Immer mehr Mütter und Väter nutzen regelmäßig Angebote der Familienbildung

Posted on August 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Forschung, Fortbildung, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Bamberg – Wenn Fragen zur Erziehung oder Betreuung von Kindern auftauchen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich Rat und Informationen zu holen. Die meisten Eltern sind gut vernetzt und haben verschiedene Ansprechpersonen, an die sie sich wenden. Am häufigsten besprechen sie sich mit dem Partner oder der Partnerin und mit anderen Familienmitgliedern. Im professionellen Bereich schätzen Mütter und Väter besonders den Rat von Lehrkräften, Erzieherinnen und Kinderärzten.

Für viele Eltern ist es heute ganz selbstverständlich geworden, auch präventive Angebote der Familienbildung wie Elternkurse, Veranstaltungen oder Gruppentreffen zu besuchen, wenn sie Fragen zu Familien- und Erziehungsthemen haben. In einem Zeitvergleich zeigt sich, dass sich der Anteil an Eltern, die solche Angebote nutzen, seit 2002 nahezu verdreifacht hat: Gut drei Viertel der befragten Mütter und etwa die Hälfte der befragten Väter nehmen Angebote der sogenannten Eltern- und Familienbildung gelegentlich oder regelmäßig in Anspruch. Nur ein Zehntel der Eltern hat bisher noch nichts von Angeboten zur Stärkung der Elternkompetenzen gehört.

Väter kennen und nutzen solche Angebote zu Familien- und Erziehungsthemen nach wie vor seltener als Mütter. Im Vergleich mit früheren Befragungen zeigt sich aber, dass Väter immer häufiger Angebote zur Stärkung der Elternkompetenzen wahrnehmen. „Auch in der Familienbildung spiegelt sich die gesellschaftliche Entwicklung wider, dass sich Väter stärker bei der Gestaltung des Familienlebens engagieren und in der Kindererziehung Verantwortung übernehmen möchten“, bringt es Familiensoziologe Harald Rost, stellvertretender Leiter des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg, auf den Punkt.

Gerade rund um die Familiengründung werden solche Angebote von Müttern und Vätern intensiv genutzt: Neun von zehn Eltern, die Familienbildungsangebote bereits einmal, gelegentlich oder regelmäßig besuchen, haben zum Beispiel an einem Säuglingspflegekurs oder einer Krabbelgruppe teilgenommen.

Diese Befunde hat das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) nun in einer Studie zur „Familienbildung aus Sicht bayerischer Mütter und Väter“ veröffentlicht, die durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert wurde. Nach 2002 und 2006 wurden zwischen Oktober 2015 und Januar 2016 zum dritten Mal knapp 1.200 Mütter und Väter aus ganz Bayern telefonisch befragt. Neben der Inanspruchnahme von Angeboten verschiedener Einrichtungen standen auch die Nutzung der Medien-Angebote wie Erziehungsratgeber oder Eltern-Webseiten im Fokus der Untersuchung. Weiterhin wurden Mütter und Väter nach ihren Einstellungen zu Familie und Erziehung befragt und erhoben, bei welchen Themen Eltern sich Unterstützung wünschen und wie sie am liebsten über solche Themen informiert werden möchten.

Der Forschungsbericht zur Studie ist elektronisch als pdf-Datei unter http://www.ifb.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifb/materialien/mat_2016_3.pdf verfügbar und kann über www.bestellen.bayern.de auch als gedruckte Version angefordert werden.

Über das ifb:
Das Staatsinstitut für Familienforschung ist ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut, das sich ausschließlich der Familienforschung widmet. Das Forschungsteam am ifb ist interdisziplinär aufgestellt und untersucht seit über 20 Jahren, welche Lebensbedingungen und Bedürfnisse Familien haben, wie Familienleben gestaltet wird und wie sich Lebensumstände und Lebensweisen von Familien verändern.
Das ifb ist ein wissenschaftlich unabhängiges Forschungsinstitut. Es ist sowohl eine nachgeordnete Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) als auch An-Institut der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Quelle: Otto-Friedrich-Universität Bamberg vom 02.08.2017

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Pflegeelternschule Hamburg startet ab September neuen Pflegeelternkurs

Posted on August 15, 2010. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Hamburg, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am Mittwoch, den 01.09. startet der Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“ der Pflegeelternschule PFIFF in Hamburg.

Ein Kurs für (Pflege-)Eltern. Mit Anleitung statt Patentrezept!

Die Elternkurse „Starke Eltern – starke Kinder“ gehen grundsätzlich von der Erziehungskompetenz bei Müttern und Vätern aus. Anhand des Modells der „anleitenden Erziehung“ werden Eltern in ihrem Erziehungsprozess begleitet.

Ziel dieses (Pflege-)Elternkurses ist es, Pflegeeltern in ihrer Aufgabe zu unterstützen, auf ihre ganz eigene Art eine glückliche Familie zu sein. Außerdem sollen ihre Fähigkeiten zum Verhandeln, Grenzen setzen und Zuhören erweitert und ihre Kräfte (wieder) verfügbar gemacht werden. Um diese Ziele zu erreichen, hilft der Kurs, das eigene Handeln zu reflektieren und eine gute Grundhaltung zu entwickeln. Er vermittelt das Modell der „anleitenden Erziehung“, das vom Deutschen Kinderschutzbund entwickelt und zertifiziert wurde. Er umfasst einen Basis- und einen Aufbaukurs mit jeweils fünf Kurseinheiten.

Die Pflegeeltern erhalten Input, können spielerisch etwas Neues ausprobieren, mit anderen P‚flegeeltern ihre Erfahrungen austauschen und das Gelernte im Alltag üben.

Referentinnen werden Hildegard Fürschütte, zertifizierte Kursleiterin für „Starke Eltern – starke Kinder“, Pflegeelternschule PFIFF und Barbara Benz, Diplom-Pädagogin und Pflegemutter sein.

Termine:
Basiskurs: jeweils mittwochs: 1.9., 8.9., 15.9., 22.9. und 29.9.2010
Aufbaukurs: jeweils mittwochs: 20.10, 27.10, 3.11., 10.11. und 17.11.2010
Zeiten: vormittags von 10.30 bis 13.00 Uhr

Eine Anmeldung ist erforderlich – telefonisch unter 040.410984-60 oder per Email an pfiff@pfiff-hamburg.de.

Der Kurs ist für Interessierte, P‚flege- und Pateneltern kostenfrei und findet bei PFIFF in der Brauhausstieg 15-17 statt (U- und S-Bahn Wandsbeker Chaussee).

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Saarland: Landesweites Präventionsprojekt ist wesentliche und fachlich anerkannte „Frühe Hilfe“

Posted on Mai 14, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Saarland | Schlagwörter: , , |

Das landesweite Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“ (KFDN) ist eine wesentliche und fachlich anerkannte frühe Hilfe, betonte Familienministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am 13.05.2009 auf der Jahresfeier.  „Die erste Jahresbilanz kann sich sehen lassen und bestätigt die Arbeit aller Akteure, so die Ministerin. „Keiner fällt durchs Netz“ ist Bestandteil der „Frühen Hilfen“ im Saarland.

Es umfasst die Netzwerkbildung („Netzwerk für Eltern“) für einen verbesserten Kinderschutz in allen saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband, ein Elternkursangebot („Das Baby verstehen“) zur gelingenden Kommunikation mit dem Säugling sowie, als Hilfe für besonders belastete Familien, die aufsuchende Arbeit durch Familienhebammen.

zur Pressemitteilung des saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur vom 13.05.2009

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Peter-Pelikan-Briefe

Posted on März 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Seit rund 40 Jahre unterstützen PETER-PELIKAN-BRIEFE Eltern und andere Betreuungspersonen mit einer Fülle von alltagsnahen und nützlichen Anregungen und Informationen. Sie umfassen neben Schwangerschaft und Geburt das frühe Kindesalter bis zum Jugendalter.

Herausgegeben werden die Briefe vom Peter Pelikan e. V. in München, gefördert von Bundes- und Länderministerien und der Stiftung für Kompetente Elternschaft und Mediation.

PETER-PELIKAN-BRIEFE können dazu beitragen, zwischen Eltern, Pflegeeltern und ggf. auch zwischen Eltern und Adoptiveltern ein gemeinsames Erziehungsverständnis herauszuarbeiten. Nicht selten ist es hilfreich, gute Erziehungsargumente in verständlicher Form nicht nur in Kopf und Herz, sondern auch in Schriftform verfügbar zu haben.

Manche Jugendämter stellen Eltern die Briefe kostenfrei zur Verfügung.

Ansichts- und Leseproben

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Familienbeirat Berlin bietet Serviceplattform für Familien und familienpolitische Akteure

Posted on August 12, 2008. Filed under: Berlin, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Seit Ende Juli informiert der Berliner Beirat für Familienfragen mit seiner Internetseite rund um das Thema Familie und Familienpolitik in Berlin. „Mit dem Internetauftritt www.familienbeirat-berlin.de informiert der Berliner Familienbeirat zum Thema Familie und Familienpolitik, über die Arbeit des Familienbeirats sowie über familienfreundliche Aktivitäten in den Berliner Bezirken“, so Peter Ruhenstroth-Bauer, Vorsitzender des Berliner Familienbeirats. „Die Plattform informiert aktuell über die Ferienprogramme in den Berliner Bezirken, bietet einen Veranstaltungskalender sowie Publikationen zu familienpolitischen Fragestellungen. Eine Informationsbörse über gute Beispiele familienfreundlicher Maßnahmen in Berlin rundet das Angebot ab. Auf der Internetseite können familienpolitische Akteure ihre Veranstaltungen oder familienfreundlichen Aktivitäten vorstellen. Gute Beispiele sollen zum Nachahmen anregen und die Akteure untereinander vernetzen“, so Ruhenstroth-Bauer weiter.

Der Senat hat den Berliner Beirat für Familienfragen unter anderem beauftragt, innerhalb dieser Legislaturperiode den Familienbericht zu erstellen. Die Seite wird fortlaufend über Inhalte, Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten zum Familienbericht informieren. Das Portal richtet sich an die familienpolitischen Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und an die Berliner Familien.

Im Berliner Beirat für Familienfragen sind die familienpolitischen Akteure Berlins vertreten und vom Senat beauftragt, Impulse für familienpolitische Maßnahmen zu geben und die Interessen von Familien in die Politik einzubringen.

Für Rückfragen: Nora Schmidt, post@familienbeirat-berlin.de, Tel.: 030/200891-60, Fax:030/ 200891-69

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Erziehungskompetenz – Starke und intakte Familien sind der beste Kinderschutz

Posted on Juli 17, 2008. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: |

Elterliches Erziehungsverhalten und das Familienklima sind Risiko- oder Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung. Die heutige Erziehungssituation ist eine Herausforderung im Zusammenspiel von Eltern, Kindern und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Angebote der Familienbildung bzw. Elternarbeit sind eine Möglichkeit, Eltern bei dieser – nicht immer leichten – Aufgabe zu unterstützen. Der Ansatz der familienbezogenen Prävention, wie er in Familienbildungsstätten und Familienzentren vermittelt wird, hat das Ziel, das familiäre Zusammenleben zu verbessern bzw. bereits im Vorfeld Kompetenzen zu vermitteln, die sich wiederum positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug vermitteln sowohl einen Blick auf die Situation in Familien und zeigen gleichzeitig die Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern auf.

Aus dem Inhalt:

  • Dr. Angelika Wolke, Thomas Brand: Erziehungsverantwortung als Mittel der Gewaltprävention. Schülerinnen und Schüler melden sich als Experten zu Wort
  • Dr. Adelheid Smolka: Angebote der Familienbildung im Erziehungsalltag – Bedarf und Nutzung aus Elternsicht
  • Prof. Dr. Ahmet Toprak: Erziehungsstile und Erziehungsziele türkischer Eltern
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Nicht nur wenn ein Kind fast verhungert, ist sein Wohl in Gefahr!

Die Ausgabe 3/2008 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann beim Ernst Reinhardt Verlag, Kemnatenstr. 46, 80639 München, info@reinhardt-verlag.de bestellt werden

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