PFAD-Dokumentation zur Fachtagung „Bindungsstörungen“ liegt vor

Posted on Oktober 2, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Die neue Dokumentation des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern e.V. zu seiner Fachtagung 2008 in Ingolstadt wurde fertiggestellt und veröffentlicht!

Bindungsstörungen bei Pflege- und Adoptivkindern
Erkennen – Verstehen – Reagieren

mit Prof. Dr. Gottfried Spangler und Dozentinnen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie

Die Dokumentation Nr. 30 des PFAD FÜR KINDER LV Bayern umfasst 50 Seiten und kostet € 8,00 plus Versand.
Ihre Bestellung nimmt die Geschäftsstelle in Aichach gerne entgegen (Tel. 08251 / 1050, Fax 08251 / 87 24 08, E-Mail: info@pfad-bayern.de)

Inhalte:

Bindung (engl.: attachment) ist die Bezeichnung für eine enge emotionale Beziehung zwischen Menschen. Das Neugeborene entwickelt eine spezielle Beziehung zu seinen Eltern (meist insbesondere zur Mutter) oder anderen relevanten Bezugspersonen. Die Bindung veranlasst das Kleinkind, im Falle objektiv vorhandener oder subjektiv erlebter Gefahr (Bedrohung, Angst, Schmerz) Schutz und Beruhigung bei seinen Bezugspersonen zu suchen und zu erhalten.

Bindung hat die biologische Funktion, das Kind vor Gefahren zu schützen und das Überleben zu sichern und die psychologische Funktion, in Erregungs- und Stresssituationen für eine emotionale Regulation zu sorgen. Die Bezugspersonen dienen dem Kind als sichere Basis, von der aus es die Welt erkunden kann.

Der Vortrag von Prof. Dr. Spangler geht vor allem auf folgende Fragen und Themen ein:

  • Wann, wie und zu wem entstehen Bindungen?
  • Bindungssicherheit und Bindungsorganisation im Kleinkindalter
  • Bindungsmodelle
  • Einflussfaktoren auf die Bindungsentwicklung
  • Konsequenzen von Bindungssicherheit für die kindliche Entwicklung
  • Bindungsstörungen und ihre Ursachen
  • Die Bedeutung von Bindungsstörungen für das Adoptiv- bzw. Pflegeverhältnis
  • Bindungsabbruch
  • Interventionen bei Bindungsproblemen

In die Dokumentation sind ebenfalls die Berichte der einzelnen Arbeitskreise aufgenommen, in denen folgende Themen vertieft wurden:

AK 1 – Leben mit einem bindungsgestörten Kind
(Leitung: Dipl. Psych. Johanna Behringer)

Kinder mit schwierigen Bindungserfahrungen brauchen Erwachsene, die ihnen eine sichere Basis sind, ihr Verhalten nicht „persönlich nehmen“, sondern es im Zusammenhang mit ihrer Geschichte sehen und ihnen Zeit lassen, neue Modelle von Beziehungen aufzubauen.

AK 2 – Wenn Bindungsstörungen das Lernen beeinträchtigen
(Leitung: Prof. Dr. Gottfried Spangler)

Bindung spielt eine Rolle für das Lernen, da es im sozialen Kontext stattfindet. Kinder müssen bereit und in der Lage sein, mit der Umwelt in Kontakt zu treten, in „die Welt hinaus“ zu gehen. Sie benötigen dazu soziale und emotionale Kompetenzen, die sie im Rahmen von verlässlichen Bindungsbeziehungen erwerben können.

AK 3 – Bindungsstörungen – Aufbau von außerfamiliären Beziehungen in der Pubertät
(Leitung: Dipl. Psych. Dr. Ina Bovenschen)

Kinder, die in Interaktion mit ihren Eltern erfahren, dass sie selbst liebenswert und kompetent sind, entwickeln im Jugendalter eher eine positive Interaktion mit Gleichaltrigen.
Kinder, die aufgrund negativer früher Beziehungserfahrungen kein positives Selbstbild aufbauen konnten, haben dagegen mehr Schwierigkeiten in Interaktionen mit Gleichaltrigen; sie werden beispielsweise von Freunden eher als feindselig oder sozial ängstlich beschrieben.

AK 4 – Bindungsprobleme: Beratungs- und Interventionsbedürfnisse von Pflege- und Adoptivfamilien
(Leitung: Dipl. Psych. Sandra Gabler)

Pflege- und Adoptiveltern sollten auf mögliche Bindungsprobleme ihrer Kinder vorbereitet sein, sie lernen zu verstehen und zu reinterpretieren. Wissen aus der Bindungsforschung sollte in Unterstützungsangebote für Pflege- und Adoptivfamilien Eingang finden.

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DJI Online Thema 2009/05: Pflegekinder und ihre Familien – Chancen, Risiken, Nebenwirkungen

Posted on Mai 12, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Eklatante Fälle von Kindesvernachlässigung führen häufig zu einer befristeten oder auch dauerhaften Unterbringung der Kinder in Pflegefamilien. DJI Online liefert mit dem aktuellen Monatsthema „Pflegekinder und ihre Familien: Chancen, Risiken, Nebenwirkungen“ ein differenziertes Bild zur Pflegekinderlandschaft in Deutschland. Grundlage sind Ergebnisse aus einer mehrjährigen vom Bund geförderten Studie, die das DJI gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) durchgeführt hat. Die Erkenntnisse aus diesem Forschungsprojekt fließen auch ein in das Mitte 2009 erscheinende „Handbuch Pflegekinderhilfe“.

Eine gewandelte Landschaft der Pflegekinderdienste sowie eine geänderte Rechtslage waren Anlass, das vom DJI 1987 veröffentlichte Handbuch „Beratung im Pflegekinderbereich“, das zum Standardwerk der Pflegekinderhilfe avancierte, neu zu verfassen.

Leitmotiv des dazu von August 2005 bis April 2009 laufenden DJIProjekts war es herauszuarbeiten, wie das Wohl der Kinder in der Pflegekinderhilfe gefördert werden kann. Die Bindungen und Beziehungen der Kinder sowohl an die Herkunftsfamilie als auch die Pflegefamilie wurden dafür ebenso untersucht wie die unterschiedlichen Interessen der leiblichen und pflegenden Eltern sowie die der professionellen HelferInnen in den Jugendämtern und den Pflegekinderdiensten.

Das Mitte 2009 erscheinende Handbuch zur Pflegekinderhilfe wird auch in einer Internetfassung online verfügbar sein. Der Aufbau dieses Manuals orientiert sich – ähnlich wie schon beim DJIHandbuch zur Kindeswohlgefährdung – ganz klar an der Handlungsperspektive der Praxis und bietet konkrete Hilfen für die Entscheidungsfindung im Einzelfall.

Deutschland ist im internationalen Vergleich ein Land mit einem hohen Anteil von Kindern in Fremdunterbringung: Bei einer Fremdunterbringung kommen jüngere Kinder eher in eine Pflegefamilie, ältere Kinder eher in eine stationäre Maßnahme. Laut Jugendhilfestatistik befanden sich 2005 in Deutschland rund 50.000 Kinder in Pflegeverhältnissen. Da nicht alle Pflegeverhältnisse statistisch erfasst sind, schätzen ExpertInnen die Gesamtzahl auf ca. 135.000. Das sind 0,9% aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Aufgrund der sinkenden Kinderzahlen ist der relative Anteil leicht gestiegen, obwohl die absolute Anzahl der Kinder in Pflege seit 1991 recht stabil ist.

Die DJI-Studie liefert u.a. quantitative Daten zu 632 Pflegekinderverhältnissen, die in vier Gebietskörperschafen erhoben wurden. Demnach stammen die Kinder in Vollzeitpflege zu einem großen Teil aus Herkunftsfamilien, die durch länger andauernde Unterversorgungslagen und biografische Deprivationsgeschichten gekennzeichnet sind. In fast 70% der Unterbringungen in Fremdpflegefamilien und bei etwas mehr als der Hälfte der Verwandtenpflegen gingen bereits andere Hilfen wie sozialpädagogische Familienhilfe oder Hilfen zur Erziehung voraus. In 60% der Herkunftsfamilien sind die Mütter alleinerziehend.

Unter den Gründen für die Fremdplatzierung in einer Pflegefamilie wurden von den befragten Fachkräften bei rund 50% der Inpflegegaben Be- und Erziehungsprobleme genannt. Von großer Bedeutung war in diesem Kontext auch die Situation des Alleinerziehens, die in 40% der Fälle als Grund angegeben wurde. Mit 35% standen an dritter Stelle wirtschaftliche Probleme, die weitgehend auf den sehr niedrigen Bildungsstand in den Herkunftsfamilien zurückzuführen sind. Insgesamt hatten 80% der Mütter und 66% der Väter in den Herkunftsfamilien keinen oder nur einen sehr niedrigen Ausbildungsabschluss.

Nach Einschätzung der sozialen Arbeit hat die Mehrzahl der Kinder in Vollzeitpflege in der Herkunftsfamilie eine Kindeswohlgefährdung erfahren. Mehr als die Hälfte der Kinder in Vollzeitpflegeverhältnissen wiesen in der Folge nach Angaben der Pflegeeltern bedeutsame Beeinträchtigungen in den Bereichen psychische Gesundheit, Bildung und soziale Teilhabe auf. 43% der Kinder litten an behandlungsbedürftigen Einschränkungen der psychischen Gesundheit und Störungen in der Verhaltensanpassung. Bei einer Untergruppe der Pflegekinder lag eine posttraumatische Belastungsstörung vor. Von den Indikatoren für Bildungsrisiken (Sonderschule, Klassenwiederholung, Lernschwierigkeiten) sind 67% der Pflegekinder mit mindestens einem Problemindikator und 35% mit mindestens zwei Indikatoren belastet. Für 81% der Pflegekinder gilt eine eingeschränkte, und für 13% sogar eine stark eingeschränkte Teilhabe am sozialen Leben.

Pflegeeltern, die sich dieser Kinder meist mit viel Enthusiasmus und gutem Willen annehmen möchten, stehen vor einer großen Herausforderung, die häufig unterschätzt wird. Die im DJI-Gastbeitrag zu Wort kommende Pflegemutter, die anonym bleiben möchte, wünscht sich daher von den zuständigen vermittelnden Stellen mehr Aufklärung und Transparenz sowie eine verstärkte und dauerhafte Unterstützung bei der Bewältigung des schwierigen Alltags mit den Pflegekindern.

Mehr Ressourcen müssten – so ein Ergebnis der DJI-Studie – auch bereitgestellt werden, um die Herkunftsfamilien stärker zu unterstützen. Denn sie brauchen entweder Hilfe, um die Trennung von den Kindern zu verarbeiten und im Interesse der Kinder die Kontakte zu halten, wenn diese langfristig in der Pflegefamilie leben. Oder aber dabei, ihre Erziehungsfähigkeit (wieder) herzustellen, die eine wichtige Voraussetzung für die Rückführung der in Pflege gegebenen Kinder zu den leiblichen Eltern ist. Dies ist derzeit in Deutschland nur bei 5% der Kinder in
Vollzeitpflegeverhältnissen der Fall.

Aus juristischer Sicht, wie sie Dr. Thomas Meysen (DIJuF) in seinem Beitrag darlegt, verdient die vertragliche Gestaltung des Pflegeverhältnisses durch die Eltern der Herkunfts- und der Pflegefamilie verstärkte Aufmerksamkeit. Er sieht es als lohnende Investition, wenn schon vor oder zumindest zu Beginn des Pflegeverhältnisses ein intensiver und moderierter Aushandlungsprozess zwischen Herkunfts- und Pflegeeltern stattfindet. So könne nicht nur der Grundstein für tragfähige Regelungen zur Gestaltung des Familienpflegeverhältnisses gelegt, sondern auch die Bewältigung später auftretender Konflikte verbessert werden.

Quelle: Medieninformation des DJI vom 04.05.09

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Neues DJI Bulletin zur Kindheitsforschung

Posted on Mai 8, 2009. Filed under: Forschung, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das Deutsche Jugendinstitut hat im Herbst 2008 eine Fachtagung zum Thema »Kinder in Deutschland« (Berlin) durchgeführt. Das DJI Bulletin 85 greift als Themenheft mit dem Titel „Das Wissen über Kinder – eine Bilanz empirischer Studien“ die vielfältigen inhaltlichen Aspekte dieser Tagung auf.

Aus dem Inhalt:

  • Wolfgang Gaiser, Pia Rother:»Und dann und wann ein weißer Elefant« –  Kindheit zwischen Eigensinn und gesellschaftlicher Vereinnahmung
  • Karin Jurczyk, Jürgen Barthelmes: Zwischen Familie und Freunden, zwischen Bildung und Medien – Ist das Private wirklich privat?
  • Christian Alt: Deutschland darf kein Kind fallen lassen
  • Christian Lüders, Tina Gadow: Aufwachsen in Deutschland: Gesunde Kinder?
  • Martina Heitkötter: Öffentliche Betreuung und Familie – Spannungsfeld oder Ergänzung?
  • Birgit Riedel: Kompetenzerwerb von Kindern zwischen Familie, Lebenswelt und Institutionen
  • Barbara Thiessen: Alles Kultur? – der Blick auf Migrantenkinder muss sich weiten
  • Andreas Lange: Wohlbefinden und Zukunftschancen – zentrale Ziele einer Politik für Kinder
  • Christian Alt: Kinder wollen glücklich sein – dem Glück auf der Spur

Berichte:

  • Barbara Rink: Internationale Kinderbegegnungen – ein Lernort interkultureller Kompetenz?
  • Julia Struck-Soboleva: »Niemand sagt uns etwas …« –- Eigenethnische Kommunikation als Nutzen für die Integration jugendlicher Aussiedler
  • DJI Bulletin PLUS Christian Alt: Kinderforschung in Deutschland – ausgewählte Studien (Synopse)

Das  Bulletin erscheint viermal im Jahr, kann kostenlos bezogen oder heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemeldung des Deutschen Jugendinstitutes München vom 22.04.2009

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Forschungsprojekt „„Pflegekinderstimme“ sucht erwachsene ehemalige Pflegekinder aus dem Raum Köln / Düsseldorf für Interviews

Posted on Februar 7, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Für das Modellprojekt „Pflegekinderstimme“ zur Beratung und Begleitung von Pflege- und Adoptiveltern sucht der Forschungsschwerpunkt „Aufwachsen in Pflegefamilien“ der Universität Siegen in Kooperation mit PAN e.V. erwachsene Menschen aus der Region Köln/ Düsseldorf, die in Pflegefamilien gelebt haben und bereit sind, sich über ihre Erfahrungen interviewen zu lassen.

Das Projekt wird am Donnerstag, den 12. Februar 2009 von 19.00 – 20.00 Uhr im Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf vorgestellt. Es begann zum 01.02.2009, erstreckt sich über 2 Jahre und wird von der Aktion Mensch gefördert.

Die wissenschaftliche Begleitung des Forschungsvorhabens erfolgt durch Prof. Dr. Klaus Wolf und Dipl. Pädagogin Daniela Reimer von der Universität Siegen. Es hat zum Ziel, Beratungs- und Arbeitshilfen für Pflege- und Adoptiveltern zu entwickeln.

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LVR fördert 2009 Modellprojekte im Pflegekinderwesen

Posted on Februar 2, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , |

Der Landesjugendhilfeausschuss des Landschaftsverband Rheinland (LVR) beschloss in seiner letzten Sitzung u.a. folgende Themenschwerpunkte für das Jahr 2009:

  • „Steigerung der Wirksamkeit im Pflegekinderwesen“
    Das Pflegekinderwesen unterliegt, anders als stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe, keiner einheitlichen staatlichen Kontrolle, sondern wird auf Grund der kommunalen Selbstverwaltungshoheit höchst unterschiedlich gestaltet. Dadurch gibt es im Rheinland (ebenso wie in der Bundesrepublik) eine Vielzahl von Ausformungen, die sich sowohl an den fachlichen Notwendigkeiten, aber auch an den örtlichen Gegebenheiten orientieren.
    Neben der Berücksichtigung örtlicher Besonderheiten bedarf es jedoch der Beschreibung von verlässlichen Merkmalen, Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards, um ein funktionierendes Pflegekinderwesen ermöglichen bzw. sicher zu stellen.
    Im Rahmen eines Modellprojektes sollen die ersten Forschungsergebnisse, die Herr Professor Dr. K. Wolf von der Universität Siegen vorgelegt hat, gemeinsam mit der Universität Siegen und Fachkräften der Pflegekinderdienste unterschiedlich großer Jugendämter, analysiert, interpretiert und in Handlungskonzepte umgesetzt werden.
    Letztere sollen definieren, welche Ziele ein leistungsfähiger Pflegekinderdienst umsetzen kann, welche Strukturen er benötigt und letztlich, welche Wirkungen er erzielt.
    Das LVR-Landesjugendamt Rheinland wird zur Unterstützung der Modellprojekte die Koordination und Begleitung des Projektes übernehmen.
  • Modellprojekt zur Betreuung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in Pflegefamilien
    Außerdem hat der Landesjugendhilfeausschuss dem Modellprojekt zur Betreuung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in Pflegefamilien zugestimmt. Im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2008 wurde die Verwaltung gebeten, ein Modellprojekt vorzubereiten, um auch Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung die Betreuung in einer Pflegefamilie zu ermöglichen.
    Die Federführung und fachliche Begleitung dieses Projektes liegt im LVR-Dezernat Soziales, Integration. Wie der Landesjugendhilfeausschuss hat zuvor auch der Sozialausschuss dem Landschaftsausschuss den Beschluss zur Durchführung dieses Projektes empfohlen. Sofern das Modellprojekt erfolgreich ist, soll es mit Mitteln des LVR fortgeführt werden. Der Landschaftsausschuss folgte der Empfehlung beider Fachausschüsse und beschloss in seiner Sitzung am 12. September 2008 einstimmig die Durchführung des Modellprojekts.

Quelle: Jugendhilfereport 4/2008 des Landschaftsverband Rheinland (PDF-Datei, 2.268 KB)

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Elementar – Männer in der pädagogischen Arbeit mit Kindern

Posted on Oktober 23, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Zum Thema Männer in Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es bisher kaum empirische Forschung. Am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck wird deshalb ein bundesweites Forschungsprojekt durchgeführt, das die Ausbildungs- und Berufswege von Männern im Bereich der Elementarpädagogik in Österreich untersucht.

Kinder sind nicht nur Frauensache. Immer mehr Männer gestalten als Väter oder als Fachkräfte die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern mit – bereits im Kindergarten. Sie sind „elementar“ im wahrsten Sinn des Wortes.

Männer im Kindergarten sind:

  • beliebt bei den Kindern
  • willkommen bei Kolleginnen und Kollegen
  • anerkannt bei den Eltern und
  • gefragt bei Arbeitgebern.

Der Stellenwert von Bildung und Betreuung in der frühen Kindheit nimmt weiter zu. Gut ausgebildete Fachkräfte – Männer wie Frauen – sind in diesem rasch wachsenden Bereich so gefragt wie noch nie. Es gibt keine bessere Zeit im Kindergarten zu arbeiten als jetzt. Die Ausbildungswege werden vielfältiger und in naher Zukunft auch auf Hochschulniveau angeboten werden.

Männer in der pädagogischen Arbeit mit Kindern berichten auch von Problemen: Manchmal werde man von bestimmten Männern oder auch Frauen eher belächelt als respektiert. Die Anerkennung – auch beim Gehalt – könnte größer sein. Und die Ausbildung sei derzeit noch verbesserungswürdig. Insgesamt sei aber die pädagogische Arbeit mit Kindern ELEMENTAR!

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt

Quelle: Universität Innsbruck

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Alles im Blick – Integrierte Surveyforschung am DJI

Posted on Oktober 17, 2008. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Weitsichtige und nachhaltige Politik ist auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen. Um die dafür notwendigen Zahlen, Daten und Fakten zum Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sowie über das Leben von Familien effizienter zu sammeln und zu analysieren, laufen im Deutschen Jugendinstitut (DJI) derzeit Planungen hinsichtlich einer Zusammenführung der bestehenden großen Einzelsurveys (DJI-Kinderpanel, DJI-Kinderbetreuungsstudie, DJI-Jugendsurvey und DJI-Familiensurvey) zu einer Integrierten Surveyforschung*.

Pressemitteilung des DJI vom 01.10.08

Interview mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Vorstandsvorsitzender und Direktor des DJI „Der Integrierte DJI-Survey – Schlüsselprojekt für die nächsten Jahre”

*Survey bedeutet in etwa: sich einen Überblick mit Hilfe statistischer Erhebungen verschaffen.

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Radio-Bericht über Pflegekinderforschung der Uni Siegen

Posted on Oktober 13, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Am 16 .September sendete WDR 5 in der Sendung „Leonardo – Wissenschaft und mehr“ einen interessanten Beitrag über das Forschungsprojekt der Uni Siegen zum Pflegekinderwesen.

Zu Wort kommt auch Isabel-Theres Spanke, stellvertretende Vorsitzende des PFAD für Kinder Landesverband Hessen e.V.

Die Sendung steht nun auch als MP3-Datei zum Download zur Verfügung.(16.30 min)

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Online-Unterzeichnung der „Siegener Erklärung“ möglich

Posted on September 16, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Durch online-Unterzeichnung auf den Seiten des Forschungsschwerpunktes „Aufwachsen in Pflegefamilien“ der Uni Siegen ist es nun möglich, die „Siegener Erklärung zur Kontinuität in der Biografie von Pflegekindern“ (wir berichteten) zu unterstützen.

Mit Ihrer Unterzeichnung der Siegener Erklärung können Sie dazu beitragen, dass

  • deren Inhalte in Fachkreisen eine größere Beachtung finden
  • den dort formulierten Qualitätsstandards die vermeintliche Beliebigkeit genommen wird
  • die Sicherung der Kontinuität für Pflegekinder eine deutlichere handlungsleitende Orientierungslinie wird.
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Jugendhilfebarometer: Überlastung im ASD wächst

Posted on August 23, 2008. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) weist in seinem Newsletter vom 21.08.08 auf Ergebnisse einer Befragung von Jugendämtern zur Arbeitssituation und Personalbemessung in den Allgemeinen Sozialen Diensten der Jugendämter (ASD) hin.

Im Rahmen des Projekts „Jugendhilfe und sozialer Wandel“ wurde das Konzept einer Online-Erhebung bei Jugendämtern entwickelt. Im November 2007 startete eine Vollerhebung bei allen Jugendämtern mit dem Thema der „Arbeitsorganisation im ASD“. Erste Ergebnisse liegen nunmehr vor, die belegen, dass die Überlastung der Mitarbeiter im ASD wächst.

Meldung des DBSH

DJI-Projekt: Jugendhilfe und sozialer Wandel: Informationen und Ergebnisse

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Siegener Erklärung zur Kontinuität in der Biographie von Pflegekindern

Posted on August 22, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Auf Einladung des von Prof. Klaus Wolf geleiteten Forschungsbereichs Pflegekinderwesen fand am 21.8.2008 im Artur-Woll-Haus der Universität Siegen ein Fachtag zum Thema „Was brauchen Pflegekinder? Kontinuität!“ statt. Um verbindliche Standards im Pflegekinderwesen zu entwickeln, brauche es einen Theorie-Praxis-Dialog, so Prof. Wolf. Beitrag und Möglichkeit der Universität dazu sei es, von den Ergebnissen der Forschung ausgehend Vorschläge zu entwickeln und einzubringen.

Zwei wissenschaftliche Referate bildeten dann auch den Schwerpunkt des ersten Teils der Veranstaltung. Prof. Wolf thematisierte die Bedeutung von Kontinuität oder Diskontinuität für die Entwicklung von Pflegekindern und stellte eine Liste von Qualitätsmerkmalen sozialer Arbeit auf.
Unter dem Aspekt der Schnittstellen zwischen Jugendhilfe und Recht erörterte Prof. Ludwig Salgo die Frage von „Kontinuität sichernder Planung und Entscheidungen der Familiengerichte“.
Praxisorientiert waren die Workshops zu den Themen „Erleben von Pflegekindern“, „Kooperation von Jugendhilfe und Justiz“ und „Sachverständigengutachten“ im zweiten Teil der Tagung.

Abschließend wurde vor dem Plenum der Text der „Siegener Erklärung zur Kontinuität in der Biografie von Pflegekindern“ veröffentlicht – gedacht als eine erste Stellungnahme aus dem Forschungsprojekts „Aufwachsen in Pflegefamilien“, der weitere folgen sollen.

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