Ortenaukreis: Weitere Kurzzeit-Familien gesucht

Posted on Dezember 29, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Ortenau (lev). Seit 2008 gibt es Bereitschaftspflegefamilien im Ortenaukreis. Sie springen ein, wenn Kinder aus ihren Familien geholt werden müssen, um sie vor Gefahren durch ihr familiäres Umfeld zu schützen
Zwei Drittel der Fälle werden mit Einverständnis der Eltern in Obhut gegeben, bei einem Drittel hat das Jugendamt die Unterbringung entschieden. Damit die Kinder in familiärem Umfeld wieder zur Ruhe kommen können, werden sie in die vorübergehenden Pflegefamilien gebracht. Während ihres Aufenthalts, der maximal drei Monate umfassen soll, entscheidet sich, ob sie wieder in ihr altes Umfeld zurückkehren können oder ob sie in Heimen untergebracht oder zur Adoption freigegeben werden.
Eine wichtige Voraussetzung, um vom Kommunalen Sozialen Dienst als Bereitschaftspflegefamilie verpflichtet zu werden, ist die pädagogische Ausbildung mindestens eines Elternteils. Der Kreis sucht stabile Familien, deren eigene Kinder mit dem Familienzuwachs auf Zeit keine Probleme haben. Außerdem sollten die Eltern Zeit haben und auch genügend Wohnraum, um dem Pflegekind ein eigenes Zimmer zu bieten.
Feste Bereitschaftszeiten
Eine Bereitschaftspflege­familie erhält für die Aufnahme eines Pflegekinds je nach Alter des Kindes zwischen 1233 Euro und 1390 Euro im Monat. Für die Bereitschaft, kurzfristig Kinder aufzunehmen, bekommt die Bereitschaftspflegefamilie für jeden Tag ohne Pflegekind neun Euro. »Es ist mehr, als wir normalen Pflegekräften zahlen, weil es zum einen Fachkräfte sind und sie in ihren Familien mit einem häufigen Wechsel sehr verunsicherter Kinder und Jugendlicher zurechtkommen müssen«, sagt Markus Gertis, beim Jugendamt für die Bereitschaftspflege zuständig.

Die Familien stehen montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr bereit, am Wochenende und nachts springen die beiden Heimeinrichtungen im Kreis, Haus des Lebens in Rammersweier (Zentrum für Frauen und Kinder) und das Wunder-Fitz in Offenburg, ein. Im Urlaub melden sich die Bereitschaftspflegefamilien zuvor von ihrem Dienst ab. Manchmal kann im Voraus der Kontakt hergestellt werden, wenn beispielsweise ein Elternteil der Herkunftsfamilie einen Klinikaufenthalt vor sich hat.
»Wir sind immer froh, wenn wir geeignete Bereitschaftspflegefamilien haben«, erklärt Gertis. Die Bedingungen, zum Beispiel die Eingrenzung auf bestimmte Altersgruppen, werden vertraglich festgelegt. Außerdem werden zuvor mehrere Bewerbergespräche geführt. Anwärter müssen ein Vorbereitungsseminar besuchen und erhalten anschließend monatliche Supervision.
Interessenten können sich an Markus Gertis, Pflegestellen­koordination beim Jugendamt, 0781/805-13 73, oder per Mail an pflegestellenkoordination@ortenaukreis.de wenden.

Quelle: Baden online vom 28.12.2011

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„Bereitschaftspflegefamilien- Familien auf Zeit: Anforderungen – Standards – offene Fragen“ am 28.02. in Frankfurt/Main

Posted on Dezember 28, 2011. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Am 28.02. hält die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit dem Paritätischen Bildungswerk Frankfurt das Tagesseminar „Bereitschaftspflegefamilien- Familien auf Zeit: Anforderungen – Standards – offene Fragen“ in Frankfurt am Main ab. Prof. Dr. Maud Zitelmann von der Fachhochschule Frankfurt a.M. wird referieren.

Die Zahl der Kinder, die in Obhut genommen werden, steigt stetig. Auf der Grundlage der Erkenntnisse der Traumaforschung werden bindungstheoretische sowie rechtlich Aspekte beleuchtet und ausgewertet, so dass Standards für die Bereitschaftspflege entwickelt werden können.

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Urteil: Greimerather Familie darf ihr Pflegekind behalten

Posted on Dezember 23, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Volksfreund.de berichtet am 21.12.2011 im Artikel „Greimerather Familie darf ihr Pflegekind behalten“ vom Urteil im Rechtsstreit zwischen einer Rheinland-Pfälzer Bereitschaftspflegefamilie und ihrem betreuenden Jugendamt.

Das Jugendamt vertrat die Ansicht, eine Bereitschaftspflege könne nicht in eine Dauerpflege umgewandelt werden und wollte das Kind in eine neue Pflegefamlie vermitteln. Das Gericht entschied zugunsten des 2-jährigen Kindes, das nun in Dauerpflege weiter in der Familie verbleiben darf.

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Informationsabende zu zeitlich befristeten Pflegeformen in Hamburg

Posted on Dezember 22, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die PFIFF gGmbH Hamburg bietet regelmäßig Informationsabende zu zeitlich befristeten Pflegeformen an.

Die Suchterkrankung eines Elternteils, psychische Probleme oder Vernachlässigung können Hintergrund einer Unterbringung von Kindern in einer Pflegefamilie auf Zeit sein – entweder in Bereitschaftspflege oder zeitlich befristeter Vollzeitpflege. In beiden Betreuungsformen kehren die Kinder dann nach spätestens sechs Monaten in ihre Familien zurück, mit denen in dieser Zeit – je nach Pflegeform – mehr oder weniger intensiv an der Veränderung der Erziehungsfähigkeit gearbeitet wird. Manchmal werden die Kinder aber auch auf einen neuen Lebensmittelpunkt vorbereitet. Für die zeitlich befristeter Vollzeitpflege ist ein spezielles Anforderungsprofil bei den Pflegeeltern erforderlich. Grund: Es bestehen enge Kontakte zwischen Pflegefamilie, Kind und Herkunftsfamilie. Dieser Prozess wird therapeutisch gestützt.

Im ersten Halbjahr 2012 sind folgende Termine, jeweils abends von 19.30 – 22 Uhr, geplant:

Mittwoch, 11. Januar 2012
Mittwoch, 22. Februar 2012
Donnerstag, 22. März 2012
Donnerstag, 7. Juni 2012

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Nürnberg: Bereitschaftsbetreuerinnen wehren sich gegen Kürzungen

Posted on November 9, 2011. Filed under: Bayern, Finanzielles, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

In der Nürnberger Zeitung vom 08.11.2011 schildern Bereitschaftspflegemütter aus Nürnberg ihre anspruchsvolle Arbeit. Für diese spezielle Aufgabe gefährdete Kinder zwischen null und drei Jahren ad hoc und vorübergehend bei sich aufnehmen, werden in Nürnberg nur examinierte Erzieherinnen oder Sozialpädagoginnen beschäftigt. Dafür bekommen diese bisher ein Honorar, das etwas über den Empfehlungen des Städtetages liegt. Doch nun steht ihre Entlohnung zur Disposition:

„Die Aufgabe als Bereitschaftsbetreuerin „geht häufig über die eigenen Grenzen“, sagt Nöth. In der Honorardiskussion sieht sie einen Beleg dafür, dass diese Leistung nicht anerkannt wird. „Der Respekt vor unserer Arbeit fehlt“, meint Jacko. Auf der anderen Seite gibt es aufbauende, positive Rückmeldungen. Irmgard Nöth zeigt ein Schreiben einer Mutter, die ihr Kind zurückbekommen hat: „Es ist gut, dass es Menschen wie Sie gibt“, schreibt die Mutter.“

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Neues Angebot für Pflegeeltern im Landkreis Harz

Posted on Juli 24, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Birgit-Patricia Eilenberger ( 3 v.r.) führte erfolgreich die erste Beratung für Pflegeeltern im Landkreis Harz durch.

„Pflegeeltern, die Kinder bei sich aufnehmen, die zeitweilig nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, haben unseren Respekt und unsere volle Unterstützung“, betonten die Sozialarbeiterinnen Christine Rütting und Elke Zschocke vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes des Landkreises Harz nach erfolgreichem Abschluss der ersten psychologisch-pädagogischen Beratung für Pflegeeltern im Landkreis Harz.

Um den Pflegeeltern bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit Hilfe und Unterstützung zu geben, hat das Jugendamt Angebote zur Beratung und Unterstützung dieser Familien entwickelt. Dazu gehört auch die Supervision, die in Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt durchgeführt wird. Die Teilnahme daran ist kostenlos und freiwillig.

Unter der Leitung von Birgit-Patricia Eilenberger vom Fachzentrum fand jetzt die erste psychologisch- pädagogische Beratung für Pflegeeltern aus dem Landkreis im Sozialpädagogischen Beratungszentrum „Windbreaker“ des DPWV in Halberstadt im laufenden Jahr statt. Im Kontakt mit der Diakonin mit der Ausrichtung Religions- und Heilpädagogik, die selbst auch Pflegemutter ist, ging es für die teilnehmenden Pflegeeltern weniger darum, mehr Wissen zu erwerben, sondern vielmehr um konkrete Konflikte und Probleme im Zusammenleben mit Pflegekindern mit der Supervisorin anzusprechen.

„Wie bei allen anderen Eltern gibt es auch bei uns Phasen, in denen wir keine Probleme mit unserem Kind haben“, sagte eine Pflegemutter zu Beginn der Veranstaltung. „Aber jetzt ist unser Pflegekind in der Pubertät und jeder der Kinder hat, weiß, wie kompliziert gerade jetzt das Zusammenleben ist. Deshalb habe ich das Angebot des Jugendamtes gern genutzt, um gemeinsam in vertraulichem Rahmen im Gespräch mit anderen Pflegeltern die Probleme zu erkennen und die Ursachen für unsere Konflikte zu erforschen“. Und hier genau setzt Birgit-Patricia Eilenberger in der ca. 90-minütigen Veranstaltung an. „Unser Ziel ist es, eine Lösung für ein Problem zu finden und zwar eine Lösung, die von den Teilnehmern selbst in Übereinstimmung mit ihrer individuellen Situation gefunden wird. Denn nur bei einer selbst erarbeiteten Lösung ist die Chance groß, dass die Lösung durchgesetzt wird“, weiß die Supervisorin aus langjähriger Erfahrung.

Weitere Supervisionen sollen folgen, und zwar am 31. August, am 21. September und am 26. Oktober 2011. Diese Veranstaltungen finden alle in Halberstadt statt. Weiterbildungsveranstaltungen für Pflegeeltern des Landkreises Harz gibt es aber auch in Quedlinburg und Wernigerode. Im zweiten Halbjahr wird ein zum Beispiel ein Bewerberseminar in Wernigerode stattfinden, an dem interessierte Paare und auch nicht verheiratete Einzelpersonen teilnehmen werden. In Quedlinburg wird ab August eine Seminarreihe für Bereitschaftspflegestellen durchgeführt. Ebenfalls wird für das zweite Halbjahr 2011 ein Abendseminar vorbereitet, in dem die Teilnehmer darüber Bilanz ziehen können, wie ihr erstes Jahr mit einem Pflegekind verlaufen ist.

Interessante Angebote, auch zur Fortbildung, haben auch die Pflegeelternvereine in Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode nicht nur für ihre Mitglieder. Die entsprechenden Kontakte vermittelt das Jugendamt des Landkreises, der Bereich Pflegekinderwesen, an den Standorten Halberstadt, Wernigerode und Quedlinburg. Weiterführende Informationen gibt es unter den Telefonnummern:
Halberstadt,Tel.:03941/5970-5903, Wernigerode,Tel.:03941/5970-2161, Quedlinburg, Tel.: 03941/5970-6429

Quelle: Pressemeldung des Landkreises Harz

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„Traumatisierte Pflegekinder – Spielen statt Reden“ in der Bereitschaftspflege am 27.08. in Frankfurt/Main

Posted on Juni 28, 2011. Filed under: Fortbildung, Hessen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Institut für Vollzeitpflege und Adoption (IVA) bietet am 27.08. in Frankfurt/Main im Rahmen des Forum Bereitschaftspflege eine Fortbildung zum Thema „Traumatisierte Pflegekinder – Spielen statt Reden“ an.

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Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises sucht Bereitschaftspflegeeltern

Posted on Juni 3, 2011. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Rhein-Sieg-Kreis (dk) – Das Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises sucht ab sofort Familien aus dem Rhein-Sieg-Kreis, die bereit sind, die Aufgabe als Bereitschaftspflegeeltern zu übernehmen. Die Tätigkeit der Bereitschaftspflegeeltern wird mit einem angemessenen Honorar vergütet.

Bereitschaftspflegeeltern nehmen vorübergehend Jugendliche im Alter zwischen vierzehn und siebzehn Jahren bei sich auf, die sich in einer Not- oder Konfliktlage befinden. Ihre Aufgabe ist, den Jugendlichen Halt zu geben und sich um sie zu kümmern, bis für sie weitere Hilfen durch das Jugendamt angeboten werden.

Wer diese verantwortungsvolle, aber auch spannende Aufgabe gerne wahrnehmen möchte und weitere Informationen benötigt, kann sich an Günter Bernotat (Telefon 02241/13-3437, e-mail: guenter.bernotat@rhein-sieg-kreis.de) oder Jürgen Kröder (Telefon 02241/13-2446, e-mail: juergen.kroeder@rhein-sieg-kreis.de) im Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises – Der Landrat – wenden.

Das Kreisjugendamt betreut Jugendliche aus den Gemeinden Alfter, Eitorf, Much, Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid, Swisttal, Wachtberg und Windeck.
Die Städte Bad Honnef, Bornheim, Königswinter, Lohmar, Meckenheim, Rheinbach und Sankt Augustin haben sich dem Bereitschaftspflegesystem des Rhein-Sieg-Kreises angeschlossen.

Quelle: Kreisjugendamt Rhein-Sieg-Kreis vom 01.06.2011

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„Übergänge“ in der Bereitschaftspflege am 09.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 1, 2011. Filed under: Fortbildung, Hessen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Institut für Vollzeitpflege und Adoption (IVA) bietet am 09.04. in Frankfurt/Main im Rahmen des Forum Bereitschaftspflege eine Fortbildung zum Thema „Übergänge“ an.

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Neues Bereitschaftspflegekonzept „Haus mit Aussicht“ in Frankfurt/Main

Posted on Februar 17, 2011. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Im Artikel „Eltern für ein paar Monate“ berichtet die Frankfurter Rundschau am 17.02.2011 vom neuen „Haus mit Aussicht“, das das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt/Main neu eröffnet hat.

Mit dem „bundesweit wohl einmaligen Konzept“ wird künftig ein Teil der in Obhut genommenen Frankfurter Kinder durch insgesamt drei qualifizierte Bereitschaftspflegefamilien in einem extra angemieteten Haus betreut werden. Jede der Familien soll bis zu 5 Kinder betreuen bis für diese eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

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Landkreis Aurich begrenzt Bereitschaftspflege auf drei Monate

Posted on Dezember 20, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Die Ostfriesischen Nachrichten berichten von Plänen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises Aurich zum Bau eines Inobhutnahme-Hauses, um die zu langen Verweilzeiten von Kindern in Bereitschaftspflege zu verkürzen.

„Der Landkreis hat auf diesen pädagogisch bedenklichen Zustand nach einer intensiven Diskussion mit den sozialpädagogischen Mitarbeiterinnen des Familiären Bereitschaftsdienstes mit einer Dienstanweisung reagiert, nach der ein Kind höchstens drei Monate in einer Bereitschaftspflegefamilien leben soll.“

zum Artikel „Aurich: Landkreis baut Inobhutnahme-Haus“ in Ostfriesische Nachrichten vom 20.12.2010

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Bereitschaftspflegekonzept des Landkreisjugendamts Fürth

Posted on Dezember 17, 2010. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Pflegekinderdienst des Landkreisjugendamtes Fürth hatte in Zusammenarbeit mit dem PFAD für Kinder – Nürnberg/Fürth e.V. 2009 ein Konzept für Bereitschaftspflegeeltern erarbeitet, das der Verein nun veröffentlicht.

Wesentliche Neuerungen:

Qualifizierung:

  • Die Pflegefamilien müssen eine Grundqualifizierung und die allgemeine Eignung nachweisen.
  • Eine Zusatzqualifizierung für den Umgang mit besonderen Belastungen der Bereitschaftspflege ist erforderlich. Diese umfasst ca. 12 Einheiten à 60 Minuten.
  • Jährliche mindestens eine Fortbildungen mit pädagogischen Inhalten (PFAD für Kinder, Erziehungsberatung, Angebote der VHS u.a.) sind wahrzunehmen und durch eine Teilnahmebestätigung nachzuweisen.

Leistungen:

  • Die Kosten der Qualifizierung werden vom Jugendamt getragen, für jährliche Fortbildung maximal 150 Euro.
  • Die Bereitschaftspflege wird mit dem Tagessatz entsprechend den jeweils gültigen Empfehlungen (zur Bereitschaftspflege) des Bayer. Landkreis- und Städtetages für die Vollzeitpflege abgegolten. Einmalige Beihilfen sind damit ebenfalls abgegolten.
  • Ab dem 61. Tag der Bereitschaftspflege wird der Pflegesatz der entsprechenden Altersstufe des Kindes analog Vollzeitpflege gezahlt, zuzüglich eines täglichen Zuschlages von 5,50 €, als Ersatz für das Kindergeld, das in der Bereitschaftspflege nicht den Pflegeeltern zusteht.
  • Nach Beendigung eines Bereitschaftspflegeverhältnisses erhält die Pflegefamilie im Bedarfsfall zusätzlich ein Auswertungsgespräch (Supervision, 90 Minuten) zur Verfügung gestellt.

Das komplette Konzept können Sie im Internet abrufen unter:
http://www.pflegeeltern-nuernberg-fuerth.de/wp3/wp-content/uploads/2010/12/Bereitschaftspflegekonzept.doc

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Anmeldefrist zur gesetzlichen Unfallversicherung für Bereitschaftspflegestellen in der BGW

Posted on Dezember 14, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Versicherungen | Schlagwörter: , |

Bezüglich der am 31.12.2010 endenden Anmeldefrist zur gesetzlichen Unfallversicherung für Bereitschaftspflegestellen in der BGW hat der PFAD Bundesverband eine Fachinformation erstellt.

Auch wenn viele Fragen zur gesetzlichen Unfallversicherungspflicht von Bereitschaftspflegestellen noch nicht geklärt sind, empfehlen wir den Bereitschaftspflegen sich zur Überprüfung der Versicherungspflicht bis 31.12.2010 bei der BGW anzumelden.

Der PFAD Bundesverband hat dieses Thema nicht aus den Augen verloren und wird auch, vor allem was die Leistungen im Schadensfall betrifft, die gesetzliche Unfallversicherung kritisch begleiten.

zur ausführlichen PFAD-Fachinformation vom 14.12.2010 (pdf)

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Artikel „Mutter von 280 Kindern“

Posted on Oktober 25, 2010. Filed under: Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Der Artikel „Mutter von 280 Kindern“ von Barbara Allebrodt aus Der Westen vom 22.10.2010 berichtet über die 71-jährige, kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Pflegemutter Erika Sander aus Holzwickede in Nordrhein-Westfalen.

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Rechte und Pflichten in Übergangspflege-Stellen am 03.11. in Bremen

Posted on Oktober 5, 2010. Filed under: Bewerber, Bremen, Erziehungsstellen, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am Mittwoch, den 03.11. von 19 bis 21.15 Uhr bietet die Pflegekinder in Bremen gGmbH unter der Kursleitung des Fachanwalts für Familienrecht Matthias Westerholt eine Fortbildung über „Rechte und Pflichten in Übergangspflege-Stellen“ an.

Übergangspflegestellen unterliegen besonderen Bedingungen. Der weitere Lebensweg des Kindes/ Jugendlichen ist völlig offen. Meistens sind Gerichtsverfahren anhängig. Kenntnisse über das Kind/ den Jugendlichen sind kaum vorhanden. Die Haltung und Einstellung der leiblichen Eltern ist in der Regel völlig unklar.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig zu wissen, wo man als Übergangspflege-Person rechtlich steht. Wie hafte ich? Welche Rechte habe ich gegenüber leiblichen Eltern? Habe ich Anspruch auf Pflegegeld? Kann ich selbst Entscheidungen für das Kind treffen oder muss ich jedes Mal das Jugendamt fragen? Das Kurs will Antworten geben und Unsicherheiten abbauen, die den rechtlichen Status von Übergangspflege-Personen betreffen.

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Bergheim stärkt Pflegefamilien

Posted on September 29, 2010. Filed under: Bewerber, Finanzielles, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: |

Politiker im Rat der Stadt Bergheim haben die finanzielle Situation für Bereitschafts-Pflegefamilien verbessert. Sie erhalten ab dem kommenden Jahr deutlich mehr Geld, wenn sie ein Pflegekind aufnehmen. Der Betrag wurde um rund 50 Prozent aufgestockt.

Bisher erhält eine Bereitschafts-Pflegefamilie für Kinder bis zum 7. Lebensjahr knapp 700 Euro, künftig wird Bergheim 1.115 Euro im Monat zahlen. Entsprechend mehr gibt es für ältere Kinder. Im Gegenzug soll allerdings das monatliche Bereithaltegeld wegfallen. Diese Pauschale von 150 Euro bekommen Familien, wenn sie im Notfall spontan ein Kind zur kurzzeitigen Pflege aufnehmen. Laut Stadt bleibt von dieser Pauschale ohnehin wenig Geld übrig, weil sie versteuert werden muss. Insgesamt sind Pflegefamilien daher mit der neuen Regelung besser gestellt.

Quelle: Nachricht von Radio Erft vom 28.09.2010

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„Nähe und Distanz – Ein Drahtseilakt für Paten und Pflegeeltern auf Zeit“ am 28.09. in Bremen

Posted on August 29, 2010. Filed under: Bewerber, Bremen, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Unter der Kursleitung der Dipl. Psychologin und Mediatorin Iris Virkus hält die Pflegekinder in Bremen gGmbh am Dienstag, den 28.9.2010 von 19 bis 21.15 Uhr für Patenfamilien und Pflegepersonen in der Kurzzeit- sowie der Übergangspflege und in der zeitlich befristeten Vollzeitpflege den Kurs „Nähe und Distanz – Ein Drahtseilakt für Paten und Pflegeeltern auf Zeit“ ab.

Jedes Kind kommt mit seinen eigenen Erfahrungen in Ihre Familie und bietet Ihnen seine eigene Art der Beziehung an. Gerade wenn Paten- oder Pflegekinder auf befristete Zeit oder zu Besuch bei Ihnen sind und Sie die Trennung bereits mit bedenken, kann es schwer
fallen, eine Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden. Vielleicht ist Ihnen auch die Nähe fremd, die ein Kind sucht. Oder ein Kind ist sehr auf Distanz bedacht – und weist Ihre Zuwendung zurück.

In diesem Kurs wird der Frage nachgegangen, wie Paten und Pflegeeltern auf Zeit für sich eine Balance herstellen können, um einerseits Geborgenheit zu vermitteln und andererseits loszulassen.

nähere Informationen

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Landkreis Fürstenfeldbruck würdigt und verabschiedet langjährige Pflegefamilie

Posted on August 23, 2010. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

„Ohne Karin und Hans hätte ich es nicht geschafft und ich wäre nicht da, wo ich heute bin“, dieses Lob sprach ein ehemaliges Pflegekind anlässlich der Verabschiedung von Karin und Hans Eisenreich. Gerne schlossen sich diesem besonderen Dank Landrat Thomas Karmasin und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Jugend und Familie im Landratsamt Fürstenfeldbruck an.

Nach 15-jährigem Engagement als Pflegeeltern für den Landkreis Fürstenfeldbruck beendet das Ehepaar Eisenreich diese Tätigkeit. Es war vor allem Karin Eisenreich, die mit tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes Hans Kinder und Jugendliche, die vorübergehend in einer Pflegestelle untergebracht werden mussten, betreute. 153 Kinder und Jugendliche fanden bei dem Ehepaar bisher Aufnahme. Manche Pflegekinder kamen auch mehrmals, so dass Familie Eisenreich 164 Pflegeeinsätze geleistet hat. Die Gründe, warum die Kinder und Jugendlichen nicht mehr zu Hause leben konnten, waren sehr vielschichtig. Während kleinere Kinder in Gefährdungssituationen in Obhut genommen werden mussten, kamen die Jugendlichen oft selbst zum Amt für Jugend und Familie und erklärten, dass sie nicht mehr zu Hause leben können oder wollen. Die Unterbringungsdauer konnte von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten betragen. Jede Neuaufnahme bedeutete für das Ehepaar stets wieder eine Herausforderung und die Bereitschaft sich auf völlig unbekannte Kinder und Jugendliche einzulassen. Manchmal dauerte es ein Weilchen, bis man sich aneinander gewöhnt hatte, aber nicht selten flossen beim Abschied Tränen. Zu vielen „Ehemaligen“ besteht bis heute Kontakt. Für das Ehepaar ist es schöne Bestätigung ihrer Tätigkeit, wenn sich nach Jahren ehemalige Pflegekinder, z.T. mit eigenen Kindern, melden und zeigen, dass sie ihren Weg gegangen sind.

Landrat Thomas Karmasin und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Jugend und Familie verabschiedeten sich im Rahmen eines kleinen Stehempfanges am 11.08.2010 von dem Ehepaar Eisenreich mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit und wünschten ihnen für ihren weiteren Lebensweg ein gutes Gelingen.

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck, Amt für Jugend und Familie sucht fortlaufend Familien, die bereit und in der Lage sind, ein Kind in ihre Familie aufzunehmen. Wer Interesse an der Tätigkeit als Pflegeeltern hat kann sich unter der Telefonnummer 08141/519-288 melden.

Quelle: Pressemeldung des Landratsamts Fürstenfeldbruck vom 23.08.2010

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IVA-Forum Bereitschaftspflege: „Besuchskontakte“ am 18.09. in Frankfurt/Main

Posted on August 3, 2010. Filed under: Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen seiner Seminarangebote zur Vorbereitung und Fortbildung von Bereitschaftspflegeeltern bietet das IVA-Institut in Frankfurt/Main am 18.09.2010 das Seminar „Besuchskontakte“ an.

Besuchskontakte beruhen auf einer gesetzlichen Grundlage – dem Recht des Kindes und dem der Eltern auf Kontakte. Allerdings können sie zum Wohl des Kindes eingeschränkt werden – mittels Begleitung oder per begrenztem Ausschluss.
Bereitschaftspflegeeltern sollten daher:

  • Besuchskontakte ermöglichen – aber nur zum Wohl des Kindes
  • Informationen an die zuständigen Fachstellen weitergeben und in den Hilfeplan einbringen.

Für den Fachdienst haben Besuchskontakte zudem folgende Aufgaben, die daher dokumentiert werden sollten:

  • Aufschluß geben über Interaktionen zwischen Eltern und Kind.
  • Hinweise über die Zuverlässigkeit der Eltern geben.
  • Notwendigen Unterstützungsbedarf erkennen und übermitteln.

Die Anmeldefrist läuft bis zum 03.09.

Veranstaltungsflyer

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JFMK möchte Stärkung der Rechtsstellung von Pflegekindern

Posted on Juli 19, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: |

Am 18.06.2010 traf sich die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) in Schwerin. Die Länderministerinnen und -minister berieten über ihr gemeinsames weiteres Vorgehen in der Kinder- und Jugendpolitik. Dabei verständigten sie sich – auf eine Initiative Hamburgs hin – auf einen Ausbau des Pflegekinderwesens in Deutschland und mehr rechtliche Sicherheit für Pflegekinder und -eltern:

„Die JFMK hält es für notwendig, die Rahmenbedingungen des Pflegekinderwesens in Deutschland zu verbessern, um möglichst jedem Kind, das nicht in seiner eigenen Familie aufwachsen kann – und für das die Unterbringung in einer Familie die geeignete Hilfeform darstellt – die Möglichkeit zu geben, in einer Pflegefamilie zu leben. Bis zur kommenden Jugend- und Familienministerkonferenz 2011 soll eine Arbeitsgruppe Vorschläge für eine solche Reform vorlegen.

Vor dem Hintergrund, das Pflegekinderwesen weiter ausbauen zu wollen, sehen die Jugendministerinnen und -minister kritisch, dass im Dezember 2009 auf Bundesebene entschieden worden ist, dass Bereitschaftspflege als eine gewerbliche Tätigkeit gilt. Aus Sicht der Mitglieder der JFMK sind damit negative Auswirkungen auf bestehende Pflegeverhältnisse verbunden. Außerdem werde die Akquise neuer Pflegefamilien erheblich erschwert. Deshalb wird das Bundesfamilienministerium aufgefordert, diese Bewertung möglichst schnell zu überprüfen – vor allem, da die JFMK der Begründung auf Bundesebene nicht folgen kann. Dort führt man an, dass bei Bereitschaftspflegestellen auch ohne Unterbringung von Pflegekindern so genannte Platzhaltekosten oder Bereitschaftsgelder von den Jugendämtern gezahlt würden. Das aber entspreche weitestgehend nicht der Wirklichkeit, so die Länderministerinnen und -minister. Im Regelfall erhielten Bereitschaftspflegefamilien erst dann ein Pflegegeld, wenn auch ein Kind in der Familie untergebracht werde.

„Ich freue mich“, so der Hamburger Senator Wersich, „dass mit diesem Beschluss eine Tür für das Pflegekinderwesen wieder aufgemacht wird und hoffe, dass kurzfristig eine Kurskorrektur zugunsten der Pflegefamilien erfolgen kann, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen. Langfristig erhoffe ich mir für die JFMK im Jahr 2011 weitere Vorschläge zur Weiterentwicklung des Pflegekinderwesens mit dem Ziel einer Stärkung der Rechtsstellung von Pflegekindern.“

Quelle: Ausschnitt der Pressemitteilung der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz vom 18.06.2010

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Neu bei PIB in Bremen: Die Übergangspflege

Posted on Juli 9, 2010. Filed under: Bewerber, Bremen, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Seit 1. Juli bietet die Pflegekinder in Bremen gGmbH (PiB) die Übergangspflege an.

Wenn Kinder aus einer akuten Familienkrise schnell einen sicheren Ort brauchen – dann sind Übergangspflege-Stellen wichtig. Sie begleiten ein Kind oder einen Jugendlichen für eine befristete Zeit.

Die Anfragen nach Übergangspflege kommen direkt vom Amt für Soziale Dienste, in dessen Auftrag die Pflegekinder in Bremen gGmbH (PiB) interessierte Menschen sucht, die in diesem Bereich tätig werden möchten. PIB informiert und qualifiziert die Bewerber.

Telefon 0421-95 88 20-0

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TV-Tipp „Mutter gegen Jugendamt – Nadine kämpft um ihre Kinder“ am 24.06.

Posted on Juni 20, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Am 24.06 um 22.30 Uhr sendet das WDR-Fernsehen in der Reihe Menschen hautnah erneut die Dokumentation „Mutter gegen Jugendamt – Nadine kämpft um ihre Kinder“.

Der Film begleitet den Sorgerechtsstreit zwischen der 19-jährigen Mutter und dem Jugendamt über sechs Monate: in der Zeit vor dem Prozess, am Tag der Urteilsverkündung und zwei Monate später. Die Autorin Katrin Wegner zeigt darin den verzweifelten Versuch einer Mutter, Erklärungen für das Geschehene zu finden, ihre Hoffnung auf eine zweite Chance und die Position des Jugendamtes, zum Wohle des Kindes zu handeln. Auf der einen Seite steht Nadine S., die ihre Kinder liebt und sie selbst erziehen will. Auf der anderen Seite das Jugendamt, dass die Kinder vor dem gewalttätigen Vater und der scheinbar überforderten Mutter schützen will.

nähere Informationen zur Sendung

Die Sendung kann auch als Podcast online angesehen werden.

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TV-Tipp „Nestwärme auf Zeit – Aus dem Leben einer Pflegefamilie“ am 19.06.

Posted on Juni 15, 2010. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Am Samstag, den 19.06. um 22.30 Uhr wiederholt der Sender Phoenix die Dokumentation „Nestwärme auf Zeit – Aus dem Leben einer Pflegefamilie“ von Sigrid Faltin.

Lars ist sechzehneinhalb. Mit grünen Haaren und einem Skateboard unter dem Arm zieht er bei Familie Steigert ein. Das Jugendamt hat beschlossen: Noch ein Wochenende daheim geht nicht. Denn Lars verprügelt seine Mutter. Er trinkt eine Flasche Wodka am Tag und gilt als selbstmordgefährdet. Lars ist ein Fall für Familie Steigert, eine Bereitschaftspflegefamillie in Emmendingen in Südbaden. Der Film begleitet sie und ihr Pflegekind von dem Moment an, als Lars bei den Steigerts einzieht.

Niklas kam auch so zu den Steigerts. Ein schreiendes Kind, das mit zwei Jahren noch nicht sprechen und nicht laufen konnte. Niklas wurde dann in eine Langzeitpflegefamilie vermittelt, gegen die er sich mit Händen und Füßen gewehrt hat. Er durfte schließlich zu Familie Steigert zurückkommen und bleiben. Heute ist der sechsjährige Junge der Sonnenschein im Hause Steigert.

Nun gehört auch Lars zur Familie, allerdings zeitlich begrenzt. Was bedeutet seine Ankunft für das Innenleben der Familie? Welche Herausforderungen oder Überforderungen warten auf Marianne und Günter, wie können sie den einzelnen Mitgliedern der Familie gerecht werden? Wird sich Lars in die Familie integrieren können? Und dann stehen eines Tages zwei kleine kurdische Jungs vor der Tür, die dringend ein Bett brauchen…

Information zur Sendung

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DIJuF äußert sich erneut zur Unfallversicherungspflicht von Bereitschaftspflegefamilien

Posted on Mai 5, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Versicherungen | Schlagwörter: , |

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) verfasste am 20.04.2010 eine neue Stellungnahme in Sachen Unfallversicherungspflicht von Bereitschaftspflegefamilien nach § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII. Bereits Mitte letzten Jahres hatte das Institut sich in einer ausführlichen Stellungnahme vom 19.06.2009 dazu geäußert (wir berichteten).

Der jetzige Kommentar kam aufgrund einer Anfrage durch ein Jugendamt zustande. Das anfragende Jugendamt wandte sich an das DIJuF bezüglich einer rechtlichen Einschätzung der Verbindlichkeit des Vermerks von BMFSFJ, BMAS und BMF zur Unfallversicherungspflicht für Pflegeeltern nach § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII vom 17.12.09 und der Frage der Möglichkeit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) rückwirkend Nachzahlungen seit 2005 einzufordern.

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Buch-Tipp: Dokumentation „Wenn Frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern“

Posted on April 29, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ des Deutschen Instituts für Urbanistik wird demnächst als Band 75 die Dokumentation der Tagung „Wenn Frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern“ am 12.-13.11.2009 – erscheinen.

Diese Broschüre kann zum Preis von 17 Euro bestellt werden bei taubert@difu.de oder online unter http://www.fachtagungen-jugendhilfe.de/veranstaltungen/bestellungen.phtml

Näheres zum Inhalt

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Fachtag “Darf ich Mama zu Dir sagen?” am 23.03. in Mannheim

Posted on März 18, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , |

Darf ich Mama zu Dir sagen?” heißt der Fachtag für Fachkräfte der Jugendhilfe und weitere mit der Fremdplatzierung von Kindern in Pflegefamilien befasste Institutionen und Personen, den das Jugendamt der Stadt Mannheim am Dienstag den 23.03. veranstaltet.

Thematisiert wird die „Kindliche Sicherheit als Leitlinie fachlichen Handelns – Fremdplatzierung und Bindung von Kindern in Pflegefamilien„. Hauptreferenten werden Dipl. Psychologe Dr. Hermann Scheuerer-Englisch und Dipl. Pädagogin Daniela Reimer sein. Für den Nachmittag sind Workshops geplant.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung für Fachtag und Workshops wird gebeten.

Pflegekinderdienst der Jugendamt Mannheim
E-mail: pflegekinderdienst@mannheim.de
Telefon: 0621 / 293 6260 (Frau Kollofrath)

Veranstaltungsflyer

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PFAD-Fachinformation zur gesetzlichen Unfallversicherungspflicht von Pflegeeltern

Posted on März 11, 2010. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen, Versicherungen | Schlagwörter: , |

Über die im letzten Jahr wieder in die Diskussion gekommene Versicherungspflicht für Pflegeeltern ist nun eine Entscheidung getroffen worden. Mit einem an Landesjugendämter und Jugendämter gerichteten Schreiben vom 09.03.2010, teilt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Klarstellung der drei mit der Bewertung der Unfallversicherungspflicht für Pflegepersonen beauftragten Bundesministerien (BMFSFJ, BMAS, BMF) mit. Nähere Ausführungen zur Rechtsauffassung der ministeriellen Arbeitsgruppe sind aus einem Schreiben vom 17.12.2009 ersichtlich, das uns freundlicherweise von der BGW zur Veröffentlichung überlassen wurde.

Darin wird dargelegt, dass Pflegefamilien, die in Vollzeitpflege nach §§ 27, 33 SGB VIII weniger als 6 Pflegekinder betreuen, eine „innerfamiliäre Tätigkeit“ leisten. Für sie bleiben Pflegegeld und anlassbezogene Beihilfen und Zuschüsse steuerfrei. Sie unterliegen grundsätzlich nicht der Sozialversicherungspflicht und haben daher auch keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung.

Für Pflegepersonen, die mehr als 6 Kinder in Vollzeitpflege betreuen gilt jedoch § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII. Sie gelten als freiberuflich in der Wohlfahrtspflege tätig. In diesen Fällen wird steuerrechtlich eine Erwerbstätigkeit vermutet, weshalb das hier ausbezahlte Pflegegeld steuerpflichtig ist und eine Versicherungspflicht bei der BGW vorliegt.

Besonders in der Diskussion war in diesem Zusammenhang die schwierige Einschätzung der sogenannten Bereitschaftspflege. Für sie wurde nun auch eine selbständige Tätigkeit angenommen, die unter § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII fällt und damit einer Unfallversicherungspflicht unterliegt.

Die Bereitschaftspflege wird hier ausschließlich als „familienorientierte Form der Krisenintervention im Rahmen der Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen nach § 42 SGB VIII“ gesehen, die „per se und in jedem Fall lediglich als eine vorläufige Unterbringung von kurzer Dauer ausgestaltet ist“. Der Zeitpunkt der Beendigung von Bereitschaftspflege wird als klar in § 42 Abs. 4 SGB VIII geregelt angesehen. Sie endet also mit der Rückführung des Kindes/Jugendlichen oder mit der Entscheidung über die Gewährung einer Anschlusshilfe. Diese kann im Einzelfall auch eine Vollzeitpflege nach §§ 27, 33 SGB VIII in derselben Pflegefamilie sein. Ab diesem Zeitpunkt gilt für die Pflegeeltern dann aber keine Sozialversicherungspflicht mehr. Da für die Bereitschaftspflege hier von einem einheitlichen Vertragsverhältnis zwischen dem Träger der Jugendhilfe und der Pflegeperson ausgegangen wird, ist nun die Tatsache ob Platzhaltekosten für Bereitschaftszeiten gezahlt werden, nicht mehr ausschlaggebend für die Beurteilung des Vorliegens eines versicherungspflichtigen Bereitschaftspflegeverhältnisses.

Zur Beitragshöhe teilt die BGW mit, dass die aktuelle Mindestversicherungssumme pro Vollzeitpflegeperson voraussichtlich jährlich 133,55 € für die alten Bundesländer und 112,46 € für die neuen Bundesländer betragen wird. Die Beitragspflicht liegt laut § 150 Abs. 1 Satz 2 SGB VII bei den Pflegeeltern selbst. Eine Anmeldepflicht bei der zuständigen Berufsgenossenschaft besteht grundsätzlich innerhalb einer Woche nach Aufnahme der Tätigkeit. Alternativ können auch Jugendämter ihre betroffenen Pflegepersonen bei der Berufsgenossenschaft anmelden. Sie müssen diese über ihre Unfallversicherungspflicht informieren. Aufgrund der bisher bestehenden Rechtsunsicherheit erlässt die BGW dem betroffenen Personenkreis die Beiträge bis zum 31.12.2009, falls die Anmeldung bis zum 31.12.2010 erfolgt. Der Versicherungsschutz würde dann rückwirkend ab dem 01.01.2010 gelten.

Als Umfang der Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung werden z.B. Heilbehandlung, Rehabilitationsmaßnahmen, Leistungen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes, Kraftfahrzeughilfe, Wohnungshilfe, Haushaltshilfe, Verletztengeld, Rentenleistungen und Leistungen im Todesfall genannt.

PFAD begrüßt die lange erwartete Klarstellung über die gesetzliche Unfallversicherungspflicht für Pflegeeltern, sieht jedoch nach wie vor Schwierigkeiten in der Praxis und weiteren Klärungsbedarf, so zum Beispiel bei der Schadensfeststellung im privaten Bereich. Auch weiterhin ungeklärt bleibt die Frage, welche Risiken denn nun genau mit dieser Versicherung abgedeckt werden und wie sich diese von den „normalen“ Alltagsrisiken einer Familie abgrenzen lassen und viele Detailfragen mehr. Weiterhin ist zu gewährleisten, dass eine Kostenübernahme durch die Jugendämter erfolgt. Bis zum 31.12.2010, dem Ablauf der Anmeldefrist bei der BGW, bleibt noch viel Zeit, um offene Fragen zu klären. Der PFAD Bundesverband wird sich in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden bis dahin für eine weitere Klärung, insbesondere eine Verdeutlichung des Konzepts der Bereitschaftspflege, einsetzen.

pdf-Version der PFAD-Fachinformation vom 11.03.2010

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TV-Tipp „Nestwärme auf Zeit – Aus dem Leben einer Pflegefamilie“ am 08.03.

Posted on März 4, 2010. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Sender Südwest zeigt am Montag, den 08.03 (Korrektur!) von 23 – 00.30 Uhr die Dokumentation „Nestwärme auf Zeit – Aus dem Leben einer Pflegefamilie“.

Lars ist sechzehneinhalb. Mit grünen Haaren und einem Skateboard unter dem Arm zieht er bei Familie Steigert ein. Das Jugendamt hat beschlossen: Noch ein Wochenende daheim geht nicht. Denn: Lars verprügelt seine Mutter. Er trinkt eine Flasche Wodka am Tag und gilt als selbstmordgefährdet. Lars ist ein Fall für Familie Steigert, eine Bereitschaftspflegefamilie in Emmendingen in Südbaden.
Marianne (44) und Günter (45) Steigert und ihre Töchter Britta (19) und Luisa (16) haben in den letzten fünf Jahren zwei Dutzend Kinder vorübergehend in ihre Familie aufgenommen, solange bis das Jugendamt eine Lösung für die Kinder gefunden hat. So kam auch Niklas zu Steigerts. Ein schreiendes Kind, das mit zwei Jahren noch nicht sprechen und nicht laufen konnte. Niklas wurde dann in eine Langzeitpflegefamilie vermittelt, gegen die er sich mit Händen und Füßen gewehrt hat. Er durfte schließlich zur Familie Steigert zurückkommen und bleiben. Heute ist der sechsjährige Junge der Sonnenschein im Hause Steigert.

Nun gehört auch Lars zur Familie, allerdings zeitlich begrenzt. Was bedeutet seine Ankunft für das Innenleben der Familie? Welche Herausforderungen oder Überforderungen warten auf Marianne und Günter, wie können sie den einzelnen Mitgliedern der Familie gerecht werden? Der Film begleitet Familie Steigert und ihren neuen “Fall” von dem Moment an, als Lars bei Steigerts einzieht. Er begleitet die Hoffnungen und Ängste, Erwartungen und Enttäuschungen auf beiden Seiten. Wird sich Lars in die Familie integrieren können? Und dann stehen eines Tages zwei kleine kurdische Jungs vor der Tür, die dringend ein Bett brauchen …

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TV-Tipp „Leibliche Mutter kämpft um ihre Kinder“ am 18.+19.02.

Posted on Februar 16, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Am 18.02. von 22.30 – 23.15 Uhr sendet das WDR-Fernsehen in der Reihe Menschen hautnah die Dokumentation „Mutter gegen Jugendamt – Nadine kämpft um ihre Kinder“. Am 19.02. wird die Sendung von 14.15 – 15.00 Uhr wiederholt.

Der Film begleitet den Sorgerechtsstreit zwischen der 19-jährigen Mutter und dem Jugendamt über sechs Monate: in der Zeit vor dem Prozess, am Tag der Urteilsverkündung und zwei Monate später. Die Autorin Katrin Wegner zeigt darin den verzweifelten Versuch einer Mutter, Erklärungen für das Geschehene zu finden, ihre Hoffnung auf eine zweite Chance und die Position des Jugendamtes, zum Wohle des Kindes zu handeln. Auf der einen Seite steht Nadine S., die ihre Kinder liebt und sie selbst erziehen will. Auf der anderen Seite das Jugendamt, dass die Kinder vor dem gewalttätigen Vater und der scheinbar überforderten Mutter schützen will.

nähere Informationen zur Sendung

Nach Ausstrahlung kann die Sendung als Podcast online angesehen werden: http://www.wdr.de/tv/menschenhautnah/vodcast/index.jsp

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Landesjugendamt Rheinland: Überarbeitung der Rahmenkonzeption „Familiäre Bereitschaftsbetreuung“

Posted on Februar 12, 2010. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

(pfad/schulz) Das Landesjugendamt Rheinland überarbeitete seine 2006 erstellte Rahmenkonzeption „Familiäre Bereitschaftsbetreuung“. Sie dient auf der Basis von Empfehlungen als Orientierungshilfe und fachliche Grundlage für Fachdienste und Leitungsverantwortliche.

Das Konzept beschreibt ein Angebot der Inobhutnahme und Familiären Bereitschaftsbetreuung mit den damit verbundenen Qualitätsstandards im familiären Umfeld. Es wurde in Zusammenarbeit des LVR-Landesjugendamt Rheinland mit der Fachgruppe „Qualität in der Familiären Bereitschaftsbetreuung (FBB)“ sowie den hierin eingebundenen Fachdiensten entwickelt.

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TV-Tipp „Notfall-Familien – Eltern auf Zeit“ – Podcast

Posted on Januar 19, 2010. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der WDR zeigte am 22. Januar ab 14.15 Uhr im Rahmen des Magazins „Menschen hautnah“ eine Reportage über Bereitschaftspflegefamilien.

Der kleine Gast bekommt ein sicheres Nest, die eigenen Kinder ein schwieriges Übergangs-Geschwisterchen. Bereitschaftspflege heißt diese Dienstleistung der Jugendämter. Für die Pflegefamilien ebenso wie für die leiblichen Eltern ist es eine Zeit des Übergangs, eine Zeit mit viel neuen, schönen, aber auch schmerzlichen Erfahrungen. Der WDR hat beide Seiten begleitet, über insgesamt zwei Jahre.

nähere Informationen zur Sendung

Podcast zur Sendung

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Dokumentation der Tagung „Traumageschehen im Rahmen der Familiären Bereitschaftsbetreuung“

Posted on Dezember 22, 2009. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Von der Jahrestagung „Traumageschehen im Rahmen der Familiären Bereitschaftsbetreuung„, die vom 27. bis  28.8.2009 in Hennef stattfand, liegt nun eine ausführliche Dokumentation vor.

Einzelne Tagungsthemen waren:

  • Verlauf des Traumageschehens bei Kinder und Jugendlichen
  • Wirken organisatorische Strukturen der Einrichtung traumatisierend/retraumatisierend?
  • Die FBB-Familie mit ihren Kompetenzen und Möglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Kindern
  • Ausstattung von FBB in Bezug auf Fachberatung, Supervision und Fortbildung
  • Rolle des FBB Fachberaters im Traumageschehen
  • Verlaufsmodell zur Entwicklung von Kindern in Familialer Bereitschaftsbetreuung
  • (Verlauf) Modell und Bindung Theorien im fachlichen Austausch
  • FBB als Weiche für die Zukunft für traumatisierte Kinder
  • Damit das Trauma nicht zum Trauma wird. Wie kann ich hohen Anforderungen begegnen?

zum Download der Dokumentation (pdf)

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Dortmund braucht mehr Bereitschaftspflegeeltern

Posted on August 20, 2009. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Nahaufnahme

Bereitschaftspflegeeltern, in dem Begriff steckt so viel an knarzendem Behördendeutsch, dass man Empathie oder Mitempfinden daraus jedenfalls nicht deutlich lesen kann.

Gut, dass das Jugendamt am vergangenen Mittwoch mal um Hilfe schrie und das Augenmerk der Öffentlichkeit auf ein Problem lenkte, das keinen Deut weniger Aufmerksamkeit verlangt als andere wenig öffentliche Katastrophen wie Auswirkungen von Pflegenotständen oder einsames Sterben alter Menschen in irgendeiner Wohnung in irgendeiner zwölften Etage. Die Rede ist genau von diesen Bereitschaftspflegeeltern, die Kinder zwischen ein und 12 Jahren aufnehmen, die Polizei oder Behörden aus zerrütteten Familien holen, Kinder, die sich in sie gefährdenden Situationen befinden. Mal bleiben sie wenige Tage, mal einige Wochen, manchmal auch Monate.

17 Familien nehmen diese verantwortungsvolle Aufgabe in Dortmund wahr. Erkennbar, dass es zu wenig sind bei 279 solcher Notfälle im vergangenen Jahr. 15 weitere Familien werden daher vom städtischen Jugendamt dringend gesucht.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ist genau die richtige Behörde, um dem Problem bundesweite Relevanz zu geben. Im Jahr 2008 haben demnach die Jugendämter in Deutschland 32 300 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen – das seien rund 4100 oder 14,4 Prozent mehr als 2007. Das ist ein Fußballstadion voller mehr oder weniger verzweifelter Kinder. Zumindest aber desillusionierter.

Was auffällt, ist, dass es in der Altersstruktur der in Obhut genommenen Kinder eine erhebliche Veränderung gegeben hat. Denn der Anteil der unter Dreijährigen hat sich um fünf Prozent im Jahr 2000 auf zehn Prozent in 2008 verdoppelt. Bei den Drei- bis Achtjährigen stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von neun auf 14 Prozent.

Kinder, die sich oft auch auf eigenen Wunsch einer Zukunft ausliefern, die zwar ungewiss aber wahrscheinlich immer noch besser ist, als zu Hause zu bleiben.

Faktum ist: Die Deutschen können zunehmend ihre Kinder nicht mehr versorgen. Der mit Abstand meistgenannte Anlass, so die Studie, sei die Überforderung der Eltern gewesen – und zwar in 44 Prozent der Fälle. Bei 7700 Kindern und Jugendlichen oder in 24 Prozent der Fälle sei Vernachlässigung beziehungsweise seien Anzeichen für Misshandlung oder für sexuellen Missbrauch festgestellt worden.

Offenbar lässt sich der Begriff der Konjunktur nicht nur auf Wirtschaftsverläufe, sondern auch auf Sozialstrukturen umlegen. Nur dass hier Talsohlen nicht durchschritten, sondern durchlitten werden. Es soll ja bald wieder bergauf gehen.

Man kann das verantwortungsvolle Tun der Pflegeeltern nur wertschätzen. Solche Arbeit zieht in der Regel keine großartigen Auszeichnungen nach sich. Das ist Alltag, und wo Alltag drinsteckt, ist die Normalität nicht weit. Normalität ist nicht auszeichnungswürdig, weil nicht besonders.

Eltern, die sich dieser Aufgabe annehmen, sind besonders.

Quelle: Artikel in Der Westen vom 14.08.09

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Jugendhilfe Schweicheln sucht hilfsbereite Eltern für das Projekt „Familie auf Zeit“

Posted on August 10, 2009. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Eine Hand für vernachlässigte Kinder

Löhne. „Familie auf Zeit“: Das klingt ein bisschen wie Urlaub auf dem Bauernhof – Frühstück mit Kakao, Gesellschaftsspiele, Papa liest abends vor. Familie auf Zeit ist aber viel mehr. Jene Familien nehmen Kinder auf, die zu Hause geprügelt wurden, die ignoriert und unterversorgt sind.

Familie Schneider (alle Namen geändert) aus Löhne bietet Kindern seit einem Jahr Zuflucht. Bei Familie Schneider gibt es diese Vorlese-Abende, da gibt’s Kakao und Zuneigung. Und immer wieder Überraschungen. Die beiden Pflegeeltern erzählen von Kindern, die echten Hunger kennen.

Kinder, die heimlich den Kühlschrank plündern. Kinder, die einen in der Öffentlichkeit blamieren. Auch sichtbare Folgen von Missbrauch, etwa blaue Flecke, sind keine Seltenheit.

„Doch da sind auch diese schönen Momente, in denen man spürt, dass sich etwas bewegt“, sagt Nadine Schneider. Als Jeannine (8) ankam, kannte sie nur Babysprache. Jonas (5) aß nur Chicken-Nuggets und Pommes. „Man kann sich in etwa vorstellen, wie viel Zeit und Überzeugungsarbeit, wie viele Gespräche nötig sind, den Kindern wieder in geordnete Bahnen zu helfen“, sagt Daniel Schneider.

Erzwingen könne man nichts. Wollen die Kinder nicht reden, dann wollen sie nicht. „Die interessantesten Informationen über das Leben, das die Kinder vorher gelebt haben, gibt’s meistens so nebenbei“, sagt Daniel Schneider. Und manchmal lassen ihn jene Geschichten erschauern.

Jeannine und Jonas leben inzwischen seit mehreren Monaten bei den Schneiders. Abgesehen von einem kleinen Wochenend-Intermezzo – die Familie musste ein Notfall-Kind aufnehmen – geht alles seinen verhältnismäßig geregelten Lauf.

In der Tatsache, dass Nadine und Daniel Schneider eine leibliche Tochter haben, könnte man einen Konfliktherd vermuten, aber die Vierjährige profitiert von ihren Geschwistern auf Zeit. „Sicher muss sie sich zuweilen recht schauerliche Geschichten von den beiden anhören, wir spüren aber, dass sie die Dreisamkeit genießt.“ Und sie weiß, dass Jeannine und Jonas Gäste sind.

Natürlich ist der Familie-auf-Zeit-Job nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Die Schneiders bewegen sich ständig auf einem schmalen Grat, müssen die Balance halten zwischen Fürsorge, Zuneigung und Distanz. „Die Kinder wissen, dass sie auf Zeit hier sind“, sagt Daniel Schneider.

Die Familien bieten ihren Schützlingen ein gesundes Familien-Gerüst, das die Kinder stabilisiert. Mama und Papa dürfen Jeannine und Jonas ihre Zeit-Eltern aber nicht nennen.

Auch mit den Pflegeeltern im Ehebett lümmeln gibt’s nicht. „Das ist manchmal schwer, wäre pädagogisch aber fragwürdig“, sagt Nadine Schneider. Die Kinder bleiben so lange, bis eine endgültige Entscheidung über ihre Zukunft gefallen ist.

„Es gibt zwei Möglichkeiten“, sagt Thomas Hinze von der Jugendhilfe Schweicheln. Die Kinder gehen zurück in ihre Ursprungsfamilie. Das sei aber eher selten der Fall. Oder es findet sich ein dauerhafter Pflegeplatz für die Kinder.

Vor sechs Jahren rief die Jugendhilfe Schweicheln das OWL-weite Projekt „FAZ“ (Familie auf Zeit) ins Leben. Zehn Familien nehmen daran teil. „Es wäre schön, wenn es noch mehr würden“, sagt Erziehungsleiter Thomas Hinze.

Interessierte Familien können sich bei der Jugendhilfe Schweicheln unter Tel. (0 52 21) 96 09 61 melden.

Quelle: Artikel von Alexandra Buck in Neue Westfälische vom 04.08.09

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Artikel „Ganz plötzlich: aus drei mach vier“

Posted on Juli 31, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Wie Familie Bulling haben sich 154 weitere Familien für Rundum-die-Uhr-Pflegekinder entschieden

Die Patenschaft fürs siebte Kind müsste Bundespräsident Horst Köhler beinahe auch ihnen verleihen, zweimal sogar: Mit dem kleinen Marvin hat Familie Bulling das 14. Kleinkind bei sich aufgenommen. Eine Entscheidung fürs Leben sei es gewesen, Kindern, die aus ihren Ursprungsfamilien heraus genommen werden müssen, ein Nest zu bieten.

Aalen. Friedlich schläft er im Schatten eines Baumes, der kleine Marvin. Um ihn herum wuselt’s nur so: Gut 100 Erwachsene und Kinder haben sich zum Sommerfest für Pflegefamilien im Ostalbkreis bei der Kolpingshütte Albuch eingefunden. Marvins Pflegepapa Hans Bulling hat immer ein Auge auf ihn und bemerkt sofort, dass das neun Monate alte Baby langsam unruhig wird. Als er aufwacht, nimmt er den Kleinen aus dem Sportwagen, hält ihn liebevoll auf dem Arm und lässt ihn langsam zu sich kommen.

Inzwischen leben 228 Kinder auf der Ostalb in Pflegefamilien
Ein Kinderlachen ist für diesen Papa das Schönste auf der Welt und wiegt die manchmal unruhigen Nächte locker auf. Kurz nach der Geburt kam der Junge zu ihnen. Weil der Kontakt zu den leiblichen Eltern bleiben soll, fährt Hans Bulling seine Frau alle zwei Wochen ins Gefängnis. Bei der Kurzzeitpflege, bei der eine Rückführung geplant ist, ist dieser Kontakt besonders wichtig, erklärt Waldemar Wiedemann vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes. Generell sollte die Herkunft eines Kindes nicht im Unklaren bleiben, dies könne später zu Identitätsproblemen führen.
Wie Familie Bulling haben 154 weitere Familien im Ostalbkreis Kinder in Kurzzeitpflege oder auf Dauer bei sich zuhause aufgenommen – Tendenz steigend. Damit hat die Vollzeitpflege in Familien zahlenmäßig die Heimerziehung eingeholt. 228 Kinder leben in Familien, 193 in den insgesamt drei Einrichtungen des Kreises. Damit jedes Kind ins passende „Nest“ kommt, werden Familien intensiv auf die Aufnahme eines fremden Zöglinges vorbereitet, sagt Wiedemann.

Nach einer Vorberatung und einer Eignungsprüfung sowie einem Bewerbungsseminar, wird die Familie in den Kreis der potenziellen Pflegefamilien aufgenommen. Von da an kann alles ganz schnell gehen: Ein Anruf kommt und noch am gleichen Abend flattert das kleine Bündel ins Haus. Hans Bulling erreichte schon manches Mal eine Mail im Geschäft mit Foto im Anhang: „Das ist unser neues Pflegekind.“
Alles Nötige, Windeln, ein Babybett und was ein Kleinkind sonst noch braucht, hat die routinierte Pflegemama stets parat. Durch Bekannte, die auch Bereitschaftspflege machen, sind Bullings auf die Idee gekommen, selbst Kinder aufzunehmen. Das war im Jahr 2000. Ihre eigenen Kinder waren damals vier und sechs Jahre alt. Selbst haben sie sich immer mehr als zwei Kinder gewünscht. Weil Claudia Bulling nicht wieder zurück in den Beruf wollte, erschien ein Pflegekind als sinnvolle Aufgabe.

Heute sind sie aus ihrem Familienleben nicht mehr wegzudenken; hinter ihrem Engagement stehen sie voll und ganz. Auch für ihre Kinder seien die Pflegekinder kein Problem. Vor allem die inzwischen 15 Jahre alte Tochter habe sehr von den vielen kleineren Geschwistern profitiert. „Sie hat schon einige Kinder gewickelt und in den Schlaf gesungen“, schmunzelt der Papa – Erfahrungen, die heute den meisten Kindern und Jugendlichen fehlen.

Für die Eltern ist es ein Gebot der Menschlichkeit, Kinder mit schwerem familiären Hintergrund in Liebe aufzunehmen: „Kinder sind unsere Zukunft“, ohne Unterscheidung. Weil sie wissen, dass immer Familien gebraucht werden, möchten sie gerne andere Familien animieren, den Schritt zu wagen. Nach der Vorbereitung werde die Pflegefamilie weiter intensiv vom Pflegekinderdienst betreut. Für Claudia Bulling stellt dies eine große Unterstützung dar. Auch der Austausch mit anderen Pflegefamilien sei hilfreich.

Im Ostalbkreis soll der Pflegedienst weiter ausgebaut werden. Nicht zuletzt aus Kostengründen, räumt Wiedemann ein: der Pflegeplatz in einer Familie ist ungleich günstiger als eine Heimunterbringung. Bei Kleinkindern spricht darüber hinaus die familiäre Atmosphäre ohne Schichtwechsel dafür; in Familien bleiben auch die Bezugspersonen gleich.

Wie schwer es ist, ein Kind aus seiner Familie zu nehmen, weiß Wiedemann nur zu gut. Seit zehn Jahren ist er im Ostalbkreis mit der Materie beschäftigt. Seine Kolleginnen Barbara Hurler, Christine Roßmann und Heike Fernolendt nennen ihn den „Urvater“ des Pflegekinderdienstes.
Jedes Jugendamt habe eine andere Philosophie, bei manchen werde die Rückführung sehr hoch gewichtet. Für Wiedemann ist klar, dass irgendwann ein Schlussstrich gezogen werden muss. Ein ewiges Hin und Her schade dem Kind, deshalb sollte die Phase der Ungewissheit so kurz wie möglich sein.

Familie Blaurock zum Beispiel hat bei ihrem ersten Pflegekind erfahren, wie belastend sich ständige Verpflanzung auswirkt. Als die vier Jahre alte Nadine in Kurzzeitpflege kam, hatte sie schon eine kleine Odysee hinter sich: Insgesamt drei Mal musste sie von ihrer suchtkranken Mutter weg und fand Unterschlupf bei verschiedenen Pflegefamilien an verschiedenen Ort Süddeutschlands; zwölf Mal änderte sich ihr Lebensbezug. Ihre vielen Verlusterfahrungen führten dazu, dass sie allen Menschen sehr misstrauisch begegnet. Ihr Leben ist geprägt von der Angst, alles wieder zu verlieren. Auf Anforderungen und Enttäuschungen reagiert sie oft mit Schreien, Kratzen und Toben. Zuletzt brachte sie die ratlose Oma in den Ostalbkreis, wo eine dauerhafte Lösung gefunden wurde.

Auch für Claudia Bulling ist es eine ganz wichtige Frage, wie es mit ihren Kurzzeit-Kindern weiter geht. Richtig glücklich werde sie, wenn sie ein Kind in Dauerpflege abgibt und fühlt, dort geht es ihm gut. Schön ist es für sie, wenn sie manche von ihnen auf dem Sommerfest trifft und sieht, wie sie sich entwickeln. Diese Sorge um das weitere Wohlergehen führte dazu, dass sie ein Kind in Dauerpflege haben: Der 5-jährige Paul, bei dem vor fünf Jahren die Übergabe einfach nicht klappte. So leicht werden aus zwei Kindern drei oder vier.

Der Pflegekinderdienst ist erreichbar unter (07361) 503-568 oder unter (07171) 32-537.

Quelle: Artikel von Birgit Markert in Schwäbische Post vom 31.07.09

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Landkreis Havelland: Kreis sucht Pflegeeltern – Retter im Krisenfall

Posted on Juli 21, 2009. Filed under: Bewerber, Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

RATHENOW – Marie Kutschan ist 24 Stunden im Dienst, an sieben Tagen in der Woche. Wenn um 3 Uhr morgens ihr Telefon klingelt, geht sie ran. Und wenig später steht die ausgebildete Heimerzieherin in der Tür, um einen neuen Gast in ihrem Haus zu empfangen. Marie Kutschan ist eine Bereitschaftspflegemutter – die einzige im Landkreis Havelland. Sie springt ein, wenn die leiblichen Eltern sich um ihre Kinder nicht mehr kümmern können. Das Jugendamt entscheidet, wann dieser Punkt erreicht ist. Und wendet sich dann an Marie Kutschan, um das Kind möglichst schnell in ruhige, geordnete Verhältnisse zu bringen.

Misshandlung, Missbrauch, Vernachlässigung – bei diesen Anlässen ist Eile geboten, um das Kindeswohl zu schützen. Aber die Gründe für eine Inanspruchnahme der Bereitschaftspflege sind nicht immer so spektakulär. Auch wenn eine alleinerziehende Mutter plötzlich ins Krankenhaus muss und keine Verwandten da sind, die sich ums Kind kümmern können, ist Marie Kutschan zur Stelle.

Maximal drei Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren kann sie in ihrem Haus aufnehmen. Sie leben, essen, schlafen bei ihr – so lange, bis das Jugendamt entschieden hat, was mit den Kindern geschehen soll. „Nach spätestens drei Monaten sollte die Perspektive für das Kind geklärt sein“, sagt Yvonne Senst, Mitarbeiterin im Kreisjugendamt. Dann müsse feststehen, ob das Kind wieder zurück kann in seine Familie. Oder ob die Situation eine Unterbringung in einer Dauerpflegefamilie erfordere.

Länger als drei Monate hat Marie Kutschan die ihr anvertrauten Kinder also nicht in ihrer Obhut. „Man muss damit umgehen können, dass die Kinder irgendwann wieder gehen“, sagt sie. Wer sich zu schnell zu eng binde an seine Schutzbefohlenen, wer nicht loslassen könne, der sei nicht geeignet für den Job der Mutter auf Zeit.

Die Outlaw GmbH, die den Pflegekinderdienst im Auftrag des Kreises organisiert, hat noch viele andere Kriterien, um die Eignung von Bewerbern zu testen. Ein Bereitschaftspfleger muss eine pädagogische Grundausbildung absolviert haben, muss stabile Familienverhältnisse vorweisen können, darf weder krank noch psychisch labil noch suchtgefährdet sein und sollte Zeit haben, sich um die ihm anvertrauten Kinder zu kümmern.

Wer diese und andere Kriterien erfüllt und Interesse hat, an einer sinnvollen Tätigkeit, der sollte sich bei der Outlaw GmbH melden. Belohnt wird er mit dem glücklichen Gefühl, jungen Menschen in einer schweren Situation geholfen zu haben.

Wer mehr über die Bereitschaftspflege erfahren will, der wende sich den Pflegekinderdienst Havelland der Outlaw GmbH unter 03385/ 49 68 09, Internet: www.outlaw-jugendhilfe.de.

Quelle: Artikel von Markus Kniebeler in Märkische Allgemeiner vom 17.07.09

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Stadt Osnabrück: Kinder suchen neue Familien

Posted on Juli 13, 2009. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Osnabrück. Geborgenheit und Sicherheit in der Familie bilden die nötige Basis für eine gesunde Entwicklung. Manche Kinder erleben jedoch tagtäglich Bedrohung, Vernachlässigung, Misshandlung. Die Anzahl traumatisierter Kinder steigt. Und damit die Nachfrage nach Pflegeeltern.

Mit neuen Plakaten, Flyern, Kugelschreibern und Luftballons wirbt der Fachdienst Familie in Arztpraxen und öffentlichen Gebäuden für die Aufnahme von Pflegekindern. Damit sie wohl behütet in einer Familie Zuwendung und Halt finden.

„Die Situation ist für Eltern schwieriger geworden.“ Sie geraten schneller in eine Notlage, geprägt von Überforderung, oft auch von psychischen Problemen oder Suchtverhalten, erläutert Heribert Konermann vom Adoptions- und Pflegekinderdienst der Stadt Osnabrück. Medienberichte über Verwahrlosung und Missbrauch haben zudem die Wahrnehmung sensibilisiert. Auch die gesetzliche Erweiterung des „Wächteramts“ der Jugendhilfe führe zu vermehrten Anfragen des sozialen Dienstes nach Fremdplatzierungen.

„Die Zahl unserer Vermittlungen bleibt aber mit 35 bis 40 Kindern pro Jahr konstant. Wir brauchen dennoch mehr Pflegeeltern“, sagt Konermann. „Dann könnten wir die Zuordnung noch besser an die individuellen Bedürfnisse der Kinder anpassen“, fügt Kollegin Carola Weber hinzu. Eine Heimeinweisung solle möglichst vermieden werden, erläutert Sozialdezernentin Rita Maria Rzyski das Konzept: „So gut ein Heim auch sein mag, es kann nicht das Gleiche bieten wie eine Familie, die vielleicht auch noch eigene Kinder hat.“ Aber: „Die Chemie muss stimmen.“

In einer Krisensituation wird ein gefährdetes Kind zunächst für einige Monate der Bereitschaftspflege übergegeben. Dort werden Gesundheitszustand und Therapiebedarf der oft stark traumatisierten und beeinträchtigten Kinder abgeklärt. Danach beginnt der Anbahnungsprozess mit einer vom Profil her passenden Vollzeitpflege-Familie. Die Verbindung zur Herkunftsfamilie soll möglichst erhalten bleiben, beschreibt Konermann den Ablauf: „75 Prozent der Kinder haben regelmäßig Kontakt zu ihren leiblichen Eltern.“

Mit Respekt äußern sich die Experten über die Leistungen der Pflegefamilien: „Sie müssen viel aushalten. Auffangen, aber auch loslassen können.“ Besondere Flexibilität erfordere die Bereitschaftspflege: Sie muss auf Abruf bereitstehen, hat wenig Informationen über das Kind, dazu häufige Besuchskontakte in der eigenen Wohnung. Alle Pflegeeltern werden intensiv auf die Aufgabe vorbereitet und fortlaufend betreut, versichern Konermann und Weber. Bei positivem Verlauf stimmten die leiblichen Eltern manchmal später sogar einer Adoption zu. Insgesamt habe sich aber die Bereitschaft, ein Kind abzugeben, stark verringert. Auch für die Pflege gehe dadurch wertvolle Entwicklungszeit verloren.

Als Pflegeeltern sind alle Altersgruppen gefragt: Für die Vollzeitpflege jüngere, für Kurzzeit- und Bereitschaftspflege auch 50- bis 65-Jährige mit Erziehungserfahrung und abgeschlossenem eigenen Kinderwunsch, wodurch die Trennungen besser verkraftet werden. Die sozialpädagogische Pflege besonderer Problemfälle bleibt vorrangig Bewerbern mit pädagogischer Ausbildung vorbehalten.

Quelle: Artikel von gil in Neue Osnabrücker Zeitung vom 08.07.2009

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Artikel „Verwahrloste Kinder: Warum die Jugendämter so hart durchgreifen“

Posted on Juli 6, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Warum nehmen Jugendämter immer häufiger Kinder in ihre Obhut? Die Familienministerin warnt die Behörden vor Leichtfertigkeit. Doch die Mitarbeiter stehen oft vor dem Dilemma, dass sie nie zu spät, aber auch nicht zu früh handeln dürfen. Zudem stehen sie bei der dauerhaften Betreuung von Kindern vor großen Problemen.

Als im Oktober 2006 die Leiche eines zweijährigen Kindes in der Kühltruhe seines drogensüchtigen Vaters in Bremen gefunden wurde, stand das Land unter Schock. Seither steht der Name Kevin nicht nur für das Versagen sozialer Schutzmechanismen, sondern auch für das Versagen staatlicher Stellen. Denn Kevin starb gewissermaßen unter staatlicher Aufsicht – Behörden wussten um den Misshandlungsverdacht und die Rauschgiftsucht und Alkoholexzesse der Mutter und des Ziehvaters. Geholfen hat das Kevin nicht. Die Anklagen gegen zwei Mitarbeiter des Jugendamts laufen, über die Eröffnung der Hauptverhandlung soll bald entschieden werden.

Die nun vorgestellten Zahlen zur sogenannten Inobhutnahme von Kindern werden erst vor dem Hintergrund des Falls Kevin verständlich. Die Jugendämter nehmen demnach immer mehr Kinder und Jugendliche kurzfristig zum Schutz aus ihren Familien. Die Zahl der Inobhutnahmen stieg 2008 um 14,4 Prozent auf 32.300, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2005 war dies eine Steigerung um 26 Prozent.

„Die Behörden sind in einem großen Dilemma“, sagte der ärztliche Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Tübingen, Gunther Klosinski, WELT ONLINE. „Handeln sie zu spät, werden sie öffentlich an den Pranger gestellt, handeln sie zu früh, schaden sie womöglich dem Wohl des Kindes durch die Herausnahme.“ Klosinski, der auch als Gutachter für Familiengerichte tätig ist, hat den Eindruck, dass Behörden bei fraglichen grenzwertigen Gefährdungen des Kindeswohls schneller mit Herausnahme reagieren als früher.

Familienministerin Ursula von der Leyen wertet die gestiegenen Zahlen denn auch nicht als Erfolg. „Ein Kind aus der Familie zu holen ist ein schwerwiegender Eingriff für die Eltern wie für die Kinder und darf deswegen immer nur am Ende einer Kette von Prozessen stehen“, sagte die Ministerin WELT ONLINE. Sie mahnt die Jugendämter, sich stärker an drei Grundregeln zu orientieren. „Keine einsamen Entscheidungen, sondern immer das Mehraugenprinzip. Immer das Kind anschauen und nicht darauf vertrauen, was die Akte sagt. Hausbesuche, wo solche fachlich geboten sind.“

„Kinder viel zu lange in Inobhutnahme“
Auffallend ist – und auch hier wirft der Fall Kevin seine Schatten – eine starke Zunahme von Inobhutnahmen bei Kindern unter drei Jahren. Gerade diese Fälle machen in der Praxis aber große Probleme. Denn eine Inobhutnahme ist eigentlich als kurzfristige Maßnahme gedacht; die Kinder kommen meist in eine Familie, etwa die eines Sozialarbeiters, oder in ein Heim. Was auf Stunden oder Tage ausgelegt ist, dauert jedoch häufig Wochen oder gar Monate. Der Direktor des Evangelischen Erziehungsverbands, Wilfried Knorr, kritisiert, dass sich der Blick von Politik und Öffentlichkeit nur auf den Moment des Skandals richtet und die Nachsorge vernachlässigt. „Die Weitervermittlung funktioniert nicht. Die Kinder sind viel zu lange in der Inobhutnahme“, sagt Knorr.

In den 90er-Jahren sind viele Heime geschlossen worden, weil sich der Fokus der Familienpolitik hin zur Betreuung der Kinder in ihren Familien verschob. Angesichts dramatischer Fälle hat die Politik bereits 2005 das Kinder- und Jugendhilfegesetz verschärft, mehr Fälle werden seither angezeigt, doch nun gibt es zu wenige Heime und Betreuungseinrichtungen für die Kinder. Knorr fordert von der Politik deshalb, die Jugendhilfe nicht länger nur als Haushaltsbelastung zu sehen. „Die Familienpolitik muss den Kommunen mehr Mittel an die Hand geben, damit die, nachdem ein Kind aus einer Familie genommen wurde, auch Anschlussmaßnahmen anbieten können.“

Daneben müsse die Betreuung von Kindern in den Problemfamilien intensiviert werden. Von ihnen gibt es immer mehr, auch dafür können die Zahlen des statistischen Bundesamtes stehen. „Immer mehr Eltern versagen und sind überfordert“, bilanziert Gunther Klosinski, was er in der Praxis erlebt. In 42 Prozent der Fälle ist Überforderung der Eltern der Grund für die Jugendämter, Kinder aus den Familien zu nehmen.

Experten halten es für dringend geboten, den Blick stärker den Eltern zuzuwenden und nicht nur die Kinder zu sehen. Doch der Gesetzgeber plant anderes. „Mit dem neuen Kinderschutzgesetz soll den Jugendämtern weiter Beine gemacht werden, was angesichts der aktuellen Zahlen unnötig ist“, sagt Thomas Meysen, Leiter des Deutschen Instituts für Jugend- und Familienhilfe in Heidelberg. Das Familienministerium plant eine Verschärfung der Meldevorschriften; noch mehr Inobhutnahmen könnten die Folge sein, so Meysen. Deshalb brauche man unbedingt mehr Prävention und Anschlussmaßnahmen, die Kindern und Eltern helfen.

Quelle: Artikel von Thomas Vitzthum in Welt online vom 25.06.09

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DIJuF nimmt Stellung zur Unfallversicherungspflicht von Bereitschaftspflegefamilien

Posted on Juni 29, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches, Versicherungen | Schlagwörter: , |

In seiner Stellungnahme zum Thema „Unfallversicherungspflicht von Bereitschaftspflegefamilien nach § 2 Abs. 1 Nr 9 SGB VII?“ zieht das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) folgendes Fazit:

„Für die überwiegende Mehrzahl der Bereitschaftspflegepersonen lässt sich eine Unfallversicherungspflicht bereits mangels Vorliegens einer selbstständigen Tätigkeit nach § 2 Abs. 1 Nr 9 SGB VII nicht begründen. Allenfalls wird im Einzelfall bei Zahlung von sehr hohen Bereitschaftspflegegeldern eine Erwerbstätigkeit angenommen werden können. Doch selbst in einem solchen Fall erscheint aufgrund der Untrennbarkeit von unversicherten und versicherten Tätigkeiten die Annahme einer gesetzlichen Unfallversicherungspflicht rechtlich fragwürdig.“

Volltext der Stellungnahme vom 19.06.09

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Hamburg: Familien für Bereitschaftspflege dringend gesucht!

Posted on Juni 24, 2009. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Eine schwere Krankheit, psychische Probleme oder die Suchterkrankung eines Elternteils, eine Ehekrise oder Armut – das können Gründe sein, warum ein Kind nicht zuhause versorgt werden kann.  Bis geklärt ist, ob das Kind zu seinen Eltern zurückkehren kann, wird es häufig für maximal ein halbes Jahr in einer so genannten Bereitschaftspflegefamilie untergebracht.

Für diese Aufgabe sucht die PFIFF gGmbH in ganz Hamburg Familien, die  sich vorstellen können, ein Kind in einer schwierigen Lebenssituation eine begrenzte Zeit lang zu begleiten. Auf diese Aufgabe werden Interessenten intensiv vorbereitet, zudem bekommen Bereitschaftspflegefamilien ein angemessenes Honorar und  eine professionelle Begleitung durch Fachkräfte. Und mit Sicherheit das Gefühl, sich in den Dienst einer sinnvollen Aufgabe gestellt zu haben.

Weitere Einzelheiten zur Aufgabe als Bereitschaftspflegeeltern können Sie beim nächsten Informationsabend zu zeitlich befristeten Pflegeformen am 1.7.2009 um 19.30 Uhr bei PFIFF erfahren. Um telefonische Anmeldung unter 040.410984-60 wird gebeten.

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Artikel: Vernachlässigung – Pflegekinder bekommen Geborgenheit auf Zeit

Posted on Juni 24, 2009. Filed under: Berlin, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Fälle von verwahrlosten, misshandelten Kindern wie in Berlin. Sie werden von ihren Eltern allein gelassen und geschlagen. In Pflegefamilien finden die Kinder Zuwendung. Oft zum ersten Mal in ihrem Leben.

Es ist dieser Moment, der Angelika Hildebrandt immer weiter machen lässt. Der Augenblick, in dem plötzlich ein Lächeln über ein ernstes Kindergesicht huscht. Oder sich eine kleine Hand in die eigene schiebt. Erstes zaghaftes Vertrauen. Manchmal dauert es ein paar Stunden, bis es soweit ist, manchmal Tage. Je nachdem, was das Kind schon erlebt hat. Ob es misshandelt wurde. Oder in einer verwahrlosten Wohnung zurückgelassen. Angelika Hildebrandt ist Pflegemutter, sie bietet Kindern in ihrer Familie ein Zuhause auf Zeit.

Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Fälle von verwahrlosten, misshandelten Kindern wie in Berlin. Das liege zum einen an der Großstadt „mit den vielen Problembezirken“, so Hans-Joachim Blume, Leiter des zuständigen Dezernats 12 im Landeskriminalamt. Zum anderen aber auch daran, dass es nur in Berlin ein eigenes Kommissariat für dieses Fälle gibt. Im vergangenen Jahr befreite die Polizei in Berlin 569-mal Kinder aus verdreckten Wohnungen. In weiteren 579 Fällen mussten die Beamten wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen ermitteln.

Angelika Hildebrandt erschüttert jeder einzelne Fall. Denn sie weiß, dass diese Kinder wahrscheinlich nie vergessen werden, was sie erleben mussten. „Verlassen werden ist eine traumatische Erfahrung“, sagt sie. Seit zwei Jahren nimmt sie kurzfristig Kinder auf, die schnell aus ihren Familien müssen. Sie will diesen Kindern helfen, ihnen zumindest für eine kurze Zeit ein bisschen Geborgenheit schenken. Solange, bis das Jugendamt entschieden hat, was aus ihnen werden soll. Ob sie zurück zu ihren Eltern können. Oder ob sie in einer Dauerpflegestelle besser aufgehoben sind.

Der Abschied vom Pflegekind nach ein paar Wochen oder Monaten fällt Angelika Hildebrandt jedes Mal schwer. Trotzdem hat sie sich bewusst für diese Form, die sogenannte Krisenpflege, entschieden. „In meiner Familie war noch Platz für andere Kinder“, sagt sie. „Allerdings nicht auf Dauer, noch einmal so ein kleines Kind großziehen, das passt nicht zu meiner Lebenssituation.“ Angelika Hildebrandt ist 55 Jahre alt, gelernte Kinderkrankenschwester und Erzieherin. Ihre eigenen vier Kinder sind aus dem Gröbsten raus. Zwei sind bereits erwachsen und aus dem Haus. Die beiden anderen, ein Junge und ein Mädchen, sind Teenager, wohnen bei ihr in Kreuzberg. Auch ihretwegen, und wegen des Geredes, das es in der Schule und der Nachbarschaft geben könnte, will Angelika Hildebrandt ihren richtigen Namen lieber nicht sagen.

Svenja* war eines der ersten Kinder, das Angelika Hildebrandt bei sich aufgenommen hat. „Wir brauchen einen Platz für ein zweijähriges Mädchen“, sagte eine Frau am Telefon damals zu Angelika Hildebrandt, „ganz schnell.“ Polizei und Jugendamt hatten die Kleine gerade aus einer völlig verdreckten Wohnung befreit, das Mädchen war dort ganz allein. Zwei Stunden später stand Svenja dann mit einer Sozialarbeiterin vor der Tür von Angelika Hildebrandt. „Sie trug einen Schlafanzug, war verdreckt, die Haare verfilzt“, erzählt sie, „ihr Gesicht war ernst, erstarrt. Sie ließ alles einfach so über sich ergehen.“ Ganz still saß sie auf dem Sofa, beachtete das Spielzeug nicht, wollte weder Essen noch Trinken.

Nach ein paar Stunden kam Svenja langsam zu sich. Zaghaft lächelte sie ihre große Pflegeschwester an. Angelika Hildebrandt badete das Mädchen, zog ihr neue Sachen an, machte ihr etwas zu essen. „Sie kannte das alles gar nicht“, sagt sie und ihre Stimme klingt noch heute ganz betroffen. „Sie konnte nicht allein aus einem Becher trinken, aß nur mit den Fingern und weinte viel.“
Das sind dann die Momente, die die eigene Familie auf eine Belastungsprobe stellen. „Die macht ja alles kaputt“, sagte Angelika Hildebrandts Sohn entsetzt, als Svenja statt zu spielen, alles zerstörte.

„Es ist nicht einfach mit einem Pflegekind“, sagt Angelika Hildebrandt, „darüber muss sich die ganze Familie von Anfang an klar sein, das müssen wirklich alle wollen.“ Denn da kommt von einem Tag auf den anderen plötzlich ein Kind dazu. Eines, das unter Umständen traumatisiert ist. Das sich ganz und gar nicht so verhält, wie die anderen. Das mit Sachen schmeißt, tobt und schreit. Das klammert und Angst hat. „Das ist sehr anstrengend“, sagt Angelika Hildebrandt, „manchmal ein 24-Stunden-Job“. Sie hält einen Moment inne, dann sagt sie leise: „Aber wenn das Kind dann anfängt zu vertrauen. Wenn es sich entwickelt, Fortschritte macht, das gibt einem sehr viel.“
Svenja lernte spielen und lachen, sprechen und am Tisch essen. Ihre leibliche Mutter meldete sich kein einziges Mal. Sie interessierte sich nicht für ihr Kind. „Sie hatte auch überhaupt keinen Begriff davon, was sie ihm angetan hatte“, sagt Angelika Hildebrandt. Das Amt entschied deshalb in diesem Fall, dass Svenja in einer Dauerpflegestelle besser aufgehoben ist, als bei ihrer Mutter. Nach zwei gemeinsamen Monaten, Monaten, in denen Vertrauen und Zuneigung aufgebaut worden waren, musste Angelika Hildebrandt Abschied nehmen von Svenja. Sie packte die wenigen Sachen des Mädchens zusammen, klebte Fotos in ein Erinnerungsbüchlein, „damit Svenja später weiß, wo sie mal ein paar Monate verbracht hat“ und brachte sie zu ihrer neuen Familie.

Es war ein schwerer Abschied, „aber ich bin froh, dass Svenja ein gutes Umfeld gefunden hat“, sagt Angelika Hildebrandt. „Wenn die Kleine zu ihrer Mutter gekommen wäre, hätte ich mir Sorgen gemacht.“ Oft entscheidet das Jugendamt anders, schickt die Kinder zurück zu ihren Eltern. „Das ist unser erklärtes Ziel“, sagt Heike Dorr-Sallmann, Regionalleiterin im Jugendamt Wedding. „Wir wollen die Eltern dabei unterstützen, dass sie sich selbst um ihre Kinder kümmern können.“ Nur wenn das Kindeswohl gefährdet ist, werden die Kinder dauerhaft in einer anderen Familie untergebracht. „Man muss sich die Situation immer genau ansehen“, sagt Heike Dorr-Sallmann. „In welchem Zustand ist die Wohnung? Wie ist die Bindung von Eltern und Kind? Welchen Eindruck gewinnt man insgesamt?“

Bei dem kleinen Mädchen, das jetzt gerade bei Angelika Hildebrandt lebt, ist der Eindruck gut. Die Mutter war zwar überfordert, konnte sich nicht ausreichend kümmern. „Doch jetzt meldet sie sich oft, will wissen, wie es ihrer Tochter geht“, sagt Angelika Hildebrandt. Ein paar Wochen noch, dann kann das Mädchen vielleicht schon wieder zurück nach Hause. „In diesem Fall wünsche ich mir das auch“, sagt die Pflegmutter, „denn da ist eine Bindung zwischen Mutter und Kind. Mit ein bisschen Unterstützung können die beiden eine glückliche Familie sein.“
* Name geändert

Quelle: Artikel von Nicole Dolif in Berliner Morgerpost vom 21.06.09

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Brandenburg: neue Empfehlungen zur Inobhutnahme

Posted on Juni 23, 2009. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Am 11.05.2009 stimmte der Landesjugendhilfeausschuss des Landes Brandenburg den „Empfehlungen zur Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII im Land Brandenburg“ zu, die von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern von öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe unter Federführung des Landesjugendamtes erarbeitet worden waren. Sie wurden nun veröffentlicht auf den Webseiten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter.

Für die Inobhutnahme kleiner Kinder werden Bereitschaftspflegefamilien empfohlen. Der weitere Ausbau der Familiären Bereitschaftsbetreuung (FBB) auch für ältere Kinder und die Ausdifferenzierung der Angebotsstruktur nach Bedarfslagen wird angestrebt.

Insbesondere bei kleinen Kindern muss die fachliche Klärung und Entscheidung über die weitere Hilfe so zügig wie möglich erfolgen, um den Kindern baldmöglichst wieder einen festen, dauerhaften emotionalen Bezugsrahmen zu geben.

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Ortenaukreis: Beistand für Familien in Krisensituationen

Posted on Juni 9, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

LAHR. Von jetzt auf gleich ein Kind zur Pflege aufnehmen? Dazu noch eines, das einige Probleme mitbringt? Die wenigsten Eltern könnten sich das vorstellen, aber es gibt Familien, die sich genau darauf vorbereitet haben und sich dieser Situation auch schon mehrfach gestellt haben. Bereitschaftspflege heißt das Programm, bei dem Familien anderen Familien in akuten Krisensituationen zur Seite stehen.

Jugendämter stehen mitunter in der öffentlichen Kritik, doch Familie T. aus der südlichen Ortenau ist voll des Lobes über die Institution, mit der sie seit etwa einem Jahr zusammenarbeitet. „Wir wurden sehr gut vorbereitet auf diese Aufgabe als Bereitschaftspflegeeltern, und wir werden immer gut informiert über die Kinder, die kommen“, sagt Vater Klaus. Nur am Anfang habe es mal ein Problem gegeben, „aber das war schnell behoben. Jetzt klappt der Austausch sehr gut, ich weiß immer, wen ich anrufen kann, wenn ich etwas brauche“, erklärt auch Mutter Annette. Annette und Klaus T. sind einerseits kein Musterbeispiel für eine Pflegeeltern-Familie, andererseits scheinen ihre Biografie und ihre derzeitige Familiensituation geradezu prädestiniert für eine solche nicht gerade leichte, aber schöne und sinnvolle Aufgabe.

Das Jugendamt sucht Eltern mit pädagogischen oder sozialpädagogischen Berufen – die Ethnologin mit Schwerpunkt Pädagogik und der Kunsthandwerker, der auch Lehrlinge ausbildet, haben einiges an Erfahrung zu bieten. Zudem hat Annette T. drei eigene Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahre und hat – fundiert aus- und stets fortgebildet – seit der Geburt ihres ersten Kindes als Tagesmutter gearbeitet. So kennen auch die eigenen Kinder von klein auf die Situation, Mama und Papa zumindest zeitweise nicht für sich allein zu haben.

Stundenweise arbeitet Annette im erzieherischen Bereich, aber ihr Mann Klaus hat seine Werkstatt im eigenen Haus und ist die meiste Zeit vor Ort. „Wenn mein Mann abends um acht von der Arbeit kommen würde, hätten wir die Bereitschaftspflege wohl nicht übernommen“, gibt Annette T. zu. Doch so, wie es ist, sind die fünf T.s ein Glücksfall für das Jugendamt, das schon mehrere Kinder vorübergehend an die Familie vermittelt hat, und ein Glücksfall für die Pflegekinder, die hier ein ganz anderes Leben kennenlernen, als sie es von zu Hause gewohnt sind.

„Wir wohnen so abgelegen, hier gibt es einfach keine Möglichkeit, sich mit Shoppen die Zeit zu vertreiben“, nennt Annette T. als einen der Vorteile, den die Pflegekinder zunächst wohl eher als Nachteil wahrnehmen. Strenge Regeln gelten im Hause T. auch für den Umgang mit Fernsehen und Computer – für die eigenen Kinder und für die Gäste, die sich anpassen müssen. Mehr als eine dreiviertel Stunde Medienkonsum ist nicht drin am Tag. Da bleibt viel freie Zeit, die es sinnvoll zu nutzen gilt.

Die Kinder der T.s sind offen für den Familienzuwachs auf Zeit. „Kommst du mit zum Fußballplatz?“, fragt der Jüngste gern mal, und auch die beiden älteren Mädchen gehen auf die Pflegekinder zu. „Nur einmal mussten wir unserer Tochter helfen, der wurde die Anhänglichkeit eines Pflegekindes zu viel.“ Aber auch dieses Problem ließ sich lösen, unter anderem deshalb, weil das Pflegekind Verständnis zeigte.

Warum die Kinder zu Pflegeeltern kommen, hat ganz unterschiedliche Ursachen (siehe auch die Fallbeispiele unten). Bis vor einem Jahr wurden gerade die kurzfristigen Fälle stets in Heime eingewiesen, weil es noch keine Bereitschaftspflege in Familien gab, erklärt Markus Gertis, im Jugendamt zuständig für die Pflegestellenkoordination und die ambulanten Hilfen zur Erziehung. Das ist jetzt nur noch bei ganz schwierigen Fällen notwendig, die rund um die Uhr professionelle pädagogische Begleitung brauchen. Wenn möglich und fachlich geboten, werden die Kinder, in deren Familien ein akutes Problem auftaucht, in Pflegefamilien untergebracht. Doch der Bedarf ist so hoch, dass die knapp 250 Pflegefamilien im Ortenaukreis nicht ausreichen. Vor allem für die Bereitschaftspflege fehlen noch Pflegefamilien.

Hört man Annette und Klaus T. zu, erlebt man ein Paar, das genau weiß, worauf es sich eingelassen hat, und dem diese Aufgabe sichtlich Freude macht – ohne dass die beiden deshalb die Probleme klein reden wollen. Doch sie begreifen es als Chance – auch für die eigene Familie – zu helfen, so weit sie können. Dabei geht es gerade nicht darum, die Probleme der Ursprungsfamilie zu lösen, sondern lediglich darum, der belasteten Familie für eine gewisse Zeit durch die räumliche Trennung Chancen für einen Neuanfang zu bieten. Die familientherapeutische Begleitung durch Fachleute ist dabei wichtig, aber eben auch, dass das Kind aus der schwierigen Situation heraus kommt, damit in Ruhe über weitere Maßnahmen beraten werden kann. „Krisenintervention“ nennt man das im Jugendamt.

Annette T. sieht für sich viele Vorteile dieser Arbeit. „Ich kann für meine eigenen Kinder zu Hause bleiben, kann da sein, wenn sie aus der Schule kommen und sie nachmittags zum Fußball oder ins Ballett fahren“. Die Familien bekommen ein Honorar, Annette T. ist rentenversichert, und so wie die Pflegekinder Einblick in ihre Familie erhalten, sei es auch für die Gastgeberfamilie eine Bereicherung, mit anderen Familien und Lebensentwürfen konfrontiert zu werden. „Offen muss man schon sein, um so etwas zu machen“, gibt Annette T. zu. Ein eigenes Zimmer muss das Pflegekind auf Zeit zudem haben, und ein paar Spielsachen und Kleidung hat Annette T. auch immer griffbereit – für fast jedes Alter. Nur Babys würde die Familie T. nicht mehr nehmen, nach den eigenen drei Kindern und den Tageskindern „haben wir einfach genug vom Wickeln“.

Dass die Pflegekinder manchmal nach einer Woche, manchmal nach zwei Monaten wieder gehen, sorgt auch dafür, dass die eigene Familie nicht zu kurz kommt. Allerdings: Unter der Woche tagsüber kann jederzeit ein Anruf kommen: „Wir haben ein Kind für Sie“.

Info: Interessenten für die Bereitschaftspflege können sich an Markus Gertis, Pflegestellenkoordination und ambulante Hilfen beim Jugendamt im Landratsamt Ortenaukreis wenden – telefonisch unter Tel. 0781/ 805 1373 oder per Mail: pflegestellenkoordination@ortenaukreis.de

Quelle:  Badische Zeitung vom 09.06.09

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FAZ: „Eine Notmutter muss Trennungsschmerz aushalten“

Posted on April 28, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

In dem Artikel „Eine Notmutter muss Trennungsschmerz aushalten“ von Hanna Schlösser in der FAZ vom 24.04.09 berichtet eine sogenannte Notmutter aus dem Vogelsbergkreis in Nordhessen von ihren langjährigen Erfahrungen mit Bereitschaftspflege.

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Schleswig-Holstein: Stadt Flensburg sucht Pflegefamilien

Posted on Februar 18, 2009. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , |

Der Pflegekinderdienst der Stadt Flensburg sucht Familien in Flensburg und Umgebung, die für Kinder zur Verfügung, wenn deren Eltern die Betreuung nicht mehr wahrnehmen können.

Gesucht werden insbesondere Familien, in denen ein Elternteil keiner Berufstätigkeit nachgeht und Erfahrungen im Umgang mit eigenen und fremden Kindern bestehen. Die räumlichen Verhältnisse sollten großzügig sein. Der Pflegekinderdienst bietet im Frühjahr ein umfassendes Seminar zur Vorbereitung auf diese Aufgabe an. Pflegeeltern müssen sich darüber im Klaren sein, dass Kinder aus belasteten Familien sehr viel Hilfe benötigen. Sie sollten offen für die Zusammenarbeit mit den Angehörigen des Kindes und weiteren unterstützenden Diensten sein.

Aktuell sucht der Pflegekinderdienst dringend ein pädagogisch ausgebildetes Pflegeelternpaar in Flensburg, das in seinen Räumlichkeiten Kinder in akuten Notsituationen in Bereitschaftspflege aufnehmen kann. Dieses Paar sollte keine Kinder unter 10 Jahren im Haushalt haben und ein Pflegekind befristet für maximal 3 Monate in dieser schwierigen Phase auffangen können. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, Jugendamt, Ärzten etc. bis zur Klärung der weiteren Perspektive für das Kind ist erforderlich.

Zurzeit leben etwa 180 Flensburger Kinder in Pflegefamilien. Nach Aufnahme eines Pflegekindes bietet der Pflegekinderdienst eine intensive Begleitung, sowie regelmäßige Fortbildungen an.

Interessierte sollten sich vorzugsweise über Email oder schriftlich mit aussagekräftigen Angaben beim Pflegekinderdienst melden:

Stadt Flensburg
Pflegekinderdienst
Rathausplatz 1
24931 Flensburg
Email: pankau.ursula@stadt.flensburg.de
Tel. 0461/ 85-2682 oder 85-2643
Weitere Infos auf der Internetseite der Stadt Flensburg http://www.flensburg.de

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Acht Jahre Gefängnis für Taleas Pflegemutter

Posted on Januar 26, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Bereitschaftspflegemutter der fünfjährigen Talea wurde vom Landgericht Wuppertal zu acht Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Missbrauch von Schutzbefohlenen verurteilt.

Eine rechtlich relevante Mitschuld von Jugendamtsmitarbeitern wurde nicht festgestellt.

Artikel 1 in Spiegel online vom 22.01.09

Artikel 2 in Spiegel online vom 22.01.09

Artikel in Zeit online vom 22.01.09

Video-Beitrag des WDR vom 22.01.09

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Artikel: Pflegefamilien – Eltern für ein Jahr

Posted on Oktober 9, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Zahl der Kinder, die aus ihren Familien genommen werden, steigt seit Jahren.

Autorin Ann-Kathrin Eckardt schildert in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 07.10.08 die  Erfahrungen einer Bereitschaftspflegefamilie.

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FAZ-Artikel: Neue Familie, neuer Anfang

Posted on Juli 21, 2008. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Artikel „Kinder bei Pflegeeltern – Neue Familie, neuer Anfang“ der FAZ vom 17. Juli 2008 schildert Autor Stefan Toepfer die Bemühungen der Stadt Frankfurt neue Pflegefamilien zu finden:

Am 1. August beginnt eine Kampagne zur Gewinnung neuer Pflegefamilien. 150.000 Euro lässt die Stadt sich dies kosten. In einer Artikelserie erläutert diese Zeitung in den nächsten Wochen verschiedene Aspekte der Vollzeit- und der Bereitschaftspflege.

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PFAD AKTUELL Bayern: Bereitschaftspflege

Posted on März 11, 2008. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Unter dem Titel „Bereitschaftspflege – und was Sie schon immer darüber wissen wollten!“ erschien PFAD AKTUELL 01/08, die Fachinformation des PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V.

Inhaltsangabe:

  • Fachbeitrag: Familiäre Bereitschaftsbetreuung, Betreuung von Kindern in Krisensituationen
  • Bereitschaftspflege-Projekt DJI
  • Gedanken und Wünsche zur Bereitschaftspflege
  • Fachliche Empfehlungen zur Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen
  • Leben mit Bereitschaftspflegekindern – Erfahrungsbericht
  • Ein Nest auf Zeit für Kinder in Not – Qualifizierung für Familiäre Bereitschaftsbetreuung
  • Versicherungen in der Bereitschaftspflege
  • Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
  • Gemeinsame Erklärung der Dachverbände zur Frage des Kinderschutzes
  • Bayern setzt auf Tagespflege
  • Entschädigung bei Familiärer Bereitschaftsbetreuung
  • Neues aus dem Landesverband:
  • Einladung zur Mitgliederversammlung
  • Pflege- und Adoptivelterngruppen – geduldet? – gebraucht? – beteiligt?
  • Seminar I: Chancen und Grenzen in der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie
  • Jahresinhaltsverzeichnis 2007
  • Wanderausstellung der PFAD FÜR KINDER Stiftung
  • Familie zwischen Wunsch und Wirklichkeit
  • Adoption: Abschaffung des Widerspruchsverfahrens
  • Forum für Gruppen
  • Termine
  • Familiäre Bereitschaftsbetreuung – Broschüre

Die Fachzeitschrift PFAD AKTUELL ist das offizielle Organ des PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. Die vierteljährlich erscheinende PFAD AKTUELL kann auch von Nichtmitgliedern zum Preis von jährlich 13,00 € abonniert werden. Die Nachbestellung von Einzelheften kostet 3,50 € plus Versand. Bestellungen nimmt die Informations- und Geschäftsstelle des LV Bayern in Aichach entgegen:

PFAD FÜR KINDER Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V.,
Steubstraße 6, 86551 Aichach,
Telefon: 08251/1050, Fax: 08251/872408,
E-Mail: info@pfad-bayern.de

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