 bereits 61 Monate in einer Pflegefamilie.

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Pflegekinder um fast fünf Prozent.

Quelle: Statistikamt Nord vom 14.11.2017

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Hamburg: Knapp die Hälfte der Pflegekinder hat einen Migrationshintergrund

Posted on November 14, 2017. Filed under: Forschung, Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoAm Jahresende 2016 befanden sich in Hamburg 1.158 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei Pflegeeltern in Vollzeitpflege. Fast die Hälfte der Pflegekinder hatte einen Migrationshintergrund, so das Statistikamt Nord.

Bei 53 Prozent der durch die Jugendhilfe unterstützten jungen Menschen lebte deren Herkunftsfamilie bzw. der junge Volljährige selbst von Transfer­leistungen („Hartz IV“, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe).

21 Prozent der Pflegekinder waren jünger als sechs Jahre. Weitere 34 Prozent waren sechs bis unter zwölf Jahre und 38 Prozent zwölf bis un­ter 18 Jahre alt. Junge Volljährige stellten sieben Prozent der Betroffenen.

Die Vollzeitpflege in einer anderen Familie ist häufig längerfristig angelegt. Am Jahresende 2016 lebten die betroffenen jungen Menschen im Durch­schnitt bereits 44 Monate in einer Pflegefamilie.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Pflegekinder um knapp vier Prozent.

Hinweis: Ein Migrationshintergrund liegt vor, wenn mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt.

Quelle: Statistikamt Nord vom 14.11.2017

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Vorlesung „Partizipation in der Pflegefamilie“ am 14.12. an der Hochschule Hannover

Posted on November 14, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoIm Rahmen der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen wird Henriette Katzenstein (DIJuF) am 14.12.2017 an der Hochschule Hannover zum Thema „Partizipation in der Pflegefamilie“ referieren.

Beteiligung ist vernünftig, ist leicht, jeder versteht das. Es ist das Einfache, das schwer zu machen ist. So würde Brecht das sagen.

Wie können Fachkräfte des Pflegekinderdienstes Beteiligung der Kinder und Jugendlichen weiterentwickeln? So, dass sie zur Pflegefamilie passt, altersgerecht und so, dass sie „ankommt“. Denn Beteiligung ist nicht nur ein äußerer Prozess, nicht allein Teilnahme. Sie gelingt, wenn Kinder und Jugendliche sich beteiligt fühlen. Dafür sind manche Stolpersteine zu überwinden: von Bedenken Kinder zu überfordern über Ressourcenfragen bis dazu, dass Jugendliche sich gar nicht einlassen wollen. Und welche Rolle spielen die Herkunftseltern, die Vomund_in und die Fachkraft des ASD bei der Beteiligung des Kindes?

In Beteiligungsprozessen von Kindern und Jugendlichen sind Geduld und Zähigkeit sind ebenso gefragt wie gute Ideen. Der Vortrag will Impulse dazu geben.

Weitere Beiträge sind „Careleaver aus Pflegefamilien“ (Careleaver-Kompetenzzentrum) und „Häuser für Pflegekinder“ (EmMi-LuebesKIND-Stiftung).

Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

nähere Informationen

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Bundestagung Bereitschaftspflege: „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ am 19./20.04. in Bonn – Bad Godesberg

Posted on November 13, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoBereitschaftspflegefamilien übernehmen die Versorgung der Kinder bei Krisen in ihrer Herkunftsfamilie und überbrücken die Zeit der Perspektivklärung. Die Zeit der Unterbringung ist befristet – sie soll sechs Monate nicht überschreiten, damit sich Kind und Pflegefamilie auch wieder gut voneinander trennen können. Die Praxis zeigt jedoch, dass Bereitschaftspflege und andere Formen der befristeten Pflege oft sehr viel länger dauern.

Am 19./20.04.2018 findet die Bereitschaftspflegetagung der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF), der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen und dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. in Bonn Bad Godesberg statt. Herzlich eingeladen sind Fachkräfte der Pflegekinderhilfe, Vormünder, Bereitschaftspflegeeltern und Interessierte sich aktiv an 20 angebotenen Workshops zu beteiligen und mit Referent_innen und Teilnehmer_innen ins Gespräch zu kommen.

Die Tagung wirft einen Blick auf die familiären Krisen, die Möglichkeiten und Begrenzungen der biografischen Weichenstellungen und auf notwendige Kooperationen während und nach der Bereitschaftspflege. Die Prozesse der Perspektivklärung und der Übergangsgestaltung stehen dabei im Fokus.

Lothar Böhnisch führt in die Dimensionen des Bewältigungshandelns (nicht nur) in Familien ein, Daniela Reimer beschäftigt sich auf der Tagung mit biographischen Weichenstellungen in der Bereitschaftspflege und Klaus Wolf skizziert ihre zentralen Herausforderungen der Weiterentwicklung.

Neben Vorträgen zu den genannten Dimensionen soll eine intensive Arbeitsphase in mehr als 20 Praxisworkshops erfolgen.

Detailliertere Informationen zu Ablauf und Inhalten sowie zur Anmeldung der Tagung finden sie unter: www.bereitschaftspflege2018.de

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Buch-Tipp: „Feinfühlige Herausforderung“

Posted on November 3, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoIm Psychosozial-Verlag ist das Buch „Feinfühlige Herausforderung – Bindung in Familie, Kita, Kinderheim und Jugendhilfe“ erschienen. Herausgeber sind Peter Zimmermann und Gottfried Spangler.

Darin beschäftigen sich renommierte BindungsforscherInnen u.a. mit der Frage, wie sichere Bindung gelingt und wie sie sich unter besonders belastenden Bedingungen gestaltet.

Ihre Beiträge liefern wichtige Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur Entwicklung von Bindungsmustern und ergänzen sie durch Ausführungen zu praxisnahen Anwendungsfeldern. Ins Zentrum der Betrachtungen rückt dabei das bindungstheoretische Konzept der feinfühligen Herausforderung.

nähere Informationen

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Bayern: Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe 2016

Posted on November 2, 2017. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logo2016 wurden mehr als 6,7 Milliarden Euro für die Kinder- und Jugendhilfe verausgabt
Dies entspricht einem Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr

2016 wurden in Bayern insgesamt 6.737 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 458 Millionen Euro verbleiben Nettoausgaben von rund 6.279 Millionen Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen von den Bruttoausgaben 4 582 Millionen Euro auf die Kindertagesbetreuung, davon 4.506 Millionen auf Kindertageseinrichtungen und 76 Millionen auf den Bereich der Kindertagespflege.

In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2016 insgesamt 6.737 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt, was gegenüber dem Vorjahr (6.263 Millionen Euro) einer Steigerung von 7,6 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 458 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 6.279 Millionen Euro 7,1 Prozent über denen des Vorjahres (mit 5.861 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 3.465 Millionen Euro (55 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 2.814 Millionen Euro (45 Prozent) als Zuschuss an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben waren 4.582 Millionen Euro für Kindertagesbetreuung der größte Posten und lag gut fünf Prozent über denen des Vorjahres.

Mit 1.516 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 02.11.2017

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BumF: Zahl der Asylanträge von umF erheblich gesunken

Posted on Oktober 25, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoGegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Asylanträge unbegleiteter Minderjähriger um ca. 76 % gesunken. Von Januar bis August 2017 wurden 6.928 Asylanträge gestellt. Der Großteil der Antragstellenden war 16 oder 17 Jahre alt (ca. 82 %) und männlich (ca. 86%). Hauptherkunftsländer waren Afghanistan (ca. 25%) und Eritrea (ca. 20%). Die Gesamtschutzquote betrug ca. 80 %. Auch die Zahl junger Flüchtlinge, die im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe betreut und untergebracht wird, ist gegenüber dem Jahresende 2016 um ca. 17 % zurückgegangen.

zur Pressemitteilung des BumF vom 25.10.2017

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Kernpunktepapier des BMFSFJ: Das Adoptionswesen braucht eine Modernisierung

Posted on Oktober 23, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen |

logoDen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre und modernen Wertvorstellungen muss auch das Adoptionswesen gerecht werden. Wo Reformbedarf besteht, verdeutlicht das Kernpunktepapier des Bundesfamilienministeriums.

Auf Basis umfangreicher Studien des Expertise- und Forschungszentrums Adoption (EFZA) hat das Bundesfamilienministerium ein Kernpunktepapier entwickelt. Dieses belegt den Reformbedarf im Adoptionswesen. Die letzte große Reform im Adoptionsrecht liegt etwa 40 Jahre zurück. Seitdem haben sich Gesellschaft und Wertvorstellungen stark verändert. Diese Veränderungen müssen auch im Adoptionswesen umgesetzt werden.

Adoptionen besser begleiten

Vor, während und nach einer Adoption ist eine bessere Begleitung aller Beteiligten notwendig. Eine Adoption bleibt für Herkunftseltern, Adoptiveltern und die Kinder selbst ein Thema, mit dem sie sich ein Leben lang auseinandersetzen. Eine gute und fundierte Beratung und Begleitung ist für das Gelingen einer Adoption eine wichtige Voraussetzung. Dafür müssen die Strukturen in der In- und Auslandsadoptionsvermittlung gestärkt und transparenter gestaltet werden. Die Beratung braucht Qualitätsstandards und die Nachbetreuung soll künftig stärker im Adoptionsvermittlungsgesetz verankert werden.

Kontakt zwischen Adoptiv- und Herkunftsfamilie fördern

Die internationale Adoptionsforschung zeigt auch: Der Kontakt zwischen Adoptivfamilie und Herkunftsfamilie kann die Entwicklung des Kindes fördern und den abgebenden Eltern helfen. Daher soll die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, dass Adoptionsvermittlungsstellen Kontaktvereinbarungen fördern – unter der Voraussetzung, dass dies dem Kindeswohl dient.

Weitere Kernpunkte betreffen die Ausrichtung der Stiefkindadoption am Kindeswohl, die Einräumung gleicher Chancen für gleichgeschlechtliche Paare bei der Adoption und die Verhinderung unbegleiteter Adoptionen aus dem Ausland.

Umfangreichste Studie im Bereich Adoption

Grundlage für die entwickelten Kernpunkte sind die Ergebnisse des EFZA. Das EFZA wurde vom Bundesfamilienministerium beim Deutschen Jugendinstitut (DJI) eingerichtet. Es erstellte Studien, veranstaltete Workshops und befragte Bewerberpaare für eine Adoption, Adoptiveltern, abgebende Eltern sowie Vermittlungsstellen umfassend. Der EFZA-Prozess zum Kernpunktepapier wurde von einem Praxisforum eng begleitet, dem neben Akteuren aus Wissenschaft und Praxis und Vertretern der Zentralen Adoptionsstellen der Länder auch das Bundesjustizministerium angehörte. Die Befunde sind die mit Abstand umfangreichsten Studien im Bereich Adoption für Deutschland.

Quelle: Presseinformation des Bundesfamilienministeriums vom 23.10.2017

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Wenn Alkohol Kindern schon vor ihrer Geburt die Zukunft verbaut

Posted on Oktober 23, 2017. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoEine neue Publikation erörtert anhand eines Jugendhilfefalls Möglichkeiten, FASD-Erkrankten im Rahmen der Sozialen Arbeit noch besser zu helfen

Menschen mit FASD werden bereits im Mutterleib durch Alkohol in ihren Entwicklungschancen erheblich begrenzt. Ihre Beeinträchtigungen werden noch immer häufig auch von Fachkräften verkannt. Sie haben geringere schulische und berufliche Perspektiven und schaffen es zu einem sehr hohen Prozentsatz nicht, eigenständig zu leben und ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen. Einer Langzeitstudie zu Folge konnte nur die Hälfte der Erwachsenen mit FASD jemals länger als ein Jahr ein Arbeitsverhältnis halten. Viele werden auf Grund der eingeschränkten Handlungsplanung und Emotionsregulation wiederholt straffällig.

Anlässlich der Woche der Seelischen Gesundheit trafen sich am 11. Oktober 2017 auf Initiative von Prof. Dr. med. Annemarie Jost vom Institut für Soziale Arbeit der BTU Cottbus-Senftenberg Fachleute der Stadtverwaltung Cottbus, des Carl Thiem Klinikums, der BTU, der Landesgruppe Brandenburg der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. sowie der Beratungs- und Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe Brandenburg des BOJE e.V. am Campus Cottbus-Sachsendorf. Sie verständigten sich dazu, das Thema Fetale Alkohol Spektrumstörungen (FASD) in gemeinsamen Initiativen aufzugreifen und die Prävention der Alkoholschädigung im Mutterleib sowie die Diagnostik und eine faire Behandlung der Betroffenen gemeinsam zu unterstützen.

978-3-17-032097-0_kProf. Dr. Annemarie Jost befasst sich bereits seit Jahren intensiv mit dem Thema FASD. Erst kürzlich veröffentlichte sie dazu gemeinsam mit Dr. Jan V. Wirth (HerausgeberInnen) eine Publikation mit dem Titel „Mehrperspektivisches Arbeiten in der Kinder-und-Jugendhilfe: ‚Steven M.‘ – ein Junge mit FASD“ (ISBN: 978-3-17-032097-0), die im Kohlhammer Verlag Stuttgart erschienen ist. Darin erhalten Fachkräfte im Bereich der Sozialen Arbeit auf Grundlage eines konkreten Jugendhilfefalls Einblicke in das Krankheitsbild von FASD, die Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung, aber auch die Konflikte in Familie und Gesellschaft. Gleichzeitig werden Vorschläge für mögliche Förder- und Lernangebote, persönliche und rechtliche Unterstützung oder Therapien in typischen Fällen vermittelt. Dabei zielen die Fachautoren darauf ab, für Praktiker wie Entscheider aufzuzeigen, wie Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien am besten geholfen werden kann.

Kontakt
Prof. Dr. Annemarie Jost
Sozialpsychiatrie
T +49 (0) 355 5818-419
E Annemarie.Jost(at)B-TU.De

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BumF Online-Umfrage 2017 zur Situation von unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Posted on Oktober 19, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie |

logoAuch in diesem Jahr führt der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. eine Online-Umfrage durch, die sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Pflegeeltern, Beratende und weitere Personen richtet, die mit unbegleiteten minderjährigen und jungen erwachsenen Geflüchteten in Kontakt stehen.

Mit dieser Befragung möchten sie sich einen Überblick über die Situation der Jugendlichen verschaffen, die sich in Deutschland aufhalten und im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe versorgt werden bzw. wurden.

Bis zum 03.11.2017 kann man unter dem folgenden Link an der Umfrage teilnehmen:

https://www.soscisurvey.de/Umfrage_BumF_2017/

Es ist dem BumF e.V. ein großes Anliegen möglichst viele Fachkräfte zu erreichen, um somit gute Praxis und bestehende Probleme identifizieren und in diesem Kontext auch von deren Erfahrungen als Praktiker/innen profitieren zu können. Die Umfrage hat auch das Ziel, über einen langfristigen Zeitraum Veränderungen in der Situation von jungen Geflüchteten und den Fachkräften, die mit ihnen zusammenarbeiten, abbilden zu können.

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Niedersachsen + Bremen: Mehr Kinder und Jugendliche leben in Heimen und Pflegefamilien

Posted on Oktober 16, 2017. Filed under: Bremen, Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logo„Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Pflegefamilien und Betreuungseinrichtungen ist in Niedersachsen in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Nach Zahlen des niedersächsischen Landesamtes für Statistik kletterte die Zahl von rund 11 100 Betroffenen im Jahr 2010 auf knapp 16 000 Betroffene im vergangenen Jahr.“

„In Bremen lebten im vergangenen Jahr mehr als 2200 Kinder und Jugendliche in Heimen und Pflegefamilien, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Im Jahr 2015, nachdem besonders viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ins kleinste Bundesland gekommen waren, gab es knapp hundert Betroffene mehr. Vergleicht man die Zahlen mit dem Jahr 2010, zeigt sich ein enormer Anstieg. Damals lebten 1625 Minderjährige in Einrichtungen und bei Pflegeeltern.“

zum Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 13.10.2017

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2016: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 5,7 %

Posted on Oktober 6, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoWIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136 900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 21 600 eindeutig als Kindeswohl­gefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2015 einen Anstieg um 3,7 %. Bei 24 200 Verfahren (+ 0,1 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In rund 46 600 Fällen (+ 8,0 %) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (44 500) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+ 7,8 %).

Die meisten der rund 45 800 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (61,1 %). In 28,4 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas seltener (25,7 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,4 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,7 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,7 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 16,0 %.

Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 22,1 % der Verfahren. Bei 12,9 % kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen, bei 11,6 % waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,4 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Hinweise
Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes droht oder bereits vorliegt. Erhält das Jugendamt Kenntnis davon, so hat es im Rahmen seines Schutzauftrags Gefährdungsrisiko und Hilfebedarf unter Beteiligung verschiedener Fachkräfte abzuschätzen (§ 8a SGB VIII).

Weitere Informationen zur Kinder- und Jugendhilfe sind unter Publikationen Soziales abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 04.10.2017

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243 Kinder und Jugendliche 2016 in Sachsen adoptiert

Posted on Oktober 5, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: |

logoInsgesamt 243 Kinder und Jugendliche wurden 2016 in Sachsen adoptiert, 117 Jungen und 126 Mädchen. Das waren 29 Adoptionen weniger als im Vorjahr.
Wie das Statistische Landesamt Sachsen weiter mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption 178 Kinder (73 Prozent) unter 6 Jahre alt – darunter 27 unter einem Jahr – und 40 Kinder 6 bis unter 12 Jahre.
Von den adoptierten Kindern wurden 50 Prozent (121) von ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter angenommen, was keine Veränderung der Lebenssituation der Kinder zur Folge hatte. Von Verwandten, z. B. Onkel und Tanten bzw. Großeltern, wurden zwei Kinder adoptiert. 49 Prozent (120) waren mit den annehmenden Eltern nicht verwandt.
Am Ende des Jahres 2016 befanden sich 203 Kinder in Adoptionspflege, einer Probezeit für Kinder und potentielle Eltern. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 250 Bewerbungen für 60 zur Adoption vorgemerkte Kinder vor. Somit kamen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind vier Adoptionsbewerber.
Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 05.10.2017

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Bayern: Mehr junge Menschen waren 2016 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Posted on Oktober 5, 2017. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

logoIm Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe wurden im Jahr 2016 wieder eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII) als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2016 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg waren mehr Buben bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (60,2 Prozent).

Für 71 084 junge Menschen (+0,7 Prozent gegenüber 2015) wurden im Jahr 2016 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 68 577 (+0,8 Prozent) wurden Hilfen 2016 beendet und für 75 937 junge Menschen (+1,8 Prozent) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erhielten von den 75 937 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 20 667 Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Dabei fand bei 8 332 jungen Menschen die Beratung gemeinsam mit der Familie statt, in 9 952 Fällen vorrangig mit den Eltern oder einem Elternteil und in 2 383 Fällen vorrangig mit dem jungen Menschen selbst. Betroffen waren 11 137 Buben bzw. junge Männer (53,9 Prozent) und 9 530 Mädchen bzw. junge Frauen.

14 187 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (14 013) war hier eine Zunahme von einem Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 520 (53,0 Prozent) männlich und 6 667 weiblich.

12 061 seelisch behinderte junge Menschen erhielten Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (11 163) eine Zunahme von acht Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen erfolgten 8 930 ambulant/teilstationär, 3 017 in einer Einrichtung und 114 bei einer Pflegeperson. 8 306 der betroffenen jun-gen Menschen waren männlich (68,9 Prozent) und 3 755 weiblich.

Zudem wurden am Jahresende 2016 insgesamt 10 216 junge Menschen in einem Heim oder einer betreuten Wohnform erzogen (§ 34 SGB VIII). Gegenüber 2015 mit 10 460 Jugendlichen bedeutet dies einen Rückgang von gut zwei Prozent. Von den 10 216 jungen Menschen waren 75,0 Prozent Buben bzw. junge Männer.

8 178 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut. Von diesen waren 4 266 Buben bzw. junge Männer und 3 912 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Vorjahr (8 191) blieb die Zahl der jungen Menschen in Vollzeitpflege nahezu unverändert.

Über alle Hilfearten hinweg waren 45 740 (60,2 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer als Mädchen beziehungsweise junge Frauen (30 197) auf Hilfen und Beratungen angewiesen.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 05.10.2017

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Jugendämter schalten Familiengericht ein – 1 841 Maßnahmen in Sachsen 2016 eingeleitet

Posted on Oktober 4, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , |

logoFür Kinder und Jugendliche haben die Jugendämter in Sachsen 2016 in Folge einer Gefährdung des Kindeswohls insgesamt 1841 Maßnahmen beim Familiengericht nach § 1666 Absatz 3 BGB eingeleitet. Diese waren u.a. darauf zurückzuführen, dass die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder in der Lage waren, die Gefahr für das Kind abzuwenden oder einer Inobhutnahme widersprachen. Die Maßnahmen des Familiengerichts umfassten:

  • 462 Auferlegungen der Inanspruchnahme von Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII – z.B. Hilfen zur Erziehung),
  • 194 Aussprachen von Geboten und Verboten gegenüber den Personensorgeberechtigten oder Dritten gemäß § 1666 Absatz 3 Nummer 2 bis 4 BGB (z.B. das Gebot für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen; das Verbot, Orte, an denen sich das Kind regelmäßig aufhält, aufzusuchen oder Kontakt mit dem Kind aufzunehmen),
  • 90 Ersetzungen von Erklärungen des/der Personensorgeberechtigten (z.B. die Einwilligung in die Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung oder die Zustimmung zur Inobhutnahme eines Kindes) und
  • 711 vollständige und 384 teilweise Übertragungen der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (vollständiger und teilweiser Entzug der elterlichen Sorge)

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 04.10.2017

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Der lange Schatten von Gewalt im Kindesalter – Erforschung generationsübergreifender Folgen früher Traumata

Posted on Oktober 1, 2017. Filed under: Forschung, Gesundheit, Publikationen | Schlagwörter: |

logoÜbertragen sich Kindheitstraumata, wie beispielsweise frühe Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, auf folgende Generationen? Lassen sich die Spätfolgen von Kindheitstraumata in darauffolgenden Schwangerschaften nachweisen? Und haben Kinder von Müttern, die solche Erfahrungen gemacht haben, aufgrund dieser veränderten pränatalen Bedingungen ein erhöhtes Krankheitsrisiko? Diesen Fragen gehen Forscher um Prof. Dr. Claudia Buß an der Charité – Universitätsmedizin Berlin in den kommenden fünf Jahren nach. Mit 1,48 Millionen Euro fördert der Europäische Forschungsrat die geplanten Untersuchungen. Die Arbeiten beginnen in diesem Monat und erste Frauen werden in die Studien aufgenommen.

Laut EU-Statistik hat eine von drei Frauen in ihrem Leben physische oder sexuelle Gewalt erlebt. Die Spätfolgen kindlicher traumatischer Erfahrungen können vielseitig sein und ein verändertes Stressverhalten, Fettleibigkeit oder auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, im Verlauf des Lebens wiederholt Gewalt ausgesetzt zu sein, umfassen. Kinder von Frauen mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für psychische und auch körperliche Erkrankungen, auch wenn sie selbst keine traumatischen Erfahrungen gemacht haben. „Es ist wie ein langer Schatten, den Gewalt- und Missbrauchserfahrungen im Kindesalter auslösen“, sagt Prof. Dr. Claudia Buß. „Inwiefern dieser auch in die folgende Generation hineinreicht, das wollen wir herausfinden, beispielsweise anhand von Beobachtungen der Gehirnentwicklung des Kindes.“

Bisher wurden die Ursachen einer möglichen Übertragung mütterlicher früher Lebenserfahrungen in der postnatalen Entwicklungsphase des Kindes gesucht, denn häufig leiden betroffene Frauen unter postpartaler Depression oder haben Schwierigkeiten, eine enge Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, was eine optimale kindliche Entwicklung beeinträchtigen kann. Die Charité-Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Übertragungsprozess jedoch bereits viel früher beginnt. Zeigen sich während der Schwangerschaft Veränderungen in der Stressbiologie der Mutter, die die Entwicklung des Ungeborenen beeinflussen könnten? Sind daher Kinder von Müttern mit traumatischen Kindheitserfahrungen in ihrem späteren Leben anfälliger für Krankheiten? Lassen sich Veränderungen in der Gehirnstruktur von Neugeborenen feststellen, deren Mütter traumatische Erfahrungen gemacht haben, als sie selbst Kind waren? Fragen wie diese zu den langfristigen Auswirkungen von Kindheitstraumata und deren Übertragung während der Schwangerschaft auf die nachfolgende Generation wollen Prof. Buß und ihr Team anhand umfassender Studien beantworten.

Quelle: Pressemitteilung des Informationsdienstes Wissenschaft e.V. vom 25.09.2017

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Mehr Adoptionen in Hessen 2016 — 8 von 10 der adoptierten Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit

Posted on September 16, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2016 wurden in Hessen 310 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren 54 Adoptierte oder 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatten 8 von 10 der adoptierten Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit.

58 Prozent der adoptierten Kinder wurden vom Stiefvater oder von der Stiefmutter und gut 35 Prozent von familienfremden Personen angenommen. Gut 6 Prozent der Adoptiveltern waren mit dem Kind bzw. Jugendlichen verwandt.

2016 waren knapp 43 Prozent der adoptierten Kinder jünger als 3 Jahre, 14 Prozent waren zwischen 3 und 5 Jahre und 24 Prozent zwischen 6 und 11 Jahre alt. 12 Jahre oder älter waren weitere 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen.

Bei 58 Prozent der adoptierten Kinder war der abgebende Elternteil ledig. In 4 Prozent der Fälle waren die abgebenden Eltern verheiratet und lebten zusammen. Der Anteil der verwitweten Eltern lag ebenfalls bei 4 Prozent. In 10 Prozent lebten die Eltern in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Weitere 14 Prozent der abgebenden Eltern waren geschieden oder lebten getrennt. Bei einem Prozent der Adoptionen waren die Eltern tot und bei 10 Prozent war der Familienstand der abgebenden Eltern unbekannt.

Am Jahresende 2016 waren 53 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Demgegenüber lagen den Adoptionsvermittlungsstellen 441 Adoptionsbewerbungen vor. Rechnerisch standen damit einer oder einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen 8 mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 13.09.2017

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3. FASD-Curriculum am 17./18.11. in Leipzig – nur noch wenige Plätze frei

Posted on September 11, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Das Sozialpädiatrischen Zentrum Leipzig (SPZ) veranstaltet am 17./18.11.2017 sein 3. FASD-Curriculum zu dem Ärzte, Hebammen, Sozialarbeiter, Lehrer, Erzieher, Dipl.- Psychologen/ Kindertherapeuten, Ergo-, Logo-, Physiotherapeuten, Profi- Pflegeeltern und andere Interessierte eingeladen sind.

Neben der Behandlung interessanter Themen, wie Prävalenz, neurobiologische Grundlagen, Diagnostik, S 3 Leitlinie mit up-date, neuropsychologische Diagnostik, Komorbiditäten, interdisziplinäre Therapie, psychosoziale Aspekte, Sozialmedizin/Sozialrecht, Schule/ Beruf/ Wohnen, Justiz und Vernetzung/ Brainstorm, werden auch Neuigkeiten vom Weltkongress in Vancouver weitergegeben.

Informationsflyer

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Hessen: Elterliche Sorge 2016 häufiger entzogen — Mehr Amtsvormundschaften, weniger Amtspflegschaften und Beistandschaften

Posted on September 6, 2017. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2016 ordneten hessische Familiengerichte 1114 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 201 Maßnahmen oder 12 Prozent mehr als im Jahr 2015. Erfasst werden hier nur die Fälle, bei denen zuvor eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen wurde. Die Einschränkung oder der Entzug des Sorgerechts erfolgt, wenn eine Gefahr für das Wohl oder Vermögen des Minderjährigen auf andere Weise nicht abgewendet werden kann. Dabei wird die elterliche Sorge vollständig oder teilweise auf das Jugendamt oder eine dritte Person als Vormund, Pflegerin oder Pfleger übertragen.

Amtsvormundschaft

Zum Jahresende 2016 lebten in Hessen insgesamt 5342 (2015: 4579) Kinder und Jugendliche unter gesetzlicher oder gerichtlich bestellter Vormundschaft der Jugendämter. Das waren 17 Prozent mehr als 2015. Bei 321 Kindern (2015: 288) lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. Bei 5021 Kindern und Jugendlichen (2015: 4291) übertrug das Vormundschafts- oder Familiengericht das Sorgerecht auf das Jugendamt und entzog den Eltern das Sorgerecht (bestellte Amtsvormundschaft). Zwei Drittel davon waren nicht deutsche Kinder- und Jugendliche.

Amtspflegschaft

Am 31.12.2016 waren 2755 Kinder und Jugendliche (2015: 4161) in bestellter Amtspflegschaft, ein Drittel weniger als 2015. Bei der Amtspflegschaft werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen. Die Pflegschaft unterscheidet sich von der Vormundschaft im Wesentlichen dadurch, dass die Pflegerin oder der Pfleger nur für einzelne, fest umgrenzte Aufgaben zuständig ist. In der jugendamtlichen Praxis betreffen die Aufgaben relativ häufig die Themen „Aufenthaltsbestimmungsrecht“ (z. B. Anträge stellen, Behördengänge) oder „Gesundheitsfürsorge“.

Beistandschaft

Für Sorgeberechtigte, z. B. Alleinerziehende, besteht die Möglichkeit, beim Jugendamt Beistand (Unterstützung) für bestimmte Angelegenheiten zu bestellen. Für 28 760 Kinder und Jugendliche gab es im Jahr 2016 sogenannte Beistandschaften, rund 4 Prozent weniger als 2015 (29 944). Die Beistandschaft hilft Personensorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, z. B. bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Den Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 06.09.2017

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InterviewpartnerInnen gesucht für Zulassungsarbeit „Die Situation lieblicher Eltern von Pflegekindern mit einer Behinderung“

Posted on September 5, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Eine Studentin der Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg sucht für ihre Abschlussarbeit für das Lehramt Sonderpädagogik zum Thema „Die Situation lieblicher Eltern von Pflegekindern mit einer Behinderung“ leibliche Eltern von Pflegekindern mit einer Entwicklungsverzögerung, die sich zu einem Interview bereit erklären.

Hierzu benötigt sie sechs Interviewpartner, die bereit sind über ihre Situation zu sprechen. Dabei wird es um die Kinder gehen und die Gründe für ihren Aufenthalt in einer Pflegefamilie, die Häufigkeit der Besuche dieser, das Verhältnis zu den Pflegeeltern und auch die Unterstützungsangebote und Verbesserungswünsche nach der Abgabe der Kinder. Die gestellten Fragen müssen nicht alle beantwortet werden, wenn dies nicht erwünscht ist.

Gerne ist Frau Lohrmann auch zu einem Telefonat bereit und bei weiteren Fragen auch per Mail erreichbar.

Kontakt:
Elena Lohrmann
Telefon: 015232757780
E-Mail: elenalohrmann@yahoo.de

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Buch-Tipp: „FASD – Resignation? Motivation!“

Posted on September 5, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Schulz-Kirchner Verlag ist der Titel „FASD – Resignation? Motivation!“ von Gisela Michalowski und Katrin Lepke neu erschienen. Der Titel war das Motto der 18. FASD-Fachtagung 2016 in Osnabrück.

Wie häufig möchten wir im Alltag mit unseren Menschen mit FASD resignieren? Aufgeben? Wie oft fühlen wir uns ausgebrannt?

Es sind die Situationen, in denen wir zum x-ten Mal in den Kindergarten, in die Schule bestellt werden, weil unsere Kinder nicht so funktionieren, wie es die Gesellschaft erwartet und wie wir es wider besseres Wissen auch allzu oft erwarten. Hinzu kommt häufig noch die Frustration, wenn man wieder einmal um jede kleine Hilfe kämpfen muss oder wieder mal als Helikopter- oder unfähige Eltern abgestempelt wird.

Der Alltag ist anstrengend und herausfordernd für die Bezugspersonen von Menschen mit FASD, aber auch für die Menschen mit FASD selbst, die immer mehr Leistung erbringen müssen als ihre Altersgenossen.

Aber was motiviert uns? Was treibt uns an? Schauen wir auf unsere besonderen Menschen, sehen ihre guten Seiten! Sie überraschen uns immer wieder mit kleinen Momenten der Freude, mit Gesten, mit Blicken, mit einem Lächeln, mit kleinen Erfolgen im Alltag, die wir so nicht erwartet hatten. Diese besonderen Augenblicke lassen uns innehalten.

Und das ist es auch, was uns motiviert, weiterzumachen, Menschen mit FASD zu unterstützen, damit sie ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten entsprechend aufwachsen und leben können.

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Kindeswohlgefährdung: 9900 Gefährdungseinschätzungen in Hessen 2016 — Die Hälfte der betroffenen Kinder unter 7 Jahren

Posted on September 1, 2017. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2016 wurden in Hessen knapp 9900 Gefährdungseinschätzungen nach § 8a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe) durchgeführt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 11 Prozent mehr als im Jahr 2015.

Als Ergebnis der durchgeführten Gefährdungseinschätzungen wurde bei 16 Prozent (1566 Fälle) eine akute und bei 14 Prozent (1364 Fälle) eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 70 Prozent der Fälle lag keine Kindeswohlgefährdung vor. Bei der Hälfte der Fälle ohne Kindeswohlgefährdung bestand ein Hilfebedarf. Die Hälfte aller Gefährdungseinschätzungen betrafen Kinder unter 7 Jahren.

Von den 2930 Fällen, in denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, war mit 52 Prozent (1538 Fälle) die Vernachlässigung die am häufigsten genannte Art, gefolgt von psychischen Misshandlungen mit 36 Prozent (1051) und den körperlichen Misshandlungen mit 30 Prozent (892). Anzeichen sexueller Gewalt wurden in 5 Prozent der Fälle (156) festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich. Bei den akuten Kindeswohlgefährdungen spielten körperliche Misshandlungen mit 36 Prozent eine größere Rolle als bei latenten Gefährdungen (25 Prozent).

In den 1566 Fällen der akuten Kindeswohlgefährdung waren Mädchen geringfügig häufiger betroffen als Jungen.

Als Folge der akuten Kindeswohlgefährdung wurden junge Menschen in 44 Prozent der 1566 Fälle im Jahr 2016 in Obhut, d. h. aus der Familie, genommen. Weitere Hilfsmaßnahmen waren in 34 Prozent der Fälle die Einschaltung des Familiengerichts, in 26 Prozent eine erstmalige Gewährung von Hilfe zur Erziehung und in 17 Prozent die Fortführung der bisherigen Hilfe. In knapp 21 Prozent der Fälle wurde eine andere Hilfe eingeleitet und in gut 8 Prozent wurde keine Hilfe neu eingeleitet. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Konstellation der Familienverhältnisse spielte für die Gefährdungseinschätzungen eine große Rolle. In 48 Prozent der Fälle lebte der junge Mensch bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit neuer Partnerin oder neuem Partner.

Häufig erfolgte die Initiative zur Gefährdungseinschätzung durch die Polizei, das Gericht und die Staatsanwaltschaft (22 Prozent) oder die Nachbarschaft (11 Prozent). Auch die Initiative von Ärzten und anonymen Anzeigen (jeweils 10 Prozent) sowie Anzeigen durch die Schule (9 Prozent) führten zu einer Gefährdungseinschätzung. Eltern bzw. Personensorgeberechtigte wurden in 7 Prozent tätig. Andere Institutionen oder Personen, auf deren Initiative die Gefährdungseinschätzung erfolgte, spielten mit jeweils unter 6 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 01.09.2017

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Fast 400 Kinder und Jugendliche 2016 in Niedersachsen adoptiert

Posted on August 31, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Publikationen |

logoHANNOVER. Im Jahr 2016 gab es insgesamt 398 Adoptionen von Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 197 Mädchen und 201 Jungen an Kindes statt angenommen. Die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen 366 Kinder und Jugendliche, 32 Minderjährige hatten eine andere Staatsangehörigkeit.

Fast 70% der adoptierten Mädchen und Jungen (276 Minderjährige) wurden von einem Stiefvater bzw. von einer Stiefmutter adoptiert. Verwandte adoptierten 18 Minderjährige und 104 Kinder und Jugendliche standen in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu ihren Adoptiveltern.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren 44% der Kinder noch keine drei Jahre alt. Insbesondere bei Kindern, die in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu ihren Adoptiveltern standen, fand eine Adoption hauptsächlich im Baby- oder Kleinkindalter statt (87 %).

Am Jahresende 2016 waren insgesamt 74 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Ende 2015 betraf dies 57 Minderjährige. In Adoptionspflege befanden sich im letzten Jahr 212 Kinder bzw. Jugendliche. Die Adoptionspflege beginnt mit dem Zeitpunkt zu dem das Adoptivkind in dem neuen Zuhause aufgenommen wird und endet mit dem Beschluss des Vormundschaftsgerichts. Dieser Zeitraum soll den neuen Eltern und dem Kind Zeit geben, sich als „neue Familie“ zu finden.

Für das Jahr 2016 wurden 467 vorgemerkte Adoptionsbewerbungen potentieller Adoptiveltern gemeldet, 44 mehr als ein Jahr zuvor.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen vom 31.08.2017

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5200 Kinder und Jugendliche von hessischen Jugendämtern 2016 in Obhut genommen

Posted on August 28, 2017. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die hessischen Jugendämter meldeten im Jahr 2016 insgesamt 5178 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 1878 Personen oder 27 Prozent weniger als 2015. Bei diesen Schutzmaßnahmen handelte es sich um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie, einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen. Die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen nahm deutlich ab, weil die Zahl der unbegleiteten Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland gegenüber 2015 um 55 Prozent zurückging. Insgesamt reisten 2045 Kinder und Jugendliche im Jahr 2016 unbegleitet ein. Im Jahr 2015 lag diese Zahl bei 4568. Ohne die unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland stiegen die vorläufigen Schutzmaßnahmen gegenüber 2015 um 26 Prozent.

64 Prozent der in Obhut genommenen jungen Menschen waren männlich. Ohne Berücksichtigung der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland betrug der Anteil der Jungen an den Inobhutnahmen 49 Prozent.

Anlässe für Schutzmaßnahmen

Die häufigsten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (39 Prozent) und die „Überforderung der Eltern oder eines Elternteils“ (27 Prozent). Vernachlässigung und Anzeichen für Misshandlungen machten 9 bzw. 10, Beziehungsprobleme 6 und Integrationsprobleme 5 Prozent aus. Sonstige Probleme wurden in 22 Prozent der Fälle angegeben. Andere Gründe blieben mit jeweils weniger als 3 Prozent unbedeutend. Mehrfachnennungen waren möglich.

Wen betrafen die Schutzmaßnahmen?

Zwei Drittel der Betroffenen waren älter als 14 Jahre. Im Jahr 2015 kamen 8 von 10 aus dieser Altersgruppe. Diese Abnahme war eine Folge des Rückgangs an unbegleiteten Einreisen.

Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (66 Prozent). 25 Prozent wurden bei einer geeigneten Person untergebracht und 9 Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 29 Prozent der Inobhutnahmen kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zu der bzw. dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim zurück. In 23 Prozent wurden die Betroffenen außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; in 19 Prozent erhielten sie eine sonstige stationäre Hilfe und 8 Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. In 14 Prozent der Inobhutnahmen erfolgte keine anschließende Hilfe und in weiteren 14 Prozent wurden die Betroffenen von einem anderen Jugendamt übernommen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 28.08.2017

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9. Internationale Foster Care Research Network Conference vom 27.-29.09. in Paris

Posted on August 27, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Die 9. Internationale Forschungstagung des Foster Care Research Network findet unter dem Thema „Continuity and Disruption“ vom 27. – 29. September 2017 an der Université Paris Ouest Nanterre la Defense statt.

Die ersten beiden Tage diskutieren Wissenschaftler_innen aus ganz Europa und darüber hinaus über aktuelle Ergebnisse der Forschung zur Pflegekinderhilfe. Am dritten Tag findet eine Tagung für französische Fachkräfte statt, bei der Dr. Daniela Reimer einen Vortrag zum Thema „Abbrüche in der Pflegekinderhilfe“ halten wird.

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Über 41.700 neu begonnene Hilfen zur Erziehung in der Region Berlin-Brandenburg

Posted on August 25, 2017. Filed under: Berlin, Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2016 begann für 24.301 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 17.416 in Brandenburg eine Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das gegenüber dem Vorjahr in Berlin eine Verringerung um 2,4 Prozent und in Brandenburg eine Steigerung von 6,6 Prozent. Fast 39.000 Hilfen (Berlin: 22.689; Brandenburg: 16.263) wurden im Laufe des Jahres beendet und über
41.500 (Berlin: 23.271; Brandenburg: 18.322) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2016 beendeten und bestehenden Hilfen bildeten im Land Brandenburg Erziehungsberatungen mit 6,6 Prozent den Schwerpunkt. In Berlin war fast jede zweite gewährte Hilfe eine Erziehungsberatung (48,2 Prozent). Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 17 Prozent in Brandenburg und 13 Prozent in Berlin an zweiter Stelle. Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in Brandenburg in 15,2 Prozent und in Berlin in 11 Prozent der Fälle geleistet. In Brandenburg wurden mehr als 3.400 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen erfasst. In Berlin waren es mehr als 4 200 Fälle.

Die erzieherischen Hilfen richten sich überwiegend an junge Menschen, zum Teil jedoch an Familien. Insgesamt erhielten fast 40.000 junge Menschen im Land Brandenburg und mehr als 51.000 in Berlin Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Hauptgründe für die Hilfegewährung sind eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten sowie die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 25.08.2017

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Zahl der Gefährdungseinschätzungen in Niedersachsen 2016 um 15% angestiegen

Posted on August 24, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoHANNOVER. Im Jahr 2016 wurden in Niedersachsen insgesamt 10.220 Gefährdungseinschätzungen durch die Jugendämter vorgenommen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, entspricht dies einem prozentualen Anstieg um 15,3% im Vergleich zum Vorjahr (8.862 Verfahren).

Das zuständige Jugendamt hat eine Gefährdungseinschätzung gemäß § 8a Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) durchzuführen, wenn Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Wohls des Kindes oder Jugendlichen vorliegen. In Zusammenarbeit mehrerer Fachkräfte wird das Gefährdungsrisiko eingeschätzt. Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen gegeben oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist. Die Sorgeberechtigten – in der Regel die Eltern bzw. ein Elternteil – sind in diesen Fällen nicht in der Lage oder nicht Willens, die Gefährdungssituation für das Kind oder den Jugendlichen abzuwenden.

Bei 1.283 Kindern oder Jugendlichen (12,6%) wurde eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt. Anzeichen gab es unter anderem für eine Vernachlässigung (757 Fälle) oder eine körperliche Misshandlung (440 Fälle). Die Jugendämter sind gehalten, alle zutreffenden Arten der Kindeswohlgefährdung anzugeben, so dass hier Mehrfachnennungen möglich sind. Im Jahr 2015 wurde in 1.035 Fällen (11,7%) eine akute Kindeswohlgefährdung angegeben.

Eine latente Kindeswohlgefährdung betraf 1.375 Kinder bzw. Jugendliche (13,5%) 2016. Dabei wurden in 824 Fällen Anzeichen von Vernachlässigung erkannt. Eine psychische Misshandlung des Kindes wurde in 382 Verfahren festgestellt. Im Jahr 2015 lag eine latente Kindeswohlgefährdung in 1.295 Fällen vor (14,6%).

Insgesamt stellten die Jugendämter bei 2.658 Kindern eine Kindeswohlgefährdung bzw. latente Kindeswohlgefährdung fest. Dies entspricht 26,0% aller Gefährdungseinschätzungen 2016. Bei den übrigen 7.562 Kindern (74,0%) konnte keine Kindeswohlgefährdung festgestellt werden. Jedoch wurde in 3.680 Verfahren ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf sichtbar.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen vom 24.08.2017

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2016: 84 200 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

Posted on August 23, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im Jahr 2016 führten die Jugendämter in Deutschland 84 200 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen durch (Inobhutnahmen). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 6 600 Inobhutnahmen mehr als 2015 (+ 8,5 %). Auch wenn das Plus deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel (2015 zu 2014: + 61,6 %), hat sich damit die Zahl vorläufiger Schutzmaßnahmen seit 2013 fast verdoppelt (2013: 42 100 Inobhutnahmen). Hauptgrund für das anhaltend hohe Niveau der Inobhutnahmen sind unbegleitete Einreisen aus dem Ausland: 2016 wurden aus diesem Anlass 44 900 Schutzmaßnahmen durchgeführt, 2 600 mehr als 2015 (+ 6,2 %).

Die deutschen Jugendämter sind berechtigt und verpflichtet, vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen als sozialpädagogische Hilfe in akuten Krisen- oder Gefahrensituationen durchzuführen. Diese können auf Bitte der betroffenen Kinder, bei einer dringenden Gefahr für das Kindeswohl oder bei unbegleiteter Einreise aus dem Ausland eingeleitet werden. Bis eine Lösung für die Problemsituation gefunden ist, werden die Minderjährigen in Obhut genommen und gegebenenfalls fremduntergebracht, zum Beispiel in einem Heim oder bei einer Pflegefamilie.

21 700 Kinder, die im Jahr 2016 eine vorläufige Schutzmaßnahme durchliefen, waren jünger als 14 Jahre alt. In dieser Altersgruppe wurden die Kinder am häufigsten wegen Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils (45 %) und zum Schutz vor Vernachlässigung (19 %) in Obhut genommen. Auch die unbegleitete Einreise (15 %) und der Schutz vor Misshandlung (13 %) spielten hier eine größere Rolle. Bei den 62 500 Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren stand dagegen mit Abstand die unbegleitete Einreise aus dem Ausland im Vordergrund (67 %). Weitere Anlässe von Bedeutung waren in diesem Alter die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils (12 %) und Beziehungsprobleme (6 %). Auch bei der Dauer der vorläufigen Schutzmaßnahmen gab es altersspezifische Unterschiede: Während bei den unter 14-Jährigen 46 % der Inobhutnahmen nach spätestens zwei Wochen beendet werden konnten, traf dies nur auf 34 % der 14‑ bis 17-Jährigen zu.

Die meisten Inobhutnahmen endeten bei den Kindern unter 14 Jahren mit der Rückkehr zu den Sorgeberechtigten (41 %) oder der Einleitung einer erzieherischen Hilfe außerhalb des Elternhauses, also in einer Pflegefamilie oder einem Heim (28 %). Die Jugendlichen von 14 bis 17 Jahre kehrten dagegen deutlich seltener zu den Sorgeberechtigten zurück (13 %): Hier leitete das Jugendamt am häufigsten eine erzieherische Hilfe in einer Pflegefamilie, einem Heim beziehungsweise einer betreuten Wohnform ein (26 %) oder vermittelte den Jugendlichen eine sonstige stationäre Hilfe, zum Beispiel einen Aufenthalt in der Jugendpsychiatrie oder einem Krankenhaus (24 %).

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 23.08.2017

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AFET – Expertise zur Schulbegleitung erscheint im September

Posted on August 21, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Mit dem besonderen Blick auf das Kind, seinen individuellen, im SGB VIII und SGB XII verankerten Anspruch auf Eingliederungshilfe und seine Rechte auf eine adäquate Beschulung und bedarfsgerechte Förderung in der Schule gab der AFET an Herrn Prof. Dr. Martin Heinrich & Jun.-Prof.in Dr. Christine Demmer, Anika Lübeck, M.A. & M.Ed. von der Universität Bielefeld die Erstellung der Expertise „Funktion und Funktionalität von Schulbegleitung im inklusiven Schulsystem!?“ in Auftrag.

Darin werden, basierend auf breiter Forschungsanalyse und Praxisbeispielen, Bearbeitungsansätze für den Einsatz von SchulbegleiterInnen an Regelschulen präsentiert und Perspektiven für eine funktionale Verantwortungsgemeinschaft an inklusiven Schulen aufgezeigt.

Die Expertise wird während der Fachtagung „Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern – Wie Kooperation zwischen der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?“ am 27.09.2017 durch ihre AutorInnen präsentiert und kann gleich vor Ort zu einem Sonderpreis von 9,00 Euro erworben werden. Regulär kostet sie 11,00 Euro (Mitgliederpreis 9,00 Euro) zzgl. Portokosten.

Die Expertise kann beim AFET bereits vorbestellt werden. Bitte geben Sie hierzu AFET-Expertise Nr. 11-2017 an.

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Artikel „Geschlechtsidentität von Kindern: Eltern ohne Einfluss“

Posted on August 17, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, International, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Der Artikel „Geschlechtsidentität von Kindern: Eltern ohne Einfluss“ der Pharmazeutischen Zeitung Online vom 16.08.2017 berichtet von einer Studie der University of Kentucky, die das Spielverhalten und die Entwicklung adoptierter Kinder aus insgesamt 106 amerikanischen Familien mit lesbischen, schwulen oder heterosexuellen Elternpaaren untersuchte. Es zeigte sich, dass die sexuelle Orientierung der Eltern und der Familientyp keinen signifikanten Einfluss auf die Geschlechtsidentität der Kinder hatten.

Auch DIE WELT widmet der Studie einen Beitrag: „Mutter, Mutter, Kind“ vom 16.08.2017

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Mecklenburg-Vorpommern: 62 Adoptionen in 2016

Posted on August 17, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Publikationen | Schlagwörter: , |

62 Kinder und Jugendliche, 32 Mädchen und 30 Jungen, wurden 2016 adoptiert. Das waren 17 Adoptionen mehr als im Vorjahr.

30 der 62 Adoptionen erfolgte durch Verwandte oder durch Stiefeltern, also einen neuen Partner oder eine neue Partnerin des leiblichen Elternteils und 32 durch nicht verwandte Personen.

Von den im Jahr 2016 adoptierten Kindern waren 29 unter drei Jahre alt. Lediglich 5 von ihnen wurden von Verwandten oder Stiefeltern adoptiert, 24 Kleinkinder waren dagegen nicht mit ihren Adoptiveltern verwandt. Bei den älteren Kindern verhielt es sich genau umgekehrt: 25 der insgesamt 33 Kinder, die über drei Jahre alt waren, wurden von ihren Stiefeltern adoptiert und nur 8 von fremden Personen.

Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern vom 17.08.2017

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Befragung: „Traumatisierte Pflegekinder – professionelle Fachkräfte!?“ – Bitte mitmachen

Posted on August 16, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Studierende der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg Sven Rupp bittet um Ihre Mitarbeit:

Liebe Pflegeeltern,

wenn Pflegekinder in einer Pflegefamilie untergebracht werden, dann haben sie oft Schlimmes erlebt. Pflegeeltern leisten Großes, wenn sie Kinder mit besonderen Belastungen, Verhaltensweisen und Konfliktpotential bei sich aufnehmen, sie lieben und schützen. Oft aber geraten sie hierbei auch an ihre Grenzen, fühlen sich schlecht begleitet und unzureichend vorbereitet.
Genau diesen Bereich möchte ich in meiner Bachelor-Thesis beforschen und führe eine Umfrage durch. Ich möchte herausfinden, welches Fachwissen Pflegeeltern besitzen, wie sicher sie sich fühlen und wie gut sie mit Begleitung ausgestattet werden.

Die nächsten 15 Minuten können sie sich anonym und offen beteiligen. Es werden keine Daten erhoben, die sie erkenntlich werden lassen. Es geht nicht speziell um sie persönlich, sondern um Sie als Pflegeeltern. Im Voraus bedanke ich mich bei Ihnen für dieses zusätzliche und nicht selbstverständliche Engagement.

Die Umfrage wird im Zeitraum zwischen dem 14.8.2017 – 7 Uhr und 4.9.2017 – 23:59 Uhr durchgeführt:
https://www.soscisurvey.de/traumapflege2017/

Bei aufkommenden Fragen und Anmerkungen wenden sie sich gerne direkt an: emailtosven@web.de

Mit besten Grüßen
Sven Rupp
Studierender der Sozialen Arbeit

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Baden‑Württemberg: Jedes fünfte adoptierte Kind hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit – Zahl der Adoptionen weiterhin rückläufig

Posted on August 16, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden 2016 von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Baden‑Württemberg 490 Adoptionen vorgenommen. Damit ist die Zahl der Adoptionen im Vergleich zum Vorjahr (510) um 4 % gesunken.

2016 wurden in Baden Württemberg 245 Jungen und 245 Mädchen zur Adoption vermittelt. Knapp ein Drittel der Adoptierten hatte das 3. Lebensjahr noch nicht erreicht, 11 % waren zum Zeitpunkt der Adoption zwischen 3 und unter 6 Jahren alt, weitere 16  % waren im Alter von 6 bis unter 9 Jahren. 41 % der adoptierten Kinder und Jugendlichen war zwischen 9 und 18 Jahre alt.

Gut 70 % der Adoptionen von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Baden‑Württemberg erfolgten 2016 durch die Partnerin oder den Partner des leiblichen Elternteils und demach durch Stiefeltern (336) oder durch eine, mit dem Adoptivkind verwandte Person (9). Es sind hierbei deutliche alterspezifische Unterschiede erkennbar. 45 % (70) der adoptierten Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren wurden von einem Stiefelternteil adoptiert, 55 % (86) von nicht verwandten Personen. Auch bei den 3 bis unter 6 Jährigen Adoptivkindern überwiegen mit 57 % (32) die Adoptionen durch nicht verwandte Personen. Schulpflichtige Kinder von 6 bis unter 9 Jahren werden hingegen deutlich seltener von nicht Verwandten angenommen (13 %). Bei den über 9-Jährigen liegt der Anteil bei 9 %. Bei knapp 80 % (391) der adoptierten Kinder und Jugendlichen war der leibliche Elternteil vor Beginn des Adoptionsverfahrens ledig oder geschieden. In 4 Fällen (1 %) wurde ein Kind von verheirateten und zusammenlebenden Eltern abgegeben. Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 386 (79 %) der adoptierten Kinder und Jugendlichen. Deren Anteil hat sich im Vergleich zum Erhebungsjahr 2015 um 5 %punkte erhöht. Von den 104 Adoptivkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten 58 % (60) aus europäischen und 31 % (32) aus asiatischen Ländern.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 16.08.2017

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Niedersachsen: Über die Hälfte der Inobhutnahmen 2016 zum Schutz von unbegleitet eingereisten Minderjährigen

Posted on August 9, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

HANNOVER. Im Jahr 2016 wurden 8.347 vorläufige Schutzmaßnahmen von niedersächsischen Jugendämtern vorgenommen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilt, waren darunter 4.365 Schutzmaßnahmen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise von Minderjährigen aus dem Ausland veranlasst wurden. In über der Hälfte der Fälle (52,3%) fand die Schutzmaßnahme somit aufgrund der unbegleiteten Einreise statt.

Bei einer vorläufigen Schutzmaßnahme nimmt das zuständige Jugendamt die Kinder oder Jugendlichen kurzzeitig in Obhut, wenn eine dringende Gefahr besteht oder die bzw. der Betroffene darum bittet. Ebenso werden Minderjährige grundsätzlich in Obhut genommen, die ohne Begleitung nach Deutschland einreisen und bei denen sich weder personensorgeberechtigte Personen noch Erziehungsberechtigte hier aufhalten.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Inobhutnahmen 2016 um 42,9% an. Im Jahr 2015 wurden 5.842 Minderjährige in Schutz genommen, darunter 2.534 Kinder und Jugendliche (43,4%) aufgrund einer unbegleiteten Einreise. Bereits 2015 ergab sich ein prozentualer Anstieg von 50,4% im Vergleich zu 2014. Vor der großen Flüchtlingsbewegung wurden 2014 insgesamt 3.885 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen, davon waren 354 unbegleitete Minderjährige (9,1%).

Unabhängig von der Zahl der unbegleitet eingereisten Minderjährigen sind die Schutzmaßnahmen von 2015 auf 2016 ebenfalls gestiegen (+20,4%). Wurden im Jahr 2015 insgesamt 3.308 Minderjährige aus anderen Gründen als einer unbegleiteten Einreise unter den Schutz des Jugendamtes gestellt, betraf dies 3.982 Kinder und Jugendliche im Jahr 2016. Als Gründe meldeten die zuständigen Jugendämter vor allem die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils, sonstige Probleme, Beziehungsprobleme oder Vernachlässigung. In der Statistik können bis zu zwei Gründe pro Fall angegeben werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen vom 07.08.2017

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Abschlusstagung des Projektes „Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ am 08.12. in Berlin

Posted on August 8, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Impulse für die Praxis der Jugendhilfe möchte die Abschlusstagung des Projektes „Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ am 08.12. in Berlin geben.

„Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Paten- und Vormundschaften“ ist ein Modellprojekt, das in Kooperation der Diakonie Deutschland und des Kompetenz-Zentrum Pflegekinderhilfe e. V. von Januar 2016 bis Dezember 2017 durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Gastfamilien, Vormundschaften und Patenschaften – sind Möglichkeiten sich für junge Geflüchtete zu engagieren und eine gute Ergänzung zu anderen, bestehenden Angebotenen der Jugendhilfe. Obgleich sie unterschiedliche Aufgaben und Schwerpunkte haben, benötigen sie durchweg qualifizierte professionelle Begleitung, um wirksam sein zu können.

Im Rahmen des Praxisprojekts wurden fachliche Empfehlungen entwickelt, insbesondere

  • zur Vermittlung von jungen Flüchtlingen in Gastfamilien
  • zur Qualifizierung von Gasteltern für junge Geflüchtete
  • zur Qualifizierung von Fachkräften
  • zur Förderung ehrenamtlicher Strukturen mit Vormündern und Paten.

In der Abschlusstagung werden Ergebnisse und Erkenntnissen aus dem Projekt aus Sicht der beiden Projektträger sowie der beteiligten kommunalen und freien Jugendhilfeträger vorgestellt. Darüber hinaus wird Prof. Wolf die wissenschaftliche Evaluation vorstellen und die daraus resultierenden Impulse für die Jugendhilfe insgesamt präsentieren.

Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Praktiker*innen und interessiertes Fachpublikum.

nähere Informationen

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Sachsen-Anhalt: Anzahl der Adoptionen im Jahr 2016 um 7 Prozent gestiegen

Posted on August 7, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Im Jahr 2016 wurden in Sachsen-Anhalt 97 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert (48 Jungen und 49 Mädchen). Damit stieg die Zahl der Adoptionen gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Adoptionen (51 Kinder bzw. 53 %) erfolgte durch ein Stiefelternteil, also einen neuen Partner oder eine neue Partnerin des leiblichen Elternteils. 45 Kinder und Jugendliche (46 %) wurden durch andere nicht verwandte Personen angenommen und 1 Prozent durch Verwandte.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren knapp die Hälfte der Kinder unter 3 Jahre alt, 8 Prozent zwischen 3 und unter 6 Jahren, 28 Prozent zwischen 6 und unter 12 Jahren und 18 Prozent 12 Jahre und älter. Hier zeigen sich Unterschiede beim Verwandtschaftsverhältnis der Kinder zu den Adoptiveltern: Bei Adoptionen von nicht verwandten Kindern lag der Anteil der unter Dreijährigen bei 89 Prozent, dagegen bei einer Adoption durch ein Stiefelternteil lediglich bei 11 Prozent.

Am Ende des Jahres 2016 waren 102 Kinder und Jugendliche in Adoptionspflege untergebracht, davon 47 Mädchen und 55 Jungen. Das waren 35 Kinder und Jugendliche mehr als im Vorjahr. Die Zeit der Adoptionspflege soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose ermöglichen, ob sich zwischen den potentiellen Eltern und den Kindern eine Eltern-Kind-Beziehung einstellen wird.

Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen am Jahresende 112 Bewerbungen (+ 13,1 %) für 60 zur Adoption vorgemerkte Kinder und Jugendliche vor. Somit gab es 2 Adoptionsbewerbungen je vorgemerktem Minderjährigen. Im Jahr zuvor bewarben sich 3 potentielle Eltern für ein Kind.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 07.08.2017

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Artikel „Provozieren, um zu testen“

Posted on August 5, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schule | Schlagwörter: |

Eine Langzeitstudie von ForscherInnen an der Uni Siegen soll mehr über das Leben von Pflegekindern in Erfahrung bringen. Der Artikel „„Provozieren, um zu testen“: Pflegekinder haben oft Probleme in der Schule – Studie beleuchtet Hintergründe am 04.08.2017 auf news4teachers.de wendet sich an LehrerInnen und fokussiert auf Pflege- und Adoptivkinder als ein belastetes Klientel in der Schule.

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Artikel: Pflegekinder „Gehöre ich mit zur Familie?“

Posted on August 5, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Welt berichtet im Artikel Pflegekinder: „Gehöre ich mit zur Familie?“ am 05.08.2017 von einer Langzeitstudie der Uni Siegen, in der die WissenschaftlerInnen untersuchen, wie sich das Leben von Pflegekindern bis ins Erwachsenenalter hinein entwickelt.

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Immer mehr Mütter und Väter nutzen regelmäßig Angebote der Familienbildung

Posted on August 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Forschung, Fortbildung, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Bamberg – Wenn Fragen zur Erziehung oder Betreuung von Kindern auftauchen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich Rat und Informationen zu holen. Die meisten Eltern sind gut vernetzt und haben verschiedene Ansprechpersonen, an die sie sich wenden. Am häufigsten besprechen sie sich mit dem Partner oder der Partnerin und mit anderen Familienmitgliedern. Im professionellen Bereich schätzen Mütter und Väter besonders den Rat von Lehrkräften, Erzieherinnen und Kinderärzten.

Für viele Eltern ist es heute ganz selbstverständlich geworden, auch präventive Angebote der Familienbildung wie Elternkurse, Veranstaltungen oder Gruppentreffen zu besuchen, wenn sie Fragen zu Familien- und Erziehungsthemen haben. In einem Zeitvergleich zeigt sich, dass sich der Anteil an Eltern, die solche Angebote nutzen, seit 2002 nahezu verdreifacht hat: Gut drei Viertel der befragten Mütter und etwa die Hälfte der befragten Väter nehmen Angebote der sogenannten Eltern- und Familienbildung gelegentlich oder regelmäßig in Anspruch. Nur ein Zehntel der Eltern hat bisher noch nichts von Angeboten zur Stärkung der Elternkompetenzen gehört.

Väter kennen und nutzen solche Angebote zu Familien- und Erziehungsthemen nach wie vor seltener als Mütter. Im Vergleich mit früheren Befragungen zeigt sich aber, dass Väter immer häufiger Angebote zur Stärkung der Elternkompetenzen wahrnehmen. „Auch in der Familienbildung spiegelt sich die gesellschaftliche Entwicklung wider, dass sich Väter stärker bei der Gestaltung des Familienlebens engagieren und in der Kindererziehung Verantwortung übernehmen möchten“, bringt es Familiensoziologe Harald Rost, stellvertretender Leiter des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg, auf den Punkt.

Gerade rund um die Familiengründung werden solche Angebote von Müttern und Vätern intensiv genutzt: Neun von zehn Eltern, die Familienbildungsangebote bereits einmal, gelegentlich oder regelmäßig besuchen, haben zum Beispiel an einem Säuglingspflegekurs oder einer Krabbelgruppe teilgenommen.

Diese Befunde hat das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) nun in einer Studie zur „Familienbildung aus Sicht bayerischer Mütter und Väter“ veröffentlicht, die durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert wurde. Nach 2002 und 2006 wurden zwischen Oktober 2015 und Januar 2016 zum dritten Mal knapp 1.200 Mütter und Väter aus ganz Bayern telefonisch befragt. Neben der Inanspruchnahme von Angeboten verschiedener Einrichtungen standen auch die Nutzung der Medien-Angebote wie Erziehungsratgeber oder Eltern-Webseiten im Fokus der Untersuchung. Weiterhin wurden Mütter und Väter nach ihren Einstellungen zu Familie und Erziehung befragt und erhoben, bei welchen Themen Eltern sich Unterstützung wünschen und wie sie am liebsten über solche Themen informiert werden möchten.

Der Forschungsbericht zur Studie ist elektronisch als pdf-Datei unter http://www.ifb.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifb/materialien/mat_2016_3.pdf verfügbar und kann über www.bestellen.bayern.de auch als gedruckte Version angefordert werden.

Über das ifb:
Das Staatsinstitut für Familienforschung ist ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut, das sich ausschließlich der Familienforschung widmet. Das Forschungsteam am ifb ist interdisziplinär aufgestellt und untersucht seit über 20 Jahren, welche Lebensbedingungen und Bedürfnisse Familien haben, wie Familienleben gestaltet wird und wie sich Lebensumstände und Lebensweisen von Familien verändern.
Das ifb ist ein wissenschaftlich unabhängiges Forschungsinstitut. Es ist sowohl eine nachgeordnete Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) als auch An-Institut der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Quelle: Otto-Friedrich-Universität Bamberg vom 02.08.2017

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Sachsen-Anhalt: Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2016 um 3,3 Prozent gestiegen

Posted on Juli 31, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) haben die Jugendämter im Jahr 2016 insgesamt 2 557 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Das waren 82 Verfahren (3,3 %) mehr als im Jahr zuvor.

Von den eingeleiteten Verfahren waren 1 250 Jungen (48,9 %) und 1 307 Mädchen (51,1 %) betroffen, dabei erstmalig mehr Mädchen als Jungen.

Von allen Fällen bewerteten die Jugendämter 391 Fälle (15,3 %) eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Bei 324 Fällen (12,7 %) handelte es sich um eine latente Kindeswohlgefährdung, das heißt, eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Fachkräfte der Jugendämter stellten bei 890 Verfahren (34,8 %) keine Kindeswohlgefährdung fest, jedoch bestand hier ein weiterer Hilfe- und Unterstützungsbedarf. Keine Kindeswohlgefährdung und kein Hilfebedarf lagen in 952 Fällen (37,2 %) vor.

Während gegenüber dem Vorjahr die Zahl der akuten Kindeswohlgefährdungen um 4,2 Prozent und die Zahl latenter Kindeswohlgefährdungen um 15,6 Prozent gesunken ist, stiegen die Fälle ohne Kindeswohlgefährdung, aber mit Hilfebedarf um 11,5 Prozent und die ohne Kindeswohlgefährdung und ohne Hilfebedarf um 7,6 Prozent an.

62,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 20,5 Prozent der Fälle wurden Anzeichen für eine körperliche und in weiteren 15,2 Prozent Anzeichen für eine psychische Misshandlung festgestellt. Anzeichen für sexuelle Gewalt gab es in 2,2 Prozent der Fälle. Mehrfachnennungen waren möglich.

Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls besonders betroffen. Fast jedes 3. Kind (27,2 % bzw. 696) hatte zu Beginn des Verfahrens der Gefährdungseinschätzung das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet, darunter waren 323 Kinder noch kein Jahr alt.
Drei- bis unter Sechsjährige waren von gut einem Fünftel (21,1 % bzw. 539) der Verfahren betroffen. Kinder im Alter zwischen 6 und unter 9 Jahren waren zu 18,1 Prozent (462) beteiligt und Kinder zwischen 9 und unter 12 Jahren mit 15,0 Prozent (383). Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab. Zwölf- bis unter Fünfzehnjährige hatten einen Anteil von 10,4 Prozent (266) und Kinder, die 15 Jahre und älter waren 8,2 Prozent (211).

Eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls wurden im Jahr 2016 am häufigsten anonyme Melder (18,3 %), Bekannte oder Nachbarn (13,1 %) und die Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften (10,0 %) den Jugendämtern gemeldet.

Hinweise
Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines/einer Minderjährigen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von dem Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann. Zur Bewertung der Gefährdungslage macht sich das Jugendamt einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen und seiner Lebenssituation. Das Jugendamt hat den Personensorgeberechtigten zur Abwendung der Gefährdung geeignete und notwendige Hilfen anzubieten.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 31.07.2017

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Mecklenburg-Vorpommern: Unbegleitete Einreise minderjähriger Flüchtlinge war 2016 Hauptgrund für steigende Zahl der Inobhutnahmen

Posted on Juli 27, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die Jugendämter in Mecklenburg-Vorpommern haben im Jahr 2016 insgesamt 1 759 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren rund 500 Minderjährige (+ 38 Prozent) mehr als 2015. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, ist der Zuwachs bei den Inobhutnahmen hauptsächlich auf die gestiegene Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zurückzuführen.

Im vergangenen Jahr kamen 815 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person aus dem Ausland nach Mecklenburg-Vorpommern und wurden hier von den Jugendämtern in Obhut genommen. Das waren 363 minderjährige Flüchtlinge oder 80 Prozent mehr als 2015. Der überwiegende Teil der unbegleitet minderjährigen Geflüchteten war männlich (91 Prozent) und bei der Ankunft 16 bzw. 17 Jahre alt (63 Prozent).

Weitere 944 Kinder und Jugendliche (+ 125 Minderjährige), die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, wurden auf Veranlassung des zuständigen Jugendamtes zu ihrem eigenen Schutz vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht. Hauptursachen, die zur Inobhutnahme dieser Minderjährigen führten, waren Überforderung der Eltern oder eines Elternteils, Beziehungsprobleme der Minderjährigen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld, gefolgt von psychischer und/oder körperlicher Vernachlässigung.

Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern vom 27.07.2017

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Berlin: Adoptionsbewerberzahlen drastisch gesunken

Posted on Juli 23, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen |

logoDer Artikel „Warum immer weniger Paare ein Kind adoptieren wollen“ vom 23.07.2017 auf rbb-online.de beschäftigt sich mit Veränderungen bei den Bewerberzahlen in Berlin und den möglichen Gründen dafür:

Die Zahl der Berliner Paare, die ein Kind adoptieren möchten, ist seit 2007 um rund 75 Prozent gesunken. Das liegt auch daran, dass die Jugendämter viel zu lange den Trend der späteren Familiengründung ignorierten – und ältere Paare von der Adoption ausschlossen.

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Leichter Rückgang der Adoptionen in Thüringen im Jahr 2016

Posted on Juli 19, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: |

logoIm Jahr 2016 wurden in Thüringen 43 Mädchen und 51 Jungen adoptiert. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entsprechen die insgesamt 94 Adoptionen einem Rückgang um 5 Adoptionen (bzw. 5,1 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2015.

Knapp weniger als die Hälfte (42,6 Prozent) der adoptierten Kinder war unter drei Jahre alt, 18 Kinder (19,1 Prozent) waren im Alter zwischen drei und fünf Jahren, 19 Kinder (20,2 Prozent) zwischen 6 und 11 Jahren und 17 Kinder bzw. Jugendliche (18,1 Prozent) im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Bei etwas mehr als der Hälfte der durchgeführten Adoptionen waren die neuen Eltern nicht mit den Kindern verwandt (53 bzw. 56,4 Prozent). Von diesen Kindern waren 45 (84,9 Prozent) jünger als sechs Jahre. Von den 17 adoptierten Kindern über 12 Jahre wurden 15 von Verwandten bzw. dem Stiefvater oder der Stiefmutter adoptiert.

Die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen 90 der 94 adoptierten Kinder.

Am Jahresende 2016 waren 54 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Ein Jahr zuvor waren es 34 Kinder und Jugendliche. Demgegenüber lagen den Jugendämtern 174 Adoptionsbewerbungen vor (Ende 2015: 125 Bewerbungen). Rechnerisch standen damit am Jahresende 2016 einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen drei mögliche Adoptiveltern gegenüber (Ende 2015: vier
Adoptivelternpaare).

Weitere Informationen zum Thema Adoptionsvermittlung auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise finden Sie in der Tabelle im Internetangebot des Thüringer Landesamtes für Statistik.

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik vom 18.07.2017

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Buch-Tipp: „Wie gut entwickeln sich Pflegekinder? Eine Longitudinalstudie.“

Posted on Juli 15, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die ersten Ergebnisse der von der EmMi LuebesKind Stiftung exklusiv finanzierten Langzeitstudie der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen wurden in der ZPE Schriftenreihe als Nr. 47 veröffentlicht. Man kann die Schrift kostenlos downloaden oder als Druckexemplar bestellen.

Unter der Leitung von Dr. Daniela Reimer und Prof. Dr. Klaus Wolf wurde die Entwicklung junger Erwachsener untersucht, die zuvor in Pflegefamilien beheimatet waren. Eine solche Longitudinalstudie zu Pflegekindern gab es bislang im deutschsprachigen Raum noch nicht. Der Anfang ist gemacht und auf dieser Basis können hoffentlich noch weitere lange Entwicklungslinien in den Blick genommen werden.

nähere Informationen

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Umfrage zur Entlastung und Unterstützung für Pflegeeltern

Posted on Juli 6, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Julia Hanus, Studentin der Soziale Arbeit an der Dualen Hochschule in Heidenheim möchte mit ihrer Bachelorarbeit dem Pflegekinderwesen neue Impulse geben.

Pflegeeltern leisten täglich sehr gute Arbeit und Hilfe für Pflegekinder. Damit sie in dieser Aufgabe weitere Hilfe erfahren, möchte Frau Hanus ein Konzept zur Entlastung und Unterstützung für Pflegeeltern entwickeln.

Hierfür soll Ihre Zufriedenheit mit den bisher vorhandenen Betreuungsangeboten für Pflegekinder erfasst werden und ebenso Ihre Wünsche und Erwartungen für die Betreuung ihrer Pflegekinder. Durch eine Teilnahme an der Befragung können Ihre Vorschläge und Ideen in die Entwicklung des Konzeptes zur Entlastung von Pflegeeltern miteinbezogen werden. Nehmen Sie sich daher bitte 5 bis 10 Minuten Zeit, um den Fragebogen bis zum 28.07.2017 anonym auszufüllen.

Die Studentin wird die absolut anonyme Umfrage im Rahmen ihrer Bachelorarbeit auswerten. Mit diesem Link kommen Sie zum Fragebogen: http://www.questionpro.com/t/ANR6XZY4bg

Kontakt: juliahanus@web.de

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