Netzwerke

Adoptionstag Wesel 2019: „Fragen, die Klarheit in Dein Leben bringen“ am 31.08.

Posted on Mai 24, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoMelanie Kleintz von Adoptierte aus aller Welt lädt alle erwachsenen Adoptiv- und Pflegekinder und deren Partner, Adoptiv- und Pflegeeltern, sowie Fachkräfte aus der Adoptionsarbeit und dem Erziehungswesen zum Adoptionstag Wesel 2019 am 31.08.2019 nach Wesel ein.

Zum Thema „Fragen, die Klarheit in Dein Leben bringen“ wird Hilbrand W.S. Westra referieren.

Frühe Anmeldungen erhalten einen Nachlass beim Teilnehmerbeitrag.

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Fachgruppe Inklusive Pflegekinderhilfe gegründet

Posted on Mai 23, 2019. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

logoUnter der Federführung des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. hat sich am 22.05.2019 die „Fachgruppe Inklusive Pflegekinderhilfe mit Schwerpunkt Pflegekinder mit Behinderung und deren Familien“ gegründet. Zur ersten Arbeitssitzung waren 14 der künftig 16 Mitglieder der Gruppe in den Räumen der Pflegekinder in Bremen (PiB) gGmbH zusammengekommen.

„Ziel der Gruppe ist es, die Kompetenz von Menschen unterschiedlicher Fachrichtungen zu bündeln und Schritt für Schritt fachliche Empfehlungen zu Kernthemen der inklusiven Pflegekinderhilfe zu erarbeiten“, sagte die BbP-Vorsitzende Kerstin Held. Der Satz „Jedes Kind hat das Recht auf eine Familie“ solle dabei als Motto über dem Selbstverständnis der Gruppe stehen.

Zunächst sind halbjährliche Treffen geplant, aus denen jeweils konkrete Empfehlungsschreiben hervorgehen sollen. In der Fachgruppe vertreten sind die Bereiche Selbsthilfe, Medizin und Pflege, Pädagogik, Behindertenhilfe, Eingliederung und Teilhabe, öffentliche und freie Träger, Forschung, Recht, Aus- und Fortbildung sowie Rehabilitation.

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PFAD fordert: „Kinderrechte ins Grundgesetz, damit die Rechte von Pflege- und Adoptivkindern besser geachtet werden.“

Posted on Mai 22, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoDie UN-Kinderrechtskonvention wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass fordert der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. zusammen mit vielen anderen Organisationen die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz.

PFAD unterstützt daher auch die Aktionen zum 22. Mai, an dem die beteiligten Organisationen in den Sozialen Medien noch einmal gemeinschaftlich und mit ihrer eigenen Begründung auf das Aktionsbündnis „Kinderrechte ins Grundgesetz“ hinweisen: #kigg19 #KinderrechteinsGrundgesetz

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Jedes dritte Kind nutzt täglich WhatsApp – KIM-Studie 2018 zum Medienumgang 6-bis 13-Jähriger veröffentlicht

Posted on Mai 18, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDie Digitalisierung ist auch in Familien mit Kindern weit vorangeschritten. Fast alle Kinder (98%) haben potentiell die Möglichkeit, zuhause das Internet zu nutzen. Gut zwei Drittel aller Sechs- bis 13-Jährigen zählen nach eigenen Angaben zu den Internetnutzern. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen nutzt gut ein Drittel zumindest selten das Internet, im Alter von acht bis neun Jahren sind knapp drei von fünf Kindern online. Mit zehn bis elf Jahren zählen vier von fünf Kindern zu den Internetnutzerund bei den Zwölf bis 13-Jährigen nehmen mit 94 Prozent fast alle Kinder Online-Dienste in Anspruch. Dies sind Ergebnisse der KIM-Studie 2018 (Kindheit, Internet, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, die heute veröffentlicht wurde.

Bei der Betrachtung der regelmäßigen (mind. einmal pro Woche ausgeübten) Tätigkeiten im Internet sind die Recherche über Suchmaschinen (65%), das Verschicken von WhatsApp-Nachrichten (62%) und YouTube-Videos (56%) die meistgenannten Beschäftigungen der Internetnutzer. Ein knappes Drittel hört über das Internet regelmäßig Musik. Im Laufe einer Woche nutzt jeweils jeder Vierte Facebook oder Wikipedia bzw. verschickt E-Mails. Ein Fünftel (21%) ist mindestens wöchentlicher Snapchat-Nutzer, 17 Prozent nutzen regelmäßig Instagram. Fernsehsendungen werden von 16 Prozent über das Internet angesehen, zwölf Prozent nutzen Musical.ly (jetzt TikTok). Die Nutzung von Social Media-Angeboten ist vor allem für ältere Kinder relevant. Eine zentrale Bedeutung im Alltag nimmt WhatsApp ein. Dies betrifft vor allem Kinder ab zehn Jahren, hier nutzen 73 Prozent der Zehn- bis Elfjährigen und 83 Pro-zentder zwölf- bis 13-jährigen Internetnutzer täglich WhatsApp (6-7 Jahre: 17%, 8-9 Jahre: 36%). Insgesamt betrachtet – bezogen auf alle befragten Kinder – gibt damit jedes dritte Kind an, diesen Messenger jeden oder fast jeden Tag zu nutzen.

Die Nutzung von Medien spielt nicht nur in der Freizeit eine Rolle. Auch in der Schule kommen digitale Geräte zum Einsatz, allerdings passiert dies derzeit noch sehr punktuell. Etwa jeder dritte Schüler verwendet im Unterricht zumindest einmal pro Woche einen klassischen Computer (31%). Mobile Geräte wie ein Handy oder Smartphone (16%) sowie Notebooks oder Laptops (15%) werden noch seltener eingesetzt. Bei jedem zehnten Schüler (11%) kommt zumindest einmal pro Woche ein Whiteboard zum Einsatz. Auch sind derzeit Tabletklassen noch die Ausnahme, nach Angaben der befragten Schulkinder werden im Laufe einer Woche Tablets nur bei acht Prozent der Schüler im Unterricht verwendet.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der KIM-Studie 2018, dass der mediale Alltag der Grundschüler trotz hoher Dynamik der Medienwelt insgesamt im Großen und Ganzen von hoher Stabilität gekennzeichnet ist. Neue Angebotsformen und Verbreitungswege von Bewegtbild oder sich bei Jugendlichen dynamisch entwickelnde Social Media-Plattformen sind meist erst für ältere Kinder relevant. Insgesamt bildet das Fernsehen noch immer die stärkste Säule im Medienalltag, onlinebasierte Bewegtbildnutzung (z. B. YouTube) gewinnt an Bedeutung. Vor allem ab etwa zehn Jahren nimmt die Nutzung von Streaming-Angeboten deutlich zu, gleiches gilt für Social Media und Messengerdienste.

Die Studienreihe KIM (Kindheit, Internet, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1999 in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2018 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2018 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).

Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest vom 17.05.2019

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Verbände fordern inklusives Kinder- und Jugendhilferecht für ALLE Kinder

Posted on Mai 17, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

logoIn einem Zwischenruf an die Politik fordern Erziehungsfachverbände und Fachverbände für Menschen mit Behinderung ein inklusives Kinder- und Jugendhilferecht für ALLE Kinder, egal ob mit oder ohne Behinderung.

Denn ohne die Zusammenführung der Leistungen und ohne die Zusammenführung der Finanzierung der Hilfen zur Erziehung mit der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung wird eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe nicht gelingen.

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Hamburger Pflegefamilientag am 22.06.2019

Posted on Mai 15, 2019. Filed under: Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoDer Hamburger Pflegefamilientag 2019 wird am 22.06.2019 von 10.30 – 15 Uhr im Rauhen Haus, Horner Weg 190, 22111 Hamburg stattfinden. Veranstalter sind die Pflegekinderdienste der Stadt Hamburg in Kooperation mit Freunde der Kinder e.V., der PFIFF gGmbH und dem Rauhen Haus.

Der Pflegefamilientag bietet eine Mischung aus anregendem Vortrag, gedankenschneller Improvisation und einem entspanntem Sommerfest.
Vormittags geht es um das Thema: „Der Alltag(swahnsinn) in Pflegefamilien!“ Erst augenzwinkernd aufgespießt vom Impro-Theater „Die Zuckerschweine“, dann fachlich eingeordnet von Martina Erpenbeck – mit geschultem Blick auf das System Familie und der Suche nach Identität eines Pflegekindes.
Sie kennt das Thema Pflegefamilie von allen Seiten: Viele Jahre war sie erst als Pflegefamilienberaterin, anschließend in der Arbeit mit leiblichen Familien tätig. Als Expertin für das Verfahren „Familienrat“ ist sie bundesweit bekannt und hat sich inzwischen mit ihrem Fortbildungs- und Beratungsangebot Interact Dialogo selbstständig gemacht. Als Supervisorin ist ihr Fokus: Was trägt (Pflege-) Familien? Was hilft ihnen, den Alltag zu bestehen?

Auch die kleinen Gäste kommen voll auf ihre Kosten: Das Team der Falkenflitzer hält auf dem Gelände des Rauhen Hauses jede Menge Spielangebote für Kinder bereit. Auch ein Team von Kinderbetreuer*innen für Kinder ab 3 Jahren ist vor Ort.

Ab 13 Uhr wird mit großen und kleinen Gästen auf dem Gelände des Rauhen Hauses ein Sommerfest gefeiert: Es wird gegrillt, die Klinikclowns treiben ihre Späße und für eine große Tombola lockt mit tollen Preisen u.a. vom Hamburger SV, dem Miniatur-Wunderland und Radio Hamburg.

Programmablauf:

  • 10:30 – 11 Uhr: Zeit zum Ankommen. Die Kinderbetreuung steht ab 10.30 Uhr zur Verfügung.
  • 11 – 11:30 Uhr: Begrüßung der Gäste durch Herrn Dr. Friedemann Green, Vorsteher des Rauhen Hauses, und Petra Lotzkat, Staatsrätin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg. Ehrung langjähriger Pflegeeltern durch Frau Lotzkat.
  • 11:30 – 13:00: Szenen aus dem „Alltag(swahnsinn) in Pflegefamilien“ mit dem Impro-Theater „Die Zuckerschweine“ und Vortrag von Martina Erpenbeck zum Thema „Was trägt (Pflege-) Familien?“
  • 13 – 15 Uhr: Sommerfest für kleine und große Gäste mit Grillen und Tombola. Zu Gast: die Klinikclowns.

Anmeldung per E-Mail an pfiff@pfiff-hamburg.de oder per Telefon unter 040 – 41 08 94 63. Anmeldeschluss ist der 14.06.2019.

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Kurzfilm „Was ist Autismus?“

Posted on Mai 14, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoIn dem interessanten Kurzfilm „Was ist Autismus?“ lässt der Verein Autismus Rosenheim e.V. Autistinnen und Autisten, Eltern, Angehörige, Ärzte, Forscher, Fachkräfte und Politiker zu Wort kommen.

Was bedeutet es für Sie? Wie würden Sie das Autismus-Spektrum beschreiben? Was behindert Sie und was wünschen Sie sich von Politik und Gesellschaft? Autismus Rosenheim e.V. möchte mit diesem Film, aber vor allem mit seiner tagtäglichen Arbeit und seinen Veranstaltungen Augen öffnen, für Verständnis werben und für die Rechte von Autistinnen und Autisten kämpfen. Das geschieht niemals ohne die Betroffenen selbst, sondern immer mit Ihnen gemeinsam. Denn es sind die Autistinnen und Autisten, die uns am ehesten sagen können, wie es ihnen geht und wie sie fühlen.

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„Hilfen für junge Volljährige durchsetzen! § 41 SGB VIII“ am 06.06. in Berlin

Posted on Mai 9, 2019. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 06.06.2019 veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ) eine Fortbildung zu dem Thema „Hilfen für junge Volljährige durchsetzen! § 41 SGB VIII. Haben über 18-jährige noch einen Anspruch auf Jugendhilfe? Stationäre Hilfen – § 41 SGB VIII – oder § 67 SGB XII? Die Fortbildung findet in den Räumen des BRJ am Bethaniendamm 25 in Berlin-Kreuzberg statt.

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird anhand von Fallbeispielen auf die rechtlichen Grundlagen für die Hilfen für junge Volljährige in der Jugendhilfe eingehen.

  • Haben über 18-jährige noch einen Anspruch auf Jugendhilfe?
  • Welche individuellen Rechtsansprüche gibt es?
  • Was sind Kriterien zur Beurteilung der Persönlichkeitsentwicklung/ Bedarf?
  • Wann ist das Jugendamt zuständig und wann das Jobcenter oder das Sozialamt?
  • Wann werden ambulante und stationäre Hilfen SGB VIII und wann Eingliederungshilfe gewährt?
  • Und gilt das alles auch für geflüchtete junge Menschen?
  • Und wie geht es weiter, wenn die Jugendhilfe endet?

TeilnehmerInnen können sich per Mail (info@brj-berlin.de) oder telefonisch bis zum 31. Mai 2019 beim Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. anmelden.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren Namen, Ihre Erreichbarkeit (Email und Telefon), Ihren Träger sowie die gewünschte Rechnungsadresse an!

Veranstaltungsflyer

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Neue Kurzfilme der BZgA zu Essstörungen – Videos geben Einblicke in die Gefühlswelt von Betroffenen und Angehörigen

Posted on Mai 6, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

logoEssstörungen sind ernsthafte Erkrankungen, bei denen das Essverhalten und das Verhältnis zum eigenen Körper gestört sind. Die Anzeichen der verschiedenen Formen von Essstörungen – Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Störung – sind jedoch oft nicht bekannt. Deshalb hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) drei Kurzfilme zum Thema Essstörungen erstellt.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärt: „Nicht jede Person, die beim Essen ab und zu das Maß verliert, ist ernsthaft krank und nicht jede, die mithilfe einer Diät deutlich Gewicht verliert, ist magersüchtig. Wenn bestimmte Faktoren hinzukommen, können solche Verhaltensweisen jedoch der Beginn einer Essstörung sein, die in jedem Fall behandelt werden muss. Der Übergang von einem auffälligen zu einem krankhaften Essverhalten ist oft schleichend. Die neuen BZgA-Filme sollen Betroffene und ihr Umfeld sensibilisieren, genau hinzuschauen und im Zweifel eine Beratung in einer Kinder- und Jugendarztpraxis, Hausarztpraxis oder Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen.“

Zwei der insgesamt drei BZgA-Videos geben einen Einblick in die Gefühlswelt sowohl von Betroffenen als auch von Personen des Umfelds. Der emotionale Zugang zum Krankheitsgeschehen wird mithilfe anonymisierter Auszüge aus Beratungsgesprächen erreicht. In dem dritten Kurzfilm werden Hintergrundinformationen zu den Krankheitsbildern vermittelt.

Dass diese Hilfen notwendig sind, zeigt die weite Verbreitung: Etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Alter zwischen 11 bis 17 Jahren zeigen Auffälligkeiten in ihrem Essverhalten. Von 1.000 betrachteten Personen in einem Jahr leiden etwa 30 bis 50 erkennbar an einer Essstörung. Von allen Formen der Essstörungen sind Mädchen und Frauen deutlich häufiger betroffen als Jungen und Männer. Bei ihnen tritt die Binge-Eating-Störung am häufigsten auf.

Obwohl Betroffene und ihr Umfeld einen hohen Leidensdruck haben, zögern sie oft, sich fachliche Hilfe zu holen. Die BZgA-Kurzfilme sollen Betroffene und Angehörige hierbei unterstützen. Denn je frühzeitiger eine Behandlung beginnt, desto größer ist die Aussicht auf Erfolg. Beratungsstellen sind oftmals die erste Anlaufstelle und bieten eine wichtige Orientierungshilfe für weitere Behandlungs- und Therapieangebote. In der bundesweiten Adressdatenbank des BZgA-Onlineportals www.bzga-essstoerungen.de sind Beratungseinrichtungen gelistet, die über essstörungsspezifische Beratungskompetenz verfügen. Die BZgA informiert und berät zum Thema Essstörungen unter der Telefonnummer 0221 – 89 20 31 (Montag bis Donnerstag von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr).

Die Zitate in den neuen Videos wurden von der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen, dem Bundesfachverband Essstörung, Frankfurter Zentrum für Essstörungen sowie dem Info-Telefon der BZgA zur Verfügung gestellt.

Die neuen Kurzfilme, die Adressdatenbank und weitere Informationen finden Sie unter:
www.bzga-essstoerungen.de

Kostenlose Bestellung der BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order@bzga.de

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 06.05.2019

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Bericht zur Tagung „Herkunftssuche in der Biographiearbeit“

Posted on Mai 6, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

logoDie diesjährige 19. Jahrestagung der BAG ADOPTION und INPFLEGE am Wochenende in Frankfurt am Main bot vier interessante Vorträge rund um das Thema „Herkunftssuche in der Biographiearbeit„:

  • Zukunft wächst aus Herkunft – Die biografische Aneignung der Adoptionsgeschichte
    Dr. Peter G. Kühn, www.adoptionsforschung.de
  • Wie unterstützen Jugendämter und Adoptionsvermittlungsstellen die Wurzelsuchen der von ihnen einst vermittelten Kinder?
    Elke Breunig, Evangelischer Bundesverband Adoption e.V.
  • Welche weiteren Möglichkeiten gibt es für bereits erwachsene Adoptiv- und Pflegekinder, ihre biologische Abstammung aufzuklären und mehr über ihre frühere Lebensgeschichte zu erfahren?
    Susanne Panter, www.herkunftsberatung.de
  • DNA-Test zur Familiensuche – Erfahrung der koreanischen Adoptierten
    Tim Hanstein, Koreanische Adoptierte Deutschland e.V.

TeilnehmerInnen aus 14 verschiedenen Organisationen brachten die Perspektiven aller Beteiligten – von erwachsenen Adoptierten, Herkunftseltern, Adoptiv- und Pflegeeltern bis zu Fachkräften aus Forschung und Praxis – in die Diskussion ein und pflegten einen anregenden Austausch.

Auch ein Team des Koreanischen Fernsehens nahm an der Tagung teil und führte Interviews mit TeilnehmerInnen. Zum koreanischen „Tag der Adoptivkinder“ am 11.05. wird ein Beitrag über die Veranstaltung im Koreanischen Fernsehen ausgestrahlt.

Beim Abendtreffen im Lokal ging der rege Austausch in gemütlicher Atmosphäre weiter und manch neues Netzwerk wurde gesponnen.

Im nächsten Jahr zur 20. Jahrestagung der BAG ADOPTION und INPFLEGE am 16./17. Mai 2020 wird die Diskussion zu dem umfassenden Thema „Herkunftssuche in der Biographiearbeit“ weitergeführt werden.

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Freizeit für Kinder mit eingeschränkter Alltagskompetenz vom 05.-08.08. in Hübingen

Posted on Mai 5, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDas Familienferiendorf Hübingen e.V. bietet vom 05.-08.08.2019 eine Happy Hübingen – xxl – Freizeit für Kinder mit eingeschränkter Alltagskompetenz an.

Kinder sind heute einer wachsenden Vielzahl an Herausforderungen ausgesetzt. Leistungsdruck beginnt früh, mitunter bereits im Kindergarten. In einer immer schnelleren Welt müssen sie immer schneller „funktionieren“, „Leistung abrufen“ und den gesellschaftlichen Anforderungen und Normen entsprechen können. Der Druck ist enorm – und er nimmt zu.

Gilt dies für alle Kinder gleichermaßen, so trifft es doch die Schwächsten im Besonderen: Kinder mit Defiziten, Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Störungen, traumatisierte Kinder und Kinder mit Bindungsstörungen.

Der Alltag für diese Kinder ist ungleich schwerer, die Integration schnell gestört und das innere Gleichgewicht gerät ins Wanken. Natürlich trägt dies bald dazu bei, dass die individuellen Probleme des Kindes gesteigert werden, die Selbstwahrnehmung gestört und die Eigenkontrolle gänzlich verloren und unmöglich wird.

Und so gerät auch die Betreuung und Pflege dieser Kinder schnell zu einer herausfordernden Aufgabe: Eltern, Angehörige und BetreuerInnen stoßen an ihre Leistungsgrenzen. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, hat sich der Gesetzgeber dazu entschlossen, Hilfestellung anzubieten: Die Möglichkeit der Einstufung in einen Pflegegrad. Auch dafür gedacht pflegende Angehörige zu entlasten, kann jeder Mensch mit erhöhtem Bedarf an Zuwendung, Aufmerksamkeit und Pflege in den Genuss dieser Hilfe kommen.

Ein pädagogisches Team begleitet die Kinder durch die gemeinsame Ferienzeit.

Weitere Info unter: 06439-920040 oder info@ffd-huebingen.de

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LSVD zum Regenbogenfamilientag: Familienvielfalt rechtlich anerkennen und Freizügigkeit in Europa absichern – Entwurf für Reform zum Abstammungsrecht wird Familienvielfalt nicht gerecht

Posted on Mai 5, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

logoAnlässlich des Internationalen Regenbogenfamilientags mit dem Motto „Families: United We Stand“ am Sonntag, den 05. Mai, erklärt Gabriela Lünsmann, Mitglied im Bundesvorstand des Lesben-und Schwulenverbandes (LSVD): Ein modernes Familien- und Abstammungsrecht dient dem Kindeswohl und stärkt Familien. Der Lesben-und Schwulenverband (LSVD) fordert, dass Regenbogenfamilien in ihren diversen Konstellationen endlich rechtlich anerkannt und abgesichert werden. Kein Kind darf bezüglich seiner Familienform benachteiligt werden. Die jetzige Diskriminierung von Regenbogenfamilien geht zu Lasten der Versorgung und Absicherung der Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen.

Der LSVD begrüßt, dass mit dem Entwurf von Justizministerin Barley eine Reform des Abstammungsrechts angegangen wird. Die vorgesehene Mutterschaft der zweiten Mutter ab Geburt aufgrund der Ehe oder aufgrund der Mutterschaftsanerkennung ist ein wichtiger Schritt.

Allerdings ist die im Entwurf vorgesehene unterschiedliche rechtliche Behandlung von privaten Samenspenden und ärztlich assistierter künstlicher Befruchtung beiden Anfechtungsrechten nicht sachdienlich. Der LSVD kritisiert an dem Entwurf auch, dass Vereinbarungen vor der Zeugung ausdrücklich ausgeschlossen und insgesamt keine verbindlichen Elternschaftsvereinbarungen zugelassen werden. Zudem lehnt der Entwurf die Verteilung von elterlicher Verantwortung auf mehr als zwei Personen ausdrücklich ab und sieht keinen selbstbestimmten Eintrag von trans- und intergeschlechtlichen Eltern in der Geburtsurkunde vor.

Vor dem Hintergrund der Europawahlen (www.lsvd.de/europa) fordert der LSVD, dass die EU-Kommission rechtliche Lücken in der Frage der Freizügigkeit und gegenseitigen Anerkennung von Familien mit gleichgeschlechtlichen bzw. transgeschlechtlichen Eltern innerhalb der EU schließt. Eingetragene Partnerschaften oder verheiratete gleichgeschlechtliche Paare werden bislang in der Regel in den EU-Ländern nicht anerkannt, die diese Rechtsformen selbst nicht im nationalen Recht verankert haben. Das ist ein großes Problem für die Freizügigkeit innerhalb der EU. Die betroffenen Paare und Familien erleiden bei einem etwaigen Umzug gravierende Rechtsverluste. Ähnliches gilt für transgeschlechtliche Eltern.

Hintergrund:
Regenbogenfamilien sind Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich versteht. Neben verheirateten heterosexuellen Paaren mit Kind(ern) nimmt auch der Anteil an nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Mehreltern-und Patchwork-Konstellationen sowie Regenbogenfamilien, Ein-Elternfamilien und Pflegefamilien zu. Kinder, Mütter und Väter erleben somit Brüche und Übergänge zwischen verschiedenen Familienformen und biologische, rechtliche und soziale Elternschaft fallen dabei zunehmend auseinander. Diesen Sorge-und Verantwortungsgemeinschaften steht allerdings ein Rechtssystem gegenüber, dass Vielfalt nicht angemessen berücksichtigt.

Der Lesben-und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Menschenrechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Quelle: Pressemitteilung des LSVD vom 03.05.2019

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Mit Careleaver Weltweit 6-12 Monate ins Ausland

Posted on Mai 2, 2019. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

logoDas Projekt Careleaver weltweit ermöglicht Careleavern* einen gleichberechtigten Zugang zu Freiwilligendiensten im Ausland. Das Projekt baut ein System auf, das die notwendige Unterstützung bietet, die Freiwillige aus geregelten Familienverhältnissen durch ihre Eltern oder andere Familienmitglieder erfahren.

Careleaver zwischen 17 und 28 Jahren, die an dem Projekt teilnehmen, haben die Möglichkeit über die vom Bund geförderten Programme IJFD und weltwärts 6-12 Monate ins Ausland zu gehen. Von Careleaver weltweit erhalten Sie darüber hinaus organisatorische und finanzielle Unterstützung sowie emotionalen Support bereits vor der Ausreise und bis weit nach der Rückkehr.

Careleaver Weltweit ist ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Brückensteine Careleaver Deutschland“, das von der Drosos Stiftung entwickelt und finanziell gefördert wird. Operativ durchgeführt wird das Projekt durch die Gemeinnützige Gesellschaft EmMi Luebeskind.

Es sind noch wenige Plätze frei für einen Freiwilligendienst im Ausland ab Herbst 2019 mit dem Careleaver Weltweit Projekt. Interessierte Careleaver finden Informationen unter www.careleaver-weltweit.de, bei Facebook oder bei Instagram. Via Mail an info@careleaver-weltweit.de oder mobil unter +49 (0) 176 7312 2079 auch via WhatsApp, Telegram und Signal.

zum Informationsflyer Careleaver Weltweit Flyer

*Careleaver ist die Selbstbezeichnung für junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung – z.B. in Wohngruppen oder Pflegefamilien – verbracht haben und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden.

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Neues Beratungsangebot „berta“ für Betroffene organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt startet am 03.05.2019

Posted on Mai 2, 2019. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

logoBerlin, 02.05.2019. Am 3. Mai 2019 startet beim „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ das neue telefonische Angebot „berta“ (Tel. 0800 3050750) – die erste bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle für Betroffene von organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt. „berta“ bietet Menschen Entlastung, Beratung und Unterstützung beim Ausstieg aus organisierten sexualisierten und rituellen Gewaltstrukturen und unterstützt darüber hinaus alle, die sich um jemanden sorgen, einen Verdacht haben oder Informationen zum Thema suchen. „berta“ ist Teil des „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“, dem telefonischen Unterstützungsangebot des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) unter der fachlichen Leitung von N.I.N.A. e. V. (Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen).

Die Fachkräfte von „berta“ sind psychologisch und pädagogisch ausgebildet und verfügen über langjährige persönliche Erfahrungen mit organisierter und ritueller Gewalt. Sie beraten beim Ausstieg und allen damit verbundenen Fragen. Sie geben Informationen und zeigen – wenn gewünscht – weitere Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung auf. Jedes Gespräch bei „berta“ bleibt vertraulich. Der Schutz der persönlichen Daten ist zu jedem Zeitpunkt garantiert.

Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM): Mit „berta“ wollen wir Betroffene beim schweren Ausstieg aus organisierten sexualisierten und rituellen Gewaltstrukturen unterstützen. Betroffene brauchen nicht nur unsere Ermutigung sich anzuvertrauen. Sie brauchen auch aktive Unterstützung beim Ausstieg, da diese Form der Gewalt häufig in sehr abgeschotteten Strukturen ausgeübt wird und das bestehende Hilfesystem meist nicht greift. Betroffene berichten, dass sie massiv unter Schweigegebote gesetzt, erpresst und verfolgt werden und dass ihnen meist nicht geglaubt wird, wenn sie sich anvertrauen. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, bei psychologischen und pädagogischen Fachkräften, aber auch bei Justiz und Politik. Wir brauchen spezifische Hilfen und Ausstiegsangebote für diese Betroffenengruppe und mehr Forschung zu dieser besonderen Gewaltform, die in Gesellschaft, Wissenschaft und in der Fachszene bisher noch wenig anerkannt ist und von vielen nicht für möglich gehalten wird.“

Silke Noack, Leiterin „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ und „berta“: „Für Menschen, die organisierte sexualisierte oder rituelle Gewalt erfahren haben, ist es besonders schwer, Schutz und Unterstützung zu erhalten. Die Existenz ritueller Gewalt wird noch immer – auch von Fachkräften – in Frage gestellt. Das liegt vor allem daran, dass die Berichte der Betroffenen über die erlebte Gewalt und die Bedrohung für viele Menschen das Aushaltbare weit übersteigen. Mit „berta“ bringen wir jetzt erstmals ein bundesweites Unterstützungsangebot auf den Weg, das die besonderen Herausforderungen des Themas aufgreift und betroffenen Menschen begleitend zur Seite steht. Das Besondere ist die unbürokratische professionelle Beratung bei akuten Fragen sowie die Möglichkeit, bei Bedarf auch über einen längeren Zeitraum hinweg von „berta“ telefonisch begleitet zu werden. Die Fachkräfte am Telefon wissen, wie wichtig es ist, den Weg selbst zu bestimmen. Sie sind da, hören zu und begleiten – auch wenn es schwierig wird.“

Definition organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt:
In organisierten und rituellen Gewaltstrukturen wird die systematische Anwendung schwerer sexualisierter Gewalt in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch die Zusammenarbeit mehrerer Täter und Täterinnen bzw. Täternetzwerke ermöglicht. Häufig ist dies mit kommerzieller sexueller Ausbeutung verbunden. Dient eine Ideologie zur Begründung oder Rechtfertigung der Gewalt, wird dies als rituelle Gewalt bezeichnet. In manchen Gewaltstrukturen sind Familien generationenübergreifend eingebunden. Organisierte und rituelle Gewaltstrukturen können eine umfassende Kontrolle und Ausbeutung von Menschen durch Mind-Control-Methoden beinhalten. Die planmäßige wiederholte Anwendung schwerer Gewalt erzwingt spezifische Dissoziationen bzw. eine gezielte Aufspaltung der kindlichen Persönlichkeit und führt dazu, dass Betroffenen, die sich anvertrauen, vielfach nicht geglaubt wird.
Definition des „Fachkreis Sexualisierte Gewalt“ beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Kinder (BMFSFJ): https://www.bundeskoordinierung.de/de/topic/51.rituelle-und-organisierte-gewalt.html

Berichte und Studien:
Bei der vom UBSKM eingerichteten Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs haben sich von 2016 bis 2019 42 Betroffene von organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt gemeldet. In einer Studie unter der Leitung des Kommissionsmitglieds Prof. Peer Briken, UKE Hamburg, an der 165 Betroffene teilgenommen haben, konnten die aus der Praxiserfahrung bekannten Themen erhoben und differenziert werden. Es wurde eine hohe Inanspruchnahme des psychosozialen Versorgungs- und Gesundheitssystem deutlich – bei immer noch ausgeprägten Versorgungslücken. Prof. Peer Briken: „Erfahrungen von sexueller Gewalt und Ausbeutung in Verbindung mit organisierter ritueller Gewalt sind bisher gesellschaftlich, traumatherapeutisch und wissenschaftlich wenig anerkannt. Daher geraten auch Professionelle in der Begleitung dieser Klientinnen und Klienten häufig in rechtliche, fachliche und ethische Grauzonen und an Grenzen der kollegialen Unterstützung. Das Hilfetelefon „berta“ bietet jetzt ein wichtiges und dringend notwendiges Angebot zur Beratung und Unterstützung für Betroffene und Professionelle.“
s. auch Bilanzbericht der Kommission, S. 118 ff unter https://www.aufarbeitungskommission.de/bilanzbericht_2019/ sowie Zeitschrift Trauma und Gewalt https://www.traumaundgewalt.de/article/pdf/5b6c4732536f88fd588b4587/tg_2018_03_0244-0261_0244_01

berta – Beratung und telefonische Anlaufstelle für Betroffene organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt
Tel. 0800 3050750 (bundesweit, anonym und kostenfrei)
Sprechzeiten: Dienstag: 16 bis 20 Uhr und Freitag: 9 bis 13 Uhr (außer an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember).
ab 3. Mai 2019 unter www.berta-telefon.de

Weitere Informationen und Hilfeangebote:
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch – Beratung für Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und weitere Interessierte
Tel. 0800 2255530 (bundesweit, anonym und kostenfrei)
Hilfeportal Sexueller Missbrauch – Datenbank mit Hilfe- und Beratungsangeboten vor Ort: www.hilfeportal-missbrauch.de
www.beauftragter-missbrauch.de
www.nina-info.de

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 02.05.2019

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Jugendhilfe greift bei jedem zweiten Straßenjugendlichen nicht – Praxis-Forschungsprojekt soll helfen

Posted on Mai 1, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke | Schlagwörter: |

logoDie Zahl junger Menschen, die weder sozial noch beruflich intergiert sind, ist in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Aktuelle Studienergebnisse belegen, dass in Deutschland etwa 37.000 junge Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren als Straßenjugendliche und meist ohne festen Wohnsitz leben. Obwohl die Zahl der in Anspruch genommenen Erziehungshilfen einen Höchststand erreicht hat und fast zwei Drittel dieser Jugendlichen mit der Jugendhilfe in Kontakt stehen, greifen die Hilfemaßnahmen langfristig nur bei jedem zweiten Betroffenen. Genau hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 500.000 Euro geförderte Praxis-Forschungsprojekt „Gesundheits- und Lebensorientierung für Jugendliche aus der Jugendhilfe“ des Instituts für Forschung und Weiterbildung (IFW) der Hochschule Koblenz an. Ziel des Projektes ist es, künftig weniger junge Menschen aus der stationären Jugendhilfe in prekäre Lebenssituationen zu entlassen.

„Es gilt, die Übergänge aus der Jugendhilfe in die Eigenständigkeit fachlich neu zu gestalten“, betont der Projektleiter und Professor am Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Robert Frietsch. Das Praxis-Forschungsprojekt ziele auf die Verbesserung der sozialen Lebens- und Gesundheitssituation der jungen Menschen aus der Jugendhilfe ab: „Ganz konkret möchten wir Methoden entwickeln und Fachkräfte in der stationären Jugendhilfe qualifizieren, um Probleme und Verhaltensauffälligkeiten von Jugendlichen schon weit im Vorfeld der Entlassung erkennen und darauf fachlich angemessen reagieren zu können.“ Hierbei sei auch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Hilfeeinrichtungen wie Sucht- und Schuldnerberatung, Sozio- und Psychotherapie und medizinischen Diensten effektiver und niedrigschwelliger zu gestalten, so Frietsch.

„Um die Ziele umzusetzen, führen wir Workshops für Fachkräfte der Jugendhilfe durch, mit denen wir neue Methoden und Dokumentationsverfahren erarbeiten und einüben“, ergänzt der am Forschungsprojekt beteiligte Sozialwissenschaftler Dirk Holbach. Zudem sollen Fachtagungen zu verschiedenen Themenbereichen einer erfolgreichen Jugendhilfe dazu dienen, die Fachkenntnisse im Handlungsbereich der Jugendhilfe bundesweit einer breiteren Fachöffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren.

Gründe, warum Jugendliche und junge Erwachsene auf der Straße leben, gibt es viele. Mangelnde soziale Bindungen, vielfältige Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sowie intensiver Drogengebrauch sind nur einige der Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche den Kontakt zu ihren Familien abbrechen. Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz dürfte es in Deutschland eigentlich keine obdachlosen Kinder und Jugendlichen geben. Danach sind die Jugendämter zur Hilfeleistung für Minderjährige verpflichtet und sollen den Jugendlichen über sozialpädagogische Hilfen eine schulische und berufliche Ausbildung sowie die Eingliederung in die Arbeitswelt und die Gesellschaft ermöglichen.

Mehr Informationen zur Studie unter www.hs-koblenz.de/ifw. Das IFW der Hochschule Koblenz hat den Auftrag, Forschung und wissenschaftliche Weiterbildung in der Sozialen Arbeit durchzuführen und zu fördern.

Quelle: Pressemitteilung der Hochschule Koblenz vom 26.04.2019

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Infoveranstaltung „KOMPASS – Die Fachpflegefamilie“ am 05.06. in Freiburg

Posted on April 30, 2019. Filed under: Baden-Württemberg, Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoDer SkF Freiburg lädt Interessierte ein zu seiner Infoveranstaltung „KOMPASS – Die Fachpflegefamilie“ am Mittwoch, den 05.06.2019 um 10:00 und 18:00 Uhr im Kinder- und Familienzentrum St. Augustinus, Kartäuserstr. 51, 79102 Freiburg.

Sind Sie pädagogische Fachkraft? Möchten Sie Beruf und Familie miteinander verbinden? Dann könnte unser Angebot Sie interessieren. Wir suchen Mitarbeiter*innen für Erziehungsstellen im Raum Freiburg.

Um Anmeldung wird gebeten: muenzer@augustinus-kifaz.de, Tel. 0761-38508361

Weitere Infos: www.kompass-erziehungsstelle.skf-freiburg.de

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FICE International Congress 2019 am 29.10-31.10. in Tel Aviv/Israel

Posted on April 29, 2019. Filed under: Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen |

logoDer kommende 34. FICE International Congress, der von 29.-31. Oktober 2019 in Tel Aviv stattfindet, wird von der israelischen FICE Sektion ausgerichtet.

Das Thema des 34. FICE International Congress „Better Future Opportunities for Children and Young People in Multicultural Societies“ ist vor dem Hintergrund internationaler, grenzen-überschreitender sozialer Beziehungen, Netzwerke und nicht zuletzt auch Fluchtwege von Familien und Kindern, global sowie vor Ort im Sozialraum, von besonderer weltweiter Relevanz.

Die deutsche Sektion von FICE ((International Federation of Educative Communities) ist die IGfH (Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen).

nähere Informationen

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Fachtag „Die schwierige Seite des Lebens in Pflegefamilien“ am 29.06. in Siegen

Posted on April 26, 2019. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoAm 29.06.2018 findet von 12:30 – 15:00 Uhr ein Fachtag zum Thema „Die schwierige Seite des Lebens in Pflegefamilien“ in der Universität Siegen statt.

Vorträge:

  • Prof.in Dr. Yvonne Gassmann: „Verletzbar durch Pflege- und Adoptivelternschaft“
  • Prof. Dr. Klaus Wolf: „Zusammenbruch von Pflegeverhältnissen – Ergebnisse einer internationalen Studie“

Eine Anmeldung ist nicht nötig, Kosten entstehen nicht.

nähere Informationen

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10. Fachkonferenz Recht: „Aufwachsen in Extremen – Bedeutung & Auswirkungen auf das Kindeswohl“ am 03.06. in Düsseldorf

Posted on April 25, 2019. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen |

logoOb salafistische Familien, rechtsorientierte Jugendliche oder Kinder im Kontext religiöser und weltanschaulicher Gemeinschaften, immer häufiger treffen Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit auf solch extreme Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Gewaltbereitschaft, Isolation, Indoktrination und Fremdenhass prägen nicht selten den Alltag von Kindern und Jugendlichen innerhalb des eigenen Familiengefüges.

Doch welche Bedeutung und vor allem welche Auswirkungen haben derartige Extreme auf die Entwicklung von Kindern? Wo wird das Recht der Eltern auf freie Religionsausübung und Weltanschauung durch das Kindeswohl beschränkt? Und was bedeutet das für die Kinder- und Jugendarbeit?

Diese und andere Fragen sollen im Rahmen der Fachkonferenz „Aufwachsen in Extremen – Bedeutung & Auswirkungen auf das Kindeswohl“ am 03.06. in Düsseldorf praxisnah erörtert und mögliche Handlungsspielräume aufgezeigt werden.

Vormittags bieten Vorträge rechtliches und psychologisches Basiswissen, das am Nachmittag im Rahmen von Foren/Workshops zu den Themenfeldern

  • „Aufwachsen in salafistischen Familien“ (Nora Fritzsche, AJS/Referentin Radikalisierungsprävention),
  • „Rechtsextreme Kindererziehung und Fragen von Kindeswohlgefährdung – aktuelle Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe“ (Lisa Hempel, LidiceHaus, Jugendbildungsstätte Bremen“ und
  • „Mögliche Beeinträchtigungen des Kindeswohls im Kontext religiöser Gemeinschaften“ (Sabine Riede, Sekten-Info NRW/Kinderschutzfachkraft Anja Gollan, Sekten-Info NRW)

weiter vertieft werden soll.

Anmeldeschluss ist der 24.05.

Veranstaltungsprogramm + Anmeldung

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Tagung „Interventionen – Hilfeverläufe – Biografien. Zum Zusammenspiel von SPFH, Pflegekinderhilfe und Heimerziehung“ am 25./26.09. in Siegen

Posted on April 25, 2019. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logoDie von der Forschungsgruppe Heimerziehung der Universität Siegen konzipierte Tagung „Interventionen – Hilfeverläufe – Biografien. Zum Zusammenspiel von SPFH, Pflegekinderhilfe und Heimerziehung“ diskutiert das Zusammenspiel von aufsuchender Familienarbeit (SPFH), Heimerziehung und Pflegekinderhilfe in Interventionsprozessen einerseits und das biografische Erleben der AdressatInnen andererseits.

Die Veranstaltung findet am 25./26.09. in der Universität Siegen statt.

Eingeladen sind Fachkräfte des ASD, ambulanter HzE, Heimerziehung, Pflegekinderhilfe, Mutter-Kind-Einrichtungen, Vormundschaften und Wissenschaftler*innen.

nähere Informationen

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„Sozialpädagogisches, psychologisches und rechtliches Handeln bei traumatisierten Kindern erziehungsunfähiger und schwer erziehungseingeschränkter Eltern“ am 24./25.06. in Magdeburg

Posted on April 24, 2019. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

logoDie Psychologin Dr. Martina Cappenberg und der Jurist Prof. Dr. Ludwig Salgo werden am 24./25.06. in Magdeburg vor Fachkräften zum Thema „Sozialpädagogisches, psychologisches und rechtliches Handeln bei traumatisierten Kindern erziehungsunfähiger und schwer erziehungseingeschränkter Eltern“ referieren. Veranstalter ist das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

Ziel der Fortbildung ist es, eine kindzentrierte Sichtweise zu fördern, um im Interesse der Kinder eine sichere und förderliche Perspektive zu entwickeln.

Die Fortbildung widmet sich den Fragestellungen:

  • Was sind kindliche traumatische Erfahrungen (Bindungsschäden, chronische Vernachlässigung und Verwahrlosung, seelische und körperliche Gewalt)?
  • Wie stellt man schwere Einschränkungen der Erziehungsfähigkeit und Erziehungsunfähigkeit fest?
  • Wann sind familiale Hilfen (SPFH) und wann ist eine (dauerhafte) Fremdunterbringung eines Kindes erforderlich?
  • Wie wirken sich Besuchskontakte mit leiblichen Eltern bei dauerhaft fremd untergebrachten traumatisierten Kindern aus?
  • Welche Entwicklungschancen haben traumatisierte Kinder?
  • Welche Hilfen benötigen fremd untergebrachte traumatisierte Kinder?
  • Wie wirken sich Erziehungsunfähigkeit, Einschränkung der Erziehungsfähigkeit auf die Kinder aus? Folgen/Kindeswohlgefährdung
  • Umgang mit Gutachten/Begutachtung bei traumatisierten Kindern

nähere Informationen (Seite 146)

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Buch-Neuerscheinung: „Vorwärts, aber nicht vergessen! – Entwicklungslinien und Perspektiven in der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on April 21, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen |

logoVorwärts, aber nicht vergessen! – Entwicklungslinien und Perspektiven in der Kinder- und Jugendhilfe“, herausgegeben von Marion von zur Gathen, Thomas Meysen und Josef Koch, versteht sich als zukunftsgerichteter Impuls für Praxis und Fachpolitik anlässlich des 65. Geburtstages und beruflichen Ausscheidens von Norbert Struck, ehemaliger Jugendhilfereferent des Paritätischen Gesamtverbandes.

Die inklusive Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe ist seit geraumer Zeit in der Diskussion. Die bislang unverwirklichte Vorstellung ist ein System, das für alle Kinder und Jugendlichen verantwortlich zeichnet, unabhängig davon, welche familiäre, soziale oder kulturelle Herkunft, welche Beeinträchtigung oder Behinderung sie mitbringen. Die hiermit verbundene Reform gilt als das zentrale fachpolitische Vorhaben.

Ihre Verwirklichung ist allerdings voraussetzungsvoll und erfordert sowohl Reflexion der historischen Bezüge als auch Visionen für die Zukunft. Für dieses „Vorwärts, aber nicht vergessen!“ steht Norbert Struck wie kein Zweiter in der Kinder- und Jugendhilfe.
Die Autor*innen in diesem Band beleuchten die Debatten um das SGB VIII und seine Möglichkeiten und Herausforderungen noch einmal auf verschiedenen Ebenen. Wer an die Vergangenheit anknüpfen und die aktuellen sowie zukünftigen Debatten zur fachlichen und politischen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe kennen will, wird bei der Lektüre in diesem Sammelband fündig.

Das 170 Seiten umfassende Buch kann online zum Preis von 27,99 € bestellt werden, ISBN: 978-3-7799-5303-6. Das Buch ist selbstverständlich auch im Buchhandel erhältlich.

zur Bestellung

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Neues PIXI-Buch zum Kinderrecht auf Privatsphäre

Posted on April 20, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDas Deutsche Kinderhilfswerk hat heute in einer Kindertagesstätte in Berlin-Kreuzberg gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey das neue PIXI-Buch „Stopp, PRIVAT!“ vorgestellt. Das Buch macht bereits Kinder im Kita-Alter und ihre Eltern auf die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte aufmerksam. Das neue PIXI-Buch befasst sich mit dem Thema „Recht auf Privatsphäre„. Es ist nach den Kinderrechte-PIXI-Büchern zu den Themen

  • Mitbestimmung von Kindern,
  • Schutz von Kindern vor Gewalt,
  • Kinderarmut sowie
  • Kinderrecht auf beide Eltern

das fünfte Kinderrechte-PIXI des Deutschen Kinderhilfswerkes und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Es ist wichtig, dass alle Kinder von Anfang an ihre Rechte kennen. Mit den Kinderrechte-Pixis hat das Deutsche Kinderhilfswerk einen wunderbaren Weg in die Kitas und in die Kinderzimmer gefunden! Als Bundeskinderministerin will ich, gemeinsam mit vielen Partnern, dafür sorgen, dass die Kinderrechte noch mehr an Bedeutung gewinnen. Deshalb wollen wir die Kinderrechte im Grundgesetz verankern. Für uns ist klar: Wir brauchen eine Gesellschaft, in der Kinder stark sind und ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihre Rechte und für unsere Demokratie entwickeln können“.

„Leider sind die Kinderrechte auch fast 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention noch viel zu wenig bekannt. Das neue PIXI-Buch ist eine tolle Möglichkeit, um Kindern ihre Rechte näherzubringen. Das Recht auf Privatsphäre ist ein Menschenrecht und gilt natürlich auch für Kinder. Das müssen wir Erwachsene respektieren“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Besonderheit dieser PIXI-Reihe ist der Umgang mit Vielfalt und Inklusion, der sich als unsichtbarer roter Faden durch die Geschichten zieht. Inklusion ist gelebter Alltag in der Kita, in der die PIXI-Reihe spielt. Über das Begleitmaterial „Vielfalt in der Kita – Methoden für die Kitapraxis 5„, das zusammen mit dem PIXI-Buch bestellt werden kann, erhalten Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe einen Leitfaden, wie sie die Kinderrechte, insbesondere in Bezug auf Inklusion und Vielfalt, alltagsnah und altersgerecht mit Kita-Kindern thematisieren können. Das Material stellt diesmal zwei Praxisübungen vor, mithilfe derer die Themen „Recht auf Privatsphäre“ und „Gebärdensprache“ erarbeitet werden können.

Im Shop des Deutschen Kinderhilfswerkes können gegen Porto und Verpackungskosten ein Ansichtsexemplar oder Kita-Pakete (incl. Begleitheft für Erzieher/innen) à 30 oder 60 Stück bestellt werden: www.dkhw.de/shop

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 15.04.2019

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Informieren Sie die Politik über Ihre Schwierigkeiten mit der Kinder- und Jugendhilfe und dem Familiengericht

Posted on April 19, 2019. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen |

logoMit dem Ziel der Verbesserung der Unterstützung von Eltern und des Schutzes von Kindern und Jugendlichen findet momentan ein Reformprozess der Kinder- und Jugendhilfe statt. Damit darin auch die Erfahrungen Betroffener mit der Kinder- und Jugendhilfe und dem Familiengericht berücksichtigt werden können, sammelt und sichtet eine unabhängige wissenschaftliche Anlaufstelle beim Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz vom 25. April bis zum 30. Juni 2019 Fälle Betroffener.

Sie können sich ab dem 25. April 2019 an folgende Adresse wenden und vertraulich über Ihre Erfahrungen mit dem Jugendamt oder dem Familiengericht berichten:

Kinderschutzverläufe
Postfach 2511
55015 Mainz
Telefon: 06131 2492274
Mo/Fr: 09:00 – 11:00 Uhr
Di/Mi/Do: 16:00 – 18:00 Uhr
E-Mail: forschung@kinderschutzverlaeufe.de
Homepage: www.kinderschutzverlaeufe.de

Die wissenschaftliche Anlaufstelle wird Ihren Bericht zusammen mit weiteren Erfahrungsberichten von Eltern, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, von deren Vertrauenspersonen sowie auch von Pflegeltern und von Fachkräften gemeinsam mit einem Kreis unabhängiger Expertinnen und Experten genau betrachten und dabei der Frage nachgehen, welche Veränderungen in den Regelungen zu Kinderschutzverfahren beim Jugendamt und beim Familiengericht notwendig sind.

Zur Klarstellung und um nicht falsche Erwartungen zu wecken, wird darauf hingewiesen, dass die wissenschaftliche Anlaufstelle keinen Beschwerden in Einzelfällen nachgehen kann. Aufgabe der wissenschaftlichen Anlaufstelle ist es umso mehr, den Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf der Grundlage der Berichte von Betroffenen Hinweise zu geben, welche Änderungen im deutschen Kinderschutzsystem angegangen werden müssen.

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„Crystal Meth und Familie: Welche Hilfen benötigen die Kinder?“ am 16.05. in Magdeburg

Posted on April 18, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoFür Fachkräfte der Pflegekinderdienste, der Adoptionsvermittlungsstellen, der sozialpädagogischen Familienhilfe, Pflege- und Adoptiveltern sowie Fachkräfte der Erziehungshilfe in Beratungsstellen bietet das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt am 16.05.2019 in Magdeburg das Seminar „Crystal Meth und Familie: Welche Hilfen benötigen die Kinder?“ an. Referent wird der Klinische Psychologe und Psychotherapeut Prof. Dr. Michael Klein sein.

Zunehmend werden die Fachkräfte im Pflegekinderwesen, in der Adoptionsvermittlung und in der sozialpädagogischen Familienhilfe mit Kindern konfrontiert, deren Herkunftseltern Crystal Meth konsumiert haben bzw. noch konsumieren.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Ausgangslage und Entwicklung der Drogenproblematik
  • medizinische und soziale Auswirkungen des Konsums von Crystal Meth auf die Erwachsenen, die Kinder, das involvierte Familiensystem
  • direkte und indirekte Effekte für die Kinder suchtkranker Eltern, Konsequenzen elterlicher Suchtstörungen für die psychische Gesundheit der Kinder
  • Vorstellung von Konzepten zur Hilfe für betroffene Familien, Interventionsmöglichkeiten
  • Prävention, best practice
  • Bindungsmuster

nähere Informationen (Seite 145)

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Osterangebote bei ROFTASNS – Bücher für Kinder

Posted on April 16, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes |

logoROFTASNS – Therapeutischer Fachverlag mit den Schwerpunkten Verlust und Trauma, Adoption und Pflege für Kinder und Erwachsene – offeriert ab sofort bis zum 05.05.2019 drei Bücher zu reduzierten Preisen.

nähere Informationen zum Osterangebot 2019

Bestellformular

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Kindgerechter Staatenbericht

Posted on April 15, 2019. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logo

© DKHW

Am 4. April 2019 hat die Bundesregierung offiziell den 5. und 6. Staatenbericht zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes beim UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes eingereicht. Die Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerks hat zudem eine kindgerechte Version des Staatenberichts veröffentlicht. Die Broschüre „Die Rechte von Kindern in Deutschland – Ein Bericht an die Vereinten Nationen“ ist eine Zusammenfassung ausgewählter Inhalte des Berichtes in kind- und jugendgerechter Sprache.

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Radio-Tipp: „Aus dem Nest geschubst – Warum Kinder in der Jugendhilfe schneller erwachsen werden müssen“

Posted on April 15, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoIn der Reihe SWR2 Leben wurde am 05.04.2019 der Beitrag „Aus dem Nest geschubst – Warum Kinder in der Jugendhilfe schneller erwachsen werden müssen“ gesendet. Er kann online nachgehört werden (22:15 min).

Leon ist 15, als er unter strengen Auflagen probeweise in ein Appartement zieht. Fünfmal in der Woche kontrolliert ein Betreuer, ob er regelmäßig zur Schule geht, die Wohnung sauber hält und die Nachbarn sich nicht beschweren. Dass er anfangs oft schon um den 20. herum kein Geld mehr hat und sich dann nur noch von Nudeln ernährt oder gar nichts isst, verschweigt der Junge lieber, denn er will sich keine Blöße geben. Junge Menschen, die im Heim oder bei Pflegefamilien groß geworden sind, müssen oft schon mit 18 oder noch früher ihren Alltag und ihre Finanzen alleine regeln. Denn je früher man geht, desto weniger kostet man.

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Eltern-Informationsbroschüren zu Computerspielen

Posted on April 14, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoIm Mittelpunkt der acht Broschüren stehen konkrete Alltagsprobleme von Familien mit Computerspielen. Diese werden anhand der Sichtweisen von Eltern und Jugendlichen erklärt, pädagogisch erläutert und durch weitere Informationsquellen und Anlaufstellen bei Problemen ergänzt.

Die Broschüren geben Eltern praktische Informationen und einen alltagstauglichen Rat für ihr Erziehungshandeln und stehen in deutscher, englischer und türkischer Sprache zur Verfügung.

Für Bayerns Familienstaatssekretärin Carolina Trautner steht fest: »Digitale Spiele sind heute Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Damit die Balance zwischen Spaß und Kindeswohl stimmt, dürfen wir die jungen Menschen dabei nicht alleine lassen. Die neuen Broschüren des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis geben Eltern wertvolle Orientierung und alltagstaugliche Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuesten Gaming-Trends.«

Themeninhalte der Broschüren:
1. Sag mir deinen Nickname und ich sage dir, wer du bist! (Thema Daten)
2. Money Money Money! (Thema Geld)
3. Gameboys und Gamegirls! (Thema Geschlecht)
4. Und Kopfschuss! (Thema Gewalt)
5. Du Opfer! (Thema Kontaktrisiken)
6. Die Stars der Generation »Gaming« (Thema Medienkultur)
7. Let’s Play! (Thema Recht auf Spielen)
8. Mach‘ die Kiste aus! (Thema Zeit)

Die Broschüren können kostenfrei online unter games.jff.de heruntergeladen oder per E-Mail an medienzentrum@jff.de bestellt werden.

Quelle: JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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Forschungsprojekt EMPOWERYOU gestartet – Pflege- und Adoptivfamilien als Teilnehmer für Fokusgruppen in Berlin und Bremen gesucht

Posted on April 11, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Netzwerke, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logoDer PFAD Bundesverband e.V. unterstützt das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt EMPOWERYOU (2019-2023) mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen zu unterstützen und dem Risiko zukünftiger Mobbing- und Gewalterfahrungen entgegenzuwirken.

Aktuell werden in und um Berlin und Bremen gesucht:

  • Pflege- und Adoptiveltern
  • Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren mit einem Fremdunterbringungshintergrund
  • Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren mit einem Fremdunterbringungshintergrund

Interessierte werden gebeten im Mai am Austausch in einer der ca. dreistündigen Fokusgruppen teilzunehmen. Die Fokusgruppen für Pflege- und Adoptiveltern sowie Kinder finden jeweils parallel statt, sodass Familien die Teilnahme möglich ist.

Nähere Informationen zum Forschungsprojekt, den Fokusgruppen, den Zeitpunkten und Orten an denen die Treffen stattfinden, den angebotenen Aufwandsentschädigungen für die Teilnehmenden und den Kontaktdaten entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt.

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Fachkongress „Das Kindeswohl zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Medizin und Justiz“ am 17./18.06. in Leipzig

Posted on April 11, 2019. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Sachsen, Veranstaltungen |

logoMit dem Fachkongress „Das Kindeswohl zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Medizin und Justiz“ am 17./18.06. in Leipzig richten sich die Kinderschutz-Zentren bundesweit an alle Fach- und Leitungskräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, der Justiz und des Bildungswesens.

Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Alle Institutionen und Professionen, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten, sind gefordert, gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass Kinder gut aufwachsen können. Die Kooperation der beteiligten Fachkräfte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern ist hierfür eine Grundvoraussetzung.

Die Komplexität dieser Aufgabe besteht in den unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen und Arbeitsaufträgen der eingebundenen Systeme wie Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe und Justiz. Auch die Organisationsstrukturen und finanziellen Rahmenbedingungen unterscheiden sich erheblich. Eine zentrale Herausforderung bei der Kooperation ist zudem die Verständigung auf eine gemeinsame Sprache.

Der Kongress will sich genau mit dieser Thematik beschäftigen und richtet dazu den Blick auf Kinderschutzthemen, die ein systemübergreifendes Handeln erforderlich machen. Dabei sollen Hürden und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit aufgezeigt werden, aber auch die Chancen, die in einer gelingenden Kooperation zwischen den Systemen liegen. Es geht u. a. um folgende Frage­stellungen:

Wie kann eine kinderfreundliche Justiz aussehen und was braucht es dafür?
Wie sehen Diagnostik und Hilfen bei sexueller Kindesmisshandlung aus?
Was brauchen Jugendliche, die zwischen Jugendhilfe und Psychiatrie hin und her pendeln?
Welche Hilfen brauchen Familien mit einem erkrankten Elternteil?
Welche Rolle spielt der Daten- und Vertrauensschutz bei der Kooperation?

Wir wollen dazu beitragen, neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zu vermitteln und Handlungsansätze aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern weiterzugeben, zu diskutieren und gemeinsam neu zu gestalten.

Veranstaltungsflyer

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„Schule und unser Pflegekind – Möglichkeiten und Unterstützung vor und in der Schule“ am 11.05. in Herrieden

Posted on April 10, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Schule, Veranstaltungen |

logoDer PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. lädt am 11.05.2019 zum Regio-Fachtag Nord nach Herrieden ein. Thema wird sein: „Schule und unser Pflegekind – Möglichkeiten und Unterstützung vor und in der Schule

Am Vormittag findet ein Podiumsgespräch mit Lehrerinnen und Lehrern unterschiedlicher Schularten, Mitarbeitern einer schulvorbereitenden Einrichtung, einer heilpädagogischen Tagesstätte und einer Schulbegleiterin statt, am Nachmittag können die teilnehmenden in Arbeitsgruppen das Gespräch zu verschiedenen Themenbereichen vertiefen.

Um Anmeldung bis spätestens 01.05. wird gebeten.

Veranstaltungsflyer

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„Themenorientierte Gruppenarbeit mit Pflegeelternbewerber“ am 27.05. in Berlin

Posted on April 9, 2019. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Veranstaltungen |

logoSusanne Schwemin und Annette Tenhumberg referieren für die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes am 27.05.2019 in Berlin vor Fachkräften im Pflegekinderwesen zum Thema „Themenorientierte Gruppenarbeit mit Pflegeelternbewerber“.

Als eine fachlich und ökonomisch gute Möglichkeit der Auswahl und Vorbereitung von potentiellen Pflegeeltern hat sich die Arbeit in Gruppen erwiesen. In diesem Seminar wird ein langjährig erprobtes Konzept mit Pflegeelternbewerbern vorgestellt. Thematisiert werden zeitliche Planung, Anforderungen an die Gruppenleitung, Vermittlungsgrundsätze, Ziele, Inhalte und Methoden. Das Konzept wird im Wechsel von theoretischen Erörterungen und praktischem Erproben methodischer Vorgehensweisen vorgestellt.

nähere Informationen

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„Herkunftsklärung in der Biographiearbeit“ am 04.05. in Frankfurt am Main: Noch einige Plätze für interessierte Gäste frei

Posted on April 9, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

logoZur diesjährigen Jahrestagung der BAG ADOPTION und INPFLEGE (wir berichteten) in Frankfurt am Main haben sich Delegierte verschiedenster, auch neuer Gruppierungen angemeldet, um gemeinsam das Thema „Herkunftsklärung in der Biographiearbeit“ aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und Verbesserungsbedarfe zu diskutieren.

Am Samstag, den 04. Mai 2019 haben auch interessierte Gäste die Möglichkeit, an den Vorträgen teilzunehmen:

  • Elke Breunig (Evangelischen Bundesverbandes Adoption e.V.):
    Wie unterstützen Jugendämter und Adoptionsvermittlungsstellen die Wurzelsuchen der von ihnen einst vermittelten Kinder?
  • Susanne Panter (Herkunftsberatung) und Tim Hanstein (Koreanische Adoptierte Deutschland e.V.):
    Welche weiteren Möglichkeiten gibt es für bereits erwachsene Adoptiv- und Pflegekinder, ihre biologische Abstammung aufzuklären und mehr über ihre frühere Lebensgeschichte zu erfahren?

Für Gäste wurde die Anmeldemöglichkeit noch bis zum 26.04.2019 verlängert.

Einladungsflyer und Anmeldeformular für externe Gäste

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„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern – Aktuelle Rechtsprechung und Reformbedarf“ am 25.05. in Würzburg

Posted on April 8, 2019. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen |

logoProf. Dr. Ludwig Salgo referiert für die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes am 25.05.2019 in Würzburg zum Thema „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern – Aktuelle Rechtsprechung und Reformbedarf“.

Das Seminar bietet den Teilnehmern einen weitreichenden Überblick über familien- und sozialrechtliche Grundlagen (Elterliche Sorge, Umgang, u.a.), aktuelle Rechtsprechungen sowie rechtspolitische Entwicklungen. Möglichkeiten u. Risiken in Pflegekindschaftsrechtsverfahren werden erörtert und aus Sicht des Kindes Lösungen erarbeitet.

nähere Informationen

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Buch-Tipp: FASD bei Erwachsenen – Eine Orientierungshilfe für Bezugs- und Begleitpersonen von Menschen mit FASD

Posted on April 7, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoDas 68-seitige Buch „FASD bei Erwachsenen“ von Gerhild Landeck, Katrin Lepke, Gisela Michalowski und Beate Weßing bietet eine Orientierungshilfe für Bezugs- und Begleitpersonen von Menschen mit FASD.
Es ist 2019 neu erschienen im Schulz-Kirchner Verlag.

Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) sind eine lebenslange Behinderung. Sie betrifft
Körper, Geist und Seele und wächst sich nicht aus. Besonders im Erwachsenenalter,
wenn der schützende Rahmen der Familie verlassen wird oder Maßnahmen der
Jugendhilfe nicht mehr verfügbar sind, geraten junge Menschen mit FASD oft an ihre
Grenzen im Alltag.

Menschen mit FASD benötigen zur Unterstützung und zur Bewältigung ihres Alltags
Begleiter. Das können Bezugspersonen wie Lebenspartner, Eltern, Betreuer, Freunde
etc. sein, aber auch z. B. Sozialarbeiter, Streetworker, Ärzte, Rechtsanwälte, Mitarbeiter
von Wohneinrichtungen, Sporttrainer oder Leiter von Freizeitgruppen, die Menschen
mit FASD ein zeitlich begrenztes Stück ihres Lebensweges begleiten. Die Bezugs- und
Begleitpersonen sollten mit dem Behinderungsbild FASD und den persönlichen Eigenheiten des Menschen mit FASD vertraut sein.

Entgegen einem oft defizitorientierten Denken sollen mit diesem Ratgeber Menschen
mit FASD und ähnlichen Einschränkungen sowie ihre Bezugs- und Begleitpersonen ermutigt werden, vorhandene Talente und Begabungen stärker in den Vordergrund zu
rücken, und die Bezugs- und Begleitpersonen darin bestärkt werden, sich für die Menschen mit FASD einzusetzen.

nähere Informationen und Leseprobe

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„Pflegekinder diagnostizieren“ am 18.05. in Magdeburg

Posted on April 6, 2019. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen |

logoAnne Richard-Kopa referiert für die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes am 18.05.2019 in Magdeburg zum Thema „Pflegekinder diagnostizieren“.

In dem Seminar wird sowohl die Begutachtung für das FamG-Verfahren, als auch die Möglichkeit einer Diagnostik mit dem Ziel, wertvolle Erkenntnisse für die Perspektivplanung, den Umgang im Alltag sowie weitere Hilfen für das Pflegekind und die Pflegefamilie zu gewinnen, erläutert. Über Praxisbeispiele erörtert die Referentin Methoden, Ziele und Chancen einer qualifizierten Diagnostik.

nähere Informationen

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„Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII – Zuständigkeiten, Rechtsansprüche und deren Durchsetzung“ am 07.05. in Berlin

Posted on April 5, 2019. Filed under: Berlin, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm Dienstag, den 07.05.2019 veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ) eine Fortbildung zu dem Thema „Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII – Zuständigkeiten, Rechtsansprüche und deren Durchsetzung„.

Immer wieder gibt es Streit und Unklarheiten, wie jungen Menschen mit psychischen Schwierigkeiten geholfen werden kann. In dieser Veranstaltung wird der aktuell rechtliche Rahmen der Eingliederungshilfen dargestellt, z. B. Leistungsvoraussetzungen und Abgrenzungskriterien zur Zuständigkeit nach dem SGB VIII und SGB XII.

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird nach einer theoretischen Einführung an Hand von Fallbeispielen u.a. das Verfahren im Jugendamt erörtern, Vor- und Nachteile der Zugehörigkeit zum § 35 a SGB VIII und die Auswirkungen des BTHG auf die Jugendhilfe darstellen und mit Ihnen diskutieren.

zum Veranstaltungsflyer

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Abenteuercamp in Wilhelmsaue vom 17.07. bis 31.07.2019 hat noch Plätze frei

Posted on April 4, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoFür das diesjährige Abenteurcamp im Sommer (wir berichteten) gibt es noch drei frei Plätze in der Zeit vom 17. – 31.07.2019.

Die Mindestbuchungsdauer beträgt eine Woche. An- und Abreisezeiten können individuell vereinbart werden.

Bei einem diagnostizierten Pflegegrad werden die Kosten erfahrungsgemäß von den Kranken- oder Pflegekassen im Rahmen besonderer Betreuungsleistungen oder der Verhinderungspflege übernommen.

Hier finden Sie das Kurzkonzept.

Anmeldungen sind per Mail oder Telefon möglich bei:

Ivo Stephan, Dipl.-Sozialpädagoge
farm-no16@hotmail.com
Tel. 033475 – 576303 oder 01520 – 1439697

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Pädagogisch begleitete Freizeiten für Kinder und Jugendliche in Hübingen

Posted on April 3, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDas Familienferiendorf Hübingen e.V. bietet in seinem Programm 2019 unter dem Titel „Happy Hübingen“ für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen und deren Geschwister an folgenden Terminen Wochenendveranstaltungen und ein XXL Programm in den Sommerferien an:

  • 03.-05. Mai 2019
  • 05.-09. August 2019 (XXL)
  • 27.-29. September 2019
  • 15.-17. November 2019

Für Kinder mit eingeschränkter Alltagskompetenz ist eine Kostenübernahme durch Pflegekassen möglich.

Veranstaltungsflyer

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Fachliche Positionen des Dialogforums Pflegekinderhilfe zu Pflegekindern mit Behinderungen

Posted on April 3, 2019. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

logoIm Rahmen des Dialogforums Pflegekinderhilfe wurden mit einer Vielzahl von Akteur*innen aus der Pflegekinderhilfe in 2019 Papiere zu zentralen Fragestellungen und Handlungsbedarfen für die Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe veröffentlicht. Eines bezieht sich auf die Situation von Pflegekindern mit Behinderung.

Auch für junge Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, die kurz- oder längerfristig nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, muss die Option der Unterbringung in einer Pflegefamilie bestehen. Dazu bedarf es neben einer transparenten und eindeutigen Zuständigkeit in der Sozialgesetzgebung und weiteren rechtlichen Vorgaben auch einer Reihe von fachlichen Entwicklungen.

Das Papier, verfasst und erstellt von Diana Eschelbach, bündelt die Erkenntnisse und Themenfelds „Pflegekinder mit Behinderung“, die aus Fachgesprächen, Expertisen und Expert*innenrunden hervorgingen, und legt einen Überblick der bestehenden Handlungsbedarfe dar.

Erklärtes Ziel einer Weiterentwicklung auch der Pflegekinderhilfe ist die Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle jungen Menschen – auch diejenigen mit Teilhabebedarf:

  • Übergänge in andere Sozialleistungs- oder sonstige Unterstützungssysteme müssen in Kooperation mit den jeweiligen Trägern vorbereitet und begleitet werden.
  • Die Bedeutung der leiblichen Eltern muss anerkannt und sie müssen angemessen am Hilfeprozess beteiligt werden.
  • Pflegekinder mit Behinderungen haben einen Anspruch auf individuelle Leistungen in Bezug auf Pflege, Erziehung, Teilhabe, Bildung und Erwachsenwerden, der festgeschrieben und in der Praxis umgesetzt werden muss.
  • Pflegeverhältnisse müssen finanziell ausreichend ausgestattet sein, um die Bedarfe der Pflegekinder zu decken; Pflegepersonen brauchen eine soziale Absicherung, gerade wenn sie Pflegekinder mit Behinderungen betreuen.
  • Pflegeeltern müssen qualifiziert beraten und unterstützt werden, auch durch die Gewährung zusätzlicher Hilfen, und darüber hinaus Entlastungsangebote wahrnehmen können.
  • Es braucht qualifizierte Fachdienste, die Pflegeeltern gut vorbereiten und beraten sowie Pflegeverhältnisse professionell begleiten können.

zu Pflegekinder mit Behinderung – Fachliche Positionen des Dialogforums Pflegekinderhilfe (2019)

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Rechtsanspruch Leaving Care – Positionspapier des Dialogforum Pflegekinderhilfe

Posted on April 2, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

logoDas neue Positionspapier des Dialogforum Pflegekinderhilfe „Rechtsanspruch Leaving Care“ fordert die Schaffung eines eigenen Rechtstatbestands „Leaving Care“ ein, der die Übergangssituation und den regelhaft mit ihr verbundenen Unterstützungsbedarf von jungen Volljährigen anerkennt.

Die Diskussionen und Arbeitspapiere im Dialogforum Pflegekinderhilfe haben herausgestellt, dass die Übergänge ins Erwachsenenalter und der Alltag junger Volljähriger, die in Pflegefamilien (für einen Teil) ihrer Kindheit und/oder Jugend aufgewachsen sind, in der Fachdebatte um die Pflegekinderhilfe bisher noch zu wenig beachtet wurden. „Leaving Care“ stellt eine grundlegende Herausforderung auch für die Pflegefamilien und Infrastrukturen der Vollzeitpflege und darüber hinaus dar, die auch in Bezug auf die Weiterentwicklung des SGB VIII stärker öffentlich akzentuiert werden muss.

Das Diskussionspapier möchte hier einen ersten Vorschlag zur Formulierung eines Rechtstatbestands „Leaving Care“ zur Diskussion stellen.

zum Positionspaper des Dialogforum Pflegekinderhilfe „Rechtsanspruch Leaving Care“

Alle Infos zum Dialogforum Pflegekinderhilfe, Broschüren und Positionspapiere unter www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de

Quelle: ForE-Online 03-2019 vom 02.04.2019

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Berliner Erklärung: Rechtsanspruch „Leaving Care“

Posted on April 2, 2019. Filed under: Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

logoIn einer sogenannten Berliner Erklärung fordert das Bündnis aus Care Leaver Verein e.V., Internationaler Gesellschaft für erzieherische Hilfen und dem Institut Sozial- und Organisationspödagogik der Universität Hildesheim einen verpflichtenden Rechts- und Leistungsanspruch „Leaving Care“.
Care Leaver in Deutschland brauchen – wie in anderen Ländern – einen eigenen Rechtsanspruch „Leaving Care“, damit ihre Rechtsposition im Übergang ins Erwachsenenleben in der Jugendhilfe gestärkt und die Übergangsbegleitung auf breiter Basis weiterentwickelt wird.

Im Rahmen der Fachtagung „Verlässliche Übergangsstrukturen für Care Leaver“, die am 18.03.2019 in Berlin stattfand und bei der zentrale Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Gut Begleitet ins Erwachsenenleben“ vorgestellt wurden, haben der Care Leaver Verein, die IGfH sowie die Universität Hildesheim ihre sogenannte Berliner Erklärung gemeinsam mit den Teilnehmer_innen in die Öffentlichkeit gegeben. Die Berliner Erklärung beinhaltet Erläuterungen und Forderungen zu den zu folgenden zentralen Punkten:

  • § 41 Hilfen nach 18 – vom Soll zum Muss!
  • § 36 Zuständig bleiben!
  • § 8 / 9 Beteiligung & Selbstorganisation stärken!
  • § 44 / 45 Übergangskonzepte & Coming back verankern!
  • § 92 Kostenheranziehung abschaffen!

Begleitung, Ausbildung und Wohnraum gilt es für junge Menschen im Übergang abzusichern!

zur Berliner Erklärung

Die Dokumentation zum Fachtag „Gut Begleitet ins Erwachsenenleben“ finden Sie in Kürze unter www.uebergangsstrukturen-careleaver.de

Quelle: ForE-Online 03-2019 vom 02.04.2019

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Findeling – SHG für adoptierte Erwachsene in Hamburg

Posted on März 31, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Hamburg, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoKISS Hamburg, die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen in Hamburg, bieten eine Selbsthilfegruppe für adoptierte Erwachsene an.

Diese Gruppe soll adoptierten Erwachsenen einen geschützten Raum anbieten, um sich gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen.

nähere Informationen

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„Können Pflegeeltern die Vormundschaft für ihr Pflegekind übernehmen?“ am 30.04. in Hamburg

Posted on März 30, 2019. Filed under: Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoSebastian Gabel wird am 30.04.2019 in Hamburg bei einer Veranstaltung der Hamburger Pflegeelternschule zum Thema „Können Pflegeeltern die Vormundschaft für ihr Pflegekind übernehmen?“ referieren.

Für etliche Pflegeeltern dürfte es Normalität sein, dass das Sorgerecht für ihr Pflegekind beim Jugendamt liegt, obwohl das Pflegekind bereits seit vielen Jahren in der Pflegefamilie lebt und die Pflege auch auf Dauer angelegt ist. In der Praxis stellt sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten immer wieder die Frage: „Kann das Sorgerecht auch durch die Pflegeeltern übernommen werden?“
An diesem Abend gehen die Teilnehmenden gemeinsam dieser Frage nach und prüfen die Voraussetzungen der Übernahme und wägen die Vor- und Nachteile miteinander ab.

Darüber hinaus können weitere Aspekte erörtert werden:
• Unterscheidung von Vormundschaft und Ergänzungspflegschaft
• Rechtliche Einordnung einer Vormundschaft
• Zusammenwirken von Jugendamt und leibliche Eltern: Rechte und Pflichten
• Zusammenwirken von Vormund und Pflegeeltern: Was tun wenn es schwierig wird?

nähere Informationen

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„Was bedeutet es für mein Pflegekind, wenn ein Elternteil an einer Persönlichkeitsstörung erkrankt ist?“ am 29.04. in Hamburg

Posted on März 29, 2019. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDiplom-Psychologin Elisabeth Onnasch wird am 29.04.2019 in Hamburg bei einer Veranstaltung der Hamburger Pflegeelternschule zum Thema „Was bedeutet es für mein Pflegekind, wenn ein Elternteil an einer Persönlichkeitsstörung erkrankt ist?“ referieren.

An diesem Abend werden sich die Teilnehmenden dem Thema Persönlichkeitsstörungen nähern. Dabei sollen wesentliche Merkmale dieses Krankheitsbildes vorgestellt werden. Am Beispiel der Persönlichkeitsstörung „Borderline“ wird angeschaut, wie man den damit verbundenen Auswirkungen im Alltagsleben oder in der Herkunftsfamilie der Pflegekinder begegnen kann. Wie soll man sich verhalten? Wie wirkt sich die Erkrankung auf die Kinder aus? Wie kann man sein Pflegekind im Kontakt zu seinen Eltern unterstützen? Auf was muss man achten?

Ziel des Abends ist es, grundlegende Informationen zum Thema Persönlichkeits-störungen zu vermitteln. Die Teilnahme ist besonders geeignet für bereits tätige Bereitschafts-, Paten- und Vollzeitpflegeeltern und solche, die es werden möchten.

nähere Informationen

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DJI: „Kinder- und Jugendhilfe wird immer wichtiger“

Posted on März 29, 2019. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen |

logoDie Ausgaben von Bund, Ländern und Kommunen für die Kinder- und Jugendhilfe haben sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt – auf etwa 45 Milliarden Euro im Jahr 2016. Nicht nur der Ausbau der Kindertagesbetreuung trug wesentlich zu dieser Steigerung bei, sondern auch der verstärkte Kinderschutz. Das zeigt der Kinder- und Jugendhilfereport 2018, den die „Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik“ im Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund veröffentlicht hat. Der Report fasst aktuelle Daten und Fakten zu den vielfältigen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe zusammen und bietet damit eine Grundlage für die aktuellen Diskussionen über die Kinder- und Jugendhilfe – sei es der Ausbau der Kitas, das Handeln im Spannungsfeld zwischen staatlicher Schutzverantwortung und elterlicher Autonomie oder die Personalnot in Jugendämtern, Heimen und anderen Institutionen.

Nötig sind fachlich starke Jugendämter

Die Kinder- und Jugendhilfe ist längst zu einem elementaren Teil des deutschen Sozialsystems geworden. Die überwiegend gemeinnützigen, zivilgesellschaftlichen Träger stellen einerseits Betreuungs-, Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche bereit, andererseits bieten sie auch gezielte Unterstützung für Familien mit Problemen sowie für Kinder und Jugendliche in Notsituationen. „Benötigt werden dafür fachlich starke Jugendämter als Kompetenzzentren vor Ort“, sagt Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und Sprecher der Autorengruppe des Reports.

Laut dem Report wurden im Jahr 2016 allein in die Kindertagesbetreuung fast 29 Milliarden Euro investiert – im Jahr 2006 waren es nur etwa 12 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahrzehnts konnten bundesweit eine halbe Million Kinder zusätzlich die Kindertagesbetreuung besuchen, mehr als 6.600 neue Kitas sind entstanden, und fast 280.000 Fachkräfte wurden zusätzlich eingestellt. Inzwischen besucht mehr als jedes dritte unter dreijährige Kind eine Kita oder Kindertagespflege. „Der Bedarf der Familien ist damit längst noch nicht gedeckt, deshalb sind noch weitere Anstrengungen notwendig – im Übrigen nicht nur in Sachen Quantität, sondern auch bei der Qualität“, betont Rauschenbach.

Verstärkter Kinderschutz erfordert mehr Transparenz

Auch die Ausgaben für Hilfen zur Erziehung wie etwa Erziehungsberatung, für die Sozialpädagogische Familienhilfe oder die Unterbringung von Heranwachsenden in Heimen, Pflegefamilien oder Wohngruppen haben massiv zugenommen, von fast 6 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf etwa 10 Milliarden im Jahr 2016. Ursache hierfür sind die zwischenzeitlich vehement gestiegenen Fallzahlen bei den unbegleitet nach Deutschland eingereisten Minderjährigen, zugleich aber auch die Folgen eines verbesserten Kinderschutzes in den Jugendämtern.

Auf die damit verbundenen zusätzlichen Aufgaben haben die Kommunen reagiert und ihre Jugendämter deutlich vergrößert: Während ein statistisch „mittleres“ Jugendamt in Deutschland im Jahr 2006 lediglich über 32 Vollzeitstellen verfügte, waren es 2016 bereits 54. Der Kinderschutz hat in diesem Zuge einen größeren Stellenwert bekommen. „Die Jugendämter sind wachsamer geworden, allerdings passieren weiterhin schwerwiegende Fehler, wie einige der jüngsten Missbrauchsfälle in Deutschland erneut deutlich machen“, sagt Rauschenbach. Der Kinder- und Jugendhilfereport beleuchtet das konfliktträchtige Spannungsfeld zwischen unterstützender Hilfestellung und hoheitlicher Intervention der Jugendämter und ist somit eine wichtige Grundlage für weiterführende Diskussionen zum Kinderschutz. „Die Datenlage reicht aber noch nicht aus, das Handeln der Jugendämter muss transparenter werden“, fordert der Direktor des DJI.

Kinder- und Jugendhilfe im Dialog weiterentwickeln

Rauschenbach sieht den Kinder- und Jugendhilfereport aber auch als einen Beitrag für den Dialogprozess zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, den das Bundesfamilienministerium mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Fachleuten der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe sowie Ländern und Kommunen angestoßen hat. Ziel ist eine Gesetzesinitiative zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit einer Reform des derzeit geltenden SGB VIII (Achtes Buch Sozialgesetzbuch).

Der Report gibt indikatorenbasiert Auskunft über die Arbeitsfelder und bietet Orientierung in einer zum Teil unübersichtlichen Kinder- und Jugendhilfe. Er ist unter dem Titel „Kinder- und Jugendhilfereport 2018. Eine kennzahlenbasierte Analyse“ im Verlag Barbara Budrich erschienen und kostet 29,90 Euro. Die PDF-Version steht im Open-Access-Bereich der Verlagsseite zum kostenlosen Download bereit (DOI 10.3224/84742240).

Zentrale Ergebnisse des Kinder- und Jugendhilfereports im Überblick

Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

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Seelisch gesund aufwachsen – neue Merkblätter und Filme für Eltern ergänzen die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 für Kinder

Posted on März 26, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoEltern, die mit ihrem Kind zu den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 gehen, erhalten dort künftig auch Merkblätter zur seelischen Gesundheit bzw. psychischen Entwicklung ihrer Kinder. Die zehn Merkblätter „Seelisch gesund aufwachsen“ orientieren sich an den bekannten Merkblättern „Kinderunfälle“ und wurden von den gesetzlichen Krankenkassen, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Deutschen Liga für das Kind, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) entwickelt. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit zehn anschaulichen Filmen – in mehrere Sprachen übersetzt – zur psychischen Gesundheit von Kindern zu informieren.

Laut einer aktuellen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Studie) zeigen etwa 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwischen drei und 17 Jahren psychische und psychosomatische Auffälligkeiten. Die Merkblätter setzen hier präventiv an. Ziel ist es, die Elternkompetenz zu stärken, indem die seelischen Bedürfnisse der Kinder altersgerecht erklärt werden – von Geburt an bis zum sechsten Lebensjahr. Warum braucht das Kind meine Nähe? Was soll ich tun, wenn es fremdelt? Wie soll ich mit Ängsten meines Kindes umgehen? Wie lernt mein Kind Empathie und Konfliktfähigkeit?

„Gesund aufwachsen bedeutet mehr als nur körperliches Wohlbefinden. In der Kindheit wird der Grundstein gelegt für unsere seelische Gesundheit und unsere Widerstandsfähigkeit im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen. Die gesetzlichen Krankenkassen wollen die Eltern dabei unterstützen, die seelische Gesundheit ihrer Kinder zu stärken“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, das Engagement der gesetzlichen Krankenkassen.

„Den Kinder- und Jugendärzten kommt beim frühzeitigen Erkennen, Behandeln, und im Idealfall, Vermeiden seelischer Störungen eine Schlüsselrolle zu“, sagt Dr. Sibylle Steiner, Dezernentin der KBV. „In den U-Untersuchungen werden auch Fragen der Primärprävention, also das Vorbeugen von Störungen und Krankheiten, mit den Eltern beraten. Die Merkblätter zur seelischen Gesundheit unterstützen und ergänzen dabei das Arzt-Patienten-Gespräch. Die Kinderärzte können die Merkblätter kostenfrei bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung beziehen.“

„Emotionale Vernachlässigung in früher Kindheit gilt als bedeutendster Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter. Ein niedriger sozioökonomischer Status der Familie, mangelnde Bildung, schlechte Wohnverhältnisse oder auch eine Suchterkrankung eines Elternteils können die emotionalen, sozialen und kulturellen Ressourcen einer Familie schwächen“, stellt Dr. Hermann-Josef Kahl, Bundespressesprecher vom BVKJ fest. „Für Eltern sind die Kinder- und Jugendärzte in der Regel die ersten Ansprechpartner. Sie haben einen besonderen Blick für die Probleme der Eltern und Kinder.“

Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin von der Deutschen Liga für das Kind, betont: „Mütter und Väter sind meist ‚Novizen‘ im Umgang mit Kindern, wenn sie Eltern werden. Sie sind in ihrer neuen Rolle unsicher und suchen Orientierung. Elternkompetenz muss erst noch erlernt werden. Die vorliegenden Merkblätter geben den Kindern mit ihren Bedürfnissen und entwicklungsbezogenen Bedarfen symbolisch eine Stimme und erleichtern es den Eltern, passend auf ihre Kinder einzugehen.“

„Damit möglichst viele Familien – auch mit geringen Deutschkenntnissen – von den Filmen profitieren, hat die BZgA die fünf fremdsprachlichen Versionen der Filme finanziell unterstützt. In Deutschland gibt es vielfältige Angebote der Frühen Hilfen, um Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, allerdings sind sie ihnen häufig nicht bekannt. Über die neue Suchfunktion der Website des NZFH http://www.elternsein.info finden Eltern Anlaufstellen für Frühe Hilfen in ihrer Nähe. Dies ist eine wichtige Ergänzung der Merkblätter und Filme, wenn Eltern darüber hinaus Unterstützung brauchen“, so Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Die Merkblätter sind auf jeder Homepage der unten genannten Organisationen abrufbar. Die Filme wurden von der Ehlerding Stiftung, der JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation sowie von der Kroschke Kinderstiftung gefördert. Alle Filme sind auf www.seelisch-gesund-aufwachsen.de zu finden.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung vom 26.03.2019

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„Beziehungsarbeit im Wandel“ am 21.05. in Linz/Österreich

Posted on März 23, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoMit seiner Fachtagung 2019 „Beziehungsarbeit im Wandel“ am 21.05.2019 in Linz/Österreich thematisiert plan B – eine der größten privaten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Oberösterreich – „Betreuung im Brennpunkt gesellschaftlicher Erwartungen. Herausforderungen. Lösungen. Verantwortung.

Eingeladen sind neben Fachkräften auch Herkunfts-, Pflege- und Adoptiveltern sowie Studierende.

Die sozialpädagogische Arbeit im weitesten Sinn lebt im Kern davon wie es gelingt, eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen zu gestalten. Das ist nicht primär davon abhängig, ob es sich um das Setting einer familiären Betreuung z. B. in einer Pflegefamilie, einer mobilen Betreuung oder einer Wohngruppe handelt. Aber wie geht das? Welche Einflüsse sind entscheidend? Wer gehört alles dazu, dass dies gelingen kann? Die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe steht im Spannungsfeld unterschiedlicher gesellschaftlicher Erwartungen und Interessen. Insofern kann »Beziehungsarbeit« nicht isoliert als Interaktion zwischen einzelnen Menschen verstanden werden. Es kommt darüber hinaus darauf an, interdisziplinäre Sichtweisen einzubinden und in systemübergreifenden Kontexten an Lösungen zu arbeiten. Diese Fachtagung widmet sich zentral erscheinenden Fragen, was Beziehungsarbeit vor dem Hintergrund komplexer Einflüsse bedeuten kann, welche Herausforderungen damit verbunden sind und welche Faktoren diese beeinflussen.

nähere Informationen

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„Vorhandene Bezüge nutzen – Netzwerkpflegefamilien finden und begleiten“ am 22.05. in Hannover

Posted on März 22, 2019. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoIn Kooperation mit dem Landesjugendamt Niedersachsen bietet das Kompetenzzentrum Pflegekinder am 22.05.2019 in Hannover für Fachkräfte die Weiterbildungen „Vorhandene Bezüge nutzen – Netzwerkpflegefamilien finden und begleiten“ mit Referentin Martina Erpenbeck an.

Wie genau kann die gezielte Suche (Netzwerkerkundung) im sozialen Nahraum bedürftiger Kinder und Jugendlicher methodisch angegangen werden und was genau brauchen die so gewonnenen Pflegefamilien an evtl. anderer Schulung, Beratung und Begleitung?

nähere Informationen

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