Thüringen: 22.500 Hilfen zur Erziehung im Jahr 2014

Posted on November 13, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , , , , , , , |

Im Jahr 2014 wurden in Thüringen 22 536 Hilfen zur Erziehung und 1 093 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen von den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe geleistet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist das ein Anstieg der Hilfen zur Erziehung gegenüber dem Jahr 2013 um 2,5 Prozent sowie der Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen um 6,7 Prozent. Von den insgesamt 23 629 geleisteten Hilfen wurden 13 230 Hilfen (56,0 Prozent) im Laufe des Jahres beendet, während 44,0 Prozent bzw. 10 399 Hilfen am 31.12.2014 andauerten.

Mit einem Anteil von 59,7 Prozent bzw. 14 110 Hilfen wurden im Jahr 2014 am häufigsten Erziehungsberatungen geleistet. 2 333 Fälle (9,9 Prozent) entfielen auf die Hilfeform der Heimerziehung bzw. sonstigen betreuten Wohnform, 1 823 Hilfen (7,7 Prozent) auf die Vollzeitpflege.

Des Weiteren erfolgte in 1 524 Fällen die Hilfe in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe.
Knapp die Hälfte der jungen Menschen, für die eine Hilfe zur Erziehung gewährt wurde (46,7 Prozent bzw. 10 526 Fälle) lebte mit einem alleinerziehenden Elternteil. Mehr als jeder zweite dieser Alleinerziehenden (55,1 Prozent bzw. 5 803 Fälle) bezog Transferleistungen.

Insgesamt wurde 24 879 jungen Menschen, die in Familien lebten, Hilfe zur Erziehung gewährt. Das entsprach einer Steigerung gegenüber dem Jahr 2013 um 2,4 Prozent. 7 354 Kinder bzw. 29,6 Prozent waren noch keine sechs Jahre alt. Weitere 9 257 Kinder bzw. 37,2 Prozent waren im Alter zwischen sechs und elf Jahren, 7 142 Kinder und Jugendliche bzw. 28,7 Prozent waren im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und 1 126 bzw. 4,5 Prozent waren junge Volljährige. Bei 1 419 Kindern hatte mindestens ein Elternteil eine ausländische Herkunft.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik vom 11.11.2015

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„Vom guten Leben mit Pflegekindern – auch als Einelternfamilie“ am 24.06. in Freiburg

Posted on April 15, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vom guten Leben mit Pflegekindern – auch als Einelternfamilie“ berichten Ulrike Bauer und Elfi Hartung für die Pflegeelternschule Baden-Württemberg bei einem Seminar am 24.05. in Freiburg.

Wer das Familienleben mit Pflegekindern alleine als Vater oder Mutter gestalten muss, hat zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen.
Die Kinder brauchen von uns die Sicherheit, mit dem zusätzlichen „Anderssein“ zurechtzukommen. Das materielle Auskommen muss gelingen. Beruf und Familie wollen unter einen Hut gebracht werden. Die Umwelt reagiert auf diese Familienform und letztlich haben wir allein schaffenden Eltern auch noch Bedürfnisse, die wir nicht vergessen dürfen.

Wir „alleinerziehenden“ Eltern haben die Aufgabe, unseren Kindern Zuversicht zu vermitteln, dass das Familienleben gelingen wird, so wie wir es anpacken (müssen). Ausgerichtet an den Bedürfnissen der Teilnehmer soll das Tagesseminar einen Austausch anregen unter Betroffenen, geleitet von vordringlichen Aspekten:

  • Achtsam werden gegenüber der eigenen Trauer und dem Hadern mit dem So-Sein.
  • Die stummen Fragen der Kinder, aber auch ihre schwierigen Verhaltensweisen als Antwort en wahrnehmen und verstehen.
  • Den Weg beginnen zu einer anders, aber gut funktionierenden Familie: „Wir sind ein besonderes Team“
  • Die Kinder im Rahmen des Pflegeverhältnisses kompetent vertreten und schützen.

Darüber hinaus werden Informationen über rechtliche Fragen bereitgestellt.

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„Wir managen es allein! – Erfahrungsaustausch für alleinerziehende Pflegemütter und Pflegeväter“ am 12.12. in Berlin

Posted on November 8, 2013. Filed under: Berlin, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Alleinerziehende Pflegeeltern haben, wie alle Alleinerziehenden, die herausfordernde Aufgabe, Arbeit, Kinderbetreuung und Familienleben unter einen Hut zu bringen. Darüber hinaus müssen sie aber auch noch alle Aufgaben bewältigen, die die Rolle als Pflegemutter bzw. Pflegevater mit sich bringt. Um dem allem gerecht zu werden, sind kreative Lösungsstrategien gefordert.

Über die verschiedenen Lösungsstrategien können Sie am 12.12. in den Räumlichkeiten der Familien für Kinder gGmbH in Berlin mit anderen alleinerziehenden Pflegemüttern und Pflegevätern diskutieren.

Eine verbindliche Anmeldung bis zum 05.12. ist notwendig.

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Hilfen und Beratungen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe 2012 in den Ländern Berlin und Brandenburg

Posted on Oktober 28, 2013. Filed under: Berlin, Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Land Brandenburg wurden im Jahr 2012 insgesamt 33 066 jungen Menschen erzieherische Hilfen und Beratungen gewährt, von denen 16 367 im Laufe des Jahres beendet wurden. Zu 54,8 Prozent waren männliche Personen betroffen. Erziehungsberatungen bildeten mit einem Anteil von 36,1 Prozent den Schwerpunkt, gefolgt von der sozialpädagogischen Familienhilfe mit 23,0 Prozent. 4 037 junge Menschen (12,2 Prozent) erhielten eine Heimerziehung bzw. wurden in sonstigen Wohnformen betreut. Soziale Gruppenarbeit und intensive sozialpädagogische Einzelarbeit fanden dagegen nur wenig Anwendung (0,8 bzw. 0,5 Prozent). Am größten war der Bedarf an Hilfen und Beratungen mit 37,3 Prozent in den Altersgruppen der Neun- bis unter 15-Jährigen (darunter 57,3 Prozent männliche junge Menschen).

Wie das Amt für Statistik weiter mitteilt, wurden 45,6 Prozent der 28 869 gewährten Hilfen von Familien mit nur einem Elternteil in Anspruch genommen, gefolgt von Elternpaaren mit 29,2 Prozent. Die wichtigsten Gründe für die Hilfegewährung waren eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Sorgeberechtigten (20,0 Prozent), Belastungen der jungen Menschen durch familiäre Konflikte (12,9 Prozent) sowie Entwicklungsauffälligkeiten und seelische Probleme der jungen Menschen (12,4 Prozent). 663 Hilfen und Beratungen (4,6 Prozent) erfolgten wegen Unversorgtheit der jungen Menschen.

In Berlin wurden im Jahr 2012 insgesamt 50 019 jungen Menschen Hilfen und Beratungen gewährt. 55,0 Prozent von ihnen waren männlich. Die Erziehungsberatung stellte mit 45,7 Prozent den größten Hilfe- und Beratungsanteil, gefolgt von sozialpädagogischer Familienhilfe (20,7 Prozent) und der Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform (11,9 Prozent). Soziale Gruppenarbeit und intensive sozialpädagogische Einzelarbeit fanden dagegen nur wenig Anwendung (1,8 bzw. 0,3 Prozent). Mit 36,9 Prozent nutzten auch in Berlin junge Menschen im Alter von neun bis unter 15 Jahren am häufigsten Hilfen zur Erziehung (darunter 57,5 Prozent männliche junge Menschen).

Von 44 453 gewährten Hilfen und Beratungen zur Erziehung 2012 im Land Berlin fiel mit 50,8 Prozent der größte Teil auf Familien mit nur einem Elternteil, gefolgt von Elternpaaren mit 28,8 Prozent. Die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte war in Berlin der Hauptgrund für die Hilfeinanspruchnahme (20,5 Prozent ), gefolgt von eingeschränkter Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit 14,4 Prozent und schulischen/beruflichen Problemen der jungen Menschen (11,1 Prozent). Wegen Unversorgtheit wurden 976 Hilfen und Beratungen in Anspruch genommen (4,7 Prozent).

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 28.10.2013zur

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Hessen: Alleinerziehende benötigen häufiger Hilfen zur Erziehung

Posted on August 1, 2013. Filed under: Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Jahr 2012 wurden in Hessen knapp 62 370 Hilfen zur Erziehung und 5390 Hilfen zur Eingliederung seelisch behinderter junger Menschen geleistet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit 1,4 Prozent weniger Hilfen gewährt als ein Jahr zuvor. Eine Ausnahme bildete die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen mit einem Plus von elf Prozent. Von den insgesamt 67 760 Hilfen wurden knapp 33 900 im Berichtsjahr beendet und 33 850 Hilfen dauerten am Jahresende noch an. 33900 Hilfen wurden 2012 neu begonnen.

Mit 48 Prozent war die Erziehungsberatung die häufigste Hilfeform vor der „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ und der sozialpädagogischen Familienhilfe mit knapp zwölf bzw. elf Prozent. Knapp sieben Prozent entfielen auf die Vollzeitpflege und sechs Prozent auf die sonstigen Hilfen nach § 27 SGB VIII. Die soziale Gruppenarbeit, die Erziehung in einer Tagesgruppe und die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung spielen zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte bzw. von seelischer Behinderung bedrohte junge Menschen (§ 35 a SGB VIII) nimmt eine Sonderstellung ein und gehört nicht zu den Hilfen zur Erziehung. Sie machten acht Prozent aller Hilfen aus.

37,1 Prozent der Familien, die eine Hilfe zur Erziehung oder Eingliederungshilfe bekamen, lebten von Transferleistungen. Der Anteil der Familien mit Transferleistungen fiel umso höher aus, je „stärker“ der Eingriff in das Leben des jungen Menschen bzw. der Familie notwendig war. So lag zum Beispiel der Anteil bei der Vollzeitpflege bei 80 Prozent, bei der eher „schwächeren“ Erziehungsberatung hingegen bei 17 Prozent.

59,9 Prozent der jungen Menschen lebten bei Alleinerziehenden oder einem Elternteil mit neuem Partner, 39 Prozent lebten bei den zusammenlebenden Eltern. Mehr als jede zweite dieser Alleinerziehenden war auf Transferleistungen angewiesen. Dies ist unter anderem mit der zunehmenden Belastung in Form von fehlenden materiellen Ressourcen und fehlender sozialer Unterstützung sowie bestehenden Alltagsproblemen zu erklären. Hinzu kommt, dass die Kinder oft seelisch unter der Trennung der Eltern leiden.

Neben den Hilfen, die sich auf den einzelnen jungen Menschen beziehen, werden auch familienorientierte Hilfen gewährt. Hier wird die ganze Familie unterstützt, sodass die Zahl der betroffenen jungen Menschen mit 75 400 über der Zahl der gewährten Hilfen (67 760) lag.

Die Hilfen können ambulant (Erziehungsberatungen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung, sozialpädagogische Familienhilfe, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII), teilstationär (Erziehung in einer Tagesgruppe) oder außerhalb des Elternhauses (Heimerziehung, Vollzeitpflege, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII) geleistet werden.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 31.07.2013

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Erfahrungsaustausch für alleinerziehende Pflegemütter und Pflegeväter am 13.12. in Berlin

Posted on November 12, 2012. Filed under: Berlin, Erziehungsstellen, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Einen Erfahrungsaustausch für alleinerziehende Pflegemütter und Pflegeväter nach dem Motto „Wir managen es allein!“ und unter der Leitung von Dipl.-Pädagogin Petra Heßmann bietet Familien für Kinder am 13.12. in Berlin an.

Alleinerziehende Pflegeeltern haben, wie alle Alleinerziehenden, die herausfordernde Aufgabe, Arbeit, Kinderbetreuung und Familienleben unter einen Hut zu bringen. Darüber hinaus müssen sie aber auch noch alle Aufgaben bewältigen, die die Rolle als Pflegemutter bzw. Pflegevater mit sich bringt. Um dem allem gerecht zu werden, sind kreative Lösungsstrategien gefordert.

Über die verschiedenen Lösungsstrategien können Sie an diesem Abend mit anderen alleinerziehenden Pflegemüttern und Pflegevätern diskutieren.

nähere Informationen

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Start der Berliner Kampagne zur Gewinnung von Pflegefamilien

Posted on August 12, 2012. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Jörg Steinert (LSVD), Jugendsenatorin Sandra Scheeres und Peter Heinßen (Familien für Kinder gGmbH) präsentieren die Plakatkampagne. (Foto: H. Thelen)

Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“, mit diesem Slogan startete am 10.08. die Plakatkampagne der Familien für Kinder gGmbH und des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD). Mit Unterstützung von Paritätischem Wohlfahrtsverband und Diakonie sowie allen 12 Berliner Bezirken und allen freien Trägern der Pflegekinderhilfe sollen durch die Plakatkampagne neue Pflegefamilien gewonnen werden.

Im Jahr 2011 haben in Berlin 700 Kinder befristet und dauerhaft ein neues Zuhause gefunden. Für viele Kinder konnte jedoch keine Pflegefamilie gefunden werden. Sie mussten in Heimeinrichtungen untergebracht werden.

Gemäß den Ausführungsvorschriften des Landes Berlin kommen unterschiedliche Familienformen als Pflegestellen in Betracht. Mit der Kampagne werden neben verheirateten Paaren daher auch explizit Singles und unverheiratete Paare, Menschen bis 45 Jahre sowie lesbische und schwule Paare angesprochen.

Jugendsenatorin Sandra Scheeres stellte die Plakatkampagne heute in Neukölln vor. „Ich wünsche mir eine große Resonanz auf diese Kampagne, damit noch mehr Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, ein neues Zuhause in einer neuen Familie finden”, so die Senatorin.

Mehrere Hundert Großflächenplakate werden nun in den nächsten Wochen von der Koschwitz Plakat GmbH im gesamten Stadtgebiet angebracht.

zum Filmbericht in der rbb-Abendschau vom 10.08.2012 (5:58 min)

Quelle: Familien für Kinder gGmbH

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Hessen: Alleinerziehende benötigen häufiger Hilfen zur Erziehung

Posted on August 4, 2012. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Im Jahr 2011 wurden in Hessen knapp 64 000 Hilfen zur Erziehung und knapp 4900 Hilfen zur Eingliederung seelisch behinderter junger Menschen geleistet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit knapp zwei Prozent mehr Hilfen gewährt als ein Jahr zuvor. Von den insgesamt 68 800 Hilfen wurden knapp 34 600 im Berichtsjahr beendet und 34 200 Hilfen dauerten am Jahresende noch an.

Mit 48 Prozent war die Erziehungsberatung die häufigste Hilfeform vor der „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ und der sozialpädagogischen Familienhilfe mit knapp zwölf bzw. elf Prozent. Knapp sieben Prozent entfielen auf die Vollzeitpflege und sechs Prozent auf die sonstigen Hilfen nach § 27 SGB VIII. Die soziale Gruppenarbeit, die Erziehung in einer Tagesgruppe und die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung spielen zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte bzw. von seelischer Behinderung bedrohte junge Menschen (§ 35 a SGB VIII) nimmt eine Sonderstellung ein und gehört nicht zu den Hilfen zur Erziehung. Sie machten sieben Prozent aller Hilfen aus.

38 Prozent der Familien, die eine Hilfe zur Erziehung oder Eingliederungshilfe bekamen, lebten von Transferleistungen. Der Anteil der Familien mit Transferleistungen fiel umso höher aus, je „stärker“ der Eingriff in das Leben des jungen Menschen bzw. der Familie notwendig war. So lag zum Beispiel der Anteil bei der Vollzeitpflege bei 79 Prozent, bei der eher „schwächeren“ Erziehungsberatung hingegen bei 17 Prozent.

43 Prozent aller Hilfen wurden an Alleinerziehende gewährt; bei zusammenlebenden Eltern waren es 37 Prozent. Mehr als jede zweite dieser Alleinerziehenden war auf Transferleistungen angewiesen. Dies ist unter anderem mit der zunehmenden Belastung in Form von fehlenden materiellen Ressourcen und fehlender sozialer Unterstützung sowie bestehenden Alltagsproblemen zu erklären. Hinzu kommt, dass die Kinder oft seelisch unter der Trennung der Eltern leiden.

Neben den Hilfen, die sich auf den einzelnen jungen Menschen beziehen, werden auch familienorientierte Hilfen gewährt. Hier wird die ganze Familie unterstützt, sodass die Zahl der betroffenen jungen Menschen mit 76 800 über der Zahl der gewährten Hilfen (68 800) lag.

Die Hilfen können ambulant (Erziehungsberatungen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung, sozialpädagogische Familienhilfe, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII), teilstationär (Erziehung in einer Tagesgruppe) oder außerhalb des Elternhauses (Heimerziehung, Vollzeitpflege, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII) geleistet werden.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 01.08.2012

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Erfahrungsaustausch für alleinerziehende Pflegemütter und Pflegeväter am 15.12. in Berlin

Posted on November 15, 2011. Filed under: Berlin, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Eine Erfahrungsaustausch für alleinerziehende Pflegemütter und Pflegeväter unter dem Titel „Wir managen es allein!“ bietet die Familien für Kinder gGmbH am Donnerstag, den 15.12. unter der Leitung von Dipl.-Pädagogin Petra Heßmann an.

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 01.12.2011 möglich.

nähere Informationen (zur Veranstaltung auf Seite 20, zur Anmeldung auf Seite 21)

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Krise als Chance nutzen! Die Alleinerziehendenverbände fordern gezielte Maßnahmen gegen Kinderarmut

Posted on Mai 17, 2010. Filed under: International, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das European Network of Single Parent Families (ENoS) traf sich am 15. Mai 2010 in Bozen zur diesjährigen Mitgliederversammlung. Die Alleinerziehendenverbände fordern gezielte Maßnahmen gegen Kinderarmut:

Berlin/Bozen, 17. Mai 2010

Die im europäischen Netzwerk zusammengeschlossen Verbände fordern die Regierungen auf, gerade in der Krise an der Bekämpfung von Kinderarmut und am Ausbau der Infrastruktur festzuhalten. „Die europaweite Wirtschaftskrise darf nicht als Rechtfertigung für die Kürzung familienpolitischer Leistungen herhalten. Wir müssen die Krise als Chance sehen und jetzt die richtigen politischen Prioritäten für die Zukunft setzen“, bekräftigte Edith Schwab, ENoS-Präsidentin anlässlich des Jahrestreffen der Alleinerziehendenverbände am 15. Mai 2010 in Bozen, Südtirol.

Die Kinder von Alleinerziehenden sind in fast allen Ländern die größte von Armut betroffene Gruppe. Das Armutsrisiko von Kindern in der EU beträgt 19 Prozent, das von Einelternfamilien 35 Prozent. Insgesamt gelten 20 Millionen Kinder als arm. Arme Kinder nehmen nachweislich weniger an Bildungsangeboten teil, gehen nicht zu gleichen Anteilen auf weiterführende Schulen und sind seltener in Vereinen und Freizeitinitiativen zu finden. Armut von Kindern hat erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsstandorte der Staaten, die auf eine leistungsstarke, innovative und kreative nachwachsende Generation angewiesen ist. In den Ausbau von qualitätsvoller Kinderbetreuung und der kostenlose Zugang zu Bildungseinrichtungen aller Art muss weiter investiert werden, wenn die gegenwärtige Wirtschaftskrise nicht zur Dauerkrise werden soll.

Die Stärkung der Binnenstruktur ist eine politische Aufgabe, die sofort und für alle Kinder realisiert werden muss. Kindern ist aus dem Steueraufkommen der Länder eine finanzielle Grundsicherung zu bezahlen, die es ermöglicht, dass jedes Kind mit gesundem Essen, mit kindgerechtem Wohnraum, mit autonomen Freizeitmöglichkeiten und mit einem Angebot an vielfältigen Bildungsangeboten versorgt wird. Es steht in der Verantwortung der Staatengemeinschaft, für das Wohl jeder Kindergeneration zu sorgen – und nicht nur die Banken und die Wirtschaft mit Milliardenbeträgen zu unterstützen.

Das Netzwerk der europäischen Einelternfamilien wird sich gezielt dafür einsetzen, Kürzungen zu verhindern und die Regierungschefs an ihre Verantwortung für die nachfolgende Generation zu erinnern.

*Asociación de Madres Solteras “Isadora Duncan”, Spanien ▪ Federació Catalana de Famílies Monoparentals,Spanien ▪ Fédération Syndicale des Familles Monoparentales, Frankreich ▪ Österreichische Plattform für Alleinerziehende, Österreich ▪ Schweizerischer Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Schweiz ▪Sveriges Makalösa Föräldrar, Schweden ▪ Südtiroler Plattform für Alleinerziehende, Italien ▪ Verbandalleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V., Deutschland

Quelle: Pressemeldung des Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. (VAMV) vom 17.05.10

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Hartz IV: Mehrbedarfszuschlag ohne Sorgerecht

Posted on Juli 14, 2009. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Für die Anerkennung des Hartz IV-Mehrbedarfszuschlages für Alleinerziehende ist es nicht erforderlich, dass die leistungsberechtigte Person Inhaber des Personensorgerechts ist oder dass das zu erziehende Kind ihr leibliches Kind ist (hier für den Fall eines Pflegekindes)

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (L 25 AS 1446/07) urteilte: Der Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende wird für ein Pflegekind auch dann gezahlt, wenn die oder der Alleinerziehende Pflegegeld erhält. Insbesondere ist für die Anerkennung des Mehrbedarfszuschlages nicht erforderlich, dass die leistungsberechtigte Person Inhaber des Personensorgerechts ist oder dass das zu erziehende Kind ihr leibliches Kind ist. Ausreichend ist vielmehr, dass die betreffende Person die Pflege und Erziehung des Kindes tatsächlich (allein) ausübt, so dass der Zuschlag auch dann anzuerkennen ist, wenn ein Pflegekind versorgt wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Alleinerziehende – wie hier – für die Unterbringung, Erziehung und Betreuung des Pflegekindes Pflegegeld nach dem SGB VIII erhält. Denn abgesehen davon, dass bei allein erziehenden Beziehern der vorgenannten Leistung dieselben Bedarfe bestehen wie bei allen anderen allein erziehenden Personen auch, für die der Mehrbedarfszuschlag dazu dient, den höheren Aufwand für die Versorgung, Pflege und Erziehung eines Kindes etwa wegen geringerer Beweglichkeit sowie zusätzliche Aufwendungen für die Kontaktpflege oder die gelegentliche Inanspruchnahme von Dienstleistungen Dritter auszugleichen, ist der Bedarf eines allein erziehenden Beziehers von Pflegegeld gerade losgelöst von dieser Leistung zu beurteilen. Diese Leistung dient dazu, den Lebensbedarf des Kindes zu decken, und wird unabhängig davon gewährt, ob die Pflegeperson allein erziehend ist oder die Pflege des Kindes gemeinsam mit einem Partner übernimmt. Mangels Zweckidentität zwischen dem Pflegegeld und dem Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende kommt eine einschränkende Auslegung des § 21 Abs. 3 Nr. 1 SGB II nicht in Betracht (vgl. OVG Bremen, Beschluss vom 4 Juli 2007 – S 1 B 235/07 – zitiert nach juris sowie Lang/ Knickrehm in Eicher/ Spellbrink, SGB II, 2. Aufl., § 21 Rn. 28).

Die Revision ist gemäß § 160 Abs. 2 Nr. 1 SGG zugelassen worden, weil die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat, soweit es um die Frage geht, ob der Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende nach § 21 Abs. 3 Nr. 1 SGB II auch dann anzuerkennen ist, wenn der Hilfesuchende Pflegegeld nach § 39 SGB VIII bezieht.

Quelle: www.gegen-hartz.de vom 04.07.09

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Neues Internetportal des VAMV online!

Posted on Juli 1, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Heute, am 1. Juli 2009 geht das neue Community-Portal des VAMV online:
Allein erziehende Mütter und Väter haben die Chance, sich über alles auszutauschen, was sie rund um sich und ihre Kinder bewegt. Visuell und inhaltlich setzt das Portal innovative Standards. Getragen von der Idee, den bundesweit 2,6 Millionen Alleinerziehenden eine Plattform der Kommunikationen zu bieten, konzentriert sich das Portal auf die gängigen Themen: Wie leben Alleinerziehende? Wie kommen sie mit dem Alltag zurecht? Was sind ihre Interessen und wie können sie ihre Wünsche verwirklichen?

„Wir haben die Vernetzung von Alleinerziehenden als zentralen Bestandteil unserer Verbandsarbeit auf die Spur in die Zukunft gesetzt“, so Edith Schwab, VAMV Bundesvorsitzende. „Das Portal bietet alle Möglichkeiten des Web 2.0 und knüpft damit an den Grundsatz der Selbsthilfe an – dem Prinzip, nach dem der VAMV bundesweit aktiv ist.“

Die Vernetzung von Interessengruppen über das Internet ist weit verbreitet. Jung und alt trifft sich an verschiedenen virtuellen Plätzen, um Freundschaften zu pflegen, aktuelle Probleme wie zum Beispiel pubertierende Kinder zu diskutieren und hat die Möglichkeit, sich ein breites Spektrum an Meinungen einzuholen. Das Portal fokussiert auf eine aktuelle Berichterstattung aus der politischen Großwetterlage, persönliche Lebensberichte und Themengruppen. Unterstützt wird der Austausch durch Prominente auf dem „Promithron“ und von Expert/innen aus unterschiedlichen Bereichen: Familienrecht, Steuerberatung, Erziehungsberatung, Psychologie, Verbraucherschutz, usw.

Die wichtigsten Elemente sind:

  • Portrait der Woche: Eine allein erziehende Mutter oder ein allein erziehender Vater erzählen aus ihrem Leben. Urlaubsberichte, Krisensituationen, kleine und große Freuden mit den Kindern – persönlich und unmittelbar.
  • Matilda LaFond: Die Online-Redakteurin kommentiert und bewertet das aktuelle politische Geschehen rund um`s Alleinerziehen sehr individuell, etwas schräg, dabei immer haarscharf an gesellschaftlichen Trends und Moden orientiert. In „Matildas Blog“ sieht der Alltag etwas weniger grau aus.
  • Promi-Thron: Es gibt viele allein erziehende Promis oder solche, die als Kinder von Alleinerziehenden aufgewachsen sind. Von ihrem Thron aus berichten sie, was das für sie bedeutet.
  • Die Gruppen – Kernstück des Portals: Kernstück des Portals sind die Themengruppen: Die Nutzerinnen und Nutzer können zu jedem Thema, das sie mit anderen diskutieren wollen, Gruppen bilden – zum Umgang, zum Unterhalt, zum Sorgerecht – aber auch zu Freizeitgestaltung,

Urlaubsmöglichkeiten, Entspannungstechniken und Kindererziehung. Ziel ist es, möglichst viele Gruppen mit einer großen Zahl von Mitgliedern zu gründen.

www.die-alleinerziehenden.de ist ein Projekt des VAMV-Bundesverbands und wird unterstützt von der Stiftung Aktion Mensch.
Projektleitung: Marie-Christine Heuell (Tel. 030-69 59 78 73) heuell@vamv.de

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Kinder schützen statt Eltern kontrollieren: Alleinerziehende kritisieren Kinderschutzgesetz

Posted on Mai 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter Bundesverband e.V. erklärt in seiner Pressemitteilung vom 25.05.09:

„Alleinerziehende sind in der Jugendhilfe eine präsente Zielgruppe. Sie laufen Gefahr, beim Thema Kinderschutz unter Generalverdacht zu stehen“ so Edith Schwab, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). „Die Jugendhilfe entwickelt sich beim Stichwort Kindeswohl zunehmend zu einer Kontrollbehörde. Das können wir nicht hinnehmen.“

Heute findet eine Anhörung von Expert/innen zum Kinderschutzgesetz vor dem Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt. Der Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Kinderschutzes (Kinderschutzgesetz) legt den Schwerpunkt auf Hausbesuche und Meldepflichten. Geheimnisträger/innen werden teilweise von der Schweigepflicht entbunden. Das bedeutet, dass viele Eltern aus Scham und Angst keine Hilfe mehr suchen werden. Eine Erhöhung der Mittel für die Kinder- und Jugendhilfe ist nicht vorgesehen.

Nach Ansicht des VAMV stehen die Investitionen der Regierung in keinem Verhältnis zu ihrem gesetzgeberischen Aktionismus. „Wer Kinder in den Mittelpunkt stellen will, sollte die Jugendhilfe nicht mit regulativen Aufgaben überlasten, sondern bei den Ursachen der Gefährdungen ansetzen“ kritisiert Edith Schwab. „Eine Kuh, die ich melken will, muss ich auch füttern. Im Kinderschutz heißt das nicht nur eine bessere Ausstattung der Jugendhilfe. Vor allem heißt es, Kinderarmut wirksam zu bekämpfen. Wer durch Kontrollmaßnahmen die Kindeswohlgefährdung individualisiert, verliert aus den Augen, dass durch mangelhafte Armutsbekämpfung ein viel größerer Anteil von Kindern gefährdet wird“ so die Vorsitzende weiter.

Der VAMV fordert eine Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro zur Existenzsicherung von Kindern.

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