PFAD für Kinder Nürnberg/Fürth: Herbstseminar „Bindungsmuster von Pflege- und Adoptivkindern“ vom 25.-27.09.

Posted on Juli 30, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Verein PFAD für Kinder – Nürnberg/Fürth e.V. veranstaltet sein Herbstseminar 2009 zum Thema „Bindungsmuster von Pflege- und Adoptivkindern“. Das Wochenende, das vom 25. – 27.09.2009 in Sulzbürg stattfindet, wird von Diplom-Pädagogin Anne Herzog geleitet werden.

Im Zusammenleben zwischen Eltern und ihren Pflege- und Adoptivkindern entstehen häufig komplexe Konflikte und Missverständnisse, die mit den frühkindlichen Bindungserfahrungen der Kinder zu tun haben. Das alltägliche kindliche Verhalten im Kontakt und in der Auseinandersetzung zum Erwachsenen unterliegt einem Hauch von Rätseln und Widersprüchen. Somit bemühen sich die Eltern in einem noch höheren Maße um das Kind und erleben trotzdem nicht den erhofften Erfolg bzw. die erwünschte Nähe und Innigkeit mit dem Kind.

In diesem Seminar werden die frühen Bindungserfahrungen der frühesten Kindheit (bis zum 7. Lebensmonat) und die daraus erfolgenden Bindungsmuster (ab dem 7. Lebensmonat) erkundet. Mit diesem zusätzlichen Wissen sollen gemeinsam andere Strategien oder Interventionen entwickelt werden, um die entsprechende Nähe oder Auseinandersetzungen anzubahnen.

Die Kosten pro Familie betragen 130.- € .

Bitte Anmeldeunterlagen anfordern unter vorstand@pflegeeltern-nuernberg-fuerth.de.

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Artikel: Kinder in Not – Emmas Bett

Posted on Juni 25, 2009. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Als Emma in den Kindergarten kommt, ist das ein großer Tag. Natürlich. Bevor sie sich jedoch auf die vielen anderen Mädchen und Jungen einlässt, beschäftigt sie vornehmlich eine Frage, ängstlich an ihre Pflegemutter geklammert: „Gibt es hier Betten?“

Es folgt ein Rundgang mit der Mama und der Erzieherin. Es folgt Emmas Erkenntnis, dass es nirgends eines dieser Dinger zum Schlafen gibt. Denn ein Bett ist für Emma nicht nur ein Bett, sondern auch ein Symbol des Schreckens. Ein Symbol fürs Umziehen und für Ungewissheit. Für dieses so schwere Gepäck in ihr, von dem vieles nur zu erahnen ist. Ein Bett, das ist auch Angst.

Emma Krüger (alle Namen geändert, die Red.) lebt in Liederbach im Main-Taunus-Kreis. Die Fünfjährige ist ein fröhliches Mädchen, wenngleich ausgestattet mit einer überlebenswichtigen Skepsis, die den Wunden geschuldet ist, die ihr das kurze Leben schon beschert hat. Vater weg, Mutter weg, Drogen im Spiel, keiner wollte sie. Doch ihre neuen Eltern wollten sie schon. Und wie.

Kinder, Kinder. Den Krügers waren die zunächst versagt, also leiblich. Doch wer das Paar erlebt, Verwaltungsfachmann er, Erzieherin sie, beide Anfang vierzig, denkt und empfindet spontan: Verdammt noch mal. Warum konnte ausgerechnet dieses liebevolle Paar keine Kinder kriegen?

Doch nun haben sie ja Emma, und das seit drei Jahren schon. Und mittlerweile noch ein zweites Kind, Nicola. Die freche Schwarzgelockte ist vier. „Nicola hat Emma das Kuscheln beigebracht“, sagt Martina Krüger. „Sie lieben sich“, befindet Thomas Krüger. Recht hat er. Die Kleinen toben.

Eine Familien-Idylle, wahrlich. Und ein Idealfall. Clenda Scharf, Gruppenleiterin im Jugendamt des Main-Taunus-Kreises in Hofheim, lobt. Da ist von Nach-Beelterung die Rede, womit gemeint ist, dass Pflegekinder ein Baby-Vorleben haben, das ihnen nach der Geburt keinen wohligen Zugang in die Welt ermöglichte. Da sind Supervision, Schulungen der Pflegeeltern und vieles mehr ein Thema. Die Krügers sprechen davon gelassen.

Weil sie Emma, weil sie Nicola haben. Weil sie sich gut betreut vom Jugendamt fühlen, und vor allem: Sie lieben ihre Pflegekinder. Punkt und Kuss. Tatsächlich?

Es war ein langer Weg zum Pflegekind. Die Krügers können von der Annäherungsphase erzählen, vom Weinen, vom Halten, vom fehlenden Urvertrauen der beiden Mädchen, das es zu überwinden galt. Und sie haben es geschafft, mit allen erwartbaren Rückschlägen. Die gibt es zwar in allen Familien, aber es scheint so, als ob es Pflegeeltern doppelt träfe. Denn sie schultern, was sie selbst quasi gar nicht angerichtet haben.

Die Krügers können viel berichten vom Drogenentzug direkt nach der Geburt ihrer Kinder, obwohl sie nicht dabei, aber mit den Folgen konfrontiert waren. Sie berichten von schlechten Zähnen, Verwahrlosung und anderem Übel. Thomas Krüger sagt: „Emma war unten.“ Seine Frau ergänzt: „Es kommt immer auf das Kind an, und wir haben es geschafft, es braucht nur zugewandte Geduld.“ Bei den Krügers will jeder Kind sein.

Bis heute pflegen die selbst gewählte Mama und der selbst gewählte Papa den Kontakt zu Emmas und Nicolas leiblichen Verwandten, wann immer das nur geht.

Expertin Scharf spricht von den standardisierten Auswahlverfahren von Pflegeeltern, vom ersten Fragebogen an über Bewerbergespräche bis hin zu Vorbereitungswochenenden mit Jugendamt und dem Allgemeinen Sozialen Dienst, bis es schließlich um ein konkretes Kind geht. Um ein Kind, das nicht mehr bei seinen leiblichen Eltern bleiben kann. Ein Kind muss raus. Weil die Eltern süchtig sind, weil sie es verwahrlosen lassen oder schlagen, weil sie es misshandeln oder missbrauchen. Das, da sind sich die versammelten Erwachsenen sicher, sei wichtiger, als einen Konzern oder sonstwas zu retten. Es geht ums Leben.

Wie aufregend und anders es ist, nach dem Foto von einem Kind diesem tatsächlich und leibhaftig ins Gesicht zu sehen und mit ihm in der Anbahnungsphase probeweise und unter professioneller Aufsicht zu spielen, das lässt die Krügers bis heute aufgeregt lächeln. Emma war vorsichtig. Kinder, zumal verletzt, sind emotional sehr klug. Schon aus Selbstschutz. „Sie hat uns geprüft“, sagt Papa Krüger. Inzwischen sitze sie nicht mehr stocksteif auf dem Schoß der Eltern. Anfangs war das so, urteilt Papa. Eine Ganzkörper-Angst. Nun jedoch weiß Emma: Ich werde gehalten.

Auch wenn im Vorfeld viel vom Bewerberprofil die Rede und nach Hausbesuchen geklärt ist, ob ein Paar ein Kind aufnehmen kann, so gilt zuerst, wie Clenda Scharf es formuliert: „Das Kind kann seine Geschichte, die wir nie genau kennen, nicht abschütteln. Es hat zwei Mamas und zwei Papas, falls der leibliche Vater nicht ohnehin von vorneherein weg war. Und ob es in die neue Familie passt, das wissen wir nie genau.“

Kein Kind ist zu standardisieren.

Es gibt Pflegegeld und altersgestaffelte Pflegesätze, doch die Krügers hat Geld gewiss nie motiviert. „Ich liebe Menschen“, sagt die selbst gewählte Mutter. „Dazu gehört auch, dass ich die leiblichen Eltern bei allen ihren Fehlern nicht verurteile. Die können vielleicht ganz andere Dinge, die ich nicht kann.“ Sie ist eine sanfte Frau mit klugen Augen und starken Händen. Und ihr Mann ist einer, der nur spricht, wenn er sich sicher wähnt. Wenn es um Emma und Nicola geht, da ist seine Stimme fest und die Augen leuchten. Ein Papa wie ein liebevoller Löwe.

„Vollzeit ist Vollzeit“, sagt Clenda Scharf im Gegenschnitt zu den notwendigen Hauruck-Szenarien der Bereitschaftspflege. Über Nacht sei da mitunter ein Kind aus der Familie zu holen, um es zu retten. Da jedoch oberstes Ziel sei, dem Kind weitere Wechsel zu ersparen, einem Kind, das im vorsprachlichen Alter schon mehr mitgemacht habe, als es sich mancher Erwachsene auszumalen vermöge, gilt nach den Worten der Sozialarbeiterin: „Es sollte möglichst passen.“

Die Krügers haben mit Emma gespielt. Sie haben die vorübergehenden Pflegeeltern noch einmal und noch einmal besucht, bis das Mädchen probeweise und dann ganz zu ihnen kam. Aus allen ihren Worten über Emma und Nicola klingt heraus, wie sehr sie sich über jede Entwicklungsphase bewusst sind. Über Erziehung. Eine Liebesgeschichte.

Kein Klagen ist darüber zu hören, wie dieses Paar seinen Urlaub aufsparte, um sich Emma und später dann Nicola anzunähern. Wie es taumelnd vor Müdigkeit nachts noch Berufliches regelte, um tagsüber fit für diesen großen, so sorgsam behördlich überwachten Traum vom Kind zu sein.

Wozu nur ist das alles gut? Martina Krüger erzählt davon, wie Emma und Nicola zusammenhalten. „Das war ein Glücksfall mit den beiden“, sagt sie. Klar, ein Foto muss raus. Hinreißend. Ihr Mann Thomas strahlt. Wenn Emma die Hände knete, sei irgendwas los, das weiß er. Dann frage er nach. Nicola schreie eher, um ihre Bedürfnisse zu formulieren. Emma richte es nach innen. Papa hilft.

Stressig, wild und bewegt: Eine echte Familie.
Emma weiß endlich ganz genau, wo ihr Bett steht.

Quelle: Artikel von Petra Mies in Frankfurter Rundschau vom 24.06.09

Zur Verdeutlichung:
Graphische Darstellung der Zahl der Schutzmaßnahmen von Kindern und Jugendlichen (vollständiger und teilweiser Entzug der elterlichen Sorge) in den Jahren 2007 und 2008 in Hessen

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Fortbildung zum Thema „Traumata und Bindungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen“ am 03.06. in Hamburg

Posted on Mai 6, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hamburg, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Die PFIFF gGmbH in Hamburg bietet am Mittwoch, den 03.06.2009 von 19.30 – 22 Uhr eine Fortbildung zum Thema „Traumata und Bindungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen“ an.

Frühe Traumata haben einen entwicklungshemmenden Einfluss auf die Gehirnreifung und sind eine Ursache für die Entstehung von desorganisierten Bindungsmustern sowie von Bindungsstörungen. Dieser Zusammenhang wurde durch neuere Forschungsergebnisse im Bereich der Gehirnforschung bestätigt.Somit sind Bindungsverhalten gelernt und als solche auch veränderbar.

  • Doch welche Rolle spielt dabei die genetische Veranlagung eines Kindes?
  • Und wie ist die begriffliche Vielfalt („Bindungsproblem“, „Bindungsstil“ und „Bindungsunsicherheit“) besser zu durchschauen?
  • Wie kann pädagogisch und therapeutisch mit einem Kind/Jugendlichen gearbeitet werden, bei dem eine Bindungsstörung vorliegt?
  • Welche Rolle spielt die (Pflege-) Familie in der Behandlung?

An diesem Abend sollen die wesentlichen Kennzeichen von Bindungsstörungen und ihre Ursachen sowie Folgen erläutert werden. Referentin wird die Kinderärztin und Kinder- und Jugendpsychiaterin Cordula Gamm sein.

Anmeldung per Mail an PFIFF

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Bindung im Frühkindalter für ganzes Leben wichtig – Frühes emotionales Verhältnis fördert die Gehirnentwicklung

Posted on April 14, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Der „6. Magdeburger Tag der Erziehung“ am 18.03.09 befasste sich mit dem Thema „Neurobiologische und entwicklungspsychologische Aspekte der frühkindlichen Bindung„.

Pressetext führte aus diesem Anlass ein sehr interessantes Interview mit den ReferentInnen Fabienne Becker-Stoll, Frühpädagogin vom Staatsinstitut für Frühpädagogik, und Jörg Bock, Biologe an der Universität Magdeburg.

Die WissenschaftlerInnen weisen auf die Wichtigkeit früher verlässlicher Bindungen für Kinder und ihre Einflüsse auf die Gehirnentwicklung hin. Sie plädieren dafür, dass Wechsel und Übergänge zwischen Bindungspersonen so gering wie möglich gehalten werden sollten.

„Sucht man im Bedarfsfall Pflegefamilien aus, sollten diese stabil sein und eine langfristige Pflege garantieren können.“

ausführlicher Artikel von Pressetext.de vom 14.04.09

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PFAD-Seminar „Kontinuität contra Bindungsabbruch“ am 28.03. in Friedrichsdorf

Posted on Februar 23, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 28. März veranstaltet PFAD FÜR KINDER im Hochtaunuskreis e.V. von 13 bis 17.30 Uhr in der Hessischen Landvolk-Hochschule in Friedrichsdorf ein Fachseminar zum Thema „Kontinuität contra  Bindungsabbruch“.

Referentin Daniela Reimer ist Dipl. Sozialarbeiterin, Dipl. Pädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Uni Siegen – Forschungsprojekt „Aufwachsen in Pflegefamilien“.

Inhalt:
Die Forschung belegt, dass Diskontinuität die Entwicklung von Pflegekindern erschwert und behindert. Die Bindungstheorie weist nach, dass unsicher oder desorganisiert gebundene Kinder weniger Vertrauen in Erwachsene haben; Lerntheorien belegen, dass diese Kinder weniger konzentriert lernen können, da ihre Potentiale durch Unsicherheit gebunden werden; psychoanalytische Theorien zeigen tiefe Schuldgefühle auf, da  sich Pflege- und Adoptivkinder fragen, warum gerade sie immer verlassen werden und daher die „Schuld“ in ihrem Verhalten suchen. Welche Maßnahmen und Hilfen Fachdienste, abgebende und aufnehmende Eltern fordern und zur Verfügung stellen können, soll in Gruppen erarbeitet und im Plenum vorgestellt werden.

Parallel wird Kinderbetreuung und ein Kinder-Workshop angeboten.

Da die Anzahl der TeilnehmerInnen begrenzt ist, wird um baldige Anmeldung gebeten.

Informationsflyer

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Vorträge der Abschlusstagung des Forschungsprojektes Pflegekinderhilfe online

Posted on Januar 14, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

Das Deutsche Jugendinstitut stellt die Power-Point-Präsentationen der Vorträge der Abschlusstagung des Forschungsprojektes Pflegekinderhilfe „Kinder in Pflegefamilien: Chancen, Risiken, Nebenwirkungen“ vom 10./11. Dezember 2008 in Bonn online zur Verfügung:

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PFAD-Bayern: Fachtagung „Bindungsstörungen“ am 11.10.08 in Ingolstadt

Posted on September 25, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

„Bindungsstörungen bei Pflege- und Adoptivkindern
Erkennen – Verstehen – Reagieren“

ist die Fachtagung überschrieben, die PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. am 11. Oktober 08 in Ingolstadt in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Ingolstadt veranstalten wird.

Hauptreferent wird Prof. Dr. Gottfried Spangler, Dipl. Psychologe an der Universität Erlangen, sein.

Sein Vortrag beschäftigt sich mit den Folgen von Bindungsstörungen für das Leben von Pflege- und Adoptivkindern und den Alltag mit ihnen. Er soll Pflege- und Adoptiveltern helfen Bindungsstörungen zu erkennen und angemessen darauf reagieren zu können.

In Arbeitskreisen am Nachmittag werden verschiedene Schwerpunkte vertieft. Ein spezieller Arbeitskreis für berufliche Fachkräfte thematisiert, wie die fachliche Begleitung durch die Jugendämter und sozialen Dienste unterstützend gestaltet werden kann.

Veranstaltungsflyer und Anmeldung

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Siegener Erklärung zur Kontinuität in der Biographie von Pflegekindern

Posted on August 22, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Auf Einladung des von Prof. Klaus Wolf geleiteten Forschungsbereichs Pflegekinderwesen fand am 21.8.2008 im Artur-Woll-Haus der Universität Siegen ein Fachtag zum Thema „Was brauchen Pflegekinder? Kontinuität!“ statt. Um verbindliche Standards im Pflegekinderwesen zu entwickeln, brauche es einen Theorie-Praxis-Dialog, so Prof. Wolf. Beitrag und Möglichkeit der Universität dazu sei es, von den Ergebnissen der Forschung ausgehend Vorschläge zu entwickeln und einzubringen.

Zwei wissenschaftliche Referate bildeten dann auch den Schwerpunkt des ersten Teils der Veranstaltung. Prof. Wolf thematisierte die Bedeutung von Kontinuität oder Diskontinuität für die Entwicklung von Pflegekindern und stellte eine Liste von Qualitätsmerkmalen sozialer Arbeit auf.
Unter dem Aspekt der Schnittstellen zwischen Jugendhilfe und Recht erörterte Prof. Ludwig Salgo die Frage von „Kontinuität sichernder Planung und Entscheidungen der Familiengerichte“.
Praxisorientiert waren die Workshops zu den Themen „Erleben von Pflegekindern“, „Kooperation von Jugendhilfe und Justiz“ und „Sachverständigengutachten“ im zweiten Teil der Tagung.

Abschließend wurde vor dem Plenum der Text der „Siegener Erklärung zur Kontinuität in der Biografie von Pflegekindern“ veröffentlicht – gedacht als eine erste Stellungnahme aus dem Forschungsprojekts „Aufwachsen in Pflegefamilien“, der weitere folgen sollen.

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Uni Siegen – 21. August 08: Was brauchen Pflegekinder? Kontinuität!

Posted on Juli 17, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , , , |

Am 21. August 2008 findet an der Universität Siegen ein Fachtag zum Pflegekinderwesen statt. Er steht unter dem Motto: Was brauchen Pflegekinder? Kontinuität!

Was brauchen Pflegekinder um sich gut entwickeln zu können? In einer Reihe von Fachveranstaltungen werden Antworten auf diese Frage vorgestellt. Die Antwort dieses Fachtages lautet: Kontinuität. Ein Schwerpunkt ist die Frage wie Soziale Dienste und Justiz zusammenarbeiten müssen, um die Voraussetzungen für eine die Kontinuität sichernde Planung zu schaffen. Prof. Dr. Salgo (Universität Frankfurt) wird Vorschläge hierfür machen. In Workshops können die Themen vertieft werden. Der Fachtag richtet sich sowohl an MitarbeiterInnen aus Sozialen Diensten (z. B. Pflegekinderdienste, ASD) und der Justiz als auch an Pflegeeltern und ehemalige Pflegekinder.

Nähere Informationen und Programmüberblick

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