Neue Kurzfilme der BZgA zu Essstörungen – Videos geben Einblicke in die Gefühlswelt von Betroffenen und Angehörigen

Posted on Mai 6, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

logoEssstörungen sind ernsthafte Erkrankungen, bei denen das Essverhalten und das Verhältnis zum eigenen Körper gestört sind. Die Anzeichen der verschiedenen Formen von Essstörungen – Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Störung – sind jedoch oft nicht bekannt. Deshalb hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) drei Kurzfilme zum Thema Essstörungen erstellt.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärt: „Nicht jede Person, die beim Essen ab und zu das Maß verliert, ist ernsthaft krank und nicht jede, die mithilfe einer Diät deutlich Gewicht verliert, ist magersüchtig. Wenn bestimmte Faktoren hinzukommen, können solche Verhaltensweisen jedoch der Beginn einer Essstörung sein, die in jedem Fall behandelt werden muss. Der Übergang von einem auffälligen zu einem krankhaften Essverhalten ist oft schleichend. Die neuen BZgA-Filme sollen Betroffene und ihr Umfeld sensibilisieren, genau hinzuschauen und im Zweifel eine Beratung in einer Kinder- und Jugendarztpraxis, Hausarztpraxis oder Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen.“

Zwei der insgesamt drei BZgA-Videos geben einen Einblick in die Gefühlswelt sowohl von Betroffenen als auch von Personen des Umfelds. Der emotionale Zugang zum Krankheitsgeschehen wird mithilfe anonymisierter Auszüge aus Beratungsgesprächen erreicht. In dem dritten Kurzfilm werden Hintergrundinformationen zu den Krankheitsbildern vermittelt.

Dass diese Hilfen notwendig sind, zeigt die weite Verbreitung: Etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Alter zwischen 11 bis 17 Jahren zeigen Auffälligkeiten in ihrem Essverhalten. Von 1.000 betrachteten Personen in einem Jahr leiden etwa 30 bis 50 erkennbar an einer Essstörung. Von allen Formen der Essstörungen sind Mädchen und Frauen deutlich häufiger betroffen als Jungen und Männer. Bei ihnen tritt die Binge-Eating-Störung am häufigsten auf.

Obwohl Betroffene und ihr Umfeld einen hohen Leidensdruck haben, zögern sie oft, sich fachliche Hilfe zu holen. Die BZgA-Kurzfilme sollen Betroffene und Angehörige hierbei unterstützen. Denn je frühzeitiger eine Behandlung beginnt, desto größer ist die Aussicht auf Erfolg. Beratungsstellen sind oftmals die erste Anlaufstelle und bieten eine wichtige Orientierungshilfe für weitere Behandlungs- und Therapieangebote. In der bundesweiten Adressdatenbank des BZgA-Onlineportals www.bzga-essstoerungen.de sind Beratungseinrichtungen gelistet, die über essstörungsspezifische Beratungskompetenz verfügen. Die BZgA informiert und berät zum Thema Essstörungen unter der Telefonnummer 0221 – 89 20 31 (Montag bis Donnerstag von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr).

Die Zitate in den neuen Videos wurden von der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen, dem Bundesfachverband Essstörung, Frankfurter Zentrum für Essstörungen sowie dem Info-Telefon der BZgA zur Verfügung gestellt.

Die neuen Kurzfilme, die Adressdatenbank und weitere Informationen finden Sie unter:
www.bzga-essstoerungen.de

Kostenlose Bestellung der BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order@bzga.de

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 06.05.2019

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Beratungsstellen für Essstörungen finden mit der BZgA-Adressdatenbank

Posted on März 16, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Köln, 15. März 2016. Professionelle und spezialisierte Anlaufstellen für Menschen mit Essstörungen und für deren Angehörige hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einer Adressdatenbank unter www.bzga-essstoerungen.de zusammengefasst. Alle bundesweiten Beratungsstellen für Essstörungen, die niederschwellig Unterstützung anbieten und in Therapieangebote weitervermitteln sind dort gebündelt.

Essstörungen sind schwere psychosomatische Krankheiten mit gravierenden Auswirkungen für Körper und Psyche. Beratungsstellen sind oftmals die erste Anlaufstelle und bieten eine wichtige Orientierungshilfe für weitere Behandlungs- und Therapieangebote. Entwickelt wurde die Adressdatenbank von der BZgA in Zusammenarbeit mit dem Bundesfachverband Essstörungen e.V. (BFE). Die in der aktualisierten Datenbank gelisteten Beratungseinrichtungen verfügen über essstörungsspezifische Beratungskompetenz. So bietet die Datenbank Betroffenen und ihren Angehörigen eine Hilfestellung den Weg in ein professionelles Versorgungssystem zu finden.

Die Adressdatenbank ist zu finden unter:
www.bzga-essstoerungen.de

Umfassende Informationen zum Thema Essstörungen finden Sie auch auf:
www.bzga-essstoerungen.de
www.bundesfachverbandessstoerungen.de

Infotelefon der BZgA zum Thema Essstörungen:
Tel. 0221- 89 20 31
Montag bis Donnerstag:
von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Freitag bis Sonntag: von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 15.03.2016

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„Ess-Störungen bei Pflege- und Adoptivkindern“ am 13.03. in Berlin

Posted on Februar 23, 2014. Filed under: Berlin, Fortbildung, Gesundheit, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Dem Thema „Ess-Störungen bei Pflege- und Adoptivkindern“ widmet sich eine Fortbildung Sylvia Baeck bei der Familien für Kinder gGmbH am 13.03. in Berlin.

An diesem Abend werden folgende Fragen behandelt:

  • Auffälliges Essverhalten oder bereits eine Ess-Störung?
  • Wann und wie beginnen Ess-Störungen?
  • Welche Erkennungszeichen gibt es für eine psychogene Ess-Störung?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
  • Was können Eltern zuhause tun?

Weiterhin werden praktische Hinweise für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen gegeben, die unter einem auffälligen Essverhalten oder bereits unter einer psychogenen Ess-Störung leiden. Für persönliche Fragestellungen wird ausreichend Raum gelassen.

nähere Informationen

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Internationale Konferenz “Bindung und Sucht” am 12.-13.10. in München

Posted on Juli 14, 2013. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

Am 12./13.10. findet in München die 12. Internationale Konferenz “Bindung und Psychosomatik“ statt. Veranstalter ist PD Dr. med. Karl Heinz Brisch in Kooperation mit der LMU München.

Am 11.10. wird eine Vorkonferenz zum Thema “Stationäre Intensiv-Psychotherapie von psychosomatisch kranken, früh traumatisierten Kindern und Eltern” mit Karl Heinz Brisch abgehalten.

Veranstaltungsflyer

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„Essstörungen vorbeugen“ – Neuer Ratgeber für pädagogische Fachkräfte

Posted on Mai 6, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Essstörungen sind schwere psychosomatische Krankheiten mit gravierenden Auswirkungen für Körper und Psyche. Treten sie im Kindes- und Jugendalter auf, beeinträchtigen sie häufig die gesamte Entwicklung der Heranwachsenden. Deshalb ist es wichtig, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken und damit der Entwicklung einer Essstörung vorzubeugen.

Um pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Ratgeber »Essstörungen vorbeugen – Informationen und Übungen für die Gruppenarbeit« entwickelt. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte, die in Vereinen, Jugendeinrichtungen oder anderen Organisationen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, finden in dem Ratgeber Informationen zu spezifischen Präventionsangeboten. Sie erfahren, wer die Maßnahmen durchführt und wo sie stattfinden, was ein gutes Angebot kennzeichnet und welche Themen eine Präventionsmaßnahme gegen Essstörungen aufgreifen sollte. Essstörungen sind längst kein Nischenthema mehr.

Bundesweite Daten zeigen, dass 29 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren bereits Anzeichen eines gestörten Essverhaltens haben. Damit sich daraus keine Magersucht, Bulimie oder Binge Eating Störung entwickelt, ist Prävention und Gesundheitsförderung notwendig. Die in der Broschüre enthaltene Übungssammlung unterstützt Fachkräften darin, in ihrem Berufsalltag Impulse zu setzen. Alle Übungen zielen darauf ab, die Lebenskompetenzen der Heranwachsenden zu stärken. Sie nehmen die kritische Auseinandersetzung mit Schönheit und Medien, das Erleben des eigenen Körpers, Ernährung und Essverhalten, den Umgang mit Gefühlen und die Stärkung des Selbstbewusstseins in den Blick.

Die Broschüre »Essstörungen vorbeugen – Informationen und Übungen für die Gruppenarbeit« steht zum Download unter www.bzga.de/infomaterialien.

Sie kann außerdem kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln,
Fax: 0221-8992257, E-Mail: order@bzga.de, Internet: www.bzga.de bestellt werden.

Weitere Informationen unter www.bzga-essstoerungen.de

Quelle: Pressemeldung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 16.04.2013

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Hilfsangebote bei Essstörungen – BZgA veröffentlicht Online-Datenbank mit qualitätsgesicherten Angeboten

Posted on Juli 4, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Aktuelle Studien zeigen, dass schon bei einem Fünftel der 11- bis 17-Jährigen in Deutschland Hinweise auf eine Essstörung vorliegen. Welche Angebote es zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gibt, war bislang jedoch wenig transparent. Um eine wohnortnahe und flächendeckende Versorgung von Betroffenen, aber auch von Angehörigen zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf eine qualitätsorientierte Bestandsaufnahme aller Angebote im Bereich Essstörung durchgeführt. Auf dieser Grundlage hat die BZgA unter http://www.hilfe-essstoerungen.de eine Online-Datenbank eingerichtet, die 739 Einrichtungen mit Angeboten zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen im gesamten Bundesgebiet enthält. Betroffene und Angehörige können darüber eine Einrichtung in ihrer Nähe und ihrem Bedarf entsprechend suchen.

Alle in der Datenbank aufgeführten Angebote wurden im Rahmen der Bestandsaufnahme anhand von festgelegten Qualitätskriterien analysiert. Diese umfassten etwa die Erreichbarkeit der Einrichtung, die Sprechzeiten, das Vorhandensein von Kooperationen mit anderen Einrichtungen und die Anwendung interdisziplinärer Arbeitsformen.

„Essstörungen belasten Familien oft sehr. Meist können sie das Problem nicht allein bewältigen und benötigen professionelle Unterstützung. Mit Hilfe unserer Datenbank können nun Betroffene und  ihre Angehörigen ein qualifiziertes Beratungs- oder Behandlungsangebot in der Nähe ihres Wohnortes finden“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Auch Lehr- und Mittlerkräfte können die Datenbank nutzen und sich einen Überblick über Präventionsangebote zu Essstörungen machen. Das erleichtert es ihnen, diese Angebote beispielsweise in Schulen, Vereinen oder Jugendzentren zu nutzen.“

Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert und erweitert und kann unter http://www.hilfe-essstoerungen.de abgerufen werden.

Weitere Informationen über Essstörungen und über die durchgeführte Bestandsaufnahme stehen auf der BZgA-Internetseite http://www.bzga-essstoerungen.de

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 04.07.2011

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„Essstörungen – wie erkenne ich die ersten Anzeichen bei meinem Kind?“ am 13.04. in Regensburg

Posted on März 17, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Ortsverein PFAD FÜR KINDER Regensburg e.V. lädt am 13.04. ein zur Fortbildung „Essstörungen – wie erkenne ich die ersten Anzeichen bei meinem Kind?“. Als Referentin wurde Frau Schilling, die Pädagogische Leitung des Thomas-Wiser-Hauses in Regenstauf gewonnen.

Ansprechpartnerin: Frau Gabriele Lingl, E-Mail: lingl.hug@t-online.de

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Gesundes Selbstbewusstsein schützt vor Magersucht

Posted on Juni 28, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Gesundheit, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Ein intaktes Selbstbewusstsein senkt das Risiko für die Entwicklung einer Essstörung wie z.B. Magersucht . „Das Selbstwertgefühl von magersüchtigen Jugendlichen ist oft sehr niedrig, weil sie das subjektive Gefühl haben, nicht den Anforderungen zu genügen, die die Gesellschaft an sie stellt. Verstärkt wird die negative Selbsteinschätzung durch einen meist ausgeprägten Hang zur Perfektion. Entsprechend kann ein gesundes Selbstwertgefühl vor dieser schweren Essstörung schützen“, erklärt Prof. Johannes Hebebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP). Jugendliche, speziell Mädchen, betrachten ihren Körper oft zu kritisch, weil sie dem heutigen Schönheitsideal aus der allgegenwärtigen Medienwelt nacheifern. „Niemand ist perfekt, jeder hat Schwächen, aber auch liebenswerte Eigenschaften. Jugendliche brauchen Komplimente, die ehrlich gemeint sind. So lernen sie, sich und ihren Körper, auch mit scheinbaren Makeln, anzunehmen“, empfiehlt Prof. Hebebrand. Eltern können das Selbstbewusstsein ihres Kindes fördern, indem sie ihr Kind keinem zu großen Leistungsdruck aussetzen und keine Vergleiche zu anderen anstellen. „Sie sollten ihrem Kind was zutrauen und es in seinem Selbstständigwerden sowie der Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit unterstützen“, rät der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universität Duisburg-Essen weiter.

Die Stärkung des Selbstbewusstseins wirkt nicht nur vorbeugend, sondern ist auch ein wesentlicher Bestandteil in der Therapie von Patienten mit Magersucht. Beim Blick in den Spiegel lernen Betroffene, ihre Körperhaltung zu verbessern, sich selbst in die Augen zu schauen und im stummen Zwiegespräch mit sich eine positive Grundhaltung zu entwickeln. „Sich klar zu werden über die eigenen Stärken, etwa in Form eines Tagebuchs für schöne Erlebnisse und Erfolge oder einer Art Bewerbungsschreiben, ist eine weitere Grundlage zur Steigerung des Selbstbewusstseins“, erläutert der DGKJP-Präsident.

An Magersucht erkranken jährlich 0,5 bis 1% aller Frauen in Deutschland, die meisten im Alter zwischen 14 und 18. Männer sind weit weniger häufig betroffen. Risikogruppen sind insbesondere Sportlerinnen, vor allem Ballettschülerinnen und Models, die allein aufgrund ihrer Tätigkeit einem gewissen Schlankheitsdruck ausgesetzt sind. In der Regel beginnt das Leiden allmählich, mit gesteigertem Interesse an Diäten und Inhaltsstoffen der Nahrung, mit immer wählerischem Essverhalten, bevor ganze Mahlzeiten ausgelassen werden. Mit der äußerlich sichtbaren Abmagerung und dem sinkenden Körpergewicht können Schäden an den inneren Organen einhergehen. Es steigt die Anfälligkeit für lebensbedrohliche Komplikationen: 5% aller Betroffenen versterben im Verlauf an der Essstörung.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz vom 24.06.09

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Experten fordern mehr Beratung bei Essstörungen

Posted on Mai 13, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/HIL) Das Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen muss ausgebaut und Erzieher und Lehrer müssen stärker für das Thema sensibilisiert werden. Das forderten mehrere Sachverständige am Mittwochmittag bei einer Anhörung im Familienausschuss. Grundlage der Anhörung war ein Antrag der Grünen (16/7458), in dem verschiedene Maßnahmen im Kampf gegen Magersucht gefordert werden. Einig waren sich die Experten von Beratungsstellen aus der Forschung und der Gesundheitsförderung, dass besonders in ländlichen Regionen Beratungsstellen und Psychotherapeuten fehlen. Vor allem die Sachverständigen Beate Herpertz-Dahlmann vom Universitätsklinikum Aachen, Ulrich Cuntz von der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck und Hermann Mayer vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Klinik Hochried wiesen darauf hin, dass es derzeit noch an belastbaren wissenschaftlichen Untersuchungen mangele.

Thomas Altgeld machte außerdem deutlich, dass bei Beratungs- und Präventionsmaßnahmen keine der Essstörungen separat behandelt werden dürfe, vielmehr müssten die zu schaffenden Angebote für alle Süchte ausgelegt sein. Altgeld warnte davor, hysterisch auf Einzelstudien zu reagieren. „Wir müssen uns davor hüten, nicht immer eine neue Sau durchs Dorf zu treiben.“, sagte er. Den Ausbau qualifizierter sogenannter niederschwelliger Beratungsangebote wie Telefon- und Onlineberatung forderte Sigrid Borse vom Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen gGmbH. Außerdem solle eine Internetplattform mit Ansprechpartnern und Informationen für Multiplikatoren wie Lehrer und Erzieher eingerichtet werden.

Hermann Mayer betonte dagegen, bei aller Verbesserung der Beratungssituation und der Ausbildung von Lehrern und Erziehern dürften die Familien nicht aus dem Blick verloren werden. „Wir müssen Familien mehr in den Mittelpunkt rücken“, sagte Mayer. Katja Rauchfuß von jugendschutz.net wies auf die Gefahren sogenannter Pro Ana- (Magersucht) oder Pro Mia (Ess-Brechsucht)-Webseiten hin, auf denen Magersucht und Bulimie von einer Fangemeinde als erstrebenswerte Ideale dargestellt würden. Jugendsschutz.net recherchiere seit 2006 diese Seiten und bemühe sich um deren Abschaltung.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 142 vom 13.05.09

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Informationsbroschüre zu Hilfen bei Magersucht und Bulimie erschienen

Posted on Februar 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Essstörungen wie Anorexie und Bulimie bilden eine immer größere Gefahr: Fast ein Viertel (22 Prozent) der 11- bis 17-jährigen Mädchen in Deutschland leidet an Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) – Tendenz steigend.

Die Folgen sind gravierend, rund 20 Prozent der Betroffenen sterben.
Verschärft wird das Problem durch das Internet: Auf Websites und in Chatforen werden Anorexie („Ana“) und Bulimie („Mia“) verharmlost oder verherrlicht und als erstrebenswerter Lifestyle dargestellt.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb gemeinsam mit der länderübergreifenden Initiative „jugendschutz.net“ eine Informationsbroschüre für Eltern, pädagogische Fachkräfte und Provider entwickelt.

Die Broschüre mit dem Titel „Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet“ erklärt Ursachen und Symptome der Krankheiten, zeigt die Folgen auf und bietet Hilfe: Wie erkennt man eine Pro-Ana-Website? Wo gibt es Rat, wenn mein Kind betroffen ist? Auch verantwortungsbewusste Internet-Anbieter werden angesprochen: Sie finden Vorschläge, wie sie mit Pro-Ana/Mia-Angeboten umgehen können.

Essstörungen sind ein verzweifelter Ausdruck für die Ablehnung der eigenen körperlichen Entwicklung und Rolle im Übergang zum Erwachsenenalter. Betroffen sind immer mehr und immer jüngere Kinder, vor allem Mädchen. Umfragen belegen, dass sich inzwischen jede vierte Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren zu dick fühlt (aber nur jeder achte Junge).

Vielen Eltern und Pädagogen ist aber nicht bekannt, dass „Ana“ und „Mia“, wie Magersucht und Bulimie in der Szene verniedlichend genannt werden, für viele Kinder und Jugendliche längst zur „besten Freundin“ geworden ist. Sie unterschätzen die Gefahr und halten Essstörungen für eine harmlose Mode-Erscheinung. Die betroffenen Jugendlichen erkennen jedoch nicht, dass sie krank sind und akzeptieren die gesundheitlichen Folgen des Hungerns, um ihr gefährliches Körper- und Schönheitsideal zu erreichen. Der Austausch in geschlossenen Internetzirkeln vermittelt ein gefährliches Wir-Gefühl, bei dem sich die Nutzerinnen und Nutzer gegenseitig in ihrer verzerrten Wahrnehmung bestätigen und der Bezug zur Realität verloren geht.

Die Broschüre „Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet“ erscheint im Rahmen der ressortübergreifenden Initiative der Bundesregierung „Leben hat Gewicht„.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20.2.2009

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„Essstörungen – Was Jugendliche davor schützt“ – Jugendaktion GUT DRAUF der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Antworten

Posted on Februar 15, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Gestörtes Essverhalten und damit verbundene Erkrankungen wie Anorexie, Bulimie und Binge Eating nehmen in Deutschland zu. Bereits jedes fünfte Kind zwischen 11 und 17 Jahren zeigt Symptome eines gestörten Essverhaltens. Am häufigsten betroffen sind Jugendliche, besonders Mädchen und junge Frauen. „Man weiß heute, dass die Ursachen für ein gestörtes Essverhalten im persönlichen, familiären, sozialen und biologischen Bereich liegen“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Man weiß aber auch, dass junge Menschen, die ein positives Körpergefühl besitzen und ihre eigenen Fähigkeiten und Talente kennen, weniger gefährdet sind, ein gestörtes Essverhalten zu entwickeln. Genau an diesen Schutzfaktoren setzt die seit Jahren erfolgreich durchgeführte Jugendaktion GUT DRAUF der BZgA an.“ Das Ziel der GUT DRAUF- Jugendaktion ist die Förderung eines gesunden Ernährungs- und Bewegungsverhaltens sowie die Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens junger Menschen. Dazu gehören Bewältigungsstrategien, damit bei psychischer Belastung und in Stresssituationen nicht auf das Essverhalten als Lösungsstrategie zurückgegriffen werden muss. Um diese Themen ganz selbstverständlich in den Lebensalltag junger Menschen zu integrieren, arbeitet die BZgA mit Fachkräften aus der Jugendarbeit, dem Sport, der Schule, den Jugendunterkünften und den Jugendreisen zusammen. Speziell zum Thema Essstörungen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zwei Broschüren aktualisiert. Es handelt sich um die GUT DRAUF Tipps „Die heimliche Sucht – Essstörungen“ und „Gefährliches Ziel Traumbody – Zwischen Hungerwahn und Muskelsucht„. Sie geben jugendgerechte Informationen über Essstörungen, Diäten, Schönheitstrends und Hinweise darauf, wie man in schwierigen Zeiten gelassen bleibt. Angaben zu weiterführenden Informationen, eine Übersicht nützlicher Kontakte und Adressen ergänzen die Inhalte. Die GUT DAUF Tipps „Die heimliche Sucht – Essstörungen“ und „Gefährliches Ziel Traumbody – Zwischen Hungerwahn und Muskelsucht“ können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de oder per Online-Bestellsystem. Weiterführende Links: Internetportal der BZgA zur Jugendaktion GUT DRAUF Internetportal der BZgA zum Thema Essstörungen

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 12.02.2009

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