Im Jahr 2017 wurden in Niedersachsen 366 Kinder und Jugendliche adoptiert

Posted on Dezember 11, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoHANNOVER. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wurden im Jahr 2017 in Niedersachsen 366 Kinder und Jugendliche adoptiert, 187 Mädchen und 179 Jungen.

91,8% der adoptierten Minderjährigen besaßen die deutsche und 8,2% eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zum Zeitpunkt der Adoption waren 40,7% der adoptierten Kinder jünger als drei Jahre und 9,0% zwischen drei und fünf Jahre alt. Im Grundschulalter von sechs bis elf Jahren befanden sich 26,8% der adoptierten Kinder, und 23,5% waren zwölf Jahre oder älter.

61,7% wurden von der Stiefmutter bzw. dem Stiefvater adoptiert und knapp 37% standen in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu den Adoptiveltern. Lediglich 5 Kinder bzw. Jugendliche waren mit den Adoptiveltern verwandt. Zwei Drittel der unter 3-Jährigen wurde von Personen adoptiert, die nicht mit ihnen verwandt waren.

Am Jahresende 2017 waren insgesamt 67 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt, sieben weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der in Adoptionspflege untergebrachten Kinder und Jugendlichen belief sich auf 196 Minderjährige.

Eine Adoptionspflege beginnt mit dem Zeitpunkt, wenn ein Kind von seinen Eltern formal zur Adoption freigegeben und im Haushalt der vorgesehenen Adoptivfamilie aufgenommen worden ist und endet mit dem Beschluss des Vormundschaftsgerichts. Dieser Zeitraum soll den neuen Eltern und dem Kind Zeit geben, sich als „neue Familie“ zu finden.

Im Jahr 2017 wurden 390 Adoptionsbewerbungen vorgemerkt. Das waren 16,5% weniger als im Jahr 2016.

Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen vom 10.12.2018

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2012 wurden in Sachsen 237 Kinder und Jugendliche adoptiert

Posted on August 29, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , |

237 Kinder und Jugendliche wurden 2012 in Sachsen adoptiert, 116 Jungen und 121 Mädchen. Das war eine Adoption mehr als im Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption 68 Prozent der Kinder (162) unter 6 Jahre alt – darunter 13 im Säuglingsalter bzw. unter einem Jahr alt – und 21 Prozent (50) 6 bis unter 12 Jahre.

Von den adoptierten Kindern wurden 35 Prozent (83) von ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter angenommen, was keine Veränderung der Lebenssituation der Kinder zur Folge hatte. Von Verwandten, z. B. Onkel und Tanten bzw. Großeltern, wurden drei Kinder bzw. Jugendlichen adoptiert. 64 Prozent (151) waren mit den annehmenden Eltern nicht verwandt.

Am Ende des Jahres 2012 befanden sich 273 Kinder in Adoptionspflege, einer Probezeit für Kinder und potentielle Eltern. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 243 Bewerbungen für 107 zur Adoption vorgemerkte Kinder vor. Somit kamen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind zwei Adoptionsbewerber.

Quelle: Medieninformation des Statistische Landesamtes Sachsen vom 29.08.2013

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Sachsen-Anhalt: Neun von zehn im Jahr 2012 adoptierten Kindern sind von ledigen oder geschiedenen Eltern

Posted on Juli 25, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Laufe des Jahres 2012 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 90 Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren ein neues Zuhause, davon 41 Jungen und 49 Mädchen. Insgesamt wurden 13 Adoptionsfälle mehr gezählt als im Vorjahr. Damit stieg die Zahl der Adoptionen in Sachsen-Anhalt um 17 Prozent.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren zwei Drittel der Kinder unter 3 Jahre alt, 12 Prozent zwischen 3 und unter 6 Jahren, 13 Prozent zwischen 6 und unter 12 Jahren und jedes zehnte Kind 12 Jahre oder älter. Gut drei Viertel der Adoptionsfälle standen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Adoptiveltern. Bei 23 Prozent der jungen Menschen waren die Adoptierenden Stiefmutter oder Stiefvater. Ein Kind wurde von anderen Verwandten adoptiert.

68 Prozent der Kinder wurden vorher durch ledige Eltern oder Elternteile zur Adoption freigegeben, 20 Prozent durch geschiedene oder durch verheiratete, aber getrennt lebende Eltern. Durch verheiratete Eltern, welche auch noch zusammen leben, wurden vier Kinder zur Adoption freigegeben.

Am Ende des Jahres 2012 waren 95 Kinder und Jugendliche bereits in Adoptionspflege untergebracht, davon 49 Jungen und 46 Mädchen. Die Adoptionspflege ist eine Probezeit für Kinder und potentielle Eltern und soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose darüber ermöglichen, ob sich ein Eltern-Kind-Verhältnis einstellen wird. Während des Jahres 2012 wurden vier Adoptionspflegen abgebrochen. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen am Jahresende 105 Bewerbungen für 30 zur Adoption vorgemerkte Kinder und Jugendliche vor.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 16.07.2013

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Elterngeld für Pflegeeltern nur bei Adoptionspflege

Posted on April 15, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Finanzielles, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Essen. Pflegeeltern haben nur im Fall einer so genannten Adoptionspflege Anspruch auf Elterngeld. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG NRW) in einem jetzt veröffentlichen Urteil (Urteil vom 09.03.2012 – L 13 EG 37/11; Vorinstanz SG Düsseldorf – Urteil vom 14.07.2011 – S 32 EG 6/09) als erstes Landessozialgericht in Deutschland im Fall einer Klägerin aus Velbert entschieden. Sie hatte im November 2007 ein Kind in Vollzeitpflege aufgenommen. Die Personensorge stand weiter dem Jugendamt zu. Die Klägerin hatte verlangt, ihr für ihre Pflegetochter Elterngeld zu zahlen und sie damit ebenso zu behandeln, wie Eltern, die Pflegekinder mit dem Ziel der Adoption in ihren Haushalt aufgenommen haben (so genannte Adoptionspflege). Ihnen räumt das Bundeselterngeldgesetz einen Anspruch auf Elterngeld ein. Die Klägerin hatte argumentiert, die Familienbeziehung zwischen ihr und ihrer Pflegetochter sei mit derjenigen von zukünftigen Adoptiveltern zu vergleichen. Sie habe insbesondere ihre Berufstätigkeit aufgegeben, um ihr Pflegekind zu betreuen. Das Elterngeld könne deshalb in ihrem Fall seinen Zweck, Eltern bei der Erziehung von Kindern zu unterstützen, ohne weiteres erfüllen.

Dieser Argumentation sind das LSG NRW ebenso wie der für die Elterngeldgewährung zuständige Landkreis Mettmann und das Sozialgericht nicht gefolgt. Ein Elterngeldanspruch für andere als leibliche Kinder bestehe nur, wenn eine auf Dauer angelegte und rechtlich verfestigte Familienbeziehung vorliegt, insbesondere weil ein Kind mit dem Ziel der späteren Adoption in Pflege genommen worden ist. An einer solchen verfestigten rechtlichen Bindung fehle es im Fall der Klägerin, weil die leibliche Mutter des Kindes einer Adoption nicht zugestimmt hatte und eine Adoptionspflege daher nicht bestand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Klägerin kann versuchen, die vom Landessozialgericht nicht zugelassene Revision mit einer Beschwerde beim Bundessozialgericht zu erstreiten.

Quelle: Pressemitteilung des Landessozialgerichtes Nordrhein-Westfalen vom 11.04.2012

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