Kinder-/Jugendinfos

Neues Rechtsgutachten zum Thema Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII

Posted on September 8, 2021. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe hat im Rahmen seiner Kampagne zur #Kostenheranziehung ein neues Rechtsgutachten veröffentlicht:

„Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – ein Rechtsgutachten zum Thema Wiederaufnahme des Verfahrens und Rücknahme eines bestandskräftigen rechtswidrigen Kostenbescheids“

Die Kampagne hat zum Ziel, alle Beteiligten über das Verfahren nach § 44 SGB X zu informieren: Bestandkräftig gewordene rechtswidrige Kostenbescheide können auch im Nachhinein korrigiert und zu Unrecht geleistete Kostenbeiträge zurückverlangt werden. Dies gilt auch für abgeschlossene Fälle.

Der Fokus des Rechtsgutachtens liegt auf der Beantwortung praxisrelevanter Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von Überprüfungsanträgen nach § 44 SGB X:

  • Hat ein gestellter Überprüfungsantrag unmittelbare Auswirkungen auf aktuelle Zahlungen von Kostenbeiträgen?
  • Sind gezahlte Kostenbeiträge, die auf fehlerhafter Berechnung beruhen, vom Jugendamt zurückzuzahlen?
  • Für welchen Zeitraum können etwaige Rückzahlungen geltend gemacht werden?
  • Gilt ein Anspruch auf Verzinsung für die Erstattung von zu Unrecht erhobenen Beiträgen?

Die Inhalte des Rechtsgutachtens sollen betroffenen junge Menschen, Ombudspersonen sowie Fachkräften der öffentlichen Träger der Jugendhilfe Orientierung bei der Antragstellung bzw. Bearbeitung solcher Überprüfungsanträge geben.

Das aktuelle Rechtsgutachten wurde von RA Benjamin Raabe erstellt und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Es baut auf dem Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ aus Dezember 2019 auf.

Beide Rechtsgutachten können auch gegen Portokosten bestellt werden. Bestellung und Informationen unter: info@ombudschaft-jugendhilfe.de

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Umfrage zum Verständnis von Ombudschaft aus der Perspektive von Adressatinnen

Posted on September 7, 2021. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Jamie Uffelmann vom Landesheimrat Hessen und Robin Loh vom Careleaver e. V. möchten für ein Buch einen Beitrag schreiben zum Verständnis von Ombudschaft aus der Perspektive von Adressat*innen.

Zur Vorbereitung führen sie eine kurze Umfrage durch, die sich insbesondere an junge Menschen und ihre Familien bzw. Pflegefamilien (Adressat*innen), aber auch an Fachkräfte richtet, die an Ombudsstellen vermitteln.

Bei Fragen kann man sich bei robin.loh@careleaver.de melden.

zur Umfrage

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Online-Infoabende für Careleaver und Carereceiver „Wie läuft das mit dem Geld?“ am 24./25.08.

Posted on August 19, 2021. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Careleaver e.V. und das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe e.V. laden Careleaver und Carereceiver zu zwei Online-Infoveranstaltungen ein zu den Themen Kostenheranziehung, Steuererklärung, Notfallfonds und Stipendien.

Es gibt noch wenige freie Plätze und die Online-Veranstaltungen sind kostenlos.
Nähere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

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Dokumentation „Gefangen im Netz“ – ein Film über sexuellen Missbrauch an Kindern im Internet

Posted on Juli 12, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Schule, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Um Cybergrooming von Kindern nachhaltig zu bekämpfen, setzt die Doku „Gefangen im Netz“ des Vereins Innocence in Danger e.V. und VISION KINO auf die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen.

Neben der Dokumentation (ab 16 Jahren) gibt es auch eine verkürzte Version, die Schulklassen kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

nähere Informationen

Trailer (Schulversion):


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Video „Dein Vormund ist an deiner Seite!“

Posted on Juli 11, 2021. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Gemeinsam mit Vormund*innen und jungen Menschen hat das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft ein Video erstellt, um Jugendlichen die Bedeutung einer Vormundschaft näher zu bringen.

In dem Video Dein Vormund ist an deiner Seite! zeigen die beteiligten jungen Menschen und Fachkräfte, welche besonderen Erlebnisse sie mit ihren Vormundschaften verbinden und wie diese gestaltet sein sollten. Deutlich wird, dass insbesondere für die jungen Menschen Zeit mit demder eigenen Vormund*in wichtig ist und Beziehung Voraussetzung für Vertrauen ist.

Das Video kann nicht alle Erfahrungen und Bedeutsamkeiten einer Vormundschaft darstellen, bietet aber einen beispielhaften Einblick, was junge Menschen und Fachkräfte sich unter einer gelingenden Vormundschaft vorstellen. Es kann beispielsweise beim ersten Kontakt mit dem jungen Menschen gezeigt werden, um ins Gespräch zu kommen oder aber auch anderen Fachkräften gezeigt werden, um die Kontaktgestaltung mit den jungen Menschen neu zu denken.

Quelle: Infobrief des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft vom 10.07.2021

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Offener Brief der Kinder- und Jugendpsychiater zu schulischen Leistungsanforderungen

Posted on Juli 7, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Schule, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

In einem offenen Brief wenden sich drei Verbände der Kinder- und Jugendpsychiatrie an Bundesministerinnen und Kultusminister/-innen, um auf die negativen Effekte der Sars CoV2-19-Pandemie in Bezug auf die schulischen Leistungsanforderungen an Kinder und Jugendliche und die Auswirkungen auf ihre Psyche aufmerksam zu machen.

Priorität dürften jetzt nicht nur Lern- und Leistungsaspekte haben, sondern es müsse auch die hohe Bedeutung des Lebensraumes Schule für die gesunde psychosoziale Entwicklung für Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.

Offener Brief zu schulischen Leistungsanforderungen vom 05.07.2021

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Aktuelle Statistik zu Kinderarmut: Paritätischer kritisiert Ausgrenzung armer Kinder

Posted on Juni 29, 2021. Filed under: Finanzielles, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Für arme Kinder sind Mangel und Ausgrenzung Alltag, kritisiert der Paritätische.

Als beschämenden Ausdruck tiefer sozialer Ungleichheit bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die am 29.06.2021 vorgestellten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen reiche Familien dreimal mehr für Lebensunterhalt und Teilhabe ihrer Kinder ausgeben als arme. Der Verband weist darauf hin, dass Kinder aus einkommensarmen Familien seit Jahren immer weiter abgehängt werden und von gleichwürdiger sozialer und kultureller Teilhabe ausgeschlossen sind. Neben einer bedarfsgerechten, einkommensabhängigen Kindergrundsicherung fordert der Verband flächendeckende Lernmittelfreiheit, die auch notwendige IT-Ausstattung beinhaltet, sowie einen Rechtsanspruch auf Angebote der Jugendarbeit.

“Es kann nicht angehen, dass Kinderarmut als gegeben hingenommen wird. Das, was für die Mehrheit Gleichaltriger selbstverständlich ist, bleibt armen Kindern aufgrund der Einkommenssituation ihrer Eltern versagt. Was es braucht, ist endlich eine beherzte Armutsbeseitigungspolitik”, fordert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Arme Familien seien gezwungen, notgedrungen an allem zu sparen, was über das physisch Überlebensnotwendige hinausgeht. “Das Gefühl nicht dazu zu gehören, ausgegrenzt zu sein und abseits stehen zu müssen, ist das Lebensgefühl armer Kinder in Deutschland“, so Schneider.

Corona habe die bestehende Kluft u.a. angesichts fehlender technischer Ausstattung zur digitalen Teilhabe noch einmal schmerzhaft deutlich gemacht und verschärft. “Es fehlt armen Familien schon im normalen Alltag vorne und hinten an Geld, um den Kindern eine unbeschwerte Kindheit und ein Mindestmaß an Teilhabe zu ermöglichen, in der Pandemie hat sich die Not verschärft”, so Schneider.

Laut Statistischem Bundesamt sind die durchschnittlichen Konsumausgaben für ein Kind von 660 Euro (2013) auf 763 Euro (2018) pro Monat gestiegen. Die Ausgaben für Kinder bestehen unter anderem aus der materiellen Grundversorgung wie Ernährung, Bekleidung und Wohnen. Hierauf entfiel rund die Hälfte der Ausgaben für Kinder. Auf Freizeit, Unterhaltung und Kultur entfielen rund 15 % der Ausgaben. Während die ärmsten zehn Prozent der Familien im Schnitt 424 Euro für ein Kind ausgeben, geben die reichsten zehn Prozent der Familien im Schnitt 1200 Euro pro Kind aus.

Quelle: Pressemitteilung des Paritätischen vom 29.06.2021

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KJSG in Kraft getreten – neue Regelung zur Kostenheranziehung ab 10.06.2021

Posted on Juni 9, 2021. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) wurde am 09.06.2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt damit offiziell am 10.06.2021 in Kraft.

Ab diesem Zeitpunkt gelten also die neuen Bestimmungen zur Kostenheranziehung nach § 94 Abs. 6:
Die Kostenbeteiligung von jungen Menschen bei vollstationären Leistungen wird auf höchstens 25 Prozent ihres Einkommens reduziert. Maßgeblich ist das Einkommen des Monats, in dem die Leistung oder die Maßnahme erbracht wird.

Folgendes Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit innerhalb eines Monats bleibt für den Kostenbeitrag unberücksichtigt:

  1. Einkommen aus Schülerjobs oder Praktika mit einer Vergütung bis zur Höhe von 150 Euro monatlich,
  2. Einkommen aus Ferienjobs,
  3. Einkommen aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder
  4. 150 Euro monatlich als Teil einer Ausbildungsvergütung.
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Film-Tipp: Dreiteilige NDR-Doku „Kurzzeitschwester“

Posted on April 27, 2021. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Vor 17 Jahren verschwand die kleine Schwester des Dokumentarfilmers Philipp Lippert von einem Tag auf den anderen. Seit dem wurde nie wieder über sie gesprochen. Jetzt, als junger Erwachsener, macht sich der Autor in einer dreiteiligen Dokumentation auf die Suche nach Erklärungen – und nach seiner Schwester.

Die Filme können hier online angesehen werden: https://www.ndr.de/fernsehen/Kurzzeitschwester-Der-Wunsch,sendung1156252.html?fbclid=IwAR3qHVMGz_NqH7kin5CQHn1jClz8rivAUjqpRwR5PfiOpf6JLfLQUOZU1V4

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Adoptionshilfe-Gesetz tritt in Kraft – neue Broschüren informieren

Posted on März 31, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Am 1. April 2021 tritt das neue Adoptionshilfe-Gesetz in Kraft, mit dem die Adoptionsvermittlung auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse der internationalen Adoptions- und Familienforschung grundlegend reformiert wird.

Die wesentlichen Neuregelungen sind in einem Informationsblatt übersichtlich zusammengestellt: https://www.bmfsfj.de/ahg-ZA-PFAD

Ein Überblick zum Adoptionshilfe-Gesetz mit den verschiedenen Informationsblättern für Fachstellen und für Eltern steht hier zur Verfügung: https://www.bmfsfj.de/adoption-information

Zudem stehen für abgebende Eltern, für annehmende Eltern bei Inlands- und Auslandsadoptionen sowie für Adoptivkinder drei neue Broschüren mit ausführlichen Informationen bereit, die kostenfrei bestellt werden können.

Durch Anklicken der Coverbilder kommen Sie auf die gewünschten Seite zum Bestellen bzw. Downloaden der Broschüren.

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Appell: Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!

Posted on März 26, 2021. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, PFAD Verband, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Nach jahrelangem Ringen gibt es einen Entwurf zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Allerdings ist die gefundene Formulierung keine Stärkung der Kinderrechte. Gemeinsam mit über 100 Organisationen – darunter auch der PFAD Bundesverband – fordert das Netzwerk Kinderrechte die Bundestagsfraktionen und Bundesländer auf, sich auf ein Gesetz zu einigen, das den Ansprüchen der UN-Kinderrechtskonvention gerecht wird.

zum Appel „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“ vom 26.03.2021

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Neugründung einer Pflegekinder-Selbsthilfegruppe in und um Leipzig

Posted on März 22, 2021. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Gruppe „Wir für Uns“ möchte als Peer-to-Peer-Angebot ehemaligen Pflegekindern Austausch und Unterstützung im geschützten Rahmen ermöglichen. Dabei wird allen Belangen, Sorgen, Herausforderungen und Wünschen Raum gegeben, die ehemalige Pflegekinder beschäftigen und mitbringen.

Nicht nur ehemalige Pflegekinder aus dem Großraum Leipzig sind herzlich willkommen, auch Interessent*innen aus anderen Regionen Sachsens, aus Sachsen-Anhalt und Thüringen sind eingeladen. Hauptsächlich werden die Treffen in Leipzig stattfinden.

zum Flyer

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Neue rehaKIND Website: Lotse für Eltern und Experten

Posted on März 18, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der unabhängige Verein rehaKIND setzt sich seit über 20 Jahren für optimierte Versorgungs-Strukturen für behinderte Kinder mit Hilfsmittelbedarf ein. Professionelle Versorger, Hersteller, Leistungserbringer, Mediziner und Therapeuten treffen sich bei rehaKIND neutral und transdisziplinär mit den Eltern auf Augenhöhe – zum gegenseitigen Austausch und Nutzen.

Um diese Lotsenfunktion besser wahrnehmen zu können, rückt unsere neue Website www.rehakind.com Familien und deren Wunsch nach Information und Kontaktdaten in den Mittelpunkt. Erfahrungen aus vielen Elternfragen haben zu einem Perspektivwechsel in der Präsentation unseres Netzwerkwissens geführt – aber auch „professionelle“ Experten finden ihre „bewährten“ Fachinformationen unter den neuen Rubriken.
Im Kreis-Symbol auf unserer Startseite findet man Fachleute, Hilfsmittel, Elternhilfe und viele Informationen über Kostenträger und die Hilfsmittelversorgung.

Unter dem Stichwort „Hilfsmittel“ bieten wir einen neutralen, virtuellen Katalog, sortiert nach den Produktgruppen des Hilfsmittelverzeichnisses: ein ständig wachsendes Info-Angebot. Eltern nutzen diesen Bereich, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Den Fachhandel als qualifizierten Ansprechpartner finden Eltern und Interessierte der Branche regional und nach Arbeitsschwerpunkt. Kinder-Versorgungsspezialisten, rehaKIND-Fachberaterin genannt, sind als Qualifikationsmerkmali inzwischen auch in Kostenträgerverträgen (z.B. AOK Bayern) gefordert. Die Zusammenarbeit mit Kliniken, Einrichtungen und SPZs ist wichtig. Im Bereich Therapie/Medizin findet man sowohl regional als auch nach Fachgebieten sortiert Einrichtungen, oder auch Therapeuteninnen, die sich bei rehaKIND besonders qualifiziert haben. Eine gute Vernetzungsmöglichkeit für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Eltern hilft die Suchfunktion bei der Wahl der passenden Ansprechpartner.
Im Bereich Selbsthilfe haben Eltern die Möglichkeit sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen.

Probleme mit der Kostenübernahme und was macht eigentlich der MDK? Diese Fragen beantworten wir im Bereich Beratung/Recht. Krankenkassen sind im Versorgungsprozess ein zentraler Ansprechpartner – im Dialog und in der Formulierung von Versorgungszielen findet man Lösungen, denn jedes Kind hat einen Anspruch auf ein individuelles Hilfsmittel.

Quelle: Pressemitteilung von rehaKIND vom 18.03.2021

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FDP fordert Kostenbeitrag von Pflegekindern abzuschaffen

Posted on Januar 28, 2021. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/AW) Nach dem Willen der FDP-Fraktion sollen Pflegekinder in vollstationärer Betreuung keinen eigenen Kostenbeitrag mehr zahlen müssen. In einem Antrag (19/26158) fordert sie die Bundesregierung auf, den entsprechenden Paragrafen 94 Absatz 5 im Achten Sozialgesetzbuch ersatzlos zu streichen. Nach der aktuellen Gesetzeslage müsse junge Menschen in einer vollstationären Betreuung bei einer Pflegefamilie oder in einer Einrichtung 75 Prozent ihres Nettoeinkommens aus einer Ausbildung oder einem Nebenjob für die Kosten ihrer Betreuung an das Jugendamt zahlen.
Nach Ansicht der FDP reicht die von der Bundesregierung im Entwurf für das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz geplante Senkung des Kostenbeitrags auf höchstens 25 Prozent des Nettoeinkommens nicht aus. Für viele Kinder und Jugendliche, die einen Teil ihres Einkommens als Kostenbeitrag einsetzen müssen, gehe nach wie vor der Anreiz zur Selbstständigkeit verloren. Umgekehrt bringe eine Senkung des Kostenbeitrags bei gleichem bürokratischem Verwaltungsaufwand für die Jugendämter keinen finanziellen Vorteil mehr.

Quelle: Heute im Bundestag vom 28.01.2021

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Social Media-Kampagne #mehr als careleaver will Careleaver sichtbarer machen und stärken

Posted on Januar 20, 2021. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Careleaver, junge Menschen mit stationärer Jugendhilfeerfahrung, werden häufig nicht genug wahrgenommen und wertgeschätzt. Brückensteine Careleaver will das mit einer Social Media-Kampagne ändern. Wer in betreuten Wohnformen oder Pflegefamilien aufgewachsen ist und die Jugendhilfe verlässt, ist dabei oft komplett auf sich allein gestellt. Sogenannte Careleaver erhalten nur unzureichend Unterstützung. Trotzdem ist der Begriff kaum bekannt. Ebenso wenig die Hürden, die sie meistern müssen. Im Mittelpunkt der Aktion „Mehr als Careleaver“ stehen deshalb Careleaver und ihre Erfahrungen. So erzählen beispielsweise Desiree Singh, Jugend-Weltmeisterin im Stabhochsprung und Jeremias Thiel, Autor des Buchs „KEIN Pausenbrot, KEINE Kindheit, KEINE Chance“, was es für sie bedeutet, Careleaver zu sein. Die Kampagne läuft auf Instagram unter dem Hashtag #mehralscareleaver und will für eine größtmögliche Reichweite sorgen.

Careleaver – noch nie gehört?
„Der Begriff Careleaver ist eine Selbstbezeichnung und bietet eine Chance, mit vorherrschenden Stigmata aufzuräumen, ein positives (Selbst)Bewusstsein für die eigene Identität zu unterstützen und die Identifikation der Community zu stärken. Der Begriff soll mit Hilfe unserer Kampagne deshalb in Deutschland bekannter gemacht und positiv besetzt werden“, so Alina Kierek, Sprecherin des Steuerungskreises von Brückensteine Careleaver. „Viele Careleaver sind durch ihre Erfahrungen besonders ausdauernd, anpassungsfähig, selbstständig und resilient – bzw. sie müssen es sein, weil sie früher mehr schaffen müssen als Gleichaltrige und dabei strukturellen Hürden begegnen. Viele von ihnen wissen nicht, dass sie Careleaver und Teil einer Community sind. Das soll sich ändern!“

Jugendliche müssen Teil ihres Einkommens abgeben
Jugendliche in Pflegefamilien oder Einrichtungen müssen bis zu 75 Prozent eines Einkommens als sogenannte „Kostenheranziehung“ an das Jugendamt abgeben: eine beispiellose Ungleichbehandlung gegenüber Gleichaltrigen. Die Kostenheranziehung wirkt demotivierend und geringschätzend. Sie führt dazu, dass Careleaver keine Rücklagen für die Zeit nach dem Auszug ansparen können. Im neuen Entwurf eines „Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen“ des BMFSFJ wird eine Absenkung auf 25 Prozent vorgesehen. Ob dies gelingt, ist jedoch ungewiss. Auch eine Heranziehung von 25 Prozent des Einkommens bedeutet eine strukturelle Benachteiligung.

Die Herausforderungen, vor denen Careleaver stehen, sind extrem hoch: Sie müssen viel früher und viel radikaler auf eigenen Beinen stehen – in einer Gesellschaft, die nicht für ihre besondere Situation sensibilisiert ist. In deutschen Bildungsstatistiken tauchen sie nicht gesondert auf. Expert*innen vermuten ähnliche Werte wie in Großbritannien: Hier sind 40 Prozent der Careleaver mit 19-21 Jahren weder in Schule, Ausbildung oder Beschäftigung (verglichen zu 14 Prozent der Gleichaltrigen). Nur 7 Prozent von ihnen studieren.

Bewusstsein für Careleaver schaffen
Die Kampagne „Mehr als Careleaver“ soll dazu beitragen, den Begriff Careleaver bekannter zu machen und positiv zu besetzen. Gleichzeitig soll sie deutlich machen, wie vielfältig Careleaver sind und dass sie mehr sind als dieser Teil ihrer Biografie. Sie richtet sich dabei in erster Linie direkt an Careleaver.

Warum bekannter machen? Viele Careleaver und auch Fachkräfte kennen den Begriff nicht. Dies erschwert es Careleavern, geeignete Unterstützungsangebote zu finden. Ihnen ist mitunter nicht bewusst, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht alleine sind und keine Schuld an der schwierigen Situation tragen, in der sie sich befinden.

Warum positiv besetzen? Der öffentliche Diskurs ist überwiegend besetzt mit Begriffen wie „Heimkinder“, die mit Vorurteilen behaftet sind. Careleaver besitzen durch ihre vielfältig gemeisterten Herausforderungen außerordentliche Eigenschaften, die selten im Vordergrund stehen. Cawa Younosi, Personalleiter bei SAP Deutschland und selbst Careleaver: „Gerade Menschen, die tiefe Einschnitte in ihrem Leben hatten, gehen besonders kreativ mit Herausforderungen und Stress um. Widerstände und Hürden motivieren mich weiterhin. Nach vorne schauen und nicht nach hinten, das ist meine Devise.“

Careleaver in Zahlen
Allein im Jahr 2019 gab es laut statistischem Bundesamt 227.000 Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen in betreuten Wohnformen und Pflegefamilien (am 31.12.2019 laufende und im Jahr beendete Hilfen zur Vollzeitpflege und Heimerziehung). Das ist der wohl intensivste sozialstaatliche Eingriff in das Leben junger Menschen. Die Mehrheit muss mit 18 Jahren ausziehen. Viele haben zu dem Zeitpunkt keinen Schul- oder Ausbildungsabschluss. Eine Rückkehr in die Jugendhilfe ist nach aktueller Praxis fast unmöglich. Vermeintlich kleine Hürden (z.B. eine verzögerte BAföG-Genehmigung) stellen für Careleaver daher immense Risiken dar. Im Vergleich: In Deutschland beginnen junge Menschen im Durchschnitt erst mit 19,9 Jahren eine Ausbildung und verlassen mit 23,7 Jahren ihr Elternhaus. 86 Prozent der Studierenden erhalten finanzielle Unterstützung von ihren Eltern.

Bei Interesse an weiteren Materialien zur Kampagne oder für Interviewfragen, sprechen Sie uns gerne an. Ansprechpartnerin: Lea Buck, Programmleitung Brückensteine Careleaver

Tel: +49 176 16 11 35 15 | buck(at)socialimpact(dot)eu

Wie das Ganze aussieht? Schauen Sie selbst rein:

www.mehralscareleaver.de
www.instagram.com/brueckensteine

Quelle: Initiative Brückensteine Careleaver vom 19.01.2021

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Neues aus dem EMPOWERYOU-Projekt

Posted on Januar 18, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: |

Das Forschungsprojekt »EMPOWERYOU« hat das Ziel, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in Pflege- oder Adoptivfamilien oder in Jugendhilfeeinrichtungen aufwachsen, zu stärken. Insbesondere möchten wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei unterstützen, frühere belastende Erfahrungen zu bewältigen und nicht (erneut) Mobbing oder Gewalt zu erleben.
Weitere Informationen zu unserem Projekt bekommen Sie in unseren kurzen Erklärvideos www.youtube.com/channel/UC3LB3kCmKHEWIq0FvateMyw oder auf unserer Homepage www.empower-you.info

In den letzten Wochen und Monaten konnten wir bereits einige biologische Familien sowie auch Pflege- und Adoptivfamilien für eine Teilnahme an der Online-Umfrage und der Smartphone-Befragung gewinnen. Die Online-Umfrage sowie die Smartphone-Befragung wurden von mehreren Familien bereits bearbeitet und erfolgreich abgeschlossen. Wir suchen jedoch weiterhin Familien, die Lust haben, das Projekt EMPOWERYOU zu unterstützen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung und Förderung von Kindern in Fremdunterbringung zu leisten! Bei Interesse an einer Teilnahme oder bei Fragen melden Sie sich gerne per E-Mail (empoweryou@uni-bielefeld.de) oder telefonisch bei uns (0521/106-4500).

Unser Programm „EMPOWER YOUTH“ für (ehemalige) Jugendliche in Fremdunterbringung ist online! Für die Pilotphase werden aktuell Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren gesucht. Mehr Infos finden Sie auf der Programmwebseite: www.empower-youth.de

Auch das EMPOWERYOU Online-Programm für Pflege- und Adoptiveltern wird im Herbst von den ersten Familien getestet. Bald können deutschlandweit Pflege- und Adoptivfamilien mit Kindern im Alter zwischen 8 und 13 Jahren an dem kostenlosen Programm teilnehmen. Zusammen mit Ihnen möchten wir herausfinden, ob das Programm Sie im Umgang mit den Bedürfnissen Ihres Kindes unterstützt und ob es Ihnen dabei hilft, Ihr Kind vor Mobbing- und Gewalterfahrungen zu schützen.

Das sagen unsere Teilnehmer*innen:

„Ja das denke ich schon, dass wir da in einem halben Jahr nochmal mitmachen, das hat uns viel Spaß gemacht“, teilnehmendes Kind

„Die Studie hat uns Spaß gemacht, auch unser Sohn hat die Fragen gerne beantwortet. Wir haben es uns dafür dann abends immer schön gemütlich gemacht und die Fragen beantwortet“, teilnehmende Mutter

„Der Teil mit dem Smartphone war echt cool und hat Spaß gemacht“, teilnehmendes Kind

„Durch die Fragen haben sich in unserer Familie noch weitere tolle Gespräche ergeben“, teilnehmende Mutter

„Es ist wichtig, dass solche Themen angesprochen werden, deswegen unterstützen wir die Studie gerne“, teilnehmende Mutter

Ihr EMPOWERYOU-Team

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Bitte um Teilnahme an einer Online-Umfrage zu Transracial Familienkonstellationen

Posted on Januar 14, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Kinder-/Jugendinfos |

Die Antirassismusaktivistin Elisabeth Bonin (https://self-made.blog/), selbst eine Schwarze Adoptierte, bittet Betroffene an ihrer Online-Umfrage zu Transracial Familienkonstellationen teilzunehmen. Ziel der Studie ist es, herauszufiltern, welche Herausforderungen und Probleme in den oben genannten Familienkonstellationen mit welcher Häufigkeit auftreten und was getan werden kann, um diese für Eltern und Kinder zu erleichtern bzw. vorzubeugen. Die Studien können noch bis zum 28.02.2021 bearbeitet werden.

Dabei gibt es je einen passenden Umfragebogen für

Elternteile eines leiblichen und eines adoptierten nicht-Weißen Kindes können die beiden entsprechenden Umfragebogen ausfüllen.

*Das Kürzel Bi_PoC (Black, indigenous People_and People of Color) meint Nicht-Weiße Personen.

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Lernen auf Distanz – Tipps für Eltern, Erzieher und Grundschullehrerinnen: Online-Bildungsangebote zum Forschen und Entdecken mit Kindern

Posted on Januar 12, 2021. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Schule |

Das kostenlose digitale Bildungsangebot der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bietet auch während Shutdown, Notbetreuung und Homeschooling umfangreiche Unterstützung, um gemeinsam mit Kindern den Forscheralltag zu gestalten. Von kostenlosen Lern-Apps bis zu niedrigschwelligen Fortbildungen: Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrerinnen und -lehrer aber auch Eltern und Kinder profitieren von der Nutzung der Angebote. Hier fünf Tipps für die nächsten Wochen.

  1. Webinar: Forscherideen im Alltag
    Was hat Mathe mit dem Mittagessen zu tun? Wer hat nicht schon mal das Reibungsverhalten von Rutschen untersucht? Und jede Pfütze ist ein wunderbares Forschungsobjekt. In diesem Webinar erfahren Teilnehmende, wie sie Alltagssituationen in Kita, Hort oder Grundschule spontan in Lern- und Forschungsanlässe verwandeln. Denn: Die ganze Welt ist ein Labor!
    Zur Anmeldung
  2. E-Book und Online-Fortbildung: MINT geht digital!
    Das neue kostenlose Bildungsangebot der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verbindet MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung mit digitaler Bildung. Teilnehmende erweitern ihre Methodenvielfalt und lernen, wie sie digitale Medien in Kita, Hort und Grundschule sinnvoll einsetzen.
    Zum kostenlosen E-Book
  3. Forscheridee zum Nachmachen: Streng geheim! Verpacken und versiegeln
    Geheimbotschaften verschlüsseln – das ist knifflig und besonders spannend, denn Geheimnisse müssen geheim bleiben. Hier untersuchen die Kinder Schließmechanismen und die Funktion von Siegeln, um Geheimbotschaften zu sichern. Warum das Experiment zum Themenbereich Informatik gehört, wird bestimmt schnell klar.
    Zur Forschungsidee
  4. Experiment am Küchentisch: Die Rosinendisco
    Was Sprudelgase alles können fasziniert auch schon die Allerkleinsten. Ein guter Grund, um ein Glas Sprudelwasser in eine Rosinendisco zu verwandeln. Und eines ist sicher: Die Begeisterung von Dreijährigen, die beobachten, was passiert, wenn Rosinen in ein Glas Sprudelwasser fallen, ist ansteckend. Und welche Beobachtungen machen die Größeren?
    Zum Experiment
  5. Wimmelapp: Energie ist überall
    Die kostenfreie App regt Kinder im Grundschulalter an, die unterschiedlichen Energieformen und Umwandlungsprozesse kennenzulernen und selbst darüber nachzudenken, warum Energie mehr als nur Strom ist. Sechs interaktive Wimmelbilder zeigen unterhaltsame Szenen in Schule, Stadt und auf dem Land. Darauf finden sich zahlreiche interaktive Animationen, kleine Geschichten und viele Anreize zum Entdecken und Weiterforschen – auch ohne digitales Endgerät. Für Lehrkräfte gibt es extra Tipps, wie sie die App in ihren Unterricht integrieren können.
    Zur Wimmelapp Energie

Die Webinare und Online-Kurse von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ sind kostenfrei. Eine Teilnahmebescheinigung gibt es sofort im Anschluss an eine Fortbildung.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ vom 12.01.2021

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Buchtipp: „Wir haben gute Gründe!“ Illustrierte Geschichten für Pflegekinder, ihre Pflegeeltern und Fachkräfte

Posted on Januar 10, 2021. Filed under: Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

Diplom-Psychologe Oliver Hardenberg hat im Schulz-Kirchner Verlag das Buch „Wir haben gute Gründe! Illustrierte Geschichten für Pflegekinder, ihre Pflegeeltern und Fachkräfte“ herausgegeben.

Die zehn illustrierten Geschichten dieses Buches beschäftigen sich mit typischen Verhaltensauffälligkeiten von Pflegekindern in ihren neuen Familien. Dabei werden die guten Gründe, die die Kinder für ihr Verhalten haben, sorgsam herausgearbeitet. Das Lesen der Geschichten bietet allen Beteiligten die Chance, die Lebensgeschichten dieser Kinder zu verstehen.

Mit dem Konzept des guten Grundes wird anhand der Verhaltensauffälligkeiten des Pflegekindes seine Biografie erforscht und im Umgang mit dem Kind gewürdigt. Die Beschreibung der fachlichen Hintergründe richtet sich an Pflegeeltern und ihr soziales Umfeld, aber auch an Fachkräfte aus Pädagogik, Psychologie, Medizin und Recht sowie an Interessierte.

nähere Informationen

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Sorgen und Ängste von Kindern in der Pandemie

Posted on Januar 8, 2021. Filed under: Forschung, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Politik, Publikationen |

Berlin: (hib/PK) Studien zeigen, dass die Pandemie bei Kindern und Jugendlichen Sorgen und Ängste verstärkt. Psychische Auffälligkeiten haben demnach stark zugenommen, wie aus der Antwort (19/25228) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/24280) der FDP-Fraktion hervorgeht.
In der Repräsentativstudie „Corona und Psyche“ zur psychischen Gesundheit, Lebensqualität und Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen haben den Angaben zufolge 66 Prozent der 11- bis 17-Jährigen eine geminderte Lebensqualität angegeben. Bei 31 Prozent der Kinder lagen psychische Auffälligkeiten vor.
Viele Kinder und Jugendliche machen sich Sorgen wegen der Auswirkungen der Pandemie auf die Gesellschaft, die Schule oder die wirtschaftliche Lage, auch sorgen sie sich vor Ansteckung.

Quelle: Heute im Bundestag vom 04.01.2021

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Bundesverwaltungsgericht bestätigt Maßgeblichkeit des Vorjahreseinkommens für die Kostenheranziehung

Posted on Dezember 17, 2020. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Freitag, 11.12.2020, geurteilt, dass für junge Menschen der § 93 SGB VIII und damit das durchschnittliche Monatseinkommen des Vorjahres maßgeblich ist für die Kostenheranziehung.

Hiermit wurden die vorinstanzlichen Urteile des Verwaltungsgerichtes Dresden und des Oberverwaltungsgerichts Bautzen, sowie das untenstehende Urteil aus Berlin höchstrichterlich bestätigt.

Im vorliegenden Klagefall arbeitete die in einer stationären Einrichtung der Jugendhilfe lebende Klägerin in einer Werkstatt für Behinderte.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Revision des Beklagten zurückgewiesen und dargelegt, dass der Kostenbeitragsbescheid rechtswidrig ist, weil bei der Berechnung des Einkommens nicht die gesetzliche Regelung angewendet wurde , wonach das durchschnittliche Monatseinkommen maßgeblich ist, das die kostenbeitragspflichtige Person in dem Kalenderjahr erzielt hat, welches dem jeweiligen Kalenderjahr der Leistung vorangeht.

Das Gericht entschied zudem, dass der öffentliche Träger zu Unrecht nicht von dem ihm gesetzlich eingeräumten Ermessen Gebrauch gemacht hat. Nach § 94 Abs. 6 Satz 2 SGB VIII kann ein geringerer Kostenbeitrag erhoben oder gänzlich von der Erhebung des Kostenbeitrags abgesehen werden, wenn das Einkommen aus einer Tätigkeit stammt, die dem Zweck der Leistung dient. Die Voraussetzung für diese Ermessensausübung war im vorliegenden Fall erfüllt. Sowohl die Hilfe für junge Volljährige als auch die Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen dienen in erster Linie der Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und der Förderung einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung.

zur Pressemitteilung des Gerichts: https://www.bverwg.de/de/pm/2020/74

Die schriftliche Abfassung des Urteils mit ausführlicher Begründung liegt noch nicht vor .

OVG Bautzen, 3 A 751/18 – Urteil vom 09. Mai 2019

Quelle: Berliner Rechtshilfefond Jugendhilfe e.V.

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FLIMMO-Weihnachtsspecial: Film-Highlights für Kinder und die ganze Familie

Posted on Dezember 17, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

In Zeiten von Corona wird Weihnachten in vielen Familien anders gefeiert werden als sonst. Was aber gleich bleibt, ist das große und unüberschaubare Angebot im TV und auf Streaming-Plattformen rund um die Feiertage. Und das wird dieses Jahr womöglich stärker genutzt als in den Jahren davor. Umso wichtiger ist es, geeignete Filme und Serien für Kinder auszuwählen und den Bildschirm auch mal abzuschalten.

Um Eltern dabei zu unterstützen hat FLIMMO in einem Online-Special Sehenswertes im Fernsehen und auf Streaming-Portalen zusammengestellt. Ob Weihnachtsklassiker, Märchenfilme oder Animationshits: Für jede Altersgruppe und die ganze Familie ist etwas dabei. Tipps für Angebote auf YouTube mit Bastelanleitungen oder Liedern gibt es noch dazu. Weil aber vor allem im TV-Programm nicht alles für Kinder in Frage kommt, weist FLIMMO auch darauf hin, was sie lieber nicht sehen sollten.

Damit ein sinnvoller Medienkonsum über die Feiertage gelingt, hat FLIMMO außerdem eine Reihe von Tipps zusammengestellt. Da große Weihnachtsfeiern und gegenseitige Besuche dieses Jahr ausfallen, gibt es beispielsweise viele kreative Vorschläge für digitale Treffen mit Familie und Freunden.

Weitere Tipps zur Medienerziehung und zahlreiche Ideen für eine Freizeitgestaltung auch jenseits des Bildschirms finden Eltern unter www.flimmo.de/weihnachten

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Schweiz erkennt als erstes Land Verfehlungen bei Adoptionen aus Sri Lanka an

Posted on Dezember 16, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Nach langjährigem politischem Engagement hat die Interessenvertretung für Adoptierte aus Sri Lanka in der Schweiz „Back To The Roots“ einen wichtigen Erfolg errungen:

Der Bundesrat der Schweiz hat am 14.12.2020, anlässlich einer Medienkonferenz die Verfehlungen der Schweizer Behörden offiziell anerkannt und die nächsten Handlungsfelder aufgezeigt.

Back to the Roots ist dankbar, dass die Schweizer Behörden das geschehene Unrecht an den betroffenen Adoptierten und deren Familien aus Sri Lanka öffentlich anerkennt.

Nähere Informationen:

Quelle: Back to the Roots

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Eylarduswerk-Lebensbücher komplett überarbeitet, erweitert und neu aufgelegt

Posted on Dezember 3, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Jugendhilfeverbund Eylarduswerk gibt seit 2004 Lebensbücher für die Biografiearbeit mit Kindern heraus. Das Lebensbuch für Kinder in der stationären Jugendhilfe wurde 2019 und das für Pflege- und Adoptivkinder wurde 2020 komplett überarbeitet und neu aufgelegt. Aktuelle Lebensthemen der Kinder, wie z. B. der Umgang mit Medien, wurden aufgenommen.

Die Lebensbücher helfen Kindern bei der Bewältigung ihrer schwierigen Lebensgeschichten und kosten 63,00 € zzgl. Versand. Infos und Bestellmöglichkeiten unter: www.das-lebensbuch.de.

Die Idee:

Das Eylarduswerk hat speziell für Kinder und Jugendliche, die in der Jugendhilfe oder in Pflege- oder Adoptivfamilien aufwachsen zwei Lebensbücher für die ressourcenorientierte Biografiearbeit entwickelt.

Jedes Lebensbuch ist ein hochwertiger Ringordner mit über 150 Seiten Geschichten, Arbeitsmaterialien und Gesprächsanregungen. Dieser kann sehr flexibel dem Bedarf der jeweiligen Situation und der Person angepasst werden. Die Seiten sind nicht nummeriert, so dass jedes Kind/jeder Jugendliche sein persönliches Lebensbuch zusammenstellen kann.

Die Arbeit mit dem Lebensbuch lenkt den Blick vor allem auch auf die stärkenden Momente der eigenen Lebensgeschichte. Dies führt bei vielen Kindern zu einer besseren Verarbeitung ihrer Geschichte und trägt damit zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Erfreulicherweise kommt es dabei oft zu einer Neubewertung von Beziehungen und zu einer Aussöhnung mit vergangenen Erlebnissen.

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Kindgerechte Medien-Tipps für den Lockdown

Posted on November 11, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Der „Pädagogische Medienpreis“ dient als Auszeichnung für die Hersteller sowie als Orientierungshilfe für Eltern, die ihren Kindern qualitativ hochwertige Angebote an die Hand geben möchten. Im Jahr 2020 wurde der Medienpreis an 15 Apps, Games und Online-Angebote vergeben.

Kindgerechte Medien-Tipps für den Lockdown

Deutschland befindet sich seit 02.11. in einem „Lockdown light“, was bedeutet, dass auch Kinder und Jugendliche wieder mehr Zeit zuhause verbringen können. Anders als im Frühjahr lädt die Natur derzeit nicht zu ausgedehnten Radtouren oder Spaziergängen ein, so dass den Medien als Freizeitbeschäftigung wohl eine noch größere Bedeutung zukommen wird. Umso mehr sind Eltern gefordert, ihren Kindern altersgemäße Angebote zur Verfügung zu stellen. Für sie stellt der „Pädagogische Medienpreis 2020“ eine gute Orientierungshilfe dar. Der Preis wurde am 03.11. an Produkte verliehen, die die Kinder, Jugendlichen und Expert*innen in der Medienpreis-Jury gleichermaßen überzeugt haben.

Die Preisträger 2020 im Überblick

Angebote für Kinder

  • Anton (Solocode GmbH), Webportal und App für Android & iOS
  • Die drei ??? – Fluch des Flaschenteufels (USM), Spiel für Android, iOS, Windows & Mac
  • Elli online (SWR – Planet Schule), Online-Spiel
  • fragFinn (fragFinn e.V.), Webportal und App für Android & iOS
  • Osmo Genius (Tangible Play, Inc.), App für iOS
  • Pode (Henchman & Goon), Spiel für Steam, Switch & PS4

Angebote für Jugendliche

  • Among us (Innersloth), Spiel für Steam, Android & iOS
  • Deru – the art of cooperation (ink kit studios), Spiel für Steam, Switch & Xbox One
  • Merchant of the Skies (Coldwild Games), Spiel für Steam, Switch & Xbox One
  • Ori and the Will of the Wisps (Moon Studios, Xbox Games Studios), Spiel für Xbox & Steam
  • Song of bloom (Philipp Stollenmayer, kamibox), App für iOS
  • Through the Darkest of Times (Handy Games, Paintbucket Games), Spiel für Steam
  • Unrailed (Indoor Astronaut, Daedalic Entertainment), Spiel für Steam, Switch, PS 4 & Xbox One

Sonderpreise

  • Bad News (Drog & Wissenschaft im Dialog gGmbH), Online-Spiel
  • KryptoKids (ComputerProjekt Köln e.V. & Gluon Studios GmbH), App für iOS

Quelle: SIN-Studio im Netz e.V.

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Online Careleaving-Seminar für Jugendliche und ihre Pflegeeltern „Bereit für die Zukunft? hat noch Plätze frei!

Posted on November 10, 2020. Filed under: Fortbildung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Careleaving-Seminar für Jugendliche und ihre Pflegeeltern „Bereit für die Zukunft?“ des Kompetenzzentrums Pflegekinder wird am 21.11. – 22.11.2020 digital und kostenfrei angeboten.

zur Einladung

zum Programm

Kontakt per Telefon 030/40985535 oder per Mail an paul.braenzel@kompetenzzentrum-pflegekinder.de

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Erste digitale Care Leavers Convention vom 23.-25.11.

Posted on Oktober 27, 2020. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Junge Menschen, die in stationären Settings der Kinder- und Jugendhilfe aufgewachsen sind, sehen sich in vielen Ländern der Erde ähnlichen Herausforderungen in ihrem Übergang ins Erwachsenenleben gegenüber. Ein internationales Team aus Care Leaver*innen, Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe sowie Wissenschaftler*innen hat sich im vergangenen Jahr zusammengefunden, um auf die mitunter prekären Lebenslagen der jungen Menschen aufmerksam zu machen und insbesondere politische Vertreter*innen für die Bedarfe von Care Leaver*innen zu sensibilisieren.

Im Oktober und November 2020 findet die erste digitale Care Leavers Convention statt, die zum Ziel hat, Care Leaver*innen und Fachvertreter*innen, Fachkräfte und Wissenschaftler*innen weltweit zusammenbringen, um über Möglichkeiten der besseren (professionellen) Unterstützung der jungen Menschen zu diskutieren.

Themenworkshops des Vorprogramms:

  • 24.10.2020 How do I connect with the larger world? – The need for Networking
  • 31.10.2020 My Care, My Voice
  • 07.11.2020  The Contribution of Research on Care Leaving – the Global Experience
  • 21.11.2020 Poster Contest – presentation on posters and adjudication by Jury

Hauptveranstaltung:
23.11.-25.11.2020

Weitere Infos und die Möglichkeit der kostenlosen Registrierung sind auf folgender Website zu finden: http://www.careleaversconvention.udayancare.in

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Onlinebefragung zur Lebenssituation von Careleavern

Posted on Oktober 24, 2020. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Mit ihrer Befragung möchten Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit in Kooperation mit dem Careleaver e.V. Deutschland herausfinden, wie es jungen Menschen nach Verlassen der stationären Jugendhilfe, sogenannten Careleavern, in Einrichtungen, Wohngruppen und/oder Pflegefamilien ergangen ist. Bislang ist über ihre Lebenssituation nach Verlassen der Jugendhilfe nur wenig bekannt.

Alle, die einen Teil ihres Lebens in Pflegefamilien oder Wohngruppen gelebt haben, sind eingeladen zur Teilnahme an der bundesweiten Onlinebefragung zur Lebenssituation von Careleavern.

zur Onlinebefragung: http://www.forschungsprojekt-careleaver.de

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Radio-Tipp: „Lust auf Leben – Angelika und die Schatten ihrer Kindheit“

Posted on Oktober 17, 2020. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Vor zehn Jahren berichtete Angelika, wie sie als Kind hungerte und von ihrem Vater, Onkel und Bruder sexuell missbraucht wurde. Mit neun wurde sie vom Jugendamt aus der Familie genommen und in eine Pflegefamilie vermittelt. Nun trifft Autor Charly Kowalczyk die mittlerweile 30-Jährige wieder. Angelika lebt inkognito in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Kraft, ihren Vater und Onkel anzuzeigen hat sie (noch) nicht.

Würde es ihr helfen, wenn sexuelle Gewalt juristisch nicht verjährte? Und: Wie geht die Gesellschaft mit Tätern um, die von ihren Opfern nicht angezeigt werden und deshalb eine Gefahr für andere Kinder sein können?

Eine wertvolle und rare Langzeitbeobachtung!

Am 20.10 um 22.03 Uhr wiederholt Deutschlandfunk Kultur die preisgekrönte Sendung von 2010 „Angelika. Annäherung an ein Kinderleben„.

Die Fortsetzung „Lust auf Leben. Angelika und die Schatten ihrer Kindheit“ wird gesendet:

  • am 27.10 um 22.03 Uhr – Deutschlandfunk Kultur
  • am 30.10. um 20.05 Uhr – Deutschlandfunk

Sendungsseite: https://www.deutschlandfunkkultur.de/leben-nach-dem-missbrauch-eine-langzeitbeobachtung-lust-auf.3682.de.html?dram:article_id=482175

Charly Kowalczyk, 1957 in Singen (Baden-Württemberg) geboren, ist Mitgründer der Veranstaltungsreihe „bremer hörkino“. Sein Feature „Halts Maul, du lügst – Verdingkinder in der Schweiz“ (DLF/HR/SWR/WDR 2013) wurde mit dem Featurepreis ´13 der Stiftung Radio Basel ausgezeichnet, „Angelika – Annäherung an ein Kinderleben“ (DKultur/NDR 2010) mit dem Deutschen Sozialpreis, dem Robert Geisendörfer Preis und dem Medienpreis der Kinder- und Jugendärzte.

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Band-Workshop für Pflegekinder ab 22.10. in Hamburg

Posted on Oktober 13, 2020. Filed under: Hamburg, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen, Verschiedenes |

Es sind noch Plätze frei beim Musik-Workshop für Pflegekinder zwischen 11-18 Jahren! Bei diesem Projekt haben die Kids Raum, sich an Instrumenten, mit ihrer Stimme oder im Produzieren eigener Beats auszuprobieren. Der Band-Workshop wird von Stephie Balke, Inhaberin von baumgartmusik und als Pflegekind aufgewachsen, organisiert.

Die Teilnahme ist kostenlos, das Angebot ist spendenfinanziert. Sprecht die Organisator*innen gerne an, wenn Ihr die beste Freundin/den besten Freund mitbringen wollt.

Start: 22.10.2020. Maximal 15 Kids. Ein Hygienekonzept liegt vor.

Flyer zum Band-Workshop

Schnell anmelden unter info@baumgartmusik.de oder 0163 7382034

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Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts beschlossen

Posted on September 25, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Bundeskabinett hat am 23.09.2020 den von der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts beschlossen.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, erklärt:

„Stärkung der Personensorge und selbstbestimmtes Handeln – das sind die Leitlinien der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts.

Wir stärken die Stellung der Kinder dadurch, dass die Erziehungsverantwortung des Vormunds und die Pflichten zur Personensorge hervorgehoben werden. Auch die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, werden gestärkt.

Im Betreuungsrecht gewährleisten wir ein hohes Maß an Selbstbestimmung und eine bestmögliche Qualität der rechtlichen Betreuung. Wir stellen klar, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes und selbstbestimmtes Handeln darstellt. Eine Vertretung des Betreuten soll nur stattfinden, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Wir stellen die Wünsche der Betreuten in das Zentrum des Betreuungsrechts. Um eine hohe Betreuungsqualität sicherzustellen, müssen sich berufliche Betreuerinnen und Betreuer künftig registrieren lassen und ihre persönliche und fachliche Eignung nachweisen.

Darüber hinaus wird ein zeitlich begrenztes Notvertretungsrecht für Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge eingeführt, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder Krankheit seine Angelegenheiten nicht wahrnehmen kann. Damit bauen wir bürokratische Hürden ab.“

Das vom BMJV vorgelegte Gesetzespaket sieht einschließlich aller Folgeanpassungen eine Änderung von 46 Gesetzen vor.

Das Reformpaket umfasst u. a. folgende Vorschläge:

  • Das Vormundschafts- und das Betreuungsrecht werden insgesamt modernisiert und neu strukturiert. Die Vorschriften des geltenden Vormundschaftsrechts zur Vermögenssorge, zu Aufsicht des Gerichts sowie zum Aufwendungsersatz und zur Vergütung werden ins Betreuungsrecht eingeordnet und – soweit erforderlich – an das Betreuungsrecht angepasst.
  • Im Vormundschaftsrecht soll der Mündel mit seinen Rechten als Subjekt im Zentrum stehen und die Personensorge gestärkt werden.
  • Die Rechte der Pflegeeltern, bei denen die Mündel aufwachsen, sollen gestärkt werden.
  • Die verschiedenen Vormundschaftstypen werden zu einem Gesamtsystem zusammengefügt, in dem die beruflichen Vormünder einschließlich des Jugendamts als Amtsvormund gleichrangig sind, nur ehrenamtliche Vormünder sind vorrangig zu bestellen.
  • Im Betreuungsrecht sind die Änderungen zentral darauf ausgerichtet, die Selbstbestimmung und die Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen im Vorfeld und innerhalb einer rechtlichen Betreuung im Sinne von Artikel 12 UN-Behindertenrechtskonvention zu stärken.
  • Es wird klarer geregelt, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten durch eigenes selbstbestimmtes Handeln gewährleistet und der Betreuer das Mittel der Stellvertretung nur einsetzen darf, soweit es erforderlich ist.
  • Der Vorrang der Wünsche des Betreuten wird als zentraler Maßstab des Betreuungsrechts normiert, der gleichermaßen für das Betreuerhandeln, die Eignung des Betreuers und die Wahrnehmung der gerichtlichen Aufsicht gilt.
  • Die betroffene Person soll zudem in sämtlichen Stadien des Betreuungsverfahrens besser informiert und stärker eingebunden werden, insbesondere in die gerichtliche Entscheidung über das Ob und das Wie der Betreuerbestellung, in die Auswahl des konkreten Betreuers, aber auch in dessen Kontrolle durch das Betreuungsgericht.
  • Zur Verbesserung des Informations- und Kenntnisniveaus bei ehrenamtlichen Betreuern wird die Möglichkeit einer engen Anbindung an einen anerkannten Betreuungsverein im Wege einer Vereinbarung über eine Begleitung und Unterstützung neu eingeführt.
  • Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität der beruflichen Betreuung soll ein formales Registrierungsverfahren mit persönlichen und fachlichen Mindesteignungsvoraussetzungen für berufliche Betreuer eingeführt werden.
  • Der Entwurf sieht verschiedene Maßnahmen zur effektiveren Umsetzung des Erforderlichkeitsgrundsatzes im Vorfeld der Betreuung, insbesondere an der Schnittstelle zum Sozialrecht, vor.
  • Die Verwaltung des Vermögens durch Betreuer und Vormünder soll modernisiert werden und künftig grundsätzlich bargeldlos erfolgen.
  • Schließlich sollen sich Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge kraft Gesetzes für die Dauer von drei Monaten gegenseitig vertreten können, wenn ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder Krankheit seine Angelegenheiten der Gesundheitssorge vorübergehend rechtlich nicht besorgen kann.

Der Regierungsentwurf wird nun dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat zugeleitet.

Quelle: Pressemitteilung des BMJV vom 23.09.2020

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Tipp zum Ausbildungsbeginn: Achten Sie auf korrekte Kostenheranziehungsbescheide

Posted on September 17, 2020. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Im Moment beginnen viele jugendliche Pflegekinder ihre Ausbildung. Bis zur geplanten Reform des SGB VIII, durch die die Kostenheranziehung junger Menschen in den Hilfen zur Erziehung auf 25 % gesenkt werden soll, müssen Pflegekinder jedoch weiterhin 75 % ihres Einkommens (abzüglich weniger absetzbarer Beträge) an die Jugendhilfe zurückzahlen.

PFAD macht darauf aufmerksam, dass manche Jugendämter immer noch falsche Bescheide ausstellen, weil sie nicht berücksichtigen, dass die Berechnungsgrundlage für die Kostenheranziehung bereits seit 2013 nach KJVVG Art.1 9c das durchschnittliche Monatseinkommen des Vorjahres sein muss.

Erhalten Ihre Pflegekinder rechtswidrige Heranziehungsbescheide, können Sie sich auf bereits erfolgte Rechtsprechung berufen und Widerspruch einlegen.

Sehr hilfreich ist dabei die Broschüre des Bundesnetzwerks Ombudschaften „Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe– FAQ –„, die Sie kostenlos downloaden können: https://vormundschaft.net/assets/uploads/2020/05/Kostenheranziehung_FAQ.pdf

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Interaktiver „Mutmacher-Kalender 2021“ für Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe und in Pflegefamilien ab sofort erhältlich

Posted on August 1, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

Titelbild

Der Mutmacher-Kalender 2021 des Sozialunternehmens „Klückskinder“ aus Frankfurt a.M. ist ab sofort erhältlich. Der Kalender zeigt wieder zwölf bewegende Lebensgeschichten, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen MUT machen. Er erscheint nun schon zum siebten Mal und porträtiert wieder tolle Mutmacher wie zum Beispiel den Autor Christian Baron und Redner und Autor Janis McDavid. Liebevoll bebildert wird der Kalender von bekannten Illustratoren, unter anderem der Labor Ateliergemeinschaft in Frankfurt

Mutmacher-Kalender 2021 mit prominenter Unterstützung
Erstmals wird der Kalender von mehreren großen Verbänden wie der Diakonie, dem SOS Kinderdorf, dem Bundesverband kath. Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE), dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) empfohlen. Diese stellen auch das Vorwort im neuen Kalender.

Jeder Monat des kommenden Kalenders wurde individuell gestaltet und illustriert. Dafür hat Klückskinder u.a. die bekannte Frankfurter Labor Ateliergemeinschaft gewonnen. Das Grußwort stammt in diesem Jahr vom ehemaligen Fußballnationalspieler Gerald Asamoah. Die teils sehr bewegenden Mutmacher-Geschichten kommen unter anderem von Journalist und Bestseller-Autor Christian Baron sowie Redner und Autor Janis McDavid. Darüber hinaus stehen alle Mutmacher-Geschichten auch in diesem Jahr wieder als vertonte Version zur Verfügung und sind über die Klückskinder App via QR Code abrufbar Diese werden gesprochen von Moderatorin Bärbel Schäfer und Oliver Rohrbeck, der Stimme von Justus Jonas von den „Drei Fragezeichen“.

„Wir sind sehr stolz darauf, was wir als gemeinnützige Organisation in den letzten Jahren aufgebaut haben. Dass unser Mutmacher-Kalender dieses Jahr von so vielen Verbänden empfohlen wird, zeigt uns, dass wir mit unserer Arbeit auffallen und etwas bewegen können“, sagt Diana Klückmann, Gründerin von Klückskinder. „Wir möchten uns auf diesem Wege auch bei unseren aktuellen und ehemaligen Mutmachern bedanken, die uns jedes Jahr aufs Neue mit ihren bewegenden Geschichten faszinieren.“

Verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten
Der Kalender kann ab sofort über die Website www.klueckskinder.de oder im Buchhandel über die ISBN-Nummern 978-3-9821-084 -2-1 (DIN A4) und 978-3-9821-084-3-8 (DIN A3) erworben werden.
Wer das Projekt darüber hinaus unterstützen möchte, kann ebenfalls über die Website eine beliebige Anzahl an Kalendern gegen eine Rechnung einzelnen Einrichtungen sponsern. Natürlich ist auch eine Spende verbunden mit einer Spendenbescheinigung jederzeit möglich.

Über Klückskinder
Die gemeinnützige Organisation Klückskinder engagiert sich bereits seit 2014 für Heim- und Pflegekinder. Unter dem Motto „Mut machen. Perspektiven eröffnen. Unterstützung bieten.“ setzt Klückskinder sein innovatives Unterstützungskonzept für Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe und in Pflegefamilien um. Die Motivation ist sehr persönlicher Natur – die Gründerin ist ein ehemaliges Heimkind. Daher kennt das Team die besonderen Herausforderungen, die Heim- und Pflegekindern im Leben begegnen. Was 2014 als Projektidee startete, ist mittlerweile eine gemeinnützige UG und mit einem innovativen Konzept deutschlandweit aktiv. Klückskinder erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, z.B. von der Robert-Bosch-Stiftung und der KfW Stiftung sowie den dm-Preis für Engagement und den Deichmann-Förderpreis für Integration den Deichmann Förderpreis 2018.

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Kreativangebot für Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien in den Sommerferien in Aachen

Posted on Juli 25, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

In Kooperation mit Kinderseele Aachen e.V. bieten Ergotherapeuten der Uniklinik Aachen ein tolles, kostenfreies Kreativangebot für Pflege- und Adoptivkinder in den Sommerferien (20.-31.07.2020) an.

Kontakt: Georg Kempe, 0241-8088161, gkempe@ukaachen.de

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Website „Vormundschaft erklärt für Kinder und Jugendliche“ wurde aktualisiert

Posted on Juli 21, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Im Bereich der Website Vormundschaft erklärt finden sich viele hilfreiche Informationen zur Vormundschaft für verschiedene Zielgruppen, etwa Fachkräfte der Erziehungshilfen und (Pflege-)Eltern, Familienrichterinnen und Rechtspflegerinnen.

Das Unterkapitel für Kinder und Jugendliche informiert sie über die Vormundschaft und ihre Rechte. Es wurde kürzlich aktualisiert. Kinder und Jugendliche finden hier Informationen zur ombudschaftlichen Beratung und zu landesweiten Interessenvertretungen, in denen sie sich engagieren können.

Über die Website gelangen sie auch zu neuen Videos und Apps (z. B. FosterCare und Miniila App) und Unterstützungsangebote für Jugendliche ab 16 Jahren (z. B. Careleaver-Notfallfonds).

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Neuer Rechte-Flyer für Careleaver

Posted on Juli 3, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Die folgenden neun Rechte, die Care Leaver betreffen, werden in dem neuen Rechte-Flyer für Care Leaver (herausgegeben von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen und der Stiftung Universität Hildesheim) verständlich und prägnant erklärt:

  • Grundrechte
  • Recht auf umfassende Beratung und Hilfe
  • Recht auf Beteiligung
  • Recht auf Unterstützung und Begleitung – auch nach dem 18. Geburtstag
  • Recht auf finanzielle Absicherung
  • Recht auf Bildung und Unterstützung während der Ausbildung
  • Recht auf transparente Verwaltungsverfahren in Behörden
  • Recht auf Beschwerde und Beratung in Rechtsfragen
  • Recht auf Befreiung von Ansprüchen anderer dir gegenüber

Der Flyer ist entstanden im Rahmen des Projektes „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“ der IGfH und der Uni Hildesheim und knüpft an die „Handreichung Leaving Care“ (Benjamin Raabe/Severine Thomas) an, in der rechtliche Grundlagen rund um das Thema Leaving Care ausführlich erläutert werden.

Weitere Infos und Download

Siehe auch www.forschungsnetzwerk-erziehungshilfen.de

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Projekt „Careleaver Weltweit“ unterstützt Auslandsaufenthalte für Careleaver*nnen

Posted on Juni 30, 2020. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes |

Das Ziel von Careleaver Weltweit ist es, junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung – z.B. in Wohngruppen oder Pflegefamilien – verbracht haben und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden, einen gleichberechtigten Zugang zu Auslandsaufenthalten zu ermöglichen.

Dafür bekommen sie die notwendige Unterstützung, die junge Erwachsene sonst meist durch Eltern oder andere Familienmitglieder erfahren. Careleaver*, die sich bei Careleaver Weltweit bewerben, haben die Möglichkeit

  • an einem Schuljahr im Ausland während der 10. Klasse teilzunehmen (innerhalb von Europa)
  • über die Freiwilligenprogramme Internationaler Jugendfreiwilligendienst IJFD und weltwärts für sechs bis zwölf Monate ins Ausland zu gehen (weltweit)
  • über externe Anbieter oder selbstorganisiert für drei Wochen bis sechs Monate Berufs- oder Pflichtpraktika im Ausland zu absolvieren (innerhalb von Europa)
  • an internationalen Jugendbegegnungen teilzunehmen oder
  • individuell und nach Absprache Studienreisen ins Ausland zu unternehmen.

Sie erhalten dafür organisatorische, persönliche und finanzielle Unterstützung bereits beim Bewerbungsverfahren, vor der Ausreise und bis nach der Rückkehr.

Derzeit werden die Regeln für Auslandsformate auf Grund der Covid-19 Pandemie neu geschrieben. Das Projekt richtet sich nach den allgemeinen Anweisungen der Ministerien, die Auslandsformate ab dem späten Herbst 2020 und ab 2021 für durchführbar halten. Derzeit läuft ein Aufruf für eine Ausreise im Herbst 2021.

nähere Informationen

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Familienausschuss gibt grünes Licht für neues Adoptionsrecht

Posted on Mai 28, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/AW) Bei der Adoption von Kindern soll zukünftig ein Rechtsanspruch auf Beratung und Begleitung durch Adoptionsvermittlungsstellen für alle Beteiligten gelten. Bei Stiefkindadoptionen soll hingegen eine Beratungspflicht gelten. Den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung (19/16718) nahm der Familienausschuss am Mittwoch in leicht geänderter Fassung ohne Gegenstimmen an. Die Oppositionsfraktionen, die die Gesetzesvorlage prinzipiell begrüßten, enthielten sich der Stimme. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurde ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD angenommen, mit dem redaktionelle Änderungen , Verfahrensvereinfachungen und Klarstellungen im Gesetz vorgenommen werden. Über die Gesetzesvorlage wird der Bundestag am Donnerstag abschließend beraten und abstimmen.

Das Gesetz sieht vor, dass die Adoptionsvermittlungsstellen eine altersgerechte Aufklärung des Kindes über die Adoption leisten und mit den Herkunftseltern und den Adoptiveltern erörtern, ob und wie ein Informationsaustausch oder Kontakt zwischen ihnen im Sinne des Kindeswohls stattfinden kann. Diese Gespräche sollen mit dem Einverständnis aller Beteiligten in angemessenen Zeitabständen wiederholt werden. Zudem ist vorgesehen, dass den Herkunftseltern ein Recht zu jenen Informationen über das Kind gewährt wird, welche die Adoptiveltern zum Zweck der Weitergabe an die Herkunftseltern freiwillig an die Adoptionsvermittlungsstelle geben. Die Einrichtung der Adoptionsvermittlungsstellen soll in der Verantwortung der Jugendämter liegen. Zur Adoptionsvermittlung sollen aber auch die Diakonie, der Deutsche Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt und deren Fachverbände befugt sein.

Verschärft werden sollen mit dem Gesetz die Auflagen bei Auslandsadoptionen. Sie sollen zukünftig immer durch eine Adoptionsvermittlungsstelle vermittelt werden. Zudem soll für Adoptionsbeschlüsse im Ausland ein verpflichtendes Anerkennungsverfahren im Inland eingeführt werden. Die Anerkennung einer unbegleiteten Adoption soll nur dann möglich sein, wenn dies für das Kindeswohl erforderlich ist.

Die Koalitionsfraktionen argumentierten in der Ausschusssitzung, mit dem Gesetz würden adoptionswillige Eltern besser unterstützt und dem Wohl und dem Recht des Kindes auf Informationen über seine Herkunft vermehrt Rechnung getragen. Die Fraktionen der FDP, Linken und Bündnis 90/Die Grünen kritisierten übereinstimmend die Beratungspflicht bei Stiefkindadoptionen für gleichgeschlechtliche Paare. Kinder, die in einer lesbischen Ehe oder eingetragenen Partnerschaft geboren werden, könnten gemäß des Abstammungsrechtes von der nichtleiblichen Mutter nur auf dem Weg der Stiefkindadoption adoptiert werden. Eine Beratungspflicht für gleichgeschlechtliche Paare würde aber eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung gegenüber heterosexuellen Paaren darstellen, monierten die drei Oppositionsfraktionen übereinstimmend. Letztlich müsse deshalb das Abstammungsrecht geändert werden. Auch die SPD-Fraktion betonte, dass sie auf die Beratungspflicht für gleichgeschlechtliche Paare bei Stiefkindadoptionen lieber verzichtet hätte. Die Änderungsanträge der Linken und Grünen, in denen sie einen Verzicht auf die Pflichtberatung forderten, wurde jedoch mit den Stimmen der Koalition und der AfD abgelehnt. Die Beratungspflicht bei Stiefkindadoptionen in heterosexuellen Ehen wurde von der AfD moniert. Dies stelle einen unverhältnismäßigen staatlichen Eingriff in die Familien dar.

Quelle: Heute im Bundetag vom 27.05.2020

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PFAD gibt Empfehlungen zum Umgang von Pflegekindern und ihren Familien in Corona-Zeiten

Posted on Mai 20, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Corona-Krise hat großen Einfluss auf die Pflegekinderhilfe. Je nach aktueller Rechtslage im Bund und in den Ländern müssen Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Eltern an die jeweilige Situation angepasst werden.

Der PFAD Bundesverband hat deshalb Empfehlungen zum Umgang mit Pflegekindern und ihren Familien (pdf) zusammengestellt.

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9. Mai ist Birth Mother`s Day

Posted on Mai 8, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der Birth Mother`s Day ist an jedem Samstag vor Muttertag den leiblichen Müttern adoptierter Kinder gewidmet.

Mit einer Pressemitteilung möchte der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. diesen 1990 in den USA eingeführten Gedenktag aufgreifen und alle Mütter würdigen, deren Kind bei Adoptiveltern aufwachsen.

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Hilfe gegen rechtswidrige Bescheide im Rahmen der Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII

Posted on April 29, 2020. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Broschürencove

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe e.V. hat ein umfangreiches Paket an Informations- und Praxismaterialien zum Thema Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII veröffentlicht.

Junge Menschen, die vollstationäre Jugendhilfeleistungen erhalten, müssen einen Teil ihres Einkommens als Kostenbeitrag an das Jugendamt abgeben. Bei der Berechnung des Kostenbeitrags ist gemäß § 93 Abs. 4 Satz 1 SGB VIII das durchschnittliche Monatseinkommen des Vorjahres ausschlaggebend. Dies haben verschiedene Verwaltungsgerichte und das Oberverwaltungsgericht Sachsen bestätigt. Gemäß § 94 Abs. 6 haben die jungen Menschen 75 Prozent ihres Einkommens als Kostenbeitrag einzusetzen. Wenn das Einkommen aus einer Tätigkeit stammt, die „dem Zweck der Leistung“ dient, kann jedoch ein geringerer Kostenbeitrag erhoben oder gänzlich von einer Heranziehung abgesehen werden. Dies ist in Satz 2 geregelt.

Bei den unabhängigen Ombudsstellen des Bundesnetzwerks brandeten wiederholt Beschwerdefälle an, die rechtswidrige Kostenbescheide zum Inhalt hatten.

Die Infobroschüre „Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe – FAQ“ sowie die dazugehörigen Praxismaterialien (Brief-Vorlagen, Ausfüllhilfen, Kostenbeitragsrechner) stellen eine leicht verständliche Handreichung für junge Menschen und Fachkräfte dar, um rechtswidrige Kostenbescheide zu erkennen und – ggf. auch nach Ablauf der Widerspruchs- und Klagefrist – dagegen vorzugehen. Die Informationen basieren auf dem Rechtsgutachten „Kostenheranziehung junger Menschen nach dem SGB VIII – Materielle Rechtsfragen und Verfahren“ (Autor: RA Benjamin Raabe).

Das Rechtsgutachten, die Infobroschüre und alle weiteren Materialien sind hier kostenlos per Download erhältlich oder können gegen Portokosten bestellt werden bei info@ombudschaft-jugendhilfe.de.

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National Coalition: COVID-19 aus kinderrechtlicher Perspektive

Posted on April 12, 2020. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen |

Auf ihrem Corona-Newsblog stellt die National Coalition, das Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, wichtige Informationen rund um das Coronavirus insbesondere aus kinderrechtlicher Perspektve zusammen. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert und auf dem Laufenden gehalten.

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Online-Peerberatung für Care Leaver

Posted on März 30, 2020. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Online-Peerberatung CareHOPe Care Leaver an Hochschulen stellt ihr Angebot bis zum 19. April 2020 erweitert zur Verfügung!

Sie möchten mit ihrem Beratungsangebot vor allem Studieninteressierte und Studierende mit stationärer Kinder- und Jugendhilfeerfahrung in ihrer Bildungslaufbahn sowie Studiensituation unterstützen.

In der Online-Peerberatung können verschiedene Themen besprochen werden und es stehen eine Vielzahl an Informationen zum Thema „Bildung trotz Jugendhilfe“ bereit.

Die Online-Beratung ist sicher, anonym und jederzeit mit gleichaltrigen Studierenden oder Absolvent*innen, die auch in der stationären Jugendhilfe aufgewachsen sind, möglich.

Auch für Fachkräfte und Multiplikator*innen stehen dort viele interessante Informationen sowie Einladungen zu thematischen Veranstaltungen zur Verfügung. Es besteht ebenso die Möglichkeit CareHOPe als Fachstelle direkt unter carehope@uni-hildesheim.de für Fragen zu kontaktieren.

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Hilfen für Care Leaver in Zeiten von Corona: Online-Beratung und Notfallfond

Posted on März 23, 2020. Filed under: Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Der Careleaver e.V. und die Uni Hildesheim (Projekt CareHOPe) haben zusammen eine Notfallhilfe für Care Leaver eingerichtet, die zur Zeit in Schwierigkeiten stecken.

Gemeinsame Mitteilung der Universität Hildesheim und des Careleaver e.V. vom 23.03.2020

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Votum für Abschaffung des Kostenbeitrags

Posted on März 10, 2020. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/AW) Die Forderung der FDP- und Linksfraktion nach einer Abschaffung des Kostenbeitrags von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Pflegefamilien ist bei Sachverständigen in einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses am Montag mehrheitlich auf Zustimmung gestoßen.

Vier der sechs geladenen Experten unterstützten einen entsprechenden Antrag der FDP (19/10241) und einen Gesetzentwurf der Linken (19/17091) zur Änderung des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII). Nach der aktuellen Gesetzeslage können junge Menschen, die sich in vollstationärer Betreuung durch eine Pflegeeinrichtung oder einer Pflegefamilie befinden, zu einem Kostenbeitrag von bis zu 75 Prozent ihres Einkommens, das sie im Rahmen ihrer Ausbildung oder eines Nebenjobs verdienen, herangezogen werden.

Sowohl Markus Dostal vom Projekt Petra als auch Björn Hagen vom Evangelischen Erziehungsverband, Rechtsanwältin Gila Schindler von der Kanzlei für soziale Unternehmen, Carmen Thiele vom Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien und die Rechtswissenschaftlerin Friederike Wapler von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sprachen sich übereinstimmend dafür aus, auf die Kostenheranziehung zu verzichten. Sie schlossen sich der Argumentation der FDP- und der Linksfraktion an, dass jungen Menschen nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden dürften, dass ihre leiblichen Eltern nicht in der Lage sind, für sie sorgen zu können. Zudem würde die Kostenheranziehung demotivierend auf die jungen Menschen wirken, die auf die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen seien. Sie erschwere außerdem die Bildung eines finanziellen Vermögens und somit die Verselbstständigung der betroffenen jungen Menschen. Auch die Öffnungsklausel in Paragraf 94 SGB VIII, die es ermöglicht, auf die Kostenheranziehung zu verzichten oder diese zu reduzieren, sei problematisch. Zum einen führe dies zu einem höheren Verwaltungsaufwand in den Jugendämtern, zudem werde von dieser Möglichkeit in den Bundesländern höchst unterschiedlich Gebrauch gemacht.

Abweichend von den anderen Experten sprach sich der Rechtswissenschaftler Reinhard Wiesner von der Freien Universität Berlin gegen eine völlige Abschaffung des Kostenbeitrags aus, sondern plädierte für dessen „deutliche“ Verringerung auf beispielsweise 25 Prozent. Wiesner argumentierte, eine Vollversorgung aus öffentlichen Mitteln, die die Einnahmen der jungen Menschen völlig unberücksichtigt lasse, verstoße gegen das Grundprinzip des Nachrangs der Kinder- und Jugendhilfe im SGB VIII. Zudem helfe dies jungen Menschen auch nicht, zu lernen, dass Kost und Wohnung mit Aufwendungen verbunden sind. Auch junge Menschen, die bei ihren Eltern leben, würden nicht selten Anteile ihres Einkommens zu Hause abgeben. Auch Regina Offer vom Deutschen Städtetag wies darauf hin, dass auch in Familien, in denen der Lebensunterhalt durch die Eltern sichergestellt wird, das zivilrechtliche Unterhaltsrecht gelte und das regelmäßige Einkommen der Kinder bis zu einem Betrag zwischen 90 und 100 Euro auf den Unterhalt der Eltern angerechnet werde. Um keine Schlechterstellung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Herkunftsfamilien herbeizuführen, sollte eine Anpassung des Kostenbeitrags nur „vorsichtig erfolgen“. Der Kostenbeitrag sollte deshalb 50 Prozent des regelmäßigen Einkommens nicht unterschreiten.
Die übrigen Sachverständigen sahen eine bloße Absenkung des Kostenbeitrags wie von Wiesner und Offer vorgeschlagen kritisch. Dies würde zu einem deutlich höheren Verwaltungsaufwand und somit zu höheren Kosten führen.

Quelle: Heute im Bundestag vom 10.03.2020

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Das Asylverfahren bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Eine Arbeitshilfe für Jugendämter, Vormund*innen und Betreuer*innen

Posted on März 8, 2020. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Asylantrag: ja oder nein? Welche alternativen aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten gibt es? Was können Argumente für eine (schnellst mögliche) Asylantragstellung sein? Was gilt es bei einem Asylantrag für unbegleitete Minderjährige aus sogenannten “sicheren Herkunftsländern” zu beachten? Welche Auswirkungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht gibt es bei einer Vormundschaftsbestellung über das 18. Lebensjahr hinaus? Wie gestaltete sich das Anhörungssetting.

Diese und viele weitere Fragen beantwortet die vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. publizierte Arbeitshilfe für Jugendämter, Vormundinnen und Betreuerinnen. Die 35-seitige Arbeitshilfe kann kostenfrei beim BumF heruntergeladen und bestellt werden.

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Neue Koordinierungsstelle des Careleaver e.V.

Posted on März 4, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Seit dem 15. Februar gibt es eine Koordinierungsstelle des Careleaver e.V. in Freiburg. Careleaver, (pädagogische) Fachkräfte, Institutionen und Interessierte können sich mit Fragen rund um das Thema Leaving Care an die Koordinierungsstelle wenden, beispielsweise zur Kostenheranziehung oder Übergangsplanung.

Der Verein existiert bereits seit 2014. Als Selbstorganisation setzt er sich für die Belange von Careleavern ein. Durch die Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnten zudem drei hauptamtliche Mitarbeiter*innen eingestellt werden, die den Verein beim Erreichen seiner Ziele – Sensibilisierung für die Situation der Careleaver, Anstoßen von Veränderungen auf politischer Ebene und die Vernetzung und den Austausch von Careleavern – tatkräftig unterstützen.

Wer sind Careleaver?
Careleaver sind junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung (Wohngruppen, Pflegefamilien etc.) verbracht haben und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden.

Wer ist der Careleaver e.V.?
Der Careleaver e.V. entstand 2014 aus dem Careleaver-Netzwerk. Er ist die einzige bundesweite Interessenvertretung von (jungen) Menschen, die in einer Pflegefamilie oder Wohngruppe aufgewachsen sind, und sich für ihre Rechte und Belange einsetzen

Quelle: Mitteilung des Careleaver e.V. vom 15.02.2020

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Care Leavers Network: Empfehlungen an europäische Staaten

Posted on Februar 29, 2020. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Das Care Leavers Network ist das erste europäische Netzwerk von und für Menschen, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilie aufgewachsen sind.

In einem aktuellen Projekt haben 178 Mitglieder des Netzwerks aus sieben europäischen Ländern politische Empfehlungen für die Situation von Kindern in Pflegeeinrichtungen und Pflege- oder Adoptivfamilien gesammelt.

Dazu zählen die konsequente Umsetzung der Kinderrechte für betroffene Kinder, die Förderung von Chancengleichheit in der Bildung und kostenlose rechtliche Unterstützung sowie medizinische Versorgung.

Um diese und weitere Forderungen umzusetzen, wird die Bedeutung politischer Leitlinien für den Umgang mit Kindern in dieser Situation unterstrichen.

10 Empfehlungen des Care Leavers Networks an europäische Staaten (englisch)

Quelle: AGF EuropaNews – Februar 2020

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Angehörigen-Entlastungsgesetz

Posted on Februar 24, 2020. Filed under: Finanzielles, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Durch das am 01.01.2020 in Kraft getretene Gesetz zur Entlastung unterhaltsverpflichteter Angehöriger in der Sozialhilfe und in der Eingliederungshilfe (Angehörigen-Entlastungsgesetz) werden Kinder und Eltern finanziell entlastet.

Dies betrifft z.B. Personen, die zu den Unterhaltskosten ihrer leiblichen Eltern herangezogen werden, obwohl sie nicht bei ihnen aufwuchsen. Auch im Behindertenbereich wurden Angehörige finanziell entlastet und behindertenpolitische Neuregelungen geschaffen.

Gute Informationen finden Sie auf den Websites von reguvis.de und der Lebenshilfe.

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Linke will Kostenbeitrag im SGB VIII streichen

Posted on Februar 16, 2020. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Nach dem Willen der Linksfraktion sollen Jugendliche in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Pflegefamilien nicht mehr an den Kosten ihrer Unterbringung beteiligt werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Fraktion (19/17091) zur Änderung des Achten Buches Sozialgesetzbuches (SGB VIII) vor. Ebenso soll bei jungen Volljährigen in stationärer Unterbringung deren eigenes Vermögen nicht länger herangezogen werden. Die derzeit bestehenden Regelungen erschwere es jungen Menschen, die auf die besondere Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen seien und somit über schlechtere Startchancen ins Erwachsenenleben verfügten, finanzielle Rücklagen zu bilden. So müssten junge Menschen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder in Pflegefamilien gemäß Paragraf 94 SGB VIII bis zu 75 Prozent ihres bereinigten Einkommens als Kostenbeitrag an das Jugendamt abführen. Dies mindere den Anreiz, eine Berufsausbildung auf- oder einen Schülerjob anzunehmen. Zudem führten die Regelungen zu einem unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand in den Jugendämtern.

Die Linksfraktion verweist zudem darauf, dass der Paragraf 94 SGB VIII in den Bundesländern insbesondere bezüglich der Öffnungsklausel, auf Kostenheranziehung zu verzichten oder diese zu reduzieren, nicht einheitlich umgesetzt werde. Dies sei angesichts des Verfassungsziels gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet verfassungsrechtlich problematisch.

Quelle: Heute im Bundestag vom 14.02.2020

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