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Hausaufgaben-Apps: Das sollten Eltern wissen

Posted on August 11, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Digitale Lernhilfen liegen im Trend: Apps vermitteln Wissen interaktiv und mit Spaßfaktor – doch nicht alle sind für Kinder und Jugendliche geeignet. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ empfiehlt Eltern zum Start des neuen Schuljahrs, die Angebote alters- sowie situationsabhängig auszuwählen. Wenn Eltern sich vorab ein Bild von den Lernprogrammen machen, schützt dies vor bösen Überraschungen, etwa versteckten Kosten.

Rund 30 Minuten pro Tag nutzen Zwölf- und Dreizehnjährige laut JIM-Studie 2016 das Internet für ihre Hausaufgaben. Das entspricht mehr als einem Drittel ihrer durchschnittlichen Lernzeit von 80 Minuten pro Tag. Dieser Entwicklung folgt auch das immer größere Angebot digitaler Lern-Apps: Vom Vokabeltrainer über Formelsammlungen bis zu interaktiven Spielen, die Musik- oder Geschichtswissen vermitteln. Für Eltern ist es wichtig, den Überblick zu behalten und die verschiedenen Angebote gemeinsam mit ihrem Kind auszuwählen und zu prüfen.

Auf altersgerechte Inhalte achten
Bei der Wahl der Lernhelfer müssen Eltern darauf achten, dass die Inhalte Alter und Wissensstand des Kindes entsprechen. „Lern-Apps sollen Kinder fordern und fördern, aber nicht überfordern“, betont Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach. Besonders jüngere Kinder finden Gefallen am Lernen mit Geschichten und Abenteuern, bei denen der Spaß im Vordergrund steht. Hier können sie erste Erfahrungen im Lesen oder Rechnen sammeln. Ältere Kinder profitieren von Apps, die komplexere Sachverhalte aus dem Unterricht anschaulich erklären und verständlicher machen. Auch Vokabeltrainer-, Formelsammlung- oder Stundenplan-Apps können hilfreiche Ergänzungen zum klassischen Lernen mit dem Schulbuch sein. Wichtig ist zu prüfen, ob die digitalen Lernhilfen frei von Werbung oder versteckten Kosten sind.

Apps zusammen einstellen
Nach dem Download sind die Einstellungen der App zu prüfen, auch um etwa nervige Benachrichtigungen abzuschalten. Dabei können Eltern ihr Kind darauf hinweisen, dass es vorsichtig mit privaten Daten und externen Links umgeht und keine Käufe oder Downloads selbst vornimmt. Nehmen sich Eltern die Zeit, die Anwendung gemeinsam mit ihrem Kind zu testen, erhalten sie einen guten Einblick, wie ihr Kind mit der App zurechtkommt. Der Austausch über die Aufgabenstellungen und den Inhalt der Apps kommt generell dem Lernerfolg zugute.

SCHAU HIN! bietet auf www.schau-hin.info im Bereich „Mobile Geräte“ App-Empfehlungen und ein Extrathema „Lernen mit Medien“ ( http://www.schau-hin.info/extrathemen/lernen-mit-medien.html.). Einen Überblick über altersgerechte Lern-Apps für Kinder erhalten Familien auch auf www.app-tipps.net/lernen, bei der Kinder-App-Datenbank des Deutschen Jugendinstituts, bei der Stiftung Lesen sowie bei den Softwarepreisen „Giga Maus“, „Tommi“, „digita“, „Comenius-EduMedia-Award“ oder „Pädi“.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung von SCHAU HIN! vom 11.08.2017

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Radiointerview: „Eltern ohne Rechte – Das extreme Leben als Pflegefamilie“

Posted on August 10, 2017. Filed under: Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen |

Bayern 2 sendete am 19.07.2017 in der Reihe Notizbuch den Beitrag „Eltern ohne Rechte – Das extreme Leben als Pflegefamilie“. Für dieses Radiointerview zum Alltag von Pflegefamilien in Bayern stellten sich Alwine Höckmair und Alexander Merz vom Vorstand des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern e.V. zur Verfügung.

das Radiointerview (28.04 min) online anhören

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Doku-Tipp: „Deutschland-Reportage: Bei Anruf Kind“

Posted on Juli 15, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

In der SWR Mediathek kann die „Deutschland-Reportage: Bei Anruf Kind“ online angesehen werden.

Bereitschaftspflege-Familien müssen Kinder in Not sehr schnell aufnehmen – oft innerhalb weniger Stunden. So beispielsweise auch den fünfjährigen Erik oder die drei Wochen alte Cornelia. Einige Monate lang hat ein SWR-Kamera-Team diese beiden Kinder in mehreren Bereitschaftspflege-Familien durch schwierige Zeiten begleitet.

Diese Familien bieten ihnen solange ein Zuhause, bis das Jugendamt klären kann, wo die Kinder in Zukunft leben werden. Manchmal nur Wochen, manchmal einige Monate. Bereitschaftspflege, das ist erste Hilfe für Kinder in Not. Sehr oft sind es Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt oder gar misshandelt wurden.

Es ist anspruchsvoll und herausfordernd, was Bereitschaftspflege-Familien leisten. Und doch nur vorübergehend. Warum machen sie das? Und wie überstehenden die Kinder eine Zeit mit solch tiefgreifenden Veränderungen?

Der Film von SWR-Autorin Iris Eichler begleitet Erik und Cornelia auf dem Weg in ein neues Leben. Er zeigt, wie Bereitschaftspflege-Familien mit ihrer großen Verantwortung für die belasteten Kinder leben.

zum Beitrag in der SWR-Mediathek

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Film-Tipp: „Vater und Sohn“

Posted on Mai 19, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Der japanische Film „Vater und Sohn“ wurde in Cannes 2013 ausgezeichnet und ist noch bis zum 22.05. in der ARTE-Medithek anzusehen.

Die Familienväter Ryota und Yudai könnten unterschiedlicher nicht sein. Ryota ist ein Erfolgsmensch, der im turbulenten Herzen der Metropole mit seiner Frau und seinem Sohn Keita eine Hochhaussuite bewohnt. Er liebt seinen Sohn, hat aber kaum Zeit für ihn, denn er ist vor allem auf beruflichen Erfolg aus. Am Stadtrand lebt Yudai mit seinen drei Kindern und seiner Frau sorglos in den Tag hinein und kümmert sich vielleicht zu viel um Spaß und Kurzweil und zu wenig um finanzielle Sicherheit. Eines Tages kreuzen sich die Schicksale beider Familien, als sich herausstellt, dass eine Krankenschwester die Söhne Keita und Ryusei vor sieben Jahren nach der Geburt vertauscht hat. Nun stehen die Eltern vor einer schweren Entscheidung: Sollen die Kinder zurückgetauscht werden – oder in der Familie aufwachsen, in der sie sich zu Hause fühlen? Mit „Vater und Sohn“ drehte Koreeda Hirokazu 2013 ein „zärtliches Gedicht“, wie es ein Kritiker schrieb (Robbie Collin in „The Telegraph“), über die unterschiedlichen Auffassungen von Elternschaft und Vaterliebe und stellt in rücksichts- und respektvollem Ton die Frage, was wichtiger ist: Blutsverwandtschaft oder über ein Leben lang gewonnene Zuneigung und Vertrauen.

zum Film in der ARTE-Mediathek

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Daten zum gesunden und sicheren Aufwachsen von Kindern

Posted on April 28, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund präsentiert auf einer neuen Internetseite Daten zum gesunden und sicheren Aufwachsen von Kindern. Die Auswertungen basieren vor allem auf amtlichen Statistiken sowie Verwaltungsdaten und decken ein breites Themenspektrum ab. Die Seite umfasst Angaben zu den Lebenslagen von Kindern, zur Gesundheit sowie zu Unterstützungsangeboten für deren Familien, aber auch zum Umfang von Gewalt und erfolgten Schutzmaßnahmen. Die Entwicklung und Bereitsstellung der Website wird gefördert vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Verbesserter Schutz vor Gewalt für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung bzw. chronischer Erkrankung – Online-Informations- und Hilfeangebot

Posted on März 27, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

logoMädchen und Frauen mit Behinderung sind besonders häufig Opfer von Gewalt. So werden beispielsweise Frauen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen zwei bis dreimal häufiger Opfer von sexualisierter Gewalt als der Durchschnitt der weiblichen Bevölkerung. Im Rahmen eines vom Land NRW geförderten Projekts bietet das bundesweit einzigartige Internetportal www.mädchensicherinklusiv-nrw.de Informationen und Hilfeangebote für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung und vermittelt Beratung per Chat, E-Mail oder Telefon.

Das Portal ist ein leicht zugängliches Hilfe- und Beratungsangebot, dass sehr genau an den Bedürfnissen und Bedarfen der Zielgruppe orientiert ist. Es unterstützt die Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankungen und trägt zu ihrem verbesserten Schutz vor Gewalt bei. Nicht nur die Inhalte sind auf die Lebenswirklichkeit der Nutzerinnen abgestimmt, sondern auch die verschiedenen Formen der Darstellung. Damit möglichst viele Betroffene das Portal nutzen können, sind die Angebote auch in Leichter Sprache und auf Türkisch beziehungsweise als Videos in Gebärdensprache verfügbar. Ein weiterer wichtiger Baustein des Projekts ist die Beratung per Chat, E-Mail oder Telefon. Damit haben Betroffene einen direkten Draht zu den Hilfeangeboten. Das stärkt ihre Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

www.mädchensicherinklusiv-nrw.de

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SHELTER – Ein E-Learning-Curriculum für die Arbeit mit begleiteten und unbegleiteten geflüchteten Minderjährigen

Posted on März 17, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Auch Gastfamilien können bei dem kostenfreien Online-Weiterbildungskurs SHELTER mitmachen!

In dem interdisziplinären Projekt SHELTER wird ein E-Learning-Curriculum unter Mitwirkung von Fachkräften und Ehrenamtlichen entwickelt. Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe sowie in gesundheitsbezogenen Diensten für die Betreuung, Begleitung und Behandlung von jungen Menschen mit Fluchterfahrungen Verantwortung übernehmen, sollen dadurch langfristig adäquat auf die Bewältigungs- und Bedarfslagen der jungen Menschen mit Fluchterfahrungen vorbereitet werden. Sie sollen zudem in die Lage versetzt werden, Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe zu implementieren sowie Verständnis und Grundkenntnisse für Folgen von Traumatisierungen und psychische Belastungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung zu entwickeln. Die Teilnehmenden an dem Weiterbildungsangebot haben Zugriff auf Texte, Materialien und Videos sowie die Möglichkeit den Kurs zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Auf diese Weise entsteht beteiligungsorientiert ein praxisnahes Curriculum.

Der Hintergrund:
SHELTER ist eine Abkürzung für Safety & Help for Early adverse Life events and Traumatic Experiences in minor Refugees. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von den Universitäten Hildesheim (Wolfgang Schröer), Bielefeld (Frank Neuner), dem Universitätsklinikum Ulm (Jörg Fegert) und der Hochschule Landshut (Mechthild Wolff) umgesetzt.

Mehr Informationen:
Machen Sie kostenfrei mit!
Die ersten Testkurse starten im Juli 2017. Sie können sich unter dem Link https://shelter-notfall.elearning-kinderschutz.de/Interessenten bis einschließlich 18.06.2017 in eine InteressentInnenliste für eine Kursteilnahme eintragen.

Homepage des Verbundprojekts:
https://shelter.elearning-kinderschutz.de

Dort finden sich auch weitere Informationen zu einer möglichen Kursteilnahme.
Kontakt: shelter@elearning-kinderschutz.de

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Zwei Adoptivmütter bei Markus Lanz

Posted on Februar 16, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoDie beiden Schwestern Martina und Sabine erzählen in der Talk-Show von Markus Lanz vom 09.02.2017 über ihre Erfahrungen mit zusammen 10 Adoptivkindern. Dabei betonen die Adoptivmütter, wie wichtig die Kenntnis der leiblichen Mutter für die Entwicklung der Kinder ist und machen Mut, Adoptivkinder auf ihrer Wurzelsuche zu begleiten und die Mütter schon im Adoptionsprozess mehr zu beteiligen.

Die Sendung kann über die ZDF-Mediathek online angesehen werden. Ca. ab der 48. Minute kommt dieser Beitrag.

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Skurrile App soll Adoptionen „attraktiver“ machen

Posted on Januar 24, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Podcast / Online, Verschiedenes |

logo20min.ch berichtet am 23.01.2017 im Artikel „Prinzip Tinder – mit einem Wisch zum Adoptivkind“ von einer umstrittenen Idee, per App zur Adoption freigegebene Kinder und adoptionswillige Paare zusammenzubringen. Mit einem Video stellten die Entwickler ihre anscheinend ernst gemeinte Idee vergangene Woche auf einer Crowdfunding-Plattform vor.

In den USA ist es nicht unüblich, dass Adoptionsagenturen Profile von möglichen Adoptivkindern veröffentlichen, die dann von potentiellen Bewerbern nach ihrem Aussehen ausgewählt werden können.

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Filmtipp: „Niemand darf es wissen – Corinne und ihr Geheimnis“

Posted on Dezember 3, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Für das Format 37 Grad begleitete die Autorin Maike Conway zehn Jahre lang das Pflegekind Corinne mit der Kamera.
Von klein auf durfte die heute 20-Jährige mit niemandem über ihre HIV-Infektion sprechen, mit der sie während der Geburt von ihrer Mutter infiziert wurde. Zu groß war die Angst vor sozialer Ausgrenzung in dem kleinen, bayerischen Dorf. Wie führt man ein Leben mit einem solchen Geheimnis?

Die Dokumentation kann online angesehen werden.

nähere Informationen

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Jugendämter integrieren junge Flüchtlinge

Posted on November 30, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Am 21. November 2016 fand in Berlin die Fachtagung der BAG Landesjugendämter „Ankommen. Willkommen. Und jetzt..? Wie Weiterkommen?“ statt.

zur Pressemitteilung

Im Rahmen der Veranstaltung wurden 5 Kurz-Portraits über junge Flüchtlingen gezeigt, die die BAG Landesjugendämter in Auftrag gegeben hat. Sie zeigen die aktuelle Lebenssituation, Sehnsüchte und Hoffnungen von minderjährigen Geflüchteten in Deutschland. Deutlich wird dabei auch, welche Rolle das Jugendamt dabei hat: es bietet ihnen eine Startchance ins neue Leben.

Unter den Kurzfilmen ist auch das Beispiel einer Unterbringung in einer Gastfamilie: FILMON – Ein neuer Bayer

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Online-Forum für Gasteltern

Posted on November 5, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Ein neues Projekt „Belastungen und Ressourcen von Gastpflegeeltern/Pflegeeltern für Flüchtlinge“ ist gestartet. Die Diakonie Deutschland und das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. führt ein Projekt „Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Vormundschaften, Patenschaften“ durch, das von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Uni Siegen wissenschaftlich begleitet wird

Dazu wurde ein Online-Forum eingerichtet, in dem sich insbesondere die Familien, die Flüchtlinge betreuen, untereinander austauschen können. Es wurde aus den Seiten des www.pflegeelternforum.de eingerichtet.

Das Forum soll sich an alle Familien richten, die junge Flüchtlinge aufgenommen haben, unabhängig davon, ob sie nun als Gasteltern oder Pflegeeltern oder vielleicht noch anders bezeichnet werden. In dem Forum können sie ihre Meinung zu allen Themen, die sie interessieren, mitteilen und sich mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen. Mitglieder der Forschungsgruppe diskutieren mit, beantworten manchmal Fragen und werten die Erfahrungen unter der Frage aus „Was brauchen Gast- und Pflegeeltern, die junge Flüchtlinge aufgenommen haben?“. Die Antworten sollen dann in die politische Debatte eingebracht werden. Das Projekt ist bis Ende 2017 konzipiert.

Neben den Gast- und Pflegeeltern — die im Mittelpunkt stehen sollen — sind auch ehrenamtliche Vormünder und Paten und Patinnen von Flüchtlingen eingeladen mitzudiskutieren. An Fachkräfte und Akteure in Politik und Verwaltung richtet sich das Forum nicht.

Quelle: Dritter  Newsletter 2016 der Forschungsgruppe Pflegekinder vom 04.11.2016

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TV-Tipp: „Die Entscheidung – Nils, unser behindertes Pflegekind“

Posted on Oktober 23, 2016. Filed under: Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Am 27.10. um 23.25 Uhr wird die Dokumentation „Die Entscheidung – Nils, unser behindertes Pflegekind“ vom WDR ausgestrahlt:

Maria und Paul stehen mitten im Leben und haben vier gesunde Kinder groß gezogen. Noch fühlen sie sich mit ihren 50 Jahren nicht alt genug, um an die Rente zu denken. Sie haben sich deshalb etwas Besonderes vorgenommen: Sie möchten ein behindertes Kind zur Pflege in ihre Familie aufnehmen.

Doch wird es für sie eine große Herausforderung werden, sich eventuell für den Rest ihres Lebens an ein behindertes Pflegekind zu binden. Wird sich ein Kind finden und wenn ja, wie stark wird die Behinderung sein? Werden sie stark genug sein, um den notwendigen Pflegeaufwand zu leisten? Wie wird das Kind darauf reagieren, plötzlich in einer neuen Familie zu leben?

Nach einem halben Jahr wird ein Kind gefunden. Als der sechsjährige Nils in das Leben von Maria und Paul tritt, verändert sich nicht nur Marias und Pauls Leben radikal. Er braucht rund um die Uhr Pflege, da immer etwas passieren kann. Sei es ein zu geringer Sauerstoffgehalt oder ein Infekt, der durch den Schnitt an seiner Luftröhre entstehen kann.

Die Filmemacher durften die Familie eineinhalb Jahre lang begleiten. Von der ersten Idee, ein behindertes Kind zur Pflege aufzunehmen, bis zum ersten gemeinsamen Urlaub mit Nils an der Nordsee.

nähere Informationen

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Radio-Tipp: „Wo Familien auf Zeit zusammenleben“

Posted on September 28, 2016. Filed under: Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Podcast / Online, Publikationen |

Wo Familien auf Zeit zusammenleben“ heißt ein Radiobeitrag des Deutschlandfunks vom 27.09.2016. Ein halbes Jahr wird die 8-Jährige begleitet, die nach zwei Jahren im Heim in eine Erziehungsstelle in Mecklenburg-Vorpommern wechselt.

zum Beitrag (audio + schriftlich)

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Nützliche App auch für Gastfamilien arabisch sprechender Jugendlicher

Posted on September 23, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Fahum heißt Verstehen: Eine Flüchtlings-App für Soforthilfe und Integration

Viele Gesprächsversuche mit Migranten, die kein Deutsch oder Englisch sprechen, enden mit Händen und Füßen – und Frust. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat eine App entwickelt, die Immigranten aus arabischen Ländern den Dialog beispielsweise mit Behörden, auf der Straße oder beim Einkaufen ermöglicht. Die App steht kostenlos zum Download zur Verfügung auf www.fahum.de.

Im Gegensatz zur Google-Übersetzung werden hier die relevanten Dialoge garantiert korrekt übersetzt – dank der Always Correct Translation (ACT®) Technologie der Firma Yocoy. Übersetzt wird nämlich nicht Wort für Wort. Vielmehr bietet die App flexible Dialog-Bausteine an, die es den Gesprächspartnern erlauben, ihre Fragen, Gedanken und Informationen in der eigenen Muttersprache einzugeben und die Antworten dann wieder in dieser zu erhalten – in geschriebener oder gesprochener Form.

Die App bietet außerdem Links zu vielen wichtigen flüchtlingsrelevanten Informationen auf Arabisch, die auf dem Fahum Webportal bereitgestellt sind.

Bei der Übersetzung und Auswahl der Themengebiete und Inhalte haben syrische Studenten, Flüchtlinge und andere freiwillige Muttersprachler geholfen. Beim ansprechenden Design half das Kreativteam der Berliner Firma Eatch Interactive.

Erweitert werden die Dialoge über Lexika und die Möglichkeit, Fotos zu machen und einzubinden. Großen Wert haben die Entwickler auf die Tonalität gelegt, da gerade die unzureichende Übersetzung erfahrungsgemäß viele Missverständnisse provoziert. Sehr attraktiv und zudem zum Lernen geeignet ist, dass die Dialoge auch als Sprachdateien abgespielt werden können.

Die Technologiestiftung Berlin und der Rotary Club Hamburg-Walddörfer haben die Entwicklung der App unterstützt. Das Ziel ist nun, dass die App möglichst große Verbreitung findet, damit die Flüchtlinge ab jetzt Hilfe und Erleichterung bei der Überwindung der Sprachbarrieren finden. Darüber hinaus sollen weitere Unterstützer gewonnen werden, um die Dialoge zu erweitern und die App auch für andere Sprachen, beispielsweise Urdu, Paschtu und Farsi anbieten zu können.
Download und weitere Informationen

Die App  Fahum (Arabisch für „Verstehen“) steht in den Play Stores für Android- und iOS-Geräte kostenlos zum Download zur Verfügung:

Quelle: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz vom 12.09.2016

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Neues Angebot der Kindersuchmaschine fragFINN.de

Posted on September 12, 2016. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Barrierefreie Nutzung, zahlreiche neue Features und frisches Design prägen den komplett überarbeiteten Internetauftritt der Kindersuchmaschine fragFINN.de.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat als Schirmherrin am 12. September die neue Website offiziell freigeschaltet. Eine wichtige Neuerung bei fragFINN.de ist die barrierefreie Gestaltung des Angebots. Neben einer Vorlesefunktion für sehbehinderte oder leseschwache Kinder werden Videos mit Untertiteln und Audiodeskription versehen. fragFINN setzt damit ein Zeichen für Inklusion im Internet und ist Vorbild für andere Kinderseitenbetreiber.

Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist das Thema Medienkompetenz eine Herzensangelegenheit. »Mit fragFINN werden Mediennutzung und Medienumgang pädagogisch begleitet. Kinder erwerben so spielerisch die für ihr Leben so wichtige Medienkompetenz. Dazu ist die neue Seite ein sehr wichtiger Baustein.«

Darüber hinaus verfügt fragFINN.de als erste Kindersuchmaschine über eine Bildersuche und orientiert sich damit verstärkt an den aktuellen Nutzungsgewohnheiten der jungen Zielgruppe. »Der Umgang mit verschiedenen Darstellungsformen im Netz ist für eine kompetente und reflektierte Internetnutzung unumgänglich«, erklärt Claude Schmit, Vorsitzender des Vereins. fragFINN.de nimmt mit seiner eingebetteten Bildersuche eine Vorreiterrolle unter den Kindersuchmaschinen ein.

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Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD in Köln informiert auf neuer Webseite

Posted on September 12, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Das neue Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD des Erziehungsbüros Köln ist jetzt im Internet vertreten unter www.fasd-fz-koeln.de . Die Seite bietet ausführliche Informationen über medizinische, sozialrechtliche und vor allem pädagogische Themen rund um fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD), einer lebenslangen Behinderung von Neugeborenen durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Information und Beratung in allen Lebensbereichen
Ein besonderer Schwerpunkt des neuen Fachzentrums liegt in der Information und Beratung aller am FASD-Hilfesystem Beteiligten. Daher führt das Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln Fortbildungen und Schulungen für Pflegeeltern und Fachkräfte öffentlicher und privater Jugendhilfeträger durch. Und als besonderen Service können sich Interessierte in regelmäßigen Expertensprechstunden zu wechselnden Themen individuell beraten lassen. So findet am 19. September eine Telefonaktion zum Thema „FASD und Schule“ statt, einem besonders schwierigen und konfliktbeladenen Lebensbereich für Kinder und Jugendliche mit FASD.

Konkrete Hinweise und praktische Tipps über Entlastungsangebote in der Region, Ferienfreizeiten und Veranstaltungshinweise ergänzen das umfangreiche Angebot der Webseite insbesondere für Pflegefamilien. Auf einer interaktiven Landkarte sind darüber hinaus Ärzte, Psychologen/Psychiater, Pädagogen, Therapeuten und Selbsthilfegruppen zusammengestellt, die mit FASD vertraut sind.

Ziel des Fachzentrums ist die regionale und interdisziplinäre Vernetzung von Experten aus den Bereichen Medizin, Pädagogik und Sozialrecht sowie aus der therapeutischen und pädagogischen Praxis. Gefördert wird das Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln von der RheinEnergieStiftung Familie.

Alkohol verursacht häufigste Behinderungen bei Neugeborenen
Jährlich werden rund 10.000 Kinder mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren, so eine Schätzung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Damit zählt FASD – verursacht durch Alkohol in der Schwangerschaft – zu den häufigsten Behinderungen von Geburt an. Betroffene Kinder und Jugendliche weisen Verhaltensauffälligkeiten sowie z.T. schwere geistige und körperliche Behinderungen auf und benötigen dauerhaft fremde Hilfen und Unterstützung im Alltag. Etwa 80 Prozent der Kinder mit FASD leben nicht in ihren leiblichen Familien, sondern in Pflege- und Adoptivfamilien.

Fachzentrum fördert Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Das Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln liefert einen wesentlichen Baustein zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, indem es bisher in der Region fehlende ambulante Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung bereitstellt.

Gegründet wurde das FASD-Fachzentrum vom Erziehungsbüro Rheinland, einem Beratungsträger für Fachpflegefamilien in Köln. Bereits in den vergangenen Jahren entwickelte das Erziehungsbüro Rheinland spezielle Hilfeangebote für Pflegekinder mit fetalen Alkoholspektrumstörungen sowie Beratungsangebote für Fachleute öffentlicher und privater Jugendhilfeträger. Diese Erfahrungen und Informationen werden nun in dem regionalen Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD gebündelt und auf einen Blick zugänglich gemacht.

Das Erziehungsbüro Rheinland wurde 1999 gegründet und ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Kindern und Jugendlichen, die vorübergehend oder auf Dauer nicht bei ihrer leiblichen Familie leben können, vermittelt das Erziehungsbüro Rheinland neue Perspektiven. So verschafft es auch Kindern mit FASD die Chance, in der Geborgenheit einer Pflegefamilie aufwachsen zu können.

Quelle: Presseinformation des Erziehungsbüro Rheinland vom 12.09.2016

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Neugestaltete Website des PFAD FÜR KINDER LV Bayern e.V.

Posted on Juli 14, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen |

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. hat seinen Internet-Auftritt erneuert. Unter der bekannten Webadresse www.pfad-bayern.de ist nun eine schön gestaltete, informative und mobil optimierte Seite zu finden, die Informationen über die vielfältigen Aktivitäten und Angebote des Verbandes sowie eine Übersicht über die bayerischen Ortsgruppen und -vereine gibt.

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Kinofilm „Brown Bread: the story of an adoptive family“ online

Posted on Juni 3, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, International, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Der prämierte Kinofilm „Brown Bread: the story of an adoptive family“ ist jetzt bestellbar und online zugänglich.

Er erzählt, wie sechs Kinder mit ganz unterschiedlicher ethnischer und sozialer Herkunft zusammen in einer amerikanischen Familie aufwachsen. Der Film ist die persönliche Auseinandersetzung der Filmemacherin Sarah Gross damit, wie Adoption ihre Familie und Lebensanschauung geprägt hat.

DVD Bestellungen (Europa): contact@brownbreadthefilm.com

Streaming (Europe):  https://stream.realeyz.de/media/Brown+Bread/0_687v0927

Flyer zum Film

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Podcast: „Michèle (26) spricht über ihre Adoption“

Posted on Mai 3, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Für die Podcast-Reihe des SRF „Rehmann S.O.S. – Sick of Silene“ wurde die 26-jährige Michèle aus Basel interviewt.

Michèle ist nicht bei ihrer Mutter aufgewachsen. Obwohl ihre Adoptiveltern ihr Bestes gaben, fühlte sich Michèle oft fremd und einsam. Diese Gefühle führten zu einem Leben voller Herausforderungen.

zum Beitrag

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Häufige Fragen zum Thema „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Posted on April 29, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) hat in seiner neuen Rubrik „FAQ – Häufige Fragen“ nützliche Informationen zusammengestellt.

Sie beantworten an dieser Stelle ab sofort Fragestellungen rund um das Thema unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die für die Beratung und Betreuung relevant sind. Online finden sich bereits Informationen zu Abschiebung, Altersfestsetzung, Asylverfahren, Ausbildung, Kindergeld, Pflegschaften und einigen anderen Themen.

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Dokumentarfilm „Future Baby“ startet

Posted on April 15, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Heute startet in Österreich der Dokumentarfilm „FUTURE BABY“ in den Kinos. Die österreichische Regisseurin Maria Arlamovsky ist selbst Adoptiv- und Pflegemutter.

FUTURE BABY beleuchtet das komplexe Feld medizinisch-technisierter Geburtenkontrolle aus unterschiedlichen Perspektiven. Rund um den Globus besucht Maria Arlamovsky MedizinerInnen, WissenschafterInnen und TechnikerInnen in Kliniken und sterilen Laboratorien, begleitet Paare mit Kinderwunsch, Eizellenspenderinnen und Leihmütter zu Untersuchungen und Eingriffen. Sie lässt BefürworterInnen und SkeptikerInnen zu Wort kommen und spricht mit der ersten Generation künstlich gezeugter Kinder.

Homepage zum Film

Interview mit der Filmemacherin

Trailer:

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PFAD Bundesverband auf Facebook

Posted on April 6, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen |

Neben Homepage und PFAD Weblog informiert der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. in seinem 40. Jubiläumsjahr auch auf Facebook über seine Arbeit. Dort soll insbesondere über die vielfältigen Aktivitäten der Bundesverbandsaktiven berichtet werden. Mit großem ehrenamtlichem Engagement setzen sich die Vorstandsmitglieder – neben Beruf und Familie – als Lobbyisten für Pflege- und Adoptivkinder und ihre Familien ein und werden dabei von kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt.

Ob Öffentlichkeitsarbeit, Erstellung von Informationsmaterialien, Organisation von Fortbildungsveranstaltungen, Mitarbeit in Fachgremien, Kontaktpflege auf politischer Ebene, Netzwerken mit Partnerorganisationen, Unterstützung von Pflege- und Adoptivfamiliengruppierungen, Mitgliedergewinnung oder die notwendigen Verbandstätigkeiten, die in einer so großen Mitgliederorganisation anfallen – es gibt immer viel zu tun.

Dies soll mit der neuen Facebookseite transparenter gemacht werden. Besuchen Sie uns auf www.facebook.com/pfad.bundesverband. Wir freuen uns über Ihre Likes!

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Kurzfilm: Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gesucht

Posted on April 5, 2016. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Berlin sucht immer neue Pflegefamilien für Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Am 14. März 2016 startete die Jugendsenatorin Sandra Scheeres eine berlinweite Informationskampagne der Familien für Kinder gGmbH mit mehr als 100 Großflächenplakaten, um auch Pflegefamilien mit Migrationshintergrund zu gewinnen.

Zum Kampagnenstart wurde auch ein Kurzfilm produziert, der Menschen mit Migrationshintergrund ermuntert, Pflegefamilie zu werden (3:21 Min.).

„Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“, das erfahren Interessenten durch Erfahrungsberichte von Pflegeeltern, Kurzinformationen von Fachkräften und in einem Interview mit der Jugendsenatorin Sandra Scheeres.

Den Kurzfilm und weitere Informationen für Pflegeeltern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Englisch finden Sie unter: www.pflegekinder-berlin.de

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TV-Beitrag: „FAS-Kinder: Pflegeeltern fühlen sich im Stich gelassen“

Posted on Februar 10, 2016. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im NDR Magazin „Hallo Niedersachsen“ vom 07.02.2016 wurde der Beitrag „FAS-Syndrom: Pflegeeltern kritisieren Jugendamt“ gesendet. Der Beitrag (5,21 min) kann online angesehen werden.

Sendungsinfo:
Alkohol in der Schwangerschaft kann beim werdenden Kind zu schweren Behinderungen führen. Rund 30.000 Kinder und ihre Eltern müssen allein in Niedersachsen damit leben, so die Schätzung laut Deutschem Ärzteblatt 2013. Die Kinder leiden unter dem sogenannten fetalen Alkohol-Syndrom (FAS). Langanhaltende Wutausbrüche, Lernschwächen und Verstöße gegen Regeln – das sind nur einige der Erscheinungsformen dieser Behinderung. Im Landkreis Celle schlagen Pflegeeltern nun Alarm, die sich um FAS-Kinder kümmern. Einige fühlen sich vom Jugendamt des Kreises im Stich gelassen.

Wichtig sind klare Strukturen und Abläufe im Alltag
Es ist kurz nach 13 Uhr – Mittagessen bei Familie Hagen-Bleuel. Der 17-jährige Pflegesohn hilft mit, den Mittagstisch zu decken. Ein geregelter Tagesablauf sei extrem wichtig für ihren Pflegesohn, sagt Silke Hagen- Bleuel. Neues, Unvorhergesehenes oder Stress quittiere er zuweilen mit Wutausbrüchen. „Er hat uns wirklich mehrfach an die Grenzen geführt“, berichtet die Pflegemutter. „Immer wieder haben wir auch um Hilfe gebeten, um mehr Unterstützung.“ Das sei abgelehnt worden. Stattdessen habe das Jugendamt sinngemäß erklärt: Wenn Sie nicht mehr können, sagen Sie Bescheid, dann geht das Kind in eine Heimeinrichtung. Familie Hagen-Bleuel aber will kämpfen – ihr Pflegesohn soll bleiben.

Vertrauen zum Jugendamt verloren
Das Vertrauen zum Kreisjugendamt in Celle bröckelt, denn die Pflegemutter erfährt durch Zufall, dass das Jugendamt schon früh von den Alkoholschäden ihres Pflegesohns gewusst haben muss. „Unsere Sozialarbeiterin besuchte uns, blätterte in der Akte und ich fand diesen Bericht, nach dem ich mehrfach gefragt hatte“, erinnert sie sich. „Ich stellte dann fest, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Lüneburg ausdrücklich empfohlen hat, man möge einen engmaschigen, professionellen Betreuungsrahmen für das Kind wählen.“

Auch andere Familien beklagen mangelnde Unterstützung
Von engmaschiger Betreuung aber könne keine Rede sein, kritisiert auch Marina Groß. Sie ist ebenfalls Pflegemutter eines FAS-Kindes, einer im Mutterleib durch Alkohol geschädigten Tochter. Schon die Kontaktaufnahme mit dem Amt sei schwierig. „Ich habe massive Schwierigkeiten, überhaupt jemanden ans Telefon zu kriegen“, beschwert sich Groß. Auch E-Mails würden nicht beantwortet, Telefonate sowieso nicht mehr. „Letzte Woche habe ich mehrmals versucht anzurufen, bis ich dann Rufunterdrückung gemacht habe“, erzählt sie. Dann habe sie den Vormund ans Telefon bekommen. „Aber es ist ein sehr, sehr schwerer Kontakt.“

Jugendamt-Leiterin spricht von „Einzelfällen“
Das Kreisjugendamt Celle weist all das zurück. Die Leiterin Gabriele Wiese-Cordes spricht von Einzelfällen. Die meisten Pflegefamilien seien mit der Betreuung durch das Amt sehr zufrieden, sagt sie und präsentiert eine Zufriedenheitsbefragung, die das Amt angefertigt habe. „Auch vor dem Hintergrund der Probleme, die sich mit einem Kreis von zwei bis vier Pflegeeltern ergeben haben: Die überwiegende Mehrheit ist im Grund zufrieden“, meint die Behördenleiterin.

Pflegeeltern mit FAS-Kindern wollen im Verein Kräfte bündeln
Gleichwohl wollen die Betroffenen im Landkreis Celle jetzt einen Verein gründen, um die Interessen von Pflegeeltern mit FAS-Kindern gegenüber dem Kreisjugendamt besser bündeln zu können. Die Gründung soll noch in der kommenden Woche erfolgen.

Berater: Jugendämter kennen sich mit FAS oft nicht aus
Die Situation im Landkreis Celle sei typisch für Jugendämter, die FAS nicht wirklich akzeptieren, sagt Klaus ter Horst, therapeutischer Leiter der diakonischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Eylarduswerks in Bad Bentheim. „Es gibt Jugendämter, wo manchmal auch die Frage gestellt wird, ob da eine Modediagnose mit im Raum steht“, erklärt er. „Dort sind die Pflegeeltern die Experten.“ Die Entscheider hätten in Bezug auf diese Erkrankung „noch nicht so viel Wissen“. Der Pflegesohn von Silke Hagen-Bleuel wird bald volljährig – die Pflegemutter ist stolz darauf, dass sich ihre Familie nicht hat unterkriegen lassen. „Wir haben durchgehalten, bis heute“, sagt sie, „und ich glaube, auch das Jugendamt freut sich darüber, denn wir haben damit dem Landkreis Celle ganz, ganz viel Geld gespart.“

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Safer Internet Day 2016: Neues Beratungsangebot zum Onlineverhalten Jugendlicher

Posted on Februar 9, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Berlin/Köln, 5. Februar 2016.  „Meine Tochter schreibt pausenlos WhatsApp-Nachrichten.“, „Meine Schüler sind ständig mit den Smartphones zu Gange!“, „Gibt es eigentlich Handysucht?“ – Eltern und Lehrkräfte sind oft unsicher, wie sie mit der intensiven Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen vor allem via Smartphone umgehen sollen.

Anlässlich des Safer Internet Day am 9. Februar 2016 erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: „Das Internet ist heute ein wichtiges Medium mit riesigen Möglichkeiten und Vorteilen. Wir sollten uns allerdings auch der Gefahren bewusst sein. Dafür brauchen wir eine breite Mediennutzungskompetenz. Eine exzessive und unkontrollierte Computerspiel-, Smartphone- oder Internetnutzung kann zur Abhängigkeit führen. Es bringt nichts, Kindern und Jugendlichen ihre Online-Aktivitäten zu verbieten, vielmehr müssen wir ihnen zeigen, wie sie sinnvoll mit dem Internet umgehen können. Medienkompetenz steht daher für gesundheitliche Prävention.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Eltern und Multiplikatoren dafür ein neues Unterstützungsangebot: Beratung per E-Mail zur Onlinenutzung Jugendlicher. Auf http://www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de können Mütter und Väter ebenso wie pädagogische Fachkräfte konkrete Fragen rund um jugendliche Mediennutzung stellen. Ein BZgA-Beratungsteam beantwortet die E-Mail-Anfragen innerhalb von 48 Stunden auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und unterstützt mit pädagogisch bewährten Tipps.

„Die Entwicklung der Medienkompetenz junger Menschen ist ein Prozess, den Erziehende fördernd begleiten sollten. Auch weitere Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen müssen in eine erfolgreiche Suchtvorbeugung einbezogen werden, da sie nicht unerheblichen Einfluss in den Lebens- und Gefühlswelten der Kinder und Jugendlichen haben“, erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Das Beratungsangebot http://www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de hilft Erwachsenen, Jugendliche bei einer kompetenten und gesunden Nutzung von Medienangeboten zu unterstützen und die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern.“

Um Kinder und Jugendliche vor einer exzessiven Nutzung von Computerspielen und Internetangeboten zu schützen, bietet die BZgA im Rahmen der deutschlandweiten Präventionskampagne „Ins Netz gehen – Online sein mit Maß und Spaß“ Informationen für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren unter http://www.ins-netz-gehen.de und Informationen für Erwachsene unter http://www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de.

Weitere Informationen zum Thema:

  • „Online sein mit Maß und Spaß“ – Ein Elternratgeber zum richtigen Umgang mit digitalen Medien
  • „Computerspiele find ich toll! Wo ist das Problem?“ – Flyer zum Thema „Computerspiele im Internet“ für Jugendliche
  • „Im Netz bin ich am liebsten! Wo ist das Problem?“ – Flyer zur richtigen Nutzung von Internetangeboten für Jugendliche

Die Materialien können unter http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung kostenlos bestellt werden.

Die Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2011“ – Teilband Computerspielen und Internetnutzung steht unter http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention als Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Schwerpunktthema der Drogenbeauftragten „Onlinesucht“ unter http://www.drogenbeauftragte.de

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 05.02.2016

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Radio-Reportage: „Raus aus der Familie? Wenn Eltern ihren Kindern schaden“

Posted on Januar 27, 2016. Filed under: Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen |

Beim Deutschlandradio Kultur kann man die, am 24.01.2016 gesendete Reportage „Raus aus der Familie? Wenn Eltern ihren Kindern schaden“ von Susanne Nessler und Christine Westerhaus online anhören bzw. nachlesen.

In Schweden ist es seit 1979 verboten, Kinder zu schlagen, in Deutschland erst seit 2000. Auch wenn es darum geht, ob Eltern ihre misshandelten oder vernachlässigten Jungen und Mädchen zurückbekommen, unterscheiden sich die Länder. Die beiden Reporterinnen haben die Arbeit des Jugendamtes begleitet, die Kinder besucht und mit Pflegeeltern gesprochen – in beiden Ländern.

nähere Informationen

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Dokumentation über Careleaverin

Posted on Januar 26, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die WDR Dokumentation „Menschen hautnah: Der Traum vom Aufstieg“ verfolgte über drei Jahre die Careleaverin  Julia Schmid.

Das Filmteam lernte Julia Schmid vor drei Jahren kennen, als sie völlig auf sich gestellt war. Eine fleißige Schülerin vor dem Abitur mit drei Nebenjobs. Sie lebte allein und kämpfte sich ohne Unterstützung ihrer Familie durchs Leben. Ihr Ziel: das Abitur, und danach studieren. Julia möchte Richterin werden, sich für Gerechtigkeit einsetzen, die sie selbst nie erleben durfte. Sie wuchs in schwierigen Verhältnissen auf und musste immer wieder ins Heim. Ein Talentscout von der Westfälischen Hochschule entdeckt sie und möchte ihr helfen, ihr großes Ziel zu erreichen.

Der Film (43,19 min) kann online angesehen werden.

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„Internet ist gleich mit Essen“ – Studie zur Bedeutung der digitalen Medien für unbegleitete Flüchtlingskinder

Posted on Dezember 9, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Digitale Medien spielen für das Leben und Überleben von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen eine zentrale Rolle, insbesondere während der Flucht und nach der Aufnahme in Deutschland. Während ihrer Flucht dienen Mobiltelefone und soziale Netzwerke vor allem dazu, Fluchtwege zu organisieren, Kontakt mit der Familie aufzunehmen, Notrufe abzusetzen, und relevante Informationen über Fluchtwege durch Nachrichtenaustausch und Navigations-Apps zu erhalten. In Deutschland stehen für sie die Kommunikation mit der Familie, das Erlernen der deutschen Sprache, der Austausch mit Gleichaltrigen und die Information über Nachrichten im Vordergrund. Das sind die zentralen Ergebnisse einer explorativen Studie der Universität Vechta und des Deutschen Kinderhilfswerkes über die Nutzung digitaler Medien durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

„Insgesamt sind digitale Medien und Dienste für die soziale und bildungsbezogene Teilhabe der jungen Flüchtlinge immens wichtig und alternativlos. Gleichzeitig sind sie nur unter erschwerten Bedingungen verfügbar, da in den Inobhutnahmeeinrichtungen Internet und Computer wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt für die jungen Flüchtlinge zugänglich sind – teils aus technischen, teils aus erzieherischen Gründen. Dabei eröffnet der Zugang zu den digitalen Medien in vielerlei Hinsicht integrierende Potenziale – über die Verbindung mit Peers aber auch mit Fachkräften, das Erlernen der Sprache, die Orientierung in der Aufnahmekultur und den neuen Orten. Digitale Medien haben sowohl eine verbindende Funktion, im Kontakthalten mit der Herkunftsfamilie, Verwandten an anderen Orten und Peers, als auch eine Brückenfunktion in die Aufnahmegesellschaft. Deshalb brauchen gerade unbegleitete Flüchtlingskinder einen besseren Zugang zu digitalen Medien als bisher“, sagt Prof. Dr. Nadia Kutscher, Professorin für Soziale Arbeit und Ethik an der Universität Vechta.

Die berichteten Nutzungsweisen der jungen Flüchtlinge verweisen darauf, dass die Nutzung von Diensten wie Facebook, Viber, Skype, YouTube oder Whatsapp sie in datenschutzmäßig prekäre Angebote führt, in denen in weitgehendem Maße personenbezogene Daten gesammelt werden. Auch die Nutzung kostenfreier WLAN-Hotspots ist mit der Angabe solcher Daten verbunden. In den Interviews zeigen sich teilweise äußerst geringe Kenntnisse datenschutzrelevanter Aspekte in der Mediennutzung, so dass die Frage, wie Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sich zu diesen medienerzieherischen Fragen verhalten, relevant wird.

„Mit Blick auf die besondere Bedeutung digitaler Medien für unbegleitete Flüchtlingskinder wird deutlich, dass an zwei Stellschrauben gedreht werden sollte. Zum einen braucht es eine digitale Grundausstattung der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, und zum anderen sollte eine befähigende Medienbildung fest in den Aufnahmeeinrichtungen verankert werden. Dazu ist geschultes Personal notwendig, das die Medienbildung der Flüchtlingskinder risikobewusst begleitet. Kinder und Jugendliche dürfen bei der Kommunikation im Web 2.0 nicht alleine gelassen werden, und ihre informationelle Integrität besser geschützt werden. Das gilt für Kinder und Jugendliche in Deutschland insgesamt, und aufgrund ihrer besonderen Lebenssituation ganz besonders für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Die Studie stellt auch fest, dass sich parallel zur hohen Bedeutung digitaler Medien Widersprüche hinsichtlich der Verfügbarkeit von Internetverbindungen, der Datenschutzbedingungen, unter denen die Medien von den jungen Flüchtlingen und Fachkräften genutzt werden, sowie der kaum relevanten Nutzung von fachspezifischen Angeboten für Flüchtlinge über digitale Medien zeigen. In den Inobhutnahmeeinrichtungen ist in den wenigsten Fällen Internet für die Jugendlichen zugänglich, da entweder riskantes Mediennutzungsverhalten befürchtet wird, keine (Re-)Finanzierung in den Budgets der Einrichtungen vorgesehen ist oder restriktive Regeln zum Beispiel bei der Nutzung von WLAN nur innerhalb bestimmter Zeiten gelten. Dies führt einerseits dazu, dass die Kontaktmöglichkeiten zu den Familien eingeschränkt oder äußerst kostenintensiv für die Jugendlichen sind. Andererseits stehen den Jugendlichen in den Einrichtungen oftmals nicht ausreichend Computer für die Erledigung von Schulaufgaben zur Verfügung. Im Kontrast zu den restriktiven Mediennormen in den Einrichtungen berichten die Jugendlichen aus vielen Einrichtungen darüber, dass die Fachkräfte mit ihnen über digitale Medien, insbesondere Whatsapp, kommunizieren. Dies ist insofern bemerkenswert als einerseits relativ streng mit Mediennutzung umgegangen wird, andererseits datenschutzrechtliche Aspekte mit der Nutzung von Whatsapp in institutionellen und fachlichen Zusammenhängen Standards des Klientendatenschutzes verletzen.

In den Interviews wurden die jungen Flüchtlinge auch gefragt, ob sie im Netz rund um Asylverfahren und Ankommen in Deutschland hilfreiche Informationen gefunden haben, die ihnen das Einleben in Deutschland erleichtern. Alle Befragten bekundeten Interesse an solchen Angeboten, berichteten aber fast ausschließlich von nichtfachlichen bzw. kommerziellen Diensten (Facebook als Nachrichtenbörse, Google als Übersetzungstool, Navigationshilfe und Suchmaschine etc.) und gaben auf Nachfrage an, dass ihnen speziell für sie entwickelte Informationsbroschüren unbekannt sind.

Im Mittelpunkt der explorativen Studie zur Nutzung digitaler Medien durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge steht die Frage, wie diese vor, während und nach der Flucht digitale Medien nutzen, um u.a. Kontakte mit ihrer bisherigen Heimat aufrechtzuerhalten, neue Kontakte zu knüpfen, sich im Aufnahmeland zu orientieren und nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. In 17 Interviews und einer Gruppendiskussion mit fünf jungen Flüchtlingen im Alter von 15 bis 19 Jahren, die derzeit in verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben (Inobhutnahmeeinrichtung, Clearinghaus, betreutes Wohnen, stationäre Wohngruppe), wurden diese zu ihrer Nutzung digitaler Medien befragt. Die Erhebung fand in verschiedenen Städten in Deutschland statt.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 09.12.2015

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Neuer Webauftritt des Online-Familienhandbuchs

Posted on Dezember 2, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes |

Seit vielen Jahren bietet das Online-Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik für Eltern, pädagogische Fach- und Lehrkräfte sowie alle Interessierten Informationen zu Bildung und Erziehung sowie rund um das Familienleben an – aktuell, kostenlos und werbefrei.

Nun wurde ein Relaunch der Website durchgeführt. Mit einer klaren Struktur, frischem Design und starken Bildern präsentiert sich www.familienhandbuch.de im neuen Look. Der Webauftritt des Online-Familienhandbuches wurde vollständig überarbeitet sowie moderner und benutzerfreundlicher gestaltet. Eine neue, übersichtlichere Rubrikenstruktur und eine unkomplizierte Menüführung erleichtern die Orientierung in der thematischen Vielfalt.

Insgesamt bietet das Familienhandbuch ca. 1.000 Fachartikel von renommierten Autorinnen und Autoren. Dazu gibt es täglich eine aktuelle Meldung aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Rechtsprechung sowie aus der Fachwelt. Diese Kurzbeiträge bilden ein riesiges Archiv mit reichhaltigen Informationen zu aktuellen familienrelevanten Themen. Mit Hilfe der Suchfunktion finden Nutzerinnen und Nutzer passgenaue Antworten auf ihre Fragen – auf PC, Laptop oder Smartphone. Wie bisher wird das Online-Familienhandbuch laufend durch neue Beiträge thematisch erweitert und aktualisiert.

Neu eingerichtet wurde ein Expertenbeirat für das Familienhandbuch. Mitglieder des Expertenbeirats sind Mitarbeiter und Mitarbeiter des IFP sowie externe Experten, die zu den Themenbereichen ihre Fachkenntnisse einbringen und damit die Redaktion bei der Überprüfung der Fachbeiträge sowie in der fachgerechten Aufarbeitung neuer Themen unterstützen.

Die Themenschwerpunkte des Online-Familienhandbuchs sind Elternschaft, Bildung und Entwicklung von Kindern aller Altersstufen, häufige Fragen des Familienlebens, Gesundheit und Ernährung, Umgang mit Medien, Bildung und Be treuung in Kita, Schule & Co sowie Informationen zu Unterstützungsangeboten.

Quelle: Pressemitteilung des Staatsinstituts für Frühpädagogik vom 25.11.2015

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Medienpreis an Beate Lehner für Radio-Feature über Pflegefamilien

Posted on November 23, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes |

Unter den Gewinnern des Medienpreises 2015 „Kinderrechte in der Einen Welt“ der Kindernothilfe befindet sich in der Kategorie Hörfunk Beate Lehner. Sie wurde ausgezeichnet für ihr Feature „Blut ist dicker als Wasser? Pflegefamilien auf Abruf“, das 2014 vom Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde (wir berichteten). Die Auszeichnungen gingen an JournalistInnen, die sich in herausragender Weise mit den Themen Kinderrechte und Kindesrechtsverletzungen beschäftigen.

Das Feature von ca. 53 min kann noch auf den Seiten der Stiftung für das Pflegekind nachgehört werden. Sie förderte die Recherchen zu dieser Sendung.

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TV-Tipp: Mein erstes Leben – Adoptierte Menschen ergründen ihre Wurzeln

Posted on November 21, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Eine Dokumentation des Schweizer Fernsehens hat Adoptierte auf der Suche nach ihren Wurzeln begleitet: „Mein erstes Leben – Adoptierte Menschen ergründen ihre Wurzeln„.

Wie gehen Menschen damit um, nicht zu wissen, wer ihre Eltern sind? Nicht zu wissen, warum die eigene Mutter sie zur Adoption freigegeben hat? «DOK» beleuchtet das Schicksal dreier Erwachsener, die beschlossen haben, den Schleier zu lüften, der auf ihrem ersten Lebensabschnitt liegt.

Die Sendung vom 19.11. (ca. 50 min) kann auf den Seiten des SRF nachgesehen werden oder auch auf YouTube.

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Schockierende Bilder aus Paris – Kinder brauchen Unterstützung bei der Verarbeitung

Posted on November 17, 2015. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Verschiedenes |

München, 17. November 2015 – Im Fernsehen führt derzeit kein Weg an den schrecklichen Ereignissen in Paris vorbei. Die Berichte über die Terroranschläge mit zahlreichen Opfern bekommen unweigerlich auch Kinder mit. Es fällt ihnen schwer, die Vorkommnisse einzuordnen und sie haben Angst, etwas Vergleichbares könnte auch ihnen und ihrer Familie widerfahren. Daher ist es wichtig, dass Eltern und Erziehende die Verunsicherung von Kindern auffangen.

Dazu gehört auch, auf ihr Informationsbedürfnis einzugehen. Sie wollen wissen, warum die Attentäter die Taten begangen haben, ob dies hätte verhindert werden können oder ob uns auch in Deutschland Gefahr droht. Diese Fragen liegen auf der Hand, sind aber nicht leicht zu beantworten. Nachrichtensendungen für Erwachsene helfen dabei kaum weiter. Sie können Kinder sogar zusätzlich verunsichern oder sie mit vielen weiteren Fragen zurücklassen. Eine gute Anlaufstelle für altersgerechte Informationen sind beispielsweise die Kindernachrichtensendung logo! und Nachrichtenseiten für Kinder im Internet. In jedem Fall sollten Eltern und Kinder gemeinsam über das Thema sprechen. Das hilft dabei, die Geschehnisse besser einordnen und verarbeiten zu können.

Unter www.flimmo.tv gibt FLIMMO einen Überblick über geeignete Informationsquellen im Internet und hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie man Kinder an den aktuellen Vorkommnissen teilhaben lässt, ohne sie zu überfordern.

Quelle: PM FLIMMO 13/2015: Terror in Paris vom 17.11.2015

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Film-Tipp: „Auslandsadoption: Kinderglück mit Grenzen“

Posted on Oktober 28, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Podcast / Online, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der sehr interessante Dokumentarfilm „Auslandsadoption: Kinderglück mit Grenzen“ von Anne Georget (Frankreich, 2015, 1h26min) kann auf den Seiten von ARTE online angesehen werden.

Sendungsinfo:
Die Zahl der internationalen Adoptionen ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Die Wartezeiten auf ein Adoptivkind sind somit drastisch gestiegen. Aufgrund der geringen Anzahl „adoptierbarer“ Kinder, ist die internationale Adoption zu einer Herausforderung unter den Nationen und zu einem vielsagenden Spiegelbild zwischenstaatlicher Beziehungen geworden. Es gibt Nationen, die viele Kinder zur Adoption entsenden oder empfangen, und andere, die sich im positiven Fall internationalen Abkommen zum Schutz von Kindern anschließen und sich an Gesetzesvorschriften halten; im negativen Fall wiederum gibt es Länder, die bei Kinderhandel wegschauen oder Adoptionen für Erpressungen nutzen.

Die geopolitischen Aspekte, die bei Auslandsadoptionen eine Rolle spielen, haben im Laufe der Geschichte immer wieder zu neuen Allianzen und Konflikten geführt. Mittlerweile sind es die Herkunftsländer der Kinder, die die Fäden in der Hand halten und immer mehr Sicherheiten für die Aufnahme ihrer Kinder fordern.

Der Dokumentarfilm begleitet die Berater der französischen Adoptionsbehörde, der weltweit größten öffentlichen Agentur für die Vermittlung von Kindern an Adoptiveltern, bei ihrer Arbeit. Sie unterstützen die künftigen Eltern und erläutern, welche Anforderungen die Herkunftsländer an die Aufnahmefamilie stellen. Sie begleiten die Anträge der Kandidaten, die häufig auf eine harte Geduldsprobe gestellt werden. Behörden in Burkina Faso wollen beruhigt und Adoptionsverfahren in Haiti nach zahlreichen Fällen von Kinderhandel in der Zeit nach dem Erdbeben wieder behutsam ins Rollen gebracht werden.

Im Mittelpunkt des Films stehen die Familien, die sich ein Kind wünschen. Doch er beleuchtet auch, inwieweit Auslandsadoptionen diplomatische Beziehungen beeinflussen und welche Bedeutung sie für die internationale Zusammenarbeit haben.

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„Nach Hause? Rückkehrprozesse von Pflegekindern in ihre Herkunftsfamilie“ online erhältlich

Posted on Oktober 12, 2015. Filed under: Forschung, Fortbildung, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Nach Hause? Rückkehrprozesse von Pflegekindern in ihre Herkunftsfamilie“ von Dirk Schäfer, Corinna Petri, und Judith Pierlings liegt nun als kostenlose pdf-Datei zum Download vor. Es ist der Abschlussbericht des von Oktober 2012 bis September 2014 durchgeführten Projektes „Rückkehrprozesse von Pflegekindern in ihre Herkunftsfamilie“ der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen.

Die 122 Seiten starke Publikation aus der ZPE-Schriftenreihe kann aber auch weiterhin als Printausgabe für 10 € bestellt werden.

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„Signale des Babys“ – jetzt auch auf türkisch und englisch

Posted on Oktober 9, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der YouTube-Kanal „Signale des Babys“ (wir berichteten) bietet ein filmisches Lexikon der Babysprache. Durch das Ansehen der vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten kleiner Kinder in vielen kurzen Spots und einigen längeren Filmen, können Eltern lernen, ihre Babys noch besser zu verstehen. Durch den großen Erfolg des YouTube Kanals angeregt, wurden nun auch ein kompletter englischer und ein türkischer Kanal eingerichtet.

Die deutsche DVD-Fassung der Filme kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 5,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

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Neue ARD-Sendung „Wo bist du?“ unterstützt in schwierigen Fällen der Wurzelsuche

Posted on Oktober 5, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Für die ARD wird eine neue Sendung „Wo bist du?“ produziert, bei der Moderator Kai Pflaume nach Personen suchen wird, die sich aus den Augen verloren oder noch nie getroffen haben.

Die Redaktion der Fernsehproduktionsfirma von Günther Jauch, I&U TV in Köln, möchte darin z.B. auch Adoptierte bei ihrer Wurzelsuche im In- und Ausland unterstützen.

Kontakt: Laura Kubath, Redaktion „Wo bist Du?“, kubath@sterntv.de

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Gelsenkirchen: Kampagne für mehr Pflegefamilien mit Migrationshintergrund

Posted on September 30, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Lokalkompass.de berichtet am 15.09.2015 im Artikel „Öffnen Sie Ihr Herz und Ihr Zuhause!“ von einer gut besuchten Informationsveranstaltung im Rahmen der neuen Kampagne der Stadt Gelsenkirchen, die mehr Pflegeeltern mit Zuwanderungsgeschichte gewinnen möchte.

So könnten mehr Kinder in Pflegefamilien mit ähnlicher kultureller Herkunft vermittelt werden. Grundsätzlich sollten die Bewerber sich jedoch nicht auf  Kinder einer bestimmten Herkunft beschränken.

Unterstützt wird die Aktion auch durch die türkische Generalkonsulin Pinar Gülün Kayseri, Prof. Dr. Hasan Alacacioglu von der Universität Istanbul, der zurzeit an der Universität Siegen über das Zusammenspiel von muslimischen Familien und Jugendämtern forscht, und die örtliche Pflegeelterninitiative.

Sehr anschaulich war der extra produzierte Werbefilm „Kinder brauchen Eltern“ mit Äußerungen echter Pflegeeltern und -kinder. Er kann auf YouTube angesehen werden:

Als weitere Materialien hat das Jugendamt Gelsenkirchen Flyer und Broschüren mit seinem Slogan „Jedes Kind verdient ein Lächeln“ auch in türkischer, arabischer, russischer und polnischer Sprache produziert.

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Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche

Posted on September 19, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Jede Stunde nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben; alle sechs Minuten versucht es jemand. In Deutschland sterben jährlich rund 10.000 Menschen durch Suizid. 600 von ihnen sind Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren. Suizid ist nach Verkehrsunfällen die häufigste Todesursache bei der Altersgruppe „U25“.

Weil junge Menschen klassische Beratungsangebote kaum annehmen und meist online nach Unterstützung suchen, bietet die Caritas Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche an. Auf www.u25-deutschland.de können Betroffene mit einer verschlüsselten Mail anonym um Hilfe bitten. Das Besondere an der Beratung ist, dass die Ratsuchenden von speziell ausgebildeten Jugendlichen unterstützt werden. Bundesweit engagieren sich ca. 130 Jugendliche ehrenamtlich in der Beratung. Die jugendlichen Peerberater werden dabei von erfahrenen hauptamtlichen Sozialpädagogen an fünf Standorten (Freiburg, Berlin, Dresden, Gelsenkirchen, Hamburg) begleitet und unterstützt.

Die steigende Zahl der Anfragen in der Online-Beratung macht deutlich, dass die Jugendlichen das Angebot der Online-Beratung annehmen. Im Jahr 2014 hatten die Peerberater in der U 25-Beratung Kontakt mit 864 Jugendlichen. Die Anfragen nach Beratung sind  jedoch viel höher, doch nicht alle können wegen der Überlastung der Online-Beratung beantwortet werden. Um der hohen Nachfrage besser gerecht werden zu können bieten ab dem kommenden Jahr drei weitere Caritas-Verbände diese Online-Beratung an.

Obwohl die Online-Beratung Jugendliche in größten Notsituationen erreicht ist deren Finanzierung nicht langfristig gesichert. So ist die U 25 Beratung weiterhin auf Spenden angewiesen. Um weiterhin möglichst vielen Jugendlichen verlässlich helfen zu können fordert der Deutsche Caritasverband eine bundesweite und langfristige Förderung des Hilfsangebots.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. vom 09.09.2015

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Animation Kinderrechte in Deutschland – Eine Bilanz nach 25 Jahren UN-KRK

Posted on Juni 4, 2015. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Alle Mitglieder der National Coalition wurden im letzten Jahr anläßlich des Geburtstages der UN-Kinderrechtskonvention gebeten, ihr Datenmaterial zur Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland beizusteuern – es kamen sehr viele Zahlen und Diagramme zusammen. Zunächst erstellte die National Coalition sieben Infografiken zu Themen wie Mitbestimmung, Gewalt und Bildung – jetzt gibt es diese Infografiken auch als Animation mit einem erklärenden Begleittext:

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TV-Tipp: „37 Grad – Eltern auf Zeit“

Posted on Mai 28, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Am Dienstag, den 02.06. zeigt das ZDF von 22.15 – 22.45 Uhr in der Reihe 37 Grad den Beitrag „Eltern auf Zeit“ von Anabel Münstermann. Nach Ausstrahlung kann man die Dokumentation auch über die ZDF-Mediathek abrufen.

Senderinfo:

„Wenn das Jugendamt anruft, dann ist es wieder so weit.“ Für ein paar Wochen oder Monate bekommt Familie Meyer nun ein Kind zur Pflege. Welche schlimmen Dinge hat es wohl erlebt?

Meistens sind es Babys oder sehr kleine Kinder von minderjährigen Eltern, von Drogenabhängigen oder aus Familien, in denen sich niemand um sie gekümmert hat. „Man weiß nie, was einen erwartet. Wir sind auf alles vorbereitet“, sagt Veronica Meyer.

Am 1. Juli 2014 wird sie in die Kinderklinik gerufen. Auf der Säuglingsintensivstation liegt Marco, drei Wochen alt, mit mehrfachen Knochenbrüchen und Hirnblutungen. Hat die minderjährige Mutter ihn so zugerichtet? Das zu klären ist Sache des Gerichts. Veronica wird sich ab sofort um das schwer verletzte und traumatisierte Baby kümmern. Seit 15 Jahren öffnet Veronica fremden Kindern ihr Haus und ihr Herz. Die Kinder leben mit ihr und ihrer Familie, teilen Festtage und Urlaube. Erst wenn das Jugendamt über den endgültigen Verbleib entschieden hat, heißt es Abschied nehmen.

Auch Magda und Horst aus Köln haben sich für die Bereitschaftspflege entschieden.
Erst vor einer Woche haben sie Robin verabschiedet. Das Baby kam unterernährt und mit Entzugserscheinungen zu dem Paar – seine Mutter hatte während der Schwangerschaft Drogen konsumiert. Elf Monate später übergeben sie Robin in seine neue Pflegefamilie, die sich nichts sehnlicher als ein Baby wünscht.

Manchmal entscheiden die Gerichte aber auch anders, sehen in der Rückführung in die Herkunftsfamilie das Beste für die Kinder. „Dann leide ich am meisten, weil ich ja weiß, wie traumatisiert und verstört sie zu uns kamen“, erzählt Magda. Die dreijährige Mira ist seit mehr als einem Jahr bei ihnen. Anfangs völlig verängstigt, ist sie heute ein fröhliches Kind, das die Pflegeeltern Mama und Papa nennt. Weihnachten sollte sie zurück zu ihrer Mutter gehen, die im Drogenentzug war. Aber es kam anders. Die Mutter hat ihre Therapie abgebrochen und sich nicht mehr gemeldet.

„Das war schlimm für Mira und auch für uns, ich habe ja gespürt, wie sehr sie sich nach einer Lösung sehnte, wie sie die Telefonate und Gespräche mit dem Amt verfolgte.“ Nach drei weiteren Monaten stand fest, dass Mira nun doch in eine Dauerpflegefamilie oder ein Heim kommen würde. „Seitdem das Baby weg ist, fragt Mira fast täglich, ob wir denn nun ihre Familie sind oder ob sie auch weg muss.“

Noch während Magda und Horst sich über Miras Zukunft den Kopf zerbrechen, werden sie ins Kölner Jugendamt gerufen. Schnell packt Magda ein paar Babysachen zusammen, holt die Babyschale vom Speicher und fährt los. Mehr als einen kurzen Bericht zu dem Kind und eine Tüte voller Sachen gibt es nicht.

Am Ende der Dreharbeiten kommt es für beide Familien anders als erwartet. Der kleine Marco, der eigentlich noch seinen ersten Geburtstag bei Veronica und Jürgen feiern sollte, wird schon bald woanders leben. „Das wird einer der schlimmsten Abschiede“, da sind sich alle Familienmitglieder einig. Und Mira ist immer noch bei ihren Bereitschaftspflegeeltern.

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Was tun bei Cyber-Mobbing? – neuer Ratgeber von klicksafe

Posted on März 2, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Beleidigende Kommentare, Verleumdungen, „Dislikes“ – jeder dritte Schüler war schon einmal von Mobbing im Internet betroffen. Anlässlich der Bildungsmesse didacta veröffentlicht klicksafe nun einen umfassenden Ratgeber zum Thema Cyber-Mobbing.

Neben zahlreichen Hinweisen zur Vorbeugung von Cyber-Mobbing gibt klicksafe insbesondere auch Ratschläge für Betroffene und Angehörige. Der „Ratgeber Cyber-Mobbing“ steht ab heute zum Download und zur Bestellung bereit.

Die Internet-Plattform YouNow ist das aktuellste Beispiel dafür, wie einfach es mittlerweile ist, im Internet beleidigende Kommentare zu veröffentlichen. Ganz anonym kann man sich auf YouNow über Personen auslassen, die sich live für eine unbekannte Zuschauerschaft im Internet filmen. Aber auch Plattformen wie Facebook oder WhatsApp sind Schauplätze für Cyber-Mobbing. Für die Betroffenen – meist Jugendliche – kann dies zu einer ernst zu nehmenden Belastung werden. Um sie und ihre Angehörige hier zu unterstützen, veröffentlicht klicksafe anlässlich der Bildungsmesse didacta nun den „Ratgeber Cyber-Mobbing“. Woran erkennt man Cyber-Mobbing? Was tun bei Cyber-Mobbing? Wie kann ich Cyber-Mobbing vorbeugen? Anhand von Praxisbeispielen, Experteninterviews und weiterführenden Linktipps gibt klicksafe hierauf umfassende Antworten.

klicksafe stellt den „Ratgeber Cyber-Mobbing“ auf der weltgrößten Bildungsmesse didacta in Hannover vor. Hier ist klicksafe wieder mit einem breiten Informationsangebot vertreten. Am Gemeinschaftsstand der Medienanstalten (Halle 15, Stand: E64) bietet klicksafe einen Einblick in die umfassenden Materialien rund um das Thema „Sicherheit im Netz für Kinder und Jugendliche“. Neben dem neuen Ratgeber ist zum Beispiel auch das neue Unterrichtsmodul „Ethik macht klick – Werte-Navi fürs digitale Leben“ erhältlich. Alle Materialien stehen zudem online zur Verfügung oder können bestellt werden.

Quelle: klicksafe.de vom 24.02.2015

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Eltern und Lehrer sollten auch „Ins Netz gehen“ – BZgA bietet Tipps und Hilfe bei exzessiver Mediennutzung

Posted on Februar 9, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

Meine Tochter ist nur noch mit ihrem Smartphone zugange, was kann ich tun? Wie kann ich meine Schülerinnen und Schüler für Themen der realen Welt begeistern? Ab wann ist ein Jugendlicher computerspielsüchtig?

Anlässlich dieser und anderer Sorgen von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie pädagogisch Tätigen weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum morgigen „Safer Internet Day“ auf das neue Internetportal www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de hin. Das neue BZgA-Internetangebot hat zum Ziel, Ängste von Erwachsenen abzubauen, beispielsweise bezüglich übermäßig langer Mediennutzungszeiten. Die Internetseite erläutert die Faszination der Jugendlichen für die neuen Medien. Sie Informiert Eltern und Kindern sowie Lehrer und Schüler darüber, wie sie gemeinsam Computerspiel- und Internetsucht junger Menschen frühzeitig erkennen, rechtzeitig begegnen und Jugendliche auf dem Weg aus der Sucht unterstützen können

Die meisten Jugendlichen leben eine gesunde Mischung aus Mediennutzung und Aktivitäten im realen Leben. Aktuell zeigen nach einer Studie der BZgA jedoch etwa 3,2 Prozent der 12- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen in Deutschland ein exzessives Nutzungsverhalten von Internet- und Computerspielen. Exzessiver Medienkonsum liegt zum Beispiel dann vor, wenn Betroffene das Ausmaß ihrer Internetnutzung nicht mehr kontrollieren können, wenn sie sich übermäßig stark auch in Gedanken mit den Internetangeboten beschäftigen und unruhig oder gereizt reagieren, wenn sie nicht online sein können. „Online zu sein ist ein wichtiger Bestandteil des jugendlichen Alltagerlebens“, so Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Das stellt Familien und auch Schulen vor die Herausforderung, Heranwachsende in dieser Medienwelt so zu begleiten, dass sie sicher und verantwortungsvoll das Internet nutzen“, erläutert Dr. Thaiss.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) richtet sich mit der deutschlandweiten Präventionskampagne „Ins Netz gehen – Online sein mit Maß und Spaß“ an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren, um sie vor der exzessiven Nutzung von Computerspielen und Internetangeboten zu schützen. Dr. Heidrun Thaiss betont: „Für den langfristigen Erfolg einer Präventionskampagne ist es zusätzlich wichtig, dass auch das Umfeld der jugendlichen Zielgruppe einbezogen wird. Denn nicht nur jugendliche Suchtgefährdete müssen informiert und angesprochen werden, sondern auch diejenigen, die Jugendliche in ihrem Verhalten, Denken, Tun und Fühlen beeinflussen. Nicht zuletzt sollten sich auch hierbei Erwachsene ihrer Vorbildfunktion bewusst sein“.

Informationen der BZgA für Jugendliche

Informationen der BZgA für Erwachsene

Weitere Informationsangebote der BZgA zum Thema:

  • Computerspiele find ich toll! Wo ist das Problem? – Flyer zum Thema „Computerspiele im Internet“ für Jugendliche
  • „Im Netz bin ich am liebsten! Wo ist das Problem?“ Flyer zur richtigen Nutzung von Internetangeboten für Jugendliche
  • „Online sein mit Maß und Spaß“ – Ein Elternratgeber zum richtigen Umgang mit digitalen Medien

Die Materialien können unter www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung kostenlos bestellt werden.

Die Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2011“ – Teilband Computerspielen und Internetnutzung steht unter www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention zum Download zur Verfügung.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 09.02.2015

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Bundeskinderministerin Manuela Schwesig lud zu Kinderrechtefest ein

Posted on November 25, 2014. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Am 20. November vor 25 Jahren hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Weltweit wird dieser wichtige Meilenstein in der Geschichte der Rechte von Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Veranstaltungen begleitet. Bundeskinderministerin Manuela Schwesig lädt zu diesem besonderen Geburtstag rund 300 Kinder und Jugendliche, Vertreter und Vertreterinnen der Politik, der Fachwelt sowie Organisationen, die sich für Kinderrechte engagieren, zu einem großen Fest ins TIPI am Kanzleramt in Berlin ein.

„Die Kinderrechtskonvention hat vor 25 Jahren zu einem Umdenken in der Gesellschaft geführt. Wir müssen heute nicht mehr darüber streiten, welche Rechte Kinder haben“, sagte Schwesig. „Wir müssen uns aber fragen, wie wir diese Kinderrechte am besten umsetzen. Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz würde uns dazu verpflichten, unseren Alltag stärker nach den Bedürfnissen und Wünschen von Kindern auszurichten.“

Auf der Jubiläumsveranstaltung stellen Kinder und Jugendliche verschiedener Organisationen ihre diesjährigen Aktionen zum Thema Kinderrechte vor und diskutieren direkt mit der Bundeskinderministerin über den Umsetzungsstand der Kinderrechtskonvention in Deutschland. „Ich bin gespannt von den Kindern und Jugendlichen zu erfahren, ob sie mit der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland zufrieden sind und an welcher Stelle sie sich noch konkrete Verbesserungen wünschen.“ Schwesig erklärt außerdem: „Um besser zu erfahren, was die Kinder in ihrem Alltag brauchen, werden wir beim Deutschen Institut für Menschenrechte eine Monitoring-Stelle einrichten, die kontinuierlich beobachtet, ob und wie in Deutschland die Kinderrechtskonvention auf allen Ebenen umgesetzt wird.“

Die Kinderrechtskonvention ist in Deutschland am 5. April 1992 in Kraft getreten. Sie enthält unter anderem den Vorrang des Kindeswohls, das Recht auf Bildung, das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und sexueller Ausbeutung, das Recht auf Meinungsfreiheit, das Recht auf Gesundheit und Leistungen der sozialen Sicherheit sowie das Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung. Inzwischen gibt es drei Zusatzprotokolle zur Kinderrechtekonvention, die die Rechte von Kindern spezifizieren und erweitern. Das dritte Zusatzprotokoll, das in Deutschland seit dem 14. April 2014 in Kraft ist, regelt ein Beschwerdeverfahren, mit dem Kinder und Jugendliche Verletzungen ihrer Rechte aus der VN-Kinderrechtskonvention beim VN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf rügen können.

 

Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de und www.kinder-ministerium.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20.11.2014

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Sexueller Missbrauch: Schwieriges Thema durch interaktives Spiel kindgerecht vermitteln

Posted on Oktober 27, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die bundesweite Initiative „Trau dich!“ klärt mit einem interaktiven Online-Spiel acht- bis zwölfjährige Kinder über sexuellen Missbrauch und körperliche Selbstbestimmung auf. Die Initiatoren, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), verfolgen das Ziel, Familien in ihrer Kommunikation zu stärken, Kinder in ihrer Sprachfähigkeit zu fördern und sie über ihre Rechte aufzuklären. Das Spiel unter www.trau-dich.de/deine-staerken#spiel ermutigt Jungen und Mädchen, anderen Kindern in schwierigen Situationen zu helfen. Betroffene Kinder möchte das Spiel motivieren, sich bei einer Vertrauensperson Hilfe zu holen.

„Das Spiel vermittelt, dass Kinder ‚Nein‘ sagen dürfen, dass sie ihren Gefühlen vertrauen können und dass sie ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung haben“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Mädchen und Jungen lernen, dass es gute und schlechte Geheimisse gibt und dass sie schlechte Geheimnisse weitersagen dürfen.“ Um Kinder sensibel an das Thema heranzuführen, sind sie nicht selbst Teil der Geschichte, sondern werden von Lina oder Leon „vertreten“. Es werden verschiedene Formen von Grenzüberschreitungen aufgegriffen.

Eltern sollten das Spiel gemeinsam mit ihren Kindern spielen, empfiehlt Prof. Dr. Elisabeth Pott. Es könne so als behutsamer Einstieg in ein schwieriges, aber wichtiges Gesprächsthema dienen. „Wir begreifen das Spiel als aktive Hilfestellung für Familien und pädagogische Fachkräfte. Es soll weder Ängste noch Unsicherheiten schüren, sondern soll Wissen und Selbstbewusstsein vermitteln – und dabei noch Spaß machen.“

Die Kinder schlüpfen wahlweise in die Rolle der Spielfiguren Lina oder Leon. Sie können vier Geschichten durchspielen. In jeder Szene erzählt ein Kind von einem grenzüberschreitenden Erlebnis: In „Anna und ihr Onkel Karl“ erzählt Anna, dass sie es nicht mag, wenn der Onkel ihr zu nahe kommt und sie sogar auf den Mund küsst. In „Emir beim Fußballtraining“ berichtet Emir von seinem zudringlichen Trainer. Als Lina oder Leon geben die spielenden Kinder Tipps, wie Anna und Emir sich verhalten können. Dabei gibt es keine falschen oder richtigen Antworten. Die Mädchen und Jungen lernen jedoch, welche Konsequenzen ihre Tipps haben. Denn je nach gewählter Antwort nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf. Nach jedem Spiel fasst eine Pädagogin in einem kurzen Video die Geschichte zusammen und gibt weitere Ratschläge.

Neben dem interaktiven Spiel bietet www.trau-dich.de weitere kindgerechte Informationen und Angebote: zum Beispiel eine Datenbank mit regionalen Beratungsstellen, ein „Geheimnis-Quiz“, ein „Küsschen-Test“ und das Beratungstelefon „Nummer gegen Kummer“. Für Eltern und pädagogische Fachkräfte hat die Initiative unter www.multiplikatoren.trau-dich.de ein Online-Angebot eingerichtet. Hier finden Erwachsene unter anderem Ratgeber und Broschüren.

weitere Informationen und Screenshots des Spiels

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 27.10.2014

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Kinder und Medien: Eltern brauchen Orientierung

Posted on Oktober 16, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Stellungnahmen |

Deutsche Liga für das Kind fordert Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften

Kinder-Tablets bereits für die Einjährigen, Spielekonsolen im Kinderzimmer, hoher Fernsehkonsum, frühe Nutzung von Smartphones und des Internets: Kinder wachsen von Beginn an in eine stark durch Medien beeinflusste Umwelt hinein. Anlässlich ihrer Jahrestagung „Zwischen Bilderbuch und Touchscreen. Kinder und Medien“ am 10./11. Oktober im Konferenzgebäude des ZDF auf dem Lerchenberg in Mainz fordert die Deutsche Liga für das Kind eine Stärkung der Medienbildung in Kindergarten und Schule, mehr und bessere Informationen für Eltern, die Verankerung medienpädagogischer Inhalte in den Aus- und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte sowie einen effektiven Kindermedienschutz.

Angesichts einer kaum noch zu überblickenden Flut medialer Angebote sind viele Eltern verunsichert, gerade in den ersten Lebensjahren der Kinder. Welche Medien sind angemessen und wie viel ‚Medienzeit‘ ist sinnvoll? Wie kann ich selbst ein gutes Vorbild sein? Gemäß einer Befragung des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (KIM-Studie) äußerten 68 Prozent der Eltern, „gerne“ bzw. „sehr gerne“ weitere Informationen zum Thema ‚Kinder und Medien‘ zu erhalten. In einer Videobotschaft unterstützt Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Schirmherrin der Tagung, das Anliegen der Eltern: „Natürlich wünschen wir uns keine mediengerechten Kinder, sondern Kinder, die kindgerecht die Medien nutzen. Eltern brauchen Orientierung, sie brauchen auch klare Empfehlungen.“

Auch zahlreiche Pädagoginnen und Pädagogen zeigen Unsicherheiten. Sollen PC und Tablet Einzug in den Kindergarten halten? Welche medienpädagogischen Angebote soll die Schule vorhalten und welche Regeln im Umgang mit Medien sollen hier gelten? „Wir dürfen Kinder und Eltern nicht alleine lassen. Gerade junge Kinder haben Anspruch auf eine altersgerechte Begleitung und zugleich auf Schutz vor schädigenden Einflüssen von Medien, die ihr Wohlergehen beeinträchtigen“, sagt Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München und Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind. „Unser Ziel muss sein, alle Kinder in den kompetenten Umgang mit Medien einzuführen und eine kreative, möglichst interaktive und selbstbestimmte Nutzung der alten wie auch der neuen Medien zu fördern.“

Zu diesem Zweck fordert die Deutsche Liga für das Kind gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern, Kommunen und Fachgesellschaften mit dem Ziel, (1) das Bewusstsein für die Bedeutung des Vorlesens und Zuhörens sowie die frühe Begegnung mit Büchern zu fördern, (2) Eltern bereits in den ersten Lebensjahren ihres Kindes wissenschaftlich fundierte, leicht zugängliche und gut verständliche Informationen und Empfehlungen zum altersgerechten Umgang mit Medien zur Verfügung zu stellen, (3) die Themen ‚Medienbildung‘ und ‚Medienschutz‘ in den Ausbildungen von Erzieherinnen und Erziehern sowie von Lehrerinnen und Lehrern verpflichtend zu verankern, (4) die gesetzlichen Regelungen zum Kinder- und Jugendmedienschutz hinsichtlich der besonderen Bedürfnisse junger Kinder zu überprüfen.

Zu den Referentinnen und Referenten der Tagung am 10./11. Oktober in Mainz gehören unter anderem der Erziehungswissenschaftler und Medienpädagoge Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Universität Mainz), die Leiterin der Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation der Universität Salzburg, Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, die Vorsitzende der Gesellschaft für Medienbildungsforschung, Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke (TU Dortmund), und die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen in Mainz, Dr. Simone C. Ehmig.

Die Deutsche Liga für das Kind wurde 1977 gegründet. Sie zählt zu den führenden Verbänden in Deutschland, wenn es um den Einsatz für das Wohl und die Rechte von Kindern geht. Zu den heute mehr als 250 Mitgliedsorganisationen gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendverbände und zahlreiche Lions Clubs.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Liga für das Kind vom 10.10.2014

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Dokumentarfilm „Brown Bread: die Geschichte einer Adoptivfamilie“ am 12.10. in München

Posted on Oktober 9, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Am 12.10. wird der Dokumentarfilm „Brown Bread: die Geschichte einer Adoptivfamilie““ (englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln) um 15 Uhr in München im Gabriel Filmtheater, Dachauerstr. 16 als „Sneak Preview“ gezeigt.

„Brown Bread: die Geschichte einer Adoptivfamilie“ erzählt, wie sechs Kinder mit ganz unterschiedlicher ethnischer und sozialer Herkunft zusammen in einer Familie aufwachsen. Der Film ist die persönliche Auseinandersetzung der Filmemacherin Sarah Gross damit, wie Adoption ihre Familie und Lebensanschauung geprägt hat.

Brown Bread wurde schon in Amerika in verschiedenen Städten gezeigt und mit dem „Best World Documentary“ Preis beim Harlem International Film Festival (New York City) ausgezeichnet.

nähere Informationen

Trailer:

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Neue Website der National Coalition ist online

Posted on Oktober 9, 2014. Filed under: Netzwerke, Podcast / Online, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Kurz vor dem Weltkindertag 2014 ist die National Coalition Deutschland e.V. mit ihrer neuen Internetpräsenz online gegangen. Unter www.netzwerk-kinderrechte.de präsentiert die National Coalition sich und ihre Arbeit in neuem Design.

Auf der Website können regelmäßig aktualisierte, umfangreiche Informationen zur UN-Kinderrechtskonvention und ihren Zusatzprotokollen, dem Staatenberichtsverfahren, ausgewählten Kinderrechtethemen, Veranstaltungen und Publikationen zum Thema abgerufen werden.

Die Besucherinnen und Besucher können über info@netzwerk-kinderrechte.de ihr Feedback abgeben.

Quelle: National Coalition vom 08.10.2014

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Lexikon der Babysprache: „Signale des Babys“ auf YouTube und DVD erschienen

Posted on Oktober 8, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der neue YouTube-Kanal „Signale des Babys“ ist ein filmisches Lexikon der Babysprache – die Ausdrucksmöglichkeiten kleiner Kinder in vielen kurzen Spots und einigen längeren Filmen. So können Eltern lernen, ihre Babys noch besser zu verstehen. Das ist ganz leicht und macht dazu noch Spaß. Denn Kinder sprechen viel deutlicher mit uns, als man glaubt. Schon lange vor den ersten klaren Worten können sie eine Menge sagen – durch Laute, Gesten, Blicke, Bewegungen, mit Händen und Füßen, Augen und Lippen, mit der Sprache des ganzen Körpers.

Der Kanal zeigt Signale von Neugeborenen bis 18 Monate alten Kindern, die bei Erwachsenen Fragen aufwerfen, nicht immer leicht zu erkennen sind oder missverständlich sein können. Jedes Kind ist anders. Seine Signale, seine Zeichen sind immer auch aus der Situation heraus zu deuten. Weinen und Schreien zum Beispiel kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Andere Signale wie Wegdrehen oder Zunge herausstrecken haben bei Kindern eine ganz andere Bedeutung als bei Erwachsenen. Das wird in über 100 Spots gezeigt, im Kanal „Signale des Babys“.

Mit den Mitteln des Films wird die Sprache der Babys übersetzt: Die Kamera ist ein ruhiger, aufmerksamer Beobachter. Die „Signale des Babys“ sind das spannende Ergebnis ausführlicher Dreharbeiten mit mehreren Kameras, auf den Punkt montiert, ohne erhobenen Zeigefinger und langatmige Erklärungen – alle von bekannten Fachleuten geprüft und abgenommen. Die über 100 Spots sind zu acht Themen zusammengefasst wie Mimik, Schreien, Hören oder Gefühle. Dazu gibt es acht Informationsfilme und eine zusätzliche Einführung in das Thema.

Es liegen über 70 Minuten Filmmaterial in High Definition vor; Idee, Buch und Regie: Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann.
Das ganze Projekt – vom YouTube-Kanal über die DVD – ist unabhängig und nicht kommerziell. Es wird finanziert von der gemeinnützigen JK Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation und unterstützt von der Deutschen Liga für das Kind. Die fachliche Beratung kommt von Bärbel Derksen, Dipl. Psych., „Kompetenzzentrum Frühe Hilfen”, FH Potsdam; Prof. Dr. Éva Hédervári-Heller, FH Potsdam; Christine Rössel, Dipl. Päd., SPIN Deutschland; Prof. Dr. Jörg Maywald, Deutsche Liga für das Kind.

Die DVD-Fassung der Filme kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 5,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

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SWR2-Forum: Mein fremdes Kind – Vor welchen Herausforderungen stehen Adoptiveltern?

Posted on September 21, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Podcast / Online, Publikationen |

Am Donnerstag, den 25.09. diskutieren ExpertInnen im SWR2-Forum von 17.05 bis 17.50 Uhr zum Thema „Mein fremdes Kind – Vor welchen Herausforderungen stehen Adoptiveltern?„. Unter der Gesprächsleitung von Susanne Kaufmann nehmen teil:

  • Wolfram K., Vater zweier Adoptivkinder, Baden-Württemberg
  • Christine Lindenmayer, Sozialarbeiterin, Jugendamt der Stadt Stuttgart
  • Christiane Lutz, Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche, Stuttgart

Mit einer Adoption erfüllt sich für die meisten Paare ein lang gehegter Wunsch. Doch adoptierte Kinder starten oft mit einer Hypothek ins Leben. Schon vor der Geburt werden sie geprägt, durch Angst und Stress, durch Alkohol und Nikotin. Nicht selten haben sie Bindungsstörungen, weil sie zunächst bei verschiedenen Pflegefamilien oder in Kinderheimen leben. Lässt sich das allein durch besonders intensive Zuwendung kompensieren? Experten mahnen, dass Adoptivfamilien mehr Unterstützung und Betreuung brauchen. Während die Zahl der Pflegekinder steigt, werden in Deutschland heute immer weniger Kinder adoptiert. Vor welchen Herausforderungen stehen Adoptivfamilien in Deutschland?

Buch zur Sendung:
Christiane Lutz: Adoptivkinder fordern uns heraus. Handbuch für Beratung, Betreuung und Therapie. Klett-Cotta Verlag Stuttgart 2014, 22,95 Euro

Die Sendung kann anschließend im Internet nachgehört werden.

nähere Informationen

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