BumF: Zahl der Asylanträge von umF erheblich gesunken

Posted on Oktober 25, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoGegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Asylanträge unbegleiteter Minderjähriger um ca. 76 % gesunken. Von Januar bis August 2017 wurden 6.928 Asylanträge gestellt. Der Großteil der Antragstellenden war 16 oder 17 Jahre alt (ca. 82 %) und männlich (ca. 86%). Hauptherkunftsländer waren Afghanistan (ca. 25%) und Eritrea (ca. 20%). Die Gesamtschutzquote betrug ca. 80 %. Auch die Zahl junger Flüchtlinge, die im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe betreut und untergebracht wird, ist gegenüber dem Jahresende 2016 um ca. 17 % zurückgegangen.

zur Pressemitteilung des BumF vom 25.10.2017

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Artikel „Jung, integriert, ausreisepflichtig“

Posted on Juni 14, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Artikel „Jung, integriert, ausreisepflichtig“ vom 14.06.2017 in RP-online beschreibt den exemplarischen Fall eines 18-jährigen Afghanen, der nach eineinhalb Jahren in seiner Kölner Gastfamilie in seinen Herkunftsstaat abgeschoben werden soll.
Der junge Mann meint: „Wenn ich zu Hause in Sicherheit wäre, wäre ich nicht hier“.
Seine Pflegemutter gibt zu Bedenken: „Die Behörden werden so keine Pflegefamilien mehr für Flüchtlingskinder finden.“

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Kinderkommission: „Kinderrechte für Flüchtlingskinder in der Unterkunft, dem Asylverfahren und der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on April 5, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

logoDie Kinderkommission des Deutschen Bundestages veröffentlicht am 23.03.2017 eine Stellungnahme zum Thema „Kinderrechte für Flüchtlingskinder in der Unterkunft, dem Asylverfahren und der Kinder- und Jugendhilfe“ und formuliert Empfehlungen für die Bereiche Flüchtlingsunterkünfte, Asylverfahren und Kinder- und Jugendhilfe..

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Kritik an Restriktionen beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Posted on April 5, 2017. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Das Auswärtige Amt hat am 20.03.2017 einen Runderlass zum Thema Familiennachzug zum unbegleiteten minderjährigen Flüchtling veröffentlicht, der als Rechtsgrundlage für den Eltern- und Geschwisternachzug und die humanitäre Aufnahme gemäß § 22 AufenthG dient.

Der Niedersächsischen Flüchtlingsrat kritisiert in seiner Pressemitteilung „Restriktionen beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ vom 31.03.2017 diese Leitlinien des Auswärtigen Amtes, da sie Familiennachzug mit Geschwistern faktisch unmöglich machten.

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BumF: Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht

Posted on Februar 17, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Der Bundesfachverband umF (BumF) nimmt Stellung zum Gesetzentwurf zur schnelleren Abschiebung und warnt vor Dauerkasernierung und Desintegration von Flüchtlingskindern:

Am 9. Februar 2017, haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Großteil der Ministerpräsidenten der Länder auf einen 15-Punkte-Plan zur „schnelleren Abschiebung“ verständigt – am 15. Februar lag bereits ein Gesetzentwurf vor. Der Bundesfachverband umF (BumF) sieht unter anderem die Pläne zur Ausweitung der Pflicht in (Erst-)Aufnahmeeinrichtungen zu verbleiben, die Nichtbeachtung des Kindeswohlvorrang sowie die Gefahr einer pauschalen Pflicht zur Asylantragsstellung bei umF mit großer Sorge.

Quelle: BumF vom 14.02.2017

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Gastfamilien: Rechte von Beiständen in Anhörungen des BAMF

Posted on Oktober 31, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Ein Schreiben des Bundesinnenministeriums vom 18.10.2016 stellt klar, dass Beistände (z.B. Betreuer_innen oder Pflegeeltern) ein „Anwesenheits- und Fragerecht“ während der Anhörung haben und keine Genehmigung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für eine Teilnahme an Anhörungen brauchen.

Sämtliche Teilnehmer_innen sollten aber natürlich weiterhin vorab beim BAMF angekündigt werden, zudem wird der Zeitpunkt der Möglichkeit zur Fragestellung weiterhin von dem/der Anhörer_in bestimmt.

Quelle: Newsletter des Bundesfachverbandes Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 31.10.2016

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Häufige Fragen zum Thema „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Posted on April 29, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) hat in seiner neuen Rubrik „FAQ – Häufige Fragen“ nützliche Informationen zusammengestellt.

Sie beantworten an dieser Stelle ab sofort Fragestellungen rund um das Thema unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die für die Beratung und Betreuung relevant sind. Online finden sich bereits Informationen zu Abschiebung, Altersfestsetzung, Asylverfahren, Ausbildung, Kindergeld, Pflegschaften und einigen anderen Themen.

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Tagung „FLUCHT – Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft“ am 01.06. in Hannover

Posted on März 9, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 01.06.2016 findet in Hannover die Tagung „FLUCHT – Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft“ statt.

Die Vollzeitpflege ist in den letzten Monaten grundlegend durch die Aufnahme junger Flüchtlinge herausgefordert worden. Sie entwickelt neue Angebotsformen – wie z.B. die Gastfamilien – und baut neue Beratungs- und Hilfestrukturen auf. Insgesamt zeigt sich, dass die Vollzeitpflege auf dem Weg ist, in der Einwanderungsgesellschaft anzukommen.

Auf dieser Tagung soll darum der Stand der Entwicklungen diskutiert und zusammentragen werden, wie sich die Vollzeitpflege in Zukunft fachlich in der Einwanderungsgesellschaft ausrichten kann.

Anmeldeschluss ist der 30.04.2016

nähere Informationen

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Jeder dritte Asylbewerber ist minderjährig

Posted on März 1, 2016. Filed under: Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/AW) Die Zahl minderjähriger Asylbewerber in Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7621) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7470) hervor. Im Jahr 2015 hätten 137.479 Minderjährige einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Dies entspricht einem Anteil von 31,1 Prozent an allen Erstanträgen auf Asyl (441.899). Rund zehn Prozent der minderjährigen Asylbewerber (14.439) seien ohne Begleitung nach Deutschland gekommen. 2013 hätten 38.790 Minderjährige (2.485 Unbegleitete) und im Jahr darauf 54.988 Minderjährige (4.399 Unbegleitete) erstmals einen Asylantrag gestellt. Die meisten der minderjährigen Asylbewerber im vergangenen Jahr stammen nach Regierungsangaben aus Syrien (42.097), Albanien (18.918), Afghanistan (13.772), dem Kosovo (12.174), dem Irak (9.247) und Serbien (8.377).

Quelle: Heute im Bundestag vom 01.03.2016

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B-umF veröffentlicht Zahlen zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Bestand, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug

Posted on Februar 3, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fortbildung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) in Deutschland ist Ende Januar auf über 60.000 gewachsen. Hauptherkunftsländer im Jahr 2015 waren Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea und Somalia.

Mit dem Asylpaket II droht vielen UMF, dass Sie dauerhaft von ihren Eltern getrennt bleiben, da eine Einschränkung des Elternnachzugs zu befürchten ist.

Der Bundesfachverband umF hat aktuelle Zahlen zum Bestand, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug bei unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen ausgewertet. Die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst:

  • Während der Nachzug von Eltern zu UMF oft als Massenphänomen dargestellt, zeigen aktuelle Zahlen das faktisch kaum Eltern nach Deutschland kommen. Von Januar bis Dezember 2015 zogen lediglich 442 Eltern zu ihren minderjährigen Kindern nach.
  • Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist Ende Januar auf 60.162 gewachsen. Zusätzlich befinden sich 7.721 ehemalige UMF im Rahmen der Hilfen für junge Volljährige in der Zuständigkeit der Jugendhilfe. Am stärksten hat die Zahl der UMF in NRW zugenommen.
  • Quotenerfüllung: Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein können neueinreisende UMF an anderen Länder weiterverteilen. Aufnehmen müssen vor allem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Weitere Details zu Bestandszahlen, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug bei UMF finden Sie in der kompletten Pressemitteilung des B-umF vom 29.01.2016

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Zentralrat der Muslime engagiert sich als Schnittstelle zwischen Jugendämtern und der muslimischen Gemeinschaft

Posted on November 22, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Im Artikel „ZMD-Info-Veranstaltung: Was tun mit den vielen jugendlichen Flüchtlingen?“ vom 20.11.2015 zieht der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD) eine Zwischenbilanz seines Engagements in der Flüchtlingsarbeit.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Beratung und Unterstützung der Jugendämter bei der Vermittlung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingskindern. Geschildert wird eine Informationsveranstaltung für potentielle Pflegeelternbewerber aus der muslimischen Gemeinschaft zusammen mit dem Jugendamt der Stadt Köln.

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NRW sucht Pflegeeltern für UMF

Posted on November 7, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Zuge der anstehenden besseren Verteilung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen will Nordrhein-Westfalen stärker nach Pflegefamilien suchen. Dies berichten die Ruhr-Nachrichten am 06.11.2015 im Artikel „Junge Flüchtlinge ohne Familie: NRW sucht Pflegeeltern“.

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Minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung

Posted on November 5, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/AHE) In diesem Jahr sind nach Angaben der Bundesregierung bisher rund 30.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Wie die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks (SPD), am Mittwoch im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe berichtete, lag diese Zahl vor rund zehn Jahren noch bei etwa 500, im vergangenen Jahr bereits bei rund 7.000 bis 8.000 minderjährigen Flüchtlingen ohne Begleitung. Hinzu komme, dass das Durchschnittsalter der Betroffenen gesunken sei: „Die hier ankommenden Kinder und Jugendlichen sind immer jünger“, sagte Marks.

Die im Zuge des am 1. November in Kraft getretenen Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes beschlossenen Änderungen zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Betroffenen waren nach den Worten Marks „dringend“ notwendig. In Kommunen, die besonders viele minderjährige Flüchtlinge aufgenommen hatten, seien Betreuung und Unterbringung zuletzt teils „nicht mehr bedürfnisgerecht“ zu gewährleisten gewesen.

Mit dem Gesetz solle unter anderem sichergestellt werden, dass die unbegleiteten Kinder und Jugendlichen gleichmäßig verteilt werden. Es gebe nunmehr eine bundes- und landesweite Aufnahmepflicht, wobei bei der Verteilung das Kindeswohl und das Schutzbedürfnis im Vordergrund stehen würden. Marks wies auf den besonderen Schutz der auch von der Bundesrepublik unterzeichneten UN-Kinderrechtskonvention: Die Betroffenen haben demnach Anspruch darauf, dem Kindeswohl entsprechend untergebracht, versorgt und betreut zu werden. Die Staatssekretärin räumte ein, dass bisher minderjährige unbegleitete Flüchtlinge „statistisch nicht richtig erfasst“ worden seien. Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz sehe fortan aber eine jährliche Berichtspflicht der Bundesregierung zu diesen minderjährigen Flüchtlingen vor.

Quelle: Heute im Bundestag vom 05.11.2015

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Bundesfachverband UMF kritisiert Quotenregelung: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden auf unvorbereitete Kommunen verteilt

Posted on Oktober 23, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der Bundestag hat am 18. Oktober 2015 das „Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“ beschlossen. Bereits ab 1. November 2015 werden unbegleitete minderjärige Flüchtlinge bundesweit verteilt. Ländern und Kommunen, die bisher keine oder nur wenige UMF aufnehmen, bleibt kaum Zeit um Strukturen auszubauen, bevor die Minderjährigen ankommen.

Das Gesetz sieht zudem erhebliche Verschlechterungen für junge Flüchtlinge vor. So soll vor der Verteilung keine rechtliche Vertretung bestellt werden. Familienzusammenführungen innerhalb Deutschlands sind so für die Minderjährigen rechtlich nicht durchsetzbar. Zudem sind medizinische Verfahren zur Alterseinschätzung explizit als mögliche Verfahren zur Alterseinschätzung vorgesehen.

⇒ zur Pressemitteilung des B-UMF e.V.
⇒ zur Stellungnahme des B-UMF e.V. an den Bundestag
⇒ zu weiteren Stellungnahmen

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfachverbandes Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 15.10.2015

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Gesetz zum besseren Schutz von Flüchtlingskindern – die Änderungen im einzelnen

Posted on Oktober 17, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) hat eine Synopse erstellt, die einen ersten Überblick gibt über die gesetzlichen Änderungen durch das am 01.11.2015 in Kraft tretende Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher.

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Gesetz zum besseren Schutz von Flüchtlingskindern gilt ab 1. November 2015

Posted on Oktober 17, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Der Bundesrat hat den Gesetzentwurf zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher am 16. Oktober gebilligt. Ziel ist es, die Situation junger Flüchtlinge deutschlandweit zu verbessern und ihre Rechte zu stärken. Die Regelung soll bereits zum 1. November 2015 in Kraft treten.

Am Tag zuvor hatte der Bundestag den von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf abschließend beraten und beschlossen. Dabei betonte Manuela Schwesig: „Mit diesem Gesetz sichern und verbessern wir den Schutz von Kindern und Jugendlichen, die als Flüchtlinge zu uns kommen. Wir denken von den Kindern her, die alleine aus ihren Heimatländern geflüchtet sind und deshalb unsere Hilfe und Unterstützung brauchen.“

Bundesweite Aufnahmepflicht der Länder
Das Gesetz regelt eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder, die sich am Kindeswohl und dem besonderen Schutzbedürfnis von unbegleiteten Minderjährigen ausrichtet. Zugleich wird das Mindestalter zur Begründung der Handlungsfähigkeit im Asylverfahren von 16 auf 18 angehoben. Dadurch bekommen auch 16- und 17-Jährige für das komplexe Asylverfahren eine gesetzliche Vertreterin  oder einen gesetzlichen Vertreter und werden nicht länger wie Erwachsene behandelt.

Das Gesetz stellt außerdem klar, dass ausländische Kinder und Jugendliche Zugang zu Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben, das heißt sie können beispielsweise eine Kita oder einen Hort besuchen oder an Sportangeboten der Jugendarbeit teilnehmen.

Besonderer Schutz für Kinder und Jugendliche
„Es darf keine Kinder erster und zweiter Klasse in Deutschland geben und auch keinen Kinderschutz erster und zweiter Klasse. Kinder und Jugendliche brauchen unsere besondere Hilfe und Unterstützung. Das gilt gerade für jene, die ohne Familie zu uns kommen“,  so die Bundesfamilienministerin.

Im Hinblick auf den Kinderschutz in Erstaufnahmeeinrichtungen erklärte Manuela Schwesig: „Wir müssen auch hier noch weitere Maßnahmen ergreifen. Es ist wichtig, dass Flüchtlingskinder und Jugendliche in den Unterkünften besser vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden können. Auch das müssen wir jetzt schnell gesetzlich umsetzen.“

Willkommen bei Freunden
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begleitet die Umsetzung des Gesetzes durch das am 1. Juni 2015 gestartete Modellprojekt „Willkommen bei Freunden“. Das mit 12 Millionen Euro ausgestattete Bundesprogramm, das bis 2018 durchgeführt wird, trägt ganz konkret dazu bei, die Lebenssituation von jungen Flüchtlingen in Deutschland zu verbessern. Es wird nicht nur eine Willkommenskultur in Deutschland befördern, sondern es unterstützt auch die Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben, indem unter anderem folgende Angebote gemacht werden:

  • Beratungsangebote für Jugendämter und gegebenenfalls weitere Ämter der Kommunalverwaltung
  • Unterstützung beim Aufbau lokaler Akteursnetzwerke
  • Qualifizierungsangebote
  • Überregionale Informations-, Dialog- und Kommunikationsangebote

Zudem wird das Programm erfolgreiche Integrationsprojekte, Initiativen und Ideen bundesweit bekannt machen und zeigen, dass es in Deutschland viel gesellschaftliches Engagement gibt und dass Flüchtlinge mit Unterstützungsbedarf vor Ort auch die passende Unterstützung bekommen können.

Quelle: BMFSFJ vom 16.10.2015

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Kreis Bad Tölz: Erster umF in Pflegefamilie

Posted on Oktober 14, 2015. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Artikel „Zuflucht mit Familienanschluss“ vom 13.10.2015 berichtet die Süddeutsche Zeitung vom ersten Fall im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, bei dem ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in einer Pflegefamilie untergebracht wurde. Der 16-jährige aus Eritrea wurde in Benediktbeuern bei einer sehr erfahrenen Pflegefamilie untergebracht.

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Bundestag debattiert Unterbringung von Flüchtlingskindern

Posted on Oktober 14, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/AW) Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können zukünftig bundesweit auf alle Jugendämter verteilt werden. Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/5921), den der Familienausschuss am Mittwoch in einer geänderten Fassung mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD gegen das Votum der Linksfraktion verabschiedete. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich der Stimme. Der Bundestag wird morgen abschließend über die Gesetzesvorlage beraten und abstimmen. Das Gesetz soll bereits zum 1. November dieses Jahres in Kraft treten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise hatte sich die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer für ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren ausgesprochen.

Durch die bundesweite Aufnahmepflicht der Länder soll gewährleistet werden, dass unbegleitete Flüchtlingskinder dort untergebracht werden können, wo Kapazitäten für eine dem Kindeswohl entsprechende Versorgung und Betreuung vorhanden sind. Nach der derzeit geltenden Gesetzeslage ist dies nicht möglich. Zuständig für die Inobhutnahme von unbegleiteten Flüchtlingskindern ist bislang stets jenes Jugendamt, bei dem das Kind nach seiner Einreise nach Deutschland erstmals registriert wird. Diese Regelung führte jedoch zu einer Überforderung vieler Jugendämter in den Grenzregionen und Ballungsgebieten.

Gemäß eines Änderungsantrages von Union und SPD zum Gesetzentwurf, den der Familienausschuss gegen die Stimmen der Linken und Grünen annahm, wird der Passus, dass die Verteilung der Flüchtlingskinder nur auf „geeignete“ Jugendämter zu erfolgen habe, ersatzlos gestrichen. Dies hatte auch der Bundesrat gefordert. Die Koalitionsfraktionen verwiesen darauf, dass prinzipiell jedes Jugendamt in der Lage sein muss, den Kindern eine angemessene Unterbringung, Verpflegung und Betreuung zu gewährleisten. Zuständig für die Verteilung der Flüchtlingskinder seien die Bundesländer, die auch am besten beurteilen könnten, welche Jugendämter über entsprechende Kapazitäten verfügen. Dies stieß auf Kritik der Oppositionsfraktionen. Zehn bis 20 Prozent der Jugendämter in Deutschland hätten keine Erfahrungen mit der Inobhutnahme unbegleiteter Flüchtlingskinder, hieß es aus den Reihen der Linksfraktion.

Linke und Grüne bemängelten zudem, dass den Flüchtlingskindern bei der vorläufigen Inobhutnahme kein unabhängiger, rechtlicher Vormund gestellt werde. Ebenso würde ihnen bei der Frage, wo sie in Deutschland untergebracht werden wollen, kein Mitspracherecht eingeräumt. Linke und Grünen verwiesen darauf, dass dies auch in der öffentlichen Anhörung des Ausschusses zum Gesetzentwurf mehrheitlich von den Sachverständigen gefordert worden sei. Die entsprechenden Anträge der beiden Oppositionsfraktionen (18/4185, 18/5932) lehnte der Familienausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen jedoch ab. Union und SPD bezeichneten die Gesetzesvorlage als ausgewogenen Kompromiss, bei dem das Kindeswohl aber im Fordergrund stehe.

Geregelt wird durch den angenommen Änderungsantrag jetzt auch die Altersfeststellung. So soll das Alter von Jugendlichen, wenn keine gültigen Ausweispapiere vorliegen, durch eine „qualifizierte Inaugenscheinnahme“ oder durch eine medizinische Untersuchung erfolgen.

Quelle: Heute im Bundestag vom 14.10.2015

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EREV-Fortbildungsreihe für Fachkräfte: „Besondere Bedarfe von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe“

Posted on September 30, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Evang. Erziehungsverband e.V. (EREV) bietet in 2016/17 eine Fortbildungsreihe für Fachkräfte in der Jugendhilfe zum Thema „Besondere Bedarfe von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in der Jugendhilfe“ an.

Sie findet in Hofgeismar/Kreis Kassel statt und erstreckt sich über drei Module:

  • Modul 1 | 09. – 11.05.2016
    Einführung in die Grundlagen des Asylrechts, Länderkunde mit kulturellem Hintergrund zu den klassischen Herkunftsländern, Sicht des Jugendamtes, Hilfeplanung, Erwartungen und Auftragsklärung, Inobhutnahme, Clearingverfahren
  • Modul 2 | 13. – 15.09.2016
    Gesundheit/Krankheit von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Erkennen von Traumata und besondere Anforderungen an die Pädagogen, Haltung, Standards, Infrastruktur und Ausstattung der Wohngruppe, effektive Gesprächsführung unter Einbeziehung von Sprachmittler
  • Modul 3 | 16. – 18.01.2017
    Bildungschancen und Bildungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Netzwerke

    nähere Informationen

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Artikel: „Pflegefamilien für junge Flüchtlinge: Eine gute Art, in der Gesellschaft anzukommen“

Posted on September 29, 2015. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Anlässlich der Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter zum Thema „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ am 29.09. in Münster, interviewte WDR.de Helga Siemens-Weibring von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe über die momentane Situation in Nordrhein-Westfalen.

⇒ zum Artikel: „Pflegefamilien für junge Flüchtlinge: Eine gute Art, in der Gesellschaft anzukommen“

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Frankfurt: Grosses Interesse an Aufnahme von jungen Flüchtlingen in Pflegefamilien

Posted on September 11, 2015. Filed under: Bewerber, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

„Flüchtlinge in Frankfurt – Pflegeeltern stehen Schlange“ ist ein Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 10.09.2015 betitelt. Er berichtet vom großen Interesse Frankfurter Bürger an einer Informationsveranstaltung, bei der Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamtes über Schicksale alleinstehender Flüchtlingskinder berichteten und für ihre Aufnahme in Pflegefamilien warben.

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Gesetzentwurf zum Schutz unbegleiteter Flüchtlingskinder

Posted on September 10, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/AW) Die Bundesländer sollen gesetzlich verpflichtet werden, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen und eine angemessene Betreuung, Unterkunft und Versorgung zu gewährleisten. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/5921) vor, mit dem die Verteilung von Flüchtlingskindern im Bundesgebiet verbessert und somit die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention sichergestellt werden sollen. Zudem soll die Altersgrenze für Aufenthalts- und Asylverfahren von 16 auf 18 Jahre angehoben werden.

Nach Angaben der Bundesregierung befanden sich Ende 2014 bundesweit 17.955 unbegleitete ausländische Minderjährige in vorläufigen Schutzmaßnahmen oder Anschlussmaßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Von 2010 bis 2013 sei die Zahl unbegleiteter Flüchtlingskinder, die nach Deutschland kamen, um 133 Prozent gestiegen. Für die Inobhutnahme unbegleiteter ausländischer Kinder sind Jugendämter beziehungsweise die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig. Einige kommunale Gebietskörperschaften seien gegenwärtig überlastet und eine dem Kindeswohl entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung erheblich erschwert oder nicht mehr möglich.

Quelle: Heute im Bundestag vom 10.09.2015

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Berlin sucht Pflegefamilien und ehrenamtliche Vormünder für junge Flüchtlinge

Posted on September 3, 2015. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

In Berlin werden aktuell sowohl Pflegeeltern, als auch ehrenamtliche Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gesucht:

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Gesetz zum Aufenthalt und Bleiberecht

Posted on August 27, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Zum 01.08.2015 ist das Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung in Kraft getreten. Der neu gefasste § 25 a AufenthG ermöglicht für alle geduldeten und gestatteten Minderjährigen, die vor dem 17. Lebensjahr nach Deutschland eingereist sind, ein Bleiberecht nach vier Jahren.

Pro Asyl hat einen kritischen Überblick zu den Auswirkungen des neuen Gesetzes veröffentlicht.

Quelle: Newsletter des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 27.08.2015

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Zwischenruf der Erziehungshilfefachverbände zur aktuellen Debatte über eine Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge

Posted on November 21, 2014. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Kindeswohl hat Vorrang! 

Auf Initiative verschiedener Bundesländer hat eine Bund-Länder–AG unter Federführung des Kanzleramtes eine Änderung des SGB VIII angeregt, mit dem Ziel, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) bundesweit umzuverteilen. Im Anschluss an ein Fachgespräch am 14.11.2014 wurde beschlossen, dass das BMFSFJ bis zum 11.12.2014 einen Gesetzesentwurf oder zumindest Eckpunkte für einen Gesetzesentwurf zur Änderung des SGB VIII vorzulegen hat, der dann auf der Ministerpräsidentenkonferenz eingebracht werden soll. Vor diesem Hintergrund bringen die Fachorganisationen der Erziehungshilfe in Deutschland mit dem beigefügten Zwischenruf ihre Position ein.

In einem Land mit 80 Millionen Einwohnern, bester Infrastruktur und gut geregelten gesetzlichen Möglichkeiten und etablierten Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sollte es grundsätzlich möglich sein, mehrere tausend junge Flüchtlinge zusätzlich zu versorgen und ihnen eine Zukunft zu geben, ohne erarbeitete und bewährte Standards der Kinder- und Jugendhilfe in Frage zu stellen. Bei einem gesetzlichen Schnellverfahren drohen jedoch eine Reihe von unbeabsichtigten Nebenfolgen für den verlässlichen Schutz und die Förderung dieser Kinder im Rahmen der öffentlichen Jugendhilfe.

Die Bundesregierung ist – laut eigenem Koalitionsvertrag – verpflichtet, die UN-Kinderrechtskonvention, das Haager Schutzabkommen und diverse EU-Richtlinien umzusetzen; daran ändert auch eine mögliche Änderung des SGB VIII nichts. Die Bundesregierung sollte einen Aktionsplan entwerfen, in dem bei unveränderter Anerkennung der guten gesetzlichen Grundlagen die Verantwortlichen auf Länder- und kommunaler Ebene verpflichtet und in die Lage versetzt werden, die UMF dort, wo sie ankommen oder aufgegriffen werden, zu schützen, in Obhut zu nehmen, ihnen Hilfe zu gewähren, sie zu integrieren und ihnen Bildung, Ausbildung und einen sicheren Aufenthaltsstatus zu bieten.

Die Kinder- und Jugendhilfestandards müssen auch angesichts der stark zugenommenen Flüchtlingszahlen ihre normsetzende Gültigkeit behalten!

November 2014
Die Vorstände der Erziehungshilfefachverbände (V.i.S.d.P.)

  • AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe
  • Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe (BVkE)
  • Evangelischer Erziehungsverband (EREV)
  • Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH)

⇒ zur Stellungnahme

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Artikel: „Drei junge Flüchtlinge finden in Untergriesbach neue Familie“

Posted on November 8, 2014. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Passauer Neue Presse berichtet am 05.11.2014 im Artikel „Drei junge Flüchtlinge finden in Untergriesbach neue Familie“ von der Aufnahme von drei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus Afghanistan, die ein neues Zuhause bei einer Pflegefamilie fanden.

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Bremen: Familien für „Kinder im Exil” gesucht – Infoabend am 20.10.

Posted on Oktober 18, 2014. Filed under: Bewerber, Bremen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Zurzeit leben rund 20 junge Flüchtlinge in einer Bremer Pflegefamilie. Viele andere junge Jugendliche warten noch auf diese Chance. Für sie sucht PiB – Pflegekinder in Bremen gGmbH dringend Familien oder Einzelpersonen.

Der nächste Infoabend über das Programm „Kinder im Exil“ findet statt am Donnerstag, den 20.10., um 19 Uhr bei PiB.

nähere Informationen

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Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur bundesweiten Umverteilung von UMF

Posted on Oktober 15, 2014. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Als Reaktion auf die gegenwärtige Diskussion zu einer möglichen Umverteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie Anträgen aus Bayern zu SGB VIII-Änderungen im Bundesrat am 10.10.2014 , hat der Bundesfachverband UMF eine erste kurze Stellungnahme verfasst.

Quelle: Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 09.10.2014

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Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim sucht Pflegefamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Posted on Oktober 11, 2014. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Nach Nürnberg (wir berichteten) sucht nun auch der benachbarte Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim Pflegefamilien für die steigende Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Näheres dazu im Artikel „Neustadt: Pflegeeltern für minderjährige Flüchtlinge gesucht“ vom 10.11.2014 auf Nordbayern.de

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ASB: Auch unbegleitete Flüchtlingskinder haben Rechte

Posted on September 19, 2014. Filed under: International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

In den Wohngruppen des ASB finden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge den Schutz, den sie brauchen. Hier: Ein Jugendbetreuer (rechts) im Gespräch mit dem Bewohner einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge des ASB in Bremen. Fotonachweis: ASB Bremen/Julian Thies

Zum Weltkindertag am 20. September 2014, der unter dem Motto „Jedes Kind hat Rechte“ steht, weist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) auf die unzureichende rechtliche Situation für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland hin.

Nach der UN-Kinderrechts-konvention, die Deutschland seit 2010 ohne Vorbehalt anerkennt, haben unbegleitete Minderjährige dasselbe Recht auf Leben, Entwicklung und Bildung wie andere Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik. „Das derzeitige Asyl- und Aufenthaltsrecht gewährt ihnen aber nicht den Schutz, den sie bräuchten und der ihnen nach der UN-Kinderrechtskonvention zusteht“, kritisiert Gabriele Osing, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste beim ASB-Bundesverband. Der Wohlfahrtsverband fordert, dass bei allen Entscheidungen in ausländerrechtlichen Verfahren das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen sollte.

So sollten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen, genauso behandelt werden wie Flüchtlinge, die zu Fuß oder mit dem Zug nach Deutschland fliehen. „Sie sollten ebenfalls direkt vom Jugendamt in Obhut genommen werden“, so Gabriele Osing. Außerdem sollten die unbegleiteten Minderjährigen nicht in Gemeinschaftsunterkünften mit erwachsenen Flüchtlingen, sondern im Rahmen der Jugendhilfe in Wohngruppen oder Pflegefamilien untergebracht werden. Das Recht auf Bildung müsse konsequent und unbürokratisch umgesetzt werden. „Denn gerade ein sofortiger Schulbesuch trägt wesentlich zur Integration bei“, erklärt Gabriele Osing vom ASB-Bundesverband.

Der ASB hat das Jahr 2014 unter das Motto „Jugend stark machen“ gestellt und fordert in diesem Zusammenhang mehr Schutz für Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern oder andere Erwachsene aus ihren Heimatländern nach Deutschland fliehen. Der Wohlfahrtsverband bietet bundesweit Unterkünfte für mehr als 1.000 Flüchtlinge aus aller Welt. Darunter befinden sich über 100 Plätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Mehr dazu unter: www.auch-unbegleitete-fluechtlingskinder-haben-rechte.de
Ein dreiminütiger Porträtfilm eines ehemaligen jugendlichen Flüchtlings, der vom ASB Hamburg betreut wurde: http://www.youtube.com/watch?v=Vy8cR0KTJ2M&feature=youtu.be

Quelle: Pressestelle ASB-Bundesverband vom 18.09.2014

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Residenzpflicht erschwert Aufnahme junger Flüchtlinge in Pflegefamilien

Posted on Mai 22, 2014. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die sogenannte Residenzpflicht (Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Asylsuchende in Deutschland) erschwert die Vermittlung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Pflegefamilien. Politiker aus dem Landkreis Pfaffenhofen setzen sich für Erleichterungen ein.

Darüber berichtet Hallertau-Info im Artikel „Straub will Erleichterungen für junge Asylbewerber“ vom 20.05.2014

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„Pflegekinder ohne deutschen Pass“ am 27.03. in Stuttgart

Posted on Februar 23, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Problematik „Pflegekinder ohne deutschen Pass“ behandelt ein Seminar der Pflegeelternschule Baden-Württemberg  dem Referententeam Christiane Teuber und Ulrich Schürrer am 27.03. in Stuttgart.

Wenn Pflegekinder ohne deutsche Staatsangehörigkeit in einer Pflegefamilie leben, hat dies viele zusätzliche Besonderheiten zur Folge: es gibt rechtliche Fragen zu klären, oft ist zu Beginn eines Pflegeverhältnisses manches wie z.B. der Aufenthaltsstatus noch unklar oder gar unbekannt, vieles Bürokratische ist komplizierter. Auch die Frage der eigenen Identität ist für solche Pflegekinder häufig schwierig. Es geht an diesem Abend nicht um eine ausländerrechtliche Beratung, sondern um eine Einführung ins Thema und um einen weiterhelfenden Erfahrungsaustausch.

nähere Informationen

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Bremen: 17 minderjährige Flüchtlinge leben in Pflegefamilien

Posted on November 12, 2013. Filed under: Bewerber, Bremen, International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Weser-Kurier berichtet im Artikel „Oumars neue Mutter“ vom 12.11.2013 über die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in Bremer Pflegefamilien. Der 17-jährige Oumar aus Westafrika hat bei Familie Melching ein neues Zuhause gefunden.

Von den 180 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die in Bremen leben, konnten 17 durch Pflegekinder in Bremen (PiB) in Pflegefamilien untergebracht werden.

Informationen von PiB zu Familien für Kinder im Exil

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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Herausforderungen an die Gestaltung der stationären erzieherischen Hilfen

Posted on Oktober 29, 2013. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. hat eine Broschüre herausgegeben, die sich mit der Gestaltung der stationären erzieherischen Hilfen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen befasst.

Auf wenigen Seiten beschreibt die Broschüre etwa die Mitverantwortung für kulturelle und religiöse Vielfalt, die Herausforderungen im pädagogischen Alltag sowie das Angebot von Partizipation und Beschwerdemöglichkeiten.

Sie kann auf den Seiten der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. heruntergeladen werden.

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Mehr Asylerstanträge von Minderjährigen

Posted on Oktober 17, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Die Zahl der Asylerstanträge von Minderjährigen ist im vergangenen Jahr auf 24.388 gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/14812) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/14748) hervor.

Danach lag diese Zahl im Jahr 2011 noch bei 16.631 und im Jahr 2010 bei 15.456. Im Jahr 2012 waren 2.096 der minderjährigen Asylbewerber den Angaben zufolge unbegleitet. Im Jahr 2011 betrug die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber 2.126, nachdem sie im Jahr 2010 bei 1.948 gelegen hatte.

Quelle: Heute im Bundestag vom 17.10.2013

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Handreichung zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in NRW

Posted on Oktober 17, 2013. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist geprägt durch das Spannungsfeld zwischen dem Kinder- und Jugendhilferecht auf der einen und dem Aufenthalts- und Asylrecht auf der anderen Seite. Diesem Spannungsfeld wird in Nordrhein-Westfalen Rechnung getragen. Im Rahmen eines regelmäßig stattfindenden Fachgespräches werden spezifische Problem und Lösungsmöglichkeiten erörtert. Ein Ergebnis dieser Fachgespräche war die gemeinsame Erarbeitung einer Handreichung zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

In gemeinsamer Herausgeberschaft des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, des Ministeriums für Inneres und Kommunales, des Landschaftsverbandes Rheinland – Landesjugendamt Rheinland und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe – Landesjugendamt Westfalen liegt diese Handreichung nun vor.

Sie soll den Akteuren vor Ort helfen, das beschriebene Spannungsfeld zu verringern. Der besonderen Schutzbedürftigkeit unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge soll damit angemessen Rechnung getragen werden. Hierzu wurde zwischen allen Beteiligten vereinbart, dass zunächst die Jugendhilfe aktiv wird, um dann auch eine sachgerechte Antwort auf die sich stellenden Fragen aus aufenthalts- und asylrechtlicher Sicht zu finden. Mit der Handreichung wird zudem die komplexe Rechtslage aufbereitet und bestehende Unsicherheiten abgebaut. Die Handreichung berücksichtigt die gesetzlichen Grundlagen bis zum 31.03.2013. Die dazugehörige Materialsammlung wird laufend ergänzt und aktualisiert.

Handreichung zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in NRW (PDF, 2,2 MB)

Die Handreichung kann auch über den Broschürenservice des MFKJKS bestellt werden.

Quelle:  Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen vom Oktober 2013

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Regensburg: Junger Flüchtling in Pflegefamilie vermittelt

Posted on Oktober 14, 2013. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Artikel „Glücksfall Pflegefamilie – Flüchtlingskind aus Äthiopien findet Heimat“ vom 14.10.2013 berichtet die Münchner Abendzeitung von James, einem 11-Jährigen aus Äthiopien, der vom Jugendamt Regensburg bei Familie Gruber gut untergebracht wurde.

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„Betreuung und Beteiligung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland“ vom 18.-20.11. in Berlin

Posted on Oktober 7, 2013. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Die 11. Herbsttagung des Bundesfachverbands UMF e.V. beschäftigt sich mit „Betreuung und Beteiligung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland“. Sie findet vom 18.-20.11. in Berlin statt. Im Rahmen der Tagung wird der Bundesfachverband auch sein 15. Jubiläum begehen.

Veranstaltungsflyer

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Stuttgart sucht Pflegeeltern für Flüchtlingskinder

Posted on Juli 27, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das Stuttgart Journal berichtet im Artikel „Neu in Stuttgart: Pflegeeltern für Flüchtlingskinder“ vom 26.07.2013 von der neuen Aktion des Jugendamtes Stuttgart, per Werbeaktion der Telefonansage neue Pflegeeltern anzusprechen.

Neu ist auch die Suche nach geeigneten Pflegeeltern für Flüchtlingskinder. Sie sollen als Gastfamilie auf Zeit einen unbegleiteten jungen Flüchtling aufnehmen.

Am Dienstag, den 10.09. um 19 Uhr findet beim Pflegekinderdienst im Jugendamt Stuttgart, Wilhelmsplatz 11 (Eingang Christophstraße) ein Informationsabend statt.

Um Anmeldung unter 0711-215-57 966 oder bei helga.heugel@stuttgart.de wird gebeten.

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Frühjahrstagung des B-UMF 2013 am 08.-10.04. in Hofgeismar

Posted on Februar 15, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Die 17. Frühjahrstagung des Bundesfachverbands UMF zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland findet vom 08. bis 10.04.2013 in der Evangelischen Akademie Hofgeismar statt.

Thematisiert werden unter anderem Änderungen in der Dublin-Verordnung und die Frage der Anwendung des Best Interests of the child/ Kindeswohl. Zudem widmen wir uns aktuellen Entwicklungen im Bereich der Altersfestsetzung und den möglichen Änderungen bei der asyl- und aufenthaltsrechtlichen Handlungsfähigkeit.

Ergänzt wird das Tagungsprogramm durch vielfältige Workshops die für politische und pädagogische Praxis von Bedeutung sind. Alle ehren- oder hauptamtlich engagierten Personen sind eingeladen, die an einem Austausch und einer Weiterentwicklung der Diskussion im Themenbereich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge interessiert sind.

Um Anmeldung bis zum 15.03. wird gebeten.

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Unbegleitete Flüchtlinge unter 16 Jahren

Posted on November 28, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/STO) In diesem Jahr sind mit Stand vom 30. August 2012 insgesamt 227 unbegleitete Flüchtlinge unter 16 Jahren nach einem Aufgriff durch die Bundespolizei oder – nach Kenntnis der Bundesregierung – durch die Polizeien der Länder an die örtlich zuständigen Jugendämter übergeben worden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/11014) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/10894) hervor. Im vergangenen Jahr lag diese Zahl den Angaben zufolge bei 307 und im Jahr 2010 bei 197.

Quelle: Heute im Bundestag vom 19.11.2012

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Clearinghaus für minderjährige Flüchtlinge in Trier eröffnet

Posted on November 8, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Rheinland-Pfalz, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Am 26.10.2012 wurde das Clearinghaus in Trier durch die Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Irene Alt, die Bürgermeisterin der Stadt Trier, Angelika Birk und den Provinzvikar Pater Franz-Ulrich Otto SDB eröffnet. Wenn ein ausländisches Kind oder ein ausländischer Jugendlicher unbegleitet nach Deutschland kommt und sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten, ist es gem. § 42 SGB VIII in Obhut zu nehmen. Zuständig für die In-obhutnahme ist das örtlich zuständige Jugendamt, das ebenfalls befugt ist, den Minderjährigen vorübergehend in einer geeigneten Einrichtung unterzubringen. Die Inobhutnahme- und Clearingeinrichtung wird somit beauftragt, die Erstversorgung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sicherzustellen, und das Jugendamt darin zu unterstützen, den etwaigen Jugendhilfebedarf festzustellen sowie geeignete Maßnahmen zu finden. Weiterhin begleitet die Inobhutnahme- und Clearingeinrichtung die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Fragen ihres ausländer- und asylverfahrensrechtlichen Status. Diesem Grundsatz fühlte sich Rheinland-Pfalz bereits in den vergangenen Jahren verpflichtet. Den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen stand ein alters- und geschlechtsdifferenziertes Angebot zur Verfügung. Die Gruppe der unter 16-jährigen männlichen unbegleiteten Flüchtlinge wurden und werden im Jugendhilfezentrum Don Bosco in Welschbillig untergebracht, die Mädchen und jungen Frauen in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der kreuznacher diakonie in Niederwörresbach. Die Gruppe der 16-17-jährigen wurden früher in eigenen Räumlichkeiten in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende AfA Trier untergebracht. Aufgrund steigender Zahlen von Asylbegehrenden wurde vor 2 Jahren deutlich, dass für die Betreuung und Versorgung der Minderjährigen eine andere Unterbringungs- und Betreuungsform gefunden werden muss. In einem gemeinsamen Beratungs- und Neustrukturierungsprozess wurde ein Rahmenkonzept entwickelt sowie dessen Umsetzung begleitet. Bemerkenswert an diesem Prozess war, dass er von einem breiten Bündnis getragen wurde. Beteiligt waren zunächst das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen sowie das Ministerium des Inneren und für Sport und später das neue Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, das Landesjugendamt, die Stadtverwaltung Trier, vertreten durch das Jugendamt sowie die Ausländerbehörde, die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie Vertreter der beiden Jugendhilfeeinrichtungen Don Bosco Helenenberg und Niederwörresbach. Zentrale Eckpunkte in der Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sind

  • ein einheitliches Clearingverfahren in den 3 Standorten
  • enge Kooperationen zwischen den verschiedenen Akteuren im Rahmen des Inobhutnahme- und Clearingverfahrens
  • Verfügbarkeit geeigneter Folgeeinrichtungen nach Beendigung der Clearingphase
  • umfassende Informationsweitergabe an die neue Einrichtung und das künftig zuständige Jugendamt

Die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge liegt in der Schnittstelle von jugendhilferechtlichen Vorgaben einerseits und asyl- und ausländerrechtlichen Vorgaben andererseits. Daraus resultieren im Alltag immer wieder Fragestellungen und Problemlagen, für die eine tragfähige Lösung gefunden werden muss. Dies geschieht i.d.R. in der praktischen Arbeit vor Ort. Um aber für solche Fragestellungen einen überregionalen Austausch zu ermöglichen und gemeinsam Lösungsoptionen zu entwickeln, wurde ein „Landesforum unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ installiert. Neben den bereits oben genannten Institutionen werden regelmäßig alle rheinland-pfälzischen Jugendämter sowie die Einrichtungen der stationären Jugendhilfe, die Folgeangebote für die Zielgruppe vorhalten, aber auch Organisationen, die die Interessen von Asylbegehrenden vertreten, wie z.B. der AK Asyl und das Multikulturelle Zentrum Trier, eingeladen. Sicherlich sind damit noch nicht alle Probleme im Zusammenhang mit der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge gelöst, aber die Weichen für einen kritischen und dennoch konstruktiven Austausch sind gestellt. Quelle: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 06.11.2012

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„Erziehen oder Begleiten? – Haltung und Rollenverständnis in der pädagogischen Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen“ am 12.11. in Hofheim

Posted on Oktober 2, 2012. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Zum Pädagogischen Fachtag „Erziehen oder Begleiten? – Haltung und Rollenverständnis in der pädagogischen Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen“ laden der Main-Taunus-Kreis und der Bundesfachverband UMF am 12.11.2012 nach Hofheim ein.

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Vormundschaft für UMF richtet sich nach Heimatrecht

Posted on September 24, 2012. Filed under: Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Das OLG Bremen (Beschluss vom 24.5.2012, Az 4 UF 43/12) hat festgestellt, dass nach Art. 24 EGBGB die Entstehung und das Ende der Vormundschaft, Betreuung und Pflegschaft für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dem Recht des Staates unterliegen, dem der Mündel, Betreute oder Pflegling angehört.

Dies ist für junge Menschen z.B. aus Algerien, Guinea, Liberia, Tunesien und der Elfenbeinküste relevant, da dann die Vormundschaft bis zum 19. bzw. 21. Lebensjahr geführt werden muss.

Quelle: Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 24.09.2012

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„Unbegleitete minderjährige Füchtlinge in Einrichtungen der Jugendhilfe – Kollegiale Beratung“ vom 24.-26.09. in Frankfurt/Main

Posted on August 24, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe veranstaltet die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen – Sektion Deutschland der Fédération Internationale des Communautés Educatives (FICE) e.V. vom 24.-26.09. in Frankfurt/Main das Seminar „Unbegleitete minderjährige Füchtlinge in Einrichtungen der Jugendhilfe – Kollegiale Beratung„.

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SPD will Situation Minderjähriger im Aufenthalts- und Asylverfahrensrecht verbessern

Posted on April 18, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/STO) Die Situation Minderjähriger im Aufenthalts- und Asylverfahrensrecht soll nach dem Willen der SPD-Fraktion verbessert werden. In einem entsprechenden Gesetzentwurf (17/9187) verweist die Fraktion darauf, dass die Bundesregierung im Juli 2010 die Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention zurückgenommen habe. Um die deutsche Rechtslage an die Maßstäbe dieser Konvention anzupassen, bedürften mehrere Regelungen des Asylverfahrensgesetzes, des Aufenthaltsgesetzes und des Achten Sozialgesetzbuchs der Änderung.

Der Vorlage zufolge soll im Aufenthalts- und im Asylverfahrensgesetz klargestellt werden, „dass bei der Rechtsanwendung das Wohl des Kindes ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt ist“. Auch soll danach die „aufenthalts- und asylrechtliche Verfahrensfähigkeit“ von bisher 16 auf 18 Jahre angehoben und allen unbegleiteten Minderjährigen im Asylverfahren ein gesetzlicher Vertreter zur Seite gestellt werden. Zudem möchte die Fraktion gewährleistet sehen, dass das Jugendamt als Vormund regelmäßig eine „Ergänzungspflegschaft für die fachlich kompetente Vertretung des Minderjährigen in asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren beantragt“.

Für 16- und 17-Jährige soll laut Entwurf die Pflicht entfallen, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen. „Stattdessen werden sie regelmäßig durch das Jugendamt in Obhut genommen“, heißt es in der Vorlage weiter. Danach soll außerdem klargestellt werden, „dass unbegleitete Minderjährige nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, sondern in Obhut zu nehmen sind“.

Ferner sieht die Vorlage vor, dass das sogenannte Flughafenverfahren keine Anwendung auf unbegleitete Minderjährige findet. Stattdessen seien sie „durch das Jugendamt in Obhut zu nehmen, um so die Durchführung eines Clearingverfahrens zu gewährleisten“. Zur Gewährleistung eines solchen Verfahrens will die Fraktion auch die Zurückweisung an der Grenze für unbegleitete Minderjährige ausschließen. Darüber hinaus möchte sie unter anderem bei der Altersfestsetzung die Beteiligung des Jugendamtes für solche Fälle sichergestellt wissen, in denen nach einer medizinischen Untersuchung Zweifel fortbestehen. Damit will sie gewährleisten, dass „von der Behörde vorgenommene Altersfestsetzungen bei verbleibenden Zweifeln nicht allein auf Grundlage medizinischer, sondern auch auf Grundlage pädagogischer und psychologischer Erkenntnisse“ erfolgen.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 187 vom 18.04.2012

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Kritik an mangelnder Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland

Posted on Februar 9, 2012. Filed under: International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Berlin: (hib/AW) Das Deutsche Institut für Menschenrechte übt schwere Kritik an der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Der Institutsmitarbeiter Hendrik Cremer begrüßte zwar am Mittwoch Vormittag vor dem Familienausschuss, dass Deutschland die bei der Ratifizierung abgegebene Vorbehaltserklärung im Juli 2010 zurückgezogen hat. Allerdings werde die Konvention von staatlicher Seite noch immer nicht umgesetzt. „In der Praxis hat sich der Rücknahme der Vorbehalte nichts geändert“, sagte Cremer. Er kenne keinen Bereich, wo Gesetze so häufig gebrochen werden wie im Falle der Kinderrechte. Konkret forderte Cremer vor allem Nachbesserungen für Kinder im deutschen Asyl- und Aufenthaltsrecht. Gemäß der UN-Konvention seien alle Menschen bis zum Erreichen der Volljährigkeit als Kinder anzusehen, auch 16- bis 17-jährige Jugendlichen. Doch gerade diese würden von den deutschen Behörden all zu oft wie Erwachsene behandelt.

Deutschland hatte mit seiner Vorbehaltserklärung ursprünglich ausländerrechtlichen Bestimmungen einen Vorrang vor bestimmten Bereichen der Konvention eingeräumt. Im Mai 2010 hatten Bundestag und Bundesrat dann beschlossen, diese zurückzunehmen.

Besonders gravierend gestalten sich nach den Ausführungen Cremers die Probleme bei unbegleiteten Flüchtlingskindern, das heißt Kindern, die ohne ihre Eltern oder andere volljährige Familienmitglieder nach Deutschland kommen. Es stehe im klaren Widerspruch zu Artikel 20 der UN-Konvention, wenn diese in Sammel- und Massenunterkünften untergebracht werden. Gemäß der Konvention seien unbegleitete Kinder prinzipiell in Obhut zu nehmen, in einer Pflegefamilie oder einer anderen kindesgemäßen Unterkunft unterzubringen. Ebenso dürften Kinder nicht an der Grenze zurückgewiesen werden. Nachholbedarf sieht Cremer auch in der Rechtsprechung. Die Urteile zum Umgang mit Flüchtlingskindern fielen immer wieder sehr unterschiedlich aus. Dies zeige, dass es „große Unsicherheiten“ bei den Juristen im Umgang mit den völkerrechtlichen Menschrechtsverträgen gibt. nach Cremers Einschätzung ist dies eine Folge des unzureichenden Stellenwertes der Menschenrechte in der juristischen Ausbildung in Deutschland.

Den Einwand der CDU/CSU-Fraktion, bei der Umsetzung der UN-Konvention seien in erster Linie die Bundesländer und Kommunen gefragt und die Änderung von Gesetzen allein bringe keine Verbesserungen, wollte Cremer nicht gelten lassen. Es gebe zwar durchaus Unterschiede zwischen den Ländern, aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Bundes reichten einfach nicht aus. Das Völkerrecht nehme zudem aus gutem Grund keine Rücksicht auf die föderale Ordnung der Bundesrepublik. Auch Länder und Kommunen seien an die völkerrechtlich bindende UN-Kinderrechtskonvention gebunden. Und der Bund habe Sorge zu tragen, dass dies umgesetzt werde.

Unterstützung bekam Cremer von Seiten der Oppositionsfraktionen. Die Konvention sei „kein Ausdruck des guten Herzens, sondern ein Menschrechtsvertrag“, den es einzuhalten gelte, hieß es aus den Reihen der Sozialdemokraten. Die Linke verwies auf entsprechende Anträge der Opposition, die alle an der Koalitionsmehrheit gescheitert seien. Bündnis 90/Die Grünen hielt der Union entgegen, sie habe noch immer nicht den Charakter der Konvention verstanden. Dies sei nicht „vom guten Willen der Bundesländer abhängig“.

Quelle: Heute im Bundestag vom 08.02.2012

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Rechtsausschuss lehnte Antrag der Grünen-Fraktion zur gesetzlichen Besserstellung von Flüchtlingen unter 18 Jahren ab

Posted on Dezember 23, 2011. Filed under: International, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/VER) Ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur gesetzlichen Besserstellung von Flüchtlingen unter 18 Jahren wurde vom Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages abgelehnt. In seiner Sitzung am Mittwochvormittag stimmte neben der Antrag stellenden Grünen-Fraktion auch die Linksfraktion für den Antrag. Bei Enthaltung der SPD-Fraktion wurde der Antrag „Bundesrechtliche Konsequenzen aus der Rücknahme des deutschen Vorbehalts gegen die UN-Kinderrechtskonvention ziehen“ (176/2138) mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen abgelehnt.

In dem Antrag forderte die Grünen-Fraktion eine gesetzliche Besserstellung von Flüchtlingen unter 18 Jahren. Nachdem die Bundesregierung Anfang Mai dieses Jahres beschlossen habe, den deutschen Vorbehalt gegen die UN-Kinderrechtskonvention zurückzunehmen, müssten nun die bundesrechtlichen Konsequenzen durch Anpassungen insbesondere im Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz gezogen werden, hatte die Fraktion ihren Vorstoß begründet.

So sollte nach dem Willen der Grünen festgeschrieben werden, dass „Verfahrenshandlungen“ nach dem Aufenthalts- und den Asylverfahrensgesetz nur Ausländer vornehmen können, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Auch sollte das Asylbewerberleistungs- und das Aufenthaltsgesetz so geändert werden, dass „das in der UN-Kinderrechtskonvention enthaltene Recht auf Schuldbildung sowie der unbeschränkte Zugang zu ärztlicher Hilfe und Gesundheitsfürsorge sowie auf uneingeschränkte Sozialleistungen für alle in Deutschland lebenden Kinder gilt“.

Ferner sollte dem Antrag zufolge klargestellt werden, dass unbegleitete Minderjährige an der deutschen Grenze künftig nicht mehr zurückgewiesen beziehungsweise aus Deutschland zurückgeschoben werden.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 520 vom 14.12.2011

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Wegweiser für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Posted on Dezember 8, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Bislang gab es in Deutschland kein geeignetes Material, um die rund 3.000 bis 4.000 pro Jahr einreisenden jungen Flüchtlinge auf ihre Rechte hinzuweisen, obwohl die Europäische Union und die Vereinten Nationen dies seit Jahren fordern. Jetzt hat der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge (UMF) in Zusammenarbeit mit einer Gruppe junger Flüchtlinge eine Broschüre in kindgerechter Sprache erstellt: Ein großer Schritt zur Verwirklichung von Kinderrechten in Deutschland!

Junge Flüchtlinge finden wichtige Informationen zu ihrer ersten Zeit in Deutschland. Mit welchen Behörden, Ämtern und Organisationen haben sie zu tun? Was passiert alles in der ersten Zeit? Und vor allem: Welche Rechte gibt es?

Die Broschüre steht in Deutsch, Englisch, Französisch und Dari, der verbreitetsten Sprache in Afghanistan, da von dort die meisten Jugendlichen kommen, beim Bundesfachverband für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als Download kostenlos zur Verfügung und kann in der Geschäftsstelle des Bundesfachverbands UMF gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro pro Exemplar bestellt werden.

Quelle: KAM-Newsletter 35/2011

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IGfH-ExpertInnengespräch – Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Einrichtungen der Jugendhilfe am 07.12. in Frankfurt/Main

Posted on November 7, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Nach Schätzungen von terre des hommes und dem Bundesfachverband Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BAG UMF) leben zwischen 5.000 und 10.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland. Entsprechend der gültigen Rechtslage (§ 42 Abs. 3 SGB VIII) sind die Jugendämter berechtigt und verpflichtet, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Obhut zu nehmen. Demgemäß ist die Jugendhilfe für die Erstunterbringung und -versorgung dieser ‚besonderen’ Gruppe zuständig. Aber auch die Klärung, welche Maßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls angezeigt sind, ist Aufgabe der Jugendhilfe – d.h., sie muss eine Clearingfunktion für Anschlusshilfen übernehmen.

Die ExpertInnentagung der IGfH am am 07.12.2011 in Frankfurt/Main will aus diesem Grund die Möglichkeit zum fachlichen Austausch bieten und ein Weiterdenken von Handlungsmöglichkeiten anregen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die fachliche Leitmaxime der Partizipation auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sichergestellt werden kann. Des Weiteren werden die verschiedenen Handlungsleitlinien und -empfehlungen der BRD zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie die Anforderungen einer gendersensiblen Handlungspraxis in den Blick genommen sowie die Schnittstellen zur psychosozialen Versorgung.

Da es sich um ein ExpertInnengespräch handelt, können Fachleute, die zu diesem Thema ausgewiesen arbeiten mit einer kurzen Beschreibung ihres Zuganges sich anmelden bei josef.koch@igfh.de. Es wird ein Unkostenbeitrag von 30 Euro erhoben.

nähere Informationen

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