Kinderschutz

12. Kinderschutzforum 2018: „Kindheit – vergessen und vermessen“ am 19./21.09. in Münster

Posted on Juni 19, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen |

logoBeim diesjährigen Fachkongress der Kinderschutz-Zentren am 19./21.09.2018 in Münster wird das Thema „Kindheit – vergessen und vermessen?“ in vielen Facetten behandelt.

Folgende Fragen sollen diskutiert werden:

  • Wie können wir Kinder sehen, um sie zu verstehen?
  • Wie müssen sich Hilfen bewegen, um Kinder zu erreichen?
  • Wie sollen Hilfesysteme gestaltet sein, um Kinder zu schützen?

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für 12. Kinderschutzforum 2018: „Kindheit – vergessen und vermessen“ am 19./21.09. in Münster )

1. ZKJ-Tag am 11.09. in Köln

Posted on Juni 11, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 11.09.2018 findet in Köln der 1. ZKJ-Tag statt (ZKJ – Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe).

Diese Fachtagung für Kindschaftsrecht, Jugendhilfe und Erziehungsberatung bietet ein vielschichtiges und informatives Programm, bei dem Experten aus Recht, Pädagogik, Sozialarbeit und Familienpsychologie mit Praktikern aktuelle Praxis- und Anwendungsfragen sowie neue Entwicklungen im Bereich des Kindschafts- und Familienrecht, der Erziehungsberatung und Jugendhilfe diskutieren werden.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeichnen ein trauriges Bild

Posted on Juni 5, 2018. Filed under: Forschung, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoAm 05.06.2018 wurden die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017 zu kindlichen Gewaltopfern vorgestellt:

Im vergangenen Jahr wurden 143 Kinder getötet. Fast 78 Prozent von ihnen waren zum Zeitpunkt des Todes jünger als sechs Jahre. In 77 Fällen blieb es bei einem Tötungsversuch. Die Zahlen zu Misshandlungen an Kindern stagnieren seit Jahren auf einem hohen Niveau. 4.208 Kinder waren hiervon betroffen, 43 Prozent von ihnen haben das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Im Bereich sexuelle Gewalt nach den §§ 176, 176a und 176b weist die Statistik einen Rückgang von 3,64 Prozent auf, doch wurden noch immer 13.539 Kinder als Opfer registriert. Die in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Fallzahlen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials stiegen im Vergleich zum Vorjahr wieder um 15,06 Prozent an.

zur ausführlichen Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 05.06.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeichnen ein trauriges Bild )

Neuer Adoptionsskandal erschüttert Irland

Posted on Mai 31, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen |

logoDer Donaukurier berichtet in seinem Artikel „Neuer Adoptionsskandal erschüttert Irland“ vom 30.05.2018, dass die irische Regierung mitteilte, dass bei mindestens 126 zwischen 1946 und 1969 durch eine katholische Adoptionsagentur vermittelten Adoptierten gefälschte Geburtsurkunden nachgewiesen werden konnten. Als biologische Eltern seien die Adoptiveltern eingetragen worden.

Da eine hohe Dunkelziffer vermutet wird, ist geplant nun auch die damalige Praxis weiterer Agenturen zu überprüfen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Neuer Adoptionsskandal erschüttert Irland )

Multimedia-Reportage „Gewalt gegen Kinder – Misshandlung und ihre Folgen“

Posted on Mai 26, 2018. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: |

logoZum Thema Kindesmisshandlung erstellte der hr-iNFO eine umfassende Recherche. Die Multimedia-Reportage „Gewalt gegen Kinder – Misshandlung und ihre Folgen“ zeigt Schwachstellen beim Kinderschutz in Deutschland auf.

zum Dossier „Wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen Opfer ohne Stimme“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( Kommentare deaktiviert für Multimedia-Reportage „Gewalt gegen Kinder – Misshandlung und ihre Folgen“ )

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder fordert bessere Rahmenbedingungen für Pflegekinder und deren Familien

Posted on Mai 17, 2018. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoMehrheitlich hat die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder am 04.05.2018 einen Antrag Baden-Württembergs unterstützt, der die Bundesregierung auffordert, die Rahmenbedingungen für Pflegekinder und deren Familien zu verbessern.

„Für Kinder, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können, sind Stabilität und Kontinuität elementar wichtig, damit Hilfs- und Unterstützungsangebote wirken können. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Pflegekinder die für ihre Entwicklung so wichtige Stabilität erhalten“, sagte Minister Manne Lucha am Rande der Sitzung in Kiel.

Mehr Stabilität und Kontinuität schaffen

Ein erheblicher Anteil von Pflegekindern lebe länger als drei Jahre in Pflegefamilien. Es sei dringend notwendig, diesen Beziehungen mehr Kontinuität und Stabilität zu verleihen. Dies sei gesetzlich bislang nicht ausreichend gewährleistet. Sowohl in Fällen, in denen die Eltern freiwillig der Unterbringung ihres Kindes in einer Pflegefamilie zugestimmt haben, als auch in Fällen, in denen sorgerechtsbeschränkende Maßnahmen des Familiengerichts verhängt wurden, kann bisher jederzeit die Rückführung des Kindes gefordert werden.

Kindeswohl muss Richtschnur für alle Entscheidungen sein

Minister Lucha: „Die erforderlichen Gesetzesänderungen sollten schnell erfolgen; die Empfehlungen der Experten und Expertinnen hierzu liegen bereits vor. Selbstverständlich muss dabei sorgfältig geprüft werden, wie die Stärkung der Rechte der Pflegekinder mit dem Recht der Herkunftseltern in Einklang zu bringen ist. Auch die Herkunftsfamilien müssen noch besser gefördert und begleitet werden, damit Kinder eine Rückkehrperspektive haben. Fest steht aber: Das Kindeswohl muss die Richtschnur für alle Entscheidungen sein.“

Auch die zunehmend als rückläufig beklagte Bereitschaft von Familien, sich als Pflegefamilie für Kinder und Jugendliche zu engagieren, könne durch die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen neue Attraktivität erhalten, sagte Lucha abschließend.

Ergänzende Informationen

Die Kontinuität von Pflegeverhältnissen ist gesetzlich bislang nicht ausreichend gewährleistet. Die im SGB VIII verankerte „auf Dauer angelegte Lebensform“ hat keine familienrechtliche Entsprechung unterhalb der Adoption.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg vom 04.05.2018

 

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Kindesmissbrauch in der Familie hat schwerwiegende Folgen – auch für Geschwister

Posted on April 25, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoWird ein Kind in der Familie misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt, ist das Risiko für Geschwister, ebenfalls Opfer zu werden, vier Mal so groß wie in anderen Familien. Das zeigt eine Studie von DJI-Wissenschaftlerin Susanne Witte, die erstmals in Deutschland die Situation von Geschwistern bei Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung in der Familie untersucht hat. Trotz der erhöhten Missbrauchsgefahr und psychischer Beeinträchtigungen bis ins Erwachsenenalter berücksichtigen Kinderschutzverfahren die Belange von Schwestern und Brüdern derzeit nur unzureichend.

„Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in einer Familie auch die Situation der Geschwister abgeklärt werden muss“, sagt Susanne Witte. Dies sei zeitintensiv und passiere je nach personellen Ressourcen aktuell nur teilweise im Rahmen einer familienbasierten Fallbearbeitung im Jugendamt. Stattdessen wäre es sinnvoll, diese Prüfung in den Leitlinien und Handlungsanweisungen für Kinderschutzverfahren zu verankern. Geschwister seien auch dann einem erhöhten Risiko ausgesetzt, wenn sie nicht im selben Haushalt leben.

Vor allem sexueller Missbrauch sowie emotionale Vernachlässigung, beispielsweise durch Beschimpfungen und Herabwürdigungen, beeinträchtigen die psychische Gesundheit der betroffenen Kinder und deren Geschwister bis ins Erwachsenenalter. Hinzu kommt, dass die Heranwachsenden zusätzlich durch schlechtere Geschwisterbeziehungen belastet sind: In Familien, in denen Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung vorkommen, streiten Geschwister häufiger und haben ein weniger vertrauensvolles Verhältnis zueinander.

Für die Studie wurden mehr als 4.500 Erwachsene anhand des vielfach erprobten „Childhood Trauma Questionnaire“ online zu möglichen Misshandlungs- und Missbrauchserfahrungen befragt sowie zu ihrer Geschwisterbeziehung, zum Verhalten der Eltern und zur aktuellen psychischen Belastung. Bei 870 Teilnehmenden war es möglich, zusätzlich einen Bruder oder eine Schwester zu interviewen. Dadurch konnten erstmals verschiedene Erfahrungen in einer Familie berücksichtigt werden. Da mehr Frauen, mehr Personen jüngeren Alters und mit einem höheren Schulabschluss an der Studie teilgenommen haben, ist sie nicht repräsentativ.

Susanne Witte hat die Forschungsarbeit für ihre Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München durchgeführt. Sie wurde betreut von Sabine Walper, Forschungsdirektorin des DJI und Professorin an der LMU, sowie von Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm.

Die Ergebnisse der Studie sind 2018 unter dem Titel „Geschwister im Kontext von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung“ im Verlag Beltz Juventa erschienen.

Quelle: DJI vom 24.04.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

BMFSFJ Broschüre „Gutes Aufwachsen mit Medien“

Posted on April 22, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie neue Broschüre „Gutes Aufwachsen mit Medien“ hat den Schwerpunkt Digitales Kinderzimmer. Experten und Eltern geben Tipps für den sicheren Umgang mit Smart-Toys und Online-Risiken. Für Kinder liegt ein buntes Papierhandy mit sieben Kreativ-Karten bei. Damit lernen sie gute Kinderangebote kennen und können selbst etwas gestalten.

Der Info-Laptop „Fit fürs Netz!“ enthält wichtige Online-Regeln. Außerdem gibt es einen Sticker mit individuellem Passwort-Schlüssel zum Erstellen sicherer Passwörter.

Die Broschüre kann kostenlos bestellt oder direkt heruntergeladen werden.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Expertise zu sexualisierter Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen vorgestellt

Posted on April 20, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

logoSeit 2016 koordinieren die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT und dem BMFSFJ einen Fachkreis zu dem hochemotionalen und tabuisierten Themenfeld der sexualisierten Gewalt in organisierten und rituellen Strukturen. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft, die nun im Zuge eines Fachtages in Berlin vorgestellt wurde.

Sexualisierte Gewalt hat viele Formen und Facetten. Spätestens mit der Aufdeckung des unvorstellbaren Ausmaßes von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Jahr 2010 wurde deutlich, welche enormen gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen ihre Bekämpfung voraussetzt. Politik und Gesellschaft in Deutschland haben in den vergangenen Jahren viele Aspekte diskutiert und Initiativen auf den Weg gebracht. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun!

Tabuthema mit Praxisrelevanz

So ist sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen nach wie vor ein tabuisiertes und kontrovers diskutiertes Thema. Repräsentative wissenschaftliche Studien zur Häufigkeit und den Folgen liegen nicht vor. Demgegenüber stehen jedoch eine Vielzahl an Berichten, Befragungen und Fachliteratur, die eine hohe Relevanz in der Praxis aufzeigen. Diese Diskrepanz führt in der Öffentlichkeit sowie im fachlichen Diskurs oftmals zu Verständigungsproblemen und Uneinigkeiten. Berichte Betroffener und professioneller Unterstützer*innen, aber auch eine nicht unerhebliche Zahl beim Fonds sexueller Missbrauch gestellter Anträge beschreiben eindringlich die Notlage: Für Menschen mit diesen Erfahrungen ist es oft besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten und gehört zu werden.

Um das Thema voranzubringen, wurde 2016 ein Fachkreis beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit etwa 20 Expert*innen unterschiedlicher Professionen und Arbeitsfelder eingerichtet und durch die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT koordiniert. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft, die am 12. und 13. April 2018 Zuge eines thematischen Fachtages im BMFSFJ in Berlin vorgestellt wurde.

Sensibilisierung und interdisplinäre Zusammenarbeit

Das Ziel des Fachtages war es, das Thema sichtbar zu machen, es ernst zu nehmen und die Fachöffentlichkeit zu sensibilisieren. Dies gelang Dank der eingeladenen Expert*innen, die eine sachlich fundierte und unaufgeregte Auseinandersetzung vermittelten. Und auch die Teilnehmer*innen des Fachtages aus Politik, Justiz, Polizei, Verwaltung, Pädagogik, Fachberatungsstellen und dem Gesundheitswesen diskutierten entschlossen mit und machten die Veranstaltung zu einem wirklichen Austausch der Professionen.

So konnte mit dem Fachtag und den veröffentlichten Empfehlungen ein wichtiger Schritt gegangen werden. Denn nur durch eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit lassen sich komplexe Gewaltstrukturen aufbrechen, Unterstützung und Hilfe für Betroffene gewährleisten und das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Schutz in Zukunft sicherstellen!

zu den Empfehlungen

Quelle: Die Kinderschutzzentren vom 17.04.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Apps für Kinder: Datenbank mit mehr als 500 Spielen und Lernprogrammen und konkreten pädagogischen Empfehlungen

Posted on April 7, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoSpiele auf Handys und Tablets sind bei Kindern sehr beliebt. Doch viele Apps sind für sie nicht geeignet, zum Beispiel weil die jungen Nutzerinnen und Nutzer die Vermarktungsmodelle kaum durchschauen können. Einen Überblick über pädagogisch wertvolle Apps gibt eine Datenbank des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Sie wurde am 5. April 2018 in der Tagesschau vorgestellt.

Die Datenbank umfasst mehr als 500 Apps, die sich an Kinder vom Kindergarten- bis zum Jugendalter, aber auch an Eltern und Fachkräfte richten. Das Projekt „Apps für Kinder“ am DJI analysiert die Software und hat dafür einen Bewertungskatalog entwickelt. Anhand von diesem wird beispielsweise untersucht, ob die App einem pädagogischen Konzept folgt, ob sie wichtige Bezüge zur Lebenswelt der Kinder herstellt und Anreize bietet, sich Inhalte gemeinsam mit Freundinnen, Freunden oder Eltern zu erschließen. Darüber hinaus werden auch die Aspekte Spielspaß, Sicherheit und Kosten sowie Bedienung und Technik geprüft.

Mithilfe einer Suchmaske lassen sich Apps für unterschiedliche Altersgruppen und verschiedene Themen finden. Zudem ist es möglich, die Titel anhand der pädagogischen Bewertung zu sortieren oder nur Apps anzeigen zu lassen, zu denen ein Erfahrungsbericht aus der pädagogischen Praxis vorliegt.

Die Berichte enthalten Hinweise für Erzieherinnen und Erzieher, wie sich der Einsatz der Apps am besten planen und durchführen lässt, welche technische Ausstattung erforderlich ist und inwiefern die Software für den medienpädagogischen Gebrauch geeignet ist.

Auf Basis der App-Bewertungen und weiterer Recherchen verfasst das DJI vierteljährlich Trendanalysen, die unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte haben:

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V. vom 06.04.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

EGMR zur Rechtmäßigkeit der Inobhutnahme von Kindern der Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ im Jahre 2013

Posted on März 24, 2018. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

logoDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in zwei Verfahren entschieden, dass der teilweise Entzug des elterlichen Sorgerechts und die Inobhutnahme von Kindern der Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ angesichts der Gefahr körperlicher Züchtigungen zulässig ist.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Verbände lehnen Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Alterseinschätzungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab

Posted on März 22, 2018. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoEin breites Bündnis von 23 Verbänden und Organisationen lehnt Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Methoden zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab. In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen sich die Unterzeichnenden zudem gegen die Einführung von Vorprüfverfahren in AnkER-Zentren für Erwachsene aus, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden. Stattdessen müssten die derzeitigen Regelungen nachgebessert werden, um den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen in den Verfahren zur Alterseinschätzung zu stärken.

Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk, dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen haben u.a. die Arbeiterwohlfahrt, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, die Diakonie Deutschland, PRO ASYL, Save the Children und terre des hommes die Stellungnahme unterzeichnet.
Hauptziel von Alterseinschätzungsverfahren muss der Schutz von Minderjährigen sein

„Mit dem Koalitionsvertrag drohen die AnkER-Zentren für Erwachsene zu Türstehern des Kinderschutzes zu werden. Auch wenn der Wortlaut noch vieles offen lässt, ist die Richtung eindeutig: Mehr Härte bei der Alterseinschätzung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dies birgt die Gefahr, dass Minderjährige häufiger als jetzt älter gemacht werden und dann ungeschützt in den Erwachsenensystemen verbleiben. Das Hauptziel von Alterseinschätzungsverfahren muss jedoch der Schutz von Minderjährigen sein. Ihre Rechte in den Verfahren müssen gestärkt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Frage der Alterseinschätzung ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz geregelt

„Seit mehreren Monaten werden verschiedene Forderungen zum Verfahren zur medizinischen Alterseinschätzung diskutiert, die der Öffentlichkeit suggerieren, dass eine gesetzliche Grundlage hier fehlt und die zuständigen Jugendämter in einem weitgehend ungeregelten Raum nach eigenem Gutdünken agieren. Dabei ist die Frage der Alterseinschätzung bereits im Kinder- und Jugendhilfegesetz verbindlich geregelt. Hier gibt es umfangreiche, gute Verfahren, bei denen das Jugendamt auch, bei nicht anders ausräumbaren Zweifeln, eine medizinische Untersuchung zu veranlassen hat. Und wir haben Fachkräfte, die jahrelange Erfahrung mit dieser Aufgabe haben und gute Arbeit leisten. Sie gilt es zu unterstützen und ihre Arbeit anzuerkennen“, sagt Nerea González Méndez de Vigo, Juristische Referentin des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Aus Sicht der unterzeichnenden Verbände und Organisationen verkennen die derzeitigen Forderungen nach Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Methoden bei der Alterseinschätzung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zudem die verfassungsrechtlichen Anforderungen an ärztliche Eingriffe, die keinen Heilzweck verfolgen und sind als nicht zielführende Grundrechtseingriffe abzulehnen. Im Übrigen ist es im Regelfall auch mit bildgebenden Verfahren unmöglich, das Alter so präzise einzuschätzen, dass eine Minderjährigkeit ausgeschlossen werden kann.
Zuständigkeiten und Verfahren der Alterseinschätzung sollten bei der Jugendhilfe zusammengeführt werden

Die unterzeichnenden Verbände würden es dahingegen begrüßen, wenn die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Verfahren im Kontext der Alterseinschätzung bei der Jugendhilfe zusammengeführt würden. Denn momentan setzen unterschiedliche Behörden unabhängig voneinander Geburtsdaten fest. Dies führt dazu, dass zum Teil für eine Person unterschiedliche Alter geführt werden. Deshalb sollte die bisherige Regelung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes mit Bindungswirkung gegenüber anderen Behörden ausgestattet, sowie das Rechtsmittelverfahren effektiv ausgestaltet werden.

zur ausführlichen Stellungnahme mit allen Unterzeichnenden

Quelle: BumF e.V. – Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 13.03.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

So finden Eltern gute Mediengeschenke für das Osternest

Posted on März 21, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoZu Ostern gehören Ostereier und Schokohasen. Bei vielen Familien kommen inzwischen aber auch andere Geschenke ins Osternest. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, erklärt, welche sinnvoll sind – und wie die Zeit an Ostern auch mit Medien sinnvoll genutzt werden kann.
„Brettspiele, Bücher, Hörspiele oder altersgerechte Filme und Games sind für Kinder die richtige Geschenkidee fürs Osternest. Wichtig ist, dass sie zum Kind passen. Am besten informieren sich Eltern dazu und schauen den Film gemeinsam an oder testen das Spiel zusammen“, rät Kristin Langer, Mediencoach bei SCHAU HIN!, dem Medienratgeber für Familien. Dann sehen Eltern auch sofort, wie ihr Kind darauf reagiert, was ihm Spaß macht und können über Lieblingsfiguren, Interessen oder Erlebnisse in der Medienwelt sprechen.

Pädagogische Empfehlungen wichtiger als Alterskennzeichen
Alterskennzeichen bieten eine erste Orientierung, stellen aber keine pädagogische Empfehlung dar. Am besten informieren Eltern sich auch durch andere Quellen darüber, welche Inhalte für ihr Kind geeignet sind. Pädagogische Einschätzungen finden Eltern auf Plattformen wie zum Beispiel flimmo (www.flimmo.de), Kinderfilmwelt (www.kinderfilmwelt.de) sowie dem Spieleratgeber NRW (www.spieleratgeber-nrw.de). Weitere inhaltliche Empfehlungen bietet diese Broschüre zu Spiel- und Lernsoftware im Rahmen der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“, Klick-Tipps (www.klick-tipps.net) und die Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts (www.dji.de). Über Risiken in bekannten Spiele-Apps informiert das Projekt „app-geprüft“ (app-geprüft.net).

In manchen Familien ist das Osterfest inzwischen auch Anlass für größere Geschenke, wie ein Tablet oder Smartphone. „Kinder bis etwa sechs Jahren benötigen noch keine eigenen Mediengeräte, sondern können die Geräte der Eltern oder Geschwister nutzen“, empfiehlt Kristin Langer. „Eltern mit älteren Kindern können anhand von Familiengeräten oder einem Besuch im Fachgeschäft die Funktionen von Tablet, Smartphone & Co. vor einem Neukauf testen. So können sie besser einschätzen, ob das Gerät bereits zu den Fähigkeiten des Kindes passt und wie sie es altersgerecht einrichten können.“

Medien kreativ nutzen
Egal ob neu geschenkt oder schon lange in der Familie: Medien eignen sich besonders auch dazu, in der Familie gemeinsam kreativ zu wirken, weil über die Ostertage mehr Zeit für die Familie bleibt. Beschäftigen sich Kinder kreativ, interaktiv und selbstständig mit Medien, fördert dies Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Hören, trainiert die Motorik sowie die Anwendung von Techniken und erweitert die Medienkompetenz. Kinder erfahren, wie Medien gestaltet werden, und wechseln von der Rolle des Konsumenten in die des Produzenten. „Am besten erstellen Eltern mit ihrem Kind eigene Inhalte. Zum Beispiel können zu Hause oder auf einem Ausflug interessante Bilder, Töne und kurze Videoclips aufgenommen und daraus eine Bildergeschichte, Spiele (beispielsweise ein Hörmemory) oder ein Film produziert werden.“ Anregungen hierzu bietet das Extrathema „Kreativ mit Medien“ auf schau-hin.info.

3 Tipps für die Geschenkewahl

  1. Altersgerecht schenken: Altersfreigaben beachten, hinterfragen und Beurteilungen lesen, auch andere Schenkende wie Verwandte und Freunde vorab informieren, welches Geschenk zum Alter und den Fähigkeiten des Kindes passt.
  2. Mediengeschenke gemeinsam ausprobieren, beispielsweise Filme zusammen ansehen und darüber sprechen.
  3. Medien kreativ nutzen und eigene Inhalte produzieren.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ vom 21.03.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Broschüre „Junge Geflüchtete auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben begleiten – ein Leitfaden für Fachkräfte“

Posted on März 20, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. brachte 2017 die Broschüre „Junge Geflüchtete auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben begleiten – ein Leitfaden für Fachkräfte“ heraus. In diesem Leitfaden finden sich viele Tipps für den Übergang, der Fachkräften weiterhilft.

Gleichzeitig appelliert der Verband an die Politik: Statt kurzfristig Kosten zu sparen, müssen langfristige Perspektiven geschaffen werden. Wer will, dass junge Flüchtlinge schnell auf eigenen Füßen stehen, Ausbildungen abschließen und als selbständige Menschen teilhaben, darf Hilfen nicht kürzen, sondern muss diese ausbauen.

zum Leitfaden als PDF-Datei

zur Bestellung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Zeitschrift KJug zum Thema „Ritzen Schnippeln Cutten“

Posted on März 14, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie aktuelle Ausgabe der Zeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema selbstverletzendes Verhalten Jugendlicher.

NSSV – nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten, so lautet der entsprechende Fachbegriff für Selbstverletzungen, die sich Jugendliche mittels Rasierklingen und Verbrennungen zufügen. Die Folgen können im Internet und einschlägigen Foren – mit Bildern und Anleitungen zur Selbstverletzung – nachvollzogen werden.

In einer Studie »#Ritzen – Selbstverletzung bei Instagram« der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm wurden jetzt die Darstellung des Ausmaßes und die Auswirkungen von Bildern in einem sozialen Netzwerk untersucht. Doch Selbstverletzungen stehen nicht nur für individuelles Leid(en), sie müssen auch unter kulturell-gesellschaftlichen Aspekten betrachtet und eingeordnet werden. Andere Formen der sogenannten Body-Modifikation wie Tattoos, Piercings und Schönheitsoperationen sind mittlerweile akzeptiert(er), deuten aber dennoch genau wie Ritzen und andere Formen der Selbstverletzung auf die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit dem Körper hin.

Schulen, die Jugendhilfe und alle diejenigen, die mit Jugendlichen arbeiten müssen für nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) sensibilisiert werden.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Internetseite für pädagogische Fachkräfte und Eltern: webhelm.de

Posted on Februar 27, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDas medienpädagogische Projekt webhelm.de hat seine Internetseite für pädagogische Fachkräfte und Eltern vollständig überarbeitet. Sie finden nun vertiefende Artikel und spannende Videos zu allen aktuellen Fragen der Medienaneignung von Kindern und Jugendlichen:

  • Wie eignen Kinder und Jugendliche sich online Medien an?
  • Wie können Fachkräften und Eltern Kinder und Jugendliche in diesem Prozess unterstützen?
  • Welche Apps sind angesagt, wie können sie sinnvoll genutzt werden und welche Risiken entstehen?

„Das Projekt gibt es seit 2009 und unsere Erfahrungen zeigen, dass vor allem pädagogische Fachkräfte nach Anlaufstellen im Internet suchen, um sich zu informieren und Hilfestellung zur Umsetzung von eigenen medienpädagogischen Projekten zu bekommen. Gleichzeitig erreichen uns auch von Eltern viele Fragen zu diesen Themen. Deshalb stellt webhelm.de pädagogischen Fachkräften in übersichtlicher Form alles zur Verfügung, was ihnen bei der eigenen praktischen Arbeit in Jugendhilfe, Jugendarbeit und Schule helfen kann. Zusätzlich gibt es für Eltern einen einfachen aber sehr fundierten Überblick über relevante Themen, mit denen sie ihre Kinder im Umgang mit Medien unterstützen können“, so Kathrin Demmler, Direktorin des JFF – Institut für Medienpädagogik.

Als neue Themen finden sich nun unter webhelm.de:

  • Recherchekompetenz in Onlinewelten
  • vollständig überarbeiteter Bereich zu Online-Anwendungen und -diensten, mit Artikeln zu Messengern, Games, Videoportalen usw.
  • zu jedem Überblicksartikel „Anwendungen“ wurde ein begleitendes Video als Einstieg in das Thema erstellt: „Kinder erklären …“
  • die neue Webseite wurde zudem für mobile Ausgabegräte (z.B. Smartphones) optimiert

Quelle: JFF – Institut für Medienpädagogik vom 27.02.2018

 

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Informationsquelle Internet: So surfen Kinder sicher

Posted on Februar 26, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDas Internet ist zur wichtigsten Informationsquelle geworden – bereits für Kinder. Gerade Surfanfänger brauchen aber besondere Aufmerksamkeit, da sie sich der Möglichkeiten und Gefahren des Mediums oftmals noch nicht bewusst sind. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ rät Eltern deshalb, erste Schritte des Nachwuchses im Netz zu begleiten und altersgerechte Angebote auszuwählen.
„Kinder interessieren sich anfangs oft vor allem für Spiele und Unterhaltungsangebote“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Langer empfiehlt, passende Seiten als Lesezeichen abzulegen, sodass die Kinder einen schnellen und einfachen Zugriff auf ihre Lieblingsangebote haben und nicht erneut suchen müssen.

Gerade bei Anfängern im Grundschulalter ist es hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder zu Beginn beim Navigieren und Surfen begleiten. Dabei können sie auch darauf achten, welche Unterstützung das Kind braucht und ihm Sicherheitsregeln vermitteln, etwa nur auf Dinge zu klicken, die es kennt und vorsichtig mit persönlichen Angaben oder Bildern zu sein. Damit Kinder auf gute Angebote leicht zugreifen können, richten Eltern ihnen am besten ein eigenes Nutzerkonto auf dem Computer ein, speichern die Seiten als Favoriten im Browser oder verlinken sie in die Kinderstartseite meine-startseite.de.

Generell sind die Zugänge für Kinder sicher und kindgerecht einzustellen. Hinweise finden Eltern bei schau-hin.info/sicherheit. Zudem sind Eltern gut beraten, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen. Klick-Tipps liefert viele Empfehlungen für gute Kinderseiten und -Apps. Altersgerechte Angebote finden Eltern auch bei Seitenstark, fragFINN und Blinde Kuh. Für Einsteiger eignet sich der Surfschein von Internet ABC, den Eltern am besten zusammen mit ihrem Kind machen.

5 Kriterien für gute Kinderseiten:

  1. Gestaltung: Eine gute Kinderseite ist übersichtlich aufgebaut und altersgerecht gestaltet, indem sie eine leicht verständliche Sprache und anschauliche Bilder oder Grafiken nutzt.
  2. Inhalte: Die Inhalte vermitteln spielerisch Wissen und fördern die Medienkompetenz.
  3. Jugendschutz: Ungeeignete Inhalte in Chats, Gästebüchern, Foren oder auf Pinnwänden werden von Moderatoren vor dem Freischalten entfernt oder können zumindest gemeldet werden.
  4. Datenschutz: Die Seite nimmt den Datenschutz ernst und bezieht bei einer Anmeldung die Eltern mit ein.
  5. Werbung: Zu empfehlen sind Seiten, die werbefrei sind sowie bei externen Verlinkungen auf das Verlassen der Seite hinweisen. Enthält die Seite Werbung oder einen Online-Shop, sind diese deutlich gekennzeichnet und klar vom redaktionellen Inhalt getrennt.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Stellungnahme des Paritätischen: Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge brauchen Hilfe zur Erziehung!

Posted on Februar 19, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoAngeregt durch Diskussionen im AK Jugendsozialarbeit am 30.1.2018, bei dem insbesondere über die Situation in Bayern berichtet wurde, wo massiv versucht wird, Angebote des betreuten Jugendwohnens nach § 13 Abs. 3 SGB VIII zur Regelversorgung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge umzudeuten, hat der Paritätische Gesamtverband eine Stellungnahme verabschiedet, die deutlich unterstreicht, dass die Vormünder Minderjähriger einen klaren Anspruch auf Hilfe zur Erziehung haben, der als solcher nichts mit Angeboten der Jugendsozialarbeit zu tun hat. Darüber hinaus spricht sich der Verband gegen 4-fache Verlegungen junger Geflüchteter durch eine Erstunterbringung in sog. AnKER-Lagern aus, wie sie der Koalitionsvertrag vorsieht.

zur Stellungnahme vom 16.02.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

13. EurAdopt-Konferenz am 24./25.05. in Mailand/Italien

Posted on Februar 13, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, International, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDie 13. EurAdopt-Konferenz unter dem Titel “The Intercountry Adoption Dilemma” findet am 24./25.05.2018 in Mailand/Italien statt.

EurAdopt ist ein Verbund von Organisationen aus dem Bereich der Internationalen Adoption. Die Mitglieder kommen aus Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Island, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien. Zusammen vermitteln diese Organisationen ungefähr 1,400 Kinder jährlich in ein neues Zuhause.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien vom 11.-17.02.

Posted on Februar 7, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoVom 11. bis 17. Februar findet die neunte bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien statt.

Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in ganz Deutschland unterstreichen unzählige Aktive die politische Forderung nach einem flächendeckenden, regelfinanzierten Hilfesystem für die schätzungsweise drei Millionen Kinder, die in Deutschland mit suchtkranken Eltern aufwachsen.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht über alle Veranstaltungen stehen auf den Seiten der Aktionswoche zur Verfügung.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Umfrage unter 2211 Fachkräften: Viele geflüchtete Kinder und Jugendliche haben Gewalt und Missbrauch erlebt

Posted on Januar 27, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDer Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. hat eine Online-Umfrage unter Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe zur Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge durchgeführt. Ein Großteil der Jugendlichen ist demnach durch das Erleben von Gewalt und Missbrauch im Herkunftsland sowie während der Flucht belastet. Laut 57,7% der Befragten berichten die Jugendlichen oft bzw. immer von Gewalt- und Missbrauchserfahrungen. Jugendämter, Träger und zuständige Ministerien müssen sich darauf einstellen, dass der Anteil (schwer) traumatisierter Minderjähriger weiter ansteigt, da die Fluchtrouten gefährlicher geworden sind.

Die Gesamtzahl junger Flüchtlinge in jugendhilferechtlicher Zuständigkeit ist in 2017 um ca. 9.000 Personen auf 54.962 junge Menschen gesunken (Stand: 8.12.2017). 44% von ihnen sind junge Volljährige. Der BumF appelliert an Politik und Jugendämter diese jungen Menschen weiterhin zu unterstützen, abrupte Hilfebeendigungen zu vermeiden und Zukunftsperspektiven abzusichern. Die, in vielen Bundesländern oft als schlecht oder sehr schlecht bewertete, Bildungssituation älterer Jugendlicher muss dringend verbessert werden.

Der BumF fordert zudem, den Familiennachzug aus dem Ausland und Zusammenführungen innerhalb Deutschlands zu erleichtern. Besonders schlecht bewerten die Fachkräfte zurzeit die Verfahren zum Eltern- und Geschwisternachzug. Doch auch bei der Zusammenführung von Minderjährigen mit ihren Angehörigen und Bezugspersonen innerhalb Deutschlands wird von 44% angegeben, dass diese (sehr) schlecht funktionieren. Als häufigsten Grund (59,5% der Befragten) für Abgänge aus Einrichtungen wird daher angegeben, dass Jugendliche sich auf eigene Faust zu Angehörige bzw. Freunde begeben, die an anderen Orten leben. Sie gelten in der Folge vielfach als „vermisst“.

Am besten wurde die Unterbringungs- und Betreuungsqualität im Bereich der Hilfen zur Erziehung mit zu 56,1% guten oder sehr guten Einschätzungen bewertet, am schlechtesten bei der vorläufigen Inobhutnahme mit nur 32,2% und den Hilfen für junge Volljährige mit 45,1% (sehr)guten Bewertungen. Trotz der gesunkenen Einreisezahlen und Verbesserungen gegenüber 2016 ist eine flächendeckend gute Unterbringungs- und Betreuungsqualität danach noch nicht überall hergestellt worden. Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf – insbesondere im Bereich der (vorläufigen) Inobhutnahme sowie bei den Hilfen für junge Volljährige.

Während die Gesundheitsversorgung bei physischen Erkrankungen überwiegend positiv bewertet wird, ist sie bei psychischen Erkrankungen von 53,7% der Befragten als schlecht bzw. sehr schlecht eingeschätzt worden. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Dazu gehören u.a. der Ausbau der Strukturen der Psychosozialen Zentren durch Bundes- und Landesmittel sowie eine gesetzliche Sicherstellung der Erstattung von Sprachmittlungskosten.

Methodik
Insgesamt haben sich vom 19. Oktober bis 3. November 2017 2.211 Personen an der Online-Umfrage beteiligt. Der Auswertung wurden jedoch nur die Antworten von insgesamt 1.347 Personen zugrunde gelegt, die den Fragebogen vollständig beantwortet haben. Obwohl keine repräsentative Zufallsstichprobe unter den Fachkräften gezogen wurde, kann aufgrund der großen Zahl der Teilnehmenden davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse eine hohe Aussagekraft besitzen.

Pressemitteilung als PDF-Datei
Auswertung der Online-Umfrage als PDF-Datei

Quelle: Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 27.01.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Aufruf zur 9. bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Posted on Januar 25, 2018. Filed under: Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoBERLIN, HAMBURG, DÜSSELDORF – Der Deutsche Bundestag hat im vergangenen Juni sein Schweigen über eines der bestgehüteten Tabus unserer Gesellschaft beendet:

In einem fraktionsübergreifenden Antrag erkannte das Parlament erstmals an, dass in Deutschland drei bis vier Millionen Kinder mit psychisch kranken und 2,65 Millionen Kinder mit suchtkranken Eltern aufwachsen. Der Antrag benennt das erhöhte Risiko dieser Kinder, selber psychische oder Suchterkrankungen zu entwickeln und anerkennt ihren Anspruch auf Hilfe.

  • Der Bundestag greift in dem Antrag die seit Jahren von uns im Rahmen der Aktionswoche erhobene Forderung auf, dass die bislang nur spärlich vorhandenen Hilfen für die Kinder „personell und finanziell zu einem strukturellen und flächendeckenden Unterstützungssystem ausgebaut werden“ müssen. Dafür sollen „erprobte Modelle in die sozialen Regelsysteme überführt und verstetigt werden“.
  • Als ersten Schritt fordert der Antrag die Bundesregierung auf, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe einzurichten, die die Vorschläge zur Verbesserung der Situation betroffener Kindern und Jugendlicher erarbeitet und diese der neuen Bundesregierung vorlegt.
  • Darüber hinaus fordert der Antrag Aufklärungsmaßnahmen zur Enttabuisierung von Sucht und psychischer Erkrankung in der deutschen Gesellschaft und die Verankerung dieser Themen in der Aus- und Weiterbildung aller Berufsgruppen, die an der Versorgung von Kindern und deren psychisch kranken Eltern beteiligt sind.

Die Initiatoren der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien begrüßen diese Entwicklung. Wir fordern die künftige Bundesregierung dazu auf, den Arbeitsauftrag ernst zu nehmen, den der 18. Deutsche Bundestag ihr gegeben hat. Sie möge die interdisziplinäre Arbeitsgruppe nun rasch einrichten und deren Arbeitsergebnisse umsetzen. Insbesondere die auskömmliche Finanzierung eines flächendecken-den Unterstützungssystems für Kinder aus sucht- oder psychisch kranken Familien muss zwischen Bund, Ländern und Kommunen geregelt werden, damit sich entsprech­ende Netzwerkstrukturen bilden und nachhaltig entwickelt werden können. Diese Investitionen würden sich durch enorme Einsparungen in der Kranken- und Rentenversicherung innerhalb weniger Jahre auszahlen. Die günstige Finanzlage sollte unbedingt für diesen überfälligen Schritt genutzt werden.

Wie in jedem Jahr wird die bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien die politischen Forderungen mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen unterstreichen. Alle Einrichtungen, Initiativen, Projekte und die Verbände der Sucht-Selbsthilfe sind eingeladen, ihre Stimme für die vergessenen Kinder zu erheben. Die Veranstaltungen sorgen dafür, dem Thema Kinder aus Suchtfamilien mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, Wissen zu vermitteln, Hoffnung zu verbrei­ten und betroffenen Familien und den Kindern Wege zu Hilfe und Genesung zu weisen.

Die Fort- und Weiterbildungsangebote im Rahmen der Aktionswoche zielen insbesondere auf Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Gesundheitssystem, Jugendhilfe und Suchthilfe. Denn diese Einrichtungen sind in besonderer Weise geeignet, die Kinder so zu unterstützen, dass sie sich trotz Widrigkeiten relativ gesund entwickeln können.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Tipps, wie jedermann und jedefrau an der Aktionswoche teilnehmen kann, finden sich auf der Website www.coa-aktionswoche.de

Die Aktionswoche läuft parallel zur Children of Alcoholics Week in den USA und in Groß­britannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schau­spielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird unterstützt von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH).

Kontakt: info@coa-aktionswoche.de

Die Aktionswoche ist ein Gemeinschaftsprojekt von:

NACOA Deutschland e. V.
Such(t) und Wendepunkt e. V.
Kunst gegen Sucht e.V.

Der Aufruf kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Quelle: Nachricht von NACOA vom 22.01.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

8 Jahre Missbrauchsskandal: „Politik muss Konsequenzen ziehen“

Posted on Januar 24, 2018. Filed under: Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Rörig: „Der Skandal dauert an. Der Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt ist noch lange nicht gelebter Alltag. Deutschland braucht ein Kindesmissbrauchsbekämpfungsgesetz und eine groß angelegte Aufklärungskampagne.“

Betroffenenrat: „Die aktuellen Fälle zeigen, dass der Schutz der Minderjährigen und die Hilfen für Betroffene dringend ausgebaut werden müssen.“
Missbrauchsbeauftragter bittet CDU, CSU und SPD, die Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen gemäß seines Programms „Jetzt handeln“ in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und dafür ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen.

Berlin, 24.01.2018. Am 28. Januar 2010 berichtete die Berliner Morgenpost vom Missbrauch am Berliner Canisius Kolleg und löste damit den sog. „Missbrauchsskandal“ in Deutschland aus. Die Politik reagierte 2010 mit der Einrichtung eines Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ und dem Amt einer/eines Unabhängigen Beauftragten. Was ist seither passiert? Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, und der Betroffenenrat, ein politisches Fachgremium beim UBSKM, ziehen eine kritische Bilanz und fordern dauerhafte Strukturen im Kampf gegen Missbrauch:

Rörig: „Aktuell erschüttern Skandale wie der Freiburger Fall Deutschland. Diese Fälle sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik werden täglich rund 40 Fälle sexueller Gewalt gegen Minderjährige angezeigt. Das Dunkelfeld ist aber um ein Vielfaches größer. Neben Missbrauch in der Familie und in Einrichtungen ist das Internet zunehmend Tatort sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Der Schutz der Minderjährigen muss endlich gelebter Alltag werden. Viele wissen nicht, was sexuelle Gewalt ist, wie Täterstrategien funktionieren und an wen sie sich bei Vermutung oder Verdacht wenden können. Deutschland braucht daher eine groß angelegte Aufklärungskampagne in der Dimension der Anti-AIDS-Kampagne, die gegen das weit verbreitete Wegschauen ankämpft und Hilfeangebote bekannt macht. Missbrauch hat die Dimension einer Volkskrankheit, mit zum Teil schweren und schwersten Folgen, auch für die Gesellschaft. Politik muss endlich konsequent und systematisch in den Kampf gegen Missbrauch investieren. Kinder-und Jugendschutz ist Aufgabe des Staates. Die künftige Koalition bitte ich daher: Verständigen Sie sich jetzt auf das von mir vorgeschlagene Kindesmissbrauchsbekämpfungsgesetz und die weiteren Empfehlungen aus meinem Programm „Jetzt handeln“ vom Oktober 2017. Der Flickenteppich befristeter Minimallösungen bringt uns im Kampf gegen Kindesmissbrauch nicht weiter. Auch mit im Grundgesetz verankerten Kinderrechten alleine wird sich der Kinderschutz nicht verbessern. Nur durch gesetzlich vorgegebene Strukturen, ein dauerhaftes Investment in Schutz und Hilfen, die Verbesserung gerichtlicher und behördlicher Verfahren, den Ausbau eines starken Netzwerkes sowie eine gesellschaftliche Aufarbeitung von Fällen der Vergangenheit kann erreicht werden, dass wir die sexuelle Gewalt gegen Minderjährige eindämmen. In Deutschland gibt es einen hohen Wissensstand, was zu tun ist, aber auch ein hohes Defizit bei der Umsetzung. Wir müssen jetzt alle Handlungsmöglichkeiten ausschöpfen. Kein Täter und keine Täterin darf sich mehr sicher fühlen.“

Betroffenenrat: „Das Sprechen so vieler Betroffener vor acht Jahren war notwendig, um endlich ressortübergreifend politisches Handeln zu erreichen. Ohne den Druck aber auch das fortwährende Engagement von Betroffenen seit über 30 Jahren wären die Entwicklungen der letzten acht Jahre nicht möglich geworden. Dennoch: Es fehlt an traumaspezifischen Therapieplätzen. Die bewilligten Stundenkontingente sind oft unzureichend und die Leistungen des Opferentschädigungsrechts bleiben vielen Betroffenen verwehrt. Der Betroffenenrat fordert die künftige Bundesregierung auf, ihre Gesundheits- und Sozialpolitik endlich an den tatschlichen Bedarfen Überlebender sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend auszurichten und das Amt des Unabhängigen Beauftragten, die Beteiligung von Betroffenen in den politischen Strukturen sowohl auf Bundes- als auch Länderebene sowie die Arbeit der Aufarbeitungskommission gesetzlich zu verankern.“

Zahlen und Fakten zu Missbrauch:

Hellfeld und Dunkelfeld: Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnet für das Jahr 2016 in Deutschland über 12.000 Ermittlungs- und Strafverfahren nur für sexuellen Kindesmissbrauch (§§176, 176a, 176b StGB). Opfer dieser Straftaten sind zu etwa 75 % Mädchen und 25 % Jungen. Hinzu kommen Fälle von Missbrauch von Schutzbefohlenen und Jugendlichen sowie etwa 7.000 Fälle wegen sog. Kinder- und Jugendpornografie. Bei diesen Zahlen handelt es sich um das sogenannte Hellfeld. Das Dunkelfeld ist weitaus größer. Dunkelfeldforschungen aus den vergangenen Jahren gehen davon aus, dass jede/r Siebte bis Achte in Deutschland sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend erlitten hat. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von rund 18 Millionen Minderjährigen aus, die in Europa von sexueller Gewalt betroffen sind. Das sind auf Deutschland übertragen rund 1 Million Mädchen und Jungen. Dies bedeutet, dass etwa 1 bis 2 Schülerinnen und Schüler in jeder Schulklasse von sexueller Gewalt betroffen sind.

Kontext: Sexuelle Gewalt findet am häufigsten innerhalb der engsten Familie statt (ca. 25 %) sowie im sozialen Nahraum beziehungsweise im weiteren Familien- und Bekanntenkreis, zum Beispiel durch Nachbarn oder Personen aus Einrichtungen oder Vereinen, die die Kinder und Jugendlichen gut kennen (ca. 50 %). Sexuelle Gewalt durch Fremdtäter oder -täterinnen ist eher die Ausnahme. Zunehmend finden sexuelle Übergriffe aber auch im digitalen Raum statt.

Täter und Täterinnen: Missbrauch findet in etwa 80 % bis 90 % der Fälle durch Männer und männliche Jugendliche statt, zu etwa 10 % bis 20 % durch Frauen und weibliche Jugendliche. Sowohl Täter als auch Täterinnen missbrauchen sowohl Mädchen als auch Jungen. Missbrauchende Männer stammen aus allen sozialen Schichten, leben hetero- oder homosexuell und unterscheiden sich durch kein äußeres Merkmal von nicht missbrauchenden Männern. Über missbrauchende Frauen wurde bislang wenig geforscht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sexueller Missbrauch durch Frauen seltener entdeckt wird, weil solche Taten Frauen kaum zugetraut werden. Frauen sind eher Einzeltäterinnen, missbrauchen aber auch zusammen mit einem männlichen Partner beziehungsweise unter dessen Einfluss. Nach Zahlen der PKS für das Jahr 2016 sind bei sexuellem Missbrauch von Kindern (§§176, 176a, 176b StGB) 4 % der erwachsenen Tatverdächtigen weiblich. Bei weiteren Straftatbeständen wie sexuellem Missbrauch von Jugendlichen (§ 182 StGB) liegt der Anteil der Täterinnen bei ca. 3 %, bei sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen (§ 174 StGB) bei ca. 8 %, bei Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinder- und jugendpornografischer Schriften bei jeweils ca. 5 %.

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 28.01.2018

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

kinderrechte.digital

Posted on November 28, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

logoAm 20. November 2017 war der Internationale Tag der Kinderrechte, die UN-Kinderrechtskonvention feierte ihren 28. Geburtstag. Seit der Verabschiedung der Kinderrechte hat sich die Welt verändert, Internet, Apps und Onlinespiele sind für Kinder heute eine Selbstverständlichkeit. Sie bringen neue Möglichkeiten des Spielens und Lernens und können die Rechte von Kindern stärken, aber sie bergen auch Gefahren.

Wer Kinderrechte heute verstehen und verwirklichen will, muss die Chancen und Risiken der Digitalisierung mitdenken und sich auf die digitalisierte Lebenswelt von Kindern einlassen. Jedes Kind hat das Recht auf Zugang zu digitalen Medien, auf Bildung mit digitalen Medien und die Vermittlung von Medienkompetenz. Das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit wird ganz klar durch das Internet gestärkt, aber dabei muss auch der Schutz vor neuen Formen und Phänomenen der Diskriminierung, beispielsweise Cyber-Mobbing oder Hate Speech, gewährleistet sein. Die Kinderrechtskonvention garantiert das Recht auf Freizeit, Spiel und Teilhabe, aber bisher sind digitale Spielplätze für Kinder (noch) keine Selbstverständlichkeit. Die Privatsphäre von Kindern ist durch das Internet verletzlicher geworden, Gewalt und Missbrauch finden auch online statt. Deshalb muss das digitale Umfeld Schutzmechanismen bereitstellen, die das Alter und die Fähigkeit der Kinder berücksichtigen.

Am Weltkindertag 2017 ist es Zeit, die Kinderrechte in der digitalen Welt zu stärken. Denn für Kinder stellt das Internet die Welt nicht auf den Kopf, sondern macht sie größer, bunter und vielfältiger.

Weitere Informationen unter www.kinderrechte.digital.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Digitale Chancen vom 20.11.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Elternbroschüre „Alles auf Empfang? Familie und Fernsehen“ in neuer Auflage erschienen

Posted on November 23, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoKinder lieben Fernsehen, nach wie vor – auch wenn „fernsehen“ heute anders abläuft als früher. Kinder verstehen darunter auch das Streamen von Lieblingsserien auf Internetplattformen oder das Anschauen von Videoclips bei „YouTube“ – und sie lieben es noch immer. Weil es ihnen Geschichten erzählt. Weil sie mit ihren Helden mitfiebern können. Weil sie in Fantasiewelten eintauchen können.

Eltern dagegen fragen sich: Wieso liebt mein Sohn/meine Tochter ausgerechnet diese Sendung? Wie ist es mit der Wirkung der Fernseh­inhalte? Wie kann ich mein Kind vor problematischen Inhalten schützen? Wann ist es genug und wie findet mein Kind den Ausschaltknopf? Diese und andere Fragen aus dem Fernsehalltag mit Kindern beantwortet die Broschüre „Alles auf Empfang? Familie und Fernsehen – Informationen für Eltern“, die aufgrund großer Nachfrage jetzt in der vierten Neu­auflage mit aktualisierten Inhalten erschienen ist.

Fernsehen ist nach wie vor das wichtigste Medium für Kinder. Die Broschüre richtet sich deshalb an Eltern und Erziehende von Kindern bis etwa 12 Jahren. Im ersten Teil finden sie praktische Tipps zum Umgang mit dem Fernsehen im Familienalltag – Fernsehen, das sich von der stationären „Flimmerkiste“ im Wohnzimmer zu einem mobilen und zeitlich flexiblen Fernsehen gewandelt hat, das auf vielen Bildschirmen möglich ist: vom großen Flachbildschirm über PC und Laptop bis hin zu Tablet und Smartphone. Im zweiten Teil geht es um die Medienaufsicht und die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen für Fernsehen und Internet. Die Broschüre ist so geschrieben, dass sie, je nach Interesse, quer gelesen werden kann. Außerdem erleichtert ein Stichwort­verzeichnis, von A wie „Ängstigung“ bis Z wie „Zeitgrenzen“, die schnelle Suche nach konkreten Themen.

Verena Weigand, Leiterin des Bereichs Medienkompetenz und Jugendschutz der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und Vorstandsvorsitzende des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. (FLIMMO): „Fernsehen und Internet verschmelzen immer mehr und durchdringen immer stärker unseren Alltag. Daher wird es umso wichtiger, Kinder von Beginn an beim Medienkonsum zu begleiten, früh Maßstäbe zu setzen und ihnen einen bewussten Umgang mit Medien zu vermitteln. Die Broschüre „Alles auf Empfang ? Familie und Fernsehen – Informationen für Eltern“, die die BLM und die Aktion Jugendschutz Landesarbeits­stelle Bayern e.V. (aj) wieder in bewährter Weise gemeinsam herausgeben, kann Eltern dabei unterstützen.“

Die Broschüre – gut 50 Seiten im handlichen DIN A5 Format – gibt es gedruckt als Heft oder online zum Herunterladen unter www.blm.de.

Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien vom 09.11.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel „Kindheit im Heim – Deformierungen an jungen Menschen“

Posted on November 8, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAnlässlich der Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Geschichte der Kindheit im Heim“ in Potsdam (wir berichteten) beleuchtete der Eröffnungsvortrag von Prof. Wolfgang Kappeler das Spannungsfeld zwischen Anvertraut-Werden und Ausgeliefert-Sein, in dem Kinder, die früher in Heimerziehung aufwachsen mussten, gefangen waren. Sie waren „in einem umfassenden Sinne Objekt von Fremdbestimmung“.

Der Artikel „Kindheit im Heim – Deformierungen an jungen Menschen“ im Tagesspiegel vom 08.11.2017 bringt eine gekürzte Fassung des Vortrags.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

BumF Online-Umfrage 2017 zur Situation von unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Posted on Oktober 19, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie |

logoAuch in diesem Jahr führt der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. eine Online-Umfrage durch, die sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Pflegeeltern, Beratende und weitere Personen richtet, die mit unbegleiteten minderjährigen und jungen erwachsenen Geflüchteten in Kontakt stehen.

Mit dieser Befragung möchten sie sich einen Überblick über die Situation der Jugendlichen verschaffen, die sich in Deutschland aufhalten und im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe versorgt werden bzw. wurden.

Bis zum 03.11.2017 kann man unter dem folgenden Link an der Umfrage teilnehmen:

https://www.soscisurvey.de/Umfrage_BumF_2017/

Es ist dem BumF e.V. ein großes Anliegen möglichst viele Fachkräfte zu erreichen, um somit gute Praxis und bestehende Probleme identifizieren und in diesem Kontext auch von deren Erfahrungen als Praktiker/innen profitieren zu können. Die Umfrage hat auch das Ziel, über einen langfristigen Zeitraum Veränderungen in der Situation von jungen Geflüchteten und den Fachkräften, die mit ihnen zusammenarbeiten, abbilden zu können.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Ärzteblatt: „Kinderschutz: Kooperation ist unabdingbar“

Posted on Oktober 19, 2017. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes |

logoAuch das Gesundheitswesen erhofft sich die Zustimung des Bundesrates zum Kinder- und Jugendstärkungssgesetz (wir berichteten), damit die Kooperation von Gesundheitswesen und Jugendhilfe vorankommt.

Das Ärzteblatt setzt sich im Artikel „Kinderschutz: Kooperation ist unabdingbar“ mit strukturellen und Kommunikationsproblemen zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen auseinander.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Keine Abschiebung nach Afghanistan! Perspektiven für junge Geflüchtete schaffen!“

Posted on Oktober 18, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoIn ihrer gemeinsamen Stellungnahme „Keine Abschiebung nach Afghanistan! Perspektiven für junge Geflüchtete schaffen!“ vom 18.10.2017 fordern der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF), die Diakonie Deutschland, die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) und das Kompetenzzentrum Pflegekinder die Verantwortlichen auf, den jungen Menschen eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen und von Abschiebungen und Abschiebeandrohungen konsequent abzusehen.

Auch der Paritätische und weitere Organisationen – darunter der PFAD Bundesverband – unterstützen diese Forderung.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Missbrauchsbeauftragter Rörig stellt „Programm zur konsequenten Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen“ für die 19. Legislaturperiode vor

Posted on Oktober 5, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoRörig appellierte heute an die künftigen Koalitionspartner, jetzt ein neues Kapitel im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch aufzuschlagen und sich deutlich hinter den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zu stellen. Er fordert den Deutschen Bundestag auf, noch im Jahr 2018 ein „Kindesmissbrauchsbekämpfungsgesetz“ zu verabschieden.

Berlin, 05.10.2017. Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat heute in Berlin sein „Programm zur konsequenten Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren FolgenProgramm zur konsequenten Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen“ für die 19. Legislaturperiode vorgestellt.

Rörig: „Sexuelle Gewalt ist ein permanentes und besonders tabuisiertes Problem unserer Gesellschaft. Noch immer wird viel zu oft weggeschaut und geschwiegen, aus Angst, Scham und Unsicherheit. Wir verzeichnen etwa 12.000 Straf- und Ermittlungsverfahren allein wegen sexuellen Kindesmissbrauchs jährlich. Das ist mindestens so erschreckend wie die Gewissheit, dass das Dunkelfeld um ein Vielfaches größer ist. Viele Menschen könnten helfen, wissen aber nicht, was sie bei Vermutung oder Verdacht tun können. Die künftigen Koalitionspartner können jetzt die richtigen Weichen stellen. Wenn der politische Wille vorhanden ist, können wir große Fortschritte im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch erreichen. Die Zeit befristeter Minimallösungen im Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen muss vorbei sein.“

Inhalte des Programms (Auswahl):

Das Programm beinhaltet Eckpunkte zu den Themenfeldern Schutz, Hilfen, Verfahren, Forschung/Lehre, Aufarbeitung, Aufklärung und Sensibilisierung sowie zu neuen gesetzlichen Regelungen. Es zeigt konkrete Maßnahmen auf, wie die konsequente Bekämpfung von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen künftig besser gelingen kann:

Modellprogramme für Einrichtungen: Die Präventionsinitiativen „Kein Raum für Missbrauch“ und „Schule gegen sexuelle Gewalt“ sollen in Modellprogramme des Bundes eingebunden werden. Zur Unterstützung der Entwicklung von Schutzkonzepten in Einrichtungen sollen bundesweit 10 % aller Schulen (3.000 Schulen) eine Anschubfinanzierung von je 5.000 EUR erhalten. Dies soll auch für 2.000 Kitas und weitere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie 1.000 Kliniken und Praxen gelten. Zudem appelliert der Unabhängige Beauftragte an Politik und Fachpraxis, zügig zu klären, ob die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einführung und Anwendung von Schutzkonzepten nicht ausgeweitet werden müssen.

Agenda „Digitaler Kinder- und Jugendschutz“: Die fortschreitende Digitalisierung vermehrt die Gefahren sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Netz. Kinder- und Jugendschutz muss dringend auch auf den digitalen Raum übertragen werden: Mindestens 0,5 % des für den Digitalpakt angedachten Budgets sollen für eine Agenda „Digitaler Kinder- und Jugendschutz“ zur Verfügung gestellt werden. Auch die großen Internet-Unternehmen müssen sich stärker für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum engagieren.

Bundesweite Aufklärungskampagne: Alle Bürgerinnen und Bürger sollten bestehende Hilfeangebote kennen und wissen, was sie bei Vermutung oder Verdacht tun können. Deswegen sollte eine auf mehrere Jahre angelegte Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne spätestens 2019 starten.

Reform des OEG: Der Unabhängige Beauftragte appelliert an die künftige Bundesregierung, die Reform des Opferentschädigungsrechts (OEG) gleich zu Beginn der 19. Legislaturperiode auf den Weg zu bringen. Sollten mit der Reform des OEG die hohen Hürden für Betroffene nicht gesenkt werden (zum Beispiel die Anforderungen an den Nachweis der Tat oder an den Nachweis der Kausalität zwischen sexueller Gewalt in der Kindheit und den heutigen gesundheitlichen Belastungen) müssen dringend ergänzende Regelungen geschaffen werden. In Betracht käme eine gesetzlich zu errichtende Stiftung, die Betroffenen aus allen Missbrauchskontexten die notwendigen Hilfen schnell und unbürokratisch gewährt, unabhängig von Ort und Zeit der Tat.

„Forschungsbündnis gegen Kindesmissbrauch“: Mit den Förderlinien des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sind wichtige Forschungsvorhaben auf den Weg gebracht worden. Es fehlt jedoch ein stabiler und interdisziplinärer Dialog, der jetzt mit Partnern aus Wissenschaft, Fachpraxis, Politik und mit Betroffenen aufgebaut werden sollte.

„Kindesmissbrauchsbekämpfungsgesetz“: Der Unabhängige Beauftragte fordert ein Kindesmissbrauchsbekämpfungsgesetz zur Stärkung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. Durch dieses Gesetz sollte auch das Amt einer/eines Unabhängigen Beauftragten verstetigt und gestärkt werden. Aufgabenübertragung, Unabhängigkeit und die Bereitstellung ausreichender Ressourcen brauchen dringend eine gesetzliche Grundlage. Vor Ablauf von zehn Jahren sollte aber geprüft werden, ob eine Weiterführung notwendig ist, je nach Entwicklung des Ausmaßes sexueller Gewalt in den kommenden Jahren. Zudem soll der im Jahr 2015 berufene Betroffenenrat eine gesetzliche Absicherung für seine breit gefächerte Mitwirkung erhalten. Zudem benötigt die seit dem Jahr 2016 erfolgreich arbeitende Unabhängige Aufarbeitungskommission eine gesetzliche Grundlage zur stabilen Fortführung ihrer überaus wichtigen Arbeit. Ihre Arbeitsperiode sollte um mindestens fünf Jahre verlängert werden. Um verbindliche Strukturen für eine kontinuierliche Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen, Zivilgesellschaft, Fachpraxis, Betroffenenrat, Wissenschaft und Ausbildung zu schaffen, schlägt Rörig die gesetzliche Verankerung einer „Ständigen Konferenz“ zur Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch vor.

Rörig stellte heute zudem neue Ergebnisse seines „Monitoring zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland 2015–2018“ vor. Der neue Teilbericht 3 ist ein Datenreport zu Schutzkonzepten in Kitas, Heimen/weiteren Wohnformen und dem stationären und ambulanten Gesundheitsbereich. Der Bericht macht deutlich: Schutz vor sexueller Gewalt kommt als Thema in den Einrichtungen an. Es gibt viele Einzelmaßnahmen, jedoch fehlt es nach wie vor an umfassenden Präventions- und Interventionskonzepten und an einem systematischen Herangehen jenseits konkreter Verdachtsfälle. Der Abschlussbericht des Monitorings wird Ende 2018 erscheinen. Er ist eine integrative Analyse aller Befragungsergebnisse aus den Bereichen Erziehung und Bildung, Gesundheit, Freizeit und Religiöses Leben (Daten zum Teilbericht 3 unter www.datenreport-monitoring.de).

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 05.10.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Jugendämter schalten Familiengericht ein – 1 841 Maßnahmen in Sachsen 2016 eingeleitet

Posted on Oktober 4, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , |

logoFür Kinder und Jugendliche haben die Jugendämter in Sachsen 2016 in Folge einer Gefährdung des Kindeswohls insgesamt 1841 Maßnahmen beim Familiengericht nach § 1666 Absatz 3 BGB eingeleitet. Diese waren u.a. darauf zurückzuführen, dass die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder in der Lage waren, die Gefahr für das Kind abzuwenden oder einer Inobhutnahme widersprachen. Die Maßnahmen des Familiengerichts umfassten:

  • 462 Auferlegungen der Inanspruchnahme von Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII – z.B. Hilfen zur Erziehung),
  • 194 Aussprachen von Geboten und Verboten gegenüber den Personensorgeberechtigten oder Dritten gemäß § 1666 Absatz 3 Nummer 2 bis 4 BGB (z.B. das Gebot für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen; das Verbot, Orte, an denen sich das Kind regelmäßig aufhält, aufzusuchen oder Kontakt mit dem Kind aufzunehmen),
  • 90 Ersetzungen von Erklärungen des/der Personensorgeberechtigten (z.B. die Einwilligung in die Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung oder die Zustimmung zur Inobhutnahme eines Kindes) und
  • 711 vollständige und 384 teilweise Übertragungen der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (vollständiger und teilweiser Entzug der elterlichen Sorge)

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 04.10.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Das KJSG scheitert das zweite Mal im Bundesrat

Posted on September 22, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen |

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz ist ein zustimmungsbedürftiges Gesetz. Obwohl der Bundestag das Gesetz (Drucksachen 18/12945 und 18/12952) schon am 29.06.2017 angenommen hatte, wurde es jetzt zum 2. Mal von der Tagesordnung des Bundesrates abgesetzt.

Schon in der Sitzung am 7. Juli 2017 hatten die Länder die Abstimmung verschoben. Ganz kurzfristig wurde heute erneut das KJSG von der Tagesordnung genommen.

Das Gesetzgebungsverfahren ist damit jedoch noch nicht sicher gescheitert. Der Bundesrat könnte in einer der nächsten Sitzungen über das Vorhaben abstimmen – auch nach Konstituierung des 19. Deutschen Bundestages.
Gesetze, die im Bundestag abschließend behandelt wurden, können auch in der nächsten Legislaturperiode ihre Zustimmung durch den Bundesrat bekommen.

Gesetze müssen innerhalb einer Legislatur verabschiedet werden. Das bedeutet, dass Gesetzesvorhaben, die nicht in einer Legislaturperiode im Bundestag abgeschlossen werden von dem nächsten gewählten Bundestag nicht fortgesetzt werden, sondern im parlamentarischen Verfahren bei Null anfangen. (Prinzip der Diskontinuität). Quelle: www.bundesrat.de/DE/plenum/plenum-kompakt/17/960/960-node.html

Ein wirkliches Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen, vor allem, wenn sie in Pflegefamilien leben, bleibt unser Anliegen. Wir bleiben dran.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien vom 22.09.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel „Russland entdeckt seine verlassenen Kinder“

Posted on September 20, 2017. Filed under: International, Kinderschutz, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Neue Züricher Zeitung berichtet am 20.09.2017 im Artikel „Russland entdeckt seine verlassenen Kinder“ über die Reform russischer Kinderheime und die zunehmende Vermittlung der Sozialwaisen an Pflegeeltern, die teiweise kritisch gesehen wird.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( 1 so far )

Kinderschutz-Experte Heinz Kindler sieht in Vernachlässigung großes Risiko für Kinder

Posted on September 9, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

„Etwa zwei Drittel der Fälle, bei denen das Kindswohl gefährdet ist, haben Vernachlässigung als Ursache,“ erklärt Diplom-Psychologe Dr. Heinz Kindler (DJI) gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Damit sei diese Gefährdungsform von Kindern wesentlich häufiger als körperliche Gewalt und sexueller Missbrauch. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind im vergangenen Jahr 21.700 Kinder unter 14 Jahren von den Jugendämtern in Obhut genommen worden.

Der Leiter der Fachgruppe „Familienhilfe und Kinderschutz“ hält daher gute Präventionsarbeit für wichtig. Schon um die Geburt eines Kindes herum könne man gewisse Risiken für eine mögliche Vernachlässigung erkennen. Wenn man diesen Eltern schon frühzeitig Angebote machen würde, könne man etwa ein Drittel der Vernachlässigungsfälle verhindern.

zum Beitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 06.09.2017

Quelle: Meldung des DJI vom 07.09.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Kindeswohlgefährdung: 9900 Gefährdungseinschätzungen in Hessen 2016 — Die Hälfte der betroffenen Kinder unter 7 Jahren

Posted on September 1, 2017. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2016 wurden in Hessen knapp 9900 Gefährdungseinschätzungen nach § 8a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe) durchgeführt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 11 Prozent mehr als im Jahr 2015.

Als Ergebnis der durchgeführten Gefährdungseinschätzungen wurde bei 16 Prozent (1566 Fälle) eine akute und bei 14 Prozent (1364 Fälle) eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 70 Prozent der Fälle lag keine Kindeswohlgefährdung vor. Bei der Hälfte der Fälle ohne Kindeswohlgefährdung bestand ein Hilfebedarf. Die Hälfte aller Gefährdungseinschätzungen betrafen Kinder unter 7 Jahren.

Von den 2930 Fällen, in denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, war mit 52 Prozent (1538 Fälle) die Vernachlässigung die am häufigsten genannte Art, gefolgt von psychischen Misshandlungen mit 36 Prozent (1051) und den körperlichen Misshandlungen mit 30 Prozent (892). Anzeichen sexueller Gewalt wurden in 5 Prozent der Fälle (156) festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich. Bei den akuten Kindeswohlgefährdungen spielten körperliche Misshandlungen mit 36 Prozent eine größere Rolle als bei latenten Gefährdungen (25 Prozent).

In den 1566 Fällen der akuten Kindeswohlgefährdung waren Mädchen geringfügig häufiger betroffen als Jungen.

Als Folge der akuten Kindeswohlgefährdung wurden junge Menschen in 44 Prozent der 1566 Fälle im Jahr 2016 in Obhut, d. h. aus der Familie, genommen. Weitere Hilfsmaßnahmen waren in 34 Prozent der Fälle die Einschaltung des Familiengerichts, in 26 Prozent eine erstmalige Gewährung von Hilfe zur Erziehung und in 17 Prozent die Fortführung der bisherigen Hilfe. In knapp 21 Prozent der Fälle wurde eine andere Hilfe eingeleitet und in gut 8 Prozent wurde keine Hilfe neu eingeleitet. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Konstellation der Familienverhältnisse spielte für die Gefährdungseinschätzungen eine große Rolle. In 48 Prozent der Fälle lebte der junge Mensch bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit neuer Partnerin oder neuem Partner.

Häufig erfolgte die Initiative zur Gefährdungseinschätzung durch die Polizei, das Gericht und die Staatsanwaltschaft (22 Prozent) oder die Nachbarschaft (11 Prozent). Auch die Initiative von Ärzten und anonymen Anzeigen (jeweils 10 Prozent) sowie Anzeigen durch die Schule (9 Prozent) führten zu einer Gefährdungseinschätzung. Eltern bzw. Personensorgeberechtigte wurden in 7 Prozent tätig. Andere Institutionen oder Personen, auf deren Initiative die Gefährdungseinschätzung erfolgte, spielten mit jeweils unter 6 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 01.09.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Digitalisierung.Kinder.Jugendhilfe: Balancen finden, Verantwortung übernehmen“ vom 19.-20.10. in Berlin

Posted on August 29, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoherbsttagung2017-introankuendigungMittlerweile wachsen Kinder und Jugendliche in einer mediatisierten Lebenswelt auf und nutzen digitale Medien von klein auf in unterschiedlicher Weise, häufig abhängig etwa vom Bildungshintergrund der Eltern. Dies wirkt sich auf ihre Entwicklung aus. Auch für Erwachsene sind digitale Medien Alltag, die Grenzen zwischen „Öffentlichem“ und „Privatem“ verschieben sich.

In der Kinder- und Jugendhilfe konfrontiert der digitale Alltag die Fachkräfte mit einer Fülle von (medien-)pädagogischen, technischen, ethischen und rechtlichen Herausforderungen. Das Medienverhalten von jungen Menschen ist für Fachkräfte häufig wenig einsehbar. Doch haben sie diese mit Blick auf das Kindeswohl und ihre Persönlichkeitsrechte zu schützen und zugleich deren Medienkompetenz sowie ihre mediale Teilhabe zu fördern. Auch die Kommunikation unter Fachkräften und zwischen Institutionen verläuft zunehmend digital, insbesondere in der Fallbearbeitung und Dokumentation. In bestimmten Arbeitsfeldern wird direkt mit digitalen bzw. interaktiven Ansätzen gearbeitet, um Zugangsschwellen zu senken und Hilfen individueller zu gestalten. Pädagogisches Handeln, die Qualifizierung von Fachkräften, Einrichtungskonzepte oder das Selbstverständnis der Jugendhilfe werden diesen Anforderungen insgesamt jedoch noch nicht gerecht, vielmehr besteht diesbezüglich Handlungsbedarf.

Auf der Fachtagung „Digitalisierung.Kinder.Jugendhilfe: Balancen finden, Verantwortung übernehmen“, die vom 19.-20. Oktober 2017 in Berlin vom SOS-Kinderdorf e.V. veranstaltet wird, werden diese und weitere Themen in Vorträgen, Workshops und auf einem medienpädagogischen Marktplatz aus Sicht der Praxis und Forschung diskutiert. Anmeldeschluss ist am 30. September 2017.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

5200 Kinder und Jugendliche von hessischen Jugendämtern 2016 in Obhut genommen

Posted on August 28, 2017. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die hessischen Jugendämter meldeten im Jahr 2016 insgesamt 5178 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 1878 Personen oder 27 Prozent weniger als 2015. Bei diesen Schutzmaßnahmen handelte es sich um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie, einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen. Die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen nahm deutlich ab, weil die Zahl der unbegleiteten Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland gegenüber 2015 um 55 Prozent zurückging. Insgesamt reisten 2045 Kinder und Jugendliche im Jahr 2016 unbegleitet ein. Im Jahr 2015 lag diese Zahl bei 4568. Ohne die unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland stiegen die vorläufigen Schutzmaßnahmen gegenüber 2015 um 26 Prozent.

64 Prozent der in Obhut genommenen jungen Menschen waren männlich. Ohne Berücksichtigung der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland betrug der Anteil der Jungen an den Inobhutnahmen 49 Prozent.

Anlässe für Schutzmaßnahmen

Die häufigsten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (39 Prozent) und die „Überforderung der Eltern oder eines Elternteils“ (27 Prozent). Vernachlässigung und Anzeichen für Misshandlungen machten 9 bzw. 10, Beziehungsprobleme 6 und Integrationsprobleme 5 Prozent aus. Sonstige Probleme wurden in 22 Prozent der Fälle angegeben. Andere Gründe blieben mit jeweils weniger als 3 Prozent unbedeutend. Mehrfachnennungen waren möglich.

Wen betrafen die Schutzmaßnahmen?

Zwei Drittel der Betroffenen waren älter als 14 Jahre. Im Jahr 2015 kamen 8 von 10 aus dieser Altersgruppe. Diese Abnahme war eine Folge des Rückgangs an unbegleiteten Einreisen.

Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (66 Prozent). 25 Prozent wurden bei einer geeigneten Person untergebracht und 9 Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 29 Prozent der Inobhutnahmen kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zu der bzw. dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim zurück. In 23 Prozent wurden die Betroffenen außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; in 19 Prozent erhielten sie eine sonstige stationäre Hilfe und 8 Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. In 14 Prozent der Inobhutnahmen erfolgte keine anschließende Hilfe und in weiteren 14 Prozent wurden die Betroffenen von einem anderen Jugendamt übernommen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 28.08.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Zahl der Gefährdungseinschätzungen in Niedersachsen 2016 um 15% angestiegen

Posted on August 24, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoHANNOVER. Im Jahr 2016 wurden in Niedersachsen insgesamt 10.220 Gefährdungseinschätzungen durch die Jugendämter vorgenommen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, entspricht dies einem prozentualen Anstieg um 15,3% im Vergleich zum Vorjahr (8.862 Verfahren).

Das zuständige Jugendamt hat eine Gefährdungseinschätzung gemäß § 8a Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) durchzuführen, wenn Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Wohls des Kindes oder Jugendlichen vorliegen. In Zusammenarbeit mehrerer Fachkräfte wird das Gefährdungsrisiko eingeschätzt. Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen gegeben oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist. Die Sorgeberechtigten – in der Regel die Eltern bzw. ein Elternteil – sind in diesen Fällen nicht in der Lage oder nicht Willens, die Gefährdungssituation für das Kind oder den Jugendlichen abzuwenden.

Bei 1.283 Kindern oder Jugendlichen (12,6%) wurde eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt. Anzeichen gab es unter anderem für eine Vernachlässigung (757 Fälle) oder eine körperliche Misshandlung (440 Fälle). Die Jugendämter sind gehalten, alle zutreffenden Arten der Kindeswohlgefährdung anzugeben, so dass hier Mehrfachnennungen möglich sind. Im Jahr 2015 wurde in 1.035 Fällen (11,7%) eine akute Kindeswohlgefährdung angegeben.

Eine latente Kindeswohlgefährdung betraf 1.375 Kinder bzw. Jugendliche (13,5%) 2016. Dabei wurden in 824 Fällen Anzeichen von Vernachlässigung erkannt. Eine psychische Misshandlung des Kindes wurde in 382 Verfahren festgestellt. Im Jahr 2015 lag eine latente Kindeswohlgefährdung in 1.295 Fällen vor (14,6%).

Insgesamt stellten die Jugendämter bei 2.658 Kindern eine Kindeswohlgefährdung bzw. latente Kindeswohlgefährdung fest. Dies entspricht 26,0% aller Gefährdungseinschätzungen 2016. Bei den übrigen 7.562 Kindern (74,0%) konnte keine Kindeswohlgefährdung festgestellt werden. Jedoch wurde in 3.680 Verfahren ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf sichtbar.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen vom 24.08.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Mädchen im Blick“ am 13.10. in Schwalmstadt-Treysa

Posted on August 20, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Mädchen machen nur einen geringen Teil der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) aus. Während umF mittlerweile in der Fachöffentlichkeit der erzieherischen Hilfen ein breit diskutiertes Themenfeld darstellen, gerät die Situation von unbegleiteten geflüchteten Mädchen häufig aus dem Blick. Gleichzeitig sollten geschlechtsspezifische Aspekte bzw. eine Geschlechterperspektive in der Praxis der Hilfen zur Erziehung Berücksichtigung finden.

  • Wie schildern geflüchtete Mädchen ihre Biographien und Lebenswelten?
  • Wie blicken sie auf ihren kulturellen, familiären und sozialen Hintergrund und auf die Flucht(erlebnisse)?
  • Wie erleben sie ihre Situation in Deutschland? Wie nehmen sie die Angebote erzieherischer Hilfen wahr?

Die IGfH-Fachgruppe Mädchen und Frauen und die Evangelische Hochschule Darmstadt, Studienstandort Hephata, laden dazu ein, sich anhand von Vorträgen, Austausch und Diskussion auf dem Fachtag mit dem Themenfeld zu beschäftigen und in Dialog zu treten. Verschiedene Fachfrauen berichten hierzu von ihren Erfahrungen, methodischen Ansätzen und Konzepten aus der Praxis.

Der Fachtag soll dazu beitragen, Perspektiven (einschließlich mädchenpolitischer Strategien) für eine mädchengerechte Ausgestaltung von Hilfen zur Erziehung für unbegleitete geflüchtete Mädchen zu entwickeln.
Der Fachtag findet am Freitag, 13. Oktober 2017, von 11:00 bis 16:30 Uhr am Studienstandort Schwalmstadt-Treysa der Ev. Hochschule Darmstadt statt.

nähere Informationen

 

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Fünf Tipps für Eltern zu Computerspielen

Posted on August 19, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Vom 22. bis 26. August 2017 treffen sich in Köln tausende Fans und Unternehmen zu einer der wichtigsten Computer- und Videospielmessen der Welt – der Gamescom (2016: 345.000 Besucher). Laut Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware sind im vergangenen Jahr rund 2,9 Milliarden Euro mit Konsolen und Games umgesetzt worden. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, hat zur Messe fünf wichtige Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte zusammengestellt.

  1. Informieren – und mitspielen!
    Am besten lassen sich Eltern die Spiele von ihrem Kind zeigen. Damit bezeugen sie nicht nur Interesse, dies schafft gemeinsame Erlebnisse. Viele Spiele lassen sich auch von mehreren Personen gleichzeitig spielen – auch Eltern können den Controller in die Hand nehmen. Das ist sogar sinnvoll, weil Eltern so ein Verständnis für die Sache bekommen und von den Kindern als Gesprächspartner ernst genommen werden.
  2. Passende Spiele finden.
    Orientierung bieten die Altersangabe der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Eltern und Erziehende sollten darauf achten, dass sich ihre Kinder nur mit solchen Spielen beschäftigen, die für ihr Alter freigegeben sind. Es gibt fünf Prüfsiegel (ab 0, ab 6, ab 12, ab 16, ab 18 Jahre).
  3. Tragbar oder stationär?
    Games lassen sich am Computer, auf Konsolen und mobilen Geräten spielen. Wichtig ist, dass Eltern sich vor der Anschaffung über diese Geräte informieren und sie vorher testen, etwa beim Händler oder auch indem sie diese von Freunden ausleihen, um zu sehen, welchen Einfluss diese auf den Familienalltag haben. Tragbare Geräte lassen sich gut im Urlaub verwenden. Allerdings lässt sich auch schwerer nachvollziehen, wie oft sie genutzt werden. Der Vorteil stationärer Konsolen: Die Eltern können besser sehen, was auf dem Bildschirm geschieht.
  4. In Maßen nutzen.
    Viele Eltern sind sich unsicher, wie lang, lang genug ist. Als eine grobe Richtschnur gilt: Kinder bis fünf Jahre sollten nicht täglich digitale Spiele spielen und nicht länger als eine halbe Stunde am Tag vor einem Bildschirm verbringen, Kinder von sechs bis neun Jahren eine Stunde. Kinder ab etwa zehn Jahren können sich zunehmend selbstständig ihre Medienzeit pro Woche einteilen.
  5. Hilfe holen, wenn es zu viel wird.
    Manche Kinder und Jugendliche verlieren sich regelrecht in den digitalen Welten – sie vergessen die Zeit, vernachlässigen Schule und Freunde. Oft wird schnell von „Mediensucht“ gesprochen. Richtig ist, dass die Realitätsflucht auf Dauer gefährlich ist. Eltern sollten mit ihren Kindern reden, sich aber auch Hilfe holen, wenn Games zu einem familienproblem wird.

Zu den verschiedenen Themen – und vielen weiteren – bietet der Medienratgeber „SCHAU HIN!“ nicht nur umfangreiche Hintergrundinformationen. Auf www.schau-hin.info werden im Bereich „Medien“ unter dem Stichwort „Games“ viele Aspekte behandelt. Wir vermitteln auch gern Ansprechpartner für Interviews zu diesem Thema.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ vom 18.08.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Jubiläumstagung der Deutschen Liga für das Kind „Kinder schützen, fördern, beteiligen“ am 13./14.10. in Berlin

Posted on August 13, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoweb_jt_2017Unter dem Titel „Kinder schützen, fördern, beteiligen. Was ist erreicht, was bleibt zu tun“ veranstaltet die Deutsche Liga für das Kind ihre diesjährige öffentliche Jahrestagung – zugleich Jubiläumstagung anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Liga – am 13./14. Oktober 2017 im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Gemäß UN-Kinderrechtskonvention genießt jedes Kind umfassende Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Auch im deutschen Recht wurde die Position von Kindern in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Anlässlich 40 Jahren Deutsche Liga für das Kind zieht diese Tagung eine Zwischenbilanz. Wie hat sich die Stellung des Kindes in Familie und Gesellschaft verändert? Auf welche Weise kommen Kinder in den unterschiedlichen Lebensbereichen tatsächlich zu ihrem Recht? Wie können Fachkräfte ihr Handeln an den Rechten der Kinder orientieren? Welche rechtlichen und gesellschaftlichen Reformen stehen noch aus? Was muss die Politik tun?

Themen und Referent(inn)en u.a.:

  • Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit: „40 Jahre Deutsche Liga – eine Bilanz“;
  • Prof’in Dr. Jutta Allmendinger Ph.D.: „Der lange Arm der frühen Kindheit. Soziale Lage und Bildung“;
  • Prof‘in Dr. Annedore Prengel: „Pädagogik der Vielfalt und die Ethik pädagogischer Beziehungen“;
  • Dr. Axel Adrian: „Besteht eine Rechtspflicht zur Einführung eines Wahlrechts von Geburt an?“;
  • Dr. Nicole Strüber: „Stellt die frühe Kindheit die Weichen? Die Entwicklung des kindlichen Gehirns in den ersten Lebensjahren“;
  • Prof‘in Dr. Ute Thyen: „Frühe Hilfen und Kinderschutz“;
  • Prof. Dr. Lothar Krappmann: „Die Zukunft der Kinderrechte“;
  • Podiumsdiskussion zum Thema: „Schutz – Förderung – Beteiligung, Kinderrechtliche Herausforderungen für die Zukunft“ mit Studierenden des Masterstudiengangs Childhood Studies and Children´s Rights an der FH Potsdam,
  • Dr. Thomas Fischbach (Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte),
  • Ingeborg Rakete-Dombek (Fachanwältin für Familienrecht und Vizepräsidentin der Deutschen Liga für das Kind),
  • Prof’in Dr. Sabine Walper (Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind);
  • Moderation: Prof. Dr. Jörg Maywald.

Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle mit Kindern und für Kinder tätigen Fachkräfte, an Verantwortliche in Politik und Verwaltung sowie an Studierende, Auszubildende und alle am Thema interessierte.

zur Online-Anmeldung

Teilnahmegebühr: 80,- Euro für die Teilnahme an beiden Tagen, Studierende und Auszubildende 50,- Euro.

Tagungsort: Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchner Str. 5, 10117 Berlin-Mitte

Das Tagungsprogramm ist erhältlich über die Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin, Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de

Quelle: Mitteilung der Deutschen Liga für das Kind vom 29.06.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Hausaufgaben-Apps: Das sollten Eltern wissen

Posted on August 11, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Digitale Lernhilfen liegen im Trend: Apps vermitteln Wissen interaktiv und mit Spaßfaktor – doch nicht alle sind für Kinder und Jugendliche geeignet. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ empfiehlt Eltern zum Start des neuen Schuljahrs, die Angebote alters- sowie situationsabhängig auszuwählen. Wenn Eltern sich vorab ein Bild von den Lernprogrammen machen, schützt dies vor bösen Überraschungen, etwa versteckten Kosten.

Rund 30 Minuten pro Tag nutzen Zwölf- und Dreizehnjährige laut JIM-Studie 2016 das Internet für ihre Hausaufgaben. Das entspricht mehr als einem Drittel ihrer durchschnittlichen Lernzeit von 80 Minuten pro Tag. Dieser Entwicklung folgt auch das immer größere Angebot digitaler Lern-Apps: Vom Vokabeltrainer über Formelsammlungen bis zu interaktiven Spielen, die Musik- oder Geschichtswissen vermitteln. Für Eltern ist es wichtig, den Überblick zu behalten und die verschiedenen Angebote gemeinsam mit ihrem Kind auszuwählen und zu prüfen.

Auf altersgerechte Inhalte achten
Bei der Wahl der Lernhelfer müssen Eltern darauf achten, dass die Inhalte Alter und Wissensstand des Kindes entsprechen. „Lern-Apps sollen Kinder fordern und fördern, aber nicht überfordern“, betont Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach. Besonders jüngere Kinder finden Gefallen am Lernen mit Geschichten und Abenteuern, bei denen der Spaß im Vordergrund steht. Hier können sie erste Erfahrungen im Lesen oder Rechnen sammeln. Ältere Kinder profitieren von Apps, die komplexere Sachverhalte aus dem Unterricht anschaulich erklären und verständlicher machen. Auch Vokabeltrainer-, Formelsammlung- oder Stundenplan-Apps können hilfreiche Ergänzungen zum klassischen Lernen mit dem Schulbuch sein. Wichtig ist zu prüfen, ob die digitalen Lernhilfen frei von Werbung oder versteckten Kosten sind.

Apps zusammen einstellen
Nach dem Download sind die Einstellungen der App zu prüfen, auch um etwa nervige Benachrichtigungen abzuschalten. Dabei können Eltern ihr Kind darauf hinweisen, dass es vorsichtig mit privaten Daten und externen Links umgeht und keine Käufe oder Downloads selbst vornimmt. Nehmen sich Eltern die Zeit, die Anwendung gemeinsam mit ihrem Kind zu testen, erhalten sie einen guten Einblick, wie ihr Kind mit der App zurechtkommt. Der Austausch über die Aufgabenstellungen und den Inhalt der Apps kommt generell dem Lernerfolg zugute.

SCHAU HIN! bietet auf www.schau-hin.info im Bereich „Mobile Geräte“ App-Empfehlungen und ein Extrathema „Lernen mit Medien“ ( http://www.schau-hin.info/extrathemen/lernen-mit-medien.html.). Einen Überblick über altersgerechte Lern-Apps für Kinder erhalten Familien auch auf www.app-tipps.net/lernen, bei der Kinder-App-Datenbank des Deutschen Jugendinstituts, bei der Stiftung Lesen sowie bei den Softwarepreisen „Giga Maus“, „Tommi“, „digita“, „Comenius-EduMedia-Award“ oder „Pädi“.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung von SCHAU HIN! vom 11.08.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Medizinische Kinderschutz-Hotline jetzt bundesweit verfügbar

Posted on August 1, 2017. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Verschiedenes |

logoreiterbild_dummy-1600x860_fotolia_117889480Am 01.07.2017 ist der bundesweite reguläre Betrieb der vom Bundesfamilienministerium geförderten Medizinischen Kinderschutz-Hotline gestartet.

Die Hotline richtet sich an medizinisches Fachpersonal. Hierzu gehören Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeuten sowie Pflegekräfte. Angehörige dieser Berufsgruppen können jetzt im ganzen Bundesgebiet und rund um die Uhr unter der Nummer 0800 1921000 bei Verdacht auf Misshandlung, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch eine direkt verfügbare, kompetente, praxisnahe und kollegiale Beratung durch Ärztinnen und Ärzte mit speziellem Hintergrundwissen in Kinderschutzfragen erhalten.

Die Kinderschutzhotline bietet eine spezifische Beratung an, beispielsweise bei Fragen zu den gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf Schweigepflicht und ärztliches Handeln. Welche Schritte kann oder muss ich in einem Kinderschutzfall einleiten? Wo gibt es Hilfe vor Ort?

Die Beraterinnen und Berater an der Hotline absolvieren zusätzlich zu ihrer medizinischen Aus- und Weiterbildung einen Kurs zur „insoweit erfahrenen Fachkraft“, der sich üblicherweise an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe richtet. Den Beraterinnen und Beratern steht rund um die Uhr ein fachärztlicher Hintergrunddienst zur Verfügung. Das Angebot wird fortlaufend qualitätsgesichert begleitet und extern evaluiert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Kinderschutzhotline.

 

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Broschüre: Wege aus der Gewalt – So schützen Sie Ihr Kind

Posted on August 1, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logocsm_004_br_wege-aus-der-gewalt_2017-06_titelbild-web_4e40a629f4Gewalt von Kindern und Jugendlichen ist ein häufig diskutiertes Thema. Die Broschüre „Wege aus der Gewalt“ informiert über Ursachen von Gewalt. Sie geht dabei besonders auf die Bedeutung von Familie und Erziehung, die Wohn- und Lebensbedingungen, den Einfluss der Gruppe sowie die Wirkung gewalthaltiger Filme und Videospiele auf junge Menschen ein. Die möglichen Folgen von Gewalthandlungen werden zum einen für die Opfer und zum anderen für die Täter aus juristischer Sicht dargestellt.

In der aktualisierten Broschüre „Wege aus der Gewalt“ des Programms „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ finden Eltern und Erziehungsverantwortliche auf über 30 Seiten Antworten und Tipps, die sie dabei unterstützen können, Konflikte angemessen zu lösen.

Die Broschüre steht auf der Beratungs-Website zum Download zur Verfügung.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Rechtshilfe-Fonds des B-UMF für geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Volljährige

Posted on Juli 31, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

logoDer Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (B-umF) hat einen Rechtshilfefonds aufgelegt über den die Mitglieder des Bundesfachverbandes umF Zuschüsse zu Rechtsanwaltskosten für geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Volljährige beantragen können.

Das Budget ist begrenzt und es werden vorrangig solche Verfahren bezuschusst, die über den Einzelfall hinaus von grundsätzlicher rechtlicher oder öffentlicher Bedeutung sind.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen den Rechtshilfefonds in Anspruch nehmen zu können sowie dem Verfahren sind unter folgendem Link zu finden:
http://www.b-umf.de/de/themen/rechtshilfe

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Sachsen-Anhalt: Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2016 um 3,3 Prozent gestiegen

Posted on Juli 31, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) haben die Jugendämter im Jahr 2016 insgesamt 2 557 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Das waren 82 Verfahren (3,3 %) mehr als im Jahr zuvor.

Von den eingeleiteten Verfahren waren 1 250 Jungen (48,9 %) und 1 307 Mädchen (51,1 %) betroffen, dabei erstmalig mehr Mädchen als Jungen.

Von allen Fällen bewerteten die Jugendämter 391 Fälle (15,3 %) eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Bei 324 Fällen (12,7 %) handelte es sich um eine latente Kindeswohlgefährdung, das heißt, eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Fachkräfte der Jugendämter stellten bei 890 Verfahren (34,8 %) keine Kindeswohlgefährdung fest, jedoch bestand hier ein weiterer Hilfe- und Unterstützungsbedarf. Keine Kindeswohlgefährdung und kein Hilfebedarf lagen in 952 Fällen (37,2 %) vor.

Während gegenüber dem Vorjahr die Zahl der akuten Kindeswohlgefährdungen um 4,2 Prozent und die Zahl latenter Kindeswohlgefährdungen um 15,6 Prozent gesunken ist, stiegen die Fälle ohne Kindeswohlgefährdung, aber mit Hilfebedarf um 11,5 Prozent und die ohne Kindeswohlgefährdung und ohne Hilfebedarf um 7,6 Prozent an.

62,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 20,5 Prozent der Fälle wurden Anzeichen für eine körperliche und in weiteren 15,2 Prozent Anzeichen für eine psychische Misshandlung festgestellt. Anzeichen für sexuelle Gewalt gab es in 2,2 Prozent der Fälle. Mehrfachnennungen waren möglich.

Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls besonders betroffen. Fast jedes 3. Kind (27,2 % bzw. 696) hatte zu Beginn des Verfahrens der Gefährdungseinschätzung das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet, darunter waren 323 Kinder noch kein Jahr alt.
Drei- bis unter Sechsjährige waren von gut einem Fünftel (21,1 % bzw. 539) der Verfahren betroffen. Kinder im Alter zwischen 6 und unter 9 Jahren waren zu 18,1 Prozent (462) beteiligt und Kinder zwischen 9 und unter 12 Jahren mit 15,0 Prozent (383). Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab. Zwölf- bis unter Fünfzehnjährige hatten einen Anteil von 10,4 Prozent (266) und Kinder, die 15 Jahre und älter waren 8,2 Prozent (211).

Eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls wurden im Jahr 2016 am häufigsten anonyme Melder (18,3 %), Bekannte oder Nachbarn (13,1 %) und die Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften (10,0 %) den Jugendämtern gemeldet.

Hinweise
Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines/einer Minderjährigen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von dem Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann. Zur Bewertung der Gefährdungslage macht sich das Jugendamt einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen und seiner Lebenssituation. Das Jugendamt hat den Personensorgeberechtigten zur Abwendung der Gefährdung geeignete und notwendige Hilfen anzubieten.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 31.07.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

PA-CH Jahrestagung: „Wie viel Herkunft braucht ein Kind? Biografische Herausforderungen für Pflege- und Adoptivkinder“ am 10.11. in Zürich

Posted on Juli 27, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logopach_smallFachpersonen, Pflege- und Adoptivkinder sowie Betroffene sind eingeladen zur diesjährigen Jahrestagung von PACH Pflege- und Adoptivkinder Schweiz am 10.11.2017 in Zürich.

Pflege- und Adoptivkinder haben gemeinsam, dass sie ihren Lebensmittelpunkt – zumindest zeitweise – nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie haben. Sie sind daher vor zusätzliche Entwicklungsaufgaben gestellt; sie sind gefordert, eine eigene Identität herzustellen, in der die Brüche, Verluste und Ambivalenzen zur Herkunft Platz finden.

An unserer Jahrestagung für Fachpersonen aus dem Kindesschutz- und Pflegekinderbereich sowie für Pflege- und Adoptiveltern thematisieren wir die Vielfalt von Familienformen mit ihren spezifischen Herausforderungen für die Kinder. Die Referentinnen und Referenten präsentieren Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Gesetzgebung sowie Erfahrungen und neue Konzepte aus der Praxis. Das Thema rund um Herkunft hat Brisanz – Rechte und Interessen von Kindern und (leiblichen/rechtlichen/sozialen) Eltern sind nicht immer deckungsgleich, manchmal können sie sogar kollidieren. Kinder brauchen verlässliche Beziehungen, die ihnen die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse garantieren – welche Familie und wie viel Herkunft braucht es dazu?

Anmeldeschluss ist der 27.10.2017

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Mecklenburg-Vorpommern: Unbegleitete Einreise minderjähriger Flüchtlinge war 2016 Hauptgrund für steigende Zahl der Inobhutnahmen

Posted on Juli 27, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die Jugendämter in Mecklenburg-Vorpommern haben im Jahr 2016 insgesamt 1 759 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren rund 500 Minderjährige (+ 38 Prozent) mehr als 2015. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, ist der Zuwachs bei den Inobhutnahmen hauptsächlich auf die gestiegene Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zurückzuführen.

Im vergangenen Jahr kamen 815 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person aus dem Ausland nach Mecklenburg-Vorpommern und wurden hier von den Jugendämtern in Obhut genommen. Das waren 363 minderjährige Flüchtlinge oder 80 Prozent mehr als 2015. Der überwiegende Teil der unbegleitet minderjährigen Geflüchteten war männlich (91 Prozent) und bei der Ankunft 16 bzw. 17 Jahre alt (63 Prozent).

Weitere 944 Kinder und Jugendliche (+ 125 Minderjährige), die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, wurden auf Veranlassung des zuständigen Jugendamtes zu ihrem eigenen Schutz vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht. Hauptursachen, die zur Inobhutnahme dieser Minderjährigen führten, waren Überforderung der Eltern oder eines Elternteils, Beziehungsprobleme der Minderjährigen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld, gefolgt von psychischer und/oder körperlicher Vernachlässigung.

Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern vom 27.07.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Handreichung: Jugendhilfe für Flüchtlingsfamilien

Posted on Juli 26, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDer Bundesfachverband umF e.V. und UNICEF Deutschland sind der Frage nachgegangen, wie sich der Zugang zur Kinder- und Jugendhilfe für Familien gestaltet, die in Flüchtlingsunterkünften untergebracht sind und haben eine Handreichung für Jugendämter erstellt.

Anhand konkreter Beispiele und Handlungsempfehlungen wird aufgezeigt, wie sich der Rechtsanspruch auf Leistungen, Angebote und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis umsetzen lässt.

zur Handreichung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

2016 gab es in NRW 9,4 Prozent mehr Gefährdungseinschätzungen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung als 2015

Posted on Juli 24, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2016 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Schutzauftrags in 35 011 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Das waren 9,4 Prozent mehr als im Jahr 2015 (32 015). Wie Information und Technik als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, wurde in etwa jedem achten Fall (4 331) eine akute Gefährdung des Kindeswohls festgestellt. In 5 288 Fällen bestand eine latente Gefährdung, d. h. die Frage, ob gegenwärtig tatsächlich eine Gefahr besteht, konnte nicht eindeutig beantwortet und eine Kindeswohlgefährdung nicht ausgeschlossen werden. In 11 483 Fällen wurde zwar keine Kindeswohlgefährdung, jedoch ein Hilfebedarf festgestellt. In 13 909 Verdachtsfällen ergab sich, dass weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein Hilfebedarf bestand.

Mehr als die Hälfte der Kinder (57,8 Prozent) mit akuter Kindeswohlgefährdung wies Anzeichen für eine Vernachlässigung auf, knapp ein Drittel (33,5 Prozent) hatte Anzeichen für körperliche Misshandlung.

Die Jugendämter in NRW wurden bei rund jedem fünften (6 280) Fall von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn des Kindes oder Jugendlichen, in 8 294 Fällen durch Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hingewiesen. Das Personal von Schulen sowie Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen (4 572) war in 13,1 Prozent der Fälle Initiator für eine Gefährdungseinschätzung.

Nach § 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) des Anfang 2011 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetzes ist eine Gefährdungseinschätzung vom Jugendamt vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes bzw. Jugendlichen eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist. (IT.NRW)

Quelle: Information und Technik vom 24.07.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

« Vorherige Beiträge

Liked it here?
Why not try sites on the blogroll...