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Fachtag „Kindeswohlgefährdung – und was dann? Der Hilfeplanungsprozess zwischen Herausnahme und Perspektivklärung“ am 16.10. in Stuttgart

Posted on Juli 16, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoIn Kooperation mit dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg führt die Pflegeelternschule Baden-Württemberg am 16.10.2018 in Stuttgart den Fachtag: „Kinderrechte – Kinderschutz“ zum Thema „Kindeswohlgefährdung – und was dann? Der Hilfeplanungsprozess zwischen Herausnahme und Perspektivklärung“ durch.

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, Pflege- und Adoptiveltern sowie an Rechtsanwälte, Gutachter, Verfahrensbeistände, Rechtspfleger und Richter und fragt nach den Voraussetzungen und Bedingungen einer guten Zusammenarbeit der handelnden Akteure bei Kindeswohlgefährdung.

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„FAScette“ 1/2018 erschienen

Posted on Juli 13, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoDie bereits im 8. Jahrgang, zweimal jährlich erscheinende Mitgliederzeitschrift des FASD Deutschland e.V.FAScette“ präsentiert sich in einem komplett neuen Format und Erscheinungsbild. Da das Heft nun in Kooperation mit dem Schulz-Kirchner Verlag herausgebracht wird, ist es auch im Abonnement erhältlich.

Ausgabe 1/2018 enthält wieder interessante Fachinformationen, Veranstaltungs- und Erfahrungsberichte für die Mitglieder des Vereins FASD Deutschland e.V. sowie alle, die privat oder beruflich mit FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zu tun haben.

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20. FASD Fachtagung „FASD – Mittendrin statt außen vor!“ am 28./29.09. in Berlin

Posted on Juli 4, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoUnter dem Titel „FASD – mittendrin statt außen vor!“ findet am 28./29.09.2018 in Berlin die 20. FASD Fachtagung des Vereins FASD Deutschland e.V. unter der Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler statt.

Die FASD-Fachtagung wird an zwei Tagen mit Vorträgen und Parallelvorträgen über Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen (FASD) aufklären und auf die verschiedenen Aspekte der Behinderung eingehen. Parallel werden wieder einige Ausstellungen und Infostände zum Thema präsentiert.

Nähere Informationen zum Programm sowie die bequeme Möglichkeit, sich über das Internet anzumelden finden Sie auf www.fasd-fachtagung.de. Es wird um frühzeitige Anmeldung gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

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Datenreport 2017 des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen: Familien in Armut stärker von psychosozialer Mehrfachbelastung betroffen

Posted on Juli 4, 2018. Filed under: Forschung, Gesundheit, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoSind junge Familien, die in Armut leben und Sozialleistungen beziehen, häufiger von mehrfachen psychosozialen Belastungen betroffen als Familien, die nicht in Armut leben? Sind sie beispielsweise eher alleinerziehend oder früh Eltern geworden? Antworten auf diese Fragen liefert der Datenreport „Frühe Hilfen 2017“, den das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) gemeinsam mit dem Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und der Technischen Universität Dortmund herausgegeben hat.

Der Bericht enthält Daten, Analysen und Ausblicke zur Entwicklung der Frühen Hilfen in Deutschland und stellt Ergebnisse unterschiedlicher wissenschaftlicher Studien vor, unter anderem Daten der Studie „Kinder in Deutschland – KiD 0-3“ des NZFH. Demnach sind Eltern mit Sozialleistungsbezug deutlich belasteter als Eltern, die nicht auf Transferleistungen angewiesen sind. So geben 28,4 Prozent der Befragten mit Sozialleistungsbezug vier und mehr Belastungsmerkmale an wie „jemals Gewalt in einer Partnerschaft“ oder „Anzeichen einer Depression“. Bei Eltern ohne staatliche Förderung sagten dies nur 3,7 Prozent.

Zugleich beleuchtet der Bericht die Faktoren, die es Kommunen erschweren, mehr Gesundheitsfachkräfte in den Frühen Hilfen einzusetzen: So nennt über die Hälfte der Kommunen Fachkräftemangel und zu knapp bemessene finanzielle Ressourcen als Begründung für eine Unterversorgung. Beispielsweise wird nur knapp jede fünfte Familie, die in Armut lebt und angesichts der Mehrfachbelastung in der Fürsorge für ihren Säugling beeinträchtigt ist, von einer Familienhebamme oder einer vergleichbaren Gesundheitsfachkraft betreut. Vor dem Hintergrund eines erneuten Geburtenanstiegs von sieben Prozent im Jahr 2016 muss mit einer wachsenden Versorgungslücke gerechnet werden.

Der neue Datenreport beinhaltet zentrale Ergebnisse aus der Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen, die zum 31. Dezember 2017 endete. Seit dem 1. Januar 2018 fördert die Bundesstiftung Frühe Hilfen dauerhaft die Netzwerke Frühe Hilfen sowie die Angebote zur psychosozialen Unterstützung von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern. Das NZFH wird die Entwicklung in den Frühen Hilfen auch zukünftig wissenschaftlich begleiten und darüber berichten.

Der Datenreport Frühe Hilfen 2017 steht zum Download unter http://www.fruehehilfen.de und kann dort unter der Bestellnummer 16000303 oder per E-Mail an order@bzga.de kostenfrei angefordert werden.

Träger des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V. Das NZFH wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es unterstützt seit 2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen und Ressourcen früher zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern.

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 04.07.2018

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Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis für Dr. Daniela Reimer

Posted on Juni 30, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes |

logoDie Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat am 28.06.2018 in Berlin den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis – Hermine-Albers-Preis – an drei Preisträger verliehen. Prämiert wurden innovative und herausragende Arbeiten der politischen Bildung, der Medien und der Wissenschaft. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 12.000 Euro vergeben.

In der Kategorie Theorie- und Wissenschaftspreis wurde Dr. Daniela Reimer von der Universität Siegen für die Dissertation und Buchveröffentlichung „Normalitätskonstruktionen in Biografien ehemaliger Pflegekinder“ ausgezeichnet. In Biografien ehemaliger Pflegekinder gibt es Erfahrungen, die sie von Menschen, die keine Pflegekinder sind oder waren, unterscheiden und die sie in ihren eigenen Augen und denen anderer als unnormal erscheinen lassen. Mit biografischen Interviews untersucht Daniela Reimer, welche konkreten Erfahrungen und Erlebnisse es sind, die Pflegekinder mit mangelnder oder fragiler Normalität machen. Aus den Erfahrungen werden Konstruktionen von Normalität, die die jeweiligen Biografieträger vornehmen, rekonstruiert; biografische Hintergründe sowie Strategien der Normalitätsbalance werden analysiert.

Die Jury des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises hat sich einstimmig für die Dissertation und Buchveröffentlichung „Normalitätskonstruktionen in Biografien ehemaliger Pflegekinder“ und damit für Dr. Daniela Reimer als Preisträgerin in der Kategorie Theorie- und Wissenschaftspreis entschieden: „Die Arbeit liefert wichtige empirische Einsichten sowohl für die Fach- als auch die öffentliche Diskussion um das Pflegekinderwesen speziell zu der Frage, wie Pflegekinder ihre Biografie deuten und verarbeiten. Mit Hilfe von aufwändigen Detailanalysen der geführten Interviews werden Perspektiven und Einsichten eröffnet, die den bisherigen Debatten wichtige Differenzierungen aus der Sicht der ehemaligen Pflegekinder hinzufügen. Gerade weil die aus der Sicht der Betroffenen geschilderten Fälle sich in weiten Teilen den üblichen Klischees von Pflegekinderkonstellationen widersetzen und es zudem gelingt, die Mühen der Auseinandersetzung mit diesen Zuschreibungen empirisch sichtbar zu machen, gehört das Buch in jede Ausbildung von Pflegefamilien und ins Zentrum der entsprechenden Fachdiskussion.“

Die Dokumentation der Veranstaltung und nähere Informationen zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis finden Sie auf der Website der AGJ unter www.agj.de.

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„Frühkindliches Trauma, Dissoziation, Behandlungsmethoden, EMDR“ am 29.09. in Berlin

Posted on Juni 29, 2018. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDer AktivVerbund e.V. richtet am 29.09.2018 in Berlin einen Fachtag zum Thema „Frühkindliches Trauma, Dissoziation, Behandlungsmethoden, EMDR“ aus.

Als Referenten werden Dipl.Psych. Susanne Leutner und Dr. Harald Schickedanz erwartet, die Impulsvorträge für Pflegeeltern, Fachkräfte, Psychotherapeuten, Studierende und andere am Thema interessierte Menschen geben werden.

Ein fachlicher Austausch mit den Experten zu spezifischen Fragestellungen zum Thema findet am Nachmittag statt.

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Anhörung über Forschungen zu DDR-Zwangsadoptionen

Posted on Juni 25, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoBerlin: (hib/HAU) Die wissenschaftlichen Forschungen zum Thema „Zwangsadoption und ungeklärter Säuglingstod in der ehemaligen DDR“ müssen intensiviert werden. In dieser Forderung waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung des Petitionsausschusses am Montag geladenen Experten einig. Grundlage der Anhörung war eine Petition der „Interessengemeinschaft Gestohlene Kinder der DDR“, in der unter anderem die Schaffung von Rahmenbedingungen gefordert wird, die es ermöglichen sollen, eine „neutralen und rechtsstaatlichen Grundsätzen folgende Aufklärung“ zu betreiben. Hintergrund der Initiative ist der Verdacht, dass seinerzeit Kinder – vielfach auch Säuglinge – von staatlichen Stellen für Tod erklärt wurden (plötzlicher Kindstod) – tatsächlich aber zur Adoption freigegeben worden seien. In anderen Fällen seien die Eltern durch den Druck staatlicher Stellen der DDR zur Freigabe ihrer Kinder zur Adoption gezwungen oder durch politisch motivierte Urteile der Familiengerichte Eltern und Kinder getrennt worden.

Andreas Laake von der „Interessengemeinschaft Gestohlene Kinder der DDR“ machte vor den Abgeordneten deutlich, es gehe den Betroffenen nicht darum, ihre leiblichen Kinder aus den Adoptivfamilien rauszureißen. „Wir möchten lediglich wissen, wie es den Kindern geht“, sagte er. Es gebe eine „klaffenden Aufarbeitungslücke“, so Laake, der in seiner Petition die Einrichtung einer unabhängigen Clearingstelle mit umfassenden Ermittlungsrechten fordert.

Was die Fälle von Zwangsadoptionen in der DDR angeht, so wurde im Verlauf der Anhörung deutlich, dass es darüber derzeit keine belastbaren Zahlen gibt, auch wenn in der öffentlichen Debatte von bis zu mehreren Tausend Fällen die Rede ist. Marie-Luise Warnecke, Mitverfasserin der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellten Machbarkeitsstudie des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam „Dimension und wissenschaftliche Nachprüfbarkeit politischer Motivation in DDR-Adoptionsverfahren zwischen 19666 und 1990“ verwies auf ihre Promotion, in der bei neun betrachteten Fällen fünfmal eine Zwangsadoption vorgelegen habe. Ein vorgetäuschter Säuglingstod – mit dem Ziel einer anschließenden Adoption – sei jedoch derzeit in keinem Fall nachgewiesen. Ziel der Zwangsadoptionen, so Warnecke, sei vielfach eine Bestrafung der Eltern gewesen. Etwa in Fällen von Republikflucht.

Agnes Arp, Mitautorin der genannten Studie, sagte, es habe in der DDR „politisch motivierte Adoptionen“ gegeben. Sie seien unter den herkömmlichen Bedingungen zeithistorisch-wissenschaftlichen Arbeitens jedoch nur sehr schwer „erforsch- und nachweisbar“. Die Historikerin forderte, ein „außerordentliches Verfahren der Akteneinsicht“ zu entwickeln, in dem die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden.

Der Historiker Christian Sachse, Mitarbeiter der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, plädierte dafür, die Fälle von Zwangsadoptionen von Fällen des plötzlichen Kindstodes zu trennen. Das Feld der Zwangsadoptionen sei erforschbar, „allerdings mit einem sehr hohen Aufwand“. Zwangsadoptionen seien als politisches Instrument missbraucht worden, sagte er. Als Gründe seien vor den DDR-Familiengerichten neben Inhaftierungen nach misslungener Flucht, „bewusste staatsfeindliche Beeinflussung der Kinder“ aber auch eine „negative Einstellung zur Arbeit im sozialistischen Kollektiv“ geltend gemacht worden. Fälle eines vorgetäuschten Säuglingstodes halte er zwar nicht für unmöglich. „Dabei müsste es aber eine Unzahl von Mitwissern gegeben haben“, gab Sachse zu bedenken.

Für eine längere Aufbewahrungsfrist personenbezogener Akten aus der DDR-Zeit sprach sich Maria Nooke, Brandenburger Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der Kommunistischen Diktatur, aus. Dies solle nicht nur für Akten der DDR-Jugendhilfe gelten, sondern auch für Aktenbestände in Adoptionsstellen, Krankenhäusern, Standesämtern und Friedhofsverwaltungen, sagte Nooke.

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen der DDR, sagte, seine Behörde verstehe sich in dieser Frage als Dienstleister, der die Akten bereitstelle. Zugleich machte er deutlich, dass derzeit viele der vorhandenen Recherchemöglichkeiten in den Stasi-Akten – sowohl für Einzelpersonen als auch für Vertreter von Wissenschaft und Forschung aber auch der Medien – ungenutzt blieben.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 446 vom 25.06.2018

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12. Kinderschutzforum 2018: „Kindheit – vergessen und vermessen“ am 19./21.09. in Münster

Posted on Juni 19, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen |

logoBeim diesjährigen Fachkongress der Kinderschutz-Zentren am 19./21.09.2018 in Münster wird das Thema „Kindheit – vergessen und vermessen?“ in vielen Facetten behandelt.

Folgende Fragen sollen diskutiert werden:

  • Wie können wir Kinder sehen, um sie zu verstehen?
  • Wie müssen sich Hilfen bewegen, um Kinder zu erreichen?
  • Wie sollen Hilfesysteme gestaltet sein, um Kinder zu schützen?

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Neuauflage: „Recht auf Teilhabe“

Posted on Juni 18, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Wegweiser der LebenshilfeRecht auf Teilhabe“ zu allen wichtigen sozialen Leistungen für Menschen mit Behinderung wurde völlig neu überarbeitet.

Das Buch liefert einen Überblick über alle Rechte und Sozialleistungen, die Menschen mit Behinderung aktuell zustehen. Es berücksichtigt damit unter anderem die ersten Stufen der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes sowie die Rechtsänderungen durch die vergangenen Pflegestärkungsgesetze 1 bis 3. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die noch kommenden wesentlichen Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz.

Um den Leserinnen und Lesern den Einstieg in den „Dschungel“ des Sozial-Rechts zu erleichtern, werden eingangs die Rechtsansprüche von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Lebensphasen und Lebenslagen anhand von Schaubildern dargestellt. Die einzelnen Kapitel enthalten zusätzlich Tipps und (Rechen-)Beispiele. Ein Schlagwort- und Abkürzungsverzeichnis rundet das Buch ab.

Der 330 Seiten umfassende Lebenshilfe-Ratgeber (ISB-Nummer: 978-3-88617-560-4) kann für 19,50 Euro plus Versand über hauke.strack@Lebenshilfe.de oder Telefon 06421/491-123 bestellt werden.

Inhalt, Vorwort und Leseprobe

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Untersuchung zur Stabilität von Pflegeverhältnissen veröffentlicht

Posted on Juni 12, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

logoDas Caritas Kinder- und Jugendheim in Rheine veröffentlichte in Kooperation mit dem IKJ (Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH) eine Untersuchung zur Stabilität von Pflegeverhältnissen.

In den Jahren 2009 bis 2014 wurde im Caritas Kinder- und Jugendheim Rheine die Effektivität der Ambulanten Familienarbeit und der Therapeutischen Übergangshilfe (TÜ) untersucht. Ein Kennzeichen der TÜ stellt die Weitervermittlung der jungen Menschen in passende Anschlussperspektiven dar.

Von besonderem Interesse war in der Folge, wie stabil die nach der TÜ initiierten Pflegeverhältnisse sind. Dazu wurden nach einem, drei und fünf Jahren katamnestische Befragungen durchgeführt. Dabei lag die Stabilität dieser Anschlusshilfen deutlich über vergleichbaren Zahlen der Bundesstatistik.

Außerdem konnten fünf Wirkfaktoren identifiziert werden, die einen Einfluss auf die Stabilität ausüben. Die Forschungsergebnisse liegen nun in gedruckter Form vor und können kostenlos in Rheine beim Caritas Kinder- und Jugendheim (kinderheim@caritas-rheine.de) oder im IKJ bei Timo Herrmann (herrmann@ikj-mainz.de) angefordert werden.

Quelle: IKJ Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH vom 08.06.2018

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1. ZKJ-Tag am 11.09. in Köln

Posted on Juni 11, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 11.09.2018 findet in Köln der 1. ZKJ-Tag statt (ZKJ – Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe).

Diese Fachtagung für Kindschaftsrecht, Jugendhilfe und Erziehungsberatung bietet ein vielschichtiges und informatives Programm, bei dem Experten aus Recht, Pädagogik, Sozialarbeit und Familienpsychologie mit Praktikern aktuelle Praxis- und Anwendungsfragen sowie neue Entwicklungen im Bereich des Kindschafts- und Familienrecht, der Erziehungsberatung und Jugendhilfe diskutieren werden.

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Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeichnen ein trauriges Bild

Posted on Juni 5, 2018. Filed under: Forschung, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoAm 05.06.2018 wurden die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017 zu kindlichen Gewaltopfern vorgestellt:

Im vergangenen Jahr wurden 143 Kinder getötet. Fast 78 Prozent von ihnen waren zum Zeitpunkt des Todes jünger als sechs Jahre. In 77 Fällen blieb es bei einem Tötungsversuch. Die Zahlen zu Misshandlungen an Kindern stagnieren seit Jahren auf einem hohen Niveau. 4.208 Kinder waren hiervon betroffen, 43 Prozent von ihnen haben das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Im Bereich sexuelle Gewalt nach den §§ 176, 176a und 176b weist die Statistik einen Rückgang von 3,64 Prozent auf, doch wurden noch immer 13.539 Kinder als Opfer registriert. Die in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Fallzahlen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials stiegen im Vergleich zum Vorjahr wieder um 15,06 Prozent an.

zur ausführlichen Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 05.06.2018

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Artikel „Strafen, Sanktionen oder pädagogische Konsequenzen – Grundlegende Überlegungen zu Sanktionierungen in Schule und Jugendhilfe“

Posted on Juni 2, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Schule |

logoDie Landeskooperationsstelle Schule – Jugendhilfe Brandenburg starte die Reihe Fachbeiträge zur Kooperation mit dem Thema „Strafen, Sanktionen oder pädagogische Konsequenzen – Grundlegende Überlegungen zu Sanktionierungen in Schule und Jugendhilfe“ von Julian von Oppen.

Der interessante Fachartikel wendet sich Fragen von Zwang und Sanktionen im Alltag der öffentlichen Erziehung zu. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Aufträgen von Schule und Jugendhilfe, die von Fachkräften der Jugendhilfe und Lehrer/innen häufig als Kooperationsherausforderung wahrgenommen werden.

zum Artikel

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Arbeitshilfe: Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung

Posted on Mai 31, 2018. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDie Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung ist für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung immer wieder ein Problem.

Welche Leistungsansprüche bestehen? Wer kann Kindergeld, Wohngeld, BAB, BAföG und Sprachförderung erhalten?

Diese Fragen beantwortet eine aktuelle Arbeitshilfe des Paritätischen Gesamtverbandes.

zur Arbeitshilfe

Quelle: BumF Newsletter Mai 2018

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Aktualisierte Empfehlungen des Deutschen Vereins zur vertraulichen Geburt

Posted on Mai 30, 2018. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoAm 1. Mai 2014 ist das „Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ in Kraft getreten. Vorrangiges Ziel der gesetzlichen Neuregelung ist es, schwangere Frauen mit Anonymitätswunsch zu beraten und ihnen eine medizinisch begleitete Geburt zu ermöglichen. Das Verfahren der vertraulichen Geburt gewährleistet ihnen auch den Zugang zur Schwangerenvorsorge und zur medizinischen Nachsorge sowie zur Beratung hinsichtlich ihrer weiteren Perspektive. Zugleich stellt es eine Perspektivplanung für das Kind sicher. Die in §§ 33, 37 Abs. 1 SGB VIII formulierte Perspektivplanung für Pflegeverhältnisse ist eine zentrale Aufgabe im Rahmen der Hilfeplanung des Jugendamtes, bei der es darum geht, für das Kind einen stabilen Lebensort zu schaffen. Ziel des Gesetzes ist auch, dem Bedürfnis des Kindes nach Kenntnis seiner Abstammung und der Umstände seiner vertraulichen Geburt Rechnung zu tragen. Je früher Frauen, die ihre Schwangerschaft und Mutterschaft geheim halten wollen, den Weg in das Beratungssystem finden, desto besser können die zuständigen Stellen ihre Aufgaben wahrnehmen.

Der Deutsche Verein hat sich in der Vergangenheit wiederholt für die Möglichkeit der vertraulichen Geburt ausgesprochen und begrüßt die neue gesetzliche Regelung. Bei der Umsetzung ist maßgeblich, wie gut es gelingt,

  • schwangere Frauen mit einem Anonymitätswunsch in das Beratungssystem zu lotsen,
  • während des gesamten Verfahrens der vertraulichen Geburt den Vertraulichkeitsschutz für die Identität der Frau herzustellen und sicherzustellen, dass die Frau und die beteiligten Einrichtungen mit dem Pseudonym agieren können,
  • die Beratung zur vertraulichen Geburt auch Frauen zu ermöglichen, die sich unmittelbar vor der Geburt direkt an eine Klinik oder Hebamme bzw. an einen Entbindungspfleger3 wenden und anonym bleiben wollen.

Vollständige Empfehlung/Stellungnahme vom 15.05.2018 [PDF, 350 KB]

Quelle: Deutscher Verein vom 30.05.2018

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Fachtag „Die schwierige Seite des Lebens in Pflegefamilien“ am 29.06. in Siegen

Posted on Mai 29, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 29.06.2018 findet von 12.30–15.00 Uhr in der Universität Siegen ein Fachtag zum Thema „Die schwierige Seite des Lebens in Pflegefamilien“ statt. Geplant sind Vorträge von

  • Prof.ín Dr. Yvonne Gassmann: „Verletzbar durch Pflege- und Adoptivelternschaft“ und
  • Prof. Dr. Klaus Wolf: „Zusammenbruch von Pflegeverhältnissen – Ergebnisse einer internationalen Studie“

Eine Anmeldung ist nicht nötig, Kosten entstehen nicht.

Der Fachtag findet im Senatssaal (NA 016) statt. Dieser befindet sich im neuen Gebäude auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße, links des Haupteinganges. Gute Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus Adolf-Reichwein-Straße.

Quelle: Universität Siegen

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Adoptivmütter dürfen bei Mütterrente nicht wieder leer ausgehen!

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoRentnerinnen, die Kinder adoptiert haben, dürfen bei der Mütterrente II nicht schon wieder leer ausgehen. Daher sollte bei der Einführung eines dritten Rentenpunktes für Mütter mit drei oder mehr Kindern, die vor 1992 geboren wurden, kein die Adoptivmütter benachteiligendes pauschalisiertes Anerkennungsverfahren genutzt werden. Diese Forderung erhebt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) mit Verweis auf die Erfahrungen, die in der zurückliegenden Legislaturperiode bei der Gewährung des zweiten Rentenpunktes für vor 1992 geborene Kinder gemacht wurden.

Um die Verbesserung für die Mütter schnell umzusetzen, erhielten damals aus Gründen der „Verwaltungsvereinfachung und Verwaltungspraktikabilität“ nur jene Rentnerinnen den zweiten Rentenpunkt, die bereits Anspruch auf ein Jahr Kindererziehungszeiten hatten. So regelt es der Paragraf 307d des Sozialgesetzbuches VI. Danach muss bereits eine Kindererziehungszeit für den zwölften Kalendermonat nach Ablauf der Geburt bestanden haben.

Verwaltungsvereinfachung führt zu Kuriosum

Viele Adoptionen erfolgen aber nach dem ersten Lebensjahr. Daher waren von der Rentenerhöhung rund 40.000 Adoptivmütter und -väter ausgenommen. „So kommt es zu folgendem Kuriosum. Bei einem Kind, das wenige Tage nach dem ersten Geburtstag adoptiert wurde, hat die leibliche Mutter Anspruch auf die erhöhte Kindererziehungszeit. Das Kind war im zweiten Lebensjahr aber gar nicht mehr bei ihr“, schildert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern die Folgen.

Das DIA verweist auf Kompromissvorschläge des Bundesverbandes der Pflege- und Adoptiveltern (PFAD). Danach sollten Mütter, also auch Adoptiv- und Pflegemütter, für alle Kinder bis zwölf Jahre mindestens einen Entgeltpunkt erhalten. Das wäre ebenfalls eine pauschale verwaltungsarme Lösung. Alternativ könnten Adoptivmütter auf Antrag die zusätzlichen Entgeltpunkte verlangen. Sie müssten dann die Erziehungszeiten im zweiten und dritten Lebensjahr des Kindes zusammen mit dem Antrag nachweisen.

Weitere Informationen zum Thema enthält ein umfangreicher Beitrag auf den Internetseiten des DIA.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge vom 24.05.2018

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Webseite der Initiative „Dialogforum Pflegekinderhilfe“ ist online

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

logoDie frisch ans Netz gegangene Website www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de macht der Öffentlichkeit und der Fachwelt die Debatten und Ergebnisse des Dialogforums Pflegekinderhilfe zugänglich! Das Dialogforum Pflegekinderhilfe hat zur Aufgabe, im Dialog mit unterschiedlichen Akteur_innen im Feld, der Fachpraxis und der Politik, fachliche Handlungs- und gesetzliche Änderungsbedarfe herauszuarbeiten. Diese Erkenntnisse werden auf der nun veröffentlichten Web-Seite in Form von Dokumentationen themenspezifischer Veranstaltungen, Expertisen und Diskussionspapieren der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Vertiefend wurden Fragen im Feld behinderter Pflegekinder und der Inklusion, des Übergangs ins Erwachsenenlebens (Care-Leaving), der Migration und der Vormundschaft behandelt.

Zum Hintergrund: Im Zuge der Neubestimmung des SGB VIII wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingesetzt, deren Aufgabe es unter anderem war, Eckpunkte für eine Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe zu definieren und Vorschläge zu unterbreiten. Parallel dazu hat das BMFSFJ ab Juni 2015 die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) mit der Organisation und Gestaltung des Dialogforums Pflegekinderhilfe beauftragt.

Unter der Internetadresse www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de können alle Texte abgerufen und der Verlauf der Diskussion nachvollzogen werden. Gerne steht die IGfH für Rückfragen unter igfh@igfh.de (www.igfh.de) oder unter der Telefonnummer 069/633986 0 zur Verfügung.

Quelle: IGFH

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Dokumentation der Tagung der Erziehungshilfefachverbände „Alles neu und anders?

Posted on Mai 24, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoAlle Präsentationen der sehr gut besuchten  gemeinsamen Veranstaltung der Fachverbände für Erziehungshilfe „Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und die Kinder- und Jugendhilfe“ am 16. Mai 2018 in Frankfurt stehen ab sofort auf den Seiten der IGfH und der anderen Verbände zur Verfügung. Mit Beiträgen von Angela Smessaert, Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen, Tilmann Fuchs, Prof. Dr. Wolfgang Schröer.

Zum Hintergrund: Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde eine der großen sozialpolitischen Reformen der letzten Legislaturperiode umgesetzt. Das BTHG hat ab dem 1.01.2018 schon Auswirkungen auf die Arbeit der Jugendämter. Ist die Kinder- und Jugendhilfe mit Hilfebedarfen aufgrund von Behinderungen konfrontiert, agiert sie nun zwingend als Rehabilitationsträger (vgl. § 6 Abs. 1 Nr. 6 SGB IX) mit der Konsequenz der Anwendung eigener Verfahrensregelungen (fristgebundene Bedarfsfeststellung, Einsatz von spezifischen Instrumenten zur Bedarfsfeststellung und Dokumentationsverfahren etc.). Dabei scheinen etliche Fragen noch ungeklärt zu sein, z.B. welche Folgen hat es, wenn die Kinder- und Jugendhilfe von einer Familie mit einem behinderten Kind nicht ausschließlich wegen des behinderungsbedingten Hilfebedarfs nachgefragt wird?

Zum anderen weisen die Behindertenverbände darauf hin, dass zukünftig im Zuge einer inklusionsorientierten SGB VIII-Reform, das im BTHG vorgesehene Teilhabeverfahren (nach SGB IX, Teil 1) auch anschlussfähig und kompatibel sein muss mit dem Hilfeplanverfahren des SGB VIII. Hier werden deutliche Veränderungen im SGB VIII gefordert. Wie ist dies zu bewerten? Welche Folgen und (unbeabsichtigten) Nebenfolgen sind zu bedenken? Welche neuen und alten Fragen stellen sich bei der Festlegung von Altersgrenzen und für die Übergangsplanung aus der Jugendhilfe in ein anderes Sozialleistungssystem (z.B. die Eingliederungshilfe nach SGB IX)? Wie gehen die Kommunen, die freien Träger und Fachverbände damit um, dass sich – genereller gesprochen – die Fachdebatten stark auf die Neugestaltung der rechtsanspruchsgesicherten Individualleistungen konzentrieren und weniger auf die Weiterentwicklung einer teilhabegerechteren Infrastruktur?

Solche und andere Fragen wurden auf der ersten großen bundesweiten Tagung zu diesen Themenkreisen diskutiert. Die Präsentationen finden Sie hier.

Quelle: IGfH

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Dokumentation der Bundestagung „Bereitschaftspflege – Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ online gestellt

Posted on Mai 22, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie Präsentationen der Hauptvorträge und der 20 Workshops auf der IGfH-Fachtagung in Kooperation mit DIJuF, Forschungsgruppe Pflegekinder und Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V. für Fachkräfte in der Pflegefamilie, Vormünder, Bereitschaftspflegeeltern und Interessierte sind nun auf der Webseite http://bereitschaftspflege2018.de/ zu finden.

Die dokumentierte Tagung wirft einen Blick auf die familiären Krisen, die Möglichkeiten und Begrenzungen der biografischen Weichenstellungen und auf notwendige Kooperationen während und nach der Bereitschaftspflege. Die Prozesse der Perspektivklärung und der Übergangsgestaltung stehen dabei im Fokus.
Die zwei zentralen Botschaften der Fachtagung lauten: Auf die Fachkräfte und Kooperationspartner_innen kommt es an: Sie müssen aktiv in die Kommunikation mit Eltern und Bereitschaftspflegeeltern gehen! Das Kind muss jenseits aller Krisen im Mittelpunkt stehen. Der junge Mensch muss informiert sein, seine Signale müssen ernstgenommen werden und gleichzeitig dürfen die Bereitschaftspflegeeltern nicht allein gelassen werden.

Ein Großteil der in den Workshops erzielten Ergebnisse sowie die vorgetragenen Präsentationen stehen unter dem Menüpunkt „Nachlese“ auf der Homepage der Tagung zu Ihrer Information bereit.

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„Vom Störfaktor zur Ressource – Die leiblichen Eltern gehören dazu!“ am 23.08. in Hannover

Posted on Mai 21, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

logoAndrea Dittmann und Dirk Schäfer referieren am 23.08.2018 im Landesjugendamt Hannover zum Thema „Vom Störfaktor zur Ressource – Die leiblichen Eltern gehören dazu!„.

Wenn die Zusammenarbeit mit der leiblichen Familie gelingt und beide Eltern zum Wohle des Kindes zusammenwirken, so ist dies von unschätzbarem Wert für das Gelingen eines Pflegeverhältnisses. Zwei Familien zu haben muss für die Kinder nicht Belastung, sondern kann auch Bereicherung bedeuten. Doch wie kann die Beteiligung der Eltern in unterschiedlichen Settings aussehen? Eine Ermunterung, sich der Herausforderung anzunehmen.

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Bereitschaftspflege: Eine Familie auf Zeit

Posted on Mai 18, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoWie können Pflegekinder in Krisensituationen gut begleitet und Pflegeeltern wirksam unterstützt werden? Das diskutierten Experten der Sozialen Arbeit auf der Fachtagung „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“.

Fremdheit. Das Gefühl erleben viele Kinder, die nach schwierigen Familienerfahrungen aus einer Notsituation heraus in eine Bereitschaftspflegefamilie kommen. Fremde Menschen, fremde Gewohnheiten, eine unbekannte Familienkultur. Bereitschaftspflegeeltern nehmen Kinder, die oft durch Turbulenzen sehr irritiert sind, in ihrem privaten Lebensfeld auf. Sie begleiten sie eine Zeit lang, bis die Kinder in eine andere Familie kommen. Auf der von der Uni Siegen mitorganisierten Fachtagung „Familiäre Krisen – Weichenstellungen – Kooperationen“ im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn Bad Godesberg berieten über 270 Fachleute aus unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit in Deutschland, wie Pflegefamilien wirksam unterstützt und Kinder in Krisensituationen gut begleitet werden können. Die Pflegekinderhilfe in Deutschland möchte Krisen von Familien und Kinder in Not künftig noch besser begleiten und öffentlich ihre Möglichkeiten vorstellen.

„Bereitschaftspflege ist wichtig und wertvoll – aber sie stellt für die betroffenen Kinder häufig eine Zumutung dar“, erklärte Dr. Daniela Reimer, Expertin für Sozialpädagogik und Sozialarbeit von der Universität Siegen. Die Kinder müssten sich einerseits auf die fremde, neue Familie einlassen, um in und mit ihr leben zu können. Andererseits wüssten die Kinder, dass es sich nur um einen vorübergehenden Lebensort handelt. „Aus dieser brisanten Mischung ergeben sich Belastungen und Spannungsfelder für das Kind und die Bereitschaftspflegefamilie“, sagte Reimer. „Aufgabe der Fachkräfte im Pflegekinderdienst ist es, diese wahrzunehmen und allen Beteiligten hilfreiche Ressourcen zur Bewältigung zur Verfügung zu stellen.“

Dass Pflegefamilien gut begleitet und unterstützt werden, sei dabei entscheidend, sagte Professor Dr. Klaus Wolf von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen. „Wenn die Familien diese Unterstützung nicht erhalten, geben sie ihre Tätigkeit auf“, erklärte er. „Für die Bereitschaftspflege gilt: Wer es billig haben will, kriegt es richtig teuer. Menschen, die sich diese komplizierte Aufgabe zutrauen, zögern, wenn sie nicht durch einen guten Pflegekinderdienst begleitet werden. Dann fehlen Bereitschaftspflegefamilien und die Inobhutnahme von Kindern kann nur über Heime erfolgen, was erheblich höhere Kosten verursacht.“

Was würde uns fehlen, wenn wir die Bereitschaftspflegefamilien nicht hätten? „Wir hätten eine der besten Antworten auf akute Notsituationen von Kindern nicht: eine Familie, die sie jederzeit aufnehmen kann, in der sie zur Ruhe kommen können und die den Jugendämtern die Zeit für eine gute Perspektivklärung gibt“, sagte Wolf.

Familie Spiekermann aus Hamburg ist eine solche Bereitschaftspflegefamilie – seit 22 Jahren. Sie haben schon viele ältere Pflegekinder spontan und auf Zeit aufgenommen. Oft wird Familie Spiekermann gefragt, ob das Leben mit den Pflegekindern nicht auch Probleme bereitet. „Ältere Kinder und Bereitschaftspflege – das funktioniert“, erzählten sie auf der Fachtagung aus erster Hand. „Oft sogar sehr gut.“

Nicole de Vries von der PFIFF (Pflegekinder und ihre Familie) gGmbH Hamburg beschäftigte sich auf der Fachtagung vor allem mit dem Thema, wie die Kinder wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren können. „Es gibt einen Weg zurück zu den Eltern – aber der muss sensibel begleitet werden“, sagte er. Der Rückführungsprozess lebe von ständiger transparenter Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Die Bereitschaftspflegefamilien hätten dabei eine Schlüsselfunktion: „Sie übernehmen die Aufgabe, den Prozess stetig für das Kind zu ‚übersetzen‘ und einzuordnen. Eine riesige aber lohnende Herausforderung für alle.“

Veranstalter der Fachtagung war die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen und dem Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V.; Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF).

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Quelle: Universität Siegen vom 17.05.2018

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Zwangsadoptionen in der DDR – öffentliche Sachverständigenanhörung am 25.06.

Posted on Mai 16, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoBerlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, zu einer von der „Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR“ Anfang April eingereichten Petition eine öffentliche Sachverständigenanhörung am 25. Juni 2018 durchzuführen. Die Petition fordert eine Aufarbeitung des Themas Zwangsadoptionen in der DDR. Hintergrund ist, dass seinerzeit Kinder – vielfach auch Säuglinge – von staatlichen Stellen für tot erklärt wurden (plötzlicher Kindstod), tatsächlich aber zur Adoption freigegeben wurden. In anderen Fällen wurden die Eltern durch den Druck staatlicher Stellen der DDR zur Adoption gezwungen.

Nach Ansicht der Petenten ist die Aufarbeitung von Zwangsadoption und ungeklärtem Säuglingstod in der ehemaligen DDR „bis heute nicht umfassend und vollständig erfolgt“. Die betroffenen leiblichen Eltern würden noch immer nach Antworten suchen, schreiben die Petenten. Sie fordern unter anderem die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, eine „neutralen und rechtsstaatlichen Grundsätzen folgende Aufklärung“ zu betreiben. Dazu bedürfe es der Einrichtung einer unabhängigen Clearingstelle mit umfassenden Ermittlungsrechten.

Außerdem müssten die Aufbewahrungsfristen aller relevanten Informationen auf mindestens einhundert Jahre verlängert werden. Die Digitalisierung sowie die zentrale Aufbewahrung dieser Dokumente müsse bei einer zentralen noch festzulegenden Stelle erfolgen, fordern die Petenten. Sie plädieren außerdem für die Einrichtung und Ausstattung eines Fonds „Aufklärung Säuglingstod und Zwangsadoption DDR“ zur Sicherstellung der Finanzierung aller im Zusammenhang mit der vollständigen Aufklärung entstehenden Aufwendungen und Kosten. In der Petition wird des Weiteren die Einrichtung und Finanzierung von regional zuständigen hauptamtlichen Familienbetreuungscentern zur umfassenden Betreuung Betroffener insbesondere zur Unterstützung und Begleitung beim Wiederherstellen familiärer Beziehungen zwischen adoptierten Kindern und leiblichen Eltern sowie den Adoptions-Eltern gefordert.

Wie die Abgeordneten während der Sitzung ebenfalls einstimmig beschlossen, sollen zu der Anhörung auch Betroffene eingeladen werden. Außerdem sollen Historiker und Rechtsexperten gehört werden.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 321 vom 16.05.2018

Ergänzung:

zur Petition (Vollversion vom 05.04.2018 incl. Begründungstext)

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Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter wählt Lorenz Bahr zum Vorsitzenden

Posted on Mai 11, 2018. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen |

logo Lorenz Bahr ist neuer Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (BAGLJAE). Die Mitgliederversammlung hat den Jugenddezernenten des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) am 03.05.2018 in Hamburg einstimmig für vier Jahre in das Amt gewählt. In dem Gremium sind die Leitungen aller Landesjugendämter in Deutschland vertreten. Den stellvertretenden Vorsitz übernehmen Birgit Westers (Landesjugendamt Westfalen-Lippe) und Hans Reinfelder (Bayern). Zum 1. Juli 2018 zieht die Geschäftsstelle der BAGLJAE von Mainz nach Köln und der Vorsitz wird von Birgit Zeller, Leiterin des rheinland-pfälzischen Landesjugendamtes, an den rheinischen Landesteil von Nordrhein-Westfalen übergeben.

Bei der Arbeitstagung der BAGLJAE in Hamburg (v.l.): Lorenz Bahr (Vorsitzender ab 1.7.2018), Birgit Zeller (Vorsitzende bis 1.7.2018), Birgit Westers und Hans Reinfelder (stellv. Vorsitzende). Foto: LVR

„Ich freue mich auf meine Amtszeit als Vorsitzender der BAGLJAE und auf die fachliche Arbeit. Es stehen wichtige Themen auf unserer Agenda – dazu zählen der pädagogische Umgang mit Radikalisierungstendenzen bei Kindern und Jugendlichen, die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes auf die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Herausforderungen einer erfolgreichen Personalgewinnung“, so Lorenz Bahr.

Die Zusammenarbeit der Landesjugendämter in der Bundesarbeitsgemeinschaft hat zum Ziel, den fachlichen Standard in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zu sichern und weiterzuentwickeln, zu einer bundesweit einheitlichen Ausgestaltung der Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe beizutragen und sich für die Belange junger Menschen und ihrer Familien einzusetzen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Erarbeitung von gemeinsamen Empfehlungen zu einzelnen Arbeitsfeldern. Die BAGLJAE äußert sich zu jugendhilferelevanten Gesetzentwürfen auf Bundesebene, ist Mitglied in zentralen Fachgremien und arbeitet mit Institutionen und Organisationen der öffentlichen und der freien Jugendhilfe zusammen. Zudem veranstaltet sie eigene Fachveranstaltungen zu aktuellen Themenbereichen. Bei all ihren Aktivitäten nimmt sie insbesondere die Interessen der öffentlichen Jugendhilfe wahr.

Das Recht eines jeden jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ist Leitmotiv der Arbeit der BAGLJAE. Mit ihren Stellungnahmen, Empfehlungen und Arbeitshilfen wendet sie sich an die Öffentlichkeit und insbesondere an die Fachpraxis.

Quelle: LVR vom 03.05.2018

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„Biographiearbeit mit Pflegekindern“ am 04./05.06. in Hannover

Posted on Mai 10, 2018. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoHeidrun Sauer vom Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. wird am 04./05.06.2018 im Landesjugendamt Hannover über „Biographiearbeit mit Pflegekindern“ referieren.

Biografiearbeit bietet Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien die Chance, Brücken zwischen den verschiedenen Bezugspunkten – Herkunftsfamilie, Pflegefamilie, weitere Wege – zu bauen und komplexe Zusammenhänge in ihrem Leben besser zu verstehen. Sie stärkt ihr Selbstvertrauen und unterstützt ihre Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung.

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Anti-Mobbing-Kampagne „DU DOOF?!“ erfolgreich gestartet

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDas Thema Mobbing betrifft leider schon die Jüngsten. Comedian und Kinderliedermacher Tom Lehel engagiert sich nun mit einer Stiftung gegen dieses große Problem.

Am 04.05. startete das bundesweite Präventions- und Interventionsprogramm „DU DOOF?!“ der Stiftung „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“ mit starker Unterstützung u. a. von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die Tom Lehel per Twitter und Facebook persönlich zu seinem Engagement gegen Mobbing gratulierte.

Parallel erschien mit „DU DOOF?!“ das offizielle Musikvideo gegen Mobbing, an dem zahlreiche Stars mitwirkten: die YouTube-Stars Die Lochis, Mike Singer und Julien Bam, die Comedy-Stars Martina Hill, Mirja Boes, Chris Tall, Kaya Yanar, Dr. Eckart von Hirschhausen und Bülent Ceylan, die Moderatoren Oliver Welke, Guido Cantz und Wolfram Kons, Dr. Auma Obama, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, DJ Bobo u. v. m.

Auf der Homepage des Programms www.du-doof.org sind neben dem Musikvideo zahlreiche Begleitvideos sowie Infos und Hilfsangebote zum Thema Mobbing zu finden. Die Stiftung und das Programm finanzieren sich ausschließlich über Spenden.

Der Anti-Mobbing-Song von Tom Lehel ist auch hier zu hören: https://open.spotify.com/track/32pxH3PVJzUhvaLaMX2Vm1?si=ZtPoEM6eRbKC7Ok45yP0Zg

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Fachtag „Einmal von der Perspektivklärung zum Perspektivwechsel hin zur Partizipation und wieder zurück…“ am 25.06. in Berlin

Posted on Mai 8, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoEine rasche Perspektivklärung ist wichtig für Kinder. Neben der Sicherheit und der Dauerhaftigkeit in der Versorgung steht das Wohlbefinden der betroffenen Kinder im Fokus des Kinder- und Jugendhilfesystems. Erwachsene Adoptierte und sog. Careleaver geben an, dass die eigene Identitätssuche und erlebte Loyalitätskonflikte zentrale Bestandteile in der eigenen Biografie darstellen. Pflegefamilien oder eine Adoption bieten Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, eine Chance, in stabilen und entwicklungsfördernden Familienverhältnissen (vorübergehend) aufzuwachsen.

Auf der Tagung „Einmal von der Perspektivklärung zum Perspektivwechsel hin zur Partizipation und wieder zurück…“ am 25.06.2018 in Berlin des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Hilfe hilft am besten und nachhaltig? Inwiefern unterstützen sich die Fachkräfte im Hilfesystem? Wie arbeiten die Professionellen mit den (Herkunfts-)Familien zusammen bzw. wie werden die Dynamiken und Loyalitäten berücksichtigt?

Flyer mit Programm und Anmeldeformular

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„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ am 07.07. in Stuttgart

Posted on Mai 7, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoDie Pflegeelternschule Baden-Württemberg veranstaltet am 07.07.2018 ein Tagesseminar in Stuttgart. Claudia Kobus und Dr. Ulrike Bischof werden zum Thema „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ referieren.

Es zeigt sich immer wieder, dass Pflegeeltern unzureichend über ihre Rechte, Pflichten und die Stolpersteine informiert sind. Dieses Seminar soll dazu dienen, dass Pflegeeltern Sicherheit im Alltag finden und somit ihre Aufgabe, den Kindern eine gute Zukunft zu geben, besser verwirklichen können.

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Vorlesung „Verletzbarkeit durch erworbene Elternschaft“ am 07.06. an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel

Posted on Mai 6, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoIm Rahmen der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen wird Yvonne Gassmann ( Pflegekind Aktion Schweiz) am 07.06.2018 an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel zum Thema „Verletzbarkeit durch erworbene Elternschaft“ referieren.

Wie Kinder durch ihre Eltern leiden, ist bekannt und erforscht. Im Zusammenleben von Kindern und Eltern können aber auch die Eltern emotional verletzt werden. Das ist ein wenig thematisiertes, eher tabuisiertes Thema. Pflegeeltern und Adoptiveltern sind in engen, emotionalen und deshalb normalen Eltern-Kind-Beziehungen spezifisch oder zusätzlich verletzbar. In einer breit angelegten Untersuchung kamen sie zu Wort. Die Analysen und Rekonstruktionen ihrer Erzählungen und Berichte erlauben, 7 Modalitäten und 7 Entwicklungsräume erworbener Elternschaft darzulegen. Im Vortrag werden diese 2 x 7 Perspektiven als Diskussionsgrundlage vorgestellt. Jede Perspektive kann zur Orientierung, zur Reflexion und für ein Normalisieren aufgegriffen werden. Auch können so die Entwicklung eines Elternselbst und eines sowohl visionären als auch im Alltag tragenden Elternselbst-Leitbildes veranschaulicht werden.

Einen weiteren Beitrag bietet Prof.ín Nina Heinrichs (TU Braunschweig) zum Thema „Wie beeinflussen Traumatisierungen im Kindesalter die Gesundheit von Pflegekindern? – Ergebnisse der Pflegekinderstudie „Grow and Treat“.

Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

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Schwerpunktkuren für Adoptiv- und Pflegefamilien

Posted on Mai 2, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoFolgende Kliniken bieten 2018 wieder spezielle Schwerpunktkuren für Familien mit Pflege-/Adoptivkindern an:

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Happy Hübi Pflegekinderfreizeiten im Westerwald

Posted on Mai 1, 2018. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDas Familienferiendorf Hübingen bietet Erlebnisfreizeiten an, die auf die speziellen Bedürfnisse von Pflegekindern abgestimmt sind. Auch Kinder mit Defiziten, Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Störungen und Behinderungen werden adäquat betreut.

Die Kosten können ggf. direkt mit der jeweiligen Pflegekasse abgerechnet werden.

Die Termine für 2018 sind:

  • 25.–29. Juli
  • 19.–21. Oktober
  • 16.–18. November
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Wohngemeinschaft für junge Erwachsene aus Pflegefamilien in Ulberndorf/Sachsen

Posted on April 27, 2018. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen | Schlagwörter: , , |

logoDer Artikel „Junges Wohnen in der alten Frankenmühle“ in der Sächsischen Zeitung vom 27.04.2018 berichtet von einem neuen Projekt des Vereins Wegen uns – Dresdner- Pflege- und Adoptivkinder e.V.

Die in einem alten Gasthaus am Ortsrand Dippoldiswaldes eingerichtete Wohngemeinschaft „Flügge werden“ wird am 01.05.2018 eröffnet und lädt am 28.04.2018 von 10.00- 14.00 Uhr zum Tag der Offenen Tür.

Die Initiatoren Maika und Ralf Hochberger möchten jungen Leuten mit einer Einschränkung, die bisher in Pflegefamilien lebten, dort aber mit Erreichen des 18. Lebensjahrs ausziehen müssen, den Start ins Leben erleichtern.

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Pflegeväter auf dem Weg…

Posted on April 26, 2018. Filed under: Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

logoVon einem tollen Pflegeväter-Wochenende berichtet Bertram Kasper auf den Seiten des Freien Trägers St. Elisabeth-Verein e.V. in Marburg.

Sein Artikel „Mit Pflegevätern auf dem Weg sein“ ist voller schöner und unterschiedlicher Weggeschichten von und über Pflegeväter.

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Kindesmissbrauch in der Familie hat schwerwiegende Folgen – auch für Geschwister

Posted on April 25, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoWird ein Kind in der Familie misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt, ist das Risiko für Geschwister, ebenfalls Opfer zu werden, vier Mal so groß wie in anderen Familien. Das zeigt eine Studie von DJI-Wissenschaftlerin Susanne Witte, die erstmals in Deutschland die Situation von Geschwistern bei Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung in der Familie untersucht hat. Trotz der erhöhten Missbrauchsgefahr und psychischer Beeinträchtigungen bis ins Erwachsenenalter berücksichtigen Kinderschutzverfahren die Belange von Schwestern und Brüdern derzeit nur unzureichend.

„Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in einer Familie auch die Situation der Geschwister abgeklärt werden muss“, sagt Susanne Witte. Dies sei zeitintensiv und passiere je nach personellen Ressourcen aktuell nur teilweise im Rahmen einer familienbasierten Fallbearbeitung im Jugendamt. Stattdessen wäre es sinnvoll, diese Prüfung in den Leitlinien und Handlungsanweisungen für Kinderschutzverfahren zu verankern. Geschwister seien auch dann einem erhöhten Risiko ausgesetzt, wenn sie nicht im selben Haushalt leben.

Vor allem sexueller Missbrauch sowie emotionale Vernachlässigung, beispielsweise durch Beschimpfungen und Herabwürdigungen, beeinträchtigen die psychische Gesundheit der betroffenen Kinder und deren Geschwister bis ins Erwachsenenalter. Hinzu kommt, dass die Heranwachsenden zusätzlich durch schlechtere Geschwisterbeziehungen belastet sind: In Familien, in denen Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung vorkommen, streiten Geschwister häufiger und haben ein weniger vertrauensvolles Verhältnis zueinander.

Für die Studie wurden mehr als 4.500 Erwachsene anhand des vielfach erprobten „Childhood Trauma Questionnaire“ online zu möglichen Misshandlungs- und Missbrauchserfahrungen befragt sowie zu ihrer Geschwisterbeziehung, zum Verhalten der Eltern und zur aktuellen psychischen Belastung. Bei 870 Teilnehmenden war es möglich, zusätzlich einen Bruder oder eine Schwester zu interviewen. Dadurch konnten erstmals verschiedene Erfahrungen in einer Familie berücksichtigt werden. Da mehr Frauen, mehr Personen jüngeren Alters und mit einem höheren Schulabschluss an der Studie teilgenommen haben, ist sie nicht repräsentativ.

Susanne Witte hat die Forschungsarbeit für ihre Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München durchgeführt. Sie wurde betreut von Sabine Walper, Forschungsdirektorin des DJI und Professorin an der LMU, sowie von Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm.

Die Ergebnisse der Studie sind 2018 unter dem Titel „Geschwister im Kontext von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung“ im Verlag Beltz Juventa erschienen.

Quelle: DJI vom 24.04.2018

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Kostenfreie Careleaver-Seminarreihe im Juni/August 2018 in Dresden

Posted on April 24, 2018. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

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zum Vergrößern bitte anklicken

Careleaver befinden sich in einer besonderen Lebenssituation. Entweder stehen sie vor dem Auszug aus einer Jugendhilfeeinrichtung, z. B. einer Wohngruppe oder sie sind bereits ausgezogen. Alle vereint, dass sie über einen längeren Zeitraum in der Jugendhilfe gelebt haben.

Careleaver müssen sich mit besonderen Problemen auseinandersetzen. Steht ein Auszug an, kann das Ängste hervorrufen. Wer wird mich begleiten, an wen werde ich mich bei allen meinen alltäglichen Fragen wenden können? Und es ist schwer, mit Freunden darüber zu reden. Nach dem Auszug sind viele auf sich alleine gestellt, manche fühlen sich dann sehr einsam. Einen Weg zurück in die Jugendhilfe gibt es nicht.

Und wie soll es weitergehen? Wo kann ich das Geld herbekommen, das ich zum Leben brauche? Was soll ich tun, wenn ich nicht gleich Geld bekomme? Muss ich wirklich Kontakt zu meinen Eltern aufnehmen oder halten? Wer hilft mir bei der Wohnungssuche und welcher Beruf ist für mich der richtige?
Es gibt so viele mögliche Fragen, mit denen sich ein Careleaver auseinandersetzen muss!

Fühlst du dich angesprochen? Stehst du kurz vor dem Auszug aus der Wohngruppe? Bist du schon ausgezogen und wünschst dir Kontakt zu anderen ehemaligen Heimbewohnern/Pflegekindern.

Wir, der Kinder- und Jugendhilferechtsverein e. V. in Dresden, laden dich zu einer Seminarreihe ein.

3 Wochenenden wollen wir mit Dir gemeinsam verbringen:

  • 01.-03. Juni 2018 –> Wer bin ich? Mein Leben mit der Jugendhilfe
  • 22.-24. Juni 2018 –> Wo will ich hin? Mein Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
  • 17.-19. August 2018 –> Was kann ich tun? Mein Leben nach der Jugendhilfe

Für alle ab 16 Jahren

Anmeldung online: https://doo.net/veranstaltung/21543/buchung

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„Kinder psychisch kranker Eltern“ am 23.06. in Baden-Baden

Posted on April 23, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 23.06.2018 wird Luise Hepp für die Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V. in Baden-Baden zum Thema „Kinder psychisch kranker Eltern“ referieren.

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„Vertane oder genutzte Chancen?“ am 16.06. in Frankfurt am Main

Posted on April 21, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 16.06.2018 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Frankfurt am Main das Seminar „Vertane oder genutzte Chancen?“.

Das Seminar mit Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann gibt Aufschluss darüber, unter welchen Bedingungen ein Pflegekind in der Pflegefamilie eine neue Eltern-Kind-Beziehung entwickeln kann. Gezeigt wird, wie Pflege- und Adoptivkinder über korrigierende Erfahrungen und das szenische Inszenieren traumatischer Erfahrungen Ängste bewältigen, und schließlich die Integration in die Ersatzfamilie gelingt.

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Expertise zu sexualisierter Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen vorgestellt

Posted on April 20, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

logoSeit 2016 koordinieren die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT und dem BMFSFJ einen Fachkreis zu dem hochemotionalen und tabuisierten Themenfeld der sexualisierten Gewalt in organisierten und rituellen Strukturen. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft, die nun im Zuge eines Fachtages in Berlin vorgestellt wurde.

Sexualisierte Gewalt hat viele Formen und Facetten. Spätestens mit der Aufdeckung des unvorstellbaren Ausmaßes von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Jahr 2010 wurde deutlich, welche enormen gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen ihre Bekämpfung voraussetzt. Politik und Gesellschaft in Deutschland haben in den vergangenen Jahren viele Aspekte diskutiert und Initiativen auf den Weg gebracht. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun!

Tabuthema mit Praxisrelevanz

So ist sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen nach wie vor ein tabuisiertes und kontrovers diskutiertes Thema. Repräsentative wissenschaftliche Studien zur Häufigkeit und den Folgen liegen nicht vor. Demgegenüber stehen jedoch eine Vielzahl an Berichten, Befragungen und Fachliteratur, die eine hohe Relevanz in der Praxis aufzeigen. Diese Diskrepanz führt in der Öffentlichkeit sowie im fachlichen Diskurs oftmals zu Verständigungsproblemen und Uneinigkeiten. Berichte Betroffener und professioneller Unterstützer*innen, aber auch eine nicht unerhebliche Zahl beim Fonds sexueller Missbrauch gestellter Anträge beschreiben eindringlich die Notlage: Für Menschen mit diesen Erfahrungen ist es oft besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten und gehört zu werden.

Um das Thema voranzubringen, wurde 2016 ein Fachkreis beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit etwa 20 Expert*innen unterschiedlicher Professionen und Arbeitsfelder eingerichtet und durch die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT koordiniert. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft, die am 12. und 13. April 2018 Zuge eines thematischen Fachtages im BMFSFJ in Berlin vorgestellt wurde.

Sensibilisierung und interdisplinäre Zusammenarbeit

Das Ziel des Fachtages war es, das Thema sichtbar zu machen, es ernst zu nehmen und die Fachöffentlichkeit zu sensibilisieren. Dies gelang Dank der eingeladenen Expert*innen, die eine sachlich fundierte und unaufgeregte Auseinandersetzung vermittelten. Und auch die Teilnehmer*innen des Fachtages aus Politik, Justiz, Polizei, Verwaltung, Pädagogik, Fachberatungsstellen und dem Gesundheitswesen diskutierten entschlossen mit und machten die Veranstaltung zu einem wirklichen Austausch der Professionen.

So konnte mit dem Fachtag und den veröffentlichten Empfehlungen ein wichtiger Schritt gegangen werden. Denn nur durch eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit lassen sich komplexe Gewaltstrukturen aufbrechen, Unterstützung und Hilfe für Betroffene gewährleisten und das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Schutz in Zukunft sicherstellen!

zu den Empfehlungen

Quelle: Die Kinderschutzzentren vom 17.04.2018

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Neue BZgA-Broschüre „Früherkennung und Vorsorge für Ihr Kind“

Posted on April 19, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

logoDie BZgA hat eine neue Broschüre für und mit (werdenden) Ersteltern entwickelt, um ihnen eine erste Orientierung über das Früherkennungsprogramm für Kinder im Vorschulalter zu geben und auf wichtige gesundheitliche Themen gerade in der frühen Elternphase aufmerksam zu machen. Besonderes Anliegen der BZgA war es, ein verständliches Medium zu entwickeln, das viel und wenig lesende Eltern anspricht. Bei der Befragung von werdenden Eltern bzw. Eltern von bis zu 12-monatigen Kindern wurden Informationsbedarfe und die Relevanz des Themas im Rahmen eines Pretests ermittelt. Die Ergebnisse zeigten ein deutliches Interesse der Eltern an den Früherkennungsuntersuchungen und eine große Akzeptanz dieses ärztlichen Angebotes für Kind und Eltern. Mehr als 95 Prozent der Eltern fühlten sich durch die Broschüre der BZgA gut informiert und schätzten besonders auch die Tipps für die erste Zeit.

Das neue Medium „Früherkennung und Vorsorge für Ihr Kind“ richtet sich an (werdende) Eltern kurz vor oder nach Geburt ihres ersten Kindes. Die Broschüre vermittelt einen Überblick über die Bedeutung und die Inhalte sowie den generellen Ablauf der Untersuchungen (U1 – U9). Auch praktische Fragen von Eltern rund um die Früherkennungsuntersuchungen werden aufgegriffen.

Zusätzlich bietet die Broschüre Eltern wichtige Tipps für die erste Zeit mit ihrem Kind. Es werden bildliche Informationen z. B. zum Stillen, zur sicheren Schlafumgebung und zum Umgang mit dem Säugling gegeben. Ein Thema ist auch das Schreien als besondere Herausforderung im neuen Elternalltag – mit der wichtigen Botschaft, Kinder niemals zu schütteln! Da „junge“ Eltern vor allem in der ersten Zeit ein hohes Informationsbedürfnis zu Fragen rund um die Gesundheit und Entwicklung ihres Kindes haben, werden weiterführende Informationsangebote wie das Elternportal http://www.kindergesundheit-info.de der BZgA vorgestellt – und erste Ansprechpartner oder Anlaufstellen bei Problemen aufgezeigt.

Die Broschüre „Früherkennung und Vorsorge für Ihr Kind“ (Bestellnummer 11120800) ist kostenlos zu bestellen:

Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/
E-Mail: order@bzga.de
Fax: 0221/8992257

oder auf dem Postweg:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
50819 Köln

Weitere Medien für Eltern sowie für Fachkräfte und Multiplikatoren zum Thema gesunde kindliche Entwicklung können unter https://www.kindergesundheit-info.de/infomaterial-service/ kostenlos abgerufen werden.

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Klinikum Itzehoe: Sozialpädiatrisches Zentrum schließt Lücke an der Westküste

Posted on April 18, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schleswig-Holstein |

logoDie bestmögliche Behandlung für jedes Kind – dieses Ziel verfolgen die Mitarbeiter im sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), das jetzt im Klinikum Itzehoe eingerichtet wurde. Es handelt sich dabei um eine spezialisierte Einrichtung zur ambulanten Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung des sozialen Umfelds. Der Zugang erfordert die Überweisung durch einen Kinder- und Jugendarzt, Jugendpsychiater oder Neurologen.

„Die Kernkompetenz eines SPZ liegt in der medizinischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen, bei denen eine Störung der körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklung vorliegt, oder der Verdacht darauf besteht “, erklärt Dr. Georg Hillebrand, Chefarzt der Kinderklinik. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Kinder sehr spät anfangen zu sprechen oder in der motorischen Entwicklung deutlich von Gleichaltrigen abweichen.

„Unser Ziel ist die komplette Aufarbeitung: Was steckt dahinter, wie können wir eine bestmögliche weitere Entwicklung des Kindes sicherstellen?“, so Hillebrand. Unter der ärztlichen Leitung von Dr. Esther Gorski arbeiten Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, Diplom-Psychologen und Therapeuten aus verschiedenen Bereichen (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Emotionelle Erste Hilfe) sowie Sozialpädagogen und Kinderkrankenschwestern fachübergreifend zusammen. Momentan arbeitet das Team in neugestalteten Räumen im Ärzte- und Dienstleistungszentrum neben dem Klinikum. 2019 wird das SPZ in die jetzige Krankenpflegeschule umziehen, deren Räume nach der Einweihung des neuen Bildungszentrums frei werden. „Der therapeutische Bereich wird laufend weiter ausgebaut. Es können sich auch gerne Interessierte melden, die das Spektrum der therapeutischen Berufe erweitern wollen“, sagt Dr. Esther Gorski.

Das Ziel ist nicht nur, die Entwicklungsrisiken und –störungen frühzeitig zu erkennen, sondern für jeden Patienten das optimale Behandlungs- und Förderkonzept zu erarbeiten. Neben der ausführlichen ärztlichen Befragung ist die testpsychologische Diagnostik ein wichtiger Baustein. Dabei werden zum Beispiel mit Intelligenz- und Konzentrationstests die Entwicklung überprüft sowie die Aufmerksamkeit und das Arbeitsverhalten eingeschätzt oder mit Entwicklungstests die Sprache, Motorik und Konzentration beurteilt. Ergänzend werden zum Beispiel Hör- und Sehtests oder ein EEG durchgeführt. Die eventuell notwendige Therapie findet ebenfalls im SPZ statt. Mit den ortsansässigen Frühförderstellen, Kindergärten, Schulen, Therapeuten, Ämtern und den ambulant behandelnden Ärzten besteht eine enge Zusammenarbeit. „Wir kooperieren sehr gut, es herrscht ein sehr angenehmes Miteinander“, so Gorski.

Bislang gab es derartige Einrichtungen in Schleswig-Holstein nur an der Uni Kiel, der Uni Lübeck und im Kinderzentrum Pelzerhaken. „Wir schließen eine Lücke. An der Westküste gab es bisher gar keine entsprechende Einrichtung, Patienten mussten lange Wege nach Hamburg in Kauf nehmen“, sagt Hillebrand. Da dort auch großer Bedarf bestehe, gab es extrem lange Wartezeiten von teilweise über einem Jahr.

Quelle: Pressemitteilung des Klinikums Itzehoe vom 17.04.2018

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BbP erhält Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes

Posted on April 17, 2018. Filed under: Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes |

logoDer Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ist mit dem Förderpreis 2018 der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes ausgezeichnet worden.

Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wurde beim 24. Tag des Kindeswohls in Holzminden übergeben. Gleichzeitig mit der Auszeichnung erhielt der BbP auch eine Nominierung für den Deutschen Engagementpreis.

Der BbP-Vorstand bei der Preisübergabe in Holzminden. [Foto: Markus Gehring]

In seiner Laudatio betonte Michael Greiwe, Geschäftsführer der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes: „Ausschlaggebend für unsere Wahl ist der langjährige und beständige Einsatz des Verbandes für behinderte und benachteiligte Pflegekinder.“ Seit seiner Gründung im Jahr 1983 setze sich der BbP „kontinuierlich und vorbildlich dafür ein, dass Kinder, die behindert, chronisch krank oder besonders auffällig sind und bei ihren leiblichen Eltern nicht aufwachsen können, eine neue Familie finden und das Recht auf eine solche wahrnehmen können und dürfen.“

Mit dem Förderpreis solle allerdings, so unterstrich Greiwe, nicht nur „die Leistung des Vereins und das damit verbundene außergewöhnliche gesellschaftliche Engagement“ gewürdigt werden: „Wir möchten mit dieser Auszeichnung auch stellvertretend unsere Anerkennung und Hochachtung für alle Familien ausdrücken, die sich dazu entschlossen haben, ein behindertes Pflegekind aufzunehmen und für seine Bedürfnisse und sein Wohl einzustehen.“ Der Alltag etlicher behinderter Kinder in Deutschland werde dadurch „sehr viel lebenswerter gestaltet“ und ihnen die Möglichkeit geboten, eine aussichtsvolle Perspektive zu erlangen.

Der Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes wird unregelmäßig vergeben und würdigt wissenschaftliche oder praktische Leistungen, die dazu geeignet sind, für die Weiterentwicklung des Pflegekinderwesens entscheidende Anstöße zu geben.

Der Deutsche Engagementpreis, initiiert vom Bündnis für Gemeinnützigkeit, ist ein Dachpreis für freiwilliges bürgerschaftliches Engagement, der jährlich in sechs Kategorien vergeben wird. Nominiert werden können Preisträger aus rund 700 Wettbewerben.

zur ausführlichen Laudatio

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„Besondere Kinder mit besonderen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten brauchen auch besondere Pädagogik“ am 16.06. in Freudenstadt

Posted on April 16, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 16.06.2018 referiert Luise Hepp für die Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V. in Freudenstadt zum Thema „Besondere Kinder mit besonderen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten brauchen auch besondere Pädagogik„.

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„Schwerbehinderung, Pflegegrad, Persönliches Budget“ am 16.06. in Stuttgart

Posted on April 16, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Finanzielles, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 16.06.2018 referiert Simone Werz für die Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V. in Stuttgart zum Thema „Schwerbehinderung, Pflegegrad, Persönliches Budget„.

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Neue Careleaver-Regionalgruppe im Rhein-Main-Gebiet

Posted on April 15, 2018. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke | Schlagwörter: |

logoAm 17. März 2018 trafen sich sechs Careleaver und Careleaverinnen aus dem Rhein-Main-Gebiet und gründeten eine neue Regionalgruppe des bundesweiten Vereins Careleaver e.V.

Ziel ist die Vernetzung mit anderen jungen Menschen, deren Jugendhilfemaßnahme bald endet oder schon vorbei ist. Bei regelmäßigen Treffen im Rhein-Main-Gebiet kann in entspannter Atmosphäre über aktuelle Themen gesprochen werden und so Unterstützung erfahren werden. Außerdem sollen die Einrichtungen und Träger der Umgebung besucht werden, um den oft sehr abrupten Übergang von der Jugendhilfe in die Selbständigkeit zu thematisieren und auf den Verein als Anlaufstelle für Jugendliche in dieser Situation aufmerksam zu machen.

Die Regionalgruppe freut sich über neue Gesichter! Falls Du also Lust hast, melde Dich doch einfach unter info@careleaver.de.

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„Rechtliche und soziale Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens“ am 14.06. in Berlin

Posted on April 14, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 14.06.2018 veranstalten das Zukunftsforum Familie e.V. (ZFF) und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in Berlin die Fachtagung „Rechtliche und soziale Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens„.

Familienformen wandeln sich: Neben verheirateten heterosexuellen Paaren mit Kind(ern) nimmt der Anteil an nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Mehreltern- und Patchwork-Konstellationen sowie Regenbogenfamilien, Ein-Elternfamilien und Pflegefamilien zu. Kinder, Mütter und Väter erleben somit Brüche und Übergänge zwischen verschiedenen Familienformen und biologische, rechtliche und soziale Elternschaft fallen dabei zunehmend auseinander. Diesen Sorge- und Verantwortungsgemeinschaften steht allerdings ein Rechtssystem gegenüber, dass Vielfalt nicht angemessen berücksichtigt. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare hat die Anerkennung der gesellschaftlichen Realität und die rechtliche Gleichstellung vollzogen. Eine in die Zukunft gerichtete Familienpolitik muss aber über die Öffnung der Ehe hinausdenken.

Mit dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft sollen auf unserer Fachtagung „Rechtliche und soziale Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens“ Konzepte zur Förderung dieser vielfältigen Sorge- und Verantwortungsgemeinschaften diskutiert und weiter gedacht werden. Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Ilona Ostner, wird in Workshops zu unterschiedlichen rechtlichen und sozialen Herausforderungen für die Vielfalt des Familienlebens diskutiert.

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Vorlesung „Normalitätskonstruktionen in Biografien ehemaliger Pflegekinder“ am 16.05. an der HAWK Holzminden

Posted on April 12, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoIm Rahmen der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ in Niedersachsen wird Dr. Daniela Reimer (Forschungsgruppe Pflegekinder, Uni Siegen) am 16.05.2018 an der HAWK Holzminden zum Thema „Normalitätskonstruktionen in Biografien ehemaliger Pflegekinder“ referieren.

Pflegekinder erleben oft, dass sie sich aufgrund ihrer Herkunftsfamiliengeschichte und ihres Pflegekindseins von anderen Menschen unterscheiden. Sie sind herausgefordert, in dieser Situation für sich selbst Normalität zu konstruieren und diese Konstruktionen aufrechtzuerhalten. Im Vortrag soll vorgestellt werden, wie ihnen das auf unterschiedliche Weise gelingt. Daran anknüpfend wird diskutiert, wie Pflegekinderdienstmitarbeiterinnen und Pflegeeltern Ressourcen für hilfreiche Normalitätskonstruktionen zur Verfügung stellen können.

Einen weiteren Beitrag bieten Gisela Michalowski (Vorsitzende FASD e.V.) und Anette Kleine-Gödde (Landkreis Hameln-Pyrmont) über das Thema „Das fetale Alkoholsyndrom FASD„.

Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

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Apps für Kinder: Datenbank mit mehr als 500 Spielen und Lernprogrammen und konkreten pädagogischen Empfehlungen

Posted on April 7, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoSpiele auf Handys und Tablets sind bei Kindern sehr beliebt. Doch viele Apps sind für sie nicht geeignet, zum Beispiel weil die jungen Nutzerinnen und Nutzer die Vermarktungsmodelle kaum durchschauen können. Einen Überblick über pädagogisch wertvolle Apps gibt eine Datenbank des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Sie wurde am 5. April 2018 in der Tagesschau vorgestellt.

Die Datenbank umfasst mehr als 500 Apps, die sich an Kinder vom Kindergarten- bis zum Jugendalter, aber auch an Eltern und Fachkräfte richten. Das Projekt „Apps für Kinder“ am DJI analysiert die Software und hat dafür einen Bewertungskatalog entwickelt. Anhand von diesem wird beispielsweise untersucht, ob die App einem pädagogischen Konzept folgt, ob sie wichtige Bezüge zur Lebenswelt der Kinder herstellt und Anreize bietet, sich Inhalte gemeinsam mit Freundinnen, Freunden oder Eltern zu erschließen. Darüber hinaus werden auch die Aspekte Spielspaß, Sicherheit und Kosten sowie Bedienung und Technik geprüft.

Mithilfe einer Suchmaske lassen sich Apps für unterschiedliche Altersgruppen und verschiedene Themen finden. Zudem ist es möglich, die Titel anhand der pädagogischen Bewertung zu sortieren oder nur Apps anzeigen zu lassen, zu denen ein Erfahrungsbericht aus der pädagogischen Praxis vorliegt.

Die Berichte enthalten Hinweise für Erzieherinnen und Erzieher, wie sich der Einsatz der Apps am besten planen und durchführen lässt, welche technische Ausstattung erforderlich ist und inwiefern die Software für den medienpädagogischen Gebrauch geeignet ist.

Auf Basis der App-Bewertungen und weiterer Recherchen verfasst das DJI vierteljährlich Trendanalysen, die unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte haben:

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V. vom 06.04.2018

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„Besondere Kinder mit besonderen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten brauchen auch besondere Pädagogik“ am 06.06. im Zollernalbkreis

Posted on April 6, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

logoDie Pflegeelternschule Baden-Württemberg veranstaltet am 16.06.2018 ein Tagesseminar im Zollernalbkreis. Luise Hepp wird zum Thema „Besondere Kinder mit besonderen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten brauchen auch besondere Pädagogik“ referieren.

Schwierigkeiten in der Handlungsplanung, der Aufmerksamkeit, sowie Denk- und Gedächtnisstörungen, Probleme in der Selbstregulation und Selbststeuerung, der Wahrnehmung, Orientierung und Motivation und weiter in der Selbstversorgung und Kommunikation – dies alles gehört zu Kindern, die frühe Verlust- und Trennungserlebnisse, Missbrauch und Misshandlungen durchlebt haben sowie frühe Traumatisierungen erfahren mussten oder deren Gehirnentwicklung bereits in der frühen Schwangerschaftszeit unter Alkohol und Drogen bleibend geprägt wurde.

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Kritik an Hilfen für Betroffene sexuellen Missbrauchs

Posted on April 5, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoMissbrauchsbeauftragter Rörig: „In Deutschland fehlen Therapieangebote für Betroffene sexuellen Missbrauchs. Gesundheitspolitik und die Selbstverwaltungsorgane im Gesundheitswesen müssen die Versorgungsangebote verbessern, damit sexuelle Gewalt früher erkannt und Minderjährige und Erwachsene, die Missbrauch in ihrer Kindheit und Jugend erlitten haben, zeitnahe und passgenaue Hilfen erhalten.“

Neuere Untersuchungen von 2016 zeigen: Von über 300 Kindern mit Gefährdungserfahrungen wie sexuellen Kindesmissbrauch wiesen 2/3 eine klinisch relevante Belastung nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems; weltweit anerkanntes Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen) auf, aber nur 36 % der Kinder hatten eine psychotherapeutische Versorgung erhalten.

Berlin, 05.04.2018. Anlässlich des Weltgesundheitstages mahnt der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, dass es bei der Versorgung von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs noch immer viele Defizite gebe. „Wir benötigen in Deutschland dringend zusätzliche Kassensitze für spezialisierte Therapeutinnen und Therapeuten und spezifische Angebote für komplex traumatisierte Betroffene“, so Rörig. Die Kosten für alternative Therapieformen wie Kreativtherapien würden von der Krankenversicherung bis heute nicht übernommen. Zudem müsse die wertvolle Arbeit der auf sexuelle Gewalt spezialisierten Fachberatungsstellen bundesweit von Ländern und Kommunen finanziell gestärkt werden.

Rörig: „Je früher Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlitten haben, Hilfe erhalten, desto besser können sie das Erlebte in ihr Leben integrieren und sich gute Lebensperspektiven aufbauen. Viele Betroffene, die keine angemessene Hilfe bekommen, kämpfen nicht nur mit den psychischen und physischen Folgen des Missbrauchs, sondern leiden auch unter schulischen Misserfolgen und Bildungsabbrüchen, häufig auch unter Beziehungsabbrüchen. Sie sind dadurch im späteren Leben oft von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.“

Zur therapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen erklärt Prof. Jörg M. Fegert, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –therapie am Universitätsklinikum Ulm: „Über 60 % der psychisch auffälligen und behandlungsbedürftigen Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland sexuellen Missbrauch erleiden mussten, nehmen keine missbrauchsbezogene therapeutische Hilfe in Anspruch bzw. haben keinen Zugang zu adäquater Therapie. Diese Unterversorgung entspricht nicht dem Anspruch einer umfassenden Gesundheitsversorgung. Sie ist besonders erschreckend, wenn man berücksichtigt, dass die WHO in ihrem Report zu Misshandlung in Europa feststellt, dass 90 % der Fälle von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch in den Institutionen, auch im Gesundheitswesen, nicht wahrgenommen werden. Wir reden also nur über die Spitze des Eisbergs der schon erkannten Missbrauchsfälle – und selbst da gelingt es uns nicht, eine hinreichende Versorgung sicher zu stellen.“

Alex Stern, Mitglied im Betroffenenrat, einem politischen Fachgremium beim UBSKM, erklärt zur Versorgung Erwachsener, die in der Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlitten haben: „Aufgrund der fehlenden Flexibilität in den Systemen der Gesundheits- und Sozialleistungen kann es für Menschen mit Gewalterfahrung enorm schwer sein, die für sie passende Unterstützung zu erhalten. Wo Leistungen unter den Maximen von Gewinnorientierung oder Wirtschaftlichkeit angeboten werden, ist eine Flexibilität von Leistungen kaum möglich. Inadäquate Leistungen können für Betroffene einen vermeidbaren, massiven Verlust an Lebensqualität bedeuten. Lebensqualität – und manchmal auch das Leben. Betroffene, die Unterstützung brauchen, müssen sie individuell und selbstbestimmt wählen können. Fehlende oder unpassende Unterstützung im Umgang mit Gewaltfolgen kann zum Verlust gesellschaftlicher Teilhabe und Fremdbestimmung führen. Im Zusammenhang mit der Chance zur Teilhabe ist es auch notwendig, dass die Versorgungsämter schnellstmöglich die Versorgungsmedizin-Verordnung anpassen: Viele Betroffene sind sozial angepasst. Versorgungsämter müssen künftig berücksichtigen, dass Traumafolgestörungen auch andere Aspekte des Lebens beeinträchtigen können.“

Rörig fordert von der neuen Bundesregierung noch im Jahr 2018 die schnelle Umsetzung der seit Jahren überfälligen Reform des Opferentschädigungsgesetzes (OEG). Die Große Koalition müsse jetzt mit einer umfassenden OEG-Reform unter Beweis stellen, dass sie die Belange von Missbrauchsopfern ernst nehme. Darüber hinaus müssten die Missstände beim sog. Ergänzenden Hilfesystem (EHS), für das das Bundesfamilienministerium Verantwortung trägt, umgehend beseitigt werden. Die Bearbeitungszeit für diese wichtigen Hilfen, die nach Ende des Runden Tisches „Sexueller Missbrauch“ in 2011 Betroffenen schnell und unbürokratisch gewährt werden sollten, dauere aktuell bis zu zwei Jahre. Viele Betroffene seien deshalb enttäuscht und verzweifelt.

Hilfe und Informationen für Betroffene, Angehörige, Ärzte- und Therapeutenschaft und weitere Interessierte zum Thema sexueller Kindesmissbrauch:
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenfrei und anonym)
Hilfeportal Sexueller Missbrauch: www.hilfeportal-missbrauch.de

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 05.04.2018

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Kinder mit vermehrtem Unterstützungsbedarf: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Posted on April 3, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen |

logoZu dem Themenschwerpunkt „Kinder mit vermehrtem Unterstützungsbedarf“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen.

Das Heft enthält Beiträge u. a. von

  • Karl Ernst von Mühlendahl und Heike Drogies („Autismus-Spektrum-Störungen“),
  • Hubertus von Voss („Unklare mentale Entwicklungsstörungen“),
  • Petra Kleinz („Vorgeburtliche Bindungsförderung“),
  • Dietmar Jäkel und Benjamin Harney („Kita-Kinder systematisch beobachten“),
  • Gerhard Friedrich („Vorschulische Mathematikförderung mit Flüchtlingskindern“),
  • Thomas Gesterkamp („Kinder von Geflüchteten: Früh Deutsch lernen“) und
  • ein Interview mit Georg Romer („Lebensunzufriedenheit und Krankheitsrisiko steigen immens an, wenn die Schere zwischen Arm und Reich in einer Gesellschaft größer wird“).

Außerdem erhält das Heft folgende Praxisartikel:

  • „Frühförderung – zentral für die Lebenshilfe seit mehr als 40 Jahren“,
  • „Kindernetzwerk e.V., Der Dachverband der Eltern-Selbsthilfe feiert 25-jähriges Jubiläum“,
  • „Parents as Teachers (PAT) – Mit Eltern Lernen. Eine wirkungsvolle Systemlösung für Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf“,
  • „Smarte Dinge für Menschen mit Autismus“.

Das Heft kann zum Preis von 6,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden unter: www.fruehe-kindheit-online.de oder über die Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de

Quelle: Information der Deutschen Liga für das Kind vom 27.03.2018

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