Region Hannover will Pflegefamilien finanziell besser absichern

Posted on Januar 27, 2020. Filed under: Bewerber, Finanzielles, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover sucht in seinem Zuständigkeitsbereich regelmäßig Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Doch gestaltet sich die Suche nach geeigneten Paaren oder Familien zunehmend schwieriger: Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sinkt kontinuierlich, während gleichzeitig der Bedarf an Pflegefamilien – besonders für kleine Kinder im Alter von null bis zu sechs Jahren – steigt. Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang der meist voll berufstätigen Interessenten sind die erheblichen finanziellen Einbußen im ersten Jahr der Aufnahme, wenn Pflegeeltern Elternzeit nehmen.

Denn bisher gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Elterngeld.

Die Region Hannover will daher künftig Pflegeeltern im ersten Jahr der Aufnahme mit elterngeldähnlichen Leistungen unterstützen.

„Grundsätzlich erhalten Pflegepersonen natürlich Pflegegeld für den Lebensunterhalt des Pflegekindes. Doch nehmen sie Elternzeit im ersten Jahr, haben sie bisher keinen gesetzlichen Anspruch auf Elterngeld in dieser Zeit. Das schreckt viele geeignete Paare und Familien ab, da sie mit nur einem Einkommen nicht über die Runden kommen. Diese Hürde wollen wir potenziellen Pflegeeltern nehmen und die gesetzliche Lücke überbrücken“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. „Denn gerade in dem ersten Jahr ist es wichtig, genug Kraft und Zeit für die Kinder zu haben, die in der Regel bisher in einem instabilem, oft vernachlässigenden Umfeld aufgewachsen sind.“

So sollen alle Vollzeitpflegepersonen, die nach Aufnahme eines Pflegekindes ihre Erwerbstätigkeit in den ersten sechs bis zwölf Monaten vollständig ruhen lassen, künftig 800 Euro monatlich von der Region Hannover erhalten, bis zu einem Jahr lang. „Grundsätzlich ist es für alle Kinder besonders in dem Alter bis zu sechs Jahren für die Entwicklung sehr wichtig, in einem familiären Umfeld aufzuwachsen. Wir würden uns wünschen, auf eine große Anzahl unterschiedlichster Familien zurückgreifen zu können, um eine möglichst passende Familie für die jeweiligen Kinder zu finden“, unterstreicht Claudia Weigel, Leiterin des Team Pflegekinder und Adoption der Region Hannover. „Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Pflegepersonen.“ So gab es im Jahr 2017 lediglich vier Bewerberpaare aus den 16 regionsangehörigen Kommunen, in denen die Region Jugendhilfeträgerin ist, in 2018 waren es fünf. Dem gegenüber stehen durchschnittlich 15 Vermittlungsanfragen pro Jahr.

Quelle: Meldung der Region Hannover

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Landkreis Northeim: Zusatzbetrag für Pflegefamilien bewährt sich

Posted on Oktober 17, 2019. Filed under: Bewerber, Finanzielles, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Seit dem 1. Januar 2019 zahlt der Landkreis Northeim zusätzlich zum Pflegegeld einen Zusatzbetrag in Höhe von 800 Euro an Familien, die Pflegekinder aufnehmen – und das Modellprojekt ist gut angelaufen.

Sieben Familien bekommen den Zusatzbetrag bereits und haben dank der Finanzhilfe mehr Spielraum, sich um die Bedürfnisse ihres Pflegekindes zu kümmern.

Insbesondere jüngere Kinder bis zum Grundschulalter sollten vorrangig im Kreis einer Pflegefamilie statt in einem Heim untergebracht werden. Leider finden sich immer weniger Paare, Familien oder Einzelpersonen, die sich dieser Herausforderung stellen wollen. Kinder, die in Vollzeitpflege untergebracht werden müssen, sind oft geprägt von vielfach erlebten Beziehungsabbrüchen und daraus resultierenden Bindungs-, Entwicklungs- oder Belastungsstörungen. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, dass berufstätige Pflegepersonen Elternzeit in Anspruch nehmen, um dem Kind im ersten Jahr nach der Aufnahme ein sicheres Bindungsangebot machen zu können. Den Pflegepersonen steht diese Elternzeit zu, ein Anspruch auf Elterngeld besteht jedoch nicht. Das stellt die Pflegefamilien oft vor finanzielle Probleme. Entsprechend lässt sich beobachten, dass Pflegepersonen sich gegen das Lebensmodell Pflegefamilie entscheiden, da der Verzicht auf ein Jahresgehalt allein durch das Pflegegeld nicht ausgeglichen werden kann.

„Es ist bewundernswert, dass es Familien gibt, die Kinder aufnehmen und ihnen ein liebevolles neues Zuhause schenken. Durch diese Entscheidung dürfen Pflegefamilien nicht ins Ungleichgewicht geraten“, betont Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Um die Bereitschaft, Pflegekinder aufzunehmen, zu erhöhen und gleichzeitig mögliche finanzielle Einkommenseinbußen abzufedern, zahlt der Landkreis Northeim seit dem 1. Januar 2019 den sogenannten elterngeldanalogen Zusatzbetrag. Dieser beträgt monatlich 800 Euro für das erste Jahr der Unterbringung. Dadurch soll ein Pflegeelternteil die Möglichkeit haben, im ersten Jahr der Pflegezeit ganz für das neu aufgenommene Pflegekind da zu sein und insbesondere Zeit dafür haben, dem Kind ein Gefühl von emotionaler Sicherheit zu vermitteln. Getestet wird das Modell vorerst für zwei Jahre.

Bei der Planung des Projekts wurde von zehn Pflegeverhältnissen ausgegangen, die den Zusatzbetrag erhalten. Seit der Einführung wurden sieben Kinder in Vollzeitpflege untergebracht, deren Pflegefamilien alle den elterngeldanalogen Zusatzbetrag erhalten – für Landrätin Astrid Klinkert-Kittel eine erfreuliche Entwicklung: „Der elterngeldanaloge Zusatzbetrag ist ein tolles Instrument zur Unterstützung von Pflegefamilien.“

Derzeit leben im Landkreis Northeim rund 200 junge Menschen in Pflegefamilien. Im Lauf des vergangenen Jahres wurden 20 neue Vollzeitpflegen eingerichtet. Betreut und unterstützt werden Pflegefamilien vom Pflegekinderdienst des Landkreises Northeim. Zur Unterstützung der Pflegefamilien bietet er unter anderem Fortbildungen und Supervisionen an. Zu den weiteren Aufgaben des Pflegekinderdienstes gehören die passgenaue Vermittlung von Pflegekindern, die Begleitung von Besuchskontakten, Werbung und Akquise von interessierten Bewerbern und Bewerberinnen sowie die Überprüfung ihrer Eignung und Qualifizierung. Familien, die sich für die Aufnahme eines Pflegekindes interessieren, können sich gern bei den Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes unter der E-Mail-Adresse pflegekinderdienst@landkreis-northeim.de melden.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Northeim vom 16.10.2019

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Zusätzliches Geld für Göttinger Pflegeeltern

Posted on August 14, 2019. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Das Göttinger Tageblatt berichtet im Artikel „Zusätzliches Geld für Göttinger Pflegeeltern“ vom 13.08.2019:

„Die Stadt Göttingen zahlt Pflegeeltern ab dem 01.10.2019 einen Zuschlag zum Pflegegeld der Jugendämter, in Höhe von 800 Euro monatlich für längstens ein Jahr. Die finanzielle Unterstützung erhalten Göttinger, wenn sie für die Betreuung eines Pflegekindes in Elternzeit gehen. Zwar hätten Pflegeeltern ein Recht auf Elternzeit, erhalten dafür aber kein Elterngeld.“

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Landkreis Northeim: Vorreiter für elterngeldanaloge Leistungen für Pflegefamilien

Posted on Oktober 25, 2018. Filed under: Bewerber, Finanzielles, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Jugendhilfeausschuss des Landkreises Northeim hat am 18.10.2018 eine zweijährige Testphase (2019-20) beschlossen, in der Pflegeeltern, die sich in Elternzeit befinden, für die Dauer von einem Jahr einen elterngeldanalogen Zusatzbeitrag von 800 Euro monatlich erhalten, um Einkommensverluste bei Aufgabe einer Erwerbstätigkeit abzumildern.

Der Kreisausschuss muss diesem Vorschlag noch zustimmen.

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Österreich: Karenz für Pflegeeltern durchgesetzt!

Posted on Januar 25, 2016. Filed under: International, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Eltern für Kinder Österreich verkündet, dass seit 01.01.2016 nach jahrzehntelangen Bemühungen die Karenz für Pflegeeltern in Österreich endlich durchgesetzt werden konnte.

Das „Vereinbarkeitspaket“ wurde vom Nationalrat beschlossen und besagt, dass Personen, die ein Pflegekind in die Familie aufnehmen, einen rechtlichen Anspruch auf Karenz sowie Elternteilzeit haben. Bisher war eine Karenz für Pflegeeltern nur dann möglich, wenn ein Kind in Adoptionsabsicht in unentgeltliche Pflege genommen wurde.

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Neue Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“

Posted on März 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erläutert in der neuen Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“ anhand von konkreten Fragestellungen auf 93 Seiten ausführlich die gesetzlichen Regelungen zum Elterngeld und zur Elternzeit.

Anhand von zahlreichen Beispielen wird das Gesagte veranschaulicht. Daneben werden in der Publikation sämtliche Elterngeldstellen aufgeführt.

Außerdem ist das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit mit abgedruckt. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis ermöglicht das schnelle Auffinden von Antworten zu einem konkreten Bereich. Die Broschüre kann herunter geladen (pdf, 1,5 MB) oder bestellt werden.

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Was ändert sich für Familien im Jahr 2009?

Posted on Januar 1, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert über neue Leistungen für Familien ab dem 01.01.2009.

Sie betreffen die Punkte:

  • Mehr Kindergeld
  • 100 Euro zum Schuljahresbeginn
  • Höherer Kinderfreibetrag
  • Flexiblere Elternzeit
  • Ausbau der Kinderbetreuung: Kinderfördergesetz (KiFöG) tritt in Kraft
  • Verbesserte steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltshilfen und Handwerkerrechnungen
  • Weiterentwickelter Kinderzuschlag und neues Wohngeld
  • Steuer- und Sozialabgaben für Tagesmütter- und –väter
  • Freiwilligendienste für jedes Alter
  • Kurzarbeitergeld wird länger gezahlt
  • Der Gesundheitsfonds kommt

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Auch Großeltern können Elternzeit nehmen

Posted on August 26, 2008. Filed under: Finanzielles, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Um die Wahlfreiheit der Eltern zu stärken, will die Bundesregierung dass in bestimmten Fällen künftig auch Großeltern das Recht auf Elternzeit bekommen, um ihre Enkel betreuen zu können. Außerdem soll die Mindestbezugsdauer für das Elterngeld geändert werden.

Meldung aus „Heute im Bundestag“ Nr.236 vom 25.08.08

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Petition: Anspruch auf Elterngeld für Pflegeeltern

Posted on Juli 18, 2008. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Frau Lydia Paulsen aus Schwerin hat beim Petitionsausschuss des deutschen Bundestages eine Petition eingereicht, die von Unterstützern noch bis zum 30. Juli 08 im Internet mit unterzeichnet werden kann.

Frau Paulsen plädiert auf eine Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) dahingehend, dass Pflegeeltern, die ein Kind dauerhaft und in Vollzeitpflege in ihrem Haushalt aufgenommen haben, denselben Anspruch auf Elterngeld erlangen, wie die bisher nach § 1 BEEG Berechtigten.

Link zur Petition

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